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In dieser Predigt über Offenbarung 16, Verse 8 und 9, beleuchtet Christopher Kramp die vierte Plage: das Versengen durch die Sonne. Er erklärt die symbolische Bedeutung dieser Plage, die Verbindung zur Sonnenanbetung und wie sie die Konsequenzen des ungehorsamen Verhaltens der Menschheit widerspiegelt. Die Predigt zeigt auch auf, wie Gott sein Volk auch in schwierigsten Zeiten versorgen wird.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar, hier Offenbarung Vers für Vers auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr da seid und wir wollen uns noch ein paar Minuten mit der vierten Plage beschäftigen. Da gibt es einen gewissen Zusammenhang. Allerdings wird es dann noch sehr viel heißer werden, als es jetzt die Tage gewesen ist. Die vierte Plage spricht von dem Versengen durch die Sonne und das ist interessant. Wir werden gleich sehen, was das zu bedeuten hat und bevor wir beginnen, möchten wir mit einem Gebet starten. Dazu lade ich ein, euch niederzuknien. Lieber Vater, danke für diesen Tag, danke für deine Führung und Leitung und danke für dein Wort, das auch heute zu uns sprechen möchte. Ich möchte bitten, dass auch diese Worte, die wir jetzt in Offenbarung 16 lesen werden, uns zu Worten des Lebens werden, dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst, dass wir Kraft, Mut, Trost und Stärkung gewinnen, durch das, was du hast niederschreiben lassen und dass wir unsere Füße wirklich fest auf das Fundament deines Wortes bauen. Ich möchte dich bitten, dass du jetzt deutlich zu uns sprichst und dein Wort uns klar vor Augen führst. Im Namen Jesu, Amen.

[1:22] Kurze Wiederholung, die ersten drei Plagen. Erste Plage war, was war die erste Plage? Das war die zweite Plage, genau, aber die erste Plage war, genau, auf die Erde und ein Geschwür an den Menschen, die das Malzeichen hatten. Okay, zweite Plage war, das Wasser der Meere wird zu Blut. Dritte Plage, das Wasser der Wasserströme wird zu Blut und dann hatten wir dieses etwas längere Zwischenspiel sozusagen, wo dort der Engel der Gewässer gerufen hat, gerecht bist du und deutlich gemacht hat, dass die Plagen dem Verbrechen der Menschen entsprechen. Sie haben Menschen umgebracht, sie haben das Blut zu trinken bekommen.

[2:24] Jetzt schauen wir uns die vierte Plage an und die steht in Vers 8 und 9. Offenbarung 16. Der vierte Engel goss seine Schale aus auf die Sonne und ihr wurde gegeben, die Menschen mit Feuer zu versengen und die Menschen wurden versengt von großer Hitze und sie lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen und sie taten nicht Buße, um ihm die Ehre zu geben. Also halten wir fest, was hier passiert zunächst einmal. Was genau ist diese vierte Plage? Was passiert? Genau, wir haben es auf die Sonne. Sie versengt Menschen mit Feuer.

[3:30] Übrigens eine Kleinigkeit am Rande für alle griechisch Interessierten. Der Vers in Vers 8 ist nicht ganz klar, ob es heißt und ihm, dem Engel, wurde gegeben, die Menschen mit Feuer zu versengen oder ihr, die Sonne. Das liegt daran, es steht zwar eindeutig ihm, aber Sonne ist im Altgriechischen auch männlich. Das heißt, dass ihm könnte sich entweder auf den Engel beziehen oder auf die Sonne und die Übersetzungen sind da sehr unterschiedlich. Also die deutschen Übersetzungen, glaube ich, fast alle beziehen es auf die Sonne und sagen deswegen ihr, weil im Deutschen wir nicht sagen der Sonne, sondern die Sonne, aber viele englische Übersetzungen sagen ihm, also dem Engel. Also es könnte sein, dass hier eigentlich der Engel gemeint ist, der die Macht bekommt, sie zu versengen, aber das ist jetzt erstmal nicht so von ganz großer Bedeutung.

