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In dieser Predigt über Offenbarung 16, Vers 18, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung des gewaltigen Erdbebens als Teil der siebten Plage. Er erklärt den Begriff „Heimsuchung“ anhand biblischer Beispiele und zeigt, wie diese Ereignisse sowohl Gericht als auch Befreiung bedeuten können. Die Parallelen zu anderen Stellen in der Offenbarung verdeutlichen die Steigerung und den zeitlichen Zusammenhang dieser letzten Ereignisse vor der Wiederkunft Jesu.

In dieser Predigt über Offenbarung 16, Vers 18, taucht Christopher Kramp tief in die Bedeutung von Stimmen, Donner, Blitzen und einem gewaltigen Erdbeben ein. Er erklärt das Konzept der „Heimsuchung“ anhand biblischer Beispiele und zeigt, wie diese dramatischen Ereignisse sowohl Gericht als auch Befreiung bedeuten können. Die Parallelen zu anderen Stellen in der Offenbarung werden beleuchtet, um die finale Zuspitzung der Ereignisse vor der Wiederkunft Jesu zu verdeutlichen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt, schön, dass ihr da seid. Wir sind heute in Offenbarung 16 immer noch. Wir sind in den letzten Versen dieses Kapitels, in der siebten Plage, und heute wollen wir Vers 18 unter die Lupe nehmen. Und bevor wir das tun, möchte ich euch einladen, wo es möglich ist, mit mir zum Gebet niederzuknien.

[1:06] Lieber Vater, herzlichen Dank für diesen Tag und für die Gnade, die du uns jeden Tag schenkst, für deine Führung und Leitung und dass du uns unserer Schwachheit aufhilfst, dass du uns stärkst und dass du immer dasselbe bist, dass wir uns auf dich verlassen können. Wenn wir jetzt dein Wort studieren, die Offenbarung, und uns genauer die Lupe nehmen, möchten wir dich bitten, dass du uns erneut zeigst, was du in dieser Welt vorhast, dass du uns zeigst, wie du uns verändern kannst und dass wir sehen, was auf uns zukommt und wie wir uns darauf vorbereiten können. Bitte sprich du zu uns und sende deinen Heiligen Geist, damit wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast. Amen.

[2:01] Offenbarung Kapitel 16 und dort Vers 18. Letzte Woche haben wir begonnen mit dem Studium der siebten Plage. Wir haben festgestellt, nachdem unter der sechsten Plage die Unterstützung des Euphrat, die Unterstützung der Völker für das System Babylon schwindet, dass jetzt sozusagen die letzten Ereignisse eintreffen. Und in der siebten Plage wird die Plage in die Luft ausgegossen und es entsteht diese Stimme: Es ist geschehen.

[2:45] Und jetzt schauen wir in Vers 18, da heißt es: Und es geschahen Stimmen und Donner und Blitze und ein großes Erdbeben geschah, wie es dergleichen noch nie gegeben hat, seit es Menschen gab auf Erden. Ein solch gewaltiges und großes Erdbeben. Ihr wisst ja, in Kalifornien warten sie immer noch auf "the big one", das große Erdbeben. Aber das hier ist das wahre "big one". Ein gigantisches Erdbeben, das alles in den Schatten stellen wird, was seit dem Menschengedenken aufgezeichnet worden ist. Und das ist eines dieser letzten Ereignisse direkt vor der Wiederkunft. Dieses Erdbeben wird dafür sorgen, wie wir dann später sehen werden auch und auch in der Offenbarung schon an der Stelle gesehen haben, dass wirklich die Welt, wie wir sie kennen, auch geografisch, topografisch aus den Fugen gerät. Aber dazu gleich mehr.

[3:56] Erst mal eine Frage, erst mal ein Bibeltext, der aus dem Alten Testament kommt, so ein bisschen auch den Hintergrund liefern könnte. Jesaja 29, Jesaja 29 und dort Vers 6. Da haben wir so eine vergleichbare Sprache, eine gewissermaßen ähnliche Sprache und vielleicht den einen oder anderen Gedanken noch dazu.

