[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsteminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir wollen heute weiter studieren in Offenbarung. Wir haben heute einen besonderen Anlass, das werde ich gleich sagen. Und bevor wir beginnen, wollen wir mit einem Gebet starten, dazu niederknien.
[1:03] Lieber Vater im Himmel, danke für diesen wunderschönen Tag, danke für die Sonne, die scheint und danke für deine Gnade, die jeden Tag uns erwärmt und jeden Tag uns nahe ist. Wir möchten dich bitten, dass wenn wir jetzt in der Offenbarung lesen und wir dein Wort studieren, dass du uns Weisheit schenkst, dass du uns mit deinem Heiligen Geist führst, dass wir Dinge erkennen, die wichtig sind für uns, dass wir praktische Anwendungen dort erkennen können und dass wir vor allem auch durch deinen Geist die Kraft bekommen, das zu leben, was wir lesen. Im Namen Jesu, Amen.
[1:44] Ja, heute ist eine besondere Folge. Zum ersten Mal seit ich glaube fast sieben Jahren werden wir heute nicht einen Vers studieren und auch nicht zwei Verse, sondern drei Verse, weil Offenbarung 18 ist, ihr merkt es ja schon in der letzten Woche, es wiederholt sich dann auch so ein bisschen und da können wir ein bisschen schneller drüber gehen. Wir wollen uns heute Vers 14 bis 16 anschauen. Offenbarung 18, Vers 14 bis 16. Das letzte Mal hatten wir Vers 12 und 13. Erinnert euch, was war in Vers 12 und 13 so der Hauptinhalt? Wer weiß das noch? Vers 12 und 13, was war so der Kerninhalt? Irgendjemand? Genau, die ganzen Waren, die getauscht worden sind zwischen den Kaufleuten und Babylon, werden alle aufgezählt und wir haben da einige uns genauer angeschaut, aber das müssen wir nicht alles wiederholen. In diesem Kontext, wo also die Kaufleute trauern, weil der Handel mit Babylon jetzt ausgesetzt ist, weil Babylon gerichtet wird, da geht es in Vers 14 weiter. Lesen wir mal Vers 14.
[3:00] Und die Früchte, nach denen deine Seele begehrte, sind dir entschwunden. Und aller Glanz und Flitter ist dir entschwunden, und du wirst sie niemals mehr finden. Vers 15. Die Verkäufer dieser Waren, die von ihr reich geworden sind, werden aus Furcht vor ihrer Qual von Ferne stehen. Sie werden weinen und trauern und sagen, wehe, wehe, die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelstein und Perlen.
[3:39] Fangen wir mal an in Vers 14. Wer spricht denn hier in Vers 14? Du sagst Jesus, okay. Noch eine Idee? Wer spricht in Vers 14? Anders ausgedrückt, wer ist dir? Gott spricht zu Babylon, und er sagt, die Früchte, nach denen deine Seele begehrte, sind dir entschwunden. Das interessante an diesem Wort Früchte ist, es heißt eigentlich im griechischen Original gar nicht Früchte, sondern Spätsommer oder auch Frühherbst. Wie kommen denn die Übersetzer hier darauf, dann mit Früchte zu übersetzen, obwohl das Wort Spätsommer heißt? Weil hier steht Obst, das wäre auch so Früchte oder Obst, aber das griechische heißt eigentlich Spätsommer-Frühherbst. Die meisten Bäume tragen ihre Früchte im Spätsommer, im Frühherbst, und im übertragenen Sinne verwendet man das Wort für Spätsommer dann auch für Früchte. Das heißt, die Idee hier ist, dass die Früchte nicht einfach nur Früchte sind, sondern dass es eigentlich reife Früchte sind. Eine Frucht ist ja nicht gleich sofort reif, wenn sie am Baum grün ist, und dann reift sie aus. Und die Idee also dahinter ist, worauf hat Babylon eigentlich gewartet? Auf einen guten Zeitpunkt? Allgemeiner, worauf wartet der Bauer oder der Gärtner, wenn er darauf wartet, dass die Früchte reif werden? Er wartet auf die Ernte. Er wartet auf die Ernte, und Babylon wird in ihrer Erntehoffnung enttäuscht.
