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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge des Offenbarungsseminars tauchen wir tief in Offenbarung 18 ein und beleuchten Vers 10. Christopher Kramp erklärt, warum dieser scheinbar unscheinbare Vers eine zentrale Rolle im Klagegesang über Babylon spielt und welche tiefgreifenden Gedanken er für unseren Alltag birgt. Erlebe, wie die prophetischen Worte lebendig werden und dir neue Perspektiven eröffnen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:46] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Heute wollen wir weiter studieren, Offenbarung 18. Ein Vers auf dem Menüplan, ein Vers, der auf den ersten Blick nicht so viel Neues bringt, aber, wie wir sehen werden, uns in einige ganz interessante Gedanken dann verwickeln wird.

[1:07] Bevor wir beginnen, wollen wir mit einem Gebet starten und dazu lade ich euch ein, niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für diesen Tag und für all das Gute und all das Schöne, was du heute schon für uns getan hast. Danke für die Gebetserfahrung, danke für deine Nähe, deine Führung, danke für all das, was wir aus deinem Wort heute schon erleben durften. Und wir möchten dich jetzt bitten, dass du durch dein Wort zu uns sprichst, dass die Offenbarung ganz lebendig wird, für unseren Alltag praktisch anwendbar, durch das, was du uns heute zeigen möchtest. Halte du alle Störende fern und sprich zu unserem Herzen. Im Namen Jesu. Amen.

[1:47] Offenbarung 18, Vers 10. Wir sind immer noch in dem relativ langen Klagegesang und der Beweinung Babylons. Es ist eigentlich interessant, wenn man darüber nachdenkt, dass in der Offenbarung eigentlich die Ereignisse alle sehr knapp behandelt werden. Einige wenige Verse zur Trauer der Engelsbotschaft, einige wenige Verse zu den Plagen. Die einzelnen Ereignisse werden relativ kurz und bündig, meistens mit ein, zwei Versen behandelt. Und dieser Klagegesang über Babylon, der nimmt plötzlich so ein gigantisch langes Kapitel ein, wo eigentlich die Inhalte immer wieder doch auch wiederholt werden. Das zeigt also eigentlich auch, was für ein Schwerpunkt der Johannes auf diese Idee gelegt hat, dass Babylon fallen wird.

[2:33] Jetzt schauen wir mal in Vers 10. Es geht hier immer noch um die Könige. Das letzte Mal haben wir darüber gesprochen, dass die Könige beim Anblick des Rauches Babylons was tun werden. Sie werden weinen. Sie werden klagen. Und wir haben darüber nachgedacht, dass es zwei Arten von Trauer gibt. Könnt ihr euch daran erinnern? Zwei Arten von Trauer. Die gottgewollte Trauer, die gottgewollte Betrübnis, die eine Buße bewirkt, die man nicht bereuen muss, die zum Heil führt, das heißt zum Leben. Und die Trauer der Welt, die Betrübnis der Welt, die ja letztendlich nur weiter... Nicht eine Trauer, sondern die Folgen. Und wir haben gesagt, jeder Mensch wird trauern aufgrund seiner Sünden. Die Frage ist nur, weil er sich bewusst ist, dass er gesündigt hat und zu Gott kommt oder wegen der Folgen der Sünden. Diese Wahl müssen wir treffen und das hat große Konsequenzen.

[3:32] Über diese Könige heißt es jetzt in Vers 10: „Und sie werden von Ferne stehen, aus Furcht vor ihrer Qual, und sagen: Wehe, wehe, du große Stadt Babylon, du gewaltige Stadt, denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen.“ Nun halten wir erstmal so ein bisschen fest, was sind so die Details? Vers 10, Offenbarung 18, Vers 10. Was sind die Details, die euch auffallen in diesem 10. Vers?

