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In dieser Predigt aus der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung von „kein Betrug im Mund“ als ein charakteristisches Merkmal der 144.000 aus Offenbarung 14. Anhand biblischer Beispiele und Prinzipien wird erklärt, wie Reinheit im Geist und die Vergebung durch Jesus Christus zu einem untrüglichen Mund führen. Die Botschaft ermutigt dazu, die eigene Sprache zu prüfen und durch Gottes Gnade wahrhaftig zu werden.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Offenbarung-Seminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr wieder mit dabei seid, auch im Internet. Zu unserem nächsten Vers aus der Offenbarung. Wir haben heute den fünften Vers aus der Offenbarung 14, den wir behandeln wollen. Und da gibt es etwas sehr Praktisches zu nennen. Ich glaube etwas, das uns wirklich alle angeht und wo wir uns heute auch etwas vornehmen dürfen. Und wir wollen wie immer beginnen mit einem Gebet. Lass uns dazu niederknien, so es uns möglich ist.

[0:31] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt zu dir kommen können, dass wir dein Wort lesen können, dass wir etwas lernen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Wort so uns sprichst, dass wir darüber nachdenken, was wir sagen und dass wir unserem Herzen verändert werden. Bitte sprichst du zu uns ganz persönlich und schenkst uns deinen Heiligen Geist, um dein Wort anzunehmen und umzusetzen. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[1:07] Also Offenbarung 14, Vers 5. Und dort der fünfte Vers. Wir sind immer noch bei den 144.000 und ihrer Charakterisierung. Wir haben in Vers 4 gesehen, dass sie die Erstlinge sind, die erkauft worden sind von der Erde, dass sie sich mit Frauen nicht befleckt haben, dass sie jungfräulich sind, dass sie dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht, ihr erinnert euch. Haben wir alles ausführlich angeschaut. Und jetzt heißt es in Vers 5, als Ergänzung zu Vers 4: „Und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden, denn sie sind unsträflich vor dem Thron Gottes.“ Und heute wollen wir uns mit dem ersten Teil beschäftigen, nächste Woche dann den zweiten machen. Was bedeutet es, kein Betrug im Mund zu haben? Wenn das explizit als ein Merkmal der 144.000 genannt wird, dann ist das schon bemerkenswert. Und wir, die wir alle vorhaben, Teil der 144.000 zu sein, wir sollten uns überlegen, wie kann ich das erreichen in meinem Leben, dass man sagen kann von mir, dass in meinem Mund kein Betrug gefunden wird.

[2:52] Jetzt fangen wir mal so an. Fällt euch irgendjemand ein in der Bibel, von dem es explizit heißt, dass er ohne Betrug, ohne Lüge, ohne Falsch gewesen ist? Jesus. Das ist natürlich auch das genaue Vorbild. Fällt euch noch jemand ein, außer Jesus, von dem es explizit heißt, er war ohne Falsch, ohne Betrug. Also von hier auf heißt es, er war rechtschaffen, er war vollkommen, er mied das Böse. Also geht genau in die Richtung. Er wandelte mit Gott, ganz genau. Aber in beiden Fällen steht, glaube ich, nicht explizit diese Formulierung, dass sie ohne Falsch, ohne Betrug waren. Es gibt eine ganz bekannte Geschichte, wo jemand sagt, der da ist ohne Falsch. Und zwar ist es im Neuen Testament, sagt Jesus, der das sagt. Ein Rechtschaffender, in dem kein Falsch ist. Johannes 1, Nathanael. Johannes, Kapitel 1, und dort Vers 47. Jesus sah den Nathanael auf sich zukommen und er spricht von ihm: „Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem keine Falschheit ist.“ Nathanael ist sozusagen so ein Beispiel für solche, die ohne Betrug sind, ohne Falschheit. Betrug und Falschheit, das sind so im Griechischen auch ungefähr so die gleichen Worte, sind sehr miteinander verwandt, inhaltlich. Jesus hat den Nathanael gesehen und dieses, das ist sehr wichtig, dieses Urteil kam von Jesus. Jesus hat ihn gesehen und hat dieses Urteil gesprochen und Jesus hat dieses Urteil bereits gefällt, bevor Nathanael buchstäblich bei Jesus war. Das ist eine interessante Parallele zu den 144.000, von denen auch gesagt werden wird, bevor sie buchstäblich bei Jesus sind, das sind Israeliten, in denen kein Falsch ist. Woher wissen wir, dass die 144.000 auch Israeliten sind? Es sind aus den zwölf Stämmen Israels, die 144.000, zwölf aus dem Stamm Ruben und aus dem Stamm Simeon. Auch von uns kann es gesagt werden: „Siehe ein Israelit, in dem kein Falsch ist.“ Also in der Hinsicht können wir uns ein Vorbild nehmen an Nathanael.

