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In dieser Predigt über Offenbarung 16, Verse 4 und 5, beleuchtet Christopher Kramp die dritte Plage, bei der die Flüsse und Wasserquellen zu Blut werden. Er erklärt, dass diese Plage keine bloße Wiederholung der zweiten ist, sondern eine Intensivierung, die die direkte Abhängigkeit des Lebens von diesen Wasserquellen unterstreicht. Die Umwandlung von Wasser zu Blut wird als gerechte Strafe für das Vergießen des Blutes der Heiligen und Propheten gedeutet, eine Konsequenz, die das Prinzip von Ursache und Wirkung widerspiegelt.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Wir freuen uns, dass ihr da seid und dass ihr auch jetzt diese Aufnahme anschaut, die wir leider aus Livestream-Gründen an dem Dienstagabend nicht live senden konnten, aber jetzt im Archiv dann, wie ihr euch anschauen könnt, auf joelmedia.de. Wir wollen heute mit der nächsten Plage weitermachen. Wir werden nicht viel lange dafür brauchen, weil diese dritte Plage relativ ähnlich zur zweiten ist. Einige Dinge kurz ansprechen, und das wird sehr interessant werden. Und bevor wir anfangen, möchten wir mit einem Gebet starten. Lasst uns dazu niederknien.

[0:37] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für die Schönheit deines Wortes und für die Freude, die es macht, darin zu lesen und darüber nachzudenken. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt noch einmal zu uns sprichst und dass wir auch in der Offenbarung Dinge erkennen, die uns wirklich helfen, ein Leben zu leben, wie es dir wohl gefällt. Bitte hilf uns, auch diese dritte Plage so zu verstehen, wie du sie gemeint hast. All das bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.

[1:09] Wir sind bei der dritten Plage. Die erste Plage und die zweite haben wir angeschaut. Die erste Plage, kurze Wiederholung, war was gewesen? Die erste Plage war... Das war die zweite Plage. Die erste Plage war... Gut, dass wir das gleich anfangen zu wiederholen. Es wurde auf die Erde geschüttet, die Plage, aber was war das Resultat? Dadurch, dass die Plage auf die Erde... schlimme und böse Geschwüre für diejenigen, die das Malzeichen hatten. Erinnert euch, Verbindung, Malzeichen, Geschwür. Dann die zweite Plage, wie gesagt worden ist, war auf das Meer und das Wasser des Meeres wurde zu Blut. Und zwar wie Blut eines Toten. Dickes, zähflüssiges, angetrocknetes, übel riechendes Blut.

[2:03] Offenbarung 16 Vers 4 lesen wir die dritte Plage und wir werden gleich heute Vers 5 noch ein bisschen mit dazu nehmen. Und der dritte Engel goss seine Schale aus in die Flüsse und in die Wasserquellen und sie wurden zu Blut. Vers 5. Also erste Plage auf die Erde, zweite Plage auf das Meer und die dritte Plage auf die Flüsse und die Wasserquellen, die werden ebenfalls zu Blut.

[2:43] Jetzt Frage: Ist Gott nichts anderes eingefallen oder warum sind die zweite und die dritte Plage so ähnlich? Man könnte doch fast denken, es ist dasselbe, oder? Weil beides um Wasser geht? Ja, genau. Aber ich meine, bei den zehn Plagen in Ägypten waren sie auch immer verschiedene Dinge. Warum erst das Meer und dann in einer gesonderten Plage die Wasserströme und die Quellen?

