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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 18, Vers 4, erklärt Christopher Kramp die dringende Botschaft, aus Babylon auszugehen. Er beleuchtet die biblischen Gründe für diesen Aufruf und zieht Parallelen zu Geschichten wie der von Lot und der Rotte Korach. Die Ausführungen betonen die Notwendigkeit, sich von falschen Lehren zu trennen, um nicht an den Sünden und Plagen Babylons teilhaftig zu werden.

In dieser Predigt über Offenbarung 18, Vers 4, spricht Christopher Kramp über den dringenden Ruf Gottes, Babylon zu verlassen. Er erklärt, warum dieser Auszug notwendig ist, um nicht an den Sünden und Plagen Babylons teilhaftig zu werden. Anhand biblischer Beispiele wie Lot und der Rotte Korach sowie prophetischer Texte aus Jesaja und Jeremia verdeutlicht er die Bedeutung dieses Aufrufs. Die Botschaft betont die Notwendigkeit, die wahre Erlösung in Christus zu verstehen und sich von falschen Lehren abzusondern, um Heiligung zu erlangen und für die Wiederkunft Jesu bereit zu sein.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich Willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Zu dieser nächsten Folge in Offenbarung 18. Heute soll es um Offenbarung 18 Vers 4 gehen, vielleicht eine der ganz großen Schlüsselverse des Kapitels und eine wichtige Botschaft für unsere Zeit, die wir gut verstehen wollen. Und bevor wir beginnen, möchte ich euch einladen, dass wir niederknien für ein Anfangsgebet.

[1:15] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt zu dir kommen können und möchten dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist zu unseren Herzen sprichst. Bitte reinige uns von allem, was uns irgendwie hindern könnte oder dich hindern könnte, uns zu segnen. Bitte mach deine Verheißung erneut wahr, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast und dass wir die Schönheit und die Dringlichkeit der Botschaft verstehen, für uns praktisch umsetzen und dann diesen gewaltigen Ruf auch in deinem Geist den Menschen weitergeben. All das bitten wir im Namen unseres Erlösers und Hohen Priesters Jesus Christus. Amen.

[2:06] Gut ihr Lieben, Offenbarung 18 Vers 4, ein Schlüsselfers, wie gerade gesagt, des Kapitels. Wir haben bisher gesehen, dass ein Engel aus dem Himmel herabstieg, die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit und er hat im Wesentlichen die zweite Engelsbotschaft wiederholt, bestätigt und bekräftigt und erweitert und hat noch einmal natürlich gewarnt vor Babylon, gefallen, gefallen ist Babylon, hat Babylon beschrieben. Wir haben das letzte Mal über den Glutwein der Unzucht gesprochen, auch festgestellt, dass dort die Wirtschaft eine Rolle spielt, wie dann im Laufe des Kapitels weiter zu lesen sein wird und jetzt kommen wir zu Vers 4 und dort sagt der Johannes: „Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt.“

[3:18] Wollen wir erstmal, bevor wir in die Details gehen, kurz zusammenfassen, was finden wir hier in Vers 4? Was wird hier beschrieben? Eine andere Stimme, ja, es ist nicht dieselbe, die in Vers 2 und 3 ruft. In Vers 2 und 3 haben wir die Botschaft des vierten Engels, aber hier haben wir eine andere Stimme. Okay, was haben wir noch? Genau, also die kommt aus dem Himmel und die sagt, die hat einen Aufruf. Es gibt einen Aufruf und dieser Aufruf ist sehr deutlich, er ist nämlich: raus aus Babylon. Also da gibt es den Aufruf, raus aus Babylon. Jetzt an wen richtet sich der Aufruf? Er sagt: „mein Volk“. Das gibt uns einen Hinweis, wer hier spricht, also der Adressat ist offensichtlich das Volk Gottes. Aber ist es das ganze Volk Gottes, das hier angesprochen ist, sondern was für ein Teil des Volkes Gottes? Ja, das ist Gottes Volk, das in Babylon noch ist. Es gibt ja auch Gottes Volk, das nicht mehr in Babylon ist. Aber der Teil des Volkes Gottes, der noch in Babylon ist, der soll jetzt herauskommen und das zeigt uns, dass es hier Gott selbst ist, der spricht. Also in einem erweiterten Sinne sind natürlich alle Botschaften der Bibel Gottes Botschaft, auch die ersten drei Engel und der vierte Engel sind Gottes Botschaft. Aber hier wird nochmal sozusagen ein bisschen deutlicher, dass Gott selbst jetzt ruft: „Kommt aus euch heraus, mein Volk.“

[5:09] Und warum sollen sie herauskommen? Was ist der Grund? Ja, sie sagen, er sagt nicht, dass sie sich der Sünden beteiligen, aber er sagt, also fast richtig, was sagt er? Genau, er sagt mit anderen Worten: Wenn ihr jetzt nicht rausgeht, wenn ihr wieder besseren Wissens in Babylon bleibt, dann werdet ihr an den Sünden teilhaftig werden. Er sagt, ihr seid mein Volk, aber jetzt müsst ihr rauskommen, weil wenn ihr jetzt nicht rauskommt, dann würdet ihr der Sünden teilhaftig werden. Und dann der Plagen. Also der Grund ist, nicht der Sünden Babylons teilhaftig werden und damit der Plagen. Das macht deutlich, es ist eine ernste Botschaft. Hier werden Menschen gewarnt vor den Plagen und das passt sehr gut auch zur dritten Engelsbotschaft, denn auch dort wird ja vor den Plagen gewarnt. Da heißt es ja: „Alle, wer das Tier anbetet und sein Bild, das Mahlzeichen des Tieres, der wird von dem Glutwein Gottes trinken.“ Das heißt, wir haben hier eine Botschaft, die natürlich auch zu der dreifachen oder dann vierfachen Engelsbotschaft passt.

