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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 18:9 spricht Christopher Kramp über die Reaktion der Könige auf den Fall Babylons. Er beleuchtet die Bedeutung ihres Weinens und Klagens, indem er es mit verschiedenen Arten von Trauer in der Bibel vergleicht. Dabei wird deutlich, dass die Trauer der Könige nicht aus Reue über ihre Sünden, sondern aus Verlust und Erkenntnis der eigenen Täuschung resultiert. Die Predigt betont die Wichtigkeit der gottgewollten Trauer, die zu Umkehr und Heil führt, im Gegensatz zur weltlichen Trauer, die in den Tod führt.

In dieser Predigt über Offenbarung 18:9 spricht Christopher Kramp über die Reaktion der Könige der Erde auf den Fall Babylons. Er beleuchtet die Bedeutung ihres Weinens und Klagens, indem er es mit verschiedenen Arten von Trauer in der Bibel vergleicht. Dabei wird deutlich, dass ihre Trauer nicht aus Reue über die Sünde, sondern aus Angst vor den Konsequenzen und der Erkenntnis, getäuscht worden zu sein, entsteht. Die Predigt betont die Wichtigkeit der gottgewollten Trauer, die zu Umkehr und Heil führt, im Gegensatz zur weltlichen Trauer, die zum Tod führt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.tv.de. Wir wollen heute weiter studieren in Offenbarung 18. Wir werden uns heute mindestens Vers 9, vielleicht auch Vers 10 vornehmen, je nachdem, wie schnell wir sind. Wir sind ja mittendrin in diesem Kapitel über den Fall Babylons.

[1:08] Und bevor wir beginnen, wollen wir, wie wir es gute Gewohnheit haben, zu einem Gebet niederknien. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für diesen Tag und für die Gelegenheit, jetzt dein Wort zu studieren. Heute schenkst du uns Weisheit und deinen Heiligen Geist, dass wir zum einen die prophetische Bedeutung dieser Verse verstehen, dass wir aber auch etwas ganz Persönliches mitnehmen dürfen und erkennen, was du uns heute persönlich zu sagen hast. Erfülle du uns mit deinem Heiligen Geist nach deiner Verheißung und sei du mitten unter uns, im Namen Jesu. Amen.

[1:49] Okay, schlagen wir auf, Offenbarung 18 und dort Vers 9. Das letzte Mal, als wir hier die Offenbarung studiert haben zusammen, haben wir uns Vers 8 angeschaut. Wir sind ja mitten dabei, dieses Gericht an Babylon zu studieren. Und beim letzten Mal haben wir gesehen, wie plötzlich, wie unerwartet die Plagen über das Endzeit-Babylon kommen werden. An einem Tag, obwohl Babylon vorher sich rühmt und denkt, ich werde kein Leid sehen in Vers 7, ich throne als Königin und bin keine Witwe, kommt ihr Unheil plötzlich. Wir haben daraus die Lehre gezogen, dass Gott sein Wort ernst meint. Und wenn er sagt, er wird richten, dann wird das Gericht kommen, auch wenn der Sünder vielleicht denkt, es dauert so lange, es zieht sich ewig hin. Wenn es kommt, kommt es plötzlich und überraschend und dann ohne Gnade.

[2:58] Vers 9. Der Text ist relativ einfach zu verstehen. Babylon brennt, bildlich gesprochen, der Rauch steigt auf und die Könige, die stehen in weiter Ferne, wie man in Vers 7 lesen kann. Und was ist ihre Emotion? Was ist ihr Gefühl, wenn die Könige das von Plagen heimgesuchte Babylon sehen? Sie weinen. Sie weinen und klagen. Ist dieses Weinen ein positiver Zug? Kommt hier die nächste Liebe der Könige zum Tragen? Ist es gut, dass die weinen? Negativ? Okay, also sie fühlen sich negativ. Aber ich meine, es gibt ja Beispiele in der Bibel auch, wo das Weinen eine positive Sache der Gläubigen ist. Erinnert euch vielleicht an Hesekiel 9, wo die Gläubigen weinen über all die Sünden und Klagen und es ist positiv. Dafür bekommen sie das Siegel Gottes. Also Jesus weinte, David weinte.

