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In dieser Predigt über Offenbarung 14, Vers 7, taucht Christopher Kramp tief in die Bedeutung der „Furcht Gottes“ ein. Er erklärt, wie diese zentrale Botschaft das Fundament des Evangeliums bildet und wie sie durch vier wichtige Schritte erlangt werden kann: Worte annehmen, demütig zuhören, beten und intensiv suchen. Anhand biblischer Beispiele wie Abraham und Hiob wird verdeutlicht, dass die Furcht Gottes nicht Angst vor Strafe, sondern eine tiefe Liebe und Hingabe an Gott bedeutet, die uns befähigt, das Böse zu meiden.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Willkommen zu unserem Offenbarungsseminar, jetzt im zweiten Versuch. Klappt es mit dem Ton? Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de und dass ihr später diese Aufnahme anschaut zu einem Thema, das es wirklich in sich hat.

[0:13] Wir beginnen heute mit der dreifachen Engelsbotschaft, mit der eigentlichen Botschaft. Wir werden sie zerlegen Stück für Stück, bis wir sie wirklich in uns haben. Und darauf kommt es ja an, nicht wahr, dass wir sie nicht nur mal gehört haben, sondern wirklich sie verstehen, dass wir sie leben können.

[0:29] Und ich möchte euch einladen, dass wir zu Beginn niederknien und dann mit dem Studium beginnen. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir zu dir kommen können und dass durch Jesus Christus wir Zugang haben zu deiner Gnade, zu deiner Liebe, zu deiner Güte. Wir danken dir, dass trotz all unserer Fehler und Sünden und Rebellionen du immer wieder uns zu dir ziehst, dass du dich nach uns ausstreckst, dass du uns immer wieder zu dir bringst.

[1:04] Und dass wir jetzt auch aus deinem Wort lernen und lesen dürfen, worauf es ankommt in dieser letzten Zeit, dass wir die Botschaft, die eigentliche Botschaft für diese Zeit, selbst verstehen und anderen weitergeben können. Weil wir sie nicht nur verstehen, sondern auch leben. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist die Wahrheit klar und deutlich und verständlich machst, sodass jeder sie von uns verstehen kann und leben kann. Wir möchten dich bitten, dass in dem, was wir lesen, wir Trost und Hoffnung und Kraft finden. Denn wir haben gelesen, dass das Evangelium eine Kraft ist. So bitten wir dich, dass du mit deinem Heiligen Geist, mit der Kraft deines Wortes unter uns bist und mit jedem Einzelnen, der auch live zuschaut. Im Namen Jesu. Amen.

[1:48] Also ihr Lieben, auf die Plätze, seid ihr angeschnallt? Offenbarung 14, Vers 7. Ich muss euch sagen, ich freue mich da seit ungefähr drei Jahren drauf, auf diese ganzen nächsten Wochen, die wir haben werden. Und wenn ihr jemanden auch kennt in der Gemeinde, der vielleicht bisher nicht zum Offenbarungsseminar gekommen ist, aber der sagt, also die drei Engelsbotschaft, die kann ich noch nicht wirklich bis ins Allerletzte. Bringt den mit! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendetwas Wichtiges geben kann, als das zu wissen und das zu kennen. Das muss die absolute Priorität sein. Wenn wir nicht alles wissen aus Offenbarung 11, nicht jeden Vers in Offenbarung 17 erklären können, wenn wir nicht Daniel 11 bis in die letzte kennen, das ist alles okay und verzeihbar und wir haben Zeit. Aber wenn wir die dreifache Engelsbotschaft, wenn wir da kein Interesse dran haben, das wäre doch schade.

[2:42] Und so freue ich mich, dass ihr heute da seid, dass ihr eingeschaltet habt zu Offenbarung 14, Vers 7. Das heißt hier: "Der sprach mit lauter Stimme..." Und das erste Wort, die erste Formulierung, die wir heute anschauen wollen, ist, was die ersten beiden Worte? "Fürchtet Gott!"

[2:57] Jetzt mache ich das mal wieder gerne in Gemeinden, ich frage auch in Bibelstunden, wenn du die Möglichkeit hättest, das gesamte Evangelium so in vier oder fünf Sätzen zusammenzufassen, so eine kleine Zeitungskolumne, mit welchem Satz würdest du anfangen? Die ganze Botschaft der Bibel so in vier oder fünf Sätze zusammenfassen, so dass sie so in kleine Zeitungsartikel passt, was wäre dein erster Satz? Was wäre euer erster Satz? Wenn ihr jetzt die Möglichkeit hättet, es gibt euch so ein paar Zeilen in der Zeitung, und ihr dürft in der Stuttgarter Zeitung, erste Seite, das ewige Evangelium in fünf Sätzen beschreiben. Was wäre der erste Satz? Wenn ihr das nicht kennen würdet, wenn ihr einfach die Botschaft so als Evangelium begreift, was wäre der erste Satz, den ihr normalerweise schreiben würdet? Gott möchte sich mit dir verbinden. Also wahrscheinlich würden wir doch sowas sagen wie: Gott ist die Liebe, oder? Christus ist für uns gestorben, es gibt Hoffnung. Ja, irgendetwas. Aber ganz ehrlich, wenn wir das geschrieben hätten, wir hätten das wahrscheinlich nicht als erstes geschrieben: Fürchtet Gott, oder?

[4:24] Und trotzdem steht das als allererste Formulierung, als allererster Gedanke. Vor allem anderen steht: Fürchtet Gott. Und wir wollen heute verstehen, warum. Fangen wir mal an in dem offensichtlichsten Parallelvers zu diesem Gedanken, in Prediger. Prediger, Kapitel 12, Vers 13 und 14. Und heute werden wir wieder kräftig durch die Bibel jagen. Prediger 12, Vers 13 und 14. Denn die dreifache Engelsbotschaft ist wirklich, ja, das Kondensat der gesamten Bibel.

[5:00] Prediger, Kapitel 12, Vers 13 und 14. Wann ist denn Prediger geschrieben worden? Okay, vielleicht eine einfache Frage: Von wem ist Prediger geschrieben worden? Salomo. Genau. Und wann? Am Ende seines Lebens, am Ende der Herrschaft von Salomo, als wir zurückkamen von seinem langen Abfall. Prediger 12, Vers 13 und 14. Das sind die letzten Worte, eigentlich reicht Vers 13, die letzten Worte dieses Buches. Da heißt es: "Lasst uns die was?" Die Hauptsumme, ja, oder die Summe. Was ist eine Hauptsumme? Genau, wenn ich addiere und addiere und addiere und addiere und addiere und addiere und dann unter dem Strich bleibt das übrig. Die Engländer sagen: "The bottom line is." Ja, das ist das, das ist das, was unter dem Strich übrig bleibt. Das kennen wir auch nicht, wa? Sagt mir, was bleibt unter dem Strich übrig, worauf kommt es wirklich an? Ja, und der Salomo, der ist ja durchaus auch recht philosophisch im Predigerbuch. Das geht ja manchmal wirklich in erhabene Höhen, was die Gedanken angeht, man kommt manchmal kaum hinterher. Aber dann sagt er: "Okay, pass auf, ich sag euch jetzt, worauf es wirklich ankommt, was das ist, was Unverzichtbares, die Hauptsumme aller Lehre, von allen Lehrpunkten in der Bibel ist: Was?"

