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In dieser Predigt über Offenbarung 14, Vers 12, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung des „standhaften Ausharrens“ der Heiligen in der Endzeit. Er erklärt, wie dieses Ausharren, das aus der Trübsal erwächst, zu Bewährung und Hoffnung führt und wie es uns hilft, einen vollkommenen Charakter zu entwickeln. Die Predigt betont, dass standhaftes Ausharren nicht aus eigener Kraft, sondern durch Gottes Kraft und durch das Studium seines Wortes erlangt wird.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid, schön, dass ihr eingeschaltet habt. Wir wollen heute mit dem Studium eines der wichtigsten Offenbarungsverse überhaupt beginnen. Wir werden heute nicht alle schaffen. Wir werden uns da hineintasten und einiges schon Wichtiges herausarbeiten. Ich glaube, es ist eine der Verse, die wie ein Anker im Sturm uns halten können in der Endzeit. Wir werden uns mit Offenbarung 14 Vers 12 beschäftigen. Aber bevor wir das tun, möchten wir den Heiligen Geist bitten, dass er uns Weisheit und Verstand schenkt. Und wem es möglich ist, den möchte ich einladen, mit mir niederzuknien. Lieber Vater, hab Dank, dass wir zu dir kommen können, in der Offenbarung lesen dürfen und sehen können, was du einen Plan für unser Leben hast. Hab Dank, dass wir in der Offenbarung deutliche Beweise dafür haben, dass egal was passiert in dieser Welt, auch wenn alle sich verbünden gegen dich, dass du Sieger sein wirst und dass du der Sieger bleibst. Wir möchten jetzt darüber sprechen, was es bedeutet, in der Zeit der dritten Engelsbotschaft standhaft zu dir zu stehen. Und das ist noch wichtiger, als zu wissen, wer das Tier und wer das Mahlzeichen und wer das Bild des Tieres ist. Am allerwichtigsten ist es, zu wissen, wie wir stehen können, wenn alles andere fällt. So möchten wir dich bitten, dass du jetzt mit deinem Heiligen Geist in unserem Herzen wirkst, dass wir die Wahrheit verstehen und vor allem umsetzen und dass wir ganz tiefe Liebe zu dir bekommen durch dein Wort im Namen Jesu. Amen. Amen.

[1:39] Offenbarung 14 Vers 12 ist in gewisser Weise der Höhepunkt der ganzen dreifachen Engelsbotschaft. Die dreifache Engelsbotschaft beschreibt zunächst einmal diesen Engel, der durch den Himmel fliegt, ein Evangelium, das in die ganze Welt gehen soll. Das heißt, fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Eine Botschaft, dass seit 1844 das Gericht tagt, dass die Wiederkunft einleitet und dass deswegen das Gesetz Gottes eine große Rolle spielt und wir den anbeten sollen, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen. Das Sabbatgebot, das hier eine Rolle spielt. Dann war der zweite Engel vor dem Abfall. Er warnt vor Babylon, er warnt vor dem Glutwein ihrer Unzucht, den Irrlehren, die die ganze Welt trunken gemacht haben. Und dann haben wir gesehen, der dritte Engel, der erste predigt das Evangelium, der zweite warnt vor der Irrlehre, der dritte ruft zur Entscheidung auf. Er sagt, wenn jemand das Tier und sein Bild und das Mahlzeichen annimmt an seine rechte Hand oder Stirn. Und diese drei Dinge sind sehr konkrete Prophezeiungen, denn Gott sagt uns, dass dieser letzte finale Konflikt auf eine ganz besondere Weise stattfindet. Die katholische Kirche und der abgefallene Protestantismus Amerikas werden sich verbinden und werden ein nationales Sonntagsgesetz erlassen, haben wir alles ausführlich angeschaut. Und das wird der Test sein, der Glaubenstest für jeden Menschen auf der Erde. Und wir haben dann gesehen, welche Folgen es hat, wenn man die dritte Engels missachtet. Wir haben gesprochen von den sieben letzten Plagen, wir haben gesprochen von dem Feuer, das fallen wird und auch von der Ruhe, die den Ungläubigen fehlt als Kennzeichen. Und mitten hinein in diese Beschreibung der Strafe für die Ungläubigen, die letztendlich nicht weiter als die natürliche Konsequenz ihres Tuns, finden wir in Vers 12 diesen Felsen, den wir stehen können.