[6:12] Nun, jetzt schauen wir uns mal ein bisschen dieses Thema an mit der Falschheit oder mit diesem Betrug. Fangen wir mal an in Psalm 34 und dort Vers 13. Vers 14 heißt es: „Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Betrug im Mund haben.“ Liebe warnt uns davor, dass wir unseren Lippen Böses sagen, mit unseren Lippen betrügen. Ich weiß nicht, wie es euch so geht, ob ihr schon mal Böses gesagt habt mit eurer Zunge oder betrogen habt. Wir haben ja letzte Woche oder vorletzte Woche, wo wir über den Jakobus gesprochen haben mit der Zunge. Das ist vorletzte Woche. Lass uns mal ganz kurz hingehen in den Jakobus. Da gibt es ein paar interessante Details, die man kurz noch mal hier erwähnen kann, weil das passt genau gut zum Thema. In Jakobus Kapitel 3, da heißt es in Vers 3, 4 und 5: „Siehe, den Pferden legen wir die Zäume ins Maul, damit sie uns gehorchen und so lenken wir ihren ganzen Leib. Siehe auch die Schiffe, so groß wie sie sind und so rau die Winde auch sein mögen, die sie treiben. Sie werden von einem ganz kleinen Steuerruder gelenkt, wohin die Absicht des Steuermanns will. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch großen Wald zündet es an! Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit.“

[8:15] Ich weiß nicht, ob ihr die Geschichte mitbekommen habt, aber vor einigen Tagen ist jemand in den Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Gefängnis freigekommen, der dort für 39 Jahre im Gefängnis gesessen hat, weil ein Junge, ein zwölfjähriger Junge vor Gericht gelogen hat. Ein schwarzer Mann, da gab es damals vor fast vier Jahrzehnten einen Überfall in einer amerikanischen Stadt. Einige schwarze Personen sind da beteiligt gewesen und ein zwölfjähriger Junge hat als Zeuge ausgesagt und hat Leute identifiziert, die er gesehen haben will. Er hat diesen Menschen benannt als einen Täter, daraufhin aufgrund dieses Zeugenberichts ist er ins Gefängnis gekommen und jetzt nach 39 Jahren hat sich herausgestellt, dass der Junge gelogen hat. Wohl auch ein bisschen unter Druck der Polizei, das konnte ich mir vorstellen. Eine Lüge hat dazu geführt, dass er 39 Jahre, also mindestens ein halbes Leben, das ist das, was der Jakobus meint, also ein Beispiel. Ein kleines Feuer, was für einen Wald zündet das an? Es ist interessant, dieser Mann hat gesagt, er ist dem Jungen nicht böse, vergibt ihm. Aber es ist ein Beispiel, für was unsere Worte anrichten können. Das waren ja nur ein paar Minuten, die er gesprochen hat.

[9:37] In der Bibel gibt es auch einige Beispiele für Leute, die mit einigen wenigen Worten große Katastrophen angerichtet haben. Fallt euch jemand ein, der mit einer Person, die durch wenige Worte kurz daher gesprochen, großes Chaos angerichtet hat? Bileam hat ein paar gute Ratschläge gegeben und hat viel Feuer angezündet. Noch jemand? Eva, welch großes Feuer hat es angezündet? Ein paar Worte. Die Schlange davor auch. Noch jemand, der etwas gesagt hat oder daher geredet hat? Es gibt dieses berühmte Beispiel von Pharao. Pharao hat gesagt: „Wer ist Gott, dass ich ihm gehorchen sollte?“ Konsequenz: Das ganze Land Ägypten hat unter zehn Plagen zu leiden. Er verliert seine gesamte Armee und sich selbst. Ein paar Worte daher gesagt. Was für ein Feuer hat es angezündet? Oder denkt an Nebukadnezar, wie er auf seinem Palast dort stand und gesagt hat: „Ist das nicht das große Babel?“ In dem Fall waren die Konsequenzen nicht ganz so schlimm. Sieben Jahre Zwangsveganer sozusagen. Gras hat er gegessen. Aber das waren auch ein paar Worte. Was für eine Wirkung hat es gehabt? Und wir könnten mehr Beispiele aufzählen. Was wir reden, ist für Gott nicht unentscheidend.

