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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 19:14 taucht Christopher Kramp tief in die symbolische Sprache der Bibel ein und beleuchtet die himmlische Armee, die Jesus bei seiner Wiederkunft begleitet. Er erklärt, wer diese Heerscharen sind, warum sie als Soldaten dargestellt werden und welche wichtige Rolle sie im Plan Gottes spielen. Die Predigt vergleicht die himmlische mit der irdischen Armee und betont die Bedeutung des Dienstes und der Bereitschaft, Gottes Willen zu tun.

In dieser Predigt über Offenbarung 19:14 spricht Christopher Kramp über die himmlische Armee, die Jesus bei seiner Wiederkunft begleitet. Er beleuchtet die Rolle der Engel als mächtige Krieger, die stets bereit sind, Gottes Befehle auszuführen. Dabei wird auch die Verbindung zur menschlichen Armee und die Bedeutung der Gerechtigkeit der Heiligen hervorgehoben. Die Predigt ermutigt dazu, von der himmlischen Armee zu lernen und sich auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarung-Seminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf Joelmedia.de. Schön, dass ihr da seid. Auch im Jahre 2019 wollen wir die Offenbarung weiter studieren. Und wir wollen direkt weitermachen, wo wir am Ende des Jahres 2018 aufgehört haben. Wir wollen uns in Offenbarung 19 heute mit Vers 14 beschäftigen. Und wie wir es zur guten Gewohnheit haben, möchten wir mit einem Gebet starten. Ich lade euch ein, einer zu näher zu knien.

[1:17] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns ein weiteres Jahr schenkst. Ein Jahr, das gerade frisch begonnen hat, wo die meisten Seiten noch völlig unbeschrieben sind. Und in dem du so viel vorhast mit uns und für uns und in uns. Und wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir diese Gelegenheiten, die wir haben, immer noch dein Wort studieren zu können, gemeinschaftlich hier, dass wir das weitergeben können durch das Internet, dass wir diese Gelegenheiten schätzen. Und ich danke dir, dass du auch heute durch deinen Heiligen Geist jetzt zu uns sprechen möchtest, dass wir dein Wort verstehen können und dass wir etwas über dich lernen, dass wir umsetzen können in unser praktisches Leben. Wir danken dir, dass du gegenwärtig sein wirst und bitten dich um offene Herzen und einen wachen Verstand. Im Namen Jesu, Amen.

[2:12] Schlagt um dir auf, Offenbarung 19 und dort Vers 14. Offenbarung 19, Vers 14. Wir sind immer noch in der großen Wiederkunftsszene. Die begann in Vers 11 und wir haben in den vergangenen Folgen gesehen, wie hier Jesus sehr ausführlich beschrieben wird in einer symbolischen Sprache mit dem weißen Pferd, mit verschiedenen Titeln und Namen, die ihm gegeben werden, die so bestimmte Eigenschaften und Aspekte seines Werkes betonen.

[2:50] Und als letztes haben wir gesehen, dass einer seiner Namen ist, das Wort Gottes. Und wir haben darüber gesprochen, wie dies ein Titel ist, der nur Johannes, von Johannes gebraucht wird, im Johannesevangelium und in Johannesbriefen und in der Offenbarung hier, der insbesondere auch die Göttlichkeit Jesu ausdrückt und diese Tatsache, dass er Schöpferkraft hat und durch sein Wort alles ins Dasein gebracht hat. Und jetzt heißt es hier, nachdem Vers 11, 12 und 13 sich allein auf Jesus fokussiert haben, in Vers 14: „Und die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weißen Pferden und sie waren bekleidet mit weißer und reiner Leinwand.“ Wenn ihr den Vers lest, gibt es da irgendetwas so auf den ersten Blick, das euch ins Auge springt, das euch auffällt? So auf die erste Beobachtung hin, in Vers 14. Irgendetwas Besonderes, Interessantes, nachdenkenswertes.

[3:51] Alles ist weiß, okay, alles ist weiß. Sehr gut, alles ist weiß. Wir haben weiße Pferde und weiße Leinwand.

[4:07] Ja, ganz genau. Also Jesus hat zwar wahrscheinlich auch ein weißes Gewand an, aber das ist auf jeden Fall im Blut getaucht. Also wenn man sich das so bildlich vorstellt, alles weiß und dann Jesus so mit diesem Blut besprengt. Sehr interessant. Was fällt euch noch auf?

[4:19] Ah, sehr gut, da werden wir nachher noch drauf eingehen. Diese Leinwand, die ist genauso auch in Vers 8 zu finden. Da gibt es eine Verbindung, gucken wir uns doch genauer an. Ja, genau, ganz genau, das kommt aus dem Alten Testament. Gucken wir uns gleich alles an zur Leinwand, aber gibt es noch was, was euch auffällt hier bei dieser Beschreibung, von diesem Vers erstmal allgemein? Die weißen Pferde haben wir auch schon gesehen. Jesus hat das weiße Pferd.

[5:15] Also fangen wir mal einfach an, wer sind diese Heere? Also um was für Wesen handelt es sich? Simpele Frage: Es handelt sich um Engel. Und woher wissen wir, dass Jesus mit Engeln wiederkommen wird? Gibt es Bibelstellen im Kopf? Welche Bibelstellen sagen uns, dass Jesus nicht alleine kommt? Matthäus 24, genau. Schauen wir mal kurz hin, einfach, dass wir das mal so ein bisschen in Erinnerung haben. Das gehört ja so zu unserem täglichen Brot als Adventist. Warten auf die Wiederkunft. Matthäus 24, Vers 31: „Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.“ Und in der zweiten Text, den kann man sich gut merken, also Matthäus 24, 31 und Matthäus 25, 31.

