[1:01] Offenbarung 19 und dort Vers 16. Wir sind immer noch in der Beschreibung von Jesus bei der Wiederkunft. Und wir haben schon die Verse 11 bis 15 behandelt. Letztes Mal haben wir gesehen, aus seinem Mund geht was hervor? Ein scharfes zweischneidiges Schwert, Symbol für das Wort Gottes. Wir haben gesagt, wenn Jesus wiederkommt, erfüllen sich die Prophezeiungen. Das Wort Gottes ist nicht nur zuverlässig in Bezug auf unsere Erlösung, es ist genauso zuverlässig in der Erfüllung der Warnungen und der Androhung und auch der Gerichte Gottes. Und wir haben gesehen, er tritt die Weinkelte des Grimmes und des Zornes Gottes des Allmächtigen. Dieses Bild von der Ernte kombiniert mit dem Bild von der Schlacht. Und in Vers 16 lesen wir es: Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.
[2:12] Nun, Frage an euch: Was hat es eurer Meinung nach mit diesem Namen auf sich? König der Könige und Herr der Herren. Wir werden uns danach auch überlegen, warum das ausgerechnet an seinem Gewand steht und warum es an seiner Hüfte steht. Aber wir fangen jetzt mal mit diesem Namen an. Ist das überhaupt ein Name? König der Könige und Herr der Herren. Würdet ihr sagen, ist das ein Name? Wer von euch würde, wenn ihr ein Kind bekommt, das Kind nennen: König der Könige und Herr der Herren? Ich weiß nicht, ob das Krankenhaus da mitmachen würde, das Standesamt. Eigentlich würden wir eher König der Könige und Herr der Herren wie bezeichnen, normalerweise, ein Titel, oder? Aber die Tatsache, dass hier ein Name steht, zeigt uns, dass die Bibel in der Offenbarung zwischen Name und Titel nicht unterscheidet. Das ist ganz wichtig übrigens in Offenbarung 13, weil in Offenbarung 13, da gibt es die Zahl seines Namens. Aber da gibt es immer einen Titel, Vicarius Philii Dei.
[3:26] Okay, König der Könige, was denkt ihr, was steckt dahinter? Hinter diesem Begriff, König der Könige? Warum wird Jesus bei seiner Wiederkunft genannt, neben den anderen Namen? Wir hatten ja schon das Wort Gottes, der Treue, der Wahrhaftige, den Namen, den man kennt. Warum wird er auch genannt, König der Könige? Herr der Herren, was meint ihr? Was will die Offenbarung sagen? Ihm wird Herrschaft übergeben, er kommt als Sieger.
[4:07] Wo kommt denn dieser Titel in der Bibel vor, König der Könige? Ist Jesus der einzige König der Könige in der Bibel? Bei der Kreuzigung, wurde Jesus bei der Kreuzigung König der Könige genannt? König der Juden. Wer hat sich darüber aufgeregt, dass er König der Juden genannt wird? Die Juden, die haben gesagt, er ist doch kein König, man kann ihn doch nicht König der Juden nennen. Übrigens, Ellen White kommentiert das und sagt, die Leute, die sich darüber beschwert haben, dass Jesus König der Juden genannt wurde, die werden sich mehr als wundern, wenn sie in der Auferstehung dann sehen, er ist der König nicht nur der Juden, er ist der König der Könige.
[4:48] Okay, aber jetzt zurück zu der Frage, gibt es noch andere Personen in der Bibel, außer Jesus, die den Titel König der Könige tragen? Schon mal irgendwo gelesen, König der Könige? Oder ist Jesus der Einzige, ist das ein exklusiver Titel von Jesus? David wird nicht König der Könige genannt, also er ist ein König natürlich.
[5:15] Schauen wir mal, fangen wir mal an und zwar in Esra Kapitel 7. Esra 7 und dort Vers 12. Mal ganz nebenbei gefragt in die Runde, Esra 7 ist bekannt und berühmt wofür? Ja genau, Esra 7 ist das Fundament des Adventismus, eigentlich der ganzen christlichen Religion. Esra 7 ist der dritte Erlass. Der Erlass von, wer war der dritte Erlassgeber? Nicht Kyrus, nicht Darius, sondern Artaxerxes. Oder Artasasta, wie er auch manchmal übersetzt heißt. Hier in Vers 12 heißt es: Artaxerxes der, wie geht es weiter? Artaxerxes der König der Könige. An Esra den Priester, den vollkommenen Schriftgelehrten im Gesetz des Gottes des Himmels ausgefertigt und so weiter.