[11:24] Wisst ihr eigentlich, was die zweite Sünde des Universums gewesen ist? Die zweite Sünde, die jemals im Universum begangen worden ist? Denkt mal kurz nach. Die zweite Sünde, die es im Universum gab. Die erste Sünde war Stolz. Die erste Sünde war im Satan. Selbsterhöhung, Stolz. Die zweite Lüge war Klatsch und Tratsch. Hat angefangen, zu anderen zu reden über Gott, über Jesus. Verleumdung. Und manchmal haben wir so diese Idee, dass wenn jemand Alkohol trinkt oder irgendwelche schlimmen Dinge tut, dass das eine ganz schlimme Sünde ist. Oder wenn jemand irgendwie auf ökumenischen Wegen wandelt. Das ist eine ganz, ganz schlimme Sünde. Und wenn wir dann über unsere Geschwister etwas erzählen, was wir gar nicht so genau wissen, halten wir das für einen Kavaliersdelikt. Aber es war die zweite Sünde im Universum, Klatsch und Tratsch, die dazu geführt hat, dass zwei Drittel der Engel verloren gegangen sind. Deswegen Klatsch und Tratsch. Nicht wegen Ökumene und nicht wegen Alkohol und nicht wegen Drogen, sondern wegen Klatsch und Tratsch verloren gegangen. Was habe ich gesagt? Ein Drittel. Entschuldigung. Jetlag. Danke. Aber ihr wisst das übrigens, fast die Hälfte der Engel, sagt Ellen White an der Stelle, fast die Hälfte der Engel, zunächst einmal damit sich infiziert haben und dann einige sind wieder zurückgekehrt. Zwei Drittel sind es trotzdem nicht. Aber ein Drittel der Engel, Milliarden von Engeln durch Klatsch und Tratsch.

[13:11] Jesus sagt in Matthäus 12: „Durch deine Worte wirst du gerechtfertigt worden und durch deine Worte wirst du verdammt werden.“ Die Frage ist, wenn wir auf unsere Worte so zurückblicken, die wir so gesagt haben in den letzten Wochen, in den letzten Monaten, haben sie Menschen zu Christus geführt oder können sie vielleicht ein Stolperstein gewesen sein für andere Menschen. Er sagt in Vers 9 der Jakobus: „Mit ihr, mit der Zunge, loben wir Gott den Vater und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind.“ Und dann sagt er: „Aus einem selben Mund gehen Fluchen und Loben hervor. Das soll nicht so sein, meine Brüder.“

[13:49] Nun, gehen wir mit mir zu Zephania 3, Vers 9. Zephania 3, und dort Vers 9. Zephania und dort Vers, Kapitel 3, Vers 9.

[14:37] Das heißt es: Gott verheißt in Zephania, er möchte ihnen, den Menschen, andere Lippen geben. Das ist eine fast direkte Prophezeiung auf das, was Offenbarung beschreibt. Offenbarung ist auch eine Gruppe von Menschen, die aus allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen zusammenkommt. Andere Völker, die von Gott eine andere Lippe bekommen. Schau mal in Vers 13, selbe Kapitel, Zephania 3, Vers 13. „Der Überrest von Israel wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden.“ Das ist fast dasselbe wie in Offenbarung, oder? Die Übrigen, die übrig bleiben, der Überrest von Israel wird kein Unrecht tun, wird keine Lüge reden. Man wird auch in ihrem Mund keine trügerische Zunge finden. Ja, sie werden weiden und ruhen, ohne dass jemand aufschreckt. Man hat fast den Eindruck, dass Offenbarung sich direkt auf Zephania bezieht. Schau mal in Vers 13, Zephania 3, Vers 9 und 13. Gott verheißt, dass es dort Menschen geben wird, die tatsächlich nicht mehr so reden, wie wir das meistens noch selbst von uns selbst kennen. Dass sie keine Lüge reden werden, keine trügerische Zunge haben.