[6:01] Ja, 24, 31 und 25, 31. Im nächsten Kapitel, Vers 31, heißt es: „Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen.“ Nun, warum, ja? In Offenbarung 9, die Engel? Sind da die Engel gemeint?

[6:29] Ja, da bist du wahrscheinlich jetzt gerade in der sechsten Posaune gelandet, nicht wahr? Aber sechste Posaune hat nichts mit der Wiederkunft zu tun. Sechste Posaune sind die die Krieger des Islam, die da kämpfen. Werden wir übrigens in einigen Wochen ein Symposium haben zu den sieben Posaunen hier am 15. 16. März, könnt ihr euch schon darauf freuen. Da werden wir dann ausführlich über diese diese Krieger da sprechen. Warum werden die Engel, die hier beschrieben werden, warum werden die nicht einfach als Engel bezeichnet in Offenbarung 14, sondern warum steht hier die Heere? Warum spricht es von Heeren, die ihm nachfolgen?

[7:13] Also die Engel werden öfter als die Herrscharen bezeichnet. Jesus ist der Herr der Herren, ja genau, aber nicht jedes Mal, wenn Engel vorkommen, werden sie als Heere bezeichnet.

[7:30] Ja genau, erinnert euch daran, was ist noch mal, was ist noch mal so quasi die Bildsprache von Offenbarung 19? Mit welchem Bild wird die Wiederkunft hier dargestellt? Erinnert euch, wir haben über Offenbarung 14 gesprochen, über Offenbarung 19. In Offenbarung 14 gibt es ein bestimmtes Bild für die Wiederkunft, in Offenbarung 19 gibt es ein bestimmtes Bild für die Wiederkunft. In Offenbarung 14, da werden die Engel nicht als Soldaten dargestellt, sondern da werden sie dargestellt als Erntehelfer. Ja, weil Offenbarung 14 ist die Wiederkunft eine Ernte. Da kommt Jesus mit einer Sichel auf einer Wolke, da werden die Ernte eingebracht, da werden die Trauben gekeltert. Aber in Offenbarung 19 ist die Wiederkunft ein Krieg, eine Schlacht, ja und deswegen sind die Engel jetzt dargestellt als Soldaten quasi, als Heere, als Kämpfer. Das heißt, das gesamte Bild ist einheitlich gezeichnet, die Wiederkunft ist eine Entscheidungsschlacht, weil natürlich der große Kampf hier noch einmal wieder zu einem Höhepunkt kommt, einem von mehreren Höhepunkten in der Geschichte.

[8:47] Jetzt was interessant ist an der Beschreibung, schaut noch mal genau in Offenbarung 19, da gibt es einen Vers, eine Phrase oder ein Wort, das ist nicht so selbstverständlich, wenn man an einen Krieg denkt. Also stellt euch vor, ihr seid in einer Armee und ihr führt Krieg gegen eine andere Armee, gegen ein anderes Königreich und ihr marschiert jetzt auf das Schlachtfeld und ihr fragt euch, wo ist wohl der König von der feindlichen Armee? Wo würdet ihr ihn vermuten? Den König von der feindlichen Armee, wo würde man den wohl suchen?

[9:26] Bei der feindlichen Armee, ja genau, sehr gut. Aber die feindliche Armee, die ist ja wahrscheinlich groß, breit aufgestellt, gestaffelt, wo wird sich wohl der König befinden in den allermeisten Fällen bei der Armee? Also wir haben jetzt vorne geschützt und im Bunker. Also die meisten Könige, die meisten Generäle, die standen meistens eher irgend auf einem Hügel, wo sie alles übersehen konnten und haben dann die Soldaten in die Schlacht geschickt, oder? Weil der König ist der wichtigste Mann. Wenn der tot ist, bricht alles zusammen. Es gibt ganz, ganz viele antike Schlachten, die deswegen entschieden worden sind, weil der König gestorben ist. Das passiert ganz oft, auch im Mittelalter immer noch. Da gibt es eine Schlacht, eine Armee ist stärker als die andere, aber sie verliert ihren König und plötzlich sind alle Soldaten völlig entmutigt und laufen weg. Der König muss immer beschützt werden. Wenn ihr mal lest über die persischen Könige, da wird dann beschrieben, wie die mit 200.000 Mann aufgezogen sind, die ganzen riesigen Armeen und die Kamele und die Elefanten und die Pferde, alles mögliche. Und irgendwo ist dann der Darius in der Mitte umgeben von zehntausenden von Soldaten, um ihn zu beschützen. Aber als die Perser gegen die Griechen gekämpft haben, haben sie etwas sehr Merkwürdiges erlebt. Wer war König der Griechen? Alexander der Große. Und Alexander der Große, der hat immer ganz vorne gekämpft, ist mehrmals beinahe gestorben. Aber seine Soldaten haben ihn dafür geliebt, dass er nicht sie einfach nur dirigiert hat, sondern der Alexander war immer da, wo es gefährlich war. Und interessant ist das, das ist wahrscheinlich die einzige Gemeinsamkeit zwischen Jesus und Alexander dem Großen, aber immerhin. Interessant ist, dass Jesus seine Armee voran reitet. Und es ist jetzt nicht einfach nur so, naja, in dem Sinne von, naja Jesus ist die Hauptperson und die anderen Engel folgen quasi so als Begleitpersonal, sondern die Idee ist, dass in diesem Kampf Jesus nicht irgendwo in der Kommandozentrale bleibt und sagt, macht mal, sondern in diesem Kampf geht Jesus dorthin, wo es am gefährlichsten ist, oder? Denn ganz vorne an der Front ist es am gefährlichsten.

