[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir haben heute einen wirklich spannenden Offenbarungsvers vor uns und ich freue mich, dass ihr dabei seid.
[1:01] Und bevor wir beginnen, wollen wir in guter Gewohnheit niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für das Vorrecht, heute Abend hier sein zu können und aus deinem Wort zu lernen. Und wir wissen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Jedes Mal, wenn wir uns hier treffen können, jedes Mal, wenn wir dein Wort aufschlagen, dann ist das ein Privileg, dass du, der König des Universums, zu uns sprechen möchtest. Und wir bitten dich, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst, dass wir mit einem neuen, frischen Blick auf die Bibelverse schauen, die wir jetzt lesen werden und erkennen können, was du uns heute sagen möchtest in diesem wunderbaren Buch der Offenbarung. Halte du alle Störende fern und sprich direkt zu unserem Herzen, ist unsere Bitte im Namen Jesu. Amen.
[2:08] Okay ihr Lieben, also schlagen wir auf Offenbarung 18 und dort Vers 6. Offenbarung 18 und dort Vers 6. Es geht ja immer noch um Babylon. Das letzte Mal, als wir uns hier getroffen haben zum Offenbarungsstudium von Offenbarung 18, haben wir gesehen, dass in Vers 5 gesagt worden ist, dass Babylon jetzt gerichtet wird. Aus welchem Grund? Warum sollen alle, die zu Gottes Volk gehören, Babylon verlassen? Was war der Grund in Vers 5? Die falsche Lehre. Ja, in Vers 5 wird eindeutig gesagt, ihre Sünden reichen bis zum Himmel und deswegen ist da keine Gnade mehr. Zwischen Babylon und dem Himmel ist nur noch Trennung. Das war die Idee. Babylon hat das Maß der Sünden voll gemacht. Sie haben versucht, den Turm zu Babel zu bauen, in den Himmel zu kommen. Das hat nicht funktioniert, aber jetzt haben sie den Himmel erreicht mit ihren Sünden. Und dann heißt es, Gott hat ihrer Ungerechtigkeit gedacht. In dem Kontext, dass also Gottes Volk aufgefordert wird, Babylon zu verlassen, weil die Sünden bis an den Himmel reichen, lesen wir jetzt in Vers 6 einen sehr interessanten Vers.
[3:31] Vergeltet ihr, wie auch sie euch vergolden hat, und zahlt ihr das doppelte Heim gemäß ihren Werken. In den Becher, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr doppelt ein. Also dieser Vers ist äußerst bemerkenswert. Das ist der erste Vers von den Versen in Offenbarung 18, die man nicht mehr so häufig liest. Man liest meistens Vers 1 bis 4 oder Vers 5 und dann lässt man Vers 18 so ein bisschen ruhen. Vers 6 ist jetzt vielleicht nicht der bekannteste Vers, aber ein äußerst interessanter Vers. Geht mir mit euren eigenen Worten wieder, was ist so die Kernidee in diesem Vers hier? Was würdet ihr sagen, was ist so die Kernidee? Ja, soll etwas zurückgezahlt werden. Vergeltung. Nach welchem Maßstab soll vergolden werden? Nach den Werken, ja. Doppelt, das ist eine interessante Idee. Vergeltet ihr doppelt, ist dir das auch aufgefallen? Das ist ja etwas merkwürdig. Wir würden vielleicht denken, genau so wie sie gesündigt hat, genau so soll sie empfangen. Aber der Text sagt, wie heißt es hier, schenkt ihr doppelt ein. Und darauf wollen wir heute auch besonders noch eingehen, was dieses doppelt zu bedeuten hat. Aber wir fangen mal grundsätzlich an mit dem Prinzip, wie sie ihre Werke gewesen sind. So soll sie bestraft werden.
[5:02] Da gibt es ein biblisches Prinzip, dass nämlich die Sünde der Strafe entspricht. Oder andersherum, die Strafe entspricht der Sünde. Kennt ihr in der Offenbarungsverse, wo dieses Prinzip, dass die Strafe der Sünde, die getan worden ist, entspricht? Wo dieses Prinzip deutlich wird? Welche Offenbarungsverse kennt ihr da? Wo gesagt wird, weil das und das das Geschehen ist, wird als Strafe jetzt das und das verhängt. Und man sieht, dass das einem dasselbe ist. Fällt euch das Stellen in der Offenbarung ein? Es gibt mehrere, wo deutlich wird, dass die verhängte Strafe korrespondiert zur vorher geschehenen Sünde, die bestraft werden soll. In der Offenbarung, fällt euch das ein? Dann hält sich ein bisschen auf die Sprünge. Schaut mal in Offenbarung 13. Das ist eine ganz klassische Stelle. Offenbarung 13 und dort Vers 10, wo es um das erste Tier aus dem Meer geht. Ein Symbol für das Papsttum. Und da heißt es, wenn jemand in Gefangenschaft führt, also das ist das Verbrechen, er führt jemand in Gefangenschaft, was ist die Strafe? So geht er in die Gefangenschaft. Also wenn jemand das Verbrechen ausführt, andere in die Gefangenschaft zu führen, wird er bestraft mit Gefangenschaft. Der Vers geht weiter, wenn jemand mit dem Schwert tötet, so soll er durch das Schwert getötet werden. Also ganz offensichtliches Prinzip.
