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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird der Fall Babylons anhand von biblischen Texten wie Jesaja und Jeremia beleuchtet. Der Sprecher zieht Parallelen zwischen dem Untergang Babylons und dem von Sodom und Gomorra, um die endgültige und unwiederbringliche Zerstörung zu verdeutlichen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Symbolik der „unreinen Vögel“ und „unreinen Geister“, die auf die Verlassenheit und den Verfall einer einst zivilisierten Stadt hinweisen. Es wird erklärt, wie dieses Bild auf die gefallenen Kirchen der Endzeit übertragen wird und welche Bedeutung dies für die heutige Zeit hat.

In dieser Predigt wird der biblische Text über den Fall Babylons aus Jesaja 13 und anderen Prophezeiungen analysiert. Es werden Parallelen zwischen dem Untergang Sodoms und Gomorras und dem Fall Babylons gezogen, um die endgültige und plötzliche Zerstörung zu verdeutlichen. Der Sprecher erklärt die symbolische Bedeutung der „unreinen Vögel“ und „unreinen Geister“, die in den Ruinen Babylons hausen, und vergleicht sie mit der Zustandsbeschreibung eines Besessenen. Die Predigt beleuchtet, wie das Endzeit-Babylon, repräsentiert durch gefallene Kirchen, fälschlicherweise als Zentrum der Moral und Zivilisation angesehen wird, während es tatsächlich das Gegenteil verkörpert.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[9:31] Jesaja 13 und dort Vers 19. So wird Babel, die Zierde der Königreiche, der Ruhm, der Stolz der Chaldäer, umgekehrt von Gott wie Sodom und Gomorra. Gibt es irgendeine Parallele zwischen dem Ende von Sodom und Gomorra und dem Ende von Babylon historisch? Also zwischen dem historischen Babel und Sodom und Gomorra. Gibt es irgendwelche Parallelen, die euch spontan einfallen? Sodom und Gomorra kamen an ein Ende. Babel kam an ein Ende. Gab es da irgendwelche Parallelen? Beides Mal war es ein übernatürliches Eingreifen. Beides Mal hatte Gott seine Hand im Spiel, ohne Frage. Sodom und Gomorra, Babel. Was verbindet die beiden, wenn man an ihr Ende denkt? Sie waren beide äußerst sündig. Da hat sich etwas angestaut, das stimmt. Es waren beides Gerichte Gottes. Was noch? Gott hat es vorhergesagt. Im Fall von Sodom und Gomorra eher kurz, im Fall von Babylon weitaus länger. Es war jeweils eine Prophezeiung, die sich erfüllte. Ja, was noch? Beides wurde so zerstört, dass es unbewohnbar blieb, oder? Sodom und Gomorra war eine Wüste danach. Und Babylon war auch Wüste und leer und unbewohnbar. Das heißt, beides war eine endgültige Vernichtung. Und beides war eine Vernichtung, die quasi über Nacht, also sozusagen in wenigen Stunden kam. Es war keine lange Belagerung, wie bei Jerusalem, wo die Monate lang ausgehungert wurden. Da gab es Kampf und Pfeile wurden geschossen. Bei Babel und bei Sodom und Gomorra kam es plötzlich, wie an einem Tag, wie an einer Stunde. Das ist später in Offenbarung 18 sehr wichtig, ein plötzlicher Fall. Und es war bei Babel ja so, dass in derselben Nacht, wo sie fielen, noch eine große Party stattfand. Kann man in Daniel 5 nachlesen. Innerhalb von wenigen Stunden ist diese arrogante Macht gefallen. Also das ist ganz interessant, dass hier der Fall Babylons mit Sodom und Gomorra verglichen wird, zumal ja dann diese Kürze der Zeit auch in der Endzeit wieder angesprochen wird. In einer Stunde sind deine Gerichte gekommen. Gibt es eine Verbindung zwischen Sodom und Gomorra und dem Ende der Welt? Was ist die Verbindung? Die Welt wird dann mit Feuer vernichtet. Aber auch in Bezug auf die Wiederkunft, gibt es da auch eine Parallele? Sodom und Gomorra? Oder hat das nichts miteinander zu tun? Sodom und Gomorra, Parallele zur Wiederkunft. Jesus sagt, es wird sein wie in den Tagen Lots. Es wird sein wie in den Tagen Noahs, aber es wird auch sein wie in den Tagen Lots. Zwischen Sodom, dann dem historischen Babylon, und dem Endzeit-Babylon, da gibt es diese interessante Verbindung. Babylon ist gefallen, gefallen. Das historische Babylon ist gefallen, so wie Sodom. Sodom war kurz und heftig, und ohne Gnade, also unwiederbringlich sozusagen. Und genau das ist auch für die anderen wahr.