[11:43] Gibt es dafür in der tatsächlichen Heilsgeschichte Beispiele dafür, dass Jesus dorthin gegangen ist, wo es am gefährlichsten ist? Er ist Mensch geworden. Kein Engel musste Mensch werden. Die Engel durften alle mitmachen, die haben alle mitgeholfen, aber von keinem Engel hat er erwartet, Mensch zu werden. Das hat er selbst gemacht.

[12:05] Was noch? Gibt es noch so Dinge, wo Jesus quasi etwas gemacht hat, was er keinem anderen aufgebürdet hat? Hat die Sünden auf sich genommen, ja? Da hätte es auch Engel gegeben, die das hätten machen wollen, oder? Kennt ihr wahrscheinlich, schreibt Ellen White. Aber Jesus hat gesagt, nein, ihr helft mir, ihr macht dies und jenes, wenn ich dann in Gethsemane bin, dann müsst ihr mich unterstützen, aber ich bin selbst an der vordersten Front, ich kämpfe mit dem größten Risiko.

[12:28] Ist es auch in unserem Leben so? Oder ist es nur im Leben von Jesus sozusagen in der Heilsgeschichte so, oder ist es auch in unserer Beziehung zu Jesus so, dass er die größeren Aufgaben übernimmt als ich? Ist so, oder? Ich glaube, das müssen wir uns immer wieder vor Augen halten, dass wenn wir gemeinsam mit Jesus kämpfen, dann ist es nicht so, dass wir den großen Kampf zu kämpfen haben und Jesus uns von hinten anfeuert oder uns ermutigt, sondern Jesus, also quasi wenn ich jetzt mit dem Satan zu kämpfen habe, dann geht Jesus mir voran und er kämpft die wesentlichen Kämpfe und ich kämpfe halt hinten so ein bisschen mit. Der Paulus schreibt das, wir haben Aufgaben, wie wir sollen beten, wir sollen Bibel lesen, wir sollen freundlich sein. Jesus kümmert sich darum, dass wir geheiligt werden, dass wir ein neues Herz bekommen, dass der Heilige Geist in uns wohnt und so weiter. Jesus macht das Anstrengende, wir dürfen mitmachen. Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass man sich das vor Augen hält, dass wir einen Gott haben, der selbst die schwersten Aufgaben übernimmt.

[13:26] Der Krieg, schaut man in Offenbarung 17, Vers 14, das kennen wir schon. Was ist dieser Krieg, um den es hier geht? Offenbarung 17, Vers 14: „Diese werden mit dem Lamm Krieg führen und das Lamm wird sie besiegen, denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige und mit ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen.“ Wer sind die, die mit dem Lamm Krieg hier führen? Wer wird von dem Lamm besiegt? Also wer sind die Gegner des Lammes?

[13:58] Babylon, die Könige hier, die Hörner, die letzte Vereinigung all der bösen Mächte. Um diese Schlacht geht es und offensichtlich sind also die Engel auch beteiligt, ganz am Ende. Es ist nicht nur Jesus alleine, sondern auch die Engel sind beteiligt an diesem letzten Kampf gegen die Weltverschwörung, gegen Gott. Auch die Gläubigen. Wir haben ja einen ersten Hinweis darauf, dass die Engel mit Jesus kämpfen, aber dass auf Erden auch die Gläubigen mit ihm kämpfen und da haben wir schon eine Idee, warum vermutlich die beiden Gruppen das selber anhaben. Die haben weiße Leinwand, glänzende Leinwand und auch die Gläubigen haben weiße Leinwand.

[14:48] Okay, jetzt wie viel Soldaten gibt es denn in der himmlischen Armee? Schaut mal mit mir in Psalm 68, eine ganz interessante Stelle. Psalm 68 und dort lesen wir Vers 18. Psalm 68 und dort Vers 18. Da geht es um die Armee Gottes.

[15:11] Gottes Wagen sind wie viel? Zehntausend mal zehntausend, Tausende und Abertausende. Der Herr ist unter ihnen wie am Sinai in Herrlichkeit. Also im Sinai kam ja auch die ganze ganze Armee Gottes mit, nicht wahr? Die ganzen Engel. Zehntausend, also hier wird die Armee Gottes beschrieben, das heißt seine Wagen sind zehntausend mal zehntausend und tausend und Abertausende.

[15:33] Kommt euch diese Formulierung bekannt vor? Zehntausend mal zehntausend und Daniel, genau. Wo haben wir die? Also wir haben es jetzt in Psalm 68, Vers 18. Wo haben wir die noch? Wir haben sie in Daniel, Daniel 7, genau und welcher Vers ist das? Das ist Vers 9 und 10, wo die Throne aufgestellt werden und der Alte an Tagen sich setzt und die Bücher dann aufgetan werden und was passiert dort in Daniel 9, äh Daniel 7, Entschuldigung?

[16:04] Die dienten ihm, genau, aber was ist, das ist nur quasi das Gericht, nicht wahr? Das Gericht setzt sich, die Bücher wurden aufgetan, das Gericht setzt sich und dann kommt das nochmal vor. Zehntausend mal zehntausend und tausend mal tausend und zwar in der Offenbarung. Schaut mal in Offenbarung 5, Offenbarung 5 und dort Vers 11. Offenbarung 5 und dort Vers 11.

