Veröffentlicht am
779 Klicks

In dieser Predigt wird der Vers 11 aus Offenbarung 14 im Detail betrachtet, insbesondere die Aussage, dass diejenigen, die das Tier und sein Bild anbeten, keine Ruhe finden werden. Christopher Kramp beleuchtet die biblischen Hintergründe und Parallelen, von Kain bis zu den Prophezeiungen im Alten Testament, um zu erklären, was diese Ruhelosigkeit bedeutet. Es wird die Bedeutung der wahren Anbetung und des Weges Jesu hervorgehoben, der zur wahren Ruhe führt, im Gegensatz zur endlosen Suche der Gottlosen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de.

[0:08] Wir wollen heute weitermachen mit der dritten Engelsbotschaft. Wir sind ja mittendrin und wollen heute den Vers 11 zu Ende studieren. Ein sehr interessanter Vers mit einigen interessanten Gedanken, die wir heute hier anführen wollen.

[0:26] Bevor wir uns hineinwagen, ist es unsere gute Gewohnheit, dass wir Gottes Geist bitten, uns zu leiten, und wer es möglich ist, den bitte ich dazu, mit mir niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir die Offenbarung haben. Hab Dank, dass du sie uns gegeben hast als ein Buch, das uns nicht nur zeigt, in welcher Zeit wir leben, sondern auch, wie wir leben können und wie wir die Kraft dazu bekommen. Ich möchte dich bitten, dass in unserem Studium der Offenbarung deine Herrlichkeit und dein Charakter deutlich wird, dass wir erkennen können, wie wir mit dir leben können im Alltag und dass wir diese ernste, wichtige dreifache Engelsbotschaft, die unser großer Auftrag ist, dass wir sie wirklich verstehen, ausleben und dann auch anderen predigen können. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[1:17] Offenbarung 14, Vers 11. Letzte Woche haben wir uns mit dem Rauch ihrer Qual auseinandergesetzt, der aufsteigt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Wir haben gesehen, dass dieser aufsteigende Rauch von Ewigkeit zu Ewigkeit ein tatsächliches Zitat aus Jesaja ist über die Vernichtung Edoms. Dort wurde Edom mit Jerusalem verglichen, oder vielmehr in der Bibel im Allgemeinen. Edom ist für immer zerstört worden, während Jerusalem zerstört worden ist und dann wieder aufgebaut worden ist. Das Gericht an Jerusalem war ein Gericht mit Gnade, das Gericht an Edom ein Gericht ohne Gnade. Der Rauch stieg auf von Ewigkeit zu Ewigkeit in Edom, aber trotzdem haben dann später die wilden Tiere dort gelebt. Der Rauch muss sich irgendwann verzogen haben. Ein Bild dafür, dass die Strafe ewig ist, die Konsequenz ewig, und dass es ziemlich lange dauern wird, die Qual, aber am Ende doch enden wird.

[2:32] Es heißt in Offenbarung 14, Vers 11: „Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Und jetzt beginnt ein neuer Satz: „Und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.“

[2:54] Wo haben wir diese Idee von Tier, Bild und Malzeichen schon mal gehabt in der dreifachen Engelsbotschaft? In welchem Vers? Wir haben hier, dass diejenigen, die das Tier anbeten, sein Bild anbeten und das Malzeichen annehmen, dass die keine Ruhe haben werden. In Offenbarung 13, ja, und in der dreifachen Engelsbotschaft selbst, in welchem Vers hatten wir die drei schon mal verbunden? Vers 9. In Offenbarung 14, Vers 9 heißt es: „Und ein dritter Engel folgt in der Sprache mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn oder seine Hand annimmt, dann kommt die Strafe, die da ist, der Glutwein Gottes und das Feuer und Schwefel und der Rauch ihrer Qual.“ Und dann heißt es abschließend, wie eine Zusammenfassung: „Und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.“ Also in Vers 9 haben wir Tier, Bild, Malzeichen, dann haben wir die Strafe, und dann in Vers 11b haben wir wieder Tier, Bild und Malzeichen. Könnt ihr es sehen? Die Strafe, das ist der Glutwein Gottes, das ist Feuer und Schwefel, der Rauch ihrer Qual.

