[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Nach längerer Sommerpause wollen wir heute auch mit dem Offenbarungsstudium weitermachen. Schön, dass ihr eingeschaltet habt, schön, dass ihr da seid. Und wir wollen in Offenbarung 17 gleich weitermachen und einen kurzen Vers, ein paar wenige Gedanken dazu. Und bevor wir beginnen, wollen wir mit dem Gebet starten und dazu hinterknien, wo es möglich ist.
[1:11] Lieber Vater, wir möchten dir auch jetzt für die Gelegenheit danken, die Offenbarung zu studieren. Wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst, gute Gedanken, die von dir kommen und eine Botschaft, die wir erkennen können, die uns direkt heute im Herzen trifft, die wir mitnehmen können in den Alltag, die uns zeigt, wie wir mit dir leben können. Bitte hilf uns, sei du bei uns und schenke uns deinen Heiligen Geist. Im Namen Jesu. Amen.
[1:38] Offenbarung 17 und dort Vers 13. Vor der Sommerpause haben wir das letzte Mal in Vers 12 über die 10 Hörner gesprochen. Die 10 Könige, die noch zukünftig sind, auch von 1798 aus gesehen, die allerdings für eine Stunde, und wir haben darüber gesprochen, ob das prophetisch oder auch metaphorisch gemeint ist, jeweils war eine kurze Zeit, werden sie Macht haben, zusammen mit dem Tier. Wir haben auch überlegt, ob diese 10 Könige eventuell etwas mit dem siebten Haupt zu tun haben könnten. Wir haben auch gesagt, dass höchstwahrscheinlich die 10 Hörner, diese 10 Könige, einen Bezug auch haben könnten zu Daniel 2.
[2:34] Und jetzt schaut mal hier in Vers 13, wir lernen noch etwas über diese 10 zukünftigen Könige. Da heißt es, diese haben einen was? Sie haben einen einmütigen Sinn. Und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft dem Tier. Also halten wir es mal fest, sie haben einen einmütigen Sinn.
[3:09] Jetzt woher kennt ihr diese Idee, dass dort jemand, dass dort irgendwie welche einen einmütigen Sinn haben? Aus der Apostelgeschichte. Das ist ja eigentlich etwas, was Gott sich von seinen Gläubigen wünscht. Schaut mal mit mir zum Beispiel in Philipper 1. Eines Sinnes, genau.
[3:49] Philipper 1, Vers 27. Dort heißt es: "Nur führt euer Leben würdig des Evangeliums von Christus, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von euch höre, dass ihr feststeht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft für den Glauben des Evangeliums." Also in Philipper 1, Vers 27, da ist der einmütige Sinn wozu da? Wozu ist der Sinn da, dieses einmütige Denken eines Sinnes sein? Wozu dient er hier in Philipper 1, Vers 27? Es dient dazu, für das Evangelium zu kämpfen. Kämpfen für das Evangelium. Dafür dient es.
[5:04] Schauen wir noch in, übrigens, wofür dient der einmütige Sinn in Offenbarung 17? Also in Philipper 1, Vers 27 dient der einmütige Sinn, um für das Evangelium zu kämpfen. Und in Offenbarung 17 dient der einmütige Sinn, um für das Evangelium zu kämpfen. Und in Offenbarung 17 dient der einmütige Sinn, um gegen das Evangelium zu kämpfen. Sie kämpfen gegen das Evangelium. Also im Prinzip genau das Gegenteil, oder? Sie kämpfen gegen diejenigen, die das ewige Evangelium predigen. Nämlich das ewige Evangelium ist die drei Engelbotschaft, die sagt: "Hütet euch vor diesen Leuten, die hier Offenbarung 17 ausmachen. Das Tier und das Bild des Tieres und das Mahlzeichen und so weiter." Werden wir gleich sehen in Vers 14, dass sie gegen das Lamm kämpfen und die, die mit dem Lamm sind. Kämpfen gegen das Evangelium.
