In diesem Teil der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ wird das dritte Kennzeichen der Heiligen aus Offenbarung 14, Vers 12 beleuchtet: das Halten der Gebote Gottes. Christopher Kramp erklärt, warum das Befolgen der göttlichen Gebote im Gegensatz zu menschlichen Traditionen steht und wie es uns in den großen geistlichen Kampf einbindet. Anhand biblischer Beispiele wird die tiefe Verbindung zwischen dem Glauben an Jesus und dem Gehorsam gegenüber Gottes Geboten verdeutlicht.
Offenbarung 14:12 Teil 3
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Neues Testament, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr da seid, dass wir gemeinsam mal wieder etwas studieren können in der Offenbarung, in Offenbarung 14. Und wir sind hier gerade in Vers 12. Wir haben dort zwei der vier Kennzeichen bereits uns betrachtet. Das werden wir gleich mal wiederholen. Wir wollen heute eines der wichtigsten Kennzeichen von Offenbarung 14, Vers 12 betrachten. Und bevor wir das tun, möchten wir den Heiligen Geist bitten, dass er uns führt und leitet im Studium. Und wer da kann, den bitte ich niederzuknien zum Gebet.
[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir kommen voller Dankbarkeit zu dir, dass wir heute auch wieder dein Wort lesen dürfen, dass du dich uns mithaltest, dass wir deine Gedanken nachvollziehen dürfen, soweit es uns möglich ist und dass wir erkennen können, dass du uns liebst und dass du alles für uns tust. So möchten wir dich bitten, dass du uns jetzt die Augen öffnest für das, was wichtig ist in dieser Zeit, dass wir unter denen zu finden sein werden, von denen es heißt, hier ist es die Geduld der Heiligen, hier sind die, die erhalten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu. Gibt es, dass unsere Erfahrung wird, nicht nur unser Wissen, sondern wirklich unser Lebensstil, das, was unser Leben ausmacht. So möchten wir dich bitten, dass dein Wort jetzt zu uns spricht, es uns klar und deutlich auf den Punkt bringt, damit wir wissen, was du von uns möchtest und wie du es in uns tun möchtest. Im Namen Jesu beten wir das. Amen.
[1:31] Wie gesagt, Offenbarung 14, wir sind ja in Vers 12 bei der Beschreibung derjenigen, die stehen bleiben werden, wenn alles andere fällt, wenn der Himmel zusammengerollt wird, wenn die Nationen im Tumult vergehen, wenn das Tier und sein Bild und das Mahlzeichen die Welt regieren, dann wird es eine Gruppe geben, die ausharrt. Wir haben gesehen, es sind vier Kennzeichen, die in Offenbarung 14, Vers 12 gegeben sind. Könnt ihr die nochmal kurz mit mir wiederholen? Was ist das erste Kennzeichen? Das standhafte Ausharren, die Geduld. Was ist das zweite Kennzeichen? Ja, das ist das dritte Kennzeichen, die Gebote Gottes und das vierte ist dann die, das Zeugnis, Moment, in Offenbarung 14, Vers 12, der Glauben an Jesu, ganz genau, aber das zweite Kennzeichen ist, es gehört zu den Geboten, es ist ein Teil der Gebote, das zweite Kennzeichen ist die Heiligen, sie sind heilig. Könnt ihr euch daran erinnern? Das habe ich das letzte Mal gemacht. Also sie haben Geduld, ständiges standhaftes Ausharren, zweitens sie sind heilig, drittens sie halten die Gebote und viertens sie haben den Glauben an Jesu. Wo diese vier Dinge zusammenkommen, da ist ein sicherer Ort, da ist ein Anker für die Seele, da ist ein Felsen, auf dem man bauen kann. Und heute wollen wir uns mit dem dritten Kennzeichen beschäftigen. Wir haben ja ausführlich über die Geduld gesprochen, das standhafte Ausharren, ausführlich über die Heiligkeit gesprochen, die Heiligen und heute wollen wir über die Gebote Gottes nachdenken.