[5:10] Übrigens, das Tier steht für Papsttum, das Bild des Tieres steht für abgefallenen Protestantismus, das Malzeichen steht für das nationale Sondergesetz, das später ein weltweites Sondergesetz wird. Genau das haben wir ausführlich angeschaut. Davor wird gewarnt, vor der Verbindung, dass der Vatikan und der abgefallene Protestantismus Amerikas, dass die ein nationales Sondergesetz erlassen, und die Warnung ist die feierlichste Warnung der ganzen Bibel. Wir werden gewarnt vor dem Glutwein Gottes, und der Glutwein Gottes zeigt sich in den Plagen, den sieben letzten Plagen. Und Feuer und Schwefel fallen wann? Nicht während der sieben letzten Plagen, auch nicht während der Wiederkunft, sondern nach den tausend Jahren, wenn Gott Sünde und Sünde ausrotten wird. Das heißt, die Idee ist, diese dritte Engelsbotschaft warnt vor dem endgültigen Tod, vor der Strafe, die ohne Gnade ist, dem Glutwein, der uneingeschenkt ist, ohne, unvermischt, dem Kelch seines Zorns. Und dann wird hier am Ende von diesem ganzen Abschnitt deutlich gemacht, dass diejenigen, die die dritte Engelsbotschaft ablehnen, die die Botschaft ignorieren, die die Warnung in den Wind schlagen, dass diejenigen, die das Malzeichen annehmen und das Tier anbeten und das Bild anbeten, dass die keine Ruhe haben werden.

[6:50] Keine Ruhe. Jetzt wollen wir uns mal mit dieser Idee ein bisschen beschäftigen. Was bedeutet es, keine Ruhe zu haben? Kennt jemand zufällig jemanden, der ziemlich ruhelos war, nachdem er sich endgültig gegen Gott entschieden hat? Judas war ziemlich ruhelos, so ruhelos, dass er es nicht lange auf dieser Erde mehr ausgehalten hat. Er hat sich umgebracht. Saul war ruhelos, hat keine Ruhe mehr gefunden, ist dann am Ende von dem demütigen König abgestiegen zum Kunden einer Spiritistin. Keine Ruhe mehr gefunden. Gibt es sogar vielleicht jemanden, von dem es explizit heißt, dass er ruhelos war, nachdem er sich endgültig gegen Gott entschieden hatte? Pilatus? Viel Ruhe wird er auch nicht gehabt haben, aber das steht da nicht so explizit. Der Priester Elia? Es ist jemand, der sich so sehr gegen Gott... Satan ist auch ruhelos, das bin ich mir sicher.