[3:25] Ganz genau. Welches Wasser ist für das unmittelbare Überleben wichtiger? Das Meereswasser im Pazifik oder das Flusswasser, das so durch die Städte und Dörfer geht? Das Flusswasser, ja. Also wir haben gesagt, wenn über längeren Zeitraum alle Weltmeere in dickem Blut schwimmen, dann ist der Wasserkreislauf unterbrochen, alles stirbt, das ist klar. Aber unmittelbar ist die Zerstörung der Meere nicht so dramatisch. Ich finde es komisch, dass ich das sage, aber das Zublutwerden der Flüsse ist noch direkter auf das Leben bezogen als das Zublutwerden der großen Weltmeere. Man könnte das fast so ein bisschen illustrieren, wenn die Weltmeere zu Blut werden, dann ist der gesamte Handel eingeschränkt. Da kannst du nicht mehr von A nach B. Aber wenn die Wasserquellen, die Brunnen zu Blut werden, dann ist das direkte Leben schon betroffen. Das heißt, was wir hier sehen, ein erster Punkt ist, es ist nicht einfach nur eine Wiederholung, sondern es ist eine Intensivierung. Auch die Plagen, die letzten Plagen, fangen nicht einfach auf so einem Tableau an und gehen einfach so, sondern da ist eine Intensivierung. Wir wissen auch, dass die ersten Plagen nicht weltweit sein werden, sondern an verschiedenen Orten. Und dass es sich dann gegen Ende zu einer weltweiten Katastrophe hinsteigert. Das ist ein erster Punkt. Wir sehen hier eine Intensivierung.

[4:53] Jetzt ist es vielleicht interessant, darüber nachzudenken, grundsätzlich auch nochmal, warum das Wasser zu Blut wird. Warum Wasser zu Blut? Das ist ja offensichtlich etwas ganz Wichtiges. Das kommt zweimal vor, bei den Meeren und dann bei den Wasserquellen. Ja, das erklärt sich ja zwei Jahre weiter. Denn sie haben das Blut der Heiligen, der Propheten vergossen. Und das Blut hat ihnen zu trinken gegeben. Ja, also genau, in Vers 6 wird es sehr deutlich gesagt, es ist eigentlich fast eine symbolische Handlung, obwohl das jetzt natürlich kein symbolisches Blut sein wird, das wird echtes Blut sein. Aber auch dieses echte, buchstäbliche Blut, das diesen buchstäblichen Fluss verunreinigt, hat eine Botschaft aus. Die Botschaft nämlich, dass es eine gerechte Strafe ist dafür, dass Menschen gestorben sind.

[5:47] Aber lass uns ein bisschen weiterdenken. Kommt im Neuen Testament oder überhaupt in der Bibel, also man hat einmal die Hochzeit zu Kana. Bei der Hochzeit zu Kana war es ganz ähnlich und doch anders. Was ist bei der Hochzeit zu Kana passiert? Wasser zu Wein. Und der Wein war auch ein Symbol für das Blut. Das war für das Blut Jesu. Hier ist das Blut jetzt der Nachfolger Jesu. Könnt ihr euch noch erinnern, warum das Wasser dort in Kana überhaupt bereit stand? Wozu war das da? Für die Reinigung, nicht wahr? Das war für die Reinigung. Und die Idee war natürlich, dass jetzt dieser Weintraubensaft, symbolisch für das Blut Jesu, auch reinigende Wirkung hat. Hat denn dieses Blut auch reinigende Wirkung?

[7:02] Es ist interessant, wenn die Erde mit Feuer zerstört wird, dass auch eine Reinigung genannt wird. Also Reinigung in der Bibel ist immer die Reinigung von der Sünde. Das Blut Jesu am Kreuz reinigt uns von der Sünde. Die Plagen und dann die Wiederkunft und dann das Feuer nach den tausend Jahren reinigen die Erde von der Sünde und den Sündern. Das sind also zwei sehr verwandte Gedanken. Kennen Sie noch eine Geschichte in der Bibel, wo es sogar tatsächlich um Wasser, um Quellen und Wasser geht? Wo diese beiden Worte Quelle und Wasser vorkommen? Die Wasser versalzen, du meinst das bittere Wasser in Mara? Ja, okay.

