[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Wir wollen heute weiter studieren, Offenbarung 18, uns den Vers 20 vornehmen. Bevor wir beginnen, möchten wir mit einem Gebet starten und ich lade euch dazu ein, niederzuknien.
[1:05] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen von ganzem Herzen, dass du jeden Tag so gut und so freundlich und so gnädig zu uns bist und dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass du uns führst und leitest. Und wir möchten dich bitten, dass wenn wir jetzt in der Offenbarung dein Wort lesen und durch die Bibel versuchen und durch die Ideen in diesem Vers besser zu verstehen, dass du mit deinem Heiligen Geist an unseren Herzen wirkst, dass du uns Erkenntnis schenkst, dass wir verändert werden und deinen Charakter besser kennenlernen, damit wir selbst diesen Charakter widerspiegeln. Wir bitten das im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.
[1:44] Offenbarung 18 und heute Vers 20. Nach gefühlten Monaten des Klagens über Babylon kommen wir heute auf einen positiven Vers. Ihr müsst das Gefühl schon bekommen haben, Offenbarung 18 ist nur Klage, Klage, Klage, Klage. Und in der Tat ist es eine lange Klage gewesen. Die Klage über den Fall Babylons erinnert euch. Wie viele Gruppen haben über den Fall Babylons geklagt? Drei Gruppen. Wir haben gesagt, die dreifache Klage über Babylon, nämlich zuerst die Könige und dann die Kaufleute und dann die Seefahrer, die Seeleute. Dreifache Klage über Babylon. Und heute schauen wir in Vers 20 und schon das erste Wort zeigt uns, das ist ein Kontrast. Denn hier heißt es, freut euch über sie. Nicht alle werden weinen über den Fall Babylons, einige werden sich freuen. Freut euch über sie.
[2:38] Jetzt wer soll sich freuen? Der Vers sagt, freut euch über sie, du, Himmel und ihr, Heilige Apostel und Propheten, denn Gott hat euch an ihr gerecht. Was fällt euch spontan auf, wenn ihr den Vers 20 betrachtet? Irgendetwas, was euch so ins Auge springt oder was ihr für besonders bemerkenswert hier haltet. Freude. Nach so viel Klage ist es schon mal bemerkenswert, dass es eine Freude gibt, ein Kontrast. Okay, noch irgendetwas, was bemerkenswert ist? Es sind auch drei, oder? Ist euch allen aufgefallen? Ich habe gerade nochmal wiederholt, nicht wahr? Dreifache Klage und drei Gruppen freuen sich, nämlich die, der, der Himmel und die Heilige Apostel und Propheten.
[3:28] Jetzt einige Übersetzungen haben, vielleicht hast du Heilige und Apostel, kann das sein? Genau, das ist einige Manuskripte, die machen aus Heilige Apostel, machen die Heilige und Apostel. Das ist aber nur eine Minderheit der Manuskripte, die meisten Manuskripte, der Mehrheitstext, der Textus Receptus, hat Heilige Apostel und Propheten sowieso. Aber in der Übersetzung wären es dann vier. Kann man sich natürlich darüber streiten, aber mir scheint das sinnvoller zu sein. Nicht zuletzt, weil das der Dreiheit entspricht, aber wie auch immer.
[4:12] Dieser Vers kommt natürlich auch aus dem Alten Testament. Schauen wir mal gemeinsam in Jeremia 51, bevor wir dann ein bisschen ausführlich über die Idee darunter sprechen. Jeremia 51 und dort Vers 47 und 48. Jeremia 51 haben wir gelernt, diese ganze Klage über Babylon hat seinen Ursprung in den Prophezeiungen über Tyrus und Babylon im Alten Testament. Aber auch die Freude darüber kommt auch hier in Jeremia vor. Jeremia 51, Vers 47 und 48. Darum siehe, es kommen Tage, da werde ich die Götzen Babels heimsuchen. Da soll sein ganzes Land zu Schanden werden und alle seine Erschlagenen in seiner Mitte fallen. Himmel und Erde samt allem, was in ihnen ist, werden dann über Babel frohlocken oder jubeln. Denn von Norden her werden die Zerstörer zu ihm kommen, spricht der Herr.
[5:14] Nun im historischen Kontext, wer sind die Zerstörer, die hier kommen über Babel? In der tatsächlichen Zerstörung vom antiken Babylon? Aber liegt das nicht im Osten? Es liegt auch im Osten. Ganz interessant, Klammer auf, Fußnote. Die Meder und Perser, also Persien liegt zwar im Südosten von Babylon, aber die Armee der Meder und Perser, als sie nach Babylon kamen, kam tatsächlich von Norden. Persien hatte sich damals schon ein bisschen nach Kleinasien ausgedehnt und der eigentliche Feldzug kam dann über die nördlichen Provinzen. Also es ist ganz historisch korrekt hier, aber das nur nebenbei.
[5:50] Also Babylon fällt und das ist ein Grund zur Freude. Lass uns mal die Idee ein bisschen vertiefen. Wir schauen uns mal ein paar Bibelverse an. Was ist das mit dieser Freude und dem Gericht? Wir kennen ja in der Bibel manchmal auch eher die Freude über Erlösung, die Freude über Gottes Gnade. Aber hier gibt es Freude über Gericht. Schauen wir mal in Psalm 48. Die Psalmen haben einige Verse zu diesem Thema. Psalm 48 und dort Vers 12. Das ist hier eher allgemein, noch gar nicht mal so sehr im Kontext von Babylon. Psalm 48 und dort Vers 12. Dort heißt es, der Berg Zion freut sich, die Töchter Judas frohlocken. Warum? Um deiner Gerichte willen. Das heißt, wir haben eine ganz deutliche Aussage. Wenn Gott Gericht hält, freut sich Jerusalem. Warum ist Gericht ein Grund zur Freude? Ein Gericht bringt Gerechtigkeit.