[3:48] Wo es heißt, hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. Wenn man die dritte Engelsbotschaft studiert und man bei klarem Verstand ist, dann kann man zu keinem anderen Schluss kommen, als zu sagen, ich möchte bei dieser Gruppe dabei sein oder ich möchte auch hier dabei sein. Jetzt wollen wir ganz kurz erst mal zusammenfassen, was sind die vier Hauptcharakteristiken dieser Gruppe? Weil die wollen wir uns dann nach und nach zu Gemüte führen. Was sind die vier Hauptmerkmale dieser Gruppe, die in diesem Vers beschrieben ist? Also zuerst mal haben sie standhaftes Ausharren, was haben sie noch? Sie halten die Gebote Gottes, sie haben den Glauben Jesu oder den Glauben an Jesus, das werden wir dann entsprechend noch besprechen. Und was noch? Sie sind heilig, das sind Heilige. Und ein Heiliger ist heilig, weil er heilig ist. Das heißt, ein Merkmal, das wird manchmal unterschlagen, ist, dass sie heilig sind. Das heißt, vier Dinge gilt es, im Auge zu behalten. Auf vier Dinge gilt es zu achten, nämlich auf das standhafte Ausharren, die Gebote Gottes, den Glauben an Jesus und an die Heiligkeit. Heute wollen wir uns mal anfangen mit dem ersten, wir gehen einfach drei in Folge durch. Was bedeutet dieses standhafte Ausharren?

[5:36] Interessanterweise kommt das standhafte Ausharren schon im größeren Zusammenhang der dreifachen Engelsbotschaft vor, und zwar in Offenbarung 13. Schaut mal in Offenbarung 13 und dort Vers 10. Offenbarung 13 und dort Vers 10. Wenn jemand in Gefangenschaft führt, so geht dann die Gefangenschaft. Wenn jemand mit dem Schwert tötet, so soll er durch Schwert getötet werden. Hier ist das standhafte Ausharren und der Glaube der Heiligen. Ganz ähnlicher Vers wie Offenbarung 14 und 12. Was fehlt in diesem Vers, in Offenbarung 13 und 10? Drei der vier Elemente sind vorhanden. Ist das standhafte Ausharren vorhanden? Ja. Ist der Glaube vorhanden? Ist die Heiligkeit vorhanden? Ja. Was fehlt? Die Gebote Gottes, oder? Offenbarung 13 im ersten Teil. Wovon spricht Offenbarung 13 im ersten Teil? Ganz kurz zusammengefasst. Die ersten zehn Verse. Wovon sprechen die? Genau, von dem Tier. Welches Tier ist damit? Also was verbirgt sich in diesem Tier aus Offenbarung 13? Das Papsttum, ganz genau. Dieses Papsttum hat ja regiert eine lange Zeit, die wird beschrieben. Das heißt, Offenbarung 13 spricht von der Zeit größtenteils des Mittelalters. Es stimmt, es gibt auch den Hinweis dann, dass die tödliche Wunde kommen wird und dass die tödliche Wunde wieder heilen wird. Aber im großen Ganzen, wenn es von den 42 Monaten spricht, spricht es von dem Mittelalter. Das heißt, Offenbarung 13 Vers 10 sagt, hier ist dieses standhafte Ausharren der Heiligen. In der Zeit der Verfolgung des Mittelalters gibt es standhaftes Ausharren der Heiligen. Wenn jetzt die Offenbarung sagt in Offenbarung 14 Vers 12, wiederum hier ist der standhafte Ausharren, dann drückt sie damit aus, dass am Ende der Zeit noch einmal eine Situation kommt, die ganz ähnlich ist wie zur Zeit des Mittelalters. Im Mittelalter hatte das Papsttum das Sagen, die Heiligen wurden verfolgt und sie brauchten standhaftes Ausharren. Während der vollständigen Erfüllung der dritten Engelsbotschaft hat das Papsttum das Sagen, es gibt eine Verfolgung und wiederum braucht es standhaftes Ausharren. Also wir können daraus ableiten, dass am Ende der Zeit, kurz vor der Wiederkunft, für einen ganz kurzen Zeitpunkt, zum Glück nicht noch mal 1260 Jahre, für einen kurzen Zeitpunkt eine Situation eintreten wird, die sehr vergleichbar ist mit der Zeit des Mittelalters, wo auch die Gläubigen, die noch nicht alle zehn Gebote verstanden hatten zum Teil, wo sie genauso verfolgt worden sind.

