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In dieser Predigt wird die biblische Stadt Babylon aus der Offenbarung 14:8 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die historische Entwicklung Babylons, von seiner Gründung durch Nimrod und dem Turmbau zu Babel bis hin zu seiner Rolle im neubabylonischen Reich unter Nebukadnezar. Die tiefere Bedeutung Babylons als Symbol für Rebellion gegen Gott und als Wurzel falscher Religionen wird aufgezeigt, wobei Parallelen zu Luzifers Fall gezogen werden. Die Predigt betont, dass der Fall Babylons eine gute Nachricht für Gottes Volk ist und fordert die Zuhörer auf, sich von Babylon zu trennen und als „Leitböcke“ andere aus dieser falschen Einheit herauszuführen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr immer noch da seid und schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Heute mit dem zweiten Teil zur Offenbarung 14 Vers 8. Das heißt, wir werden uns besonders mit Babylon beschäftigen. Wir haben letztes Mal schon angefangen und da werden wir heute einige prophetische Dinge anschauen und ich denke, das wird sehr spannend werden. Bevor wir das tun, wollen wir natürlich noch mal niederknien zu einem Anfangsgebet und dazu lade ich euch ganz herzlich ein.

[0:31] Lieber Vater im Himmel, wenn wir jetzt noch einmal dein Wort aufschlagen, um in der Offenbarung zu lesen und die drei Engelsbotschaft zu verstehen, bitten wir dich, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass du uns zu Herzen berührst und dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Bitte, bitte verändere uns doch durch deinen guten Geist und hilf uns, die Aktualität der Offenbarung und ihre Brisanz zu verstehen. Sprich du zu unserem Herzen, halte alle Störende fern und schenkt uns Klarheit der Gedanken. Im Namen Jesu, Amen.

[1:14] Wir haben letztes Mal angefangen, uns über Babylon Gedanken zu machen. Könnt ihr euch daran erinnern? Wir haben über Babylon gesprochen und wir haben angefangen ganz vorne bei der Gründung von Babylon. Babylon ist eine Stadt, die gegründet worden ist von wem? Wer war der Gründer von Babylon? Nimrod, ganz genau. Und die vielleicht bekannteste Geschichte im Zusammenhang mit der Gründung von Babylon ist die Geschichte von Nimrod. Was hat man dort getan, was hat man dort gebaut? Den Turmbau zu Babylon, das haben wir ausführlich angeschaut. Wir haben gesehen, Babylon war der Versuch, ziemlich kurz nach der Sintflut, wir haben mal so vermutet, so ein bisschen geschätzt, vielleicht 100 Jahre nach der Sintflut. Es war der Versuch, eine Regierung gegen Gott zu installieren, eine Art allererste Weltregierung. Und diese Regierung sollte alle miteinander vereinen. Könnt ihr euch noch erinnern, was dann geschehen ist oder was Gott getan hatte, nachdem dieser Turm schon eine ganz, ganz, ganz formidable Höhe erreicht hatte? Ja, die Sprache verwirrt zu vielen Sprachen, ganz genau. Und hat damit der Menschheit noch eine Chance gegeben, denn so sagt uns die Bibel, hätte er das nicht gemacht, dann wäre wahrscheinlich bald die gesamte Menschheit unter dieses götzendienerische Regime gekommen und vollständig wieder verderbt worden. Und dann hat Gott also dort so ein Gericht ergehen lassen, der Turm ist nicht weitergebaut worden und der frühe Traum von der Weltherrschaft war erstmal ausgeträumt. Und dann finden wir Babylon immer wieder mal in der Bibel als Provinz, als kleines Königreich. Und dann taucht es nach einigen Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden, wieder auf. Und schaut mal mit mir in 2. Könige 25. Wir wollen den zweiten Teil der Betrachtung der Babylon haben. 2. Könige Kapitel 25. Wir haben schon gelernt, Babylon, das ist die Vermischung. Aus babylonischer Sicht war es das Tor zu den Göttern, der Weg zum Himmel mit den eigenen Werken, den selbstgebauten Steinen. 2. Könige 25.