[7:12] Gibt es noch andere Ideen? Das bedeutet auch, Gott versöhnt sich mit seinem Volk. Das werden wir jetzt an den großen Versöhnungstag denken. Der große Versöhnungstag ist ja ein Tag des Gerichts. Es ist auch eine Art Erlösung. Wovon wird man da erlöst? Okay, das stimmt. Aber auch die ganze Schöpfung wird am Ende erlöst. Aber jetzt in Offenbarung haben wir ein Gericht über Babylon. Das sind die Plagen. Inwiefern sind die Plagen eine Erlösung? Denn das Sündenproblem ist ja schon vorher gelöst. Wenn die Plagen ausgegossen werden, dann wird das Thema Sünde nicht mehr angefasst, weil das ist schon vorher geschehen.
[8:05] Inwiefern ist das eine Erlösung? Die Tatsache, dass der Geist weggezogen wird. Das Gericht selbst, dass der Geist weggezogen wird, ist ja eine Erlösung. Inwiefern ist das eine Erlösung? Für wen? Ja, das stimmt. Die Gläubigen haben den Geist in sich. Aber warum ist es für sie eine Erlösung, wenn Plagen fallen? Das Gericht, von dem wir sprechen... Okay, das stimmt. Es gibt ja die kleine Zeit der Trübsal und die große Zeit der Trübsal. Und wenn man weiß, die Plagen fallen, ist man in der großen Zeit der Trübsal. Da weiß man, man kann nicht mehr sterben. Das ist schon mal gut. Die Wiederkunft ist aber erst nach den Plagen. Wie gesagt, wir sind in Offenbarung 18 die Erklärung der Plagen. Babylon fällt. Sie werden nicht getroffen, sondern sie werden befreit von den Feindern.
[9:36] Kennt ihr denn ein Buch in der Bibel, das sich im Wesentlichen nur mit solcher Art von Gerichten auseinandersetzt, in dem man von Feinden gerettet wird? Von äußeren Feinden. Ein Buch, dessen ganzer Inhalt im Wesentlichen davon... Richter! Genau, die heißen sogar Richter, weil sie das Volk richten. Und immer wenn ein Richter das Volk richtet, dann ist das Erlösung von den Feinden. Welche Richter kennt ihr? Simson. Deborah. Othniel. Ehud. Gideon. Und dann haben wir natürlich noch Jephthah. Und so. Shamgar. Da gibt es eine ganze Reihe. Und die Idee ist immer, wenn der Heilige Geist auf sie kommt und durch den Heiligen Geist befähigt, sie im Namen Gottes Gericht halten, dann ist das eine Erlösung von den Feinden. Deswegen finden wir in den Richtern auch diese Idee, ganz prominent zum Beispiel im Lied der Deborah. In Richter 5. Richter 5. Und dort fährt es...
[11:04] Ich hätte mir fest vorgenommen, diesmal alle Verse richtig aufzuschreiben. Ja, aber das ist nicht der Vers, den ich wollte. Ich habe mir fast 31 aufgeschrieben. Aber das gibt es doch nicht. Genau, da kommen wir noch zu in den nächsten Wochen. Offenbarung 19 beschreibt dann dieses Lied der Erlösen. Dieses Liegeslied. Lass mich ganz kurz schauen. Ah, ja doch, okay. Das ist der Vers, den ich meinte. Ich war mir nicht ganz so sicher. Ich dachte, der wäre noch anders gewesen. Richter 5, Vers 31. Da heißt es am Ende, das wird dieses Lied, das die Deborah singt. Nachdem sie die Feinde besiegt haben. Und da heißt es dann, so müssen alle deine Feinde umkommen, die aber ihn lieben sollen, seien wie die Sonne, wenn sie aufgeht in ihrer Macht. Und das Land hatte dann 40 Jahre Ruhe. Also es geht um die Befreiung des Volkes. Es geht um das Besiegen der Feinde. Und für die Deborah war das so ein großer Anlass zur Freude, dass sie dieses Lied schreibt. Ein ganzes Siegeslied für die Feinde.
[12:30] Jetzt gehen wir mal zu Psalm 58. Genau. Psalm 58. Schaut mal, Psalm 58. Und dort Vers 11. Das ist erstmal ein interessanter Vers. Auf den ersten Blick gar nicht so einfach zu verstehen. Psalm 58, Vers 11. Also hier haben wir die Idee von Freude und Rache. Das heißt ja dann auch oftmals 18, Vers 20, dass Gott sich rächen wird. Er wird seine Gläubigen rächen. Und Psalm 58 sagt, der Gläubige, wenn er das sieht, wenn er die Rache Gottes sieht, freut er sich und dann heißt es sogar, er wird seine Füße im Blut der Gottlosen baden. Das klingt erstmal ein bisschen merkwürdig, oder? Klingt fast ein bisschen schadenfroh. Was meint ihr, was ist damit ausgedrückt? Was ist gemeint, wenn es heißt, der Gottlose wird, wenn er die Rache Gottes sieht, er wird sich freuen. Ich weiß nicht, ob das auch so ist.