[8:26] Jetzt lasst uns dieses Wort standhaftes Ausharren mal ein bisschen genauer anschauen. Hypomeno, so wird es im Griechischen genannt, heißt wörtlich im Griechischen darunterbleiben. Darunterbleiben, mit anderen Worten, da gibt es etwas, was mich bedrückt und ich könnte mich dagegen wehren, ich könnte jetzt machen, aber ich, ich bleibe freiwillig, ich habe Geduld, ich bleibe unten, ich gehe freiwillig den untersten Weg, dass diese Geduld, dieses darunterbleiben, ist eigentlich ein sehr schöner Ausdruck. Jetzt wollen wir kurz mal anschauen, was in der Bibel über diese Geduld uns gesagt wird, dieses Ausharren. Fangen wir mal bei Jesus an, in Lukas 8, Vers 15. Wir wollen mal ein paar Bibelfersen lesen, einfach um dieses Ausharren besser kennenzulernen. Was ist damit gemeint? Lukas 8, Vers 15. Lukas 8, Vers 15 sagt uns, Lukas 8 ist übrigens hier an dieser Stelle das Gleichnis von dem Seemann, das kennt ihr, mit den vier Böden. Der Seemann geht hinaus und wirft den Samen auf vier verschiedene Böden. Und in Bezug auf den vierten Boden heißt es in Vers 15, dass in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen, in standhaftem Ausharren. Das standhafte Ausharren, sagt Jesus, ist entscheidend, um gute Frucht zu bringen. Diejenigen, die standhaft ausharren, die werden Frucht bringen.

[10:22] Jetzt, was für eine Frucht werden sie bringen? Es sind ja keine Tomaten, die Tomaten bringen, sondern welche Frucht soll hier gebracht werden im Leben der Gläubigen? Die Frucht des Heiligen Geistes, die Frucht, die benannt wird als Liebe, Freude, Güte, Langmut, Selbstbeherrschung, all diese Dinge. Und die Bibel sagt, dass diese Frucht durch standhaftes Ausharren entsteht. Mit anderen Worten, die entsteht nicht über Nacht. Ein Mensch kann über Nacht vergeben werden. Innerhalb weniger Sekunden kann ein Mensch sein Leben übergeben. Aber die Charakterfrucht entsteht nicht über Nacht. Die braucht Geduld. Jeder Bauer weiß, keine Pflanze wächst über Nacht. Wenn man ernten will, braucht man Geduld. Man braucht also einen guten Boden. Wenn man keinen guten Boden hat, kann man geduldig sein, wie man will, passiert gar nichts. Ein guter, lockerer Boden ohne Steine, ohne Disteln, so muss unser Herz aufnahmebereit sein. Wenn wir, wie Jesus sagt, an die Sorgen der Welt denken und an die Vergnügung und an alles mögliche sonst, dann kommt das Wort und vergeht wieder. Wenn es in das Herz hineinkommt, in den guten Boden, dann braucht es immer noch Geduld, bis die Frucht wächst. Hier am Ende werden Menschen sein, die mit Geduld, mit Ausharren die Frucht reifen lassen in ihrem Leben. Die nicht schnell aufgeben, die nicht schnell das Handtuch werfen und sagen, das hat ja eh keinen Sinn, sondern die sagen, es braucht seine Zeit und Jesus gibt mir die Zeit. Jesus kommt nicht eher fertig wieder, bevor er das Werk mir abgeschlossen hat.

