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In dieser Predigt über Offenbarung 16, Verse 6 und 7, beleuchtet Christopher Kramp die tiefere Bedeutung des Rufens vom Altar. Es wird erklärt, wie die Gerechtigkeit Gottes sich in den Plagen manifestiert und wie geplante Sünden, auch wenn sie nicht ausgeführt wurden, Konsequenzen haben. Die Predigt zieht Parallelen zur goldenen Regel und zeigt, dass Gottes Gerichte nicht nur Strafe, sondern auch ein Weg zur Befreiung für sein Volk sind.

In dieser Predigt über Offenbarung 16, Verse 6 und 7, beleuchtet Christopher Kramp die tiefere Bedeutung von Gottes Gerichten. Er erklärt, wie die Schreie der Märtyrer nach Gerechtigkeit im Himmel widerhallen und wie die Plagen als Antwort auf diese Rufe und zur Erfüllung göttlicher Prinzipien dienen. Die Ausführungen verbinden biblische Texte mit der goldenen Regel und zeigen auf, dass Gottes Gerichte nicht nur Strafe, sondern auch ein Weg zur Befreiung für sein Volk sind.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[5:18] Die getötet wurden, das sagen die. Genau, aber letztendlich, also praktisch, in der Realität, wer spricht dort? Weil die Toten, also so in Anführungszeichen. In Anführungszeichen, genau. Also die Toten selbst können nicht reden, aber was redet denn da? Redet da irgendwas? Die Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit, ja, die Gerechtigkeit. Es schreit zum Himmel sozusagen. Wir sagen das ja auch nicht, das ist ja, es schreit zum Himmel. Das sagt ja Gott auch bei Abel und Kain. Er sagt: „Hör, das Blut deines Bruders schreit zu mir zum Himmel.“ Keine Dezibel zu hören, aber es war eindeutig, was hier schreit. Und das wäre ein Studium für sich selbst.

[6:01] Ja, es sind die Seelen, die hingeschlachtet worden sind. Was dort schreit, ist, so wie bei Abel, das, was übrig bleibt von ihrem Leben. Abel stirbt, er selbst kann nicht mehr rufen, aber die Tat, die geschehen ist, schreit zum Himmel. Der Lebensbericht von Abel ruft nach Gerechtigkeit. Wenn also im Untersuchungsgericht oder wenn überhaupt im Himmel die Bücher dort sind, mit all den Berichten, über was die Gläubigen erlitten haben, wie sie getötet und gefoltert worden sind, verfolgt worden sind, dann schreit das symbolisch auf Gott ein: „Wie lange noch? Wie lange noch? Wie lange noch?“ Also, das ist ein interessanter Punkt. Da gibt es also diesen Ruf an Gott: „Richte endlich!“

[6:54] Schauen wir noch einen Text an in Offenbarung 17. Offenbarung 17 und dort Vers 6: „Und ich sah die Frau berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich sehr, als ich sie sah.“ Wenn sie berauscht ist, was soll das uns wohl sagen? Sie ist schuld, okay. Dieses Wort „berauscht“. Hat jemand noch eine andere Übersetzung? „Trunken“, ja. Sie hat von diesem Blut nicht nur genippt, sie hat getrunken und getrunken und getrunken. Das heißt, hier haben wir es nicht damit zu tun, dass irgendjemand mal so halb aus Versehen oder mal, nicht wahr, in einem Verlauf des Lebens etwas getrunken hat. Sondern hier ist ein Hass auf Gott sichtbar. Immer wieder grundsätzlich über die Jahrhunderte werden die Heiligen Gottes verfolgt und getötet.