[6:53] Es gibt noch eine andere Stelle, wo das sehr deutlich wird, in den Plagen. Welches Kapitel spricht von den Plagen? Offenbarung 16. Genau, Offenbarung 16, das haben wir damals auch gar nicht so lange her studiert. Schaut mal in Vers 5 und 6. Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen, Offenbarung 16, Vers 5 und 6. Gerecht bist du, o Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast. Denn das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen. Und was ist die Bestrafung? Und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, denn sie verdienen es. Könnt ihr sehen, wie auch hier die Strafe und die Sünde korrespondieren. Sie haben Blut vergossen und sie bekommen Blut zu trinken.
[7:42] In Hebräer, Kapitel 2, Vers 2. Vielleicht erläutert er auch die Bestrafung. Hebräer 2, Vers 2. Schauen. Ja, genau. Denn durch das, was du Engel gesprochen hast, die Wortverlässung, die übertreten, geht Ungehorsam den gerechten Lohn. Ganz genau, absolut. Also, aller Ungehorsam hat den gerechten Lohn. Das ist ja das grundlegende Prinzip. Ganz richtig.
[8:14] Schauen wir mal das grundlegende Prinzip an, warum das so ist. Was meint ihr? Warum in der Offenbarung wird Sünde und Strafe immer korreliert? Also warum wird die Strafe immer so angemessen ausgesprochen, dass sie der Sünde, die vorgeschehen ist, entspricht? Auf welcher Grundlage geschieht das? Was ist der Grund dafür? Das ist Gerechtigkeit, ja. Gerechtigkeit.
[8:42] Gibt es da ein biblisches Prinzip, das weiter vorne in der Bibel grundlegend ausgeführt wird? Auge um Auge, Zahn um Zahn. Woher kommt dieses Prinzip? Ja, es ist in den Mosebüchern zum ersten Mal in Zweite Mose. Schon mal in Zweite Mose 21. Zweite Mose 21 und dort ab Vers 23. Ist ja gar nicht so lange her, dass wir das hier bei dem Seminar über Jesus, über die Bergpredigt, besprochen haben. In Vers 23, in Zweite Mose 21 heißt es, Wenn aber ein Schaden entsteht, so sollst du geben, Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Beule um Beule. Also das Prinzip ist, Auge um Auge.
[9:44] Jetzt erinnert euch, wir haben das ja vor einigen Wochen in der Bergpredigt angedeutet. Jetzt, wir müssen ja verstehen, hat das alte Testament gelehrt, dass wenn mir jemand ein Auge aussticht, dass ich dem anderen ein Auge ausstechen darf. Nein, also Jesus hat auch nichts anderes gesagt. Bei Auge um Auge geht es nicht darum, dass ich mich jetzt räche. Ganz eindeutig. Das haben wir deutlich gelernt damals im Seminar der Ersehnte. Das Prinzip der Selbstjustiz, der Selbstrache ist auch im alten Testament verboten. Auge um Auge, Zahn um Zahn sagt nicht, jemand hat mir auf die Wange geschlagen, also schlage ich zurück. Sondern Auge um Auge, Zahn um Zahn hat welche Funktion hier, wenn es nicht der Selbstjustiz, der Selbstrache dient? Warum steht das in der Bibel? Das ist ja ein biblisches Prinzip, das sogar, wie wir jetzt sehen, in der Offenbarung noch seine Anwendung findet. Warum steht das in der Bibel? Wenn es nicht das Prinzip der Selbstrache ist. Das war die Grundlage des unabhängigen Richters fürs Gericht. Das war ein zivilrechtlicher Grundsatz. Das heißt, auch in dem Kontext hier, wenn ihr das lest, da geht es um einen Fall, wo zwei Männer streitig waren, dann treffen sie eine schwangere Frau, entsteht eine Frühgeburt. Dann ist es nicht die Sache des Geschädigten, jetzt Auge um Auge zu machen, sondern der Richter, der den Fall hört und jetzt ein unabhängiges Urteil fällen soll, er hat dieses Prinzip, dass je nachdem welcher Schaden entstanden ist, soll auch die Strafe sein, so grundsätzlich. Nicht, dass man unbedingt dem anderen Auge ausreißt, aber das Prinzip ist, dass die Strafe der Sünde entsprechen soll, und zwar für ein unabhängiges Gericht.
[11:30] Wenn also Gott sagt, vergeltet ihr, wie sie anderen getan hat, geht es dabei nicht darum, dass jetzt die Gläubigen eigene Rache an Babylon üben. Das ist sehr wichtig. Es gibt viele Charismatiker, die sozusagen diesen Vers nehmen, in Offenbarung 18, Vers 6, und sagen, vergeltet Babylon. Wenn Babylon mir Böses getan hat, dann schlage ich zurück im Namen des Herrn. Aber das ist nicht die Idee, sondern die Idee ist, dass Vers 6 sagt, wenn Babylon so gerichtet wird, dann deswegen, weil es ein Gericht gibt, ein Gericht über Babylon, ein unabhängiges Gericht, wo ein unabhängiger Richter Babylon beurteilt und dann verurteilt.