[4:33] Sie weinen, weil ihr bisher so gutes Leben plötzlich unterbrochen ist. Also schauen wir uns mal genau an, was dieses Weinen bedeutet. Und das hat natürlich zu tun mit den Königen. In Offenbarung 18 wird nicht nur der Fall Babylons beschrieben, sondern auch die Reaktion der verschiedenen Volksgruppen, die was mit Babylon zu tun hatten. Die Könige, später die Kaufleute. Und es fängt ja mit den Königen an. Wo haben wir schon in Offenbarung 18 oder 17 etwas über die Könige der Erde gelesen und ihre Beziehung zu Babylon? Wo? In Kapitel 17, wo da genau? Die zehn Könige, genau. Aber allgemein schon. Die Könige der Erde, dass sie Unzucht getrieben haben, schon vorher. Vers 2, heißt von der Hure, mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben und deren Wein der Unzucht die, welche die Erde bewohnt, trunken geworden sind. Also da haben wir die Könige und die haben Unzucht getrieben mit der Frau, mit der Hure, mit Babylon. Das Symbol dafür, dass die Staaten sich mit dieser falschen Kirche, mit diesem falschen religiösen System eingelassen haben. Kommt das in Offenbarung 18 auch vor? Diese Idee, dass die Könige mit Babylon Unzucht getrieben haben? Vers 3, Offenbarung 18, Vers 3. Also es kommt mehrmals vor. Da heißt es denn, von dem Glutwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken und die Könige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben und die Kaufleute der Erde sind von ihrer gewaltigen Üppigkeit reich geworden. Also mehrmals wird das betont, dass diese Könige Unzucht getrieben haben. Und jetzt, nachdem Babylon fällt, heißt es, dass diese Könige, die mit ihrer Unzucht getrieben haben, dass die weinen.

[6:31] Außerdem steht ja auch, dass sie nicht nur Unzucht getrieben haben, sondern dass sie üppig gelebt haben. Welcher Vers? Vers 15, genau. Da weinen dann später die Kaufleute. Aber schaut doch mal in Vers 9, da heißt es ja, und es werden sie beweilen und sich ihretwegen an die Brust schlagen, die Könige der Erde, die mit ihr Unzucht getrieben haben, das ist das, Vers 17, Vers 2 und 18, Vers 3, und die üppig gelebt haben. Und diese Formulierung, üppig gelebt haben, bedeutet, dass sie aufgrund ihrer Verbindung mit Babylon ein gutes Leben gehabt haben. Sie haben profitiert, sie haben Vorteile davon gehabt. Das heißt, nicht nur hat die falsche Kirche profitiert von der staatlichen Unterstützung in der Endzeit, sondern auch der Staat profitiert irgendwie, oder die Staaten profitieren irgendwie von Babylon. Sie haben üppig gelebt. Dadurch, dass die Kirche durch ihre Verführung die Massen zusammenhält, hat es der Staat einfach, sie haben üppig gelebt. Und das haben wir in Vers 7 schon mal gelesen. Schaut mal in Vers 7. In dem Maße, wie sie sich selbst verherrlichte und üppig lebte, gebt ihr nun Qual und Leid. Also, das sind diese beiden Begriffe. Üppig gelebt und Unzucht getrieben.

[7:55] Jetzt ist, wie gesagt, die Frage, was es mit diesem Weinen auf sich hat. Dieses Weinen wird ja nicht nur allein erwähnt, sondern da kommt noch was dazu. Beklagen, genau. Ich weiß nicht, wie es in eurer Übersetzung steht. Bei mir steht, und ihretwegen haben sie was getan. Sie weinen und sie beklagen. Steht bei euch beklagen? Wehklagen? Hat jemand Schlachter noch? An die Brust schlagen. Sie schlagen sich an die Brust. Das ist also nicht einfach nur, dass da ein paar Tränen kullern, sondern es ist so richtig intensives Weinen, Klagen. Woher kennt ihr diesen Ausdruck, die schlagen sich an die Brust? Ja, okay. Auch vielleicht im Zuge der Endzeit. Im Zuge der Endzeit, wo Menschen sich an die Brust schlagen. Ganz genau. Wenn sie die Herrlichkeit Jesu sehen bei der Wiederkunft, schaut mal in Offenbarung 1, Vers 7. Relativ bekannter Vers, Offenbarung 1, Vers 7. Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen. Alle Geschlechter der Erde, Amen.

[9:22] Also die Menschen, diese Könige weinen hier, weil Babylon fällt, und kurze Zeit später werden alle Menschen weinen und klagen, weil Jesus kommt. Und übrigens, diese Idee, sich an die Brust schlagen, das kommt aus Matthäus. Schlagt mal Matthäus auf. In der Endzeit-Rede hat Jesus das ganz ähnlich formuliert. In Matthäus 24. Und dort in Vers 30. Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen, auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. Werden also die Menschen auch weinen, wenn Jesus wiederkommt, und klagen. Werden alle Menschen weinen und klagen. Nein, welche Menschen werden nicht weinen und klagen? Die Gerechten, die Gläubigen, die werden sagen, wie Jesaja 25 sagt, seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns errette. Lasst uns fröhlich sein. Das heißt, die große Masse wird weinen, aber ein Teil wird natürlich fröhlich sein.

[10:51] Und das gibt uns jetzt eine Idee, was das für eine Art Weinen ist. Ganz genau, das ist dieses, sie schlagen sich an die Brust, nicht wahr, sie rennen sogar aus Angst zu den Bergen und rufen zu den Bergen, fällt auch für uns nicht wahr, wir wollen lieber sterben, als Jesus in die Augen zu schauen. Das heißt, dieses Weinen ist, und es gibt verschiedene Arten von Weinen, wenn man Jesus begegnet. Wenn ihr an Menschen der Bibel denkt, oder auch an eure eigene Erfahrung, es gibt noch eine andere Art von Weinen. Also diese Menschen weinen und rennen weg von Jesus, quasi. Welche andere Art von Weinen könnte man sich noch vorstellen? Petrus hat geweint, als ihm bewusst geworden ist, nicht wahr, der Hahn hat zweimal gekräht, ich habe meinen Herrn dreimal verleugnet. Maria Magdalena hat mit ihren Tränen Jesus die Füße gewaschen, ja.