[4:21] Frage an euch, kennt ihr Stellen, Passagen in der Bibel, wo der Effekt dieser vierten Plage bildlich ausgedrückt wird, so geschildert wird, wie das dann sein wird auf der Erde? Ich habe da mal eine Stelle gelesen, im Alten Testament, wo diese Plagenzeit speziell, die der vierten Plage jetzt beschrieben wird. Bei Mose? Also ich meine nicht die zehn Plagen in Ägypten, sondern ich meine diese letzten Plagen, aber wo im Alten Testament schon mal beschrieben wird, wie diese letzten Plagen vor der Wiederkunft praktisch aussehen werden. Das ist mit dem, dass der Tag brennen wird wie ein Ofen, wahrscheinlich, ja wahrscheinlich, das ist glaube ich der Vers. Das dürfte dann allerdings nur die Verbindung sein, dass es in beiden Fällen halt brennt. Ja, das ist genau der Tag, aber er bezieht sich ja dann auf die Zeit nach den tausend Jahren, wenn dann alle verbrannt werden. Ah genau, da kommen wir gleich zu. Haltet es noch im Hinterkopf, Rose kommt gleich dran damit.

[5:52] Aber Stellen, wo beschrieben wird, was diese Plage anrichtet und da können wir mal unser Lieblingsbuch hier aufschlagen, nämlich Joel. Schaut mal in Joel. Joel Kapitel 1 beschreibt die Zeit der Plagen, ganz interessanterweise. Joel 1 und dort Vers, lesen wir mal Vers 10. Und haltet mal im Hinterkopf, die vierte Plage, Sonne versengt alles. Joel Kapitel 1 Vers 10 bis 12. Seid ihr da? Das Feld ist verheert, der Acker trauert, denn das Korn ist verwüstet, das Obst ist verdorrt, die Ölbäume sind verwelkt, die Bauern sind enttäuscht, die Winzer jammern wegen des Weizens und der Gerste, denn die Ernte des Feldes ist verloren. Der Weinstock ist verdorrt, der Feigenbaum verwelkt, Granatbäume, Palmen und Apfelbäume, alle Bäume des Feldes sind verdorrt, ja den Menschen, Kindern ist die Freude vergangen. Das ist noch ein bisschen eine etwas lebensnahere Schilderung als in Offenbarung. In Offenbarung steht nur, die Sonne versengt alles. Aber hier wird es ein bisschen für uns noch greifbarer, was das eigentlich praktisch für den Alltag bedeuten wird.

[7:25] Wir können auch noch lesen ab Vers 17. Vers 17. Verdorben sind die Samenkörner unter den Schollen, die Speicher stehen leer, die Scheunen zerfallen, ja das Korn ist verwelkt, oh wie seufzt das Vieh, wie sind deine Rinderherden verstört, weil sie keine Weide haben und auch die Schafherden gehen zugrunde. Zu dir, oh Herr, will ich rufen, denn das Feuer hat die Auen der Steppe verzerrt und die Flamme hat alle Bäume des offenen Feldes versengt, auch die Tiere des Feldes lächzen nach dir, weil die Wasserbäche vertrocknet sind und das Feuer die Auen der Steppe verzerrt hat. Eine ziemlich interessante Beschreibung. Joel beschreibt die Zeit der Plagen. Das ist deswegen interessant, weil dann später im Buch Joel, der dieser Aufruf ist, jetzt noch, bevor das passiert, bekehrt euch, der Aufruf zum Spätregen, der Aufruf zur Erweckung der Reformation, geschieht alles unter dem Hintergrund, dass vorher in Joel beschrieben wird, wie die Plagen sein werden.

[8:23] Noch eine Stelle, die so ein bisschen in die Richtung geht. Schaut mal mit mir in Amos. Amos 8 und dort Vers 3. Der ist nicht ganz so deutlich, aber es ist einer von mehreren Stellen, die immer wieder so auch prophetisch schon in dieser Zeit vorausblicken. An jenem Tag werden ihre Tempellieder zu Geheul werden, spricht Gott der Herr. Man wird überall viele Leichname hinwerfen, still.

