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In dieser Predigt wird Offenbarung 14, Vers 5b detailliert beleuchtet, der die 144.000 als „unsträflich vor dem Thron“ beschreibt. Der Sprecher, Christopher Kramp, erklärt die Bedeutung des griechischen Wortes „Amomos“ und zeigt anhand zahlreicher Bibelstellen, wie diese Eigenschaft sowohl auf Jesus als auch auf die Gläubigen angewendet wird. Es wird betont, dass Sündlosigkeit nicht bedeutet, Gott gleich zu werden, sondern den Charakter Gottes zu reproduzieren. Die Predigt unterstreicht die Wichtigkeit von Liebe, sowohl untereinander als auch zu den Feinden, als Schlüssel zur Erreichung dieser Vollkommenheit und zur Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich Willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Schön, dass ihr später die Aufnahme euch anschaut von einem der wichtigsten Themen, die man überhaupt in der Offenbarung studieren kann, über Offenbarung 14, Vers 5b. Letzte Woche haben wir gesprochen über 5a, über das Kein-Falsch-Im-Mund-Haben, aber der 5b spricht noch ein bisschen weitergehend über ein Thema, das zu den heißesten Eisen überhaupt in der ganzen Christenheit und auch in der Adventgemeinde gehört. Und weil das so wichtig ist und wir das auch wirklich gut studieren wollen, möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet und dann beginnen.

[0:46] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir jetzt zu dir kommen können. Wir möchten dir Dank sagen, dass dein Wort die Kraft hat, unser Leben zu verändern und obwohl wir schwache, sündige Menschen sind, hast du uns schon so viel Großes gezeigt und so wunderbar uns geführt und so viel Gnade uns geschenkt. Und wir wissen, dass wir so oft deine Gnade auch leicht geschätzt haben, gering geschätzt haben und das tut uns leid. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst und uns Klarheit schenkst über das, was du in Offenbarung 14 ausdrücken wolltest und vor allem auch, dass du uns zeigst, wie das, was wir dort lesen, in unserem Leben wirklich echte Realität werden kann. Auch wenn es fast unglaublich klingt, so ist es bei den Menschen zwar unmöglich, aber bei dir sind keine Dinge unmöglich. So möchten wir dich bitten, dass du jedem Einzelnen von uns ins Herz sprichst. Du weißt, womit jeder Einzelne von uns zu kämpfen hat, dass diese Botschaft uns näher zu dir zieht, bis wir ganz bei dir sind. Im Namen Jesu, Amen.

[2:03] Offenbarung 14 Vers 5b ist die letzte Beschreibung, das letzte charakteristische Merkmal der 144.000, von denen wir jetzt schon so viel gehört haben. Wir haben gesehen, wie sie dem Lamm nachfolgen, wie sie auf dem Berg Zion stehen, wie sie das Siegel Gottes an ihren Stirn getragen, wie sie sich nicht mehr den Ältesten befleckt haben, wie sie jungfräulich rein sind, wie sie dem Lamm nachfolgen, wie sie erkauft worden sind, wie sie keinen Falsch in ihrem Mund haben. Aber all das wird zusammengefasst und auf einen Höhepunkt gebracht, der menschliches Vorstellen fast übersteigt. Es heißt nämlich, sie sind was? Sie sind was?

[3:02] Sie sind, und das ist sehr einfach ausgedrückt, sie sind unsträflich vor dem Thron. Nun, was heißt das Wort unsträflich? Nicht schuldig. Anderes Wort von nicht schuldig ist unschuldig und unschuldig heißt auf Deutsch ohne Schuld, ohne Sünde. Jetzt wollen wir ein paar Stellen anschauen, wo dasselbe Wort vorkommt im Griechischen. Schauen wir mal in Hebräer Kapitel 9. Hebräer Kapitel 9 und dort Vers 14. Das ist im Deutschen, wahrscheinlich auch in eurer Bibel ein anderes Wort, aber im Griechischen dasselbe Wort. Das griechische Wort ist Amomos. Ich schreibe das richtig, spreche das richtig aus. Amomos, also A ist nicht, das ist das Gegenteil und Momos ist dann sträflich oder makelhaft und A ist dann also unsträflich, ohne jeglichen Tadel. Hebräer 9 Vers 14, seid ihr da? Dort heißt es: Wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt. Das ist dasselbe Wort Amomos, also unsträflich heißt auch makellos. Auf wen bezieht sich das Wort hier? Auf Jesus. Könnt ihr das sehen? Das Wort bezieht sich in Hebräer 9 Vers 14 auf Jesus und zwar genauer auf was von Jesus, also auf welchen Aspekt von Jesus? Auf sein Opfer. Also wann hat er sein Opfer gebracht? Am Kreuz und das ist sehr wichtig, als Mensch. Das heißt, es bezieht sich auf die Tatsache, dass er am Kreuz als sündloser Mensch gestorben ist. Richtig? Das makellose Opfer, er war das Lamm, das makellos war. Er ist für uns gestorben, obwohl er selbst nie gesündigt hat. Dieser Tatbestand, dass Jesus als Mensch ohne Sünde war, makellos, unschuldig, wird beschrieben mit dem Wort Amomos. Noch ein Beispiel. 1. Petrus 1 Vers 19. Jetzt haben wir grad Paulus gelesen, jetzt lesen wir Petrus. 1. Petrus 1 Vers 19. Fast dieselbe Idee hier, die der Petrus ausdrückt. Das heißt, wir sind nicht mit vergänglichen Dingen erkauft worden, nicht mit Gold oder Silber, sondern Vers 19 von dem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel. Vers 19 heißt es: Sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, und wieder geht es nicht nur um Christus allgemein, sondern einer speziellen Funktion Christus als eines unschuldigen oder makellosen und unbefleckten Lammes. Hier steht Opfer, hier steht Lamm, aber es ist dieselbe Idee. Lamm war das Opferlamm. Wieder ist es das makellose Lamm, das unbefleckte Lamm, das nicht mit Sünde befleckt ist, das als Mensch sündlos gelebt hat, das hier mit dem Wort Amomos beschrieben wird. In beiden Fällen bezieht es sich nicht auf Jesus, bevor er auf die Welt kam, bezieht es sich nicht auf Jesus, den Engel Fürsten Michael, bezieht es sich nicht auf Jesus, den ewigen Gott, es bezieht es sich auf Jesus als Mensch. Das ist sehr entscheidend. Als Mensch auf der Erde, makellos. Ich werde gleich sagen, warum das durchaus entscheidend ist.