[3:04] Jetzt, das ist ja etwas, was uns wahrscheinlich nicht allzu neu ist. Wir wollen trotzdem ein paar Bibelstellen mal anschauen, um von verschiedenen Aspekten dieses Begriffs mal anzuschauen. Zunächst einmal in Offenbarung 12 Vers 17. Offenbarung 14, 12 und 12, 17 gehören zusammen. In Offenbarung 12 Vers 17, da wird von den Übrigen gesprochen, die übrig bleiben in dieser letzten Auseinandersetzung. Offenbarung 12 Vers 17 und der Drache, wer ist der Drache? Satan, wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen. Wir haben gerade über den Rodis gesprochen, wie der zornig wurde und vom Satan beauftragt wurde, Krieg zu führen gegen den Samen der Frau, gegen Christus. Wenn der Satan damals Menschen benutzt hat, um Krieg zu führen gegen Christus, dann können wir davon ausgehen, dass auch heute der Satan Menschen, insbesondere Regierungen benutzen wird, um Krieg zu führen gegen die Christen. Also es wird Krieg geführt mit den Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben. Das Zeugnis Jesu Christi ist der Geist der Weisung, Offenbarung 19 Vers 10. Das ist dann noch ein weiteres Kennzeichen, das hier eine Rolle spielt. Aber halten wir fest, diejenigen, die die Gebote Gottes haben und offensichtlich nicht nur kennen, sondern, was heißt es in diesem Vers, was machen sie mit den Geboten Gottes? Sie bewahren sie. Andere Übersetzungen sagen auch, sie befolgen die Gebote, mit anderen Worten, das heißt, sie leben das tatsächlich. Sie können die zehn Gebote nicht nur auswendig, sondern sie haben die zehn Gebote im Herzen. Sie halten die Gebote und das zieht den Zorn Satans auf sie. Warum ist der Zorn nicht auf Menschen, die die zehn Gebote halten? Ja, Jakobus sagt, wir müssen alle zehn Gebote halten, nicht nur eins weniger, das stimmt. Aber warum ist der Satan zornig? Ja, sein Krieg, sein Kampf richtet sich wo gegen? Gegen Jesus, das stimmt. In Offenbarung 12 Vers 7, wie wird Jesus genannt? Das kennt ihr, oder? Offenbarung 12 Vers 7 ist dann statt dem Kampf im Himmel, Michael und seine Engel kämpften und der Drache kämpfte. Das heißt, der Satan kämpfte ursprünglich gegen den Michael und Michael ist wer? Jesus. Und Michael heißt übersetzt, der so ist wie Gott. Und wie ist Gott? Großliebe. Gott ist die Liebe und Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Der Satan kämpft von Anfang an gegen das Gesetz, das ist der entscheidende Punkt. Und wenn er gegen das Gesetz kämpft, dann kämpft er auch gegen die Menschen, die das Gesetz haben. Auf der anderen Seite ist es ja genauso. Wo gegen kämpft Gott? Ja, er kämpft gegen Satan, aber also der Satan kämpft ja gegen Jesus, weil Jesus das Gesetz verkörpert. Er kämpft ja gegen das Gesetz. Wo gegen kämpft? Gegen Sünde. Und was ist Sünde? Gesetzlosigkeit. Also der Satan kämpft gegen das Gesetz und Gott kämpft gegen die Gesetzlosigkeit, gegen die Sünde. Jetzt, wenn Gott gegen die Sünde kämpft, dann sagt uns die Bibel auch, dass er irgendwann gegen die Menschen kämpft, die die Sünde festhalten, richtig? Gott ist großes Ziel besteht daran, den Menschen von der Sünde zu trennen, dass die beiden getrennt sind, weil damit er die Sünde vernichten kann und den Menschen retten kann. Aber wenn der Mensch an der Sünde festhält, dann richtet sich am Ende der Zorn Gottes auch gegen den Menschen, der die Sünde