[6:18] "Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, sei es gut oder böse." In Offenbarung 14, Vers 7 heißt es dann: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichtes ist gekommen, und betet dem, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen." Das heißt, Offenbarung 14, Vers 7 ist eigentlich eine neutestamentliche Variante von Prediger 12, Vers 13 und 14. Und deswegen können wir Schlussfolgerungen ziehen: Die dreifache Engelsbotschaft ist die Summe aller Lehre. Es ist die Summe aller Lehre. Alle 28 Glaubenspunkte, alle biblischen Lehren, alle Prophetie, alle Persönlichkeiten, alles, was in der Bibel als Lehre wichtig ist, wird zusammengefasst in diesen Worten, die wir jetzt nach und nach studieren wollen. Und als allererstes steht dort: Fürchte Gott.

[7:10] Also, glaubt ihr, dass es wichtig ist, zu wissen, was Gottes Furcht ist? Ich würde sagen, das ist eines der allerwichtigsten Dinge überhaupt in der Bibel. Jetzt lasst uns mal beim Salomo bleiben und mal zu Sprüche gehen, denn bevor wir studieren, was es ist, müssen wir eigentlich etwas lernen von Salomo, was die Bedingung ist, damit man es überhaupt verstehen kann. Der Salomo sagt uns, bevor wir verstehen können, was "fürchte Gott" bedeutet, gibt es vier Bedingungen, die erfüllt werden müssen.

[7:37] In Sprüche 2, Vers 1 bis 5. Dort steht: "Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst, sodass du der Weisheit dein Ohr leihst und dein Herz der Einsicht zuwendest, wenn du um Verständnis betest und um Einsicht pflegst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, Vers 5: Dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen." Das heißt, hier haben wir vier Schritte, die wichtig sind, wozu gesagt wird: Wenn du das tust und wenn du das tust und wenn du das tust und wenn du das tust, dann – nicht "dann kannst du" oder "dann kannst du vielleicht" oder "dann solltest du" – sondern: "dann wirst du die Furcht Gottes verstehen."

[8:47] Also, was sind die, was ist der erste Schritt? Genau, genau. Also erstmal annehmen und bewahren, ja. Das heißt, wenn ich schon gar nicht zuhöre, ja, wenn ich abblocke, habe ich keine Chance. Ich muss erstmal das annehmen, was Gott sagt. Was ist der zweite Schritt, Vers 2? Genau. Also, was heißt das? Das Ohr, genau. Ohr und Herz. Und was sollen die machen? Was ist das? Zu neigen, zuwenden. Jetzt also, das eine ist annehmen, ja, das andere ist zu neigen und zuwenden. Was heißt das? Zu neigen, zuwenden, das Ohr leihen, zuhören, Interesse haben, oder? Ja, das ist ein bewusstes Interesse. Also ich schreibe mal Zuneigung. Letztendlich ist das ein echtes Interesse. Also das erste ist: Okay, ich nehme es erstmal an, ich bewahre das, ich behalte das. Aber dann reicht es nicht nur, wenn ich die Sachen auswendig lerne, stur. Ich muss darauf hören wollen. Jesus sagt: "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt." Der weiß ja das Ohr, was willst du mir genau sagen, ja?

[10:01] Jetzt schauen wir mal den dritten Schritt an. Was ist der dritte Schritt? Das ist schon Vers 4, aber Vers 3. Das möchtest du auf keinen Fall übersehen, bin mir ganz sicher. Ja, rufen und? Genau. Hat jemand noch eine andere Übersetzung? Und... ohne Einsicht? Nimmst du mal Vers 3 vor bei dir? Okay, ja. Hat jemand noch eine andere Übersetzung? Ich sage mal, was Schlachter sagt. Schlachter sagt es am allerschönsten, am einfachsten: "Wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst." Dann ist es ja, seine Stimme rufen, weil wenn man zu Gott ruft, dann tut man beten, ja? Gebet. Das heißt, das Wort Gottes annehmen, Interesse daran haben, darauf hören, was sagt der Geist mir, und dann aber nach der Weisheit, dann beten, rufen, flehen: "Herr, bitte, zeig es mir!" Ja?

[11:14] Und dann, selbst das reicht noch nicht, sondern Vers 4 sagt dann: Was? Was sollen wir tun? Suchen und forschen. Und zwar nicht einfach so ein bisschen so, naja, heute lese ich drei Vers statt zwei, sondern wie sollen wir forschen? Wie nach Schätzen. Und jemand, der auf Schatz... Ich habe das ja damals gesehen, vor einigen Wochen, 1848, 49, Goldrausch, ja? Die Leute haben alles stehen und liegen lassen, sie haben sich ins Abenteuer gestürzt, weil sie wollten das unbedingt. Und wenn jemand Gold sucht, ja, das Gold liegt nicht auf der Erdoberfläche. Da muss man, also es gibt verschiedene Methoden, ich weiß nicht, man muss graben oder man muss dann mühsam das auswaschen, nicht wahr? Also ein Goldgräber, der muss viel investieren.

[12:03] Um die Furcht Gottes zu verstehen, müssen wir diese vier Schritte tun. Wir müssen – Gott spricht zu uns nicht mehr, das müssen wir erstmal annehmen. Dann müssen wir genau zuhören, was will er genau sagen? Und dann verstehen wir, da gibt es mehr, da gibt es mehr zu entdecken. Dann beten wir und sagen: "Herr, zeig mir, was ist es wirklich, was ist die Furcht des Herrn?" Und dann müssen wir suchen und forschen und nach diesen Schätzen Ausschau halten. Und dann sagt die Bibel: Wenn wir das tun, wenn wir diese Einstellung haben: "Ich möchte das verstehen!" Ja? "Ich möchte es wirklich verstehen, Herr, zeig mir, was die Wahrheit ist, zeig mir, was die Furcht Gottes ist." Dann sagt er: "Dann wirst du es verstehen." Es gibt keinen Weg drumherum. Es gibt auch niemand, der so danach sucht, wird es nicht verstehen. Jesus sagt: "Ihr werdet mich finden, wenn ihr mich von eurem ganzen Herzen sucht."