[7:29] Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und schauen uns noch zwei andere Stellen an, wo das Wort vorkommt, und zwar ist es jetzt wieder Paulus, und zwar im Epheserbrief. Der Epheserbrief ist ein sehr interessanter Brief. Viele halten ihn für einen der wichtigsten Briefe von Paulus überhaupt, obwohl natürlich alle wichtig sind, ohne Frage. Epheser Kapitel 1, Epheser 1 und dort Vers 3 und 4. Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat, mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus. Jetzt passt auf, in Vers 4, wie er uns in ihm auserwählt hat, vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und was sind? Untadelig, selbe Wort, amomos, ohne Tadel. Man könnte auch makellos schreiben oder unsträflich. Tadelos vor ihm sein und zwar wie? In Liebe. Jetzt auf wen bezieht sich das Wort amomos hier? Gläubige. Epheser 1, Vers 4 benutzt dasselbe Wort, dass hier von Jesus und zwar Jesus als dem Menschen, der im Kreuz von Gläubiger stirbt. Dasselbe Wort, dieselbe Makellosigkeit, dieselbe Tadellosigkeit wird hier auf die Gläubigen geschrieben. Und zwar in einem Kernsatz: In Liebe. Nicht in Gesetzlichkeit, nicht in du hast alle Regeln befolgt, sondern in Liebe. Denn Liebe ist was? Die Erfüllung des Gesetzes und nicht das Brechen des Gesetzes. Ihr kennt die ganzen Bibelstellen, da machen sich gewaltige Welten an Bibelstudien auf. Aber ich will das jetzt nur kurz andeuten, in Liebe. Makellos in Liebe vor ihm, das ist genau dasselbe, was hier steht. Sie sind unsträflich vor dem Thron, damit wir makellos sind vor ihm in Liebe.

[9:57] Okay, noch ein Vers im Epheserbrief und zwar Epheser Kapitel 5. Epheser Kapitel 5 und dort Vers 25. Also Epheser Kapitel 5, das ist dieser Abschnitt, was früher so die christliche Haustafel genannt wurde. Vielleicht kennt ihr den Begriff noch. Da geht es um Mann und Frau. Der Mann und die Frau, die Frau sollte den Mann unterordnen und der Mann soll die Frau lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat. Und das ist ein ganz, ganz großes Thema. Dieser Abschnitt offenbart eigentlich das Geheimnis für eine glückliche Ehe. Aber das ist nicht unser Thema jetzt, aber nur so als Kontext. In Epheser 5 Vers 25. Ihr Männer liebt eure Frauen, gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat. Warum hat er das gemacht? Damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie, wer ist sie? Ja, sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die, und jetzt wird sie beschrieben, wie sie sein sollte, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken, noch Runzeln, noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und amomos sei. Epheser 5 Vers 27 war das, richtig? Ja, die Gemeinde. Also einmal in Epheser 1 Vers 4 könnte man sagen, okay, das bezieht sich auf die einzelnen Gläubigen, aber hier wird es ganz deutlich, die Gemeinde soll tadellos sein. Also Gottes Idee ist nicht, dass, naja, wir sind die Endzeit-Gemeinde und unseren 100 Gemeindegliedern haben wir drei, die sind super heilig, die machen irgendwie alles und der Rest, der wird so mitgeschliffen, ja, der ist so, ja, der läuft halt mit. Nein, nein, nein, nein, nein. Es ist die Gemeinde als Kollektiv von Gläubigen, die heilig ist. Und das ist eine interessante Idee, weil Gott hat zu allen Zeiten immer heilige Leute gehabt, oder? Er hat zu allen Zeiten ein David oder ein Daniel oder ein Henoch gehabt, aber er hat nur ganz selten ein heiliges Volk gehabt. Eine der ganz wenigen Zeiten war in 5. Mose, in Joshua, als die zweite Generation sich endgültig bekehrt hat durch die Predigt des Buches 5. Mose und dann als einiges heiliges Volk Kanaan erobert hat. Das war so eine Zeit, wo sie alle bis auf, also Ausnahme von Achan zum Beispiel und seiner Familie, aber im Grunde genommen die ganze Gemeinde, das war eine Gemeinde von Davids, das war nicht nur ein David. Und das ist Gottes Ziel. Wenn Gott nur darauf achten würde, dass ein oder zwei mal heilig leben, dann hätte er schon längst wiederkommen können. Das war schon immer so, aber Gottes Ziel ist eine heilige Gemeinde, heilige Gläubige.

[13:06] Nun, und diese Bibeltexte sind sehr deutlich, ohne Flecken, ohne Runzeln, nichts oder irgendetwas Ähnliches. Und hier haben wir zwei Bibeltexte, die Amomos für Jesus verwenden, und zwar als Mensch auf dieser Erde und hier für die Gläubigen. Und zwar, wer macht das hier? Das Wort Gottes, das stimmt. Er reinigt sie durch das Wasserbad im Wort. Genau, also das Wort Gottes ist quasi das Mittel. Der, der es tut, ist Jesus. Er taucht sie, so wie man, also wenn ich, also angenommen, ich hätte jetzt ein kleines Kind und ich würde das kleine Kind waschen, dann bin ich es, der das Kind wäscht, aber ich benutze das Wasser dazu. So ist es Jesus, der uns wäscht durch das Wort. Also dieser Zustand wird erreicht durch Jesus, denn er allein weiß, wie dieser Zustand ist, denn er war schon so.

