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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser ersten Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ taucht Christopher Kramp tief in Offenbarung 19, Vers 10 ein. Er beleuchtet den Kontext dieses oft zitierten Verses und erklärt, warum die Anbetung eines Engels durch Johannes eine wichtige Lektion über Demut und die Unterscheidung zwischen dem Geber und der Gabe birgt. Die Ausführungen zeigen auf, wie wir auch in Momenten großer Begeisterung Gott die Ehre geben können.

In dieser ersten Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ taucht Christopher Kramp tief in Offenbarung 19, Vers 10 ein. Er beleuchtet den Kontext dieses oft zitierten Verses und erklärt, warum die Anbetung eines Engels durch Johannes eine wichtige Lektion über Demut und die Unterscheidung zwischen dem Geber und der Gabe birgt. Der Vortrag betont die Bedeutung, Gott als Schöpfer anzuerkennen und jeglichen Götzendienst zu vermeiden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de oder wenn ihr später dieses Video dann anschaut.

[0:55] Wir wollen heute anfangen, einen besonders interessanten Vers zu betrachten, der zu den ganz klassischen Versen unserer Prophetieauslesung zählt. Bevor wir beginnen, wollen wir mit einem Gebet starten. Ich lade euch ein, dazu niederzuknien.

[1:16] Lieber Vater im Himmel, danke für diesen wunderbaren Tag, danke für alle deine Segnungen, danke für deine Führung und deine Leitung und dass wir jetzt die Gelegenheit haben, in deinem Wort zu studieren. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist anwesend bist, dass du uns in die Wahrheit führst, die du heute für uns vorbereitet hast, dass wir gestärkt werden im Glauben und Freude empfinden beim Lesen deines Wortes. Wir bitten dich, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir in unserer Beziehung zu dir gestärkt werden und danke dir dafür, im Namen Jesu, Amen.

[1:51] Wir wollen uns heute mit Offenbarung 19 Vers 10 beschäftigen und das werden wir heute gar nicht alles schaffen. Wir werden das das nächste Mal, also dann in vier Wochen nach der Vortragsreihe, wenn es hier weiter geht, dann den zweiten Teil machen, weil wir dann vor allem über das Ende des Verses sprechen wollen. Erstmal den Vers lesen und ein bisschen sortieren, was hier eigentlich passiert.

[2:17] Offenbarung 19 und dort Vers 10. Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht. Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an, denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.

[2:37] Welcher Teil des Verses ist der berühmte Teil des Verses? Das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung. Warum ist er so berühmt? Warum wird er so oft zitiert? Offenbarung 19 Vers 10 ist der Erklärvers für einen anderen wichtigen Vers, nämlich Offenbarung 12 Vers 17. Das sind nämlich die Übrigen, die erhalten die Gebote Gottes und haben das Zeugnis Jesu. In welchem Zusammenhang hört man immer diese Kombination Offenbarung 12, 17, Offenbarung 19, 10? Also das ist immer, wenn es um die Gemeinde Gottes geht, nicht wahr, die wahre Gemeinde, die Gemeinde der Übrigen. Wenn es um den Geist der Weissagung geht, wenn es um Ellen White geht, dann muss man nicht lange warten, kommt Offenbarung 12 Vers 17, Offenbarung 19, 10.

[3:33] Oftmals wird nicht mal der ganze Vers zitiert, weil der eigentlich so ein bisschen stört, fast vom Kontext her. Man zählt immer nur das Ende: Der Geist der Weissagung ist das Zeugnis Jesu, der Geist der Weissagung. Also diese Verbindung zwischen 19, 10 zu 12, 17 ist ganz klassisch. Das Problem ist nur, meistens beachtet man gar nicht den Kontext. Ich würde mal behaupten, wenn man so in einer typischen Standard-Evangelisation diese beiden Verse nebeneinander legt und dann den Standard-Adventisten fragen würde: Wusstest du das? Würden alle sagen: Ja, natürlich, Geist der Weissagung, das Zeugnis Jesu. Aber wenn man fragen würde: Was ist eigentlich der Kontext von Offenbarung 19, 10? Das ist schon eine andere Sache.

[4:13] Und wir wollen heute nicht so sehr über den Geist der Weissagung sprechen, das wir aufs nächste Mal machen. Wir wollen heute erstmal den Kontext anschauen, was dieser Vers eigentlich im Kontext sagen will. Der ist ja nicht einfach nur so reingeworfen, so nach dem Motto: Die Evangelisten brauchen noch einen Erklärvers. Also schauen wir mal erstmal, erinnern wir uns nochmal an den Gesamtkontext, die anderen neun Verse vorher. Was war so jetzt eigentlich los in Offenbarung 19? Was war passiert?

[4:38] Ein Engel steht da und spricht mit Johannes. Genau, also der Johannes hat ja die ganzen Visionen, hat immer einen Engel dabei, der ihm das erklärt. Wir wissen zwar nicht genau, wie der Engel heißt aus der Bibel, wir können aber schon aus der Bibel relativ stark vermuten und Ellen White bestätigt es später, dass der Engel wer ist? Gabriel, derselbe Engel, der auch die Danielschen Prophezeiungen gegeben hat. Unabhängig davon haben wir also einen Engel, der mit Johannes spricht.

