In dieser Folge von „Offenbarung Vers für Vers“ mit Christopher Kramp wird Offenbarung 14, Verse 17 und 18a detailliert analysiert. Der Sprecher beleuchtet die Rolle von Engeln und dem Altar im himmlischen Heiligtum und erklärt die symbolische Bedeutung der Ernte als Spiegelbild der dreifachen Engelsbotschaft. Die Lektion betont die Wichtigkeit der Struktur und Korrespondenz in der Offenbarung, um die Botschaft Christi und die bevorstehende Ernte besser zu verstehen.
Offenbarung 14:17.18a
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Neues Testament, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Heute mit wiederum einer besonderen Folge, denn wir haben momentan die sieben Meilenstiefel an. Wir werden heute wieder anderthalb Verse schaffen und das sogar in kurzer Zeit. Wir werden trotzdem gründlich studieren und bevor wir das tun, wollen wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet.
[0:19] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir zu dir kommen können und in deinem Wort Schätze finden dürfen. Wenn wir jetzt in der Offenbarung lesen, möchten wir dich bitten, dass du uns die Dinge zeigst, die wichtig sind für uns, dass wir lernen die Offenbarung richtig zu studieren und auszulegen und vor allem praktische auch Dinge für unseren Alltag zu entdecken. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem heiligen Geist uns anrührst und dass du zu uns sprichst, dass deine Wahrheit uns klar vor Augen stehen wird. Im Namen Jesu, Amen.
[0:52] Wir sind in Offenbarung 14 und haben uns das letzte Mal mit Offenbarung 14 und dort Vers 15 und 16 beschäftigt. Mit den Offenbarung 14. Ab Vers 14 beschreibt die Wiederkunft Jesu, der mit einer Sichel kommt, einer scharfen Sichel und die Ernte wird abgeerntet. Heute lesen wir Vers 17 und 18 und heute kommen wir alle, die ein bisschen auf Kosten, die auch ein bisschen Strukturanalyse nehmen. Offenbarung 14, Vers 17 und 18. Das heißt und ein weiterer Engel kam hervor aus dem Tempel, der im Himmel ist und auch er hatte eine scharfe Sichel und ein weiterer Engel kam vom Altar her, der hatte Vollmacht über das Feuer und er wandte laut dem Ruf an den, der die scharfe Sichel hatte und sprach: "Bis dann." Den Inhalt werden wir uns das nächste Mal anschauen.
[1:54] Aber hier finden wir in Vers 17 und dem ersten Teil von Vers 18 zwei weitere Engel. Der eine Engel hat was in seiner Hand? Eine scharfe Sichel, so wie wir das schon eine scharfe Sichel in der Hand Jesu. Und woher kommt dieser Engel? Aus dem himmlischen Tempel. Kam schon mal jemand aus dem himmlischen Tempel in diesem Kapitel? Kam schon mal jemand aus dem Tempel hier in den Versen zuvor? Eine Stimme, die kommt aus dem Himmel allgemein. Schauen wir mal in Vers 15. Da hatten wir gelesen und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel. Also in Vers 15 haben wir einen Engel, der aus dem Tempel kommt und Christus zuruft: "Setz deine Sichel an, denn nicht mehr was soll geerntet werden." In Vers 17 haben wir einen anderen Engel, der ebenfalls aus dem Tempel kommt. Der hat selbst eine Sichel. Und dann in Vers 18 haben wir noch einen Engel, der kommt vom, woher kommt der? Vom Altar. Und der Altar ist wo? Hat mit dem Heiligtum zu tun. Also da müssen wir erstmal ein bisschen Ordnung reinkriegen, oder?