[8:06] In Offenbarung 18 wird das noch deutlicher. Schaut mal, Offenbarung 18, Vers 24: „Offenbarung 18, Vers 24, da geht es immer noch um Babylon. Und in ihr wurde das Blut der Propheten und Heiligen gefunden. In ihr wurde das Blut der Propheten und Heiligen gefunden und aller, die hingeschlachtet worden sind auf Erden.“ Das ist eine krasse Aussage. Was der Vers letztendlich sagt ist, dass letztendlich alle Toten, die es auf Erden gibt, in letzter Instanz Babylon zu verantworten hat. Wer war der erste Tote dieser Welt? Abel. Warum ist Abel gestorben? Wegen einer falschen Religion. Es war eine falsche Religion, die zum ersten Mord geführt hat. Es sind dann immer wieder falsche religiöse Vorstellungen gewesen, die zu Krieg und zu Mord und zu Menschenopfern und zu Verfolgung geführt haben. Letztendlich, wenn man alle Ursachen zurückverfolgt, wird man am Ende immer ein falsches Bild von Gott, falsche Predigt über Gott, falsche Wertvorstellungen sehen, die dann zu all dem geführt haben. Das heißt nicht, dass jeder Mord tatsächlich immer von einem Angehörigen der Kirchen Babylons durchgeführt worden ist. Aber die letztendliche Verantwortung für all das liegt bei denen, die wissentlich Falsches über Gott erzählt haben. Zur Zeit von Nimrod, zur Zeit des Alten Testamentes, zur Zeit des Neuen Testamentes, zur Zeit des Mittelalters. Ja, grundsätzlich.

[9:51] Und ich glaube, das ist sehr wichtig, weil in der Endzeit, in den sieben letzten Plagen, sehen wir quasi dann die Kulmination von all dem. Das treibt euch dann auf die Spitze. Übrigens, lassen wir mal zurückgehen zur Offenbarung 6. Wird es in der Endzeit noch mehr Tote geben? Schaut mal in Vers 11. Offenbarung 6, Vers 11. Das ist da, nicht wahr, die Seelen unter dem Altar. Merkt euch Altar. Die Seelen unter dem Altar rufen: „Wie lange noch, wann rechnest du uns?“ Das Blut an denen, nicht wahr, die auf der Erde wohnen. Vers 11: „Und jedem von ihnen wurden weiße Kleider gegeben. Und es wurde ihnen gesagt, dass sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären, die auch wie sie getötet werden sollten.“ Das heißt, auch dort, das ist im Kontext 1844, im Kontext des Untersuchungsgerichtes, da wird gesagt, es wird noch einige mehr Tote geben.

[10:54] Und wir lesen Offenbarung 13. Schaut mal in Offenbarung 13. Und dort Vers 15. Offenbarung 13 und dort Vers 15. Da spricht es von den Tieren, nicht wahr, aus dem Mörder aus der Erde. Vers 15: „Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so dass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.“ Also Todesbefehl. Wo hatten wir im Alten Testament mal so einen umfassenden Todesbefehl? Ja, Nebukadnezar hat die Menschen nicht alle umgebracht. Ach so, ja, okay, das stimmt. Ja, vollkommen recht in Daniel 3. Esther, ganz genau Esther. Da gab es diesen Befehl, das ganze Volk Israel auszurotten. Haben sie es geschafft? Sie hatten ein Datum sogar gesetzt, so wie es am Ende auch sein wird. Da wird ein Datum gesetzt werden an dem Tag, aber es kommt nicht, es findet gar nicht statt.

[12:23] Und das bringt uns zu einer interessanten Frage: Warum bestraft Gott am Ende die Menschen in der Endzeit für den Mord an den Gläubigen, wenn sie die Gläubigen gar nicht umgebracht haben? Es stimmt zwar, wir werden vor der Plagenzeit, wird es einige Märtyrer geben, das stimmt. Aber in der Plagenzeit wird es keine Märtyrer mehr geben. Und der große Todesbefehl, der alle ausrotten soll, die den Sabbat halten, der wird nie umgesetzt werden. Warum werden die Menschen dann trotzdem bestraft für Mord, wenn sie den Mord nie begangen haben?