[16:11] Schau mal in Psalm 32, Vers 2. Geben wir mal der Sache auf den Grund. Warum ist das so, dass Menschen so oft mit ihrer Zunge so viel Unheil anrichten? Psalm 32, Vers 2. Das ist einer dieser Bußpsalmen von David, die in Verbindung mit der Geschichte mit Bathseba entstanden sind. Vers 2: „Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet und in dessen Geist keine Falschheit ist.“ Jetzt in Offenbarung, wo ist da die Falschheit? In der Offenbarung, oder wo ist sie nicht? Jetzt stelle ich mir komische Fragen. Wo ist sie nicht? Sie ist nicht im Mund. Keine Falschheit im Mund. Aber David spricht davon, keine Falschheit im Geist zu haben. Es gibt also logischerweise eine Verbindung zwischen Geist und Mund.

[17:24] Wenn ihr euch an den Satan erinnert, wo war die Falschheit zuerst? Sie war erst im Geist und dann war sie im Mund. Gibt es eine Bibelstelle, die diese Verbindung ausdrückt, von Geist zu Mund? Ja. „Wessen des Herz voll ist, dessen geht der Mund über.“ Der Mund spricht das, was in unserem Denken ist. Und wenn wir also eine Zunge haben wollen, einen Mund haben wollen, der ohne Betrug ist, müssen wir einen Geist haben, der ohne Betrug ist, der ohne Falschheit ist. Und David sagt, wie man das bekommt. Wenn ihr den Vers 2 anschaut, wie hat man einen Geist, der ohne Falschheit ist? Indem man die Sünde nicht hat. Ja, warum hat man die Sünde nicht? Nach Vers 2. Nicht zurechnen. Es ist also die Vergebung Gottes, die das Herz reinigt. Also durch Vergebung wird das Herz gereinigt. Ganz genau.

[18:39] Vers 7. „Das Blut Jesu reinigt uns von aller Sünde.“ Die Vergebung reinigt den Geist. Was passiert, wenn Christen, die sich zu Gott bekennen, immer noch trügerische Dinge reden? Was ist das für ein Ausdruck? Es bedeutet, dass sie die Vergebung Gottes nicht wirklich erlebt haben. Oder noch nicht so erlebt haben, wie sie es erleben könnten. Denn Vergebung reinigt den Geist und dessen das Herz voll ist, dessen geht der Mund über. Die Zunge ist quasi nur das Fenster des Herzens. Das, was wir sagen, deutet an, was wir denken. Wie wir reden. Nur mit Vergebung kann unser Geist gereinigt werden.

[19:43] Übrigens, das sagt auch der Offenbarungstext, oder? Die 144.000 sind erkauft von der Erde. Sie folgen dem Lamm nach, das für sie gestorben ist. Die Vergebung macht zu dem, was sie sind. Das ist sehr wichtig, das ausgewogen zu sehen. Die 144.000 sind keine Superhelden, die sich stark genug angestrengt haben, dass sie auch nichts falsch machen. Es sind Menschen, die die Vergebung Gottes so sehr angenommen haben, dass sie dann nichts mehr Falsches tun und sagen. Aufgrund der Vergebung.

[20:12] Ihr habt es schon genannt, wer ist dann das größte Beispiel dafür? Nicht Nathanael, sondern Jesus natürlich. Schaut mal mit mir in Sprüche 8, Vers 8. Ein Kapitel, das ganz deutlich von Jesus spricht. Sprüche 8, Vers 8. Das spricht wer in Sprüche 8, Vers 8? Die Weisheit. Genau, die Weisheit ist Jesus. Er sagt: „Der Herr besaß mich am Anfang seines Weges. Er machte etwas vor einer Zeit, usw.“ Er beschreibt, wer die Welt gemacht hat. In Vers 8, Sprüche 8, Vers 8: „Alle Reden meines Mundes sind was? Es sind alle gerecht. Es ist nichts Verkehrtes, noch Verdrehtes darin.“ Also nicht nur nicht verkehrt und nicht verdreht. Nicht irgendwie verändert oder so. Alles, was Jesus sagt, ist richtig und wahrhaftig. Er wird in Offenbarung 3 genannt, der wahrhaftige Zeuge. Und wenn sie dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht, dann werden sie auch das sagen, was Jesus gesagt hat. Sie werden nicht nur dieselbe Botschaft predigen wie Jesus. Sie werden auch dieselbe Art und Weise zu haben, wie sie reden.