[12:03] Ganz genau, also die Geduld ist immer mit Jesus verknüpft. Schaut mal in Römer 2, Vers 7. Römer 2, Vers 7, da heißt es, denen nämlich, die mit Ausdauer im Wirken des Guten Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit erstreben, ewiges Leben. Hier sagt der Paulus, dass wir mit Ausdauer, Römer 2, Vers 7, dass wir Gutes tun sollen. Auch das braucht Ausdauer. Jesus sucht nicht nach Menschen, die einmal im Jahr, weil sie auf einer Spenden-Gala animiert werden, mal etwas spenden, etwas Gutes tun, ein Almosen, sondern Gutes tun im biblischen Sinne erfordert Ausdauer. Da muss man dranbleiben. Das erfordert konstantes Wirken. Die Gläubigen am Ende werden nicht ab und zu mal was Gutes tun, weil sie nichts anderes zu tun haben, sondern sie werden konstant danach trachten, anderen Gutes zu tun. Das ist der Teil dieser Frucht, die Frucht des Geistes, die Liebe und die Freude. Die bringt es ja mit sich, dass ich den anderen so liebe wie mich selbst, dass ich ihm Gutes tun möchte. Übrigens, wenn Jesus in Matthäus 25 die Schafe von den Böcken trennt, dann ist das Kriterium nicht, wer hat am besten Daniel 11 verstanden. Das Kriterium ist, wer hat konstant mit Ausdauer Gutes getan und zwar so sehr, dass es ihnen gar nicht mehr aufgefallen ist, weil es so selbstverständlich war. Wenn jemand nur einmal im Jahr was Gutes tut, dann merkt er sich das gut, oder? Wenn jemand ständig Gutes tut, dann merkt er gar nicht mehr, was er tut, weil es ist ja ein Lebensstil geworden, dass diese Idee mit Ausdauer Gutes tun.

[14:35] Schauen wir mal in Lukas 21. Jesus hat noch mehr gesagt über das standhafte Ausharren oder die Geduld. Lukas 21 und dort Vers 19, ein Vers, der sehr gut hier in die Offenbarung passt. Lukas 21 und dort Vers 19. Das heißt es, gewinnt eure Seelen, also euer Leben, durch was? Seid ihr da? Lukas 21, Vers 19, gewinnt eure Seelen durch Geduld, durch euer standhaftes Ausharren. Jesus sagt, standhaftes Ausharren sorgt dafür, dass ich mein Leben gewinnen kann. Also ist das standhafte Ausharren wichtig? Das könnte lebensentscheidend sein. Das ist eine Frage auf Leben und Tod. Der Kontext hier ist sehr interessant. Ihr kennt vielleicht die Rede. Er sagt zum Beispiel in Vers 12, vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse übergeben und vor Könige und Fürsten führen, um meines Namens willen. Wird das passieren am Ende der Zeit? Das wird passieren. Mancher von uns wird vielleicht vor einem hohen Gericht stehen und Zeugnis geben für die dreifache Engelsbotschaft oder Vers 13, das wird euch aber Gelegenheit zum Zeugnis geben. So nehmt euch nun zu Herzen, dass ihr eure Verteidigung nicht vorüberlegen sollt, denn ich will euch Weisheit und Fähigkeit zu reden geben, der alle eure Widersacher nicht werden widersprechen, noch widerstehen kann. Und dann Vers 16, ihr werdet aber auch von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden ausgeliefert werden und man wird etliche von euch töten. Das ist eine Zeit, die natürlich auf das Mittelalter zutrifft, wo die Gläubigen standhaftes Ausharren brachten und offensichtlich auch auf die Endzeit. Und deswegen sagt Jesus am Ende, gewinnt eure Seelen, gewinnt euer Leben durch standhaftes Ausharren. Selbst dann, wenn Freunde mich verlassen, wenn meine Familie sich gegen mich stellen sollte, wenn ich ins Gefängnis komme, vor Gericht gestellt werde, standhaftes Ausharren, das ist das, worauf die Bibel uns hier aufmerksam macht, worauf Jesus aufmerksam macht. Und es zeigt uns, dass dieses standhafte Ausharren nicht einfach nur eine Nebensächlichkeit ist, sondern etwas Entscheidendes. Nach den Worten von Jesus ist das der Schlüssel für den Sieg, der Schlüssel für das ewige Leben im Kontext dieser Verfolgung.

