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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 18, Vers 7, vertieft Christopher Kramp die Bedeutung von Babylons Selbstverherrlichung und deren Konsequenzen. Er beleuchtet, wie die Sünde der Selbstüberhöhung, die sich durch die ganze Bibel zieht, auch in den Prophezeiungen über Babylon eine zentrale Rolle spielt. Die Predigt erklärt, wie die Strafe Gottes dem Ausmaß der Sünde entspricht und wie Babylon für seine Verführungen und seine Arroganz zur Rechenschaft gezogen wird. Es wird aufgezeigt, dass die Verführung Babylons nicht nur andere betrifft, sondern auch, wie Babylon selbst durch den Glauben an seine eigene Unfehlbarkeit verführt wird.

In dieser Predigt über Offenbarung 18:7 vertieft sich Christopher Kramp in die Bedeutung des „Kelchs“ und des „Glutweins“ im Kontext von Babylon. Er erklärt, wie die Sünde Babylons, die Verführung und Verfolgung, sich in der Strafe widerspiegelt, die sie empfängt. Dabei werden Parallelen zu Stellen im Alten Testament wie Jesaja 47 gezogen, um die Selbstverherrlichung und den falschen Glauben Babylons zu beleuchten. Die Botschaft unterstreicht die Gerechtigkeit Gottes und die letztendliche Niederlage aller falschen Mächte.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:46] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt, schön, dass ihr heute da seid und dass wir gemeinsam heute in Offenbarung 18 weiter studieren können. Wir wollen heute mit dem siebten Vers weitermachen, noch ein kurzes Detail aus dem sechsten Vers noch nachtragen. Und bevor wir beginnen, wollen wir nach guter Gewohnheit niederknien für ein Anfangsgebet.

[1:16] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir jetzt dein Wort studieren können. Bitte schenk du uns deinen Heiligen Geist und gib, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Ich möchte dich bitten, dass du alle Störende fernhältst und dass wir aus deinem Wort die Belehrung empfangen, die wir für unsere Zeit nötig haben. Sprich du zu uns und sei du unser Lehrer, ist unsere Bitte im Namen unseres Erlösers, Jesus Christus. Amen.

[1:48] Offenbarung 18 und wir beginnen in Vers 7 oder wir lesen eigentlich noch mal Vers 6, den wir letzte Woche behandelt haben. Da geht es um Babylon und es heißt hier: "In dem Maß, wie sie sich selbst verherrlichte und üppig lebte, gebt ihr nun Qual und Leid." Wir haben das letzte Mal gesprochen über dieses Prinzip der doppelten Strafe. Könnt ihr euch daran erinnern? Dass wir darüber gesprochen haben, wie nach dem levitischen Gesetz dieses Doppelte eigentlich die angemessene Strafe für zum Beispiel Diebstahl oder so weiter gewesen ist. Und wir haben auch das Prinzip kennengelernt, dass die Strafe dem Wesen oder dem Ausmaß der Sünde entspricht. Wir haben letztes Mal lediglich nicht mehr geschafft zu sprechen über den Kelch. Da heißt es ja: "In den Becher, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr doppelt ein." Dieser Kelch oder dieser Becher ist jetzt sehr interessant, weil als Metapher wird gesagt, so wie Babylon den Gläubigen eingeschenkt hat in den Becher, so bekommt sie jetzt eingeschenkt in den Becher. Und wir wollen uns kurz Gedanken machen, was diese Idee von dem Becher oder Kelch, wie er an anderer Stelle genannt wird, was das zu bedeuten hat, bevor wir dann zu Vers 7 übergehen.

[3:33] Wo finden wir noch in der Offenbarung einen Hinweis auf Babylon und den Becher oder den Kelch, der mit Babylon zu tun hat? Die Frau auf dem Tier, die hat einen Kelch in der Hand. Genau, wir haben hier in Offenbarung 17, haben wir den Becher und was ist in dem Becher drin? In welchem Vers haben wir das? Da haben wir es im Vers 4, nicht wahr? "Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Gräueln und der Unreinheit ihrer Unzucht." Und jetzt ist es interessant, also halten wir fest, in Offenbarung 17 haben wir den Becher und Babylon führt den Becher. Gibt es noch eine Stelle, wo Babylon so einen Becher oder einen Kelch offensichtlich hat? Was ist denn hier in diesem Kelch drin? Unzucht, genau, Glutwein. Wo haben wir denn die Idee schon vorher mal gesehen, dass der Glutwein mit Babylon verknüpft wird? In Offenbarung 14 und da wo? Vers 8, in Offenbarung 14 Vers 8 in der zweiten Engelsbotschaft heißt es: "Und ein anderer Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat." Hier kommt so das Wort Becher nicht vor, hier kommt auch das Wort Kelch nicht vor, aber es ist offensichtlich da, weil der Glutwein muss ja in irgendeinem Gefäß gewesen sein. Der Glutwein, der wird nicht mit Händen getragen, der ist irgendwie in einem Becher, in einem Kelch oder was auch immer. Das heißt auch hier haben wir diesen Glutwein.

