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In dieser ersten Folge des neuen Jahres tauchen wir in Offenbarung 14 ein und beschäftigen uns mit den drei Ernteengeln. Christopher Kramp beleuchtet die Bedeutung der weißen Wolke und des Menschensohnes, der darauf sitzt, und verbindet dies mit biblischen Texten über die Wiederkunft Jesu. Er erklärt die Herkunft des Begriffs „Menschensohn“ aus dem Alten Testament und die symbolische Bedeutung der verschiedenen Kronen, die Jesus trägt.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar, auch die erste Folge im neuen Jahr und ein neuer Abschnitt steht an. Wir wollen uns mit den drei Ernteengeln beschäftigen, nachdem wir uns jetzt so lange und ausführlich mit der dreifachen Engelsbotschaft befasst haben. Und wir werden jetzt den Abschluss von Offenbarung 14 uns in den nächsten Wochen und Monaten zu Gemüte führen. Das wird äußerst interessant werden. Einige Verse, die selten studiert werden, aber heute haben wir es mit einem Bekannten zu tun und aufgrund euch jetzt gleich freuen.

[0:34] Bevor wir das aber anfangen, möchten wir gemeinsam beten und dazu lade ich euch ein, niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für dein Wort. Wir danken dir, dass wir lesen dürfen und verstehen dürfen und dass du durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Und wir möchten dich bitten, dass durch das Buch Offenbarung wir jetzt Erweckung und Reformation erleben in unserem Herzen, dass wir näher gezogen werden zu dir und dass die Worte uns wirklich begeistern von deiner, von der Schönheit deines Charakters. Wir möchten dich bitten, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt, so wie du es gesagt hast. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt bei uns bist, wenn wir dein Wort studieren. Im Namen Jesu, Amen.

[1:14] Offenbarung 14, Vers 14 beginnt mit Worten, die anzeigen, jetzt kommt was Neues, ein neuer Abschnitt. Er sagt in Vers 14: „Und ich sah.“ Kommt öfter vor in der Offenbarung und oft ist es so, wenn er sagt: „Und ich sah“, dann geht was Neues los, ein neuer Abschnitt, ein neuer Teilabschnitt innerhalb eines größeren Bogens. Nachdem er diese drei Engel gesehen hat, wo er gesagt hat: „Und ich sah einen anderen Engel fliegen inmitten des Himmels, der hat ein ewiges Evangelium zu verkündigen“ in Vers 6 und dann folgen die anderen beiden Engel und er beschreibt ihre Botschaft und was dann der Geist auch noch zu sagen hat dazu und dann sagt er: „Nach all dem, und ich sah.“ Und siehe, ich sah und siehe, was hat er als erstes gesehen? Eine weiße Wolke.

[2:11] Übrigens, wie oft sonst in der Bibel kommt eine weiße Wolke vor? Wie oft, was würdet ihr schätzen? An wie vielen Stellen kommt eine weiße Wolke vor? Dreimal? Wer bietet mehr? Tatsächlich kommt das nur hier vor. Ich habe heute extra geguckt, sowohl im Originalgriechischen als auch dann in Übersetzung, vielleicht gibt es ja verschiedene griechische Worte dafür, aber es kommt nur hier die Idee einer weißen Wolke vor. Vielleicht haben sich sonst die Schreiber gedacht, Wolken sind sowieso weiß, was soll man das betonen? Aber es fand ich interessant, weil man liest das so, aber man macht sich nicht Gedanken, dass es hier nur vorkommt, eine weiße Wolke. Aber noch interessanter war es für mich, darüber nachzudenken, er sieht diese weiße Wolke und dann sagt er: „Und auf der Wolke saß einer. Und auf der er saß, glich einem Menschensohn.“

[3:19] Jetzt, wer ist dieser Menschensohn? Jesus Christus, es gibt keine Frage. Jetzt, wenn ihr die Szene gesehen hättet, was hättet ihr, wie hättet ihr das wohl beschrieben, was wären eure ersten Worte gewesen? Stellt euch die Szene vor, ihr seht da diese weiße Wolke, ihr seht Jesus auf der Wolke und ihr schreibt jemandem: „Stell dir vor, was ich heute gesehen habe!“ Was hättet ihr wohl als ersten Satz geschrieben? Genau, wir haben einen Mann, wir haben Jesus gesehen, stell dir vor, er war auf einer Wolke. Würden wir nicht alle zuerst sagen, dass wir Jesus gesehen haben und dann, wo wir ihn gesehen haben? Aber der Johannes sagt: „Ich sah eine Wolke und auf der Wolke saß einer.“