[6:30] Wann wird offensichtlich diese Botschaft gegeben werden müssen? Wann wird die Botschaft gegeben? Zumindest können wir sagen, sie ist vor den Plagen. Sie muss vor den Plagen gegeben werden, auch wenn sie natürlich in Kapitel 18 ist und die Plagen in Kapitel 15. Ihr wisst, die Offenbarung ist nicht chronologisch geschrieben. Das muss vor den Plagen sein, damit die Menschen eine Chance haben, aus Babylon herauszukommen. Also halten wir fest, hier aufgrund der Evangeliumsverkündigung durch diesen vierten Engel kommt es jetzt zu einer Entscheidung. Es gibt viele Menschen, die zu Gottes Volk gehören, die sich noch in Babylon befinden und die Gott noch nicht als schwere Sünder betrachtet, die aber der Sünden teilhaftig werden würden, wenn sie jetzt länger dort bleiben.

[7:28] Jetzt wollen wir uns mal das ein bisschen genauer anschauen. Kennt ihr in der Bibel eine Person, die dringend aufgefordert wurde, eine Stadt zu verlassen, damit sie nicht mit zerstört wird? Lot. Schauen wir mal in 1. Mose. Welches Kapitel hat die Geschichte von Lot und der Zerstörung Sodoms? Das ist 1. Mose Kapitel. 1. Mose Kapitel 19, ganz genau. Kapitel 19 und dort Vers 12 und 13.

[8:00] 1. Mose 19 und dort Vers 12 und 13. Und die Männer sprachen, das waren die Engel, die waren auch Engel, die warnen. Und die Männer sprachen zu Lot: „Hast du noch jemand hier, einen Schwiegersohn oder Söhne oder Töchter, wer in der Stadt zu dir gehört, den führe hinaus aus diesem Ort.“ Also mit anderen Worten sagen sie eigentlich: „Geh hinaus.“ Der Plan, Gottes originaler Plan war ja nicht, dass Lot von den Engeln rausgeschleift wird. Der originale Plan war, dass Lot niemals hier gelebt hätte. Aber als die Engel kommen, war ihr Plan gewesen, dass Lot das sofort versteht und noch andere mit herausführt. Sagt: „Kommt heraus.“ Und ihr kennt die Geschichte, Lot hat gezögert. Seine Frau hat dadurch gezögert. Seine Frau ist zwar noch mitgekommen aus der Stadt, trotzdem verloren gegangen. Einige seiner Verwandten sind in der Stadt geblieben.

[8:58] Und Vers 13 sagt: „Denn wir werden diesen Ort verderben, weil das Geschrei über sie groß geworden, groß ist vor dem Herrn. Und der Herr hat uns gesandt, den Ort zu verderben.“ Lot muss aus Sodom heraus. War denn Lot ein Mann Gottes? Woher wissen wir, dass Lot tatsächlich zu Gottes Volk gehörte, obwohl er in Sodom gelebt hat? Er war mit Abram verwandt. Aber Ismael war auch mit Abram verwandt. Und er war kein, er gehörte nicht zum Volk Gottes. Du hast schon recht. Aber woher wissen wir, dass Abram tatsächlich, dass Gott den Lot sah und sagte: „Lot, du gehörst zu meinem Volk.“

[9:45] Genau, schauen wir mal in Petrus, und zwar im zweiten Petrus, Kapitel 2 und dort Vers 7 und 8. Da spricht es von dem Lot. Zweite Petrus 2, Vers 7 und 8. „Während er den gerechten Lot herausrettete, der durch den zügellosen Lebenswandel der Frevler geplagt worden war. Denn dadurch, dass er es mit ansehen und mit anhören musste, quälte der Gerechte, der unter ihm wohnte, Tag und Nacht seine gerechte Seele mit ihren gesetzlosen Werken.“ Welches Wort kommt dreimal vor? Gerecht. Er war wirklich ein gerechter Mann, obwohl er viele schlechte Entscheidungen in seinem Leben getroffen hatte, die seine Familie am Ende natürlich negativ beeinflusst haben. Aber er selbst war eigentlich ein, man könnte sagen, ein glaubensschwacher, aber doch ein gläubiger, gläubiger Mann. Und Gott wollte ihn herausretten, aber er musste dann irgendwann Sodom verlassen. Wenn er noch ein bisschen länger geblieben wäre, dann wäre es vorbei gewesen.

[10:55] Das heißt, der Punkt, Gott ist sehr gnädig, er wartet selbst, man könnte ja argumentieren, der, der, der Lot, der hätte es ja besser wissen können. Es gab ja andere im Volk Gottes, die waren schon weit außerhalb von Sodom, nicht wahr? Abraham zum Beispiel. Lot war gerecht, obwohl er nicht alles, alle Chancen genutzt hatte, die Gott ihm gegeben hatte. Aber irgendwann musste er sich entscheiden. Auf dieselbe Art und Weise gibt es heute viele Menschen, die noch in Babylon sind, die allerdings schon draußen sein könnten. Denn es gibt genügend Gelegenheiten, sich zu informieren über die biblische Botschaft. Und vielleicht zögert noch der eine oder andere. Ellen White schreibt davon, dass einige noch durch ihre Familie, noch durch andere Dinge zurückgehalten werden. Und sie sind quasi wie Lot. Ja, sie könnten schon mehr Segen erleben, sie könnten ein größerer Segen sein, wenn sie schon Entscheidungen treffen würden, aber sie tun es noch nicht. Aber irgendwann kommt der Punkt, da müssen sie die Entscheidung fällen, ansonsten ist es zu spät. Also Lot ist ein gutes Beispiel.

