Veröffentlicht am
977 Klicks

In dieser Predigt wird Offenbarung 14:18b-19 im Detail betrachtet, wobei die symbolische Bedeutung der Traubenernte und der Kelter des Zornes Gottes beleuchtet wird. Der Sprecher zieht Parallelen zu anderen Bibelstellen wie Matthäus 13 und Joel, um die zeitliche Abfolge und die Konsequenzen dieser Ernten zu verdeutlichen. Es wird erklärt, wie die Traubenernte die Ernte der Gottlosen darstellt, deren Taten letztendlich ihren eigenen Zorn hervorrufen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Wir wollen heute weitermachen mit unseren Ernteengeln in Offenbarung 14 und die Traubenernte heute betrachten. Bevor wir das tun, möchten wir niedergehen zu einem Gebet und dann mit dem Studium anfangen.

[0:22] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir Offenbarung lesen dürfen und dass wir in deinem Wort wirklich wichtige Dinge sehen dürfen, die für unser Leben entscheidend sind. Wir möchten dich bitten, dass du uns jetzt in diesen Minuten Klarheit der Gedanken schenkst, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest, was deine Botschaft für uns heute ist und dass wir das in den Alltag so übernehmen können, dass wir in unserem Leben zeigen, dass in unserem Charakter eine Frucht entsteht, die dir Ehre bringt, dass du bald wiederkommen kannst. All das bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu, Amen.

[1:07] Offenbarung 14 und dort in Vers 18 sind wir stecken geblieben, das letzte Mal, Offenbarung 14. Wir hatten uns mit diesen drei Engeln beschäftigt, erinnert ihr euch? Wir hatten Offenbarung 14, Vers 14 gesehen, wie Jesus Christus wiederkommt auf einer Wolke mit einer Sichel in der Hand. Könnt ihr euch daran erinnern, wie ein anderer Engel, ein erster Engel sozusagen, aus dem Tempel hervorgeht und mit lauter Stimme zu Christus ruft: „Setze deine Sichel an und ernte die Erde.“ Und dann haben wir gesehen, dass ein zweiter Engel erscheint aus dem Tempel, ebenfalls mit einer Sichel, so wie Jesus. Und dann kommt ein dritter Engel und der ruft wiederum wie der erste Engel mit lauter Stimme jetzt zu dem zweiten Engel, er möge doch etwas tun. Und diesen lauten Ruf, diese Botschaft des dritten Engels an den zweiten Engel, die soll uns heute beschäftigen.

[2:08] Wir lesen noch mal Vers 18: „Und ein weiterer Engel kam vom Altar her, der hatte Vollmacht über das Feuer und er wandte sich mit lautem Ruf an den, der die scharfe Sichel hatte und sprach: ‚Sende deine scharfe Sichel aus und schneide die Trauben des Weinstocks der Erde ab, denn seine Beeren sind reif geworden.‘“ Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und schnitt den Weinstock der Erde und warf die Trauben in die große Kelter des Zornes Gottes.

[2:45] Wir haben also hier bei der Ernte, wie viele Ernten? Wir haben zwei Ernten. Die eine ist die, ich sag mal, die erste Ernte, da hat Christus die Sichel und ein anderer Engel ruft. Und dann haben wir die zweite Ernte und da hat der zweite Engel die Sichel und der dritte Engel ruft. Wir haben ja die ganzen Strukturen der Engel das letzte Mal angeschaut. Interessant ist, die erste Ernte wird gar nicht so spezifisch beschrieben, was da geerntet wird. Da heißt es nur: „Die Ernte der Erde ist überreif geworden.“ Man könnte vermuten, dass es vielleicht so Weizen oder was ist, aber die zweite Ernte wird sehr deutlich spezifiziert. Was wird hier in dieser zweiten Ernte geerntet? Trauben, die werden von dem Weinstock abgeschnitten und dann in eine Kelter geworfen.

[4:01] Was ist eine Kelter? Ursprünglich hat man das mit bloßen Füßen gemacht. Das Wort Kelter heißt im Lateinischen auch mit Füßen treten. Heute hat man natürlich ganz moderne Apparaturen, um das zu tun, aber diese Trauben kamen in die Kelter.

