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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 18:17-19 analysiert Christopher Kramp die Klagen der Könige, Kaufleute und Seeleute über den Fall Babylons. Er beleuchtet die Parallelen und die Bedeutung der wiederholten Klagen, die auf die Unvergleichlichkeit Gottes und die letztendliche Niederlage antichristlicher Mächte hinweisen. Die Botschaft betont die Wichtigkeit, sich nicht von vergangenen Mächten blenden zu lassen, sondern die wahre Größe Gottes zu erkennen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[5:00] Er ist jetzt dran. Welche Gruppe wird jetzt beschrieben? Ja, genau, wie nennt man die, die auf dem Meer sind? Die Seefahrer, die Seeleute, das ist nochmal eine extra Kategorie als die Kaufleute. Wir hatten ja in Vers 11, schaut man in Vers 11, da haben wir die Kaufleute, aber da sind es explizit die Kaufleute der Erde. Das sind die Kaufleute, die über Land Handel treiben. Aber jetzt haben wir die Seeleute und die kommen über das Wasser.

[5:39] Jetzt wollen wir uns ein bisschen mal genauer anschauen, was das bedeuten könnte. Das heißt, wir haben ja, wie gesagt, vorher die Kaufleute der Erde und jetzt haben wir die Kaufleute des Meeres. Wo haben wir schon mal Erde und Meer in der Offenbarung? Erde und Meer, ja? Auf Markus 13 kommen die Tiere aus einem symbolischen Meer und aus einer symbolischen Erde. Okay, ja, wo waren wir noch? Erde und Meer, relativ nah beieinander. Auf Markus 13 ist ein Beispiel. Wo noch? Erde und Meer. Bei der Schöpfung, genau. Aber in der Offenbarung noch bleiben, es heißt doch, dass Gott Erde und Meer geschaffen hat, ja? Der Engel mit dem kleinen Büchlein steht mit einem Fuß auf dem Meer, auf dem Wasser und mit dem anderen auf der Erde. In welchem Kapitel haben wir den Engel auf Markus 10? Und der Engel stellt natürlich wen dar? Und das Büchlein stellt das Buch Daniel dar. Warum steht der Engel dort auf der Erde und auf dem Meer? Genau, in der Nähe und in der Ferne, nah und fern in der ganzen Welt.

[7:06] Wenn wir jetzt also Kaufleute haben auf der Erde und wir haben Kaufleute auf dem Meer, dann haben wir die ganze Welt, die globale Wirtschaft. Also nicht nur die italienische Wirtschaft, die in der Nähe des Vatikans ist, mit der Vatikanbank irgendwelche Geschäfte macht, sondern die globale Wirtschaft. Meer und Erde. Dieser Aspekt mit den Seeleuten, wörtlich heißt es alle, die von der See leben. Das heißt nicht nur die Leute, die tatsächlich auf dem Meer fahren, sondern auch alle Berufe, die irgendwas mit dem Wasser zu tun haben. Das haben wir, ja? Ja, ganz genau. Also in Offenbarung 12 Vers 12 haben wir auch Erde und Meer. Auch da steht es für die Gesamtheit. Also das kommt immer wieder vor als kombiniertes Bild für global. Meer, Erde und Meer.