[14:10] Das Thema, über das wir jetzt sprechen, und ihr habt es wahrscheinlich schon längst mitbekommen, ist über das Thema, jetzt werde ich das Reizwort einfach mal sagen: Sündlosigkeit. Es gibt manchmal Leute, die allein bei der Aussprache dieses Wortes, da fallen alle Schalosien. Hör auf! Und manchmal ist man dann gut beraten, wenn man von völliger Treue spricht, ja, Gehorsam allen Geboten gegenüber oder so. Was aber faktisch genau dasselbe ist. Wenn es so ein übertriebenes Gesetz ist, ist es völliger Gehorsam. Aber ich möchte das deswegen sagen, weil manchmal mit diesem Begriff Dinge verbunden werden, die der Begriff gar nicht meint. Manche Leute glauben, Sündlosigkeit bedeutet, dass man quasi so ist, wie Gott im Himmel. Frage: Als Jesus auf der Erde war, war er da so, wie Gott im Himmel? Stimmt gut nach. Ja oder nein? Wer sagt ja? Wer sagt nein? Wer sagt beides? Weil in gewisser Weise war er genau so, wie sein Vater. In welcher Hinsicht war er genau so, wie sein Vater, ohne jeglichen Abstrich? In seinem Charakter, seinem Charakter, seinem Wesen war er exakt wie sein Vater. Er war das genaue Abbild. Aber in welcher Hinsicht war er nicht wie sein Vater im Himmel? Er hatte Versuchungen, er hatte Ängste, er war nicht allwissend als Mensch, wenn Gott ihm was offenbart hat. Aber als Mensch war er nicht allwissend. Er musste auch erst als Kind die Bibel lernen. Er war nicht allgegenwärtig. Wenn er von Jerusalem nach Hebron laufen wollte, musste er laufen. Und das heißt, Sündlosigkeit heißt nicht, dass wir zu Gott werden. Sondern es heißt nur, dass wir den Charakter Gottes, so wie Jesus in einer schwachen Menschheit, die Versuchungen ausgesetzt ist, die Angst, Not, Schwierigkeiten ausgesetzt ist, den Charakter Gottes reproduzieren können. Das ist die Idee, die sich dahinter verbirgt. Und die Offenbarung sagt, dass das nicht nur das Ziel Jesus ist, sondern dass es eine Gruppe geben wird am Ende der Zeit, die dieses Ziel erreicht hat. Er war immer in Verbindung mit Gott. Immer in Verbindung mit Gott, ganz genau. Er hat nie gelassen. Er war immer in Verbindung. Und wenn wir immer mit Gott in Verbindung werden, dann kann man ja gar nicht mehr umdenken. Ganz genau. Er sagt, wenn wir mit ihm verbunden sind, ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben, dann bringt er viel Frucht.

[17:10] Lass mal einen anderen Text anschauen von Paulus in Kolosser. Wir suchen immer noch Bibelstellen, in der das Wort Amomos vorkommt. Kolosser 1, Vers 22. Wir können auch Vers 21 lesen. Kolosser 1, Vers 21 und 22. Das ist sehr interessant. Kolosser 1, Vers 21 und 22. Auch euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt wart, in den bösen Werken hat er jetzt versöhnt, in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unverklagbar, wohin zu stellen? Vor sein Angesicht, vor seinen Thron. Vor seinem Thron, unsträflich, heilig, tadellos. Manchmal gibt es Leute, vielleicht habt ihr diesen anderen Begriff mal gehört, der andere Begriff ist Vollkommenheit. Vollkommenheit ist eigentlich nicht der beste Begriff, um das zu beschreiben, weil Vollkommenheit meint eine ganze Reihe von Dingen. Vollkommenheit bedeutet zum Beispiel auch, in der Bibel kann Vollkommenheit auch bedeuten, dass ich zu jedem einzelnen Zeitpunkt meines Wachstums vollkommen bin. Vollkommene Baby, vollkommene Jugendliche und so weiter. Und wenn man Bibelstudien macht zu Vollkommenheit, kann man feststellen, dass Vollkommenheit nicht immer diese Idee ist. Und deswegen gibt es manche Leute, die sagen: Ach, das mit der Sündlosigkeit ist Quatsch, weil Vollkommenheit kann viele Dinge bedeuten. Aber ich möchte das betonen, dass Paulus und andere nicht nur den Begriff Vollkommen benutzen, sie benutzen Begriffe wie unsträflich, makellos, untadellich, unverklagbar. Was also heißt? Man kann ihn nicht verklagen. Ja, wer würde uns dann verklagen wollen? Der Satan. Wenn jemand unverklagbar ist, heißt das, dass selbst Satan nicht weiß, was er da finden kann. Kennt ihr eine Person in der Bibel, von der es heißt, dass sie quasi, es steht das Wort unverklagbar nicht, aber die Idee, dass man nichts finden konnte bei ihm? Hiob. Hiob, sehr gut. Oder gibt es noch eine Person, wo man wirklich nach Fehlern gesucht hat und man konnte sie einfach nicht finden? Jesus. Aber eine andere Person im Alten Testament, ganz bekannt, Kindergeschichte. Daniel, Kapitel 6. Sie haben nach Fehlern gesucht und sie konnten keinen Fehler finden. Er war unverklagbar. Sie mussten erst ein Gesetz aufstellen, ein Religionsgesetz, das er dann gebrochen hat. Aber nach dem normalen Gesetz, es gab nichts. Er war unverklagbar. Und das ist das, was eigentlich jetzt dahinter steckt, diese Idee von unverklagbar. Einen Charakter zu haben, wo der Satan nichts findet, um uns zu verklagen. Wir leben in der Zeit des Gerichts. Das hat übrigens etwas mit dem Gericht zu tun. Wir leben in der Zeit des Gerichts. Werden wir da verklagt? Wer verklagt uns? Der Verkläger. Und Jesus ist unser Anwalt. Wie lange braucht man einen Anwalt? Solange man angeklagt wird. Wenn es da so einen Haufen von Anklagepunkten gibt und Jesus sagt dann: Vergeben, vergeben, vergeben, vergeben, hat er mir alles übergeben. Fertig aus. Und dann könnte man ja denken, ja wunderbar, ist alles gut. Und es gibt wieder einen neuen Anklagepunkt. Weil ich wieder gesündigt habe. Was jetzt? Jetzt brauche ich wieder einen Hohen Priester, oder? Der sagt: Okay, vergeben. Dann gibt es wieder einen Anklagepunkt. Ich bin wieder verklagbar. Also brauche ich immer noch einen Hohen Priester. Wie lange brauche ich einen Hohen Priester? Ich brauche den Hohen Priester, solange es noch Anklage gibt. Und das ist die Idee, die letztendlich, das ist manchmal unpopulär, das zu sagen, aber wenn man das durchdenkt, gibt es keine andere Möglichkeit, als es so zu sehen. Jesus muss, oder bleibt solange Hohe Priester, solange Menschen, die wirklich aufrichtig für ihn sind und mit ihm sind und ihr Herz ihm auch übergeben haben, immer noch wieder sich gelegentlich von seiner Seite wegstehlen und sich wieder verklagbar machen. In dem Moment, wo ihr Charakter so versiegelt ist, dass sie unverklagbar sind, dann kann Jesus sagen: Okay, jetzt kann ich meine priesterlichen Gewänder ausziehen, meine königlichen Gewänder anziehen und der König der Könige kommen. Und deswegen sagt die Bibel, dass diese Versiegelungsbotschaft die wichtigste Botschaft ist. Das haben damals unsere Freunde James White und Ellen White und Joseph Bates, die haben das so ansatzweise schon begriffen. Die Versiegelungsbotschaft ist das. Und ich glaube, wir sollten mehr über das Siegel Gottes nachdenken und über diese ganze Frage, wie das Gesetz Gottes, seine Liebe, nicht einfach nur zehn Regeln, die ich auswendig lerne, sein Charakter immer mehr zeigen kann, weil darum geht es. Darum geht es bei den 144.000. Das ist ihre hervorstechende Eigenschaft.