[3:15] Jetzt lasst uns mal das ein bisschen besser verstehen, weil ich denke, die meisten von euch haben das wahrscheinlich noch nie so gründlich studiert. Vers 14 bis 12, Vers 6 bis 12 sind gut bekannt, die drei Engelsbotschaft, aber das ist ein bisschen, erstmal ein bisschen, lasst uns das mal im Kopf richtig zusammenkriegen. Also in Vers 14 haben wir wen nochmal gehabt? Genau, Christus, Wiederkunft. In Vers 15 haben wir wen? Einen Engel. Ich sag mal einfach, erster Engel, okay. Und der kommt aus dem Tempel. Und dann haben wir in Vers 17 einen zweiten Engel, auch aus dem Tempel. Und dann haben wir in Vers 18 einen dritten Engel. Und der kommt sogar speziell vom Altar, vom Heiligtum. Drei Engel, die aus dem Heiligtum kommen. Das ist interessant, weil in dem Kapitel haben wir schon mal drei Engel. Nämlich wo?
[4:33] Ah okay, ganz, ganz gute Frage. Es gibt ja zwei Altäre im Heiligtum. Den Vorhof und den Altar im Heiligen. Im Heiligen, der zum Allerheiligsten gehört. Okay, lasst uns die Frage zuerst klären. Das Wort Altar kommt in der Offenbarung siebenmal vor. Siebenmal kommt der Altar vor. Wir lesen mal einfach alle sieben Stellen und dann fragen wir uns nochmal, was es ist, okay? Erste Stelle, Offenbarung sechs, Vers neun. Wir schauen jetzt die sieben Stellen an, wo das Wort Altar in der Offenbarung vorkommt. Offenbarung sechs, Vers neun. Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um das Wort des Gottes willen und um das Zeugnis des willen, das sie hatten. Was rufen die Seelen dann? Was rufen die Seelen? Was die rufen, was die rufen. Sie rufen: "Wie lange, Herr Gott, wie lange richtest du nichts?" Genau.
[5:59] Also das erste Mal, wo der Altar vorkommt, wird uns gesagt, dass dort symbolisch gesprochen die Frage gestellt wird von den verstorbenen Märtyrern: "Wann kommt das Gericht?" Das ist die Frage. Also das erste Mal, wo der Altar vorkommt, die Frage: "Wann kommt das Gericht?" Zweites Mal, wo der Altar vorkommt, in Kapitel acht, Vers drei. Das ist übrigens in Offenbarung sechs, im fünften Siegel ein Hinweis auf das Untersuchungsgericht, das dann stattfinden würde. In Offenbarung acht, Vers drei, da haben wir: "Ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, der hatte ein goldenes Räucherfass und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es zusammen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbrächte, der vor dem Thron ist." Also, welcher Altar ist auf jeden Fall hier gemeint? Der im Heiligtum, der zum Allerheiligsten gehört, aber im Heiligen steht, der mit dem Räucherwerk, wo nämlich die Gebete symbolisch dargestellt werden. Wer ist dieser Engel, der hier einem Altar dient und die Gebete mit seinem eigenen Räucherwerk vermischt? Jesus, der Hohepriester.
[7:24] Jetzt schauen wir in Vers fünf und das ist vielleicht schon eine Teilantwort für dich. In Vers fünf, da heißt es: "Und der Engel nahm das Räucherfass und füllte es mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde und es geschahen Stimmen und Donner und Blitze und ein Erdbeben." Also das ist derselbe Altar wie in Vers drei. Und auch bei diesem Altar gibt es Feuer. Es stimmt, der Brandopferaltar hatte natürlich Feuer, weil ansonsten kann es ja nicht brennen, aber auch der Räucheraltar hatte Feuer für das Räuchern und hier wird Feuer, was ist das für ein Zeichen? Das haben wir vor fünf Jahren studiert. Ich weiß nicht, was ich da noch daran erinnern kann. Das ist ein Hinweis hier auf das Ende der Gnadenzeit, wenn der Hohepriester seinen hohepriesterlichen Dienst beendet.