[8:23] Schaut mal mit mir in 1. Mose Kapitel 4. 1. Mose Kapitel 4, ganz am Anfang. Der erste Mörder und der erste Mensch, von dem wir ziemlich sicher ausgehen können, dass er nicht gerettet worden ist. Herr Adam und Eva haben das Evangelium angenommen. Abel erwarte ich im Himmel, aber Kain erwarte ich nicht. Kain. Ihr kennt die Geschichte von Kain. Ihr wisst, wie sie beide Opfer gebracht haben. Ihr wisst, wie Kain ein anderes Opfer gebracht hat, als Gott es gefordert hatte. Und ihr wisst, wie Kain dann eifersüchtig wurde auf Abel. Das ging ja auch um die Frage der Anbetung. Die 3. Engelsbotschaft hat zu tun mit Anbetung. In der 3. Engelsbotschaft geht es da zwischen Christen und Atheisten, ja oder nein? In der 3. Engelsbotschaft geht es um die wahren Christen, die Gottes Wort ernst nehmen. Und dann die anderen, die sich auch Christen nennen, die sagen, wir lieben Gott, wir mögen ihn und wir wollen, dass er uns gern hat. Nur mit jedem einzelnen Teil der Bibel wollen wir uns nicht beschäftigen. Abel hat gesagt, wenn wir Gott anbeten, müssen wir es genau so machen, wie er es gesagt hat. Kain hat gesagt, wir können Gott anbeten, wie wir wollen. Er sieht unsere Intention, Gott ist so viel größer als die Details. Die treuen Gläubigen am Ende der Zeit sagen: Wir beten Gott an, so wie es das vierte Gebot sagt. Die anderen sagen: Wir beten Gott an. Aber wie, das ist doch egal, Hauptsache, wir beten ihn an. Das heißt, zwei verschiedene Prinzipien der Anbetung. Eines, das wirklich treu ist und auf Jesus zurückverweist. Das andere, wir machen unsere eigene Anbetung. Dann sehen wir, dass Abel offensichtlich von Gott angenommen war und Kain nicht. Und jetzt fing er an, denjenigen zu verfolgen, der die wahre Anbetung praktizierte. Genau das sehen wir dann in Offenbarung 13 und 14 auch, dass diejenigen verfolgt werden, die nicht mitmachen mit dieser neuen Form der Anbetung oder dieser verfälschten Form der Anbetung. Damals starb Abel. Offenbarung 13 sagt, dass Menschen ihr Leben verlieren werden, weil sie sagen: Ich will meinen Sabbat nicht aufgeben. Und das heißt also, 1. Mose 4 hat eine ganze Menge Parallelen zu Offenbarung 13 und zu Offenbarung 14.

[10:59] Und dann ist es doch interessant. Übrigens, als Adam sündigte, da wurde der Erdboden verflucht. Aber noch konnte Adam aus diesem verfluchten Erdboden Frucht hervorbringen, unter Schweiß, unter Mühe. Aber Gott sagt, er ist verflucht um deinetwillen. Das war eigentlich ein Segen. Die Schwierigkeiten, die Folgen der Sünde würden nicht weggenommen werden, aber Gott würde Gnade schenken, damit es doch noch eine Frucht gibt. Als Kain sündigte, wieder besseres Wissen, mit voller Intention, Gott hat dir eine Folge warnt. Schaut mal, wie es heißt in Vers 11: „Und nun sollst du verflucht sein von dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen. Wenn du den Erdboden bebaust, soll er dir künftig seinen Ertrag nicht mehr geben.“ Keine Ernte. Und wie sollst du sein auf der Erde? Unstetig? Flüchtig und ruhelos. Seht ihr es bei euch auch? Ruhelos. Kain hatte keine Ruhe. Er hat genau nach denselben Prinzipien gelebt, wie die Menschen in der 3. Engelsbotschaft: falsche Anbetung, Gewalt gegenüber Andersgläubigen. Und er hatte keine Ruhe und er konnte keine Ernte mehr bringen.

[12:33] Und ihr wisst, das Prinzip der Ernte ist ein Beispiel, ein Gleichnis für unseren Charakter. Adam, vor dem Sündenfall, konnte eine Ernte einbringen ohne jede Schwierigkeit. Das ging quasi, ja, er musste ein bisschen mitmachen, aber das ging von alleine, das war keine Schwierigkeit. Adam nach dem Sündenfall konnte noch eine Ernte einbringen, aber jetzt musste man wirklich noch Unkraut jäten, man musste sich anstrengen, den Schweiß von der Stirn wischen, nicht wahr? Und man hat richtig, man musste arbeiten, placken, aber das hat ihm geholfen, doch die Sünde zu hassen und am Ende doch noch Frucht zu bringen. Aber Kain konnte keine Frucht mehr einbringen. Adam konnte vor dem Sündenfall einen Charakter entwickeln, zu Gottes Ehre, ohne jedes Problem. Es gab keine Schwierigkeiten. Alles, was er gemacht hat, hatte gute Intentionen, heilige Motive. Eine heilige Charakterentwicklung war super einfach. Nach dem Sündenfall war die Charakterentwicklung ein echter Kampf. Den erleben wir heute noch, oder? Da gibt es so viel Unkraut auf unserem Charakterbeet, das immer wieder aufspringt, nicht wahr? Das Unkraut kommt so schnell und die Frucht wächst so langsam. Und dann braucht man Wasser und Erde und man muss sie anessen. Ein Kampf, der Kampf des Christen. Aber mit Gottes Hilfe können wir eine Ernte einbringen. Jesus sagt, das Reich Gottes ist wie ein Same und wenn die Frucht es zulässt, kommt er wieder. Die Ernte ist möglich, aber im Falle von Kain hat er irgendwann die Grenze der Geduld Gottes überschritten.