[5:02] Okay, was hat er dem denn jetzt gezeigt vorher im Vers 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9? Er hat über die Hochzeit des Lammes gesprochen. Also vorher ging es ja auch um den Fall Babylons im Kapitel 17 und 18. Babylon ist gefallen und Gott siegt am Ende und die Bösen werden vernichtet. Alle, die Gottes Gemeinde angegriffen haben und es gibt diese Jubelszene in den Versen 1, 2, 3. Da wird gejubelt: Amen, Halleluja, die Ältesten, die vier lebendigen Wesen. Der ganze Himmel ist voller Lobgesang und dann heißt es: Gott hat uns alle eingeladen zur Hochzeit. Diese Einladung des Hochzeitslammes, wo es da in Vers 9 heißt: Schreibe, glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Und da wird vorher noch beschrieben, wie man sich vorbereiten kann, nämlich durch das Hochzeitskleid. Das Hochzeitskleid ist nochmal was? Die Gerechtigkeit, die gerechten Taten der Heiligen, die wir geschenkt bekommen. Die wir aber anziehen müssen, da haben wir darüber gesprochen. Durch das Nachdenken über Gottes Wort können wir auch gerechte Taten tun. Wir können uns vorbereiten auf diese Hochzeit.

[6:11] Jetzt, was meint ihr? Wenn ihr das gesehen hättet, was wäre wohl eure Emotion gewesen, wenn ihr den Himmel seht und den himmlischen Gottesdienst und die ganzen Engel rufen Halleluja und die singen und preisen Gott und die vier lebendigen Wesen jubeln vor Gott und rufen Amen, Halleluja. Der ganze Himmel erbebt sozusagen. Was wäre eure Reaktion gewesen?

[6:32] Anbetung, ja. Du wärst sofort auf die Knie gegangen. Okay, sehr gut. Was hättet ihr gesagt? Er selbst weiß, dass dieses Wesen aus dieser Welt kommt. Und er ist so tief beeindruckt und ehrfürchtig, dass er vor allem niederfallen will. Also die ganze Szene ist so sehr mit Anbetung durchdrungen, dass irgendwie er diesen Impuls hat: Ich möchte anbeten.

[6:57] Was könnte vielleicht noch die Emotion beschreiben, die man haben könnte, wenn man so die himmlischen Heerscharen sieht, diesen himmlischen Gottesdienst. Also unabhängig mal von der Tatsache, dass er anbeten will, was ist so sein Eindruck? Anbetung ist ja schon eine Reaktion, oder? Er hat ja einen Eindruck, aufgrund dessen er anbeten will. Er hat Ehrfurcht, was noch? Er hat Freude, er ist ganz begeistert, oder? Wer hätte nicht begeistert? Er ist ja nicht depressiv, oder? Das ist etwas, wo man so... Er ist zutiefst beeindruckt, ja. Der ist überwältigt, oder? Das kann man gar nicht in Worte schreiben. Der Paulus sagt mal, dass er dort im Himmel in einer Vision Worte gehört hat, die man gar nicht wirklich ausdrücken kann. Die Ellen White hat nach ihrer ersten Vision gesagt: Oh, wenn ich in der Sprache des Himmels reden könnte. Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Er ist überwältigt. Es ist eindeutig, er ist überwältigt.

[7:53] Und die Reaktion ist jetzt interessant. Er ist überwältigt und er sagt: Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Jetzt, das ist eine interessante Stelle, über die man selten nachdenkt. Wer ist es, der hier niederfällt? Johannes. Was wissen wir über Johannes? Das sagen wir nur noch ganz kurz. Was wissen wir über Johannes? Er war der, der die engste Beziehung zu Jesus hatte. Was noch? Der Einzige, der friedlich gestorben ist, der am längsten alle überlebt hat noch, der selbst das kochende Öl von Kaiser Domitian nicht hat aufhalten können. Der am längsten gelebt hat noch, der die letzte Säule war der ersten Generation.

[8:44] Kommt nochmal, genau. Kommen wir gleich nochmal dahin. Genau, dann passiert das nochmal. Aber nochmal ganz kurz. Johannes ist der letzte Apostel, der vielleicht am engsten mit Jesus zusammen war. Wie alt ist er hier ungefähr? Ja, der ist also weit über das Rentenalter hinaus. Eine Säule der Gemeinde. Jemand, der wie kein anderer auf Erden zu Lebzeiten Jesu die Jesus verstanden hat. Und der fällt nicht am Anfang seines Dienstes, gut nachdenken, sondern am Ende seines Dienstes, nach all den Erfahrungen mit Jesus, fällt er vor einem Engel nieder, um ihn anzubeten.

[9:29] Was sagt uns das? Man könnte ja sagen: Oh, wenn das jetzt, wenn diese Geschichte, sagen wir mal, am Anfang des Johannesevangeliums stehen würde, ja, Jesus ist gerade mit den Jüngern unterwegs, und nach einem Jahr sehen sie einen Engel, und Johannes fällt vor ihm nieder, was würde man dann sagen? Dann würde man sagen: Es ist Sünde, oder? Das darf man nicht machen. Da darf man nicht vor einem Engel niederfallen, um einen Engel anzubeten. Was würde man noch sagen? Der ist noch so frisch, nicht wahr? Der hat noch nicht so viel Erfahrung mit Jesus gehabt. Der ist noch irgendwie, ja, so wie beim Petrus, nicht wahr, der ist noch ein bisschen vorlaut. Das wird mit der Zeit noch alles besser werden.

[10:01] Ganz am Ende seines Lebens hätte er beinahe einen Engel angebetet. Er hat ihn nicht angebetet, nicht wahr? Er fällt nur nieder und will gerade anfangen, und der Engel sagt dann: Stopp, Stopp, Stopp, Stopp, Stopp, Stopp, und er bewahrt ihn davor.

[10:18] Welche praktische Lektion könnte man aus dieser Tatsache ableiten?

