In dieser Predigt wird Offenbarung 14, Vers 9 im Lichte von Hesekiel 28 und anderen biblischen Texten beleuchtet. Es wird untersucht, warum Gott einzigartig ist und welche Eigenschaften ihn als Gott auszeichnen. Die Predigt erklärt, wie das Papsttum diese göttlichen Ansprüche imitiert und warum die Anbetung des Tieres eine Verweigerung Gottes darstellt.
Offenbarung 14:9 Teil 2
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Neues Testament, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:49] Lieber Vater im Himmel, hab du herzlich Dank für all das, was du für uns tust und dass du uns die Offenbarung schenkst, als ein so wunderbares Buch, das so angefüllt ist mit Botschaften, die uns ermutigen und auch ermahnen, die uns Kraft schenken für den Alltag. Wir möchten dich bitten, dass du uns heute auch wieder ganz besonders ansprichst durch die Worte, die wir lesen werden, dass du uns hilfst, in dem Kleinen treu zu sein, damit wenn der große Test kommt, von dem wir heute lesen werden, dass wir bereit sind und gefestigt sind, ihn zu bestehen. Wir möchten dich bitten, dass du unseren Blick auf das Wesentliche lenkst und uns Freude schenkst in deinem Studium deines Wortes. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[1:36] Offenbarung, Kapitel 14, Vers 9. Da haben wir gelesen und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbietet und das Mahlzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt. Wir haben letztes Mal angefangen, über verschiedene Aspekte zu sprechen. Wir haben auch schon angefangen, so ein bisschen über das Tier zu sprechen. Könnt ihr euch erinnern daran, dass wir gesprochen haben über diese Frage, die auch in Offenbarung 13 ausgesprochen wird, Vers 3 und 4: Wer ist dem Tier gleich und wer kann mit ihm kämpfen? Wo von der wiederauferstandenen römischen Kirche gesprochen wird, von dem Vatikan, der die tödliche Wunde bekommt und dann heilt die tödliche Wunde und dann betet die Welt dieses Tier an. Und die dritte Engelsbotschaft sagt, wenn jemand das anbetet, dann kommt die Warnung, die Strafe, die darauf folgt.
[2:55] Wir hatten ja gesagt, wir wollen uns heute ein bisschen mit Hesekiel 28 beschäftigen, weil Hesekiel 28 nicht nur die Erklärung bereithält, warum ist das Böse jemals entstanden. Das ist so ein Standardkapitel, das wir studieren ab Vers 12, wenn es darum geht, Menschen zu erklären, warum lässt Gott das Böse zu. Ihr kennt diese Verse sehr gut ab Vers 12, wo es um den Luzifer geht, der ein gesalbter Cherub gewesen ist, der die Sünde begonnen hat, der aus dem Himmel geschmissen worden ist. Aber Hesekiel 28 fängt ja nicht erst in Vers 12 an, sondern geht vorher los und in den Versen vorher wird einiges gesagt, das offensichtlich sich nicht allein ausschließlich primär auf den Luzifer bezieht. Wir lesen mal ab Vers 1.
[3:48] Hesekiel 28, seid ihr da? Vers 1. Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Menschensohn, sprich zu dem Fürsten von Tyrus. So spricht Gott der Herr: Weil sich dein Herz erhoben hat und du gesagt hast: Ich bin ein Gott und sitze auf einem Götterthron mitten im Meer, da du doch nur ein Mensch bist und kein Gott bist und weil du dein Herz dem Herzen Gottes gleich stellst. Frage: An wen richtet sich diese Formulierung? An wen spricht Hesekiel hier?
[4:32] Also es geht zunächst einmal an den König von Tyrus, das ist uns bewusst. Wir wissen aber auch, dass der König von Tyrus ein Symbol ist. Zum Beispiel in Vers 12 geht es auch um den König von Tyrus, aber wir wissen, der König von Tyrus war nicht im Garten Eden. Der König von Tyrus war kein Cherub. Der König von Tyrus war niemals vollkommen. Also ab Vers 12 geht es ganz eindeutig um den Luzifer. Aber geht es in diesem Vers 2 um den Luzifer?
