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In dieser Predigt über Offenbarung 15, Vers 4, taucht Christopher Kramp tief in den Gesang der Erlösten am gläsernen Meer ein. Er beleuchtet, wie dieser Vers die Furcht Gottes, die Verherrlichung seines Namens, seine Heiligkeit und die Anbetung aller Völker hervorhebt. Dabei wird die Verbindung zur ersten Engelsbotschaft aus Offenbarung 14 gezogen und gezeigt, wie diese Botschaft nicht nur verkündet, sondern auch gesungen wird. Die Predigt ermutigt dazu, die Macht Gottes über den Satan zu erkennen und Gottes Wunsch nach weltweiter Anbetung zu teilen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar Offenbarung Vers für Vers. Auch heute wollen wir uns einen Vers der Offenbarung vornehmen. Wir sind gerade mitten in Offenbarung 15 und heute kommen wir zu Vers 4. Wir hören noch ein paar weitere Strophen vom Gesang der Erlösten am gläsernen Meer. Das sollte uns doch wirklich ermutigen und erfreuen. Und bevor wir da hineinsteigen ins Thema, möchte ich einander in der Knie zum Gebet.

[0:27] Vater im Himmel, wir danken dir für die Offenbarung, wir danken dir für dieses wunderbare Buch, das uns zeigt, wie alles ausgeht. Manchmal sind wir so verzweifelt in diesem Leben und in den Schwierigkeiten, die wir stecken im Alltag, dass wir den Blick verlieren für das große Ganze und den großen Sieg, den du schon errungen hast und den du uns auch schenken möchtest. So möchten wir dich bitten, dass wir jetzt in den kommenden Minuten unser Denken, unser Herz, unsere Aufmerksamkeit ganz auf diese himmlische Szene richten können, den Gesang der Erlösten am gläsernen Meer, dass unser Herz diese tiefe Sehnsucht spürt, einmal dort zu sein, dabei zu sein, mitzusingen, von dieser Erfahrung durch deine Gnade und durch deine Kraft, durch dein Blut reingewaschen zu sein, Überwinder geworden zu sein und deinen Charakter verherrlicht zu haben. Wir möchten dich bitten, dass du uns jetzt Weisheit schenkst im Studium, dass wir es gut verstehen, was wir zu lesen haben und sei du bei uns im Namen Jesu. Amen.

[1:35] So ihr Lieben, Offenbarung 15 Vers 4. Ihr erinnert euch, wir haben gesagt, die ersten 15, Offenbarung 15 als Ganzes ist eine Einleitung, weil die Plagen selbst, um die es jetzt geht im großen Abschnitt, die kommen dann in Kapitel 16. Genau in Kapitel 16 kommen die Plagen. Kapitel 15 ist die Einleitung und dann haben wir gesagt, Kapitel 15 Vers 1 bis 4 sind nochmal ganz besonders. Warum? Weil in Vers 1 sind wir zeitlich gesehen wo? Kurz Wiederholung, in Vers 1 sind wir zeitlich gesehen wo? Vor, während oder nach den Plagen? In Vers 1 von Kapitel 15. Vor den Plagen. Wir hätten gesagt, Vers 1 ist quasi die Einleitung, die Engel erscheinen, sie machen sich bereit, die sieben letzten Plagen auszugießen, die kommen dann in Kapitel 16. Aber in Vers 2 bis 4 befinden wir uns wo zeitlich? Da sind wir im Himmel, genau, dann, wenn alles vorbei ist. Ihr erinnert euch, wir haben gesagt, Vers 2 bis 4 sagt uns, wie es ausgeht, bevor es überhaupt losgeht. Johannes springt einfach mal in die Zukunft, bevor die Plagen ausgegossen werden und sagt, die Gläubigen werden am gläsernen Meer stehen. Und dann nach Vers 4, werdet ihr sehen, nächste Woche, wenn diese Szene vorbei ist, geht er wieder zurück und nach Vers 5 beschreibt er dann, wie jetzt die Engel aus dem Tempel kommen und wie sich alles vorbereitet für die Plagen. Also Vers 2 bis 4 ist so ein Einschub, Vers 5 bis 8 Kapitel 16, ein Einschub, der uns ganz ins Ende bringt und immer vor Augen halten soll, wenn wir dann später die Plagen lesen und Offenbarung 17 von der Frau auf dem Tier und mit dem Geheimnis Babylon, der Hure und Offenbarung 18, die Zerstörung Babylons und so weiter und der Krieg und Armageddon. Wenn wir all davon lesen, sollen wir immer im Hinterkopf haben, wir haben schon gesehen, die Gemeinde siegt, die Gläubigen überwinden, sie stehen am gläsernen Meer. Gott möchte nicht, dass wir nur einen Vers lesen dort von dieser letzten Schlacht und in Unsicherheit sind, ob vielleicht die Gemeinde vielleicht sogar verloren gehen könnte. Die Gläubigen siegen.