[4:11] Die Stadt Babylon wird gepeinigt, nach wie vor. Genau, habt ihr es gemerkt? Sie stehen von Ferne. Das werden wir uns gleich genauer anschauen. Das heißt, sie halten Distanz zu Babylon, von Ferne. Was ist denn noch aufgefallen? Was ist denn noch aufgefallen an Details? Ja, das Gericht kommt wieder. Das Gericht ist gekommen aus Furcht. Sie stehen von Ferne und der Grund für diese Distanz ist die Furcht. Wovor haben sie Furcht? Vor der Qual. Es heißt genauer, sie haben Furcht vor ihrer Qual. Und „ihrer“ bezieht sich auf Babylon. Ich glaube, wir haben das letzte Mal schon angedeutet, dass die Könige, die Babylon jetzt beweinen und darüber traurig sind, dass Babylon zerbricht, die ahnen schon, dass die Qual von Babylon auch ihre Qual sein wird. Und deswegen versuchen sie plötzlich, Distanz zu halten, sich von Babylon zu distanzieren. Darauf können wir gleich noch im Einzelnen eingehen. Wir wollen erst mal nur das Gesamtbild sehen.

[5:35] Noch etwas, was sich aufgefallen ist. Sie stehen von Ferne wegen der Furcht vor ihrer Qual. Was fällt euch noch auf? Ja? Ah, da gibt es diesen Ausdruck: „Wehe, wehe.“ Da können wir uns gleich überlegen, was das heißt. Wehe, wehe. Und dann ein Detail noch: „Mächtige Stadt.“ Mächtige Stadt, genau. Die große Stadt. Das wird immer wieder von Babylon gesagt. Geht zurück auf Genesis 10, dieser Herrschaftsbereich von Nimrod. Die große Stadt. Stark. Stark, genau. Groß und stark und gewaltig. Wann ist ihr Gericht gekommen? In einer Stunde. Eigentlich, das wissen wir schon, weil wir es schon oft gelesen haben, dass es eine Zeitperiode ist. Es geht nicht um eine Zeitperiode, weil einige immer wieder versuchen wollen, diesen einen Tag auszurechnen, sondern hier wird deutlich im Kontrast, in der Parallele: ein Tag, eine Stunde, plötzlich, im Moment.

[6:42] Jetzt, lasst uns mal genauer anschauen, was das bedeutet, dass sie von Ferne stehen. Sie stehen von Ferne. Von Ferne. Sie halten Distanz. Kennt ihr noch andere Menschen in der Bibel, die irgendwie sich entfernt haben von irgendjemandem, dem es schlecht ging? Petrus hat sich entfernt. Zu dem kommen wir gleich. Den werden wir gleich ausführlich anschauen. Petrus, der ist Jesus gefolgt, aber von Ferne. Er hat sich auf Distanz gehalten. Kennt ihr noch jemanden, der sich bewusst, oder eine Gruppe von Menschen. Die haben sich entfernt. Da ist Lot von Abraham. Die haben sich geteilt. Das stimmt. Wir suchen vor allem eine Person, oder Menschen, wo ein Gericht stattfindet an irgendjemandem und die anderen distanzieren sich. Wer? Inhaltlich distanzieren sie sich von Lot. Ach so, das stimmt. Die rennen dann weg. Wo die Erde sich aufteilt. Wo tut sich die Erde auf? Korach. Korach und wie heißen die anderen Aufrührer? Korach und Datan und Abiram. Das steht wo? 4. Mose, genau. Kapitel 16. 4. Mose 16. Lass uns das mal anschauen. Da haben wir diese Idee. Das passt besonders gut, weil es stimmt schon, dass Lot auch weggerannt ist. Aber Lot war inhaltlich nie ein Sympathisant mit den Menschen von Sodom und Gomorra. Obwohl er dort lebte, sagt die Bibel, dass er seine gerechte Seele quälte, wegen ihren Taten. Er hat nie mit denen gemeinsame Sachen gemacht. Aber die Menschen, die weglaufen, das steht schon auf der Seite von Datan und Abiram und Korach. Nicht wahr? 4. Mose 16.