[5:03] Warum nicht? Genau, hier geht es um einen Menschen. In Hesekiel 28 Vers 2 geht es um einen Menschen, der behauptet Gott zu sein. Der Luzifer war ein Engel, der behauptet hat, Gott zu sein oder? Ein Engel, der gottgleich sein wollte, aber hier geht es um einen Menschen, der behauptet hat oder behauptet, ein Gott zu sein und auf dem Götterthron zu sitzen und zwar mitten im Meer. Wisst ihr, wo Tyrus lag? Im Meer. Es gab diese Stadt an der Küste und dann gab es diese Insel und dann lag die mitten im Meer. Übrigens zurückstellen, wer könnte denn wohl mit dieser Prophezeiung gemeint sein? Das Tier aus dem Meer?
[5:57] Also die Frau, die Hure Babylon sitzt auch an den vielen Meeren, an den vielen Wassern. Wo in der Bibel steht, dass irgendein Mensch sich ausgeben würde, Gott zu sein? Der Mensch der Boshaftigkeit, der Mensch der Sünde. Zweite Thessalonicher 2, lasst uns da ganz kurz mal hingehen, lasst euer Finger hier drin.
[6:20] Zweite Thessalonicher 2, nur dass wir das noch mal ganz kurz in Erinnerung haben, das ist ja noch eine Prophezeiung hier auf das Papsttum. Zweite Thessalonicher 2, ab Vers 3, Vers 3 und 4. Dort heißt es: Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen, denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbart werden, der Sohn des Verderbens. Hier geht es um einen Menschen, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt, als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.
[7:07] Das heißt, Hesekiel 28 beginnt eigentlich gar nicht mit dem Fall Luzifers im Himmel, sondern berichtet von einer ganz anderen Prophezeiung. Also Vers 2, die auf Zweite Thessalonicher 2, Vers 3 und 4 weitergewirkt hat, wo der Paulus sagt, da kommt jemand in der Zukunft, von sich aus gesehen, der ist ein Mensch, der ist der Mensch der Sünde und er wird sich in den Tempel Gottes setzen und sich ausgeben, als wäre er ein Gott. Jetzt Zweite Thessalonicher 2, Vers 3 und 4 ist sehr eindeutig. Um wen bezieht es sich hier? Es bezieht sich auf das Papsttum oder die römische Kirche. Demzufolge können wir schlussfolgernd, dass Hesekiel 28 eine der etwas weniger bekannten Prophezeiungen auf das Papsttum ist. Wenn wir über das Papsttum reden, dann sind wir immer in Daniel 7, in Offenbarung 13, Daniel 8, vielleicht auch Daniel 11. Also ich habe noch nie jemanden über das Papsttum predigen hören und Hesekiel 28 benutzen, aber da geht es hier um einen Menschen, der sich zu Gott macht und der übrigens dann, das ist das Spannende an Hesekiel 28, es beginnt mit dieser menschlichen Macht und dann im Laufe des Kapitels springt es über zu dem, der hinter dieser menschlichen Macht steht. Es beginnt mit dem Menschen, der sich zu Gott macht und dann irgendwann switcht es über, es springt über zu dem Engel, der im Himmel sich zu Gott machen wollte. Und daran soll deutlich werden, wie sehr diese menschliche Macht des Papsttums und die eigentliche Macht dahinter, der Satan, so eng miteinander verwoben sind. Beides unter dem Bild von Tyrus beschrieben. Jetzt gehen wir mal weiter.
[9:07] Übrigens, da heißt es in Vers 2 in Hesekiel 28, wir sind noch in Hesekiel 28 und dort Vers 2: Weil dich dein Herz erhoben hat, das ist ja das, was auch der Satan gemacht hat, weil sich dein Herz erhoben hat, wegen deiner Schönheit hast du deine Weisheit verloren, weil sich dein Herz erhoben hat und dein Herz dem Herzen Gottes gleichgestellt hast. Jetzt, was ist denn eigentlich das Herz Gottes? Das Gesetz Gottes. Und wenn jemand sich dem Herzen Gottes gleichstellt, so zu sagen, dann behauptet er, dieselbe Autorität zu haben, so denken zu können, so wie Gott sozusagen, dieselben Dinge sagen zu dürfen oder herausgeben zu dürfen, bestimmen zu dürfen wie Gott. Und schaut mal in Vers 3, das ist sehr, sehr interessant, was hier steht.