[6:28] Also interessanterweise sagt uns die Bibel, dass sowohl bei dem Kampf für das Evangelium, als auch beim Kampf gegen das Evangelium eine gewisse Einheit zu beobachten ist. Was ist denn der Unterschied zwischen der Einheit und der Einheit? Ist es dann egal, auf welcher Seite man ist, weil beide Seiten haben doch eine echte Einheit, oder? Sind die beiden Einheiten irgendwie unterschiedlich? Hier ist eine Harmonie, hier ist eine Harmonie. Das ist Einheit in Jesus, das ist Einheit ohne Jesus, Einheit gegen Jesus. Aber trotzdem ist es eine Einheit, oder? Wie sieht das Ende aus? Ja, okay, aber warum sagt Gott einfach, dass die Einheit ihm besser gefällt als die, wenn die doch auch ganz toll funktioniert und die auch harmonisch hier leben?
[7:31] Also halt mal fest, diese Einheit hier ist eine Einheit, die ewig hält. Wie lange hält diese Einheit hier? Schaut mal in Daniel 2. Guter, alter Daniel 2. Immer wieder ein wichtiges Kapitel.
[7:52] Daniel 2, über diese allerletzte Zeit, da heißt es in Vers 43: "Dass du aber das Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, dass sie sich zwar mit Menschensamen vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden, wie sich ja Eisen mit Ton nicht vermischt." Die Idee ist, dass auch wenn der Satan versucht, eine künstliche Einheit zu erzeugen, es ihm vielleicht für einen kurzen Moment gelingt, aber sofort wieder auseinanderbricht. Diese Einheit ist eine Einheit von einem Moment. Diese Einheit ist eine Einheit der Ewigkeit.
[8:53] Es stimmt zwar, dass beide Einheiten harmonisch sind. Hier ist Harmonie, alle sind eines Sinnes, hier ist Harmonie, alle sind eines Sinnes. Aber diese Einheit hat das Potenzial, für Ewigkeiten zu funktionieren, während diese Einheit nur für einen kurzen Moment funktioniert und danach wieder auseinanderbricht. Deswegen kann dieses Modell von Gott nicht übernommen werden. Er kann es auch nicht gut heißen, er kann es auch nicht, weil es nicht tragfähig ist. Satan schafft es nur, für den kurzen Moment eine Einheit zu gewähren, aber er kann keine konstante Einheit geben.
[9:31] Übrigens gibt es noch eine andere Sache, die so ähnlich ist. Und das ist die Freude. Kann Satan kurzfristige Freude geben? Oh ja, Sünde hat immer etwas mit kurzfristiger Erfüllung, kurzfristiger Befriedigung, kurzfristiger Freude zu tun. Im Moment, oder? Ein Glücksgefühl im Moment. Aber Satan kann kein dauerhaftes Glücksgefühl geben. Die Sünde kann kein Glücksgefühl geben, das hält. Es ist immer nur ein Kick und danach ist es eine Katastrophe. Kick und Depression. Während das Glücksgefühl bei Gott, ewiges Leben, ewige Freude, ewige Glückseligkeit, das hält.
[10:14] Das heißt, die Frage ist eigentlich gar nicht so sehr nach Harmonie oder Harmonie oder Glück oder Glück, sondern die Frage ist nach wie lange. Das Besondere an Gott ist seine Konstanz. Deswegen sagt die Bibel, dass Gott sich nie ändert. Und das ist das Besondere am Evangelium. Deswegen ist das Evangelium auch Gottes Gesetz, die einzige Grundlage einer Gesellschaft, die auf ewig leben will. Weil nur dort gibt es eine Harmonie im Gesetz Gottes, die dauerhaft trägt.
[10:50] Die Harmonie hier, und das ist jetzt der Punkt, der Lukas hat es schon angesprochen, worauf basiert diese Harmonie hier? Auf welchen Prinzipien? Auf der Liebe. Liebe, Glaube, Hoffnung. Auf dem Wort Gottes, das schöpferische Kraft hat.
[11:13] Schaut mal mit mir in Philipper 2. Gehen wir zurück in den Philipper Brief. Philipper 2, Vers 2. "So macht meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und auf das eine bedacht seid." Also hier geht es wieder um die Einheit, oder? Könnt ihr das sehen? Es geht um den Sinn. Eines Sinnes seid, die gleiche Liebe habt.