[4:34] Jesaja 29 und dort Vers 6. Das heißt es: Vom Herrn der Herrscharen wirst du heimgesucht werden mit Donner und Erdbeben und mit großem Krachen, Sturmwind und Ungewitter und mit verzehrenden Feuerflammen. Ein ganz ähnliches Szenario hier. Was hier allerdings noch hinzugefügt wird, was in Offenbarung jetzt nicht so direkt stand, ist, dass dieses Erdbeben und der Donner und der Sturmwind und die Feuerflammen, das Ungewitter, man könnte auch dann Blitze quasi mit dazu zählen, dass das Ganze eine Heimsuchung ist.

[5:14] Was ist eigentlich eine Heimsuchung? Das heißt, du wirst heimgesucht werden von dem Herrn, vom Herrn der Herrscharen wirst du heimgesucht. Das Wort klingt ja ziemlich martialisch. Ich glaube, vor einigen Jahren haben wir das mal ein bisschen untersucht. Vielleicht kann sich jemand noch daran erinnern, der damals da war. Was heißt Heimsuchung? Was stellt euch unter dem Wort Heimsuchung vor? Denn wenn das hier etwas Ähnliches beschreibt, dann ist auch die siebte Plage so eine Heimsuchung.

[5:50] Die Heimsuchung. Das ist eine Heimsuchung. Der Begriff kommt ja relativ häufig in der Bibel vor. Heimsuchung liest man. Glaubt zu verstehen, aber man muss es ja zumindest irgendwie mal in Worte fassen können. Was ist eine Heimsuchung? Ein Gericht. Gründlich. Heimsuchungen können gründlich sein. Ja, es kommt etwas zu mir, was ich nicht beeinflussen kann. Das ist gut beobachtet. Das hat auf jeden Fall was damit zu tun, in gewisser Weise. Denn hier in dieser Stelle ist die Heimsuchung natürlich ein Gericht. Dieses Gericht geht ja deswegen, weil auch bestimmte Werke entsprechend gegen Gott gewesen sind. Ja, genau. Ja, so ähnlich.

[7:18] Bleiben wir mal bei dem Wort selbst. Heimsuchung besteht aus zwei Worten, nämlich Heim. Ja, und Suchung ist kein Wort, aber jemand zu Hause aufsuchen. Also dem Wortsinn nach, wenn ich dich zu Hause besuche, wenn ich an der Tür stehe und anklopfe, dann ist das eine Heimsuchung. Der Begriff ist in unserem Denken mal negativ besetzt, aber in der Bibel gar nicht. Ich gebe euch zwei, drei Beispiele. Schaut mal in 1. Mose. 1. Mose 50, das ist so ein klassisches Beispiel. 1. Mose 50 und dort Vers 25. 1. Mose 50, Vers 25. Wer spricht dort in 1. Mose 50? Josef, nicht wahr? Das ist kurz, bevor er stirbt.

[8:09] 1. Mose 50, Vers 25. Und Josef nahm einen Eid von den Söhnen Israels, das sind seine Brüder, und sprach: Gewisslich wird Gott euch was? Heimsuchen. Und ihr sollt dann meine Gebeine von hier hinaufbringen. Welches Ereignis meint er damit? Der Auszug aus Ägypten. War der jetzt positiv oder negativ für die Israeliten? Das war zwar ein Gericht, das war ein Gericht an den Ägyptern, aber trotzdem war es für die Israeliten eine Heimsuchung, denn sie wohnten in Ägypten und Gott kam sie in Ägypten besuchen. Er kam sie besuchen, er suchte sie zu Hause auf und sagte: Hey, wollt ihr nicht da wohnen, wo ich euch hinführe? Kommt mir nach. Also positiv, Heimsuchung.

