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In dieser Folge von „Offenbarung Vers für Vers“ mit Christopher Kramp tauchen wir tief in die Bedeutung des Gerichts ein, wie es in Offenbarung 14:7 beschrieben wird. Wir untersuchen, was das Gericht praktisch für unser Leben bedeutet, beleuchten verschiedene biblische Perspektiven auf das Gericht und klären Missverständnisse auf. Erfahre, warum das Gericht keine Bedrohung, sondern eine Quelle der Hoffnung ist und wie es uns hilft, die Erlösung in Christus vollständig zu verstehen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und dass wir gemeinsam weitermachen können im Studium von Offenbarung 14 und dort Vers 7. Wir sind immer noch in der ersten Engelsbotschaft. Letzte Woche haben wir gesprochen über die Stunde seines Gerichts und heute sprechen wir über die Stunde seines Gerichts. Wir werden uns heute über den Inhalt des Gerichts Gedanken machen und ich lade euch ein zu diesem wichtigen Thema, dass wir gemeinsam niederknien, wo es möglich ist und beten.

[0:27] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir dein Wort haben und dass du dein Wort zu uns sprichst und dass dein Wort Kraft hat, uns zu verändern. Wir haben diese Botschaft, die sagt, die Stunde des Gerichts ist gekommen und so oft verstehen wir gar nicht genau, was das für uns praktisch bedeutet. So möchten wir dich bitten, dass du in den Minuten, die uns jetzt bleiben, dass du uns die Augen öffnest für unseren Zustand, dass du uns vor allem die Augen öffnest für das, was jetzt gerade passiert im Himmel und was es mit unserem Leben zu tun hat. Bitte sei du mit deinem Heiligen Geist in einer besonderen Weise gegenwärtig. Mach die Wahrheit klar und deutlich, dass wir begreifen, was dieses Gericht für uns bedeutet. Das bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.

[1:24] Gut ihr Lieben, Offenbarung 14, Vers 7.

[2:11] 1844, genau. Dankeschön. Und wenn ihr das nicht gesehen habt im Internet, dann schaut euch die Folge an, werden wir heute nicht mehr wiederholen. Wenn wir uns heute damit beschäftigen, was steckt hinter der Jahreszahl, denn das eine ist eine Jahreszahl, das sind vier Buchstaben, also vier Zahlen. Das ist ein Jahr, aber viel wichtiger ist ja nicht, es ist ja das, was dort passiert ist, der Inhalt des Gerichts. Was ist das Ereignis? Worum geht es da 1844? Denn niemand von uns wird gerettet, wenn er einfach nur Zahlen addieren kann, von minus 450 dann bis 1844.

[2:46] Wir wollen uns also Gedanken machen, was ist dieses Gericht? Heutzutage ist es relativ unpopulär, über das Gericht zu sprechen. Viele Christen glauben gar nicht, dass Gott überhaupt richtet und denken, dass Gott irgendwie alle so sehr liebt, dass am Ende alle in den Himmel kommen oder dass man nicht so sehr über das Gottesgericht sprechen soll. Wisst ihr, dass das in der Bibel vorhergesagt worden ist? Schaut mal mit mir in Maleachi. In Maleachi, der letzte Prophet des Alten Testaments, ein Prophet, dessen Botschaft wirklich so haargenau auf unsere Zeit passt, dass man immer wieder staunen muss.

[3:18] In Maleachi Kapitel 2 Vers 17, Maleachi Kapitel 2 Vers 17, dort lesen wir: „Ihr habt dem Herrn Mühe gemacht mit euren Reden und ihr fragt noch: Womit haben wir ihm denn Mühe gemacht? Damit, dass ihr sagt: Jeder, der Böses tut, der ist was? Der gefällt dem Herrn, der ist gut in den Augen des Herrn und an solchen hat er wohlgefallen. Oder: Wo ist der Gott des Gerichts?“ Da gab es also damals so Menschen, die gesagt haben, Gott wird eigentlich nie wirklich richten und auch wenn wir weiter sündigen, wir sind trotzdem immer noch seine Lieblinge. Und Maleachi sagt: Halt Moment mal, so geht es nicht. Und das ist etwas, was wir heute immer und immer wieder hören, dass man sagt: Naja, egal, ob wir jetzt sündigen oder nicht, Gott hat uns so sehr lieb, dass es eigentlich egal ist und lasst uns nicht über das Gericht reden. Wo ist der Gott des Gerichts? Und Maleachi macht deutlich, dass das eine falsche Grundlage ist. Also, wir können nicht sagen, das Gericht ist unwichtig. Ein Teil der Evangeliumsbotschaft ist die Botschaft vom Gericht.

[4:26] Dann gibt es Leute, die sagen: Okay, Gott richtet, aber er richtet nur die Ungläubigen, nicht die Gläubigen. Und das basiert meistens auf einem falschen Verständnis von Johannes 5. Schaut mal mit mir in Johannes 5. Da gibt es zum Beispiel Vers 24. Johannes 5 Vers 24, dort lesen wir: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins was? Ins Gericht, sondern ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.“ Also sagen einige: Naja, Gott richtet schon, aber er richtet nur die Ungläubigen und ich als Gläubiger komme gar nicht ins Gericht.