[11:44] Jetzt schaut mal in Vers 5. "Denn ihr sollt wie gesinnt sein. So gesinnt sein, wie Christus Jesus auch war." Das heißt, die Gesinnung Jesu führt zu dieser Einheit. Könnt ihr das sehen? Wenn man so gesinnt ist wie Jesus, sind alle gesinnt wie eins. Das heißt, es basiert auf Jesus. Es basiert positiv auf dem, wer Jesus ist, wie Jesus ist. Es basiert auf der Wahrheit.
[12:13] Und wie ist Jesus? Das wird jetzt in den Versen beschrieben. Jesus war bereit, seine Position aufzugeben und sich zu erniedrigen. Die Harmonie des Himmels, die Harmonie im Evangelium basiert darauf, dass jeder so denkt wie Jesus, dass er bereit ist, für den anderen da zu sein. Und dadurch hat man eine tragfähige Gesellschaftsstruktur, weil jeder den anderen trägt, weil jeder dem anderen dient. Und so alle gedient werden.
[12:42] Bei Satan ist es genau andersherum. Worauf basiert Satans Prinzip? Es basiert darauf, dass jeder auf sich selbst schaut, oder? Und wenn jeder auf sich selbst schaut, kann man keine Harmonie erzeugen, die dauerhaft ist. Die einzige Möglichkeit, Harmonie überhaupt zu erzeugen, ist durch einen gemeinsamen Feind. Das ist ja schon bei den Dämonen so. Die Dämonen sind alle furchtbar zerstritten, sagt Ellenwald, furchtbar zerstritten. Sie werden nur durch eine einzige Sache geeint, nämlich durch ihren Hass auf Jesus.
[13:17] Das heißt, hier ist die Grundlage die Gesinnung von Jesus, hier ist die Grundlage der Hass auf Jesus. Und Hass auf etwas ist keine gute Grundlage für eine Gesellschaft, oder? Das kann nicht auf Dauer gut gehen. Das ist selbstzerstörerisch. Wenn das einzige Fundament der Einheit etwas Negatives ist, nämlich Hass auf etwas, Feindschaft gegen irgendjemanden. Das würde nämlich bedeuten, und jetzt denkt mal scharf nach, warum das so selbstzerstörerisch ist. Nehmen wir mal an, die hätten Erfolg hier. Die Einheit dieser Bewegung basiert auf dem Hass gegen Jesus. Nehmen wir mal theoretisch an, ich weiß, das ist ein ziemlicher Gedankensprung. Nehmen wir mal an, die hätten Erfolg und sie würden Jesus beseitigen. Was würde mit der Einheit passieren? Sie würde allein deswegen auseinanderbrechen, weil es keine Einheit mehr gibt, weil die ganze Einheit nur auf der Feindschaft gegen Jesus basiert. Das heißt, die Einheit will etwas, nämlich die Vernichtung Jesu, was automatisch zur Vernichtung der Einheit führen würde. Das ist, weil die Einheit auf dem Hass auf Jesus basiert.
[14:38] Das heißt im Grunde genommen, dieses Modell greift sich selbst an. Es zerstört sich selbst. Das ist wie Krebs. Und deswegen hat Gott so einen Hass darauf, weil so viele Geschöpfe, die er geschaffen hat, von diesem schlimmen Gedanken befallen sind. Und deswegen ist diese Einheit, diese scheinbare Einheit, reine Fassade. Sie täuscht nur etwas vor und verbirgt eigentlich die selbstzerstörerische Kraft der Sünde.
[15:06] Aber eins sollten wir auf jeden Fall festhalten. Wenn schon äußerlich die Feinde Gottes einig sind, sollten dann wir als Gläubige nicht echte Einheit praktizieren? Wie sollen wir das Evangelium in die Welt tragen, wenn manchmal die Feinde Gottes einheitlicher wirken als die Gemeinde Gottes? Echte Einmüdigkeit, eines Sinnes sein, ist mehr gefragt als je zuvor.