[12:05] Jetzt waren das ähnliche Tränen wie die auf dem Magen 18, oder waren das andere Tränen? Ganz andere Tränen, ja. Selbe biologische Funktion, nicht wahr? Ganz andere Traurigkeit. Warum war sie traurig? Aus Dankbarkeit, dass Jesus ihr die Sünden vergeben hat. Hat sie geweint. Jesus hat geweint. Warum hat Jesus geweint? Weil er wollte gern Jerusalem retten, und die wollten nicht. Also als Ausdruck der Liebe. Also weinen in der Bibel kann entweder ein Ausdruck von einem wirklich gebrochenen Herzen sein, oder aber eine andere Art von Weinen. Wie würdet ihr dieses Weinen hier beschreiben, was sowohl bei der Wiederkunft, bei den Gottlosen ist, als auch bei diesen Königen, wenn die jetzt sehen, dass Babylon zusammenbricht. Aus welchem Grund weinen die eigentlich? Die weinen ja nicht, weil sie jetzt christliche Nächstenliebe haben für die armen Babylonier, oder?

[13:12] Warum weinen die? Okay, sie stellen fest, sie sind verführt worden. Man ist getäuscht worden. Und sie stellen auch fest, dass sie jetzt in einer Zeit sind, wo es kein Zurück mehr gibt. Es gibt einen Text in der Bibel, der diese beiden Arten von Traurigkeit, die gute Traurigkeit und die schlechte Traurigkeit, miteinander vergleicht. Ich weiß nicht, ob ihr den mal gelesen habt. Wo die Bibel von zwei Arten von Traurigkeit spricht. Oder auch von zwei Betrübnissen. Der Paolo spricht darüber. Das eine nennt er die Betrübnis der Welt. Das ist in den Korinthern. Zweite Korinther sieben. Das müssen wir mal aufschlagen, weil das ist ein Thema, das auch nicht nur mit der Endzeit was zu tun hat, sondern mit unserem persönlichen Leben. Weil ich denke, wir alle kennen das, was hier beschrieben ist. Zweite Korinther sieben. Und dort Vers zehn und elf.

[14:21] Zweite Korinther sieben, Vers zehn. Der Paolo sagt, denn die gottgewollte Betrübnis bewirkt eine Buße zum Heil, die man nicht bereuen muss. Die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod. Er sagt, es gibt zwei Betrübnisse. Er sagt, es gibt die Betrübnis, die Gott gewollte. Und dann sagt er, es gibt die Betrübnis der Welt. Beide machen traurig. Bei beiden vergisst man Tränen und bei beiden hat man so das Gefühl, oh nein. Aber was ist der Unterschied nach diesem Text zwischen der gottgewollten und der Weltbetrübnis? Also der Traurigkeit, die die Welt gibt und die Traurigkeit, die Gott erzeugt.

[15:13] Also die gottgewollte Betrübnis, die führt zu einer Umkehr. Buße heißt ja Umkehr. Ich stelle fest, ich bin auf dem falschen Weg und das bringt mich dazu, dass ich mein Leben ändere. Zu welchem Ziel? Zum Heil. Mit anderen Worten, die gottgewollte Betrübnis führt mich zum Leben. Sie verändert mein Leben. Sie führt mich weg von der Strafe hin zur Gnade. Aber die Buße der Welt, wie du richtig gesagt hast, ist nicht traurig über die Sünde. Sie ist nur traurig über die Strafe. Und kann deswegen den Menschen nicht retten. Sie kann ihn nicht umenden. Das heißt, jetzt denkt mal scharf nach. Was das uns sagt ist, egal was wir erleben, in jedem Fall bringt die Sünde Trauer. Oder? Da wir alle Sünder sind, fallen wir alle sowieso darunter. Der Mensch kann sich eigentlich nur entscheiden, welche Art von Traurigkeit er für die Sünde empfindet. Entweder die Traurigkeit, die ihn zur Lebensänderung bringt oder die Traurigkeit, die ihm gar nichts bringt. Traurig muss er sowieso sein. Tränen vergießt jeder Mensch über die Sünde irgendwann. Die Frage ist nur, sind es Tränen der Buße oder sind es Tränen des Ich habe alles vermasselt und ich bin einfach nur traurig darüber, dass nicht über die Sünde, sondern dass die Welt nicht das hält, was sie verspricht. Denn warum sündige ich? Ich sündige, weil ich etwas haben möchte. Entweder eine Freude, eine Lust an irgendetwas. Und das hält aber nicht. Ich bekomme nicht das, was mir versprochen worden ist. Und die Folgen sind der Tod.

