[0:30] Das Seminar der letzten Folge in diesem Jahr. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.tv.de oder später euch das Video anschaut. Wir werden heute den Vers 13 aus Offenbarung 19 zu Ende studieren. Wir haben das letzte Mal die erste Hälfte geschafft und das wird uns einmal ein interessantes Studium liefern über Jesus.
[1:06] Und bevor wir beginnen, wollen wir mit einem Gebet starten und dazu niederknien. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir wirklich von Herzen danken. Nicht nur für diesen Tag, den du uns heute geschenkt hast, sondern auch dafür, dass du uns in diesem Jahr so viele interessante Einsichten geschenkt hast in das Buch der Offenbarung. Dass wir so viel lernen durften von dir und dass du in immer wieder neuen Formen und durch verschiedene Verse zu uns gesprochen hast. Danke, dass wir dieses Buch so studieren dürfen, dass du uns es gegeben hast und dass wir dadurch dich immer besser kennenlernen dürfen. Und wir möchten dich jetzt bitten, dass du auch heute, diese letzte Folge in diesem Jahr, noch einmal unsere Herzen ansprichst durch dein Wort, dass wir noch einmal eine ganz frische Vision von Jesus haben, ihn sehen, wie er wirklich ist und dass wir erkennen, wie sehr wir ihn brauchen und unsere Augen unabwendbar auf ihn richten. Erfülle du uns mit deinem Heiligen Geist. Sprich du zu uns und danke, dass du gegenwärtig bist. Im Namen Jesu beten wir. Amen.
[2:18] Wir haben das letzte Mal Offenbarung 19 Vers 13a angeschaut. Ich erinnere euch an das Gewand, das mit Blut getaucht ist. Wir haben gesehen, das bezieht sich zwar durchaus auch auf die Kreuzigung, aber eigentlich mehr so in einem sekundären Sinn. Primär spricht es davon, dass Jesus die Ungläubigen vernichten wird. Und durch dieses Treten der Kelter haben wir das studiert. Das war Offenbarung 14. Und das spritzt dann an sein Gewand. Die Gottlosen werden vernichtet, die gerechte Strafe für ihre Rebellion. Und das ist der Grund, warum er hier so mit Blut befleckt ist. Aber diese Strafe hat Jesus selbst auf sich genommen für alle, die gerettet werden. Wir haben darüber gesprochen, dass er selbst diese Kelter allein getreten hat im Garten Gethsemane auf Golgata. Und dass das, was am Ende den Ungläubigen bei der Wiederkunft passiert, Jesus sozusagen auf sich genommen hat. Und deswegen ist das natürlich auch ein Hinweis auf seinen Kreuzestod hier.
[3:29] Es heißt hier weiterhin Vers 13: „Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt das Wort Gottes.“ Und über diese Idee wollen wir jetzt ein bisschen genauer nachdenken. Die ist nämlich äußerst wichtig. Nun, es wird ja gesagt, sein Name heißt. Ist in den Versen vorher schon mal gesagt worden, dass Jesus einen Namen hat? Habt ihr in den Versen vorher etwas von einem Namen gelesen? In welchem Vers war das? In Vers 12, da hat es geheißen, dass Jesus einen Namen hat, den niemand kennt. Das muss also ein anderer Name sein, weil den Namen kennen wir. Also er hat den Namen, den niemand kennt. Gab es da noch mehr Namen? Genau, in Vers 11 wird er genannt: treu und wahrhaftig. In Vers 12 hat er einen Namen, den niemand kennt. In Vers 13 ist sein Name das Wort Gottes. Wenn ihr dann weiterlest, in Vers 16 zum Beispiel, heißt es: „und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.“ Das heißt, Jesus hat hier viele Namen. Warum hat Jesus viele Namen und nicht nur einen Namen, nicht nur einen Titel, sondern viele verschiedene Titel? Seine verschiedenen Eigenschaften, seine verschiedenen Rollen, die verschiedenen Charakteristiken von Jesus, die spielen alle eine Rolle. Unter dem Namen „König der Könige“ ist etwas anderes ausgesagt, als unter dem Namen „Wort Gottes“. Unter dem Namen „treu und wahrhaftig“ wird etwas anderes berichtet, als unter dem Namen „Immanuel“ zum Beispiel. All das sind verschiedene Eigenschaften, ganz genau. Es geht also bei dem Namen um Eigenschaft, um Charakter, um Wesen, um Natur.