[5:20] Das Problem ist, dass viele nicht realisieren, dass das Wort Gericht in der Bibel für verschiedene Dinge verwendet wird. Das Wort Gericht wird für verschiedene Dinge verwendet. Wir haben letztes Mal schon gesehen, zum Beispiel am Kreuz fand ein Gericht statt, aber das Gericht am Kreuz ist nicht dasselbe Gericht wie das Gericht über alle Taten, weil das findet erst später, 1844, statt, haben wir gesehen. Jetzt das Gericht hier, was für ein Gericht ist hier gemeint? Lassen wir Jesus erklären selbst in Vers 29.

[5:48] In Vers 29 sagt er: „Und sie werden hervorgehen, die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts.“ Genau, gar nicht so verkehrt. Das ist des Todes. Könnt ihr sehen, was für ein Gericht meint Jesus hier in Johannes 5? Das Endgericht, also das Gericht, welches Gericht zeitlich gesehen, wann wird dieses Gericht stattfinden, das Jesus meint? Bei der zweiten Auferstehung, wenn die Bösen auferstehen werden, das wird nach den tausend Jahren sein. Also in Johannes 5 spricht Jesus nicht von dem Gericht von 1844 vor der Wiederkunft, weil da hat es keine Auferstehung gegeben, weder von den Guten noch von den Bösen, sondern das Gericht in Johannes 5 ist das Gericht nach den tausend Jahren.

[6:40] Also gibt es ein Gericht nach den tausend Jahren. Und übrigens, in diesem Zusammenhang ist es interessant, was Jesus in Markus sagt, in Markus 3, Vers 29. Schaut mal mit mir in Markus 3, Vers 29. Dort heißt es: „Wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem was? Ewigen Sünden schuldig?“ Okay, hat jemand eine Übersetzung? „Er ist einem ewigen Gericht verfallen.“ Das ist, was dort eigentlich steht.

[7:32] Jetzt denkt mal drüber nach. Egal ob Sünde oder Gericht. Kennt ihr die Diskussion, wenn es heißt, das ewige Feuer, ob es aufhört oder nicht? Wird es ein ewiges Gericht geben? Also beim Gericht ist noch deutlicher als beim Feuer, weil Gott wird ja nicht ewig Gericht halten. Wenn die Bibel von einem ewigen Gericht spricht, wird also deutlich, dass es manchmal Zeiten gibt, wo ewig nicht endlos bedeutet. Das Gericht ist weswegen ewig? Weil die Konsequenz des Gerichts, die Strafe des Gerichts ewig ist. Weil ansonsten müssten wir sagen, dass Gott bis in alle Ewigkeiten richtet und dann gibt es nie eine neue Erde. Seht ihr? Also das ist ein starker Beweis dafür, genauso auch mit der ewigen Sünde, wenn es ewige Sünde bedeutet. Das ist also die Strafe für die Sünde und die hat ewige Konsequenzen und das ist das hier nach den tausend Jahren.

[8:32] Es gibt aber auch ein Gericht während der tausend Jahre. Die Offenbarung schreibt davon, könnt ihr euch aufschreiben, Offenbarung 20 Vers 4, wollen wir jetzt nicht lesen, wo die Bibel sagt, dass dort ein Gericht stattfindet. Das ist schon bevor die Toten auferstehen. Und natürlich, die Bibel beschreibt ein Gericht vor der Wiederkunft.

[9:02] Schauen wir uns mal ein paar Grundgedanken zu diesem Gericht an, weil das ist jetzt für uns das Entscheidende, dieses Gericht vor der Wiederkunft. Schaut mal mit mir in 2. Mose 6, Vers 6. 2. Mose 6, Vers 6.

[9:23] Die meisten Menschen, wenn sie an Gericht denken, denken woran? An die Wiederkunft? Allgemein, das Wort Gericht. Negativ. Warum? Da wird gerichtet, da wird man verurteilt, da gibt es Strafe. Da gibt es auch Gerechtigkeit. Genau. Also manch einer, der möchte gerne zu Gericht gehen.

[9:47] 2. Mose 6, Vers 6. Schaut mal hier und dann lasst uns die Frage stellen, ob die Israeliten das Gericht Gottes als negativ oder positiv empfunden haben. 2. Mose 6, Vers 6.

[10:20] Waren die Gerichte Gottes hier etwas negatives oder positives für die Israeliten? Das war etwas Wunderbares für die Gläubigen, für die Israeliten. Für die Ungläubigen war das dann das Gegenteil. Also hier sehen wir, dass das Gericht etwas mit der Erlösung, mit der Befreiung zu tun hat.