[17:23] Ganz genau, Judas und Petrus sind gute Beispiele. Ein anderes Beispiel ist auch Esau und Jakob. Esau hat geweint und geweint und geweint, aber hat keinen Raum zur Buße gehabt. Er war immer nur traurig darüber, dass er das Erstgeburtsrecht verloren hat, dass er jetzt sein Reichtum verloren hat. Aber der Jakob am Jabbok, der hat geweint, weil er seine Sünde erkannt hat und weil er mit Gott gerungen hat, bis er die Gewissheit der Vergebung hatte. Ja, Saul und David, ganz genau.

[17:53] Jetzt schaut mal, woran kann ich jetzt erkennen, ob die Traurigkeit, die ich habe über die Sünde, ob das jetzt die gottgewollte Betrübnis ist oder ob es einfach nur die natürliche Trauer ist, die jeder Sünder hat, weil Sünde immer noch zur Trauer führt. Woran erkenne ich, dass es die echte, gottgewollte Betrübnis ist? Schaut mal den nächsten Vers, Vers 11. Der Paulus, der sagt den Korinthern, woran man erkennen kann, dass die Betrübnis, die man hat, wirklich die echte Betrübnis ist, die von Gott kommt, die eine Umkehr bewirkt. Schaut mal Vers 11. Denn siehe, wie viel ernstes Bemühen hat dies bei euch bewirkt, dass ihr in gottgewollter Weise betrübt worden seid. Dazu Verantwortung, Entrüstung, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung. Ihr habt in jeder Hinsicht bewiesen, dass ihr in der Sache rein seid.

[18:42] Also woran kann man erkennen, dass es die gottgewollte Betrübnis ist, die man erlebt? Woran kann man das erkennen? An der Wirkung, ja. Das heißt, man fängt an, Verantwortung zu übernehmen. Man fängt an, Gott zu fürchten. Man fängt an, ein Verlangen nach Gerechtigkeit zu haben. Man fängt an zu sagen, ich will mein Leben wirklich ändern und ich investiere jetzt das da rein. Ich investiere Zeit und Energie in eine Lebensänderung. Wenn das der Fall ist, ist man vielleicht immer noch traurig, aber es ist die echte, gottgewollte Traurigkeit, die sogar positiv ist, die das Herz reinigt. Und das heißt, die Bibel ermutigt uns, dass wir uns selbst prüfen, ob ich einfach nur enttäuscht bin über das Leben oder ob ich wirklich enttäuscht bin über meine Sünde. Das macht einen großen Unterschied, oder?

[19:53] Ganz genau. Die wahre, gottgewollte Betrübnis wird nicht sagen, ach na ja, decken wir es zu, sprechen wir nicht drüber, Gott hat alle lieb, sondern die wahre, gottgewollte Betrübnis sagt, ich bin ein Sünder und ich bin auch bereit dafür, ich bin bereit, dass meine Sünde Konsequenzen hat und ich bin bereit, diese Konsequenzen zu nehmen. Ich werde mich nicht bei Gott beschweren, wenn aufgrund meiner Sünde ich jetzt Konsequenzen zu tragen habe. Der Lotte hat mal sogar richtig krass formuliert, die wahre Buße liebt die Strafe und hasst die Sünde und die falsche Buße, die liebt die Sünde und hasst die Strafe. Also wenn jemand sagt, oh ich tue Buße, es tut mir leid, aber ich will keine Strafe haben, ich will keine Strafe haben. Wenn man die Strafe hasst, dann liebt man eigentlich noch die Sünde. Wenn man aber die Sünde hasst, wird man keine Angst davor haben, dass es auch Konsequenzen gibt, weil man weiß, dass es mehr als gerecht ist und dass Gott sowieso die eigentliche Strafe auf sich genommen hat. Das ist ein ganz interessanter Gedanke.

[21:03] Übrigens, schauen wir nochmal in Offenbarung 18 zurück. Die Könige weinen also nicht, weil sie erkannt haben, dass sie gegen Gott gesündigt haben, sondern einfach die Folgen. Sie haben gedacht, wenn sie sich mit Babylon vereidigen, dass es ihnen gut tut und jetzt merken sie, dass Babylon ihnen dieses Glück nicht geben kann, sondern dass Babylon von Gott bestraft wird. Und sie ahnen natürlich, wenn Babylon von Gottes Plagen heimgesucht wird, was wird mit ihnen passieren? Was wird mit den Königen wohl passieren? Dasselbe, denn kurz zuvor hatten wir ein Fest, vier Jahre diesen Aufruf, geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Plagen teilhabt. Wenn sie diesen Ruf nicht gehört haben und in Babylon geblieben sind, wissen sie, es ist wahr, was Gott gesagt hat, er sendet die Plagen, dann werden wir auch an diesen Plagen teilhaben. Das heißt, sie weinen in gewisser Weise nicht so sehr nicht mal um Babylon, sondern sie weinen auch, weil sie wissen, das, was denen passiert, passiert uns jetzt gleich auch.