[13:09] Ganz genau. Sie haben Mord geplant. Und wenn ich Mord plane, dann ist es für Gott unerheblich, ob ich ihn ausgeführt habe oder nicht. Wenn ich nämlich nur daran gehindert wurde, weil jemand anders das unmöglich gemacht hat. Also, wenn ich jetzt einen Mord plane und ich bekehre mich auf dem Weg zum Mord und ich sage: „Nein, ich will es nicht tun“, dann preist den Herrn. Aber wenn ich jemanden umbringe und ich kann es nicht, weil ich daran gehindert werde, dann ist es aus Gottes Augen genauso Mord. Und das illustriert uns etwas sehr Wichtiges. Gott wird auch Sünden bestrafen, die wir geplant haben, die wir tun wollten, aber die wir aus irgendwelchen Gründen, die nicht in unserer Macht standen, nicht tun konnten. Das ist ein wichtiger Punkt. Es passiert manchmal, da hat man irgendwas Böses vor oder will irgendwas Böses sagen oder will jemandem was Böses tun oder will irgendwas Schlechtes angucken oder wie auch immer, aber man kommt nicht dazu, weil äußere Umstände einen daran hindern. Und dann denkt man vielleicht: „Wunderbar!“ Aber es ist Irrtum. Gott bestraft nicht nur Sünden, die wir getan haben und Sünden, die wir gedacht haben, sondern auch Sünden, die wir geplant haben. Und das ist ein fulminantes Beispiel. Dort werden Menschen global am Ende dafür zur Rechenschaft gezogen, dass sie geplant haben, Gottes Volk auszurotten, auch wenn sie es nie getan haben. Denn der Einzige, der sie daran gehindert hat, war Gott. Wenn Gott sie nicht hindern würde, würden sie es tun. Und das zeigt letztlich auch die Gerechtigkeit Gottes. Du hattest es gemeint.

[15:11] Ganz genau. Ja. Schaut mal mit mir in Matthäus 7. Jesus spricht in der Bergpredigt. Matthäus 7, Vers 2. Ganz bekanntes Wort: „Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden. Und mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden.“ Übrigens, welches andere Wort von Jesus ist genau derselbe Gedanke, nur quasi umgedreht? Gibt es einen anderen Spruch von Jesus, der quasi das gleiche Prinzip deutlich macht, nur anders formuliert? Ja, ganz genau, mit der Vergebung. Noch ein anderes ganz bekanntes Wort. Liebe. Ja, im gleichen Kapitel. Und zwar in Vers 12. Matthäus 7, 2 und 7, 12. Kann man sich gut merken. Matthäus 7, 12: „Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut ihnen auch. Denn das ist das Gesetz und die Propheten.“ Das ist die goldene Regel. Auf der Regel basiert das alles. Er sagt, auf diesem Prinzip: „Was ich will, dass andere mir tun sollen, das tue ich ihnen auch.“ Darauf basiert alles in der Bibel. Alle biblischen Verheißungen, Prophezeiungen, Gesetze, alles basiert auf diesem Grundprinzip. Weil nur so kann eine dauerhafte Gesellschaft existieren. Wenn ich dem anderen etwas, wenn ich dem anderen schade, dann muss ich immer damit rechnen, dass mir auch geschadet wird. Das ist ein Grundprinzip.

[17:30] Aber haltet das nochmal im Hinterkopf, weil ich glaube, das schafft wieder eine Verbindung von der Plagenzeit, die wir jetzt studieren, in unser praktisches Leben. Die Plagenzeit ist nur eine Illustration dieses Grundgesetzes, dass so, wie wir mit anderen umgehen, auch mit uns umgegangen wird. Also die Frage ist, wenn ich möchte, dass die Leute besser zu mir sind, ist die Frage: Wie bin ich zu den Leuten? Und dahinter steckt diese Fähigkeit, sich in die Lage des Anderen hineinzusetzen. Was Jesus per excellence gemacht hat. Er hat sich nur in unsere Lage hineinversetzt. Er hat sich buchstäblich in unsere Lage hineinversetzt. Für immer. Er ist Mensch geworden. Er wollte wissen, wie es ist auf der anderen Seite.