[4:21] Jetzt, wo in der Bibel finden wir noch eine Geschichte, wo gleichzeitig, oder eine Textpassage, wo gleichzeitig zwei Ernten stattfinden? Jesus spricht davon, lasst mal den Finger hier drinnen und geht zu, ja, wo ist es dann, dieses Gleichnis von den zwei Ernten? Also, wenn man Matthäus und Gleichnisse sucht, dann hat man eine große Chance in Matthäus 13. Das ist das Kapitel mit den sieben Gleichnissen. Also rein prozentual ist da die beste Chance und das ist auch eine der berühmtesten, wie auch das Gleichnis vom Seemann und so weiter und das Gleichnis vom Schatz im Acker, von der köstlichen Perle und das Gleichnis vom Weizen und Unkraut.

[5:09] Genau, und da sehen wir in Vers 30, Matthäus 13, Vers 30: „Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte.“ Das haben wir hier an beiden Stellen, die Zeit der Ernte ist gekommen. „Zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in die Bündel, dass man es verbrenne, den Weizen aber sammelt in meine Scheune.“ Also, es gibt zwei Ernten. Was passiert mit der einen Ernte? Die geht in die Scheune und die andere wird verbrannt. Jetzt, was ist die Auslegung? Schaut mit mir in Vers 38, da heißt es: „Der Acker ist die Welt, der gute Same sind die Kinder des Reichs, das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen, der Feind, der es sät, ist der Teufel, die Ernte ist das Ende der Weltzeit.“ Also diese Passagen auf Markus 14 beschreibt er die Wiederkunft, die Zeit kurz vor der Wiederkunft, die wir gesehen haben mit dem Engel auf der Wolke, dem Menschensohn auf der Wolke, und dann heißt es hier: „Die Schnitter sind die Engel.“ Interessant, denn wir sehen hier, es sind die Engel auch zum Teil, die mit der Sichel ernten.

[6:24] Frage: Welches von den beiden Ernten ist die gute und welches ist die schlechte Ernte? Woher wissen wir das? Aber hier steht nichts, ja, woher wissen wir, dass die Kelter...

[6:43] Also, das wird verbrannt?

[6:48] Okay.

[6:52] Gibt es irgendeinen Hinweis in Offenbarung 14, dass wirklich die zweite Ernte die schlechte Ernte ist?

[7:00] Des Zornes, genau, die Kelter des Zornes Gottes.

[7:07] Die Kelter des Zornes Gottes.

[7:13] Jetzt gemäß Matthäus, welche der beiden Ernten finden zuerst statt? Gemäß Matthäus, schaut mal nach, welches ist die erste Ernte? Schaut Vers 30 nochmal.

[7:34] „Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen.“ Interessant, oder? Und bindet es im Bündel, dass man es verbrennt, den Weizen aber sammelt in meine Scheune. Das heißt, obwohl in Offenbarung jetzt zuerst die gute Ernte gezeigt wird und dann die schlechte, zeitlich gesehen, sagt uns Jesus, wird diese Ernte zuerst stattfinden und dann diese. Also erst wird der Zorn Gottes über die Ungläubigen ausgegossen werden, denn der Zorn Gottes wird wodurch ausgegossen? Durch die sieben Plagen, die ja vor der Wiederkunft stattfinden. Also interessanterweise sind diese beiden Ernten in Offenbarung, ich will nicht sagen falsch herum, aber in der anderen Reihenfolge, als sie tatsächlich chronologisch auftreten. Die Wiederkunft ist der Höhepunkt. Das macht man deswegen, um deutlich zu machen, die dreifache Engelsbotschaft führt zur Wiederkunft. Ja, das ist der Grund, warum man das vorangestellt hat, um das in den Höhepunkt zu stellen. Aber zeitlich gesehen ist die Ernte der Trauben vor der anderen Ernte.

[8:36] Jetzt, was hat es mit dieser Traubenernte auf sich? Kennt ihr irgendwo in der Bibel einen Text, wo Trauben etwas Negatives darstellen? Normalerweise haben wir Trauben eher positiv. Abendmahl, das Blut Jesu, wir haben zum Beispiel auch, ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben, da werden ja Trauben eigentlich eher positiv dargestellt, aber hier haben wir jetzt Trauben als Symbol für etwas Negatives. Kennt ihr eine Bibelstelle, wo Trauben negativ belegt sind?