[12:16] Kennt ihr? In Buch Daniel eine Stelle, wo das Papsttum, wo Babylon entsprechend gerichtet wird, weil sie sich so am Volk Gottes vergangen haben. Daniel 7, ganz genau, Daniel 7. Schaut mal in Daniel 7. Daniel 7, und da gibt es mehrere Verse, wir können mal zwei, drei rausgreifen. In Daniel 7, und dort Vers 21. Ich schaute, wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und sie überwand. Das ist die Sünde, nicht wahr? Das ist das Verbrechen. Und dann 22, bis der Hochbetagte kam und den Heiligen des Allerhöchsten das Gericht übergab. Und die Zeit eintrat, dass die Heiligen das Reich im Besitz nahmen, Vers 26. Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen und sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten. Also die Idee ist, dass das Gericht Gottes Babylon richtet und deswegen wird es empfangen für ihre Sünden, die entsprechenden Strafe.
[13:32] Also dieser Ausruf, vergeltet, ist sozusagen kein Aufruf an das Volk Gottes zurückzuschlagen, sondern sozusagen ein rhetorisches Mittel, um deutlich zu machen, Babylon wird formal juristisch gerichtet und zwar auf der Grundlage des Gesetzes Gottes.
[13:50] Übrigens, dieses Prinzip, dass Gott uns nach unseren Sünden vergilt, ist nicht nur ein Prinzip, das auf große Religionssysteme zutrifft und auf Weltreiche, sondern auch auf einzelne Personen. Kennt ihr im Neuen Testament ein Beispiel, wo jemand für die Sünden, die er tut, wo es heißt, Gott vergelte ihm nach seinen Werken. Ich stelle euch da im Neuen Testament ein Beispiel ein, wo über eine Person, die Schlimmes gesagt wird, gesagt wird, Gott vergelte. Paulus sagt das über wen? Das war Petrus zu Simon Margus, ja. Aber Paulus sagt das auch einmal. Genau, 2. Timotheus, da seht ihr also, dass, genau, Alexander der Schmied, 2. Timotheus, da seht ihr also, dass das wirklich ein ganz biblisches Prinzip ist, das nicht aufs alte Testament beschränkt ist, sondern sich durch die ganze Bibel hindurchzieht. 2. Timotheus 4, Vers 14, da heißt es, Alexander der Schmied hat mir was erwiesen, viel Böses. Und Paulus sagt nicht, ich werde mich an ihm rächen, ich werde Auge vor Auge ihm, sondern er sagt, der Herr vergelte ihm wie nach seinen Werken.
[15:24] Ein Grund, warum es Gericht gibt, ist, damit Gott Gerechtigkeit schafft und deswegen haben Gläubige immer schon auch nach dem Gericht Ausschau gehalten, weil im Gericht Gott dafür sorgt, dass diejenigen, die uns Böses getan haben, zur gerechten Rechenschaft gezogen werden. Und der Herr im alten Testament ist auch gepasst. Ja, genau, also es kommt häufig von der Bibel, ja. Ich wollte nur bewusst was aus dem Neuen Testament nehmen, weil viele Leute, die das vielleicht hören, denken, ja, ja, altes Testament, ja. Aber im Neuen Testament ist es genauso, du hast vollkommen recht, auch bei den Propheten finden wir es öfter.
[16:00] Jetzt, lasst uns mal ein bisschen in Bezug auf Babylon schauen, denn hier geht es ja um Babylon. Babylon soll bestraft werden entsprechend seiner Werke. Jesaja, wir gucken mal ein paar Textstellen bei Jesaja und Jeremia an, die jetzt alle hier von diesem Gericht über Babylon sprechen. Jesaja 13, und dort Vers 16. Oh, nein, warte, warte, warte, stopp. Bevor wir zu Jesaja 13 gehen, merkt euch Jesaja 13, aber lasst uns erst zu einem anderen Text gehen. Zu Psalm 137, das ist ganz wichtig. Zu Psalm 137.
[16:46] Wir wollen uns jetzt einen Text anschauen, der zu den aller, aller, aller schwierigsten Texten in der ganzen Bibel gehört. Okay, seid ihr bereit? Das ist so einer der Texte, da kriegt man als Christ Schweißperlen auf der Stirn, wenn man damit konfrontiert wird. Psalm 137. 137, Psalm 137, der Psalm beginnt berühmt mit den Worten, an den Strömen Babylons, an den Wassern Babylons saßen wir und weinten. Ja, das kennt ihr, ja? Das ist dieser Psalm im Exil. Jetzt schaut man Vers 8. Psalm 137, Vers 8. Tochter Babel, du sollst verwüstet werden. Wohl dem, der dir vergilt, was du uns angetan hast. Seht ihr, dass das auch so ein bisschen wie die Idee hier ist von Offenbarung 18, Vers 6? Und der nächste Vers ist der besagte. Wohl dem, der deine Kindlein nimmt und sie zerschmettert am Felsgestein. Schon mal gelesen? Könnt ihr sehen, warum dieser Vers vielleicht nicht so oft in Predigen vorkommt? Einer der Verse, um die man vielleicht gerne einen Bogen macht, aber der steht in der Bibel. Hier steht auch nicht, naja, das könnte passieren. Hier steht wohl dem, glückselig ist, der die Kindlein nimmt und an die Felsgesteine schmettert.