[12:47] Aber wenn wir das nicht tun, dann bleibt "fürchte Gott" nur so, naja, so, naja, wie es bei vielen von uns manchmal so ist, nicht wahr? Wir müssen halt eher fürchterlich im Gottesdienst sein, nicht zu laut. Mit Krawatte, so. "Fürchte Gott." Ja. Das ist auch wichtig, ja? Aber ist das alles? Suchen wir wirklich danach, was die Furcht Gottes bedeutet?

[13:09] Schauen wir noch ein Vers an und dann gehen wir ins eigentliche Studium. Schaut mal in Psalm 111. Psalm 111. Und dort Vers 10. Genau. "Die Furcht des Herrn ist was?"

[13:41] Der Weisheit Anfang. Okay, jetzt vergleiche den Vers mal mit Sprüche 1, Vers 7. Ganz ähnlicher Gedanke. Sprüche 1, Vers 7. Was steht dort? Sprüche 1, Vers 7. Genau. Also Psalm 111 sagt: "Ist der Anfang der..." Genau. Der Weisheit. Und Sprüche sagt: "Es ist der Anfang der Erkenntnis."

[14:09] Jetzt denk mal scharf nach. Wenn Sprüche und Psalmen sagen, dass "fürchte Gott" der Anfang der Weisheit und der Erkenntnis ist, was folgt daraus? Welche Schlussfolgerung können wir ziehen? Das stimmt. Denk mal weiter. Welche Schlussfolgerung kann man noch ziehen? Wenn "fürchte Gott" der Anfang... Da geht es weiter, ja.

[14:44] Also Psalm 111 sagt: "Fürchte Gott ist der Anfang der Weisheit." Und Sprüche 1 sagt: "Fürchte Gott ist der Anfang der Erkenntnis." Und Offenbarung 14, Vers 7 sagt: "Fürchte Gott ist der Anfang..." Das steht nicht "ist der Anfang", aber wir wissen, es ist der Anfang von?

[15:11] Der Anfang der dreifachen Engelsbotschaft, oder? Aber ist das nicht wahr? Ist das nicht der Anfang der dreifachen Engelsbotschaft? Damit geht es los. Es ist der Anfang des ewigen Evangeliums. Heißt also, das ewige Evangelium, die dreifache Engelsbotschaft ist die Weisheit. Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit. Wie beginnt die dreifache Engelsbotschaft? Fürchtet Gott. Was ist die Hauptsumme aller Lehre? Fürchte Gott. Dann kommen andere Dinge. Aber der Anfang, die Hauptsumme aller Lehre, der Anfang des ewigen Evangeliums, der Anfang der dreifachen Engelsbotschaft, der Anfang der Weisheit und Erkenntnis ist immer: Fürchte Gott. Damit geht es los.

[15:54] Heißt also, die dreifache Engelsbotschaft ist die wahre Erkenntnis. Und ihr wisst, Erkenntnis in der Bibel meint was? Erkenntnis in der Bibel meint... Ich habe das Gefühl, das habe ich schon so oft gesagt. Adam erkannte seine Frau. Und Erkenntnis heißt also nicht nur, jetzt bin ich noch klüger, jetzt weiß ich noch mehr prophetische Daten. Erkenntnis heißt Beziehung zu Gott. Der Anfang aller Beziehung zu Gott ist die Furcht des Herrn. Das heißt, die dreifache Engelsbotschaft als Ganzes – auf Markus 14, Vers 7, 8, 9, 10, 11, 12 – ist die Erkenntnis, ist die Weisheit. Das ist Christus sozusagen in Endzeitbotschaft ausgedrückt.

[16:46] Okay, jetzt müssen wir ein bisschen weiter gehen. Wir haben nicht die Zeit, alle Punkte anzuschauen. Es gibt so viele. Aber es ist vor allem ein alttestamentliches Konzept, die Furcht des Herrn. Schauen wir mal in 1. Mose Kapitel 22. Wir schauen uns wenigstens die wichtigsten an. 1. Mose 22 und dort Vers 12.

[17:15] 1. Mose 22 ist eine Geschichte für sich. Man könnte zwei Stunden dafür aufwenden, die Geschichte zu analysieren und zu interpretieren. Ihr kennt die Geschichte. Abram wird aufgerufen, seinen Sohn Isaak zu opfern. Ich werde jetzt nicht alle Details erwähnen. Ich denke, ihr kennt sie. Wir haben sie ja oft genug gelesen und studiert. Aber ich möchte eure Aufmerksamkeit lenken auf den 11. und 12. Vers. Dort heißt es, nachdem jetzt also Abram bereit war, alles zu tun, der Isaak liegt auf dem Altar, ist gebunden. Abram hat sein Messer ausgestreckt und im Hebräer sagt, im Kopf hat er ihn ja quasi schon umgebracht. Vers 11: "Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu und sprach: Abraham, Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm gar nichts. Denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest."

[18:12] Also Gott sagt: "Nun weiß ich, dass du Gott fürchtest." Wann hat er es gewusst? Als Abraham bereit war, seinen Sohn auf den Altar zu legen. Da sagt Gott: "Nun weiß ich." Hat Gott vorher schon gewusst, dass es so kommen wird? Schon natürlich. Aber jetzt war es offensichtlich vor dem ganzen Universum, was Furcht des Herrn wirklich bedeutet.

[18:47] Die Furcht des Herrn in einem sehr ersten und wichtigsten Prinzip ist die Bereitschaft, alles aufzugeben für Gott, wenn er es fordert. Gehorsam nicht nur, weil er einem etwas Gutes beirausspringt, sondern Gehorsam selbst dann, wenn es eigentlich Schaden ist.

[19:15] Die Frage ist, warum würde Gott so etwas verlangen? Warum verlangt Gott das? Wir haben ja gesagt, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Das sieht ja eher aus wie das Allerletzte. Das ist ja eher das Höchste, was man erreichen kann. Natürlich, das war der schlimmste Test, der in der Menschheit bestehen kann. Wir alle sind nicht gerufen, unsere Söhne auf den Altar zu legen. Aber warum hat das Jubel den Anfang? Ja, totaler Glaube an Gott, auf sein Wort, dass Gott ihn wieder auferwecken wird zum Beispiel. Es ist ein Gleichnis auf Jesus Christus. Es ist ganz genau. Es ist ja eigentlich ein Bild auf den Vater. Gott den Vater, der bereit ist, auf seinen Sohn zu geben.