[5:26] Das bringt uns jetzt zu der Frage: Was bedeutet dieser Name, das Wort Gottes? Das ist ja auch quasi ein Titel, er ist das Wort Gottes. Wo gibt es noch andere Stellen in der Bibel, fangen wir mal so an, in der Jesus ebenfalls das Wort Gottes genannt wird? Kennt ihr noch andere Stellen in der Bibel, wo er das Wort Gottes genannt wird? In Johannes Kapitel 1, schauen wir uns, wir zählen das erstmal auf, Johannes 1, wo genau dort? In Vers 1, genau: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Ganz genau. Und dann in Vers 14 heißt es: „Und das Wort wurde Fleisch.“ Okay. Wo kommt noch diese Bezeichnung „Wort Gottes“ für Jesus vor? Also die Phrase „Wort Gottes“ kommt in der Bibel ganz, ganz oft vor, oder? „Das Wort Gottes ist ein scharfes, zweischneidiges Schwert.“ „Wort Gottes“ ist ein allgemeiner Begriff, der meistens ja direkt für die Bibel verwendet wird, oder für Teile der Bibel, da wird gesagt, dass es das Wort Gottes ist. Aber wo wird Jesus als Person mit dem Titel oder Namen „Wort Gottes“ benannt? Wo wird das Wort Gottes benannt, außer in Johannes vielleicht noch, hier in Johannes 1? Gibt es da noch eine Stelle? Das ist natürlich die bekannteste, da wird Jesus das Wort Gottes genannt. Ja, genau, da geht es mehr darum, dass sie das Wort Gottes hören, aber da wird nicht Jesus selbst das Wort Gottes genannt. Also passt schon so ein bisschen, aber wir wollen jetzt sehen, wo wird Jesus als Person mit diesem Begriff benannt, das Wort Gottes.
[7:27] Es gibt noch eine Stelle in 1. Johannes, interessanterweise. 1. Johannes, Kapitel 1, das klingt fast so ähnlich wie Johannes 1, sowohl von der Belegstelle her, als auch vom Inhalt. 1. Johannes 1, und dort lesen wir Vers 1: „Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut haben und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens.“ Und da meint er jetzt nicht so sehr die Bibel, oder? Was meint er, wenn wir sagen, wir haben es betastet, wir haben es gesehen? Jesus. Okay. Also wir haben hier 1. Johannes 1, Vers 1, also Johannes 1, Vers 1, Vers 14 und 1. Johannes 1, Vers 1, kann man sich eigentlich gut merken, oder?
[8:28] Und dann gibt es noch eine Stelle, die ist ein bisschen umstritten, aber wir wollen sie trotzdem hier erwähnen. In 1. Johannes 5, Vers 7, das berühmte Komma Johanneum, habt ihr vielleicht schon mal gehört. Das ist die Stelle, die in vielen Manuskripten fehlt, aber die eigentlich sehr interessant ist, weil sie die drei Personen der Gottheit in einem Vers formuliert. In 1. Johannes 5, Vers 7, dort heißt es: „Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist. Und diese drei sind eins.“ Die Antitrinitarier, die kriegen bei diesem Vers immer eine Krise und behaupten, der ist gefälscht. Da wollen wir jetzt nicht in die Debatte eingehen, aber der Punkt ist sozusagen, dass hier Johannes ebenfalls Jesus nicht als Jesus bezeichnet, was er ja machen könnte. Er hätte auch sagen können: „Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.“ So würde man es ja eigentlich erwarten, wenn jemand vielleicht im Mittelalter diesen Vers gefälscht hätte. Ja, einige Leute glauben, dieser Vers ist gefälscht und jemand im Mittelalter hat da so das reingeschrieben. Aber diese Formulierung: „der Vater, das Wort und der Heilige Geist“ ist sehr interessant.
[9:40] Jetzt, was fällt euch an diesen Stellen auf? Wir müssen noch Offenbarung 19 dazu nehmen, natürlich. Die Stelle, die wir heute studieren, Offenbarung 19, Vers 13. Was fällt euch hier auf? Johannes 1, Vers 1 und 14, 1. Johannes 1, Vers 1, 1. Johannes 5, Vers 7, Offenbarung 19, Vers 13. Was haben die alle vier Stellen, oder 1, 2, 3, 4, 5, was haben die alle Stellen gemeinsam? Sie sind alle von Johannes geschrieben. Johannes ist der Einzige in der Bibel, der Jesus das Wort Gottes nennt. So direkt. Also alle kommen sie von Johannes.
[10:18] Was wissen sie über Johannes? Im Vergleich vielleicht auch zu den anderen Jüngern, den anderen Evangelisten. Was hat Johannes so ausgezeichnet? Er war der Lieblingsjünger von Jesus, der Jünger, den Jesus liebte. Nicht, weil Jesus Unterschiede gemacht hat, sondern weil Johannes ganz besonders offen war für die Liebe Gottes, ganz besonders offen war für die Lehren Jesu. Und deswegen hat Johannes einige der tiefgründigsten Erkenntnisse über Jesus. Wenn man das Johannes-Evangelium liest, auch im Vergleich zu Matthäus, Markus und Lukas, einige der tiefsten Wahrheiten, der tiefsten Predigten stehen im Johannes-Evangelium. Dort haben wir das Hohepriesterliche Gebet. Dort ist Johannes 3, nicht wahr, das Gespräch mit Nikodemus. Johannes ist der, der wie kein anderer die Göttlichkeit Jesu herausarbeitet. Und deswegen ist auch diese Formulierung „das Wort Gottes“ nicht einfach nur eine Nebensache, sondern eine der tiefen Wahrheiten der Bibel, die Johannes hier als jemand, der besonders nah an Jesus war, so quasi erkannt hat, was die anderen vielleicht so gar nicht so konkret formuliert haben. Jesus ist das Wort Gottes.