hat. Logisch. Auf der anderen Seite kämpft der Satan genau die andere Richtung. Er möchte den Menschen vom Gesetz trennen. Gott möchte den Menschen von der Sünde trennen. Satan möchte den Menschen von Gesetz trennen und wenn er das nicht schafft, er gießt sich sein Zorn auf die Menschen, welche das Gesetz halten. Deswegen kämpft er gegen jeden, der das Gesetz hält. Er hat kein Problem damit, wenn Menschen sagen, dass sie Jesus lieben und Jesus mögen, aber das Gesetz verachten. Denn dann weiß er, dass er sein Ziel schon erreicht hat. Ganz genau. Das heißt, man muss also verstehen, dass mit den Geboten Gottes wir uns direkt in die Schusslinie des großen Kampfes begeben. Die Geduld ist wichtig, weil der große Kampf nicht über Nacht zu Ende sein wird. Die Heiligkeit ist enorm wichtig, weil sie zeigt den Charakter Gottes und all diese Dinge greifen ineinander. Heiligkeit ohne Gesetz geht nicht und so weiter. Und mit den Geboten Gottes, wer die Gebote Gottes hält, der sagt unmissverständlich, ich stehe auf der Seite Jesu in diesem großen Kampf. In einer Zeit, wo wir gesehen haben, wodurch das Mahlzeichen des Tieres die Gebote Gottes offiziell abgeschafft werden und niemand mehr die Gebote Gottes hält, wird es eine Gruppe geben, die einen Geboten Gottes festhält. Und das wird sie zur Zielscheibe des Satan und seiner Helfer machen.
[9:18] Jetzt ein bisschen mehr zu den Geboten. Schauen wir mal, was Jesus über die Gebote Gottes sagt. Dieser Begriff, die Gebote Gottes, kommt gar nicht so oft im Neuen Testament. Ein paar Mal und wir wollen uns die Stellen mal kurz anschauen. Matthäus 15 und dort Vers 3. Jesus ist in einer Debatte, einer Diskussion mit den Pharisäern. Matthäus 15 und dort Vers 3. Ganz interessant. Er aber antwortete und sprach zu ihnen und warum übertretet ihr das Gebot Gottes, weswegen? Um eurer Satzung Willen. Hat jemand eine andere Satzung? Überlieferung oder eurer Tradition Willen, ganz genau. Und dann Vers 6. Und so habt ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung, um eurer Satzung Willen, um eurer Tradition Willen aufgehoben. Das heißt, es gibt Menschen, die sogar sehr religiös sind, die heben die Gebote Gottes auf und übertreten die Gebote Gottes wegen der Tradition. Was ist Tradition oder Überlieferung? Also wenn jemand mit Tradition argumentiert, mit Überlieferung, wie gehen dann seine Argumente? Das haben wir schon immer so gemacht. Meine Oma hat auch den Sonntag gehalten und es war kein schlechter Christ, dann wird das für mich auch in Ordnung sein. Oder die Kirche hat das schon immer so gesagt, ganz viele tolle Leute, ganz viele Kirchenväter, die haben das alle so gesagt, das wird schon so stimmen. Menschliche Satzungen. Wenn es also heißt, das sind oft mal 14 Vers 12, die Gebote Gottes ein hervorstechendes Merkmal sind, heißt das im Umkehrschluss, dass dort man nichts auf Traditionen gibt. Mit anderen Worten, in dieser Gruppe von Menschen wird man nichts sagen, das müssen wir so machen, weil xy ein Mensch das so und so gesagt hat, daran müssen wir uns halten. Natürlich darf jeder seine Meinung haben, er darf sie äußern, sie wird gewertschätzt, aber keine menschliche Meinung hat verbindliche Autorität, an der sich jeder orientieren muss. Keine Tradition. Und das ist ja eine Grundlage eigentlich des protestantischen