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In dieser Predigt über Offenbarung 17, Vers 4, taucht Christopher Kramp tief in die Symbolik der Frau auf dem Tier ein. Er erklärt, wie die Frau für eine falsche Kirche oder einen Kirchenstaat steht, der weltliche Macht ausübt. Der Fokus liegt auf der detaillierten Analyse der Kleidung und des goldenen Bechers, die Reichtum, Selbstverherrlichung und die Verführung durch falsche Lehren symbolisieren. Kramp beleuchtet auch die biblische Bedeutung von „Gräueln“ und „Unreinheit“ und wie diese Konzepte auf die Ablehnung von Gottes reinigender Kraft und des wahren Evangeliums hinweisen.

In dieser Predigt wird Offenbarung 17, Vers 4 behandelt, der die Frau auf dem Tier beschreibt. Der Sprecher erklärt die Symbolik der Frau als falsche Kirche oder Kirchenstaat und die Bedeutung ihres reichen Schmucks als Zeichen der Selbstverherrlichung. Es wird auch auf den goldenen Becher eingegangen, der für falsche Lehren und Gräuel steht, und wie Gott diese Systeme zur Züchtigung seines Volkes benutzt, aber auch zur Reinigung anbietet.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Heute ebenfalls hier aus dem Studio wegen defekter Live-Mitschnitte. Wir wollen heute gemeinsam Offenbarung 17 und dort Vers 4 betrachten. Und bevor wir dort hineingehen, wollen wir nach guter Gewohnheit mit einem Gebet starten, zu dem ich dich, lieber Freund, liebe Freundin, herzlich einlade.

[1:07] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen für die Gelegenheit, dein Wort zu studieren, möchten dich bitten, dass du gegenwärtig bist durch deinen Heiligen Geist und dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast, dass die Offenbarung zu einem Licht wird, das uns durch diese dunkle Zeit hindurch trägt und uns den rechten Weg zeigt. Bitte sprich dir zu unserem Herzen und offenbare dich du uns im Namen Jesu. Amen.

[1:30] Offenbarung 17 und dort Vers 4. In der letzten Folge haben wir gesehen, dass ab Vers 3 die eigentliche Vision beginnt. Vers 1 und 2 sind eine Einleitung sozusagen, in der der Engel davon schon mal spricht, was der Johannes gleich sehen wird. In Vers 3 wird dann Johannes im Geist in die Wüste gebracht oder in eine Wüste gebracht und er sieht dort eine Frau auf einem Tier. Wir haben uns das Tier angeschaut und die klaren Parallelen zur Offenbarung 12 und Offenbarung 13, dem Drachen und dem ersten Tier, dem Meertier erkannt und auch die feinen Nuancen, die Veränderung, die es von 12 zu 13 zu 17 durchmacht. Und wir sind zum Schluss gekommen, dass hier in dem Bild von einer Frau auf einem Tier die Idee eines Kirchenstaates präsentiert wird, wo die falsche Kirche, die falsche Frau, die falsche Gemeinde einen Staat regiert oder die Staatsgewalt in den Händen hält. Und wir haben auch gesehen, dass das Tier in seiner Ausprägung sehr stark an die römische Macht erinnert, so auch in Offenbarung 12 und Offenbarung 13, und dass hier eine kontinuierliche Darstellung gegeben ist. Also der römische Kirchenstaat, mit dem haben wir es hier natürlich in Offenbarung 17 ebenfalls zu tun.

[2:57] In Vers 4 wird noch einmal der Fokus jetzt stark auf die Frau gelenkt. Es ist fast so, als ob in Offenbarung 17 das Tier aus Offenbarung 13 noch etwas genauer in die Lupe genommen wird, während Offenbarung 13 einfach nur als ein Tier gesehen worden ist, mit den verschiedenen Eigenschaften der Lästerung und dem Verfolgen der Heiligen, dem Kämpfen gegen den Himmel und den verschiedenen Elementen des Tieres. Wird jetzt in Offenbarung 17 der Fokus noch näher herangedrückt und man sieht, es ist eigentlich eine Frau auf einem Tier. Und die Frau wird jetzt etwas gründlicher zu analysieren sein hier. Wir lesen in Vers 4 und die Frau, wir haben es schon gelernt und gelesen und wissen es aus der Bibel aus 2.11 zum Beispiel, dass eine Frau für eine Gemeinde steht in der biblischen Prophetie.