[8:54] Zweites Beispiel für eine positive Heimsuchung ist Lukas, Lukas 19. Lukas 19. Lukas 19 und dort Vers 41. Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte über sie und sprach: Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, was du deinem Frieden dient. Und dann heißt es in Vers 44, nachdem er beschrieben hat, dass die Feinde kommen werden und sie werden dich dem Erdboden gleich machen, auch deine Kinder in dir und dir keinen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast. Die Heimsuchung sind nicht die Römer, die die Stadt umzingeln, sondern Jesus, der in Jerusalem ist. Warum? Weil Gott kam das Volk Israel zu Hause besuchen. Er suchte sie in ihrem Heim in Jerusalem auf. Gott kommt nach Hause und das kann positiv sein.

[10:10] Also das kann quasi einen positiven Ausgang haben oder einen negativen. Woran liegt das? Das liegt daran, wie ich darauf reagiere, dass Gott mir nahe kommt. Das kann entweder mein Heil sein oder es kann meine Verdammung sein. Und genau das ist ja das, was jetzt in der siebten Plage entscheidend ist. Diese Blitze, Donner, Erdbeben, all das, wenn wir Jesaja 29 im Hinterkopf haben, da sagt es, das ist eine Heimsuchung. Gott sucht Heim dadurch. Gibt es in der siebten Plage oder im Kontext der siebten Plage auch eine Heimsuchung? Wenn ihr gut aufgepasst habt. Gibt es im Kontext der siebten Plage oder dann der Ereignisse im Umfeld der siebten Plage eine Heimsuchung?

[11:05] Ja, genau, Jesus kommt wieder. Das ist per Definition eine Heimsuchung. Jesus kommt uns zu Hause aufsuchen und das ist negativ für die, die ihn ablehnen. Die werden sagen: Wer fällt auf uns? Das ist positiv für die, die ihn kennen. Das ist eine Heimsuchung. Also das als erste Idee. Die siebte Plage macht also damit auch wiederum deutlich: Für die einen ist es Gericht, für die anderen ist es Befreiung. So wie in Ägypten bei den zehn Plagen, für die einen Gericht, für die anderen Befreiung. Das heißt, die Plagen sind nicht so negativ besetzt, wie wir das auf dem Kopf haben.

[11:50] Jetzt eine zweite Idee und die ist noch interessant. Schaut mal zurück zur Offenbarung, Offenbarung 16. Da ist ja eine bestimmte Aufzählung gemacht hier, nämlich Stimmen, Donner, Blitze und dann dieses Erdbeben. Wenn ihr gut auskennt in der Offenbarung, dann wisst ihr, oder wenn ihr die letzten zehn Jahre hier dabei gewesen seid, dass diese Aufzählung schon an anderen Stellen in der Offenbarung vorgekommen ist. Mal sehen, ob wir die zusammen kriegen. Wo finden wir ähnliche Aufzählung von Stimmen, Blitzen, Donnern? Wenn ihr eine gute Bibel habt mit Parallelstellen, dann sagt sie euch das auch gleich. Also Kapitel 8 Vers 5, wir schauen gleich alle Verse an, aber wir sammeln sie erst. Noch zwei andere noch, 8 Vers 5 und zwei andere noch. Also 8 Vers 5 haben wir im Frühjahr 2011 gemacht, das weiß ich noch, das war vor knapp sechs Jahren. 4 Vers 5, da weiß ich nicht mehr, wann wir das gemacht haben, aber das müsste 2009 gewesen sein. Und Offenbarung 10 Vers 3, da gibt es die Donner auf jeden Fall, als die sieben Donner, das stimmt. Und dann haben wir noch 11 Vers 19, da haben wir die auch alle so zusammen. 11 Vers 19, genau.