[8:02] Schaut mal mit mir in Hesekiel. In Hesekiel 27 haben wir wieder so eine dieser Prophezeiungen auf Tyrus. Erinnert euch, dass wir gesagt haben, Tyrus ist parallel zu Babylon und viele Dinge hier im endzeitlichen Babylon haben ihren Ursprung im alttestamentlichen Tyrus, nicht nur im alttestamentlichen Babylon. Und in Hesekiel 27 finden wir jetzt eigentlich die Stelle, die so ein bisschen die Grundlage ist für Vers 17 bis 19. Hesekiel 27, Vers 27 folgende. Lesen wir mal Hesekiel 27 und dort ab Vers 27, dort heißt es: Deine Reichtümer und dein Absatz, deine Tauschware, deine Seeleute und deine Steuermänner, deine Schiffszimmerleute und deine Tauschhändler und alle deine Kriegsleute, die bei dir sind, samt der ganzen Volksmenge in dir, werden mitten ins Meer stürzen am Tag deines Falls. Von dem Geschrei deiner Steuermänner wird das Festland erzittern. Alle, die das Ruder führen, die Schiffsleute und alle Steuermänner auf dem Meer, werden aus ihren Schiffen steigen und ans Land treten. Und sie werden deinetwegen ihre Stimme erheben und bitterlich schreien. Sie werden Staub auf ihre Häupter werfen und sich in Asche wälzen. Also merkt euch dieses mit dem Staub. Da kommen wir noch wieder darauf zurück. Auch werden sie sich um deinetwillen Karl scheren und Sacktuch anlegen. Sie werden dich mit traurigem Herzen und in bitterer Klage beweinen. Das ist genau das, was ja die Seeleute auch machen. Ich weiß nicht, sie klagen und sie weinen. Und in ihrem Jammer werden sie ein Klagelied über dich anstimmen und über dich wehklagen. Wer ist wie Tyrus, das so still geworden ist mit dem Meer? Hatten wir auch in Offenbarung, wo es heißt, wer ist der großen Stadt gleich gewesen? Merkt euch das Vers 13. Als deine Waren von den Meeren her kamen, ernährtest du viele Völker. Mit der Menge deiner Reichtümer und mit deinen Tauschwaren hast du die Königin der Erde bereichert. Nun aber, da du zerschellt und von den Meeren verschwunden und in die Wassertiefen gestürzt worden bist, sind deine Tauschwaren und all dein Volk in deiner Mitte gefallen.

[10:04] Also mehrere Formulierungen in Offenbarung 18, Vers 17 und 19 kommen direkt aus Hesekiel 27 von Tyrus wieder. Bestätigt nur unsere alte Beobachtung. Und jetzt schauen wir nochmal in Offenbarung 18 und schauen uns jetzt ein bisschen genauer an, was hier über diese Seeleute gesagt wird und was sie selbst sagen. Wieder lesen wir, wie schon bei den Königen und wie schon bei den Kaufleuten, dass sie von Ferne stehen. Das ist so ein wiederkehrendes Motiv. Alle, die über Babylon klagen, stehen ferne.

[10:39] Und in Vers 18 von Offenbarung 18 heißt es jetzt: Und riefen, als sie den Rauch ihrer Feuersbrunst sahen, wer war der großen Stadt gleich. Wir haben gerade in Hesekiel gelesen, wie sie in Hesekiel sagen, wer war Tyrus gleich. Und jetzt wird hier die Frage gestellt, wer war der großen Stadt gleich. Die große Stadt ist natürlich wer? Babylon. So wie auch schon in Vers 16 oder in Vers 10. Wer, wer, du große Stadt Babylon. Frage, wo kennen wir noch in der Bibel oder in der Offenbarung die Frage, wer ist ihm gleich? Offenbarung 13, das kommt aus der Pistole geschossen. Offenbarung 13 Vers, ja fast genau, Offenbarung 13 Vers 4. Offenbarung 13 Vers 4, da geht es um welches Tier? Das erste Tier, das erste Tier aus dem Meer, das die tödliche Wunde erhält und die tödliche Wunde wird geheilt. Und dieses Tier ist ein Symbol für das Papsttum. Und da heißt es in Vers 4: Und sie beteten den Drachen an, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich und wer kann mit ihm kämpfen? Und wer vermag mit ihm zu kämpfen?

[12:05] Nun, was ist der Unterschied zwischen der Frage in Offenbarung 13, wo es heißt, wer ist ihm gleich, und der Frage in Offenbarung 18, wo wir gerade gelesen haben. Offenbarung 13 Vers 4. Ja, also in Offenbarung 18 sind es ja die Wirtschaftsleute, die klagen, aber sie klagen über Babylon. Und das stimmt, da ist der wirtschaftliche Aspekt von Babylon im Spiel, aber es ist dieselbe Macht eigentlich, oder? Es ist dasselbe Babylon von Offenbarung 18 und 13, es ist dasselbe Tier ist hier die hohe Babylon. Also es ist eigentlich ein anderer Aspekt, das stimmt. Was ist noch unterschiedlich zwischen der Frage in Offenbarung 13, Vers 4 und der Frage in Offenbarung 18, Vers 18? Was ist noch ein Unterschied?

[12:56] Ja? Ja, in Offenbarung 13 haben wir noch diesen Aspekt der Bewunderung, aber in Offenbarung 18 ist da nicht mehr viel Bewunderung, oder? Genau, und das bringt uns schon zu dem eigentlichen Unterschied zwischen den beiden Fragen. Schaut euch die Fragen genau an, vergleicht die Fragen. In Offenbarung 13 Vers 4. Tier und Stadt, genau, aber das ist eigentlich ein und dasselbe, wie wir wissen. Denn wir wissen, das Tier ist, oder die Hure auf dem Tier ist ja die Stadt. Babylon ist die Stadt, Babylon ist die Hure, Babylon ist das Tier.