[4:29] Vers 4. Wir haben ja gesehen, sie stehen dort am gläsernen Meer und sie haben Harfen Gottes und sie singen zwei Lieder. Was sind die beiden Lieder, die sie singen? Das Lied des Lammes, genau. Und im Grunde genommen sind das hier einfach nur verschiedene Aspekte einer bestimmten Erfahrung. Wir haben das auch mit den 144.000 angesprochen und sie singen in Vers 3, haben wir das angeschaut: "Groß und wunderbar sind deine Werke, o Herr, du Allmächtiger. Herr Gott, du Allmächtiger, gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiligen." Es ist ja, nachdem jetzt quasi die Plagen und die Wiederkunft, all das gewesen ist, nachdem die Gerichte Gottes offenbar geworden sind, wird hier vor dem Universum bekannt: Gott ist gerecht. Jetzt kommt Vers 4 und das ist quasi der zweite Teil ihres Gesanges. Schaut mal in Vers 4, was die Gläubigen dort am gläsernen Meer noch singen werden. Vers 4: "Wer sollte dich nicht fürchten, o Herr, und deine Namen nicht preisen, denn du allein bist heilig. Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten, denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden." Okay, wenn das lief, was fällt euch so spontan an diesem Vers auf? Irgendetwas, was euch so ins Auge sticht? Irgendetwas, was euch besonders auffällt?

[6:07] Genau, das ist ein interessanter Punkt. Ja, alle Völker werden kommen und anbeten vor Gott. Wenn wir gleich noch aus der Literatur sprechen. Okay, was fällt euch noch auf oder was spricht euch an in diesem Vers? Okay, "Wer sollte dich nicht fürchten, o Herr." Halt es mal im Hinterkopf. Halt es mal im Hinterkopf. Sehr interessante Beobachtung. Habt ihr es auch gesehen? "Wer sollte dich nicht fürchten, o Herr." Erste Engelbotschaft beginnt: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Okay, also bleiben wir gleich beim Fürchten. Schaut mal in Jeremia 10 Vers 7. Die Gläubigen zitieren, ob wissend oder nicht, oder paraphrasieren einen Vers aus dem Alten Testament. Ihr wisst, in der Offenbarung gibt es eigentlich nichts Neues, alles Altes Testament zusammengestückelt. Und "Wer sollte sich nicht fürchten?" In Jeremia 10 Vers 7 heißt es fast ganz ähnlich, oder? "Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker?" Das ist die gleiche Idee mit "alle Völker werden kommen", ja. "Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker, denn dir gebührt dies. Unter allen weisenden Völker und in allen ihren Königreichen ist ja keiner wie du." Was heißt in Offenbarung 15? "Du allein bist heilig." Ja, genau. "Du allein bist würdig." Kommt in Offenbarung 4, also ähnlich, ja. Aber der Kontext, wisst ihr, was der Kontext von Jeremia 10 ist? Worum geht es da? Sieht man fast an der Überschrift schon. Genau, es geht um die Götzen. Ja, da heißt es in Vers 8 zum Beispiel im nächsten Vers: "Sie sind allesamt dumm und töricht, eine äußerst nichtige Leere, Holz sind sie." Also diese rhetorische Frage, "Wer sollte dich nicht fürchten?", hat als Unterton die Idee: Alle anderen Götter sind eigentlich Nonsens. Alle anderen Religionen, alle anderen Weltanschauungen sind eigentlich Unsinn. Ja, wenn man wirklich die Weltgeschichte betrachtet, wenn man sich wirklich mit klarem Verstand anschaut, was passiert ist, sagt der Jeremia, dann muss man zugeben, all die anderen Götter haben nie was vollbracht. Ja, sie haben nie etwas getan, was irgendwie nennenswert wäre. Und warum ist es im Kontext der Endzeit jetzt so wichtig? Warum singen jetzt die Gläubigen, nachdem sie diese ganzen Plagenzeit und diese ganze letzte Schlacht hinter sich haben, warum singen sie jetzt dieselben Worte? "Wer sollte dich nicht fürchten?" Malzeichen, das Bild des Tieres, da war das selbe, da war wieder Götzendienst, da gab es wieder Anbetungsgesetze und es zeigte sich, in der Plagenzeit zeigt sich dann, dass das ganze System des Antichristen ein Kartenhaus ist, das zusammenfällt. Wir werden das ja später dann, wenn wir die Plagen studieren, noch sehen, dass lange bevor Jesus wiederkommt, was heißt lange bevor, aber doch deutlich bevor Jesus wiederkommt, das System des Antichristen, das er so lange geschmiedet hat, in sich zusammenfallen wird. Wir werden sehen in der sechsten, fünften, sechsten Plage, dass die Verführer von den Verführten umgebracht werden, die bringen sich selbst um. Da wird dann vor dem ganzen Universum deutlich, dass die Irrlehre, die falsche Anbetung und der Götzendienst selbstzerstörerisch ist und alle, die gerettet sind, werden dann sagen: "Wer sollte sich nicht fürchten? Es ist offenbar geworden, dass das System vom Satan nicht funktioniert. Das bricht in sich zusammen. Die Plagenzeit, die letzte Trübsalzeit zeigt das, es ist nicht tragfähig, was der Satan produziert. Wer sollte dich nicht fürchten? Du allein bist heilig. Es gibt keinen anderen Gott."