[3:47] Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Gräueln und der Unreinheit ihrer Unzucht. Nun, wir lesen auch in der Offenbarung, warum sie sich so sehr schmückt. Lesen wir in Offenbarung 18 Vers 7. Dort heißt es, in dem Maß, wie sie sich selbst verherrlichte und üppig lebte, ergebte nun Qual und Leid. Das heißt, der Schmuck, der hier von der Frau getragen wird, dient zur eigenen Verherrlichung. Und damit ist ein Grundprinzip des Satans aus seiner Rebellion im Himmel wieder angezeigt, nämlich Ich. Während wir von der Liebe, die Gottes Kerneigenschaft ist, wir lesen, sie sucht nicht das Ihre, sie verleugnet sich selbst, sie erniedrigt sich. So finden wir in Offenbarung 18 Vers 7 die Idee, dass diese Frau sich verherrlicht, selbst verherrlicht.

[4:56] Und vielleicht in dem Zusammenhang noch Vers 16. Dort heißt es nämlich in Offenbarung 18 Vers 16 von den Verkäufern und sagen, wer wir, die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen. Hier wird dasselbe von einer Stadt gesagt wie vorher von der Frau. Wir sehen aus dem Zusammenhang, dass die Frau auch eine Stadt ist. Das haben wir bereits vorher auch schon gesehen. Die Babylon, die große, wird ja auch die Stadt genannt, die große Stadt. Und hier also noch mal ein Hinweis darauf, dass aufgrund der gleichen Beschreibung, der gleichen Bekleidung, dass diese Frau Babylon tatsächlich die große Stadt ist. Und dieses Konzept der großen Stadt haben wir schon in früheren Folgen analysiert, kommt aus der Gründungsphase Babels, als Nimrod dort König war und Babel zum Ausgangspunkt seines gewaltigen Reiches gemacht hat. Da sprach es von der großen Stadt, dem ersten machtpolitischen, weltpolitischen Imperium, das in Rebellion gegen Gott gestanden hat. Die Frau verherrlicht sich also selbst.

[6:21] Das Interessante ist, dass die Dinge, die hier angeführt werden, an sich ja nicht schlecht in sich selbst sind. Weder Purpur noch Scharlach noch Gold, Edelsteine, Perlen. Nichts davon ist inhärent böse. Tatsache ist, dass der Luzifer, als er als noch sündloser Engel war, der weiseste und schönste und größte von allen, mit vielen Edelsteinen bedeckt war, geschmückt war. Dass Gott den Gläubigen die Verwendung von Schmuck untersagt, liegt also nicht daran, dass der Schmuck in sich böse wäre. Das Problem ist ein ganz anderes. Der Mensch wird nicht böse durch den Schmuck, den er trägt, sondern ein in Sünde gefallener Mensch, der ohnehin mit dem eigenen Ich kämpft, das sich immer wieder erhöhen will, der stellt sich selbst ein Bein, wenn er sich noch schmückt. Denn der Schmuck ist für einen sündigen Menschen eine so starke Versuchung, sich selbst zu erhöhen, dass es nachgerade fast unmöglich ist, gleichzeitig demütig zu sein und das eigene Ich zu verleugnen und sich zu schmücken. Solange also dieser Kampf zwischen Gut und Böse, Gerechtigkeit und Sünde existiert, solange wir sündiges Fleisch haben, und das wird sich nicht ändern bis zur Wiederkunft, solange also die Versuchung zur Selbsterhöhung existent ist, ist es eine Gnade Gottes, dass er uns sagt, schmücke dich nicht, nicht weil er etwas gegen Schönheit hätte, nicht weil er etwas gegen Tiere hätte, sondern weil er, dass wir damit eine gigantische Hürde uns selbst aufstellen würden auf dem Weg zu einem selbstverleugnenden Charakter. Gottes Gebot, Gottes Hinweis, Gottes Ratschlag, Gottes Lehre, den Schmuck als Christ zu lassen, soll eine Vereinfachung hin zu einem christusgleichen Charakter darstellen. Es ist also wichtig, das nochmal zu betonen. Wir sehen anhand der katholischen Kirche, wie eine Selbsterhöhung und äußere Pomp, äußere Zurschaustellung, wie das korreliert, wie das zusammengeht. Je stärker der äußere Prunk, desto höher auch die Selbsterhöhung. Das geht im Papsttum ja sehr weit, wo das Papsttum unbedingt einen absoluten Gehorsam fordert und sich förmlich auf eine Stelle mit dem Erlöser stellt. Das Gesetz Gottes meint ändern zu können und so weiter und so fort.