[5:54] Okay, Frage: Kommt in Offenbarung 14 der Glutwein nochmal vor oder nur in Vers 8? In Vers 10. Hat er in Vers 10 dieselbe Bedeutung oder ist da die Bedeutung anders? In Vers 10 heißt es ja: "So wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns und er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm." Ist das derselbe Glutwein wie der hier? Nein, sondern es ist der göttliche Glutwein. Das heißt, wir haben hier in Vers 8, jetzt gut aufpassen, wir haben in Vers 8 haben wir quasi das Verbrechen, wir haben die Sünde und wir haben in Vers 10, ja was ist das jetzt im Vergleich zu der Sünde? Hier haben wir die Sünde und hier haben wir was? In Vers 10? Den Wein des Zornes, ja, ja, ja, genau. Also in beiden Fällen, in Vers 8 haben wir den Glutwein des Zornes und Vers 10 haben wir den Glutwein des Zornes. Einmal ist es der Glutwein des Zornes, den Babylon ausgibt, damit andere ihn trinken und in Offenbarung 14, Vers 10 ist es der Glutwein Gottes, den jetzt Babylon selbst trinken muss. Das heißt, in Vers 8 ist es die Sünde, es ist die Verführung, die Babylon austeilt. In Vers 10 ist es die Strafe, denn der Zornesbecher wird ausgegossen durch die sieben letzten Plagen. Richtig? Ja, die sieben letzten Plagen, daran ist es erfüllt, der Zorn Gottes.

[7:40] Das heißt, und das ist jetzt nochmal eine Bestätigung von dem, was wir letzte Woche gelernt haben, Quatsch, eben nicht, nicht Sünde, Strafe, dass in der Bibel auch im Alten Testament mit dem Becher Babylons sowohl die Verführung Babylons gemeint ist, die Babylon selbst an anderen tut, als auch die Strafe Gottes für diese Verführung. Babylon teilt den Becher aus mit Glutwein, Babylon bekommt den Becher selbst zu trinken und deswegen sagt Offenbarung 18, Vers 6: "In den Becher, wie wir gelesen haben, Offenbarung 18, Vers 6: 'In den Becher, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr doppelt ein.'"

[8:26] Jetzt gehen wir einen Schritt weiter. Was ist denn in der, in der, was ist denn eigentlich dieser Glutwein nochmal? Was ist dieser Glutwein? Falsche Lehren, ja, wir haben damals gelehrt, es ist Irrtum, falsche Lehren, in Bezug vor allem auf das Evangelium, ja, das haben wir lang und breit studiert, dass der Traubensaft für das wahre Evangelium steht und der Glutwein für die falsche, für den Irrtum. Jetzt, was ist die Strafe Gottes? Hat die Strafe Gottes auch was mit Irrtum zu tun? Mal sehen, ob ihr eure Bibeln gut kennt. In Bezug auf das Papsttum, in Bezug auf Babylon, straft Gott auch mit Irrtum? Schaut mal in 2. Thessalonicher, 2. Thessalonicher, 2. Thessalonicher und dort Vers...

[9:34] Ihr kennt die 2. Thessalonicher, da geht es um den Menschen der Sünde, der sich in den Tempel Gottes setzt, sich ausgibt für Gott, ja, Paulus spricht hier von der Prophetie und dann sagt er, schaut mal hier, in Vers 9: "Ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt und der Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verloren gehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können." Und jetzt Achtung: "Darum wird ihnen Gott eine, was eine wirksame Kraft der, der, der Verführung senden, so dass sie der Lüge glauben." Das heißt, ganz interessant: Babylon verführt andere, die Strafe Gottes dafür ist, dass er es zulassen wird, dass Babylon selbst verführt ist, ja, dieser, wie heißt es, diese wirksame, diese wirksame Kraft der Verführung, ja, sie verführen andere und sind am Ende selbst verführt.

[10:51] Gehen wir einen Schritt weiter. Der Glutwein in Offenbarung 17, den die Hure in der Hand hält, ist ja nicht nur falsche Lehre, was ist da noch drinnen? Sie trinkt davon, ja, sie verführt andere, aber sie trinkt auch davon und ist dann betrunken von dem Blut der Heiligen. Genau, schaut mal in Offenbarung 17, das ist alles ein bisschen Wiederholung nochmal, in Offenbarung 17 Vers 6, Offenbarung 17 Vers 6. Also, das kann man leicht nachvollziehen, wenn da eine Frau einen Becher in der Hand hat und sie trinkt davon und sie trinkt und trinkt und trinkt und dann heißt es, sie ist berauscht vom Blut der Heiligen, dann hat der Glutwein nicht nur was mit dem Irrtum zu tun, sondern auch mit der Verfolgung, ja, mit den Märtyrern, die durch dieses Wirken Babylons gefallen sind. Also, wir haben den Irrtum, wir haben die Verfolgung. Interessanterweise sagt die Bibel, dass die Strafe Gottes, die wir gerade gesehen haben in 2. Thessalonicher, dieser Glutwein, der in den Plagen ausgegossen wird, einmal selbst eine Verführung sein wird, sie werden der Lüge glauben und nicht der Wahrheit, aber wir sehen auch, dass sie genauso dann eine Strafe bekommen, die dieser Verfolgung entspricht, diesem Blutvergießen. In Offenbarung 16 und dort Vers 5 und 6, Offenbarung 16 Vers 5 und 6, Entschuldigung.