[20:14] Jetzt, das Ganze hat einen Hintergrund eigentlich in einer Geschichte, die nicht direkt aufscheint. Aber ihr alle kennt die Geschichte von Adam und Eva, oder? Adam sollte, genauso wie Eva, eine Liebesbeziehung zu Gott haben. Sie hatten eine Liebesbeziehung zu Gott. Und dann kommt einer der wichtigsten Momente in der Menschheitsgeschichte. Das war, als Adam, nichts ahnend, im Garten so vor sich hin arbeitet und plötzlich kommt die Eva, schön wie sie ist, jubelnd und vielleicht leicht tänzelnd und sagen: "Hey, ich habe von dir gegessen, es ist gar nicht schlimm." Ist auch.

[20:53] Und im Kopf von Adam läuft es wie so ein Film ab: Gott oder Eva? Gott oder Eva? Gott oder Eva? Das Bild sagt ganz deutlich, er war nicht verführt. Eva war verführt, Eva hat wirklich aufrichtig gedacht, es war eine Sünde, es war verkehrt. Aber Adam wusste ganz genau. Und Adam war nicht bereit, das Liebste, was er hatte, für Gott aufzugeben. Er war nicht bereit. Er hat gesagt: "Gott, du hast mir so viel Gutes geschenkt, und ich weiß es auch, du hast mir den Garten geschenkt und das geschenkt und mein Leben und so weiter, aber ich liebe etwas mehr als dich. Und deswegen gebe ich dich auf und entscheide mich für Eva." Und das eigentlich hat das Denken der Menschen, das mit der gefallenen Natur bewirkt. Da ist die Liebe eigentlich wirklich zerbrochen.

[21:49] Und Gott, jetzt denkt man darüber nach, das ist ein sehr tiefer Gedanke und kann gar nicht bis ins Letzte ausgehen, aber Gott hat im Universum gezeigt, was Liebe ist, als er in derselben Situation war. Nur umgekehrt. Adam war in der Situation: Mein Liebstes, was ich habe, Eva, oder Gott? Und Gott war in der Situation: Das Liebste, was ich habe, meinen Sohn oder die Welt. Und Gott hat sich genau andersrum entschieden als Adam. Gott hat gesagt: "Das Liebste, was ich habe..." Adam konnte es nicht ertragen, von seiner Eva getrennt zu sein und mit Gott zu sein. Er konnte es nicht ertragen. Aber obwohl es Gott das Herz gebrochen hat, war er bereit, von seinem Liebsten, Jesus, getrennt zu sein.

[22:44] Wenn Jesus ruft: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Dann denken wir immer, dass das schlimmste Erlebnis bei Jesus war. Ich habe das jetzt bei Ellen Weidenmacher nachgelesen. Sie sagt in "Schritte zu Jesus": Das Herz Gottes des Vaters hat den Preis der Sünde bezahlt. Er hat den Preis bezahlt. Als er am Kreuz stand und sich entschieden hat: "Soll ich die Verbindung zu meinem Sohn aufrechterhalten oder soll ich mich von ihm trennen? Weil nur dann kann mein Zorn wirklich auf ihm liegen. Und nur dann kann ich die Menschen retten." Da hat er sich entschieden, von seinem Sohn sich zu trennen. Und das war der Ausdruck seiner Liebe. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt.

[23:37] Und das hier war ja im Prinzip nur so eine, das war ja nicht mehr das Gleiche. Das war ja nur im Schatten. Das war ja nur ein Gleichnis davon. Und zu zeigen: Ist jemand bereit, auf das Liebste, was er hat, zu verzichten? Nicht, weil er Angst vor der Strafe hat, sondern weil er so sehr mit Gott sein möchte und er es sich nicht vorstellen kann, gegen Gott zu sündigen. Und das, sagt Gott: "Jetzt erkenne ich." Das ist die Furcht Gottes.

[24:05] Lass uns dem Gedanken mal weiter denken. Das ist die Furcht. Es hat also etwas ganz Tiefes mit Liebe zu tun. Schaut mal mit mir in 2. Mose Kapitel 20. 2. Mose 20, berühmtes Kapitel. Dort finden wir die 10 Gebote. Und die 10 Gebote sind zwar spektakulär. Es war der Schofarhörner erschallend, der Berg bebt. Und die Bibel sagt, das Feuer ging bis zum Himmel. Die Bibel sagt in 5. Mose, da gibt es eine Predigt auf den jungen Medien, es ging bis in das Herz des Himmels. Das Feuer kam ja nicht vom Berg, das kam vom Himmel. Das heißt, das Herz des Himmels hat Feuer ausgesandt. Und das Feuer in der Bibel ist ein Symbol für... das Feuer steht für die Liebe Gottes. Das ist das verzehrende Feuer, das die Sünde verzehrt. Das heißt, eigentlich hat Gott eine Liebeserklärung dort am Sinai vorgenommen.

[24:59] Schaut mal, was Gott dann sagt, als die Israeliten sagen: "Wir fürchten uns." 2. Mose 20, Vers 20. Gott spricht durch Mose. "Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht." Steht es bei euch auch? "Fürchtet euch nicht." Also habt keine Angst. Eure Knie müssen nicht aneinander schlottern. "Denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen." Wie beim Abraham. Ich weiß nicht, wie er es heißt. Es geschah nach diesem Ding. Da prüfte Gott den Abraham, oder? "Denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei."

[25:45] Warum? Damit ihr nicht – zunächst die Furcht Gottes – sagt: "Ich bin bereit, auf das Liebste zu verzichten für Gott." Was eigentlich bedeutet: Gott ist für mich das Allerbeste. Gott ist für mich das Allerliebste. Denn wenn ich jemanden mehr lieb habe als mein Allerliebstes, dann kann ich auf das Allerliebste verzichten. Das ist eigentlich nur ein Problem, wenn das Allerliebste mehr wert ist als Gott. Wenn Gott für mich wichtiger ist, dann kann ich auf das Allerliebste verzichten.

[26:21] Und diese Prüfung, wo Gott fragt: Bin ich die Nummer 1 in deinem Leben? Übrigens, ihr wisst ja, das ist ja das, was Jesus gesagt hat. Er hat gesagt: "Wenn du nicht bereit bist, Vater und Mutter und Sohn und so weiter, weniger zu lieben als mich, kannst du nicht mein Jünger sein. Du kannst gar nicht den ersten Schritt mit mir gehen." Das ist der Anfang der Erkenntnis, der Anfang des Weges mit mir. Die erste Entscheidung ist: Gott ist Nummer 1. Weil ich Nummer 1 für ihn war. Und das ist die Grundsatzentscheidung der Liebe. Du kannst keine Liebesbeziehung anfangen, wenn du sagst: "Ich würde gerne eine Liebesbeziehung mit dir haben, aber du bist nur Nummer 2 in meinem Leben. Ich habe da eine Person, die noch wichtiger ist." Da kannst du gar nicht anfangen.