[9:10] Ja, aber auch da ist es positiv, auch da ist es ein Symbol für das Blut Jesu. Ja, bei den Israeliten, wo er sagt, dass er sie ausholen kann und andere einfropfen. Da meinst du wahrscheinlich Römer 11 mit dem Ölbaum. Nein, ich meine, wo er sagt, dass er, sie sollten nicht meinen, dass er, ich weiß gar nicht, wie man das nennt, dass er, es wäre ihm ein leichtes Zieh raus, also sie auszuholen. Ja, das steht in Römer 11, das steht in Römer 11, das meinst du, das ist Römer 11, das ist der wilde Ölbaum und dann der reingepfropfte.

[9:52] Der Wein Babylons. Ja, es gibt tatsächlich eine Stelle mit Trauben. Schaut mal in 5. Mose, in 5. Mose 32, 5. Mose 32 und dort Vers 32. 5. Mose 32 und dort Vers 32. Dort heißt es: „Denn vom Weinstock Sodoms stammen ihre Reben und von den Fluren Gomorras ihre Beeren sind Giftbeeren, ihre Trauben sind bitter.“ Das wäre doch interessante Parallele hierzu, oder? Die Traubenernte, die Trauben Sodoms und die Beeren Gomorras.

[10:50] Schaut mal, wie es weitergeht, Vers 33: „Ihr Wein ist Drachengeifer.“ Wofür steht der Drache in der Bibel? Für den Satan. Ja, Drachengeifer und grausames Otterngift. Jetzt, wer sind denn hier diese, von denen es heißt: „Ihre Beeren sind Giftbeeren, ihr Wein ist Drachengeifer, ihre Trauben sind bitter.“ Wer sind denn diese „ihr“? Naja, es heißt ja, sie sind vom Weinstock Sodoms genommen. Ja, also damit soll deutlich gemacht werden, sie sind so wie Sodom. Aber wer sind diese „sie“?

[11:25] Genau, schaut mal noch ein Vers drüber, Vers 31, da heißt es: „Denn ihr Fels ist nicht wie unser Fels, das müssen unsere Feinde selbst zugeben.“ Es sind die Feinde des Volkes Gottes, die Feinde Gottes. Und wir wissen, in der Endzeit wird es das Volk Gottes geben und alle anderen, die nicht im Volk Gottes sind, werden gegen das Volk Gottes kämpfen. Ja, das ist ja das, was wir sehen, Offenbarung 16, Offenbarung 13, wo das Todesbefehl ausgeht. Es wird das Volk Gottes geben und die Feinde des Volkes Gottes. Da wird niemand neutral sein. Und die Feinde des Volkes Gottes, deren Beeren sind wie die Trauben Sodoms. Was ist mit Sodom passiert? Vernichtet worden.

[12:18] Übrigens, Sodom ist ein typisches Beispiel dafür, wie Gott Gnadenszeit gegeben hat, die irgendwann endet, oder? Sodom war schon böse, als Abraham und Lot ankamen, aber Sodom ist nicht gleich vernichtet worden, sondern ihr kennt vielleicht die Geschichte, wie da diese fünf Könige, die vier Könige aus Mesopotamien kommen, Kedorlaomer und Tidal und Amraphel und wie heißt der letzte, weiß ich jetzt nicht mehr. Jedenfalls, da kommen diese vier Könige und nehmen Sodom und Gomorra gefangen und besiegen da die anderen fünf Könige und Abraham rettet sie wieder. Und ihnen ist Gnadenzeit gegeben und irgendwann später, dann fünf Kapitel später, geht die Stadt unter.

[13:03] Es gibt mehrere Geschichten in der Bibel, wo Gott deutlich macht, dass Menschen zwar böse sind, aber noch nicht so böse, dass sie jetzt vernichtet werden. Fällt euch noch einer ein?