[13:33] Okay, ich lese euch die Fragen nochmal beide vor. Schaut man Offenbarung 13, Offenbarung 13, Vers 4: Und sie beteten den Drachen an, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte. Und sie beteten das Tier an und sprachen, jetzt kommt es: Wer ist dem Tier gleich? Offenbarung 18: Und sie riefen, als sie den Rauch in ihrer Feuerbrunst saßen, jetzt kommt es: Wer war der großen Stadt gleich? Was ist der Unterschied?

[14:00] Richtig, in Offenbarung 13 heißt es, ist. Und in Offenbarung 18 heißt es, war. Ist es aufgefallen? Ja, es ist klar, nicht wahr? In Offenbarung 13 haben wir die Menschen, angesichts der Größe Babylons, sagen sie: Wer ist dem Tier gleich? Es ist unvergleichlich. Aber jetzt sagen sie nicht mehr, in Offenbarung 18: Wer ist dem Tier gleich? Jetzt sagen sie: Wer war dem Tier gleich? Die Macht ist vorbei. Interessanterweise gucken sie trotzdem zurück und haben noch diese Nostalgie. Es ist interessant, obwohl Offenbarung 18 ja deutlich macht, Babylon ist gefallen, die Plagen richten Babylon. Und trotzdem schauen sie zurück und sagen: Mensch, wer war dem Tier gleich? Das heißt, obwohl sie jetzt wissen, dass die Macht vorbei ist, hängen sie eigentlich immer noch an dieser Bewunderung. Wer war dem Tier gleich? Und das zeigt also, dass selbst das Gericht an Babylon ihrer Bewunderung eigentlich keinen richtigen Abbruch getan hat. Sie erinnern sich noch an die Vergangenheit.

[15:06] Nun, aber das Ganze bringt uns zu einer noch wichtigeren Frage. Zweimal wird hier gefragt nach der Vergleichbarkeit. Gibt es irgendetwas, womit man das Tier vergleichen kann? Und die Menschen in Offenbarung 13 sagen: Mit diesem Tier ist nichts zu vergleichen. Es ist unvergleichlich. Wer ist dem Tier gleich? Und selbst nach den Plagen oder in den Plagen sagen sie immer noch: Dieses Tier ist eigentlich unvergleichlich. Man kann ihm nichts vergleichen oder dieser Stadt. Das bringt uns zu der Frage: Gibt es noch irgendjemand, der von sich behauptet, dass er unvergleichlich ist? Wer sagt von sich: Mit wem wollt ihr mich vergleichen?

[15:49] Jesus, genau. Und wo sagt Gott, dass er unvergleichlich ist? Ist mal gelesen, wo Gott sagt: Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Ja, genau. Es gibt ein paar Stellen im Alten Testament, wir wollen uns mal zwei, drei anschauen. Genau, bevor wir zu Jesaja gehen, ganz kurz in Psalm 89. Oh, jetzt habe ich den Vers nicht aufgeschrieben. Also, wer den Vers zuerst gefunden hat, hat gewonnen. Ich habe den Vers nicht aufgeschrieben. Aber es muss in Psalm 89 sein.

[17:05] Ihr solltet euch immer die Verse auch mit aufschreiben. Okay, ich suche ihn, ich suche ihn noch später. Wir gehen jetzt mal zu Jesaja. Gehen wir Jesaja 40, da habe ich die Verse. Jesaja 40 und dort Vers 18 und 25. Jesaja 40, da kommen wir auch noch zu. Aber erstmal Jesaja 40, Vers 18 und 25. Jesaja 40, Vers 18 und 25, da sagt Gott, wem, oder da sagt Jesaja an der Stelle vielmehr: Wem wollt ihr denn Gott vergleichen? Oder was für ein Ebenbild wollt ihr ihm an die Seite stellen? Und dann sagt Gott selbst im Vers 25: Mit wem wollt ihr mich denn vergleichen, dem ich gleich sein soll? Also Gott hat diesen Anspruch in Jesaja 40. Gott ist unvergleichlich. Niemand ist ihm gleich. Sowohl Jesaja sagt das, als auch Gott sagt das. Das ist eine rhetorische Frage, mit wem wollt ihr mich vergleichen? Es ist also keine Frage, wo Gott eine Antwort haben will, sondern die Antwort ist implizit: Nein, es gibt niemanden, mit dem man ihn vergleichen kann.