[10:42] Also, halten wir es mal auf ganz klar deutsch fest: Menschen sind schwach, und sie bleiben schwache Menschen. Und daran ändert, also, verbunden mit Jesus sind wir stark, aber wir selbst bleiben schwache Menschen. Ich meine, Mose hat fast am Ende seines Dienstes, mit 120 Jahren, diese Sünde begangen, nicht wahr? Das ist kein Moment, wo wir sagen können: Jetzt bin ich auf einem Level, wo ich über der Sünde stehe, wo ich mich nicht mehr tangieren kann. Wir sind und bleiben schwache Menschen, deswegen bleiben wir immer von der Gnade Gottes abhängig. Sei es, weil wir gesündigt haben, oder sei es, weil wir sonst sündigen würden. Das ist der erste Punkt. Ich würde nicht sagen, dass er gesündigt hat, er war nur in dem Begriff, etwas zu tun, was verkehrt gewesen wäre.

[11:29] Der Engel, und das ist übrigens, was ist die andere Lektion, die wir daraus lernen können? Dass der Engel jetzt hier sofort eingreift und ihn bewahrt. Was ist die Lektion? Also das wäre auch immer der Charakter des Engels, da können wir gerne drüber sprechen. Aber was sagt uns das über Gott? Und ich meine, der Engel, der handelt ja nicht nur aus eigenem Interesse, der handelt ja auch im Auftrag Gottes. Gott will nicht, dass wir sündigen. Und, also wenn wir jetzt gerade daran gedacht haben, wir bleiben schwache Menschen, vielleicht habt ihr mal gedacht: Naja, als ich sehr jugendlich war, naja, ich werde das alles mal überwinden. Und wenn ich alt bin, dann bin ich so richtig stark im Glauben, dann kann mich nichts mehr anhaben. Und dann wird man älter und denkt: Meine Güte, wenn ich nicht aufpasse, sind die selben Sachen immer noch da.

[12:08] Also was ist jetzt die Lektion, die wir daraus ziehen können, dass der Engel eingreift und ihn davor bewahrt?

[12:38] Ja, also ich würde mal das so sagen: Wenn wir immer schwache Menschen bleiben, dann ist die einzige Hoffnung, die wir haben, am Ende Überwinder sein zu können, die, dass Gott aktiv eingreift, wenn wir sonst Fehler machen würden. Wir werden also nicht überwinden in dem Sinne, dass wir uns nicht überwinden, sondern wir werden uns überwinden, weil wir uns überwinden, aber nicht im Sinne, dass wir selbst gelernt haben, stark zu sein, sondern dass wir so sehr Gott vertrauen, dass selbst, wenn wir in dem Begriff sind, einen Fehler zu machen, Gott uns korrigiert. Und das Besondere an Johannes ist natürlich jetzt, dass er auf diese Korrektur sofort reagiert. Das heißt, wir müssen nicht die Panik haben: Oh, ich werde immer ein schwacher Mensch bleiben, ich werde immer sozusagen irrend, oder zumindest potenziell irrend können. Werde ich dann jedem es schaffen, Gott treu zu sein?

[13:34] Weil Gott weiß, dass wenn wir ihm grundsätzlich treu sind, auch wenn wir mal im Begriff stehen, abzubiegen vom Weg, dass Gott uns nicht einfach weglaufen lässt. Weißt du, was mir aufgefallen ist? Ich habe mal im Laufe meines Lebens darüber nachgedacht, das klingt jetzt so, aber ich habe mal darüber nachgedacht, dass wenn ich im Sinne gefallen bin, oftmals Gott vorher mich gewarnt hat. Also man kann kaum richtig in Rebellion gegen Gott gehen, ohne nicht vorher ein paar Warnschilder zu passieren. Gott lässt einen nicht so einfach, wenn man treu mit ihm geht, er lässt einen nicht einfach so ohne weiteres weglaufen. Er hält einen zwar nicht fest, er kann nicht festklammern, aber er warnt und warnt und warnt. Man muss sozusagen mehrere Warnschilder durchbrechen, bevor man so richtig gegen ihn rebellieren kann. Und das zeigt uns, wie sehr er bemüht ist, dass wir auf dem Weg bleiben.

[14:20] Jetzt schauen wir uns mal die Antwort von dem Engel an. Ja? Ganz genau. Es gibt auch im Alten Testament, da gibt es diesen berühmten Abschnitt, da sagt Gott: Du wirst eine Stimme hinter dir hören, die sagt: Diesen Weg geht, wenn ihr zur Linken oder zur Rechten abbiegen wollt. Das heißt, wenn ich auf dem Weg Gottes bin und jetzt habe ich plötzlich eine Idee, von der weiß Gott, sie würde nach links oder rechts abbiegen vom Weg, dann will Gott mich bewahren. Also Gott möchte nicht, dass wir ständig getestet werden, im Sinne, wie du richtig gesagt hast, dass er hofft, dass wir verloren gehen, sondern er möchte uns eigentlich in allen Situationen bewahren.

[15:11] Jetzt, du hast ein interessantes Vers angeführt, kannst du mal sagen, wo das steht? Offenbarung 22, das sind wie viele Kapitel nach Offenbarung 19? Das sind drei Kapitel, ja, 20, 21, 22. Man würde ja denken, jetzt kniet er vom Engel nieder, der Engel korrigiert ihn. Die Lektion hat er gelernt fürs Leben, oder?

[15:31] Schaut mal, Offenbarung 22, und dort Vers 8 und 9. Und ich, Johannes, bin es, der diese Dinge gesehen und gehört hatte, und als ich es gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten vor den Füßen des Engels, der mir diese Dinge zeigte. Zweite Mal, innerhalb von drei Kapiteln, ja. Vers 9: Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tu es nicht. Warum sagt er nicht: Ich hab's dir doch schon gesagt. Warum sagt er nicht: Wie kannst du nur so dumm sein, du hast doch schon einmal beinahe den Fehler gemacht. Warum sagt er ganz geduldig wieder: Sieh dich vor, tu es nicht, nein, mach's nicht.