[6:22] Wird es denn zu der Zeit eine Ernte geben, oder gibt es gar keine Ernte? Wenn diese Plagen über Babylon ergehen, gibt es dann eine Ernte? Warum sagst du schon? Ja, genau, es gibt ja eine zweifache Ernte. Könnt ihr euch erinnern? Wo sehen wir eine Offenbarung von einer zweifachen Ernte, die am Ende der Zeit, wenn Jesus wiederkommt, beziehungsweise kurz davor stattfindet, eine zweifache Ernte? Schon ein paar Jahre her, ich gebe zu, aber es lohnt sich zu wiederholen. Wo spricht die Offenbarung von? Offenbarung 14, genau. Auf Offenbarung 14 haben wir Vers 14, die Wiederkunft, und da haben wir diese zweifache Ernte. Die Gläubigen werden geerntet, und dann werden die Gottlosen geerntet. Und die Gottlosen werden verglichen mit Trauben, die gekeltert werden. Da fließt das Blut bis an die Zäume der Pferde usw. Das heißt, es gibt eine Ernte, aber eine Ernte aus der Sicht Gottes. Das heißt, die Bosheit ist überreif geworden. Das ist ja die Idee in Offenbarung 14, die Ernte ist überreif geworden. Aber das ist nicht die Art von Ernte, die Babylon erwartet hat, oder? Gott erntet in dem Sinne, dass die Bosheit überreif ist, und jetzt wird quasi abgeerntet. Aber was ist die Ernte, die Babylon sich erhofft hat, in deren Erfüllung sie jetzt getäuscht ist? Welche Hoffnung hat sich Babylon gemacht, wenn diese Früchte, diese spätsommerlichen Früchte, diese reifen Früchte entschwunden sind, und man deswegen um Babylon klagt? Was hat sich Babylon erhofft in der Endzeit? Was würdet ihr sagen? Dass mir nichts passiert. Das haben wir schon gehabt. Sie waren der Meinung, da passiert mir nichts. Das ist quasi mehr sozusagen die Negation einer Katastrophe. Mir passiert nichts. Aber wenn ich sage, mir passiert nichts, dann hoffe ich ja noch nicht auf etwas, oder? Das ist ja noch was anderes. Also worauf haben die gehofft, die Babylonier hier? Worauf hofft Babylon in der Endzeit? Was für ein Ziel haben die? Reichtum?
[8:43] Okay, ja. Keine Meldung. Was wollen die anderen sagen? Worauf hofft Babylon? Ja, genau. Sie wollen viel auf ihre Seite bekommen. Was treibt eigentlich jemanden an, der Babylon anführt? Was ist so das höchste Ziel? Also ihr habt schon einige Sachen gesagt. Reichtum, ja. Macht, genau. Wenn man Macht noch ein bisschen konkretisiert, was treibt den Satan an? Anbetung, Selbsterhöhung, oder? Alles, was ihr gesagt habt, fällt letztendlich zu diesem einen Aspekt, Selbsterhöhung. Das heißt, Babylon arbeitet, arbeitet und arbeitet für diesen einen großen Moment, wo sie endlich von allen akzeptiert sind, wo sie erhöht werden. Und die Bibel sagt, genau in dem Moment wird alles auseinanderbrechen. Das, was sie sich so sehnlichst erwünschen, worauf die Kirche seit Jahrhunderten eigentlich zuarbeitet, seit sie diese Weltherrschaft verloren haben, arbeiten sie darauf wieder hinzu. Was sie über viele Generationen mit viel Taktik und mit viel Raffinesse und mit viel Weitsicht, Ellen White spricht davon, wie weitsichtig Rom ist und wie gründlich sie weiß, was in der Zukunft passieren wird. All das zerbricht ganz plötzlich.
[10:11] Was stellt ihr euch unter Glanz und Flitter vor? Interessant, was ihr euch darunter vorstellt. Glanz und Flitter, das heißt ja hier in Vers 14, und aller Glanz und Flitter ist dir entschwunden. Vielleicht habt ihr eine andere Übersetzung. Alles Fette. Fette, das ist welche Übersetzung? Zürcher ist an der Stelle sehr gut. Und Fett meint hier jetzt nicht so sehr im Sinne von viel Bauchfett, sondern wenn etwas mit viel Öl ist. Also wenn jemand zum Beispiel sich mit viel Öl einreibt, dann sieht das ein bisschen fettig aus. Das scheint damals so ein Statussymbol gewesen zu sein. Es gibt heute auch noch Leute, die meinen sich ihre Haare mit Öl vollschmieren zu müssen. Also etwas, das sehr glänzendes, sehr reich, sehr fett in dem Sinne. Und Flitter meint eigentlich, hat nichts mit den Flitterwochen zu tun, also nichts, was ich wüsste jedenfalls, heißt glänzend. Also alles, was reich, alles, was glänzendes, alles, was irgendwie so einen Eindruck macht nach außen, all das ist verloren. Übrigens glänzend, dieses Wort für Flitter, kommt auch noch, schaut ihr mal in Offenbarung 15 vor. Offenbarung 15 und dort Vers 6. Da sieht man, dass eigentlich dieser Glanz gemeint ist. Schauen wir mal, Offenbarung 15, Vers 6. Und die sieben Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen hervor aus dem Tempel, bekleidet mit reinem und glänzendem Leinen. Das ist dasselbe Wort, dieses Flitter. Und um die Brust gegürtelt mit goldenen Gürteln. Tatsächlich, in welchem Teil Deutschlands? Flitterkram, so hieß es bei uns in Mecklenburg-Vorpommern nie. Flitterkram, okay, aber das passt genauso alles. Und das ist ja so ein bisschen auch die Idee von Babylon, Selbstdarstellung hat immer was damit zu tun, dass man nach außen versucht besser zu sein, als man nach innen ist. Und all diese Hoffnung, nach außen besser hin zu wirken, wie man ist, zerbricht.