[10:26] Okay, gehen wir mal weiter zu. Es heißt ja in Offenbarung 15 Vers 4: "Wer sollte dich nicht fürchten, o Herr, und deinen Namen nicht preisen." Das Wort preisen hier ist das Wort "doxatio", so ähnlich wird es ausgesprochen, meint eigentlich nichts weiter als verherrlichen, ehren. Gottes Namen preisen oder ehren oder verherrlichen, wie tut man das? Wie verherrlicht man, wie ehrt man, wie preist man den Namen Gottes? Was meinen die damit?

[11:17] Ja, Dank, das kommt ja später noch. "Alle Völker werden kommen und sich anbeten."

[11:40] Ja, also Gott zu ehren bedeutet sozusagen, unserem Leben zu zeigen, dass wir Gott ernst nehmen, ja und selbst in den geringsten Bereichen unseres Lebens. Sehr wichtig, okay. Wolltest du das auch sagen? Schaut mal in Psalm 86 und dort Vers 9. Da seht ihr, dass offensichtlich wiederum die Gläubigen am gläsernen Meer das Alte Testament zitieren. Das kommt alles schon im Alten Testament vor. Wir können mal ab Vers 8 lesen, da sehen wir den Kontext. Psalm 86, ab Vers 8: "Dir, Herr, ist keiner gleich unter den Göttern und nichts gleicht deinen Werken." Am gläsernen Meer singen sie: "Wunderbar und wahrhaftig sind deine Gerichte und deine Wege, nicht wahr." Vers 9: "Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten." Fast wörtlich in Offenbarung: "Alle Völker werden kommen und sich anbeten und deinem Namen Ehre geben." Warum? "Denn du bist groß und tust Wunder, du bist Gott, du allein." Also immer wieder kommt diese Idee durch, dass die Gläubigen am gläsernen Meer ausdrücken wollen: Du bist wirklich allein Gott. Fast so, als ob sie durch die letzte Plagenzeit, die letzte Auseinandersetzung erst einmal richtig realisiert haben, wie unsinnig das antichristliche System ist.