[22:12] Interessant ist der Kontrast in Vers 20, Offenbarung 18, Vers 20. Was ist die Reaktion des Himmels? Freude. Freut euch über sie, du Himmel und die heiligen Apostel und Propheten, denn Gott hat euch an ihr gerecht. Jetzt, das ist interessant, weil da ist Freude im Himmel, wenn ein Mensch Gott gewollte Buße tut, aber es ist auch Freude im Himmel, wenn Gott Gericht hält über die Sünder. Ganz spannend.

[22:56] Ja, ganz genau, weil Babylon ja nicht einfach nur falsche Lehren verbreitet, sondern Gottes Volk unterdrückt, verfolgt, Unrecht geschieht und man Gott darum bittet, dass jetzt Gerechtigkeit entsteht. Jetzt achten wir mal auf diese Feuerbrunst hier, in Offenbarung 18, Vers 9. Da heißt es ja, wenn sie den Rauch ihrer Feuersbrunst sehen, kennt ihr eine Geschichte in der Bibel, wo jemand stand aus der Ferne und so den aufsteigenden Rauch eines Feuers gesehen hat Abraham, genau, wo hat er das gesehen? Welcher Rauch stieg auf? Als Sodom und Gomorra verbrannt sind, und zwar mit Feuer natürlich, mit Feuer und Schläfel, da hat der Abraham diesen Rauch gesehen. Schaut mal in 1. Mose 19.

[24:04] 1. Mose 19 und dort Vers 28. Da können wir 27 und 28 lesen. Abraham aber begab sich früh am Morgen zu dem Ort, zu dem Ort, wo er vom Herrn gestanden hatte, und er blickte hinab auf Sodom und Gomorra und auf das ganze Land jener Gegend und saß sich um und siehe, ein Rauch ging auf von dem Land, wie der Rauch eines Schmelzofens. Ihr wisst wahrscheinlich, im Judas heißt es, dass Sodom verbrannt worden ist mit einem ewigen Feuer. Ich meine, das ist euch wahrscheinlich bekannt.

[25:01] Ja, genau, da kommen wir gleich zu. Euch ist bekannt, dass dieses ewige Feuer von Sodom und Gomorra nicht mehr brennt. Aber hier haben wir diese Idee, das Feuer ist vielleicht schon mehr oder weniger ausgewiesen, die Leute sind alle tot, aber der Rauch steigt noch auf. Und jetzt schauen wir uns ein paar Texte an zu diesem Rauch, weil das ist recht interessant. Schaut mal mit mir in... Ja, ja, genau.

[25:28] Fangen wir mal an in Jeremia 50. Jeremia Kapitel 50. Entschuldigung, den springen wir nicht. Gehen wir gleich zu Jesaja 13. Jesaja 13, Entschuldigung, Entschuldigung, Entschuldigung. Jesaja 13. Jesaja 13, den brauchen wir. Jesaja 13 und dort Vers 19. Jesaja 30 und dort Vers 19. 13, 13, habe ich 30 gesagt? Jesaja 13, Vers 19. So wird Babel, die Zierde der Königreiche, der Ruhm, der Stolz der Chaldea, umgekehrt von Gott und wie geht es weiter? Wie Sodom und Gomorra. Das heißt, hier haben wir einen deutlichen Hinweis darauf, dass das, was Abraham erlebt hat mit Sodom und Gomorra, was er gesehen hat, nicht weiter kommt, Feuer vom Himmel und dann geht dieser Rauch empor, dass das ein Gleichnis ist, eine Metapher, ein Typos, wie auch Babylon zerstört werden wird, wie Sodom und Gomorra.

[26:50] Jetzt bleiben wir in Jesaja und gehen zu Jesaja 34. Und das ist jetzt ganz interessant, weil das hilft uns nochmal von einer anderen Perspektive zu verstehen, was in der Offenbarung dann oft über die Plagen gesagt wird, dass der Rauch ihrer Qual aufsteigen wird von Ewigkeit zu Ewigkeit. Schaut mal in Jesaja 34 und dort ab Vers 8. Hier geht es nicht um Babylon, sondern um Edom, aber die Idee ist genau dieselbe. Denn es ist ein Tag der Rache des Herrn, ein Jahr der Vergeltung für die Sache Zions. An einem Tag in einem Jahr kommen die Plagen, in Offenbarung 18 auch. Könnt ihr euch erinnern? In einem Tag, in einem Jahr des Gottesgerichts. Jetzt Vers 9. Da sollen Edoms Bäche in Pech verwandelt werden und ihr Staub in Schwefel, ja, ihr Land wird zu brennendem Pech. Tag und Nacht erlischt es nicht, ewig wird sein Rauch aufsteigen.

[28:01] Wenn man jetzt hier Stopp machen würde, was würde man denken, wenn man das liest? Ewig wird ihr Rauch aufsteigen, Tag und Nacht erlischt es nicht. Was könnte man denken? Dass es brennt und brennt und brennt und brennt in alle Ewigkeit, brennt, oder? Aber dass das nicht gemeint ist, wird jetzt aus den nächsten Versen deutlich. Schaut mal. Da heißt es nämlich, es wird öde liegen von Geschlecht zu Geschlecht und niemand wird mehr hindurchziehen, ewiglich. Und wie geht es weiter? Und der Pelikan und der Igel werden es einnehmen. Und die Eule und der Rabe werden darin wohnen. Die Messschnur der Verwüstung wird darüber ausspannen und das Richtblei der Verödung.

