In dieser ersten Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beginnt Christopher Kramp mit der Analyse von Offenbarung 14, Vers 8, der zweiten Engelsbotschaft. Er beleuchtet die Bedeutung von Babylon und dessen Ursprung im biblischen Bericht vom Turmbau zu Babel. Die Lektion erklärt, wie sich Rebellion gegen Gott und die Vermischung von Glauben und weltlicher Macht in Babylon manifestierten und wie dies bis heute nachwirkt.
Offenbarung 14:8 Teil 1
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Neues Testament, OffenbarungWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] So hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet seid auf www.joelmedia.de. Wir haben jetzt glaube ich zwei Wochen Pause gehabt, drei Wochen Pause gehabt. Drei Wochen! Schön, dass ihr wieder da seid und dass wir weitermachen können in der dreifachen Engelsbotschaft. Jetzt habt ihr genügend Zeit gehabt, das gründlich zu studieren. Jetzt könnt ihr mir alle Antworten geben, bin ich mir ganz sicher. Wir waren, wo stehen geblieben? Welcher Vers ist heute dran? Wir fangen mit Offenbarung 14 Vers 8 an. Bevor wir das tun, möchte ich euch einladen, noch mal ganz kurz niederzuknien für ein Anfangsgebet, wo es möglich ist und dann starten wir.
[0:48] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt in der Offenbarung lesen können. Es ist ein sehr ernstes Thema, was wir besprechen wollen und wir möchten dich bitten, dass du zu uns sprichst, den Heiligen Geist und dass wir lernen, was dein Wort für unsere Zeit bedeutet. Sei du bei uns im Namen Jesu. Amen.
[1:11] Offenbarung 14 Vers 8, die zweite Engelsbotschaft. Die erste ist ja noch relativ beliebt und populär. Mit der zweiten, da fangen so die Schwierigkeiten an, so könnte man denken. Jedenfalls hört man nicht allzu viel, zu oft von der zweiten Engelsbotschaft. Lesen wir mal gemeinsam. Sie ist eigentlich relativ kurz und prägnant und ein anderer Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.
[1:57] Also stellen wir fest, wir haben zunächst einmal hier einen zweiten Engel, richtig? Was fällt euch auf an dem Einleitungssatz bis zum Doppelpunkt? Offenbarung 14 Vers 8, die ersten 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 Worte. Was fällt euch auf? Er fliegt mitten durch den Himmel, ja, das stimmt, aber das stimmt auch von dem Ersten, nicht wahr? In Vers 6. Also der folgt ihm, also fliegt auch mitten durch den Himmel, das stimmt. Der Erste fliegt mitten durch den Himmel und wenn der Zweite ihm folgt, dann fliegt er auch mitten durch den Himmel. Richtig, was noch? Er spricht nur. Was wolltest du sagen? Ja, in Vers 7, da spricht er mit lauter Stimme. Wie ist es beim dritten Engel? Spricht er mit lauter Stimme oder? Der dritte Engel, Vers 9, spricht mit lauter Stimme. Also der Erste spricht mit lauter Stimme und der Dritte spricht mit lauter Stimme, aber der Zweite spricht nur. Fast so, als ob die Bibel schon vorher sagen würde, dass die zweite Engelsbotschaft etwas unterbelichtet sein würde. Frage: Wird denn die zweite Engelsbotschaft mit weniger Vollmacht verkündet nach der Bibel? Oder wird das irgendwo, also wird diese Botschaft auch mit lauter Stimme verkündet?
