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In dieser Predigt über Offenbarung 15, Vers 6, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung der reinen und glänzenden Kleider der sieben Engel, die die Plagen bringen. Er erklärt, dass diese Kleidung ein Symbol für die Gerechtigkeit Gottes ist, die sowohl für Menschen als auch für Engel durch Glauben und das Blut Jesu erlangt wird. Die Engel tragen diese Kleider als Zeichen ihrer Nähe zu Jesus und führen Gottes Gericht im Geiste seiner Liebe und Gnade aus.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf Joel Media TV. Schön, dass ihr da seid und wir wollen gemeinsam in der Offenbarung Kapitel 15 weiterlesen. Wir sind ja gerade in der Einleitung zu den Plagen. Ein sicherlich sehr ernstes Thema und wir haben letztes Mal angefangen zu sehen, wie das himmlische Heiligtum sich geöffnet hat. Und wollen heute den nächsten Vers anschauen, den Offenbarung 15 Vers 6 und wollen noch einmal kurz hinterknien, wo es möglich ist für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, noch einmal kommen wir zu dir, um dir zu danken. Zu danken für die Führung jeden Tag, für den Segen, den du uns schenkst, für die Freude und auch für all deine Gnade und Güte, die wir gar nicht verdient haben. Und jetzt bitte ich dich in den kommenden Minuten, dass du uns noch einmal die Augen öffnest für Schätze in deinem Wort, damit dein Wort uns belehrt und bereichert und stärkt und wir vorbereitet sind auf die großen Dinge, die passieren werden. Hilf uns dein Wort richtig zu verstehen. Im Namen Jesu, Amen.

[1:08] Offenbarung 15 und dort Vers 6. Wir können vielleicht noch mal Vers 5 zum Zusammenhang lesen. Offenbarung 15 Vers 5 und 6. Und nach diesem sage ich. Und siehe, der Tempel des Zeltes des Zeugnisses im Himmel wurde geöffnet. Letztes Mal gesehen, es gibt ein himmlisches Heiligtum. Jesus ist dort jetzt Mittler. Er war bis 1844 Mittler im Heiligen und dann ist er seitdem Mittler im Allerheiligsten. Und irgendwann wird das enden. Offenbarung 15 Vers 4 spricht vor dieser Zeit. Es spricht hier, dass der Tempel geöffnet wurde und Vers 6 sagt jetzt: Und die sieben Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen hervor aus dem Tempel, bekleidet mit reinem und glänzendem Leinen und um die Brust gegürtet mit goldenen Gürteln.

[2:19] Also in Vers 5 sehen wir, das himmlische Heiligtum öffnet sich. Und jetzt kommen sieben Engel heraus. Die werden sie beschrieben. Was haben sie an? Ja, also sie haben reine Kleider, Kleider aus reinem, glänzendem, also Leinen, glänzendes Leinen. Und womit wird dieses Kleid zusammengehalten? Mit goldenen Gürteln. Okay, fragen wir mal erst mal so: Wo in der Bibel kennt ihr noch Stellen, wo Engel mit reinen oder glänzenden Gewändern gezeigt werden? Engel, die reine, glänzende Gewänder anhaben.

[3:35] Ganz genau, da sehen wir schon die ersten guten Früchte von unserer Auswendiglernaktion. Matthäus 28. Ja, genau, fast. Vers 3 ist es. Vers 3 von diesem Engel heißt es: Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Genau, also das ist eine Stelle. Fällt euch noch eine andere ein, wo Engel beschrieben werden mit weißen oder reinen oder glänzenden Kleidungsstücken? Im Allerheiligsten, die Engel, ja, bestimmt. Aber können wir uns vorstellen? Ja, sehr logisch, wenn sie schon daherkommen. Sie kommen ja aus dem Allerheiligsten, wie wir jetzt hier auch letztes Mal gesehen haben. Nicht wahr, das Allerheiligste hat sich geöffnet. Da fällt euch noch eine Stelle ein, wo das so explizit steht, dass sie reine, glänzende Kleider hatten, weiße Kleider? Der glänzende Cherub, ja, der schützende, schimmernde Cherub, der leuchtende Kleider hatte. Eine interessante Stelle oder bekannte Stelle ist auch sicherlich Apostelgeschichte. Apostelgeschichte, Kapitel 1.