[13:52] Okay, ja, sie sind frei. Noch eine Idee? Wir können jetzt die Fußwaschung beim Abfallen sehen. Okay. Und, dass ja unsere Sünde auch dem Assasel gelegt wird. Und wenn er dann vernichtet ist, irgendeiner, dann ist auch die Sünde allgemein. Genau, aber dann ist sie weg. Und der Assasel, der wird ja dann auf die... Weil, wenn das Blut noch an die Füße kommt, werden sie wieder bei uns. Der Assasel, der wird weggeschickt. Auch ja dann im Millennium. Also eins ist sicher, das ist sicherlich eine poetische Beschreibung. Kein Mensch wird da buchstäblich seine Füße baden. Also die Idee sozusagen, soll poetisch ausgedrückt werden, dass die Gläubigen triumphieren über die Gottlosen.
[14:40] Dann kommt der nächste Vers an. Der nächste Vers erklärt eigentlich, was der Grund der Freude ist. Und die Leute werden sagen, der Gerechte empfängt doch seine Frucht. Es gibt doch einen Gott, der richtet auf Erden. Das heißt, die Freude ist nicht so, ha, ihr werdet vernichtet. Wir freuen uns daran, dass das Blut fließt. Sondern die Freude ist vielmehr die, nachdem 6.000 Jahre lang Menschen gesagt haben, es gibt keinen Gott oder Gott kümmert sich nicht. Kann man sehen, es ist doch wahr. Es ist wahrscheinlich auch deine Feinde. Ganz genau. Es geht um Gott. Und wenn Gott richtet, dann wird auch sein Charakter bestätigt. Wenn wir mit den Plagen gesprochen haben, haben wir deutlich festgestellt, Gott richtet nicht so, oder Gott richtet so, dass die Engel im Himmel sagen, du hast einen wunderbaren Charakter. Er richtet nicht mit böser Intention oder mit sündigem Zorn oder so. Das heißt, es gibt Situationen, wo wir manchmal fragen, warum, wieso. Später freuen wir uns, weil wir sehen, wie geil Gott ist. Ganz genau.
[16:08] Also all das, was vorher in Zweifel gezogen worden ist, dass Gott wirklich sich kümmert um die Menschen, dass er existiert, dann freuen sich die Gläubigen, weil das, was sie immer geglaubt haben, ist jetzt sichtbare Bestätigung. Wenn Jesus wiederkommt und sie sagen, das ist der Gott, auf den wir gehofft haben. Das ist eine Freude, dass das, was sie geglaubt haben, real sichtbar ist. Ich glaube, das ist eine interessante Sache, weil es gibt viele Dinge, nach denen wir unser Leben ausrichten, die wir noch gar nicht real gesehen haben. Wir haben sie nur geglaubt. Wenn man dann die Dinge real sieht, wie sie wirklich sind, wenn das in Echtzeit sich abspielt, dann ist das ein ganz guter Grund zur Freude.
[16:50] Dort fährst elf bis dreizehn. Psalm 96. Psalm 96 und dort fährst elf bis dreizehn. Dann haben wir auch die ähnliche Idee hier. Es freue sich der Himmel und die Erde frohlocke, es brause das Meer, und was es erfüllt, es jauchte das Feld und alles, was darauf ist, dann sollen alle Bäume des Waldes jubeln vor dem Herrn, denn er kommt, denn er kommt, um die Erde zu richten. Er wird den Erstkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker an seiner Treue. Jemand hat vorhin schon gesagt, da geht es auch um die ganze Schöpfung, und dementsprechend jubelt hier auch die ganze Schöpfung. Und die Frage, wie lange er richtet, die Idee, die dann später kommt, es tut dir jede Gelegenheit am meisten Freude und seine Woche eine gute Zeit. Das heißt, auch hier ist eine Sache, wie lange er richtet, dann kommt eine Antwort. Ja, wir kommen gleich noch zu Offenbarung 6. Ich halte den Gedanken nochmal. Da werden wir sehen, dass hier ein Gebet erhört worden, ein symbolisches Gebet sozusagen.
[18:03] Sprüche elf. Ein grundsätzliches Prinzip. Sprüche elf, Vers 10. Wir sind noch bei der Freude. Die Freude angesichts des Gerichtes Gottes. Da heißt es, Sprüche elf, Vers 10, wenn es den Gerechten wohl geht, so freut sich die ganze Stadt. Und wenn die Gottlosen umkommen, so jubelt man. Das ist genau das, was passiert. Wenn Gott Gericht hält, kommen die Gottlosen um und den Gerechten geht es gut. Weil die Gerechten werden von den Plagen nicht betroffen. Die gehen da so quasi mittendurch, tausend zur einen Seite, zehntausend zur anderen. Den Gerechten geht es gut. Und jetzt, wenn man das überträgt, geht es hier nicht nur um eine einzelne Stadt, sondern der ganze Himmel jubelt, weil es den Gerechten gut geht. Freude, weil es den Gerechten gut geht.
[19:01] Und dann haben wir natürlich auch die Stelle in Jesaja 44. Jesaja 44 und dort Vers 23. Gründe für die Freude sind einmal auch, es geht den Gläubigen, geht es gut, das Wohlergehen der Gläubigen. Und dann haben wir natürlich auch den Punkt, den wir vorhin schon angesprochen haben. Jesaja 44, Vers 23.