[8:13] Vers drei bis fünf spannt sozusagen einen Bogen von dem hohepriesterlichen Dienst Jesu im Heiligen bis zum Ende der Gnadenzeit. Und das ist der Bogen, in dem jetzt die sieben Posaunen stattfinden. Von dem Beginn seines hohepriesterlichen Dienstes bis zum Ende der Gnadenzeit. Das heißt, beim ersten Mal geht es um das Untersuchungsgericht, beim zweiten Mal geht es um den Dienst im Heiligen, beim dritten Mal geht es um das Untersuchungsgericht, das dann zu Ende geht, das Ende der Gnadenzeit. All das immer quasi mit dem Altar im Heiligen verbunden.
[8:46] Noch ein Vers, Offenbarung neun, Vers 13. Das ist jetzt nicht so entscheidend, aber trotzdem wichtig. Und der sechste Engel stieß in die Posaune, Offenbarung neun, Vers 13. Und ich hörte eine Stimme aus den vier Hörnern des goldenen Altars, der vor Gott steht. Jetzt mal lassen wir beiseite, wer jetzt die Engel und die vier Hörner sind. Aber welches ist der goldene Altar im Heiligen? Weil der außerhalb war aus welchem Metall? Aus Holz waren sie beide, aber der andere war bronzen ummantelt. Und der goldene Altar ist wiederum der Altar im Heiligtum.
[9:25] Jetzt kommen wir zu Kapitel elf, Vers eins. Offenbarung elf, Vers eins. Und mir wurde eine Messrute gegeben, gleich einem Stab. Und der Engel stand da und sagte: "Mache dich auf und miss den Tempel Gottes samt dem Altar und die, welche darin anbeten. Aber den Vorhof, der außerhalb des Tempels ist, lass auf und miss ihn nicht." Also der Altar, der hier erwähnt wird, ist der im Tempel oder im Vorhof? Innen drin. Der Vers ist übrigens eigentlich noch ein Anhängsel an Offenbarung zehn. Offenbarung zehn beschreibt die Adventbewegung, die Erwartung, dass 1844 was passieren würde, die große Enttäuschung, die Begeisterung, das Buch Daniel, das gegessen wird, süß im Mund wie Honig, bitter im Bauch. Und dann der Auftrag: "Du sollst abermals Weissagen." Und der nächste Vers sagt eigentlich, was die Weissagung ist. Denn die Messrute, wofür steht die Messrute in der Bibel?
[10:25] Für das Gesetz. Für das Gesetz, genau, für das Gericht. Mit dem Maß, mit dem ihr anderen messt, wird es euch auch zugemessen werden. Und mit dem Gericht, mit dem ihr andere richtet, werdet ihr auch gerichtet werden. Das Messen ist ein Symbol für Gericht. Der Tempel wird gemessen. Das Gericht findet im himmlischen Heiligtum statt. Die enttäuschte Adventbewegung soll nochmals Weissagen, über das Gericht im Himmel. Die Stunde seines Gerichts hat begonnen. Und auch dort spielt der Altar eine Rolle, weil Jesus nämlich immer noch unser Hohepriester ist. Auch im himmlischen Gericht ist er noch Hohepriester.
[10:59] Und jetzt natürlich Offenbarung 14, das kennen wir, haben wir gerade gelesen. Und das letzte Mal ist Offenbarung 16 und dort Vers 7. Offenbarung 16, Vers 7. Und ich hörte einen anderen vom Altar her sagen: "Ja, oh Herr, Gott, du Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte." Welche Gerichte sind hier gemeint in Offenbarung 16? Die Endzeitgerichte, noch genauer? Offenbarung 16 spricht wovon? Da geht es ja um ganz konkrete spezifische, die sieben Zorneschalen, auch bekannt als die sieben Plagen. Die werden ausgegossen nach dem Ende der Gnadenzeit. Ja, das ist die unvermischt mit Gnade. Könnt ihr euch erinnern? Der Engel in Offenbarung 8, der hatte seinen Räucherwerk. Ja, und irgendwann hat er vom Feuer genommen und hat runtergeworfen. Ja, und das war das Ende der Gnadenzeit.