[27:03] Die erste Grundsatzentscheidung, wenn du in eine Beziehung eingehst, ist, diese Person ist ab jetzt – vielleicht am Anfang erst mal kennenlernensweise, nicht wahr – aber sie ist jetzt erst einmal die Nummer 1. Und ich Nummer 2 oder 3. Und das ist diese Idee von der Furcht Gottes.

[27:20] 2. Mose 20 sagt, dass wir nicht Angst haben sollen vor ihm. Ja, wir sollen eine heilige Scheu vor ihm haben. Wir sollen, wie ein Kind auch den Vater fürchtet, sozusagen im Sinne von, dass man Respekt vor ihm hat. Aber wir sollen – und das ist der Punkt – nicht sündigen, denn Sünde trennt. Das wäre das, was Adam gemacht hat. Die Sünde Adam. Die Bibel sagt, dass die Sünde durch den Adam kam, weil der Adam nicht bereit war, auf das Liebste, was er hatte, zu verzichten. Dadurch kam die Sünde in die Welt. Und hier steht: "Ich möchte, dass die Furcht Gottes vor Augen geht." Das heißt, im Grunde genommen hat Adam die Furcht Gottes gebrochen. Das ist das Problem. Er hat die Furcht Gottes gebrochen. Wenn er Furcht Gottes gehabt hätte, hätte er gesagt: "Ich bin bereit, auf das Liebste zu verzichten für Gott."

[28:06] Und deswegen beginnt das Evangelium mit dem Gedanken, da wo das Evangelium gebrochen ist, beginnt es mit dem Gedanken: Du musst bereit sein, auf das Liebste zu verzichten für Gott. Nicht sündigen.

[28:17] Jetzt gehen wir mal weiter. Du wolltest was sagen. Machen wir weiter. Okay, machen wir danach weiter. Schau mal in 5. Mose. In 5. Mose, Kapitel 10. 5. Mose, Kapitel 10. Und dort Vers 12.

[28:38] 5. Mose hat also, wenn wir die Zeit hätten, können wir das alle lesen, aber wir haben die Zeit nicht. Also, wirklich, reihenweise solche Statements, wie sie hier jetzt kommen. In 5. Mose versucht Gott, also, 5. Mose ist übrigens das erste Buch in der Bibel, wo, wenn man es chronologisch liest, wo Gott sagt, dass er uns liebt. Das ist eines der ergreifenden, ergreifenden, ergreifenden, es ist eines der ergreifendsten Bücher überhaupt in der ganzen Bibel. 5. Mose 10, Vers 12.

[29:10] "Was fordere ich von dir als nur das?" Was kommt da zum Ausdruck? Es ist nicht viel, es ist jetzt nichts Weltbewegendes, nichts haarsträubend Schwieriges. "Du musst also von Gott dienst, mit deiner ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, indem du die Gebote des Herrn, deine Satzung hältst, die ich dir heute gebiete, zum Besten für dich selbst." Mit anderen Worten: Gott sagt: "Also, pass mal auf, du musst nicht Pilgerfahrten machen und du musst nicht so oft beten und das zu machen und das zu sehen, das zu machen. Was verlange ich denn sonst von dir als nur, dass ich die Nummer Eins bin, dass du mich liebst von ganzem Herzen, von ganzer Seele, und das wird sich zeigen, dass du mir gehorsam bist, weil das sowieso am besten für dich ist, weil du mir glaubst."

[29:59] Schaut, ihr Lieben, wisst ihr, der große Kampf begann mit der Idee, dass jemand gesagt hat: "Ich glaube nicht, dass Gott das Beste für mich vorhat. Ich glaube, ich kann besser für mich sorgen, als Gott für mich sorgen kann." Damit begann es. Und das Gegenbild dazu ist die Idee: Ich muss nicht um mich selbst kümmern, ich kümmere mich um andere. Deswegen ist übrigens – nebenbei gesagt – medizinische Missionsarbeit so wichtiger Bestandteil des Evangeliums, weil in der medizinischen Missionsarbeit eben gute Taten tun für andere. Da kümmere ich mich um andere. Da sage ich: "Ich will erst mal für andere da sein. Gott kümmert sich schon um mich." Das ist ja die Idee des Evangeliums. Ich bekomme von Gott, da kann ich für andere geben. So funktioniert der Himmel. Das ist ein Kreislauf. Aber dass ich stoppe den Kreislauf und sage: "Nein, ich muss um mich selbst kümmern und muss mal sehen, dass ich durchboxe."

[30:52] Ganz genau. Ja. Absolut. Ganz genau. Nur durch seine Liebe kann ich mich verstehen. Ja. Absolut.

[31:26] Ganz genau. Nur durch seine Liebe kann ich mich verstehen. Schau mal bei mir in Hiob. Hiob Kapitel 1. Ihr kennt die Geschichte von Hiob. Hiob war vollkommen, es heißt, er mied das Böse. Und er hat ein Herz verstrappt. Übrigens, der Hiob, wenn ihr das lest, das ist mir letztens aufgegangen, in Hiob 1 wird sein Charakter beschrieben, in Hiob 2 wird seine Familie beschrieben und in Vers 3 wird sein Besitz beschrieben. Charakter, merkt euch die Reihenfolge: Charakter, Familie, Besitz. Drei Dinge, die er hatte. Einen guten Charakter, eine tolle Familie und viel Besitz. Gott hat ihn gesegnet. Charakterlich, mit Familie, mit Besitz.

[32:07] Gott macht eine Versammlung im Himmel. Der Satan kommt. Und ich weiß, es geht so ein bisschen hin und her. Und dann stellt der Satan eine entscheidende Frage. Schaut mal in Vers 9. "Der Satan aber antwortete dem Herrn und sprach: Ist Hiob..." Was ist das nächste Wort? Kapitel 1, Vers 9. Hiob Kapitel 1, Vers 9. "Der Satan aber antwortete dem Herrn und sprach: Ist Hiob..."

[32:30] "...umsonst?" Gott ist fürchtig. Mit anderen Worten, du hast ihn bezahlt. Er liebt dich nur, weil er was bekommt. Er ist nur deswegen, du bist nur deswegen Nummer 1, weil du ihm Geld gibst. Stell dich mal vor. Stell dich mal vor, ihr seid verheiratet und ihr schwärmt von eurem Ehepartner und sagt: "Er macht so viele tolle Sachen, er ist so lieb zu mir und er liebt mich so wunderbar." Und dann sagt jemand: "Ja, das ist nur, weil du ihm halt alles reingestopft hast. Weil du ihm ständig Geld stellst." Das ist ein ziemlich interessanter Gedanke.