[12:46] Also, sie haben Blut vergossen, sie bekommen Blut zu trinken. Der Glutwein Babylons bedeutet, sie verführen andere. Der Glutwein Gottes in der 3. Engelsbotschaft bedeutet, Gott sendet ihnen eine wirksame Kraft der Verführung. Der Glutwein Babylons, ja, genau. In Offenbarung, der Glutwein Babylons aus der 2. Engelsbotschaft hat auch was zu tun mit der Verfolgung der Heiligen. Deswegen hat der Glutwein Gottes in der 3. Engelsbotschaft was damit zu tun, dass sie jetzt Blut zu trinken bekommen.

[13:29] Noch ein Aspekt von Offenbarung 17 ist, noch eine Sünde Babylons ist, neben dem theologischen Irrtum und der Verfolgung, ist das Eingehen eines unheiligen Bundes mit, ja genau, das ist sie ja, mit wem geht sie einen unheiligen Bund ein? Das ist das gleiche, genau, sie geht einen unheiligen Bund ein mit den Königen der Erde, mit dem Staat. Also sie macht einen Bund mit dem Staat. Das ist diese Idee, dass die Hure auf dem Tier sitzt, nicht wahr, sie treibt Hurerei mit den Königen der Erde.

[14:04] Was ist ihre Strafe am Ende? Erst nachdenken, ja? Sie wird getötet, durch wen wird sie getötet? Durch wen wird sie getötet? Wer tötet die Hure in Offenbarung 17? Wer tötet die Hure? Ihr Gott lässt das zu, aber wer tötet die Hure? Offenbarung 17 Vers 16: "Und die zehn Hörner, die du auf dem Tier gesehen hast, diese werden die Hure hassen und sie verwüsten und entblößen und sie werden ihr Fleisch verzehren und sie mit Feuer verbrennen." Also wer tötet die Hure? Diejenigen, die vorher mit der Hurerei getrieben haben, sind es jetzt, die die Hure töten. Das heißt, der Staat und natürlich alle Menschen des Staates auch, sind jetzt quasi, wie soll ich das aufschreiben, vernichten die Hure.

[15:05] Also was ich damit illustrieren will, die einzelnen Punkte haben wir alle irgendwann schon mal angesprochen, ist, wenn Gott sagt: "In den Becher, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr ein." Das ist ja der Gedanke in Offenbarung 18, sie hat einen Becher gehabt, die Hure Babylon hat anderen etwas eingeschenkt, jetzt bekommt sie es zurück. Was hat sie eingeschenkt? Sie hat Irrtum verbreitet, sie hat andere verfolgt und hat sich mit dem Staat eingelassen. Was bekommt sie zurück in der dritten Engelsbotschaft, in den Plagen? Gott sendet eine wirksame Macht der Verführung für sie selbst. Sie bekommt Blut zu trinken, nachdem sie Blut vergossen hat und derselbe Staat, mit dem sie das getan hat, der vergießt jetzt ihr eigenes Blut. Und das zeigt sozusagen, wie sehr am Ende eigentlich nur ihr eigenes Tun auf ihren Kopf zurückkommt. Das ist das Wesen der Gerechtigkeit Gottes, dass er im Prinzip eigentlich nur ihr das gibt, was sie selbst haben wollte. Sie wollte Irrtum, sie bekommt Irrtum. Sie wollte Blut, sie bekommt Blut. Sie wollte den Staat, sie bekommt den Staat. Sie wollte den Staat anstatt Gott, sie bekommt den Staat anstatt Gott. Das ist im Prinzip genau das, was sie wollte.

[16:27] Und da gilt am Ende für das Papsttum und für Babylon im Allgemeinen das Gleiche, was zu jedem Menschen gilt. Schaut mal in Sprüche 1. In Sprüche 1 Vers 31. Wir können Vers 29 und 30 lesen. Vers 29, Sprüche 1, Vers 29: "Weil sie die Erkenntnis gehasst und die Furcht des Herrn nicht erwählt haben." Er fürchtet Gott, er gibt ihm die Ehre. Erste Engelsbotschaft. "Weil sie meinen Rat nicht begehrt und alle meine Zurechtweisungen verschmäht haben. Darum sollen sie von der Frucht ihres eigenen Weges essen und von ihren eigenen Ratschlägen genug bekommen." Die Plagen, wie wir oft genug gesagt haben, sind nicht irgendein speziell von Gott ausgedachtes Folterinstrumentarium, sondern die Plagen bringen eigentlich nur in Reinform der Hure Babylon das, was sie selbst getan hat. Also das noch als Ergänzung zu Vers 6 in Offenbarung 18, wo wir gelesen haben: "So wie sie euch in den Becher eingeschenkt hat, so schenkt ihr doppelt ein."

[17:44] Übrigens, wenn ihr das verstanden habt, dieses Prinzip, dann werdet ihr viele Stellen im Alten Testament besser verstehen, weil da heißt es oft, dass Babylon einen Becher in der Hand hat und andere Völker müssen ihn trinken. Und dann heißt es wiederum, dass Babylon selbst den Becher trinken muss und man wundert sich jetzt, wie, was. Aber wenn ihr das Prinzip verstanden habt, werdet ihr das gut dann auseinanderhalten können.