[17:27] Jetzt schaut man in Römer 5. Der Paulus hat sogar eine interessante Aussage, warum überhaupt dieses standhafte Ausharren notwendig ist. In Römer 5 und dort Vers 3 und 4. Römer 5, Vers 3 und 4. Paulus sagt, aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Trübsalen, in den Bedrängnissen. Warum sollte jemand sich rühmen, wenn er Bedrängnis hat? Das macht doch gar keinen Sinn. Normalerweise beklagt man sich doch, wenn man Bedrängnis hat, oder? Wenn es Schwierigkeiten gibt, dann beklagen wir uns. Schwierig, Gott, warum hörst du nicht, warum siehst du nicht? Aber er sagt, wir rühmen uns den Bedrängnissen und dann ist der nächste Teilsatz wichtig. Er sagt, weil wir wissen. Es gibt ein Wissen, das kann uns die Trübsal erleichtern. Was ist das Wissen? Er sagt, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren wirkt. Das heißt, wenn ich das hier zusammenfasse, dann habe ich zuerst die Trübsal und die Trübsal bringt Ausharren hervor. Mit anderen Worten, wenn es mir immer gut geht, würde ich wahrscheinlich diese Qualität der Geduld gar nicht lernen. Wenn es keinen Druck von oben gibt, muss ich mich ja nie entscheiden, drunter zu bleiben, oder? Wie soll ich denn lernen, drunter zu bleiben, wenn nichts von oben drückt? Die Trübsal führt zur Ausbildung von Ausharren und dann sagt er Vers 4, das standhafte Ausharren aber Bewährung. Die Bewährung aber Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zu Schanden werden. Das heißt, Ausharren führt zu Bewährung, führt zu Hoffnung. Jetzt wir würden denken, Trübsal ist ja hoffnungslos, aber im Grunde genommen ist die Trübsal die Verfolgung, sei es jetzt durch Worte oder durch Taten oder was auch immer. Die Trübsal führt letztendlich zu der Hoffnung, die nicht zu Schanden macht. Und das ist das, was wir, wenn ihr die Märtyrer anschaut, die Reformatoren, die Apostel, was haben die nicht alles erlebt und mit welcher Zuversicht konnten die hoffnungsvoll in Zukunft schauen. Wenn ihr an die Märtyrer denkt, die haben nicht gebibbert auf dem Scheiterhaufen, die haben noch gesungen. Die haben Trübsal gehabt, sie haben ausgeharrt, das hat sie bewährt und dann hatten sie Hoffnung. Sie wussten, wenn ich jetzt sterbe, auch wenn ich jetzt sterbe, Jesus wird mich wieder auferwecken.

[20:52] Du hast einen wichtigen Punkt gesagt. Das Ausharren zeigt, wer wirklich bewährt ist und wer nicht. Deswegen sagt es ja die Bibel, wenn ich wissen will, was in einem Menschen drin ist, ihr kennt das Beispiel vielleicht schon. Wenn ich wissen will, was in etwas drin ist, dann muss ich drücken, dann kommt es in mich raus. Wenn ich wissen will, was in der Ketchupflasche drin ist, dann muss ich drücken, dann kommt der Ketchup raus. Und wenn etwas anderes drin ist außer Ketchup, dann muss ich drücken und ich werde es merken. Gott weiß, was in uns drin ist. Gott braucht keine Trübsal. Aber wir wissen oft nicht, was in uns drin ist. Auch die Engel wissen nicht ganz genau, was in uns drin ist. Gott könnte auch einfach die Menschen so sortieren und sagen, du kommst nicht in den Himmel, du kommst in den Himmel, weil ich weiß, was in dir ist. Das würden wir aber nicht glauben. Wir würden sagen, nein, nein, nein, ich würde dir immer treu sein. Warum wärst du mir nicht in den Himmel? Gott sagt, ich weiß, dass du mir untreu sein würdest in der Verfolgung. Glaube ich nicht. Was macht Gott? Er zeigt jedem Menschen, was wirklich in ihm ist, damit die, die sich selbst verführt haben, die dachten, mit einer halben Übergabe schaffe ich es irgendwie, merken, es reicht nicht aus. Die Trübsal führt zur Bewährung. Das Gold wird durch das Feuer geläutert.