[5:20] Apostelgeschichte 1 und dort Vers 10. Apostelgeschichte 1 und dort Vers 10. Und als sie unverwandt zum Himmel blicken, das ist die Himmelfahrt Jesu, nicht wahr? Jesus hebt vom Boden ab und die Jünger schauen, wie es heißt, unverwandt zum Himmel. Das heißt, und als sie, während sie unverwandt zum Himmel blickten, während er dahin fuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißer Kleidung bei ihnen, die sprachen: Die Männer von Galiläa, verstehe ich ja. Also weiße, reine, glänzende Leinwand ist nichts Ungewöhnliches für Engel. Immer wieder werden sie beschrieben, wenn sie beschrieben werden, als weiße, glänzende, reine Wesen.

[6:16] Es gibt so interessante Geschichten. Ein guter Freund von mir, das heißt, guter Freund stimmt nicht, aber jemand, den ich kenne, der war verantwortlich für die Buchevangelisten oder für einen Teil der Buchevangelisten in Kalifornien. Und die sammeln so Geschichten, die Buchevangelisten machen, wenn die an den Türen stehen. Und da kommt es immer mal wieder vor, dass, da gab es eine Geschichte, an die ich mich erinnere, wo ein Buchevangelist solchen Hunger hatte, so eine Durst hatte. Es war so, ja, so ein bisschen Wüstenklima ist ja in Kalifornien auch, sehr heiß. Und er klingelte an der Tür, um zu bitten, einfach ein bisschen Wasser zu bekommen. Hat geklingelt, geklopft, hat gesagt, ich bin gerade unterwegs, ich würde gerne etwas Wasser haben. Und dann hat die Person gesagt: Kein Problem, geht zurück und bringt dann zwei Flaschen Wasser. Er war ganz allein unterwegs. Und dann fragt er: Ja, warum? Ja, eine für Sie und eine für den Mann dort in Weiß. Ja, also es gibt etliche Geschichten, die ich gehört habe, über solche Engelgeschichten, wo tatsächlich auch heute noch Menschen ab und zu hin und wieder Engel sehen. Und insbesondere dann, wenn Leute in der vordersten Front der Mission unterwegs sind, ist das nichts Ungewöhnliches.

[7:38] Naja, aber was bedeutet diese weiße, scheinende, reine Leinen? Gibt es einen Grund, warum sie das tragen? Oder ist es einfach nur die Mode im Himmel? Weiß. Ja, sehr gut. Die weißen Kleider sind die Kleider der Gerechtigkeit. Wo steht das? Weiß es jemand von euch? In der Offenbarung, genau. Wo ist dieser Gedanke, dass diese reine, weiße, glänzende, dieses Leinen, diese Kleider, dass das ein Symbol für die Gerechtigkeit ist? Ja, wir haben diese Idee, dass sie, das können wir mal lesen in Offenbarung Kapitel. In Offenbarung 3 haben wir das weiße Kleid, das Jesus anbietet. Das stimmt, aber da steht nicht, dass es im Blut gewaschen ist. Offenbarung 3 sagt: Ich biete dir an, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist und weiße Kleider, damit du deine Schande bedeckst. Ja, also wir haben Offenbarung 3. Was haben wir noch? Offenbarung 7. Das ist das, was ihr meintet. Offenbarung 7, Vers 14, wo es heißt: Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Das sind die, welche aus der großen Trübsal kommen und sie haben ihre Kleider gewaschen und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes. Also weiße Kleider, die sind im Blut des Lammes gewaschen. Aber, jetzt habe ich eine Frage: Sind die Kleider der Engel auch im Blut des Lammes gewaschen? Nein. Also es stimmt für uns Menschen, sind die Kleider auch deswegen rein, weil wir sie im Blut des Lammes gewaschen haben. Aber diese Engel tragen reine, weiße Kleider, ohne die Gnade Gottes gebraucht zu haben.

[9:48] Also welcher Text sagt uns wirklich, dass das die Gerechtigkeit Gottes ist? Schaut mit mir in Offenbarung 19. Offenbarung 19 beschreibt die Hochzeit des Lammes. Wir haben ja gerade auch schon von einer Hochzeit gesprochen. Offenbarung 19 und dort Vers 8. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend. Wer ist sie hier, wenn es heißt: Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden? Wer ist das? Die Braut. Und wer ist die Braut? Die Gemeinde. Und dann wird erklärt: Denn die feine Leinwand, die rein ist und glänzend, ist was? Sie ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Hat jemand noch eine andere Übersetzung? Manche übersetzen auch die gerechten Taten, also das, was die Heiligen tun. Die Bibel sagt ja auch, der ist gerecht, der Gerechtigkeit übt. Das heißt, diese weiße Leinwand, dieses weiße Leinen ist ein Symbol für Gerechtigkeit.