[22:51] Ganz genau. Sie haben sich im Blut Jesu gewaschen. Genau. Er hat sie gewaschen, er hat sie gereinigt und er lebt in ihnen sein Leben, das Amomos Leben. Immer mehr. Und je mehr man ihn in sich hineinlässt, desto mehr wird das sein, weil Jesus ist so. Jesus ist Amomos.

[23:19] Und jetzt lassen wir uns mal einen anderen Text anschauen. Und zwar in 1. Thessalonicher 3 Vers 13. 1. Thessalonicher 3 Vers 13. Und das ist ein sehr wichtiger Vers. 1. Thessalonicher ist von wem geschrieben? Was ist das Hauptthema der Thessalonicher Briefe? Die Wiederkunft. Sehr gut. 1. 2. Thessalonicher ist die Wiederkunft ganz im Fokus. Und auch in diesem Vers 13. 1. Thessalonicher 3 Vers 13. Vielleicht lesen wir Vers 12. Vers 12 ist auch gut als Kontext. Haben wir gelernt beim Justin, wir müssen den Kontext beachten. 1. Thessalonicher 3 Vers 12. Euch aber lasset der Herr wachsen und überströmend werden in was? In der Liebe zueinander und zu allen. Wir werden gleich sehen, dass das die Bedingung ist. Die echte Bedingung, um das hier zu erleben, um zu sagen können, ich bin unverklagbar, ist Liebe zueinander und Liebe zu allen. Lass das im Hinterkopf. Liebe zu allen. Wir kommen gleich dazu. Liebe zu allen. Merkt man das auch gleich. Wir kommen gleich darauf zurück. Wir brauchen Liebe zueinander. Liebe zu allen. Vers 13. Damit er eure Herzen stärke. Herzen in der Bibel stehen für was? Denken. Sinn und Gesinnung. Und sie, das heißt unser Denken, wie es sei, amummus. Und tadellich sei in Heiligkeit vor unserem Gott. Das ist wieder, vor seinem Thron. Vor Jesus. Vor unserem Gott. Denn untadelig sein ist immer die gleiche Idee. In Heiligkeit vor unserem Gott und Vater. Wann? Bei der Wiederkunft unseres Herrn, Jesus Christus, mit all seinen Heiligen. Dort steht nicht, dass bei der Wiederkunft unser Herz untadelig gemacht wird. Sondern bei der Wiederkunft ist es schon untadelig. Und jetzt muss es untadelig gemacht werden, damit, wenn er kommt, es untadelig ist. Es gibt so viele Leute. Ich glaube gar nicht, wie viele. Die aufrichtig glauben, naja, Jesus hat mir vergeben. Und jetzt versuche ich mich auch anzustrengen. Und er gibt mir auch Kraft zu wachsen. Aber ich kann das Ziel nie erreichen. Ich werde immer sündigen. Bis zur Wiederkunft werde ich sündigen. Weil es geht nicht anders. Und wenn er dann kommt, wird er mich verändern. Er wird das Sünden-Gen herausschneiden. Aber ihr Lieben, Sünde ist kein Gen. Sünde ist eine Eigenschaft des Charakters. Es ist ein Gedanke. Und wenn Jesus einfach Sünden-Gene so herausschneiden könnte, dann hätte er nicht sterben brauchen. Einfach uns alle operieren können. Und aus welchem Grund soll er dann einigen Himmel nehmen, bei denen das Sünden-Gen herausschneiden und bei anderen, die halt ein bisschen mehr gesündigt haben, sie verloren gehen lassen. Das wäre total ungerecht. Also wenn er bei einigen, die sagen, ich liebe Christus, das Sünden-Gen herausschneidet und bei anderen aufgrund der Sünde sie vernichtet, nur weil sie nicht gesagt haben, ich habe Jesus lieb. Ja. Dann hätte man keinen Antrieb mehr. Tun lassen, was man will. Und daher kommt so ein bisschen später dann diese Idee von einmal gerettet, immer gerettet. Ja, jetzt kann ich tun lassen, was ich will. Er ist gekommen, um die Sünde nicht nur zu vergeben, sondern wegzunehmen. Sehr, sehr wichtig. Und deswegen sage ich das, weil das wird manchmal ganz offen gesagt, manchmal wird das auch nur unterschwellig immer angenommen. Naja, wir versuchen zwar, wir strengen uns an, wir versuchen irgendwie das zu erreichen, aber Gott weiß ja, dass wir es gar nicht erreichen können. Das ist halt quasi nur zur quasi geistlichen Beschäftigungstherapie, ein bisschen heiliger zu werden. Aber ihr Lieben, das ist eine Täuschung. Und die Israeliten sind 40 Jahre durch die Wüste gewandert, weil eine ganze Generation gesagt hat: Wir können es nicht schaffen. Und als dann die nächste Generation gesagt hat: Wir können es schaffen, es sieht zwar gewaltig aus, wir haben keine Ahnung wie, menschlich gesehen ist das absolut unmöglich, aber Gott geht voran, wir glauben ihm. Gott kann niemandem, also Gott möchte uns nicht ermutigen, dass wir sagen: Ach, kein Problem, wir werden ja ganz schnell heilig. Wenn jemand die Idee hat, so ich werde ganz schnell über Nacht heilig und das kann ja gar kein großes Problem sein, der hat den Kampf nur noch gar nicht begonnen. Ellen White sagt, der Kampf gegen das eigene Ich ist der stärkste Kampf, den man gekämpft worden ist. Das ist keine Kleinigkeit. Wir müssen uns also nicht so heilig fühlen und sagen: Ich habe es jetzt schon erreicht und ich bin jetzt schon fertig. Wir müssen verstehen, wie tief der Kampf ist. Und ihr habt es ja gerade gelesen, im Adventsgeschichtsseminar, Ellen White sagt, Satans Versöhnungen sind so stark wie niemals zuvor und trotzdem können wir überwinden, durch seine Gnade, durch seine Liebe, wenn wir das wollen.