[14:18] Und das ist genau das, was hier passiert. Die Menschen, die die dritte Engelsbotschaft am Ende ablehnen werden, die werden die Gnade Gottes ausgereizt haben. Deswegen heißt es ja, der Glutwein Gottes ist eingeschenkt, unvermischt, ohne Gnade. Und es ist auch interessant, dass Kain in Vers 15 sogar ein Zeichen empfängt. Vers 15: „Da sprach der Herr zu ihm: Fürwahr, wer Kain totschlägt, zieht sich siebenfache Rache zu. Und der Herr gab dem Kain ein Zeichen, damit ihn niemand erschlage, wer ihn fände.“ Haben die da auch ein Zeichen? Nun, Kain war ruhelos.

[14:59] Schauen wir mal ein anderes Kapitel an in der Bibel, 5. Mose 28. Jetzt, wofür ist 5. Mose 28 berühmt? 5. Mose 28, wofür ist es berühmt? Ganz berühmtes Kapitel, kommt, helft mir. Segen und Fluch, genau. Wann gibt es Segen? Wenn man gehorsam ist. Und wann gibt es Fluch? Wenn man ungehorsam ist. Das Gesetz Gottes ist der Maßstab, der zwischen Fluch und Segen entscheidet.

[15:40] Jetzt schaut mal, was der Fluch ist in 5. Mose 28, Vers 64. Vers 64 lesen. Wenn das Volk Israel sündigt und Gottes Gebot übertritt, wird er sie irgendwann mit den Heiden verschmelzen lassen. Das ist die Idee. Sie werden zerstreut. Sie leben dann unter den Heiden. Sie dienen anderen Göttern. Und dann wird er sie verschmelzen lassen. Und dann werden sie verschenkt. Und dann wird er sie verschenkt lassen. Und dann werden sie verschenkt. Sie sind dann unter den Heiden. Sie dienen anderen Göttern. Und werden dort keine Ruhe haben.

[16:51] Die Menschen, die das Malzeichen annehmen, die werden am Ende verschmelzen mit all den verschiedenen Religionen. Das wird alles so eine Art Mischmasch aus Christentum und Heidentum sein, als Strafe dafür, dass sie das Gesetz Gottes mit Füßen getreten haben.

[17:17] Schaut mal in Klagelieder. Wer hat Klagelieder geschrieben? Jeremia, der weinende Prophet. Es lohnt sich, Klagelieder zu lesen. Klagelieder, Kapitel 1, Vers 3. Da finden wir jetzt die Erfüllung. Auf der Erfüllung ist das, was Moses gesagt hatte. Klagelieder, Kapitel 1, Vers 3: „Judah ist ausgewandert vor lauter Elend und hartem Knechtsdienst; es wohnt unter den Heiden, es findet keine Ruhe; alle seine Verfolger haben es eingeholt mitten in seinen Nöten.“ Frage: Wo hat denn Judah dort gewohnt, als es keine Ruhe hatte? In Babylon. Die Erfüllung der Prophezeiung sagt uns, dass Menschen, die eigentlich zum Volk Gottes gehörten, jetzt in Babylon sind. Und das ist das, was passiert, dass Menschen, die eigentlich zum Volk Gottes gehörten, die Protestanten waren, jetzt zu Babylon zählen. Dass sie sich so von Gott entfernt haben, dass sie jetzt zu Babylon gezählt werden und keine Ruhe haben.

