[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar heute hier aus dem Studio. Wegen einer fehlerhaften Aufnahme wollen wir heute gemeinsam Offenbarung 16 Vers 19 betrachten. Wir sind immer noch in der siebten Plage. Und bevor wir beginnen, wollen wir mit einem gemeinsamen Gebet starten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für die Gelegenheit, dein Wort zu studieren, die Offenbarung uns genauer anzuschauen. Bitte schenke uns den Heiligen Geist. Gib, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Bitte hilf uns, dein Wort so anzunehmen, wie du es gemeint hast. Sprich du uns jetzt mit deinem Heiligen Geist an und gib, dass wir dein Wort ganz fest in unser Inneres aufnehmen. Im Namen Jesu, Amen.
[1:35] Offenbarung 16 und dort Vers 19. Wir haben das letzte Mal das große Erdbeben betrachtet und gesprochen, dass es ein buchstäbliches Erdbeben sein wird, wenn die Stimme Gottes erschallt in der siebten Plage, um sein Volk zu befreien. Im Kontext der fünften und sechsten Plage haben wir schon gesehen, wie dort die Koalition der bösen Mächte aufgedröselt wird und an Unterstützung verliert, das Vertrocknen des Euphrats. In der siebten Plage, wenn Gott eingreift durch seine Stimme, das gewaltige Erdbeben, dann wird Gottes Volk befreit. Und jetzt in Vers 19 wird uns in durchaus symbolischer Sprache die weiteren Folgen dieses Eingreifens Gottes beschrieben.
[2:43] Vers 19: „Und die große Stadt wurde in drei Teile zerrissen, und die Städte der Heidenvölker fielen, und Babylon die Große wurde vor Gott gedacht, damit er ihr den Becher des Glutweines seines Zornes gebe.“ Also wir haben hier die große Stadt Babylon. Dass Babylon die große Stadt ist, geht aus verschiedenen Bibelfersen deutlich hervor. Schauen wir uns mal zum Beispiel an Offenbarung 14 und dort Vers 8. Dort heißt es: „Und ein anderer Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.“ Auch Offenbarung 17 hat dieselbe Idee. Offenbarung 17 und dort Vers 18: „Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die Herrschaft ausübt über die Könige der Erde.“ Und dann haben wir auch Offenbarung 18 und dort Vers 10: „Und sie werden von ferne stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sagen: Wehe, wehe, du große Stadt Babylon, du gewaltige Stadt, denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen.“ Und man kann weitere Verse lesen, Vers 21 zum Beispiel: „Und ein starker Engel hob einen Stein auf wie ein großer Mühlstein und warf ihn ins Meer und sprach: Babylon, die große Stadt, wird mit Wucht hingeschleudert und nicht mehr gefunden werden.“
[4:20] Also die große Stadt, das ist Babylon. Interessanterweise ist diese Idee von der großen Stadt eine, die aus dem Alten Testament kommt. Schauen wir mal gemeinsam in 1. Mose Kapitel 10. 1. Mose und dort Kapitel 10. Und dort lesen wir ab Vers 8 von Nimrod. Es heißt hier: „Auch zeugte Kusch den Nimrod. Der war der erste Gewalthaber auf Erden. Er war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn. Daher sagt man: Ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn wie Nimrod. Und der Anfang seines Königreiches war Babel sowie Erek, Akkad und Kalne im Land Sinear. Von diesem Land zog er aus nach Assur und baute Nineveh, Rechobothir und Kelach. Dazu lesen wir zwischen Nineveh und Kelach, das ist die große Stadt.“
[5:18] Also hier haben wir das gesamte Imperium von Nimrod beschrieben als die große Stadt. Es gab mehrere Städte, wir haben hier zum Beispiel Babel, Erek, Akkad, Kalne, Nineveh, Rechobothir und so weiter. Und Babylon war natürlich die Ausgangsstadt, basierend auf dieser Stadt, die um den Turm gebaut wurde, diesen halbfertigen Turm gebaut worden ist. Aber als dann das Königreich expandierte, das Reich Babel war das erste, das zu einem Flächenstaat anwuchs, da wurde auch das gesamte Imperium große Stadt genannt: Babel, Babylon.