[13:28] Schaut mit mir in Jesaja 14. Das ist ein Gedanke, den ich euch jetzt sage, der ist relativ ungewöhnlich. Jesaja 14. In Jesaja 14 finden wir in der Mitte des Kapitels wen beschrieben? Den Satan. Jesaja 14 und dort ab Vers 12. Das kennt ihr, ihr wisst ja, der Glanzstern, der vom Himmel gefallen ist und dann, der gesagt hat: "Ich will mich emporsteigen" und so weiter, ihr wisst das. Jetzt, wenn ihr an den Satan denkt, wir denken ja nicht zu viel an den Satan, wir sollen uns zwar mit seinen Schlingen durchaus mal beschäftigen, aber wir wollen nicht ständig über den Satan nachdenken, sondern über Jesus, nicht wahr, weil wir in sein Bild verwandelt werden. Aber wenn ihr über den Satan nachdenkt, habt ihr eher ein sehr starkes oder eher ein eher schwaches Wesen vor Augen? Ein riesen starkes, ja. Nicht so unrecht, ja, er ist der größte aller Engel. Die Engel stehen schöpfungsordnungsmäßig über den Menschen, der größte Weisheit und so weiter. Jetzt schaut mal in Vers 15 und 16: "Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube. Die dich sehen, schauen dich verwundert an, sie betrachten dich und sagen: Ist das der Mann, der die Erde erzittern ließ, der Königreich, der erzitterte?" Es kommt ein Zeitpunkt, da werden die Gläubigen, wenn sie den Satan sehen auf der Erde, dann die tausend Jahre, wo er da rumläuft, da werden die ihn anschauen und sagen: "Das ist der Satan, mehr ist er nicht." Wisst ihr, was Ellen White sagt? Sie sagt, für Gott, den Satan zu besiegen, wäre so einfach, wie ein Kind einen kleinen Stein nimmt, auf den Boden wirft. Das wäre alles. Manchmal machen wir den Fehler, den Satan noch größer zu machen, als er ist. Sie sagt, für Gott wäre das, es wäre ein Fingerschnips, könnte ihn umbringen. Der einzige Grund, warum Gott den Satan am Leben lässt, ist, weil er Behauptungen aufgestellt hat, die Gott völlig widerlegen will und das braucht Zeit. Aber wir werden, nun versteht mich nicht falsch, ich sage nicht, dass wir den Satan unterschätzen sollen und tun sollen, nein, versteht mich nicht. Ich will nur sagen, wir werden mal vom Himmel auf die Erde herabschauen und hier steht es, wir werden sagen, wir werden uns wundern, weil auch ein Engel ist nicht allmächtig. Der Satan ist nicht allmächtig, der Satan ist nicht mal allwissend, der Satan ist nicht mal an allen Orten der Welt gleichzeitig, das wisst ihr ja. Wir sagen immer, der Satan hat mich verführt, so ein Quatsch. Die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Satan noch nie auch nur auf 100 Kilometer in eurer Nähe war, jetzt mal so bildlich gesprochen. Ja, natürlich, weil er hat seine Dämonen, natürlich, wir kämpfen mit den Dämonen, ja, alles klar. Aber ich will nur damit sagen, manchmal bauen Gläubige den Satan fast auf zu so einer Art gegen Gott. Da ist Jesus und das ist Gott, der Vater und der Heilige Geist und da ist der Satan fast genauso stark. Aber wenn man die allein an ihrem Können, Wissen, an ihrer Stärke, kann man nicht mal vergleichen. Da ist Gott und da ist unten der Satan. So klein, dass wenn man Gott kennt, dann sagt man: "Wer bist du eigentlich?" Und das ist dieser Gedanke immer, den wir diesen Versen angeschaut haben, wo es heißt: "Wer sollte dich nicht fürchten?" Wenn man sich anschaut, wie groß Gott ist und wie klein der Satan dagegen ist und wie absurd seine Theorien waren, dann fragt der Psalmist: "Wer sollte dich fürchten, Gott?" Wenn man rein objektiv die Sache betrachten könnte, so ohne jegliche Sünde im Herzen, würde nicht jeder sofort sagen, wir müssen Gott folgen. Klar, es wäre absurd, dem Satan zu folgen. Und die Plagenzeit führt dazu, dass die Gläubigen das erkennen. Sie sagen, nachdem sie das durchlaufen haben und sehen, wie das satanische System, das mit solch einer gewaltigen Maschinerie aufgebaut wird. Wir schauen immer an die neue Weltordnung und das Papsttum und Amerika. Man hat das Gefühl, dass eine riesen Wand, die sich da aufbaut und das ist auch gefährlich. Ich will das nicht runterspielen, nur wir werden sehen, wie in kürzester Zeit alles zusammenbricht und am Ende werden wir sagen: "Gott, also wer dich nicht fürchtet, wer das geglaubt hat, das macht gar keinen Sinn."

[18:13] "Wer sollte dich nicht fürchten und deinen Namen preisen?" Ja, genau. Und die Häuser und die Autos und die Bankkonten und so weiter. Also ihr versteht den Gedanken jetzt.

[18:47] Es heißt ja in Offenbarung, "du allein bist heilig." Jetzt bin ich ja mal gespannt, was ihr dazu sagt zu dem Wort "allein". Es heißt ja, "du allein bist heilig." Zu wem reden die denn da? Zu Gott dem Vater, zu Jesus oder zum Heiligen Geist? Warum sagt er dann, "du allein bist heilig"? Ich dachte, aus einem Grund. Es gibt nämlich Leute, die sagen aufgrund von Johannes 17 Vers 3, wo es heißt: "Das ist aber das ewige Leben, dass du, der du allein wahrer Gott bist und Jesus, den du gesandt hast..." dass sie aufgrund dieses "allein" sagen, das "allein" bedeutet singulär eine Person. Jetzt heißt es hier: "Du allein bist heilig." Jetzt schaut mal mit mir in Apostelgeschichte. Ne, Offenbarung, bleiben wir in der Offenbarung. Direkt in der Offenbarung kann man es schon sehen. Offenbarung, Kapitel 2 und 3, Vers 7. Wer spricht in den? Okay, wir lesen erstmal Offenbarung 3, Vers 7.