[18:49] Dieses Thema von keine Ruhe haben ist ein Thema, das im Alten Testament ganz oft vorkommt. Ich gebe noch ein Beispiel. Jesaja 57, und dort Vers 20. Das ist ein ziemlich krasser Vers. Jesaja 57, Vers 20: „Aber die Gottlosen sind wie das aufgewühlte Meer, das nicht ruhig sein kann, dessen Wasser Schlamm und Kot aufwühlen.“ Versucht mal, habt ihr mal ein aufgewühltes Meer gesehen? Was muss geschehen, damit ein aufgewühltes Meer ruhig sein kann? Kann ein aufgewühltes Meer über Nacht plötzlich ruhig sein? Das ist unmöglich, es sei denn, Jesus spricht. Jesus ist in der Lage, ein aufgewühltes Meer sofort ruhig zu kriegen. Das ist übrigens ein Beweis dafür, dass Jesus durch sein Wort den größten Gottlosen bekehren kann. Aber wenn Jesus nicht erwünscht ist, dann gibt es keine andere Wahl. Der Gottlose an sich ist aufgewühlt. Er kann gar nicht ruhig sein. Es treibt ihn von A nach B. Er findet keine Ruhe. Übrigens, das heißt in Vers 21: „Keinen Frieden spricht mein Gott gibt es für die Gottlosen.“

[20:33] Und wenn ihr mal lest, was so besonders gottlose Schauspieler und Musikstars und sonstige Celebrities in ihren letzten Stunden vor dem Tod erleben, manchmal, ist ziemlich tragisch. Keine Ruhe, kein Frieden. Ihr Leben lang nach irgendetwas gejagt, nach diesem Phantom von Reichtum und Glück und weiß ich was. Alles zerronnen, bevor sie es in den Händen gehabt haben.

[21:05] Übrigens, der Vers 20 beginnt ja mit den Worten „aber“. Heißt also, es ist ein Kontrast zu dem, was vorher war. Die Verse davor sind sehr schön. Ihr kennt das vielleicht in Vers 15: „Denn so spricht Gott, der Hohe und der Habende, der ewig wohnt und dessen Name der Heilige ist: In der Höhe und dem Heiligtum wohne ich und bei dem zerschlagenen und gedemütigten Geist, es ist, damit ich den Geist des gedemütigten belebe und das Herz der zerschlagenen belebe.“ Es spricht auch davon, wie er Israel wiederherstellen will. Vers 18: „Seine Wege habe ich gesehen. Dennoch will ich es heilen und es leiten und ihm und seinen Trauernden mit Tröstung vergelten.“ Gott sagt: Auch wenn du noch so viel gesündigt hast, ich habe das alles gesehen. Ich habe deine Wege gesehen, alle die falschen Wege. Ich weiß es alles. Trotzdem will ich dich heilen. Komm zurück zu mir. Ich will dich trösten. Ich will dich leiten. Ich will dir Frucht der Lippen schaffen. Friede, Friede den Fernen und den Nahen.“ Sprich daher: Ja, ich will es heilen. Gott sagt: Wenn du zu mir kommst, egal ob du fern bist, egal ob du nah bist, egal wo du bist, ich kann dich heilen. Und dann heißt es: „Aber die Gottlosen, die auf dieses Angebot nicht eingehen, sind wie das aufgewühlte Meer.“

[22:17] Das heißt, die Menschen, die das Tier und das Bild und das Malzeichen anbeten, das sind diejenigen, die vorher die Einladung Jesu nicht bekommen haben. Sie mögen vielleicht sogar denken, dass sie Jesus folgen, aber sie haben eine Einladung abgelehnt. Übrigens, gibt es eine Einladung Jesu, wo er tatsächlich Ruhe anbietet? Matthäus 11.