[6:17] Artaxerxes oder Artasasta wird genannt König der Könige. Warum nennt sich Artaxerxes König der Könige? Okay, der Begriff, jetzt hört gut zu, der Begriff König der Könige kommt eigentlich aus dem alten Orient. Das ging los mit den Assyrern. Damals gab es viele Städte und jede Stadt hatte so ihren eigenen König. Wenn ihr lest zum Beispiel bei den Philistern auch, da gab es den König von Gat und den König von Ekron und den König von Asdod und so weiter. Und so auch in Assyrien, da gab es lauter Stadtkönige. Und als dann die Assyrer, so ein Stadtkönig gleich nach dem anderen erobert hatten, dann war der assyrische König der König über alle Könige. Da kommt eigentlich die Idee, jemand, der quasi alle anderen Könige unter sich hatte. Das hatte gar nichts mit Geistlichkeit zu tun, also nicht irgendwie mit guter Herrschaft. Das bedeutete einfach absolute Herrschaft. Der erste von denen war ein Mann namens Tukulti-Ninurta, der erste von Assyrien. Herrscher über viele Stadtkönige, aus dem 13. Jahrhundert schon. Und manchmal fand man auch den Namen Großkönig im Sinne von es gibt viele kleine Könige, aber nur einer ist der Großkönig. Übrigens auch in Indien, da gab es den Rajadiraja, der König des Königs, der Könige sozusagen.
[7:56] Schaut mal in Daniel, das hast du schon richtig gesagt, Jonathan. In Daniel Kapitel 2 und dort Vers 37. Daniel 2 Vers 37. Ihr kennt Daniel 2, natürlich ausgesprochen gut. Daniel 2 Vers 37, das heißt es: Denn du, oh König, bist ein König der Könige. Dem der Gott des Himmels das Königtum, die Macht, die Stärke und die Ehre gegeben hat. Frage, wer spricht hier zu Nebukadnezar und sagt, du bist ein König der Könige? Daniel. War das okay von Daniel, war das richtig, dass er den Nebukadnezar König der Könige nennt? Darf Daniel als Prophet Gottes den Nebukadnezar König der Könige nennen? Er war vom Heiligen Geist inspiriert, er sagte ja nicht, wir wollen dir die Deutung geben.
[9:15] Absolut, er darf. Schaut mal, sogar, lasst mal euren Finger in Daniel 2, geht mal mit mir zu Hesekiel 26. Hesekiel 26 und dort Vers 7. Dort heißt es: Denn so spricht wer? Gott der Herr. Siehe, ich bringe Nebukadnezar, den König von Babel, der ein König aller Könige ist, von Norden her über Tyrus mit Rossen, Streitwagen und Reitern und mit einem großen Haufen Volk. Also, wer sagt hier zu Nebukadnezar, dass er König der Könige ist? Gott selbst. Also, wenn Gott selbst sagt, Nebukadnezar ist ein König der Könige, dann kann Daniel das auch tun.
[10:10] Was lernen wir daraus? Der Begriff König der Könige ist in der Bibel erstmal gar nicht auf Jesus allein exklusiv spezialisiert, sondern der Name König der Könige ist eigentlich ein politischer, technischer Begriff für jemand. Was hatten die Assyrer und Babylon, Nebukadnezar und auch später Artaxerxes ausgezeichnet? Warum durften sie sich König der Könige nennen? Die hatten quasi die Weltherrschaft, die haben nicht alle Teile der Welt beherrscht, aber sie waren die mächtigste Nation der damaligen Welt. Niemand war so machtvoll wie sie. Sie waren, an ihnen ging nichts vorbei. Das galt für die Assyrer, das galt für die Babylonier und das galt für die Perser. Alle persischen Könige von Kyros an nennen sich König der Könige, obwohl es später gar keine Könige mehr gab unter ihnen, es gab nur noch Satrapen und so. Aber das war dann so ein allgemein geläufiger Begriff für, das ist derjenige, der der Herrscher der Welt ist. König der Könige.