[4:12] Dort tauchen die Babylon plötzlich wieder ganz, ganz prominent in der Bibel auf. 2. Könige 25 und dort Vers 1. Es heißt, und es geschah im neunten Jahr seiner Königsherschaft. Am zehnten Tag des zehnten Monats, da kam Nebukadnezar, der König von Babel und sein ganzes Heer gegen Jerusalem und belagerte die Stadt und sie bauten Belagerungstürme rings um sie her. Also der Turmbau zu Babel, der ist vielleicht irgendwo so 2200, 2300 vor Christus so grob in den Daumen gepeilt. Aber hier sind wir jetzt im Jahre 600 vor Christus, also ungefähr anderthalb Jahrtausende später. Der Turmbau zu Babel ist schon lange, lange, lange, lange, lange, lange Geschichte, da erscheint das Königreich Babylon erneut auf der weltpolitischen Bühne. Ihr kennt die Geschichte von Daniel, oder? Schaut mal mit mir in Daniel Kapitel 1. Dort wird auch auf diese Geschichte Bezug genommen. Unter dem König Nebukadnezar erlangt Babylon zu einem zweiten Mal weltpolitische Bedeutung. Daniel Kapitel 1.

[5:43] Daniel Kapitel 1 und dort Vers 1. Im dritten Jahr der Regierung Joachims des Königs von Juda kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es. In diesen Büchern, in Königen, in Hesekiel, in Jesaja, Jeremia, in Daniel wird der Aufstieg des neubabylonischen Reiches beschrieben und der wesentliche König war Nebukadnezar. Jetzt, was wisst ihr über das Babylon von der Zeit von Nebukadnezar? Zu der Zeit von Nebukadnezar, was ist euch so bekannt über dieses babylonische Weltreich? Dass, wie gesagt, er jetzt ein anderes war als das beim Turmbau zu Babel. Was wisst ihr über die Zeit von Nebukadnezar und seine Herrschaft und seinen Königreich? Es war ein glänzendes Weltreich. Gott selbst sagt, dass es das prachtvollste aller Königreiche jemals war. Ganz genau richtig. Was noch? Also Babylon hat etwas mit Glanz, mit Machtentfaltung, mit Prunk zu tun. Was noch? Fällt euch noch was ein?

[7:36] Der Nebukadnezar größenwahnsinnig. Also Gott hat ihn davon geheilt. Aber vielleicht können wir gleich mal die Geschichte anschauen. In Daniel Kapitel 4 zeigt sich, dass auch 1500 Jahre später noch derselbe Geist dort in Babylon gegenwärtig gewesen ist. Schaut mal in Daniel Kapitel 4 und dort Vers 26 und 27. Daniel Kapitel 4 Vers 26 und 27. Die Bibel sagt, zwölf Monate später, nämlich erging er sich auf seinem königlichen Palast in Babel. Da begann der König und sprach: Ist das nicht das große Babel, das ich mir erbaut habe zur königlichen Residenz mit meiner gewaltigen Macht und zu Ehren meiner Majestät? Was sagt er mit anderen Worten? Ja? Ja, es ist alles von ihm. Könnt ihr sehen, dass er oder anders gefragt, gibt es eine andere Person in der Bibel, an die euch diese Worte erinnern? Wenn ihr das lest, ist das nicht das große Babylon, das ich erbaut habe zu meiner Ehre, zu meiner Majestät? Erinnert euch diese Einstellung an jemanden? An wen erinnert ihr euch? An den Luzifer. Diese Grundhaltung auch durch in beiden Fällen, wie beim Turmbau zu Babel, wie