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In diesem Teil des Offenbarungsseminars wird der Vers 15 aus Kapitel 16 behandelt, der die Aufforderung Jesu enthält, wachsam zu sein und seine Kleider zu bewahren. Der Sprecher erklärt die Bedeutung des „Wachens“ im biblischen Kontext, das über das reine Nicht-Schlafen hinausgeht und geistige Wachsamkeit sowie Kooperation mit dem Heiligen Geist bedeutet. Ebenso wird die Wichtigkeit des Bewahrens der „Kleider“ als Symbol für die Gerechtigkeit Gottes und die gerechten Taten der Gläubigen beleuchtet.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf dieses Video auf joelmedia.tv.de. Schön, dass ihr da seid. Wir wollen heute den zweiten Teil haben von Offenbarung 16 Vers 15.

[0:11] Wir haben letztes Mal angeschaut diesen Einschub im Einschub und ein paar Gedanken sind noch übrig, die wir heute noch kurz zu Ende führen wollen. Und bevor wir beginnen, lasst uns mit einem Gebet starten.

[0:30] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du jetzt zu uns sprichst, dass dein Wort seine ganze Kraft entfaltet, seine Schönheit und seine Macht und dass wir etwas über dich lernen. Wir möchten dich bitten, dass die Offenbarung uns zeigt, in welcher Zeit wir stehen und was nötig ist, dass wir uns vorbereiten auf die Dinge, die kommen werden. Und so bitten wir dich, dass du alle Stürme fernhältst und dass du den Heiligen Geist zu uns sprechen wirst. Und dank mir, dass du es tun wirst, weil du es verheißen hast. Amen.

[1:03] Offenbarung 16 und dort Vers 15. Wir haben das letzte Mal uns schon damit beschäftigt, mit der Idee, dass Jesus dort inmitten des Geschehens der Plagen und der Vorbereitung auf die Plagen, diese Aussage gemacht: Siehe, ich komme bald. Wir haben festgestellt, dass das ein gutes Argument gegen die Idee einer Geheimentrückung ist und wir haben auch gesehen, was es bedeutet, dass Jesus wie ein Dieb kommt. Könnt ihr das vielleicht kurz noch mal zusammenfassen? Was ist die Idee, dass Jesus wie ein Dieb kommt?

[1:40] Genau, überraschend für die, die nicht wachen. Er kommt nur für die Ungläubigen oder die Falschgläubigen, wie ein Dieb, sondern für die Gläubigen kommt er nicht überraschend. Sie werden das vorher dann wissen. Also lesen wir noch mal Vers 15: Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht entblößt ein Herr geht und man seine Schande sieht.

[2:13] Wir haben festgestellt, das ist die dritte von wie viel Seligpreisungen auf dem Bau? Von sieben. Sieben Seligpreisungen, das ist die dritte und die hat es in sich und es sind zwei Dinge, die wir das letzte Mal angesprochen haben und nicht sehr vertieft haben, die wir heute kurz noch anschauen wollen, nämlich einmal dieses Wachen und dann das Kleiderbewahren.

[2:27] Was bedeutet eigentlich dieses Wachen? Da kann ja kaum damit gemeint sein, dass wir nicht mehr schlafen dürfen. Also kennt ihr Bibelstellen, die so ein bisschen dieses Wachen ein bisschen genauer erklären, was Jesus damit meint? Denn es ist sehr wichtig, dass wir diese, das ist eine der wichtigsten Verse im ganzen Kontext, dass wir verstehen, was das für uns praktisch bedeutet. Ja, wie viel haben da gewacht?

[3:06] Ja, fünf waren vorbereitet, also die zehn Jungfrauen illustrieren uns eigentlich die Notwendigkeit des Wachen. Könnt ihr noch Stellen, die über das Wachen sprechen? Petrus, wo Petrus? Was sagt er denn ungefähr? Ja, das ist 1. Petrus. Schauen wir uns das mal an. 1. Petrus 5 Vers 8.

[3:43] 1. Petrus 5 Vers 8: Seid nüchtern und wacht. Also zum Wachen gehört auch das Nüchternsein. Haben wir letztes Mal schon angesprochen, nicht wahr? Das Nüchternsein. Und okay, denn euer Wehsache, der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Also weswegen müssen wir wachen? Wir werden sonst vom Satan attackiert.