[3:43] Sie wird noch mal wiederholt. Wo wird sie wiederholt? In Offenbarung 18, da kommt der vierte Engel zur Verstärkung des dritten und schaut mal, was der sagt. Offenbarung 18, Vers 1 und nach diesem sage ich, einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit. Übrigens, wir haben ja gerade gelesen, das Licht scheint in der Finsternis. Also dieser vierte Engel muss sehr viel zu tun haben mit dem Wort Gottes, mit der Idee, mit der selbstaufopfernden Liebe Gottes. Offenbarung 18 erfüllt sich, wenn Menschen anfangen, Gottes selbstaufopfernde Liebe in ihrem Leben zu haben, aber das ist nicht das Thema jetzt. Vers 2 und er rief wie kraftvoll mit lauter Stimme und was sagt er? Gefallen, gefallen ist Babylon. Da wird sogar noch ausgeführt, die groß ist eine Behausung der Dämonen geworden, ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Vögel, denn von dem Glutwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken. Also was, wenn wir das vergleichen mit der zweiten Engelsbotschaft, was stellen wir fest? Selbe Botschaft, noch ein bisschen erweitert und mit lauter Stimme gepredigt. Also es sieht so aus, als ob die zweite Engelsbotschaft etwas unterbelichtet ist und deswegen am Ende der Zeit durch den vierten Engel nochmal so richtig Nachdruck bekommt. Also wir können uns nicht leisten, die zweite Engelsbotschaft beiseite zu schieben, denn das ist die Botschaft, die einmal die Erde mit ihrer Herrlichkeit erleuchten wird. Was in aller Welt hat das mit Babylon zu tun? Die Botschaft ist ja gefallen, gefallen ist Babylon. Ich schlage vor, dass wir zuerst über Babylon sprechen und dann später über gefallen, gefallen. Weil wenn wir nicht wissen, was Babylon ist, dann macht es keinen Sinn, nach dem Fall zu suchen. Also fangen wir mal an mit Babylon.
[5:44] Jetzt seid ihr dran. Wenn ihr über Babylon sprechen wollt, hier eine Offenbarung, was würdet ihr sagen, was ist damit gemeint oder wo fängt man an zu suchen? Am Anfang? Ganz genau, also Babylon und Babel, das ist so die Verbindung, das ist das gleiche Wort und Babel heißt ganz richtig Verwirrung. Das Wort kommt von einem hebräischen Wort, was Mischung bedeutet. Sehr interessant, also wenn man Dinge mischt miteinander, da kommt Babel her. Ja, die babylonische Bedeutung ist das Tor zu Gott oder wahrscheinlich bei den Babylonern eher übersetzen, das Tor zu den Göttern, ja, Babdilu auf Babylonisch. Ihr habt gesagt, wir müssen ganz an den Anfang zurückgehen, zum Turmbau zu Babel, aber ist der Turmbau zu Babel wirklich der Anfang von Babylon? In welchem Kapitel haben wir den Turmbau zu Babel? 1. Mose? 7, 8 ist noch Sintflut, da ist das Wasser noch über der Erde, da hätte man keinen Turm bauen können. 13, da ist der Abraham unterwegs, da ist schon Zwed. 11, ganz genau, nebenbei wollen wir uns ein bisschen Grundlagen der Bibel kennenlernen. 1. Mose 11 ist der Turmbau zu Babel, aber kommt Babylon oder Babel schon vorher, vor Kapitel 11, vor, ja oder nein? Ja, wenn ich schon so frage, dann natürlich in Kapitel 10 und wo ist der erste Vers, wo das Wort Babel steht? Welcher Vers ist das? 1. Mose 10, Vers 10, ja, Vers 10, in der 1. Mose 10, Vers 10, da lesen wir: Und der Anfang seines Königreichs war Babel, sowie Erek, Akkad und Kalne im Land Sinear. Merkt euch mal dieses Land, Land Sinear. Jetzt, wenn es heißt, von der Anfang seines Königreichs, welche Frage muss man stellen? Wessen Königreich ist? Und die Antwort steht im Vers 8 und 9. Auch zeugte Kusch den Nimrod. Was heißt Nimrod übersetzt, weiß es jemand? Steht vielleicht auch in der Übersetzung? Rebell, Empörer, ein Revoluzzer, könnte man also sagen, ein Rebell. Nimrod, der war, was wird jetzt beschrieben werden? Er war der, ein gewaltiger Jäger, ja, also hatte man nichts damit zu tun, dass er auf die Mammuts geschossen hat, die damals wahrscheinlich noch in großer Menge rumgelaufen sind, sondern es heißt, er war der, bei mir heißt es, der erste Gewalthaber auf Erden. Was ist ein Gewalthaber? Ein Herrscher, ein Diktator, jemand, der Gewalt ausüben kann, der Gewalt auf sich vereinigt. Und dann heißt es, Vers 9: Er war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn. Daher sagt