auch hier durch Bauwerke, sich etwas zu erbauen, sich groß zu machen. Könnt ihr euch erinnern, dass die ersten Babylonier sich auch einen großen Namen machen wollten, oder? Sie wollten einen Namen sich machen auf Erden. Der Nebukadnezar baut diese Stadt Jerusalem wieder zu einer unfassbaren Größe und einem Prunk auf, um sich einen Namen zu machen. Dieses Ich, dieser Egoismus, der herauskommt. Schaut mal mit mir in Jesaja Kapitel 14. Das ist ja ganz bekannt eigentlich als das Kapitel, das uns etwas über den Fall von Luzifer berichtet. Aber es gibt ein Detail hier, das wir oftmals nicht erwähnen. Wir kennen die Verse 12 bis 14 sehr gut. Das sind diese Verse, wo es heißt: Ich will doch emporsteigen. Ich will mich niederlassen auf dem Versammlungsort. Ich, ich, ich, hinauf, hinauf, hinauf. Schaut mal, was in Vers 4 steht. In Jesaja 14 Vers 4 steht: Da wirst du dieses Spottlied auf den König von Babel anstimmen und sagen: Wie hat der Treiber ein Ende genommen, wie hat die Erpressung aufgehört und so weiter und so fort. An wen richtet sich Jesaja 14? An den König von Babel. Und wer ist dann beschrieben in Vers 12 bis 14? Wer ist vom Himmel gefallen? Wer wollte sich Gott gleich machen? Wer wollte sich über die Throne, die Sterne Gottes, seinen Thron erhöhen? Wer ist das gewesen? Luzifer, der Teufel. Heißt also, wer ist der wahre König von Babylon? Es sieht so aus, als ob tatsächlich der Teufel nicht nur in Babylon gewirkt hat, er hat sonst wo gewirkt. Aber so wie Gott eine Stadt hatte auf der Erde, Jerusalem, wo sein Tempel war und wo seine Wahrheit gepredigt worden ist und wo sein Gesetz verankert war und wo Menschen auf Gott hingewiesen haben, so wie Gott eine Stadt Jerusalem hatte, so hatte Satan auf Erden auch eine Stadt, von der alles ausging, von der seine Rebellion gegen Gott ausging. Das war Babylon, sein Königreich sozusagen. Und alle anderen heidnischen Religionen, die ägyptische und die assyrische und die griechische, all diese falschen Götzensysteme, lassen sich alle zurückverfolgen auf Babylon. Babylon war die Wurzel und deswegen sagt die Bibel, dass der König von Babylon, der dahinter steht, der unsichtbare König Babylons eigentlich der Satan ist. Das passt zur Offenbarung, wo Babylon die Hauptmacht ist, die Satans Zwecke ausführt, oder? Also hinter Babylon steht niemand Geringeres als Satan und Satan strebt nach der Weltherrschaft. Schaut euch mal nochmal Daniel an, in Daniel Kapitel 3. Da wird uns noch etwas über den Charakter und das Wesen Babylons deutlich. In Daniel Kapitel 3 und dort Vers 1. Daniel 3, Vers 1. Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes Standbild anfertigen, 60 Ellen hoch und sechs Ellen breit. Das stellte er in der Ebene Dura in der Provinz Babel auf. Was sagt euch das über den König hier, dass er ein goldenes Standbild hat aufstellen lassen? Ihr kennt ja euch ein bisschen aus dem Buch Daniel. Was hat er damit wohl aussagen wollen, mit diesem goldenen Standbild?