[11:12] Jetzt, wir wissen, wir bekommen Gerechtigkeit durch das Blut Jesu. Frage: Wie bekommen die Engel Gerechtigkeit? Ja, aber sind sie das automatisch? Durch das Anschauen Jesu bleiben sie gerecht. Sie müssen nicht erst gerecht werden, weil Gott hat sie gerecht erschaffen. Aber könnten die Engel auch ungerecht werden? Absolut. Das heißt, die Frage, die man sich stellen kann, ist: Was hält einen Engel im Himmel? Und die Antwort ist sehr einfach. Wodurch kommt Gerechtigkeit? Ja, oder noch etwas technischer ausgesprochen, Gerechtigkeit kommt aus dem. Man tut dann Gerechtigkeit, aber nicht durch das, was man tut, wird man gerecht oder bleibt gerecht, sondern das ist dann der Ausdruck, dass man gerecht ist, aber durch den Glauben. Wir werden durch den Glauben gerechtfertigt, zum Beispiel an dem Glauben an das Blut Jesu. Die Engel werden durch Glauben oder bleiben durch Glauben gerecht. Die Engel mussten nämlich, alle die im Himmel geblieben sind, haben nämlich Gott geglaubt, als Satan Gott angeklagt hat. Sie hatten auch keine Möglichkeit, das zu beweisen, oder? Sie konnten nicht fragen, wie das war, sie konnten nicht zurück in die Zeit, bevor sie geschaffen wurden. Sie mussten glauben, dass Gott Liebe ist. Sie mussten glauben, dass die Anklagen Satans falsch sind. Als der Satan behauptet hat, dass Jesus nicht Gott ist, wie sollen wir das wieder, wie sollen wir das beweisen, als geschaffene Engel oder widerlegen.

[13:07] Also der Punkt ist der, hier sind sieben Engel, Symbol für all die Engel, die im Himmel geblieben sind, die gerecht sind, weil sie Glauben haben. Das heißt, wenn jetzt auf der Erde die Menschen durch den Glauben gerecht gemacht werden und im Himmel die Engel bereits gerecht sind und gerecht bleiben durch den Glauben, dann nähern sich also die Gemeinde auf der Erde und die Gemeinde im Himmel sich immer mehr an. Im Himmel die Gemeinde ist schon gerecht durch den Glauben immerzu und auf Erden wird durch den Glauben die Gemeinde auch wieder gerecht gemacht, sodass wenn die Gemeinde auf Erden so gerecht ist, wie die Gemeinde im Himmel, wenn also die Menschen symbolisch eine reine, glänzende Leinen tragen und die Engel diese reinen, weißen Kleider haben, dann können sie auch jetzt gemeinsam in eine Gemeinde gehen, die himmlische Gemeinde.

[14:08] Interessanterweise sind es diese Engel in reinen, weißen, glänzenden Kleidern, die jetzt die Plagen bringen. Also es ist nicht so, wenn ein Hollywoodfilm das verfilmt hätte und man hätte jetzt sieben Engel bringen sollen, die die Plagen bringen, ich glaube kein Hollywood-Regisseur würde auf die Idee kommen, Engel aus dem Allerheiligsten zu bringen in weißen Kleidern, oder? Das sieht mehr nach Hochzeit aus, als nach größter Plagenzeit. Wahrscheinlich in einem Film würden die vielleicht halb böse aussehen, schwarz und dunkel und nicht weiß, rot oder vielleicht. Aber das zeigt wieder etwas über die Plagen selbst. Gott lässt die Plagen bringen durch Engel, die absolute Reinheit, Schönheit und Gerechtigkeit ausstrahlen.

[14:59] Die Plagen sind eine Notwendigkeit, aber wenn Gott die Plagen auf die Welt sendet, ist da nicht ein bisschen, sage ich mal, ungeheiligte Aggression dabei? Kein so, jetzt zeige ich es euch, jetzt bricht der Gott das Herz, oder? Sagt die Bibel, dass Gott keinen Gefallen hat am Tod der Gottlosen? Und die Engel verlieren nicht ihre Gerechtigkeit, wenn sie die Plagen ausgießen. Das ist übrigens ein Hinweis darauf, warum auch gläubige Menschen, die mit Gott verbunden waren, Krieg führen konnten gegen die Kanaaniter. Die wurden nicht unheilig dadurch, dass sie die Kanaaniter vernichtet haben, weil sie ein direktes, spezifisches, klares Gebot von Gott ausgeführt haben. Aber interessant ist, dass diese Beschreibung zurückweist auf jemand anderes. Schaut mal mit mir in Offenbarung Kapitel 1.