[16:08] Was sagt er? Die Engel sind nicht ungeduldig. Ey, mein Gott ist nicht ungeduldig, aber die Engel sind auch nicht ungeduldig. Stellt euch mal vor, wir hätten ungeduldige Engel, da würde es uns ganz schön schlecht gehen, oder?

[16:28] Ganz genau, sie haben den Charakter wie Jesus. Sieh dich vor, tu es nicht, denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren, bete Gott an.

[16:48] Ja, das ist eine gute Frage. Was das heißt ist, die Erfüllung mit dem Geist ist keine automatische Umprogrammierung, dass man nicht mehr sündigen kann, sondern ein Mensch bewahrt immer, auch Adam und Eva waren ja dem Heiligen Geist erfüllt, sie bewahren immer sozusagen die Freiheit, auch gegen die Stimme des Geistes in ihrem Gewissen, in ihrem Herzen handeln zu können. Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist keine Besessenheit vom Heiligen Geist. Ich bin sozusagen nicht fremdgesteuert vom Heiligen Geist, ich kann immer frei entscheiden. Und was das zeigt ist, es ist ja nicht mal eine Versuchung hier. Es ist ja nicht, dass der Satan jetzt irgendwelche Bilder ihm vor Augen malt, sondern er ist ja so begeistert von dem Himmel, oder? Und das ist sehr interessant, das heißt, man kann auch von guten Dingen so begeistert sein, dass man trotzdem vor lauter Begeisterung so ein bisschen das rechte Maß verliert. Und das passiert übrigens ganz oft. Aber ich finde es interessant, dass der Johannes den Fehler zweimal macht und dass beide Mal der Engel gleich reagiert und einfach mit einer großen Geduld das immer wieder sagt. Das sollte uns das Gefühl vermitteln, auch wenn wir einen Fehler mehrmals machen, auch nachdem Gott uns schon klar und deutlich korrigiert hat, sagt jetzt Gott nicht: Okay, jetzt hast du es zum zweiten Mal gemacht, jetzt ist es vorbei. Nein, er korrigiert uns genauso liebevoll wieder und wieder und wieder.

[18:18] Übrigens, Fußnote, die Geschichte ist auch deswegen interessant, weil sie sozusagen eine kleine Nebengeschichte der Bibel illustriert. Wenn wir davon ausgehen, dass der Engel hier der Gabriel ist, welche Position hält denn der Gabriel? Also die Bibel sagt, er ist der Gabriel, der vor Gott steht. Er sagt selbst zu Zacharias: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht. Lukas 1, Vers 19. Er steht direkt am Thron Gottes und das ist eine der Positionen, die auch der Luzifer gehabt hat. Mit anderen Worten, er hat die höchste Position oder er steht dort, also man kann nicht näher an Gott sein als Gabriel. Von allen Engeln gehört er zu denen, die auf der höchsten Stufe stehen.

[18:55] Jetzt, der Luzifer stand auf der ähnlichen Stelle, das heißt, er war ein schirmender Cherub. Was hat sich der Luzifer so sehr gewünscht? Er wollte wie Gott sein, genau, und woran hätte sich das ausgedrückt, dass er wie Gott ist? Er wollte angebetet werden. Kennen wir irgendeine Bibelstelle, wo deutlich wird, dass der Luzifer oder der Satan angebetet werden wollte? In der Wüste, wo er sagt: Ich gebe dir alle Reiche der Welt, wenn du einmal niederfällst und mich anbetest. Und das ist interessant.

[19:23] Der Engel, der höchste Engel, wollte unbedingt angebetet werden, wird aus dem Himmel geschmissen. Jetzt ein anderer Engel ist da in dieser Position, der Gabriel. Und nicht nur der Johannes wird getestet, auch der Gabriel wird getestet. Der wird sogar zweimal getestet sozusagen. Wird Gabriel vielleicht jetzt aufgrund seiner großen Vollmacht, die er jetzt hat und diese ganzen Visionen offenbart, wird er vielleicht ein bisschen stolz werden und die Anbetung eines Menschen akzeptieren? Das ist eine interessante Frage.

[19:54] Was ist die Aufgabe eines Engels? Er soll Gott dienen, ganz genau. Soll er nur Gott dienen? Auch die Menschen. Kennt ihr die Bibelstelle, wo deutlich wird, dass die Engel auch den Menschen... Hebräer 1. Genau, schauen wir mal. Hebräer 1 und dort Vers 7 und 14.

[20:24] Hebräer 1, Vers 7 und 14. Von den Engeln zwar, sagt er: Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen. Also da wird deutlich, die Engel sind Diener. Und dann Vers 14: Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, welche das Erbe erben sollen? Und das sind natürlich wir. Die dienen uns. Jetzt in der Schöpfungsordnung. Sind die Engel über oder unter den Menschen? Über uns. Der Gott ist ein klein wenig niedriger gemacht als der Engel. Ganz genau. Ja.

[21:14] Das ist eine interessante Frage. Das könnte man... Also ich glaube genau, was er meinte ist, dass Engel dieses Prinzip der Gnade Gottes, der Erlösung so nie erfahren haben, weil sie nie gefallen sind. Das stimmt. Und in dem Sinne sind wir dann am Ende sogar dem Gott etwas näher als die Engel, weil wir etwas... Also was die Schöpfungsordnung betrifft, sind die Engel mächtiger. Sie können mehr. Sie sind intelligenter, größer, stärker. Sie können fliegen. Sie sind unsichtbar. Sie sind also... Ja, aber was er meint und was auch natürlich stimmt...