[18:34] Jetzt hattest du welchen Vers in Jesaja? Genau, 46, 5 und 9. In Jesaja 46, 5 heißt es, da sagt Gott wiederum: Wem wollt ihr mich nachbilden und vergleichen und wem mich ähnlich machen, dass wir uns gleichen sollten. Und Vers 9: Gedenkt an das Frühere von der Urzeit her, dass ich Gott bin und keiner sonst, ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist. Also immer und immer wieder in Jesaja 46, sagt Gott: Ich bin unvergleichlich.

[19:17] Jetzt, wenn die Menschen von Babylon sagen, von dem Tier sagen: Wer ist ihm gleich? Oder wer war ihm gleich? Was impliziert das? Was sagen sie damit über Babylon? Ja, also sie haben sie bewundert, sie hat eine große Macht, genau. Ja genau, also Gott sagt über sich: Ich stehe am höchsten. Und wenn die Menschen das über Babylon sagen, dann sagen sie, dass Babylon am höchsten steht. Das heißt, was machen sie letztendlich? Sie stellen Babylon auf eine Stufe, wo eigentlich nur Gott hingehört. An der Stelle heißt es zwar nicht, sie nannten Babylon Gott, aber so wie sie über Babylon reden, so wie sie über das Tier reden, redet man eigentlich nur mit Gott oder über Gott. Es ist genauso mit der Idee, dass Gott sagt: Ich habe schöpferische Macht. Und wenn der Priester sagt: Ich kann Jesus vom Himmel herabholen, dann nimmt er für sich göttliche Macht in Anspruch. Das ist genau dieselbe Idee. Die Sprache verweist eigentlich auf Gott und zeigt damit diese antichristliche Macht, die jetzt in Offenbarung 18 hier immer noch eine Rolle spielt.

[20:42] Interessant ist, dass diese Frage, wer ist wie, wie wir schon gesehen haben, ja auch bei Tyrus gestellt worden ist. Wer ist wie Tyrus? Und da gibt es jetzt eine interessante Stelle in Jesaja 23. Schaut mal mit mir in Jesaja 23. Gott geht nämlich direkt auf diese Frage ein. Jesaja 23, Vers 8 und 9.

[21:15] Wer hat dieses über Tyrus beschlossen? Erinnert euch, wir haben vor einigen Wochen mal diesen Vers auch hier gehabt. Die Kronenspenderin, das heißt diejenige, die die Könige zu Königen macht. Wer hat dieses über Tyrus beschlossen? Die Kronenspenderin, deren Kaufleute Fürsten und deren Händler die Vornehmen der Erde waren. Der Herr, der Herrscher hat es beschlossen, um den Stolz all ihrer Pracht zu entweihen und alle Vornehmen der Erde verächtlich zu machen.

[21:46] Also auch diese Frage, wer ist wie Tyrus? Was ist die Antwort Gottes? In diesen Versen, also in Vers 8 geht es ja um die Größe Tyrus, die Macht Tyrus. Und was macht Gott, um Tyrus zu zeigen, dass sie nicht so unvergleichlich sind? Genau, es heißt ja ganz speziell in Vers 9: Der Herr hat es beschlossen, den Stolz all ihrer Pracht zu entweihen. Was heißt es, den Stolz zu entweihen? Macht wegnehmen. Das heißt, Gott greift ein und zeigt damit, dass es auf die Frage, wer ist dem Tier gleich, eine Antwort gibt, nämlich Gott ist größer. Auf diese blasphemische Frage, wer ist dem Tier gleich? Wer kann mit dem Tier kämpfen? Niemand kann es besiegen, sagt Gott, okay, wisst ihr was? Ich kann sie bekämpfen, ich kann sie besiegen, denn die Plagen sind Gottes Kampf gegen Babylon, oder? In Offenbarung 19 finden wir dann, wie Christus wiederkommt, um die Feinde Gottes zu besiegen. In Offenbarung 17 haben wir gesehen, wie das Tier und die Frau Krieg führen mit dem Lamm und das Lamm wird sie überwinden. Auf die Frage, wer ist wie das Tier, antwortet Gott mit den Plagen. Denn in Offenbarung 13 beschreibt er den Fall, oder die Situation Babylons nach dem Heilen der tödlichen Wunde. Die tödliche Wunde wird gegeben, die Wunde heilt und als die Wunde heil ist, fragt die ganze Welt: Wer ist ihm gleich, diesem Tier, wer kann mit ihm kämpfen? Und das nächste, was passiert, als das Sonntagsgesetz kommt und das Papsttum seine Macht entfaltet ist, die Plagen fallen und Gott zeigt: Ich bin stärker. Und das ist diese Idee, die schon bei Tyrus deutlich wird. Ja, Tyrus erhebt sich und Tyrus hat die Vorherrschaft über alle Könige und dann kommt Gott und zerstört Tyrus. Und genau das, was im Alten Testament immer wieder passiert ist: Babylon erhöht sich und sagt: Ist das nicht das große Babylon, das ich erbaut habe, in dem Nebukadnezar nicht war? Und dann kommt Gott und zerstört Babylon. Genauso wird es am Ende auch sein.