[4:03] Das fand ich interessant, weil das kommt in der Offenbarung mehrmals vor. Kennt ihr noch eine Stelle, wo das ganz ähnlich ist? Wo der Johannes erst quasi den Gegenstand sieht und dann erst die göttliche Person, die mit dem Gegenstand verknüpft ist. Genau, genau, in der Offenbarung, wo ist das mit dem Thron? Wo er den Thron sieht, welches ist die große Thronvision in der Offenbarung? Welchem Kapitel sieht Johannes den Thron Gottes? Offenbarung 4, genau. Schrotmann, Offenbarung 4 und dort Vers 2, ganz ähnliche Reihenfolge. Offenbarung 4, Vers 2, wo diese Stimme zu ihm sagt: „Komm hier rauf“ und da heißt es: „Und sogleich war ich im Geist und siehe, was hat er gesehen? Ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.“

[4:50] Noch ein anderes Beispiel, Schrotmann, Offenbarung 19, Offenbarung 19, ab Vers 11, wo geht es denn da? Offenbarung 19, ab Vers 11, ganz berühmter Abschnitt. Naja, werdet ihr gleich merken, wenn wir das lesen. Da heißt es: „Und ich sah den Himmel geöffnet und siehe, was hat er gesehen? Ein weißes Pferd und dann sagt er: „Und der darauf saß.“ Also er sagt, ich sehe, ich sah, der Himmel war geöffnet und siehe, ein Thron und auf dem Thron sitzt einer und dann: „Und ich sah und siehe eine weiße Wolke und auf der Wolke saß einer und siehe und ich sah ein weißes Pferd und auf dem Pferd saß einer.“ Interessant, oder? Das fand ich irgendwie bemerkenswert, nur dass wir das mal festgehalten haben.

[5:49] Jetzt, was sagt Markus 13, 26? Ja, dazu kommen wir jetzt. Haltet eine Sekunde. Dieses Ereignis, das hier beschrieben wird in Offenbarung 14, auf der Wolke, welches Ereignis ist das? Ist nicht so schwer, oder? Welches Ereignis wird hier beschrieben, wenn er sagt: „Ich sah eine weiße Wolke und auf der Wolke saß einer?“ Das ist die Wiederkunft Jesu.

[6:22] Welche anderen Texte, jetzt kannst du gleich kommen, welche anderen Texte aus der Bibel kennt ihr, wo die Wiederkunft Jesu verknüpft wird mit Wolken? Nennen wir mal die Verse, die Stellen. Also jemand fragt euch: „Ich habe gehört, dass wenn Jesus wiederkommt, dann kommt er irgendwie auf Wolken, mit Wolken, in den Wolken.“ Welche Verse fallen euch dazu ein? Apostelgeschichte, welche? Gleich am Anfang. Weiß jemand auch genau, wo es steht? Kapitel 1, welche Verse? Wir helfen mal die, die schon etwas länger dabei sind. Wo steht das? Apostelgeschichte 1, das ist ein ganz, ganz klassischer Vers. Also wir reden jetzt auf der Wolke, in den Himmel, genau. Wo ist das? Auf dem Apostelgeschichte 1 Vers, suchen wir schnell. Wir machen mal ein bisschen Wiederholung der Basics. Genau, Kapitel 1, welcher Vers?

[7:23] Ergibt ja noch die Verheißung, nicht wahr, dass der Heilige Geist kommen wird und bleibt in Jerusalem und dann, wenn der Geist aufgekommen wird, welcher Vers? Vers 9 bis 11, Apostelgeschichte 1 Vers 9 bis 11, nicht wahr? „Und als er das gesagt hatte, wurde er von ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn von ihren Augen weg.“ Und dann Vers 11 heißt es: „Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen.“ Jesus kommt auf eine Wolke. Sehr guter Vers.