[9:12] Also die Welt zur Zeit der vierten Plage wird ziemlich apokalyptisch aussehen. Diese Hitze wird die Ernten verderben, die Menschen werden hungern, viele Menschen werden sterben. Natürlich werden nicht alle sterben, weil ansonsten bräuchte es keine fünfte, sechste, siebte Plage. Aber ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, was das bedeutet, wenn es so gewaltige Hungersnöte gibt, wenn die Wirtschaft zusammenbricht und wenn Menschen nicht überall sterben. Ellen White sagt, diese Szenen sind so gewaltig, dass sich kein Mensch jetzt richtig ausmalen kann, was passieren wird.

[9:47] Nun, wie wird es dem Volk Gottes gehen in der Zeit? Schaut man mit mir Jesaja 33. Jesaja 33 und dort Vers 15 und 16. Jesaja 33, Vers 15 und 16. Wer in Gerechtigkeit wandelt und aufrichtig redet, wer es verschmäht, durch Bedrückung Gewinn zu machen, wer sich mit seinen Händen wehrt, ein Bestechungsgeschenk anzunehmen, wer seine Ohren verstopft, um nicht von Blutvergießen zu hören, wer seine Augen verschließt, um Böses nicht mit anzusehen, der wird auf Höhen wohnen, Felsen festen soll seine Burg, sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser versiegt nie.

[10:32] Jetzt, warum heißt es hier, dass wir Wasser und Brot immer haben werden? Versuchen wir mal ein bisschen nachzudenken im Kontext der Plagen. Warum wird uns Wasser und Brot verheißen? Ja, ganz klar, ohne Wasser kann man nicht lange leben. Warum ist es also nötig, dass Gott uns verheißen muss, dass wir nicht ohne Wasser und Brot bleiben werden? Die Situation wird so sein, dass auch für das Volk Gottes es schwierig aussehen wird. Wir sagen ja, und das stimmt, Psalm 91 macht deutlich, wenn dann die Plagen kommen wird es die anderen treffen uns aber nicht. Das heißt aber nicht unbedingt, dass alle Felder tot sind, aber nur das kleine Feld hinter meinem Garten blüht und Frucht bringt.

[11:35] Die Tatsache, dass Gott uns Wasser und Brot verheißen muss, bedeutet, dass es auch für die Gläubigen so aussieht, als ob sie nichts mehr zu essen und zu trinken haben. Kennt ihr in der Geschichte im alten Testament eine Person, die auch auf übernatürliche Art und Weise versorgt werden musste, obwohl er nicht gesündigt hatte, weil alles Land unter einer Hungersnot gelitten hat? Elia. Elia hat nicht gesündigt, aber trotzdem, wenn Gott ihn nicht besonders versorgt hätte, dann wäre er auch gestorben an Hunger. Das heißt also, ja, die Plagen werden uns nicht treffen, im Sinne, dass wir davon dauerhaften Schaden haben, aber die Gläubigen werden nicht volle Vorratsspeicher haben, während der Rest der Welt verhungert. Das muss man sich einfach mal auch bewusst machen.

[12:25] Die Plagenzeit wird auch für die Gläubigen kein Spaziergang sein, wo man einfach so sagt, na ja, betrifft mich alles nicht. Wir werden durch die Plagenzeit hindurch getragen werden. Gott sagt, es wird ihnen kein Schaden zugefügt werden, aber es wird trotzdem eine schwierige Zeit sein. Schauen wir noch einen Text an, in Jesaja 41. Genau, schaut mal, da wird es noch deutlicher. Jesaja 41 Vers 17. Jesaja 41 Vers 17. Die Elenden und Armen suchen Wasser und finden keines, ihre Zunge verdorrt vor Durst und dann heißt es, ich der Herr will sie erhören, ich der Gott Israels will sie nicht verlassen.