[20:10] Offenbarung 3 und dort Vers 7. "Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, sodass niemand zuschließt, und zuschließt, sodass niemand öffnet." Wer spricht hier in Offenbarung 2 und 3 an die Gemeinden? Wer ist es? Ja, aber ihr kennt die sieben Sendschreiben, ihr wisst, wer spricht in den sieben Sendschreiben an die Gemeinden? Jesus. Offenbarung 1 macht ganz deutlich, da erscheint Jesus und sagt: "Was ich dir sage, schreibe auf." Es ist Jesus. Also in der Offenbarung wird deutlich gesagt, Jesus ist der Heilige. Richtig? Steht auch an anderen Stellen. In Apostelgeschichte heißt es, dass Gott nicht zulassen wollte, dass sein Heiliger die Verwesung sehe. Schaut mal in Offenbarung 4, nächstes Kapitel.

[21:04] Offenbarung 4 und dort Vers 8. Offenbarung 4, Vers 8. "Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel ringsherum und inwendig waren sie voller Augen und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt." Wer ist das? Okay, ja, aber sie singen, das stimmt, heilig, heilig, heilig für alle drei, das stimmt. Aber der, der auf dem Thron sitzt, da sitzt ja jemand auf dem Thron. Johannes sieht einen Thron und da sieht jemand auf dem Thron und drum sind die und die singen heilig, heilig, heilig. Aber wer sitzt auf dem Thron? Das Lamm kommt, das kommt in Kapitel 5. Ja, das ist Gott, der Vater. Also einfache, einfache Logik. In Kapitel 3 ist der Heilige Jesus und in Kapitel 4 ist der Heilige, ist Gott, der Vater auch heilig. Also ist Jesus heilig? Ja. Ist Gott, der Vater heilig? Wenn es also heißt, "du allein bist heilig", bezieht es sich trotzdem auf zwei Personen, mindestens. Frage: Ist der Heilige Geist auch heilig? Wenn der Heilige Geist nicht heilig ist, dann kann er nicht Heiliger Geist heißen. Das heißt, damit haben wir gezeigt, es gibt drei Personen, die in der Bibel explizit heilig genannt werden. Gott, der Vater wird heilig genannt, Jesus wird genannt, heilig, der Heilige und der Heilige Geist, ich glaube, das kann niemand abstreiten, dass der Heilige Geist heilig ist. Er ist der Geist der Heiligkeit. Das bedeutet, das Wort "allein", wenn es heißt, "du allein bist heilig", heißt "allein" nicht im Sinne von "du, zu dem ich rede, bist ganz allein, du bist ein Einzelner", sondern heißt "du, Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, bist allein heilig" im Gegensatz zu wem? Zu den anderen Götzen, genau. Und das ist die Erklärung für den immer so oft missbrauchten Text in Johannes 17, Vers 3: "Das ist das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist und Jesus Christus erkennen." Das heißt nicht, dass Jesus Christus nicht Gott ist, sondern dass Gott der allein wahre Gott ist. Nur, dass ihr das mal gehört habt, das Wort "allein" bringt manche so zum Stolpern, aber hier sieht man sehr deutlich, wie es in der Bibel gebraucht wird. Gut, "du allein bist heilig."

[23:24] Und dann heißt es: "Alle Völker werden kommen." Was bedeutet das? Das heißt, "alle Völker werden kommen und vor dir anbeten." Ja, genau. Alle Völker werden erkennen, dass Gott heilig ist. Schaut mal in Jeremia 16, Vers 19.