[18:02] Jetzt Vers 7. Offenbarung 18, Vers 7. Das ist eigentlich noch immer in dem selben Gedankengang, geht das jetzt weiter hier. "In dem Maß, wie sie sich selbst verherrlichte und üppig lebte, gebt ihr nun Qual und Leid. Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne als Königin und bin keine Witwe und werde kein Leid sehen."

[18:32] Also wir haben hier dieselbe Idee im Grunde genommen, wie in Vers 6, dass nämlich die Strafe der Sünde entspricht. "In dem Maß, wie sie sich selbst verherrlicht." Interessant ist natürlich, dass hier die Selbstverherrlichung das entscheidende Problem von Babylon ist. Nur mal ganz kurz als Wiederholung, das müssen wir nicht lange ausführen. Welche Geschichten im Alten Testament kennt ihr, wo die Selbsterhöhung und Selbstverherrlichung das Problem von Babylon ist? Sehr gut, der Turmbau zu Babel. Der Turmbau, das ist ganz grundlegende Geschichte. Welche Geschichten kennt ihr noch, wo die Selbsterhöhung Babylons das Thema ist? Genau, wo genau ist das? Daniel 4. Als er sagt: "Ist das nicht das große Babel, das ich zu meiner Ehre, zu meinem Ruhm erbaut habe?" Gibt es da noch eine Geschichte in Daniel? Ich sage ja, 47. Da kommen wir gleich dazu. Aber erstmal so die bekannten Geschichten. Ja, genau, wir reden jetzt mal vom tatsächlichen Babylon, also vom buchstäblichen Babylon. Nicht nur hat sich der Nebukadnezer in Daniel 4 erhoben und sich groß gemacht. Auch wenn er das nicht mit Worten sagt, hat er es in Daniel 3 mit Taten gemacht. Er hat gesagt: "Gott hat für mich ein goldenes Haupt vorgesehen, aber in Wirklichkeit bin ich die goldene Statue. Alles Gold, mein Reich herrscht für immer und von wegen, dass da ein Stein kommt. Betet es alle an." Das heißt, in Daniel 3 und 4 haben wir das Problem von der Selbsterhöhung.

[20:20] Jetzt geht es aber noch weiter. Es gibt ein ganz bekanntes Kapitel, von dem wir meistens nicht so richtig im Hinterkopf haben, dass es da um Babylon geht. Nämlich in Jesaja 14. In Jesaja 14 Vers 12 bis 14 geht es klassischerweise um wen? Das ist Jesaja 28. In Jesaja 14 geht es erstmal natürlich um Luzifer, oder? Vers 12 bis 14. Aber der Kontext, in dem das eingebettet ist, der Fall des Engels aus dem Himmel, ist nicht direkt über Luzifer, sondern es ist eigentlich ein Spottlied auf den König von Babel. Und das ist jetzt sehr interessant. Jesaja 28 spricht dann später von dem König von Tyros. Weil in Jesaja 28 geht es vor allem auch darum, dass der Luzifer die Sünde weitergegeben hat. Weil Tyros war eine Handelsmacht, da wurde weiterverkauft. Aber der Aspekt in Jesaja 14 ist hier nicht so sehr, dass er andere verführt hat. Der Aspekt in Jesaja 14 ist ganz einfach der, was ist der Hauptaspekt von Jesaja 14? Die Kernidee: Selbsterhöhung. Und die Selbsterhöhung Luzifers im Himmel wird damit direkt verknüpft mit dem König von Babel. Der Prophet kannte ja viele Völker und hat sich überlegt, welchen König könnte ich nehmen als Repräsentanten der Selbsterhöhung Luzifers im Himmel? Er hat gesagt: Babylon. Babylon war also direkt verknüpft mit der Selbsterhöhung.

[22:02] Jetzt schauen wir mal in Jesaja 47. Das ist nämlich genau die Stelle, auf die eigentlich im Wesentlichen hier Offenbarung 18 Vers 7 und nicht nur Vers 7 baut. Jesaja 47 gehört zu den verschiedenen Kapiteln in Jesaja und Jeremia, wo der Fall Babylons beschrieben wird. Und da lohnt es sich mal, diesen Abschnitt kurz zu lesen. Schauen wir mal mit Vers 1 an. Jesaja 47 ab Vers 1.

[22:46] Also die Idee ist hier, was für eine Idee? Mit eigenen Worten ausgedrückt. Sie war stolz, genau, sie saß auf einem Thron. Eine Frau, interessanterweise Babylon eine Frau hier, so wie in der Offenbarung dann auch, eine Hure. Die Frau Babylon, die Tochter Babel, die jetzt herabsteigen soll und die nicht mehr verwöhnt und verzerdelt sein soll.