[9:57] Hesekiel 28, Vers 3. Siehe, du warst weiser als Daniel. Jetzt, Hesekiel und Daniel sind ja Zeitgenossen gewesen, die haben gleichzeitig in Babylon gelebt, die kannten sich einander und Hesekiel schreibt sonst auch sehr, sehr vorteilhaft von Daniel, als einer der ganz wenigen Glaubenshelden. Aber hier sagt er etwas Außergewöhnliches, er sagt, das Papsttum, er sagt, du warst weiser als Daniel. Manchmal neigen wir dazu, das Papsttum so ein bisschen als, naja, als die Ende des Gesetzes Gottes, nicht wahr? Und bringen diese babylonische Religion herein, das ist doch total absurd, ja, so wir versuchen das ein bisschen, ja, so als kommen die nur auf die Idee, ja. Aber Hesekiel 28 sagt uns, dass da sehr, sehr viel Intelligenz und Weisheit dahinter steckt. Natürlich verdorbene Weisheit, ohne Frage, aber eine größere Weisheit als die des Propheten, der davor gewarnt hat. Das ist interessant, weiser als Daniel.
[11:07] Kein Geheimnis war für dich im Dunkeln. Durch deine Weisheit und deinen Verstand hast du dir Reichtum erworben und hast Gold und Silber in deinen Schatzhäusern aufgehäuft. Ist euch bewusst, wisst ihr noch, wie das kleine Horn genannt wird, was über das kleine Horn gesagt wird in Daniel 7 und 8? Schlagt mal euren Daniel 8 auf. Daniel 8, Vers 23. Daniel 8, kleines Horn, nur dass ihr seht, dass ihr um die kleine Hornmacht geht. Daniel 8 und dort Vers 23. Seid ihr da? Daniel 8, Vers 23. Am Ende ihrer Regierung, wenn die Frevler das Maß voll gemacht haben, wird ein frecher und listiger König auftreten. Listig? Welches Tier im Garten Eden war das listigste von allen? Die Schlange, ja? Listig. Und dann heißt es hier in Vers 25: Und wegen seiner Klugheit. Dankeschön. Und weil ihm der Betrug in seiner Hand gelingt, wird er sich in seinem Herzen erheben und viele in ihrer Sorglosigkeit verderben. Und er wird gegen den Fürsten der Fürsten auftreten, aber ohne Zutun von Menschenhand zerschmettert werden. Seht ihr, dass hier die Beschreibung vom kleinen Horn fast identisch ist mit der Beschreibung von Hesekiel 28. Ja, Klugheit, List und es erhebt sein Herz.
[12:37] Man könnte also sagen, Hesekiel 28 beschreibt das kleine Horn, nur dass es da nicht kleines Horn genannt wird. Der Mensch, der Mensch der Sünde, der Mensch, der weiß es als Daniel, aber über Gott hinwegsetzt. Gehen wir zurück zu Hesekiel und schauen weiter, was wir da lesen können.
[13:01] Hesekiel 28 und dort ab Vers 5, Vers 6. Hesekiel 28, Vers 6. Darum spricht Gott der Herr so: Weil du dein Herz dem Herzen Gottes gleichgestellt hast. Darum siehe, ich will dir Fremde über dich bringen, die gewalttätigsten der Völker, die sollen ihre Schwerter gegen die Pracht deiner Weisheit zücken und deinen Glanz entweihen. In die Grube werden sie dich hinabstoßen und du wirst den Tod einer Erschlagenen sterben. Mitten im Meer wirst du dann angesichts seiner Mörder auch noch sagen: Ich bin Gott, da du doch ein Mensch und nicht Gott bist in der Hand derer, die dich durchbohren.
[13:40] Übrigens, wie wird das Papsttum am Ende zugrunde gehen? Durch wen oder was? Was sagt die Offenbarung? Wie geht das Papst? Ganz genau, die Verführten selbst, die Völker, die das Papsttum verführt hat, werden sich in der sechsten Siebenplage gegen das Papsttum stellen und die Bibel sagt, das Tier wird die Hure hassen und das Tier und die Könige werden dafür sorgen, dass die Hure geschlachtet wird. Das ist das, was hier angedeutet wird.