[13:45] Was hat das mit diesen unreinen Vögeln auf sich? Als der Jesaja das schreibt, von dem Untergang Babels. Wann schreibt er das dann ungefähr? Habt ihr irgendwie so eine grobe Idee, zu welcher Zeit der Jesaja das hier aufschreibt? 700? Ja, wäre schon, wäre ganz okay, vielleicht sogar noch ein bisschen früher. Wann ist denn das Babylonische Weltreich überhaupt, das Neu-Babylonische Weltreich entstanden? Das können wir wissen, das können wir alle wissen. Ja, war fast gleich. Schlacht von Karkemisch, 605 vor Christus. Aber ungefähr 100 Jahre, mindestens 100 Jahre, bevor das Weltreich Babylon entstand, sagt er schon, dass Babylon fallen wird. Ähnlich mit Johannes auch, der sagt bereits den Fall der Kirchen voraus, bevor die Kirchen überhaupt richtig entstanden sind. Aber jetzt zu der Frage, was hat es mit diesen unreinen Vögeln auf sich, die jetzt in Babylon hier gefunden werden? Wo finden wir die unreinen Vögel, wenn wir wissen wollen, welches sind die unreinen Vögel? Wo findet man die unreinen Vögel in der Bibel? Klassische Frage. In? Genau, und wo finden wir die? Die finden wir in? 3. Mose, genau, 3. Mose Kapitel? 11, nicht wahr? Und wir brauchen jetzt nicht alle lesen, aber wir können mal ein bisschen so drüber lesen, dass wir so eine Idee bekommen, weil wir das gleich in der Prophetie wiederfinden werden. 3. Mose 11, ab Vers 13. Wenn man sich vegetarisch ernährt, dann ist das Kapitel ja weniger von praktischer Bedeutung, aber trotzdem wichtig zu wissen. Von den fliegenden Tieren, aber sollt ihr diese verabscheuen, man soll sie nicht essen, weil sie ein Gräuel sind. Den Adler, den Lämmergeier und den Seeadler, die Weihe und die Habichtarten, alle Rabenarten, den Strauß, die Eule, die Möwe und die Falkenarten, das Käuzchen, den Kormoran, den Ibis, die Ohreneule, den Pelikan, den Geier, den Storch, die Reiherarten, den Wiedehopf, die Fledermaus und so weiter und so fort. Jetzt schauen wir mal, ob wir die ein bisschen wiederfinden in der Prophetie. Schauen wir mal auf, Jesaja 13. Da waren wir eigentlich gerade, wenn ich bleiben kann. Jesaja 13. Und dort Vers 20. Das ist direkt jetzt nach dem, was wir gelesen haben. Es wird so sein wie Sodom und Gomorra. Sie wird nie mehr bewohnt werden, also Babel, und besiedelt, unbesiedelt bleiben, von Geschlecht zu Geschlecht. Kein Araber wird dort zelten, weil die Araber hatten welche Gewohnheit, als Nomaden. Die sind von Stadt zu Stadt. Aber der Ort würde so, wie soll man sagen, so unwirtlich sein, dass selbst die Araber dort nicht bleiben würden. Und keine Hirten werden ihre Herden dort lagern lassen, sondern Steppentiere werden dort liegen und ihre Häuser werden voller Eulen sein. Und Strauße werden dort hausen und Ziegenböcke herumhüpfen und wilde Hunde werden heulen, und Schakale in den Lustschlössern. Ihre Zeit ist nah herbeigekommen und ihre Tage sollen nicht verlängert werden. Hier haben wir schon mal einige dieser unreinen Tiere in Babylon. Mal sehen, ob wir mehr finden.