[24:11] Nun, gehen wir nochmal ganz kurz zu Offenbarung 18. Ach so, hast du ihn gefunden? Oh, das ist lieb von dir, dankeschön. Psalm 89, genau, dankeschön, das ist genau der Vers. Psalm 89, Vers 7: Denn wer in den Wolken ist dem Herrn zu vergleichen? Wer ist dem Herrn ähnlich unter den Gottessöhnen? Also habt ihr dieselbe Idee wie in Jesaja 40? Kommt also mehrmals im Alten Testament vor. Vor Psalm 89, Vers 7: Wer ist dem Herrn zu vergleichen?

[24:46] Zurück zu Offenbarung 18 und dort noch Vers 19. Dort finden wir dieses interessante Element, das wir bei den anderen Klagen über Babylon nicht hatten, dass sie den Staub auf ihre Köpfe werfen. Sie werfen Staub auf ihre Häupter. Was ist das für ein Zeichen, wenn jemand Staub auf seinen Kopf wirft? Buße, das wäre ja fast schön, wenn sie noch Buße tun würden, aber wir wissen, dass sie keine Buße tun. Das kommt auch bei Buße vor, ja Leute, die Buße getan haben, aber es ist nicht das eigentliche Zeichen von Buße. Es ist ein Zeichen extremer Trauer. Kennt ihr die Geschichte in der Bibel, wo jemand sich Asche aufs Haupt oder Staub aufs Haupt? Hiob, ja genau, und auch seine Freunde, als sie ihn gesehen haben, als sie gesehen haben, wie es Hiob geht, haben sie Staub aufgeworfen auf ihren Kopf. Bewohner von Ninive haben gefastet, ja, in Sacktuch und mit Asche. Ahab ging zumindest auch in Sacktuch, weil er auch Asche auf dem Haupt hatte, aber so ungefähr, ja.

[25:56] Schauen wir uns noch ein paar Beispiele an. Josua 7, Vers 6. Dort heißt es: Er und die Ältesten Israels und sie warfen Staub auf ihre Häupter. Warum hat Josua und warum haben die Ältesten Staub auf ihre Häupter geworfen? Warum haben sie ihre Kleider zerrissen? Was war passiert? Was war in Josua 7 gerade passiert? Eine Niederlage. Die Armee war geschlagen worden, nämlich an welcher Stadt? Nicht Jericho? Ai, genau. Jericho war keine Niederlage. Jericho war ein glanzvoller Sieg durch Gottes Eingreifen, aber dann in Ai hat man verloren wegen dem Achan, der hatte was für ein Kleid? Ein babylonisches Kleid im Zelt aus Jericho. Aber hier haben wir ein Beispiel dafür, wie dieses Gefühl von wir sind geschlagen, wir sind vernichtet, wir sind besiegt, ja. Der Feind war stärker als wir. Das führt zu dieser Trauer mit dem Staub auf dem Kopf.

[27:26] Noch ein Beispiel in 1. Samuel 4, Vers 12. 1. Samuel 4 und dort Vers 12. Das ist auch so ein typisches Beispiel. 1. Samuel 4, Vers 12. Dort heißt es: Da lief ein Benjaminiter aus den Schlachtreihen weg und kam am selben Tag nach Silo. Seine Kleider waren zerrissen und Erde war auf sein Haupt gestreut. Warum kam der nach Silo und warum hatte der zerrissene Kleider und Staub auf dem Kopf?