[10:39] Es gibt ein ganzes Buch darüber. Kennt ihr ein Buch? Ein ganzes Buch, das darüber spricht, wo Gericht etwas mit Erlösung zu tun hat. Ein ganzes biblisches Buch, das heißt sogar schon so: Richter. Genau. Das Buch der Richter. Was haben die Richter gemacht? Sie haben gerichtet, aber die Richter waren alles Erlöser. Also, es waren alles Befreier. Die Geschichte des Buches Richter ist ja die: Das Volk Gottes geht in den Abfall, wird verfolgt von irgendwelchen heidnischen Nationen. Dann kommt ein Richter, der befreit sie durch Gottes Gnade. Das Volk Gottes geht darauf wieder in den Abfall, wird verfolgt von einer anderen Nation. Darauf entsteht ein neuer Richter, der sie wieder befreit. Und es ist immer dasselbe Muster. Die Richter waren eigentlich die Befreier.

[11:27] Und das ist eine interessante Idee. Schaut mal mit mir in Daniel 7. Diese Idee kommt in Daniel 7 auch zum Tragen. Daniel 7 ist das Kapitel, wo wir gesehen haben, dass das Gericht von 1844 deutlich beschrieben wird. Der Zeitpunkt wird von Daniel 8 her benannt, Daniel 9. Aber der Inhalt wird von Daniel 7 her beschrieben. Wir haben dort gesehen in Daniel 7 Vers 9, wie die Throne aufgestellt wurden. Könnt ihr euch erinnern? Die Throne wurden aufgestellt und der Hofbetagte setzte sich. Und dann heißt es in Vers 10: „Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus; Tausende dienten ihm und Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet.“

[12:11] Jetzt schaut mal mit mir in Vers 22. „Ich schaute, wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und sie überwand, bis der Hofbetagte kam und den Heiligen des Allerhöchsten das Gericht übergab.“ Die beste Übersetzung heißt hier eigentlich im Hebräischen: zugunsten der Heiligen Gericht hält. Also, das Gericht wird hier den Heiligen nicht übergeben, im Sinne, dass sie Gericht halten, weil sie noch auf der Erde sind, sondern das Hebräische könnte man besser übersetzen an dieser Stelle mit: Gott richtet zugunsten der Heiligen. Warum? Weil er das kleine Horn strafft im Gericht. Ja, das kleine Horn ist ja auch noch da. Ja, genau, er rechtschaffte.

[13:10] Genau, genau. Das ist wahrscheinlich das sogar Beste. Das ist Luther. Also Luther ist an der Stelle besser als Schlachter. Also die Idee von Gericht muss also nicht negativ sein, sondern es hat damit zu tun, wie wir uns zu Gott stellen. Dann kann es sehr, sehr positiv sein. Ihr wisst, der David ruft mehrmals aus in den Psalmen: Herr, richte mich.

[13:27] Und vielleicht noch ein Grundsatz für das Gericht, bevor wir nochmal zu Daniel 7 zurückkommen. Schaut mal mit mir in 3. Mose 19, Vers 15. Es gab ja auch Vorschriften für irdische Gerichte und die fungieren ein bisschen als Maßstab oder eigentlich als Maßstab, als als Abbild des himmlischen Gerichts. 3. Mose 19 und dort Vers 15. Dort heißt es: 3. Mose 19, Vers 15: „Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht. Du sollst weder die Person des Geringen ansehen, noch die Person des Großen ehren, sondern du sollst deinen Nächsten gerecht richten.“

[14:11] Jetzt, wenn Gott das von uns verlangt, dann nur deswegen, weil er das selbst so tut. Gott wird im Gericht niemanden danach richten, weil er viel Geld hat, einen großen Namen hat oder viel erreicht hat in seinem Leben. Er wird auch niemanden danach richten, weil er so arm ist und so viel Mitleid verdient hat und deswegen seine Sünden einfach canceln. Das ist sehr wichtig, weil dass er die Großen und die Reichen, dass er die nicht bevorteilt, das ist uns schon klar, mehr oder weniger. Aber Gott ist gerecht auf beiden Seiten. Gott drückt nirgendwo einfach so ein Auge zu im Sinne von: Ach, naja, das ist jetzt nicht so wild. Gott ist gerecht.

[14:55] Mose ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Und ja, Mose kam nicht ins Heilige Land, aber da zeigt sich die Gerechtigkeit Gottes verknüpft mit seiner Liebe. Er kam zwar nicht in das Heilige Land, aber er kam in das Heilige Land und das hat er wahrscheinlich nicht bereut haben. Aber es zeigt übrigens auch, weil Mose ja ein Sinnbild auch auf Jesus hin. Das zeigt übrigens, wenn man darüber nachdenkt, was mit Jesus passiert wäre, wenn er einmal gesündigt hätte. Ich glaube, Jesus hatte dieses warnende Beispiel von Mose, dem demütigsten Mann der Erde, der sein Ziel verpasst hat wegen einer Sünde. Aber das ist ein anderer Gedanke.