[12:00] Nun heißt es ja, die, das Volk Gottes soll aus Babylon heraus, damit sie nicht der Sünden Babylons teilhaftig werden. Kennt ihr eine Geschichte im Alten Testament, wo Gott sagt: „Trennt euch von diesen Sündern, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet?“ Ganz genau, bei der Rotte Korach. Schauen wir mal, welches, das ist in 4. Mose, in 4. Mose Kapitel 16. In 4. Mose 16 haben wir diese Geschichte von der Rotte Korach, die sich auflehnt gegen Mose und Aaron. Und ohne, dass wir jetzt die ganze Geschichte hier anschauen können, aber ihr kennt sie sicherlich, wird dann folgendes gesagt in Vers 26 und 27. Wir können eigentlich schon ab Vers 23 lesen, ab Vers 23.

[12:57] Da redete der Herr zu Mose und sprach: „Redet zu der Gemeinde und sprich: Entfernt euch ringsum von der Wohnung Korahs, Datans und Abirams.“ Da stand Mose auf und ging zu Datan und Abiram und die Ältesten Israels folgten ihm. Und er redete zu der Gemeinde und sprach: „Weicht doch von den Zelten dieser gottlosen Menschen und rührt nichts an von allem, was ihnen gehört, damit ihr nicht weggerafft werdet wegen aller ihrer Sünden.“ Seht ihr, es ist dasselbe Prinzip wie bei Babylon.

[13:30] Genau, zu dem kommen wir jetzt gleich. Wir kommen gleich, sehr gut. Aus Jeremia 51, da gibt es gleich mehrere Jesaja, Jeremia, die sprechen mehrmals von diesem Aus, aus diesem, aus diesem Raus aus Babylon, ja, von diesem Raus aus Babylon. Also wir haben Sodom, wir haben jetzt Korach und hier wird sehr deutlich, selbst diejenigen, die nicht die Rebellion des Korachs selbst getan haben, aber sich mit Korach identifizieren würden, die sagen, wir stehen auf seiner Seite, würden mit vernichtet worden, wären mit vernichtet worden. Die Erde tat sich auf und jeder, der nicht dieser Sünde teilhaftig sein wollte, musste sich von ihr distanzieren, nachdem er erkannt hat, wer oder was für einen Charakter der Korach eigentlich wirklich ist.

[14:30] Jetzt kommen wir zu den, ja, die Söhne. Interessanterweise haben seine eigenen Söhne sich von ihm distanziert und haben später sogar etliche Psalmen geschrieben. In den Psalmen lesen wir von den Söhnen Korachs. Das heißt, hier ist ein Beispiel, wie dieser Ruf geht aus von ihnen, sogar mitten durch die Familie hindurch ging und wir sehen das auch bei Lot, dass dieser Ruf auch mitten durch die Familie hindurch geht. Das heißt, das ist eine sehr individuelle, ernste Warnung. Die Menschen werden nicht gruppenweise aus Babylon herausgerettet, sondern einzeln. Hier muss jeder seine eigene Entscheidung fällen.

[15:12] Nun schauen wir mal jetzt einige dieser Textstellen an aus Jesaja und Jeremia, die alle von dieser Flucht aus Babylon sprechen. Fangen wir mal in Jesaja an. Jesaja 48 und dort Vers 20. Jesaja 48 und dort Vers 20. Jesaja 48 ist geschrieben natürlich zu einem Zeitpunkt, als die Israeliten noch nicht einmal in Babylon waren. Also Jesaja ist so wunderbar. Jesaja prophezeit erst das babylonische Exil und dann prophezeit er bereits das Ende des babylonischen Exils, bevor es angefangen hat.

[15:49] Jesaja 48 und dort Vers 20: „Zieht aus von Babel, flieht von den Chaldäern mit Jubelschall, freudige Botschaft, nicht mit gesenktem Haupt, sondern mit Jubel, verkündigt dies, lasst es hören, verbreitet es bis an das Ende der Erde und sagt: Der Herr hat seinen Knecht Jakob erlöst.“ Und jetzt kommt das entscheidende Wort: „Der Herr hat seinen Knecht Jakob erlöst.“ Das heißt, was ist es, was die Menschen aus Babylon herausführt? Die Erlösung des Herrn. Und deswegen ist diese Botschaft, wie diese Botschaft ja in Offenbarung 14 auch, das ewige Evangelium genannt.

[16:31] Jetzt sehr wichtig zu verstehen ist hier: Die Menschen verlassen Babylon nicht einfach nur deswegen, weil man ihnen sagt, welche Sünden Babylon begeht. Die Menschen verlassen Babylon nicht einfach deswegen, weil man ihnen zeigt, was die okkulten Zeichen bedeuten, sondern die Menschen verlassen dann Babylon, wenn sie die wahre Erlösung verstehen, im Gegensatz zu diesem falschen Wein von diesem falschen Evangelium, was wir letztes Mal angeschaut haben. Wenn das wahre Evangelium gepredigt und gelebt wird, werden die Menschen sagen: „Hey, sowas wird in meiner Kirche nicht gelehrt. Da ist noch das wahre Evangelium.“ Ja, so wie dann in Joel, in Jesaja 2 steht und in Micha 4, wo es heißt: „Ich war dort auf dem Berg Zion, da wird noch das Gesetz Gottes gelehrt, da wird noch das Wort Gottes gepredigt, da wollen wir hin.“ Deswegen ist es so wichtig, nicht, dass man einfach nur sagt: „Babylon ist schlecht und das hat Babylon falsch gemacht und das sind ihre Sünden“, sondern, dass das ewige Evangelium die Erde erleuchtet, weil dann wird der Unterschied zwischen der Wahrheit und dem Irrtum sehr deutlich und die Menschen werden Babylon verlassen.