[13:20] Wenn ihr den Vers genau anschaut, dann seht ihr zwei Dinge. Was sind die beiden Hauptideen in dem Vers? Was sind die beiden Hauptideen in diesem Vers? Ganz genau, der Vers sagt erst einmal, dass wir auch Not spüren werden, dass uns auch die Zunge vertrocknen wird, dass wir auch echten Durst haben werden und dann die zweite Idee ist, Gott wird uns nicht alleine lassen, Gott wird uns hindurchführen, Gott wird uns nicht aufgeben, er wird dafür sorgen, dass wir immer Brot und Wasser haben, nicht unbedingt vegane Cremetorten und kein ausgefeiltes Sortiment mit allen veganen Würstchen, die es gibt. Gott verheißt uns Wasser und Brot, alles, was wir brauchen zum Leben, das nur so am Rande.

[14:29] Jetzt vielleicht noch dieser berühmte Psalm 121. Das ist ein schöner Vers jetzt auch in diesem Zusammenhang mit der vierten Plage. Psalm 121 und dort Vers 5 bis 7. Der Herr behüte dich, der Herr ist dein Schatten zu deiner rechten Hand, dass dich am Tag die Sonne nicht steche, noch der Mond bei Nacht. Der Herr behüte dich vor allem übel, er behüte deine Seele.

[15:17] Also heißt, die Gläubigen werden von den Folgen der vierten Plage auch mit betroffen sein. Wenn das Wasser überall versiegt, versiegt es auch für die Gläubigen. Wenn alle Läden leer sind und die Ernten kaputt sind, dann betrifft es auch die Gläubigen. Gott wird für sie sorgen, aber dieses Versengen durch die Sonne trifft die Gläubigen nicht. Das ist eine sehr wichtige Unterscheidung. Die Plage selbst trifft die Gläubigen nicht. Die Konsequenzen der Plage sind durchaus etwas, was an den Gläubigen nicht völlig spurlos vorbeigeht, aber sie werden dort hindurch getragen.

[15:59] Jetzt die interessante Frage, warum macht das Gott, warum lässt er die Sonne so sehr auf die Menschen scheinen, dass sie versengt werden? Jetzt kann es kommen, Rosa, mit dem Vers, woher wissen wir, dass sie die Sonne angebetet haben? Genau, Hesekiel 8. Schauen wir das mal kurz noch mal an als Erinnerung. Das haben wir schon des Öfteren mal studiert hier. Hesekiel 8 und dort Vers 16. Und er führte mich in den inneren Vorhof des Hauses des Herrn. Und hier am Eingang zum Tempel des Herrn, zwischen der Halle und dem Altar, waren etwa 25 Männer, die kehrten dem Tempel des Herrn den Rücken, ihr Angesicht aber nach Osten. Und sie warfen sich nach Osten anbetend vor der Sonne nieder.

[17:11] Also hier haben wir ein grundlegendes Prinzip, das Gott immer und immer wieder benutzt. Was passierte, als die Israeliten die assyrischen Götter angebetet haben? Ich stelle die Frage anders. Was passierte, als die Israeliten die babylonischen Götter angebetet haben? Dann kam die Babylonier und haben die Israeliten vernichtet. Als die Israeliten die assyrischen Götter angebetet haben, kamen die Assyrer und haben die Israeliten vernichtet. Als sie die kananitischen Götter angebetet haben, dann kamen die Kanaaniten und haben sie vernichtet. Als sie die moabitischen Götter angebetet haben, kamen die Moabiter. Wenn sie die Sonne anbeten, dann kommt die Sonne und vernichtet sie. Das ist ein grundlegendes Prinzip, das wir jetzt in den Plagen immer wieder sehen.

[18:09] Ich betone das nur so deutlich, dass wir wirklich dieses Prinzip der Gerechtigkeit sehen. Die Strafe steht in direktem Verhältnis, direkter Proportion zum Verbrechen und letztendlich ist es nicht mal mehr so in dem Sinne eine willkürliche Strafe. Gott sagt, wenn ihr lieber die Sonne anbetet als mich, schaut wie die Sonne über euch herrschen würde. Wenn die Sonne nicht unter meiner Kontrolle ist, schadet sie euch nur. Das ist eine interessante Idee. Wer hat die Sonne geschaffen? Gott.