[4:18] Ja, was ist der Kontext in Offenbarung 16 von diesem Vers? Die Plagen und noch direkter, wir haben gesagt, ein Einschub im Einschub. In dem Einschub, der Vers 13 losgeht, worum geht es dann? Die Verführung durch die drei Frösche, mit ihrer 3-Frauen-Frösche-Botschaft, nicht wahr? Tier, falsches Tier, falscher Prophet und Drache verführen die ganze Welt und wir haben festgestellt damals, wenn es möglich ist, auch die Auswählten. Deswegen Wache. Hier in Petrus wird als Löwe dargestellt, da als Drache und als Leopard-ähnliches Tier mit Löwenelementen. Aber die Idee ist dieselbe: Wer nicht wacht, wird die 3-Frau-Frösche-Botschaft annehmen und wird verloren gehen. Das ist die Idee. Also wachen ist dringend notwendig.

[5:09] Gibt es andere Texte, die so ähnlich in die Richtung gehen, wo Jesus auch sagt, dass wir wachen sollen? Ja, ich kenne wahrscheinlich eine Geschichte, wo Jesus seine Jünger zum Wachen auffordert. Was sagt er dort? Schaut mal in Matthäus 26. Matthäus 26, lesen wir Vers 41. Wir können Vers 40 lesen. Er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafen und spricht zu Jesus und Petrus. Könnt ihr also nicht eine Stunde mit mir wachen? Und jetzt Achtung: Wacht und betet.

[6:04] Also wachen und nüchtern sein. Wachen hat auch was mit beten zu tun. Wacht und betet. Warum? Damit ihr nicht in Versuchung kommt. Und jetzt kommt ein wichtiger Vers und der hilft uns zu verstehen, wo es beim Wachen geht: Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Was bedeutet das? Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Weil wenn wir das verstehen, weil das ist ja die Begründung für wacht, oder? Wacht, damit ihr nicht in Anfechtung kommt, nicht in Versuchung kommt, denn der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

[6:49] Was bedeutet dieses: Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach? Heißt das, dass wir hier oben besser sind als hier? Ja, also wir haben ja Geist und Fleisch. Und du hast richtig gesagt, die Werke des Fleisches sind hier offenbar, sagt der Paulus im Galaterbrief: Mord und Unzucht und Beteiligung und Streit und so weiter. Ohne Frage. Genau. Also das ist jetzt sehr wichtig. Viele haben den Missverstand in Versuchung gedacht, hier oben ist gut, hier schlecht. Es ist diese Zweiteilung in der Christenheit: Die gute Seele ist böse Fleisch, was dann zur Abtötung des Fleisches führen sollte. Aber der Geist, der willig ist, ist nicht der Geist hier oben. Der Geist, der willig ist, ist der Heilige Geist. Der ist willig, der ist die ganze Zeit willig.

[7:55] Aber was ist das Problem? Nach der Aussage, der Geist will mich die ganze Zeit beschützen. Was ist sein Problem? Der Schutz ist nur effektiv, wenn das Fleisch mit ihm zusammenarbeitet, oder? Weil das ist, was Jesus sagt: Es liegt nicht am Heiligen Geist. Der Heilige Geist kann euch beschützen, er will dich die ganze Zeit beschützen. Das Problem ist nur: Der Geist ist willig, aber das menschliche Ich ist schwach. Und was ist es, was das menschliche Fleisch dazu bringt, mit dem Geist zu kooperieren? Es ist das Wachen.

[8:37] Das Wachen ist keine geistliche Übung im Sinne von, ich muss jetzt wachen. Das Wachen bedeutet eigentlich, dass man geistlich wach bleibt, dass man wach bleibt für das Wirken des Geistes, dass man sich über das Wirken des Geistes bewusst ist. Denn immer dann, wenn uns das Wirken Gottes nicht mehr bewusst ist, dann greift der Satan an. Wachen, weil wir reden, wir müssen wachsam sein, wir müssen wachen. Was heißt das? Das Wachen bedeutet zu kooperieren, dass mein Ich, mein Fleisch mit dem Heiligen Geist kooperieren kann, quasi ankoppeln an den Heiligen Geist. Das ist das Wachen.