[18:13] Und jetzt muss man sich natürlich fragen, meine Güte, was ist hier los? Nun hat Gott Freude daran, wenn Kinder an Felsgesteinen geschmettert werden. Natürlich nicht. Gott hat nie Freude daran, wenn Menschen sterben. Gott drückt hier nicht irgendwelche sadistische Freude aus. Aber schaut den Vers vor nochmal genau an. Das gibt euch vielleicht einen Hinweis darauf, was hier gemeint ist. Wohl dem, der dir vergilt, was du uns angetan hast. Es ist ja ein Psalm. Ein Psalm ist ein Gedicht, ein Lied. Da wird auch poetische Sprache verwendet. In dem Fall ist es sehr starke poetische Sprache.
[18:52] Was ist die Idee, wenn man Vers 8 und 9 zusammennimmt? Warum sagt der Psalmist hier wohl dem, der deine Kindlein nimmt und sie zerschmettert am Felsgestein? Aus welchem Grund sagt er das? Wenn ihr Vers 8 euch anschaut. Babylon soll verwüstet werden. Warum sagt er wohl dem, der deine Kindlein nimmt und sie an Felsgestein schmettert? Die Antwort ist nicht in Vers 9, sondern in Vers 8. Er sagt, weil sie sollen das erleben, was sie uns angetan haben. Das heißt, die Idee ist nicht, dass Gott sagt, die Babylonier waren stärker als ich und jetzt ist Jerusalem eingenommen. Als Strafe sollen ihre Kinder verwüstet werden. Nein. Sondern die Idee ist hier, wenn wir zurückdenken an die Belagerung Jerusalems, dann erinnern wir uns daran, wie die Babylonier unsere Kinder genommen haben und an die Felswände zerschmettert haben. Und an der Stelle wünscht sich der Psalmist nicht persönliche Rache. Er verwendet das quasi als ein Bild, um deutlich zu machen, wenn Babylon verwüstet wird, soll ihnen das geschehen, was sie anderen angetan haben. Die Strafe soll mit der Sünde in Übereinstimmung stehen. Vorausgesetzt, dass sie sich nicht bekehren. Wenn sich ein Volk bekehrt, ist es immer eine andere Sache. Aber wenn sie sich nicht bekehren, wird ihre Strafe ihrer Sünde entsprechen. Das ist die Idee.
[20:37] Jetzt kommen wir zu Jesaja, dass genau das ihnen auch angedroht worden ist. Schaut mal in Jesaja 13. Und dort ab Vers 16. Jesaja 13, dort ab Vers 16. Dort heißt es, Ihre Kinder werden vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden. Siehe, ich erwecke die Mäder gegen sie, das will man nicht achten und am Gold keinen Gefallen haben. Und dann Vers 19. Das heißt, die Strafe über das antike Babylon entsprach der Sünde, die die Babylonier vorher getan haben. Die Babylonier haben vorher in Jerusalem die Kinder an die Felswände geschmettert, sie haben die Häuser geplündert, sie haben die Frauen vergewaltigt und als Babylon die Zeit der Gnadenzeit verstreichen lässt, ohne sich bekehrt zu haben, lässt Gott es zu, dass sie bestraft werden. Wer bestraft die Babylonier? Wer führt die Strafe aus? Das Volk Gottes? Gott sagt nicht zu den Israeliten, recht euch. Er benutzt in dem Fall die Mäder, die jetzt das Gleiche tun. Das ist so ähnlich wie das Papsttum, das dann durch die atheistischen Franzosen das empfängt, was sie vorher selbst ausgeführt haben.
[22:15] Schauen wir noch ein paar Antworttextstellen an. In Jeremia 50. Das sind jetzt die Stellen, die ganz besonders die Basis sind für Offenbarung 18. Jeremia 50 und dort Vers 14 und 15. Jeremia 50, Vers 14 und 15. Stellt euch ringsum gegen wen auf? Gegen Babel. Ihr Burgen schützen alle. Schießt nach ihm, spart die Pfeile nicht. Warum? Denn es hat gegen den Herrn gesündigt. Gleiches Prinzip. Babylon wird bestraft, weil sie gesündigt haben. Wie in Offenbarung 18. Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel. Vers 15. Erhebt ringsum Kriegsgeschrei gegen es. Es muss sich ergeben. Seine Grundfestfallen, seine Mauern werden geschleift. Denn das ist die Rache des Herrn. Recht euch an ihm. Handelt an ihm, wie es gehandelt hat. Seht das gleiche Prinzip hier. Wie in Offenbarung 18, Vers 6. Vergeltet, wie ihr empfangen nach ihren Werken.
[23:33] Im gleichen Kapitel, Vers 28 und 29. Gleiches Kapitel, Jeremia 50, Vers 28 und 29. Man hört ein Geschrei von denen, die aus dem Land Babel entkommen. Und geflohen sind, um in Zion die Rache des Herrn, unseres Gottes, zu verkünden. Die Rache für seinen Tempel.