[13:38] Ja, er hat sich selbst dargestellt. Woher wissen wir, dass er sich selbst dargestellt hat? Das Standbild, war denn das das erste Standbild, das in Daniel auftaucht? Gibt es schon vorher mal ein Standbild? In Daniel? Du meinst? Ah, okay. Nein, nein. Gibt es ein anderes Standbild in Daniel? Komm, helft mir. Hey, ein anderes Standbild in Daniel. Nicht in Daniel 3, sondern in Daniel Kapitel 2. Und aus welchen Metallen ist das Standbild in Daniel Kapitel 2? Das Haupt ist aus Gold, aber dann kommt die Brust aus Silber, genau, und dann kommen die Hüften aus Bronze, Erz, und dann kommen die Beine aus Eisen, genau, und die Füße aus Eisen und Ton. Und das stand für Babylon und für Mittelpersien und für Griechenland und für Rom und dann so weiter. Der Punkt ist der, als er ein goldenes Standbild, das von oben bis unten Gold ist, hat machen lassen. Was hat er damit gesagt? Gott hatte gesagt, ja, du bist das goldene Haupt, aber nach dir kommt ein anderes Reich und dann kommt noch ein Reich und dann kommt noch ein Reich und dann kommt Nebukadnezar und baut ein Standbild nur aus Gold. Was hat er damit gesagt? Mein Reich ist ewig und ich werde die Welt beherrschen. Ich. Naja, Nebukadnezar ist geheilt worden. Sieben Jahre zwangsweise Ernährung als Ochse auf dem Feld haben ihn geheilt und Nebukadnezar, ich gehe davon aus, wird im Himmel sein, aber das, obwohl der Mensch Nebukadnezar gerettet wurde, das Reich Babylon ist gefallen. Denn nach Nebukadnezar kamen andere Könige, unter anderem auch der Belsazar und ein König nach dem anderen war ungläubig, bis dann bei Belsazar die Schrift an der Wand ist. Ihr kennt die Geschichte nicht, oder? Und das Reich zusammenbricht. Jetzt schauen wir mal ein paar Texte an bei Jesaja und Jeremia, die mehr über dieses babylonische Reich sagen. Fangen wir mal an in Jesaja 13.

[16:41] Und dort Vers 19. Jesaja 13 und dort Vers 19. So wird Babel die Zierde der Königreiche, der Ruhm, der Stolz der Chaldäer umgekehrt von Gott, wie Sodom und Gomorra. Was möchte Gott oder was sagt der Jesaja? Was sagt Gott durch Jesaja hier in diesem Vers? Was ist die Prophezeiung? Vers 19. Dass er Babylon total vernichtet, oder? Denn Sodom und Gomorra, was ist mit denen passiert? Die sind mit Feuer und Schwefel vernichtet worden und nie wieder aufgebaut worden. Und genau das hat Gott auch über Babylon vorher gesagt. Babylon würde schließlich vernichtet werden und nie wieder aufgebaut werden. Übrigens, gibt es die Stelle Babylon heute noch, wo damals Babylon stand? Kann man den Ort noch finden? Der Ort ist immer noch bekannt, aber steht eine Stadt? Der Ort ist wüst und leer. Da gibt es mal ab und zu ein Militärcamp in der Nähe. Die Amis hatten da was. Der Saddam Hussein hat mal versucht, diese Stadt wieder aufzubauen. Wisst ihr das? Saddam Hussein hat versucht, sozusagen entgegen der Bibel diese Stadt wieder aufzubauen. Naja, aber ihr wisst, der Saddam Hussein hat es nicht geschafft. Er ist kein zweiter Nebukadnezar geworden. Nebukadnezar war ein großes Vorbild. Allerdings hat er sich die Bekehrungsgeschichte von Nebukadnezar wohl nicht zum Vorbild genommen. Dann hätte es nämlich nicht getan. Schauen wir mal in Jesaja Kapitel 21. Der Vers ist sehr interessant für unser Offenbarungsthema. Jesaja 21 und wir lesen mal ab Vers 1. Welche Überschrift steht bei euch bei Jesaja 21? Habt ihr eine Überschrift da stehen? Worum geht es in Jesaja 