[17:43] Deswegen kann Ellen White gleichzeitig sagen, dass wir diesen Ruf mit Vollmacht geben sollten und trotzdem nicht auf andere Denominationen schimpfen sollten und sie schlecht machen sollten und sie attackieren sollten, sondern wir sollten das Evangelium so klar, so biblisch, so attraktiv predigen, dass die Menschen von alleine sagen: „Ich will raus aus Babylon, ich will nicht mit den Sünden und dem falschen Evangelium zugrunde gehen.“

[18:16] Jetzt nächster Text, Jesaja 52 und dort Vers 11, ganz genau, Jesaja 52 und dort Vers 11, da heißt es: „Weicht, weicht, geht hinaus von dort, rührt nichts Unreines an, geht hinaus aus ihrer Mitte, reinigt euch, die ihr die Geräte des Herrn tragt.“ Und dann ist es sogar schön, wie es heißt in Vers 12: „Geht aber nicht hastig davon und eilt nicht wie Flüchtlinge hinweg, denn der Herr zieht vor euch her und der Gott Israels ist eure Nachhut.“ Also im Sinne von Gott führt heraus, ja, nicht auf eigene Faust, sondern so wie Gott das führt, Gott geht voraus, Gott ist hinter uns.

[19:03] Interessant ist jetzt dieser Vers hier in Jesaja 52 Vers 11, der wird auch im Neuen Testament zitiert, genau und Paulus zitiert den Vers und zeigt, dass dieses Thema auch eine praktische Anwendung für jeden Gläubigen hat, unabhängig davon, ob er jetzt Mitglied einer babylonischen Kirche ist oder nicht, weil wir könnten ja sagen, naja, wenn wir zum sichtbaren Volk Gottes gehören, dann ist die Botschaft ja nicht für uns, ja, wir sollen sie zwar geben, aber wir haben davon ja damit zu tun, oder? Aber Paulus zeigt, dass auch wir etwas daraus lernen müssen.

[19:35] 2. Korinther 6 und dort Vers 17, aber eigentlich können wir Vers 14 lesen. Dieser Ruf zur Absonderung ist nicht nur die Absonderung von einer anderen Kirche. Schaut mal in Vers 14.

[19:53] „Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen, denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein und was hat der Gläubige gemeinsam mit den Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: ‚Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.‘“ Und dann sagt er: „Darum geht hinaus von ihnen.“

[20:27] Also das Volk Gottes sagt, Gott hier, das Volk Gottes ist mein Tempel, ich wohne dort. Aber Babylon ist nicht der Wohnort Gottes, sondern der Wohnort, ja, Satans und der Dämonen und aller unreinen Vögel, was wir in Offenbach 18, Vers 2 gesehen haben. Also Babylon ist voller Unreinheit, Gottes Volk ist voller Heiliger Geist. Und deswegen fragt jetzt Paulus jetzt diese rhetorischen Fragen: Was hat denn das Licht gemeint mit der Finsternis? Wenn ihr, ihr seid Gottes Volk, der Heilige Geist ist unter euch, was macht ihr eigentlich dort, wo lauter Satanisches ist? Was macht ihr dort, wo die unreinen Vögel sind, wo die Dämonen sind? Geht aus davon, habt keine Gemeinschaft.

[21:15] Und das hat praktische Konsequenzen auch natürlich auf unser persönliches Leben. Dieser Vers wird immer wieder auch gerne verwendet, wenn es darum geht, sollte man Ehen eingehen mit Ungläubigen zum Beispiel, ohne dass damit vielleicht schon der Vers erschöpfend erschlossen ist. Aber das ist auch ein wichtiger Punkt, dass wir in allem, wo wir uns binden an Wiedergöttliches, in allem, wo wir uns binden an die Rebellion, selbst wenn wir treu sind, so wie der Lot, gibt es am Ende doch Probleme. Man kann auf Dauer sich nicht mit dem verbinden, was gegen Gott kämpft.

[21:48] Und deswegen sagt der Vers 17: „Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an und ich will euch aufnehmen.“ Und dann geht es so schön weiter: „Und ich will euch ein Vater sein und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.“ Und Kapitel-Einteilung muss man ignorieren. Der nächste Vers sagt: „Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht.“

[22:22] Also hier wird deutlich, diese Botschaft führt dazu, dass Menschen in ihrer Heiligung vollendet werden. Mit anderen Worten, sie sind zwar Gottes Volk, aber aufgrund ihrer Nähe zu Babylon sind sie umgeben gewesen mit viel Irrtum und wo viel Irrtum ist, kann die Heiligung nicht so wirklich voranschreiten, weil Heiligung hat auch etwas mit Wahrheit zu tun. „Man heilige sie in deinem Wort, in der Wahrheit.“ Und wenn jemand diesen Ruf ernst nimmt und Babylon verlässt, weil Jesus ruft, wird auch seine Heiligung vollendet. Und das ist wichtig, weil ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen. Das heißt, Gott hat sein Volk in Babylon, aber er möchte wiederkommen. Das Volk muss heilig sein, geheiligt sein so sehr, dass Jesus sie aufnehmen kann. Und das ist wichtig, dass sie Babylon verlassen.

[23:16] Absolut, weil die Geräte des Herrn zu tragen, das waren die Leviten. Das waren die, die am Tempel arbeiten sollten. Und das bedeutet natürlich, alle diejenigen, die in besonderer Weise auch unterrichten, die lehren. Da gibt es also viele auch, die leitend oder als Lehrer in Babylon aktiv sind, die Gott als sein Volk ansieht, weil sie sein Volk sind. Und da hast du richtig beobachtet, dieser Ruf geht auch an sie, nicht nur an die einfachen Gemeindeglieder. Dankeschön.