[18:20] Ganz genau. Wir sollen den ersten Schritt gehen, auf Menschen zugehen. So wie wir das gerade bei Jesus auch in der Samariterin gesehen haben. Und Jesus hält sich an diese Prinzipien, auch in der Endzeit. Alles in der Plagenzeit läuft nach ganz klaren, definierten Evangeliumsprinzipien ab. Aber gehen wir noch in die Offenbarung, lesen wir noch Vers 7. Da haben wir heute Vers 6 und 7 angeschaut. Offenbarung 16, Vers 7.

[18:59] Frage. Warum ist es so interessant, dass hier ausgerechnet jemand vom Altar her ruft? Manche Übersetzungen sagen auch, dass der Altar selbst ruft. Aber das ist nicht so entscheidend. Jedenfalls die Stimme, die da kommt, kommt aus Richtung des Altars. Der Altar. Du meinst wahrscheinlich die Bundeslade? Aber Bundeslade und Altar sind zwei verschiedene Dinge. Was ist mit dem Altar gemeint? Wo ist der Altar im Heiligtum? Welcher Altar ist das? Das ist nicht der Brandopfer-Altar, weil der ist ja im Vorhof. Aber im Heiligtum. Der Räucheraltar. Der Räucheraltar steht ja für das Gebet. Also wieder haben wir diese Kompetenz mit dem Gebet. Wo hatten wir gerade schon mal was von dem Altar? Heute, genau. Wir haben schon mal einen Text gelesen heute von dem Altar. Da habe ich sogar gesagt: „Achtung, Altar.“ Kein Problem.

[20:03] Schauen wir in Offenbarung 6 noch mal. Offenbarung 6. Das ist interessant jetzt. Ein kleines Detail, aber das ist interessant. Offenbarung 6, Vers 9: „Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich, wo unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren, die dann rufen: ‚Wie lange, o Herr, o Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?‘“ Also es ist am Altar, das symbolisch, die geschlachteten Märtyrer sagen: „Herr, richte, richte die Welt. Wie lange richtest du nicht unser Blut?“ Der Brandopferaltar, wieso? Das ist eine interessante Frage. Warum? Du beziehst dich auf die Fußnote in der Schlachter. Die Schlachter ist eine super Bibel, aber die Kommentatoren, die kennen die Heiligtumslehre nicht. Das heißt, er sieht ja den Altar. Und wenn Johannes den Altar sieht, dann sieht er ihn im himmlischen Heiligtum, weil er ist ja im Geist im himmlischen Heiligtum. Das heißt, Johannes, die Kommentatoren hier glauben ja nicht unbedingt, dass es ein buchstäbliches Heiligtum gibt. Deswegen denken sie, es gibt zwei Altäre und hier könnte vielleicht der Brandopfer gemeint sein. Aber wenn er ihn sieht, in der Vision, so wie dann später auch in Kapitel 8 zum Beispiel, bei dem Altar, weil es Opfer sind, genau wegen dem Blut, aber das Blut war auch beim Weihrauchaltar. Nämlich das Blut wurde dahin gesprengt. Also Blut könnte auf beide Altäre hinweisen. Interessanterweise in der Offenbarung wird nie gesagt, der eine Altar oder der andere Altar. Es wird nur der Altar, weil im himmlischen Heiligtum gibt es nur ein Altar. Der Brandopferaltar steht für das Kreuz und das nicht im Himmel, sondern auf der Erde. Also es ist der Weihrauchaltar, ziemlich sicher. Das hat nämlich auch damit zu tun, aber das ist eine andere Frage. Aber hier ist erstmal die interessante Beobachtung. Es ist an dem Altar, dass die Seelen rufen, symbolisch: „Herr, richte das Blut, das vergossen worden ist. Wir sind geschlachtet worden.“