[15:37] Was nur geht, wenn jeder Einzelne bereit ist, seinen Sinn von Jesus formen zu lassen. Weil wenn alle den Sinn von Jesus haben, Jesus ist nicht schizophren, oder? Wenn alle so denken wie Jesus, denken alle gleich. Dann haben alle den gleichen Sinn.
[15:52] Bevor wir zum Ende kommen, noch ein letzter Gedanke. Offenbarung 17 und dort Vers 13. Da heißt es ja, diese haben einen einmütigen Sinn und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft an das Tier. Kennt ihr einen anderen Vers in der Bibel, wo das Tier ebenfalls so Macht und Herrschaft übergeben bekommt? Wo es heißt, dass irgendjemand Vollmacht und Autorität und Herrschaft dem Tier gibt? Ein paar Kapitel früher. Vier Kapitel früher. Wie sehen wir es schon?
[16:40] Schaut mal, Offenbarung 13. Offenbarung 13, Vers 2. "Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären, und sein Rachen wie ein Löwenrachen, und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht." Das beschreibt hier in Offenbarung 13, Vers 2 den Übergang vom römischen Reich zum mittelalterlichen Papsttum. Das römische Reich zum Papsttum wird beschrieben mit den Worten, dass der Drache Sitz, Macht, Autorität dem Tier gibt. Das ist Offenbarung 13.
[17:23] In Offenbarung 17 finden wir genau das Gleiche. Wir finden die zehn Hörner. Und diese zehn Hörner übergeben ihre Macht, Autorität, das, was sie haben, an das Papsttum, an das Tier. Das heißt, der Aufstieg des Papsttums wird in gewisser Weise, wenn auch nicht in allen Details vielleicht, aber in gewisser Weise, prinzipiell, sehr ähnlich verlaufen zu dem Aufstieg des mittelalterlichen Papsttums. Und wenn wir mehr darüber verstehen sollten, vielleicht wäre es gut, wieder mal die Geschichte zu studieren, wie Rom gefallen ist, die Geschichte der Posaunen, die Geschichte der germanischen Stämme und dann die Errichtung des Papsttums. Weil im Prinzip wird sich das wohl wiederholen. Haben wir heute nicht die Zeit zu, aber mal als Gedankenanregung, dass Offenbarung 17 hier beschreibt, dass die allerletzten Bewegungen dieser Weltgeschichte sehr ähnlich verlaufen werden wie der Wechsel vom Römischen Reich zum Papsttum.
[18:24] Nächste Woche werden wir das dann ein bisschen weiter betrachten und anschauen, was dieser Krieg dann sein wird, den die Mächte von Offenbarung 17 kämpfen werden. Für heute lasst uns das lernen, dass echte Einheit nur durch Jesus zu finden ist. Wir wollen keine äußerliche Einheit durch ein gemeinsames Feindbild, sondern echte Einheit durch ein gemeinsames Gottesbild, durch gemeinsames Verständnis, wie Jesus ist, was Jesus für uns ist und wie er denkt. Und wenn wir auf ihn schauen, dann können wir echte biblische Einheit haben, die nicht nur kurz ist, sondern die konstant ist.
[19:00] Wollen wir noch beten zusammen? Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir in deinem Wort lernen konnten, was echte Einheit ist und was falsche Einheit ist. Wir möchten dich bitten, dass du uns vergibst, wo wir uns haben blenden lassen, von Weltlichkeit und von Äußerlichkeiten und versäumt haben, über das echte nachzudenken, das von dir kommt, das durch den Heiligen Geist gewirkt wird, und das allein Bestand hat. Bitte hilf uns zu erkennen, wie selbstzerstörerisch die Sünde ist. Und wirke dir in unserem Herzen, dass wir als Gemeinde echte, von dir kommende Einheit haben, dass wir eines Sinnes sind. Und wir danken dir, dass du verheißen hast, dass du den Heiligen Geist genau dafür senden wirst. Im Namen Jesu. Amen.
[20:01] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!