[6:03] Das ist deswegen interessant, weil auch in der Offenbarung Babylon sowohl konkret für die Hure auf dem Tier steht, das heißt für die römische Kirche, die Mutter aller Huren, aber Babylon auch für das gesamte Imperium steht, mit den verschiedenen religiös-politischen Mächten, die alle zusammenkommen. So wie bei Nimrod es ein großes Territorium gab, die große Stadt, in der dann aber das gesamte Babylon war, aber trotzdem eine Stadt als Kern, als Mutter sozusagen, ebenfalls Babylon war, die große Stadt, so wird es auch am Ende ein großes Konglomerat verschiedener religiöser, politischer Weltmächte geben, die zusammenkommen. Im Gesamten werden sie Babylon genannt, aber auch ein Element von ihnen, nämlich die römisch-katholische Staatskirche, der Kirchenstaat, ist in einem besonderen, spezifischen Maße Babylon.
[7:13] Nun, wir lesen hier, dass Babylon in Offenbarung 16, Vers 19, wir lesen hier, dass Babylon in drei Teile zerrissen wird. Und daran erinnern wir uns, dass wir in den Versen vorher gesehen haben, dass es eine Dreiheit war, die dort die ganze Welt zusammengebracht hat zum Krieg gegen Gott. Vers 13 lasen wir: „Und ich sah aus dem Maul des Drachen, aus dem Maul des Tieres und aus dem Maul des falschen Propheten drei unreine Geister herauskommen, gleich Fröschen.“ Drei Einheiten: Tier, falscher Prophet und Drache, das heißt der Vatikan mit dem römischen Katholizismus, die USA mit dem abgefallenen Protestantismus und dann auch der Spiritismus, der sicherlich auch einen politischen Arm hat. Sie drei kommen zusammen als Babylon.
[8:09] Und während in der sechsten Plage die Völker, der Euphrat, der durch Babylon durchfließt und Babylon unterstützt, diese Völker Babylon nicht weiter unterstützen, genau in diesem Maße, während das in der sechsten Plage passiert, ist in der siebten Plage jetzt zu verzeichnen, dass Babylon selbst die Stadt auseinanderbricht. Das heißt, diese drei Einheiten auch gegeneinander wieder kämpfen werden. Also während vorher in der sechsten Plage zuerst die Völker diesem Konglomerat ihre Unterstützung versagen, bricht in der siebten Plage jetzt dieses Konglomerat in sich selbst zusammen. Babylon wurde in drei Teile zerrissen, und er wurde vor Gott gedacht, damit er den Becher des Glutweines seines Zornes gebe.
[8:59] Schauen wir mal gemeinsam in Jesaja 49. Jesaja 49 und dort Vers 26. Dort heißt es: „Ich will deine Bedrücker mit ihrem eigenen Fleisch speisen, und sie sollen getrunken werden von ihrem eigenen Blut wie von Most. Alles Fleisch soll erkennen, dass ich, der Herr, dein Erretter bin, dein Erlöser, der Starke Jakobs.“ „Ich werde deine Bedrücker mit ihrem eigenen Fleisch speisen.“ Die Bibel zeigt hier etwas, was sie an vielen Stellen zeigt, nämlich dass in der letzten Auseinandersetzung die Feinde Gottes sich gegenseitig bekämpfen werden. Die scheinbare Einheit zerreißt wieder unter der Stimme Gottes.
[9:51] Ein ähnlicher Vers, ein ähnlicher Gedanke in Jeremia 25 und dort Vers 15 und 16. Jeremia 25, Vers 15 und 16: „Denn so sprach der Herr, der Gott Israels, zu mir: Nimm diesen Kelch voll Zornwein aus meiner Hand und gib ihn allen Völkern zu trinken, zu denen ich dich sende, damit sie trinken und taumeln und dass sie sich wie Toll gebärden vor dem Schwert, das ich unter sie sende.“ Also wenn Babylon, der großen Stadt, vor Gott gedacht wird, dass er ihr den Zorneskelch gibt mit dem Zorneswein, dann bedeutet das nach Jeremia 25, Vers 15 und 16, dass Gott das Schwert sendet. Das heißt, Krieg und Auseinandersetzung wird diese vorherige Einheit aus den verschiedenen Religionen und den politischen Mächten wieder zerbrechen.