[22:12] Jetzt schaut mal, es gibt einen ganz ähnlichen Text im Jakobus. Das ist interessant, weil normalerweise wird Römer und Jakobus immer gegeneinander ausgespielt. Der Paulus sagt ja im Römerbrief durch den Glauben allein und im Jakobus sagt der Jakobus nicht der Glaube allein, sondern mit den Werken. Aber interessant, dass hier in Römer und Jakobus zu dem Thema fast genau dieselben Worte verwendet werden. Schaut mal in Jakobus 1. Der Paulus und der Jakobus sind nämlich in völligster Harmonie, beide vom Heiligen Geist inspiriert. Jakobus 1 und dort Vers 3 und 4. Jakobus 1 und dort Vers 3 und 4, das ist interessant hier. Dort sagt er nämlich, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt, das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr was seid. Vollkommen und vollständig seid, ohne dass euch an nichts mangelt. Das heißt, das Ziel dieser ganzen Sache ist Vollkommenheit.

[23:22] Jetzt, wenn wir sagen Vollkommenheit, meinen wir nicht die Vollkommenheit Gottes, der alles weiß und alles kann. Auch ein vollkommener Mensch in diesem Sinne kann nicht alles und er ist nicht allwissend, er ist nicht allmächtig, das ist nicht gemeint. Aber es bedeutet, wie es hier steht, ihm mangelt es an nichts. Er hat keine Charakterfehler mehr, die unausgemerzt sind. Er hat keine Sünden, die unvergeben sind. Denn jede Sünde, die vergeben ist, ist ja reingewaschen. Jeder Charakterfehler, der mit Gottes Hilfe begradigt ist, ist jetzt gerade. Charakterliche Vollkommenheit, das ist das Ziel. Und was die Bibel andeutet, ist, dass wir wahrscheinlich niemals so einen Charakter entwickeln würden, wenn wir nicht unter Druck dann uns noch mehr an dieses wenden würden. Weil wir sind halt so, dass wir, wenn es uns gut geht, uns immer wieder gerne zurücklehnen und sagen, hey, schau mal, was ich alles erreicht habe, jetzt mach mal langsam. Es sind die Schwierigkeiten und seien wir ganz ehrlich, oft auch in unserem Leben, es sind die Schwierigkeiten, die uns wieder näher zu Gott bringen, die Schwierigkeiten, die uns mehr beten lassen, die Schwierigkeiten, die uns wieder unsere Hilflosigkeit mehr spüren lassen. Und wie gesagt, das Feuer muss das Gold läutern. Jemand hat einmal gesagt, die letzte Trübsalszeit ist der Schnellkochtopf Gottes. Wir würden sonst gar nicht werden, dann muss er uns in den Schnellkochtopf tun. Und in dieser kurzen Zeit, die sehr intensiv sein wird, wenn wir Dinge lernen, die wir sonst nie hätten lernen können. Denkt daran, der Tschecher am Kreuz, der musste erst ans Kreuz geschlagen werden und dann hat er verstanden und dann hat er sich bekehrt. Vielleicht, das ist eine interessante Frage, vielleicht hätte er sich nie bekehrt, wenn er vorher begnadigt worden wäre vom römischen Konsul. Vielleicht wäre dann ein Dieb für immer geblieben. Vielleicht musste dieser Tschecher wirklich ans Kreuz genagelt werden und in der Trübsal ausharren lernen und sich wirklich bekehren.

[26:24] Ganz genau. Dankeschön. Lass uns ganz kurz gehen zu Römer 8. Wir müssen uns beeilen. In Römer 8 und dort Vers 25. Wir sehen, die Gruppe am Ende der dreifachen Engelsbotschaft, sie bringt Frucht, sie tut Gutes und sie entwickelt einen vollkommenen Charakter durch das standhafte Ausharren. Römer 8, Vers 25. Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit standhaftem Ausharren.

[27:19] Worauf hoffen die Gläubigen auf Offenbarung 14, Vers 12, was sie noch nicht sehen? Sie hoffen auf die Wiederkunft, oder? Sie warten darauf mit standhaftem Ausharren. Also es ist nicht nur die Charakterentwicklung, die eine Rolle spielt, sondern auch das Warten auf die Wiederkunft. Sie lassen sich nicht durch andere Dinge ablenken. Sie warten konstant mit Geduld. Jesus kommt wieder, auch wenn wir es nicht sehen können zurzeit, er kommt.