man: Ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn, wie Nimrod. Was wird damit ausgedrückt im Vers 9? Wenn es heißt: Daher sagt man, ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn, wie Nimrod. Er rebellierte gegen Gott, ja, dieses vor Gott zu sein, bedeutet nicht, also für Gott in den Krieg zu ziehen, sondern sich gegen Gott zu stellen, sich vor Gott zu stellen und ihm ins Angesicht zu sagen: Ich bin gegen dich, dass es diese in die Stirn bieten, genau. Aber warum heißt es hier, schaut mal, daher sagt man, es war sehr bekannt, es war sprichwörtlich. Wenn etwas sprichwörtlich ist, dann so, dann deswegen, weil es allgemein bekannt ist, oder? Nur wenn etwas wirklich in allen gesellschaftlichen Richtungen überall bekannt, wenn es weltweit global ist, dann ist es sprichwörtlich. Nimrod war also offensichtlich eine, also für den damaligen Maßstab, weltbekannte Figur. Ich meine, weltbekannt muss man einschränken, weil die Welt war dünn besiedelt. Ja, wann spielt das hier so ungefähr? Wann spielt die Geschichte vom Turmbau zu Babel? Nach der Sintflut ist mal gut gesagt. Ja, wann nach der Sintflut? Das zweite Jahrtausend, ja, das ist gut gesagt, denn die Sintflut war im Jahre von der Schöpfung an im Jahre 1656, nach der Sintflut, also nach der Schöpfung sozusagen. Das wäre also, wenn man jetzt 6000 Jahre annimmt, ist das irgendwo so bei 2400 vor Christus oder so, ja. Aber wir wollen uns nicht auf das Jahr genau streiten, aber es sind genau von der Schöpfung bis zur Sintflut 1656 Jahre. Gibt es eine Möglichkeit, das vielleicht rauszukriegen? Stammbaum, ja. Also, fangen wir mal an. Nimrod ist der Sohn von Kusch und Kusch ist der Sohn von Ham und Ham ist der Sohn von Noah. Also wir haben Noah, Ham, Kusch, Nimrod. Übrigens, diese ganzen Hamiten, Schoppen und Versechs, Kusch, Mizraim, Put und Kanaan. Welche Nationen sind da entstanden? Das wäre so ein spannendes Thema, über die Nationen von 1. Mose 10 zu predigen, aber das müssen wir ein andermal machen. Kanaan, das ist offensichtlich, ja, genau. Ägypter, welches Land insbesondere? Welcher Name? Kusch, ja, könnte man denken, aber nein, es war Mizraim. Mizraim ist tatsächlich der Name für Ägypten im Hebräischen. Wenn im Hebräischen Mizraim steht, dann ist immer Ägypten gemeint. Und interessanterweise, ich weiß nicht, ob ihr das wisst, es gibt diesen legendären ersten Pharao der ersten Dynastie, den Menes. Ja, und es gibt natürlich dann Spekulationen, dass das eine selbe Person ist, aber das ist natürlich dahingestellt. Kusch ist vermutlich der Vorfahre dann der Völker, die südlich von Ägypten gewesen sind, also Äthiopien und, das sind die Kuschiten, nicht wahr? Und insgesamt auch stammen viele der afrikanischen Völker von Ham ab. Aber der Punkt ist der, was wissen wir über Ham? Da kommen wir gleich noch zur Frage von der Zeit. Was wissen wir über Ham? Genau, Ham war derjenige, der im Zusammenhang mit Noah diesen Frevel begangen hatte. Was war der Frevel gewesen? Er hat ihn nackt gesehen, ja, aber jetzt ist vielleicht reingestochen. Was war der Frevel? Er hat es anderen weitererzählt. Anstatt so wie dann Sem und Japheth, was haben die gemacht? Sind zurückgegangen und haben ihn bedeckt, ohne ihn anzuschauen. Und ihr wisst, dass Noah dann, als er das erfährt, einen Fluch ausspricht, insbesondere über die Nachfahren von Ham. Und es sieht so aus, dass tatsächlich Ham, derjeniges von den drei Söhnen und dessen Nachfahren am allerersten wieder richtig begonnen haben, zu rebellieren gegen Gott. Und dass, ja, unter Nimrod das Ganze eine neue Dimension bekam, denn der falsche Glaube oder der Irrglaube kombiniert sich hier mit politischer Gewalt, mit politischer Macht. Der Anfang seines Königreichs war Babel und dann wird das so, dann expandiert das, so könnt ihr sehen. Vers 11: Von diesem Land zog er aus nach Assur und baute Niniveh, Rechobot-Ir und Kalach. Dazu Resen zwischen Niniveh und Kalach, das ist die was? Die große Stadt. Haben wir gerade erst gelesen in, habt ihr aufgepasst? Offenbarung. Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt. Das heißt, die Offenbarung nimmt ganz besonderes Bezug hier auf diese Nimrod-Geschichte.