21? Genau, eine Prophezeiung über den Fall Babylons. Jetzt lesen wir gemeinsam ab Vers 1. Die Last über die Wüste des Meeres, wie Stürme im Negew daherbrausen, so kommt es daher aus der Wüste, aus dem schrecklichen Land. Ein hartes Gesicht wurde mir gezeigt, der Räuber raubt, der Zerstörer zerstört, zieht heran ihr Elamiter, belagert sie ihr Meder. Wer hat die Babylonier eingenommen? Wer hat Babylon besiegt? Die Meder und die Perser. Die Elamiter sind so ein Stamm aus Persien. Denn alles von ihr verursachte Seufzen, will ich stillen. Darum sind meine Lenden voll Schmerz. Wehen haben mich ergriffen, gleich den Wehen einer Gebärenden. Ich krümme mich vor dem, was ich hören muss, bin erschrocken von dem, was ich sehen muss. Mein Herz schlägt wild, Schaude hat mich überfallen. Die Dämmerung, die mir lieb ist, hat er mir in Schrecken verwandelt. Jetzt schaut mal, das ist ganz toll, was Vers 5 steht. Vers 5 ist eine Prophezeiung, was sich am letzten Tag von Babylon abspielen würde. Man deckt den Tisch, man breitet die Polster aus, man isst und trinkt. Wisst ihr, was am letzten Tag von Babylon passiert ist? Was haben die gemacht am letzten Tag? Die haben gefeiert. Der Rebell Belsazar hat ein riesen Festmahl machen lassen. Die haben sich die Kante gegeben, sagt man auf Neudeutsch. Die haben sich besoffen, aus den Gefäßen des Tempels sogar. Hier steht es, man deckt den Tisch, man breitet die Polster aus. Draußen rücken die Elamiter an, draußen rücken die Meder an. Auf ihr Fürsten, salbt den Schild. Und dann schaut mal, wir springen zu Vers 8, wie es weiter heißt, Vers 8. Und er schrie wie ein Löwe: Herr, ich stehe unablässig auf der Warte bei Tag und auf meinem Posten alle Nächte. Und sieh, da kommt ein Zug Männer und ein Pferdegespann. Und jetzt Achtung. Und er begann und sprach: Was sind die nächsten vier Worte? Genau, gefallen, gefallen ist Babel. Woher kommt euch das bekannt vor? Offenbarung 14, Vers 8, gefallen, gefallen ist Babel, die große Stadt. Das ist eigentlich, die zweite Engelsbotschaft, ist eigentlich ein Zitat aus Jesaja 21. Wer hätte das gedacht? Gefallen, gefallen ist Babel. Und alle Bilder ihrer Götter hat er zu Boden geschmettert. Das heißt, der Fall Babylons ist die Geschichte, als Belsazar dieses Festmahl macht. Ich war draußen, die Meder und Perser schon stehen. Und stattdessen man sich dort betrinkt und singt und sich berauscht an den Speisen und so ein bisschen militärisch sich vorbereitet, aber das so so abtut. Babylon kommt vor lauter Arroganz um. Ihr wisst vielleicht aus der Geschichte und auch aus der Bibel, dass die nicht mal die Tore abgeschlossen hatten. Aus lauter Arroganz. Wie sagt schon die Bibel? Hochmut kommt vor dem Fall. Und nirgendwo, bis auf bei Satan natürlich selbst, ist das so deutlich wie bei Babylon. Vor dem Fall Babylons war der Hochmut. Bei Nebuchadnezzar übrigens ganz ähnlich, nicht wahr? Hochmut und dann der der Fall. Aber hier noch deutlicher gefallen, gefallen ist Babylon. Schauen wir noch ganz kurz ein paar Stellen in Jesaja an.

[23:06] Jesaja 43.

[23:19] Da sagt Gott, warum Babylon fällt, warum Babylon besiegt wird. Jesaja 43 und dort Vers 14. Jesaja 43, Vers 14. So spricht der Herr, euer Erlöser, der Heilige Israels. Um eure Willen habe ich nach Babel geschickt und habe sie als Flüchtlinge hinuntergejagt, auch die Chaldäer in den Schiffen ihrer Jubelrufe. Warum lässt Gott Babylon fallen?