[16:43] Und ich sah und ich hörte eine Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die lebendigen Wesen und die Ältesten und ihre Zahl war zehntausend mal zehntausend und tausend mal tausend. Also wir haben jetzt hier Offenbarung 5, Vers 11. Also nochmal, in Psalm 68, Vers 18 geht es um was? Da geht es um, wagen, also um die Armee oder die Armee Gottes. In Daniel 7 geht es worum? Um das Gericht. Was machen die Engel im Gericht?

[17:15] Sie dienen, sie sind Zeugen, sie schauen zu, sie haben ein Interesse am Erlösungsplan. Sie wollen wissen, wie das ausgeht, wollen wissen, wer gerettet wird, wenn nicht gerettet wird, warum und so weiter. Was ist in Offenbarung 5 los? Hier geht es ja nicht um eine Schlacht oder? Hier geht es auch nicht um das Untersuchungsgericht in Offenbarung 5. Worum geht es in Offenbarung 5?

[17:36] Gottesdienst! Gottesdienst im Himmel und zwar an welchem Wochentag? Wer ist denn anwesend in diesem Gottesdienst hier?

[17:56] Ja, ja, genau die Engel sind da, das ist kein Wunder. Gottesdienst ist auch kein Wunder. Jesus ist auch da, der ist seit der Himmelfahrt auch wieder da. Aber wer ist noch da, der normalerweise nicht dabei ist bei diesem Gottesdienst? Warum wissen wir, warum haben wir diesen Text hier? Johannes ist dabei. Wie kommt Johannes da hin? Er hat eine Vision. An welchem Tag hat er die Vision? Am Sabbat. Ja, aber er hat am Sabbat die Vision und wird am Sabbat in diesem Gottesdienst eingeführt. Natürlich sind da viele Dinge, die später auch passieren, nicht alles, was hier geschieht, ist am Sabbat geschehen. Das ist ein Gottesdienst, oder? Offenbarung 5? Offenbarung 4 und 5? Ja, das stimmt. Okay, aber für Johannes ist es ein Gottesdienst.

[19:03] Das ist eine gute Frage, wer die Ältesten sind. Es gibt zwei Theorien darüber. Das machen wir jetzt nicht. Mein Punkt ist der, vielleicht haben die jeden Tag im Himmel so einen Gottesdienst. Aber zumindest für Johannes, der das beobachtet, ist es Sabbat. Also die Idee ist ja, Johannes ist auf Patmos. Ihm erscheint Jesus an diesem Sabbat, der diktiert ihm die sieben Sendschreiben und sagt, dann komm mal mit mir in den himmlischen Gottesdienst. Und von dort aus zieht er dann die ganze Weltgeschichte weiterhin. Wie auch immer, es ist Gottesdienst. Ob wir jetzt an Sabbat denken oder nicht, ist erst mal unerheblich. Aber wir Menschen denken bei Gottesdienst erst mal an Sabbat. Es wird auch im Himmel immer am Sabbat Gottesdienst sein. Aber wir werden auch sonst Gott anbeten natürlich. Gottesdienst. Aber es geht weniger um den Sabbat als vielmehr um den Gottesdienst.

[19:49] Schaut mal, wie viele Leute sind in der Armee? Zehntausend mal zehntausend und tausend mal tausend. Im Gericht? Zehntausend mal zehntausend und tausend mal tausend. Im Gottesdienst? Zehntausend mal zehntausend und tausend mal tausend. Was ist der simple Punkt? Alle Leute, die im Gottesdienst sind, machen auch bei Jesu Mission in seiner Armee mit. Mit anderen Worten, da gibt es keinen Engel, der nur zum Gottesdienst geht, aber nicht dann bei der Wiederkunft sich in die Armee mit einrückt. Alle Gottesdienstbesucher sind auch Mitglieder der Armee. Also wenn wir das jetzt auf unsere Gemeinde und auf unsere europäische oder deutsche weltweite Adventgemeinde übertragen, haben wir auch den gleichen Prozentsatz. Eher nicht, oder? In unserem Kopf ist es eher so, da gibt es eine bestimmte Anzahl von Leuten, die kommen zum Gottesdienst und von denen sind es dann so viele, die sich wirklich für den Erlösungsplan interessieren und von denen noch mal wenige, die mal wirklich mitarbeiten, mitkämpfen, Teil der Armee sind, oder? Aber im Himmel gibt es da keinen Unterschied. Das ist vielleicht für euch jetzt nicht spektakulär neu, aber eigentlich, glaube ich, ein wichtiger, interessanter Punkt. Im Himmel sind alle, die im Gottesdienst sind, auch beteiligt an der Mission und an dem Kampf, den Jesus führt. Und das ist eigentlich das Ideal, nach dem wir streben.

[21:28] Denn wir haben ja gerade gesagt, am Ende der Zeit werden die Gläubigen, die sich dort mit glänzender Leinwand bekleidet werden, die werden ja auch mit Jesus sein, die Erwählten und die Treuen. Ich glaube, ein Ziel unserer Arbeit muss es sein, dass wir das hier erreichen, dass genauso viele wie zum Gottesdienst kommen, genauso viele Interesse haben auch an der Erlösung von anderen und genauso viele bereit sind, in der Armee mitzukämpfen. Und naja, fand ich einen interessanten Punkt.