[10:47] Die siebte Plage ist nicht nur ein buchstäbliches Erdbeben, es ist auch ein geopolitisches, religiöses Erdbeben. All das, was vorher mit viel Mühe zusammengeschustert worden ist, zusammengekleistert worden ist, wird wieder auseinanderbrechen. Daniel 2 sagt: „Sie werden nicht aneinander haften.“ Wir finden in der Bibel immer wieder ähnliche Szenen, wo das Volk oder wo die Unterdrücker des Volkes Gottes am Ende sich selbst vernichten. Schauen wir ganz kurz ein paar Beispiele an in Josua 10, Verzeihung, das muss Richter heißen, Richter 7, Vers 19 bis 23.
[12:20] Hier sehen wir einen Typus auf das, was am Ende der Zeit passieren wird. Ein lauter Ruf, und eine kleine Minderheit des Volkes Gottes wird am Ende siegreich sein, weil sich die Feinde Gottes gegenseitig vernichten werden. Schauen wir noch gemeinsam in 1. Samuel 14 und dort Vers 19 und 20.
[13:16] Während Saul noch mit den Priestern redete, wurde das Getümmel im Heerlager der Philister immerfort größer. Da sagte Saul zum Priester: „Lass es bleiben.“ Und Saul und das ganze Volk, das bei ihm war, wurden aufgeboten. Als sie zum Kampf zukamen, siehe, da war das Schwert eines jeden Philisters gegen den anderen. Es herrschte die größte Verwirrung.
[13:39] Noch ein Beispiel: 2. Chronik 20 und dort Vers 22 bis 24. Und als sie anfingen mit Jauchzen, das ist zur Zeit von Joschafat, als wir da die dankenden Sänger vor die Armee gestellt haben, Vers 22: „Und als sie anfingen mit Jauchzen und Loben, ließ der Herr einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter, Moabiter und die vom Bergland Seïr, die gegen Juda gekommen waren, und sie wurden geschlagen. Und die Ammoniter und Moabiter stellten sich denen vom Bergland Seïr entgegen, um sie zu vernichten und zu vertilgen. Und als sie die vom Bergland Seïr aufgerieben hatten, halfen sie selbst einander zur Vertilgung.“ Als aber Juda zur Bergwarte gegen die Wüste hinkam und sich gegen den Haufen wenden wollte, siehe, da lagen die Leichen auf dem Boden. Niemand war entkommen.
[14:37] Wir sehen also immer und immer wieder, dass Gott einen Punkt machen möchte durch diese Geschichten. Das Böse hält nicht zusammen. Es hält für einen kurzen Zeitpunkt aufgrund eines gemeinsamen Feindes, aber auf Dauer gibt es keine Harmonie. Ich glaube, das ist ein sehr entscheidender Punkt, weil der Luzifer im Himmel behauptet hatte, dass es eine bessere Organisation geben könnte im Universum, ein besseres Gesetz. Da begann mit der Feindschaft gegen Gott. Und Gott demonstriert in all diesen Fällen. Er lässt den Satan, seine ganzen verschiedenen Verbündeten zusammenkommen und wiederholt zeigt sich, dass diese Einheit nie wirklich von Dauer ist. Dauerhafte Einheit, dauerhafte Stabilität gibt es nur bei Gott.
[15:39] Babylon, die Große, die hier nicht umsonst als Symbol verwendet wird, so wie am Anfang das erste große Königreich Nimrods die Rebellion gegen Gott gestartet hat, so soll diese letzte Vereinigung der verschiedenen religiösen und politischen Kräfte die Rebellion gegen Gott vollenden. Diese große Stadt wird in Einzelteile zerfallen. Die siebte Plage, wenn sie ausgegossen wird, befreit Gottes Volk durch die Stimme Gottes. Das Erdbeben richtet große Verwüstungen an. Aber vielleicht in einem besonders entscheidenden Maße wird die Verschwörung der Feinde Gottes auseinandergerissen.