[9:18] Was hat es mit diesem goldenen Becher auf sich? Wir hatten ja schon Offenbarung 14 Vers 8 gelesen und ein anderer Engel folgte ihm, der sprach gefallen gefallenes Babylon, die große Staate, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat. Von diesem Glutwein haben wir schon etliches gehört, wissen es handelt sich um ein falsches Evangelium, das die Grundlage aller falscher Lehre ist, wo der neue Bund falsch dargestellt wird und daraus eine ganze Reihe von falschen Lehren entspringen. Interessanterweise kommt diese Irrlehre nicht einfach hässlich daher, sondern einem goldenen Becher. Kostbar, schön, attraktiv. Aber dieser goldene Becher hat uns noch mehr zu sagen. Schauen wir in Jeremia 51 und dort Vers 6 und 7. Jeremia 51 und dort Vers 6 und 7. Hier geht es auch um Babel, hier zunächst einmal auch um das antike, alttestamentliche Babylon. Das heißt es in Vers 6 und 7. Flieht hinaus aus Babel und rettet jeder seine Seele, damit ihr nicht umkommt in seiner Missetat, denn dies ist die Zeit der Rache des Herrn. Er bezahlt ihm, was es verdient hat. Babel war ein goldener Becher in der Hand des Herrn, der die ganze Welt trunken machte. Die Völker haben von seinem Wein getrunken, darum sind die Völker rasend geworden. Hier heißt es auch eine Übersetzungsvariante, haben die Völker den Verstand verloren. Interessante Formulierung. Diese Idee von einem goldenen Becher kommt hier in Jeremia 51 vor und in Offenbarung 17. Hier in Jeremia heißt es, dass Babel selbst ein goldener Becher in der Hand Gottes ist, während wir den goldenen Becher in Jeremia in Offenbarung 17 in der Hand der Hure finden. Wie ist das zu verstehen? Nun, Gott möchte nicht, dass Menschen Irrlehren annehmen, ohne Frage. Trotzdem hat Gott, und wir können dieses Geheimnis etwas lüften, wenn wir uns das alttestamentliche Babylon anschauen. Gott hat das alttestamentliche Babylon mit seinen Irrlehren benutzt, um das Volk Gottes zu züchtigen und zu prüfen.

[11:59] Schauen wir mal in Habakuk 1, Habakuk und dort Kapitel 1, da geht es um die Babylonier. Nachdem in Vers 1 bis 4 der Prophet darüber klagt, dass im Volk Gottes es drunter und drüber geht, das Gesetz keine Kraft mehr hat. Vers 4, darum wird das Gesetz kraftlos und das Recht bricht nicht mehr durch, denn der Gottlose bedrängt den Gerechten von allen Seiten. Darum kommt das Urteil verkehrt heraus. Sagt Gott als Antwort, dass die Babylonier kommen. Vers 6, denn siehe, ich erwecke die Chaldea, ein bitterböses und ungeschriebenes Volk, das die Weiten der Erde durchzieht, um Wohnsitze zu obern, die ihm nicht gehören. Und wir lesen dann Vers 12, bist du auch Herr nicht von Urzeiten her, mein Gott, mein Heiliger, wir werden nicht sterben. Herr zum Gericht hast du ihn eingesetzt und zur Züchtigung hast du, oh Fels, ihn bestimmt. Gott wollte nicht, andersrum gesagt, Gott wollte, dass Israel das Evangelium in die ganze Welt verbreitet. Aber als Israel anfing, sich auf sich selbst zu konzentrieren und vom Herrn abzufallen, hat Gott Babylon mit dessen Ehrlehrer Besuch benutzt, das Volk gefangen nehmen lassen, sodass die götzendienerischen Israeliten am Original Babylon studieren konnten, wohin der Götzendienst führt. Und als sie dann in Babylon waren, kam es zu einer Erweckung, zu einer Reformation. Sie waren geheilt vom Götzendienst und sie sind dann aus Babylon befreit worden und aus Babylon herausgerufen worden. Das ist eine interessante Parallele zur Kirchengeschichte.