[18:38] Die Bibel sagt nicht exakt, warum oder auf welche naturwissenschaftliche Weise jetzt die Sonne die Menschen versengen wird. Wird es daran liegen, dass jetzt die Sonne näher zur Erde kommen wird? Wird es daran liegen, dass das Ozonloch verschwindet? Ich weiß es nicht. Aber auf irgendeine Art und Weise wird die Sonne jetzt funktionieren, auf eine Art und Weise, die jetzt nicht mehr den originalen Gesetzmäßigkeiten Gottes entspricht, oder? Weil Gott hat die Sonne geschaffen und dann hat er Gesetze gegeben, damit die Sonne ein Segen ist. Das heißt, die Entfernung zwischen Sonne und Erde, die Geschwindigkeit der Sonne, die Rotation der Erde um die Sonne und so weiter. All das gab Gesetzmäßigkeiten, das Ozonloch, die Atmosphäre, wie dick die einzelnen Atmosphärenschichten sind und so weiter. All diese Gesetzmäßigkeiten hatte Gott gegeben, damit sein Geschöpf die Sonne, die ein Herrscher sein sollte, ein Segen ist. Aber jetzt ist die Sonne von Gott quasi losgelöst.

[19:41] Jetzt wofür steht die Sonne damit ein Symbol? Ja, genau, für die Sünde. Warum beten die Menschen fast alle heidnischen Religionen die Sonne an? Warum haben die Ägypter zu Re gebetet und die Babylonier zu Schamasch und ich weiß nicht, alle beten zu dem Sonnengott, weil sie Gott abgelehnt haben. Ja, genau, das stimmt. Aber sie könnten ja auch alle zu Kühen beten, was sie zum Teil auch gemacht haben. Warum beten nicht alle zu, ich weiß nicht, zu irgendeinem Stern? Warum beten sie alle besonders oft immer zur Sonne? Die Sonne war offensichtlich, ein denkender Mensch sieht schnell, man braucht die Sonne. Ja, man könnte auch zum Wasser beten. Relativ wenig Religionen beten zum Wasser.

[20:36] Das hätte man auch machen können, man hätte auch sagen können, wir beten das Wasser an, die Nordsee und die Ostsee und das Mittelmeer. Woher kommt wohl diese Idee, dass man ausgerechnet die Sonne anbetet, das Licht? Ja, ja, ja, ja, ja. Schaut mal in Jesaja 14, Jesaja 14 und dort Vers 12. Um wen geht es in Jesaja 14? Das ist eine einfache Frage. Um wen geht es in Jesaja 14? Um den Satan. Vers 12. Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte? Frage. Liebe Hobbyastronomen, wodurch entsteht die Morgenröte? Durch welchen Stern? Durch die Sonne, oder? Das Licht der Morgenröte entsteht durch die Sonne. Einer der Namen von Luzifer ist hier Sohn der Morgenröte. Das heißt, in einer gewissen Art und Weise hat Luzifer sich offensichtlich mit der Sonne identifiziert, weil er war der Lichtträger, oder? Der Luzifer.

[22:08] Was ist die Sonne? Die Sonne ist der Lichtträger und die Sonne ist von der Erde aus gesehen der mit Abstand größte Stern von allen Sternen. Ist auch nur ein Stern, aber der größte von allen. Der Luzifer, interessanterweise, war auch nur ein Engel, aber von allen Engeln der weiseste und der stärkste. Und das ist eine interessante Frage. Ich meine, das kann man nicht bis Letzte beweisen, aber könnte es sein, dass der Luzifer deswegen so viele Menschen zur Sonnenanbetung verführt hat, weil er sich selbst hinter der Sonne versteckt, dass eigentlich Sonnenanbetung per Definition dann letztlich Luziferanbetung ist, weil auch so wie die Sonne von Gott geschaffen ist, um solange sie in den Grenzen, die Gott gibt, ein Segen zu sein, so war ja auch Luzifer von Gott geschaffen, um solange er nach dem Gesetz lebt, ein Segen zu sein, oder? Luzifer sollte der größte Segen sein, den es gibt im Universum. Aber in dem Moment, wo das Gesetz bricht, entsteht ein Schaden.