[21:34] Frage: Hat Jesus auch mal getadelt? Wie hat er getadelt? Wenn Jesus getadelt hat, wer hat das gemacht? Er hat es mit Worten gemacht, das stimmt. „Bruder X, komm mal her, ich muss mit dir reden. Lass uns beten und dann möchte ich dir was sagen.“ Mit Liebe, ja. „Schwester so und so, das ist falsch, was du machst. Und ich sage dir das aus Liebe. Ich sage dir das aus Liebe. Ich liebe dich und deswegen sage ich dir, so geht es nicht.“ Wie hat er geredet? Er hat sehr oft durch Vergleiche geredet. Uns wird gesagt, er hatte Tränen in den Augen, wenn er die Pharisäer getadelt hat. Er hat die Pharisäer getadelt, weil er bereit war, für sie zu sterben. Das kam sogar in seinen Worten hervor. Als er Jerusalem gesehen hat, hat er geweint. Wir können was von der Art und Weise lernen, wie Jesus gesprochen hat. Bei Jesus war nichts Falsches. Er hat niemals unnötig einer Seele Pein verursacht. Manchmal machen wir das. Wir reden so, dass wir kalkulieren, dass es dem anderen wenigstens ein bisschen wehtut. Man sagt es auf eine Art und Weise, mit Hintergedanken, dem anderen einen kleinen Stich zu versetzen. Jesus hat das nie gemacht. Immer wenn er geredet hat, hat er das so formuliert, dass es möglichst schmerzfrei für den anderen sein wird. Er hat die Wahrheit nie geändert. Aber er ist immer so lieb. Er hat nie versucht, einem anderen vorsichtig etwas wehzutun. Liebe kann nicht weh tun. Echte Liebe nicht.

[23:44] Schauen wir uns noch einen Vers an. In Jesaja 53. Und dort Vers 9. Auch ein ähnliches Vers. In Jesaja 53. „Kein Betrug in seinem Mund gewesen war.“ Fast identische Beschreibung wie die 144.000. Wie werden die 144.000 sein? Sie werden so sein wie Jesus. Sie werden in der Verfolgungszeit niemals betroffen sein. In Kinder gehören sie konkret. In den Angaben ist das gut. Die Soldaten werden so sein wie Jesus. Die werden nicht verfroren. Die werden so sein wie Jesus. Sie werden so sein wie Jesus in der Errettung.

[25:19] Wie können wir das erleben? Wie können wir so sein wie Jesus? Unseren Geist so reinigen lassen, dass alles, was wir sagen, wahr ist. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass man absichtlich anderen schädigt. Das ist das Schlimmste, was man gehört hat. Und weil es so spannend klingt, verbreitet man dann Unwahrheiten. Das ist eines der schlimmsten Dinge, die es gibt. Gott behandelt das nicht als ein Kavaliersdelikt. Das ist unverschämt. Das ist ein bitteschweres Geschick. Das müssen wir tun. Es fängt mit unserem Denken an. Wenn ich meine Zunge im Zaum halten will, werde ich mich selbst quälen. Es geht nicht um das Wort Gottes. Lasst es nicht zu, dass eure Gedanken abgelenkt werden. Wenn das Wort Gottes in unserem Geist ist, wird es auch in unserem Mund sein. Wenn die Reinheit im Geist ist, wird sie auch im Mund sein.