[14:08] Das Papsttum selbst als Institution ist ja nie die Gemeinde Gottes gewesen. Das Papsttum, bewusst das Papsttum als Prinzip, ist so konträr gegen alles, was das Evangelium lehrt, dass man zu keinem Zeitpunkt die Institution Papsttum als Gemeinde Gottes bezeichnen kann. Es gab eine Kirche, eine christliche Kirche, die hatte sich weit ausgebreitet. Eines ihrer Zentren war auch in Rom. Diese christliche Kirche zur Zeit von Konstantin, kurz schon vorher und dann auch danach, begann immer mehr vom Glauben abzufallen. Und so ermöglichte es das abgefallene Volk, dass das heidnische Prinzip des Papsttums, was ja nichts weiter ist als das quasi getaufte heidnische Rom, die Oberhand in der Christenheit bekam. Das Christentum, das wahre Christentum, war jetzt sozusagen gefangen in Babylon. Deswegen nannte der Martin Luther auch eine seiner Hauptschriften 1520 von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche. Interessanterweise kam es ja dann auch zu einer Erweckung und Reformation, die dazu führte, dass viele Babylon verließen. Und so wie damals zur Zeit des Volkes Israels mehrere Rufe gab, raus aus Babylon, bis das Volk letztlich gesammelt war, so gibt es auch in der Kirchengeschichte immer wieder einen Ruf, raus aus Babylon. Und wir erleben jetzt diese letzten Sammlungsbewegungen, wo durch die drei Verengelsbotschaften und dann auch den vierten Engel aus Offenbarung 18 die Menschen aus Babylon herausgerufen werden sollen zu der wahren Gemeinde Gottes, die an den biblischen Kriterien identifiziert werden kann. In diesem Sinne ist also Babylon ein goldener Becher in der Hand des Herren. Nicht in dem Sinne, dass Gott möchte, dass die Menschen Irrlehren annehmen, er benutzt selbst die gottlosen Irrlehren und die gottlosen Systeme, um sein Volk zu strafen, zu züchtigen und auch zu erziehen, wenn das Volk gegen ihn rebelliert. Es ist sozusagen Gottes Zulassen, womit dieser Becher in der Hand des Herrn gemeint ist. Er hat es zugelassen, dass Israel gefangen genommen werden konnte von Babylon. Denn Nebukadnezar war ja nicht vom Heiligen Geist geleitet, aber Gott hat all das unter Kontrolle gehabt und zum Besten hinausgeführt. Übrigens hat auch Martin Luther dann zur Zeit der Reformation die Idee entwickelt, dass das Papsttum eine Strafe Gottes sein könnte für die Christenheit, die ohnehin schon vorher abgefallen war. Ganz interessanter Gedanke, den man mal weiterdenken kann.

[17:06] Was hat es mit diesen Gräueln auf sich, die jetzt in diesem Becher drin sind? Nur ein paar Textbeispiele über die Gräuel. 5. Mose 29, Vers 16. 5. Mose 29 und dort Vers 16. Lesen wir Vers 15 und 16. Denn ihr wisst ja, wie wir im Land Ägypten gewohnt haben und wie wir mitten durch die Heidenvölker gezogen sind, durch deren Gebiet ihr gezogen seid. Und ihr habt ihre Gräuel gesehen und ihre Götzen aus Holz und Stein, Silber und Gold, die bei ihnen sind. Die Gräuel sind hier die Gräuel der Heiden. Das ist ein Motiv, das immer wiederkehrt. Zum Beispiel auch in 1. Könige 14 und dort Vers 24. 1. Könige 14 und dort Vers 24. Und es gab auch Tempelhure im Land, die Taten des allen Gräuelen der Heidenvölker gleich, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hat. Auch hier wieder die Gräuel der Heidenvölker. Nochmal 2. Könige 21, Vers 2. 2. Könige 21, Vers 2. Und er tat, was böse war, den Augen des Herrn nach den Gräuelen der Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte. Immer und immer wieder sind die Gräuel der Bibel das, was die Heiden tun. Wenn also hier eine Kirche, die Frau auf dem Tier mit dem goldenen Becher sitzt, dem Babylon, was wiederum ein Symbol für Babylon ist, der Becher Babylons, die Leere Babylons, voll von Gräueln, dann bedeutet es, es ist eine heidnische Leere, ein heidnisches Konzept, das den Königen der Erde verkauft wird, mit dem sie trunken gemacht werden.