[17:32] Jesaja 34. Jesaja 34 und dort Vers Vers 11. Das ist jetzt nicht Babel, das ist Edom, aber das ist auch wieder so ein ähnlicher Text, dass wir so ein Gespür dafür bekommen, was das eigentlich in Offenbarung meint. Und der Pelikan und der Ibis werden es einnehmen, und die Eule und der Rabe werden darin wohnen. Die Messschnur der Verwüstung wird er darüber spannen, und das Richtblei der Verödung. Von ihrem alten Adel wird keiner mehr da sein, um das Königtum auszurufen. Und alle ihre Fürsten sind dahin. In ihren Palästen werden Dornen wachsen, Nesseln und Disteln in ihren befestigten Städten. Sie werden den Schakalen zur Wohnung dienen, zum Gehege der Strauße. Wüstentiere und Schakale werden einander begegnen, und je ein Ziegenbock dem anderen zurufen. Ja, dort wird die Lilie sich niederlassen und eine Ruhestätte für sich finden. Und dann spricht es auch noch Vers 15. Dort wird die Wildschlange nisten und Eier legen, sie ausbrüten und ihre Jungen sammeln, unter ihrem Schatten. Dort werden auch die Geier zusammenkommen, jeder zu seinem Gesellen. Jetzt die Frage ist, was wollen die Propheten jetzt hier über Babylon oder über Edom aussagen? Was soll dieses Bild uns vermitteln, dass da diese ganzen unreinen Vögel und auch andere unreine Tiere da rumlaufen? Was soll das Bild ausdrücken? Ist das das, was der Jesaja hier sagen will, wenn er über das buchstäbliche Edom spricht? Was will der sagen?

[19:24] Also was soll das Bild ausdrücken? Wir lesen offenbar um 18 diesen voller unreiner und verhasster Vögel. Und wir fragen uns nachher später, was das symbolisch bedeutet, aber wir finden, dass diese unreinen Vögel in der Prophetie mit konkreten Ländern in Verbindung stehen, mit Babel, mit Edom. Was ist das Bild dahinter? Es ist Strafe, ja.

[19:56] Also wenn ihr das, was wir gerade gelesen haben, einem Freund auf der Straße erklären wolltet, und ihr könnt euch nicht an die Worte genau erinnern, die ihr gelesen habt. Wie würdet ihr das Bild zeichnen mit Worten? Was findet dort statt hier in Edom? Verwüstung? Das Öde? Warum erwähnt das der Prophet? Er hätte auch einfach sagen können, Edom soll Wüst werden. Warum erwähnt er jetzt all diese Tiere, die jetzt rumhüpfen da und sich in den Ruinen breit machen? Vielleicht verflucht, ja. Unbewohnbar, nicht mehr bewohnt. Da hat die Zivilisation aufgehört. Das ist nicht eine zerstörte Stadt, wo noch Menschen wohnen und hoffen, dass bald wieder ein König kommt, der Geld hat, dass man es wieder aufbaut. Sondern die Idee ist sozusagen, dass hier war mal Zivilisation und jetzt ist was anderes da. Jetzt sind nur noch die Tiere da. Das ist wie bei Tschernobyl. Habt ihr mal Dokumentationen über Tschernobyl gesehen? Der Reaktor, der damals hochgegangen ist, wo da diese Katastrophe war. Heute leben da sehr viele Tiere. Da leben Wölfe, alle möglichen Tiere, die wachsen sogar recht groß. Und warum leben die da? Weil keine Menschen mehr da leben. Weil keine Menschen mehr da sind, kommen die Tiere. Weil wo viele Menschen sind, hast du wenig Wildtiere. Die Tatsache, dass hier überall die wilden Tiere sind, bedeutet, hier sind keine Menschen mehr. Das ist eigentlich die Idee. Wenn wir ein Bild haben würden von Stuttgart und in Stuttgart laufen plötzlich die ganzen Rehe lang und die Füchse und Wölfe und Bären und so, dann würden wir sagen, okay, wahrscheinlich wohnt da kein Mensch mehr. Wenn da Menschen wohnen, ist das nicht denkbar. Das ist eigentlich das Bild, das dann später in die Offenbarung übertragen wird, voller verhasster Vögel.