[24:02] Jetzt Jeremia. Jeremia 50 und dort Vers 8. Jeremia 50 und dort Vers 8. Dort heißt es, das ist auch ein schöner Vers: „Flieht hinaus aus Babels Mitte und zieht hinweg aus dem Land der Chaldäer und seid wie Böcke vor der Herde her.“

[24:34] Jetzt, was soll das denn bedeuten? Sei wie ein Bock vor der Herde. Ich glaube, die Elberfelder übersetzt, hat jemand von euch Elberfelder da? Die Elberfelder sagt sogar, glaube ich, seid wie Leitböcke vor der Herde her. Was ist die Idee hier? Warum sollen wir wie Böcke vor der Herde sein? Ja, wir sollen andere noch anleiten. Wir sollen nicht nur selbst, oder diejenigen, die diesen Ruf jetzt bekommen, sollen nicht nur selbst fliehen, sie sollen auch noch andere mit herausführen. Das ist jetzt ein sehr wichtiger Gedanke, gerade auch, wenn man dann Leute erreicht, die leitende Funktion haben. Gott möchte, wann immer wir etwas tun, was richtig ist, sollen wir anderen davon erzählen. Wenn wir also Menschen aus Babylon rufen oder wenn Gott Menschen aus Babylon ruft, dann ruft er sie immer so auch, dass diese auch wieder zu Missionaren werden, weil die dort in Babylon noch Freunde haben und andere, die ihnen vertrauen. Und oft ist es so, wenn man vielleicht einen gewonnen hat, kann der wieder andere mitziehen. Seid wie Leitböcke und führt die Herde aus Babylon heraus.

[26:06] Jetzt Jeremia 51 und dort Vers 6. Jetzt sind wir bei den Versen, die du am Anfang erwähnt hast. Jeremia 51, Vers 6. Und da heißt es: „Flieht hinaus aus Babel und rettet jeder seine Seele, damit ihr nicht umkommt in seiner Missetat.“ Sünde, nicht wahr? Denn dies ist die Zeit der Rache des Herrn. Er bezahlt ihm, was es verdient hat. Und da sieht man sehr deutlich die Parallele zur Offenbarung 18, Vers 4. Die Zeit der Rache, die Zeit der Plagen. Und da wird dann hier auch davon gesprochen, wie Babel plötzlich fällt und zertrümmert und das ganz plötzlich geht und wie Gott sein Volk befreit.

[26:53] Und wichtig ist hier der Gedanke: „Jeder rette seine Seele.“ Wir sollen zwar Leitböcke sein, aber wir können nicht für andere die Erlösung bewirken. Wir können zwar anführen, wir können ein Beispiel geben, aber wie Ellen White sagen würde, jeder von uns hat eine eigene Seele zu retten. Oder wir sind ja eine Seele, aber jeder von uns hat ein eigenes Leben zu retten. Und wir sollten diese Frage: „Bin ich da, wo Gott mich haben möchte?“ so ernst nehmen, als gehe es um Leben und Tod. Denn es geht um Leben und Tod. Diese Frage: „Wo bist du?“ die kommt seit den Tagen Adams zu jedem Menschen. Und hier sind Menschen, die sind das Volk Gottes, aber sie sind noch am falschen Ort. Sie sind nicht da, wo Gott sie haben möchte.

[27:38] Und übertragen könnte ich mir die Frage stellen, vielleicht gibt es auch in unserem Leben Situationen, wo Gott sagt: „Du bist mein Kind, aber du bist nicht da, wo ich dich haben möchte.“ Und wir müssen Gottes Stimme folgen. Ganz genau.

[28:04] Immer wenn Babel erwähnt wird, hat man fast immer dieses, dass sie trunken sind, nicht wahr, dass die Völker trunken gemacht wurden, die Völker sind rasend geworden. Dieses falsche Evangelium, was wir letztes Mal studiert haben. Und das bedeutet, dass derjenige, der aus Babylon raus möchte, der muss selbst nüchtern sein. Und das sind sie eigentlich auch, sie sind ja Gottes Volk, das ist ja die Idee dabei.

[28:27] Jetzt noch ein Text, Vers 45, Jeremia 51 und dort Vers 45, da heißt es ebenfalls: „Geht hinaus aus seiner Mitte, mein Volk.“ Ja, das ist eine ganz deutliche sprachliche Parallele aus dann in Offenbarung 18. Geht hinaus aus seiner Mitte, mein Volk, und jeder rette seine Seele vor dem grimmigen Zorn des Herrn.

[28:58] Übrigens, wer war der erste Mensch, der aus Babylon herausgekommen ist in der Bibel? Daniel. Daniel ist so richtig nie aus Babylon herausgekommen. Also lange vor dem Babylon hier, der als allererster die Gegend von Babylon verlassen hat, weil Gott gerufen hat: „Komm heraus in ein Land, das ich dir zeigen werde.“ Abraham. Abraham lebte zwar nicht in der Stadt Babylon, aber in dem Land von Babylon, in Chaldäa, im Ur der Chaldäer, da lebte er. Und Gott rief ihn, wir können das ja nochmal nachlesen, in Apostelgeschichte können wir das zum Beispiel lesen.

[29:56] Diesmal Apostelgeschichte, Kapitel 7, genau, und dort Vers 2 bis 4. Apostelgeschichte 7, Vers 2 bis 4. „Er aber sprach: Ihr Männer, Brüder und Väter, hört! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, als er in Mesopotamien war, bevor er in Haran wohnte und sprach zu ihm: ‚Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde.‘ Da ging er aus dem Land der Chaldäer und wohnte in Haran.“ Chaldea, Babylon, wissen wir aus Daniel. Abraham ging als erster aus Babylon heraus.