[19:50] Also ganz grundsätzlich ist Freude immer das Resultat von Erlösung. Und das bedeutet, wenn ein Mensch Erlösung erlebt, ganz gleich, ob das Erlösung ist jetzt im Innern, dass er von Sünde frei wird, dass er Sünde überwinden kann, oder aber auch, dass Gott äußere Umstände entfernt, äußere Angriffe entfernt, sollte ein Gläubiger eigentlich immer fröhlich sein. Was für eine grammatische Form wird denn Vers 20 verwendet für diese Freude im Deutschen? Also das verstehe ich auch im Griechischen aber nicht. Ein Imperativ, eine Aufforderung, freut euch. Da steht nicht einfach nur, es werden sich ein paar freuen, oder ihr könntet euch freuen, sondern freut euch, eine Aufforderung. Fast so, als ob man manchmal sich noch daran erinnern muss, dass man sich hier freuen sollte. Weil wie oft passiert es, dass Gott uns erlöst, sowohl im allgemeinen Evangeliumssinn, als auch im praktischen Sinne von einzelnen Dingen. Und wir gehen trotzdem mit saurer Miene durch das Leben. Obwohl Gott so groß eingegriffen hat.
[21:03] Wir denken ja bei der Endzeit immer so quasi an Traurigkeit. Von Sonntagsgesetz bis zum Tag der Wiederkunft ist quasi nur Düster. Dunkelheit und Düsternis oder so. Aber spätestens wenn dann die Plagen fallen, haben wir die deutliche Aufforderung zur Freude. Und auch Ellen White beschreibt das. Sie beschreibt natürlich, es gibt in der Tripsalzeit Phasen, wie zum Beispiel in der Angst in Jakob, wo die Gläubigen ernst im Gebet ringen, wo sie wirklich sehr angespannt aussehen. Aber dann gibt es auch Phasen noch vor der Wiederkunft, wenn sie den Sieg errungen haben, wo sie beschreibt, wie sie mit heiliger Freude, zwar mit einer gewissen Feierlichkeit, mit einer gewissen Ernsthaftigkeit, mit einer gewissen Freude dann durch die Welt gehen werden. Und das ist hier so eine Sache. Freude über die Erlösung. Ich glaube, das kann man auch praktisch jetzt schon etwas üben. Das wollte ich sagen. Dass wir uns praktisch vornehmen, uns mehr zu freuen über das, was Gott schon alles im Leben getan hat. Ich glaube, es lohnt sich jeden Tag mal darüber nachzudenken, worüber kann ich mich eigentlich freuen. Weil wir neigen schon so ein bisschen, die Freude zu vernachlässigen. Dabei sagt der Paulus, wie sagt er? Freut euch alle Zeit. Und abermals sage ich, freut euch. So als ob man es doppelt betonen müsste. Weil schon damals die Christen vielleicht nicht natürlicherweise sich mal gefreut haben. Ja?
[22:43] Ganz genau. Ja, ganz genau. Was der Paulus ja damit deutlich macht, und auch an anderer Stelle, ist ja, dass wir uns auch dann freuen sollen, wenn uns jetzt natürlicherweise nicht gerade zum Freuen zumute ist. Weil wenn einem natürlicherweise zum Freuen zumute ist, braucht man niemanden aufzufordern. Wenn jemand sich frisch verliebt hat, oder wenn jemand seinen größten Lebenstraum erfüllt hat, den muss man nicht auffordern. Freue dich. Aber manchmal erleben wir, dass Gott großartig eingreift, aber wir sind trotzdem vielleicht emotional, was weiß ich, niedergeschlagen und so weiter. Und dann ist wichtig, dass Freude ein Prinzip ist, und nicht einfach nur eine hormonelle Emotion. Sondern dass wir uns freuen können, alle Zeit. Mhm, ganz genau. Ja, genau.
[23:48] Genau. Wenn man diese Dankbarkeit hat, wenn man Gott vertraut, dann kann mit der Heiligen Geist wirken. Weil diese Freude ist keine Freude, die menschlich so sehr ist. Das ist die Freude, bei der man sogar jubeln kann, wenn man verfolgt wird. Und der Paulus sagt, das ist die Freude im Heiligen Geist. Also eine Aufforderung zur Freude inmitten der Endzeit ist eigentlich eine Aufforderung, den Heiligen Geist zu haben. Denn der Heilige Geist bewirkt diese übernatürliche Freude.
[24:19] Lies mal vor. Ganz genau. Das ist ein bisschen auch die Idee von der Seeligpreisung, Matthäus 5, ganz genau.
[25:03] Gehen wir ein Stück weiter, noch mal in Offenbarung 18, Vers 20. Wir haben ja gesagt, der Himmel soll sich freuen. Ja, und es ist relativ verständlich, warum der Himmel sich freut. Weil der Himmel seit der Kreuzigung Jesu frei von Kampf ist. Und im Prinzip jetzt nur noch auf die Erde schaut. Ihr kennt das ja, freut euch der Himmel. Und jetzt sind sie froh, dass es auch auf der Erde zu Ende geht.
[25:25] Ganz kurios ist die Aufforderung, freut euch ihr Heiligen Apostel. Oder wenn man jetzt die Übersetzung nimmt, die Heiligen und die Apostel. Die Apostel. Da hat ein Kommentator etwas Interessantes geschrieben, das fand ich ganz interessant, das wollte ich euch nicht vorenthalten. Wer wird in Offenbarung 18, Vers 20, also wer wird in Offenbarung 18 gerichtet? Babylon. Babylon ist ausgelegt Rom. Also die römische Kirche plus all die, die von ihr abhängen und so weiter. Welche Beziehung hat denn die römische Kirche zu den Aposteln? Welche Verbindung gibt es zwischen der römischen Kirche und den Aposteln? Hat es da irgendeine Verbindung zwischen Rom und den Aposteln?