[22:51] Matthäus 11, 21 und folgende. Berühmte Worte von Jesus. Das heißt, was immer diese Menschen gemacht haben, eine Sache haben sie nicht gemacht: Sie haben nicht von Jesus gelernt. Sie haben vielleicht den Namen Jesus gerufen, im Gottesdienst: Jesus, Jesus, wir lieben dich. Jesus angeschrien vielleicht sogar, aber sie haben nicht von Jesus gelernt. Ihr kennt das ja, was Jesus sagt: „Viele werden kommen und sagen an jedem Tag: Herr, Herr, haben wir dich in deinem Namen geweissagt und Wunder getan und Dämonen ausgetrieben?“ Und Jesus sagt: „Ich kenne euch nicht, ihr Gesetzesübertreter, ihr Übeltäter.“

[23:51] Da gibt es eine Einladung, wie man Frieden haben kann, wie man Ruhe haben kann. Jesus sagt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid.“ Und dann sagt er dann: „Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Übrigens, als Jesus das sagte, als er sagte: „Ich will euch Ruhe geben für eure Seelen“, da hat er einen alttestamentlichen Text paraphrasiert. Weiß jemand, welcher Text das ist? Schon im alten Testament gibt es eine Einladung, dass man Ruhe finden kann für die Seele. Und das kommt aus Jeremia. Können wir uns gut für die Zaffatzule merken. Jeremia, Kapitel 6 und dort Vers 16, ganz genau.

[24:47] Jesus bietet uns Ruhe an, aber diese Ruhe findet sich an einem ganz bestimmten Ort. Schaut mal Jeremia 6, Vers 16: „So spricht der Herr: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach dem Faden der Vorzeit, welches der gute Weg ist und wandelt darauf. So werdet ihr Ruhe finden.“ Als Jesus gesagt hat: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken, ich will euch Ruhe geben“, was hat er damit gesagt? Er hat gesagt: Ich bin der Weg, der gute Weg, ich bin der Weg der Vorzeit. Deswegen sagt er an anderer Stelle: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Jesus zu folgen, bedeutet einem Weg zu folgen und zwar nicht einem neuen Weg, sondern einem alten Weg. Man muss einen Weg wieder entdecken, der schon lange vorgezeichnet ist. Heute wollen viele neue Wege finden und neue Methoden und neue Lehren und neues Licht und ich weiß nicht was. Aber die Ruhe ist auf dem guten Weg der Vorzeit.

[25:49] Aber was ist die Reaktion auf die Einladung am Ende von Vers 16? „Sie aber sprechen: Wir wollen nicht darauf wandeln.“ Wir wollen gerne Ruhe haben, aber wir wollen nicht auf dem Weg gehen, den Jesus geht. Wer Jesus nachfolgen möchte, der muss auch auf dem Weg gehen, den Jesus geht. Ansonsten kann man ihm nicht nachfolgen. Und der Weg Jesu, der führt halt eben von Reichtum zu Armut. Der führt halt eben zum Kreuz. Deswegen sagt Jesus: „Wer mir nachkommen will, der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Und viele wollen diesen Weg nicht gehen.

[26:29] In der Endzeit Jesus nachzufolgen, bedeutet, so wie Jesus, ohne jeden Grund beschuldigt zu werden. Das bedeutet geschlagen, bespuckt, vielleicht sogar getötet zu werden, ohne schuldig zu sein. Und viele wollen diesen Weg nicht gehen.

[26:53] Letzter Vers, 1. Mose, Kapitel 2, Vers 1-3: „So wurden der Himmel und die Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer. Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.“ Das äußere Zeichen der Ruhe ist der Sabbat. Gott ruht, weil sein Werk vollendet ist. Und wenn wir Jesus erfolgen, dürfen wir Ruhe finden, weil er sein Werk in uns vollenden wird. Er sagt nicht nur: Es werde Licht, sondern er wird Tag für Tag, durch die ganze Schöpfung, uns verändern. Und er wird uns Ruhe geben.