[12:06] Also alle sieben oder zumindest jetzt, wenn ich den mal weglasse, alle anderen sechs Stellen, wo der Altar vorkommt, sind immer der himmlische Altar im Heiligtum. Es geht immer um den Altar im Heiligtum und nicht im Vorhof. Warum? Weil der Altar im Vorhof steht ja für das Kreuz, während der Altar im Heiligtum steht für den Mittlerdienst Jesu. Und jetzt in der Offenbarung, die in die Zukunft schaut, ist der Fokus auf das, was Jesus jetzt tut. Nicht auf das, was er getan hat, obwohl das auch vorkommt, als er das geschlachtet worden ist, aber der Hauptfokus ist auf das, was er jetzt tut als Priester.
[12:43] Wenn wir diese sieben Verse zusammenfassen, können wir sagen: In Offenbarung 6 wird die Frage gestellt: "Wann gibt es ein Gericht?" Offenbarung 8 sagt, also die Seelen fragen am Altar: "Wann gibt es ein Gericht?" Aber am Altar wird noch nicht gerichtet, weil noch jemand da steht. Ja, er bittet noch für die Menschen, es gibt noch Gnade, aber irgendwann endet die, wenn das, wenn von dem Altar Feuer genommen wird, auf die Erde geworfen wird. Deswegen muss der Altar gemessen werden, es gibt Gericht. Also alle diese Verse sprechen davon, dass Jesus Hohepriester ist, dass er für uns wirkt, aber nicht auf ewig. Irgendwann, nachdem das Gericht jeden Fall entschieden hat, gibt es ein Ende der Gnadenzeit und dann wird, naja, dann wird gerechtes Gericht gesprochen, dann werden die Plagen ausgegossen.
[13:28] Und interessanterweise hat das mit Offenbarung 14 zu tun, denn die beiden Engel, die jetzt hier aus dem Tempel kommen, werden wir gleich sehen, die kündigen jetzt diese andere Ernte an. In Offenbarung 14 und Vers 14 und 15 hatten wir eine Ernte und hier haben wir jetzt nochmal eine Ernte. Offenbarung 14 Vers 14 und 15 ist die Ernte, könnte man sagen, der Guten, ganz platt gesagt. Die Gläubigen, die einen Charakter entwickelt haben, den Jesus mitnehmen kann in den Himmel. Die Vers 17 und 18 sprechen jetzt von der Ernte der Bösen. Das kann man sehr schön sehen, schaut man Offenbarung 14 und dort Vers 19, da wird jetzt diese Ernte beschrieben. Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und schnitt den Weinstock der Erde und warf die Trauben in die große Kelter des Zornes Gottes. Also diese Ernte hat was mit dem Zorn Gottes zu tun.
[14:35] Die Ernte, das ist nicht wahr, Jesus kommt wieder als der Menschensohn in Herrlichkeit und holt die Ernte ein, die durch das Evangelium eingebracht worden ist. Hier in Offenbarung, in den weiteren Versen wird jetzt die andere Ernte beschrieben, die Ernte der Bösen. Wenn Jesus wiederkommt, gibt es zwei Ernten. Die Guten werden einen gereiften Charakter haben, die Bösen werden einen ausgereiften bösen Charakter haben und beide werden geerntet, quasi getrennt voneinander sozusagen. Ihr kennt es vielleicht von Matthäus 13, wo es heißt, die Engel werden dann die einen binden und zum Verbrennen, die anderen in die Scheunen sammeln. Zwei Ernten, zwei Gruppen von Menschen.
[15:15] Ist interessant, also halten wir mal fest, dass hier drei Engel am Werk sind. Wo haben wir in dem Kapitel, jetzt kommen wir zur ursprünglichen Frage zurück, wo haben wir in dem Kapitel schon mal drei Engel gesehen? In der dreifachen Engelsbotschaft und das finde ich so interessant, dass und ich meine, das muss ich mich ja selbst mit einnehmen, dass wir meistens eigentlich so bei Vers 12, 13, 14 aufhören. Die dreifache Engelsbotschaft, weil das haben wir so oft studiert, das kennen wir ganz gut, das ist wunderbar, aber dann gibt es in dem Kapitel noch einmal drei Engel. Die ersten drei Engel sind Engel, die über den Himmel fliegen, das ist ein Symbol für Menschen und sie verkündigen eine Botschaft. Diese drei Engel verkündigen keine Botschaft. Was machen sie? Sie kommen aus dem Tempel, sie führen jetzt das aus, was die anderen drei Engel vorher angekündigt haben.