[30:58] Übrigens, in 1. Mose 12 ist das ganz interessant, weil in 1. Mose 12, wo das heißt, in Vers 1: „Der Herr aber hatte zu Abraham gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde.“ Das ist ja übrigens sehr ähnlich, auch jetzt mit Lot, nicht wahr? Der Ruf Gottes hat ihn von seiner Familie getrennt. Die Söhne Korachs wurden von ihrer Familie getrennt durch den Ruf Gottes. So wird es am Ende der Zeit auch sein, wenn Gott ruft, heißt das, dass wir vielleicht getrennt werden von unseren liebsten Menschen.

[31:30] Aus welcher Motivation hat Abraham heraus gehorcht? Aus welcher Motivation heraus? Warum hat Abraham Gott gehorcht? Gott hat ihm eine Verheißung gegeben, ja? Was hat Abraham gemacht? Warum ist er gegangen? Ja, warum hat er gehorcht? Er hat Gott geliebt, er hat Gott geglaubt.

[32:00] Paulus sagt im Hebräerbrief: „Aus Glauben ging er an einen Ort, von dem er nicht wusste, wo er hinging.“ Und so wird am Ende in Offenbarung 18, Vers 4 auch ein Glaubensschritt sein. „Der Gerechte lebt nämlich aus Glauben und jeder, der glaubt, wird errettet.“ Und ohne Glauben ist es unmöglich, Gott wohlgefällig und Offenbarung 18, Vers 4 ist ein Glaubenstest für diejenigen, die so einen Test bisher noch nicht gemacht haben, weil sie immer in Babylon waren, die zwar Gott lieb haben und alles nach bestem Wissen und Gewissen mehr oder weniger tun, aber noch nicht erlebt haben, was es bedeutet, für Gott vielleicht ein großes Opfer zu bringen. Und Gott wartet und wartet und wartet, aber irgendwann kann er nicht mehr länger warten. Wenn sie im Himmel dabei sein wollen, müssen sie ihren Glauben auch in einer, in Anführungszeichen, extremen Situation beweisen. Sie müssen dem Universum zeigen, dass sie Gott mehr lieben als ihre Familie, Gott mehr lieben als ihre Tradition, Gott mehr lieben als ihre Freunde, Gott mehr lieben vielleicht als sogar ihr Leben. Und sie müssen Babylon verlassen, so wie Abraham.

[33:14] Übrigens, in 1. Mose 12, was fand denn in einem Kapitel vorher statt? Genau, in 1. Mose 11 hat man den Turmbau zu Babel, wo die ganze Welt zusammenkommen will. In 1. Mose 12 hat man den Ruf von Abraham raus aus Babylon, ist ein paar Jahrhunderte später gewesen, aber interessant, wie das so zusammen verknüpft wird.

[33:34] Schaut mal in 1. Mose 12 und dort Vers 2: „Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen und du sollst ein Segen sein.“ Was haben die Erbauer des Turmbaus zu Babel sich vorgenommen? Was wollten sie machen? Sie wollten einen großen Namen machen, sie wollten sich selbst einen großen Namen machen. Und Gott sagt: „Ich will dir einen Namen machen.“ Also interessant, in Kapitel 11 widersetzen sich die Menschen aus Unglauben dem Gebot Gottes und sagen: „Wir bleiben alle hier in Babylon und bauen einen Turm bis zum Himmel.“ Ganz wichtig, werden wir beim nächsten Vers Offenbarung dann mal studieren, dieses „bis an den Himmel“. Und sie wollen sich selbst einen Namen machen, werden aber zerstört. Und ein Kapitel weiter haben wir einen Mann, zu dem Gott sagt: „Raus aus Babylon“, und der glaubt Gott, gehorcht ihm und Gott macht ihm einen großen Namen. Von den Erbauern Babylons kennen wir heute niemanden mehr, höchstens vielleicht Nimrod, wenn er am Bau da schon dabei gewesen ist. Abraham kennt fast jedes Kind. Gott hat seine Verheißung wahrgemacht.

[34:45] Jetzt gibt es solche Beispiele für dieses auf Gottes Stimme hin, alles verlassen auch im Neuen Testament, in den Geschichtsbüchern des Neuen Testamentes. Wir haben jetzt ja ganz viele alttestamentliche Beispiele gehabt, Lot und die Söhne Korachs und dann Jesaja, Jeremia, Abraham. Aber gibt es solche Begebenheiten auch im Neuen Testament, wo Gott sagt: „Ihr müsst raus und wenn ihr jetzt nicht rausgeht, ist es zu spät, das ist eure Chance.“ Ich kenne eine Geschichte, wo Gott sagt: „Wenn ihr zu diesem Zeitpunkt nicht die Stadt verlasst, werdet ihr vernichtet werden.“

[35:23] Matthäus 24, ganz genau, da war buchstäblich Gottes Volk in einer Stadt, die so abgefallen war, die mal rein war, die so abgefallen war, dass Gott gesagt hat: „Ich werde diese Stadt zerstören, aber euch will ich retten.“ Man kann also mit einer gewissen Berechtigung das alte Jerusalem zur Zeit 70 nach Christus als eine Babylon bezeichnen, also geistlich gesehen in gewisser Weise. Es war ja die Gemeinde Gottes ursprünglich, sie war abgefallen, sie ist vom Glauben abgekommen und hat jetzt das Volk Gottes verfolgt und Jerusalem war reif für die Zerstörung. Und in Matthäus 24 sagt Jesus, Matthäus 24 und dort Vers 15 und 16: „Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht, wer es liest, er achte darauf, dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist.“ Auf deutsch: raus aus Jerusalem.