[14:10] Jetzt schauen wir mal ganz kurz die eigentliche Geschichte vom Turmbau zu Babel an. Kapitel 11, Vers 1: Die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte. Was denkt ihr, welche Sprache ist das gewesen? Das Schwäbisch wird es nicht gewesen sein, oder? Wer weiß. Zumindest kann man sich die Namen anschauen, Adam und Eva und so weiter, das sind schon alles erstmal so hebräischsprachige Namen, aber es könnte vielleicht daran gelegen haben, dass die Namen dann ins Hebräische übersetzt worden sind. Also, wie gesagt, das kann man nicht explizit und eindeutig festhalten. Aber wir stellen fest, es war eine Sprache. Vers 2: Und es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Land Sinear oder Schinäa und sie ließen sich dort nieder. Von wo sind sie denn ausgezogen? Das steht hier nicht so explizit, aber von wo sind sie denn ausgezogen? Eden? Eden war schon weg. Vom Berg oder vom Gebirge Ararat irgendwo aus der Gegend. Denn die Menschheit hat ja ihren neuen Startpunkt da irgendwo im Gebirge Ararat, von dem bis heute ja die Geologen und die Archäologen sich streiten, wo der überhaupt genau ist, aber so Pi mal Daumen kann man den verorten, der ist irgendwo da. Und das Land Babylon, also Gebirge Ararat, das ist so diese ganze Gegend so im Norden des Mittelostens, das ist so Richtung auch Kaukasus, ganze Gebirge gelandet, aber Babylon liegt unten in der Ebene, da wo der heutige Irak ist. Und sie zogen dahin. Vers 3: Und sie sprachen zueinander: Wohl an, lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen und sie verwendeten Ziegel statt Steine und Asphalt statt Mörtel und sie sprachen: Wohl an, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden. Was könnt ihr an diesen beiden Versen entdecken? Ja, warum war es Rebellion gegen Gott? Du hast vollkommen recht. Wir wollen uns einen Namen machen, also da ist wieder diese Idee von dem Ich. Die alte Rebellion, es ist ganz, ganz offensichtlich, dankeschön. Sie haben Gott nicht mehr vertraut, warum? Okay, also der Bau könnte ja dienen als Notnagel, wenn es wieder eine Sintflut geben sollte, falls Gott sein Versprechen vergisst, dann steigen wir auf den Turm. Vielleicht haben sie auch wissenschaftlich versucht, dann so eine wissenschaftliche Analyse zu machen, wo eigentlich der Regen herkam, ich war hoch in den Himmel. Ja, also dieses Ich will selbst etwas tun, ich habe mir selbst, also alles, was sie da bauen, sind ihre eigenen Werke, das wird ganz deutlich gesagt. Sie bauen sich ihre Ziegel und ihren Asphalt, sie machen das und ihre eigenen Werke bauen sie zu einem Turm, der bis in den Himmel reichen soll. Was ist noch Rebellion an diesem Vers 4? Genau mit der Zerstreuung, was hat es damit auf sich? Wimmelt, das sagt er zu den Fischen, wimmelt, aber so ähnlich sagt er das. Sollen die ganze Erde bevölkern, ja, sie sollen sich ausbreiten, ja, also überall hin, genau, das können wir auch für uns was lernen, das haben übrigens unsere Pioniere auch falsch gemacht, als sich alle in Battle Creek gesammelt haben, dann kamen die gleichen Probleme übrigens auch. Ja, also hinaus, jetzt was wolltest du sagen? Genau, wo steht denn der Auftrag nach der Sintflut, nach der Sintflut? Wo steht der Auftrag? Wo steht der Auftrag, sich in alle Welt zu zerstreuen sozusagen? 1. Mose 9, Vers 1, genau, schaut mal da. Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt die Erde. Ganz genau und dann sagen sie, damit das nicht passiert, damit wir Gott nicht gehorsam sind, lasst uns einen Turm bauen, um sicherzustellen, dass wir Gottes Gebot nicht erfüllen. Könnt ihr das sehen? Damit wir eben nicht zerstreut werden, ja, der Grund für den Bau des Turmes, sicherlich wollten sie der Sintflut, einer weiteren Sintflut entgehen, sicherlich wollten sie sehen, was über den Wolken ist, aber der geschriebene Zweck ist, damit wir nicht das tun, was Gott geboten hat. Es war also bewusste Rebellion gegen Gottes ausdrückliches Gebot und Babylon hat schon immer dieses Element gehabt, der Selbsterhöhung, der eigenen Werke und dem bewussten Übertreten eines Gebotes Gottes und das Ganze verknüpft mit politischer Gewalt.