[33:11] Und diesen Gedanken kann man nur entkräften. Man kann ihn am Ende nur entkräften, wenn man eine Situation erlaubt, wo man eben nichts mehr für die Person tut. Und schaut mal, was hat der Hiob verloren? Er hat seinen ganzen Besitz verloren, seine ganze Familie, besoffene Frau. Aber seinen Charakter hat er nicht verloren. Und das zeigt, von all den Dingen, mit denen Gott uns segnen kann, der Satan kann uns allen Besitz wegnehmen. Er kann uns auch die ganze Familie wegnehmen. Und er hätte auch die Frau wegnehmen können, aber die hat er noch gebrauchen können. Die hat angefangen. Aber Satan konnte den Charakter nicht wegnehmen.

[34:05] Und das ist so interessant. Egal, was der Satan alles zusammen organisiert. Und er war wirklich gut organisiert. Die Sabea und die Chaldea und die Naturkatastrophen, das war quasi minutiös, wie ein Feuerwerk. Aber er konnte den Charakter nicht wegnehmen. Er konnte diese Liebe. Und das ist sehr interessant. Schaut mal mit mir in Hiob 28, Vers 28.

[34:34] "Und er sprach zu Menschen: Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und vom Bösen weichen, das ist Einsicht." Das heißt, Furcht des Herrn ist, ich stehe vor dem Bösen und ich weiche von dem Bösen. So wie Hiob das Böse mied. So was Adam hätte tun sollen. Er hätte von dem Bösen weichen können. Da ist dieser Moment, wo wir entscheiden können. Und die Furcht des Herrn sagt: Weil Gott mich so sehr liebt und weil ich mich fürchte, ihn zu enttäuschen, weil er mehr in meinem Leben ist als alles andere auf der Welt, deswegen kann ich das nicht tun. Ich kann diese Sünde nicht tun.

[35:14] Das war letztendlich der Gedanke, den Josef hatte, oder? Als er gesagt hat: "Wie soll ich solch eine Sünde tun?" Der nicht gesagt hat: "Ich darf nicht, weil dann werde ich bestraft." So denken wir oft. Wir sagen: "Ich würde ja gerne, aber dann komme ich nicht in den Himmel. Dann muss ich ja die sieben letzten Plagen erdulden, deswegen kann ich leider nicht." Aber das ist doch, es ist zumindest kein schlechter Gedanke. Es ist auch eine Furcht, aber es gibt ein falsches Gottesbild wieder und ein Gottesbild, das am Ende nicht Bestand hat, weil solange wir Gott als einen tyrannischen Diktator sehen, der uns einfach nur alles verbietet, werden wir uns irgendwann gegen ihn rebellieren. Denn die Gebote halten kann man wirklich nur aus Liebe. Man kann eine Zeit lang so tun, aber Gott schaut ins Herz. Er weiß ja ganz genau, dass wir manche Dinge nur dann vielleicht von außen tun, aber innerlich eigentlich gegen ihn rebellieren.

[36:09] Und deswegen kann nur Gehorsam aus Liebe wirklich uns. Und deswegen müssen wir die Liebe Gottes in unserem Herzen haben. Schaut mal in Psalm. Jetzt müssen wir uns sputen. Da gibt es noch ein paar wenige gute Verse, die wirklich ausgezeichnet sind. Psalm 25. Das ist ja gerade so eine Formulierung, die in den Psalmsprüchen häufig vorkommt. Psalm 25. Schaut mal in Vers 14. Psalm 25, Vers 14.

[36:41] "Das Geheimnis des Herrn ist für die, welche ihn fürchten und seinen was? Seinen Bund." Wir könnten jetzt sechs Stunden anfangen, hier über den Bund zu sprechen. Was ist der Bund Gottes? Was ist der neue Bund? Die Gebote Gottes im Herzen. Nicht nur auf Steintafeln, sondern im Herzen. Die Liebe Gottes im Herzen. Das ist der Bund, das ist die Verbindung. Wir haben auf YouMedia die ganze Serie, die heißt "Gott mit uns". Sechs Themen über dieses Thema. Könnt ihr euch weiter vertiefen, wenn ihr wollt. Die Erkenntnis, die Verbindung, das ist für alle, die ihn fürchten. Wer ihn fürchtet, den lässt er seinen Bund erkennen. Wenn ich mich danach ausstrecke und sehne und sage: "Herr, ich möchte dich kennenlernen, ich möchte mit dir leben, Tag für Tag", dann lässt er uns das erkennen. Das ist ein Geheimnis, sagt die Bibel. Die Bibel sagt: "Das Geheimnis ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit." Das große Geheimnis der Gottseligkeit.

[37:39] Schaut mal mit mir in Sprüche, Psalm 33, Vers 18.

[38:02] "Siehe, das Auge des Herrn achtet auf die, welche ihn fürchten." Die was tun? Die auf seine... Der Satz geht noch weiter. Auf seine... Auf seine Güte hoffen oder die auf seine Gnade harren. Das heißt, Gott zu fürchten bedeutet, darauf zu warten, Geduld zu haben, dass Gott gnädig sein wird, dass er Güte und Gnade geben wird. So wie Abraham. Der musste auch harren, oder? Drei Tage lang darauf harren, dass Gott irgendwie gütig sein wird, gnädig sein wird. Das war die Furcht. Darauf vertrauen, dass Gott weiß, was er tut. Und nicht selbst anfangen zu sagen: "Gott kann sich nicht so gut um mich kümmern, ich muss es selbst in die Hand nehmen." Das hätte Luzifer gemacht. Er hätte gesagt: "Er ist ungerecht, mein Sohn hier zu geben. Das nehme ich selbst in die Hand. Gott, du bist ungerecht." Aber Furcht, dass der Herr sagt: "Ich verstehe es gerade nicht. Ich mache es trotzdem, weil ich weiß, dass Gott gnädig ist. Und darauf warte ich. Irgendwann muss es ja zeigen. Irgendwann muss es für mich deutlich werden. Und darauf hoffe ich, darauf harre ich." Und übrigens, die Bibel sagt in Offenbarung 14, Vers 12: "Hier ist die Geduld der Heiligen, die harren, die ausharren."

[39:15] Nächstes Kapitel, 34, Psalm 34, Vers 8.