[23:15] Schauen wir mal Vers 2. Also was für ein Bild wird hier gezeichnet? Jetzt mal unabhängig von der prophetischen Interpretation, aber einfach jetzt, wenn man dieses Bild von einer Frau hat. Wie ist sie zuerst und wie soll sie werden? Also ihr erinnert, zuerst sitzt sie oben auf einem Thron. In Vers 1 und 2, also sie sitzt auf einem Thron, sie ist verwöhnt, sie ist verzerrtet, sie hat einen Schleier um. Sie ist quasi unnahbar. Und jetzt soll sie alles ablegen, sich von ihrem Thron begeben und quasi so halbnackt durch das Wasser waten. Das Kleid hochkrempeln, so ein bisschen rau. Also eigentlich eine Degradierung. Hier geht es darum, dass die vorher so arrogante Frau Babylon jetzt quasi die niederen Arbeiten ausführen muss.

[24:15] Vers 3: "Genau. Deine Blöße soll enthüllt und deine Schande gesehen werden, ich will Rache nehmen und keinen Menschen schonen." Jetzt mal prophetisch gedacht: Was bedeutet das geistlich, symbolisch, wenn Gott sagt: "Deine Schande, deine Blöße soll offenbar werden?" Deine Sünde. Ja, ganz genau. Die Sünde war ja, dem Adam und Eva, als sie gesündigt haben, haben sie gemerkt, dass sie nackt sind. Und hier sagt Gott, wenn Babylon fällt, soll überall gesehen werden, wie sündig es ist. Weil vorher glauben ja die Menschen, dass Babylon die Stimme Gottes ist. Ja, deswegen rennen sie Babylon hinterher. Die Menschen glauben ja vorher, in Offenbarung 13, dass Babylon in Wirklichkeit Gottes Stellvertreter auf Erden ist. Und jetzt sollen die Menschen erkennen, dass Babylon voller Sünde ist. Das ist wie in Offenbarung 18, wenn es heißt: "Ihre Sünden reichen bis zum Himmel."

[25:20] Jetzt Vers 4: "Unser Erlöser, sein Name ist der Herr der Herrscharen, der Heilige Israels. Setze dich schweigend hin und geh in die Finsternis, du Tochter der Kaldäer." Also Tochter Babel, Tochter der Kaldäer. "Denn man wird dich nicht mehr Beherrscherin der Königreiche nennen." Das hat auch wieder eine Parallele zu Offenbarung. In Offenbarung heißt es nämlich über die Hure, wie wird sie da genannt? Gibt es da eine ähnliche Formulierung? Ihr könnt euren Finger hier drin lassen und zu Offenbarung 17 gehen. Gibt es da eine ähnliche Formulierung wie hier: "die Beherrscherin der Königreiche?"

[26:07] Schaut mal in Offenbarung 17 und dort Vers 18. Da heißt es in Offenbarung 17 Vers 18: "Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Herrschaft ausübt über die Könige der Erde." Da seht ihr die Parallele. Jesaja 47, Jesaja Offenbarung 17.

[26:28] Weiter in Jesaja 47 Vers 6.

[26:44] Jetzt kommt die Parallele zu Offenbarung 18. "Und du hast gedacht, ich werde ewiglich Gebieterin sein. Und hast dir dies nicht zu Herzen genommen und nicht bedacht, was danach kommen würde. Nun aber höre du, üppige, die sorglos thront, die in ihrem Herzen spricht: Ich bin's und sonst keiner, sonst niemand. Ich werde nicht als Witwe da sitzen noch erleben, wie mir die Kinder geraubt werden." Könnt ihr sehen, wie das die Parallele ist zu Offenbarung 18 Vers 7? Wenn ihr das nochmal, wenn ihr den Finger hier drin lasst und zu Offenbarung 18 geht. Wenn es heißt: "In dem Maß, wie sie sich selbst verherrlichte und üppig lebte," fast die gleichen Worte wie Jesaja 47, "gebt ihr nun Qual und Leid, denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne als Königin und bin keine Witwe und werde kein Leid sehen."

[27:34] Das heißt, was ist die Verführung, die Gott Babylon... Also, sie verführen andere, ja. Babylon hat den Leuten weismachen wollen, dass Gesetz Gottes geändert werden kann. Sie haben den Leuten weismachen wollen, dass man durch eigene Werke gerettet wird. Sie haben den Leuten weismachen wollen, dass die Priester, die menschlichen Priester der Weg zu Gott sind. Sie haben andere verführt, aber was ist ihre eigene Verführung, mit der sie selbst verführt sind? Sie sind blind, genau, aber worin besteht ihre Blindheit? Nach dem, was wir jetzt gelesen haben. Selbsterhöhung, ja. Konkret, was glauben sie, was nicht stimmt? Irrtum ist ja, wenn man etwas glaubt, was nicht stimmt. Ja, sie meint, in gewisser Weise ist sie auch Herrin. Ja, dass sie sicher ist. Sie denkt, es wird ihr nichts passieren. Könnt ihr das sehen? Sowohl in Jesaja 47 als auch in Offenbarung 18 ist die Verführung Babylons, mit der sie selbst verführt ist, diejenige, dass sie denkt, es wird immer so weitergehen. Es wird kein Gericht geben. Niemand wird mitbekommen, was ich wirklich gemacht habe. Es wird nie aufgedeckt werden. Ich kann alles schön bestechen und verführen und so weiter. Niemand wird jemals das mitbekommen, dass die Verführung, mit der Babylon selbst verführt ist.