[11:18] Interessant ist, geht mal zurück zu Daniel 2. Daniel sagt zu dem Großkönig von Akkad, dem König von Babylon, Nebukadnezar: Du bist der König der Könige, du bist der Großkönig, du bist quasi der Erbe Assyriens. Du hast die Machtstellung, der Pharao ist dir untertan und die ganzen Völker sind dir untertan. Oder der Pharao wird dir untertan, werden dann. Aber schaut mal, wie Nebukadnezar reagiert in Daniel Kapitel 2. In Daniel 2. Und dort Vers 47. Wie reagiert Nebukadnezar auf dann diese Vision, die ihm der Daniel erklärt? Es heißt hier Vers 47: Der König ergriff dann das Wort und sprach zu Daniel: Wahrhaftig, euer Gott ist der Gott der Götter und der Herr der Könige. Er sagt nicht der König der Könige, weil das ist er selbst nicht, oder? Er sagt, ich bin der König der Könige, aber Gott ist der Herr der Könige, ist der Gott der Götter. Er fängt schon an zu realisieren, dass es über ihm noch jemand gibt. Dass es jemand gibt, der noch größer ist als der Großkönig. Denn Daniel hatte schon gesagt, dieses ganze Königtum hast nicht du dir selbst erworben, sondern wer hat es erworben? Wer hat es ihm gegeben? Wer hat dem Nebukadnezar all die Königreiche in die Macht gegeben? Gott! Gott steht über dem Großkönig. Und das ganze erste Hälfte vom Buch Daniel handelt ständig davon, wird der Großkönig verstehen, dass es einen König über ihm gibt. Nebukadnezar braucht vier Kapitel hin und her, bis er endlich versteht, ich bin zwar Großkönig, aber Gott ist König über mir. In Kapitel 2 sagt er schon, Gott ist ein Gott der Götter. Aber in Kapitel 3 kämpft er wieder dagegen an und sagt: Wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand retten kann? In Kapitel 3 sagt er, ich bin Großkönig und Gott ist nur irgendjemand. Und dann zeigt Gott, ich bin Großkönig, ich bin der König aller Könige. Bis in Kapitel 4 sagt Nebukadnezar: Ich verstehe, mein ganzes Königreich habe ich nur von Gott.
[13:32] Und dann kommt Belsazar, hier ist gleich das Problem, und dann bei den Persern genauso. Das heißt, die ganze Frage im ersten Teil des Buches Daniel ist: Wer hat die Macht? Hat der Weltherrscher die Macht oder hat Gott die Macht? Und wenn er genau überlegt, geht das im Buch Daniel dann auch weiter, ab Kapitel 7 mit den Weltreichen, das sind die ganzen Großkönige sozusagen. Und am Ende kommt immer Gott sozusagen in Daniel 7, der Menschensohn, dem das Königtum gegeben wird.
[13:55] Nun, also Nebukadnezar hat schon verstanden, Gott ist eigentlich der wahre König der Könige.
[14:02] Also halten wir fest, was wir gelernt haben bisher. König der Könige ist ein technischer Begriff aus dem Orient. Die Assyrer haben sich so genannt, die Babylonier haben sich so genannt, die Perser haben sich so genannt, die Inder haben sich so genannt. Es gibt nachher auch einige andere, die sich so genannt haben. Es bleibt aber größtenteils auch die späteren Perser haben sich so genannt, Shahanshah, der König der Könige. Aber schon Nebukadnezar stellt fest, Gott ist offensichtlich noch darüber.
[14:28] Und jetzt kommt eine ziemlich spannende Aussage, die wir mal studieren wollen. In 1. Timotheus Kapitel 6. 1. Timotheus 6 und dort ab Vers 13. Aber wir kommen dann dazu natürlich, ab Vers 13. Wir lesen dann natürlich bis Vers 16. Wir lesen den ganzen Satz, weil es ein langer Satz ist. Ihr wisst, Paulus liebt meistens lange Sätze, oder? Wir lesen mal den Satz und dann analysieren wir ein bisschen. Ab Vers 13.