[13:11] Genau, jetzt hast du zwei Bibelstellen zusammen gemixt. Das eine ist, sie gehen an den Amuletern und Moabitern und Edomitern vorbei, aber die sollen sowieso in Ruhe lassen. Aber was du meintest, ist, Gott spricht zu Abraham in 1. Mose 15, dass die Schuld der Amoriter noch nicht voll ist, sondern es braucht noch 400 Jahre, dann ist sie voll und dann werden die Israeliten aus Ägypten rauskommen und werden die Amoriter besiegen. Das heißt, da haben wir diese Idee, die sind ja schon sündig, die haben jetzt schon zur Zeit von Abraham Menschenopfer gebracht und haben auch da schon also schlimmen Götzendienst getrieben, aber Gott hat noch Gnadenmöglichkeit gesehen. Es war zwar schon hässlich und böse, aber die Ernte war noch nicht reif.

[13:59] Kennt ihr noch ein Beispiel in der Bibel, wo Leute böse waren, aber es Gott noch Zeit gegeben hat, bis irgendwann die Ernte reif war?

[14:03] Ninive. Da sah es so aus, als ob sie reif sind für die Zerstörung, aber sie war noch nicht reif. Aber später ist Ninive doch zerstört worden. Und natürlich die Sintflut, ein ganz klassisches Beispiel, wo Gott sagt: „Die Menschheit ist böse, aber sie ist noch nicht so böse, dass ich sie jetzt vertilge, ich gebe ihnen noch 120 Jahre.“ Wir sehen also, es gibt für das Wachstum des Charakters in beiden Richtungen Zeit. Es braucht Zeit für das Gute, ganz gut zu werden und es braucht Zeit für das Böse, ganz böse zu werden. Das ist wie zwei Magneten, am Anfang ist alles ein bisschen durcheinander und dann das Gute wird immer besser und das Böse wird immer böser. Am Ende sind da zwei klare Ernten.

[14:49] Schaut mal in 5. Mose 32 und dort weiter, da heißt es nämlich interessanterweise in Vers 34: „Ist dies nicht bei mir aufbewahrt und in meinen Archiven versiegelt?“ Also Gott sagt: „Ich kenne die Feinde meines Volkes, ich sehe, wie ihre Beeren sind, sie sind Beeren Sodoms, sie sind Trauben Gomorras, aber das ist alles bei mir aufbewahrt in meinen Archiven.“ Woran denkt ihr denn beim Wort Archiv? Bücher und Bücher. Was ist die nächste Assoziation? Gericht. Gott sagt: „Ich habe alles aufgeschrieben, in meinem Archiv fehlt keine Tat und es kommt der Tag, wo die Ernte reif wird.“

[15:54] Der nächste Vers sagt: „Mein ist die Rache und die Vergeltung zu der Zeit, da ihr Fuß wanken wird.“ Also Gott sagt: „Ich werde Rache üben zu einer bestimmten Zeit.“ Wenn wir manchmal denken: „Oh, es kann nicht schlimmer kommen und warum tut Gott kein Gericht halten?“ Gott sagt: „Ich weiß alles und wenn die Erde reif ist, wird die Kelter getreten.“ Er sagt: „Ich habe alles aufbewahrt, aber er gibt Zeit.“

[16:20] Jetzt noch ein Beispiel, das auf das Offenbarung sich bezieht, ist Joel. Schaut mal in Joel, wir haben das letzte Mal oder vor drei Wochen schon mal kurz darauf Bezug genommen. In Joel Kapitel 3, da finden wir die ganz ähnliche, Joel Kapitel 4, finden wir eine Endzeitbeschreibung. Schaut mal in Joel Kapitel 4, Kapitel 4, Vers 9. Joel Kapitel 4, Vers 9. „Ruft dies aus unter den Heidenvölkern: ‚Rüstet euch zum heiligen Krieg, weckt die Helden auf, alle Krieger sollen einrücken und hinaufziehen. Schmiedet eure Pflugscharen zu Schwertern um.‘“ Das kennt man eigentlich andersrum nicht. In Jesaja heißt es: „Schmiedet die Schwerter zu Pflugscharen“, aber hier wird das alles umgedreht. „Schmiedet die Pflugscharen zu Schwertern und eure Rebmesser zu Spießen. Der Schwache spreche: ‚Ich bin stark!‘ Eilt und kommt dabei, all ihr Heidenvölker ringsum und versammelt euch, dorthin führe, oh Herr, deine Helden hinab.“