[16:03] Jetzt Frage: Was hat der erste Engel in Offenbarung 14 Vers 7 angekündigt? Was war seine Botschaft? Kurze knappe Wiederholung, dreifache Engelsbotschaft, was war die Botschaft des ersten Engels? Ein ewiges Evangelium, die Stunde seines Gerichts ist gekommen, betet den an, der gemacht hat Himmel und Erde, fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. Das ist eine Botschaft, die dazu abzielt, dass die Gläubigen jetzt wirklich, also erstmal, dass die Ungläubigen gläubig werden, dass die Gläubigen fest werden im Glauben. Der erste Engel predigt sozusagen die gute Botschaft, er predigt die Wahrheit und der erste Engel auf der anderen Seite, der sammelt jetzt all die Guten ein. Der erste Engel von den drei Evangeliumsengeln, die Stunde des Gerichts ist gekommen, sagt er 1844. Er predigt die Wahrheit des Evangeliums, das soll zu einem Wachstum führen und der von den anderen, von den Tempelengeln, ich nenne sie mal, also Botschaftsengel und Tempelengel, damit wir es untereinander halten, der erste Botschaftsengel predigt von der Wahrheit und der erste Tempelengel holt jetzt die Ernte ein.
[17:22] Was predigt der zweite Botschaftsengel? Babylon ist gefallen. Was predigt der dritte Botschaftsengel? Genau, der zweite und der dritte Botschaftsengel, die warnen vor der Gegenseite. Der erste sagt: "Betet Gott an, fürchtet Gott, gebt ihm die Ehre, sein Gericht ist gekommen." Der zweite und der dritte Engel, die sagen: "Babylon ist gefallen, ist gefallen, hütet euch vor dem Malzeichen, vor dem Tier und vor dem falschen Bild des Tieres und so weiter." Die warnen also vor dem Irrtum und den Konsequenzen.
[18:08] Welche Konsequenzen werden angedeutet? Feuer, Schwefel, der Kelch seines Zornes. Was ist im Kelch drin? Der Zorneswein. Wodurch wird Wein erzeugt? Trauben. Was ernten die beiden? Trauben. Also der zweite und dritte Botschaftsengel warnt vor dem Irrtum, er warnt davor, sich mit dem Bösen einzulassen. Der zweite und dritte Tempelengel, die sammeln jetzt die Ernte der Bösen ein und trampeln oder bringen jetzt diese Trauben, die hier zum Zorneswein gemacht werden.
[18:57] Könnt ihr sehen, wie der erste und der erste korrespondieren und der zweite, dritte und der zweite, dritte? Das heißt, eigentlich gibt es zu der dreifachen Engelsbotschaft eine Spiegelung in der Erfüllung. Erste, zweite, dritte Engelsbotschaft kündigen etwas an, das ist unsere Botschaft, das ist gegenwärtige Botschaft, aber dazu gibt es eine Spiegelung, was dann am Ende der Zeit passiert. All das findet seine tatsächliche Erfüllung. So wie es drei Engelsbotschaften gibt, gibt es auch drei Erfüllungen sozusagen.