[29:00] Also, das ist ja interessant, weil wir fokussieren uns oft darauf, naja, welche Verführung Babylon anderen beibringt. Wie wir sprechen darüber, welche Irrlehren Babylon anderen lehrt. Aber es ist auch interessant, darüber nachzudenken, worin Babylon selbst verführt ist. Babylon ist darin verführt, dass sie denken, niemand wird es merken und wir werden immer so weitermachen. Babylon und ein Teil des Strafgerichts Gottes ist es, dass er das zulässt und ihnen diese wirksame Macht der Verführung sendet, dass sie glauben, sie werden tatsächlich damit durchkommen.

[29:41] Und jetzt ist es natürlich interessant. Gott sagt, obwohl sie das denkt, wird genau das Gegenteil passieren. Wo haben wir das schon mal erlebt, dass jemand genau das Gegenteil von dem erlebt hat, was er eigentlich dachte, dass passieren wird? Okay, in Nebukadnezzar, in Daniel 4, auch in Daniel 3, denn in Daniel 3 dachte er auch, es wird nie ein Gericht geben, es wird nie ein Stein kommen und Babylon wird für immer bestehen. Das war das Problem. Er wollte ganz oben sein, viel, genau, ganz genau. Auch bei Eva, oder? "Du wirst keineswegs des Todes sterben." Gott hatte deutlich gesagt, wenn du das tust, wird es ein Gericht geben. Gott sagt auch Babylon, wenn du das Gesetz Gottes änderst, wirst du dafür gerichtet werden. Wenn du sündigst, wirst du gerichtet werden. Wenn du andere verführst, wirst du gerichtet werden. Wenn du dich von mir abwendest und mit dem Staat einen Bund eingehst, wirst du dafür gerichtet werden. Und Eva, übrigens auch eine Frau, die von der Schlange verführt wurde, Eva dachte, es wird nicht passieren, ich werde nicht sterben. Und es kam, genau wie Gott gesagt hatte. Und genau das ist hier das Problem der Verführung.

[31:15] Und das ist vielleicht auch ein Thema, das jetzt mal unabhängig von der Prophetie auch uns persönlich betrifft. Denn das ist das Wesen aller Sünde, nicht nur im Vatikan. Ein Mensch, der in Sünde lebt, schiebt die Idee vom Gericht vor sich weg. Vielleicht will er es gar nicht hören. Er sorgt sogar dafür, dass die Leute, die über das Gericht predigen, vielleicht mundtot gemacht werden. Er glaubt, dass es immer so weitergeht, weil bisher ja nichts passiert ist. Das ist dieses Bösartige an der Sünde. Und was wir hier am Fall Babylons sehen können.

[31:50] Gehen wir nochmal zurück zu Jesaja 47. Und dort in Vers 10: "Denn du vertrautest auf deine Bosheit und sprachst: Niemand sieht mich. Deine Weisheit und dein Wissen haben dich verführt, dass du bei dir selbst gedacht hast: Ich bin es und sonst niemand." Also da seht ihr diesen Fokus auf das eigene Ich, dass es das Ich zentriert hat. Aber auch die Idee, ich bin im Geheimen und niemand merkt es. Und die Idee, dass Gott alles aufdeckt, hat immer zu tun mit dem Gericht. Im Gericht Gottes wird alles offenbar. Deswegen haben wir eine Botschaft: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen." Babylon verlässt sich auf die eigene Weisheit. Seht ihr das in Vers 10? "Deine Weisheit und dein Wissen haben dich verführt."

[32:46] An der Stelle können wir vielleicht noch Hesekiel 28 aufschlagen, weil da finden wir eine ganz ähnliche Aussage. Diesmal jetzt in Bezug auf den Fürsten von Tyros. Hesekiel 28 und dort ab Vers 2.

[32:57] "Menschensohn, sprich zu dem Fürsten von Tyros: So spricht Gott der Herr: Weil sich dein Herz erhoben hat und du gesagt hast: Ich bin ein Gott und sitze auf einem Götterthron mitten im Meer, da du doch nur ein Mensch und kein Gott bist und weil dein Herz dem Herzen Gottes gleichstellst. Siehe, du warst weiser als Daniel, kein Geheimnis war dir im Dunkeln. Durch deine Weisheit und deinen Verstand hast du dir Reichtum erworben und hast Gold und Silber in deinen Schatzhäusern angehäuft. Durch deine große Weisheit und deinen Handel hast du deinen Reichtum vermehrt und wegen deines Reichtums hat sich dein Herz überhoben. Darum spricht Gott der Herr: Weil du dein Herz dem Herzen Gottes gleichgestellt hast."

[33:49] Jetzt das interessante Passage. In Hesekiel 28 geht es um wen? Luzifer, zumindest ab Vers 12. Aber geht es hier in den Versen schon um Luzifer? Ja, jetzt kommt eine interessante Idee. Wir wissen, dass der Luzifer ab Vers 12 gemeint ist, weil er wird Cherub genannt. "Du warst ein Schirmender Cherub im Garten Eden." Aber der hier in Vers 2 und weiter, der wird nicht Cherub genannt, sondern? Fürst, genau. Er wird genannt: "Du warst ein..." In Vers 2: "Ich bin ein Gott und sitze auf einem Götterthron mitten im Meer, da du doch nur ein Mensch bist." Da geht es um einen Menschen, der sagt: Ich bin Gott. In Verbindung dann mit dem Luzifer, der sich zu Gott machen will. Aber hier geht es um einen Menschen, einen klugen Menschen, der sich auf seine eigene Klugheit verlässt. Babylon. Ganz genau.