[28:14] Genau, wieder eine Niederlage, eine schwere Niederlage. Israel hat gegen die Philister verloren. Die Philister haben nicht nur gewonnen, sondern sie haben die Bundeslade mitgenommen. Die Nachricht war so katastrophal, dass jemand, der nicht auf dem Schlachtfeld war, trotzdem gestorben ist. Nämlich? Wer ist gestorben, als er die Nachricht gehört hat? Ja genau und der hieß? Eli. Der Eli kriegt quasi einen Schlaganfall. Der Eli ist so bestürzt. Seine Söhne sind gestorben, weil sie sind auf dem Schlachtfeld gestorben. Aber er, als er diese Nachricht formt, diese schreckliche Nachricht, fällt da hinten über und er bricht sich das Genick runter, ist auf der Stelle tot. Und das zeigt also, das ist auch so eine vernichtende Nachricht. Das passt auch ganz gut zur Geschichte von Hiob, wo die Freunde den Hiob sehen und alles ist verloren. Alles, was er hatte, alle seine Güter, seine Familie größtenteils, seine Gesundheit, alles weg. Und sie trauern über diesen Verlust. Und das ist der Grund, warum die hier trauern. Sie werfen Staub auf ihre Häupter.

[29:16] Das heißt am Ende der Zeit nicht unbedingt, dass tatsächlich buchstäbliche Banker mit Staub auf dem Kopf rumlaufen werden. Aber das ist so ein Bild aus dem Alten Testament, das absolute Trauer zeigt. Man hat alles verloren. Man hat auf diesen Kampf gewettet und ist als Verlierer rausgekommen.

[29:36] Jetzt wollen wir mal ganz kurz zurück zu Offenbarung 18 gehen und bis hierhin mal ein bisschen Ordnung bringen. Diese vielen Verse, die wir jetzt die letzten Wochen gelesen haben, weil die liest man ja nicht so oft und sie wiederholen sich irgendwie immer. Man hat auch das Gefühl gehabt, so jetzt in der Mitte von Offenbarung 18 kommt dasselbe immer wieder und immer wieder. Und man denkt, ich habe es ja schon verstanden. Ja, sie klagen. Also was ist jetzt der Grund, warum diese Verse immer und immer wieder kommen? Denn in einer Stunde ist sie verwüstet worden. Oder Wehe, Wehe kommt auch mehrmals vor, die große Stadt. Und dann klagen sie und dann klagen andere und dann werden die Güter aufgezählt. Dann klagen sie wieder. Lange Klage und warum?

[30:11] Nun halten wir doch mal fest, wer klagt? Also wenn wir jetzt mal die Verse, jetzt nachdem wir das alles studiert haben, Verse 9 bis 19. Ja, wir nehmen Vers 9 bis 19. Jetzt, nachdem wir die Bäume angeschaut haben, wollen wir mal den Wald skizzieren. Wer sind die Gruppen, die in Vers 9 bis 19 klagen? Erstmal die Könige. Dann haben wir die Kaufleute und dann haben wir die Seeleute. Wobei natürlich die Seeleute auch irgend so Händler sind. Aber interessanterweise haben alle drei Gruppen ähnliche Worte. Und dadurch wird deutlich, dass es sich um drei parallele Gruppen handelt.

[31:04] Welche Formulierung gilt für alle drei Gruppen, die von allen drei Gruppen gesagt wird oder über die Gruppen gesagt wird? Also alle drei sagen: Wehe, wehe, oder? Wo sagen das die Könige in welchem Vers? In Vers 10 sagen die Könige: Wehe, wehe. Und die Kaufleute sagen das in 16, genau. Wehe, wehe. Und die Seeleute sagen das in 19. Okay, sehr gut. Wehe, wehe. Dann, was ist noch gleich?

[31:49] Genau, alle sagen: Denn in einer Stunde. Wo sagen das die Kaufleute? Vers 10, denn in einer Stunde ist ein Gericht gekommen. Und die Könige sagen das Vers 10. Und die Kaufleute sagen das in 17, genau. Denn in einer Stunde wurde diese so große Reichtum verwüstet. Und die 19: Denn in einer Stunde ist sie verwüstet worden. Also sie sagen alle: Wehe, wehe und denn in einer Stunde. Okay, was ist noch parallel? Wobei immer diese eine so betont ist: In einer Stunde, in einer Stunde. Was haben wir noch?