[15:34] Dann haben wir, Dankeschön. Schauen wir mit mir in 5. Mose, in 5. Mose 25. Das ist ein sehr einfacher Vers. Man würde fast denken, das ist zu offensichtlich, dass man das groß betonen muss. Aber ich denke, in unserer heutigen Verwirrung, was das Evangelium betrifft, kann man das gar nicht oft genug betonen, was hier steht.

[15:50] In 5. Mose 25, Vers 1. 5. Mose 25, Vers 1. Seid ihr da? „Wenn zwischen Männern ein Streit entsteht und sie vor Gericht treten und man richtet sie, so soll man den Gerechten für gerecht erklären und den Übeltäter für schuldig.“

[16:19] Das ist ein ganz einfaches Prinzip, oder? Fast zu simpel, aber so wenig verstanden im Kontext des Evangeliums. In einem Gericht gibt es Schuldige und Gerechte. Was wird mit den Schuldigen gemacht? Sie werden verurteilt und die Gerechten werden für gerecht erklärt. Was ist unser Ziel? Wollen wir verurteilt werden oder gerecht erklärt werden?

[16:53] Wenn wir im Gericht für gerecht erklärt werden wollen, wie müssen wir dann sein? Denkt mal kurz nach. Gott erklärt Gerechte für gerecht. Die Frage ist, was sollen wir machen, wenn wir alle Sünder sind? Moment mal, der Schuldige soll was tun? Er soll verurteilt werden.

[17:34] Die einzige Chance nach diesem Prinzip ist, dass Schuldige durch Gottes Gnade Gerechte werden. Heute gibt es oft die Idee, wir sind Schuldige, Gott begnadigt uns und wir werden weiter sündigen und weiter sündigen und schuldig bleiben und Gott wird dann einfach, weil wir einen Namenszug haben, Christen, so tun, als ob wir nicht gesündigt hätten und uns für gerecht erklären, obwohl wir immer noch schuldig sind, obwohl immer noch die Sünden tun. Aber das würde eines der fundamentalsten und einfachsten Bibelverse völlig widersprechen. Die Schuldigen müssen durch Gottes Gnade gerecht gemacht werden, damit sie im Gericht auch für gerecht erklärt werden können.

[18:24] Schauen wir uns mal den Text von Johannes an, der macht das ziemlich deutlich. 1. Johannes. Schaut mal, Vers 7, Kapitel 3, Vers 7. 1. Johannes 3, Vers 7.

[18:58] Schon zur Zeit von Johannes gab es über diesen Punkt Verwirrung. 1. Johannes 3, Vers 7 sagt uns: „Kinder, lasst euch von niemandem was? Verführen.“ Also gibt es Verführung an diesem Punkt, genau an diesem Punkt. Er sagt dann weiter: „Wer die Gerechtigkeit übt, das heißt, wer sie ausübt, der ist gerecht, gleich wie er gerecht ist.“ Da gab es also Leute, die gesagt haben: Ich kann gerecht sein, obwohl ich weiterhin ungerecht lebe, weil Gott mich einfach gerecht nennt. Aber das geht nicht, weil Gott ist kein Lügner. Gott kann mich gerecht machen, ich kann es nicht von alleine. Das ist keine Frage. Ich bin Sünder, ich bin schuldig, ich habe keine Chance, mich selbst zu ändern, aber Gott kann mich ändern. Und Gott kann aus Schuldigen Gerechte machen.

[19:40] Und das bedeutet nicht, dass der Schuldige, der Sünder weiter derselbe Sünder ist und einfach nur drüber steht: gerecht, sondern es ist eine tatsächliche Änderung des Herzens, die sichtbar wird in Wort, Tat, Handlung, Motiv. Schuldige werden gerecht, weil Christus in ihnen lebt. Christus ist unsere Gerechtigkeit, oder? Der Herr, unsere Gerechtigkeit. Nicht nur als eine Käseglocke, die uns beschützt vor dem Zorn Gottes, sondern als jemand, der in uns wirkt, sodass wir das dann ausleben.

[20:19] Und das Gericht beurteilt letztendlich, ob jemand tatsächlich Christus angenommen hat, ob er tatsächlich gerecht gemacht worden ist, dann wird er für gerecht erklärt, oder ob er an der Sünde festgehalten hat und einfach nur von Jesus gesprochen hat. Und dann wird er verurteilt.

[20:38] Ja, ja, genau. Ohne Vergebung, ohne Rechtfertigung, ohne Heil, all diese Dinge sind jetzt Schritte auf diesem Sprung. Und schaut, das ist ja genau das Problem von Laodizea. Laodizea ist das Volk des Gerichts. Die glauben, sie sind gerecht und sind es gar nicht, weil sie nämlich immer gelehrt bekommen: Du kannst immer weiter sündigen, ist gar kein Problem, du schaffst es sowieso ja gar nicht zu überwinden, das ist überhaupt gar nicht wahr. Gott kümmert sich nicht sehr darum. Hauptsache, du sagst, du liebst ihn. Hauptsache, du sagst mal, dass du ihn gut findest. Du schreibst dich ein in die Gemeinde, zahlst deinen Zehnten, bist getauft, dann mach dir keine Sorgen. Eine furchtbare Täuschung, eine furchtbare Täuschung, weil Gott sagt den Israeliten: Ihr sollt den Gerechten für gerecht erklären, wenn er selbst es nicht tut. Gott ist ein gerechter Gott.