[14:18] Übrigens, wusstet ihr, dass Ellen White sagt, dass sie dem Volk Gottes empfiehlt, Hesekiel 28 zu studieren. Und dann sagt sie, Hesekiel 28 ist nicht nur allein über Luzifer, sondern sagt, Hesekiel 28 beschreibt eine weltweite Bewegung, eine Bewegung, die noch in der Zukunft liegt. Mit anderen Worten, was wir hier studieren, ist nicht einfach nur, naja, interessant, sondern das ist gegenwärtige Wahrheit. Und diese Bewegung kann natürlich nur verstanden werden, wenn man dann den Ursprung des Bösen versteht. So wie der Luzifer am Anfang seine Rebellion gestartet hat, was dann im Zentrum des Kapitels ist, so wird diese weltweite Rebellion gegen Gott sein. Und im Zentrum dieser Rebellion ist eine Person, ein Mensch, der sagen wird: Ich bin Gott.
[15:09] Und das bringt uns zu der Frage, denn das heißt ja, es geht um die Anbetung des Tieres, wer das Tier anbetet. Die Frage ist, warum beten wir Gott an? Zunächst einmal, weil er Gott ist. Und was macht Gott zu Gott? Wollen wir mal diese Frage stellen, warum ist Gott eigentlich Gott? Weil er unser Schöpfer ist. Danke.
[15:36] Wir starten mal bei Jesaja auf, um das zu sehen. Jesaja 45, Vers 18. Was wir jetzt suchen, sind Eigenschaften von Gott, die nur Gott hat. Ja, sonst suchen wir oft auch Eigenschaften von Gott, die wir nachahmen können, wie Liebe, Geduld, Barmherzigkeit. Aber jetzt suchen wir Eigenschaften, die nur Gott hat, die ihn als Gott von allen Geschöpfen abgrenzen. Jesaja 45 und dort Vers 18. Dort heißt es: Jesaja 45, Vers 18: Denn so spricht der Herr, der Schöpfer der Himmel. Er ist Gott, der die Erde gebildet und bereitet hat. Er hat sie gegründet. Nicht als Einöde hat er sie geschaffen, sondern um bewohnt zu sein, hat er sie gebildet. Und dann sagt er: Ich bin der Herr und sonst ist keiner. Also das ist ein Vers, der deutlich macht, Gott ist alleine Gott, weil er ist der Schöpfer. Er sagt, ich habe die Erde gegründet, ich bin Gott. Ja, also Jesaja 45, Vers 18 macht deutlich, es ist die Schöpfung, die ihn so außergewöhnlich einzigartig macht.
[16:48] Gibt es noch etwas, was nur auf Gott zutrifft und auf kein Engel, auf kein Menschen, auf kein Tier, auf kein anderes Wesen im Universum? Also das eine ist die schöpferische Kraft. Dankeschön, unser Erlöser. Bleiben wir in Jesaja 45, Vers 22 und schaut mal, das ist fast ein ähnlicher Gedanke hier.
[16:59] Jesaja 45, Vers 22. Das heißt es: Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet. Alle ihr Enden der Erde. Also seine Erlösung, seine Rettung gilt für wen? Für alle Menschen. Und dann kommt die Begründung: Denn ich bin Gott und keiner sonst. Also Jesaja 45, Vers 18 sagt Gott, ich habe die Welt gegründet mit einem ganz bestimmten Ziel und Zweck, nicht damit sie leer und wüst ist, sondern damit sie bewohnt ist, denn ich bin Gott und keiner sonst. In Jesaja 45, Vers 22 sagt derselbe Gott: Ich kann alle retten, egal wo ihr seid, Osten, Norden, Westen, wendet euch zu mir, all ihr Enden der Erde, damit ihr gerettet werdet, denn ich bin Gott und keiner sonst. Also die Erlösung, die Rettung ist in Gottes eigenen Worten etwas, das nur er kann und keiner sonst. Keiner sonst kann schöpfen, keiner sonst kann erlösen.