[22:25] Und dann, wenn dann die Plagenzeit kommt und Gott den Menschen das Blut zu trinken gibt, als Strafe dafür, dass die Seelen geschlachtet worden sind, da kommt wieder eine Stimme von dem Altar und sagt: „Gerecht, du bist gerecht.“ Also quasi diese Spannung, die im Raum stand: Wird Gott sie dafür strafen? Die ist gelöst. Vom Altar kommt die Stimme: „Wie lange, Herr? Wie lange, Herr? Wie lange, Herr?“ Und jetzt ist es geschehen und die Stimme vom Altar ruft: „Herr, du bist gerecht.“ Das zeigt uns, dass die Plagen noch unbeantwortete Fragen lösen. Es gibt Fragen, die beantwortet werden müssen im Universum. Es ist vielleicht noch nicht mal eine Frage, die wir jetzt persönlich haben. Aber wenn die Menschen oder wenn die Engel im Universum in die Bücher schauen und sich anschauen, was dort geschehen ist im Mittelalter, da haben die Fragen. Da gibt es Fragen, die eine Antwort verlangen. Und die Plagen liefern offensichtlich diese Antwort.

[23:30] Schaut man noch mal in Offenbarung 14. Offenbarung 14 und dort Vers 18. Offenbarung 14, Vers 18. Das haben wir vor einigen Monaten ja studiert. „Ein weiterer Engel kam vom Altar her, der hatte Vollmacht über das Feuer und er warnte sich mit lautem Ruf an den, der die scharfe Sichel hatte und sprach: ‚Sende deine scharfe Sichel aus und schneide die Trauben des Weinstocks der Erde ab. Denn seine Beeren sind reif geworden.‘“ Könnt ihr euch daran erinnern? An die zwei Ernten in Offenbarung 14? Die Ernte, die erste Ernte sind wer? Da gibt es ja zwei Ernten in Offenbarung 14. Die Gläubigen und die zweite Ernte sind die Ungläubigen. Das heißt, interessanterweise wieder, kommt der Engel oder ruft der Engel hier vom Altar, wenn es um die Ernte der Ungläubigen geht. Also am Altar wird gerufen: „Wie lange, Herr, richtest du nicht, was die Bösen an den Gläubigen getan haben.“ Dann vom Engel kommt ein Altar und ruft: „Jetzt ist die Zeit der Ernte.“ Und wenn dann während der Plagenzeit das Blut ihnen zu trinken gegeben wird, dann ruft es wieder vom Altar: „Herr, du bist gerecht.“ Frage gelöst.

[24:48] Übrigens, wenn ihr das lest in Offenbarung 16, Offenbarung 16, Vers 7: „Ja, Herr, ja, oh Herr Gott, du Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte.“ Gibt es einen anderen Bibelfers, der ganz ähnlich klingt, der fast sowas wie eine Parallele ist? Vers 7, Offenbarung 16, Vers 7. „Ja, oh Herr Gott, du.“ 15 Vers 3. Wie viele Worte sind denn gleich? Wie viele Worte sind gleich? Also, „oh Herr Gott, du Allmächtiger“ und wenn man jetzt die beiden Worte umstellt: „wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte.“ Zehn Worte identisch. Ganz ehrlich, das kommt relativ selten vor in der Bibel. Wenn es nicht direkt das Zitat ist, kommt es relativ selten vor, dass in zwei Versen zehn Worte gleich identisch sind und fast in der gleichen Reihenfolge. Wer ruft denn in Offenbarung 15, Vers 3? In Offenbarung 15, Vers 3 rufen die Überwinder. Und wann rufen die? Also zeitlich gesehen, wann ist Offenbarung 15, Vers 3? Ganz zum Schluss, nach der Wiederkunft, wenn sie am gläsernen Meer stehen. Wer ruft in Offenbarung 16, Vers 7? Da wissen wir nicht genau, irgendjemand vom Altar. Aber wann? Er ruft noch während der Plagenzeit.