[17:30] Die Heidenvölker sollen sich aufmachen und in das Tal Josaphat hinaufziehen. Dort will ich zu Gericht sitzen über alle Heidenvölker ringsum. Jetzt kommt der Vers: „Legt die Sichel an, denn die Ernte ist reif, kommt und tretet, denn die Kelter ist voll, die Kufen fließen über, denn ihre Bosheit ist groß.“

[18:00] Das Bild in Joel ist, das Volk Gottes wird ja angegriffen, das Volk Gottes ist in einem schrecklichen Zustand, das ist die Heuschreckenplage und dann heißt es: „Zerreißt doch eure Herzen“, in Joel 2. Gott wird sich euch erbarmen und dann gibt es diese herzerreißende Erweckung und Reformation und dann findet Gott seinen Spätregen, Frühregen und Spätregen, der Geist wird ausgegossen über alles Fleisch und dann heißt es am Ende von Joel 3, dass all die Erretteten auf Zion, auf Zion wird Errettung sein. Also, dass dieser Berg, also Zion lag auf einem Berg, ein bisschen schematisch dargestellt, dass Zion und all die Erretteten sind hier oben, das ist das Bild von Joel und da unten ist das Tal.

[18:45] Josaphat war ein Tal in der Nähe von Jerusalem, also oben der Berg, unten das Tal. Und das Bild in Joel ist jetzt das: Nachdem die Gemeinde erweckt und reformiert ist, nachdem der Heilige Geist ausgegossen ist und Jerusalem wieder stark ist und all die Geretteten in Jerusalem sind, kommt jetzt eine weltweite Allianz von heidnischen Völkern zusammen zum Krieg gegen Jerusalem in das Tal Josaphat. Deswegen heißt es: „Ruft die Helden, der Heilige Krieg, all die Heidenvölker gegen Zion, gegen das Volk der Geretteten.“ Und dort im Tal Josaphat, sagt Gott, will ich Gericht halten und dort wird die Kelter getreten. Habt ihr das gelesen? Dort werden die Kufen überfließen, ihre Bosheit ist groß.

[19:42] Kennt ihr eine andere Stelle in der Bibel, wo es ähnliche Sprache gibt von einem fast globalen Krieg gegen das Volk Gottes auf dem Berg Zion?

[19:55] Sacharja, ja, weltweiter Krieg gegen das Volk Israel. In Offenbarung, also wir haben es einmal in Daniel 11 schon, wo der König des Nordens einmarschiert in das Land, aber nicht auf dem Berg Zion kommt. Und dann ganz besonders in Offenbarung. In Offenbarung finden wir auf dem Berg Zion wen? Offenbarung 14, Vers 1. Wer ist dort? Die 144.000, die letzte Generation vor der Wiederkunft, die im Charakter Christus ähnlich geworden sind. Und direkt davor finden wir, vor Offenbarung 14 kommt natürlich was? Vor Offenbarung 14 kommt natürlich Offenbarung 13 und dort finden wir diese weltweite Zusammenrottung aller Völker, die jetzt gegen Gottes Volk Krieg führen, durch wirtschaftliche Maßregelungen und die dann sogar mit dem Todesbefehl versuchen, Gottes Volk auszurotten.

[21:08] Offenbarung 16 beschreibt genau dasselbe unter der Schlacht von Harmagedon. Ihr wisst, den Ort Harmagedon, der liegt wo? Genau, das Wort Harmagedon ist eigentlich gar kein, das ist gar kein Ort. Harmagedon heißt Berg Megiddo. Har ist hebräisch für „der Berg bei Megiddo“. Interessant, diese Szene, diese weltweite Szene wird einmal durch einen Berg dargestellt in Offenbarung 16 und einmal durch ein Tal. Also deutlich zu machen, es ist kein geografischer Ort. Die letzte Schlacht findet nicht auf einem Hügel statt und nicht in einem Tal, sondern die letzte Schlacht ist eine globale Schlacht, eine geistliche Schlacht zwischen Gottes Volk und den Feinden Gottes.