[7:59] Welche anderen Verse kennt ihr, wo Jesus, wo es heißt, wo Jesus mit den Wolken des Himmels wiederkommt? Kommt der Daniel 7? Wieder? Genau, das ist nicht die Wiederkunft, oder? Das ist nicht die Wiederkunft. Genau, da kommen wir noch dazu. Bleiben wir bei der Wiederkunft. Wiederkunft und Wolken. Welche anderen Verse fallen euch ein? Das sind die Verse, wo man in der Evangelisation drin ist und: „Sechs Jahre, kenne ich doch, kenne ich doch, kenne ich doch, bringen wir mal was Neues, kenne ich schon, kenne ich schon!“ und dann wird man gefragt und dann weiß man nicht, wo es steht. Genau, deswegen wird auch die nächste Evangelisation all diese Verse wieder enthalten. Also Jesus kommt auf den Wolken. Jetzt haben wir Apostelgeschichte 1, welche Verse können wir noch dazu anführen? Kleiner Tipp, das müssten so die klassischen Verse für die Wiederkunft sein. Matthäus müsste das sein, ganz genau, Matthäus. Wo könnte denn da was Matthäus stehen? Also gegen Ende zumindest, in der berühmten Endzeitrede.

[8:55] Schaut mal in Matthäus Kapitel 24 und dort Vers 30. Matthäus 24 und dort Vers 30, da heißt es: „Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ Könnt ihr die Parallele sehen zur Offenbarung 14? Der Sohn des Menschen kommt auf den Wolken des Himmels.

[9:31] Da gibt es noch ein Vers in der Bibel, der auch davon spricht, dass Jesus auf den Wolken des Himmels kommt und jeder wird ihn sehen und sie werden sich an die Brust schlagen. Wo steht der denn? Ganz klassischer, ganz berühmter, ganz gut bekannter Text, wo es heißt: „Und jedes Auge wird ihn sehen.“ Sogar die, die ihn durchstachen haben. Er kommt mit den Wolken in der Offenbarung, sehr gut. Und wo könnte das stehen? 21 ist zur Hälfte richtig, nämlich die erste Zahl ist richtig, die zweite falsch. Nee, es ist 1. Offenbarung Kapitel 1 und dort Vers 7. Offenbarung 1 Vers 7. „Siehe, er kommt mit den Wolken und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstachen haben.“ Jedes Auge wird ihn sehen, alle, die ihn sehen können, genau. Er kommt mit den Wolken.

[10:42] Also haben wir das mal wieder wiederholt. Es lohnt sich manchmal auch darüber nachzudenken, wo stehen eigentlich die Verse von den Dingen, die ich glaube, weil das waren ja so die Dinge, das sind ja eigentlich so die Dinge, die man ja wirklich auch mal in einer Bibelstunde, in einem Gespräch auf der Straße weitergeben kann. Wir beschäftigen uns meistens mit Dingen, die so komplex sind, dass man sie sowieso erst mal gar nicht weitergibt, weil die Leute da noch nie auf dem Level sind. Aber das sind Dinge, die sollte man doch mal wenigstens ein oder zwei Verse dazu so im Hinterkopf haben. So Wiederkunft, Daniel 2, Zustand der Toten. Genau, wir müssen uns auf die Zeit vorbereiten, wo es kein Internetzugang mehr gibt. Genau.

[11:18] Jetzt schauen wir mal weiter. Genau, das ist ein Parallelvers von dem, was wir schon gelesen haben. Genau, ganz genau, den du vorhin gelesen hast auch. Jetzt, dieser Begriff Menschensohn ist auch interessanter. Wo in der Offenbarung finden wir nochmal Jesus bezeichnet als den Sohn des Menschen? Sehr gut. Schaut mal in Offenbarung 1 und wir sehen, ob ihr etwas Interessantes feststellt hier. Lest mal mit mir Offenbarung 1, Vers 12 und 13 und denkt mit beim Lesen. Okay, gut mitdenken.

[11:48] Offenbarung 1, Vers 12 und 13. „Und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete und als ich mich umwandte, da sah ich was? Sieben goldene Leuchter und mitten unter den sieben Leuchtern einen, der einem Sohn des Menschen glich, bekleidet mit einem Gewand.“ Was fällt euch auf? Er sieht schon wieder zuerst den Leuchter und dann erst Jesus in dem Leuchter. Das ist irgendwie so ein besonderes Mittel von dem Johannes. Sehr interessant. Und bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel. Hier wird uns Jesus gezeigt, der für seine Gemeinde da ist, der sich um seine Gemeinde kümmert und der inmitten der Gemeinde geht. Der Menschensohn.

[12:43] Aber woher kommt dieser Begriff eigentlich? Das ist ja kein Begriff, den Johannes sich ausgedacht hat. Das ist ein Begriff, der kommt eigentlich aus dem Alten Testament. Wie im Neuen Testament. Woher kommt der? Aus dem Buch Daniel. Und noch bevor Daniel den Begriff hatte, hatte ihn jemand anders. Nicht, dass ich mir jetzt bekannt wäre, dass ich das Sein hatte, aber jemand anders. Jemand, ein Prophet, der selbst ständig Menschensohn genannt wurde von Gott. Es gibt einen Propheten, der wurde von Gott immer Menschensohn genannt. Hesekiel. Schaut mal in Hesekiel.