Glaubens. Sola Scriptura, allein die Schrift. Sola Fide, Sola Grazia, allein das, was in der Bibel steht. Und wenn es bedeutet, die eigenen Glaubensüberzeugungen reformieren zu müssen, dann müssen wir sie reformieren. Wir können nicht auf Tradition bauen. Ein Gläubiger dieser Gruppe wird niemals damit zufrieden sein, mit dem, was er weiß und glaubt und sagen, naja, das reicht mir jetzt. Er wird immer weiter forschen und sich fragen, gibt es mehr zu erkennen, gibt es vielleicht Dinge, die wir noch nicht ganz hundertprozentig richtig sehen, gibt es noch neues Licht und er wird sich nicht abhängig machen von Menschen. Ganz genau, der Glaube Jesu war. Ein Mensch, der in dieser Gruppe ist, wird immer wieder die Bibel studieren und er wird sich nicht einfach damit begnügen, was der Pastor oder der Bibellehrer sagt. Er wird nicht das menschliche Wort zum absoluten Maßstab machen. Und das, ich glaube, das ist eines der wichtigsten Kennzeichen, denn wir können noch so viel Vorträge halten und Bibelstunden und ich weiß nicht was, wenn wir nicht selbst wissen, was wir glauben und darauf stehen, dann droht es immer Tradition zu sein, vielleicht auch gute Tradition. Aber die Gebote Gottes werden durch Tradition, durch falsche Tradition aufgehoben.
[13:31] Jetzt, wie wichtig sind die zehn Gebote? Schaut mal mit mir Matthäus 19 und dort Vers 17. Ihr kennt die Geschichte, da kommt ein junger Mann zu Jesus, er hat gerade gesehen, wie Jesus die Kinder segnet und er hat das Gefühl, er muss diese Chance ergreifen, vielleicht kommt sie nicht wieder. Er rennt zu Jesus, wirft sich ihm zu Füßen, stellt die Frage, Vers 16, guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen? Und Jesus sagt zu ihm, Vers 17, er aber sprach zu ihm, was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. Willst du aber in das Leben eingehen, so tue was. Halte die Gebote. Hier haben wir also wieder die Gebote Gottes und jemand könnte fragen, ja was sind denn die Gebote Gottes? Manche Menschen sagen, ah die Gebote im Neuen Testament, das ist halt das Gebot der Nächstenliebe und das Gebot, dass wir Gott lieben sollen und das waren jetzt die Gebote, das sind die neutestamentlichen Gebote. Der Jüngling fragt, was meinst du mit Gebote? Welche Gebote? Vers 18, er sagt zu ihm, welche? Jesus aber sprach, dass du sollst nicht töten, du sollst nicht ehrbrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis reden. Ehre deinen Vater und deine Mutter. Was sind das für Gebote? Der Punkt ist, es sind die zehn Gebote. Wenn Jesus von den Geboten spricht, die die Bedingung sind für das ewige Leben, dann meint er die zehn Gebote. Er meint nicht das Zeremonialgesetz, sondern die zehn Gebote. Es gibt viele Christen, die tun alles in eine Soße schütten und sagen, es sind alle Gebote gleich, aber die Bibel macht sehr deutlich einen Unterschied zwischen den verschiedenen Geboten. Es sind die Gebote Gottes. Übrigens kennt ihr noch eine Stelle in der Bibel, wo deutlich gesagt wird, dass der Gehorsam den Geboten Gottes gegenüber zum ewigen Leben berechtigt? Ja, eine Stelle, wo explizit steht, dass wer die Gebote Gottes hält, der wird das ewige Leben haben. Hört ihr noch eine? Überhaupt in der Bibel. Ich gebe euch einen Tipp im Neuen Testament. Ja, das stimmt, aber wo explizit steht, wer die Gebote Gottes hält.