[36:35] Und zwar wann sollten sie raus aus Jerusalem? Genau, wenn das, was der Prophet Daniel vorher gesagt hat, eintritt, also es war eine prophetische Botschaft, die, wenn sie sich erfüllt, den Menschen gesagt hat: „Jetzt ist es soweit, wir müssen die Stadt verlassen.“ Übrigens, hätten die alle dort in Jerusalem sein müssen, die 70 nach Christus Jerusalem verlassen haben? Hätten die alle in Jerusalem sein müssen, die 70 nach Christus Jerusalem verlassen haben? Also 70 nach Christus haben ja viele Gläubige Jerusalem verlassen, oder? Hätten die alle da sein müssen, in Jerusalem? Also meine Frage ist, hier ist die Stadt, ja, da sind viele Gläubige und die verlassen dann die Stadt, aber meine Frage ist, war das Gottes Plan, dass die am Anfang des Jahres 70 nach Christus noch in der Stadt waren? Komische Frage, ich weiß. Was war Gottes Plan gewesen für die Christen? Dass alle in alle Welt gehen.

[37:38] Gut, vielleicht hätten ein paar Leute hier in Jerusalem gehen müssen, ich meine, jemand hätte auch in Jerusalem predigen sollen, aber man hat den Eindruck, dass Jerusalem fast so eine Art, so ein Zentrum war, wo besonders viele gewesen sind und einige wenige wie Paulus sind dann durch Europa gereist nach Korinth und Athen und so weiter und mit einigen wenigen anderen, aber viele waren in Jerusalem geblieben, ja, da gab es Verfolgung, haben sich zerstreut, aber ich denke, dass viele von denen vielleicht schon früher hätten Jerusalem verlassen können, um irgendwo in der Welt Christus zu verkündigen, denn sie wussten ja aufgrund der Prophetie von Daniel 9, dass diese Stadt zerstört wird. Das konnte man wissen, also man hätte auch sagen können, schon im Jahre 60, naja, wir wissen nicht genau, wann die Stadt zerstört wird, aber sie wird bald zerstört werden, das ist deutlich von Daniel 9. Statt hier in der Stadt zu bleiben, lasst uns doch lieber unsere Zeit gut nutzen und lasst uns nach Indien gehen oder nach Äthiopien oder sonst wo, ja, lasst uns nach Spanien gehen, wie der Paulus wollte, aber viele haben dann doch gewartet, aber dann kam das prophetische Zeichen, das war die letzte Chance und wer jetzt nicht geglaubt hätte, der verloren gegangen, aber alle, die wirklich an Jesus glaubten, auch wenn sie bisher noch nicht so viele Missionen gemacht hatten, sie wurden jetzt gerettet, weil sie die Stadt verließen und das ist, glaube ich, eine interessante Parallele dann auch zur Endzeit.

[39:13] Vielleicht noch ein paar kurze Gedanken zu diesem, sich böser Werke teilhaftig machen, ich will, dass wir nicht der Sünden teilhaftig werden oder diese diese Christen dann. Schaut mal in 2. Johannes, im 2. Johannesbrief, 2. Johannes hat ja nur ein Kapitel und dort Vers 9 bis 11, das ist ein ziemlich, ziemlich deutlicher Vers oder ziemlich deutlicher Abschnitt.

[39:36] Schaut mal in Vers 9 bis 11: „Jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht. Wer in der Lehre des Christus bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf ins Haus und grüßt ihn nicht, denn wenn ihr grüßt, macht ihr euch seiner bösen Werke teilhaftig.“ Will also der Johannes jetzt sagen, dass wir nicht mehr freundlich sein dürfen? Nein, natürlich nicht, er hat nichts dagegen, wenn man freundlich ist. Aber der Punkt hier ist sehr deutlich, wer einen Irrlehrer ins Haus aufnimmt und diesen klassischen Gruß, wie es immer heißt hier, wie heißt der Gruß? Wohl dir, sei willkommen, wenn man jemandem den Eindruck gibt, bei dir ist alles okay, wir sind quasi einer Meinung, wo wir nicht einer Meinung sein können, macht man sich teilhaftig.

[40:41] Und ich finde das interessant, weil das vielleicht auch so ein bisschen die Frage mit beantwortet, wie man sich dem Thema ökumenisch stellen sollte. Wir sagen heute oder hören oft, na ja, wir haben unterschiedliche Lehre, aber im Namen der Freundlichkeit machen wir alle gemeinsame Sache und ignorieren die Lehre. Aber hier sagt der Johannes ja ganz deutlich, und das ist eigentlich ein Vers, der selten benutzt wird, aber den man vielleicht öfter studieren sollte, wenn jemand abweicht von der Lehre des Christus, kann man mit ihm nicht gemeinsame Sache machen. Man kann immer noch freundlich sein, man kann auch liebevoll sein, immer noch taktvoll und das muss man auch, aber man kann nicht mehr ihm das Gefühl geben, wir sind in einer Gruppe.

[41:26] Und deswegen, wenn ich verstanden habe, wenn ich Gottes Volk bin, wenn ich zu Gottes Volk gehöre und plötzlich verstehe: „Hey, ich habe immer an Jesus geglaubt und Gott sieht mich als ein Kind an, aber ich bin in der falschen Kirche und ich habe doch einige Irrtümer. Ich verstehe jetzt, dass der Sonntag nicht der richtige Tag ist und ich verstehe, dass die Seele gar nicht unsterblich ist, ich verstehe das.“ Jetzt kann ich nicht mehr mit den anderen zusammenbleiben, weil dann würde ich ihre Sünden mich teilhaftig machen. Gott übersieht die Zeit der Unwissenheit, aber wenn ich es weiß, wenn ich sehe, dass es ein Glaubensabfall, eine falsche Lehre ist, muss ich mich von der falschen Lehre distanzieren.