[26:13] Also sie behaupten, dass die römische Gemeinde von Petrus gegründet worden ist. Das vermutlich nicht, weil die römische Gemeinde bestand schon, bevor Petrus kam. Aber Petrus und Paulus waren mit die ersten Gemeindeleiter in Rom. Und das stimmt ja sogar, dagegen ist nichts einzuwenden. Aber sie leiten daraus eine besondere Vorherrschaft ab. Das ist dann innerhalb der späteren Jahrhunderte entstanden, diese Idee der apostolischen Sukzession. Aber in Bezug auf alle zwölf Apostel, wie sieht die römische Kirche die Apostel? Wenn man in der römischen Kirche, wenn man nach Rom geht, die werden als Heilige dargestellt, die werden verehrt, zu denen betet man förmlich. Und das ist die ganze Ironie dieses Verses, dass ausgerechnet die Apostel unter anderem aufgefordert werden, sich zu freuen an dem Untergang der Kirche, die in ihrer Hauptkirche im Lateran diese ganzen großen Apostel in Marmor oder was auch immer, ich weiß gar nicht, welches Material das ist, in Säulen da aufgemacht und angebetet werden. Und die Apostel und die wahren Apostel werden sich freuen über den Untergang Roms. Worauf im Gegenzug Rom gedacht hat, dass ihre ganze Macht auf der Tradition und der vermeintlichen Macht der Apostel basiert. Also eigentlich ganz interessant diese Ironie.
[27:39] Aber lasst uns ein bisschen weiter gehen zu Apostel und Propheten. Das ist ja eine interessante Kombination, die findet man jetzt nicht so ganz häufig. Aber sie kommen ein paar Mal vor in der Bibel. Apostel und Propheten. Kennt ihr irgendeine andere Stelle in der Bibel, wo das so zusammenkommt? Apostel und Propheten. Weil das ist so eine stehende Formulierung, die wird noch ein paar Mal verwendet im Neuen Testament. Und es lohnt sich darüber nachzudenken, was das bedeutet, Apostel und Propheten. Jemand schon mal gelesen, Apostel und Propheten? In einem Vers zusammen? Irgendwo nicht, ja?
[28:16] Schauen wir mal in den Epheserbrief. Der Paulus hat auch hier was zu sagen. Epheser Kapitel... Ja, ganz genau, André, aufgebaut. Epheser 2 und dort Vers... Wir können Vers 19 lesen und dann Vers 20. Aber wir können Vers 19 lesen. Epheser 2 Vers 19 und 20. So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gotteshausgenossen, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst Eckstein ist.
[28:52] Diese Formulierung Apostel und Propheten deutet auf das Fundament. Das ist das Fundament. Fundament von was? Nicht das Fundament von Jesus, nein, nein. Jesus ist Teil des Fundamentes. Er ist der Eckstein im Fundament. Aber wer ist das Fundament? Das Fundament von? Von der Gemeinde. Er sagte, ihr, sprich die Epheser und alle anderen auch, die das lesen, ihr seid auferbaut auf diesem Fundament. Das heißt, natürlich soll sich die ganze Gemeinde freuen. Alle Christen sollen sich freuen. Aber diese Freude ist nicht oberflächlich. Es geht sozusagen bis hinunter auf das Fundament. Die Gemeinde soll sich im Fundament freuen. Apostel und Propheten sind das Fundament.
[29:39] Noch ein Vers dazu ist Epheser 3, Vers 5. Epheser 3 und dort Vers 5. Dort heißt es, wir können auch Vers 4 lesen, 4 und 5. Daran könnt ihr, wenn ihr es lest, meine Einsicht und das Geheimnis des Christus erkennen, dass in früheren Generationen den Menschenkindern nicht bekannt gemacht wurde, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden ist.
[30:15] Okay, was wird hier über die Apostel und Propheten gesagt und was hat das mit dem Fundament zu tun? Was wird hier über Apostel und Propheten gesagt? Ja? Zumindest haben sie eine Erkenntnis, die es nicht schon immer gab. Okay, ja. Noch mehr. Genau, das ist dann eine Erklärung zu einem Punkt in Vers 4. Genau, aber erstmal bleiben wir bei Vers 4 und 5. Genau, die Apostel und Propheten, da wirkt der Heilige Geist und er offenbart etwas, eine Offenbarung.
[31:03] Was für eine Offenbarung offenbarte ihn? Was hat der Heilige Geist den Aposteln und Propheten offenbart? Das Geheimnis Gottes oder das Geheimnis Christi und was ist das Geheimnis? Christ und uns die Hoffnung in Herrlichkeit, jetzt kannst du kommen Connel, nämlich in Vers 6. Genau, dass nämlich die Heiden miterben und zum Leitbehörige und Mitteilhaber seiner Verheißung sind in Christus Jesus durch das Evangelium. Das Geheimnis Jesu ist das Evangelium und Geheimnis ist es, weil lange Zeit die Menschen glaubten, das Evangelium ist nur auf einzelne Menschen beschränkt.