[13:37] Jetzt schauen wir mal die drei Stellen an und nach Offenbarung 16 und beobachte mal was, okay? Jetzt schauen wir mal in Offenbarung Kapitel 4 Vers 5 zuerst. Was haben wir da? Wir haben dort, lasst uns mal aufzählen, zählen wir das mal kurz auf, was haben wir dort? Wir haben dort Blitze und Blitze, Stimmen, Donner. Die Feuerfackeln sind dann nicht mal ein Symbol für den Heiligen Geist. Genau, okay, Blitze, Stimmen, Donner.

[14:09] Jetzt Kapitel 8 Vers 5. Blitze, Stimmen, Donner. Was haben wir da? Stimmen, Donner, Blitze, Erdbeben, okay. Und jetzt Offenbarung 11 Vers 19. Bisschen Detektivarbeit. Ja, Blitze, Stimmen, Erdbeben und ein großer Hagel. Und jetzt haben wir Offenbarung 16 Vers 18. Und was haben wir da? Stimmen und Donner, Blitze, großes Erdbeben, richtig. Und in Vers 21 kommt dann noch der große Hagel dazu.

[15:49] Jetzt, wenn wir die Liste mal anschauen: Blitze, Stimmen, Donner, Blitze, Stimmen, Donner, Erdbeben, Blitze, Stimmen, Donner, Erdbeben, großer Hagel, Blitze, Stimmen, Donner, großes Erdbeben, großer Hagel. Was fällt euch als Hobby-Theologen auf? Gibt es irgendwas, was euch auffällt? Ist eine Steigerung, oder? Erstens drei, dann kommt das Erdbeben dazu, dann kommt sogar noch der Hagel dazu und dann ist das Erdbeben auch noch groß. Also ganz offensichtlich ist es irgendwie so eine Art Steigerung.

[16:23] Jetzt bin ich mal gespannt, wer von euch sehr gut aufgepasst hat. Welche von den vier Versen fällt ein bisschen raus? Also drei sind sehr eng miteinander verknüpft und einer ist ein bisschen anders. Also drei haben eine klare Gemeinsamkeit, unabhängig von diesen Begriffen und einer ist ein bisschen anders. Der fällt ein bisschen raus. Von den Begriffen, ja, aber unabhängig von diesen Begriffen.

[17:04] Gibt es etwas, was drei Versen miteinander verbindet, während es beim vierten nicht so ist? Nicht mit den Begriffen, nicht mit den Begriffen. Unabhängig von den Begriffen gibt es, also das ist ja offensichtlich, dass die alle parallel sind, aber andere Worte in den Versen sind bei drei Versen sehr ähnlich. Also der Ton spielt auf jeden Fall eine wichtige Rolle, ja, das stimmt. Ja, da wird was weggeschüttet, das stimmt, aber das wird in Kapitel 16 auch, da wird auch was ausgeschüttet im Vers davor. Also alle Verse haben irgendwas mit dem Heiligtum zu tun und mit dem Thron Gottes. Das ist bei allen so, ja. Das ist hier am Thron Gottes, hier, da kommt der Engel gerade vom Altar, ja, in Offenbarung 8, wirft da was runter. Hier ist der Thron sichtbar, also die Bundeslade und hier war vorher auch eine Stimme vom Thron. Also das ist ganz deutlich, dass in allen Fällen das irgendwas mit dem Thron Gottes zu tun hat.

[18:25] Okay, ich lese mal die Verse nochmal, okay, und ich helfe euch ein bisschen. Offenbarung 4, Vers 5: Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus, und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche sieben Geister Gottes sind. Und jetzt Offenbarung 8, Vers 5: Und der Engel nahm das Räucherfass und füllte es mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde, und es geschahen Stimmen und Donner und Blitze und ein Erdbeben. Offenbarung 11, Vers 19: Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet und die Lade seines Bundes wurde sichtbar in seinem Tempel, und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel. Und dann 16, 18: Und es geschahen Stimmen und Donner und Blitze und ein großes Erdbeben.