[23:19] In dem Moment, wo die Sonne nicht mehr so funktioniert, wie sie eigentlich funktionieren sollte, entsteht ein gewaltiger Schaden für die Menschen. Damit ist diese vierte Plage interessanterweise eine Illustration des Falls von Luzifer. Sie illustriert wiederum vor dem Universum, was passiert, wenn der Lichtträger nicht so funktioniert, wie er eigentlich funktionieren sollte. Und wenn man die Sonne mehr anbetet als Gott, dann ist das so, als ob man den Luzifer mehr anbetet als Gott, das Geschöpf mehr anbetet als den Schöpfer.

[23:54] Und jetzt sagen die aber die Menschen, die beten doch die Sonne gar nicht an in der Endzeit. Es gibt so wenig Sonnenanbeter heute, außer denen, die vielleicht im Sommer am Strand liegen, aber das ist was anderes. Also worin beten die Menschen die Sonne an? Es ist ja noch vertragter. Worin beten die Menschen die Sonne an in der Endzeit? Ich meine, wenn die Menschen alle vor der Sonne niederfallen und sagen, oh Re, Schamasch, du alter Sonnengott, wie beten sie die Sonne an in der Endzeit? Sonntagsgesetz durch die Anbetung am Tag der Sonne. Das heißt, hat Gott den Sonntag geschaffen, ja oder nein? Ja, sollte der Sonntag ein Segen sein? Der Sonntag ist nicht besonders gesegnet, aber alles, was Gott schafft, ist ein Segen, weil es ist ein Tag zum Arbeiten. Es sind 24 Stunden, es ist ein Segen.

[25:03] Solange der Sonntag so genutzt wird nach dem Gesetz, nämlich als ein Arbeitstag, ist es ein Segen. So wie die Sonne, wenn sie sich nach dem Gesetz richtet, ist sie ein Segen. So wie Luzifer, solange er nach dem Gesetz lebte, ein Segen war. Als Luzifer das Gesetz brach, wurde er zum Schrecken. Wenn die Sonne hier plötzlich agiert oder erlebt wird, so nicht wie Gott sie geplant hat, versengt sie die Menschen. Wenn der Sonntag benutzt wird gegen das Gesetz Gottes, wird das immer ein schrecklicher Fluch. Da gibt es also diese Verbindung zwischen Luzifer, der Sonne und dem Sonntag und weil die Menschen den Sonntag heiligen gegen Gott, sagt Gott, ihr wollt die Sonne? Hier habt ihr die Sonne.

[25:54] Und damit sehen wir wiederum, das haben wir jetzt in allen vier Plagen gesehen soweit, dass es immer um das Sonntagsgesetz oder bis es um die Verfolgung aufgrund des Sonntagsgesetzes geht. Das heißt, die Plagen sind wirklich direkte, spezifische Antworten auf die Verfolgung in Offenbarung 13. Noch ganz kurz zu Offenbarung 16 zurück.

[26:32] Vielleicht ganz kurz diese Idee in Vers 9. Und die Menschen wurden versengt von großer Hitze und sie lästerten den Namen Gottes, der Machtteil über diese Plagen und sie taten nicht Buße, um ihm die Ehre zu geben. Frage, warum tun sie keine Buße? Warum tun die Menschen keine Buße? Ja, wir sind schon in der Zeit nach dem Ende der Gnadenzeit. Heißt das, dass sie keine Buße mehr tun können? Interessante Frage. Gott könnte immer, Gott hat nicht irgendwann spontan gesagt, ich habe keine Lust mehr auf Gnadenzeit, aber ihr Herz ist so verhärtet, wir sind zu weit gegangen.