[27:07] Es gibt diesen Spruch, wo der Indianer zu seinem Enkel sagt, er und ihn streiten zwei Tiere. Der eine ist furchtbar böse und der andere ist liebevoll. Dann fragt der Enkel: „Welcher gewinnt?“ Dann sagt der Großvater daraufhin: „Der, den du fütterst.“ Das ist das Prinzip. Manchmal passiert es aber, dass wir schon im Geiste Dinge gedacht haben oder denken, und wir haben es nicht verhindert. Jetzt ist der nächste Schritt der zum Mund. Ein typisches Beispiel ist der Zweifel. Manchmal denken wir als moderne Christen, wir müssen so echt und authentisch sein. Wir müssen so reden, wie wir uns gerade fühlen. Wenn es mir nicht gut geht, rede ich so, dann klage ich Gott an. Das ist großer Unsinn. Wenn ich Zweifel noch ausspreche, dann verspeichert es sich nur ab. Wir Menschen sind so verführbar. Wir glauben das, was wir sagen. Manche Menschen reden manche Sachen so oft, bis sie es selbst glauben. Sie glauben ihre eigenen Lügen, weil sie es sagen. Selbst wenn so ein Gedanke mal in unser Gehirn hineinkreuzt und nicht abgewiesen wird, sprich ihn nicht aus. Wir sollten niemals an Misserfolg denken, sondern davon reden.

[33:33] Wenn wir diese Gedanken mit einem Gebet wegmachen, und zu Gott gehen, dann kann man diese Gedanken nicht mehr von Eiern machen. Dann sind wir weg. Mit einem Gebet diese Gedanken wegzumachen, dann kann Gott uns das wegmachen. Man steht gemeinschaftlich nach dem Gottesdienst zusammen, oder man trifft sich bei jedem zu Hause. Dann erzählt der eine seine Erfahrungen mit Bruder X, der nächste mit Bruder X. Die Erfahrung ist nicht besonders vorteilhaft. Er bestätigt, was die anderen gesagt haben. Dann kommt es darauf an, ob ich Bruder X damit gerecht werde. Ist es die Wahrheit? Ist es so, dass ich zu den 144.000 zählen kann? Das ist es, worauf es ankommt. Dass wir das alle glauben, davon gehe ich aus. Das ist klar, dass wir das alles verstehen. Der entscheidende Punkt ist, wenn wir das alles verstehen, dann ist nichts zu tun. Denn es zu tun bedeutet, diese Bedingungen der 144.000 nicht zu erfüllen. Und sich selbst in Frage zu stellen: Warum habe ich das überhaupt gedacht? Könnte sein, dass die Quelle meines Herzens noch nicht ganz rein ist.

[31:25] 1. Petrus 3, Vers 10. Sehr schöner Vers. 1. Petrus 3, Vers 10. „Ist euch das Leben lieb? Wollt ihr gute Tage sehen? Bewahre seine Zunge vor Bösem und seine Lippen, dass sie nicht Trug reden.“ Das beste Gegenmittel gegen Falsches ist mal Gutes. Wenn man viel Gutes redet, hat man keine Zeit, das Schlechte zu reden. Bewahre deine Zunge, wenn du dein Leben liebst. Werden die 144.000 gute Tage sehen? Nicht vor der Wiederkunft, aber nach der Wiederkunft. Wenn du gute Tage sehen willst, wenn du auch mal zu der Welt mit sieben Monden reisen willst, und mit denen auch gemeinsam einen Spaziergang machen möchtest, wenn du auch mal durch die Stadt hindurch möchtest, wenn dir das lieb ist, wenn du das sehen willst, dann ist das eine gute Frage. Ich denke, diese Goldkarte ist doch dafür da, dass die falschen Engel sich da nicht einschleichen können. Vielleicht werden die Karten abgeschafft, vielleicht gibt es ja dann Chips. Ich weiß es nicht genau, müssen wir nochmal nachstudieren. Aber der Punkt ist der, wenn du das liebst, dann lasst uns darüber nachdenken, was wir sagen über unsere Nachbarn, über unsere Freunde, über Fremde, und vor allem auch über die Geschwister, die noch nicht unsere besten Freunde sind in der Gemeinde. Über unsere besten Freunde reden wir schon ganz gut. Jesus sagt: „Liebt eure Feinde“, und zwar nicht nur mit eurem Herzen, sondern auch mit eurem Mund. Und zwar nicht einfach nur Höflichkeit, so wie es mal die Asiaten machen, die sagen ja, ja, ja, ja. Das ist ein Familienkreis. Man macht manchmal auch Geräusche und steckt sich nicht darauf, zu reden.