[24:19] "O Herr, du meine Stärke, meine Burg und meine Zuflucht am Tag der Not. Zu dir werden die Heidenvölker kommen von den Enden der Erde, also alle Heiden, nicht nur die nächsten Nachbarn und sagen: Nur Betrug haben unsere Väter ererbt, nichtige Götzen, von denen keiner helfen kann." Die Bibel sagt hier voraus, wie Heiden erkennen, dass ihre alten, von den Vorvätern übernommenen Traditionen nutzlos sind. Eine der stärksten Widerstände gegen das Evangelium sind die alten Traditionen. Die Hindus bleiben bei ihren Traditionen und die Moslems bei ihren Traditionen und jeder hat so seine Tradition von den Vorvätern. "Unsere Väter haben das so gemacht." Und hier sagt die Bibel, es kommt die Zeit, wo aus allen Völkern Menschen sagen: "Was wir über Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende geglaubt haben von unseren Göttern, von unseren Götzen, ist alles nichtig, weil hier ist endlich mal ein Evangelium, das wirkt, das Kraft hat, das tatsächlich etwas im Leben verändert." Und danach sehnt sich Gott. Schaut mal in Maleachi 1. Gottes Sehnsucht ist es schon immer gewesen, dass sein Name nicht nur von einigen wenigen bekannt wird. Maleachi 1 und dort Vers 11.

[25:48] Maleachi 1, Vers 11. Das Volk Israel hatte ja wirklich Schwierigkeiten, das zu begreifen und ich glaube, wir haben auch genauso viele Schwierigkeiten, das zu begreifen. Maleachi 1, Vers 11: "Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang soll mein Name groß werden unter den Heidenvölkern und überall soll meinem Namen Räucherwerk und Gaben und zwar reine Opfergaben dargebracht werden, denn groß soll mein Name unter den Heidenvölkern sein, spricht der Herr der Herrscher." Die Israeliten dachten, Gott ist zufrieden, wenn in Israel geopfert wird und alles schön funktioniert und Gott sagt: Nein, mein Wunsch ist, dass überall geopfert wird, dass überall Leute meinen Namen kennen. Wir denken vielleicht, Gott ist zufrieden, wenn hier in Stuttgart-Wangen eine Gemeinde das Wort Gottes predigt, Gott hat seine Leute vor Ort. Aber Gott sagt: Nein, ich würde gerne in jedem Stadtteil von Stuttgart Leute haben, ich würde gerne in jeder Stadt in Baden-Württemberg Leute haben, ich würde gerne überall Menschen haben. Das ist Gottes Wunsch. Die Frage ist nur, wie sehr ist Gottes Wunsch unser Wunsch? Also nur um das Thema anzuschneiden, Gott wäre der Erste, der sagt: Gemeindeteilung unbedingt, noch mehr. Wir brauchen Gemeinde, da brauchen wir Gemeinde, überall brauchen wir Leute. Der Mensch tendiert dazu, irgendwie alles zu zentrieren, irgendwie so einen großen, ein Megakirchen, in großen Institutionen, damit man es gut kontrollieren kann. Aber Gott sagt: Nein, mein Wunsch ist, dass überall, überall soll mein Name verkündigt werden. Und wenn wir Gottes Willen tun wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass überall Gottes Name bekannt wird. Das ist übrigens eine Missionsbefehlung. Ich meine, Matthäus 28: Geht hin und predigt der ganzen Schöpfung. Und nicht nur, ich meine, das fängt an, wie wir gesehen haben, bei Andreas und Simon Petrus, das fängt an bei unserer Familie, aber das hört dort nicht auf. Das hört auf. Gottes Wunsch war das schon immer.

[29:53] Schau noch ein Vers in Jesaja 66, Jesaja 66, Vers 18 bis 20. Da wird das so richtig schön plastisch in alttestamentlicher Sprache ausgedrückt. Jesaja 66, Vers 18 bis 20: "Ich aber kenne ihre Werke und Pläne. Es kommt die Zeit, alle Nationen und Sprachen zusammenzubringen, und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen. Und ich will ein Zeichen an ihnen tun und aus ihrer Mitte Gerettete entsenden zu den Heidenvölkern nach Tarsis, Pul und Lut, die den Bogen spannen, nach Tubal und Javan, nach den fernen Inseln, die noch nichts von mir gehört haben und meine Herrlichkeit nicht gesehen haben, und sie werden meine Herrlichkeit unter den Heidenvölkern verkündigen. Und sie werden alle eure Brüder aus allen Heidenvölkern..." Ich meine, die Israeliten müssen ja fast einen Schock bekommen haben, als Jesaja das gepredigt hat. "Eure Brüder aus den Heidenvölkern? Was? Die Heiden, unsere Brüder?" "Eure Brüder aus allen Heidenvölkern dem Herrn als Opfergabe herbringen, auf Pferden und auf Wagen und in Sänften, auf Mauleseln und Tieren und Dromedaren, zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem, spricht der Herr, gleich wie die Kinder Israels als Speisopfer in einem reinen Gefäß zum Haus des Herrn bringen." Er sagt, genau so, wie die Kinder Israels Gott anbeten, werden auch die Heiden anbeten. Die Heiden sind dann nicht so gläubige zweiter Klasse. Im Judentum gab es ja die Juden und da gab es die Proselyten. Ja, die waren auch gläubig, aber die waren halt keine reinen Juden. Aber Gott sagt: Nein, nein, nein, ich wünsche mir, dass alle Nationen, alle Völker so wie ihr zu Gott kommen. Gott sagt, am Ende wird es im Himmel saudische Gläubige geben und nordkoreanische Gläubige und iranische Gläubige. Und wir vielleicht sagen aber: Herr, wie? Gott sagt, die Zeit kommt, jemand wird dorthin gehen und wird ihnen das verkündigen. Es wird aus allen Völkern, aus allen Stämmen, aus allen Sprachen werden Menschen dort sein. Und wir sollten uns besser überlegen, damit sich das erfüllen kann, welche Aufgabe haben dann wir? Wo gibt es noch weiße Flecken oder was muss geschehen?