[28:17] Ihr wisst, in Hebräer 4 spricht es von der Ruhe, die noch übrig bleibt für das Volk, dem Sabbatismus. Und in der Endzeit wird es um die Frage Ruhe oder keine Ruhe gehen. Sabbat oder Sonntag. Und die, die sich gegen Gott entscheiden, werden keine Ruhe haben. Sicherlich ist damit auch gemeint, dass sie am Ende im Feuer gepeinigt werden, dass sie dann sicherlich auch keine Erholung haben davon, sicherlich. Aber auf einer viel tieferen Ebene fehlt ihnen die Ruhe in Christus. Sie sind gottlos. Sie haben die Ruhe, die Gott ihnen angeboten hat, den Weg, den Gott ihnen angeboten hat, das Schöpfungshandeln Gottes in ihrem Herzen, haben sie abgelehnt. Sie wollten es nicht. Jetzt haben sie keine Ruhe. Und sie zeigen es, indem sie den Sabbat mit Füßen treten. Die äußere Verachtung des Sabbats ist ein Beweis für die innere Ruhelosigkeit. Innere Ruhelosigkeit.

[29:27] Was können wir also lernen? Das große Thema der dritten Engelsbotschaft ist die Ruhe. Und die Ruhe kommt nicht davon, dass ich einfach am Sabbat nicht zur Arbeit gehe. Da kann ich immer noch ziemlich ruhelos sein. Die Ruhe kommt dadurch, dass ich Christus annehme und auf seinem Weg, auf dem guten Weg wandle und ihm nachfolge. Er wird mir eine Last geben, aber die ist leicht. Und er wird mich erquicken. Und wenn ich diese Ruhe im Herzen habe, dann werde ich automatisch auch gerne den Sabbat halten als Ausdruck dieser Ruhe. So wie Abraham beschnitten wurde als Ausdruck des Glaubens, den er schon vorher hatte, so ist der Sabbat, der Ruhetag Sabbat, ein äußeres Zeichen, ein Siegel des Glaubens, der inneren Ruhe, die man schon vorher haben kann. Schon bevor wir versiegelt sind, können wir diese Ruhe im Herzen haben. Wir können diesen Weg gehen und dann wird Gott am Ende sein Schöpfungswerk in unserem Herzen abschließen mit dem Siegel Gottes. Und dann sind wir bereit für Offenbarung 14, Vers 12. Das werden wir uns nächstes Mal anschauen. Dann hat man diejenigen, die sagen können: Hier, hier sind die Heiligen. Aber da kommen wir dann nächstes Mal dazu zu diesem überaus wichtigen Vers. Ich hoffe, ihr freut euch schon drauf.

[30:53] Für heute können wir uns Folgendes merken: Die Entscheidung fällen. Wann immer Jesus uns ruft: Kommt her zu mir. Zu ihm kommen. Wann immer er uns wieder auf den alten Weg zurückweist, weil wir aus irgendeinem Grund den Weg verloren haben, immer wieder zurückkehren zu diesem alten Weg und diese Ruhe suchen, die nur in Gott zu finden ist. Amen? Dann lasst uns doch gemeinsam beten.

[31:17] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen für die Worte, die wir studieren konnten, für die gute Botschaft, die wir in der Offenbarung hier auch sehen konnten. Hab Dank, dass ein und andere Mal wir sehen dürfen, dass es nur zwei Gruppen gibt auf dieser Welt, nur zwei Prinzipien und letztendlich eine Entscheidung zwischen den beiden. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, Tag für Tag die Entscheidung zu fällen, diese Ruhe in dir zu haben, das Vertrauen darauf, dass du unser Schöpfer bist und unser Widerschöpfer, dass du unser Herz so sehr verändern kannst, dass du dein Siegel auf uns drücken kannst, und wir danken dir, dass wir in dir ruhen dürfen, dass du die Hauptlast trägst und dass wir mit dir gehen dürfen, dass wir dir nachfolgen können. Habt Dank, Herr Jesus, für alles, was du für uns tust. Amen.

[32:11] Damit verabschieden wir uns für heute, und wir sehen uns nächste Woche wieder. Dann auf dem Wagen 14, Vers 12 und Lukas 2 Abvers, irgendwo in der Mitte dort. Viel Freude im Studium seines Wortes und Gottes Segen auf dem Weg nach Hause. Amen.


Lizenz

Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.