[24:03] Schaut den Vers genau an und überlegt, warum besiegt oder lässt Gott Babylon besiegen? Warum? Ich lese den Vers nochmal vor. So spricht der Herr, euer Erlöser, der Heilige Israels. Um eure Willen habe ich nach Babel geschickt und habe sie alle als Flüchtlinge hinuntergejagt, auch die Chaldäer in den Schiffen ihrer Jubelrufe. Wegen Israel, wegen dem Volk Gottes. Der Fall Babylons ist also nicht nur ein Gericht an Babylon, es bedeutet gleichzeitig Erlösung für das Volk Gottes und deswegen, ihr Lieben, ist der Fall Babylons Teil vom ewigen Evangelium, ganz genau. Deswegen ist der Fall Babylon, die zweite Engelsbotschaft, ein Teil vom ewigen Evangelium, weil es der Erlöser ist, der Babylon zu Fall bringt. Wenn man ruft: Gefallen ist Babylon, ist das eigentlich eine gute Nachricht und oftmals sowohl auch oft in der Gemeinde wird das ein bisschen zurückgehalten, weil man sich immer sorgt, naja, wir wollen ja Babylon nicht zu weh tun und natürlich sollen wir liebevoll und taktvoll sein, aber wichtiger ist zu sehen, dass eine gute Nachricht, dass Babylon fällt. Babylon ist gefallen, um eure Willen, es ist eine Botschaft für das Volk Gottes. Noch ein Vers, Jesaja 48, Vers 20, das ist noch so ein Vers, der in der Offenbarung aufgegriffen wird. Jesaja 48, Vers 20. Schaut mal, was da steht. Jesaja 48, Vers 20. Zieht aus von Babel, flieht von den Chaldäern mit Jubelschein, verkündigt dies, lasst es hören, verbreitet es, bis wohin? Bis wohin soll es verbreitet werden? Bis an die Ende der Erde, also, geht mal ein anderes Wort, wie weit soll die Botschaft gehen? Überall, weltweit, global, hier ist eine globale Botschaft, eine Botschaft an alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen, eine gute Nachricht, raus aus Babylon. Gibt es das in der Offenbarung auch? Raus aus Babylon, heißt nicht in der Offenbarung 18, Vers 4, kommt aus ihr heraus, mein Volk. Heißt es nicht von dem Engel, dass er die ganze Erde erleuchtet mit seiner Herrlichkeit und ruft: Gefallen, gefallen ist Babylon, kommt aus ihr heraus, mein Volk. Übrigens, ist damals das ganze Volk Israel aus Babylon geflohen, als Babylon fiel? Als die Meder und Perser kamen und Babylon besiegt haben und dann Kyros den Befehl gibt, ihr könnt zurückgehen nach Jerusalem, sind da alle Israeliten freudestrahlend nach Hause gelaufen? Die meisten sind in Babylon geblieben, weil sie hatten ihr Haus da und ihren Garten, ihre Arbeit, ihre Freunde. Warum die Mühe machen nach Jerusalem zurückzugehen und das ist die eigentliche Herausforderung, auch in der zweiten Engelsbotschaft, dass viele Menschen vielleicht sogar sehen, dass Babylon gar nicht das Beste ist, aber wenn man Babylon verlässt, dann macht das auch Mühe. Viele Menschen bleiben einfach aus Bequemlichkeitsgründen oder aus Angst, ihre Freunde zu verlieren oder aus Angst vor Gruppendruck in Babylon, aber die Botschaft Gottes war sehr deutlich, verkündet es an der ganzen Erde, flieht aus Babylon, zieht hinaus. Jetzt kommen wir ganz kurz, bevor wir zum Schluss kommen, zu Jeremia. Noch zwei, drei Texte, dann sind wir fertig. In Jeremia, Kapitel 50. Jeremia ist voller Text über Babylon, also kaum ein anderer Prophet spricht so oft und so viel über Babylon wie Jeremia, aber aus Zeitgründen nur noch hier ganz kurz ein, zwei Verse. Jeremia 