[16:14] Hier kommen wir noch dazu. Haltet den Gedanken. Es ist ein Vers, der in manchen Übersetzungen anders übersetzt ist. Das könnte sein, also wenn ihr ein Elberfelder habt, dann könnt ihr nicht darauf kommen, aber in der Schlachter ist es ganz interessant, da ist es Offenbarung 22 und dort Vers 14. Das ist ein Vers, wo es in den Manuskripten zwei Varianten gibt. Ja, die eine Variante sagt, glückselig sind die, die ihre Kleider waschen, denn sie werden Anrecht haben an den Baum des Lebens. Also ein Hinweis auf die Kleider waschen im Blut des Lammes. Aber die Schlachter übersetzt mit einigen anderen Manuskripten, Offenbarung 22, Vers 14, glückselig sind die, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an den Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können. Frage, was meint ihr, welche Übersetzung hat mehr Recht? Die Elberfelder, die ihre Kleider waschen oder die Schlachter, die sagt, die Gebote Gottes halten? Beides, weil wie soll ich die Gebote Gottes halten, ohne vorher meine Kleider gewaschen zu haben im Blut des Lammes? Und wie soll ich die Kleider im Blut des Lammes gewaschen haben, ohne danach die Gebote zu halten? Das heißt also, das sind nur zwei verschiedene Aspekte der selben Grundidee, die wir in der ganzen Bibel finden und du hast vollkommen richtig gesagt, die Gebote Gottes halten ist die Bedingung. Also wenn ich das jetzt, wenn ich das ewige Leben hier habe, dann sagt Jesus sehr deutlich, es sind die Gebote.
[17:54] Aber diese Gebote kann ich nur halten, ich kann sie überhaupt nur bewahren durch den Glauben an Jesus. Wer versucht, die Gebote selbst zu halten, ohne Jesus, der kann gleich aufhören zu versuchen, weil das ist nutzlos, aber wer an Jesus glaubt, wird die Gebote halten. Da wird niemand sein, der wirklich an Jesus glaubt und am Ende nicht die Gebote hält. Das heißt, das gehört zusammen, der Glaube an Jesus wird sich immer im Halten der Gebote zeigen und deswegen ist quasi das äußere Zeichen. Schaut, was war die Bedingung, damit Adam und Eva im Garten Eden bleiben dürfen? Gehorsam, aber dieser Gehorsam setzte voraus, dass sie Gott glauben. Das heißt, der Glaube an Gott hätte sie gehorsam gemacht und diese Gehorsam hätte dafür gesorgt, dass sie im Garten Eden bleiben können. Auf die gleiche Art und Weise ist es der Glaube an Jesus, der uns jetzt wieder gehorsam macht, damit wir dann wieder ein Anrecht haben am ewigen Leben. Ganz genau. Das war genau das, was ich gerade meinte. Absolut, ganz genau.
[19:16] Dieses Gebot soll sich davon essen, war ja im Grunde genommen eigentlich auch eine Zusammenfassung der zehn Gebote. Als Eva von dem Baum gegessen hat, da hat sie das zehnte Gebot gebrochen, du sollst nicht begehren. Sie hat das siebte Gebot gebrochen, du sollst nicht stehlen. Sie hat das sechste Gebot gebrochen, du sollst nicht töten. Also, das achte Gebot sollst nicht stehlen, das sechste Gebot sollst nicht töten. Man kann fast durch alle Gebote durchgehen, die sie auf irgendeine Art und Weise gebrochen hat.