[21:32] Nun, der Punkt ist der, und das muss man sehr verstehen. Erstens, dieser Schritt von hier nach hier geht allein durch Jesus und hier zu bleiben geht allein durch Jesus. Das hat nichts mit Selbstgerechtigkeit zu tun. Selbstgerechtigkeit führt nicht einen Schritt in die Richtung. Selbstgerechtigkeit bleibt immer hier. Wir reden also nicht über Gerechtigkeit aus Werken, Selbstgerechtigkeit, so ein Quatsch. Wir reden Gerechtigkeit durch den Glauben. Ich glaube an Jesus Christus, deswegen macht er mich gerecht und hilft mir auch gerecht zu leben und das Gericht bestätigt das.

[22:05] Das Gericht befreit mich von der Sünde. Es geht um Befreiung von der Sünde, nicht dass ich einfach jetzt frei genannt werde. Als Israeliten aus Ägypten befreit wurden durch Gottes Gericht, da hat er ihnen nicht einfach ein Namensschild gegeben: Ihr seid jetzt frei. Laufen wir weiter durch Ägypten. Er hat sie frei gemacht. Und ihr wisst, die Sklaverei von Ägypten, ein Bild für die Sünde. Jesus will uns frei machen. Er will uns nicht einfach nur vertrösten.

[22:28] Mit dem gesagt, lasst uns mal Folgendes anschauen. Und zwar in Jesaja 54, Vers 17. Jesaja 54, Vers 17.

[22:58] Jesaja 54, Vers 17. „Keine Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen. Und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du was? Schuldig sprechen.“

[23:14] Also, was heißt das? Das heißt, ich bin im Gericht und jemand klagt mich an, oder? Jemand, der mich anklagt vor Gericht. Wenn ich ihn jetzt schuldig sprechen kann, wenn ich sage: Du bist schuld, was heißt es dann auf der anderen Seite? Wenn ihr im Gericht seid, jemand klagt euch an und ihr könnt mit Überzeugung sagen: Du bist schuld, was seid ihr dann? Unschuldig, oder? Logisch, oder?

[23:49] Das ist, was er meint. Er spricht von einem Zustand, wo man im Gericht angeklagt wird und nicht sagen muss: Stimmt. Ja, das ist irgendwann noch immer noch so. Sondern wo man sagen kann: Nein, du liegst falsch. Du bist schuld. Wer ist es denn, der uns im Gericht anklagt? Der Satan.

[24:08] Was hier beschrieben wird, ist ein Zustand, wo man nicht mehr verklagt werden kann. Der Paulus spricht öfter davon, dass wir unverklagbar gemacht werden sollen. Und untadelig. Untadelig heißt, dass man nicht mehr getadelt werden kann. Untadelig. Tadel heißt Anklage. Durch die Gnade Jesu, durch das Blut Jesu, wie wir heute gelernt haben im Adventgeschichtsseminar, das bis in das Allerheiligste hineingeht, können wir so reingewaschen werden, dass jede Anklage im Gericht auf den Boden fällt. Weil Jesus sagt: Ja, auch diese Sünde, dafür bin ich für sie gestorben und ich habe sie gereinigt. Sie haben bekannt und gelassen. Bekannt und gelassen.

[24:54] Stellt euch vor, es kommt ein Punkt, wo der Satan im Gericht sagt: Was ist damit? Jesus kann sagen: Bekannt durch mein Blut und Sünde bekannt, Sünde verlassen. Bezahlt durch mein Blut, gereinigt durch mein Blut, Charakter geändert. In jedem Punkt. Dann kann man tatsächlich dastehen, nicht, weil man selbst so toll ist, sondern weil man in Jesus ist. Alles prallt dann an Jesus ab. Und man kann den Satan schuldig sprechen.

[25:24] Und diese Idee, die wird so ein bisschen beschrieben in Vers 17 noch weiter. „Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen.“ Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre was? Ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteil werden wird.

[25:42] Gott beschreibt hier die Gerechtigkeit, die wir im Gericht haben müssen. Gerechtigkeit, die besagt: Wenn mich jemand anklagt, kann ich sagen: Durch Gottes Gnade, durch Jesu Gnade habe ich das überwunden. Das ist die Gerechtigkeit, von der er spricht. Und von wem bekommen wir sie? Von Gott. Er sagt ganz deutlich: Die ihr von mir bekommt. Ihr habt sie nicht selbst erworben, nicht selbst erkauft, nicht selbst sonst irgendwas. Ihr habt sie von mir bekommen.