[19:19] Das ist interessant. Unsere Botschaft ist nicht nur eine Botschaft, unsere Botschaft hat ein Ziel. Das heißt, wenn ich das Evangelium predige, muss ich auf diese Ernte hinwirken. Wenn ich andere vor dem Irrtum warne, muss ich dafür hinwirken, dass sie nicht an dieser anderen Ernte teilnehmen. Weil jeder von uns entwickelt sich ja, entweder entwickelt sich zum Guten oder zum Schlechten. Das heißt, es ist nicht nur eine Sache, dass die guten Charaktereigenschaften gefördert werden müssen, die schlechten dürfen nicht wachsen. Denn das, was ich fördere, das wächst und bringt dann Frucht. Ihr kennt das mit den beiden Hunden. Den Hund, den du förderst, der wird stärker sein. Also die erste Engelsbotschaft fördert quasi den guten Hund und die zweite und dritte versucht, den schlechten Hund zu verhungern zu lassen sozusagen, um im Bild zu bleiben. Die erste Engelsbotschaft möchte diese erste Ernte fördern, die zweite und dritte möchte verhindern, dass zu viel hier geerntet wird bei der zweiten.
[20:27] Jetzt ist es aber noch interessanter. Also das ist schon mal eine interessante Struktur, die man sehen kann. Das andere ist, wenn man jetzt nochmal sich vergegenwärtigt, dass es hier innerhalb dessen auch nochmal eine Struktur gibt. Schauen wir uns mal diese drei Bodenengel, diese drei Tempelengel an. Wir haben ja gesehen, es geht eigentlich los mit einem anderen, nämlich mit Christus. In Vers 14 haben wir Christus und dann haben wir, welcher von den drei Tempelengeln hat die engste Verbindung zu Christus? So von der Sprache her. Wer von dem steht dem am nächsten? Der erste, zweite oder dritte? Der zweite, warum?
[21:12] Du meinst wahrscheinlich den Ersten, der zu Jesus spricht. Das ist in Vers 15, oder? Meinst du? Genau, das ist ja der erste Engel. Der erste, genau, der spricht zu ihm, okay. Was hat Christus in seiner Hand? Eine Sichel. Wer von den Engeln hat eine Sichel in der Hand? Der erste redet nur von der Sichel. Er sagt: "Nimm deine Sichel und ernte."
[21:50] Der zweite, ja, also in Vers 17, richtig, der zweite Engel. Ein weiterer Engel kam hervor aus dem Tempel, der im Himmel ist und auch er hatte eine scharfe Sichel. Also der zweite Engel und Christus haben beide eine Sichel. Also Christus und Sichel und zweiter Engel und Sichel. Diese Sichel führt einmal zur guten Ernte, richtig, und dann die andere Sichel führt zur schlechten Ernte.
[22:31] Und jetzt lassen wir uns kurz nachdenken. Was macht der erste Engel, der erste Tempelengel? In Vers 15, was macht er? Er ruft mit lauter Stimme zu wem? Zu dem, der die Sichel hat, nämlich zu Jesus. Und was macht der dritte Engel in Vers 18? Der ruft mit lauter Stimme zu wem? Dem Engel mit der scharfen Sichel. Seht ihr die Struktur? Christus mit einer scharfen Sichel. Dann der erste Engel ruft mit lauter Stimme zu dem, der die Sichel hat. Dann kommt der zweite Engel mit einer scharfen Sichel. Dann kommt der dritte Engel und ruft mit dem zu dem, der die scharfe Sichel hat. Ja, also das ist auch zweigeteilt.
[23:30] Ja, die drei Engel korrespondieren einerseits mit der drei-von-Engels-Botschaft, andererseits gibt es hier diese zwei Ernten sehr deutlich. Ja, die zwei Sicheln. Christus mit der guten Ernte und dem einen Engel, der dazu spricht und dann der zweite Engel mit der anderen Sichel und der dritte Engel, der ihm wieder zuruft. Und jetzt wird es ganz verrückt. Kann man das mit dem ersten Teil von Offenbarung 14 verbinden? Weil da gibt es ja drei Engel und hier gibt es ja quasi jetzt vier Personen. Ja, drei Engel und Christus. Also mit anderen Worten, hier hat ja Christus und der zweite Engel eine besondere Verbindung. Könnt ihr das sehen?