[28:43] Also, was der Text sagt ist, Babylon wird zerstört werden, oder in dem Fall jetzt Edom, wird zerstört werden. Der Rauch steigt auf, der Rauch steigt auf wie lange? Ewig, so heißt es, ja. Und was ist die Folge? Die Folge ist, dass da alle möglichen Tiere da leben und nicht verbrannt werden, weil das Feuer schon längst aus ist. Das zeigt also, dass diese Idee, der Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit, nicht bedeutet, dass es da ewig brennt, weil wenn da alles brennen würde, würde kein Igel da leben, oder? Und auch die Pelikane würden das nicht lange aushalten, die würden geröstet werden. Und das ist deswegen so wichtig, weil natürlich eine Offenbarung später es immer wieder heißt, der Rauch ihrer Qual geht auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und das ist ein schöner Vers, der das nochmal illustriert, was die Bibel meint, wenn sie sagt, dieser Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit, nämlich es meint ewige Konsequenz. Es bleibt für immer so, es ist verwüstet.

[29:42] Und so ist es auch im übertragenen Sinne mit Babylon. Babylon wird endgültig, zweifelsohne vernichtet werden. Diese dauerhaften Folgen kann man auch in 5. Mose sehen, 5. Mose 29 und dort Vers 22, wieder am Beispiel von Sodom und Gomorra. Vers 22 und da heißt es, und wer dieses ganze Land mit Schwefel und Salz verbrannt hat, dass es nicht beseet werden kann und nichts hervorbringt, dass kein Kraut darauf wächst, gleich wie Sodom und Gomorra, Adama und Seboim umgekehrt worden sind, die der Herr in seinem Zorn und Grimm umgekehrt hat.

[30:41] Also was ist die Konsequenz dessen, dass Babylon mit ewigem Feuer zerstört worden ist? Sie werden nicht mehr beseet und bringen keine Vegetation hervor. Das ist also die Idee dieser Feuerspons, die auch Babylon vernichtet. Bei Babylon ist es natürlich symbolisch, das geistliche Babylon wird nicht durch bestäbliches Feuer vernichtet werden, aber der Effekt ist derselbe. Babylon wird endgültig und unwiederbringlich zerstört.

[31:14] Jetzt gehen wir noch kurz zu Jesaja nochmal zurück, Jesaja 47. Und schauen uns das noch hier von einer anderen Perspektive an. Jesaja 47, da wird ja auch der Fall Babylons beschrieben. Das haben wir in den letzten Folgen ja besprochen. In Jesaja 47 ganz ausführlich wird der Fall Babylons hier im Alten Testament ausgeführt. Und dann schaut man ab Vers 13. Jesaja 47, Vers 13 bis 15.

[32:14] Und ganz entscheidend, keiner hilft dir. Das ist eine interessante Stelle. Es spricht von Babylon. Und im übertragenen Sinne, jetzt in der Offenbarung. Babylon, die Kirche, hat die auch Leute, um die sie sich bemüht hat. Das heißt ja hier in Vers 15, so sind die für dich geworden, um die du dich bemüht hast. Um wen hat sich das geistliche Babylon bemüht? Wer war die Stütze Babylons? Also anders gesagt, hier spricht es ja von Babylon. Und sie haben Menschen, um die sie sich bemüht haben. So nach dem Motto, wir brauchen euch. Wir als Babylon brauchen euch, damit ihr uns helft, damit ihr uns stützt, damit ihr uns beschützt. Das Babylon, das geistliche Babylon, in Offenbarung 18, die Kirche, haben die auch Menschen gehabt oder Institutionen, um die sie sich bemüht haben. Wir brauchen euch, wir brauchen euch. Geht einen Bund mit uns ein. Genau die Könige. Die Könige sind ja die, um die sich Babylon bemüht hat. So wie die Hure sich um die Feier bewirbt und sie versucht an sich zu ziehen, so hat Babylon mit den Königen Unzucht getrieben. Sie hat sich um sie bemüht, hat sie auf ihre Seite gezogen, hat sie verführt. Und diese Menschen, um die sich Babylon bemüht hat, was wird über die gesagt? Sie irren alle auf ihrem eigenen Weg und keiner hilft ihr.