[32:26] Was parallel von allen drei gesagt wird? Ja, die verwüstet, eine Stunde wird verwüstet, genau, ja. Alle drei sagen: Die große Stadt, oder? Wo sagen das die Könige? In Vers 10, wehe, wehe du große Stadt. Dann wo sagen das die Kaufleute? 16, 16 sind die Kaufleute. Denn wehe, wehe die große Stadt. Und 18 ist auch die große Stadt, aber wer sagt das in Vers 18? Ja, 19 ist die große Stadt, aber auch 18: Wer war der großen Stadt gleich. Und dann wehe, wehe die große Stadt, das sagen jetzt die Seeleute. Also alle drei sagen: Große Stadt.

[33:12] Okay, was gibt es noch für Parallelen zwischen den drei, zwischen Königen, Kaufleuten und Seeleuten? Alle weinen und klagen, oder? Wo weinen die Könige? In Vers 9, das werden sie beweinen, an den Brust schlagen, ja. Und wo weinen die Kaufleute? In 11, die Kaufleute weinen und trauern über sie. Und wo 19, die Seeleute, sie warfen Staub auf die Häupter und riefen weinend und trauernd. Okay, also alle drei weinen und trauern.

[33:51] Okay, und haben wir noch Parallelen? Eine gibt es noch. Also alle weinen und trauern, alle sagen: Wehe, wehe, alle sagen: Denn in einer Stunde, alle drei sagen: Die große Stadt Babylon. Und wo trauern sie? Wo weinen sie?

[34:14] Ja, genau. Genau, schauen wir erstmal für die Könige. Wo sind die Könige? Von Ferne. Sie werden von Ferne stehen. In welchem Vers stehen die Könige von Ferne? In 10, ja, in 10 heißt es: Und sie werden von Ferne stehen aus furchtbarer Qual. Die Kaufleute stehen von Ferne wo? Wo stehen die Kaufleute von Ferne? 15, ja, die Verkäufer dieser Waren, die von ihr reich geworden sind, werden aus furchtbarer Qual von Ferne stehen. Und 17, genau. Und der Kapitän, die ganze Menge derer, die auf den Schiffen und die Matrosen dem Meer arbeiten, standen von Ferne. Also ihr seht fünf Parallelen zwischen diesen fünf Gruppen. Also ganz offensichtlich möchte der Johannes, der hat nicht einfach irgendwas geschrieben. Auch wenn man auch beim ersten Lesen so denkt, dass es ein bisschen unorganisiert ist. Aber wenn man genauer hinschaut und genauer vergleicht, stellt man fest, es sind eigentlich drei parallele Gruppen.

[35:19] Und das ist interessant. Warum? Also halten wir fest, die Könige sind welche Verse? Welche Verse sind Könige? Die Könige sind Vers 9 und 10. Genau. Dann die Kaufleute sind Vers 11 bis 17a. Nur der erste Satz, nicht wahr? Und dann die Seeleute sind 17b bis 19. Das heißt, die Kaufleute sind am längsten. Aber das liegt vor allem an dieser langen Liste von Waren, Vers 12 und 13 und 14. Diese lange Liste. Wenn man die nicht hätte, wäre es auch ungefähr gleich lang. Jetzt der Johannes hätte einfach sagen können: Die Könige und die Händler. Weil sowohl die Kaufleute auf der Erde als auch die Seeleute sind ja letztendlich Händler. Er will ja deutlich machen: Politik und Wirtschaft. Er hätte auch zwei Gruppen machen können. Aber er macht bewusst drei Gruppen und trennt dafür extra die Kaufleute der Erde und die Seeleute, damit es drei Gruppen sind. Habt ihr irgendeine Idee? Könnte es irgendeinen Grund geben, warum es drei Gruppen gibt, die nacheinander dreimal klagen über den Fall Babylons? Das ist reiner Zufall. Es sind ja sozusagen, kann man so sagen, es sind die drei Klagen über Babylon. Die drei Klagen über Babylon. Zufall? Warum drei?