[25:58] Und wie bekommen wir sie? Nächster Vers. Wenn ihr sagt: Ja, das möchte ich auch gerne haben. „Wohl an, ihr Durstigen, alle, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch. Kauft, kauft, kommt.“ Übrigens, sagt nicht Jesus auch in Offenbarung 3: „Ich rate dir von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist.“ Es ist genau dasselbe Bild.

[26:32] Man sagt der in Vers 6: „Sucht den Herrn, solange er zu finden ist. Ruft ihn an, während er nahe ist.“ Noch gibt es die Möglichkeit, sich ihm ganz zu widmen. Denn in dieses Gericht schaut mal mit mir in Prediger 12, haben wir letztes Mal schon ausführlich angeschaut.

[26:50] In Prediger 12, Vers 13 und 14. Prediger 12, Vers 13 und 14. In dieses Gericht kommt alles. Lasst uns die Summe aller Lehre hören: „Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse.“

[27:32] Könnt ihr sehen, dass das ein anderes Gericht sein muss, als das, was Jesus sagt? Hier der Gerechte kommt nicht ins Gericht, sondern nur die Ungläubigen. Hier kommen alle, die Gläubigen und die Ungläubigen in dieses Gericht. In dieses kommen nur die Ungläubigen. Die Gläubigen sind vom Leben, vom Tod ins Leben durchgedrungen. Sie kommen nicht in das Gericht. Das kommen alle. Und zwar mit allen unseren Taten, mit allen unseren Werken. Ihr wisst, die Bibel beschreibt das Auftun der Bücher.

[27:56] Fassen wir kurz zusammen mal, was wir alles über das Gericht wissen. Wer ist unser Richter? Wer ist der Richter? Ja, Gott. Aber die Bibel sagt auch, dass Gott, der Vater, niemanden richtet, alles Gericht hat er dem Sohn übergeben. Also ja, in einer gewissen Weise. Gott ist dort der, der den Vorsitz hat, nicht wahr? Sein Thron wird ja aufgestellt. Aber Jesus spricht das Urteil.

[28:34] Wer ist der Anwalt, also der Fürsprecher? Der Fürsprecher ist Jesus. Könnt ihr ein Bibelvers mir nennen, wo Jesus als unser Anwalt oder Fürsprecher genannt wird? 1. Johannes, gut. 2 Vers 1. Genau. 1. Johannes 2 Vers 1.

[28:48] 1. Vers 10, glaube ich, gibt es gar nicht mehr. Das ist nämlich der nächste Vers. 1 Vers 9 gibt es noch und es wäre dann Vers 10. Nämlich, wo es heißt: „Dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher im Himmel, Jesus Christus, den Gerechten.“ Also, er ist unser Fürsprecher.

[29:13] Wer ist der Ankläger? Haben wir schon gesagt. Der Ankläger ist Satan. Was ist der Maßstab, nach dem im Gericht wird? Das Gesetz Gottes. Kann mir jemand ein Bibelfest nennen, wonach der Maßstab des Gesetz Gottes ist? Wo deutlich wird, dass die 10 Gebote der Maßstab im Gericht sind? Ja, eine reicht mir schon. 1. Vers. Ihr werdet auf der Straße gefragt: Ihr glaubt, dass es ein Gericht gibt, wonach werden wir denn gerichtet? Ihr sagt: Die 10 Gebote.

[29:52] Es gibt natürlich mehrere Optionen. Die vielleicht einfachste oder die schönste oder die deutlichste ist in Jakobus. Schaut mal mit mir in Jakobus. Jakobus Kapitel 2. Vielleicht werdet ihr sagen: Ach ja, natürlich.

[30:20] Jakobus 2, Vers 12. Nachdem er vorher die verschiedenen Gesetze beschreibt, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht töten und so weiter. Jakobus 2, Vers 12: „Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen.“ Wir werden durch das Gesetz der Freiheit gerichtet. Welches ist das Gesetz der Freiheit? Das Gesetz, das mit den Worten beginnt: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land der Knechtschaft, aus dem Haus Ägypten herausgeführt habe.“ Der dich aus der Knechtschaft herausgeführt habe, das ist das Gesetz der Freiheit. Wird ja hier vorher erwähnt, die 10 Gebote. Du sollst nicht töten und so weiter, du sollst nicht Ehe brechen.

[31:05] Also könnt ihr sehen, dass hier Gläubige gerichtet werden? Der Jakobus spricht ja an Gläubige, oder? Also, wenn jemand euch sagt: Gläubige werden nicht gerichtet, sagt der Jakobus, sagt uns ganz deutlich. Der Paulus sagt in Korinther übrigens auch, dass wir alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden müssen. Also, die 10 Gebote sind der Maßstab.

[31:32] Wer sind die Zuschauer? Die Zuschauer? Wer sind die Zuschauer? Die Engel. Warum braucht es Zuschauer? Warum macht Gott das nicht privat für sich? Genau. Also Gott braucht das nicht. Gott muss sich nicht erinnern, wen er retten will. Aber wer braucht es? Ja, die Engel. Das heißt, das ganze Gericht findet in dem Moment erst einmal vor allem für die da statt. Die sind eigentlich nicht nur die Zuschauer, die sind eigentlich im Zentrum des Geschehens. Denn die Engel wollen wissen, warum man Bruder X und Schwester Y mit in den Himmel nehmen kann, trotz alledem, was sie verbockt und verzapft haben in ihrem Leben. Und die Antwort muss dann sein: Weil sie sich geändert haben.