[11:29] Jetzt schauen wir uns das mal ein bisschen genauer an. Was bedeutet das dann, dass Jesus das Wort Gottes ist? Schauen wir mal in Johannes 1. Dort kommt das ja zum ersten Mal vor. Johannes 1. Was ist eigentlich ein Wort? Wenn ihr jemanden fragt auf der Straße, was ist ein Wort? Wie würdet ihr die Idee „Wort“ definieren? Was ist ein Wort? Es kommt von jemandem. Es kommt von jemandem, okay. Aber sagen wir mal, wenn ich schlage, kommt es auch von jemandem. Oder wenn man einen Ball wirft, kommt es auch von jemandem. Stimmt schon, aber wir müssen definieren: Was ist ein Wort?
[12:14] In Jesaja 53 oder 51 steht drin: „So weit es in den Himmel über die Erde reicht, so reichen meine Gedanken aus.“ Und dann wird es ein Wort. Und sobald ein Mensch ein Wort schickt auf die Erde, klärt es in unserer Geschichte. Genau, Jesaja 55 sagt, das ist in Vers 10 und 11. Wenn Gott sein Wort sendet, nicht wahr, dann kehrt es nicht leer zurück, sondern führt aus, wozu er es gesandt hat. Guter Gedanke, ja. Was ist ein Wort? Mal allgemein, unabhängig davon, ob es Gottes Wort ist oder meine Worte oder deine Worte. Was ist ein Wort? Ganz genau, das ist die Idee, die auch Ellen White im Leben Jesu ausdrückt. Ich habe einen Gedanken. Wo ist der Gedanke normalerweise? Wo ist der Gedanke? Im Kopf, nicht wahr? Der ist immer im Kopf. Also hier ist der Gedanke drin, hier sind die Augen. Wie kommt der Gedanke jetzt zu mir? Der kommt, indem man spricht. Der Gedanke offenbart sich durch das Wort. Und Ellen White sagt: „So wie das Reden zum Denken sich verhält, so verhält sich Jesus zu Gott dem Vater.“ Also Jesus zu dem Vater. Denn so wie die Gedanken unsichtbar sind, ihr könnt ja meine Gedanken nicht sehen, oder? Ihr habt keine Ahnung, was ich denke. Aber wenn ich rede, wisst ihr, was ich denke, weil die Gedanken offenbaren, oder die Worte offenbaren meine Gedanken. So offenbart Jesus, wer der Vater ist.
[14:02] Nun, das wird ganz deutlich in Vers 18. Schaut mal in Johannes 1, Vers 18. Dort heißt es: „Wer hat Gott je gesehen? Niemand.“ Niemand hat Gott je gesehen. „Der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.“ Nun, was bedeutet das für Jesus, wenn er den Vater, den unsichtbaren Vater offenbart? Wenn er derjenige ist, der uns präzise, exakt, genau zeigt, wie Gott der Vater ist. Was sagt das über Jesus aus? Er muss auch Gott sein, nicht wahr? Denn Gott ist unergründlich, nicht wahr?
[14:54] Schauen wir mal in Römer 13. Römer 13 und dort Vers 33. Römer 13. Ach Quatsch, Römer 11, nicht Römer 13, Vers 33, gibt es ja gar nicht. Römer 11, Entschuldigung, Römer 11, Vers 33. Dort heißt es: „Oh, welche Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Und jetzt, was wird über seine Gerichte und seine Wege gesagt? Wie unergründlich sind seine Gerichte und wie unausforschlich seine Wege.“ Unbegreiflich, ja? Also der Paulus, und der Paulus war ein sehr kluger Mensch, ein sehr intelligenter Mensch, sehr trainiert im Denken der Gedanken Gottes, nicht wahr? Und er sagt, als er jetzt diesen Römerbrief schreibt und das ganze Evangelium so erklärt, so systematisch, Schritt für Schritt, dann steht er vor diesem Ozean an Liebe und weiß gar nicht, wie er es ausdrücken soll. Er findet keine Worte, um die Gedanken Gottes auszudrücken. Paulus stellt fest: „Ich bin nicht genug. Ich kann Gottes Gedanken, ich kann es ein bisschen anreißen, ich kann es ein bisschen darauf hinweisen, aber ich kann Gott nicht repräsentieren. Das ist unergründlich, unerforschlich.“ Und so geht es jedem Menschen, wenn er mit Gott in Begegnung kommt. Jeder Mensch realisiert: Gott ist größer als ich, ich kann ihn nicht vollständig repräsentieren. Aber Jesus repräsentiert die Unergründlichkeit Gottes, die Unerforschlichkeit seines Wesens vollständig.