[22:14] Noch ein Beispiel. Jeremia 50. Jeremia 50 und dort fährt 39. Genau. Das ist auch das, was wir kurz vorher gelesen hatten. Jeremia 50 Vers 39. Deswegen sollen Wildkatzen mit Schakalen darin wohnen und Strauße dort hausen, aber es soll niemals mehr besiedelt werden, sondern unbewohnt bleiben von Geschlecht zu Geschlecht. Und dann kommt das hier mit Sodom und Gomorra. Wie Gott Sodom und Gomorra samt ihrer Nachbarschaft umgekehrt hat, so soll auch dort niemand wohnen und kein Menschenkind sich dort aufhalten, spricht der Herr. Das heißt, das Bild mit den Tieren ist nur eine poetische Untermalung, Unterstreichung der Tatsache, diese Stadt ist unbewohnbar. Das ist deswegen so wichtig, weil gerade Babylon, welchen Stellenwert hatte Babylon bezüglich der Zivilisation? Höhepunkt der Zivilisation, ja. Erste große Hochkultur. Die nachsintflutliche Zivilisation stammt aus Babylon. Babylon ist die Geburtsstadt, das war die erste Stadt nach der Sintflut, oder? Wenn jetzt also ausgerechnet diese Stadt, die der Inbegriff der Zivilisation ist, diese Stadt, von der alle glaubten, dass hier das mitmenschliche Leben überhaupt möglich geworden ist, die entstanden ist, weil man eben sich nicht zerstreuen wollte, sondern weil man zusammenleben wollte. Das war die Idee von Babel, oder? Dann ist jetzt ein zerstörtes Babylon, in der nur noch Eulen und Pelikane und Adler und Lämmergeier und so weiter da leben, das ist quasi die Leute im Nahen Osten, das ist das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Wir denken vielleicht, naja, was für ein interessanter Zoo, aber das ist eigentlich im Denken der Nahostmenschen damals das Unvorstellbare überhaupt, dass das Babylon die Städte der Zivilisation so entvölkert ist, so unzivilisiert quasi.

[25:00] Das Endzeit-Babylon wird ja auch genannt die große Stadt. Auch das Endzeit-Babylon hat eine bestimmte Reputation. Das heißt, wenn wir die verhassten Vögel geistlich auslegen wollen, müssen wir erstmal das Bild beim Historischen verstehen. Die Stadt Babylon hatte eine Reputation, nämlich das Zentrum der Zivilisation zu sein und die Tatsache, dass da jetzt unreine Vögel rumlaufen, zeigt, dass genau das Gegenteil entstanden ist, oder? Genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich von ihnen dachte. Dann ist jetzt die Frage, was ist die Reputation? Was denken alle von dem Endzeit-Babylon? Weil dann können wir verstehen, was die verhassten Vögel sind. Versteht ihr den Gedankengang? Jetzt ist die Frage, was ist denn so die Reputation vom Endzeit-Babylon? Was, wenn die Menschen an die großen Kirchen denken, was ist eigentlich so, was stellt bei diesen großen Kirchen vor? Träger der Moral. Was noch? Einheit. Bringen die Menschen zusammen. Was noch? Lehren. Ja, man glaubt, dass diese Kirchen die ursprüngliche christliche Lehre haben, oder? Viele Menschen glauben, dass der Papst tatsächlich das Oberhaupt der Christen ist, dass die katholische Kirche die eigentliche ursprüngliche christliche Lehre gehabt hat und dann kam der Luther und hat es ein bisschen modifiziert, oder so. Das heißt, für viele Menschen sind diese Kirchen tatsächlich die Träger des Evangeliums. Und so verstehen sie sich auch selbst. Das ist für uns manchmal schwer, was ich jetzt versuche zu erklären, vielleicht schwer zu begreifen, weil für uns hat Babylon immer sofort einen negativen Touch, oder? Wir hören Babylon und wollen nichts damit zu tun haben. Das ist auch gut so.