[39:30] "Der Engel des Herrn lagert sich um die, die ihn fürchten." Damit heißt es, Gott achtet mit seinen Augen auf uns, wenn wir ihn fürchten. Der Engel des Herrn lagert sich um uns, wenn wir ihn fürchten. Schaut mal in Vers 10, noch so eine Verheißung. "Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen, denn die, die ihn fürchten, haben keinen Mangel." Also es gibt ganz wunderbare Verheißungen, die mit dieser Furcht des Herrn verbunden sind.

[39:54] Und wir könnten mehr dazu sagen, aber wir springen jetzt zu Psalm 84. Das ist ein ganz, ganz wunderbarer Vers. Psalm 84, Vers, Moment. Nein, Entschuldigung, Psalm 86, Entschuldigung. Psalm 86, Vers 11.

[40:23] Schaut mal, was dort steht. Das ist ein Gebet von David. "Weise mir her deinen Weg, damit ich wandle in deiner Wahrheit. Richte mein Herz auf das Eine, dass ich deinen Namen fürchte." Und ihr wisst, der Name Gottes, das ist nicht einfach nur J-H-W-H oder Jeshua oder Joshua oder Jehova oder Yahweh oder was die Leute alles so dann vokalisieren, sondern der Name Gottes ist was? Was ist der Name Gottes? Sein Charakter, nicht wahr? Gott sagt: "Ich werde meinen Namen ausrufen: meine Güte, meine Barmherzigkeit, meine Liebe, meine Geduld."

[41:07] Und schaut mal, was er sagt hier: "Richte mein Herz auf das Eine." Wisst ihr, was wörtlich dort steht? Vielleicht habt ihr es in der Anmerkung. Wörtlich steht dort: "Einige mein Herz zur Furcht deines Namens." Mit anderen Worten, wenn ich etwas einigen muss, was ist dann eigentlich der Zustand? Es geteilt, nicht wahr? Da gab es in Deutschland eine Wiedervereinigung, weil Deutschland war geteilt. Und wenn das Herz geeinigt werden muss, dann ist das Herz eigentlich geteilt. Ihr wisst, in der Bibel gibt es viele Könige, die hatten ein geteiltes Herz. Und so oft haben wir ein geteiltes Herz. Wir dienen Gott, und wir dienen doch Dingen, die wir manchmal für wichtiger achten als Gott. Und die Furcht des Herrn hat damit zu tun, dass Gott unser Herz eint. Dass es nur noch eine einzige Richtung hat. Nur noch Gott an allererster Stelle. Und das ist das, was hier steht.

[41:59] Jetzt schauen wir mal noch zu einigen Schlüsselfersen, dann sind wir gleich am Ende. Schaut mal mit mir in Sprüche 8. Und da kommen wir letztendlich... Das ist wahrscheinlich der Nukleus, der Kern. Der Kern der ganzen Sache. Sprüche 8, Vers 13.

[42:33] Und das habt ihr bestimmt schon mal gelesen. Da steht nämlich die biblische Definition. Sprüche 8, Vers 13 sagt uns: "Die Furcht des Herrn bedeutet..."

[42:47] Was steht für euch? Hast du das Arge? Genau. Arge. Habt ihr noch eine andere Übersetzung? Das Böse. Das ist eindeutig. Die Furcht des Herrn bedeutet nicht nur, wie 2. Mose 20 sagt, nicht zu sündigen, sondern nicht zu sündigen, weil man das Böse hasst. Frage: Wie kommt man zu diesem Hass auf die Sünde? Wie lange muss man meditieren, bis man das entwickelt? Wie viele Pilgerfahrten muss man tun? Wer gibt den Hass, die Feindschaft gegen den Satan?

[43:32] Die Furcht des Herrn? Wo lesen wir, dass Gott eine Feindschaft geben möchte? 1. Mose, Kapitel 3, Vers 15. Und das ist, ihr Lieben, das allererste Evangelium. Es ist der Anfang des Evangeliums. Es ist das allererste Mal, wo Gott sagt: "Ich werde etwas tun. Ich werde euch retten." Der Anfang des Evangeliums beginnt mit den Worten: "Ich will Feindschaft setzen zwischen dir, den Schlangen, und den Menschen." Ich habe ein Prinzip, das ich in den Menschen einpflanzen kann, dass er die Sünde hasst, obwohl er sie von Natur aus liebt. Es ist möglich, wenn wir uns dafür entscheiden. Und dieses Prinzip, anders ausgedrückt, heißt: Fürchtet Gott. Es ist der Anfang des Evangeliums. Es ist der Anfang der Weisheit. Es ist der Anfang der Erkenntnis. Der erste Schritt im ewigen Evangelium ist, dass ich wissen darf, wenn ich zu Gott komme, ist er in der Lage, durch eine Operation, die ich nicht erklären kann, in meinem Herzen mir Hass auf die Sünde zu schenken und Liebe zu ihm.

[44:47] Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen, sagt Römer 5. Wenn wir seine Liebe, wenn wir die Liebe am Kreuz sehen, was er für uns getan hat, dann entsteht in unserem Herzen Liebe zu ihm und Hass auf die Sünde, die ihn dorthin gebracht hat. Dadurch sind wir in der Lage zu entscheiden: Gott, du bist an erster Stelle. Und nicht mehr das oder jenes oder solches. Das ist das allererste Grundprinzip des Evangeliums. Durch Gottes Gnade Hass auf die Sünde zu bekommen. Denn wer die Sünde hasst, wird sie nicht tun. Wer die Sünde liebt, der muss ständig irgendwie eine Maske aufziehen, damit er in der Gemeinde nicht auffällt. Ja. Eine innere Unruhe, genau. Weil nach außen hin ist man dann fromm und nach innen ist man, das drückt und klemmt. Das innere Herz ist dem Gesetz nicht untertan.

[45:39] Und deswegen sagt Gott: "Ich will Feindschaft setzen. Ich will meinen Geist ausgießen", sagt er. "Ich werde bewirken, dass ihr in meinen Gesetzen lebt und wandelt und tut." Er sagt: "Ich will mein Herz in euren Sinn schreiben." Neues Testament, altes Testament, immer dasselbe. Fürchtet Gott.

[45:56] Jetzt, wo wir schon da sind, Sprüche, Kapitel 15, Vers 33.

[46:11] Und das ist auch eine ganz, ganz tolle Formulierung hier. Macht das mal, wenn ihr zu Hause nicht wisst, was ihr studieren sollt. Geht mal "Furcht Gottes" ein in die Konkurrenz oder ins Bibelprogramm. Sprüche 15, Vers 33. "Die Furcht des Herrn ist die was?"