[31:50] Das heißt, das Geheimnis ist gar nicht so geheimnisvoll, es sagt einfach nur, Gott will alle Menschen retten. Und das wird übrigens nicht nur offenbart durch die neutestamentlichen Apostel, sondern stand das auch schon im Alten Testament. Dass Gott sie einretten will, das stand schon im Alten Testament. Es war trotzdem letztendlich ein Geheimnis. Das heißt, diejenigen, die durch den Heiligen Geist das Evangelium, das wahre Evangelium in seiner ganzen Konsequenz bekommen haben, das sind die Apostel und Propheten.
[32:27] Wie könnte man sie noch beschreiben, gibt man ein anderes Wort für Apostel und Propheten, wenn es die sind, die durch den Heiligen Geist die Offenbarung des Evangeliums bekommen haben. Ja, aber nicht alle Geheiligten, also es gibt, das stimmt, dass die alle geheiligt sind, aber nicht alle, die geheiligt sind, fallen hier runter. Nicht alle, die geheiligt sind, haben durch den Heiligen Geist eine Offenbarung über das Evangelium bekommen. Und nicht alle Geheiligten sind das Fundament der Gemeinde. Wie nennt man die Menschen, die durch den Heiligen Geist, sie sind inspiriert, genau, und das heißt mit anderen Worten, die sind die, ja genau, die Propheten.
[33:09] Es sind die Schreiber der Bibel, oder? Weil es sind die biblischen Schreiber, die vom Heiligen Geist die Offenbarung bekommen haben über das Evangelium. Ja, ganz genau. Das heißt, und deswegen sind sie das Fundament. Das ist jetzt sehr entscheidend, weil die katholische Kirche würde eine ähnliche Idee vertreten, aber anders. Die katholische Kirche würde sagen, die Apostel sind das Fundament, die haben die und die Kirche gegründet und die Nachfolger nehmen dann das Erbe auf. Und die Nachfolger, der Nachfolger, der Nachfolger der Apostel sind die wahre Kirche. Aber das Fundament besteht nicht in der Person Petrus so sehr, sondern vielmehr in dem, was der Petrus geschrieben hat. In der Botschaft, die der Petrus durch den Heiligen Geist aufgeschrieben hat, das ist das Fundament. Nicht die Tatsache, dass Petrus in Rom war, der hätte ja auch in Ephesus sein können. Das spielt keine Rolle so sehr.
[33:59] Das heißt, die besondere Rolle der Apostel und Propheten bezieht sich auf die Niederschrift der Bibel und das bedeutet in 1. Petrus, 2. Petrus, genau. Wir können auch 2. Petrus 3, Vers 2 lesen. 2. Petrus 3, da haben wir nämlich genau diese Begrifflichkeit auch. 2. Petrus 3, Vers 1 und 2, des Zusammenhangs willen. 2. Petrus 3, Vers 1 und 2, Geliebte, dies ist nun schon der zweite Brief, den ich euch schreibe, um durch die Erinnerung eure lautere Gesinnung aufzudecken, damit ihr an die Worte gedenkt, die von den Heiligen Propheten vorausgesagt worden sind und dessen, was euch der Herr und Retter durch uns, die Apostel, aufgetragen hat.
[34:45] Also während die anderen Verse Apostel und Propheten so fast als das gleiche sehen, differenziert der Petrus noch zeitlich und sagt, es gab die Propheten und wir sind die Apostel. Und was sollen die Leser des Briefes machen? Was ist ihre Aufgabe? Wenn sie den Petrus Brief lesen, was sollen sie machen? Genau, sie sollen sich wieder erinnern an die geschriebenen Worte Gottes, an das Fundament, an die Bibel sozusagen.
[35:10] Man könnte also fast mit einiger Berechtigung in Vers 20 sagen, dass sich die Bibel freuen soll. Und ihr wisst, in der Offenbarung wird die Bibel mehrmals auch so quasi personifiziert, als die beiden Zeugen zum Beispiel, die dann in den Himmel gekommen und so weiter. Denn Apostel und Propheten, hier geht es nicht darum, dass bei der Wiederkunft oder kurz vor der Wiederkunft nur der Paulus und Petrus sich freuen. Oder der Paulus und Petrus sind ja eh nicht da, die sind ja dann auch noch tot vor der Wiederkunft. Sondern es geht darum, dass diese Freude darin besteht, dass die Bibel gerechtfertigt ist. Das, was die Bibel verheißen hat, erinnert euch an dieses Prinzip der Freude, nicht wahr? Das, was Gott verheißen hat, das tritt auch wirklich ein. Die Leute werden sagen, dann stimmt es ja doch. Es gibt doch einen Gott, er kümmert sich doch. Die biblischen Verheißungen stehen dann gerechtfertigt da und das ist der Grund der Freude.
[36:04] Du hast vorhin schon Offenbarung 6 erwähnt. Ein Grund, warum hier Freude über das Gericht stattfindet, ist, weil das Gericht ersehnt worden ist. Offenbarung 6 und dort Vers 9 und 10. Wir sollten immer den Vers davor mitlesen hier. Vers 9 und 10, Offenbarung 6. Offenbarung 6.