[27:22] Ein Mensch, glaubt ihr, dass die Menschen, die in Babylon gelebt haben, sich dafür geschämt haben? Nein. Die Menschen in Babylon und auch drumherum hielten, ich rede jetzt hier vom historischen Babylon, hielten das für die großartigste Stadt, die es überhaupt gab. Warum? Warum war das in ihren Meinungen nach die großartigste Stadt, die es überhaupt gab? Sie war großartig konstruiert, größer als alles andere, reicher als alles andere. Reichtum, einflussreich, politische Macht. Babylon galt als die religiöse Stadt schlechthin. Babylon war eine Zufluchtsstadt. Es galt als die heilige Stadt, wo jeder Zuflucht finden konnte. Also das, was wir im Alten Testament kennen von diesen Zufluchtsstädten, wo jemand, das ist im babylonischen Denken, war das Babylon. Babylon war so heilig, dass selbst wenn die Assyrer kamen und die Assyrer dann über Babylon regiert haben, haben die Babylon nicht angetastet. Das war für die quasi wie die heilige Stadt überhaupt, obwohl das von einem anderen Land war. Weil Babylon war im Antikendenken, da im Nahen Osten war Babylon, das war die heilige Stadt, das war das Tor zu den Göttern. Das war uralt, seit Menschen gedenkenförmlich gab es das. Das war die Wiege der Zivilisation, das war so heilig, das war natürlich auch ziemlich moralisch verdorben, das wusste jeder, der da mal durch die Straßen gegangen ist, aber trotzdem hatte das diese Aura von Heiligkeit, von Träger der Zivilisation. Und das ist interessant, weil letztendlich in gewisser Weise genau dasselbe, dieselbe Aura auch um die großen Kirchen herum schwebt. Träger der Zivilisation, Träger der Moral, Zufluchtsstätten, ich meine, wenn es Krisen gibt, wenn damals wie bei der DDR fiel, da sind die Kirchen voll gewesen, wenn alles zusammenbricht, wenn man sich auf keinen Politiker mehr verlassen kann, dann findet man in den Kirchen doch irgendwo noch Halt, da kann man ein Licht anzünden, das ist doch dieser Zufluchtsort, wenn irgendwo ein Terroranschlag ist und alle in der Kirche und beten, das ist dieser Anspruch, da ist diese gute Nachricht irgendwie, die zwar keine Substanz hat und trifft vor Skandalen, wie in Babylon, aber es ist dieser Anspruch.

[29:50] Und wenn in den Propheten, bei Jeremia und Jesaja gesagt wird, Babylon ist gefallen, gefallen und ist eine Behausung von Pelikanen und Geiern und was wir alles gelesen haben, Straußen und Wildhunden und so weiter geworden, dann ist das nicht einfach nur so quasi Sarkasmus. Es hat einen ganz bestimmten Zweck, es soll zeigen, dass genau das Gegenteil von dem, was man immer gedacht hat, eintritt. Die Stadt ist völlig unzivilisiert, sie ist so gefallen, dass man da nicht mehr leben kann. Das heißt, diese unreinen Vögel müssen etwas bedeuten, dass offensichtlich wird, dass all das, was man mit dem Endzeit-Babylon verbindet, Moral, Einheit, Evangelium, gar nicht da ist, sondern genau das Gegenteil. Das heißt, der vierte Engel von Offenbarung 18 muss eine Botschaft predigen, dass die Leute nicht nur verstehen, ah, Babylon ist gefallen. Was heißt denn das? Sie gehen am falschen Tag in die Kirche. Das würden viele Menschen nicht als völligen Umkehrschluss sehen, oder? Die Botschaft von Offenbarung 18 muss so viel Licht entfalten, so viel moralische Stärke haben, dass im Vergleich dazu Babylon völlig unmoralisch erscheint. Babylon völlig uneinheitlich erscheint, weil die Botschaft von Offenbarung 18 von solch einer Einheit, von einer wahren Einheit getragen ist, dass das Evangelium von Babylon als völlig unfrohmachend betrachtet wird.