[16:27] Schaut mal in Hebräer, in Hebräer Kapitel 1. Hebräer Kapitel 1 und dort Vers 1 bis 3. Hebräer 1 und dort Vers 1 bis 3. „Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat, durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet.“ Was redet man? Man redet Worte. „Er hat geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem. Durch ihn hat er auch die Welten geschaffen. Dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft. Er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in die Höhe gesetzt.“
[17:28] Jesus ist das exakte Ebenbild. Wir sind auch als Bild Gottes geschaffen, oder? Aber wir sind kein exaktes Bild Gottes. Wir sind nur so ein Abbild, so im kleinen Maßstab sozusagen, mit vielen Begrenzungen. Aber Jesus ist nicht ein Abbild Gottes. Jesus ist sozusagen die direkte Kopie, eins zu eins nochmal, der Ausdruck seines Wesens. Und wenn wir an die Worte Jesu zu Philippus, weil sie sind sein Vater, und das ist auch nicht nur Vater und Sohn allgemein. Also Jesus wollte sagen, dass eigentlich meine Gedanken und alles, was ich tue, sind eigentlich von meinem Vater. Genau, Jesus sagt zu Philippus, wie lange bin ich... Philippus fragt ihn: „Zeig uns den Vater.“ Und er sagt dann: „Ich bin so lange bei euch und du hast mich noch nicht erkannt.“ Das ist eine ganz großartige Stelle.
[18:20] Das heißt, diese Idee „Wort Gottes“ soll eigentlich deutlich machen, dass hier jemand ist, der alles erforscht, was Gott betrifft. Gibt es noch jemanden, der alles erforscht, was Gott betrifft? Der Heilige Geist, nicht wahr? Denn der Heilige Geist erforscht die Tiefen Gottes. Nur Jesus und der Heilige Geist können alles von dem wissen, was auch der Vater weiß. Sie können sozusagen hundertprozentig den Vater widerspiegeln. Und das ist interessant. Erst hat der Vater den Sohn gesandt, das Wort Gottes. Und als der dann in den Himmel gegangen ist, hat er den Heiligen Geist gesandt. Und naja, soviel also zu dieser Idee von dem Wort.
[19:04] Jetzt gehen wir mal zu Johannes 1 und schauen uns das mal genauer an. Der Johannes fängt ja ganz spektakulär an. Der ist eines der letzten Bücher der Bibel, das geschrieben worden ist, das Johannesevangelium. Und er fängt an mit den Worten: „Im Anfang war das Wort.“ Warum schreibt er so? Kam das gerade in den Sinn oder was? Warum beginnt er mit den Worten: „Im Anfang war das Wort?“ Ursprung aller Dinge. Das ist der Ursprung aller Dinge, genau. Welche Idee hat er vielleicht noch gehabt dabei? Stellt euch mal vor, ihr seid ein Christ, sagen wir mal im Jahr 90. Und ihr kommt gerade in die Gemeinde. Sagen wir mal, ihr seid in der Gemeinde in Jerusalem, oder in Antiochia, oder in Athen. Und ihr kommt in die Gemeinde und der Gemeindeleiter sagt: „Hey, wir haben einen Brief bekommen, es gibt ein neues Evangelium. Bisher kennt ihr nur Matthäus, Markus und Lukas. Wir kennen das Matthäus-Evangelium, wir kennen das Lukas-Evangelium, wir kennen das Markus-Evangelium auswendig, immer wieder wird das erzählt, evangelisiert. Und jetzt heißt es, der Johannes, der alte Jünger, nicht wahr, der letzte, der noch überlebt hat, hat sich hingesetzt und hat eine Biografie von Jesus geschrieben.“ Hättet ihr jetzt Interesse zu hören, wie es losgeht? Jetzt kommt also der Gemeindeleiter und fängt an, der beginnt sein Evangelium mit den Worten: „Im Anfang war das Wort.“ Was hättet ihr als erstes gedacht? Schöpfung, genau. Weil diese Worte „Im Anfang“ kannte jeder Christ, nämlich von 1. Mose. Und das war offensichtlich, dass der Johannes auf den Schöpfungsbericht sich bezieht und sagt: „Was ich euch erzähle, ist quasi parallel zum Schöpfungsbericht.“
[20:54] Waren die Bücher Mose sehr geachtet und sehr geschätzt? Das war der Maßstab schlechthin. An den Büchern Mose hat man alles gemessen. Die Bücher Mose, das war das Gesetz, das war die Weisung, das war die Tora, nicht wahr? Selbst die Christen hatten enorme Wertschätzung für diese Bücher. Und Johannes sagte: „Mein Evangelium steht auf derselben Stufe.“ „Im Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.“ Wenn ihr jetzt die nächsten Verse lest, gibt es noch mehr Parallelen zum Schöpfungsbericht, außer dieser Anfang, „im Anfang“? Gibt es da noch mehr Parallelen? Licht, genau. Also im Anfang. Licht, Finsternis. Was gibt es noch für Parallelen? Licht, Finsternis, Anfang. Welche Worte sind noch gleich? Gott, nicht wahr? Denn im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Im Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott. Und dann heißt es: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Hier heißt es: „Alles ist durch dasselbe entstanden, ja, entstanden, schaffen.“ Und in 1. Mose gibt es zwar nicht das Wort, aber da heißt es: „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.“ Also ihr seht, diese ganzen Verse sind fast wie ein Kommentar zu 1. Mose 1.