[24:20] Gibt es irgendwo irgendwie etwas Besonderes? Könnte man irgendwo noch eine vierte Person hier zu den drei Engeln finden, von den drei-Boten-Engeln? Eine vierte Person finden, die auch was ganz gemeinsam mit dem zweiten hat. Also ich versuche es nochmal zu erklären. Ich weiß nicht, heute ist es hohe Theologie, aber es macht Spaß. Nochmal, bei den drei Tempelengeln hat der zweite etwas Besonderes mit einer extra vierten Persönlichkeit, nämlich Christus. Gibt es vielleicht zu den drei Botschaftsengeln auch irgendwo noch eine vierte Person, die vielleicht auch etwas ganz Enges mit Christus zu tun hat, die besonders mit dem zweiten, nicht mit dem ersten, sondern mit dem zweiten Engel verbunden ist?
[25:05] Der Tipp ist, diese vierte Person findet sich nicht in Offenbarung 14. Das macht es natürlich nicht einfacher, aber ihr könnt darauf kommen. Denn zur dreifachen Engelsbotschaft, das ist jetzt gar nicht so unbekannt, das dürfte nicht so unbekannt sein, gibt es eigentlich noch eine vierte. Wo finden wir diesen anderen Engel? Schaut mal mit mir in Offenbarung 18. Offenbarung 18. In Offenbarung 18 finden wir den sogenannten vierten Engel. Schaut mit mir in Offenbarung 18 Vers 1.
[25:55] Und ich sah, nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte was? Große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit. Und er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: "Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, als eine Behausung der Dämonen." Seht ihr die Verbindung zum zweiten Engel? Das ist die zweite Engelsbotschaft, direkt nochmal. Und dieser vierte Engel ist nicht einfach nur ein Engel, er bringt eine Herrlichkeit, die die ganze Erde erleuchtet. Wessen Herrlichkeit ist denn das? Das ist in einer besonderen Weise die Herrlichkeit der Gerechtigkeit Jesu Christi. Elmwald spricht davon und sagt, das ist, wenn die dreifache Engelsbotschaft sich verbindet mit der Botschaft von Gerechtigkeit aus Glauben, von dem, was Christus getan hat, dann wird das zu diesem vierten Engel, dieser laute Ruf, der die ganze Erde umhüllt, erfasst.
[26:49] Also in gewisser Weise kann man diesen vierten Engel dann wieder mit Christus verbinden. Und ich weiß nicht, ob ihr das jetzt sehen könnt, aber wir haben also eigentlich sieben Engel. Einen ersten, zweiten, dritten, vierten, dann Christus, den fünften, sechsten, siebten. Und das Kuriose ist, der zweite und der vierte, und hier der zweite und der vierte, nur weil der am Anfang ist. Also wenn man die jetzt übereinander bauen würde, würde man sozusagen 1, 2, 3, 4, 5, 6, ne Quatsch, Entschuldigung. 1, 2, 3, 4, Christus, 5, 6, 7. Dann hat 2 und 4 und Christus und 6 was gemeinsam.
[27:31] Das ist also quasi wie eine Spiegelung. Nochmal hier, seht ihr das? Der zweite und der vierte, also umgekehrt, der zweite und der vierte. Naja, das ist nicht das Wichtigste auf der Welt, aber es ist, glaube ich, auch ganz spannend, mal zu sehen, dass die Offenbarung nicht einfach nur so Text hat, sondern wie so ein Edelstein. Das ist zum Merken oder auch zum Auswendiglernen oft gemacht, dass man so Strukturen sieht, an denen man sich entlanghangen kann. Das gibt es auch mal, die Sieben zum Beispiel und so weiter. Und das fand ich ganz interessant, weil dadurch natürlich Christus, also der vierte Engel, der laute Ruf und Christi Wiederkunft im Zentrum sind. Ja, ganz bewusst im Zentrum gerückt durch diese Struktur.