[8:54] Und dort 4. Mose 16 und dort Vers 34: „Ganz Israel, aber das Ring um sie her war floh bei ihrem Geschrei, denn sie sprachen, dass uns die Erde auch verschlingt.“ Sie mussten auf Distanz gehen, weil sie Angst hatten vor der Qual. Das war eine kurze Qual. Die Erde tat sich auf und sie sind hinabgefallen. Vers 33: „Sie fuhren lebendig hinunter ins Totenreich und die Erde deckte sie zu. So wurden sie mitten aus der Gemeinde vertilgt.“ Also die meisten Israeliten hatten ja durchaus Sympathie mit der Rebellion von Korach und Datan und Abiram. Nicht wahr? Ja, aber sie hatten durchaus Sympathie mit der Rebellion von Korach und Datan und Abiram. Aber sie hatten...

[10:14] Als dann aber die Strafe kam, hatten sie Angst, dieselbe Strafe zu erleiden und haben sich distanziert. Und dasselbe Prinzip haben wir hier auch. Die Könige der Erde haben eine Sympathie mit der Religion, mit den Lehren von Babylon. Sie trinken von dem Wein, sie fuhren mit Babylon, aber als dann plötzlich Babylon fällt, wollen sie mit Babylon nicht so viel zu tun haben. Sie wollen quasi die Rebellion... Aber sie haben... Sie haben... Sie wollen...

[35:24] Wer, wer, wer? Kurze, ja? Genau, in Bethsaida und in Korazin hatte Jesus selbst gewirkt. Ja, wo ist es? Er hatte sich hier besonders offenbart. Er hat sich überall ein wenig offenbart, aber er hatte sich besonders offenbart. Wo lag denn Tyrus und Sidon? Tyrus und Sidon sind Städte, wessen Volk ist? Es sind ja keine israelitischen Städte, oder? Tyrus und Sidon sind ein bisschen nördlich von Palästina gewesen und waren phönitische Städte, kananitische Städte. Das waren die Mutterstädte, aus denen später Karthago kam. Das waren Kanaaniter. Genauso wie Sodom und Gomorra. Die haben eigentlich noch zur Wahl gebetet.

[36:16] Und Jesus sagt, wenn ich jetzt diese kananitischen Städte vergleiche, diese phönitischen Städte vergleiche, mit den israelitischen Städten, dann stelle ich fest: Wehe den israelitischen! Warum? Weil sie so viel mehr Licht gehabt haben und trotzdem eigentlich nicht viel besser sind als die Heiden. Das heißt, dieses „Wehe, wehe“, könnt ihr mal mit der Konkurrenz danach prüfen, fast immer, wenn es vorkommt im Neuen Testament, wird es gerichtet an Menschen oder Gruppen von Menschen, die eigentlich die Wahrheit relativ gut kennen müssten und trotzdem so leben, als ob sie die Wahrheit nicht kennen. Menschen, die in einem verstärkten Maße die Offenbarung Gottes haben, weil sie die Bibel kennen, wie die Pharisäer, weil sie Jesus persönlich kennen, wie Judas, weil sie Jesus Predigten gehört haben, wie diese Städte und trotzdem genauso leben wie die Heiden.

[37:18] Ganz genau. Das ist das Prinzip, dass wenn Gott uns viel anvertraut, dann erwartet er auch, dass wir nach diesem Licht leben. Weil, wenn ein Mensch viel weiß und sogar es allen bekannt ist, dass er die Bibel kennt und er lebt wie ein Gottloser, dann gerät das Evangelium in Verruf. Weil die Idee ist, der Jesus kommt, bringt das Evangelium, die Kraft Gottes mit sich, predigt und predigt und predigt und predigt und die Menschen leben noch genauso wie vorher. Was denken dann die Heiden? Was denken die Heiden, wenn Bethsaida und Korazin, wenn da keine Buße stattfindet, obwohl Jesus gepredigt hat und gepredigt hat und gepredigt hat? Was denken die Heiden? Die Predigt von Jesus bringt nichts. Weil, wenn ein Heide guckt: Ah, der Jesus, der geht da ein und aus, hält eins nach dem anderen, die Predigt. So ein Wunderprediger, so viele Wunder, so viele Dinge. Schauen wir mal, was das gebracht hat im Leben der Menschen. Nach zwei, drei Jahren genauso wie vorher. Vielleicht ist das alles nur Show.