[22:31] Psalm 33, Vers 6 und 9, wo es heißt: „Denn er gebot, und es stand da; er sprach, und es geschah.“ Ganz genau. „Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht und der ganze Herr durch den Hauch seines Mundes.“ So ungefähr ist der Vers. Genau.
[22:50] Das heißt, was will Johannes uns deutlich machen? Wer ist Jesus? Er ist der Schöpfer. Er ist derjenige, der die Welt gemacht hat. Und das sagt nicht nur Johannes, das sagt auch Paulus. Schaut mal in Hebräer 1. Hebräer 1 und dort Vers 10. Hebräer 1, Vers 10. Dort heißt es: „Und du, o Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände.“ Was sagt 1. Mose 1, Vers 1? „Im Anfang?“ 1. Mose? „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Und jetzt heißt es hier, von Jesus: „Du, o Herr, hast im Anfang die Himmel und die Erde gegründet.“ Das heißt, denn wir lesen im Anfang, 1. Mose 1, Vers 1: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Sagt Paulus: Wer war es? Es war Jesus, durch sein Wort. Er ist das Wort Gottes.
[24:02] Und was uns das deutlich machen soll, ist: Johannes ist also tatsächlich derjenige, der wie kein anderer die Göttlichkeit Jesu herausarbeitet. Der sagt: Wenn Jesus wiederkommt, kommt er nicht nur als der Sohn des Menschen wieder auf den Wolken des Himmels. Nicht nur als derjenige, der für uns gelitten hat. Nicht nur als derjenige, der in Gethsemane gekämpft hat mit der menschlichen Schwachheit. Nicht nur derjenige, der die Kinder auf dem Arm hatte und der die Kranken geheilt hat und sich für die Frauen eingesetzt hat. Wenn Jesus wiederkommt, kommt er auch wieder als der Schöpfer des Universums. Als der, der gesagt hat: „Es werde Licht!“ und es wurde Licht. Und als der kommt er wieder, wenn in der letzten Endzeit das Volk Gottes angegriffen wird. Wenn es verklagt wird, wenn es verfolgt wird, wenn sie sich verstecken müssen und dann Jesus kommt, um sie zu retten, kommt er nicht einfach nur als Hirte oder einfach nur als Mensch. Er kommt quasi in seiner vollen Gottheit und zeigt die auch. Er kommt als der Schöpfer, um sein Volk zu retten. Und das ist, glaube ich, ein sehr interessanter Gedanke.
[25:11] Ja, in Kolosser 1, Vers 15 und 16, lesen wir das kurz. Kolosser 1, Vers 15 und 16. „Dieser ist das Ebenbild. Da haben wir es wieder. Das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Also Gott ist unsichtbar. Man kann den Gedanken nicht erkennen. Aber Gott offenbart sich. Jesus ist das Wort Gottes. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Er ist der Erstgeborene, der über alle Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist. Das Sichtbare und das Unsichtbare, seines Thron oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten. Alles ist durch ihn und für ihn oder zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.“
[25:59] Und jetzt wird etwas sehr deutlich. Warum hat Jesus Christus das Recht, am Ende der Zeit die Gottlosen zu zertreten wie die Kelter? Warum darf er das? Er hat sie geschaffen. Wozu sind sie geschaffen? Für wen sind sie geschaffen? Für ihn. Er hat sie für sich gemacht. Aber sie kämpfen gegen ihn. Sie wollen ihn zerstören. Obwohl sie können ihn nicht zerstören. Aber sie wollen ihn zerstören in Person seiner Nachfolger. Sie kämpfen gegen seine Freunde. Und deswegen, weil er sie geschaffen hat, weil er sie sowieso die ganze Zeit am Leben erhalten hat, er ist es ja, der sie bis zum Zeitpunkt der Wiederkunft am Leben erhält, jetzt nimmt er ihnen das Leben. Und das ist sehr wichtig. Jesus ist nicht jemand, der von Gott beauftragt wird. Also es ist nicht so, wie manche vielleicht denken könnten: Gott hat die Welt geschaffen, und dann müssen aber die Gottlosen vernichtet werden, sondern der Schöpfer selbst. Jesus, der sie geschaffen hat, Jesus, der sie am Leben erhalten hat, der sie geschaffen hat, damit sie ihm Ehre geben, wenn sie dann rebellieren, die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen haben, nimmt er ihnen das Leben.