[7:55] Die Quelle des ewigen Lebens, das Wasser wird sein und im Thron, auch Hesekiel sagt davon. Es gibt noch eine interessante Stelle und die werden wir nächstes Mal in unserem ersten Seminar anschauen und zwar in Johannes 4. Da werdet ihr etwas Interessantes sehen. Johannes 4 und dort Vers 13 und 14. Wo spielt Johannes 4? Genau, noch genauer an einem Wasserbrunnen. Der Wasserbrunnen von Jakob. Jetzt schaut mal in Vers 13 und dann vor allem Vers 14. Johannes 4, Vers 13 und 14. Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten. Und jetzt Achtung. Sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird wo? In ihm zu einer was werden? Zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.

[9:09] Also, was sagt der Jesus mit anderen Worten? Auf Deutsch zusammengefasst: Wenn ihr mein Blut trinkt, dann werdet ihr eine Quelle werden, aus der das Leben quillt. Er sagt, jeder Gläubige ist eine Wasserquelle. Symbolisch gesehen. Jeder Gläubige ist eine Wasserquelle. Und jetzt verknüpft mal. Wolltest du dazu was sagen? Ja, okay, dann war was. Jeder Gläubige ist eine Wasserquelle. Also, es sind Plagen. Genau, warum? Ja, weil sie eben von der Wasser, dem richtigen Wasser, fällt. Es ist Christus. Aber es zählt einfach nicht von diesem Christus. Ja, ja, ja, ja, ja. Warum fällt die dritte Plage? Das war ganz genau gesagt vorhin schon. Warum? Also, den Heiligen Geist. Ja, das stimmt alles. Aber schaut doch, ihr habt vollkommen recht, aber lasst uns das so konkret wie möglich machen. Wie sagt die Bibel? In Offenbarung 16, weißt du was? Sie haben wen getötet? Die Propheten und Heiligen. Sie haben die Nachfolger Jesu getötet. Was haben wir gerade gelernt? Jeder Nachfolger Jesu ist eine Quelle. Sie haben die Quellen des Lebens zu Blut gemacht.

[10:33] Jeder Gläubige ist eine Wasserquelle. Eine Quelle, deren Wasser zum ewigen Leben eigentlich da ist. Und indem sie diese Gläubigen töten, wird die symbolische Wasserquelle buchstäblich zu Blut. Und dann sagt Gott, pass auf. Ich habe meine Wasserquellen zum ewigen Leben euch gegeben. Ihr habt sie getötet. Dann ist es nur gerecht und billig, wenn ich auch die anderen Wasserquellen zu Blut mache. Das heißt, dass er Wasserquellen zu Blut macht.

[11:07] Schaut mal, was in Vers 5, der Engel der Gewässer sagt. In Vers 5. Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen: Gerecht bist du, oh Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast. Er sagt nicht nur gerecht bist du, dass du gerichtet hast. Das wäre zu sagen, es ist gerecht, weil du gerichtet hast. Aber das sagt er nicht. Er sagt nicht nur, es ist gerecht, weil du gerichtet hast, sondern er sagt, es ist gerecht, wie du gerichtet hast. Seht ihr das? Also eine Sache ist, wenn ich sage, okay, Gott hat gerichtet, das ist gerecht. Eine andere Sache ist, wenn ich das Gericht sehe und sage, die Art und Weise, wie Gott richtet, ist gerecht.

[11:49] Das heißt, wenn der Engel der Gewässer sieht, wie die Wasserbrunnen zu Blut werden, die Wasserquellen zu Blut werden, dann sagt er, meine Güte, man hätte die Strafe nicht präzise oder die Plage nicht präziser auf die Sünde zuschneiden können. Weil, was war ihre Sünde? Sie haben die geistlichen Wasserquellen zu Blut gemacht. Sie wollten das ewige Leben das Wasser nicht trinken. Was nützt Ihnen dann das H2O?