[19:47] Genau, Afra muss dann raus aus Babylon. Schauen wir mal in Vers 5, da stieg der Herr herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, den die Menschenkinder bauten und der Herr sprach: Siehe, sie sind ein Volk und sie sprechen alle eine Sprache und dies ist erst der Anfang ihres Tuns und jetzt wird sie nichts davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben. Interessant, oder? Da lesen wir mal ein bisschen drüber. Warum sagt Gott das? Er kennt das Herz der Menschen, er weiß, wie es daran aussieht, aber denkt mal drüber nach, was der Vers sagt. Ihr wisst ja, wie es weitergeht. Er sagt: Lasst uns die Sprachen verwirren, damit sie sich zerstreuen. Also die Sprachenverwirrung war ja ein Mittel, ihnen zu helfen, Gottes Gebot umzusetzen, aber die Idee wird ja so ausgedrückt, dass wenn er das nicht getan hätte, dann hätte die Menschheit ein enormes Potenzial entwickelt und zwar zum Bösen. Seht ihr das? Gibt es so eine ähnliche Stelle vorher schon mal, wo Gott so etwas ähnliches sagt, wo er sagt: Wenn wir jetzt nicht einschreiten, wo er so quasi mit sich selbst redet, mit Sohn, Heiliger Geist und Vater, wenn wir jetzt nicht einschreiten, dann passiert das. Also schon nach der ersten Sünde, oder? Als er sagt: Schaut, der Mensch ist geworden wie unser einer und wenn wir jetzt noch von dem Baum des Lebens weiter essen, dann werden wir ewig lebende haben. Das heißt, das ist plötzlich ein enormes Potenzial zum Bösen und deswegen schreitet Gott ein, deswegen vertreibt Gott sie damals aus dem Paradies. Das war letztendlich, obwohl eine Strafe zu ihrem Besten. Wenn sie als Sünder weiter von dem Baum des Lebens gegessen hätten, dann hätte ja keine Erlösung mehr wirken sollen. Gott greift also manchmal mit sogenannten Strafen ein, weil er sieht, was für ein gewaltiges Potenzial zur Katastrophe wir ansammeln. Gott zerstreut die Menschen quasi, um sie vor sich selbst zu bewahren. Gott vertreibt Adam und Eva aus dem Garten Eden, um sie vor sich selbst zu bewahren. Habt ihr schon mal gebetet: Gott, bewahre mich vor mir selbst? Ja, natürlich. Also Gottes Ziel ist ja nicht, dass jeder Einzelne für sich ist. Gottes Ziel ist schon die Gemeinschaft. Aber der Punkt ist, Gemeinschaft an sich ist noch nichts Gutes, wenn es nicht auf das Gute gerichtet ist. Gemeinschaft zum Bösen ist das Schlimmste, was es gibt. Denn Gemeinschaft stärkt immer. Gemeinschaft ist ja etwas, was Gott erfunden hat, damit das Gute stark ist. Schaut, genauso ist es ja mit der Mission. Mission ist eine Gabe Gottes oder ein Instinkt, den Gott an uns hineingelegt hat, zum Guten. Wenn wir aber in Sünde leben, dann wird derselbe gute Instinkt ein Potenzial zum Bösen, weil wir mit unseren Taten andere noch zu Satan ziehen. Und so ist es mit allen Dingen. Alles, was Gott geschaffen