[12:23] Das ist, glaube ich, ein ganz interessanter Gedanke, weil letztendlich können wir uns im Leben auf zwei Dinge konzentrieren. Entweder unseren inneren Charakter oder unser äußeres Erscheinungsbild. Also in welcher Form auch immer, ob das jetzt rein körperlich oder wie auch immer ist, im übertragenen Sinne. Und bekehrte Menschen fokussieren sich auf ihr Inneres. Und unbekehrte Menschen fokussieren sich darauf, wie sie bei anderen wirken. Stichwort Pharisäer, haben wir im anderen Seminar ausführlich behandelt, wo es heißt, dass sie zum Scheinen lange beten und all diese Dinge tun. Und was hier wieder und wieder in Offenbarung deutlich wird, ist, wenn man auf das falsche Pferd setzt, wird man auch in dieser Hoffnung völlig enttäuscht. Der Satan gewinnt nie etwas von dem, was er sich hofft. Niemals. Und das ist eigentlich das betrügerische Wesen der Sünde. Und eine ganz wichtige Lektion für uns.
[13:26] Schauen wir mal Vers 15 an. Vers 15. Die Verkäufer dieser Waren, die von ihr reich geworden sind, werden aus Furcht vor ihrer Qual von Ferne stehen. Sie werden weinen und trauern. Wo hatten wir schon mal einen ganz ähnlichen Vers, wie diesen Vers hier in Vers 15? Ja? Vers 11 ist ganz ähnlich, oder? Die Kaufleute der Erde weinen und trauern immer sie, weil jemand ihre Waren kauft. Da haben wir die gleiche Gruppe. Die Verkäufer trauern und weinen. Da haben wir noch ein Vers in dem Kapitel, das ähnlich ist wie der Vers 15. Vers 9. Ja, genau, da geht es um die Könige. Sie werden weinen. Interessant ist vor allem auch Vers 10. Schaut mal in Vers 10. Was steht in Vers 10? Und sie werden von Ferne stehen, aus Furcht vor ihrer Qual, und sagen usw. Wehe, wehe, du große Stadt Babylon. Jetzt steht es in Vers 15. Die Verkäufer dieser Waren usw. werden aus Furcht vor ihrer Qual von Ferne stehen. Sie werden weinen und trauern und sagen, wehe, wehe. Da haben wir zweimal dieselbe Idee. Die Kaufleute tun dasselbe wie die Könige.
[14:41] Ganz kurz zur Wiederholung. Wir wollen es ja nicht alles vergessen. Was haben wir gelernt? Warum stehen die Könige von Ferne? Was war die Idee, die wir aus der Offenbarung abgeleitet haben, dass sie von Ferne stehen? Was war die praktische Lektion? Dass sie erst zusammengearbeitet haben, und dann als sie gemerkt haben, was Babylon ist und was über Babylon kommen wird, dass sie sich weitergemerkt haben. Genau. Falsche Freundschaften zerbrechen immer unter dem Gericht Gottes. Das ist genauso wie mit Adam und Eva gewesen, die im Sündenfall versucht haben. Also der Adam hat versucht, eine falsche Einheit mit Eva einzugehen. Ich war mit Eva vereint in die Sünde. Und unter dem Gericht Gottes, unter der Frage, was hast du getan, zerbricht die Einheit. Da steht Ferne von Eva, die Frau, die du mir gegeben hast. Und genau das Gleiche gilt nicht nur für die Politik. Es gilt für die Wirtschaft. Und wenn es für die Politik gilt und für die Wirtschaft, können wir verallgemeinern, es gilt für alle Bereiche des Lebens. Egal, in welchem Bereich wir uns wiederfinden, egal, welche Position wir haben, wenn wir eine falsche Einheit eingehen, zerbricht die ohnehin. Wir können uns auf niemanden verlassen. Das Einzige, was halten wird in der Endzeit, das Einzige, was in den Plagen halten wird, ist die Verbindung zu Jesus. Nichts anderes. Die Verbindung mit dem Heiligen Geist. Das ist das Einzige, was hält. Das ist, was die Offenbarung sagt. Selbst die größten Geheimbündnisse, wo wir vielleicht denken, die Wirtschaftsleute und die Politiker und die Kirchenführer sind alle hinter verschlossenen Türen, machen da ihre geheimen Dinge und so weiter. Manchmal hat man den Eindruck, manchmal wird das so fast dargestellt, als ob die schon alle einig sind und nur noch ein Schauspiel darstellen. Aber in der Endzeit werden sie alle auseinanderbrechen. Und das ist die Idee von Daniel 2. Sie werden nicht aneinander haften. Das ist übrigens sehr interessant. Es gibt niemals beim Satan diese vollkommene Einheit des Feindes. Mit anderen Worten, unser Feind ist sich eigentlich nie wirklich ganz richtig einig. Nie so einig, wie wir eigentlich Einheit erleben. Man hat die Idee, der Satan mit seinen Herrschern ist viel mächtiger. Und das ist er in gewisser Weise schon. Aber wir dürfen wissen, er ist letztendlich eigentlich immer in sich zerstritten. Und es gibt so Momente, wo man vor einem kurzen Moment alle Kräfte so zusammengepresst werden, wie bei der Kreuzigung oder auch manchmal bei der Christenverfolgung. Aber das bricht schnell wieder auseinander. Das ist keine dauerhafte Einheit. Und ich glaube, jeder Mensch sucht eigentlich nach echter Einheit, nach echter Gemeinschaft, die dauerhaft ist. Dann kann sie weder von der Politik, noch von der Kirche, noch von der Wirtschaft geleistet werden. Das ist die Idee.