[36:42] Ihr kennt vielleicht diese Stelle, ist ganz interessant. Wer ruft hier zu Gott? Genau, die Märtyrer selbst sind nämlich tot und die rufen nämlich gar nicht eigentlich, sondern was hier eigentlich ruft, ich meine das Blut, buchstäblich, ist auch schon lang versickert, was hier ruft, sind die Bücher im Himmel, die mit ihren Berichten buchstäblich zum Himmel schreien, wenn sie nicht schon im Himmel wären. Ganz genau, selber wie bei Abel, wo Gott sagt, das Blut schreit zu mir empor. Und auch da meint es natürlich im übertragenen Sinne. Heißt also, wenn hier im übertragenen Sinne die Bücher fordern, wann gibt es Gericht, ist es auch nicht so abwegig zu sehen, dass am Ende ein Buch sich freut. Wenn ihr gerade die Idee vielleicht merkwürdig fandet, wie kann es sein, dass die Bibel sich freut, die Apostel und Propheten, dann das ist nur die Reaktion auf das, was ein anderes Buch gefordert hat. Die Bücher fordern Rache. Die Bücher im Himmel, so wie sie dort stehen, mit all dem, was den Märtyrern passiert ist, das schreit zum Himmel, das fordert Rache und wenn es geschieht, ist das Freude im Himmel und ich war hier bei den Aposteln und Propheten.
[38:02] Noch ein interessanter Vers ist Psalm 94, Vers 1. Psalm 94 und dort Vers 1. Vers 1. Du Gott der Rache, oh Herr, du Gott der Rache, leuchte hervor. Welches Wort ist hier besonders merkwürdig? Gott der Rache, das gibt es öfter. Gott sagt mal, die Rache ist mein, aber das Wort leuchte ist jetzt nicht das Wort, das wir vielleicht direkt im Kontext von Rache erwarten würden. Erscheine. Erscheine, genau, kann man auch übersetzen. Also wörtlich auch erscheine im Lichtglanz, also nicht nur ein Erscheinen im Sinne von er war nicht da, jetzt ist er da, sondern ein, wie das Wort erscheinen eigentlich sagt, ein Scheinen, leuchten, Licht. Das sind ja Dinge, die wir vielleicht nicht mit Rache verbinden würden. In unserem Kopf ist Rache fast automatisch mit Dunkel, vielleicht Gewalt irgendwie so fast verknüpft. Aber wenn Gott Rache übt, dann wird das dargestellt als ein Lichtglanz. Und das zeigt so ein bisschen, dass die Rache Gottes, wie wir damals herausgearbeitet haben, anders ist als das, was wir meistens so unter Rache in unserem Leben kennengelernt haben.
[39:40] Ja, ganz genau, das ist vollkommen richtig. Mir ging es jetzt um den anderen Punkt, das hätten wir auch verstanden, ohne dass da gestanden hätte, leuchte. Ja, du Gott der Rache, vergilt ihnen. Aber die Tatsache, dass dort steht, du Gott der Rache, leuchte, zeigt uns das Wesen der Rache. Weil das muss man im Hinterkopf haben, dass selbst für uns, die wir vielleicht lange in der Gemeinde sind, das Wort Rache oft erstmal negative Bedeutung hat, weil wir so viel negative Rache erlebt haben. Wie viel mehr dann erst für Menschen, die das Wort Gottes nicht besonders kennen und man dann hier und dort von dem Gott der Rache spricht. Man muss also verstehen, dass das Wort Rache ein anderes Bild in der Bibel hat, als wir das meistens so verbinden, natürlicherweise. Und dieses Wort leuchte hervor, glaube ich, gibt uns eine Hilfestellung. Weil wenn Gott hervorleuchtet, dann wird es Licht, dann wird es hell, dann wird es schön. Wenn Licht kommt in die Dunkelheit, dann kann man sich orientieren, dann wird es klar. Wir verbinden positive Dinge mit Licht. Jesus sagt, wir wissen auf Mark 18 sogar, dass die Herrlichkeit Gottes die Erde erleuchten wird. Und ein Aspekt dieses Lichtes, das sozusagen Teil dieser Rache ist, ist Jesaja 26.
[40:57] Also Rache weniger als ich zahle es dir heim, du hast es verdient jetzt. Sondern Rache als ein Licht, das etwas ans Tageslicht fördert. Schaut mal in Jesaja 26 und dort Vers 21. Das wird ganz gut hier sichtbar. Jesaja 26 Vers 21.
[41:34] Also wenn Gott Rache übt, passiert was? Ja, es wird alles offenbart. Es kommt buchstäblich alles ans Licht. Die Rache Gottes besteht darin, wenn man so will, dass er einen, jetzt im Bild gesprochen, symbolisch, dass er einen riesigen Scheinwerfer auf diese Erde richtet und jede Sünde, jedes Verbrechen, alles wird offenbar und gesehen im Eigentlichen, wie es wirklich ist. Und das ist übrigens genau das, was Offenbarung 18 selbst aussagt, auch wenn man das vielleicht so nicht gleich gesehen hätte. Schaut man in Offenbarung 18, da heißt es nämlich ganz am Ende dieser gewaltigen Klage über Babylon und dieser Freude im Himmel, als das Kapitel dann jetzt zum Ende kommt, heißt es in Vers 24.
[42:23] Gott hält Rache, er leuchtet hervor und man sieht jetzt den vollen Umfang der Sünden Babylons, was man vorher gar nicht so gesehen hat, sondern nur aufgrund des Wortes Gottes gewusst hat. Manches hat man gesehen, ja, aber der volle Umfang der Verdorbenheit und der Sünden wird erst offenbar, wenn Gott Gericht hält. Durch das Gericht wird das sichtbar.