[15:31] So, jetzt analysieren wir den Satz mal. Fangen wir mal vorne an. Worum geht es in Vers 13? Wer spricht in Vers 13? Paulus sagt, ich schreibe an wen? Ich gebiete wem? Also Paulus spricht zu Timotheus. Und was sagt er ihm? Er sagt ihm nicht einen Rat, sondern er gebietet ihm etwas. Er gebietet ihm etwas, aber vor welchen Zeugen? Er sagt, ich gebiete dir vor. Also als Zeugen sind Gott und Jesus. Paulus sagt, ich sage dir etwas. Vor Gott und vor Jesus. Timotheus, hör mir zu. Worauf soll Timotheus achten? Was gebietet er ihm? Der Inhalt ist jetzt. Er soll das Gebot bewahren. Und zwar wie lange? Bis zur Wiederkunft. Soweit klar? Paulus sagt, vor Gott, dem Vater und vor Jesus, gebiete ich dir, bewahre das Wort Gottes. Bewahre das Gebot bis zur Wiederkunft Jesu. Die 10 Gebote sind die ganze Bibel. Die Wiederkunft ist die Wiederkunft von Jesus.
[17:34] Und jetzt passt auf. Vers 14. Welche? Vers 14. Dass du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus. Welche? Auf die Erscheinung. Welche zu seiner Zeit zeigen wird? Der. Hier gibt es jetzt jemanden. Der zeigt die Wiederkunft. Welche zu seiner Zeit zeigen wird? Jemand zeigt die Wiederkunft. Und jetzt am Rest wird diese Person definiert. Wer das ist, wer zeigt die Wiederkunft. Und welche Begriffe werden verwendet für diese Person? Zuerst wird er genannt: der Glückselige, der Alleingewaltige. Und was noch? Der König der Könige. Herr der Herrscher. Was wird noch über ihn gesagt? Vers 16. Alleinunsterblichkeit. Wohnt im unzugänglichen Licht. Und kein Mensch hat ihn gesehen. Nicht nur hat ihn niemand gesehen, sondern niemand kann ihn sehen.
[19:38] Jetzt Frage. Wenn wir diese ganzen Eigenschaften anschauen: der Glückselige, der Gewaltige, der König der Könige, der Alleinherrschende, der in einem unzugänglichen Licht wohnt, den niemand sehen kann. Wer ist die Person? Gott, der Vater. Weil das sind alles Eigenschaften einer einzelnen Person. Das ist derjenige, der die Wiederkunft Jesu anzeigt. Der sie zeigen wird. Nun, diese Dinge, wie wir gleich sehen werden, beziehen sich auf Jesus sekundär. Keine Frage. Aber als der Paulus das schreibt, meint er Gott, den Vater. Oder? Er meint den Vater. Also, was er sagt ist quasi: Ich habe etwas Wichtiges zu sagen. Vor Gott, dem Vater und vor Jesus, halte die Gebote, bewahre das Wort Gottes bis zur Wiederkunft von Jesus, die angezeigt wird vom Vater. Und der Vater ist Glückselig, Gewaltig, König der Könige, alleinunsterblich, unzugänglich im Licht. Und daran erkennen wir es, niemand hat ihn gesehen. Das heißt, jetzt denkt scharf nach, der Begriff Jesus, wo zum ersten Mal für Gott verwendet wird, bezieht sich eigentlich erst mal auf wen? Auf den Vater.
[20:58] König der Könige ist nach der Bibel ein eindeutiger Titel von Gott, dem Vater. Und das ist ziemlich spektakulär. Denn, wenn Jesus Christus wiederkommt und er trägt den Titel, was sagt dann Johannes? Er sagt nicht nur, Jesus ist Sieger, sondern er sagt, er hat genau dieselben Titel, dieselbe Macht, dieselbe Unsterblichkeit, dieselbe Gewalt wie der Vater selbst. Er ist ihm absolut identisch. Er hat denselben Titel. Wenn Gott der Vater König der Könige ist, Jesus ist es auch. Das heißt, Johannes betont hier die Göttlichkeit Jesu.