[19:50] Schaut mal mit mir in Markus Kapitel 12. Und dort Vers 28. Wieder wird Jesus eine Frage gestellt. Da trat einer der Schriftgelehrten herzu, der ihrem Wortwechsel zugehört hatte. Und weil er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte ihn, welches ist das erste Gebot unter allem? Welches ist das wichtigste von all den Geboten Gottes? Was ist der Kern? Jesus aber antwortete ihm, das erste Gebot ist was? Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr ist Herr allein und du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen Denken, mit deiner ganzen Kraft. Das ist das erste Gebot. Das heißt, die Menschen in der Endzeit, in Offenbarung 14, 12, mit der die Heiligen, mit dem standhaften Ausharren, wenn man die fragt, was liebst du am allermeisten in deinem Leben? Was werden sie sagen? Gott. Die größte Freude in ihrem Leben ist Gott. Die größte Liebe in ihrem Leben ist Gott. Ihre liebsten Gedanken haben sie von Jesus. Die sind da nicht da und sagen, naja, wir haben die Wahrheit und deswegen sind wir hier, weil wir die letzten Verfechter der Wahrheit sind. Nein, sie lieben Gott von ganzem Herzen und von ganzer Seele und deswegen sind sie gehorsam und deswegen sind sie geduldig und deswegen sind sie ausharrend und deswegen sind sie heilig und deswegen sind sie gläubig, weil sie Gott lieben, weil sie gemerkt haben, dass er sie liebt. Die Offenbarung 14, 12 Leute sind nicht einfach die letzten Mohikaner, die irgendwie versuchen, noch das Banner hochzuhalten, sondern es sind Leute, die Gott von ganzem Herzen lieben, so sehr, dass ihnen alles andere gar nichts, alles andere an ihnen abprallt. Und dann natürlich das Zweite ist ihnen vergleichbar, nämlich dies, du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Größer als dies ist kein anderes Gebot. Wenn ich also sage, ich gehöre zur Offenbarung 14, 12, weil ich halte den Sabbat, aber ich lästere über meine Brüder und Schwestern oder ich rede schlecht über sie oder ich, nicht wahr? Diejenigen, die hier die Gebote Gottes halten, werden immer bestrebt sein, in Liebe mit allen zu leben. Und daran, das ist was Jesus sagt, daran wird man erkennen, nicht wahr, dass ihr Liebe untereinander habt.
[22:39] Schaut mal in 1. Johannes, der Johannes, der hat das verstanden wie kaum ein anderer. 1. Johannes, Brief und dort Vers 2 und 3. 1. Johannes 5, Vers 2 und 3. 1. Johannes 5, Vers 2 und 3. Johannes war ja der, den Jesus besonders geliebt hat. Der Junge, den Jesus liebte. Vers 2, daran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, also die Geschwister, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten und seine Gebote sind nicht schwer. Das macht einen großen Unterschied, ob ich Gottes Gebote halten will, weil sie einfach als Regeln mir eingetrichtert worden sind oder weil ich Gott liebe. Die Liebe macht all den Unterschied. Diese tiefe Entscheidung, Gott zu lieben, führt zum Halten der Gebote. Am Ende sind es die, die Gott lieben und die anderen, die eben was anderes lieben, mehr als Gott. Die Frage ist also, wenn du Offenbarung 14, Vers 12 auf deinem Leben übertragen willst, die Frage, die wir uns alle stellen müssen, ist, liebe ich Gott wirklich von meinem ganzen Herzen, von meiner ganzen Seele? Sind meine Gedanken an ihn die besten Gedanken, die ich habe? Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten. Mit anderen Worten, diese Menschen drücken aus, Gott wir lieben dich und deswegen wird er sie beschützen, er wird sie bewahren und wenn ihr jemanden liebt, glaubt ihr, ihr würdet ihn beschützen? Wenn also diese Menschen plötzlich mit einem Todesbefehl konfrontiert sind, wenn es da Schwierigkeiten gibt, die große Zahl der Trübsal, glaubt ihr, Gott wird die Menschen schützen und auf die achten, die ihn lieben? Ganz besonders. Deswegen heißt es ja Psalm 91, keine Plage wird sich deinem Zelt nahen und viele andere schöne Dinge.