[30:23] Zum Abschluss. Schaut man wieder mal auf Markus 15 und dort Vers 4. Es heißt ja: "Wer sollte dich nicht fürchten, o Herr, und deinen Namen nicht preisen, denn du allein bist heilig. Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten, denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden." Alle, die jetzt gerettet sind, die haben gesehen, dass Gottes Gerichte, die Plagen gerecht gewesen sind. Das ist dieser große Gedanke, dass die letzte Schlacht, wenn Gott kämpft, dann wird es gerecht sein. Es wird mehr als gerecht sein. Alle werden das anerkennen.

[31:01] Und jetzt lasst uns mal kurz sammeln, was sind alles die Elemente in diesem Vers? Das erste Element ist: "Wer sollte dich nicht", also die Furcht Gottes. Okay. Was ist das nächste Element? Genau, die Verherrlichung des Namens. Okay. Was noch? "Du bist heilig." Okay. Was noch? "Alle Nationen anbeten." Genau. Anbetung und Gerechtigkeit. So ihr Lieben, Furcht Gottes, Verherrlichung des Namens, heilig, alle Nationen anbeten, Gerechtigkeit. Kennt ihr irgendeinen Vers in der Bibel, wo zumindest die meisten dieser Gedanken auch in einem oder zwei Versen ausgedrückt werden? Die Furcht Gottes, die Verherrlichung. Ich gebe euch noch einen Tipp, okay. Das Wort "doxau", Verherrlichkeit, kann auch heißen: ehren. Das wäre jetzt ein guter Tipp. Furcht Gottes, ehren, alle Nationen, Anbetung und Gerechtigkeit, die sich zeigt. Okay, welcher Vers, den ihr sehr gut kennt, okay, bis auf das "heilig", das ist nicht unbedingt, aber alle anderen fünf Elemente kommen in quasi einem bis anderthalb Versen vor.