[32:18] Glaubt ihr, irgendein Engel hebt seine Hand, wenn man ihn fragt: Sollen wir Bruder X oder Schwester Y mit in den Himmel nehmen? Sie haben ihr Leben lang nicht die Sünde überwinden können, aber sie versprechen, dass sie es dem Himmel nicht mehr tun. Das ist ungefähr so, als ob jemand sagt: Ich möchte gern getauft werden. Ich kann diese ganzen Sünden nicht überwinden und will sie auch bisher nicht überwinden, aber ich bin mir sicher, nach der Taufe, dann wird es klappen. Würdet ihr den taufen? Den Gemeinde aufnehmen? Aus welchem Grund sollten die Engel sagen: Ja, die wollen wir nehmen? Die wissen ganz genau, was das Problem gewesen ist im Himmel. Und die Engel haben ein Recht darauf zu sehen, dass sündige Menschen durch Jesus verändert worden sind, dass sie einen Charakter haben, der Jesus widerspiegelt.

[33:03] Das ist der Sinn des Gerichts. Das Gericht selbst demonstriert das nur, aber im Zuge des Gerichts, weil wir davon wissen, werden wir dazu animiert, zu Jesus zu kommen. Das ist ähnlich wie mit dem Gesetz. Das Gesetz selbst richtet uns nicht, aber wenn wir auf das Gesetz schauen, animiert es uns, zu Jesus zu kommen. Genauso kann uns das Gericht selbst ja auch nicht wirklich retten. Nur Jesus kann uns retten, aber wenn wir von dem Gericht wissen, dann sagen wir: Hey, Moment mal, alleine komme ich da nicht durch.

[33:34] Ja, vollkommen richtig, was du sagst, Maria. Lass uns noch einen letzten Gedanken überlegen. All unsere Werke, all unsere Taten, all unsere Gedanken, Worte, Motive, wo sind die verzeichnet? In den Büchern. Könnt ihr mir da ein Vers sagen? Super. Schön, wenn die Techniker nicht nur die Technik beherrschen, sondern auch die Bibel. Offenbarung 20, Vers? Ja, das ist schon ganz gut. Na, mit dem Hinweis können wir doch das alle finden, oder? Offenbarung 20, Vers 12.

[34:42] Ja, ich sage, die Toten, Klein und Groß, vor Gott stehen. Es wurden Bücher geöffnet, ein anderes Buch wurde geöffnet. Es ist das Buch des Lebens und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben steht. Also, Offenbarung 20, Vers 10 macht deutlich, die Bücher enthalten all die Werke.

[35:00] Und die Illustration ist sehr wichtig und deswegen macht das die Bibel ja. Stell dir vor, deine gesamte Lebensgeschichte gibt es als Autobiographie. Also, spart euch die Zeit, schreibt keine Biografie. Die Zeit könnt ihr besser nutzen. Es gibt schon eine Biografie von euch im Himmel und die ist ausführlicher, als ihr euch träumen könnt. Aber wenn man darüber nachdenkt, dass das gesamte Leben dort verzeichnet ist, dann ist das eher ein ernüchternder Gedanke, oder? Und vor allem, wenn man darüber nachdenkt, dass der Himmel dort die Biografie von allen Menschen dort verzeichnet hat.

[35:44] So, liebe Zeit, da gibt es nichts zum angucken. Und könnt ihr in diesem Gesichtspunkt verstehen, warum Jesus in dem Modell von dem Heiligtum diesen ganzen Vorgang dann genannt hat, die Reinigung des Heiligtums? Dass man all das aus dem Heiligtum, dem himmlischen Heiligtum irgendwann mal entfernen möchte, weil Gott das alles angesammelt hat, von den Menschen genommen hat, erstmal bei sich nach Hause genommen, erstmal weg von den Menschen. Genau.

[36:20] Ja, ganz genau das ist es. Das ist der ganze Dreck, unser Lebensdreck, den Jesus für uns bezahlt hat, den hat er mitgenommen. Das ist wie beim Kauf. Er hat es gekauft und hat es mitgenommen. Erstmal, ja. Bis zu dem Zeitpunkt, wo man es ordnungsgemäß entsorgen kann. Er entsorgt das. Aber der Punkt ist jetzt der. Es gibt eine Verbindung zwischen dem, was im Himmel geschieht und dem, was auf der Erde geschieht. Denn auch wenn wir Jesus annehmen, leben wir immer noch weiter. Und das Gericht beurteilt, ob wir die Sünden ihm gegeben haben und dann auch gelassen haben.