[26:57] Also wir sehen hier sozusagen, dass während der Plagenzeit im Himmel schon klar ist: Gott richtet gerecht. Und wenn dann, ich denke mal, wir Menschen auf der Erde, wäre das gar nicht alles überschauen können, was in der Plagenzeit passiert. Aber wenn wir dann mit Jesus auf der Wolke empor schweben und am gläsernen Meer uns alle treffen, in diesem perfekten Quadrat, nicht wahr? Und dann zur Stadt marschieren und die Krone bekommen, dann werden wir ausrufen. Genau das, was die Engel oder die himmlischen Wesen schon während der Plagenzeit gerufen haben: Gottes Gericht war wahrhaftig und gerecht. Und das zeigt uns, dass wir vielleicht manche Dinge erst später erkennen als die im Himmel, aber wir kommen am Ende zum gleichen Schluss. Vielleicht gibt es jetzt schon manche Dinge, die die Engel jetzt schon sagen über unser Leben zum Beispiel oder das Leben von anderen Gläubigen, die wir erst im Himmel wiederholen können. Die Engel sagen jetzt schon Dinge über uns vielleicht, die wir erst im Himmel dann sagen können. Und genauso mit den Ungläubigen auch. Aber es zeigt, dass Gott so präzise arbeitet und so genau ist und so treu zum Prinzip, dass egal, wer da auf die Sache drauf schaut, immer zu demselben Resultat kommt: Gott ist gerecht. Und da wird niemand sagen: „Oh, hättest du das lieber anders gemacht.“ Und ich meine, ich möchte nicht in der Position sein, die Plagen über die Welt auszugießen auf eine Art und Weise, dass am Ende jeder sagt, es war gerecht. Aber Gott schafft das. Gott schafft es, die Ungläubigen so zu strafen, dass am Ende alle sagen: „Hätte man nicht besser machen können? Hätte man nicht gerechter machen können?“ Am Ende sogar der Satan.

[28:40] Und in dem Sinne, glaube ich, ist es wirklich interessant, über die Plagen Gedanken zu machen, damit wir auch einmal dort stehen können, am gläsernen Meer und sagen können: „Herr Gott, du Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Wege, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte.“ Offensichtlich ist für Gott ein Weg oder ein Gericht auch ein Weg. Für uns ist ein Gericht meistens ein: „So, Ende, nicht mehr, aus.“ Aber Gericht ist für Gott auch ein Weg. Kennt ihr eine Geschichte in der Bibel, wo ganz offensichtlich ein Gericht Gottes für manche ein Weg war, wo Gott ein Gericht sendet und für manche ist das ein Weg? Sogar das rote Meer, überhaupt der Auszug aus Ägypten, da sagt Gott: „Ich werde euch herausführen durch ausgestreckten Arm und große Gerichte.“ Gott sendet Gerichte, aber für das Volk Israel ist es der Weg hinaus.

[29:40] „Wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte, wahrhaftig und gerecht sind deine Wege.“ Die Gerichte sind die Strafe an den Gottlosen, aber gleichzeitig der Weg für das Volk Gottes. Er befreit sein Volk und macht sie frei. Und ich glaube, das ist ganz schön zu sehen, dass Gott immer einen Weg hat. Wenn wir Gott treu sind, dann kann der Himmel zusammenstürzen. Gott hat einen Weg. Lass uns noch gemeinsam beten und dazu niederknien.

[30:18] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir heute wieder deinem Wort studieren konnten und über deine Gerechtigkeit und Liebe nachdenken durften. Habt Dank, dass wir sehen konnten, dass deine Gerichte auch Wege sind, dass wenn du die Bösen strafst, du gleichzeitig die Guten, die dir treu sind, befreist. Und danke, dass wir sehen dürfen, dass selbst in der schlimmsten Katastrophe du dich immer an deine Prinzipien hältst und dass die goldene Regel auch während der Plagenzeit die goldene Regel sein wird. Wir möchten dich bitten, dass wir jeden Tag durch deine Kraft und durch deinen Geist lernen, so zu leben, wie die Bergpredigt es sagt, und die Gerechtigkeit, die bei dir ist, in unser Leben übertragen. Habt Dank, dass du uns schenken möchtest, dass du uns helfen möchtest und dass du uns in jeder Situation beistehen möchtest. Habt Dank dafür, Jesus, von ganzem Herzen. Amen.


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