[17:19] Er weiß schon, was er will. Er weiß, dass seine Ende ist. Das ist klar. Aber er kann nicht zurückbleiben. Ja, ganz genau.
[17:33] Jetzt schauen wir mal in Vers 15 nochmal. Da heißt es ja, die Verkäufer dieser Waren, die von ihr reich geworden sind. Lass uns doch mal kurz drüber nachdenken über dieses Prinzip der Selbstbereicherung. Lass uns mal zwei Bibeltexte aufschlagen. Und zwar in Hosea 12, Vers 8 und 9. Ich wollte nochmal ein bisschen einen Gedanken vertiefen, den wir schon hier und da angedeutet haben. Hosea 12, Vers 8 und 9.
[18:04] Da heißt es, Hosea 12, Vers 8 und 9, der Kanaaniter hat eine falsche Waage in der Hand. Er übervorteilt gern. Erste Frage, was bedeutet es, wenn man eine falsche Waage hat, wenn man übervorteilt? Wie sieht das praktisch aus? Betrug, genau. Wie funktioniert der praktisch, dieser Betrug? Genau, die Gewichte, die Maßstäbe, die Maße werden manipuliert. Die Maße sind etwas anderes, als vorgegeben wird. Ist interessant im Hinterkopf zu bleiben. Wer macht das hier? Wer übervorteilt gerne? Von wem heißt es, dass er so etwas fast gewohnheitsmäßig tut? Kanaaniter. Warum kommt der Hosea gerade auf die Kanaaniter? Waren die moralisch jetzt so viel verdorbener als die Aramea oder die Ammoniter? Warum ausgerechnet die Kanaaniter? Habt ihr irgendeine Idee, warum die Kanaaniter hier erwähnt werden? Als diejenigen, die im Handel gerne betrügen? Gibt es denn zu der Zeit von Hosea noch Kanaaniter? Testen wir euer Geschichtswissen. Gibt es zur Zeit von Hosea noch Kanaaniter? Also eigentlich nur noch verstreut, weil Hosea ist schon seit Jahrhunderten nach der Landnahme. Aber es gibt noch ein paar Kanaaniter. Es gibt vor allem einen Stamm der Kanaaniter und das sind die Phönizier. Und die Phönizier, die leben wo? An der Küste. Ja genau, an der Küste. Es gibt zwei Städte, die sind weltberühmt. Die größten phönizischen, kananitischen Handelstädte. Das habe ich schon gesagt, Handelstädte. Nämlich Sidon und Tyrus. Genau, Tyrus. Haben wir schon das letzte Mal ab und zu studiert. Tyrus, Handelsmacht. Was sagt der Hezekel zum König von Tyrus? Durch deine Handelsgeschäfte hast du dich mit Frevel erfüllt. Das ist diese Idee von Handel. Aber jetzt geht es weiter. Also das im Hinterkopf.
[20:10] Vers 9. Auch Ephraim spricht. Wer ist Ephraim? Ein Stamm, genau. In welchem Teil? Nord oder Süd? Ephraim gehört Nord. Und Ephraim ist eigentlich der Hauptstamm im Norden. So wie Judah im Süden der Hauptstamm war, war Ephraim einer der wichtigsten. Oft wird nicht gesagt Israel und Judah, sondern Ephraim und Judah. Symbolisch für das Nordreich Israel, wo der Hosea wirkt. Auch Ephraim spricht. Ich bin doch reich geworden. Ich habe mir ein Vermögen erworben. An all meinem Erwerb wird man mir was nachweisen können? Kein Unrecht, das Sünde wäre. Das Schlüsselwort in diesem Vers ist das erste Wort. Nämlich das erste Wort ist auch. Das heißt, Ephraim tut eigentlich dasselbe wie die Kananiter. Und was machen die Kananiter? Sie betrügen. Sie haben eine falsche Religion und sie betrügen. Und die Israeliten schauen sich das ab. Aber was sagen die Israeliten zu ihrer Rechtfertigung? Was ist ihr Argument? Alles okay. Wir machen nichts Böses. Was wir tun ist vollkommen in Ordnung. Das ist übrigens ein interessantes Beispiel dafür, dass Gott auch ungerechte Geschäftsaktionen verurteilt. Als Christen wollen wir nicht nur den richtigen Tag der Anbetung haben. Wir wollen auch richtige Prinzipien im alltäglichen Leben haben. Auch wenn es zu Geschäften und zu Geld und sowas kommt. Aber der Punkt ist der. Warum übervorteilt jemand einen anderen? Warum tut der Kananiter gerne die Maße ändern? Aus welchem Grund? Einfach nur um die Leute zu ärgern? Oder was nützt es, wenn ich die Maße ändere? Dann werde ich reicher, oder? Wusstet ihr, dass mal ein württembergischer Herzog hier die Maße geändert hat? Er wollte eine Steuer einführen. Und da hat er gemerkt, wenn ich eine Steuer einführe, die Leute haben schon so viele Abgaben, also werde ich eine indirekte Steuer einführen. Ich werde einfach anstatt eine Steuer einzuführen, einfach die Maße ändern, sodass das Geld trotzdem zu mir kommt, ohne dass die Leute merken. Die Leute waren auch nicht dumm, haben es gemerkt. Dann gab es hier einen riesigen Aufstand im Rems-Tal. Der arme Konrad, das war ja so kurz vor der Reformation. Das ist genau die gleiche Geschichte.