[21:54] Und dann, wenn Gottes Feinde sich zusammenrotten werden zur Entscheidung im Tal der Entscheidung, wenn sie alle eins werden gegen Gottes Volk, dann wird der Moment kommen, wo die Ernte reif ist. Mit anderen Worten, Gott sieht seine Gemeinde, er sieht all das Gute, was passiert und er sieht auch die Welt und sieht all das Böse, was passiert. Aber die Ernte kommt erst, wenn Gottes Gemeinde eins ist im Geist und im Glauben und wenn die Bösen eins sind gegen Christus. Das sehen wir bei der Kreuzigung auch, als bei der Kreuzigung die Römer und die Juden, die Sadduzäer und die Pharisäer und sogar Pontius Pilatus und Herodes, alle Feinde plötzlich eins wurden.

[22:37] Die Ernte der Trauben kommt dann, wenn Nordkorea und Südkorea gemeinsam gegen Adventisten vorgehen. Und Saudi-Arabien und der Iran und der Irak und Türkei und Syrien und Russland und die USA gemeinsam. Mit all dem Bösen, was jetzt schon geschieht, die Traubenernte ist dann. Und das Interessante ist, je mehr Gottes Geist, Gottes Volk einen wird, desto mehr wird der Satan die Notwendigkeit sehen, all diese verschiedenen bösen Mächte zusammenzuschmelzen. Deswegen heißt es in Offenbarung 16, dass sie ausziehen werden zu den Königen der Erde, um sie alle zu versammeln. Ja, und für einen kurzen Zeitpunkt werden sie zusammen ihre Macht dem Tier geben, aber es wird nicht lange haften und sie werden alle wieder auseinander zerbrechen. Das heißt, in Daniel 2, Ton und Eisen werden nicht zusammen haften. Es wird nicht halten. Gott wird die sieben Plagen ausgießen. Diese sieben Plagen werden die Entscheidung herbeiführen im Tal der Entscheidung. Und das ist ein interessanter Gedanke.

[23:51] Nächstes Mal werden wir vielleicht noch mehr darüber sprechen, aber ich will noch eine Sache mit euch kurz machen und dann sind wir fertig. Und zwar ist es interessant, was jetzt passiert bei dieser Traubenkälte. Wenn man die Trauben in die Kelter tut und dann rauf tritt, was kommt raus? Traubensaft. Schaut zurück in die Offenbarung.

[24:15] Offenbarung 14 und dort haben wir gelesen Vers 19: „Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und schnitt den Weinstock der Erde und warf die Trauben in die große Kelter des Zornes Gottes.“ Jetzt, wo haben wir schon was gelesen von Zorn und etwas, was aus der Weintraube rauskommt?

[24:40] In Offenbarung im selben Kapitel. Ja, Babylon hat den mit dem Glutwein ihrer Unzucht, aber dann, das stimmt, und dann zweifelst du weiter unten in Vers 10: „So wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zornes.“ Also, woher kommt der Glutwein Gottes in seinem Zorneskelch? Woher kommt der?

[25:10] Das stimmt, aber ganz im Bild bleiben. Woher kommt der Wein im Kelch Gottes? Woher ist der gerade her? Der ist gekeltert worden. Das heißt, der Wein, das ist jetzt ein wichtiger Nebenpunkt, aber ist wichtig, der Wein ist Traubensaft. Der Wein Gottes muss der Saft der Traube sein, denn er ist ja gerade erst gekeltert worden und er wird unvermischt eingeschenkt. Das ist ein schönes Beispiel zu zeigen, dass Wein wirklich Traubensaft in der Bibel meint. Das ist keine Zeit, den erst noch lange zu gären. Der Zorneswein Gottes ist reiner Traubensaft, kein Alkohol. Er ist gerade erst gekeltert worden.