[12:24] Weißt du, was mir da einfällt? Diese Parallelität zum Volk Israel, wo Gott sie dauernd darum gerufen hat, und gerufen hat, sie sind schädig, diesen babylonischen Göttern nachzufolgen. Und zum Schluss hat er gesagt, okay, das geht doch dann. Ganz genau. Das muss man erst mal verstehen. Das muss man erst mal richtig sagen, dass Gott uns das gibt, was wir wollen. Gott ist nicht der Gott, der sagt, ich stelle hier meine Regel auf, okay, du darfst nur bis hier hinlaufen und wenn du da übertrittst, dann wirst du sterben. Dann übertritt ich da und sage, ja, jetzt musst du sterben. Sondern Gott sagt, pass auf, hier ist ein Abgrund, der ist ganz tief. Und wenn du runterfällst, bekommst du, was du willst. Wenn du runterspringst, bekommst du, was du willst. Du wirst sterben. Gott setzt nicht willkürliche Gesetze und überlegt sich dann Strafen, um sie irgendwie zu befehlen. Das machen Menschen. Menschen sagen zum Beispiel, ein Mensch sagt, du darfst auf dieser Straße 50 fahren. Ja, das ist auch, ich meine, das ist vernünftig. Ich verstehe dich nicht falsch. Aber wir alle wissen, wenn man 51 fährt, entsteht kein großer Schaden. Man hat zwar das Gesetz gebrochen, aber man muss jetzt willkürlich sich überlegen, okay, 51 ist okay, noch okay. Aber wenn er 57 fährt, dann kostet das so viel. Und wenn er 62 fährt, kostet das so viel. Und wenn er auch 130 fährt, kostet das so viel. Man könnte aber ganz andere Zahlen machen. Das ist alles willkürlich gesetzt. Ist natürlich sinnvoll, hat seine Berechtigung, aber es ist willkürlich. Gottes Strafen sind nicht einfach willkürlich, dass er sagt, okay, was machen wir denn für so viel Sünde? Machen wir mal das, nein. Gottes Strafen sind immer so, dass wir das, was wir selbst verantworten, einfach die Konsequenzen davon essen. So wie du gesagt hast, wenn ich Babylonische Götter anbete, sagt Gott, okay, ihr wollt mich nicht als König, ihr wollt wohl die Babylonier als König, ihr habt die Babylonier als König. Schaut mal, wie sich das anfühlt. Kurze Zeit später wollten sie alle wieder zurück.

[14:10] Schaut mal mit mir in Sprüche. Das ist ein ganz interessantes Prinzip. Deswegen sagt Ellen White, wir sollten das Gesetz von Ursache und Wirkung studieren. Ich weiß nicht, ob David das auch bestätigen würde. Da gibt es, glaube ich, ein paar Parallelen auch zur Gesundheit. Sprüche 1. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum wir die Gesundheitsbotschaft haben, weil uns das wie nichts anderes irgendwie illustriert. Ich habe das schon das zweite Mal in meinem Leben erlebt. Ich habe zu viel gegessen, ich fühle mich schlecht. Ich wollte das essen und ich brauche eine Konsequenz dafür. Es ist nicht, dass Gott sagt, du hast zu viel gegessen, die bestrafe ich jetzt damit. Du solltest ein bisschen Magenschmerzen bekommen. Nein, die Konsequenzen sind letztendlich schon die Strafe.

[15:02] Schaut mal mit mir in Sprüche 1, Vers 29 und folgende. Sprüche 1, Vers 29. Weil sie die Erkenntnis gehasst und die Furcht des Herrn nicht erwählt haben, weil sie meinen Rat nicht begehrt und alle meine Zurechtweisungen verschmiert haben, darum sollen sie von der Frucht ihres eigenen Weges essen und von ihren eigenen Ratschlägen genug bekommen. Denn die Abtrünnigkeit der Unverständigen bringt sie um. Es ist die Sünde selbst, die uns umbringt. Es ist nicht, dass wir sündigen und Gott sagt, okay, Todesstrafe. Sondern die Sünde ist in sich selbst zerstörerisch und die Sorglosigkeit der Toren stürzt sie ins Verderben. Das sieht man an dieser dritten Plage. Man sieht es an allen Plagen, aber an der sieht man es so haargenau. Dass Gott also wirklich letztendlich nur sagt, okay, ihr wolltet das, hier ist, was ihr bekommt.