[32:51] Vielleicht kannst du noch mal deine Idee von ganz am Anfang rauskramen. "Fürchtet Gott" und wem wird das gesagt? Wem wird das gesagt? Allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen. Dieser Vers ist einfach nur eine Umformulierung der ersten Engelsbotschaft. Denn in der ersten, also in Offenbarung 15, Vers 4 heißt es: "Fürchtet Gott", nicht wahr, "verherrlicht sein Name", "heilig", denn heilig ist er. "Alle Nationen werden kommen, anbeten" und "seine gerechten Taten sind offenbar." In Offenbarung 14, Vers 6 und 7 heißt es: "Ein ewiges Evangelium und zwar allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen", also alle Nationen. Und dann heißt es: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Im Griechischen sind es dieselben Worte: "fürchtet Gott, fürchtet Gott", "ehrt ihn" und "ehrt ihn" sind dieselben Worte im Griechischen, "gebt ihm die Ehre". Und dann heißt es: "Denn die Stunde seines Gerichts kommt", denn im Gericht gibt es Gerechtigkeit, das Gericht. Und "betet an, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und Wasser." Und wenn man jetzt darüber nachdenkt, dass die Anbetung hier, dass der Sabbat gemeint ist, nicht wahr, da hat man die Heiligkeit auch noch fast mit drin. Also mit anderen Worten, Offenbarung 15, Vers 4 ist die erste Engelsbotschaft, nicht mehr verkündigt, sondern gesungen, erfüllt, gesungen am gläsernen Meer. Offenbarung 14 beschreibt das ewige Evangelium, wie es verkündigt wird. Ja, Jesus kommt wieder und Offenbarung 15 beschreibt dieselbe Botschaft, nachdem Jesus wiedergekommen ist und sie singen die Botschaft. Genau. Und übrigens, es heißt dann auch, sie singen, es singen die Überwinder über das Mahlzeichen, über das Tier und so weiter. Das ist ja auch alles dreifache Engelsbotschaft. Das heißt, die dreifache Engelsbotschaft wird erst gepredigt und dann gesungen. Sagt nicht Ellen White, dass wir im Himmel, dass das Evangelium unsere Wissenschaft und unser Gesang sein wird für eine Ewigkeit? Das heißt, die dreifache Engelsbotschaft, die werden wir mitnehmen. Ja, wenn ihr denkt, naja, wir predigen nur bis zur Wiederkunft, dann werden wir sie vergessen, vergesst es. Wir werden sie jetzt predigen und dieselbe Botschaft werden wir dann singen, vielleicht mit ein paar anderen Worten, umgedreht, nicht wahr? Aber der Kern des ewigen Evangeliums bleibt bestehen. Was wir jetzt predigen, muss unsere Erfahrung werden, damit wir dann am gläsernen Meer von unserer Erfahrung singen. Sie singen die dreifache Engelsbotschaft und glaube ich, das ist eine interessante Sache, oder? Die dreifache Engelsbotschaft ist nicht nur ein Missionsbefehl, es ist letztendlich eine Erfahrung, die jeder Gläubige machen kann und jeder, der Überwinder sein wird am gläsernen Meer, wird sie gemacht haben und er wird sie singen. Egal, ob ihr hier auf der Erde gut singen könnt oder nicht, ob es euch Spaß macht zu singen oder nicht, dort werden wir alle singen, wie die Engel, ja, mindestens. Und es wird sich sogar schön anhören.

[36:11] Nächstes Mal schauen wir dann wieder zurück zu den Anfängen der Plagen. Wir werden dann beginnen mit der Einleitung zu den Plagen, aber lasst uns dann bei all dem nicht vergessen, was wir hier gesehen haben. Dort am gläsernen Meer stehen Menschen, die erlebt haben, wie sinnlos die Sünde ist, die erlebt haben, wie zerstörerisch das antichristliche System ist und die jetzt feststellen: Mensch, was haben wir eigentlich für solche Angst vor dem Satan gehabt? Gott ist doch so viel stärker. Schau mal, was der Satan ist, der kann ja gar nichts machen. Der steht jetzt auf der Erde da, nicht wahr, läuft im Finstern umher, findet nicht mal den Lichtschalter, kann nichts tun. Ja, und wir sind jetzt bei Gott, weil wir ihm vertraut haben.

[36:57] "Wer sollte dich nicht fürchten? Du allein bist heilig. Alle Völker werden kommen und dich anbeten, denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden." Ich möchte das stehen, ich möchte das singen und vielleicht fangen wir jetzt schon an, die ersten Strophen zu lernen, oder? In unserem Leben.

[37:07] Wollen wir noch gemeinsam beten? Lieber Vater im Himmel, wir danken dir. Wir danken dir, dass wir immer wieder neue Schätze heben können aus deinem Wort. Wir danken dir, dass wir sehen können, dass die dreifache Engelsbotschaft nicht einfach nur beschränkt ist auf Offenbarung 14, sondern dass sie überall in der ganzen Bibel und selbst dann noch nach der Wiederkunft eine Rolle spielt, dass sie alles durchdringt, weil es darum geht, deinen Charakter darzustellen, dein Wesen. Wir danken dir, dass wir heute sehen konnten, dass auch wenn wir den Satan nicht unterschätzen wollen und ihn nicht verniedlichen oder verharmlosen wollen, es doch keinen Grund gibt, ihn übermäßig zu erhöhen. Es gibt keinen Grund, Angst vor ihm zu haben, wenn wir auf dich schauen, denn du bist so viel stärker, so viel mächtiger und so viel weiser, dass es nicht mal einen Vergleich gibt zu ihm. Und wenn wir unser Leben in deine Hand legen und dir folgen und unser ganzes Herz dir geben, dann wirst du uns führen durch alle Höhen und Tiefen des Lebens, selbst durch die letzte Schlacht von Armageddon, bis wir dort mit dir stehen werden am gläsernen Meer. Diese Erfahrung sehen werden, dass du der alleinige, wahre, echte, liebenswerte Gott bist. Gib, dass wir heute schon diese Erfahrung in unserem Leben machen und durch unser Leben ein Wohlgesang sind zu deiner Ehre. Im Namen Jesu. Amen.


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