[19:15] Diese drei haben alle dieselbe Formulierung. Irgendwas anderes passiert und dann geschehen diese Dinge und es geschahen. Während hier deutlich wird, das kommt vom Thron Gottes, ja, die Blitze, Blitzestimme, Donner kommen aus dem Thron hervor. Ist es bei allen anderen drei Versen irgendetwas anderes passiert? Hier wird das Räucherfass weggeworfen, hier wird der Tempel Gottes geöffnet, hier wird die siebte Plage ausgegossen und es geschahen. Das lässt diese drei miteinander stark verknüpft, während das vielleicht eine andere Funktion hat, aber diese drei sind miteinander sehr eng verknüpft.

[20:00] Jetzt machen wir was ganz schnelles und ganz interessantes, nämlich ihr sagt mir ganz kurz, wann spielt Offenbarung 8 Vers 5? Was ist das für ein Zeitpunkt? Der Engel im himmlischen Heiligtum, der dort am Altar in Vers 3 und 4 räuchert, ist wer? Der Engel, der dort am Altar räuchert und den Rauch, die Gebete aufsteigen lässt, das ist Jesus. Und wenn er das Räucherfass von dem Altar auf die Erde wirft, dann ist das was für ein Zeitpunkt? Ende der Gnadenzeit. Und dann heißt es, es geschahen und das also. Das ist alles eine Einleitungsszene, bevor dann die Posaunen beginnen, die natürlich dann zeitlich wieder zurückspringen.

[21:06] Kapitel 11 Vers 19. Was meint ihr? Kurz vor der Wiederkunft, ja. Also natürlich ist der Tempel, der geöffnet wird, seit 1844 geöffnet. Aber viele Ereignisse in der siebten Posaune sind deutlich nach 1844. Die Tatsache, dass Jesus zum König gekrönt wird, passiert erst, wenn das Ende der Gnadenzeit erreicht ist. Jesus wird erst zum König gekrönt, wenn er mit dem hohepriesterlichen Dienst aufhört. Also die siebte Posaune fasst alles zwischen 1844 und dann bis zum Ende der Gnadenzeit zusammen.

[22:09] Und ist es nicht interessant, dass wir hier dieselbe Form, fast dieselbe Formulierung haben, nämlich Blitze, Stimmen, Donner, Erdbeben, große Hagel, wie wir dann es in der siebten Plage haben, was eindeutig nach dem Ende der Gnadenzeit direkt vor der Wiederkunft ist. Das heißt, wenn die Gnadenzeit endet, Stimmen, Donner, Blitze, Erdbeben, dann zieht Jesus ja seine priesterlichen Gewänder aus, um was anzuziehen? Seine königlichen Gewänder. Das ist in Offenbarung 11 beschrieben, wo es heißt, dass das Königreich Gott übergeben wird. Und wenn er dann wiederkommt, dann kommt er als König der Könige, Herr der Herren. Und so sehen wir genauso in der siebten Posaune, als auch jetzt in der siebten Plage dieses selbe Ereignis der Stimmen, Donner, Blitze, Erdbeben.

[23:06] Mit anderen Worten, was ich damit sagen will, ist, von all den Versen ist Offenbarung 16, Vers 18 vermutlich der einfachste zu verstehen. Weil hier sieht man in Offenbarung 16, kann man sehr deutlich sehen, dass das Erdbeben ein buchstäbliches Erdbeben ist, oder? Ein buchstäbliches Erdbeben. Da ist die Stimme Gottes, die das Volk Gottes befreit. Ihr kennt vielleicht die Aussagen von Ellen White, dass dann kurz bevor Jesus wiederkommt, wenn die ganze Welt sich gegen uns versammeln wird, dass Gott vom Himmel her rufen wird. Die Stimme Gottes wird sein Volk befreien, die Stimme Gottes, die den Tag und die Stunde seiner Wiederkunft angibt. Das ist das, die Stimmen, Donner, Blitze, Erdbeben, die großen Ereignisse, die vom Himmel passieren, buchstäbliche Ereignisse, die sozusagen deutlich machen: Jetzt kommt Jesus wieder und zwar in allerkürzester Zeit und das ganze Zusammenwirken von Babylon wird dadurch zerbrechen.