[21:50] Jetzt haben wir über König der Könige gesprochen. Frage: Herr der Herren. Kennt ihr den Begriff irgendwo in der Bibel? Wie gesagt, König der Könige ist so ein Begriff, eigentlich aus dem alten Mesopotamien. Herr der Herren. Der König der Könige steckt die Idee: Jesus ist genauso Gott wie der Vater. Und deswegen besiegt er die Feinde. Was ist mit Herr der Herren? Wo kommt Herr der Herren vor? Schon mal gelesen, Herr der Herren? Schlagt mal mit mir auf. Das ist eine von den ganz schönen Bibelstellen. Das ist so eine Stelle, wenn ich das lese, ich habe immer das Gefühl, ich bin an einem frischen Quellwasser. Also 5. Mose 10. Gehört zu den unglaublich tollen Stellen. Wir lesen mal den ganzen Kontext. 5. Mose 10 ab Vers 12. Das müsst ihr genießen. 5. Mose 10 ab Vers 12. Und nun Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir, als nur, dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem Herrn, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele. Mose sagt durch Gott, Gott möchte eigentlich nicht viel von dir. Er möchte nur, dass du ihn liebst. Wie zeigst du das? Indem du die Gebote des Herrn und seiner Satzung hältst. Und warum sollten wir das tun? Weil sie sind für dich selbst am besten. Siehe, der Himmel und aller Himmel gehören und die Erde und alles, was in ihr ist, gehört dem Herrn, deinem Gott. Dennoch hat der Herr allein deinen Völkern sein Herz zugewandt, dass er sie liebte. Und er hat ihren Samen nach ihnen aus allen Völkern erwählt, nämlich euch, wie es heute der Fall ist. Mir gehört die ganze Erde, ihr aber solltet mir ein Königreich von Priestern sein.
[24:08] Und jetzt kommt Vers 16. So beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens. Es geht also um den neuen Bund, es geht um die Gedanken, um das Herz. Beschneidet die Vorhaut eures Herzens und seid nicht mehr halbstarrig. Und jetzt kommt es, warum? Vers 17. Denn der Herr, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, mächtige und furchtgebietende Gott, der die Person nicht ansieht und kein Bestechungsgeschenk annimmt, der die Waise und die Witwe recht schafft und den Fremdling liebt, sodass er ihm Speise und Kleidung gibt. Was hier der Text sagt, ist: Gott ist der Gott der Götter, der Herr der Herren. Und deswegen sollten wir unsere Herzen beschneiden.
[24:56] Was heißt nochmal die Herzen beschneiden? Wie würdet ihr das jemandem erklären, der keine Ahnung von der Bibel hat? Was bedeutet es, sein Herz zu beschneiden? Klingt ja jetzt mal ein bisschen merkwürdig, oder? Das Herz beschneiden. Ich würde behaupten, es gibt viele Leute, die sind gehorsam, die haben ja nicht ihr Herz beschnitten. Viele sind auch getauft und haben ihr Herz nicht beschnitten. Was bedeutet das Herz beschneiden? Das bedeutet, ich möchte das, Gott möchte das, und ich glaube, dass Gott mir das Beste will. Also entscheide ich mich nicht, meinen Willen zu tun, sondern Gottes Willen anzunehmen. Ich beschneide meine eigenen Gedanken. Gott sagt zu mir: Seid alle Zeit fröhlich. Das Herz zu beschneiden bedeutet, ich entscheide mich, nicht meinem Zorn nachzugehen, oder? Das ist Herzensbeschneidung. Bereit zu sein, eben nicht seine eigenen Gedanken zu denken, sondern Gottes Gedanken anzunehmen.
[26:06] Und der Grund dafür ist: Gott ist ein Herr der Herren. Er nimmt kein Bestechungsgeschenk an. Man könnte denken, Gott hat die Israeliten mehr lieb. Nein, nein, nein. Er hat die Israeliten nicht mehr lieb, sondern nur, wenn sie sich ganz ihm übergeben, dann wird er für sie genau das sein, was er ihnen verspricht.