[27:11] Schaut mal mit mir in Jeremia 5. Da haben wir einen ähnlichen Fall hier mit dem Volk Gottes. Jeremia 5, Vers 3. Herr sehen deine Augen nicht auf Wahrhaftigkeit, du hast sie geschlagen, aber es tat ihnen nicht weh. Du hast sie aufgerieben, aber sie haben sich geweigert, Zucht anzunehmen. Sie haben ihr Angesicht härter als Fels gemacht. Sie haben sich geweigert, umzukehren. Das heißt mit anderen Worten, das Gericht Gottes hat sie nicht näher zu Gott gebracht, sondern noch weiter weg, weil obwohl Gott ihn deutlich macht, schaut mal, ihr betet die Sonne an, schaut mal, was die Sonne mit euch macht. Wem geben sie die Schuld? Gott.

[28:03] Wenn das Volk Gottes ihnen die Wahl gelassen hat, betet Gott an und nicht seine Schöpfung, sagen sie, nein, nein, nein, wir glauben nicht an Gott, nicht wahr Gott, egal, wir machen unser eigenes Ding. Wir wollen die Sonne. Jetzt versengt sie die Sonne. Wen beschuldigen sie? Gott, warum lässt du das zu? Das heißt, daran erkennt man, wie absurd das eigentlich ist. In dem Moment, wo Gott sie zu sich nehmen würde, würden sie alles nur wieder ruinieren. Jedes Gericht, das eigentlich ja letztendlich immer, jedes Gericht Gottes, alles was er tut, ist ja eigentlich darauf angerichtet, Menschen zu ihm zu führen. Gott schiebt ja niemals Menschen von sich weg, aber selbst diese Gerichte, die ihn deutlich machen sollen, schaut mal, wie unsinnig eure Religion ist, wie unsinnig ist, was er tut, schiebt sie noch weiter weg von ihm.

[28:58] Das ist so wie mit dem Pharao. Wollte Gott den Pharao gewinnen? Selbstverständlich, aber mit allem, was er tat, hat der Pharao sich weiter wegentwickelt, nicht wahr? Er hat sein Herz verhärtet und das bedeutet, irgendwann ist das, Gott macht das ein paar mal, um zu sagen, schaut mal, egal was ich tue, egal was ich mache, es wird immer schlimmer und dann irgendwann kommt der Moment, wo das ganze Universum sagt, Gott, es bringt nichts, es ist vorbei.

[29:20] Schaut mal noch ein Vers an Jeremia 6, Jeremia 6, Vers 29 und 30. Jeremia 6, Vers 29 und 30. Der Blasebalg schnaubt, vom Feuer ist das Blei verzehrt, vergebens hat man geschmolzen und geschmolzen, die Bösen werden doch nicht ausgeschieden. Verworfenes Silber nennt man sie, weil der Herr sie verworfen hat. Kurze Erklärung, man hat damals Silber gehabt, das Silber, wenn es aus dem Bergbau kam, war unrein, da waren so andere Dinge drin, deswegen hat man dazu Blei gegeben und das ganze erhitzt. Die Idee war, dass das Blei sich mit all den unreinen Stoffen verbinden würde und dann sozusagen reines Silber übrig bleiben würde und jetzt sagt Gott hier, wir haben, nicht wahr, das benutzt und benutzt und benutzt, das Blei ist schon alle, aber das Silber ist immer noch unrein, das hat nichts gebracht.

[30:29] Alle Energie, die wir reingesteckt haben, umsonst und das ist die traurige Realität, dass selbst ein Gott, der allmächtig, allwissend, allkönnend ist, allgegenwärtig, alles investieren kann und trotzdem Menschen unrein bleiben. Gott stößt in seiner Allmacht an eine Grenze, die Grenze des freien Willens, diese törichten Menschen, die nicht begreifen wollen, dass sie sich selbst zerstören. Er kann da nicht weiter und das ist natürlich extrem traurig und für uns eine enorme Warnung, dass der allmächtige Gott, der uns aus jedem Sündenloch herausziehen kann, egal wie tief, er stößt an eine Grenze, die er nicht überwinden wird und kann, wenn wir nicht wollen, da kommt er nicht weiter. Wenn wir nicht wollen, kann man uns nicht retten, das ist der Punkt und wenn man den ganzen Himmel investiert, alle Schätze, man kann uns nicht retten, wenn wir nicht wollen, das Silber bleibt unrein.