[21:51] Ja, der... Weißt du, ich glaube, Gott liebt alle Menschen und auch alle Engel und alle geschaffenen Wesen. Von daher ist sozusagen die Frage, wer mehr wert ist, eine schwierige Frage.

[22:13] Kannst du mal kurz vorlesen?

[22:24] Ganz genau. Jetzt... Die Frage ist ja... Oder nochmal zurück zu dem Gabriel. Warum wäre das eine Versuchung, vielleicht sich anbeten zu lassen? Was meint ihr? Na, das ist ja genau diese Versuchung, an der Satan gescheitert ist. Ja.

[23:04] Ganz genau. Das heißt, da ist eine theoretische Möglichkeit immer da. Die sind natürlich... Die Bibel sagt uns, sie sind sicher, weil sie verstanden haben, wenn die Sonne jetzt führt durch das Kreuz. Aber die theoretische Möglichkeit ist da. Aber jetzt nochmal anders gefragt, was könnten wir praktisch davon lernen, von dieser Erfahrung vom Gabriel? Warum ist das für den Gabriel so eine Gefahr gewesen, vielleicht sich anbeten zu lassen?

[23:25] Haben wir vielleicht eine ähnliche Aufgabe wie auch die Engel? Also, der Engel hat die Aufgabe, anderen zu dienen, oder? Er ist ein Bote. Ein Bote von was? Was für eine Botschaft bringt er dem Johannes? Er bringt das Evangelium, er bringt eine fantastische Botschaft und zwar so, dass der Johannes überwältigt ist. Und der Johannes ist so überwältigt, dass er für einen Moment nicht mehr klar unterscheiden kann zwischen der Botschaft und dem Boten. Und er gibt die Ehre der Botschaft dem Boten.

[24:02] Könnte das auch mit Menschen passieren? Ja, genau. Als der Paulus kommt und das Evangelium predigt, weißt du noch, wo das war? In Athen hat er auch gepredigt, aber die Geschichte, die du meinst, ist in Kleinasien, das waren auch Griechen, einige vielleicht da, in Lystra, nicht wahr? Und da kommen die nämlich und sagen: Was für eine tolle Botschaft, ja, du bist Jupiter und du bist Merkur, nicht wahr? Haben dann, wollten dem Paulus und dem Barnabas Opfer bringen. Ähnliche Geschichte auch bei Petrus.

[24:36] Ja, sofort, sofort. Oder wolltest du was sagen bei Petrus? Genau. Petrus kommt ins Haus des Kornelius und will das Evangelium predigen und der Kornelius denkt: Meine Güte, der Mann Gottes ist da, ich muss vor ihm niederfallen.

[24:49] Könnte das auch passieren in unseren Tagen oder war so etwas nur denkbar in den Zeiten von Paulus und Petrus, dass man dem Boten mehr Ehre bringt, als es eigentlich richtig ist? Also ich denke, wir stehen da wieder in der gleichen Gefahr. Ich denke nur an Rudolf Heinreichs Zeit. Rudolf Heinreichs Zeit, dann rennen die Massen. Ja. Also, es ist so. Ja, genau, ja, ja.

[25:13] Aber es gibt eine Situation, bei dem Propheten Elisa, ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, Gegenwort, dass jemand, nicht betrifft, aber dass sich jemand beugt in so einer Situation, im Atem des Tages, bei Elisa. Vor Elisa beugt sie. Das gibt es ja auch, das gibt es, das gibt es auch bei Daniel auch, der König Nebukadnezzar beugt sich auch vor ihm nieder und so weiter, ja. Also, das passiert manchmal ja auch so, dass du es gar nicht richtig verhindern kannst. Aber die Frage ist ja also, wenn jetzt...

[25:45] Ja. Es gibt im Orient auch diese Ehrerbietung, im Sinne von, dass du dich niederwirfst vor jemandem, einfach als Ausdruck von Gastfreundschaft, der Abraham zum Beispiel, ja.

[26:07] Ja. Ganz genau. Das ist ein ganz entscheidender Punkt und das geht in beide Richtungen. Es betrifft diejenigen, die die Botschaft empfangen, als auch diejenigen, die die Botschaft weitergeben. Eine reale Gefahr besteht, dass man immer wieder vergisst, dass es Gott ist, der den Boten benutzt. Und sowohl die, die hören oder die Botschaft empfangen, stehen in der Gefahr zu denken: Wenn ich nur so klug wäre wie der, oder wenn ich nur so viel studiert hätte wie der, nicht wahr? Und dann fängt man irgendwie an. Als auch derjenige, der die Botschaft bringt, steht in der Gefahr, das für bare Münze zu nehmen. Und man denkt sich, und hier ist die Psychologie drin, man denkt sich ja, das kann ja nicht von Satan kommen, weil wir haben ja gerade die Bibel studiert, oder? Und der meint es ja ganz aufrecht, der ist ja ganz überzeugt und ganz begeistert, der ist ja jetzt ja nicht da, um mich zu verführen. Aber schaut genau, das ist hier der Fall gewesen. Ein Engel gibt eine Vision Gottes, ein vom Heiligen Geist erfüllter Prophet hört ihm zu, da war also der Satan gar nicht jetzt irgendwie so aktiv, sondern allein die Tatsache, dass ein Bote die Botschaft weitergibt, birgt in sich die potenzielle Gefahr, dass man den Boten mehr ehrt, als es eigentlich richtig wäre.

[27:34] Ja, ganz genau. Und man könnte ja denken, dass die Gefahr nur von denen ausgeht, also wenn man jetzt zum Beispiel Bibelstunden gibt, oder Predigten hält, oder so, oder Hauskreise leitet, oder weiß ich was, man könnte ja denken, die Gefahr geht nur von den Unerfahrenen aus, von den Gästen der Gemeinde vielleicht, oder von den Interessierten, die dann irgendwie das noch nicht begreifen. Aber hier geht die Gefahr nicht von einem Gast, sondern hier geht die Gefahr von dem Leiter der Gemeinde. Das ist ja quasi der Generalkonferenzpräsident der Johannes.