[38:28] Das heißt, deswegen hat Jesus, oder überhaupt die Bibel, so ernste Worte, dass wir dem Licht folgen sollen. Das geht nicht nur um uns, das geht darum, dass wenn wir so viel wissen und auch andere wissen, dass wir das wissen, aber immer noch so leben wie die Welt, dann bekommt die Welt den Eindruck, dass Jesus zu folgen gar nichts bringt, nichts verändert. Und das ist eigentlich das Hauptproblem bei Laodicea. Laodicea weiß so viel, lebt nicht danach und deswegen sagt Jesus: Ich bin dabei, euch aus dem Mund auszuspucken. Weil, wenn wir seinen Namen bekennen, bekennt er sich zu uns. Laodicea gibt kein gutes Zeugnis ab.

[39:26] Denn ein echter Gottloser, der sagt: Ich bin gottlos. Aber ein gottloser Christ, der vermittelt den Eindruck, dass mit dem Evangelium die Sünde nicht zu überwinden ist. Und jetzt zurück zu 18 Vers 10, wenn die Hure Babylon mit „Wehe“ belegt wird, aus dem, was wir jetzt studiert haben, ergibt sich die logische Konsequenz, dass selbst den Königen der Erde bewusst war, diese Hure wusste es eigentlich besser. Sie kannte die Bibel. Diese Hure mag zwar sehr heidnisch verhalten haben, das Gottesvolk verfolgt haben, Irrlehren gepredigt haben, dies und jenes, aber sie hatte das Wort Gottes in ihrem Besitz. Und deswegen, schaut, man fragt sich mal, warum hackt die Bibel so sehr auf der katholischen Kirche rum, in der Offenbarung? Ist nicht der Islam, der Buddhismus, der Hinduismus, der Shintoismus? Es gibt doch so viele Religionen, die auch alle in die Irre führen. Die alle die gleiche Werksgerechtigkeit haben, wo alle die gleichen Meditationen machen, Pilgerfahrten, die Götter heißen anders, da heißen Heilige, da heißen sie Götter. Ist doch eigentlich das Gleiche. Warum wird nicht genauso über den Shintoismus und den Taoismus und den Hinduismus und den Buddhismus und den was-ich-was-woismus, oder den Kommunismus, warum wird darüber nicht geschimpft? Warum wird in der Bibel nicht davor gewarnt?

[40:52] Und die Antwort ist ganz einfach: Weil es für einen Christen, der Johannes 3, Vers 16 gelesen hat, sonnenklar ist, dass der Kommunismus und der Buddhismus und der Shintoismus und all diese Dinge nicht zum Heil führen, weil sie alle Jesus nicht anerkennen. Die laufen quasi mit offener Flanke, die sagen: Wir sind nicht christlich, wir folgen nicht Jesus, wir folgen irgendwas anderem. Und dann weiß der Christ: Aha, alles klar, durch Jesus komme ich ins ewige Leben, die folgen nicht Jesus, kein Problem. Warum die Offenbarung so sehr vor der katholischen Kirche warnt, ist, weil hier eine de facto heidnische Religion sagt: Wir folgen Jesus. Und sie haben die Bibel und sie zitieren Jesus und sie kennen all das und predigen trotzdem eine Werksreligion. Und deswegen sagt die Bibel: Halt, stopp. Und deswegen in Daniel 7 und in Daniel 8 und in Daniel 11 und in Offenbarung 13 und 14 und überall warnt sie in breiten Lettern davor, weil hier nämlich offensichtlich eine pharisäische Macht am Werke ist, die das Evangelium kennt und eigentlich auch sehr viel davon weiß.

[42:00] Ganz genau. Ja, ganz genau, nicht wahr, da würden wir nicht hineinkommen in die Identifikation des Antichristen, aber dieses „wir, wir“, das kommt übrigens in der Offenbarung auch noch an anderer Stelle vor, in den Posaunen, da denke ich, hat es auch die ähnliche Bedeutung, aber würde jetzt zu weit führen.