[34:49] Ellen White übrigens nimmt diese Verse und sagt, das sind zukünftige Verse auf das Papsttum. Das ist eine der weniger bekannten Prophezeiungen über das Papsttum. Wir haben Daniel 7 und Daniel 8 und Offenbarung 13, aber das ist eine Passage auch, die sich über das Papsttum spricht, über den Menschen, der nur ein Mensch ist, aber sich selbst zu Gott macht, auf den Thron Gottes setzt, mitten im Meer, also im Völkermeer, unter all den Menschen. Und tatsächlich sehr klug ist. Die katholische Kirche ist ja nicht gerade dumm. Ellen White spricht davon, dass sie über die Jahrhunderte eine solche Genialität an den Tag gelegt haben. Sie wissen genau, was sie tun müssen, wie sie Dinge tun. Sie verlassen sich auf ihre Errungenschaften, auf ihre Wissenschaft, auf ihre Erfahrungen, auf ihre Weisheit, auf die düsteren Geheimnisse. Und doch sagt Gott: Du denkst vielleicht, du hast alles, du kannst alles, du bist klüger als Daniel, aber du wirst fallen, weil du hast es nicht mit Menschen zu tun, du hast es mit dem Gott des Himmels zu tun. Und ich denke, unabhängig von der prophetischen Anwendung hat das natürlich immer was auch mit uns zu tun.

[35:56] Noch ein interessanter Vers in Jeremia 13. Hm? Ganz genau. Wenn Paulus, vielleicht noch als Ergänzung, wenn Paulus im Thessalonicher sagt, 2. Thessalonicher, den wir vorhin schon zitiert haben, dass der Mensch der Sünde sich auf den Thron Gottes setzt, sich als Gott ausgibt, ist das auch quasi ein Echo von Hesekiel 28.

[36:17] Jeremia 13. Jeremia 13 und dort Vers 18.

[36:30] Dort heißt es, das ist auch jetzt ein interessanter Text hier, spricht zu dem König und zu der Gebieterin: "Setzt euch tief herunter, denn die Krone eurer Herrlichkeit ist von eurem Haupt gefallen." Also hier geht es zwar im Kontext nicht spezifisch um Babylon, aber es geht auch um den König. Also hier geht es zwar im Kontext nicht spezifisch um Babylon, aber das Prinzip ist, da sitzt eine Königsmutter, eine Gebieterin auf dem Thron und sie sollte sich heruntersetzen. Um sich zu erniedrigen, genau. Aber genau, sie sollte sich erniedrigen. Warum? Was ist der Grund? Ganz interessant, was ist der Grund? Schaut den Vers noch mal an. Die Krone, was für eine Krone ist von ihrem Kopf gefallen? Die Krone der Herrlichkeit. Die Krone der Herrlichkeit ist von ihrem Kopf gefallen. Das heißt, die Idee ist, für eine längere Zeit sah es so aus, als ob diese Frau, also dieser König in dem Fall dann, rechtmäßige Königin sind, dass sie rechtmäßig regieren. Aber dann wird sie erniedrigt, weil deutlich wird, sie ist gar nicht die rechtmäßige Königin. Sie muss sich herabsetzen. Deswegen auch in Jesaja 47: "Setze dich herab, du Tochter Babel, in den Staub."

[37:58] Was bedeutet das für Offenbarung 18? Es bedeutet, dass Babylon seine Herrlichkeit verliert. Also die Menschen haben gedacht, Babylon ist das Herrlichste, was es gibt. Denn Babylon lässt Feuer vom Himmel fallen. Babylon hat die Welt geeint. Babylon hat die Menschen wieder zu moralischen Menschen gemacht, die alle am Sonntag in die Kirche gehen. Babylon hat Zeichen und Wunder und sogar ein vermeintlicher Jesus Christus läuft durch die Straßen von ich weiß nicht welcher Stadt und erzählt, dass das die wahre Kirche ist. Babylon hatte eine Krone der Herrlichkeit. Aber dann sagt Gott: Freu dich nicht zu früh. Setz dich in den Staub. Von diesem hohen Ross, von diesem arroganten Thron wirst du hinuntergestoßen werden. Und zwar nicht erst nach den tausend Jahren, sondern schon auf dieser Erde. Vor der Wiederkunft werden die Menschen sehen, du warst eine verführte Verführerin. Die Herrlichkeit, die die Menschen Babel zugesprochen hatten, diese Herrlichkeit wird ihnen nicht mehr zugesprochen werden, weil die Menschen, die wir gesehen haben, in der sechsten Plage erkennen werden: Wir sind getäuscht worden. Nicht die Sabbathalter sind das Problem, sondern die Sonntaghalter. Nicht die wenigen Letzten, die da noch übrig sind, sind das Problem, sondern die große Masse ist das Problem. Die Kirche war das Problem, nicht die Übrigen. Und dann wird in den Augen der Menschen Babylon seine Herrlichkeit verloren haben.