[22:15] Nun, schaut mal mit mir in Matthäus 25. Matthäus 26 und dort Vers 53. Ihr wisst alle, Matthäus 26, da geht es gerade um wen? Es geht um Jesus. Und wo ist Jesus? Gethsemane, kurz vor seiner Kreuzigung. Und dann wird er gefangen genommen, nicht wahr? Und das heißt dann hier in Vers 53, wo er dann zu Petrus spricht: „Oder meinst du, ich könnte nicht jetzt meinen Vater bitten und er würde mir mehr als zwölf Legionen Engel schicken?“

[23:07] Was soll dieser Satz aussagen? Knapp 6.000, also nach römischer Sollstärke in der Kaiserzeit hat eine Legion 5.500 Soldaten, also knapp 6.000. Was soll er noch ausdrücken, außer dass es ungefähr 70.000 Soldaten sind?

[23:29] Sie sind organisiert, ja genau. Was will Jesus noch mit dieser Frage? Er will ja quasi eine Botschaft drüber bringen. Also wenn er dem Petrus sagt, meinst du nicht, ich könnte dem Vater jetzt bitten, will er ja nicht sagen, hey Petrus, lass mir dir mal eine kleine Bibelstunde über die Armee-Struktur des Himmels geben. Was auch interessant ist, das können wir daraus lernen, aber das ist ja nicht das, was der Petrus gerade wissen wollte sozusagen. Was ist gerade die Botschaft, die er rüberbringen möchte?

[23:53] Die Engel sind allezeit bereit, oder? Das ist nicht wie bei Menschen. Bei Menschen ist das so, wenn da Krieg ist, dann muss man erst mal mobil machen. Im ersten Weltkrieg, als sie dann wussten, jetzt kommt Krieg, da konnten die gar nicht gleich loskämpfen. Die brauchten erst mal Tage und Wochen, bis die dann ihre ganzen Soldaten erst mal verladen hatten und mobil gemacht haben und versorgt haben, bis die mal an die Front kamen. Das hat Wochen gedauert. Das heißt, es ist nicht so, dass wir zu Gott rufen und sagen, her, ich brauche Hilfe und Gott sagt, okay, alles klar, wen kann ich denn senden? Dann gibt er den Engeln erst mal eine Instruktion und bereitet sie vor und bildet sie aus und die Engel stehen die ganze Zeit schon da und warten nur auf das Zeichen.

[24:35] Das ist, was er sagt. Ja, genau, ganz genau. Was aber auch wiederum bedeutet, also da standen jetzt 70.000 Engel, mindestens, er sagt ja mehr als 70.000 Engel in der Nähe des Gartens Gethsemane. Was sagt uns das, dass sie nicht eingegriffen haben? Gott hat das letzte Wort. Das ist interessant, wie viele Menschen sind da, um Jesus zu beschützen? Er hat sich, wie viel mitgenommen? Zumindest drei, die zu ihm gehören. Also Jesus ist da und drei Menschen sind mit ihm. Also die sollen jetzt nicht direkt beschützt, aber die gehören auch zu ihm. Ihm gehören drei Menschen und 70.000 Engel. Jetzt ist es interessant, oder? Die 70.000 Engel haben sich alle im Griff. Wie ist es mit den drei Menschen? Der eine rastet sofort aus. Der Petrus, der lässt sich nicht kontrollieren. Das sind 70.000. Hätten die Engel auch gern losgeschlagen? Ja, Ellen White sagt uns, da waren einige so, können wir? Und der oberste Engel, nein. Und sie haben sich gewundert, warum nicht? Unser König, unser Herr wird gefangen genommen. Nein, sie durften nicht.

[26:00] Die sind allezeit bereit, aber die Engel kämpfen niemals aus eigenem Antrieb. Und wir Menschen machen immer einen der beiden Fehler. Entweder wir sind nicht bereit, Gott muss uns erst ewig lange vorbereiten, oder wenn wir bereit sind, denken wir, wir können losschlagen, wann wir wollen. Stellt euch also vor, das sind die Engel, die fertig sind. Die haben alle Waffen im Anschlag, stundenlang stehen die da und denken jeden Moment, wenn Jesus nur ein Wort sagt, sind alle Juden und alle Römer tot. Und die stehen dort den ganzen Tag und die ganze Nacht, also die ganze Nacht und dann den ganzen Tag. Und wie viel haben sie am Ende gekämpft? Gar nichts. Die standen nur für den Fall der Fälle und haben sich nicht hinterher geärgert und gesagt, das war ja alles umsonst, oder? Die standen nur da für den Fall, dass sie gebraucht werden würden.

[26:52] Und nicht zwei oder sieben. Wie viel hättest du denn gebraucht, um mit den Römern fertig zu werden? Einen. Kennt ihr eine Geschichte, wo ein Soldat mit allen fertig wird? Viele Tausende, wo, wo, genau? Jesaja, genau, schaut mal, in Jesaja. Jesaja 37 ist das. Das war noch ein paar Jahrhunderte vorher, zu Zeiten des Sanherib, König der Assyrer. Jetzt weiß ich nicht, ob ihr was über die Assyrer wisst. 185.000 Assyrer in Vers 37, Vers 36. „Und der Engel des Herrn ging aus und er schlug im Lager der Assyrer 185.000 Mann. Und als man am Morgen früh aufstand, siehe, da waren diese alle tot, lauter Leichen.“ Also der hätte ein Engel ausgereicht, zwölf Engel wären mehr als genug gewesen. Gott sendet 70.000 Engel. Er sendet mehr als zwölf Legionen.