50, Vers 8, das ist ein ganz toller Vers. Jeremia 50, Vers 8. Dort heißt es: Flieht hinaus aus Babels Binde und zieht hinweg aus dem Land der Chaldäer und seid wie Böcke vor der Herde her. Also ihr seht, es ist der gleiche Gedanke, aber es ist noch ein neuer Gedanke hier drin, den wir vorher nicht hatten. Was ist der neue Gedanke in diesem Vers hier? Auch hier heißt es natürlich, raus aus Babylon, flieht hinaus, zieht weg aus Babylon, aber es gibt noch einen Gedanken in diesem Vers. Was ist der neue Gedanke? Ja, ganz genau, wir sollen wie Böcke vor der Herde sein, wie ein, wie steht es bei dir? Du hast Elberfelder, oder? Wie steht es bei dir? Ja, ein Leitbock und zwar leit nicht mit D, sondern mit T. Ein Leitbock, der leitet. Gott möchte, dass wir also andere nicht nur selbst Babylon verlassen, sondern andere aus Babylon herausleiten. Manchmal gibt es die Idee, naja, lasst die Menschen doch in ihren Kirchen und lasst sie doch überall, wo wir sind. Wir kümmern uns nur um die, die gar nichts von Gott wissen. Aber Gottes Auftrag ist auch unter anderem, die, die jetzt in Babylon sind, die Gottesvolk sind, herauszuführen. Seid Leitböcke, die ihnen den Weg zeigen. Führt sie heraus. Seid wie Leitböcke vor der Herde her. Das heißt, jeder von uns hat eine Aufgabe. Wir, die wir sehen, was Babylon ist und wo die Wahrheit ist, wir müssen die Menschen herausführen. Leitböcke sein. Noch ein Vers?

[31:00] In Vers, in Kapitel 51. Vielleicht habt ihr, Kapitel 51, vielleicht habt ihr mal gehört, dass Leute sagen, naja, ich möchte gern in meiner Kirche bleiben und meine Kirche von innen reformieren. Es gibt einige, die sagen, ja, ich weiß, das ist, hier werden falsche Lehren verkündigt, aber vielleicht kann ich ja wie Martin Luther versuchen, erst mal von innen heraus die Kirche zu reformieren. Schaut mal, was in Jeremia 51 steht und dort Vers 8 und 9. Das ist interessant. Jeremia 51, Vers 8 und 9. Babel ist plötzlich gefallen und zertrümmert worden. Heult über es, bringt Balsam für seine Wunden. Vielleicht kann es noch geheilt werden. Jetzt schauen wir den nächsten Vers an. Wir haben Babel, was wollen? Heilen wollen, aber es ist nicht gesund geworden. Also hier steht, wir haben es versucht, wir wollten Babylon heilen, wir wollten es irgendwie gesund machen, aber es hat nicht funktioniert und die Schlussfolgerung ist: Verlasst es und lasst uns jeder in sein Land ziehen. Und jetzt schauen wir in den nächsten Vers, wie es weitergeht. Denn sein Gericht reicht wohin? Bis zum Himmel und steigt bis zu den Wolken empor. Wollte Babylon jemals bis zum Himmel, ja oder nein? Sie wollten mit ihren eigenen Werken bis zum Himmel und jetzt sagt die Bibel, ihr Gericht reicht bis an den Himmel. Ihren eigenen Turm haben sie nie bis zum Himmel gebaut, aber in der Offenbarung steht übrigens, ihre Sünden reichen bis zum Himmel. Der Turmbau zu Babel ist nie vollendet worden, aber irgendwann wird das Maß der Sünde voll sein und Gott wird eingreifen. Nicht heilen, sondern verlassen. Die Bibel sagt ganz deutlich zu diesem Thema, Babylon kann man nicht heilen. Babylon muss man verlassen in der Endzeit. In diesem Sinne der letzte Vers. Jeremia 51 Vers 53. Jeremia 51 Vers 53. Wenn Babel auch bis zum Himmel emporstiege und seine Macht in der Höhe befestigte, so würden von mir aus