[36:54] Okay, ja die Babylon hat selbst eine dreifache Botschaft ausgesandt. Und wenn wir da schon sind, dann können wir noch einen Schritt weiter gehen. Nämlich Babylon hat eine dreifache Botschaft gehört. Es gab eine dreifache Engelsbotschaft, die gesagt hat: Kommt heraus. Eine dreifache Botschaft, die die Rettung angeboten hat. Und jetzt gibt es eine dreifache Klage über das gefallene Babylon. Das ist interessant. Wir haben eine dreifache Botschaft des Evangeliums. Wir haben eine dreifache Botschaft der Verführung. Und wir haben jetzt eine dreifache Klage über Babylon. Und wie gesagt, das ist nicht notwendig des Inhalts wegen, weil inhaltlich sind Seeleute und Kaufleute nicht so viel anders. Sondern hier scheint der Johannes bewusst, indem er das alles noch mal wiederholt für die Seeleute, bewusst drei Gruppen konstituieren zu wollen, um deutlich zu machen: Dreimal gegen die Botschaft an Babylon und jetzt, wo sie fallen, wird dreimal geklagt. Das ist ganz, ganz interessant. Gut, das also dazu könnt ihr im Hinterkopf behalten, wenn ihr das nächste Mal zusammenfassen sollt jemandem.

[38:08] Ja, ganz genau. Babylon fällt dann auch in drei Teile. Auch das könnte eine Rolle spielen, dass hier diese dreifache Teilung, es sind ja auch drei Teile, aus denen Babylon besteht, nämlich das Tier, der falsche Prophet und der Drache. Also diese Zahlen und Offenbarungen sind sehr interessant. Die passen zu vielem. Es ist nicht mal ganz hundertprozentig klar, worauf sich der Autor bezieht, aber ich denke, dass es sicherlich gehört da mit rein, diese dreifache Klage auch mit den drei Teilen Babylons. Also wenn ihr das nächste Mal gefragt werdet, was steht eigentlich in Offenbarung 18 und ihr bisher immer nur im Kopf hattet, dass irgendwie so eine lange Liste mit einer Litanei über Babylon, könnt ihr jetzt sagen: Offenbarung 18 enthält erstmal den lauten Ruf und dann die dreifache Klage über Babylon. Babylon wird dreimal beklagt, im Grunde genommen immer mit den selben Worten. Und wenn etwas doppelt wiederholt wird, dann ist es sicher und dann ist es wichtig. Ihr wisst ja, in der Offenbarung, in der Bibel gab es keine Möglichkeit zu unterstreichen. Es gab keine Möglichkeit fett zu drucken. Man hat einfach nur Buchstabe und Buchstabe geschrieben. Wenn man etwas wirklich wichtig wiederholen wollte, wenn man etwas wichtig als wichtig kennzeichnen wollte, dann hat man es erstmal überhaupt wiederholt. Deswegen werden die zehn Gebote wiederholt. Deswegen werden die Lehren von Jesus immer wieder wiederholt. Die Gleichnisse werden wiederholt, weil es wichtig ist. Deswegen in Daniel wird die Abfolge der Weltreiche wiederholt. Daniel 2, Daniel 7 und hier wird das wiederholt. Nicht, weil es nicht beim ersten Mal schon klar wäre, sondern um den Leser damit zu beeindrucken, wie ungeheuer wichtig diese Botschaft vom Fall Babylons ist. Wichtiger, als wir beim ersten Lesen uns das vielleicht so vorstellen können. Dreimal wird es gesagt, dreimal wird über Babylon geklagt und wir werden das nächste Mal dann anschauen, wie der Himmel über den Fall Babylons denkt. Da wird nämlich nicht geklagt, so viel kann ich jetzt schon verraten. Aber das werden wir das nächste Mal besprechen und lassen uns noch gemeinsam niederknien und beten.

[40:19] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir heute in der Offenbarung etwas erkennen konnten, dass wir sehen konnten, dass am Ende der Zeit viele Menschen klagen werden und nostalgisch zurückschauen werden auf die Zeit, in der das Papsttum und die Babylon große Macht gehabt hat und sie nicht erkennen werden, dass alles vorbei ist und dass sie ja alles dann verloren haben, worauf sie ihre Hoffnung gesetzt haben. Herr, wir wollen daraus diese wichtige Lektion für uns ziehen, dass wir heute die richtigen Prioritäten setzen, dass wir heute uns an dich wenden, denn du bist der Einzige, der wirklich unvergleichlich ist. Du alleine hast das Recht zu sagen: Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Und wir danken dir, dass wir nicht zu denen gehören müssen, die die dreifache Klage über Babylon anstimmen müssen, dass wir heute schon zu denen gehören können, die die dreifache Engelsbotschaft predigen dürfen, um Menschen aus Babylon herauszuholen. Bitte schenkt uns deinen Heiligen Geist dazu und zeige uns, wo wir für dich dienen können. Im Namen Jesu. Amen.


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