[31:44] Möglicherweise. Ja, ja. Möglicherweise, ganz genau. Vorhin warst du noch nicht da. Das ist ein Zitat aus Jesaja 21, wo über diesen Fall Babylons gesprochen wird. Als Babylon historisch gefallen war, ist danach Babylon voller unreiner Vögel gewesen. Das ist dieses Bild, das eigentlich dabei ist, aber natürlich werden die Vögel öfter verwendet. Ich war auch in 1. Mose 15.

[32:10] Schauen wir ganz kurz noch zu den unreinen Geistern. Das ist nämlich auch interessant. Kennt ihr irgendjemanden oder irgendwas, das voller unreiner Geister war? Es heißt ja von Babylon, es ist voller unreiner Geister. Irgendjemand oder irgendwas, das voller unreiner Geister war. Die Schweine. Gehen wir noch einen Schritt davor. Vor den Schweinen. Die Besessenen, genau. Von denen heißt es, sie waren voller unreiner Geister. Schauen wir uns das ganz kurz an. Passt vielleicht auch, dass diese Dämonen in die unreinen Schweine gegangen sind. Das ist vielleicht auch eine interessante Verbindung zwischen den Dämonen und den unreinen Vögeln hier. Markus 5 Vers 3 bis 5. Lesen wir kurz, was wir über diese Besessenen hier finden. In dem Fall von dem einen. Vers 3 bis 5. Der seine Wohnung in den Gräbern hatte und selbst mit Ketten konnte niemand ihn binden, denn schon oft war er mit Fußfesseln und Ketten gebunden worden, aber die Ketten wurden von ihm zerrissen und die Fußfesseln zerrieben und niemand konnte ihn bändigen und er war alle Zeit Tag und Nacht auf den Bergen und in den Gräbern, schrie und schlug sich selbst mit Steinen. Also, zusammenfassend, was können wir sagen über diesen Mann, der, wie wir später lesen, eine Legion Dämonen in sich hatte. So eine ganze Armee-Einheit. Das dürfte für 2000 Schweine gereicht haben. Der war voller Dämonen. Was können wir über den sagen hier nach dem Vers? In den drei Versen. Eine unheimliche Kraft. Okay, ja. Was noch? Ja, man wollte ihn fesseln, oder? Aber man konnte ihn nicht fesseln. Er ließ sich durch nichts bändigen. Jemand, der voller Dämonen ist, ist menschlich nicht mehr zu bändigen. Okay, Punkt Nummer 1.

[34:32] Was noch? Ja, das stimmt. Bleiben wir noch bei der Beschreibung. Was lernen wir alles? Weil wir wollen es übertragen auf Babylon. Weil Babylon ist voller Dämonen. Voller unreiner Geister. Erster Punkt ist, dieser Mann, voller unreiner Geister, war mit menschlicher Kraft nicht mehr zu bändigen. Der war so ein Rebell. So ein rebellischer Geist.

[35:12] Was noch? Ja genau, in einsamen Städten. Wo genau? Er lebte bei den Toten. Jemand, der voller unreiner Geister ist, hat seine Wohnung bei den Toten, jetzt geistlich übertragen auf das Endzeit-Babylon. Ist das interessant, nicht wahr? Bei den Toten, sozusagen. Den geistlichen Toten. Übrigens, das steht glaube ich hier nicht, wisst ihr, wie viel Kleidung der noch anhatte? Der Besessene. Wie viel Kleidung hatte der an? Der war nackt. Parallele? Jemand, ja genau, Lukas 8, 27, der keine Kleider mehr trug. Kleider in der Bibel sind ein Symbol für Gerechtigkeit. Nacktheit ein Symbol für Scham für die Sünde. Und dieser Mensch hat keine Scham. Voller dämonischer Geiste zu sein bedeutet, keine Gerechtigkeit zu haben und sich doch dafür nicht zu schämen. Was sagt das Endzeit-Babylon? Das Gesetz Gottes ist abgeschafft, geändert, verändert, was auch immer. Und nicht im Geheimen, sondern ganz offen durch ein Gesetz. Das heißt, da wird die Sünde offen zelebriert. Heißt, voller unreiner Geiste. So wie bei dem hier. Übrigens, was hat er noch gemacht? Er war nackt, man konnte ihn nicht bändigen und was hat er noch gemacht?