dennoch Verwüster zu ihm kommen, spricht der Herr. Mit anderen Worten, egal wie sehr sich Babylon erhebt, sowohl beim Turmbau zu Babel, bei dem ersten babylonischen Reich, als auch dann unter Nebukadnezar im zweiten babylonischen Reich, als dann auch in der Offenbarung, wo wir das nächste Mal drüber sprechen werden, über Babylon in der Neuzeit. Und wenn es sich noch so sehr erhebt und die Rebellion Satans sich zu erhöhen immer wiederholt, es kommt an sein Ende. Und das ist die gute Nachricht von Offenbarung 14 Vers 8. Deswegen ist es Teil des ewigen Evangeliums. Der jahrtausendlange Versuch Satans durch Mittelmenschen und durch Religionen seine Rebellion auf Erden zu zementieren kommt ans Ende. Babylon, das ist letztendlich all die falschen Religionen seit den Tagen vom Turmbau zu Babel, die durch eigene Werke und durch Rebellion gegen Gottes Gesetz selbst einen Weg in den Himmel gesucht haben. Und all das kommt zu Ende. Und deswegen sagt die Bibel, weil es zu Ende kommt, weil man es nicht reformieren kann, weil es zerstört werden wird, verlass Babylon, kommt aus ihr heraus und kommt zur Wahrheit. Wer von euch möchte sagen, ich möchte ein Leitbock sein? Ich möchte andere aus Babylon herausführen. Nächste Woche werden wir sehen, was Babylon in der modernen Zeit bedeutet, was heute Babylon ist, was die Offenbarung dazu zu sagen hat und was es bedeutet, dass Babylon zweimal gefallen ist. Warum steht dort gefallen, gefallen? Das werden wir uns anschauen. Wer von euch möchte sagen, ich möchte ein Leitbock sein? Oder möchte die anderen herausleiten? Dann lasst uns doch gemeinsam niederknien für ein Abschlussgebet.

[35:23] Lieber Vater im Himmel, hab du Dank von ganzem Herzen, dass wir mit deinem Wort nachdenken konnten, dass wir es studieren konnten und dass wir sehen konnten, dass die alttestamentlichen Propheten so viele Details uns geben, die Antworten geben auf Fragen, die heute oft gestellt wurden. Wir können sehen, dass die zweite Engelsbotschaft genauso Evangelium ist wie die erste und dass sich die Geschichte immer wiederholt, dass so wie zur Zeit von Nimrod und von zur Zeit Nebukadnezars auch heute immer wieder Satan versucht, seine Rebellion auf dieser Erde zu zementieren durch falsche Religionen, durch falsche weltweite Bewegungen. Aber du hast versprochen, dass all das zu Ende kommen wird und dass die Verwirrung, die Vermischung von Wahrheit und Irrtum nicht Bestand haben wird. Und du hast uns den Ratschlag gegeben, das nicht von innen zu reformieren zu wollen, sondern es zu verlassen, um uns ganz auf die Seite der Wahrheit zu stellen. Das wollen wir tun. Wir wollen Leitböcke sein für andere Menschen, die jetzt schon Gottes Kinder sind, um sich herauszuführen in dein wunderbares Licht. Im Namen Jesu bitten wir dich, dass du das für uns tust und uns hilfst dabei. Amen. Gute Lieben, nächste Woche sehen wir uns wieder. Dann werden wir uns mit der Einleitung zu den anderen Evangelien im ersten Seminar beschäftigen und dann hier weitermachen, wie gesagt mit Babylon in der Endzeit, Babylon in Offenbarung und gefallen, gefallen. Was bedeutet das? Bis dahin wünsche ich Gottes Segen, kommt gut nach Hause und viel Freude im Studium seines Wortes. Bis nächste Woche hier auf Joel Media TV.


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