[39:45] Stattdessen, wo wird dann die wahre Herrlichkeit sein? Was sagt Offenbarung 18? Ja, ja, ganz kurz. Wo wird die wahre Herrlichkeit sein? Offenbarung 18,1: "Die Herrlichkeit des Herrn wird die ganze Erde erleuchten." Das heißt, in dem Moment, und das hat wieder was mit uns zu tun, wenn die Herrlichkeit Gottes, die wahre Herrlichkeit Gottes, die Stimme Gottes an sein Volk befreit, wenn die Herrlichkeit Gottes sichtbar ist, kann das Falsche neben dem Wahren nicht mehr bestehen. Babel wird auch deswegen gedemütigt, weil die Menschen dann sehen werden, wer der wahre Gott ist und was der wahre Gott im Leben von Menschen wirklich bewirken kann. Die Menschen werden dann sich nicht mehr bekehren, weil die Gnadenzeit schon vorbei ist. Aber das ganze verführerische Konstrukt Babel fällt quasi in sich zusammen.

[40:55] Jetzt glauben sie, das wird nie passieren. So wie der Satan wahrscheinlich selbst glaubt, dass er noch eine Chance hat, weil er selbst verführt ist. Und seinen nächsten Mitarbeiter, das Papsttum, selbst verführt wieder. Aber Gott sagt uns sehr deutlich, egal wie brillant das Babylon scheinen mag und egal wie selbstsicher sie sein mögen, sie werden zusammenbrechen. Und ich denke sofort, das ist vielleicht für uns wichtig, jetzt schon auch als Verheißung aufzunehmen, wenn wir in eine Zeit kommen, wo, wie Ellen White uns sagt, wir unseren Sinnen nicht mehr trauen können. Wo alles, was wir sehen, hören, wahrnehmen, uns sagt, du bist falsch. Die ganze Welt hat es endlich begriffen, du bist falsch. Dann darauf zu vertrauen, dass das, was so überwältigend ist, Ellen White spricht von einer überwältigenden Verführung, dass das nur Anmaßung ist und dass es fallen wird und dass es zusammenbrechen wird. Das wird der Glaubenstest sein der Wahrhaftgläubigen.

[42:23] Wir werden noch später sehen, wenn wir die weiteren Verse studieren, in Jesaja 47 steht auch, dass sich Babylon nicht verlassen soll auf ihre Zeichen und ihre Wunder und ihre Zaubersprüche. Denn sie kann viel zaubern, aber das Gericht Gottes kann nicht weggezaubert werden. Das kommt wie eine Ernüchterung nach dem langen Rausch. Ja, ganz genau.

[42:45] Die Stunde der Versuchung ist auch diese große letzte Verführung. Das ist eine Metapher für einen kürzeren Zeitraum. Die Stunde der Versuchung ist diese letzte Zeit, in der dann die Trübsal sein wird und wo Gott es bewahren möchte. Gute Frage. Ja, das ist die Trübsalzeit.

[43:06] Ihr Lieben, nächste Woche werden wir weiter studieren, in Offenbarung 18. Also für heute, lasst uns festhalten, wie wir gesehen haben, Babylon wird fallen. Aber lasst uns auch darüber nachdenken, über das, was wir gesehen haben, dass wenn wir uns auf uns selbst verlassen, wenn wir an Sünde festhalten, verführen wir nicht nur andere, wir sind selbst tatsächlich verführt. Wenn wir glauben, ich kann warten, das Gericht Gottes kommt nicht so schnell, dann sind wir auf einem gefährlichen, gefährlichen Weg.

[43:47] Ganz genau. Das hat mit der Herrlichkeit Gottes zu tun. Nur die, die vom Heiligen Geist erfüllt sind, werden nicht verführt werden. Gut, ihr Lieben, lasst uns auch gemeinsam wieder knien und beten.

[44:07] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort studieren dürfen und dass wir so interessante und wichtige Dinge dort entdecken dürfen. Wir danken dir, dass wir sehen können, dass egal wie viel der Satan an Verführung zusammenbringt, er am Ende doch scheitern wird und dass wir auch für unser persönliches Leben mitnehmen dürfen, dass es eine gefährliche Sache ist, den Gedanken an das Gericht hinauszuschieben. Lass uns im Bewusstsein dessen leben, dass wir in der Zeit des Gerichtes leben, dass alles, was geheim ist und was ungesehen jetzt ist, einmal offenbar wird und dass du absolute Gerechtigkeit schaffen wirst. Lass uns heute alles das, was zwischen uns und dir steht, lass uns das heute zu dir bringen. Lass unsere Sünden heute ins Heiligtum gehen, uns voraus, damit du sie reinigen kannst, damit du sie vergeben kannst, damit du sie tilgen kannst, dass wir rein vor dir stehen können, jeden Tag aufs Neue. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns noch Gnadenzeit schenkst, dass wir uns vorbereiten können auf das, was kommen wird und dass du unseren Glauben stärken wirst, dass wir dir vertrauen, koste es, was es wolle. Im Namen unseres Erlösers Jesus. Amen.


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