[34:07] Was beschrieben wird hiermit ist, dass Babylon, wenn es Gott begegnet, in dem Gericht von keinem Menschen Hilfe bekommt. Und das ist ein wichtiger Punkt jetzt, weil er ganz tief geht für unser persönliches Leben. Wenn ein Sünder gegen Gott rebelliert, versucht er meistens sein Gewissen zu beruhigen, indem er sagt, naja, ich habe die und die und die und die andere alle auf meiner Seite. Wir sind die Mehrheit. Wir sind mehr als die wenigen, die Gott treu sind. Wir machen das alle so. Man verlässt sich darauf, dass die Eltern oder die Verwandten oder der Pastor oder die Regierung oder irgendjemand, die Masse, die Vorbilder, die Freunde, dass die einem ja dann zur Seite stehen. Aber wenn man vor Gott steht, wenn Gott Gericht hält, steht man nie als Kollektiv und sagt, wir haben uns alle verschworen, man steht immer alleine. Weil alle die, auf die man sich verlassen hat, die man vielleicht sogar zum Maßstab gemacht hat, um die man sich bemüht hat, mit denen man mehr Zeit verbracht hat als mit Gott, die sind da nicht da. Wir haben es hier mit einer Kirche zu tun, die hätte ihre Zeit mit Gott verbringen sollen, oder? Stattdessen hat sie sich um den Staat bemüht. Die römische Kirche hat statt sich im Wort Gottes einzugraben und Gott zu ihrem Schutz zu machen, hat damals das römische Reich zu ihrem Schutz gemacht und dann die europäischen Staaten und bis heute. Aber genau die werden ihr nicht helfen. Die stehen alleine da.

[35:52] Übrigens, wer stand noch ganz alleine da in der Geschichte der Bibel? Und niemand hat ihm geholfen. Jesus. Jesus stand ganz alleine da vor Gott. Alle haben ihn verlassen, oder? Sein eigenes Volk hat ihn verlassen, hat ihn an die Römer ausgeliefert. Seine eigenen Jünger haben ihn verlassen und selbst Gott, der Vater, ist getrennt gewesen von ihm. Und das war das Schlimmste, was ein Mensch überhaupt erleben konnte, was Jesus erlebt hat. Warum hat er das erlebt? Damit wir das nicht erleben müssen, oder? Aber Babylon erlebt jetzt doch dasselbe. Sie stehen jetzt mit ihren Sünden beladen vor dem richtenden Gott und niemand hilft ihnen. Genau diesen Zustand wollte Jesus jedem Menschen ersparen. Dass man mit der unvergebenen Sünde vor dem Richtergott steht und niemand ist da. Und jeder, der an Jesus glaubt, braucht das auch nie erleben. Weil wenn wir an Jesus glauben, haben wir immer einen Fürsprecher im Himmel, dann sind wir nie alleine. Wir haben immer den älteren Bruder, der für uns einsteht. Wir sind niemals alleine mit Jesus. Aber wenn wir Jesus ablehnen, ganz egal wie viel menschliche Unterstützung wir aufgebaut haben, die zerbricht.

[37:21] Und das ist ja diese Idee auch, dass der Euphrat vertrocknet war. Übrigens noch eine Idee, und das ist ganz interessant, das zeigt eigentlich auch wie absurd die Sünde ist. Schaut doch mal in Offenbarung 17. Wir lesen ja hier in Offenbarung 18, dass die Könige weinen über Babylon. Schaut mal in Offenbarung 17. Vielleicht könnt ihr euch noch daran erinnern, dass wir das vor einigen Monaten mal besprochen haben. Offenbarung 17 und dort Vers 16. Und die zehn Hörner, die du auf dem Tier gesehen hast, diese werden die Hure hassen und sie verwüsten und entblößen und sie werden ihr Fleisch verzehren und sie mit Feuer verbrennen.

[38:20] Frage Nummer 1, wer ist die Hure? Babylon. Also Babylon wird verbrannt. Wir lesen in Offenbarung 18 auch, der Drauch steigt auf. Wer zündet Babylon an? Die Könige. Also die zehn Hörner. Und die zehn Hörner sind erklärt in Vers 12. Die zehn Hörner, die du gesehen hast, die sind die zehn Könige, die dann ihre Macht und dem Tier übergeben, die dann mit der Hure herrschen.

[38:48] Jetzt denk mal scharf nach, was das bedeutet ist, diese Könige weinen über ein Feuer, das weh angezündet hat. Sie selbst. Wenn man jetzt den Vers alleine lesen würde, würde man denken, jetzt kommt Gott und Gott zündet Babylon an und die Könige stehen da und sagen, oh nein, oh nein, oh nein. Es ist zwar Gottes Gericht, ja, ja, ja, aber Gottes Gericht sieht am Ende so aus, dass Gott durch die Plagen, die er sendet, wie wir das ja studiert haben, den Menschen offenbart, wer auf der wahren Seite ist und wer verführt ist. Und die verführten Menschen jetzt erkennt, meine Güte, wir sind von der Kirche verführt worden und sie sich gegen Babylon stellen und Babylon selbst vernichten und dann darüber weinen, über das, was sie selbst getan haben. Das heißt, Offenbarung 18 beschreibt nicht, dass sie einfach nur unbeteiligter stehen, passiv und weinen und weinen, oh, wie konnte das passieren, sondern dass sie eigentlich letztendlich darüber weinen, über das, was sie selbst gemacht haben. Was wiederum so ein Bild auch für die Sünde ist, wenn die Bibel sagt, dass die Gottlosen von der Frucht ihres eigenen Tuns genug bekommen werden.