[28:19] Liebe zu allen. Habt Liebe untereinander und Liebe zu allen. Das heißt, wenn ich nicht Liebe untereinander mit meinen Geschwistern habe, kann ich niemals das erreichen. Wenn ich meine Feinde nicht liebe, kann ich das niemals erreichen. Und das hat Jesus schon gesagt, in Matthäus. Schaut mal in Matthäus, Kapitel 5. Das ist natürlich eine berühmte Predigt. Was für eine Predigt haben wir da in Matthäus 5? Die berühmte Bergpredigt. Und der Bergpredigt geht eigentlich worum? Was war das Hauptthema der Bergpredigt? Zehn Gebote. Das war das Gesetz Gottes. Deswegen steigt er auf einen Berg, so wie Mose damals auf den Berg gestiegen ist. Und er predigt über die Zehn Gebote. Und dann sagt er unter anderem, in Matthäus, Kapitel 5, Vers 44: Ich sage euch aber, liebt eure Feinde. Segnet ihr euch Fluchen, tut wohl denen, die euch hassen und bittet für die, welche euch beleidigen. Und dann sagt er, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid, denn er, der Vater, lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Und dann sagt er, und das ist jetzt der Zusammenhang, Vers 48: Darum sollt ihr, was sein? Vollkommen sein, gleich wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Könnt ihr das sehen, wie Vollkommenheit, die Untadeligkeit, direkt verbunden ist mit der Liebe zu allen Menschen. Das heißt, dass die Gläubigen tadellos sein in Liebe, sagt der Paulus in der Vesa 1, Vers 4. Weil Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Und Liebe sagt nicht einfach nur, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 Gebote versuche ich zu halten. Das ist, was Paulus gedacht hat am Anfang seines Lebens. Ich halte die 10 Regeln, dann bin ich fertig. Nein, nein, nein. Liebe ist die Bereitschaft, für den anderen alles zu geben. Die Bereitschaft, für den Feind zu sterben. Die Bereitschaft, den Feind zu lieben, dem Feind Gutes zu wollen. Und nur diese Eigenschaft trägt uns durch die Endzeit. Ja, wir waren auch Feinde. Deswegen sagt die Bibel ja, dass Gott seine Liebe beweist darin, dass Jesus für uns gestorben ist, als wir noch seine Feinde waren. In Römer 5 ist das. Und denkt mal drüber nach. Könnte es sein, dass das auch einer der Gründe ist, warum Gott überhaupt diese ganzen Endzeitereignisse zulässt? Damit wir dann nicht beweisen können, weil wir so viele Feinde haben, dass wir die Feinde lieben. Wie soll man diese Feindesliebe eigentlich dem Universum beweisen, wenn es da keine Feinde gibt, wenn alle die Christen lieben? Könnte es sein, dass Gott unter anderem die Endzeitereignisse zulässt, dass wir verfolgt werden, damit wir zeigen, dass wir sie lieben. Das würde also bedeuten, wenn ein Adventist untadelig sein will, dann muss er eigentlich auch den Papst lieben, oder? Jetzt guckt er mir durch die großen Augen an. Aber ja, er muss ihn lieben. Er darf seine Taten nicht lieben. Er muss das, was er tut, das System, muss er aufdecken, muss zeigen, dass das eine Menschensünde ist. Aber den Menschen muss er lieben. Und all die anderen, die US-Präsidenten und all die anderen, wer da alle so im Geheimen irgendwelche Strippen zieht. Und manchmal könnte es sein, dass wir zwar schon gut wissen, wer da alles sowas zu tun hat, und wir kennen die Endzeitereignisse, aber uns fehlt noch die Herzenseinstellung zu denen. Glaubt ihr, Gott ist großartig begeistert, wenn wir herausgefunden haben, wer die Welt regiert? Sagt er, das wusste ich auch schon. Es gibt viele Menschen, die finden raus, dass unsere Welt nicht so ist, wie sie nach außen entscheint. Aber die Menschen werden nicht alle am Ende gerettet werden. Was nützt es mir, wenn ich alles weiß, was Böses tut, wenn ich diese Menschen nicht lieb habe?