[27:43] Schaut mal mit mir in Römer 15, Vers 4 und 5. Das ist so ein schöner Vers. Römer 15, Vers 4 und 5. Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvor geschrieben, damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen. Der Gott des Ausharrens und des Trostes aber gebe euch untereinander eines Sinnes zu sein, Christus gemäß. Habt ihr gesehen, wie Gott genannt wird? Er wird genannt der Gott des Ausharrens. Also standhaftes Ausharren ist Gottes Eigenschaft, die wir reflektieren sollen. Gott verlangt ja nie etwas von uns, was er nicht selbst getan hat. Und lange bevor Gott uns gebeten hat, drunter zu bleiben, hat er selbst in Jesus Christus gezeigt, was es bedeutet, drunter zu bleiben. Als er angespuckt worden ist, ist er drunter geblieben. Als sie ihn geschlagen haben, ist er drunter geblieben. Als die Last der Sünde auf ihn gelegt wurde und er als in seiner Göttlichkeit mit einem Schnips diese Last wieder hätte wegrollen können, ist er drunter geblieben. Geduld gehabt, nicht wahr? Erinnert euch daran, was wir gelesen haben. Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch erlitten hat. Ja, achtet auf ihn, wer das erduldet hat, wie er Geduld gehabt hat. Gott selbst hat Geduld, oder? Ich meine, die Geschichte mit Israel beweist das ohne jeden Zweifel. Die Geschichte mit uns, mit unserem eigenen Leben beweist das ohne Zweifel, oder, dass Gott Geduld hat, dass er ein Gott des Ausharrens ist.

[29:31] Wenn ich also die Frage stelle, wo kann ich Ausharren bekommen, wo kann man das kaufen? Gott sagt, ich bin der Gott des Ausharrens. Und schaut mal, was er sagt in Vers 4. Damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften, welche Schriften sind damit gemeint? Das sind die Schriften des Alten und des Neuen Testaments, das ist die Bibel. Also in anderen Worten, der Gott des Ausharrens offenbart sich im Ausharren der Schrift. Die Bibel offenbart seinen Charakter. Wenn wir also den Charakter Gottes haben wollen, dieses Ausharren, dann bekommen wir ihn nicht, indem wir uns anstrengen und sagen, jetzt muss ich noch mehr Geduld haben. Sei geduldig, Christopher, sei geduldig. Nein, durch das Wort, durch die Schrift, wenn ich mich mit der Schrift beschäftige und sehe, wie Gott Geduld hat mit dem Volk Israel, wie er Geduld hat mit dem Abraham, mit dem Jakob, mit dem Manasseh, mit dem Paulus, mit dem Petrus. Je mehr ich das sehe, desto mehr werde ich auch geduldig. Desto mehr wird mein Charakter dem Charakter Gottes ähnlich.

[30:30] Die Bibel hat eine entscheidende Rolle in der Entstehung dieser Gruppe von Offenbarung 14, Vers 12. Wo wir zum Ende kommen, ganz kurz noch Kolosser 1, Vers 11. Kolosser 1 und dort Vers 11. Mit aller Kraft gestärkt, gemäß der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem standhaften Ausharren und aller Langmut mit Freuden. Das heißt, diese Langmut, diese Geduld kommt durch die Kraft Gottes. Ich muss nicht selbst geduldig sein. Versucht gar nicht, erst anzufangen, aus eigener Kraft geduldig zu sein. Da geht einem irgendwann die Hutschnur hoch. Aber mit Gottes Kraft ist es möglich. Gott sagt, ich bin der Gott des Ausharrens. Und dieses standhafte Ausharren ist nicht für die besonders Geduldigen. Dieses besondere Ausharren ist für jeden, der Gott glaubt und die Kraft Gottes in Anspruch nimmt. Er kann geduldig werden, auch wenn er vorher wie ein Petrus war, der bei jeder Gelegenheit hinausgeplatzt ist. Gottes Kraft ist es, die uns geduldig macht.