[36:54] Was hat er noch gemacht? Man konnte ihn nicht bändigen, er war nackt und er schrie und er schlug sich selbst. Schaut, hier hat man vielleicht eines der interessantesten Bilder für die Sünde selbst. Wer in Sünde lebt, ist nackt, lebt quasi schon bei den Toten, auch wenn er vielleicht noch lebendig ist und er verletzt sich ständig selbst. Das heißt, wenn Babylon, Endzeit-Babylon, voller unreiner Geiste ist, dann ist Babylon nackt, dann ist Babylon selbstzerstörerisch, dann ist Babylon mit menschlichen Vorgängen nicht mehr zu bändigen. Was macht Babylon? Babylon unterwirft die ganze Welt. Menschliche Gesetze kriegen Babylon nicht mehr in den Griff. Babylon errichtet eine Diktatur, sodass alle, die nicht das machen, was Babylon sagt, getötet werden sollen. Das ist eine echte weltweite Diktatur, außer Rand und Band, außer Kontrolle. Es gibt eine echte Parallele zwischen diesem Besessenen und Endzeit-Babylon mit einem Unterschied, der Besessene wird geheilt durch Jesus Christus.

[38:20] Die Botschaft von Offenbarung 18 Vers 2 ist also zu zeigen, dass die gefallenen Kirchen tatsächlich so tief in der Sünde sind. Während viele glauben, dass diese Kirchen doch eigentlich recht okay sind. Und die Botschaft wird dadurch gepredigt, dass der Engel, nämlich in Offenbarung 18 Vers 1 haben wir gelesen, die ganze Erde erleuchtet mit seiner Herrlichkeit. Da kommt erst die Herrlichkeit und dann die Botschaft. Wenn nämlich die wahre Glaubensgerechtigkeit im Leben sichtbar wird, ergibt sich das fast von alleine. Das ist ähnlich wie mit Offenbarung 14 Vers 7, erste Engelsbotschaft, fürchtet Gott, gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Krieges ist gekommen. Zweite Botschaft, gefallen, gefallenes Babylon. Erst die Wahrheit, dann die Präsentation des Irrtums. Das wird nicht dadurch aufgedeckt, indem man Handzeichen analysiert. Der Abgrund Babylons wird nicht aufgedeckt, indem man Freimaurerzeichen findet. Der Abgrund Babylons wird dadurch aufgedeckt, indem die wahre Glaubensgerechtigkeit erlebt und gepredigt wird. Weil dann wird plötzlich der Kontrast zwischen dem Wahren und dem Falschen sehr deutlich. Zwischen dem, was Gott geplant hat und dem, was Endzeit Babylon gemacht hat.

[39:58] Nächstes Mal schauen wir noch weiter in diese Botschaft, denn in Vers 3 geht es direkt weiter. Aber halten wir fest, das ist sehr wichtig, man darf, wenn man zu Vers 2 kommt, nicht Vers 1 vergessen. Vers 1 haben wir gesehen, ist diese Tatsache, dass der Charakter Christi offenbar wird. Die Botschaft gefallen ist Babylon wird von Menschen gepredigt, die Jesus widerspiegeln. Und das ist in unserem Denken manchmal nicht so ganz klar. Wir kennen nur die Leute, die so sinnvoll sind wie Jesus, aber vielleicht nie über andere die Sünden von anderen aufdecken. Oder wir kennen die, die die Sünden von anderen aufdecken und dabei einen Charakter an den Tag legen, als wären sie Satan höchstpersönlich. Aber Jesus hat auch irgendwann die Sünden der Pharisäer aufgedeckt. Wann hat er das gemacht? Wann hat Jesus öffentlich über die Sünden der Pharisäer gesprochen? Und zwar sehr deutlich und sehr öffentlich.