[13:14] Hesekiel Kapitel 1. Er wird selbst von Menschensohn gesandt und in Hesekiel 1 hat er eine Vision. Und schaut mal, was er sieht in Hesekiel 1 Vers 26. Er sieht hier nämlich den Thron Gottes und da heißt es: „Und oberhalb der Himmelsausdehnung, die über ihren Häuptern war, war das Gebilde eines Thrones anzusehen, wie ein Saphirstein oben auf dem Gebilde des Thrones, aber saß eine Gestalt anzusehen, wie ein Mensch.“

[13:51] Übrigens, habt ihr gesehen, in welcher Reihenfolge er die Dinge sieht? Was sieht er zuerst, den Thron oder den Menschensohn? Der Johannes hat das sich nicht mal ausgedacht. Der hat das wahrscheinlich von Hesekiel. Das ist ganz interessant. Vers 26. Diese Idee, dass Jesus als ein Mensch dargestellt wird, als ein Sohn des Menschen, die kommt bei Hesekiel vor. Da sieht er, stellt euch die Überraschung von Hesekiel vor. Hesekiel, der selbst immer Menschensohn genannt wird. Er sieht den Thron Gottes und auf dem Thron Gottes sitzt jemand, der sieht aus wie ein Mensch. Und das war für ihn ein unglaublicher Trost. Wir haben nicht die Zeit, über Hesekiel 1 zu sprechen, aber er sagt, diese Vision war wie ein Regenbogen an einem Regentag. Er hatte geweint und geweint und geweint, weil sein Volk in der Gefangenschaft ist und weil alles so düster aussieht. Und dann sieht er den Thron Gottes und sieht auf dem Thron Gottes jemand, der sieht aus wie ein Mensch. Jemand, der fühlen kann wie er. Das ist die Hoffnung, das ist der Regenbogen des neuen Bundes, dass Christus, unser König uns versteht.

[15:00] Aber natürlich, der berühmteste Vers zum Menschensohn im Alten Testament ist Daniel Kapitel 7. Schaut mal Daniel 7. Daniel 7 und dort Vers 13 und 14. „Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen und er gelangte bis zum Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Reichtum oder Königtum verliehen und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“

[15:56] Hier haben wir den Zeitpunkt, wo Jesus Christus zum König gekrönt wird. Hier wird ihm die Krone aufgesetzt, die er bei seiner Wiederkunft trägt. Die Frage ist, wann ist das hier? Wann findet das statt? Wann ist dieses Kommen des Menschensohnes zum Vater? Was würdet ihr sagen? In welcher Zeitperiode findet das statt? Es muss kurz vor der Wiederkunft stattfinden. Diese Zeit nennt man auch wie? Schaut mal in Vers 9 und 10, was dort beschrieben wird. Was passiert während dieser Zeit, in der Jesus gekrönt wird zum König? In Vers 9 und 10. Was ist das für eine Zeit? Was passiert dort in Vers 9 und 10? Ja, also erstmal allgemein gesagt, es ist die Zeit des Gerichts. Ja, es ist die Zeit des Gerichts, denn hier ist, wo das Gericht sich setzt, die Bücher geöffnet werden. Zehntausend mal zehntausend, tausend mal tausend stehen da. Seit wann beginnt das? Seit 1844. Das heißt, seit 1844 ist diese Zeit des Gerichts und irgendwann in dieser Gerichtszeit vor der Wiederkunft wird Jesus zum König gekrönt.

[16:58] Jetzt schaut diese interessante Botschaft diesen Zusammenhang an. In Daniel 9 haben wir diese Idee, da ist ein Gericht, Quatsch Daniel 7, haben wir ein Gericht und eine Krönung. Und in Offenbarung 14, da sehen wir den gekrönten Jesus, wie er wiederkommt. Und was geht dem gekrönten Jesus, was geht der Wiederkunft voraus? Was haben wir in den Versen vorher gehabt? Die Drei-Engels-Botschaft. Und wovon spricht die Drei-Engels-Botschaft? Ja, natürlich spricht sie von der Offenbarung, die sagt: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ Und wenn die Stunde seines Gerichts gekommen ist, dann wird er bald als König gekrönt und dann wird er bald als König kommen. Deswegen, der Miller hat gedacht, die Stunde seines Gerichts bedeutet, Jesus kommt wieder. Das stimmt ja in etwa auch, aber es stimmt halt nur in etwa. Die Stunde seines Gerichts bedeutet, jetzt hat der Zeitpunkt angefangen, das Gericht, das zu der Krönung führen wird, damit Jesus wiederkommen kann. Versteht ihr?