[31:39] Schauen wir ganz kurz in Jakobus 5. Jakobus, Kapitel 5. Und dort Vers 11. Jakobus, Kapitel 5. Und dort Vers 11. Die Bibel sagt, siehe, wir preisen die glückselig. Welche standhaft ausharren, also glückselig. Eine Seligpreisung. Und dann heißt es, von Hiobs standhaftem Ausharren habt ihr gehört. Und ihr habt das Ende gesehen, dass der Herr für ihn bereitet hat. Denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen. Hiob hat in kurzer Zeit alles verloren. Und was die wenigsten realisieren, er hat in kurzer Zeit auch wieder alles bekommen. Die Zeit dieser Katastrophe, die war nicht jahrelang. Es war kurz, es war äußerst intensiv, oder? Jesus hat alles auf den Altar gelegt. Er hat quasi alles verloren, als er am Kreuz hing, oder? Aber innerhalb von drei Tagen war er der König wieder. Er ist wieder auferstanden und ist dann im Himmel gewesen. Der Punkt ist der, den ich machen möchte. Wenn wir an die Trübsalszeit denken, die vor uns liegt, wir sollten uns keine Illusionen geben, sie wird sehr intensiv sein. Wir sollten aber auch wissen, dass sie kurz sein wird. Die Trübsalszeit von Hiob war sehr intensiv, aber sie war kurz. Die Trübsalszeit von Jesus war sehr intensiv, schaut nach Gethsemane. Aber sie ging nicht Jahrzehnte, sie war kurz. Auch wenn wir nicht genau wissen können, wie kurz unsere Trübsalszeit sein wird, dürfen wir wissen, Gott hat keine Freude daran, Menschen zu quälen. Er wird nur das Allernotwendigste zulassen. Was notwendig ist, um in uns dieses Ausharren, diese Bewährung zu erzeugen. Und dann wird er bald wiederkommen. Hiob hat zwar alles verloren, hat aber alles wiederbekommen. Und er ist ein Beispiel für dieses standhafte Ausharren.

[33:50] Am Ende wird es sicherlich manchem von uns so gehen wie dem Hiob. Am Ende noch ein Vers in Hebräer. Hebräer Kapitel 10 und dort Vers 36. Denn standhaftes Ausharren tut euch Not, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung erlangt. Das eine ist, dass ich den Willen Gottes tue. Das andere ist, dass ich dann auch warte, Geduld habe, bis Jesus die Verheißung mir schenkt. Die Verheißung ist das ewige Leben, die neue Erde. All das, was Gott mir verheißen hat, die Gemeinschaft mit Jesus, die Gemeinschaft der Engel, die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist, die Gemeinschaft mit Gott dem Vater, all diese unvorstellbaren Dinge, die wir ererben werden. Das, was wir brauchen, ist standhaftes Ausharren. Darunterbleiben, wenn es schwierig ist. Einfach darunterbleiben und darauf vertrauen, dass Gott es zu einem guten Ende führt. So wie Hiob, der gesagt hat, ich verstehe es nicht, aber ich halte fest, ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Das können wir auch sagen, oder? Auch in den größten Schwierigkeiten. Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

[35:21] Wollen wir ihn bitten, dass er uns dieses standhafte Ausharren schenkt? Lasst uns gemeinsam niederknien und beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir in deinem Wort so wunderbare Schätze finden, die uns praktisch deutlich machen, was es bedeutet, standhaftes Ausharren zu haben. Und wir sehen, wie um uns herum die Prophezeiung sich erfüllt. Und wir wollen dich bitten, dass du uns Gnade schenkst und dass du uns diese Kraft schenkst, von der wir gelesen haben, dass deine Geduld auch unsere Geduld wird. Wir wissen, dass wir sie nicht von alleine erzeugen können, aber deinem Wort wird so viel darüber gesagt, dass wir lernen können. Und wir möchten dich bitten, dass du uns bereit machst für das, was auf uns zukommt, dass wir voller Freude standhaft ausharren können, dass die Frucht zur Reife kommen kann und dass du kommen kannst, um uns zu ernten. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir wissen dürfen, dass jeder Einzelne von uns, egal wo er jetzt steht, durch deine Hilfe Teil dieser Gruppe sein kann. Und das wollen wir uns vornehmen. Und wir möchten dich bitten, dass du das in unserem Leben tust. Im Namen Jesu. Amen.


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