[32:04] Genau. Keine Aggressive, sondern eine weinende, so wie Jesus. So wie Gott selbst, der über den Luzifer weint. Und der Luzifer ist noch schlimmer als der Papst, oder? Und Gott weint über Luzifer. Und trotzdem warnt er mit größter Macht vor dem Luzifer. Das ist diese Ausgewogenheit. Jesus hat über die Pharisäer geweint, hat trotzdem gesagt: Passt vor den Pharisäern auf. Passt vor ihrer Lehre auf. Aber er wollte die Menschen erreichen. Und viele Menschen haben sich von den Pharisäern bekehrt später und sind Christen geworden. Haben die Lehre der Pharisäer verlassen, so wie Saulus. Und das hat was mit Vollkommenheit zu tun. Mit der Einstellung gegenüber den Feinden.

[33:02] Und die nicht, dass sich er schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre? War er zum Beispiel der Zeitpunkt beklemmt oder foreigners. Chorklerkorroad inspirierte Briefe geschrieben, aber sagt, ich weiß, ich bin noch nicht am Momos. Ich bin noch nicht, ich bin noch nicht da. Wie wir das zu schön im Seminar gesehen haben von dem Justin, dass selbst Ellen White, nicht wahr, über 70 Jahren noch Fehler gemacht hat. Wie mit dem Essig, ihr erinnert euch vielleicht, wenn ihr da gewesen seid. Das heißt, es ist ein Kampf, ein Weg mit einem Ziel. Und am Ende kommt man am Ziel an. Die meisten Menschen kommen wie Paulus am Ende ihres Lebens dort an diesem Ziel an. Er sagt: Ich habe den Kampf gekämpft. Ich habe den Lauf vollendet. Er sagt nicht mehr: Ich strecke mich aus. Ich habe es nicht erreicht, sondern ich bin angekommen. Ich bin im Ziel gelandet. Das Besondere an der letzten Generation ist, dass sie diesen Zustand erreichen vor ihrem Tod, sondern dass sie noch lebendig eine gewisse Zeit auf diesem Planeten wandeln. Das ist ein Gegenwart eines heiligen Gottes ohne Fürsprecher. Das ist das Besondere an ihnen. Allein diese Tatsache, dass es ein Ende der Gnadenzeit vor der Wiederkunft gibt, müsste eigentlich jeden logisch denkenden Menschen überzeugen, dass wir vorher aufhören müssen zu sündigen.

[34:59] Jetzt einige Leute sagen, es gibt einen Unterschied zwischen Sünde und Sündigen. Das ist ungefähr der größte Unsinn, den es gibt. Die Bibel kennt keinen Unterschied zwischen Sünde und Sündigen. Also Sündigen ist Sünde praktizieren und Sünde ist, wenn man sündigt. Gott macht keinen Unterschied zwischen generell Sündigen und ab und zu Sündigen. Er hat Adam und Eva nicht aus dem Garten Eden geschissen, weil sie generell gesündigt haben, sondern weil sie einmal gesündigt haben. Dann gibt es doch diese Idee, vielleicht habt ihr die mal gehört, Gott möchte nicht, dass wir alle Sünden überwinden, sondern nur unsere Lieblingssünde. Habe ich schon öfter gehört. Da haben Leute gesagt, wir können ja nicht alle Sünden überwinden, deswegen möchte Gott nur, dass wir unsere Lieblingssünde überwinden. Jetzt überlegt man das mal. Würdet ihr sagen, die Lieblingssünde, die wir so haben in unserem Leben, ist die besonders einfache, besonders schwer zu überwinden? Besonders schwer, weil das ist ja unsere Lieblingssünde, die tun wir besonders gerne. Also es ist ungefähr so, als wenn Gott sagen würde, also da sind viele Steine, nicht wahr? Ich möchte nicht, dass du alle hochhebst, weil das ist zu schwer, aber bitte heb den schwersten hoch. Das ist doch Unsinn. Also wenn Gott von mir erwartet, meine Lieblingssünde zu überwinden, dann wird er sicherlich auch mir die Möglichkeit schenken und die Kraft schenken, die kleineren Sünden, die nicht so schlimm sind, für mich zu überwinden, oder? Wir denken oftmals nicht drüber nach, was wir sagen.