[22:36] Aber jetzt schauen wir mal nach Sahaja 11. Gehen wir mal weiter diesem Gedanken von der Selbstbereicherung und der falschen Religion. Sahaja 11 und dort Vers 5. Also wir haben Ephraim, wir haben das Nordreich und die haben sich selbst bereichert und haben gedacht, alles wunderbar, wir tun nichts Böses, es ist alles richtig so. Sahaja 11 Vers 5. Ist Sahaja ein Prophet im Nordreich oder im Südreich? Frage an die Bibelkenner, Nordreich oder Südreich? Es ist nicht so schwer, wie ihr denkt. Sahaja ist vor oder nach dem Exil? Sahaja ist nach dem Exil. Sahaja ist einer der Propheten, die wieder hilft beim Aufbau des Tempels und demzufolge ist es Südreich, nicht wahr? Weil das Nordreich gibt es nicht mehr. Aber das ist nur nebenbei. Sahaja 11 Vers 5. Da heißt es, wir können das Vers 4 lesen. So sprach der Herr, mein Gott, weide die Schlachtschafe, denn ihre Käufer schlachten sie und fühlen sich dabei unschuldig. Und ihre Verkäufer sagen, gelobt sei der Herr. Ich bin, was geworden? Reich geworden und ihre Hirten verschonen sie nicht. Da geht es um die ungerechten Hirten, die das Volk falsch führen. Und dann verheißt Gott den wahren, den guten Hirten, der kommen soll.
[24:06] Was bemerkt ihr hier über die Haltung dieser falschen Hirten? Was ist ihre Einstellung? Sie fühlen sich unschuldig, so ähnlich wie auch schon in Efreim nicht. Sie tun etwas Falsches, aber sie fühlen sich unschuldig. Genau, noch mehr. In dem Fall sagen sie nicht nur, wir sind unschuldig, sie sagen sogar, gelobt sei der Herr. Wann sagt man, gelobt sei der Herr? Wenn man dankbar ist, dass Gott was getan hat, oder? Sie glauben sogar, dass Gott sie segnet dabei. Sie glauben, dass Gottes Wirken ist, dass sie reich geworden sind, obwohl ihr Reichtum basiert nicht auf Gottes Wirken, sondern auf ihre Ungerechtigkeit. Das kann also durchaus passieren, dass man reich ist, und dass man glaubt, Gott hat mich gesegnet, in Wirklichkeit habe ich Gottes Gebot übertreten. Das ist nicht das Einzige, was mich wühlt, dass Leute tatsächlich glauben, dass Gott sie segnet, und Gott segnet sie gar nicht. Das ist ein interessantes Thema. Man sollte mal studieren, woher weiß ich, dass der Segen, den ich meine, zu haben, wirklich Gottes Segen ist. Ja, Laodizea haben wir genau das Gleiche. Die Pharisäer waren das typische Beispiel. Die waren sich felsenfest sicher, dass Gott sie segnet. Aber ihr ganzer Reichtum und ihr vermeintlicher Segen basierte auf dieser Schlachtung der Schafe, sozusagen. Sie haben sich um die Glieder gar nicht gekümmert.
[25:30] Also, wir sehen hier, dass diese Selbstbereicherung irgendwas zu tun hat mit einem falschen Konzept von Anbetung, von Gottesdienst. Kennt ihr im Neuen Testament ein Beispiel, wo falsche Anbetung, falscher Gottesdienst in irgendeiner Weise verknüpft ist mit Selbstbereicherung? Wo diese beiden Ideen, Selbstbereicherung und falscher Gottesdienst oder eine falsche Form von Gottesdienst, so zusammenkommen im Neuen Testament? Im Tempel mit den Geldwechslern. Jesus sagt, ihr habt mein Haus zu einer Räuberhöhle gemacht. Was war das Problem? Was haben sie gemacht? Sie haben versucht, sich selbst zu bereichern. Und die Idee von der Selbstbereicherung hat von der Heiligkeit des Gottesdienstes weggenommen, sozusagen. Der persönliche Gewinn war wichtiger als die Heiligkeit Gottes und die richtige Anbetung. Wolltest du es so sagen? Ich wollte sagen, dass sie sich durch Unfair-Betauschkurse und dass es bestimmte Tempelmünze gab, ohne die konnte man keine Opfer darbringen. Und da waren die Wechselkurse halt selbst. Ganz genau. Und da gab es keinen Schiedsgericht, wo man sich beschweren konnte. Höchstens die Römer, das haben die meisten nicht gemacht. Da haben wir genau das gleiche, was schon Ephraim gemacht hat bei Hosea und was dann unter Sahaja in Judah passiert ist. Offensichtlich scheint es immer wieder im Volk Gottes so gewesen zu sein, dass Menschen zuerst den eigenen Vorteil gesucht haben. Das jetzt finanziell immer, aber das lässt sich sicherlich auch auf andere Bereiche übertragen. Macht oder was auch immer. Vermeintlich Gläubige, die erste Frage stellen, wie ist es für mich am besten? Und wenn diese Frage im Raum steht, wie ist es für mich am besten, wie kann ich mich selbst bereichern sozusagen, dann leidet offensichtlich die Idee von Heiligkeit, die Idee vom Gottesdienst, das leidet darunter. Und das wird dann quasi zu einer Farce, wie bei den Pharisäern.