[9:17] Und deswegen versteht ihr auch Wachen und Beten, weil durch das Beten rede ich mit Gott, Gott redet mit mir. Warum nüchtern sein? Ja, weil wenn ich nüchtern bin, dann verstehe ich nicht richtig. Dann kann ich zwar zum Heiligen Geist reden, aber er redet zwar auch zu mir, aber ich verstehe nicht mehr richtig. Mein Geist ist dann sozusagen benebelt. Ich muss also mit dem Geist kooperieren und ich muss auch aufnahmefähig sein. Deswegen sind falsche Lehren so gefährlich, weil falsche Lehren die Lehre des Heiligen Geistes vernebeln.

[9:50] Ja, genau. Jemand, der wacht, sagt nicht: Ich bin sündig, Gott muss mich irgendwie retten. Er sagt: Ich bin hilflos, deswegen möchte ich sehen, was Gott für mich tun kann. Und das ist, was die Jünger versäumt haben. Die haben gedacht, naja, Jesus bei uns wird schon alles gut gehen. Die haben das so selbstverständlich genommen und Jesus war bei ihnen, aber in dem Sinne, Jesus war willig und sie waren bei Jesus, aber sie haben geschlafen. Und so kann es auch sein, dass der Heilige Geist bei uns ist, er ist willig, aber wir verschlafen die Gelegenheiten, die er uns gibt.

[10:51] Schaut mal mit mir in Lukas 12, noch ein anderer Text, wo Jesus über das Wachen spricht. Lukas 12 und dort Vers 42. Lukas 12, Vers 42 und 43. Ja, wir lesen mal vielleicht ab Vers 39.

[11:27] Dass er bei Kent, wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb käme, so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Das ist die Idee vom Wachen. Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da er es nicht meint. Da sprach Petrus zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleiche für uns oder auch für alle? Der Herr versprach: Wer ist wohl der treue und kluge Haushalter, den der Herr bei seiner Dienerschaft setzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die verordnete Speise gibt? Glückselig ist jener Herr, jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird.

[12:00] Seht ihr, in Vers 39 sagt er, ihr sollt wachen und in Vers 42 und 43 sagt er dann noch was, was sollen wir tun? Wachen ist offensichtlich keine passive Sache, sondern was soll geschehen in Vers 42 und 43?

[12:15] Genau, was wäre das jetzt konkret praktisch in der Endzeit? Das Wort verkündigen, anderen Jesus nahe bringen, ja, Mission. Das heißt, das Wachen hat etwas mit Mission zu tun. Derjenige, der die Arbeit tut, der wacht auch. Es ist durch das Beten und durch das Verkündigen, dass er mit dem Geist kooperieren kann.

[12:53] Ach übrigens, dieses nüchtern sein, wir haben ja gelernt, was der Alkohol ist. Der Alkohol, der Wein Babylons ist was? Irre, falsche Lehre. Wenn ich also nüchtern sein will, was wäre dann also Nüchternheit? Implikation, ja, nichts von der falschen Lehre zu haben, bedeutet auf deutsch, man hat die wache Lehre. Das heißt, wo bekommt man die Nüchternheit her? Wo nüchtert man aus? Im Wort. Das Wort Gottes ist Gottes Ausnüchterungszelle, sozusagen. Also ihr seht ganz schön, das Wachen hat mit dem Wort Gottes zu tun, das Wachen hat mit dem Beten zu tun, das Wachen hat mit der Verkündigung zu tun, so wie im Heiligtum, nicht wahr? Gebet, Bibelstudium und Mission.

[13:53] Vielleicht noch ganz kurz wegen dieser Wachsamkeit vor der Irrlehre. Apostelgeschichte 20. Apostelgeschichte 20 und dort Vers 31.

[14:15] Vers 31: Darum wacht und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, jeden Einzelnen unter Tränen zu ermahnen. Warum sagt der Paulus hier, darum wacht? Darum ist ja immer eine Begründung für das Vorhergesagte, oder? Warum sagt er, darum wacht?

[15:03] Ja, die Irrlehre kommt nicht nur von außen, die Irrlehre kommt von innen und Paulus hat ja, er sagt ja hier, ich habe unter Tränen jahrelang jeden Einzelnen ermahnt. Das Wachen ist kein Kinderspiel. Wir sagen, wir müssen wachsam sein. Wenn Paulus über Wachsamkeit gesprochen hat, hat er jedes Gemeindeglied einzeln in einzelnen Gesprächen weinend ermahnt. Ich frage mich, wann wir das machen? Also ganz ehrlich, ich frage mich selbst, was würde geschehen, wenn wir uns gegenseitig unter Tränen ermahnen würden, wachsam zu bleiben?