[16:26] Und dann heißt es: „Und die Städte der Heidenvölker fielen.“ Uns wird gesagt, dass viele Städte buchstäblich vernichtet werden. Viele Großstädte werden ausgelöscht werden, so wie bei Sodom und Gomorra. Und ich glaube, das sollten wir im Hinterkopf behalten. Die Städte müssen gewarnt werden. Gerade die großen Städte unserer Zeit müssen gewarnt werden. Wir müssen die dreifache Engelsbotschaft in die Städte hineintragen. Das ist unsere große Verpflichtung, die wir haben. Und in der nächsten Folge werden wir dann sehen, was in den beiden letzten Versen dann noch passiert. Es gibt einige Naturkatastrophen, die diese siebte Plage noch begleiten, die dann das Ausmaß vollends katastrophisch werden lassen.
[17:20] Für heute halten wir fest: Nicht nur wird der antigöttlichen Koalition die Unterstützung entzogen in der sechsten Plage, sondern sie wird in sich selbst zusammenfallen. Sie werden nicht aneinander haften. Das Papsttum und die USA und der Spiritismus und all diese verschiedenen Mächte werden versuchen, zusammenzukommen. Sie werden für eine kurze Zeit sich verbünden bei einem gemeinsamen Feind und dann werden sie wieder auseinander gesplittert werden. Interessanterweise finden wir das in der Geschichte immer und immer wieder. Sadduzäer und Pharisäer hassten sich, wurden Freunde über den Fall von Jesus und fingen danach an, sich wieder zu hassen. Die Römer und die Juden hassten sich, sie wurden Freunde, Verbündete, um Jesus ans Kreuz zu bringen und danach begann der Krieg umso stärker zwischen den beiden. Karl V. und der Papst waren Feinde. Der Papst hatte alles daran gesetzt, Karl V. als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches zu verhindern, aber als Luther auftrat, wurden sie beide Freunde, verbündeten sich gegen Luther und als später die Reformation fortgeschritten war und nicht mehr ganz aufzuhalten war, begann der Kaiser wieder den Papst zu bekämpfen und sogar Rom einzunehmen.
[18:37] Darin zeigt sich, dass die einzige Einheit, die überhaupt in der Regierung Satans möglich ist, Feindschaft gegen Gott. Nichts anderes bringt sie zusammen als nur Feindschaft gegen Gott. Es gibt kein anderes organisierendes Prinzip als nur Feindschaft gegen Gott, und das kann auf Dauer keine Existenz bringen, weil Gott der Lebensgeber ist. Und hier wird das noch einmal für das ganze Universum sehr deutlich werden und offenbar machen, warum die Rebellion von Satan von vornherein zum Scheitern verurteilt war.
[19:12] In diesem Sinne wollen wir hier einen Schlussstrich setzen für diesen Vers und dann in der nächsten Folge die letzten beiden Verse zusammenfassend betrachten, um zu sehen, wie diese siebte Plage unseren Planeten beeinflussen wird. Lass uns auch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir sehen können, dass dein Wort uns klar zeigt, was passieren wird. Dank, dass wir Einblick bekommen können in die Zukunft durch das Studium der siebten Plage. Wir möchten dich bitten, dass du uns in unserem Herzen vorbereitest auf die Dinge, die kommen werden. Dass du uns eine Bürde schenkst für die Menschen, insbesondere in den großen Städten, die erreicht werden müssen, und dass wir bereit sind, alles zu tun, was notwendig ist, um jeden Einzelnen dem Evangelium bekannt zu machen. Hab Dank, dass wir sehen konnten, dass es keine Einheit gibt außer in dir und dass, auch wenn sich alle Mächte der Finsternis gegen dich versammeln werden, sie doch nicht aneinander haften werden, sondern sich gegenseitig vernichten werden. Wir können sehen, dass Sünde und Rebellion suizidal ist und keinerlei Stabilität verspricht. Herr, wir brauchen Stabilität in unserem Leben. Ich möchte dich bitten, dass du die Sünde aus unserem Leben nimmst und uns vorbereitest auf die letzte Zeit, die jetzt bald beginnen wird. Im Namen Jesu, Amen.
[20:50] Gottes Segen euch und wir sehen uns dann in der nächsten Folge mit den letzten Gedanken aus der siebten Plage, bevor wir dann später in Offenbarung 17 weitermachen werden. Gottes Segen euch und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.