[28:19] Das Buch Daniel gibt es auch so. 2 und 7, 3 und 5, ne, was sage ich? 2 und 7, 3 und 6, 4 und 5 zum Beispiel zusammenkommen und so. Also, das ist ein interessantes Studium. Man sollte nicht sein ganzes Leben nur damit verbringen, jetzt irgendwelche Strukturen zu finden, aber es hilft manchmal auch, sich das ein bisschen zu merken, weil ihr werdet sehen, diese drei Tempelengel, die hat man wenig im Kopf. Ihr habt ja gemerkt, man hat kaum Mühe, man hat richtig Mühe zu finden, wer ist jetzt eigentlich wer. Und das hilft einfach, es ein bisschen klarer zu machen, ach, das ist der und das ist der. Ihr werdet wahrscheinlich hoffentlich nie mehr vergessen, es ist der zweite Engel, der die Sichel hat. Und der zweite und dritte haben zu tun mit der zweiteren Engelsbotschaft, erster Tempelengel hat zu tun mit der ersten Engelsbotschaft.
[29:09] Und manchmal muss man sich am Anfang, das ist wie, wenn man einen Garten hat und der ist zugewachsen, am Anfang muss man sich erstmal einen klaren Weg bahnen und dann kann man mit der Feinarbeit beginnen. In der Offenbarung muss man manchmal erst sehen, okay, wie ist die Struktur, wo geht das Kapitel los, wo geht es eigentlich, was gehört hier zu wem, welche Verse haben mit was zu tun. Sonst interpretiert man sich sonst wohin. Das ist eine Sache, die man im Bibelstudium mehr und mehr lernen muss, zu schauen, welche Verse haben mit welchen zu tun. Welcher Engel hat mit welchem zu tun, was korrespondiert. Sonst tut man alles mögliche so hineinphilosophieren, aber das limitiert vieles. Es zeigt dann klare Wege. Da geht es lang, da geht es lang, das gehört zusammen.
[29:49] Genau, also nächstes Mal schauen wir uns dann an, was der Engel, der dritte Engel dem zweiten sagt und was dann der Inhalt dieser Ernte ist. Aber für heute haben wir mal ein bisschen uns das angeschaut und ihr werdet sehen, obwohl wir immer sagen, Offenbarung 14 ist unsere Identität, werdet ihr relativ wenig Adventisten finden, die das aus dem Kopf wissen. Fragt mal die altgestandenen Geschwister nach den Versen ab Vers 14. Und dann könnt ihr das heute Gelernte gleich in die Praxis anwenden und es ihnen beibringen. Sind wir Gott dankbar für sein Wort. Offenbarung ist wirklich ein interessantes Buch. Wollen wir noch gemeinsam beten und dazu niederknien.
[30:31] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir sehen können, dass dein Buch so unglaublich interessant ist. Dass es nicht nur die Worte des Lebens hat, sondern dass es auch unser Intellekt anspricht, dass es unsere Gefühle anspricht, dass es uns als ganzen Menschen begeistern kann. Für jeden Einzelnen hast du etwas. Für die, die Geschichten lieben, für die, die Gedichte lieben, für die, die Fakten lieben, die Prophezeiungen lieben. Du bringst das Evangelium auf so viele unterschiedliche Weisen zu uns. Wir danken dir, dass die Offenbarung ein Buch ist, das man verstehen kann. Wir danken dir, dass wir immer wieder neue Schätze entdecken können. Bitte hilfst du uns, dass wir immer vor Augen haben, dass dieses Prinzip der Ernte in unserem Leben gilt. Das, was wir säen, wir ernten werden. Gibt es für die Drei-Vereinigungsbotschaft nicht nur Predigen, sondern dass wir bereit sind, sie auch wirklich umzusetzen. Dass wir wirklich auch an der Ernte dann teilnehmen, die auf die Botschaft folgt. Lass unseren Blick immer auf das himmlische Heiligtum gerichtet sein. Dort, wo du jetzt für uns wirkst. Hab Dank, Herr Jesus, dafür von ganzem Herzen. Amen.
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