[18:31] Okay, noch etwas, was nur Gott kann, was nur auf Gott zutrifft und auf kein Engel, kein Menschen, nichts. Schöpfung, wir haben Erlösung, er hat ewiges Leben, er ist unsterblich, das stimmt, er hat das Leben in sich, ja, das ist ein ganz entscheidender Punkt, der ja letztendlich mit der Schöpfung zusammenhängt, weil er Leben in sich selbst hat, kann er anderen das Leben geben, wenn er das nicht hätte, könnte er auch kein Leben geben. Erschaffen, absolut. Sabbat, noch ein bisschen allgemeiner formuliert, er kann auferwecken, ja, das ist ja, spielt in beide hinein, genau, also ist noch ein extra Aspekt der Erlösung, der Schöpfung, dass er das Leben wiedergeben kann.
[19:22] Sabbat, Schortmann, fünfte Mose, fünfte Mose 4, ja, fünfte Mose 4 und dort fährt es 33. Zunächst einmal, fünfte Mose 4, Vers 33. Wir lesen ein paar Verse hier, ja. Vers 33, dort heißt es: Hat je ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer reden gehört, wie du sie gehört hast und ist dennoch am Leben geblieben? Und dann, Vers 35: Dir ist es gezeigt worden, also diese ganze Szene am Berg Sinai, damit du erkennst, dass der Herr Gott ist und keiner sonst als er allein. Er hat dich vom Himmel her seine Stimme hören lassen, um dich zu erweisen und um zu unterweisen und auf Erden hat er dir sein Wort, sein großes Feuer gezeigt und du hast seine Worte mitten aus dem Feuer gehört. Was waren das für Worte, die er gesprochen hat? Zehn Gebote.
[20:34] Vers 39: So sollst du nun heute erkennen und es dir zu Herzen nehmen, dass der Herr, der Gott, der Herr, der alleinige Gott ist, oben im Himmel und unten auf Erden und keiner sonst. Also ihr seht, das sind ganz besondere Formulierungen, die kommen der Bibel nicht so oft vor, aber immer wenn sie vorkommen, sind sie sehr absolut. Gott sagt, ich bin der Schöpfer und deswegen bin ich Gott und keiner sonst. Gott sagt, er rettet, könnt ihr werden bei mir, wendet euch zu mir, ich bin der Herr, ich bin Gott und keiner sonst. Dann sagt er, ihr habt die zehn Gebote gehört und ihr habt sie gehört, damit ihr erkennt, dass ich Gott bin und keiner sonst. Also das ist ziemlich unmissverständlich, oder?
[21:20] Also wir haben, ich schreibe jetzt mal 5. Mose 4, Vers 33 bis 39, das Gesetz und alles, was damit zusammenhängt, ja. Das sind, da hängen natürlich viele Nebenpunkte dran, die dich daraus ableiten, aber das sind so Kernelemente, die Schöpfung, die Erlösung, das Gesetz. Ich gebe euch noch einen Punkt, schaut mal mit mir 1. Könige 8, ihr werdet gleich in der Minute sehen, warum wir das machen.
[21:40] 1. Könige 8. Ach übrigens, worum geht es in 1. Könige 8? Was ist 1. Könige 8 vom Gesamtinhalt? Da wird der Tempel eingeweiht, zu wessen Zeit? Also welche Zeit? Salomo. Und was macht Salomo, um den Tempel einzuweihen? Er redet und dann betet er dieses berühmte Gebet, das Einweihungsgebet und in diesem Einweihungsgebet beschreibt er die Aufgabe und Funktion des Heiligtums als den Ort, der quasi ein Verbindungsort ist zwischen der Menschheit und dem himmlischen Heiligtum. Er beschreibt, dass wenn Menschen dorthin beten werden, durch das Heiligtum sie Gebetserhöhungen finden können. Er beschreibt also den Gottesdienst und den Heiligtumsdienst und dann schaut er, was er ganz am Ende sagt, nachdem er das Heiligtum und seinen Dienst beschrieben hat.
[23:02] Vers 60. Warum sagt er das? Damit alle Völker auf Erden erkennen, dass er, der Herr, Gott ist und keiner sonst. Also hier haben wir 1. Könige 8, Vers 60, das Heiligtum. Ihr seht, mein Punkt ist ziemlich einfach. Die Bibel sagt, Gott hat die Welt geschaffen, deswegen ist er Schöpfer und Gott und keiner sonst. Die Bibel sagt, er errettet alle Enden der Erde, deswegen ist er Gott und keiner sonst. Die Bibel sagt, er spricht die 10 Gebote und deswegen ist er Gott und keiner sonst. Und er gibt uns den Heiligtumsdienst und deswegen ist er Gott und keiner sonst. Eins fehlt noch, dann haben wir es.