[27:17] Das ist auch der Grund, warum diese beiden Ideen: „sein Kleid war in Blut getaucht“ und „er ist genannt das Wort Gottes“, warum die in einem Vers sind. Deswegen darf er die Gottlosen zertreten, auch wenn es ein seltsames Werk ist. Weil er es nicht möchte. Er hat sie ja geschaffen, damit sie leben. Es ist ja, also mit anderen Worten, wenn ich ein, etwas konstruiere, dann mache ich das ja mit der Hoffnung, dass es funktioniert. Aber wenn es nicht funktioniert, und ich habe es konstruiert, dann habe ich auch das Recht, es wieder kaputt zu machen. Weil ich habe es ja gemacht. Und das ist sozusagen diese Idee. Er möchte es nicht kaputt machen, aber er hat das Recht, es kaputt zu machen, weil sie nicht so funktionieren wollen, wie sie, wie das Leben allein möglich ist. Ganz genau.
[28:09] Gehen wir noch kurz zu 1. Johannes 1. 1. Johannes 1, Vers 1. 1. Johannes 1, und dort Vers 1, da heißt es ja: „Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben, vom Wort des Lebens.“ Warum wird dieses Wort Gottes auch das Wort des Lebens genannt?
[28:51] Genau. Wir haben in Johannes 1 gelesen, ich war in Johannes 1 gelesen, das Wort Gottes ist das Leben. Und das Leben war das Licht der Menschen. Also das Wort Gottes bringt Leben. Das Wort Gottes enthält Leben. Kennt ihr noch andere Bibelstellen, die deutlich machen, dass das Wort Gottes, auch dieses Wort Gottes, Leben hat? Ja, gut, sehr gut. Habt ihr noch andere Bibelstellen, die deutlich machen, dass das Wort Gottes Leben hat, dass es lebendig ist, dass man aus diesem Wort... Hebräer Kapitel 4: „Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam, wie ein zweischneidiges Schwert.“ Hebräer 4, Vers 12. Das Wort ist lebendig. Noch andere Stellen, die deutlich machen, dass im Wort Gottes Leben ist? Ja, es gibt mehrere Stellen. Eine, die kennt ihr ganz bestimmt, aber kommt jetzt nicht drauf: in Matthäus 4, Vers 4: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern aus einem jeden Wort aus dem Mund Gottes kommt.“ Der Mensch lebt aus dem Wort Gottes, weil dort Leben drin ist. Ansonsten kann er nicht daraus leben. Nur weil das Wort Gottes lebendig ist, kann er daraus leben.
[30:13] Noch eine Stelle ist in 5. Mose. Schaut mal in 5. Mose. Und dort in 5. Mose Vers 32. 5. Mose 32 und dort Vers 47. 5. Mose 32, Vers 47. Was heißt es? „Denn es ist...“ Vers 46 und 47: „Da sprach er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebetet, alle Worte dieses Gesetzes zu tun. Denn es ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer, es ist euer Leben. Und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan geht, um es in Besitz zu nehmen.“ Das Wort Gottes ist nicht leer, es ist unser Leben.
[31:19] Und jetzt befehle ich euch Gott, um dem Wort, seine Gnade, die Kraft hat, zu erlauben und das Erben der allen zu geben. Das Wort hat eine Kraft, den Menschen zu erben. Genau, das Wort Gottes hat Kraft. Erste Petrus, nein, zweite Petrus, Kapitel 3, Vers 5. Magst du vorlesen? Zweite Petrus, Kapitel 3, Vers 5.
[32:07] Gottes Wort hat die ganze Welt erschaffen. Wir lesen es: „Er sprach: Es werde Licht!“ und es wurde Licht. Und darin besteht eine der ganz großen Geheimnisse im christlichen Leben. Wenn ich verstehe, dass diese Worte, die ich hier lese, dass die Kraft Gottes dahinter ist. Und dass das, was er sagt, er auch tun kann, dass das Wort nicht leer zurückkehrt, weil nämlich hinter jedem Wort und hinter jeder Verheißung, hinter jedem Gebot die Macht des Schöpfer steht. Jedes Mal, wenn Gott geredet hat, dann ist es derselbe Gott, der geredet hat. Denn erinnert euch an Hebräer, dass der Gott, der durch die Väter vor Zeiten vielmals und auf vielerlei Weise gesprochen hat, hat in den letzten Tagen geredet durch den Sohn. Derselbe Gott, der durch Daniel und Jesaja und Hezekiel gesprochen hat und durch Mose, der spricht auch durch Jesus. Nur mit dem Unterschied, dass Jesus halt das vollkommene Abbild ist. Jesus ist Gott selbst. Aber wenn Gott oder in dem Fall ja dann Jesus sozusagen zu diesen Propheten gesprochen hat, da sehen wir, wie das Wort Gottes sozusagen, oder dann sehen wir hinter diesen Worten die Kraft des Schöpfers.