[18:45] Interessanterweise kommt diese Gräuel auch in Jesaja 66, im Zusammenhang mit dem Volk Gottes. Jesaja 66 und dort Vers 3, dort heißt es, ein interessanter Vers jetzt. Wer einen Ochsen schächtet, ist wie einer, der einen Menschen erstickt. Wer ein Schaf opfert, ist wie einer, der einem Hund das Genick bricht. Wer Speisopfer darbringt, ist wie einer, der Schweineblut opfert. Wer Weihrauch anzündet, ist wie einer, der einen Götzen verehrt. Sie alle erwähnen ihre eigenen Wege und ihre Seele hat wohlgefallen an ihren Gräueln. Dieser Vers erfordert ein bisschen Erklärung. Es geht um Menschen, wie der Ende des Verses sagt, die ihre eigenen Wege erwähnen. Und der Text sagt auch, dass sie Gräuel ausführen. Tatsache ist, in Vers 3, dass die eigentlichen Aktionen, die sie ausführen, biblisch korrekt sind. Das Schächten eines Ochsen ist in Ordnung. Das Opfern eines Schafes ist biblisch. Das Darbringen eines Speisopfers, daran kann biblisch erstmal nichts Falsches gefunden werden. Weihrauch anzünden ist okay, weil sie aber trotz dieser korrekten Handhabung der biblischen Opfergesetze nicht ihren Willen Gott unterstellen, sondern mit eigenem Willen das tun, was sie selbst wollen, betrachtet Gott ihre biblisch korrekten Opfer wie unreine heidnische Opfer. Deswegen sagt er, wer einen Ochsen schächtet, ist wie einer, der einen Menschen erschlägt. Wer einen Schaf opfert, ist einer, wie einer, der dem Hund das Genick bricht. Wer Speisopfer darbringt, ist wie einer, der Schweineblut opfert. Mit anderen Worten, jemand, der alle Regeln von dritter Mose bezüglich eines Sünd-, Schlacht- oder Speisopfers darbringt und beachtet, aber in seinem Herzen gegen Gott rebelliert, Gott betrachtet sein Opfer wie das Opfer eines Heiden, wie ein unreines Opfer, wie Schweineblut oder ein toter Hund. Und das ist ein interessanter Gedanke. Das heißt nämlich, jemand kann äußerlich sehr wohl die richtigen Dinge tun oder richtige Dinge sagen, wenn aber in seinem Herzen Rebellion ist, dann ist das ein Gräuel. Jemand kann also beten, er kann sogar zu Jesus beten, er kann sich taufen lassen, er kann Kirchenlieder singen. Und all diese Dinge, die übrigens auch in der mittelalterlichen Kirche praktiziert worden sind, gegen die man nichts einzuwenden kann. Das wurde auch in der Bibel gelesen. Es wurde alles getan. Aber die Selbsterhöhung, die ihren größten Ausdruck darin fand, Gottes Gesetz ändern zu wollen, machte all diese richtigen Dinge zu Gräueln. Wenn man den Vers persönlich anwendet, dann wird er wirklich intensiv. Wäre es zu weit gegangen, wenn man sagt, wer am Sabbat in den Gottesdienst geht, ist wie jemand, der am Sonntag in den Gottesdienst geht. Jemand, der vegetarische Wurst isst, ist wie jemand, der Schweinefleisch isst. Jemand, der Ellenweih liest, ist wie jemand, der einem charismatischen Guru folgt, wenn er seinen eigenen Willen gegen Gott durchsetzt. Dann kann man all diese richtigen Dinge tun. Aus Gottes Sicht ist dann nicht viel mehr als Gräuel zu sehen. Ein interessanter Gedanke, weil das heidnische in der katholischen Kirche im Mittelalter und natürlich auch heute noch sich nicht so offen darstellt, sondern unter dem Mantel der Christenheit sich verbirgt, weswegen ja auch die Verführung so groß und so stark ist. Die Selbstverherrlichung ist dann das entscheidende Motiv, an dem sich die Geister scheiden. Das Wort Gottes allein ist der Maßstab, an dem geprüft werden kann, ob die Lehre wahr oder falsch ist.