[15:54] Der Paulus hat gewusst, welche reale Gefahr da besteht und das war nicht die Endzeit, das war gerade erst mal der Beginn des christlichen Zeitalters. Da war der Antichrist noch in ferner Zukunft. Das spricht ja von Dingen, die sich eigentlich erst Jahrhunderte später erfüllt haben, die natürlich zu der Zeit auch schon anfingen, aber das war ja noch ganz wenig im Vergleich zu dem, was später kam. Ich glaube, wir unterschätzen dieses Wachen, wir unterschätzen das wirklich.

[16:22] Ganz kurz zu den Kleidern, bevor wir Schluss machen. Jesus sagt, wacht und was sollen wir mit den Kleidern tun, in Offenbarung? Das wollen wir auch tun, genau, den Blut des Lammes. Hier steht, wer seine Kleider bewahrt. Vielleicht ganz kurz und ich denke, das haben wir an anderer Stelle schon oft besprochen. Wofür stehen diese Kleider? Die Gerechtigkeit. Fällt euch spontan ein Vers ein, der das sagt?

[16:51] Offenbarung was? 19:08, ja, das Hochzeitskleid, nicht wahr? Genau, nach anderen Übersetzungen auch die gerechten Taten der Heiligen, aber was das selbe ist, nicht wahr? Die Gerechtigkeit führt zu gerechten Taten oder auch, kenne ich andere Stellen im Alten Testament auch? Zacharja, das Festgewand, nicht wahr? Ich habe deine Sünde von dir genommen, Zacharja 3 und ich lasse dich mit Festkleidern bekleiden. Jesaja, ist das 61, nicht wahr, Vers 10? Ich freue mich sehr in dem Herrn, denn er hat mir Kleider des Heils angezogen. Es gibt viele Verse, die das deutlich machen.

[17:30] Jetzt was bedeutet, was meint Jesus, wenn er sagt, dass wir dieses Kleid behalten müssen? Selig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt. Ja, sie haben das Kleid der Gerechtigkeit abgegeben durch die Sünde.

[17:51] Ja, das Entscheidende scheint offenbar nicht zu sein, sozusagen einfach nur zu Jesus zu kommen, weil das ist eine Sache eines kurzen Moments. Die entscheidende Sache ist, bei Jesus zu bleiben. Das ist das, was Offenbarung 14 das standhafte Ausharren nennt und das ist der Grund, warum so viele am Ende nicht gerettet werden. Wir wissen von der Archäonoma, dass mehr an die Sache geglaubt haben am Anfang, aber als die Zeit dahinschritt, sind viele wieder abgefallen.

[18:35] Schaut mal mit mir in Habakuk. Das ist Habakuk 2. Habakuk 2 Vers 15. Und da werden diese beiden Dinge jetzt, das Nüchternsein und das Kleid miteinander verknüpft. Habakuk 2 Vers 15. Weiß jemand von euch, um wen es in Habakuk 2 geht, ab Vers 5, wer da angesprochen ist?

[19:12] Ja, das ist Interpretation ein bisschen, aber es geht um Babylon auf jeden Fall. Es geht um Babylon, die Babylonier, die dann kommen werden. Wer dir, der du deinem Nächsten zu trinken gibst und ihm deinen Gluttrank einschenkst und ihn auch betrunken machst, um seine Blöße zu sehen. Woher erinnert euch das, dieser Gluttrank, das Einschenken?

[19:33] Offenbarung 17, das ist der Offenbarung 14, 8, der Wein Babylons und hier wird uns gesagt, Babylon macht andere betrunken, mit welchem Ziel? Um ihnen das Kleid wegzureißen. Das heißt, die Irrlehre Babylons führt dazu, dass man seine Gerechtigkeit verliert. Deswegen müssen wir wachen. Also das Wachen und das Kleid behalten sind nicht zwei verschiedene Dinge, sondern sie haben miteinander zu tun. Wer wacht, wird sein Kleid behalten und wer nicht wacht, wird sein Kleid verlieren. Man kann sozusagen am Ende nicht geschlafen haben auf Dauer und das Kleid behalten, in dem Kontext, in dem Zusammenhang.