[24:06] Dann wäre es nur sinnvoll, im Rückschluss zu sagen, dass auch Offenbarung 11, Vers 19 genau von diesem Ereignis spricht. Dass also in Offenbarung 11, Vers 19 diese Blitze, Stimme, Donner, Erdbeben nicht irgendwas Symbolisches ist, sondern ziemlich konkret davon spricht von der siebten Plage sozusagen. Dass also Offenbarung 11, Vers 19 im zweiten Teil quasi dasselbe Ereignis ist wie die siebte Plage. Genauso wie hier in Offenbarung 8 gesagt wird, dass das Ende der Gnadenzeit kommt und als Folge dessen dann die Plagen, die wie hier in Verbindung mit der siebten Plage sichtbar wird. Also was stellen wir damit fest? Damit sind drei verschiedene Linien der Offenbarung miteinander verknüpft an einem Zeitpunkt. Durch diese Formulierung, Stimme, Blitze, Donner, Erdbeben. Das sind diese letzten Ereignisse der Plagenzeit.

[25:06] Ganz kurz noch zu dem Erdbeben selbst. Wo in der Bibel gibt es denn große Erdbeben, die berichtet werden? Welche Erdbeben der Bibel kennt ihr? Es war eine Erdöffnung, eine Erdspaltung. Vielleicht hat die Erde auch ein bisschen gebebt, aber vielleicht hat Gott auch einen ganz ganz feinen chirurgischen Griff. War da ein Erdbeben? Stimmt, die Zelte haben gezittert. Ja, ja, ja, natürlich doch. 100 Punkte für dich. Erdbeben, Erdbeben bei der Korach, das passt sehr gut dazu. Dankeschön. Ja, wir haben als der Heilige Geist in der Apostelgeschichte ausgegossen wird, da heißt es, da erbebte die Erde. Dann haben wir die Kreuzigung Jesu, gab es ein Erdbeben? Und bei der Auferstehung gab es auch ein Erdbeben, da war das Epizentrum direkt vor dem Grab ausgelöst durch einen Fußtritt eines Engels.

[26:12] Welche Erdbeben fallen euch noch ein? Paulus, ein Erdbeben. Das ist ein schönes Beispiel. Ein Erdbeben wird benutzt, um Korach zu vernichten. Ein Erdbeben wird benutzt, um den Paulus, der im Gefängnis ist, zu befreien. Und genau das wird übrigens auch geschehen. Erdbeben, das Erdbeben, was die einen zerstört, führt dazu, dass die, die vorher in Gefängnissen sitzen, denn es werden auch Gläubige in Gefängnissen sitzen, unter anderem auch die, die vielleicht bis zuletzt sich in der Stadt aufgehalten haben. Aber die werden dann befreit werden, so wie Paulus. Und Erdbeben noch, was fallen noch für Erdbeben ein?

[26:45] Am Sinai, als Gott die zehn Gebote gab. Ihr wisst übrigens, dass auch dann am Ende, diesen letzten Ereignissen, auch die zehn Gebote sichtbar am Himmel stehen werden. Übrigens, das ist etwas, was Ellen White auch mit Offenbarung 11, Vers 19 begründet. Die Lade seines Bundes wurde gesehen, die zehn Gebote sind sichtbar. Also das hat durchaus einen ganz endzeitlichen Kontext. Noch mehr Erdbeben? Elia am Berg, am Sinai, der hat auch die Erde gebebt.