[27:56] Jetzt, man weiß nicht genau, wie viele Legionen es jeweils zu einer Zeit im römischen Reich gab. Man weiß nicht, wie viele es gab. Aber was würdet ihr schätzen, sind zwölf Legionen viel oder wenig für damalige Zeit gewesen? Unglaublich viel. Also es gab zu keinem Zeitpunkt der römischen Geschichte eine Zeit, wo zwölf Legionen am selben Ort gewesen sind. Sondern die Legionen, die waren wo? Verstreut. Ich meine, das römische Reich war groß und wenn die dann 20 Legionen hatten und so, das ganze römische Reich war jetzt verstreut. Da waren mal zwei in Germanien und drei vielleicht in Syrien und eine in Nordafrika. Zwölf Legionen auf einem Haufen hätten unter jedem Umstand Rom sofort in die Knie gezwungen. Also was Jesus hier sagt ist, Gott hat genügend Engel parat, nicht nur um diese paar Wachen hier umzubringen oder um Pontius Pilatus abzusetzen. Gott hat genügend Engel da, er könnte mit diesen Engeln das gesamte römische Reich sofort besiegen. Das sagt er.

[29:07] Ja, ganz genau. Denn wenn das ähnlich ist, haben wir nicht. Und wie viele Engel werden da sein? Wir denken mal, ich habe einen Schutzengel, du hast einen Schutzengel, sind vielleicht vier, sechs, sieben Schutzengel da, nicht wahr? Vielleicht sind viel, viel mehr da und warten nur, dass sie arbeiten können, dass sie wirken können. Und Engel machen ja nicht nur den Job, dass sie feindliche Soldaten umbringen. Die haben doch noch angenehme Aufgaben. Was sind eigentlich so Aufgaben der Engel? Was machen die noch so, wenn sie kämpfen? Sie beschützen uns. Was machen sie noch? Sie helfen uns, sie geben uns Worte in den Mund, sie geben uns Gedanken auch ein. Sie kooperieren mit dem Heiligen Geist. Sie haben unglaublich viel, was sie tun können. Und Ellen White sagt sogar, je organisierter wir arbeiten, in unserem persönlichen Leben und auch als Gemeinde, umso besser können sie mit uns arbeiten, weil sie sind halt extreme Organisationen gewöhnt. Also im Himmel gibt es nicht, dass jeder so für sich so für sich läuft und sagt, ich bin einfach so ein einzelner einsamer Wolf, ich kämpfe jetzt für mich so ein bisschen. Im Himmel ist alles organisiert. Die Gebete, da haben die Engel eine große Rolle. Und ich glaube, auch angesichts dieses Fernsehs sollten wir uns wieder Gedanken machen, wie viel die Engel eigentlich mit uns zusammenarbeiten. Es gibt so schöne Aussagen von Ellen White, wo sie das beschreibt, dass es eines der größten Vorrechte ist, für Menschen mit Engeln gemeinsam zusammenarbeiten zu dürfen. Mit dieser gewaltigen Armee, ja das ist uns oft gar nicht so bewusst, weil wir leider oft manchmal so noch irgendwie, vielleicht so halb im Hinterkopf haben, dass Engel so, naja, der allgemeine Mensch denkt bei Engeln eher so an kleine Babys mit Flügeln oder so. Aber die Bibel spricht von Engeln als gewaltigen, mächtigen Wesen, die alles übersteigen, was menschliche Kraft so sich vorstellen kann.

[30:52] Schaut mal mit mir in 2. Thessalonicher, 2. Thessalonicher 1, Vers 7. 2. Thessalonicher 1, Vers 7, da haben wir noch mal die Wiederkunftsszene und so beschrieben, dass es noch ein bisschen hier uns weiterhilft. 2. Thessalonicher 1, Vers 7.

[31:14] „Euch aber, die ihr bedrängt werdet, mit Ruhe, gemeinsam mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her, jetzt kommt es, mit den Engeln seiner Macht.“ Wenn also Jesus, ich meine, Jesus könnte auch alleine kommen, das würde trotzdem alle umbringen, aber Jesus zeigt am Ende seine gesamte Macht, er führt seine gesamte Heeresmacht vor. Also es hat noch niemals in der Geschichte eine Armee gegeben mit 100 Millionen Soldaten, noch nie, nie, nie, niemals. Sowas kann man sich menschlich gar nicht vorstellen. Wenn Jesus kommt, wird er alles übertreffen, was Menschen jemals auch an militärischer Macht und Stärke gesehen haben. Er kommt mit allen Engeln seiner Macht.

[32:07] Übrigens, warum kommt er am Ende? Einfach nur um zu zeigen, ich bin stark? Nein, für wen kommt er? Warum kommt er? Er kommt für uns. Er kommt ja zu dem Zeitpunkt noch nicht, um sein Königtum auf der Erde zu begründen, oder? Denn er kommt, er kommt, rettet uns und was macht er dann, wenn er uns gerettet hat? Er tötet die anderen, das stimmt, aber er etabliert nicht sein Königreich. Er kommt, rettet uns und verschwindet wieder. Er raubt quasi nur dem Satan physisch die Leute, die ohnehin schon eigentlich jetzt zu Jesus gehören. Sein Königreich etabliert er erst tausend Jahre später.

[33:07] Ja, genau, Jesus will uns abholen und er macht das Beste, was er geben kann mit der größten Macht, um deutlich zu machen, mit mir seid ihr immer in der Mehrheit.