[16:02] Offenbarung Kapitel 1 und dort Vers 13. Offenbarung Kapitel 1 und dort Vers 13. Ihr wisst, Johannes hört diese Stimme und dann sieht er sich um, um sie zu sehen und dann heißt es in Vers 13: Und mitten unter den sieben Leuchtern einen, der einem Sohn des Menschen gleicht. Wer ist das? Es ist Jesus, oder? Bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel.

[17:01] Jetzt kommen da Engel mit so einem langen, weißen, reinen Gewand mit einem goldenen Gürtel. Woran hat wohl der Johannes gedacht, als er sie gesehen hat? Die sehen ja fast so aus wie Jesus. Die Idee ist ja natürlich, durch Anschauen werden wir verwandelt. Diese Engel symbolisieren schon durch ihr Äußeres ihre Nähe zu Jesus. Es sind Engel, die in der Gesinnung Jesu und im Auftrag von Jesu, ja sogar im Aussehen von Jesus die Plagen bringen. Wenn die Plagen auf die Welt gegossen werden, dann werden die Engel, die die Plagen ausgießen, in ihrem Wesen und Aussehen immer noch an Jesus erinnern. Das heißt, es ist nicht so, dass Jesus für das gute Evangelium da ist und dann, wenn Gott das schmutzige Handwerk tun muss, dann kommen jetzt ein paar Engel davor, die so ein bisschen böse reinschauen. Nein, alles, was Gott tut, selbst die sieben letzten Plagen, sind eine Offenbarung seiner Liebe und seiner Gnade. Und deswegen braucht auch kein Mensch, der Gottes Gnade schätzt und annimmt, die Plagen zu fürchten, weil Gottes Gnade ja nicht plötzlich aufgehört hat zu existieren. Er kann den Menschen dann auf der Erde keine Gnade mehr geben, weil sie sich endgültig verhärtet haben. Aber der Charakter Jesu bleibt während der Plagen genau derselbe wie vor den Plagen. Jesus ändert seinen Charakter nicht, wenn die Gnadenzeit zu Ende ist. Ja, manche denken, naja, bis zum Ende der Gnadenzeit ist er der mitfühlende Erlöser und dann irgendwann klingelt der Wecker, dann ist die Gnadenzeit vorbei und jetzt ist Jesus der zornige Richter. Nein, Jesus bleibt derselbe, immer derselbe.

[18:59] Was sich nur ändert, ist das Herz der Menschen. Irgendwann ist das Herz so verhärtet, dass es kein mehr zurück mehr gibt und Jesus wird das Heiligtum verlassen. Er wird seinen hohepriesterlichen Dienst beenden, seine hohepriesterlichen Gewänder ausziehen, seine königlichen Gewänder anziehen und in seinem Namen werden sieben Engel, die aussehen wie er, hinausgehen, um die sieben Plagen auszugießen.

[19:25] Interessant ist, dass diese Kleidung durchaus erinnert auch an die Priester. Schaut mal mit mir in 2. Mose, 2. Mose 28 und dort Vers 8. Worum geht es in 2. Mose 28? Kleidung der Priester. Und ihr wisst auch, die hatten sehr schöne Kleider an. Da heißt es in Vers 8: Und der gewirkte Gürtel, der darauf liegt und mit dem es angebunden wird, soll von der gleichen Arbeit sein, aus dem gleichen Stoff, aus Gold, aus Garnen von blauem und rotem Purpur und Karmesin und aus gezwirntem Leinen. Also auch da gab es einen goldenen Gürtel, die Priester trugen einen Gürtel. Es gab einen Hohenpriester und andere Priester. Jesus ist der Hohepriester, aber es gibt noch andere Diener, die bei ihm sind, die wichtige Aufgaben übernehmen.

[20:25] Glaubt ihr, es ist eine schöne Aufgabe, die sieben Plagen auszugießen? Also es ist eine schönere Aufgabe, wenn man den Menschen ankündigen kann, der Erlöser ist geboren. Das ist eine Aufgabe, um die sich die Engel vielleicht nicht gerissen haben, aber sie muss getan werden. Gott sagt ja selbst, die Bibel nennt es sein seltsames Werk, wenn er die Ungläubigen vernichtet, aber trotzdem muss es getan werden. Und das Interessante ist, dass die Engel diese Aufgabe im Geist und in Anlehnung an das Wesen Jesu ausführen. Sie widerspiegeln das Bild von Jesus, selbst wenn sie die Plagen ausgießen.