[18:26] Wenn also die Drei-Engels-Botschaft sagt: „Die Stunde seines Gerichts ist gekommen“, heißt das jetzt Daniel 7, der Zeitabschnitt von Daniel 7, in dem Jesus gekrönt wird, der ist jetzt da. Bald wird Jesus gekrönt und dann kommt er wieder. Das ist eigentlich der Sinn der Drei-Engels-Botschaft. Die Dreifache-Engels-Botschaft bereitet die Welt darauf vor, dass Jesus bald gekrönt wird, um dann wiederzukommen. Und wenn er gekrönt ist, ist er König und nicht mehr Hohepriester. Was also heißt, wenn er nicht mehr Hohepriester ist, ist die Gnadenzeit kurz vor der Wiederkunft vorbei. Deswegen sagt die Drei-Engels-Botschaft: „Wacht auf, bekehrt euch, damit ihr nicht das Wahlzeichen, sondern das Siegel Gottes bekommt.“

[19:06] Ganz kurzer Gedanke noch, bevor wir zum Ende kommen. Was trägt Jesus auf seinem Kopf? In Aufmachung 14. Was trägt auf seinem Kopf? Eine goldene Krone. Das Interessante ist, das Wort für Krone ist das Wort Stephanos. Es gibt noch ein anderes griechisches Wort und das ist das Wort Diadem. In Offenbarung 14 heißt es, dass Jesus die Stephanos trägt. In Offenbarung 19, wo auch die Wiederkunft beschrieben wird, spricht es davon, dass er das Diadem trägt.

[20:00] Jetzt, was ist der Unterschied? Das Wort Diadem meint eine Königskrone, die ein König trägt, weil er von Natur aus König ist. Stephanos ist eigentlich gar keine Königskrone. Stephanos bezeichnet den Siegeskranz für einen Olympiasieger, für jemand, der eine Leistung vollbracht hat und für seine Leistung gekrönt wird. Wenn es heißt, dass wir einen Siegeskranz bekommen, eine Krone, spricht es von der Stephanos, nicht von einem Diadem. Wir kriegen eine Stephanos.

[20:39] Interessanterweise in Offenbarung 14 wird Jesus beschrieben als der Sohn des Menschen. In Offenbarung 19 wird er beschrieben als der König der Könige, der Herr der Herren, das Wort Gottes, Gott selbst. Also Offenbarung 14 und 19 beschreiben zwei Aspekte desselben Ereignisses. In Offenbarung 14 finden wir die Wiederkunft Jesu unter dem Aspekt, dass er als Mensch wiederkommt, nämlich als der, der als Mensch gelitten hat und als Mensch überwunden hat, Sieger ist und deswegen gekrönt ist. In Offenbarung 19 finden wir dasselbe Ereignis unter dem Aspekt, dass er als der König aller Könige kommt, der schon immer König war, weil er Gott ist. Das heißt, weil dieses Ereignis so gewaltig ist, konnte der Johannes das nicht in eine Sache zusammen, er hat es wie zwei Münzen. Offenbarung 14 und 19 beschreiben zwei verschiedene Aspekte.

[21:43] Übrigens, diese Stephanos ist sehr interessant. Aus welchem Metall ist sie gemacht? Aus Gold. Hat Jesus schon mal vorher eine Stephanos getragen, eine Krone? Es gibt die andere aus Dornen, die Dornenkrone.

[22:07] Jetzt ganz kurz, schaut mal mit mir in Philipper 4 Vers 1, nur noch zwei Verse am Ende. Philipper Kapitel 4 Vers 1. Paulus sagt hier, Philipper 4 Vers 1: „Darum meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und meine Krone steht in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte.“ Wen bezeichnet Paulus als seine Krone? Die Brüder. Er bezeichnet bestimmte Menschen als seine Krone. Warum bezeichnet er sie als seine Krone? Was hat er denn damit zu tun, dass er sie als seine Krone bezeichnen kann? Er hat dafür gewirkt, dass sie zum Glauben gekommen sind und deswegen sagt er: „Ihr seid meine Krone.“ Ihr kennt ja die Idee, dass Ellen White mal gesagt hat, wenn wir in den Himmel kommen, werden wir für die Menschen, die wir zu Gott geführt haben, einen Ekelstein in der Krone haben.