[23:52] In Jeremia, nee, es ist Jesaja. Jesaja 46. Letzter Punkt. Jesaja 46. Ich behaupte nicht, dass das eine vollständige Liste ist, aber zumindest sind es fünf entscheidende Punkte. Jesaja 46, wir lesen ab Vers 9.
[24:02] Jesaja 46, ab Vers 9. Was heißt es? Gedenkt an das Frühere von der Urzeit her, dass, naja, jetzt könnt ihr schon fast auswendig, oder? Dass ich Gott bin und keiner sonst. Ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist. Und jetzt sagt er den Grund, warum. Ich verkündige von Anfang an das Ende und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage, mein Ratschluss soll stattfinden und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen. Also was ist das für ein Aspekt? Prophetie.
[25:00] Also, was haben wir? Jesaja 46, Vers 9 und 10. Gott sagt, ich sage die Zukunft voraus. Wir hatten ja auch den Punkt Allwissenheit. Und deswegen bin ich Gott und keiner sonst. Also, wenn man, wenn Gott gefragt werden würde, sag mir mal, was macht dich so besonders? Warum bist du Gott und kein anderer ist Gott? Warum ist nicht Baal Gott? Und warum ist nicht Aschera Gott? Und warum ist nicht Chemosch Gott? Und warum ist nicht Buddha Gott? Dann würde Gott sagen: Schau her, all die haben weder die Welt geschaffen, noch haben sie Menschen erlöst, noch haben sie die zehn Gebote geschrieben, noch haben sie den Heiligtumsdienst verfasst, noch können sie die Zukunft sagen. Und deswegen sagt Gott, bin ich Gott und keiner sonst.
[25:40] Und jetzt haben wir in Hesekiel 28 einen Menschen, der sagt: Ich bin ein Mensch, aber in Wirklichkeit bin ich ein Gott. Wenn ein Mensch sagt, ich bin Gott, er setzt sich in den Tempel Gottes, in die Gemeinde und gibt sich aus als Gott, dann muss er das, wenn er konsequent ist, muss er behaupten, dass diese fünf Punkte auf ihn zutreffen. Und das tun sie. Und deswegen warnt die Bibel so sehr vor dem Papst. Es gibt so viele andere falsche Religionen, die zum Teil irgendwelchen Unsinn erklären. Aber die Bibel warnt nicht vor jeder einzelnen falschen Religion im Detail. Aber keine Religion hat es so, ich weiß nicht, wie ich das Wort nennen soll, so ausdrücklich auf sich genommen, diese fünf Aussprüche Gottes zu widerlegen.
[26:35] Gott sagt jedes Mal: Ich bin Gott und keiner sonst. Das Papst sagt: Moment mal, wir auch. Gott sagt, ich bin der Einzige, der tote Materie nehmen kann, sprechen kann und es lebt. Ich bin Gott und keiner sonst. Das Papst sagt: Moment mal, wir nehmen einen Brotleib, wir sprechen und wir erschaffen sogar den Schöpfer. Wir haben schöpferische Kraft.
[27:07] Gott sagt, ich bin der Einzige, der durch das Blut von Jesu Christi Menschenvergebung schenken kann. Deswegen bin ich Gott und keiner sonst. Das Papst sagt: Moment mal, die Menschen müssen nur zu uns kommen. Und wenn wir sprechen, dann sind ihnen die Sünden vergeben. Wir retten die Menschen durch unsere Gebete oder was auch immer. Durch unsere Autorität.
[27:41] Gott sagt, ich gebe die zehn Gebote und deswegen bin ich Gott und keiner sonst. Das Papst sagt: Moment mal, du gibst die zehn Gebote und wir nehmen sie und verbessern sie. Also in all diesen Punkten stellen sie sich eigentlich nicht nur dem Herzen Gottes gleich, sie stellen sich eigentlich darüber. Sie stellen sich noch darüber und sagen, das ist noch nicht ganz gut genug. Muss man ein bisschen kürzen. Hast du dich noch nicht kurz gefasst, Gott?