[42:45] Letzter Punkt, bevor wir schließen, in Offenbarung 18, Vers 20, da heißt es ja. Das ist eine gute Übersetzung, hat jemand für euch eine andere Übersetzung? Genau, das ist schon besser. Wörtlich steht dort eigentlich. Ganz genau, ist auch gut. Dort steht eigentlich wörtlich, das ist erstmal ein bisschen schwer zu verstehen. Er hat, ist ein bisschen schwer im Deutschen wiederzugeben.
[43:31] Euer Gericht gerichtet oder mit eurem Urteil geurteilt oder verurteilt. Die eigentliche Idee in dem Griechischen ist, dass Gott das Urteil, das den Gläubigen angedroht worden ist, euer Urteil hat er auf Babylon geurteilt. Er hat das Gericht, das den Gläubigen angedroht worden war, als Gericht auf Babylon geworfen. Und in dem Sinne übersetzt man dann frei, er hat euch gerecht. Das, was sie euch angedroht haben, was sie euch angetan haben oder hätten, das hat er dann Ihnen angetan, nicht wahr? Das, was Babylon angetan hat. Also, hier ist es mal im Englischen wieder, ich weiß nicht, wie man es im Deutschen besser geben könnte, im Englischen heißt es, he has executed your sentence. Er hat also euer Urteil ausgeführt, für euch.
[44:39] Nein, von Babylon, genau. Und kennt ihr eine Geschichte, um das besser zu illustrieren, kennt ihr eine Geschichte, wo Gottes Volk in Gefahr war, vielleicht sogar der Auslöschung, und Gott hat dann genau dieses Urteil umgedreht und auf die Verfolger zurückgeworfen? Wollte ich auch erst mal sagen, ja. Als der Haman plagt, ich möchte ganz Israel auslöschen, da hat er dieses Urteil in seinem Kopf schon gefällt, es wird dann angekündigt und dieses Urteil fällt erst auf ihn und dann auch auf die Verfolger zurück. Gott nimmt das Urteil, was Babylon, was in dem Fall der Haman, den Juden angedacht hat und lässt es auf seinen eigenen Kopf zurückfallen. Das ist die Idee, dass die Sünden auf den eigenen Kopf zurückgehen.
[45:23] Bei welchem König war es, der hätte so viele Silberstücke geben können wie der Propheten? Der Propheten? Er hat es einfach frühmütig, er hat es nicht gemacht, wurde in den Löwen gefressen und zweifelt runter, ist dann in dieser Verkleidung zum König. Ja, Joschafat. Welcher König war es? Ja, Joschafat. Da ist das Urteil auch, dass er selber den Held hat. Aber wir haben auch in der folgenden Geschichte, wo sie gebroten sind, sie haben hier gesagt, die Königin. Ja, genau, in 2. Chronik 20. Also das ist ein grundsätzliches Prinzip, das kommt immer wieder vor und das zeigt, wie Gott letztlich handelt. Er hat das, was uns angedroht, was Babylon, Babylon hat sich vorgenommen, wir werden die Sabbathalter auslöschen und genau dieses Urteil fällt jetzt auf Babylon zurück. Und das ist Grund zur Freude, weil nämlich das Wort Gottes dadurch gerechtfertigt ist und bestätigt ist und es steht fest, man kann sich darauf verlassen und jeder, der darauf gehofft hat, der wird sich deswegen freuen. Nicht aus persönlicher Schadensfreude, sondern weil Gottes Wort gerechtfertigt ist.
[46:38] An der Stelle können wir also lernen, es gibt eine Freude, die sich daran freut, dass Gottes Wort wahr ist. Und in der Praxis bedeutet das eigentlich immer, wenn wir irgendwo sehen, dass das, was Gottes Wort sagt, irgendwo bestätigt wird. Sei es in der Archäologie, in der Medizin, in der Gesundheitswissenschaft, irgendwo in unserem persönlichen Leben, wenn wir sehen, dass was Gottes Prinzipien sind, dass Gott etwas sagt und das trifft ein und das stimmt so und das wird auch von anderen so gesehen, soll das eigentlich ein Grund zur Freude sein. Das ist genau diese Freude am Ende auch. Es wird offenbar, das, was Gott vorhergesagt hat, wird eintreffen und er wird seine Gläubigen...
[47:34] Dankeschön. Wir wollen uns festhalten für heute. Wir brauchen echte Freude und Freude ist ein Prinzip. Zweitens, Apostel und Propheten sind das Fundament der Gemeinde und drittens, egal was Babylon uns androht, Gott wird uns rächen. Und im Gleichnis von der Witwe heißt es bei dem ungerechten Richter, dass Gott rechtzeitig, schnell seinen Gläubigen Recht verschaffen wird.
[48:05] Und noch gemeinsam beten. Liebe Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort studieren konnten und sehen konnten, dass es einen echten Grund oder viele Gründe gibt, sich zu freuen. Schon jetzt im Alltag, schon jetzt, wenn wir mit dir leben, Tag für Tag. Und auch in der Endzeit wird es viel Grund zur Freude geben, auch wenn es ernste Zeiten sein werden und wir auch manche Kämpfe zu bestehen haben. Aber wir haben gesehen, dass egal wie groß die Herausforderungen sind, wie groß die Anfechtung und der äußere Druck sein wird, du wirst dich um uns kümmern, du wirst für uns sorgen und wir dürfen dir vertrauen. Das wollen wir heute schon Tag für Tag im Alltag ausprobieren und testen und sehen, dass tatsächlich dein Wort ein festes Fundament ist, das durch alle Krisen trägt. Dafür danken wir von ganzem Herzen. Amen.
[49:04] Copyright WDR 2021