[25:57] Und jetzt seht ihr auch, was die Verbindung ist. Danke, dass du das gesagt hast. Warum jetzt können wir auch verstehen, warum es heißt: „Wer das Malzeichen annimmt und wer das Tier und sein Bild anbetet, der wird von dem Glutwein Gottes trinken.“ Warum? Weil alle, die das Malzeichen annehmen werden und das Tier und sein Bild anbeten werden, sind ja die, die in der letzten Zeit zu den Feinden Gottes gehören, die sich versammeln auf weltweiter Ebene gegen Gottes Volk und deswegen im Tal Josaphat gekeltert werden. Deswegen warnt die Bibel davor, weil wenn das geschieht, wenn das Malzeichen kommt und die ganze Welt zusammengeht, dann ist die Ernte reif, dann haben sich nämlich die Feinde Gottes versammelt gegen sein Volk. Und wer dann auf der falschen Seite ist, dann ist die Ernte da, dann ist es zu spät und dann kann man nicht mehr von da nach da und nicht mehr von da nach da. Deswegen heißt es dann: „Wer gut ist, sei fein an gut und wer böse ist, sei fein an böse und so weiter.“

[26:56] Jetzt interessant ist, Gott lässt die Menschen also etwas trinken und zwar den Saft ihrer eigenen Trauben. Es sind ja ihre Trauben, die werden gekeltert und den Saft ihrer eigenen Trauben, das ist der Zorn des Weines Gottes. Also, wenn Gott seinen Zorn ausschüttet, lässt er die Menschen das trinken, was sie selbst fabriziert haben.

[27:25] Da gibt es einen interessanten Bibeltext dazu. Schaut mal in Sprüche 1, der das ganz toll illustriert. Sprüche 1 und dort Vers 28. Sprüche 1 ab Vers 28: „Dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten.“ Das ist dann, wenn die Gnadenzeit vorbei ist. Wo es in Amos heißt: „Es wird ein Hunger sein nach dem Wort Gottes und man wird es nicht mehr finden, weil sie die Erkenntnis gehasst und die Furcht des Herrn nicht erwählt haben.“ Vorher hat man mich gerufen, fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre und sie haben diese Botschaft nicht gewählt. Sie haben sich dagegen entschieden, weil sie die Furcht des Herrn nicht erwählt haben, weil sie meinen Rat nicht begehrt und alle meine Zurechtweisungen verschmäht haben. Darum sollen sie von der von der von der Frucht ihres eigenen Weges essen und von ihren eigenen Ratschlägen genug bekommen.“ Sie haben eine Frucht hervorgebracht, die Trauben Sodoms, und von dieser Frucht sollen sie essen und trinken.

[28:39] Das heißt, wenn Gott seinen Zorn ausgießt, die sieben letzten Plagen, dann gibt er ihnen nur das, was sie selbst fabriziert haben. Und das sieht man sehr schön in den sieben letzten Plagen. Schaut mal in Offenbarung 16. Also Gott hat da nicht irgendwie sich so ein besonderes Tortue überlegt und sagt: „Wie quäle ich nur am besten die Ungläubigen?“ Nein, er lässt sie genau das erleben, was sie fabriziert haben.

[29:02] Offenbarung 16 und dort Vers 5 und 6, da wird genau das beschrieben. Offenbarung 16 Vers 5 und 6: „Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen: ‚Gerecht bist du, o Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast‘, nämlich hier im Tal Josaphat. ‚Denn das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, denn sie verdienen es.‘“ Was bekommen sie zu trinken? Sie bekommen die Frucht ihrer eigenen Werke zu trinken. Sie haben Blut vergossen, sie bekommen Blut zu trinken. Sie haben die Sonne angebetet, sie werden jetzt von der Sonne versengt und so weiter und so fort. Könnte nicht alle Plagen durchgehen.

[29:45] Ganz genau. Gott macht immer dasselbe Prinzip. Sie haben die Babylonier, die babylonischen Götter und die assyrischen Götter verehrt, dann sagt Gott: „Okay, dann sollt ihr die Assyrer und die Babylonier bekommen.“ Gott ist in seinen Gerichten ausgesprochen fair und das gehört auch zur Gerechtigkeit Gottes. Das eine ist natürlich, dass durch die Gerechtigkeit Gottes wir gerecht gemacht werden können, aber dass er auch bei der Traubenernte gerecht richtet. Da wird niemand sagen können: „Es ist zu schwer, zu grausam.“ Nein, sie werden genau das bekommen, was sie verdient haben.