[34:03] Das ist einfach unglaublich. Das ist auch eine Art von Falsch. Wenn ich die Wahrheit verschweige, ist das auch eine Art von Falsch. Das wäre auch Sünde. Aber wie gesagt, in Liebe. Der Verstand sagt mir: „Bruder X hat mich so schlecht behandelt, da muss ich was dagegen unternehmen.“ Aber der Verstand, der höher ist als alle Vernunft. Diese Weisheit Gottes, die höher ist als alles, die sagt mir: „Du kannst es einfach so hinnehmen. Du kannst es einstecken, du kannst für ihn beten, und du kannst ihn liebevoll behandeln.“ Anstatt dagegen zu gehen, lässt du es einfach an dir vorbei. Und dann geht es uns nichts hinein. Und dann hast du ihn wieder lieb.

[35:11] Wisst ihr, was mich ermutigt? „Es wurde kein Betrug in ihrem Mund gefunden“ ist eine ganz bestimmte grammatische Komposition. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wurde kein Trug mehr gefunden. Das heißt also nicht, dass ihr ganzes Leben lang ohne Sünde war, sondern sie haben auch mal betrogen, sie haben auch mal falsche Dinge gesagt, aber zu einem bestimmten Zeitpunkt haben sie das überwunden. Es wurde dann irgendwann keine Schuld mehr, kein Betrug mehr in ihrem Mund gefunden. Wir müssen diese Dinge überwinden können, sollen und müssen. Und dürfen und werden, wenn wir bei Jesus bleiben. Sodass zu einem Zeitpunkt das hier gilt, die 144.000, und das muss vor der Wiederkunft sein. Und wir werden nächste Woche sehen, nächste Woche kommt der Höhepunkt von der ganzen Sache, da heißt es: „Sie werden unsträflich sein vor dem Thron Gottes.“ Das ist eine gewaltige Formulierung. Nicht vergessen, es kommt alles aus der Vergebung. Die Vergebung hat eine so gewaltige Kraft, wenn wir die Vergebung annehmen, die Vergebung verstehen, die Liebe Gottes, dann wenn wir sehen, die Liebe Gottes brennt das alles weg, sie brennt alles aus dem Herzen weg. Liebe ist ein verzehrendes Feuer. Und ein Feuer von beiden brennt auf jeden Fall, die Frage ist, welches Feuer es ist.

[36:55] Wollen wir uns vornehmen, wenn wir das nächste Mal was auf den Lippen haben, was zu sagen, und wir wissen ganz tief im Herzen, es ist nicht ganz die Wahrheit, oder es ist nicht wirklich gut, oder es ist nicht zum Vorteil des Anderen, dass wir uns selbst auf die Zunge beißen, und mit Gottes Hilfe erleben wollen, dass wir tatsächlich wahrhaftig sind. Nicht einfach nur echt, sondern wahrhaftig. Wollen wir uns das vornehmen? Dann lasst uns noch gemeinsam beten.

[37:37] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir gelernt haben von dir, wir danken dir, dass wir aus deinem Wort sehen konnten, was es bedeutet, ein Teil der 144.000 zu sein. Dass es ganz praktische Aspekte hat, nämlich so wie wir miteinander reden und was wir übereinander sagen. Wir möchten nicht um Vergebung bitten, wo wir in der Vergangenheit Dinge gesagt haben, die entweder nicht richtig waren oder nicht liebevoll, oder nicht so, dass sie anderen Menschen geholfen haben. Sondern die Wahrheit in Liebe zu sagen. Ich möchte nicht bitten, dass du unser Herzen reinigst, jeden Tag aufs Neue. Und dass wir verändert werden durch deinen Heiligen Geist. All dies bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.

[38:29] Also, wir sehen uns nächste Woche wieder, zur Offenbarung 14 Vers 5, zweiter Teil, und zu 1849, zweiter Teil, zu unserer ersten Adventistischen Zeitschrift. Aber wir sehen uns alle schon am Donnerstag, wenn der Justin Trosian kommt und uns etwas beibringen wird, über das Lesen von Ellen White, wer war Ellen White, jetzt am Donnerstag, nicht verpassen, 19:30 Uhr, seid herzlich eingeladen, alle, die jetzt live zuschauen, das Video später seht, dann auf www.joelmedia.tv hier, auch auf www.adtv.info. Ellen White und das Internet, das wird sehr, sehr spannend werden. Es ist eine sehr gute Gelegenheit, mal wirklich fundiert ein paar Antworten zu bekommen, auf brennende Fragen, die wir ab und zu haben. Gottes Segen euch und bis bald.


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