[36:15] Lasst uns noch einen Vers anschauen, und zwar in 2. Petrus 1, Vers 10. Das ist ein Vers, der auch in die Kategorie von Unglaublich gehört. 2. Petrus 1. Der Petrus hat einige wirklich krasse Sachen geschrieben. Und ich glaube, wenn das nicht in der Bibel stehen würde, wenn man das so formulieren würde, würde man Gefahr laufen, manchmal gesteinigt zu werden. Aber zum Glück steht es in der Bibel, und man kann es einfach vorlesen. Man kann das Wort, das Schneiden tun, und das Wort ist wie ein Hammer, der das Felsenherzen zerschlägt. 2. Petrus 1, Vers 10. Dort heißt es: Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung festzumachen, denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr immer weniger zu Fall kommen. Nur noch ab und zu zu Fall kommen. Ganz selten. Steht bei euch auch niemals? Da steht: Wenn wir diese Dinge tun, werden wir niemals zu Fall kommen. Jetzt, was wäre dann wichtig zu wissen? Ja, was denn? Was sind diese Dinge? Was muss ich tun? Das ist übrigens diese Frage, die auch der reichliche Jüngling gestellt hat. Was muss ich tun, um ewiges Leben zu bekommen? Wisst ihr, was Jesus antwortet? Er sagt: Haltet die Gebote. Aber dann sagt er später: Wenn du vollkommen sein willst, tu das. Das heißt, bei Jesus ist das Erreichen des ewigen Lebens identisch mit vollkommen sein. Wenn du das ewige Leben erreichen willst, dann tu das. Also die Frage ist, was sind diese Dinge? Und das können wir jetzt nicht lesen aus Zeitgründen, aber wir können es zu Hause nachlesen und am besten gründlich studieren. Von Vers 3 bis Vers 7 wird diese Leiter beschrieben. Die Leiter Petri. Da geht es um die Verheißungen, die uns Kraft geben und dass uns das alles geschenkt wird, wenn wir diese Verheißungen in Anspruch nehmen. Da kommt der Eifer, der Glaube, die Tugend, die Erkenntnis, Selbstbeherrschung, standhaftes Aussagen, Gottesfurcht, Bruderliebe und dann die Liebe. Liebe ist das Höchste. Deswegen sagt er auch, damit ihr vollendet seid in Liebe. Wir denken immer, Liebe ist der Anfang. Erstmal muss man alle lieben. Aber Liebe ist eigentlich das Schwerste von allen. Weil Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Und mehr als die Erfüllung des Gesetzes gibt es gerade. Das ist schon das Höchste. Und er sagt, wenn ihr diese Dinge tut, wenn ihr wie auf der Jakobsleiter im Port steigt, dann werdet ihr niemals fallen.

[38:45] Übrigens, in der Bibel ist das Thema Vollkommenheit von Anfang bis Ende vertreten. Von Henoch heißt es, er war untadelig. Er war vollkommen. Gott sagt zu Abraham: Sei vollkommen, sei untadelig und wandle mit mir. Ihr könnt lesen, in den Psalmen, in den Sprüchen haben die Zeit nicht, 5. Mose, ich habe mal so etliche Bibelbücher rausgesucht. Überall ist dieses Thema vertreten. Das ist nicht nur so ein kleines Nebenthema irgendwo, sondern durch die ganze Bibel zieht sich das, dass Gott einen Plan hat, das Bild des Menschen ganz wiederherzustellen.

[39:20] Noch 3 Verse sind wir am Ende angelangt. Schauen wir mal in Jakobus. Jetzt, wo wir gerade Jakobus studieren, ist uns das sehr frisch in Erinnerung, oder? Jakobus, Kapitel 1. Da geht es auch um die Anfechtung. Vielleicht könnt ihr euch erinnern, was Ellen White gesagt hat, durch den bitteren Trank. Der bittere Trank, der uns reinigt. Da steht er Vers 2. Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Aussagen bewirkt. Der standhafte Aussagen aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen unvollständig seid und es euch an nichts mangelt. Also Gott sendet Schwierigkeiten. Warum gibt es eine Endzeit? Warum gibt es Endzeitereignisse? Warum gibt es Verfolgung, Sonntagsgesetz, Todesbefehle? Weil Gott das nicht kontrollieren kann? Nein. Weil er weiß, dass durch diese Dinge die letzten Kanten in unserem Charakter abgeschliffen werden. Die letzten Prüfungen. Die letzte Kante ist nachher das, wenn wir wie Stephanus sagen können: Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Wenn ich verfolgt werde, wenn ich vielleicht umgebracht werde und trotzdem noch den anderen nicht hasse, sondern immer noch liebe. Das sind so die letzten Dinge, die dann noch abgeschliffen werden. Und dazu muss uns Gott manchmal in solche Situationen bringen. Und es heißt, dieses standhafte Aussagen bewirkt das. Auf dem Wagen 14 Vers 12 heißt es, hier ist das standhafte Aussagen der Heiligen. Hier sind die, die halten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesus. Durch Jesus Christus können sie die 10 Gebote halten und haben dieses Aussagen. Und die ganze Bibel ist voll von dieser einen Idee.

[41:16] Jetzt vorletzter Bibelvers. Lasst uns mal, was wollte ich anschauen? Den letzten gleich. In Judas, Kapitel 1, Vers 24. Ah, den vorletzten, Entschuldigung. In Lukas 6, den können wir noch machen. In Lukas 6, Vers 40. 40. Das ist ein toller Vers. Der bringt es auf den Punkt. Was wir hier gerade studiert haben. In Lukas 6, Vers 40, dort steht: Der Jünger ist nicht über seine Meister. Jeder aber, der was ist? Der vollendet ist, wird so sein wie sein Meister. Toll, oder? Jeder, der vollendet ist, wird so sein wie sein Meister. Wie war der Meister? Der Meister war Amomos, untadelig. Wie wird der sein, der ihm folgt? Untadelig. Der einzige Unterschied ist ihr Leben. Wie lange war Jesus sein Leben lang untadelig? Ja. Er war sein Leben lang untadelig, oder? Er ist schon untadelig geboren. Und wir alle, das sagen die Texte auch, wir alle waren sträflich, wir waren tadelig, wir waren makelhaft. Und durch Gottes Gnade werden wir so verändert, bis wir am Ende so sind, wie Jesus schon die ganze Zeit war. Das ist der Unterschied. Es geht also nicht darum, dass wir niemals gesündigt haben. Johannes, wenn jemand sagt, er ist ohne Sünde, das ist ein Lügner. Aber er sagt auch: Ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn jemand sündigt, haben wir einen Fürsprecher, Jesus Christus, den Gerechten. Das ist sehr wichtig.