[24:57] Übrigens, schaut mal in 1. Mose 26, da wird uns von Abraham Folgendes gesagt, Abraham in 1. Mose 26 und dort Vers 5, weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und meine Rechte, meine Gebote, meine Satzung und meine Gesetze gehalten hat. Hat Abraham die Gebote Gottes gehalten? Frage. Wofür war Abraham denn noch bekannt, außer dass er die Gebote Gottes gehalten hat? Ja, was hat sich denn da ausgedrückt? Also welche Charaktereigenschaft? Mit welcher Charaktereigenschaft ist Abraham besonders berühmt? Sein Glaube. Also hier haben wir einen Menschen, der hält die Gebote Gottes und hat den Glauben. Wofür ist er noch bekannt? Wofür ist er noch bekannt, der Abraham? Er ist noch ganz bekannt an seiner Geschichte. Er hält die Gebote Gottes. Er hat den Glauben. Was hat Gott am Anfang mit ihm gemacht, der Geschichte? Ja, genau, er hat seine Familie verlassen. Er wurde abgesondert von seiner Familie, von seiner Umgebung. Wie nennt man dieses Wort absondern mit einem anderen Wort? Er war geheiligt für Gott, oder? Und dann ist noch ganz besonders berühmt in der Geschichte von Abraham, dass er so alt geworden ist, als er endlich die Verheißung bekommen hat. Was braucht man dafür, wenn man so lange warten muss? Geduld. Hier ist die Geduld der Heiligen. Hier sind die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu. Abraham hatte Geduld, hat 25 Jahre gewartet, bis sein Kind, der Sohn der Verheißung geworden ist. Er war ein Heiliger. Er war abgesondert von seiner Familie, von seinem Vaterhaus, von seiner Verwandtschaft. Er hat die Gebote Gottes gehalten und er war der Vater aller Glaubenden. Also Abraham ist quasi der Prototyp von Offenbarung 14 Vers 12. All die Eigenschaften, die wir in Offenbarung 14 Vers 12 finden, finden wir bei Abraham.
[27:41] Noch ein Beispiel. Schaut mal in 5. Mose 1. 5. Mose 1 und dort Vers 26. 5. Mose 1, Vers 26. 5. Mose 1 und dort Vers 26. Da spricht es von den Israeliten, die nicht, aber ihr wolltet nicht hinaufziehen, sondern lehntet euch auf gegen den Befehl des Herrn eures Gottes. Das spricht da, als die Israeliten bei Kadesch Barnea waren, als sie nach Kanaan hätten hineingehen können, die zwölf Spione ausgesandt haben, die kommen zurück, sagen das Land ist toll. Aber die Israeliten sagen, wir gehorchen Gott nicht. Sie haben die Gebote Gottes nicht gehalten. Warum haben sie die Gebote Gottes nicht gehalten? Warum sind sie nicht hineingegangen nach Kanaan? Sie hatten Angst. Warum hatten sie denn Angst? Was hat Gott ihnen gesagt? Es wird nicht geschehen. Das heißt, was hat ihnen gefehlt? Glaube. Das heißt, der Abraham hatte Glaube und die Gebote Gottes gehalten. Die Israeliten, die haben Gott nicht geglaubt und dementsprechend auch die Gebote nicht gehalten. Wie haben eigentlich die Israeliten in der ersten Generation, wie hatten die es mit der Geduld? Wir haben nichts zu essen. Gott sendet das Essen. Einen Tag später. Wir haben nichts zu trinken. Gott sendet das Trinken. Einen Tag später. Wir haben nichts zu essen. Sie haben nicht einmal irgendwann irgendwo ausgeharrt. Keine Geduld. Dann, wie war das mit ihrem Absondern von den Heiden? Sie sind aus Ägypten ausgezogen, aber die ägyptischen Götter sind immer mitgelaufen. Das goldene Kalb zum Beispiel. Sie wollten immer wieder zurück. Keine Geduld. Keine echte Heiligung. Kein Glaube. Kein Gehorsam. Genau die vier Eigenschaften fehlten. Deswegen konnte Gott sie nicht nach Kanaan hineinlassen. Also die erste Generation der Wüstenwanderung ist quasi das Gegenstück zur Offenbarung 14 Vers 12.