[23:21] Das heißt, wenn Jesus eine Krone trägt, wen symbolisiert die Krone von Jesus? Die Krone symbolisiert die Menschen. Jetzt denkt mal den Gedanken nach, das ist fantastisch. Die Krone symbolisiert die Menschen, die Jesus, also die Untertanen seines Reiches am Kreuz von Golgatha. Aus welchem Material war diese Krone? Aus Dornen. Was haben die Dornen mit ihm gemacht? Was haben die Dornen mit ihm gemacht? Sie haben ihn verletzt. Ein Symbol dafür, dass Jesus für uns starb, als wir noch Dornen waren, die Jesus verletzt haben, die ihm Blut zugefügt haben. Und wenn er wiederkommt, trägt er nicht mehr die Krone aus Dornen, sondern die Krone aus Gold und zwar feines Gold. Gold, das im Feuer geläutert ist, wertvoll ist.

[24:29] Die beiden Kronen Jesu, die Dornenkrone und die goldene Krone beschreiben eigentlich seine Untertanen, denn dafür hat er, das ist ja sein Lohn. Sein Lohn, seine Mission war, Menschen von der Sünde zu retten und wenn er dann gekrönt wird, weil dann deswegen, weil er diese Mission erfolgreich absolviert hat, die Krone stellt seine Untertanen dar. Wir sind solche Dornen gewesen. Habt ihr mal nachgedacht, dass die Dornenkrone uns symbolisiert? Er ist unser König gewesen am Kreuz, aber wir haben es nicht mal verstanden, wir haben ihn kaputt gemacht sozusagen. Und dann, wenn er wiederkommt, dann sind wir tatsächlich seine Herrlichkeit, weil vor dem ganzen Universum deutlich geworden ist, dass durch seine Kraft wir aus Dornen plötzlich feines Gold geworden ist. Und deswegen sagt es ja auch ganz deutlich, wenn wir unsere Kronen dann bekommen, wenn wir sie ihm zu Füßen legen, weil wir wissen, wir sind nur da wegen ihm. Er ist der Held, er ist der Sieger, wir haben gewonnen, weil er gewonnen hat.

[25:34] Johannes sieht ihn mit der goldenen Stephanos und heute Abend enden wir mit diesem Gedanken: Möchtest du Dornen oder möchtest du Gold sein? Jeder von uns kann entscheiden, ob er weiterhin eine Dorne sein möchte oder ob er nicht viel lieber. Jesus hat uns getragen, schon als wir Dornen waren. Er hat nicht gesagt: „Das trage ich nicht, ihr bekommt erst mal Gold, sonst trage ich euch nicht.“ Er hat gesagt: „Ich nehme euch als meine Untertanen an, selbst wenn ihr mich verletzt, aber ich mache aus euren Dornen, ich mache aus euch Dornen, mache ich reines Gold.“ Und wenn wir Jesus annehmen, dann egal wie stachelig wir sind, egal wie viele andere Menschen gepikst haben mit unseren Dornen, Jesus möchte uns zu feinem, glänzendem Gold machen und das wird sein Ruhm, das wird seine Krone. Also können wir durch unseren Charakter, unser Leben, Jesu Krone besonders schön machen. Das ist auch ein schöner Anreiz, Gott gehorsam zu sein, oder? Die Krone Jesu besonders glänzend zu machen.

[26:31] Wollt ihr gemeinsam uns das vornehmen und beten? Lasst uns die Hände zu. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir über dein Wort nachdenken durften. Wir danken dir, dass du zu uns gesprochen hast. Wir möchten dich in Vergebung bitten, wo wir als Dornen dich verletzt haben, durch unsere Sünden dir Schmerzen bereitet haben. Wir möchten dich bitten, dass du durch die Kraft deines Wortes, durch die Kraft des Heiligen Geistes alle Dornen in unserem Leben umwandelst in pures, reines Gold zu deiner Ehre. Wir möchten dich wiederkommen sehen auf den Wolken des Himmels. Im Namen Jesu. Amen.

[27:18] So ihr Lieben, Gottes Segen euch. Nächste Woche sehen wir uns wieder, dann geht es weiter im Storf. Es gibt viel zu entdecken noch, sowohl bei Johannes dem Täufer als auch in Offenbarung. Und bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen im Studium seines Wortes. Amen.


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