[23:55] Also warum bestraft Gott Babylon im alten Testament? Sie haben den Tempel Gottes mit Feuer vernichtet. Und durch die Vernichtung des Tempels war jetzt was unmöglich? Der Opferdienst. Und durch die Unmöglichkeit des Opferdienstes war es schwierig für die Israeliten, die Erlösung zu verstehen. Es war nicht unmöglich. Auch ein Daniel konnte ohne Opferdienst die Erlösung verstehen und eine Beziehung zum Erlöser haben. Aber es war schwieriger.
[24:32] Was ist das Gegenstück? In neutestamentlicher Zeit, das moderne, geistliche Babylon. Hat es auch den Tempel Gottes zerstört? In welcher Form? Alles das, was Angriff auf den hohen priesterlichen Dienst Jesu ist, hat eine ganz ähnliche Ausrichtung. Das heißt, wenn das alte Babylon dafür bestraft worden ist, dass der Tempel zerstört worden ist, dann wird das neue, das moderne Babylon dafür bestraft werden, weil der hohe priesterliche Dienst Jesu im Himmel angegriffen wird. Das ist die Geschichte von Daniel 8. Der Angriff auf das Heiligtum. Das heißt, das Babylon der Endzeit wird nicht allein deswegen bestraft, weil sie angeblich jetzt aufgrund ihrer jesuitischen Verbindung für den Ersten und Zweiten Weltkrieg verantwortlich sind. Das ist nicht der Punkt so sehr. Sondern der Punkt ist, dass ihre Sünde sich auf das Heiligtum bezieht. Auf den Tempel im Himmel.
[25:40] Gehen wir noch zu Jeremia 51. Jeremia 51, Vers 24. Und ich will Babel und allen Bewohnern Chaldeas alles Böse vergelten, das sie Zion angetan haben. Vor euren Augen spricht der Herr. Also hier ist die Idee. Dieses Vor euren Augen bezieht sich auf das Böse tun und auf das Vergelten. Oder sagt Gott, ich will das, was Babel euch angetan hat, vergelten vor euren Augen? Also dieses Vor euren Augen bezieht sich das auf das, was die Israeliten erlebt haben? Oder auf das, was Gott jetzt tun wird? Wird das vor den Augen Israels geschehen? Das ist das Zweite.
[27:09] Also die Idee ist, Gott sagt, wenn ich vergelte, werdet ihr es sehen. Vor euren Augen. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt. Weil in Offenbarung lernen wir, dass die Plagen Gottes wann fallen. Wann fallen die Plagen Gottes? Nach der Gnadenzeit, aber vor der Wiederkunft. Die Plagen Gottes fallen vor der Wiederkunft. Wenn sie vor der Wiederkunft fallen, dann sind die Gläubigen noch auf der Erde. Das heißt, Zion, das Israel Gottes, wird mit eigenen Augen sehen, wie Gott all das Böse an Babylon vergilt. Das war damals so. Die Israeliten haben gesehen, wie die Mädern Perser kamen und Babylon besiegt haben. Wir werden während der Plagen sehen, wie Gott Gerechtigkeit schafft.
[28:11] Ja, ganz genau. Ezekiel 28 steht auch, dass selbst der Satan dann vernichtet wird vor den Augen aller. Das ist dann nachher das, was auch nach 10.000 Jahren passiert. Wenn wir auf der Mauer stehen und sehen werden, wie die Gottlosen brennen.
[28:25] Schaut mal in Jeremia 51, Vers 49 und 50. Auch Babylon soll fallen, ihr erschlagenen Israels, gleich wie um Babels Willen Erschlagene auf der ganzen Erde gefallen sind. Da seht ihr wieder das gleiche Prinzip. Ja, immer wieder. Babylon hat für Erschlagene gesorgt, also sollen Babylon Erschlagene fallen. Vers 50, so zieht nun weg.
[28:56] Also was ist der Aufruf angesichts der Tatsache, dass Babel bestraft werden soll wegen ihrer Sünden? Was ist der Aufruf? Ja, zieht weg. Oder auf Offenbarung 18 Vers 4 Deutsch. Genau, geht hinaus aus ihrem, mein Volk. Zieht nun weg, ihr, die dem Schwert entflohen seid und steht nicht still. Das heißt, wenn das so ist, wenn die Plagen über Babylon kommen oder angedroht werden, muss der Gläubige sich bewegen. Er kann nicht stehenbleiben, wo er ist. Er kann nicht stehenbleiben und sagen, naja, wird schon irgendwie klappen. Er muss Babylon verlassen. Zieht ihn aus, steht nicht still. Gedenkt in der Ferne an den Herrn und Jerusalem sei das Anliegen eures Herzens. Das heißt, der Aufruf in Jesaja Jeremia ist, glaubt, dass die Meder und Perser kommen, verlasst Babylon und euer Herz richte sich nicht auf eure Häuser und eure Weinstöcke hier in Babylon, sondern auf Jerusalem.
[29:58] Implikation, am Ende der Zeit soll Gottes Volk nicht sagen, naja, aber ich habe Freunde in der Kirche, ich habe Freunde hier, ich habe Freunde da, es ist nicht wahr, ich habe Familie und hier. Unser Herz soll wo sein? Jerusalem. Zieht hinaus.