[42:20] Also halten wir fest: die falsche Einheit zwischen Kirche und Staat, am Ende die falsche Ökumene, die falsche Welteinheit, was immer auch Regierung, Religion, wird nicht halten aus einem einfachen Grund: Es fehlt an der Liebe Gottes. Und man wird durch psychischen Druck und medialen Druck und Gruppendruck und finanziellen Druck und wirtschaftlichen Druck und Gesetze und Todesbefehl versuchen, die Einheit so dicht wie möglich zu machen, aber da diese Einheit lediglich auf der Feindschaft gegen Gottes Gesetz basiert, bricht sie zusammen. Und das ist die Idee von Daniel 2. Sie werden nicht aneinander haften. Es hält nicht. Egal, wie sehr man es zusammendrückt von Satans Seite her, diese Scheineinheit hält nicht, weil es gibt nur einen Klebstoff im Universum, der dauerhaft echte Einheit schenkt. Und das ist die Liebe Gottes. Und die kommt durch den Heiligen Geist in unser Herz und die vermittelt diesen neuen Bund, diesen echten Bund.

[43:22] Und deswegen wird es dann Menschen geben, es wird Menschen geben, die vorher mit der Hure zusammen waren und die stehen fern von der Hure, als die Plagen kommen. Und dann gibt es Menschen, die waren nicht mit der Hure, sondern mit dem Lamm. Und wenn die Plagen kommen, stehen sie nicht fern vom Lamm, sondern stehen ganz eng beim Lamm. 144.000, Offenbarung 14 Vers 1. Sie gehen, sie folgen dem Lamm nach, wohin es auch geht. Und zwar nicht auf Distanz, sondern sie sind so eng mit dem Lamm verbunden, weil sie durch die Liebe Gottes mit Jesus so eng verbunden sind, dass nichts sie trennen kann.

[43:54] Und letzter Vers, und der wird dann dadurch vielleicht noch ein bisschen deutlicher, in Hohelied 8 Vers 6. Und vielleicht habt ihr euch mal über diesen Vers gewundert, aber jetzt werdet ihr ihn vielleicht besser verstehen. In Hohelied 8 Vers 6, ganz schöner, bekannter Vers. Hohelied 8 Vers 6: „Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm, denn die Liebe ist stark wie der Tod und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn.“ Das heißt, echte Liebe hat keine Angst, selbst nicht vor dem Tod. Und diese Tatsache ist in der Kirchengeschichte immer und immer wieder bewiesen worden, als Märtyrer singend, fröhlich, mit Freude im Herzen auf den Scheiterhaufen gegangen sind. Die Liebe zu Gott war stark wie der Tod. Diese Liebe hier war nur eine Liebe zu, wenn wir mit der Kirche zusammenarbeiten, dann haben wir einen Vorteil. Aber die ist nicht stark wie der Tod, denn sobald der Tod droht, distanziert man sich. Aber das nützt nichts.

[45:08] Lasst uns doch um diese Liebe beten, die stark ist wie der Tod, die uns mit Gott so eng verbindet, dass wir nicht mehr wegbewegt werden können, wie Ellen Walters ausdrückt. Dass wir so eng durch den Heiligen Geist mit Gott verbunden sind, dass was immer da kommen will, wir uns an Jesus klammern.

[45:32] Ganz genau. Das ist das, was Paulus sagt: Wer kann uns trennen von der Liebe Gottes? Und dann zählt er alles auf und sagt: Nichts davon. Nichts kann uns trennen von dieser Liebe Gottes. Ganz genau. Dankeschön. Wollen wir gemeinsam niederknien und beten?

[45:50] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir auch heute etwas lernen durften aus deinem Wort, was uns näher zu dir zieht. Indem wir verstehen können, dass es nur eine einzige Sache gibt in diesem Universum, das wirklich dauerhafte, glückliche, erfüllte Beziehung schenkt und das ist die Liebe, die von dir kommt. Es gibt heute so viele Dinge, die wir als Liebe bezeichnen, die als Liebe so durchgehen, aber die am Ende sich als brüchig und trügerisch erweisen werden, so wie wir es jetzt in der Offenbarung auch gelesen haben. Bitte schenk dir uns durch deinen Heiligen Geist diese Liebe, die du hast, die stark wie der Tod und alle geistliche Furcht hinaustreibt. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass du das gerne tust. Im Namen Jesu. Amen.


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