[33:27] Ja. Dankeschön. Schauen wir mal in 2. Korinther, also das war nochmal der, für alle, die im Livestream waren, der Verweis auf 2. Timotheus 3, Vers 15 und 16. Ich war, ganz, ganz wichtige Stelle. 2. Korinther, Kapitel 1, Vers 20. Und da wird jetzt deutlich, dass man nicht trennen kann zwischen dem geschriebenen Wort Gottes und dem lebendigen Wort Gottes. Ja. Was war zuerst da? Das lebendige Wort Gottes oder das geschriebene Wort Gottes? Das lebendige Wort Gottes, das ist das Original, ja. Aber wir haben in dem geschriebenen Wort Gottes etwas, was wir vor Augen haben können, was schwarz auf weiß ist, das uns zeigt, was das lebendige Wort Gottes uns sagen möchte. Denn schaut mal in 2. Korinther 1 und dort Vers 20: „Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt.“ Wo stehen die Verheißungen Gottes? Wo stehen die? Ja, genau, ganz genau, in der Bibel. Die stehen hier, ja, das sind die Verheißungen Gottes. Er sagt: „So viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja und in ihm auch das Amen, Gott zum Lob.“ Durch uns, wer ist ihm? Jesus. Genau, durch Jesus wird jede Verheißung erfüllt. Durch Jesus kann jedes Gebot, jedem Gebot gehorcht werden. Durch Jesus kann jede Prophezeiung verstanden werden. Durch Jesus kann jede Geschichte geglaubt werden. Durch Jesus kann jeder Ratschlag angenommen werden. Nur mit Jesus hat das Wort Gottes Kraft. Das heißt, nur wenn wir es lesen, um Jesus kennenzulernen, dann kann es diese Kraft entfalten. Mit anderen Worten, wenn ich Jesus kennenlernen möchte, dann brauche ich dieses Wort. Und wenn er wiederkommt, dann kommt er auch als das Wort Gottes, was bedeutet, er wird nicht anders wiederkommen, als es das Wort Gottes gesagt hat. Er ist dann genau derjenige, den die Bibel uns beschreibt. Und die beste Vorbereitung auf die Wiederkunft ist, wenn ich jetzt schon das Wort Gottes studiere. Wenn also das Wort Gottes kommt, dann sollte ich es jetzt schon studieren, damit wenn es kommt, ich es gut kenne. Das ist sozusagen die Idee.
[35:51] Nun, das Wort Gottes. Einen Vers wollte ich noch mit euch anschauen. Jetzt bin ich gerade aus dem... Gehen wir kurz zu 1. Johannes 5, Vers 7. 1. Johannes 5 und dort Vers 7. Das ist der dritte Gottes-Text über das Wort. „Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist. Und diese drei sind eins.“ Das heißt, was wir hier sehr deutlich sehen, und das sehen wir auch an vielen anderen Stellen, wir brauchen den Vers gar nicht mal als alleine, sondern es gibt es an vielen anderen Stellen auch, dass das Wort Gottes selbst Gott ist. Ja, das steht in 1. Johannes, Vers 1: „Am Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.“
[36:51] Was wir hier jetzt sehen ist, dass Jesus, wenn er wiederkommt, kommt er in der absolut höchsten Fülle, die man als Gott haben kann. Ellen White sagt: „Er ist Gott im höchsten Sinne.“ Also, manchmal gibt es ja Leute, die sagen: „Ja, er ist schon Gott, weil er göttlich ist. Er ist Gott, weil er von Gott gezeugt wurde.“ Ja, oder weil er irgendwie so abgeleitet ist von Gott. Aber nein, Ellen White sagt nicht, dass er irgendwie so Halbgott ist oder so Dreiviertelgott oder Neunzehntel. Er ist auf der höchsten, nur irgendwie vorstellbaren Ebene Gott. Und das ist manchmal auch wichtig, sich wieder vor Augen zu führen, denn das zeigt auch, wie tief er sich gebeugt hat. Je mehr wir die Gottheit Jesu verstehen, desto mehr werden wir seinen Opfer wertschätzen. Denn je höher er ursprünglich gewesen ist, desto größer der Weg zu den Tiefen, die er zu uns herabgenommen hat. Und wenn Jesus also wiederkommt als derjenige, der in ein mit Blut getauchtes Gewand kommt, auch als Hinweis darauf, dass er für uns die Kelter getreten hat, dass er unsere Sünden auf sich genommen hat, dass er sich ja quasi, wie wir gelernt haben letztes Mal, dass er sich für unsere Sünden identifiziert hat, dass er quasi, dass Gott gegen ihn gekämpft hat, quasi. Wache gegen meinen Gefährten. Dass er quasi in die tiefsten Tiefen des menschlichen Abgrundes hinabgestiegen ist, aber gleichzeitig derjenige war und ist, der alles durch sein Wort geschaffen hat. Das ist so unvorstellbar. Das spannt einfach, es umspannt alles. Deswegen sagte ich: „Ich bin das A und das O. Ich war der Erste und der Letzte.“ Und ich glaube, wir sollten, auch wenn wir die Bibel lesen, mehr diese Idee vor Augen haben, dass wenn wir hier lesen, wir mit im direkten Kontakt mit dem Schöpfer sind.