[30:15] Jetzt müssen wir nur noch die Frage klären, warum steht in Offenbarung 18 Vers 6, zahlt ihr doppelt zurück. Gebt ihr doppelt in den Becher, wie sie gegeben hat. Und das ist ein Prinzip mit diesem Doppelt. Hat jemand von euch eine Idee, warum das hier steht, dass ihr quasi doppelt, ja. Ja, ja, genau, Bezahler und Korazin, ja. Okay, es könnte damit zusammenhängen, dass hier Babylon mehr Licht und Möglichkeiten hatte, deswegen mehr gestraftet als gewöhnliche Heiden, ja. Okay, sie sind doppelt gefallen, ja. Interessante Idee.
[31:14] Schauen wir mal, diese Idee kommt mehrmals vor in der Bibel. Schauen wir uns ganz kurz mal ein paar Stellen an. Jesaja 40 Vers 2. Eigentlich ein ganz bekannter Vers, den man oft liest und nie auf dieses Prinzip achtet. Es gibt so Sachen, die liest man immer und liest und liest und es stecken so Dinge drin, von denen man beim Lesen denkt, verstehe ich gerade nicht, aber werde ich später mal verstehen. Kennt ihr das? Das ist so ein Vers hier. Vers 2. Das ist tröstet, tröstet mein Volk, nicht wahr? Vers 1 spricht euer Gott. Vers 2. Redet zum Herzen Jerusalems und ruft ihr zu, dass ihr Frohendienst vollendet, dass ihre Schuld abgetragen ist. Kennt ihr den Vers? Ganz bekannter Vers, kommt danach später, nicht wahr? Der Stimme in der Wüste und so weiter. Denn sie hat von der Hand des Herrn, was? Zweifaches Empfang für alle ihre Sünden. Niemand hat darüber nachgedacht? In Jesaja 40 Vers 2. Man liest den Abschnitt ganz oft, weil es ja dann um die Prophezeiung auf Johannes den Täufer geht, aber man liest immer darüber, dass Gott sagt, Jerusalem hat das zweifache Empfang für ihre Sünden.
[32:22] Jetzt schauen wir in Jesaja, bleiben wir noch in Jesaja und schauen mal zu Jesaja 61. Jesaja 61 und dort Vers 7. Das Ganze ist nicht nur sozusagen in die negative Richtung möglich, es ist auch in die positive Richtung möglich. Schaut mal in Jesaja 61 und dort Vers 7. Jesaja 61 und dort Vers 7. Die erlittene Schmach wird euch, wie viel vergolden? Zweifach, also doppelt, zweifach. Doppelt vergolden und zum Ausgleich für die Schande werden sie vorlocken über ihr Teil, denn sie werden in ihr Land ein doppeltes Erbteil erlangen und ewige Freude wird ihnen zuteil werden. Kontext ist das, der Geist des Herrn ist auf mir, nicht wahr? Mich gesalbt, um den Armen vor Botschaft zu verkündigen, Vers 1 und die Gefangenen zu befreien. Und dann Vers 4, die uralten Trümmer werden aufgebaut, das ist so eine Wiederherstellungsbotschaft. Und hier sagt Gott, entsprechend der Schmach bekommen sie eine doppelte Vergeltung, sie bekommen ein doppeltes Erbe.
[33:33] Also in Jesaja 40 lesen wir, dass aufgrund der Sünde, also wir haben hier die Sünde und dann haben wir eine doppelte Strafe. Und dann haben wir bei der Wiederherstellung, also in Jesaja 40 und in Jesaja 61 haben wir dann die Schmach, die Schande als Folge der Sünde und dann gibt es eine doppelte Wiederherstellung. Und die Frage ist, woher kommt das?
[34:04] Das ist genau das, dass der Hiob zum Beispiel, der bekommt dann doppelt alles. Er bekommt doppelte Esel, doppelte Kamele. Wie viele Kinder hat er gehabt? Zehn Kinder. Bekommt er jetzt 20 Kinder? Er bekommt nur zehn zurück. Drei Töchter und sieben Söhne. Warum bekommt er alles doppelt, aber die Kinder nur einfach? Weil die Kinder auch gerettet sind. Genau, weil die Kinder auch gerettet sind. Das heißt, im Himmel hat er dann doppelt. Das ist also die Idee. Sehr gutes Beispiel.
[34:50] Wir sehen dieses Prinzip des Doppelten. Jetzt wollen wir uns fragen, woher kommt das? Und das hat wieder etwas zu tun mit den alten mosaischen Gesetzen. Schaut mal mit mir in 2. Mose 22. Die sollten wir, glaube ich, noch mehr studieren. 2. Mose 22 und dort in Vers 6. Genau, Vers 6. Wenn einer seinem im Nächsten Geld oder Hausrat zur Verwahrung gibt und es wird aus dem Haus des Betreffenden gestohlen, so soll der Dieb, wenn er erwischt wird, es doppelt ersetzen. Vers 3. Wird das Gestohlene noch lebend bei ihm vorgefunden, es sei Rind, ein Esel oder ein Schaf, so soll er es doppelt wiedererstatten. In Vers 8. Bei jedem Fall von Veruntreuung, sei es ein Rind, ein Esel, ein Schaf, ein Kleid oder was sonst abhandengekommen sein mag, wovon einer behauptet, der hat es, so soll bei der Aussage vor Gott gelangen, wer Gott schuldig spricht, der soll es seinem Nächsten doppelt ersetzen.