[40:06] Ja, warte ganz kurz. Ah, wegen dem Wehe Wehe, ja genau. Darum so spricht der Herr, der Gott, der Herrscher, der Herrscher auf allen Plätzen Wehklage und auf allen Straßen wird man Wehe Wehe rufen und mit den Bauern zur Trauer rufen und die welche Klage, die er singen können zur Wehklage. Ah, die Reichen, wo er sagt, heult ihr Reichen, ja genau. Da werden wir auch zu Jakobus, wenn wir noch kommen, wenn wir über die Kaufleute sprechen, weil die werden ganz besonders auch dann erwähnt mit ihrem Reichtum. Genau, ganz genau, das ist Babylon, das ist genau das gleiche.

[41:06] Ich habe jetzt die ganzen Texte offenbar nicht gelesen, das kommt ja öfter vor, auch in Offenbarung 20, Offenbarung 14, der Rauch ihrer Qual. Aber das ist genau diese Idee, diese Vernichtung Babylons. Das heißt, halten wir fest, die Könige, die Nationen, die im Laufe der sieben letzten Plagen, vor allem gegen Ende, selbst sich gegen Rom wenden werden, werden gleichzeitig, weil sie dadurch erkennen, dass all ihre Hoffnung enttäuscht worden ist, erkennen, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt haben. Sie werden weinen, sie werden weinen, dass Babylon jetzt zerstört ist, obwohl sie selbst in ihrem Eifer Babylon zerstört haben. Und das zeigt eigentlich, wie selbstdestruktiv eigentlich Sünde ist.

[41:52] Und nächstes Mal, wenn wir dann Vers 11 anschauen, da geht es dann direkt weiter. Aber ich denke, was wir für heute mitnehmen können, sind mehrere Dinge. Erstens, die Erkenntnis, weil wir Sünder sind, bleibt es nicht aus, dass wir irgendwann in unserem Leben traurig sind, weil wir Sünder sind. Die Frage ist nur, sind wir traurig wegen der Sünde oder sind wir traurig wegen den Konsequenzen der Sünde. Das macht den großen Unterschied. Um die Trauer kommen wir nicht herum, aber wir können uns entscheiden, die richtige Trauer zu haben. Wir können uns entscheiden, nicht uns einfach nur darüber traurig zu sein, dass es uns schlecht geht, sondern traurig darüber zu sein, dass wir unseren Erlöser und unseren Schöpfer geschädigt haben. Und diese gottgewollte Betrübnis verändert uns. Diese Betrübnis verändert gar nichts. Am Ende werden Milliarden Menschen weinen und klagen und es wird gar nichts in dem Herzen verändern. Emotion ist nämlich gut, aber nur wenn sie Gott untergeben ist, Gott unterstellt ist, dann führt sie zu dem, wozu Gott sie geschaffen hat.

[43:00] Und zweitens halten wir fest, diese Könige beweinen letztendlich das, was sie selbst angerichtet haben. Und das ist am Ende eigentlich immer das eigentliche Bild der Sünde. Wir beweinen nicht etwas, was Gott von außen getan hat, sondern wir weinen über das, was wir eigentlich selbst fabriziert haben. Nächste Woche schauen wir dann weiter, wie gesagt. Und ich denke, was wir uns vornehmen sollten, jeden Tag aufs Neue, ist, wenn wir merken, dass in unserem Leben etwas schief läuft, dass wir das zu Gott bringen. Und es ist keine Schande, auch über die eigene Sünde zu weinen und betrübt zu sein. Aber das ist eine Betrübnis, die geht vorüber. Die ändert sich in Freude, wenn man merkt, Gott hat mir vergeben. Das ist diese Trauer, wenn Jesus sagt, glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden.

[43:52] Lass uns noch gemeinsam hinter den Knien und beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, auch für diese faireste Offenbarung und für diese Erkenntnis, dass jeder einzelne Mensch Traurigkeit empfinden wird in seinem Leben wegen der Sünde. Die große Frage, die sich stellt, ist, ob wir traurig sind, weil wir gesündigt haben oder traurig sind wegen den Konsequenzen. Wir möchten dich bitten, dass du in unseren Herzen wirkst und uns echte Trauer schenkst über das, was wir dir gegenüber und anderen gegenüber falsch gemacht haben. Eine Trauer, die uns nicht depressiv macht, sondern unsere Herzen verändert, uns die Bereitschaft schenkt, ein anderes Leben zu leben und einen Eifer und eine Verantwortung für dich an den Tag legt. Wir möchten dich bitten, dass du uns bewahrst vor dieser Selbsttäuschung, die Babylon kennzeichnet. Und danken dir, dass wir, wenn wir an dich glauben und dich in unserem Herzen tragen, uns von dir verändern lassen, dass wir am Ende der Zeit nicht weinen müssen, sondern froh und fröhlich sagen dürfen, dass du der Gott bist, auf den wir gewartet haben. Und so danken wir dir dafür von ganzem Herzen. Im Namen Jesu. Amen.

[45:27] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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