[28:12] Was uns also zeigt, das ist ein ganz ernstes Thema. Und in diesem Zusammenhang ist die Antwort des Engels total interessant. Schaut euch mal die Antwort des Engels an. Er sagt, ja, wir vergleichen das mal, in Offenbarung 19 sagt er: Sieh dich vor, tu es nicht. Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder. Also was ist die Idee, die er vermitteln möchte, wenn er sagt: Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder? Ich bin genauso wie du, wir sind auf dem selben Level.

[28:43] Eine der wichtigsten Lektionen ist für jeden, der das Wort Gottes weitergibt, dass man sich immer bewusst macht: Ich bin auf dem selben Level, zu dem ich spreche. Und egal, wo man in der Bibel schaut, im Alten und Neuen Testament, es ist immer die Gefahr, dass Leute, die die Botschaft weitergeben sollen, sich erheben. Denkt an die Pharisäer. Die haben sich für besser gehalten, weil sie so viel wussten.

[29:11] Ganz genau. Also das heißt, ein entscheidendes Moment ist, ich muss immer daran denken, was Gott mir alles vergeben musste und vergeben muss, um demütig zu bleiben. Aber selbst unabhängig davon, der Engel, der hat ja nichts, was er denken kann, aber er muss trotzdem der Dienst, sich unter den anderen zu stellen. Es ist nämlich das, was am Ende den Himmel zusammenhält. Das heißt, hm? Im Philipper 2, es ist auch so, dass selbst Jesus uns höher achtet als sich selbst. Das heißt, der Engel, Ja genau, er dient uns. Genau, er dient uns, oder? Das beste Mittel gegen Stolz ist, anderen zu dienen, sich sozusagen gedanklich unter sich zu stellen. Deswegen sagt der Paulus: Einer achtet den anderen höher als sich selbst.

[29:54] Also bete mich nicht an. Ich bin, du denkst vielleicht, weil ich ein Cherub bin und weil ich die höchste Position im Universum habe, bin ich mehr wert als du oder irgendwie größer. Ich bin nur dein Mitknecht. Ich helfe dir. Ich könnte mir vielleicht auch etwas anderes vorstellen, als auf der Insel Patmos mein Sabbat zu verbringen. Ich könnte auch im Himmel singen und im himmlischen Chor irgendwie 83-stimmigen Halleluja-Chor singen. Aber ich möchte euch Menschen helfen. Deswegen bin ich gekommen und gebe dir jetzt hier auf dieser felsigen Insel ein paar Einsichten. Er ist ja quasi ins Gefängnis gekommen. Er hat ja einen Gefängnisdienst am Sabbat gemacht, der erinnert nicht, oder? Ja.

[30:29] Ja, das ist interessant, aber wenn ich sage, wen will ich mitarbeiten oder mitgehen? Das ist zivilisiert, das ist nicht möglich. Ja, genau.

[30:37] Jetzt gucken wir uns das genau an. Er sagt also: Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Jetzt vergleicht einmal diesen Vers mit dem Vers, Kapitel 22, wo das gleiche nochmal passiert. Was sagt er dort in Kapitel 22, Vers 9? Er sprach zu mir: Sieh dich vor, tu es nicht, denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten.

[30:59] Also jetzt ist ganz offensichtlich, die, die das Zeugnis Jesu haben, sind Propheten. Das ist ganz eindeutig. Er sagt, die, die das Zeugnis Jesu haben, das sind die Propheten. Und er sagt: Johannes, du bist auch ein Prophet, du hast die Offenbarung. Er sagt: Ich bin genauso wie alle anderen Propheten im Alten Testament und im Neuen Testament, obwohl ich ein Engel bin. Ich stehe auf derselben Stufe. Ich bin auch nur ein Prophet.

[31:20] Und jetzt das ganz entscheidende an Propheten, und das ist jetzt dieser Vers 10 eigentlich, den wir immer zitieren, ohne eigentlich zu verstehen, was der Engel eigentlich sagen will. Er will ja nicht einfach nur sagen: Übrigens ist der Gast der Beisorgung. Die Idee dahinter ist jetzt, warum sagt er in Offenbarung 19, Vers 10: Bete Gott an, denn, das ist ja eine Begründung, denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung. Was ist seine Idee, die in diesem Vers drin steckt? Oder was ist seine Begründung? Was ist seine Logik?

[31:57] Er sagt ja: Ich bin wie einer der Propheten, betrachte mich wie einen Propheten, aber bete Gott an, denn der Geist der Weissagung ist das, oder das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung. Was ist seine Logik?

[32:17] Ja genau, also ein Prophet, ein anderes Wort für Weissagung ist Prophetie. Also wenn er wie ein Prophet ist, dann ist seine Worte, Prophetie, Weissagung. Und wenn er sagt, der Geist der Weissagung, dann sagt er quasi: Ich habe gerade den Geist der Weissagung. Ich prophezeie dir Dinge. Er sagt ja, da wird das neue Jerusalem kommen, nicht wahr, Babylon wird fallen, Jesus wird wiederkommen in den Wolken des Himmels, die ganzen Prophezeiungen, die Offenbarungen. Und dann sagt er: Der Geist der Weissagung ist was? Das Zeugnis Jesu.