[38:47] Schauen wir noch eine Stelle an, in Johannes 5. Johannes 5 und dort Vers 39.
[39:31] Leben, ja oder nein? Ja, aber nicht indem ich einfach lese. Es gibt viele Menschen, die lesen die Bibel, aber empfangen nicht das Leben Gottes. Sie empfangen nicht das ewige Leben. Sie lesen die Bibel, um ihre eigenen Meinungen zu stützen. Sie lesen die Bibel, um vielleicht Fehler zu finden. Sie lesen die Bibel aus Langeweile oder aus Pflicht oder aus Zwang, oder sie lesen die Bibel oberflächlich. Wer kann das Leben aus der Bibel empfangen? Nach diesem Vers. Welche Menschen? Die zu Jesus kommen, die wirklich aufrichtig suchen, die eine Beziehung zu Jesus haben wollen, die sich für Jesus interessieren. Wer die Bibel liest und sich für Jesus interessiert, wer sucht, wer aufrichtig ist, wer mit Jesus leben möchte, wer sein Leben Jesus übergibt, der empfängt das Leben. Sie haben schon an der richtigen Stelle gesucht, aber sie haben leider nicht gesucht. Sie hatten das richtige Buch vor Augen, aber haben nicht das gefunden, was sie hätten finden können. Und wie vielen geht es heute so, dass sie das richtige Buch vor Augen haben, in der richtigen Kirche sind, vielleicht die richtigen Lieder hören, die richtigen Predigten hören, aber es ihnen nichts nützt, weil sie nicht zu Jesus kommen.
[40:47] Ja, Sprüche 2, nicht wahr? Ganz genau. „Wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr vorstehst nach Schätzen.“ Das heißt, Jesus kommt als das Wort Gottes. Er kommt als der tatsächliche Gott, der diese Welt geschaffen hat. Aber das Wort Gottes haben wir jetzt schon in unseren Händen. Die Kraft, mit der er gesagt hat: „Es werde Licht!“, die haben wir in unseren Händen. Und wenn wir ihr glauben, wenn wir hinter diesen Worten, hinter den Verheißungen, hinter den Gesetzen, hinter den Prophezeiungen die Macht Jesu sehen, dann können wir jetzt schon in unserem Leben, wie das Wort Gottes uns verändert, damit wenn er dann kommt als das Wort Gottes, quasi, dass nichts Fremdes ist für uns. Wenn wir das Wort Gottes im Herzen haben und er als das Wort Gottes kommt, dann kennen wir uns schon, nicht wahr? Dann können wir sagen: „Das ist der, auf den wir gehofft haben, nicht wahr?“ Und das wünsche ich mir so sehr, dass wir Menschen des Wortes werden, dass das Wort Gottes unsere größte Freude wird, dass wir darüber nachdenken, Tag und Nacht, weil es nicht nur trockene Buchstaben sind, sondern jedes Wort, das wir hier lesen, uns mehr von Jesus, von unserem Erlöser zeigt, der so uns unglaublich lieb hat und so eine Kraft hat, nicht wahr? Wollen wir uns vornehmen, wenn wir Jesus, wenn wir das Wort Gottes lesen, dass wir wirklich auf Jesus schauen, unser Herz ihm geben und ihm erlauben, in unserem Herzen zu wirken. Noch gemeinsam beten.
[42:21] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dich offenbart hast durch deinen Sohn. Danke, dass, obwohl du unsichtbar in einem Licht wohnst, da niemand hinzukommen kann, wie die Bibel sagt, du uns so sehr liebst, dass du gerne wolltest, dass wir verstehen, wie du bist, was du denkst, wie du fühlst und was du über uns, was du für Pläne mit uns hast. Danke, dass Jesus auf diese Welt gekommen ist und uns gezeigt hat, wie du wirklich bist. Und danke, dass wir in der Bibel eine genaue und zuverlässige Beschreibung deines Charakters und des ganzen Heilsplans haben. Und danke, dass du versprochen hast, dass dein Wort nicht nur leere Information ist, sondern dass die Kraft deiner Gottheit hinter diesem Wort steht, wenn wir es im Glauben an Jesus annehmen. Denn alle Verheißungen, haben wir gelesen, sind in ihm Ja und Amen. Sie erfüllen sich durch seine Kraft. Und so wollen wir nicht nur in der Bibel lesen, wir wollen zu Jesus kommen, unser Herz hingeben und ihm danken, dass durch seine Kraft und durch sein Wort alles in uns neu werden kann. Habt Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.
[43:47] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!