[36:22] Also wir finden hier ein ganz interessantes Prinzip. Wann soll doppelt ersetzt werden? Warum steht hier immer, es soll doppelt ersetzt werden? Da gab es Dienststahl, oder? Jemand hat etwas geklaut. Warum soll der das jetzt doppelt ersetzen? Das ist auch Strafe. Ja, okay. Was sagen die anderen? Das ist ein anderes Prinzip, oder?
[37:02] Übrigens gibt es noch ein Prinzip. Es gibt einmal die doppelte Strafe, es gibt auch die vierfache. Wann musste man das vierfach ersetzen? Vierfach oder fünffach? Guck mal in Kapitel 21, Vers 37, direkt ein Vers davor. Wenn jemand ein Rind stiehlt oder ein Schaf und es schlachtet oder verkauft, so soll er fünf Rinder für eines erstatten und vier Schafe für eines. Das heißt, schau mal, das ist ein interessantes Prinzip. Wenn ich also ein, wie es hier heißt in Vers 3, wenn ich also ein Tier stiele und es ist noch lebendig bei mir, dann muss ich es wie oft ersetzen? Doppelt. Wenn ich das Tier aber schon geschlachtet habe und schon aufgegessen habe oder verkauft habe, ist es nicht mehr da. Wie oft muss ich es dann ersetzen? Vierfach, also vier- oder fünffach. Übrigens, das ist auch der Grund, warum der David sagt, als der Nathan kommt und sagt, der Mann hatte so viele Schafe und dann nimmt er sich das eine Lamm und schlachtet es und isst, also sagt David, der Mann soll sterben und er soll das Lamm vierfach ersetzen. Das bezieht sich auf dieses Prinzip. Und ihr kennt ja die Geschichte, David hat dann tatsächlich vierfach seine Sünde ersetzen müssen, denn er hat eine Sünde begangen, wo man denjenigen nicht mehr zurückgeben konnte. Er hat den Uriah getötet und dann töten lassen. Aber der Punkt ist, wenn jetzt das Tier nicht tot ist, sondern es ist noch lebendig, soll es zurückgegeben werden plus ein anderes Tier.
[38:37] Warum reicht es nicht aus, dass man sagt, also angenommen, ich bin jetzt ein Eselbesitzer, ich habe verschiedene Esel, 17 Esel oder so, und jetzt kommt der Boris und klaut mir einen Esel, als Beispiel. Warum reicht es nicht aus, und jetzt stelle ich fest, der Boris hat mir einen Esel geklaut, warum reicht es nicht aus, dass man sagt, naja, okay, dann gib ihn mir halt wieder zurück. Warum musst du mir noch den eigentlichen Esel dazugeben? Also ihr könnt ja sehen, auf den ersten Blick würden wir denken, oh, das ist ungerecht, aber die Tatsache, dass er ihn von mir genommen hat, ich diesen Esel nicht haben konnte, und er jetzt davon Nutzen hatte, und es von mir verheimlicht hat, ist es mehr als gerecht, dass er mir nicht nur den eigentlichen Esel zurückgibt, sondern einen zweiten dazu, weil ansonsten könnte jeder sagen, naja, also jetzt umgekehrt, ich klaue dem Boris halt einfach einen Esel, wie ich will, und dann kriegt er ihn halt wieder zurück. Das wäre nicht gerecht, und das heißt, auch wenn auf den ersten Blick, wir sagen, oh, doppelte Strafe, wo ist das gerecht, soll damit ausgedrückt werden, Babylon hat sich etwas genommen, was ihm nicht gehört, und deswegen muss es doppelt zurückzahlen.
[39:55] Das ist interessant. Es hat ja auch gesagt, siehe der Erde, die Hälfte meines Besitzes, gebe ich Amen, wenn ich jemanden etwas erfressen habe, gebe ich vierfach Amen. Ja, ganz genau. Also ihr seht, das war etwas, was ganz tief drin ist im Denken der Menschen damals, dieses Doppelt-Zurückerstatten und Vierfach-Zurückerstatten.
[40:20] Noch zwei Beispiele dazu. Schaut mal in Jeremiah 16, und dort Vers 18. Jeremiah 16 und 18, Vers 18. Jeremiah 16, Vers 18. Darum will ich vorher ihre Schuld und Sünde zweifach vergelten, weil sie mein Land mit dem Ars ihrer schändlichen Götzen entweiht und mein Erbteil mit ihren Gräulen erfüllt haben. Also ihr seht ja auch dieses Prinzip des Doppelten. Und dann in Jeremiah 17, Vers 18. Und da wird ganz deutlich, wie das ganz tief drin war im Denken der Leute. Jeremiah 17, Vers 18.