[29:57] Noch so ein berühmtes Beispiel ist der Saul, der geopfert hat, obwohl er nicht opfern sollte, wo er auch nicht gewartet hat, wo ihm es an Geduld gefehlt hat. Er hat nicht mehr geglaubt, dass der Samuel wirklich kommt und dementsprechend hat er die Gebote Gottes gebrochen. Also wir können sehen, es gibt ganz oft in der Bibel Stellen, wo alle diese vier Punkte entweder gehalten werden oder nicht gehalten werden. Und der Saul hat sein Königreich verloren, als er ungeduldig wurde. Das, was er nicht hätte tun sollen, was nur den heiligen Priester, weil er das vermischt hat, als er nicht mehr geglaubt hat und dann ungehorsam wurde.
[30:35] Am Ende der Zeit ruft Gott uns auf, die Gebote Gottes zu halten. Aber die können wir nur halten, wenn wir gleichzeitig den Glauben haben, heilig sind und Geduld haben. Und wie schon gesagt worden ist, eines der Gebote ist das Sabbatgebot. Da wird explizit zu den Geboten gerechnet. Das heißt, diese Gruppe wird auch dann den Sabbat halten, wenn die ganze Welt den Sabbat für abgeschafft erklärt oder für verändert. Und sie wird ihn hochhalten und sie wird das dann tun, obwohl ihnen vielleicht finanzielle Einbußen drohen, irgendwann vielleicht sogar das Leben selbst ihnen genommen werden könnte. Und dann zeigt sich, wer Gott wirklich liebt. Und alles, was wir heute schon tun können, ist, diese Liebe Gottes unser Herz zu lassen. Denn diese Liebe wird unser Herz so verändern, dass die Liebe Gottes, die in den zehn Geboten zum Ausdruck kommt, immer mehr in unserem Herzen sich festmacht. Und festmacht, dass wenn dann die großen Krisen kommen, wir sagen können, hier ist die Geduld der Heiligen, hier sind die, die erhalten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu. Nächstes Mal schauen wir uns mehr über den Glauben Jesu an, aber heute wollen wir uns vornehmen, mit Gottes Hilfe und durch seine Liebe diese Gebote zu halten. Und wenn wir jetzt schon die Gebote halten, dann wird es dann einfach sein. Aber wenn wir jetzt die Gebote Gottes nicht halten wollen, wenn wir jetzt schon die Gebote übertreten, dann werden wir sie dann auf jeden Fall nicht halten. Deswegen ist es wichtig zu fragen, Herr, gibt es jetzt in meinem Leben irgendein Gebot, das ich vielleicht bewusst oder unbewusst übertrete? Das muss ja nicht vielleicht Totschlag sein, aber es könnte vielleicht Schimpfwörter sein, wie Jesus in der Bergpredigt sagt. Es ist vielleicht nicht Ehebruch, aber es sind schlechte Gedanken. Es ist vielleicht nicht keine Aschera und kein Baal, aber irgendwas, was ein Götze in meinem Leben ist. Gibt es da etwas? Und auch Gott bitten, dass er uns das zeigt, dann nimmt und uns gehorsam macht.
[32:31] Lass uns doch niederknien. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, dass wir wiederum sehen konnten, wie wichtig es ist, deine Gebote zu halten. Und wir wissen, dass wir es aus eigener Kraft niemals schaffen können, aber wir wissen, dass du allmächtig bist, dass es für dich überhaupt gar kein Problem ist, einen Menschen gehorsam zu machen, durch deine Kraft und durch deine Gnade. Wir möchten nicht bitten, dass du uns offene Augen dafür schenkst, dass wir sehen, wo in unserem Leben wir mit deinen Geboten vielleicht im Konflikt sind, wo wir Dinge tun, die dir nicht gefallen können. Wir möchten nicht bitten, dass du uns dann echte Buße schenkst, echte Reue, dass wir bereit sind, uns zu ändern, verändern zu lassen von dir und dass du uns dann die Kraft schenkst, dir zu gehorchen, aus Liebe zu dir, weil wir wissen, was du alles von uns getan hast. Im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2015 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.