[46:28] Zucht. Ja, okay, Zucht. Das ist gutes, altes Lutherdeutsch, oder? Was hat Schlachter? "Die Schule." Ja, weil Zucht ist nicht nur, ist die Schule der Weisheit. Das heißt, das ist nicht von heute auf morgen so, nicht einmal und dann ist es vorbei, sondern es ist ein Prozess, ein Lernprozess. Der Abraham hat auch eine lange Zeit gebraucht, bis er soweit war, oder? Und das Volk hat gebraucht. Und wir brauchen auch. Und die Furcht des Herrn, das ist eine Schule, wo wir immer wieder, Gott bringt uns immer wieder an Situationen, in denen wir sagen: Erst bittet er uns die ganz offensichtlichen.

[47:09] Schaut mal, Abraham ist ein gutes Beispiel. Gott hat ihn gebeten: "Verlasse dein götzendienerisches Land und diese Verwandtschaft." Das war schon hart. Hätte er an dem Moment ihm gesagt: "Du gib dem Kind und bitte", das hätte er nie gemacht. Das war der erste Schritt. Und dann, er ist mit seinem Vater Richtung Haran gezogen. Dann in Haran muss er sich von seinem Vater trennen, vom Haus seines Vaters. Und dann in Palästina musste er sich von seinem Neffen trennen, Lot. Und dann später musste er sich von seinem erstgeborenen Sohn, dem mit der Hagar, dem Ismael trennen. Und dann von Isaak. Schritt für Schritt für Schritt. Gott weiß, dass wir nicht alles, er kann nicht alles auf einmal wegschneiden. Es kommen immer wieder neue Prüfungen, die uns helfen, ihn besser kennenzulernen. Und das ist diese Schule. Die Schule der Furcht des Herrn.

[48:03] Letzte Vers, Sprüche 16, Vers 6.

[48:13] Sprüche 16, Vers 6. "Durch Gnade und Wahrheit wird Schuld gesühnt." Das ist so ein toller Vers. Gnade und Wahrheit. Kennt ihr so ein Vers in der Bibel, wo Gnade und Wahrheit vorkommen? Gnade und Wahrheit. Ja, Gnade und Wahrheit. Es heißt, und das Wort wurde Fleisch und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit eines Eingeborenen – Gnade und Wahrheit. Jesus war die verkörperte Gnade und Wahrheit. Und durch Gnade und Wahrheit wird was? Durch Gnade und Wahrheit wird, wie steht bei euch, Vers 6? "Durch Gnade und Wahrheit wird Schuld gesühnt."

[48:55] Was hat Jesus gemacht? Er kam als Gnade und Wahrheit, und er hat die Schuld gesühnt. Und unsere Reaktion ist, und durch die Furcht des Herrn weicht man vom Bösen. Seht ihr das? Jesus kam erst vor uns gestorben, und wenn wir das sehen, wenn wir dieses Opfer sehen, dass Jesus und Gott bereit waren, auf das Liebste zu verzichten für uns, dann bewirkt das in uns diesen Wunsch: Ich möchte ihm dienen, ihm allein. Und dadurch, dadurch ist man in der Lage, Nein zu sagen zum Bösen. Nicht alleine. Nicht, weil ich sage: "Oh, ich möchte mal Gott zeigen, wie toll ich bin." Das klappt nie. Das ist das Problem. Wir fangen am falschen Ende an. Es ist das Kreuz, es ist das, was Gott getan hat, seine Liebe, die in uns bewirkt, dass wir Nein sagen können zu der Sünde. Wir werden nur verzweifeln, weil wir es nicht tun können. Wir sehen nur eine Riesenlatte und wir kommen nicht hinterher. Aber wenn wir das verstanden haben, die Bereitschaft Jesus an allererster Stelle zu haben, dann werden wir wie Hiob, wie Henoch, wie Daniel, wie die 144.000, dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Und ihr Mund ist dann kein Falsch mehr.

[50:30] Seht ihr, warum die Furcht des Herrn am Anfang steht? Um ihn an allererster Stelle zu haben, ihn so sehr zu lieben, dass man sich fürchtet, etwas gegen ihn zu tun. Dass man Angst davor hat, ihn traurig zu stimmen. Wenn er Menschen wirklich liebt, dann wollt ihr doch wirklich, dass er nicht traurig wird, oder? Dass man ihn nicht beleidigt, dass man ihm nicht irgendwie wehtut. Wenn Eltern ihre Kinder lieben, dann wünschen sie sich so sehr, dass es ihnen gut geht, oder? Sie fürchten sich, dass sie etwas tun, was ihnen wehtut. Das ist Gottes Furcht. Nicht: "Oh oh, wenn ich das mache, wird Gott mich schlagen." Sondern: "Oh nein, wenn ich das tue, ist Gott traurig." Und die Frage ist, lieben wir Gott schon so sehr?

[51:26] Ich möchte mich entscheiden und sagen: "Herr, schenke mir diese Liebe in mein Herz. Dich so zu lieben, etwas Böses zu tun, weil ich weiß, es könnte dir wehtun." Wer von euch möchte sagen: "Diese Liebe, die brauche ich auch in meinem Herzen." Dann lasst uns gemeinsam niederknien und beten.

[51:59] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du die Wahrheit klar und deutlich machst. Hab Dank, dass wir sehen konnten, was es bedeutet, dich zu fürchten. Und wir haben gesehen, dass so oft in unserem Leben wir dich gerne haben, aber du nicht die erste Stelle in unserem Leben gewesen bist. Bitte vergib uns das. Wir möchten zu dir kommen und dich bitten, dass du uns mit so einer Liebe zu dir füllst, dass du die Nummer 1, die tatsächliche, buchstäbliche, wirkliche, reale Nummer 1 in unserem Leben bist, in unseren Gedanken, Worten, Taten, in allem, was wir tun. Dass wir uns davor fürchten, etwas zu tun, was dir missfallen könnte, weil du uns so sehr liebst. Dass wir uns fürchten davor, uns von dir zu trennen, weil wir so gerne bei dir sind, was du für uns getan hast. Dank, dass du bereit warst, alles aufzugeben für uns. Und wir möchten aus Dankbarkeit dazu das aufgeben, was in unserem Herzen uns von dir trennt. Und wir möchten dich bitten, dass du uns diesen Hass, diese Feindschaft auch einpflanzt gegen das Böse, gegen die Sünde. Und wir danken dir, dass du es verheißen hast, und wenn du es sagst, dann kannst du es auch tun. Hier sind wir mit unserem ganzen Leben und danken dir, dass dein Wort Licht in unser Herzen spricht und dass dein Wort das tut, wozu du es gesandt hast. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[53:55] Ihr Lieben, nächste Woche geht es weiter mit dem Studium seines Wortes. Wir haben gerade erst angefangen, die Weisheit zu erkennen. Es gibt noch viel, viel zu studieren. Bis dann wünsche ich Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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