[33:27] Was damit erneut ausgedrückt werden soll, was Gott ja auch schon am Kreuz eigentlich ja gemacht hat, ist, dass wenn er sich um die Menschen kümmert, er nichts zurückhält. Alles, was der Himmel hergeben kann, wird benutzt, um die Menschen zu retten. Und das bedeutet, Gott hat mich und dich so lieb, dass wenn er sich überlegt, wie viel bräuchte ich, um ihn zu retten und er sagt, okay, ich bräuchte eigentlich vielleicht fünf Engel oder zehn Engel. Was sagt er? Ich sende trotzdem alle Engel, nicht wahr? Er sendet alles, was er geben kann. Er hat seinen eigenen Sohn gesandt, damit niemand sagen kann, naja, wenn Gott, aber wenn du noch das gemacht hättest, dann hätte ich vielleicht gerettet werden können. Gott gibt alles. Die Frage ist, wenn Gott alles gibt, sollten wir nicht dann auch alles geben?

[34:32] Ja, ganz genau. Das heißt, es kommt niemals der Punkt, wo ich mir Gedanken machen muss, ist da noch genügend Hilfe da? Also diese Beispiele sollten euch zeigen, wenn da 70.000 Engel im Garten Gethsemane sind, dann ist da mehr als genügend Hilfe in jeder Situation. War Jesus in einer großen Krise? Eine Krise, die man sich als Mensch kaum vorstellen kann. Aber Jesus, Gott hat ihn nicht einfach da hinein geschickt, sondern er hat alle Engel gesandt, nicht wahr, die es dazu brauchte. Und naja, wenn Jesus wiederkommt, kommt er mit seiner ganzen Armee.

[35:11] Schauen wir noch ganz kurz dieses Gewand an, das sie haben und die Pferde. Ihr habt schon richtig gesagt, die Pferde sind weiß, genauso weiß wie das Pferd von Jesus, nicht wahr? Auf Offenbarung 19 Vers 11 ist ein Himmel geöffnet und sie ein weißes Pferd und Vers 14: „Und die Heere der Himmel folgten ihm nach auf weißen Pferden. Sie waren bekleidet mit weißer und reiner Leinwand.“ Und wie ihr richtig gesagt habt, sind auch die Gläubigen schon in Vers 8 so gekleidet. „Es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend, denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“ Da gibt es eine Armee im Himmel und da gibt es eine Armee auf der Erde. Die haben unterschiedliche Aufgaben.

[36:02] Was ist die Aufgabe der Armee auf der Erde? Welche Aufgabe hat die Armee auf der Erde? Sich heiligen, das wäre quasi so, als wenn die Armee sich rüstet, aber keine Armee besteht dafür, dass sie sich einfach nur rüstet. Rüstung ist quasi mehr das Mittel zum Zweck, aber was ist das Ziel der Armee auf Erden? Wofür ist die da? Ich meine, wenn man eine Armee aufstellt, hat man ja ein Ziel. Napoleon hat eine Armee aufgestellt, um Russland anzugreifen. Nicht nur, dass die Soldaten, nicht nur, dass die Uniform tragen. Was ist das Ziel der Armee Gottes auf der Erde? Was ist das Ziel? Was ist das Ziel? Was ist die Mission der Armee?

[36:44] Das Evangelium in die ganze Welt zu tragen, dafür ist sie da. Das ist nicht die Aufgabe der anderen Armee im Himmel. Die Armee im Himmel hätte das auch machen können, oder? Die ganzen Engel hätten das Evangelium predigen können. Besser, schneller, effektiver, sehr viel organisierter als die Menschen. Die hätten vom Himmel her das predigen können, die hätten auf die Erde kommen können, aber das ist nicht ihre Aufgabe.

[37:23] Also wenn ihr die beiden Armeen vergleicht, die Engelsarmee und die menschliche Armee, welche ist irgendwie stärker? Von welcher gibt es mehr? Welche ist die organisiertere? Welche hat die wichtigere Aufgabe? Ich glaube, die Aufgabe der Menschen durch ihr eigenes persönliches Zeugnis, durch ihre eigene Erfahrung. Ich war verloren und Jesus hat mich gerettet durch sein Blut und durch seinen Heiligen Geist und jetzt bin ich ein Kind Gottes und durch seinen Geist kann ich die Gebote Gottes halten und ich bin mit der Liebe Gottes erfüllt. Dieses Zeugnis ist das, wonach sogar die Engel Interesse haben. Die Bibel sagt sogar, die Engel begehren da hineinzuschauen. Die Engel sitzen hier vorm Gericht und fragen sich, wie das alles ausgehen wird. Die Engel sind die Hilfstruppen. Ihr wisst vielleicht, in der römischen Armee gab es die Legionen, die reguläre Armee und da gab es die Hilfstruppen, die ergänzt haben, die so die kleinen Aufgaben gemacht haben, um den Legionen den Weg freizumachen. Gott ist in der Hinsicht mal wieder sehr paradox. Jeder andere General hätte wahrscheinlich die Engel predigen lassen und die Menschen so ein bisschen die Hilfsdienste geben lassen. Aber Gott lässt die Menschen predigen und sagt den Engeln, ihr haltet ihnen den Rücken frei, ihr helft ihnen, ihr unterstützt sie, auch wenn man euch nicht einmal sieht.

[39:16] Die Idee war wieder, je höher die Position, desto größer der Dienst. Die Engel dienen. Obwohl sie das besser könnten, wissen sie, dass es Gottes Wille ist, dass die Menschen ihren Auftrag haben. Und so gibt es zwei Armeen mit zwei Zielen.