[27:41] Aber bleiben wir nochmal bei den Gedanken mit Selbstbereicherung und falscher Anbetung. Kennt ihr noch andere Beispiele aus der Apostelgeschichte, wo wir Bereicherung, wirtschaftliche Bereicherung und falsche Anbetung zusammenfinden? Ananias und Saphira, ein klassisches Beispiel. Sie hätten ja nicht alles verkaufen brauchen. Sie hätten auch alles verkaufen können, einen Teil für sich behalten können, aber sie wollten den Eindruck erwecken, besonders gut zu sein. Und dann war der Gedanke der Selbstbereicherung so stark, dass er das ganze Opfer zunichtegemacht hat und am Ende sogar ihr eigenes Leben. Das ist ein ganz klassisches Beispiel. Was haben wir vielleicht noch in der Apostelgeschichte? Falsche Anbetung und Selbstbereicherung. Simon der Zauberer, ja gut, der will zwar erstmal in der Geschichte selbst Geld geben für den Heiligen Geist, aber dahinter steckt natürlich die Idee, wenn ich ihn weitergeben kann für den Heiligen Geist, dann kann ich ihn auch verkaufen gegen Geld. Ich investiere so ein bisschen, ein gutes Investment in den Heiligen Geist und dann zahlt er später Dividende, wenn ich ihn weitergeben kann gegen Geld. Das ist möglicherweise die Idee gewesen. Da haben wir auch die Idee von Geld und Religion.
[29:02] Schauen wir uns noch zwei interessante Beispiele später in der Apostelgeschichte an. Apostelgeschichte 16, Vers 19. Apostelgeschichte 16 und dort Vers 19. Vielleicht kennt ihr die Geschichte, bestimmt kennt ihr die, die geht schon in Vers 16 los. Da gibt es eine Frau, die folgt dem Paulus auf Schritt und Tritt und was die sagt, ist theologisch ziemlich einwandfrei. Trotzdem ist der Paulus nicht besonders einverstanden damit, obwohl sie eigentlich Gutes sagt. Was ist das Problem an ihr? Sie hat einen Wassergeist, sie ist okkult besessen und obwohl sie die Wahrheit sagt, sagt es einem Ton und einer Art und Weise, dass die Leute glauben, dass Paulus in Wirklichkeit zu den Wahrsagern gehört und der Satan versucht da seinen Einfluss zu mindern. Aber was passiert? Paulus ist irgendwann unwillig darüber und er dreht sich um und er gebietet dem Dämon auszufahren und im Namen Jesu fährt er dann aus und dann ist die Frau ganz normal und wird eine Nachfolgerin und jetzt kommt Vers 19. Als aber ihre Herren sahen, dass die Hoffnung auf was? Auf ihren Gewinn entschwunden war, ergriffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Marktplatz vor die Obersten der Stadt. Merke, der hat ja schon eine ganze Zeit lang gepredigt, aber die Predigten selbst, die Theologie des Evangeliums war jetzt für sie noch nicht so der ausschlaggebende Grund zu sagen, das müssen wir stoppen. Es wurde erst brisant, als die wirtschaftliche Goldader angeknackst war. Als sie gemerkt haben, wenn das Evangelium sich durchsetzt, können wir mit dem Aberglauben kein Geld mehr machen.
[30:33] Noch ein Beispiel dazu, Apostelgeschichte 19 und dort Vers 24 bis 27. Apostelgeschichte 19, Vers 24 bis 27. Denn ein gewisser Mann namens Demetrius, ein Silberschmied, verfertigte Silberne Tempel der Diana. Ihr wisst ja, Ephesus war das große Zentrum der Diana und verschaffte den Künstlern was? Beträchtlichen Gewinn. Diese versammelte er samt den Arbeitern des selben Faches und sprach, ihr Männer, ihr wisst, dass von diesem Gewerbe unser Wohlstand kommt. Das ist ein wichtiger Vers, der macht deutlich, diese beiden Dinge, falsche Anbetung, falsche Religion und Wirtschaft sind nicht nur verknüpft, sondern falsche Religion war ein Wirtschaftsmodell. Und so denken wir selten über falsche Religion, aber warum war falsche Religion so sehr verbreitet und so sehr beliebt bei den Herrschenden? Warum haben die das gefördert? Weil sie sich damit Geld machen lässt. Und wenn sie sich damit Geld machen lässt, dann ist das wichtig. Ja, genau, genau, weil sie sich aufgeregt haben, dass die, dass die, Dankeschön Matthäus 8, dass Jesus die Schweine in das Wasser schmeißt. Also nicht, das stimmt nicht. Also er gebietet den Dämonen, dass die hingehen können, wo sie nicht wollen. Die Dämonen schmeißen die Schweine ins Wasser. Genau, und die haben die Schweine auch nicht zum eigenen Verzehr gehalten. Das hätte nämlich gar nicht gedurft als Juden, sondern die wollten Geld machen mit etwas, von das sie selbst gar nicht essen wollten. Ja, genau.