[28:07] Gott sagt, ich gebe meinen Heiligtumsdienst und deswegen bin ich Gott und keiner sonst. Und dann kommt das Papst und sagt: Moment mal, wir haben unsere eigene Messe. Mit all den gleichen Elementen wie im Heiligtum, nur oben interpretiert. Und das ist jetzt das Heiligtum auf Erden. Heiligtum im Himmel brauchen wir nicht mehr, weil wir haben ja ein Heiligtum auf Erden. Und da allein gibt es die Sündenvergebung.
[28:41] Und wie ist es mit der Prophetie? Gott sagt, das ist ein interessanter Punkt. Gott sagt, das und das und das wird passieren. Der Antichrist wird kommen und so weiter und so fort. Ich war im Mittelalter. Ich bin Gott und keiner sonst. Und das Papst sagt: Nein, wir ändern die Prophetieauslegung. Habt ihr von Präterismus und Futurismus gehört? Präterismus ist die Idee, dass der Antichrist in der Vergangenheit liegt, dass der Antichrist Antiochus IV. Epiphanes war und dass der Antichrist Nero, der Kaiser Nero war. Und da gibt es den Futurismus, der sagt, der Antichrist kommt noch in der Zukunft. Da hat es noch nie einen Antichristen gegeben. Kurz bevor der Wiederkunft kommt, da so ein einzelner Antichrist, der in Jerusalem regiert. Und beide Ideen hat natürlich nur einen Zweck: Ablenken vom Papsttum.
[29:36] Erfunden wurden sie von zwei bis drei jesuitischen Theologen um 1600 herum, um die Reformation kaputt zu machen. Sie haben ein völlig neues System von Prophetieauslegung etabliert, mit ganz neuen prophetischen Auslegungsprinzipien, die, wenn man sie anwendet, es einem nicht mehr möglich machen, den Antichristen als den Antichristen zu identifizieren. Und sie haben großen Erfolg gehabt, denn nicht nur die katholische Kirche, sondern fast alle protestantischen Kirchen, bis auf die Sieben-Tags-Adventisten, verwenden entweder den Präterismus oder den Futurismus als ihr Hauptsystem der Prophetieauslegung. Während die Reformation noch immer die historische Auslegung gehabt hat, ist jetzt eine Kirche nach der anderen auf eine dieser beiden falschen Prophetieauslegungen abgewichen. Und so hat man die Schöpfung angegriffen, die Erlösung angegriffen, das Gesetz angegriffen, das Heiligtum angegriffen, die Prophetie angegriffen, sodass, wenn Menschen jetzt hinschauen und sagen, naja, warum ist Gott besonders? Das Papsttum sagt, naja, was Gott immer auch tut, wir tun es auch. Du hast dein Herz dem Herzen Gottes gleichgestellt.
[30:40] Und Ellen White sagt, das ist eine Bewegung. Es ist nicht nur ein Papst, der das irgendwann im Mittelalter gesagt hat, das ist eine Bewegung, die ihren Höhepunkt noch nicht einmal erreicht hat. Das kommt noch. Und ich fand das ein interessantes Studium, weil, naja, Hesekiel 28 sagt dann natürlich, das wird alles zusammenbrechen. Aber es zeigt euch, warum Gott solch einen Finger auf das Papsttum legt. Nicht, weil er unbedingt diese Kirche hasst, sondern weil der Anspruch und die Systematik, mit der es durchgezogen wird, so unfassbar ist, so gotteslästerlich. Und deswegen warnt die Bibel so ausdrücklich vor der Anbetung des Tieres.
[31:26] Letzter Punkt. Heißt das Anbetung des Tieres, dass man buchstäblich vor dem Papst niederfällt und ihn anbetet? Nicht wirklich. Wo kommt zum ersten Mal das Wort Anbeten vor? Bei Abraham, genau. Und wo genau? Ich gebe euch einen Tipp.