[15:52] Und ich denke, das hat eine ganz praktische Konsequenz. Denn dahinter steckt letztendlich das Prinzip der goldenen Regel. Was ich will, das andere mir tun soll, das tue ich auch. Wir interpretieren das immer nur in eine Richtung, dass wir sagen, ich will, dass die anderen gut zu mir sind, also soll ich jetzt auch gut sein. Aber letztlich gilt das auch andersrum. Wenn ich schlecht zu anderen bin, dann wird es auch wieder schlecht auf mich zurückkommen. Es ist wie ein Teufelskreis. Und wir alle wissen das. Niemand wird für Christus gewonnen, indem man ihn kritisiert oder indem man schlecht über ihn redet. Das ist wie ein Kreis. Und das sieht man jetzt hier sehr schön deutlich.

[16:35] Gehen wir noch ganz kurz zurück zur Offenbarung. 16 Vers 5. Was mich so fasziniert, ist, dass ein Engel Gottes, wie viele Sünden haben die Engel Gottes begangen in ihrem Leben? Keine einzige. Dass wenn die die Plagen sehen, dass sie nicht sagen, oh, meine Güte, was ist das denn für eine Katastrophe? Das sind sündlose, ich meine, wenn wir mit Gott leben und wirklich mit Gott verbunden sind und wir sehen einfach in den Nachrichten vielleicht irgendwelche Mord- und Totschläge, dann ist es doch unsere normale Reaktion, dass wir sagen, weg damit, das will ich gar nicht mehr angucken. Die Plagen sind offensichtlich nicht einfach nur Mord- und Totschlag und Tragödie. Die Plagen, so schrecklich sie sind, werden so stattfinden, dass heilige Engel sagen, wow, Gott ist gerecht. Und heilige Engel haben nicht einen Zentimeter an Rachgelüsten, so nach dem Motto, oh, ich war mich schon immer darauf gefreut, das ist jetzt der Kriegsverbrecher, jetzt endgültig soll ich dich gequält werden. So denken Engel nicht. So denken wir vielleicht manchmal. Engel denken so nicht. Engel denken bis zum letzten Zug noch, können wir ihn irgendwie retten? Also, ich muss ehrlich geschehen, ich kann mir das noch nicht ganz vorstellen, wie das sein wird. Dass Wesen, die bis zum Letzten sagen, wir müssen sie retten, wir müssen irgendwas überlegen, um sie zu retten, dann sagen, wenn diese Plagen kommen, das ist gerecht. Wie Gott das macht, wie das am Ende sein wird, ich weiß es nicht. Aber bei aller Schrecklichkeit der Plagen muss man im Auge haben, dass sündlose Engel sagen werden, gerecht bist du. Das ist genau so, wie es sein muss. Und das ist ziemlich spannend.

[18:26] Aber ich denke, zum Schluss werden ja auch die Ungläubigen selber sagen. Das kommt dann noch. Das werden wir sehen, wenn wir so Richtung fünfte, sechste Plage kommen. Das dauert noch ein bisschen, aber da kommen wir genau zu dem Punkt und nach den tausend Jahren erst recht so. Gottes Plan ist so gigantisch, dass am Ende sogar sündige Menschen, nicht nur sündlose Engel sagen, das ist gerecht, sondern sogar sündige Menschen, die in Rebellion gegen Gott sind und dann sagen, okay, aber diese Zerstörung ist gerecht. Ich sehe eigentlich hier selbst die eigene Subvention. Ja, ganz genau. Und deswegen wartet Gott bis dahin. Gott wartet so lange, bis seine Liebe so überwältigend klar ist, dass sogar der schlimmste Verbrecher aller Zeiten, Satan, sagt, okay, ich hasse dich Gott, aber wenn du mich zerstörst, tust du das Beste, was es gibt. Und das braucht Zeit. Zeit braucht einen Menschen von seinen Fehlern zu überzeugen. Es liegt nicht daran, dass Gott nicht mächtig ist, es liegt an der Begrenztheit der Menschen, an der Begrenztheit der Wesen, die er geschaffen hat letztlich, bis sie die ganze Fülle seiner Gnade und seiner Gerechtigkeit sehen. Und das kommt und das wird sein. Das ist so beeindruckend, finde ich.