[23:28] Interessanterweise spricht es ja nicht nur von Gräueln, sondern auch von Unreinheit. Schauen wir mal gemeinsam in Hezekiel 24 und dort Vers 13. Hezekiel 24 und dort Vers 13. Da heißt es, du begehst wie der Unzucht in deiner Unreinheit, weil ich dich reinigen wollte und du dich nicht reinigen ließest, so sollst du von deiner Unreinheit nicht mehr gereinigt werden, bis ich meinen Zorn an dir gestillt habe. Und auf Mark 17 geht es um die Erklärung, warum wird Babylon vernichtet, warum wird der Zorn Gottes über Babylon ausgegossen? Hier ist die Antwort. Babylon wird nicht die Zielscheibe in den sieben letzten Plagen, weil sie unrein sind, sondern weil sie unrein bleiben wollten. Unrein sind nämlich alle. Babylon ist diesbezüglich nicht schlechter als jeder andere Mensch, von denen manche ja sogar errettet werden. Das Problem an Babylon ist nicht ihre Unreinheit, sondern die Tatsache, dass sie nicht rein werden wollen, dass die reinigende Kraft des wahren Erlösungsplanes, des Blutes Jesu, das wahre Evangelium abgelehnt wird. Gott möchte auch Babylon reinigen. Gott möchte nämlich, dass alle Menschen gerettet werden. Gott wollte auch jeden einzelnen Papst rennen. Die Reinigung Gottes ist die Einzige, die wirklich reinigt.

[25:09] In 1. Johannes 1 und dort Vers 9, dort lesen wir in 1. Johannes 1 und dort Vers 9. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt von aller Ungerechtigkeit. Das tut er durch das Blut Jesu. Vers 7, wenn wir beim Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. Auch die Hure Babylon hätte gereinigt werden können. Sie wird aber in den sieben letzten Plagen zur Zielscheibe des Zornes Gottes, nicht weil sie unrein ist, sondern weil sie unrein bleiben wollte. Sie kannte das Evangelium und lehnte es ab und präsentierte der Welt ein falsches Evangelium, das nicht reinigend, sondern verunreinigend ist. Das nicht zu einem Bund mit Gott führt, sondern zum geistlichen Ehebruch. Das nicht die Schönheit des Evangeliums präsentiert, sondern die Gräuel der heidnischen Religionsausübung. Gott wollte reinigen. Hesekiel 36 und dort Vers 25. Hesekiel 36, letzter Vers für heute und dort Vers 25. Und ich will reines Wasser über euch sprengen und ihr werdet rein sein von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen, egal wie tief man im Heidentum ist. Gott kann, will, möchte uns reinigen. Wir müssen ihn lassen. Babylon wird die Ansammlung all derer sein, die das Evangelium zwar kannten, aber sich nicht haben reinigen lassen wollen.

[27:00] Möchtest du rein sein? Egal wie tief du gefallen bist, egal was du getan hast, wie unrein du dich fühlst. Jesus kann und wird dich rein machen, er wird dich reinigen, wenn du dein Herz ihm gibst. Wir lesen Vers 26. Ich will euch ein neues Herz geben, einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischendes Herz geben. Ja, ich werde meinen Geist in euer Inneres legen, werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen bewandelt und meine Rechtsbestimmung befolgt und tut. Gibt es irgendetwas in deinem Leben, was du Jesus geben möchtest, was du Jesus geben musst, wo es unrein ist, wo du Gräuel tust, wo du deinen eigenen Willen durchsetzt gegen Gottes offenbarte Wort. Da möchte ich dich einladen, mit mir gemeinsam zu beten, dass wir unser Leben Gott ihm ganz übergeben, dass wir gereinigt sein können durch das, was Jesus am Kreuz auf Golgatha für uns getan hat und dass wir erleben dürfen, dass er uns ein gereinigtes, von aller Sünde befreites Herz schenkt, jeden Tag aufs Neue. Lass uns noch gemeinsam beten.

[28:20] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Auch wenn wir über einige Details der Prophetie über Babylon gesprochen haben, haben wir doch gesehen, dass es eigentlich um das Evangelium geht, nämlich um die Tatsache, dass du von aller Unreinheit, von aller Befleckung, von allen Gräueln reinigen kannst. Wir möchten nicht am Ende zu Babylon gehören, die sich nicht haben reinigen lassen wollen. Wir wollen nicht deinen Punkt vor das Äußere haben und innerlich verdorben sein. Wir wollen innerlich leuchten zu deiner Ehre. So möchten wir dich bitten, dass du unsere Herzen reinigst und dass du sie reinerhältst, jeden Tag aufs Neue. Wir danken dir, dass du die Kraft und den Willen hast, unsere verdorbenen Leben, die wir in den Sand gesetzt haben, so neu zu formen und aufzupolieren, dass sie zu deiner Ehre scheinen können. Dank dafür, Jesus, von ganzem Herzen. Amen.

[29:30] Nächste Woche sehen wir uns dann wieder zum nächsten Vers, dann Offenbarung 17, Vers 5. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Siegen und viel Freude im Studium seines Wortes.


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