[32:20] Sie haben gefürchtet, wenn das jetzt der Anfang ist, wer weiß, was unseren anderen Schweineherden noch passiert. Am Ende gibt es keine Schweine mehr hier in der Gegend. Genau, aber kommen wir zurück zu Apostelgeschichte 19. Und jetzt steht hier in Vers 26, und ihr seht und hört, dass dieser Paulus nicht allein in Ephesus, sondern fast in ganz Asien, das meint in dem Fall die römische Provinz, in der West, Westkleinasien, eine große Menge überredet und umgestimmt hat, indem er sagt, dass es keine Götter gäbe, die mit Hennen gemacht werden. Aber es besteht nicht nur die Gefahr, dass dieses unser Geschäft in Verruf kommt, sondern auch, dass der Tempel der großen Göttin, die andere für nichts geachtet, und zuletzt auch ihre Majestät gestürzt wird, die jedoch ganz Asien und der Erdkreis verehrt, und so weiter und so fort. Und diese riesige Aufstand, wo die da stundenlang in dem Theater stehen und schreien und gar nicht wissen, warum sie zusammengekommen sind. Aber das zeigt, und das ist eine sehr wichtige Stelle, die deutlich macht, wie sehr falsche Anbetung mit Wirtschaftskraft verbunden ist.
[33:17] Aus welchem endzeitlichen Kontext ist das wichtig, dass falsche Anbietung und Wirtschaftskraft eng zusammenhängen? Welcher Aspekt der Endzeit? Mahlzeit des Tieres. Und übrigens, ja, du wolltest etwas sagen. Judas. Ja, ganz genau.
[33:47] Nicht umsonst sagt der Paulus, das Neue Testament, dass die Geldliebe eine Wurzel des Bösen ist. Übrigens, wie war das bei Luther? Wann ist die Kirche aktiv geworden? Luther hat 97 Thesen verfasst gegen Aristoteles und kein Mensch hat es gejuckt. Er hat die ganze Wissenschaft auf den Kopf gestellt. Kaum ging es um das Geld, da kannte niemand mehr, da ging es dann ans Eingemachte. Was also uns zeigt, wenn am Ende der Zeit bestimmte Gesetze uns zwingen, einen Tag ruhig zu halten oder auch einen Tag dann arbeiten zu gehen, weil man mit bestimmten, vielleicht auch ökonomischen Gesichtspunkten argumentiert und mit dem Wohl der Familie und so weiter, dann werden wir ganz ähnliche Dinge erleben.
[34:50] Schauen wir noch ganz kurz zu Vers 16, bevor wir schließen hier, noch eine kurze Idee zu Vers 16, obwohl der Inhalt im Wesentlichen ja schon bekannt ist. Auf dem Monat 18, Vers 16, da heißt es ja, wehe, wehe, die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand. Was ist an dem Satz merkwürdig, den wir gerade gelesen haben? Okay, das stimmt, ja, das ist ja die Idee, dass die Huren, genau. Aber wenn man nur den Satz selbst lesen würde, ohne jeglichen Kontext, man wüsste nichts von Offenbarung 17 und dem Rest. Was ist an dem Satz merkwürdig? Die Stadt war bekleidet. Ich meine, welche Stadt trägt Purpur? Das heißt, wir lesen das und haben automatisch eigentlich gar nicht ein ganz anderes Wort im Kopf. Wir denken da schon gar nicht an eine Stadt, wir denken an eine... Ja, das stimmt. Aber was ist Offenbarung 17? Wir denken an eine Frau, die Hure, die mit Purpur und Scharlach und Gold bekleidet ist. So steht es nämlich wo? Wo steht, dass es die Hure ist, die bekleidet ist mit Scharlach, Gold und Edelstein? 17 Vers? Am Anfang, genau. 17 Vers 4. Und da sieht man jetzt, das ist sehr schön, die Parallele. Offenbarung 17, Vers 4 sagt, die Frau, die du gesehen hast, wie heißt es genau, wenn ich Falsches zitieren, die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelstein und Perlen. Und in Offenbarung 18, Vers 16 heißt es, wehe, wehe, die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelstein und Perlen.