[42:02] Und deswegen kann ein überzeugter Adventist keine Ökumene machen, das ist unmöglich. Nicht wegen dem Alten Testament, sondern wegen 2. Johannes allein schon. Allein schon wegen 2. Johannes könnte kein überzeugter Adventist wirklich echte Ökumene machen, weil entweder sagen wir, die anderen Kirchen haben die gleiche Lehre wie wir oder sie haben die gleiche Lehre wie Christus, weil dann ist die Frage, warum gibt es uns überhaupt, oder aber wir machen uns ihrer Sünden, ihrer Rebellion teilhaftig.

[42:28] Ja, ganz genau. Ja, wir haben, es gibt übrigens ja auch die gleichen, den gleichen, also Lots Frau, für die, die im Livestream zuschauen, Lots Frau ist aus der Stadt heraus äußerlich, aber im Herzen war sie noch dabei, hat sich wieder zurückgedreht. Wir finden das ja auch allgemein, dass Menschen, die Welt verlassen, getauft werden äußerlich, aber im Herzen noch an der Welt hängen. Das ist genau das Gleiche.

[43:00] Wir finden das bei Ellen White in einer ihrer frühen Visionen, wie sie beschreibt, dass einige Gläubige mit Jesus im Glauben zum Allerheiligsten ging und einige dann aber das Allerheiligste wieder verlassen haben, Schritt für Schritt zurück zum Heiligen gegangen sind, dort wo die große Gruppe der Kirchen waren. Das heißt, das gibt es immer wieder. Es geht nicht um die äußerliche, dass ich jetzt eine andere Kirchgemeinde besuche alleine, sondern es geht um eine innere Herzenseinstellung, dass ich mich innerlich auch von Babylon distanziere und wenn ich mich innerlich distanziert habe, werde ich mich auch äußerlich distanzieren. Das ist ja der Punkt natürlich auch.

[43:36] Jetzt noch ein Vers in Epheser 5 und dort Vers 11, letzter Vers für heute. Epheser 5 und dort Vers 11. Dort heißt es, Vers 10 und 11: „Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis.“ Dann steht sogar da: „Decket sie vielmehr auf.“ Und ich denke, es ist auch wichtig, dass die Bibel uns zwar nicht auffordert, im Dreck zu wühlen und Schlamm aufzuwühlen, aber sie macht schon deutlich, dass wir die Werke der Finsternis aufdecken sollen durch das Licht des Evangeliums. Nicht indem wir einfach nur sagen: „Hier Schlamm und Schlamm und Schlamm“, aber je mehr Licht von uns ausgeht durch die Träte des Evangeliums, desto klarer wird die Finsternis als Finsternis erscheinen. Je schöner das Evangelium von Christus präsentiert wird, desto unsinniger wird das falsche Evangelium erscheinen. Und desto klarer werden die Menschen sehen, dass die Lehre Babylons echte Finsternis ist, Verwirrung ist, ein Durcheinander von Wahrheit und Irrtum. Und es ist unsere Aufgabe, die Finsternis aufzudecken. Deswegen haben wir eine zweite und eine dritte Engelsbotschaft. Nicht nur die erste, sondern die erste, die das Evangelium deckt die Finsternis auf durch die zweite und die dritte.

[45:13] Und in dieser Hinsicht sollten wir die Aufgabe sehr ernst nehmen und von ganzem Herzen Jesus um Weisheit bitten, dass wir Gottes Volk aus Babylon herausrufen. Wenn Jesus ruft, müssen wir wie Jesus rufen. Wir müssen in derselben Stimme wie Jesus rufen, im selben Taktgefühl wie Jesus rufen. Nicht einfach nur die Worte wiederholen, sondern mit demselben Charakter, mit derselben Bereitschaft. Und je mehr wir uns mit Jesus beschäftigen, desto genauer können wir auch diese Botschaft geben, von der Jesus sich wünscht, dass sie noch viel stärker und viel mehr in seinem Geist dieser Welt gegeben wird. Wollen wir uns das vornehmen?

[45:59] Dann lasst uns noch gemeinsam niederknien für ein Abschlussgebet. Lieber Vater im Himmel, wir wollen dir danke sagen, dass du uns in deinem Wort Wahrheit offenbarst und dass du uns zeigst, wie wir diesen Ruf geben dürfen, den du deiner letzten Endzeitbewegung anvertraut hast. Es gibt noch so viele Menschen, die dich lieben, die dir von ganzem Herzen nachfolgen wollen, die allem Licht folgen, das sie haben und doch noch mittendrin sind in den Kirchen, die die Wahrheit abgelehnt haben und Wahrheit und Irrtum vermischt haben. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns Mut schenkst, dass du uns Weisheit schenkst, dass du uns die Klarheit deines Evangeliums schenkst, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass in der Kraft des Spätregens wir diese Botschaft so deutlich wie nur möglich verkündigen können und durch die Klarheit des Evangeliums und auch die Kraft, die sie in unserem Leben zeigt, den Menschen offenbaren, warum dein Evangelium die einzige Antwort auf ihre Nöte ist. Wir möchten dich bitten, dass du dein Werk mit Kraft ausstattest und dass wir erleben dürfen, wie diese Botschaft die ganze Welt erleuchtet mit ihrer Herrlichkeit. Herr, vergib uns, wo wir durch unser eigenes falsches Denken und falsches Tun ein Hindernis gewesen sind, dass diese Botschaft sich ausbreitet. Wir bitten dich um Weisheit, wir bitten dich um Erweckung, damit diese Botschaft die ganze Erde erreichen kann und du bald wieder kommen kannst. Und darauf freuen wir uns und danken dir dafür. Amen.


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