[20:24] Letzter Vers, Matthäus 22 und dort Vers 11, die Geschichte von dem Hochzeitsmahl, das königliche Hochzeitsmahl. Ihr kennt die Geschichte, ihr kennt auch die Auslegung. Ich war der König, Gott der Vater für seinen Sohn Jesus das Hochzeitsmahl veranstaltet, Offenbarung 19. Dann lädt er erst die ersten Knechte ein, die Juden, die lehnen alle ab, dann wird ihre Stadt angezündet, das Jerusalem 70 nach Christus und dann lädt er all die anderen an, das sind die Christen und dann in Vers 11 heißt es: Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand an hatte. Er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier angekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er war verstummt.

[21:23] Ihr kennt wahrscheinlich diesen Brauch, dass damals die Hochzeitskleider, wie teuer verkauft wurden, verschenkt. Jemand, der dort bei der Hochzeit auftauchte ohne Kleid, der war entweder nicht eingeladen oder hat es nicht ernst genommen. Er hat gedacht, naja, wird schon nicht so schlimm sein. Wenn ich eingeladen bin, komme ich hin, egal wie ich komme und das Geschenk ist dann nicht so wichtig. Ich bin eingeladen, oder? Und wenn wir denken, naja, Jesus ruft mich, ich bin da gerufen, ich bin berufen, ich bin eingeladen, dann wird schon nicht so schlimm sein, ob ich das Geschenk seiner Gerechtigkeit wirklich angenommen habe, ob ich es anziehe oder ob ich es einfach auf den Schrank getan habe und gesagt habe, naja, schönes Geschenk.

[22:08] Die große Aufforderung von Jesus in Offenbarung 16, Vers 15 ist, sein Geschenk der Gerechtigkeit auch wirklich anzuziehen und damit auch rauszugehen und beim Hochzeitsmal dann auch so zu erscheinen. Das bedeutet konkret, die Gerechtigkeit Gottes, das heißt seine Liebe, die sich im Halten seiner Gebote äußert, soll einen Menschen bekleiden. Was heißt bekleiden? Das bedeutet, das erste Kleid, das wir in der Bibel sehen, ist Adam und Eva, oder? Wenn ein damals imaginärer dritter Mensch Adam und Eva gesehen hätte, dann hat er das Lamm gesehen. Man konnte nicht Adam betrachten, ohne das Lamm zu sehen.

[22:52] Ein Mensch, der das Kleid der Gerechtigkeit trägt, den kann man nicht anschauen, ohne etwas von Jesus zu sehen, von seiner Gerechtigkeit, von seinem Gehorsam, von seiner Liebe. Und jemand, der meint, Jesus ist ja für mich gestorben, deswegen kann ich tun und lassen, was ich will. Er hat mir zwar die Gerechtigkeit geschenkt, aber die ist irgendwo als magisches, ich weiß nicht was, aber ich kann tun und lassen, was ich will. Der hat das Geschenk nicht verstanden. Das Geschenk muss angezogen werden.

[23:23] Der Charakter Jesu muss am Menschen sein, in dem Fall dann sogar im Menschen sozusagen. Das Bild ist ja nur ein Bild. Und deswegen müssen wir beachten, dass wir nüchtern sind, dass niemand uns das Kleid rauben kann. Die Aufforderung von Jesus ist sehr einfach und da können wir uns nur anschließen. Lasst uns beten, dass wir wachsam sind, dass wir unsere Kleider bewahren, dass wir sie nicht leichtfertig hergeben. Wollen wir das tun? Dann lasst uns noch beten zusammen.

[23:57] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für die Worte der Offenbarung, die Worte der Warnung und die Worte der Seligpreisung, die wir lesen konnten. Wir danken dir, dass du uns deine Gerechtigkeit schenkst. Wir danken dir, dass du uns diese Einladung gemacht hast, dass wir zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen sind. Vergib uns, wo wir zu leicht das Kleid haben und es vom Leib reißen lassen, wo wir zu leichtfertig mit dem Geschenk umgegangen sind. Bitte schenkt uns Weisheit, wie wir mit deinem Geist kooperieren können, wie wir wachsam sein können, wenn der Löwe, der Satan um uns herum brüllt, wie wir uns vor der Endzeitverführung schützen können, indem wir auf dich schauen. Bitte lass uns gegenseitig uns ermahnen, wachsam zu bleiben und sich nicht irrefühlen zu lassen und das Kleid der Gerechtigkeit in unserem Leben zu tragen. Das bitte wir von ganzem Herzen. Amen.


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