[36:21] Was also deutlich macht, Babylon muss eine Stadt sein. Ja, also vergesst diesen ganzen Unfug, wenn immer Leute anfangen, Babylon ist alles. Ja, Babylon ist die Sünde in dir und Babylon ist der Fernseher und Babylon ist der böse Arbeitsboss, der dir Stress macht und so. Nein, nein, nein, Babylon ist eine Stadt. Es wird expliziter, es ist eine Stadt. Und natürlich, die Stadt regiert eine Kirche und diese Kirche hat Töchter und so weiter. Also Babylon hat schon auch seinen Einfluss auf viele Bereiche, aber im Kern ist Babylon eine Stadt, nämlich die Stadt Rom. Und dass inwieweit im Papsttum Leinwand, Purpur, Scharlach und Gold und Edelstein eine Rolle gespielt haben, müssen wir nicht wiederholen. Haben wir lang und breit erläutert, nicht wahr, der ganze Reichtum der Kirche. Und vielleicht habt ihr euch ja mal gewundert, warum ist eigentlich das Papsttum so reich? Ich meine, man nimmt das immer so als gegeben an. Die sind halt einfach reich. Kunstschätze, das kann kein Mensch beziffern. Was das also, wenn die mal pleite gehen würden, die können gar nicht pleite gehen, das ist unvorstellbar, was die haben. Aber die Frage ist, warum? Also ich meine, wenn ein anderer Mensch reich ist, sag mal, wer ist jetzt momentan der reichste Mensch der Welt, weiß ich gar nicht, aber irgendwie hier so. Okay, also diese reichen Menschen, warum sind die reich geworden? Nicht einfach nur, weil sie geerbt haben, oder warum sind die reich geworden? Wie haben die ihren Reichtum erwirtschaftet? Sie haben wirklich ein gutes Geschäftskonzept gehabt. Niemand kommt auf die Idee, der so gigantischen Reichtum hat, dass das alles vom Himmel gefallen ist. Das heißt, wenn man sich den Vatikan anschaut und feststellt, der ist so unfassbar reich, muss man ja fast eigentlich sagen, das ist eine Firma. Das ist ein Geschäftsmodell, so wie damals beim Luther. Mit dem Aberglauben der Menschen, Geld machen und sich bereichern.
[38:22] Liegt in was eben? Ja, genau, oder auch seinen Stellvertreter. Deswegen sagt ja Hesekel 28, durch die Menge deiner Handelszahl hast du dein Inneres mit Frevel erfüllt. Also was wir sehen hier ist, und das ist glaube ich etwas, was wir sonst jetzt erstmal durch Offenbarung 18 mehr in den Fokus nehmen können, weil wir es sonst nicht so oft behandeln, ist, wie stark eigentlich die wirtschaftliche Komponente ist an der ganzen Endzeitgeschichte. Und der Satan weiß, dass man trefflich über Theologie streiten kann, über Dogmatik und über dies und jenes, aber wenn man nichts mehr zu essen hat, wenn das Bankkonto leer ist, wenn es um Geld und materiellen Besitz geht, dann geht es für die allermeisten Menschen wirklich ans Eingemachte. Als der Satan versucht hat, den Hiob in die Knie zu zwingen, hat er versucht, ihm seine Familie zu nehmen und seinen wirtschaftlichen Besitz. Erst als das nicht funktioniert hat, hat er dann mit der Gesundheit noch weitergemacht. Weil der Satan damit gerechnet hat, dass das eine der schwersten Versuchungen ist. Als der Satan nur noch eine einzige Versuchung hatte, nur noch ein Ass im Ärmel, was hat er denn Jesus versucht? Was hat er ihm gesagt? Dritte Versuchung, ich gebe dir alles, was ich habe. Alle Schätze, alle Reichtümer, alle Königreiche. Weil er wusste, das ist das Faszinierende, was man einer gefallenen menschlichen Natur präsentieren kann. Was hat Jesus gesagt? Danke. Will ich nicht. Wisst ihr, der Luther hat dann, nee, nicht Luther, Ellen White hat das gesagt, sehr interessant. Luther hat das auch gesagt. Wo Jesus gesiegt hat, hat die Kirche versagt. Als die Welt kommt und sagt, hier ist alles, was wir haben, nimm es, sagt Jesus, nein. Aber die Kirche sagt, okay, wir machen einen Kompromiss, wir bieten uns euch ein bisschen an und dann werden wir reich. Und das ist das große Problem.
[40:46] Zumindest spielen sie eine große Rolle, wie wir hier in Offenbarung 18 offensichtlich sehen. Was können wir daraus praktisch für unser Leben mitnehmen, die wir keine Milliardäre sind und wohl auch nicht mehr werden auf dieser Welt. Wir werden gleich nachher im zweiten Teil sprechen über die Schätze im Himmel. Und was wir hier lernen können, ist, die Schätze auf dieser Erde werden sowieso vergehen. Und Selbstbereicherung ist eben auch eine Form von Götzendienst. Das ist ganz eng miteinander verknüpft. Das ist die ganze Bibel hindurch. Genau. Und deswegen lasst uns lernen aus der Offenbarung, aus dem, was noch passieren wird, dass wir nicht in den selben Fehler hineingeraden. Wollen wir noch gemeinsam beten zum Schluss? Das bleibt in der Knie.
[41:40] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in der Offenbarung lesen können und in der ganzen Bibel, worauf es wirklich ankommt in dieser letzten Zeit. Und wir haben gesehen, wie sehr auch wirtschaftliche Aspekte in der Endzeit eine Rolle spielen werden, wie sehr Menschen ärgerlich sein werden, wenn ihre Pläne durchkreuzt werden, gerade weil es ums Geld geht und dann bei vielen der Spaß aufhört. Und Herr, wir haben gesehen, wie wichtig es ist, sich bewusst zu machen, dass wir nicht auf dieser Erde uns selbst bereichern wollen, sondern dass wir Schätze sammeln wollen im Himmel und nicht auf den Vorteil denken wollen, sondern so, wie du, Herr Jesus, es gemacht hast. Wir wollen Gott die Ehre geben. Und Herr Jesus, wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dabei Tag für Tag. Und wir danken dir dafür. Amen.