[39:46] Dort an der Stelle ist es ja sogar so, dass dann gesprochen wird, dass die Sterne vom Himmel gekämpft haben und es ist sehr möglich, dass damit gemeint ist, dass die Engel selbst sich beteiligt haben, dass eine Zusammenarbeit zwischen Menschen und Engeln sein sollte.

[40:03] Und ich glaube, das lohnt sich darüber nachzudenken, dass wir in unserer Arbeit eigentlich mit einer Armee zusammenarbeiten, die unglaublich viel kann. Ich glaube, das könnte auch helfen, wenn man mal frustriert ist mit der Gemeinde. Man schaut auf die Ortsgemeinde, auf die deutschlandweite Gemeinde, auf die Weltgemeinde und denkt, wir bräuchten mehr von dem, mehr Ressourcen, mehr Geld, mehr Talent, mehr junge Leute, mehr erfahrene Leute, mehr dies und jenes, mehr Einigkeit. Und dann denkt man, wie soll Gott das denn schaffen mit dieser Armee? Und wir vergessen, dass es noch eine ganz andere Armee gibt, die dazu da ist, dieser ersten Armee zu helfen. Gottes Kraft kommt in Schwachheit zur Veränderung. Aber während die menschliche Armee sich auf die Wiederkunft vorbereitet, passiert etwas mit ihr, was wir in Offenbarung 19, Vers 8 gesehen haben. Sie nähert sich charakterlich immer mehr der himmlischen Armee an. So sehr, dass wenn Jesus wiederkommt, man sie nicht erst noch umkleiden muss. Denn die Armee des Himmels trägt alle weiße Leinwand. Und wenn dann Jesus kommt und die Menschen mit sich nimmt, passen die Menschen bezüglich ihrer Bekleidung in die himmlische Armee. Sie müssen nicht erst im Himmel neue Uniformen bekommen. Heißt auf deutsch, sie haben den Charakter, den sie für die himmlische Armee brauchen, durch Gottes Gnade und seinen Geist auf der Erde erworben. In diesem Kampf. Und wenn Jesus wiederkommt, werden diese beiden Armeen miteinander zusammengeführt.

[41:38] Also ich freue mich schon, meinen Engel zu treffen. Ich hoffe, dass er vergesslich ist, dass er vieles vergisst von dem, was er gesehen hat. Und dass irgendwie das Blut Jesu so groß über diesen Berichten ist, dass er da nicht hindurch blicken kann. Das verspricht die Ellen White. Aber ich glaube, das wird ganz spannend werden. Zu sehen und dann zu erfahren, was die Engel auch auf Gottes Geheiß alles für uns gemacht haben. Ja, jetzt gerade tun. Ich glaube, die freuen sich, wenn wir gerade mal ein bisschen über sie reden. Aber sie freuen sich noch mehr, wenn wir über Jesus reden.

[42:13] Übrigens zum Schluss, was Ellen White sagt, ist, wenn die Engel wiederkommen, wusstet ihr, dass er nicht nur Gott in die Posaune blasen wird. Das ist der Schall der letzten Posaune. Sondern Ellen White sagt, wenn Jesus wiederkommen wird, werden all die Engel himmlische Musik anstimmen. Also nicht nur zu Weihnachten so, in Anführungsstrichen, als Jesus geboren worden ist. Nein, wenn Jesus wiederkommt, dann wird es nicht nur unglaublich hell sein, sagt das ganze Firmament, wird voll von leuchtenden Körpern sein. Sonne sagt, die werden singen, singen himmlische Musik. Und wir gewöhnen uns besser jetzt schon auf der Erde an diese himmlische Musik, dass sie uns dann gut gefällt. Das wird auch ein Ehrenvoller, den es haben wird, die Menschen dann an den Gräbern zu begrüßen, wenn sie auferstehen werden.

[43:03] Ihr Lieben, lasst uns lernen von der himmlischen Armee. Lasst uns so wie die himmlische Armee stets bereit sein, aber gleichzeitig immer auf Gottes Kommando warten und lasst uns dieser Armee immer ähnlicher werden, in der Art und Weise, wie sie dient, in der Art und Weise, wie sie charakterlich ist und wie sie Jesus nachfolgt, wohin auch geht. Amen. Noch gemeinsam niedrig knurren und beten.

[43:30] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir etwas lernen durften über die himmlische Armee. Wir reden manchmal von Engeln, aber ganz selten machen wir uns eigentlich wirklich Gedanken, wie der ganze Himmel organisiert ist und wie der ganze Himmel ein Interesse an uns, unsere Erlösung, unsere Gemeinde hat, wie der ganze Himmel alles investiert, damit es uns gut geht und damit wir möglichst verstehen, was du für uns getan hast.

[44:09] Und Herr, wir möchten dich bitten, dass wenn wir darüber nachdenken, wenn wir uns vor unserem inneren Auge diese Armee anschauen, dass wir durch das Anschauen verwandelt werden in dasselbe Bild durch deinen Heiligen Geist, dass wir lernen, wie die Engel stets bereit gerne zu dienen, auf dein Kommando zu warten und bereit zu sein, niederste Dienste zu tun, ohne gesehen zu werden, damit andere auch dich kennenlernen. Wir möchten dich bitten, dass du das in uns bewirkst und dass wir das jeden Tag als Vorrecht schätzen, mit himmlischen, mächtigen Engeln zusammenarbeiten zu dürfen. Habt Dank dafür, im Namen Jesu. Amen.

[45:06] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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