[21:11] Kann es manchmal sein, dass Gott uns zu unangenehmen Dingen ruft, dass er uns unangenehme Aufgaben gibt, die wir lieber nicht machen wollen? Dass wir vielleicht die Aufgabe haben, auch mal nicht die Plagen auszugießen, aber vielleicht auch mal auf Missstände hinzuweisen? Und in diesem Sinne, ja? Ja, genau, diese Wahrheit und dann das Gold. Also der Gürtel ist ein Symbol für die Wahrheit und das Gold ist wofür ein Symbol? Für den Glauben. Und in der Regel ist ja meistens Gold, das dem Feuer geläutert ist, nicht wahr? Glaube, der durch die Liebe wirkt. Das heißt, wenn wir gerufen sind, eine ernste Botschaft zu bewegen, andere Menschen zu warnen, vielleicht auch mal etwas zu sagen, wo wir wissen, das stößt auf Widerstand. Ja, es ist das Schönste, wenn man jemandem gute Nachrichten geben kann, ja? Aber wenn man jemandem sagen muss: Was du tust, ist falsch, dann können wir von diesen Engeln lernen, die selbst auf dieser, das ist eine hoffnungslose Mission gewesen, dieser hoffnungslosen Mission in ihrem Aussehen und Handeln das Wesen Jesu widerspiegeln.

[22:31] Wir behandeln ja manchmal sogar Menschen, wo noch Hoffnung ist, als wären sie hoffnungslos. Aber hier behandeln Engel hoffnungslose Fälle, Menschen, die bereits das Malzeichen des Tieres angenommen haben, immer noch im Geiste Jesu. Gott wird, selbst wenn er Menschen vernichtet, sie immer so vernichten, wie es seinem Wesen entspricht. Und das heißt, in anderen Worten, es gibt nicht den geringsten Grund, jemals anders zu denken, als Jesus denken würde. Es gibt nicht den geringsten Grund, sich zu ärgern oder oder bösartig mit jemandem zu sein, wenn man selbst, wenn die Engel selbst den Gottlosen immer noch im Geiste Jesus begegnen. Wenn auch mit einer ernsten Botschaft, dann können wir jedem, der uns vielleicht angreift, jedem, der uns vielleicht böse gesinnt ist, jedem, der uns über uns lästert, im Geist Jesu begegnen. Wenn Gott das sogar mit den Plagenengeln tun kann. Das ist ein Ausdruck ihrer Gerechtigkeit. Wenn wir diese gerechten Kleider auch tragen wollen, diese weißen Kleider, dann können wir lernen von den Plagenengeln.

[23:44] Interessanter Gedanke. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die sieben Plagenengel etwas lehren darüber, wie man mit Menschen umgeht, die scheinbar hoffnungslos verloren sind. Umgürtet mit Wahrheit, umgürtet mit Liebe, umgürtet mit Glauben. Einer Welt die Gerechtigkeit Gottes zu präsentieren. Die Engel tun das und wir sollen das auch tun. Nächste Woche schauen wir uns dann an, was sie in ihrer Hand haben und wie es dann weitergeht. Aber für heute können wir für uns den Entschluss fassen, dass jeden Tag wir Gott bitten wollen, dass er uns dieses Kleid der Gerechtigkeit anzieht. Dass es wirklich weiß und rein und glänzend ist. Ganz weiß und rein, weil wir es gewaschen haben im Blut des Lammes und glänzend, damit es wie ein Licht ist, das anderen den Weg weist. Jesus sagt, er sei das Licht der Welt und all das umgürtet mit der Wahrheit und dem Glauben und der Liebe. Wollen wir Gott bitten, dass er uns das schenkt? Lasst uns doch niederknien.

[24:47] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir in diesem kleinen und vielleicht etwas unscheinbaren Vers doch sehen konnten, wie sehr dein Evangelium daran verankert ist. Dass die Engel, die selbst mit hoffnungslosen Fällen zu tun haben, die du schickst, um Menschen zu verdammen, dass sie trotzdem in ihrem Wesen und Äußeren den Charakter Jesu widerspiegeln. Und da können wir lernen von, dass was immer du uns aufträgst, es wir uns nie leisten können, diesen Charakter nicht zu zeigen. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, Tag für Tag das Kleid deiner Gerechtigkeit, deiner Güte, deiner Liebe, deines Lichtes zu tragen. Und wir danken dir, dass du uns dieses weiße Kleid der Gerechtigkeit anbietest, dass du uns das Gold anbietest. Wir möchten die Herzenstür aufmachen. Ich bitte, dass du das für uns tust. Im Namen Jesu. Amen.


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