[40:50] Ja? Ja, da hat er es in den Sand geschrieben. Er hat es immer mal wieder gemacht, bei der Ehebrecherin hat er es in den Sand geschrieben, nicht wahr? Und er hat immer mal wieder gesagt zu den Jüngern, hütet euch vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer. Hat das immer mal wieder eingeflochten, immer mal wieder gesagt, immer mal wieder gesagt, aber es kam ein Zeitpunkt, da hat er sich hingestellt und hat laut mit großer Stimme verkündigt, weh euch, ihr Schriftgelehrten. Wann war das? Wann hat er das gemacht? Im Tempel, ja, im Tempel, wann? Kurz bevor er für die Pharisäer starb. Als nach Jahren seines Dienstes jeder wusste, das ist ein sündloser Mensch, der nur die Liebe für andere im Blick hat und wenn er das am ersten Tag gemacht hätte, hätte er das nicht gemacht. Aber er hat gewartet und gewartet und als sein Licht immer heller schien, nicht wahr? Und es auf Golgatha zuging, wo deutlich wurde, er stirbt für die ganze Menschheit, je klarer das wurde, er hat es auch anderen gesagt, ich gehe und werde sterben und in drei Tagen auferstehen und so weiter. Als er das ihnen deutlich gesagt hat, und das ist interessant zu beobachten auch im Leben von Jesus, wie das beides immer klarer wird. Je klarer das Evangelium, je klarer das Kreuz vor Augen tritt, wenn man die Evangelien anschaut, desto klarer wird die Irrlehre der Pharisäer beim Namen genannt. Und das zeigt, wenn wir die Irrlehre in Babylon beim Namen nennen wollen, müssen wir immer mehr und immer stärker diese selbstaufopfernde Liebe haben, die Jesus gehabt hat. Das ist die entscheidende Qualifikation, was das Offenbarung 18 sagt. Die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit und er ruft, gefallen, gefallen ist Babylon.

[42:50] An der Stelle machen wir jetzt Schluss und machen nächste Woche weiter dann in Vers 3. Da geht es um den Glutwein der Unzucht und so weiter. Das kennen wir dann auch aus der zweiten Engelsbotschaft. Für heute lasst uns Folgendes mitnehmen. So wie das historische Babylon scheinbar ein Ort der Zivilisation ist und dann plötzlich fällt, ist für viele Menschen heute, sind die gefallenen Kirchen immer noch so ein Hort der Moral und der guten Werke und dies und jenes. Und viele Menschen erkennen nicht, wie abgrundtief böse die Systeme eigentlich sind. Aber es wird deutlich, wenn wir die Wahrheit klar und verständlich predigen und leben. Dann wird der Unterschied deutlich. Und nur dann wird dieser vierte Engel die Erde erleuchten mit seiner Herrlichkeit. Und noch gemeinsam beten.

[43:54] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dieses Bibelstudium haben konnten und sehen konnten, dass die Botschaft des vierten Engels eine Verstärkung der dreifachen Engelsbotschaft ist. Und du möchtest, dass die Menschen informiert werden über die Irrtümer Babylons. Du möchtest, dass sie wissen, dass sie wo sie in die Irre geführt werden und wie sie das vermeiden können. Aber du möchtest noch viel mehr, dass die Menschen die Wahrheit erkennen. Das Heil, das in dir ist. Und so bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du uns Tag für Tag mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir ein Licht sein können. Und dass durch unser Leben sichtbar wird, was für eine echte Rettung du präsentierst und wie oberflächlich das ist, was die gefallenen Kirchen den Menschen anbieten. Schenk du uns ein echtes Verlangen nach der Tiefe und der Reinheit und der Schönheit deines Evangeliums. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du deinen Geist in uns bewirkst im Namen Jesu. Amen.


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