[32:01] Das ist eine der spannendsten Geschichten von Abraham. Genau, Abraham und Isaak, 1. Mose 22, Vers 5. Da sprach Abraham zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen und anbeten. Und dann wollen wir wieder zu euch kommen. Jetzt, wenn er sagt, wir wollen anbeten, bedeutet das nicht einfach, dass die dort nur hingegangen sind und sich niedergekniet haben und gebetet haben, oder? Worin bestand die Anbetung Abrahams an diesem Punkt? Opferung bestand darin, das zu tun, was Gott ihm gesagt hat, oder? Das Opfer.
[32:46] Genau. Ich opfere etwas, was mir lieb und teuer ist, weil jemand anderes es mir sagt. Und wie werden Menschen das Papst anbieten? Indem sie Dinge, die ihnen vielleicht lieb und teuer sind, aufgeben werden, weil das Papst es ihnen sagt. Das Papst wird ihnen sagen: Bete am Sonntag an und Menschen, die vielleicht vorher den Sabbat geheiligt haben, werden den Sabbat, der ihnen lieb und teuer war, opfern, weil das Papst es ihnen gesagt hat. Und das ist dann Anbetung im tiefsten Sinne. Das heißt nicht, dass die Menschen dann buchstäblich zum Papst beten. Versteht ihr, was ich meine? Sondern es ist der Gehorsam und die Opferbereitschaft, die deutlich macht, diese Macht ist für mich die oberste Autorität im Leben.
[33:43] Abraham hat deutlich gemacht, in diesem Fall ist Gott die oberste Autorität in meinem Leben. Mehr noch als mein Sohn, mehr noch als meine Frau, mehr noch als meine eigenen Gefühle. Er steht höher. Und an der Stelle sagt die Bibel voraus, wird das Papsttum und die mit ihnen Verbündeten eine solche Macht ausüben, dass viele Menschen sie anbeten werden. Das heißt, sie werden es als höchste Autorität ansehen und Dinge, die sie aus Zwang oder aus welchem Grund auch immer, Dinge opfern, um ihnen zu gehorchen. Und das ist dann die Anbetung. Die Bibel sagt, wer das tut, verleugnet damit Gott. Denn in diesen Fragen der Anbetung gibt es eine höhere Autorität als Gott. Es gibt einen, der wirklich Gott ist und keiner sonst, der wirklich der Schöpfer ist, der wirklich der Erlöser ist. Wir müssen verstehen, dass all das nur Anmaßung ist. Es ist nur Anmaßung.
[34:36] Nun, ihr Lieben, das war sicherlich mal ein anderer Blickwinkel auf das Thema. Nächste Woche wollen wir weitermachen mit dem Bild des Tieres. Und da gibt es auch einiges Spannendes zu studieren. Können schon mal vielleicht ein bisschen vordenken, was die Anbetung des Bildes des Tieres bedeutet. Das war heute das Tier. Und dann machen wir nächste Woche dann weiter. Wollen wir Gott danke sagen, dass er unser Schöpfer ist, unser Erlöser, unser Gesetzgeber, der, der für uns unser Hoher Priester und der, der uns die Geschichte voraussagt. Und dass er Gott ist und keiner sonst. Lass uns noch niederknien und beten.
[35:17] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dieses Bibelstudium, das wir haben durften. Hab Dank, dass wir deutlich sehen konnten, dass du Gott bist und keiner sonst. Und dass wir gesehen haben, auch aus welchem Grund du das sagst. Wir haben gesehen, dass es eine Bewegung gibt in dieser Welt, die das in Zweifel zieht, die das angreift und vielen Menschen die Augen verblendet. Wir möchten dir Danke sagen, dass du uns in der Bibel so klar und deutlich warnst. Und dass du uns bewusst machst, dass es wirklich nur einen Gott gibt. Und dass Anbetung auch immer eine Frage des Gehorsams ist. Eine Frage der Pürität. Eine Frage der Beziehung. Wir möchten eine Liebesbeziehung zu dir haben. Wir möchten dich als unsere oberste Pürität haben. Und danken dir, dass du uns das so klar und deutlich offenbart hast. Sei du bei uns, führe uns jeden Tag und bereite uns auf diese große Auseinandersetzung vor, indem du uns Gehorsam schenkst. Jeden Tag aufs Neue. Im Namen Jesu. Amen. Amen. Gottes Segen euch. Kommt gut nach Hause. Nächste Woche sehen wir uns wieder. Bis dann. Alles Gute. Amen.
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