[19:36] Schauen wir noch ganz kurz eine wichtige Frage hier und dann enden wir für heute und machen den zweiten Teil das nächste Mal. Aber erste Mose 18. Dahinter steckt nämlich eine Urfrage der Menschheit, die bei Hiob angesprochen wird und auch in Erste Mose. Erste Mose 18 und dort Vers 25. Ihr kennt die Geschichte, das ist Sodom und Gomorra. Das sei ferne von dir, dass du eine solche Sache tust und den Gerechten tötest mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei wie der Gottlose, das sei ferne von dir. Jetzt kommt diese rhetorische Frage: Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten? Und das ist eine Frage, die Abraham im Herzen trägt, aber die letztlich das ganze Universum sich erfragt. Ist Gottes Gericht gerecht?

[20:34] Frage. Wenn die dritte Plage fällt und der Engel sagt gerecht sind seine Gerichte, ist das schon das Endgericht? Ist das schon die Abrechnung mit der Sünde? Nein. Wir dürfen nicht vergessen, auch die Plagen sind noch nicht die Abrechnung mit der Sünde, sondern die Plagen sind eigentlich auch noch mal Illustrationen. Warum? Erstens sind sie nicht weltweit, sie betreffen nicht alle Menschen. Die Strafe für die Sünde ist was? Was ist die Strafe für die Sünde? Der Tod. Nicht Blut zu trinken. Das heißt selbst das Trinken des Blutes ist nur eine Illustration der Gerechtigkeit Gottes. Und das muss man im Hinterkopf haben. Gott illustriert, so wie Sodom und Gomorra war ja nicht das Endgericht, das war eine Illustration, die am Ende richten wird. Die Plagen werden illustrieren, dass dann das Endgericht nach den tausend Jahren gerecht sein wird. Weil ja bei den Plagen nicht alle Sünde aller Zeiten gegenwärtig sind. Es ist wiederum eine Demonstration. Gott tut so viel in Demonstrationen, das ist ganz gewaltig.

[21:42] Und wenn wir drüber nachdenken, bleibt eine Schlussfolgerung ganz einfach. Wir werden am Ende genau das bekommen, was wir wollen. Und was wir wollen, bestimmen wir dadurch, durch das was wir Tag für Tag tun, sagen. Ellen White sagt aber an einer Stelle, der Charakter wird nicht durch ein, zwei große Entscheidungen, sondern durch den generellen Trend unserer täglichen Dinge bestätigt. Es ist nicht so, wenn ich einmal sage, ich liebe Jesus, dass ich auf dem Highway zum Himmel bin, sondern wenn ich tagtäglich bei einem generellen Trend in diese Richtung gehe. Und auch wenn da mal ein Aufschlag nach links oder nach rechts ist, den ich mit Gottes Hilfe vergeben bekommen kann, es ist der generelle Trend meines Lebens, der sagt, wo ich hin will. Die Frage ist, wollen wir uns nicht Gott bitten, dass er uns schenkt, dass unser genereller Trend Tag für Tag so ist, dass deutlich wird, wir wollen den Himmel und nicht die Plagen. Amen.

[22:31] Lass uns auch niederknien und beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir auch in dieser dritten Plage Dinge erkennen können, die wirklich wichtig für unser Leben sind. Wir haben gesehen, dass deine Gerichte passgenau demonstrieren, dass du gerecht bist und dass letztendlich jeder Mensch das bekommen wird, was er selbst gewählt hat. Und wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns Weisheit schenkst und Willenskraft, die richtigen Entscheidungen zu fällen, Tag für Tag. Und wir danken dir, dass du durch deinen Geist, durch deine Liebe und durch deine Kraft das in uns bewirken willst und kannst. Im Namen Jesu. Amen.


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