[43:04] Definitiv vorletzter Vers. Entschuldigung. Kolosser 1. Und dort Vers 27. Kolosser 1, Vers 27. Das ist vielleicht der Vers, der es besser zusammenfasst als alles andere. In Kolosser 1, Vers 27. Dort steht: Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum, der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich, was ist das Geheimnis? Christus in euch. Die Hoffnung der Herrlichkeit. Die Hoffnung der Herrlichkeit besteht nicht daran, dass wir Christus bekennen, oder Christus als Aufkleber an uns haben, sondern Christus in uns, durch den Heiligen Geist. Sein Wesen, sein Charakter, in uns. Und dann werden wir das denken, was er gedacht hat, das sagen, was er gesagt hat, das tun, was er getan hat, und den Charakter haben, den er gehabt hat. Das ist das Ziel. Und niemand von uns hat das Recht, dieses Ziel herunterzuschrauben und zu sagen, das ist das Ziel. Jesus hat uns gezeigt, dass es möglich ist. Egal in welchem Lebensalter wir sind. Deswegen ist er Mensch geworden, um das zu zeigen. Und zu zeigen, dass man den Charakter Gottes auch in schwacher Menschheit haben kann. Man muss nicht Gott sein, um vollendet zu sein. Man kann Gottes Charakter auch als Mensch haben.

[44:32] Letzter Bibelfers, und damit sind wir definitiv am Ende. Kolosser Judas. Judas. 24, danke. Wie auch anders. Das ist der Abschluss. Ihr seht also, alle Bibelschreiber im alten Neuen Testament haben das gesagt. In Judas 24, dort steht: Dem aber, und das ist so eine tolle Ermutigung, wir müssen diesen Kampf nicht alleine kämpfen, ganz im Gegenteil, dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich und zwar nicht irgendwie so auf dem letzten Loch keuchend, nein, nein, nein, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen. Die 144.000 sind unsträflich vor dem Thron. Wer hat die Macht dazu? Ich hab sie nicht. Aber Gott hat die Macht. Und ihn muss ich mein Leben lassen, dem alleinweisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.

[45:38] Wenn wir ganz ehrlich mit uns selbst sind, müssen wir sagen, das ist ein echtes Wunder, dass Gott sogar jemand wie uns, am Ende, wenn wir ihn weiter an uns arbeiten lassen, am Ende sogar unsträflich gemacht hat. Das wird ein echtes Wunder sein. Und wir werden müssen in alle Ewigkeit den Kopf schütteln und sagen, wie er das geschafft hat, weiß ich auch nicht, aber irgendwie hat er es geschafft. Irgendwie hat er es geschafft. Und das legt allen Fokus weg von uns und hin auf Jesus. Und je mehr wir auf ihn schauen, werden wir verwandelt. Wollen wir uns vornehmen, auf Jesus zu schauen. Denn Ellen White sagt, es ist unwichtig, oder nicht so wichtig, genau zu wissen, wer die 144.000 sind, aber es ist lebensnotwendig, dabei zu sein. Und das ist das Thema. Deswegen spricht Ellen White so viel, so oft und so ausführlich über das hier. Weil darum geht es. Wollen wir uns vornehmen, in unserem Leben, diese Liebe, lieber mit unserem Herz zu lassen, auf Jesus zu schauen, damit er uns verwandeln kann. Amen.

[46:38] Dann lasst uns noch gemeinsam hinter Knien und beten. Lieber Vater im Himmel, es ist so klar und deutlich in der Bibel, was wir gerade gelesen haben. Wenn wir ganz ehrlich sind, wissen wir, dass wir das zwar deutlich und klar verstehen, aber dass wir wie Paulus sagen müssen: Ich habe es noch nicht erreicht. Ich strecke mich aus nach dem. Wir möchten nicht bitten, dass wenn wir uns ausstrecken, du unsere Hand ergreifst und uns näher zu dir ziehst. Dass du uns die Kraft schenkst, die du uns verheißen hast, die Sünde zu überwinden in unserem Leben. Nicht nur die Lieblingssünde, sondern auch das, was uns von dir trennt. Und wir danken dir, dass du auch Schwierigkeiten benutzt, auch wenn sie uns aber nicht gefallen, dass du uns durch Situationen durchführst, die wir manchmal nicht gleich verstehen, weil du uns reinigen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du uns diese Liebe, die in deinem Herzen ist, die wir so schwer verstehen können, dass du sie in unser Herz hineingehst, durch den Heiligen Geist, und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns offenbarst, dass niemand von uns verloren gehen muss, sondern jeder genau weiß, dass du keine schlimmen Dinge verlangst, sondern nur etwas, was du in uns tun kannst, wenn wir dich arbeiten lassen und mit dir zusammenarbeiten. Im Namen Jesu danken wir dir. Amen.

[48:20] So ihr Lieben, nächste Woche beginnt dann etwas ganz Großartiges. Nächste Woche beginnen wir mit unserem Studium von Offenbarung 14, Vers 6, folgende. Und darauf habe ich eigentlich die letzten sechs Jahre gewartet. Seit wir im Oktober 2008 das Offenbarungsstudium begonnen haben. Und jetzt ist es soweit. Die dreifache Engelsbotschaft und wie wir das bei Laudizia gemacht haben, werden wir vielleicht nicht mal feste Verse schaffen, vielleicht werden wir so Phrase für Phrase durchgehen. Wir werden uns wirklich Zeit nehmen, damit wir von allen Ecken und Enden diese Botschaft so tief in uns haben, dass wir sie rückwärts aufbeten können, aber vor allem verstehen und ausleben können. Also freut euch darauf und natürlich werden wir auch über die Adventgeschichte sprechen, 1850. Das wird sehr spannend werden, auch über einige Erfahrungen, die die Weiz gemacht haben und Joseph Bates. Bis dann wünsche ich euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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