hat, wenn es pervertiert wird, wird plötzlich ein Potenzial zum Bösen. Und das macht deutlich, dass also Babylon nicht einfach völlig böse und völlig verkehrt war. Übrigens, glaubt ihr, dass die Menschen gleich wieder drei Tage nach der Sintflut angefangen haben, Götzen anzubeten? Also ich meine, die Bibel sagt nicht explizit was darüber. Aber denkt mal darüber nach. Aus der Arche kamen wie viele Menschen? Acht. Und diese acht Menschen waren, ich denke, zu den Zeiten, wo sie in der Arche waren, auch alle zu Recht in der Arche, oder? Wenn Gott da aus so vielen Menschen nur acht ausgewählt hat, dann waren die wirklich zu Recht in der Arche. Die waren gläubig. Und obwohl der Ham dann diese schlimme Sünde begeht, ist nicht anzunehmen, dass der plötzlich und sofort wieder gesagt hat: Nee, Gott gibt's nicht. Ich meine, manche Dinge sind so offensichtlich. Ich meine, die Sintflut muss so gewaltig gewesen sein. Ellenwald sagt, der Satan hat um seine Existenz gefürchtet. Die Sintflut war so ein gewaltiges Ereignis, die wussten, Gott existiert. Sie wussten auch, warum Gott die Sintflut geschickt hat. Das heißt, der Satan konnte nicht einfach so herkommen und sagen: Jetzt glauben wir alle an Zeus. Und die Bibel sagt ja nicht so viel darüber, aber es gibt einige Berichte so aus den antiken Quellen, die nahelegen, wie das wohl gekommen ist mit der Götzenanbetung. Das hat mit Nimrod zu tun. Es war wohl so gewesen, dass, als dann dieses Projekt scheitert und Nimrod stirbt, der erste Gewalthaber, dass man angefangen hat, Nimrod wieder zu verehren. Und fast alle großen Gottheiten, die es so in den Völkern gibt, egal ob das dann der Jupiter ist oder der Zeus oder der Baal und all wie sie heißen, die lassen sich letztlich zurückverfolgen auf Nimrod und Kusch und diese ersten Personen. Da gibt es ganz viele Parallelen. Das heißt, hier haben wir eigentlich den Ursprung, und jetzt passt auf, diese Rebellion war offensichtlich etwas, was auch im Geheimen stattfand. Und alle falschen Religionen, sowohl damals als auch heute, haben immer dieses Element des Geheimnisvollen. Ist euch das mal aufgefallen? Die Mysterien. Egal, ob das jetzt die griechischen Mysterien sind, wo man eingeweiht werden musste, ob das die babylonischen Mysterien waren, in die man eingeweiht werden musste, ob das die katholischen Mysterien sind, die nur für die im inneren Kreis sind. Es ist immer etwas Geheimnisvolles, etwas Mysterienhaftes. Und das geht darin zurück, dass der Ursprung dieser falschen Religion eben im Geheimen war. Das war wie so ein Geheimklub wahrscheinlich, die angefangen haben, wieder eine neue Religion zu kreieren. Die genauen Details wissen wir nicht, aber da war die Brutstätte. Babel war die Brutstätte all dessen, was später in den verschiedenen Religionen so aufgekommen ist.