[32:49] Ganz genau, sein Punkt ist: Was ich sage, ist alles nur, was Jesus sagt. Das ist der Punkt. Also sein Punkt ist gar nicht, zu sagen: Oh, diese interessante Phrase, das Zeugnis Jesu meint Geist der Weissagung. Und jetzt alle sagen das, aber das ist eigentlich gar nicht die Aussage. Die Aussage ist andersrum. Ich bin einer der Propheten, aber alle Propheten sprechen eigentlich nur das, was Jesus sagt. Also wenn du anbeten willst, bete Jesus an.

[33:13] Übrigens, das ist der entscheidende Punkt, nicht wahr. Wenn er sagt, bete Gott an, und dann sagt er: Alle Weissagungen, der Geist der Weissagung ist das Zeugnis Jesu. Er sagt: Was ich sage, sind die Worte Jesu. Deswegen bete Gott an, bete ihn an. Er weiß, also was ist das Mittel vor dieser Weissagung? Also was ist das Mittel vor dieser Botenerhöhung?

[33:33] Ja, wenn ich das mal so nennen möchte, Botenerhöhung. Was ist das Mittel dagegen? Was ist die Kur?

[33:40] Ja, genau, aber jetzt für den Johannes. Was soll er verstehen? Es ist Jesus, der durch den Propheten reitet. Das ist ganz entscheidend. Weil wenn, das gilt, ich denke, besonders gilt es für die Propheten, weil sie sagen: So spricht der Herr. Aber in einem abgeschwächten Sinn gilt das auch für alle Verkündiger.

[34:04] Was bewahrt mich davor, einen Verkündiger, einen Boten, einen Hauskreisleiter, irgendjemand, der in der Sabbatschule was Tolles sagt, zu erhöhen? Das Mittel ist nicht, den anderen schlecht zu machen oder ihn zu kritisieren. Das Mittel ist zu verstehen: Alles, was er Gutes sagt, kommt von Jesus. Alles, was gut ist, übrigens Ellen White sagt sogar, dass sogar die klassischen Philosophen, wenn sie gute Sachen gesagt haben, richtige Sachen, dann waren sie letztlich von Jesus dazu getrieben und inspiriert. Alle waren. Ja, alles Gute. Jede Wahrheit kommt, wenn sie wahr ist und gut ist, kommt sie von Jesus. Und deswegen gibt es gar keinen Grund, den Boten zu ehren, weil der ist ja nur der Kanal, durch den das Gute kommt.

[34:47] Wenn ich, sofort hab ich dich gesehen, wenn ich also eine Predigt gut finde, wenn ich einen Hauskreis toll finde, wenn ich irgendwie eine Bibelschule toll finde, was auch immer, dann sollten wir alle Gott danken dafür, dass er gesprochen hat, durch wen auch immer. Ich meine, Gott kann durch Esel sprechen, nicht wahr?

[35:06] Jetzt. Das heißt, dass Philosophen auch Gutes gesagt haben. Der hat ein paar gute Sachen geschrieben, der hat, kann ich dir hinterher noch ein bisschen erzählen, noch drüber, der hat ein paar gute Sachen geschrieben. Doch, kann man schon lesen, aber immer, ich meine, aber da können wir hinterher nochmal drüber sprechen. Also der Punkt ist, was ich hier eigentlich sagen möchte, ist, alles was Propheten geschrieben haben, kommt von Jesus.

[35:46] Übrigens, das Ganze, das geht sogar nicht nur über die Propheten, das geht sogar in der Natur. Kennt ihr ein Beispiel, wo Gott, oder wo Menschen, den Boten Gottes in der Natur? Anders gefragt, die Frage ein bisschen einfacher machen. Gibt es in der Natur Botschaften von Gott? Also praktisch, wenn ihr in die Natur schaut, seht ihr irgendwas, was euch an Gott erinnern soll?

[36:09] Okay, alles. Geben wir mal ein paar Beispiele. Die Jahreszeiten, okay, genau. Die Blumen zum Beispiel, beschreiben die Liebe Gottes, ja, oder die Wolken beschreiben Gottes Wesen, ja, oder das Getreide, das Gras, alles, nicht wahr? Ein besonders hervorstechendes Beispiel ist die Sonne, oder? Jesus hat sogar manchmal die Sonne benutzt als ein Symbol für sich. Er sagt: Ich bin das Licht der Welt.

[36:35] Ist es möglich, dass Gott die Sonne geschaffen hat, um auf seine Herrlichkeit hinzuweisen? Sagt nicht Psalm 19, Vers 2: Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes. Also die Sonne ist da und erzählt von der Herrlichkeit Gottes, Herrlichkeit Gottes. Was haben die Menschen gemacht, als sie die Sonne gesehen haben? Sie haben angefangen, die Sonne anzubeten, weil sie nur die Sonne gesehen haben und nicht den Gott, der die Sonne offensichtlich geschaffen hat. Die gesamte Sonnenanbetung, der gesamte Götzendienst, aller Götzendienst basiert auf diesem Missverständnis. Man betet Menschen an, man betet Verstorbene an, man betet Tiere an, man betet Steine an, man betet die Sonne an und all das sind ja Dinge, die Gott geschaffen hat als Kanäle seiner Weisheit.

[37:15] Das heißt, was der Satan immer macht, er schafft es ja eigentlich selten, einen Menschen dazu zu bringen, ihn selbst anzubeten, oder? Ganz wenig Menschen kommen zu der Idee: Ich muss den Rebellen anbeten. Es gibt ein paar, ja, aber die meisten Menschen beten nicht den Satan direkt an, sondern sie beten nicht Gott an, sondern etwas, was Gott geschaffen hat, um eigentlich auf Gott hinzuweisen. Sie beten die Sonne an, sie beten das Geld an, sie beten ihre Begabung an, sie beten sich selbst an, nicht wahr? Sie beten den Papst an, sie beten alles Mögliche, alles Dinge, die Gott eigentlich geschaffen hat. Sie beten ihre Weisheit an, was weiß ich, ja? Und das alles basiert auf diesem Prinzip, dass man nicht verstanden hat zu sehen: Hey, die Sonne, die hat Gott geschaffen und die Weisheit, die hat Gott mir gegeben. Übrigens, wer war der Erste, der das nicht verstanden hat, dass die Weisheit und die Schönheit, die er hat, von Gott kommen? Lucifer.