[41:21] Also seht ihr, das ist nicht unbedingt immer rein quantitativ gemeint, weil entweder man ist zerstört oder man ist nicht zerstört. Man kann nicht doppelt zerstört sein. Das ist eigentlich auch, wie soll man sagen, das ist fast ein bisschen wie eine Metapher. Zweifach zerstört. Wenn man einmal zerstört ist, ist man schon zerstört. Aber die Idee ist, dass damit deutlich gemacht wird, wenn eine doppelte Strafe vorliegt, dann hat sich der andere etwas genommen, was ihm nicht gehört. Und wenn er es unwiederbringlich vernichtet hat, müsste er vierfach ersetzen. Wenn es aber noch lebendig vorgefunden wird, muss er es doppelt ersetzen.
[42:10] Und das ist jetzt so interessant, weil Babylon wird doppelt vergeltet, nicht vierfach. Was hat sich denn Babylon genommen, was ihr nicht gehörte? Die Gläubigen des Volkes Gottes, die hat man Gott entrissen. Man hat sie vom Heiligtum weggerissen. Man hat sie weggenommen. Und jetzt ist der interessante Punkt. Wenn Babylon diese Gläubigen hätte vernichten können, sodass man sie nicht mehr wiederherstellen kann, hätte Babylon vierfach vergelten müssen. Aber die Tatsache, dass Babylon doppelt vergelten muss, sagt, dass diejenigen, die sie genommen hat, noch am Leben sind. Sie sind noch nicht verloren. Um bei den Eseln oder bei den Schafen zurückzukommen, wenn das Schaf gegessen ist, kann man es nicht wiederherstellen. Deswegen vierfach. Aber wenn das Schaf noch wiederherzustellen ist, dann doppelt. Und weil Gott der Lebensgeber ist, kann er jeden Gläubigen wiederherstellen. Egal, was Babylon getan haben mag. Egal, wie schlimm ihre Sünden gewesen sind. Ihre Sünden werden doppelt vergolten, nicht vierfach. Denn egal, was sie sich genommen haben, sie haben sich nichts vom Eigentum Gottes so sehr unter den Nagel gerissen, dass es unwiederbringlich ist. Gott kann alles wiederherstellen. Alle Gläubigen, alle Wahrheit, alles, was Babylon geraubt hat und für eine lange Zeit für sich gehabt hat, all das ist niemals unwiederbringlich verloren. Wenn es das wäre, müssten sie nach dem göttlichen Gesetz vierfach bezahlen. Sie bezahlen doppelt.
[43:54] Um das mal ganz deutlich zu sagen, man liest den Vers und denkt, meine Güte, was ist das für ein Vers? Vergeltet ihr doppelt? In Wirklichkeit ist das ganz verborgen eine richtig unglaublich schöne Verheißung, dass nämlich da die Strafe in Anführungsstrichen nur doppelt ist, hat Babylon nichts geraubt, nichts genommen, nichts vernichtet, was nicht wiederherstellbar wäre. Mit anderen Worten, Babylon hat gigantischen Schaden angerichtet, aber allen Schaden, den Babel angerichtet hat, nichts davon ist auf Dauer. Gott wird alles wiederherstellen. Er wird den Märtyrern das Leben geben. Er wird die Wahrheit wiederherstellen. Er wird den Heiligtum wiederherstellen. Er wird alles wiederherstellen, was Babylon angegriffen hat. Alle Sünden, die Babylon begangen hat, werden vergolden werden und nichts davon wird auf Dauer verloren gehen. Kein einziger Mensch verliert sein ewiges Leben wegen äußerlichen Attacken Babylons. Und das ist die gute Nachricht. Also, das Prinzip, das du sagst, ist vollkommen richtig.
[45:17] Nur die Tatsache, dass dieses doppelt sogar schon von dem heidnischen Babylon gesagt wird, zeigt, dass es wahrscheinlich nicht direkt, was damit zu tun hat, obwohl das natürlich auch absolut gilt. Nur hier bezieht sich dieses Doppelt auf dieses grundsätzliche Strafgesetzbuch aus 2. Mose. Also ihr seht, Offenbarung 18 wird sehr interessant, je weiter man hineingeht. Nächste Woche wollen wir dann weiter studieren und uns Vers 7 vornehmen. Und dann gucken wir noch kurz über den Kelch, das haben wir heute nicht geschafft und was das bedeutet, dass in den Kelch eingegossen wird.
[45:46] Für heute lasst uns nicht nur festhalten, dass Gott ein gerechter Gott ist, dass wir das empfangen werden, entsprechend unserer Werke, sondern dass egal, was von außen auf unser Leben eindringt, egal wie sehr der Satan wütet, egal wie sehr Babylon uns verführen will und wenn wir aufrichtig zu Gott stehen, gibt es nichts und aber nichts, was Babylon so vernichten könnte, dass Gott es nicht wiederherstellen kann. Und das ist die gute Nachricht. Und noch gemeinsam niederknien und beten.
[46:22] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir dein Wort studieren konnten und dass du uns auch in diesem so selten studierten Vers kostbare Wahrheiten mitgeteilt hast. Ich möchte dich bitten, dass du unser Studium auch weiterhin segnest, dass wir eine tiefe Freude dabei empfinden, Tag für Tag in deinem Wort zu graben und Schätze zu heben. Und wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du uns segnen wirst dabei. Im Namen Jesu beten wir. Amen.