[26:12] Und deswegen sagt es dann in Vers 9, Vers 8: So zerstreute der Herr sie von dort über die ganze Erde und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. Übrigens, gibt es in Kapitel 10 oder 11 irgendwo einen Hinweis darauf, dass wann diese Zerstreuung stattgefunden haben könnte. Es gibt noch einen anderen Vers in diesen beiden Kapiteln, der von so einer Teilung spricht. Wobei die Bibelausleger bis heute sich streiten, was für eine Art von Teilung da gemeint ist. Der Pelek, genau, schaut mal in 1. Mose 10, Vers 25. 1. Mose 10, Vers 25: Und Heber wurden zwei Söhne geboren. Der Name des einen war Pelek, denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt. Und jetzt gibt es zwei Theorien. Die eine Theorie ist, dass also einige Zeit nach der Sintflut da noch so Kometeneinschläge, wie sagt man, Meteoriteneinschläge dafür gesorgt haben, dass die Erdoberfläche sich nochmal verändert hat. Oder aber, dass hier tatsächlich die Aufteilung der Erde gemeint ist. Jetzt weiß jemand von euch, wann Pelek geboren worden ist. Das kriegen wir raus, oder? Wie kriegen wir das raus? Schauen wir mal in 1. Mose 11, Vers 10. Dies ist die Geschichte Sems. Als Sem 100 Jahre alt war, zeugte er den Arpachschad, zwei Jahre nach der Flut. Also Arpachschad ist wann geboren worden? Zwei Jahre nach der Flut. Dann Vers 12: Arpachschad aber war 35 Jahre, als er den Schelach zeugte. Wann ist Schelach gezeugt worden? 37 nach der Flut. Schelach, Vers 14, war 30 Jahre alt, als er den Heber zeugte. Wann ist Heber geboren? Von Heber kommen all die Hebräer. Vers 16: Heber war 34 Jahre alt, als er den Pelek zeugte. Also Pelek ist so ungefähr 100 Jahre nach der Sintflut geboren. Und könnte es sein, dass er deswegen Pelek genannt wurde, weil bei seiner Geburt, das muss ja bei seiner Geburt gewesen sein, als er benannt wurde, die Erde geteilt wurde. Das heißt, das könnte auch von den Generationen ungefähr hinhauen, dass ungefähr 100 Jahre nach der Sintflut dieses Ereignis stattfand. Wenn man mal die Idee, die waren auf dem Berg Ararat, dann sind sie fünf Tage später runtergegangen, haben den Turm gebaut. Das sind wohl etliche Jahrzehnte vergangen. Und in der Zeit sind auch die Menschen schon, haben sich ziemlich vermehrt. Da waren schon echte Gesellschaften, echte Familien. Denn beim Turmbau zu Babel, dann ziehen sich die Völker in die verschiedenen Richtungen. Die ganzen Japhet-Söhne gehen alle Richtung Norden und dann Richtung Europa und Richtung Asien. Da könnte man viel Spannendes dazu erzählen, haben wir nicht die Zeit. Und die Semiten, die bleiben da im Nahen Osten und die Hamiten gehen dann Richtung Süden.
[29:04] Babylon, ein Symbol für Zerstreuung und für Verwirrung. Nächstes Mal schauen wir uns an, was Babylon in der modernen, also im Neuen Testament, in der Prophetie bedeutet. Und auch in Jesaja und Jeremia. Aber ihr seht, das Ganze war die Brutstätte der Rebellion. Und es war ein Geheimnis, eine geheime Religion. Und wir werden nächstes Mal sehen, wie viel davon sich noch in heutige Religion rüber gerettet hat. Ihr werdet erstaunt sein. Aber das schauen wir das nächste Mal hin. Für heute, lasst uns noch beten zum Abschluss. Und dann machen wir nächste Woche weiter an der Stelle. Lasst uns noch niederknien zum Abschluss.
[29:49] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort lesen konnten. Danke sagen, dass die Offenbarung uns deutlich zeigt, was das wahre Problem ist, nämlich Rebellion gegen dich. Und sie warnt uns in dieser zweiten Engelsbotschaft zuallererst vor Selbsterhöhung und vor dem Versuch, durch eigene Werke den Himmel zu erreichen und vor Rebellion gegen deine Gebote. Bitte gib, dass wir unsere Lektion daraus ziehen und dass wir in unserem Leben zeigen, dass du unser Herrscher wirst und dass wir dir vertrauen. Und bitte schenke uns Weisheit und Mut, auf die zweite Engelsbotschaft, in Liebe und Klarheit zu verkündigen. Hilf uns, sie besser noch zu verstehen, auch wenn wir das nächste Mal darüber studieren und sei du dann auch bei uns. Im Namen Jesu. Amen. So, damit verabschieden wir uns für heute, sehen uns nächste Woche wieder, dann wieder pünktlich um 19:30 Uhr zu unseren beiden Seminaren, der Ersehnte und die Offenbarung festes Vers. Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.
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