[36:55] Das ist eine der berühmtesten Geschichten dazu. Das Gleichnis von dem Mann, der eine große Summe Geld erlassen bekommen hat und dann doch in seinem Leben gezeigt hat, dass er die Gnade nicht verstanden hat. Und die Strafe, die ihm schon vergeben worden war, wird wieder auf ihn gelegt. Das heißt, man kann Vergebung bei Jesus bekommen und trotzdem nicht durch das Gericht kommen, weil man in seinem Leben die Vergebung nicht auslebt. Deswegen ist es so wichtig, was wir hier sagen. Ja, Jesus vergibt uns, wenn wir, wir sind schuldig, Jesus vergibt uns, aber dann möchte er, dass wir auch gerecht leben. Ja, das ist der entscheidende Punkt, weil ansonsten, wenn ich weiter so tue, wie ich vorgelebt habe, dann wird das wieder umgedreht. Dem anderen vergeben. Ganz genau. Ja, ganz genau. Das ist ein ganz wichtiger Gedanke.

[37:50] Habt ihr gewusst, dass Ellen White sagt an einer Stelle, dass das Werk des Untersuchungsgerichts dazu führen wird, dass wir auch wir selbst, wenn es dann fertig ist, uns nicht mehr an unsere Fehler von damals erinnern können? Denkt mal drüber nach. Jetzt ist es ja so, bei der Vergebung am Kreuz, da wird mir vergeben und ich weiß, ich werde dafür nicht mehr bestraft werden für diese Sünde. Mir ist vergeben worden. Das ist sehr gut und das ist entscheidend. Aber trotzdem haben wir noch die Erinnerung an das, was passiert ist, oder?

[38:34] Aber wenn Jesus wiederkommt, wir dann im Himmel sind und später auf der Erde, wird all diese Erinnerung an diese vergangenen Sünden nicht nur vergeben sein, die Erinnerung wird gelöscht sein. Das ist wie, als wenn man schlussendlich auf einem Computer die ganze Festplatte formatiert, wenn man alle Dateien löscht, wenn es wie weißes Papier ist. Das nennt die Bibel die Tilgung der Sünden. Das erste am Kreuz ist die Vergebung der Sünden. Gott sagt: Ich bezahle das. Und dann im Untersuchungsgericht werden diese Sünden getilgt und das hat den praktischen Effekt für uns. Manchmal denken wir, was ist der praktische Nutzen davon? Der praktische Nutzen ist, wenn wir dann bei Gott sind, werden wir uns an diese Dinge nicht einmal mehr erinnern können. Es ist wie, als ob wir es tatsächlich nie getan hätten.

[39:22] Und wenn ihr das versteht, kann man nicht dann sagen: Mit David, richte mich. Das wäre doch grandios. Dann ist doch plötzlich das Gericht eine gute Nachricht. Wir leben jetzt zwar mit Heilung, aber mit hässlichen Narben. Aber Gott möchte nicht nur heilen, er möchte auch die Narben so wegtun, dass irgendwann man nicht mehr weiß, dass da mal eine Narbe gewesen ist. Und das ist die gute Nachricht vom Gericht.

[39:49] Ihr Lieben, an der Stelle müssen wir jetzt aus Zeitgründen einhaken. Wir werden nächstes Mal weitermachen und meine wichtige Frage an euch ist: Wollen wir uns vornehmen, jeden Tag etwas über das Gericht nachzudenken? Und zwar nicht einfach nur als das Urteil, was dann mal gefällt wird, sondern an den Jesus, der uns wirklich gerecht machen kann, der unsere Kleider in seinem Blut waschen kann. Dass wir vor ihm stehen, so wie der Josua in Sacharja 3. Kennt ihr die Geschichte? Der mit schmutzigen Kleidern kommt und weiße Kleider bekommt und der Satan ihn nicht mehr anklagen kann. Ja, werden wir das nächste Mal dann besprechen.

[40:54] Jetzt wollen wir gemeinsam beten, ja? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort studieren konnten. Bitte hilf uns, dass wir diese Dinge weiter in unserem Herzen bewegen und vor allem, dass wir uns immer daran erinnern, dass wir aus eigener Kraft nichts schaffen können. Dass wir deine Hilfe brauchen, deine Gnade und dass ohne Jesu Fürbitte wir schon längst verloren wären. Hab Dank, Jesus, dass du die Wahrheit so klar und deutlich uns machst. Vergib uns, dass wir so oft von dir abgefallen sind und gib, dass wir uns bewusst machen, dass nur in dir wir echten Frieden, echte Freude, ein ewiges Leben haben können. Und so möchten wir diese Vorbotschaft vom Gericht annehmen und danken dir, dass du mehr tust, als wir zu träumen wagen. Dass du sogar die Erinnerungen an unsere Sünden auslöschen wirst. Dass wir für alle Ewigkeiten ganz neu mit dir anfangen können. Hab Dank dafür, Jesus, von ganzem Herzen. Amen.

[41:50] Ich wünsche euch Gottes Segen bis zur nächsten Woche und dann viel Freude im Studium seines Wortes.


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