[30:27] Und deswegen sollte man durchaus ab und zu mal darüber sprechen, weil es auch die Gerechtigkeit Gottes demonstriert. Und wisst ihr, welches berühmte Prinzip sich direkt aus diesem Gedanken ableitet, wenn ich genau das bekommen werde, was ich anderen zugefügt habe? Welches berühmte Prinzip lässt sich daraus ableiten?

[30:48] Das, was sie gesehen haben, werden wir tun. Und? Genau, die Goldene Regel. Alles, was ihr wollt, dass euch die anderen tun, das tut ihnen auch. Denn ich werde immer das bekommen, was ich auch ausgeteilt habe, was ich gegeben habe. Wenn ich auf den Geist gesät habe, werde ich vom Geist ernten. Wenn ich auf das Fleisch gesät habe, werde ich vom Fleisch ernten. Wenn ich die Trauben Sodoms gesät habe, werde ich auch die Trauben Sodoms trinken. Wenn ich den Weizen des Wortes Gottes gesät habe, dann werde ich diesen Weizen auch mannigfaltig ernten. Die Goldene Regel ist nicht einfach nur ein schöner Kartenspruch. Die Goldene Regel beschreibt das grundlegende Prinzip im Endgericht. Matthäus 7, Vers 12: „Was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihnen auch.“ Nach diesem Prinzip wird Gott richten.

[31:46] Und unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass durch unsere Entscheidung, die wir jeden Tag fällen können, dass wir in dieser Ernte sind und nicht in der ersten und nicht in der zweiten. Dass wir nicht bei dieser Traubenernte dabei sind, sondern bei dieser Ernte. Dass wir auf dem Berg Zion stehen und wenn die ganze Welt sich unten im Tal Josaphat versammelt, dass wir mit den 144.000 dort stehen, wo das Lamm ist. Und uns auf seine Hochzeit, auf seine Ernte vorbereiten.

[32:12] Vers 20: „Wenn es dann um das Blut geht und bis zu den Säumen der Pferde.“ Das wird nochmal ganz interessant werden. Aber ich denke, ihr seht, Offenbarung 14, auch der zweite Teil ist gar nicht schwer zu verstehen, aber ziemlich wichtig. Und wo wir uns entscheiden, uns auf die richtige Ernte vorzubereiten, wird durch das, was wir jeden Tag entscheiden.

[32:35] Lass uns doch nie in die Knie und beten.

[32:37] Lieber Vater im Himmel, hab Dank. Hab Dank, dass wir sehen können, dass immer wieder all die verschiedenen Passagen der Bibel, all die Gleichnisse und all die Prophezeiungen uns immer wieder dieselben grundlegenden Prinzipien vor Augen führen. Prinzipien, die jeder Einzelne von uns begreifen kann, dass das, was wir säen, wir ernten werden. Und dass, wenn wir Gnade erleben wollen, wir auch Gnade schenken sollten. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns hilfst Tag für Tag, dass wir in unserem Leben das Gute sehen, damit wir auch das Gute ernten können. Dass wir uns nicht mit den Weintrauben Sodoms beschäftigen und dass wir Tag für Tag darüber nachdenken, wie unser Charakter zunehmen kann, wie er reif werden kann. Dass wir danach trachten, untereinander eins zu werden, während die Welt durch Satan vereint wird gegen das Gute und gegen die Wahrheit, wollen wir für die Wahrheit vereint einstehen. Wir danken dir, dass du durch deinen Heiligen Geist das in jedem Einzelnen von uns bewirken möchtest und bewirken kannst. Ich hab Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.

[34:03] Damit verabschieden wir uns von heute. Nächste Woche sehen wir uns wieder. Dann, wie gesagt, der letzte Vers auf Morgen 14 und die zweite und dritte Versuchung in der Wüste im Seminar der Ersehnte. Bis dahin wünsche ich Gottes Segen, viel Freude im Studium seines Wortes und bis bald.


Lizenz

Copyright ©2016 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.