[38:14] Also mit diesem Prinzip beginnt der ganze große Kampf, dass man nicht unterscheidet zwischen dem Geber und der Gabe. Und deswegen ist das so entscheidend, auch in der Offenbarung. Deswegen werden wir aufgefordert: Betet den an, der gemacht hat Himmel und Erde, betet den Schöpfer an. Das ist nicht einfach nur: Hey, die Welt hat jetzt die Evolutionstheorie, vielleicht sollte man sich wieder daran erinnern, dass Gott die Welt gemacht hat, sondern es geht viel, viel tiefer, weil aller Götzendienst damit eigentlich ausgerottet wird, mit diesem Prinzip, wenn man den Schöpfer als den Schöpfer anerkennt. Und ihn anbetet, ja.

[38:50] Und kein Götzendienst. Ganz genau, das ist der Punkt. Und deswegen ist der Sabbat so wichtig, weil der Sabbat dazu da ist, dass wir immer darüber nachdenken, dass Gott unser Schöpfer ist. Aber wenn wir Sabbat für Sabbat in die Gemeinde gehen, aber nicht, dass Gott unser Schöpfer ist, dann verpassen wir eigentlich die Vorbereitung, die uns in solchen Situationen helfen könnte. Zu erkennen, dass selbst wenn ich begeistert bin und völlig überwältigt bin, immer noch klar zu denken, egal wie toll das gerade war, egal wie beeindruckend vielleicht da jemand Musik gemacht hat oder wie toll das Gemälde ist oder wie schön der jetzt gesprochen hat oder wie bewegend die Erfahrung war, wie herzergreifend sein Gebet war, es war Jesus. Und glaube ich, das ist ein entscheidender Punkt. Zu erkennen auch in dem Wirken von anderen Menschen, wo Jesus durch sie wirkt.

[39:45] Psalm 19, Vers 2. Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes.

[39:52] Genau. Aber was ist dazu notwendig? Wie sagt Römer sofort? Römer 1 sagt, das erkennt man nur durch Nachdenken. Wir gehen nämlich immer in die Natur und sagen einfach nur: Ach, wie schön. Das ist das Problem. Wir denken nicht nach. Warum hat Gott es so gemacht? Was will mir das Gras, die Blumen, die Tiere, was will mir das sagen? Warum die Vögel so singen, wie sie singen? Was will mir das sagen? Durch Nachdenken würden wir mehr über den Charakter Gottes verstehen und wären vor vielen Dingen gefeit.

[40:28] Jetzt. 5,21 6. Der Geist ist der Zeugnis der Verabredung. Der Geist ist die Wahrheit. Der Zeugnis Gottes und so weiter. Wir werden das nächste Mal ausführlich darüber sprechen, was die Geisterweisung dann konkret bedeutet.

[41:02] Manchmal sind die Blumen sehr schön. Offensichtlich sind die Blumen sehr klein. Aber in Indonesien oder Paraguay oder in der Amazonas ist es anders. Aber hier in Europa sind die Blumen nicht so klein. Das ist ein Teil der Gefahr in der Welt. Es ist einfach nicht mehr so schön.

[41:18] Ganz genau, da hast du vollkommen recht. Also ihr Lieben, das nächste Mal werden wir uns dann weiter anschauen, was diese Verse noch anbieten. Das nächste Mal werden wir uns dann weiter anschauen, was diese Verse noch anbieten. Aber ich denke, es ist ein ganz wichtiges Prinzip, dass wir mit in den Alltag nehmen können. Dass in allem, wo wir gesegnet werden, wo wir vielleicht auch beeindruckt sind, immer auseinanderhalten, wer ist der Geber der Gabe und wer ist nur das Instrument. Und dass all unser Lob, all unser Dank nicht Menschen oder Natur erhöht, sondern den Schöpfer erhöht, dass wir alle gemeinsam Gott preisen.

[41:51] Wollen wir noch gemeinsam beten dafür? Lass uns in die Knie. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in deinem Wort so wichtige Prinzipien erkennen, die für unser praktisches Leben so von großer Bedeutung sind. Herr, du weißt, wie oft wir schon in der Gefahr standen und vielleicht auch es tatsächlich gemacht haben, andere Menschen oder auch vielleicht Umstände mehr zu ehren als dich. Und wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in deinem Wort so wichtige Prinzipien erkennen, die für unser praktisches Leben so wichtig sind. Und wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns immer ein offenes Ohr und ein offenes Auge dafür schenkst, wie du durch andere wirkst und dass wir dir die Ehre geben. Das heißt, er fürchtet Gott und gibt ihm die Ehre, dass wir dich anbeten und dass wir, auch wenn wir die Botschaft weitergeben, uns immer bewusst sind, dass wir Diener sind und dass wir nur Kanäle haben, dass du zu uns gesprochen hast und dass du uns die Kraft schenken wirst, das in unserem Leben zu verwirklichen. Und wir danken dir auch, dass wir heute gelernt haben, dass obwohl wir bis ins hohe Alter schwache Menschen sind, dass du in deiner Gnade uns nicht so leicht fallen lässt, sondern dass du uns gerne aufhilfst, dass du uns gerne vor dem Fallen bewahrst, dass du uns gerne korrigierst und dass du dafür sorgst, dass wir keine schweren Fehler machen müssen. Das danken wir dem Ganzen und wir danken dir.


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