[27:15] Dann gibt es noch ein paar historische Erdbeben, zum Beispiel das berühmte Erdbeben in der Zeit von König Usija. Das wird erwähnt bei Amos, da heißt es, dass er Prophet wurde, zwei Jahre vor dem Erdbeben. Und Zacharias erwähnt es auch, aber wird sonst nicht viel darüber gesagt. Und dann ist noch das, ihr wisst vielleicht, was das griechische Wort für Erdbeben ist? Seismos oder Seismos, wahrscheinlich im altgriechischen. Da kommt die Seismologie her. Das selbe Wort wird auch verwendet für den Sturm in Matthäus 8, auch Seismos. Also ihr wisst, als Jesus da auf dem Wasser geht, nicht am Wasser geht, das ist Matthäus 8, wo er schläft. Ein Sturm, was jetzt so quasi einen Erdbeben verursacht hat. Aber das ist interessant, weil dort in diesem Erdbeben, in dem Wasserbeben sozusagen, Jesus ganz ruhig schlafen konnte. Ihnen hat dieses Gewaltgeseismos überhaupt gar nicht interessiert.

[28:29] Was uns auch wieder ein Beispiel dafür gibt, dass wir keine Panik kriegen brauchen, wenn vor uns und hinter uns die Schwäbische Alb zusammenbricht, auseinander driftet, Inseln verschwinden werden, Berge. Die Topografie der Welt wird völlig aus den Fugen geraten. Sowas hat es seit der Sintflut nicht gegeben. Und eins ist sicher, wenn das passiert, kann man nur durch übernatürliche Kraft gerettet werden, oder? Da hilft dann gar nichts mehr, hilft auch kein Bunker, da hilft auch nichts, was man irgendwie angeschafft hat. Da hilft auch keine Konservennahrung mehr. Entweder man wird durch Gott erhalten oder gar nicht.

[29:13] Und in dem Sinne zeigt uns also die Offenbarung von vornherein: Es lohnt sich gar nicht, auf sich selbst zu vertrauen, es lohnt sich gar nicht, auf Menschen zu vertrauen. Es kommen Dinge, von denen kann uns kein Mensch schützen. Von diesem Erdbeben kann uns kein Mensch schützen. Aber Gott kann. In dem Wispel Psalm 91 hat die Vorhersage, dass wenn wir ihm vertrauen, wenn wir unter seinen Flügeln sind, von ihm geborgen sind, dann werden sie zu tausend und zu zehntausend fallen, aber keine Plage wird sich uns nahen.

[29:41] Und in diesem Sinne können wir Gott dankbar sein, dass er uns heimsuchen wird. Er wird kommen, er kommt nach Hause, klopft an die Tür und sagt: Komm doch mit mir in den Himmel. Wer von euch möchte sagen: Ich möchte mich auf diese Heimsuchung vorbereiten, ich möchte dabei sein und das positiv nutzen? Lass uns gemeinsam noch beten.

[30:02] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir eine Offenbarung sehen können, was kommt. Du hast vorhergesagt durch deinen Propheten, durch die Schreiber der Bibel, dass gewaltige Dinge in dieser Welt noch passieren werden. Dinge, die wir uns kaum vorstellen können, aber wir vertrauen auf dein Wort und wir haben an so vielen Beispielen schon sehen können, dass es immer zuverlässig eintrifft und wir sehen, dass Dinge kommen werden, vor denen uns kein Mensch bewahren kann und wo unsere einzige Hoffnung und der einzige sichere Schutz du sein wirst, der du selbst dann immer noch alles unter Kontrolle haben wirst. Wir möchten dir deswegen unser Leben in die Hände legen und ich bitte, dass du uns vorbereitest auf diese gewaltige Heimsuchung, dass es ein Tag ist, an dem wir sagen können: Seg, das ist unser Gott, den wir gehofft haben, dass er uns erlöst hat. Bitte wirke durch deinen Heiligen Geist jeden Tag in unserem Leben und danke, dass deine Kraft so groß ist, um uns auf diesen Tag vorzubereiten. Amen.

[31:21] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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