[31:30] Schauen wir mal in Offenbarung zum Schluss, Offenbarung 16 noch mal. Es ist interessant, dass es heißt hier, sie bekehrten sich nicht, um Gott die Ehre zu geben. Was waren die drei Verengungsbotschaften an sie? Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, haltet seine Gebote, lebt so, dass es ihm gefällt, sie tun es nicht. Wisst ihr, was das bedeutet? Die Tatsache, dass unter den Plagen die Menschen ihm nicht die Ehre geben, bedeutet, dass zwar die Plagen Gottes Volk retten und auch, dass die Weltgeschichte zu Ende geht, aber dass Gott hier noch nicht aufhören kann.

[32:09] Die Menschen sterben dann irgendwann alle, aber er kann den großen Kampf nicht beenden. Warum? Die Menschen haben noch nicht zugegeben, dass Gott recht hat, deswegen braucht es jetzt 1000 Jahre und nach den 1000 Jahren werden deswegen alle diese Menschen noch mal aufgewacht. Man fragt sich ja, warum werden die sterben und dann stehen die noch mal auf, nur um wieder zu sterben. Hätten wir das nicht gleich bei den Plagen machen können? Kann man nicht, weil bei den Plagen sind diese Menschen noch nicht so weit, dass sie Gott die Ehre geben. Also muss Gott noch mal 1000 Jahre warten, bis sie nach über 1000 Jahren sagen werden, dieselben Menschen dann sagen werden, jetzt erkennen wir, als uns damals fast versengen lassen, das war gerecht. Jetzt sehen wir den Zusammenhang, jetzt erkennen wir, dann ist es natürlich zu spät, aber das zeigt uns, dass die Plagen noch nicht das Ende sein können, weil Gott darauf wartet, dass alle Knie sich beugen.

[32:58] Die Plagen sind ein wichtiger Zwischenschritt, aber sie lösen das eigentliche Problem noch nicht. Sie retten Gottes Volk, aber das Problem der Sünde bleibt weiterhin bestehen. Nach der Sommerpause schaffen wir dann die fünfte und sechste Plage mit der Schlacht von Harmagedon und das wird dann sehr, sehr, sehr spannend werden. Für heute lernen wir, Gott kann und will uns retten, aber er kann uns nicht retten, wenn wir nicht wollen. Und wir dürfen wissen, auch wenn die Plagenzeit eine apokalyptische Zeit sein wird, Wasser und Brot ist uns gewiss. Wenn wir ihm folgen, wird er uns wie Elia durch all die Zeiten durchtragen. Das können wir heute schon dem Glauben annehmen und heute schon diesen Glauben üben, indem wir ihm vertrauen in den kleinen Dingen des Lebens, oder? Lasst uns noch gemeinsam beten.

[34:04] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, dass wir gesehen haben, was die vierte Plage ganz praktisch für die Welt bedeuten wird und warum sie kommt und dass wir erneut zum vierten Mal dieser vierten Plage gesehen haben, dass deine Gerichte wahrhaftig und gerecht sind und dass sie entscheidende Dinge dem ganzen Universum illustrieren werden. Wir möchten dich bitten, dass wir wirklich von unserem ganzen Herzen dir erlauben, uns zu retten, dass du nicht gegen eine Wand bei uns läufst, sondern dass wir unser Leben öffnen für dich und dein Wirken, jeden Tag aufs Neue. Und wir danken dir für all das, was du schon in unserem Leben getan hast, für all das Große, was du jetzt gerade tust und für das, was du noch tun kannst und willst. Hab Dank, dass wir heute schon Vertrauen haben dürfen, dass selbst wenn diese Erde sich ganz rapide verändern wird, dass du mit deiner Hand uns leiten wirst durch alle Schwierigkeiten. Hab Dank dafür, Jesus, von ganzem Herzen. Amen.


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