[26:37] Nun, und dann heißt es weiter: Du sollst den Herrn, deinen Gott, fürchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhängen und bei seinem Namen schwören. Woran denkt ihr bei diesem Begriff? Du sollst den Herrn fürchten, du sollst ihm dienen, du sollst ihm anhängen. Woher kennt ihr diesen Begriff? Du sollst ihm anhängen. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und er wird seiner Frau anhängen. Wisst ihr noch, was das hebräische Wort bedeutet? Ankleben, festkleben, zusammenbleiben. Und Gott wünscht sich. Wie hat Adam Eva bekommen? Was musste Adam tun, um Eva zu bekommen? Adam hatte die Rippe nicht gebracht. Was hat Adam gemacht, als Gott die Rippe genommen hat und geformt hat? Was sagt die Bibel? Wie ist er eingeschlafen? Hat er einfach gesagt, es ist jetzt neun Uhr, jetzt sollte ich ins Bett gehen, ich war drei Stunden vor Mitternacht. Wie ist der Schlaf? Wie heißt es, Gott ließ einen. In der Bibel schlafen viele Leute, aber dieser Begriff kommt nur selten vor. Wisst ihr, wer noch ganz tief geschlafen hat, weil Gott einen tiefen Schlaf über ihn gebracht hat? Abraham. In 1. Mose 15. Was macht Gott mit Abraham in 1. Mose 15? 1. Mose 15? Er gibt eine Vision. Vorher sagt er, deine Nachkommen sollen so sein wie die Sterne am Himmel. Und Abraham glaubt ihm. Und auf Grundlage dieses Glaubens macht Gott etwas Wichtiges mit Abraham. Nämlich er. Sie schneiden dieses Tier durcheinander, und beide gehen hindurch. Und wenn beide hindurch gehen, dann ist das ein Bund. Gott schließt den Bund mit Abraham. Es ist interessant, als Gott sagt, ich möchte einen Bund mit dir machen, ich möchte mit dir einen Vertrag machen, da lässt er ihn einen tiefen Schlaf fallen, genauso wie Adam. In einen tiefen Schlaf fiel, als er seine Eva bekam. Damit wollte Gott deutlich machen: Ich schließe jetzt einen Bund mit dir. Adam hat einen tiefen Schlaf, und dann macht Gott etwas. Und Adam geht den Bund ein mit Eva. Und jetzt sagt Gott zu Abraham: Pass auf, ich mache das gleiche mit dir. Ich lasse dir einen tiefen Schlaf fallen, und wenn du aufwachst, dann machen wir diese Feier, und dann sind wir quasi verheiratet. Deswegen sagt Gott, ich wünsche mir, dass ihr mir anhängt. Und dann merkt euch das: Bei seinem Namen schwören.
[29:53] Also halten wir fest. Übrigens, warum sagt die Bibel, Gott ist ein Gott der Götter? Das ist doch merkwürdig, oder? Gibt es andere Götter? Es gibt Götter, die sind metaphorische Götter. Mose war ein metaphorischer Gott. Gott sagt zu Mose: Du bist Gott. Und Aaron ist ein Prophet. Aaron war aber im metaphorischen Sinne Gott. Dann gab es andere Götter, die sind Götter, weil sie als Götter genannt werden. Die ganzen heidnischen Götter. Das sind Götter bei Benennung. Und in dem Sinne sagt Gott: Über alles, was Gott genannt wird, bin ich der wahre Gott. Über alles, was König genannt wird, bin ich der wahre König. Über alles, was herrscht, bin ich der wahre Herrscher.
[30:48] Jetzt wollte ich euch noch eine Frage stellen. In der Offenbarung, gibt es da irgendeinen Hinweis, wo Jesus ebenfalls der König der Könige und der Herr der Herren genannt wird? Wir haben ja gelernt, König der Könige, Begriff für den Großkönig, für den, der die Weltherrschaft hat, für den, der alles kann, und für den, der alles weiß. Wo wird Jesus auch König der Könige und Herr der Herren genannt? In 17, genau. Schaut man in Offenbarung 17 und dort Vers 14. Und da wird etwas Interessantes gesagt. Offenbarung 17, Vers 14. Diese werden mit dem Lamm im Krieg führen. Wer sind diese? In Vers 14, Offenbarung 17, Vers 14. Diese werden mit dem Lamm im Krieg führen? Ah, ja genau, diese werden mit dem Lamm im Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen. Das stimmt, im Deutschen war das jetzt etwas missverständlich. Genau, Babylon, die ganzen Feinde. Und die Könige, die werden mit dem Lamm im Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen.
[32:02] Und jetzt also, schaut mal, die Aussage ist, Jesus wird siegen, warum? Denn es, das Lamm, Jesus, ist der Herr der Herren und der König der Könige. Weil er das ist. Die Tatsache, dass er König der Könige ist, die Tatsache, dass er Herr der Herren ist, die Tatsache, dass er genau so ist wie Gott der Vater, ist der Beweis, ist der Grund, warum er am Ende alles besiegen wird. Er kommt wieder als Sieger.
[32:29] Ja, wir sagen, das Lamm ist schon beim Samen zweiter. Und das zweite König ist der Herr, der steht am tiefsten. Und wieder der Herr, der dann später steht. Also wir sehen hier schon in Psalm 2. Das Interessante in Psalm 2 ist, die Könige, die gehen alle zusammen gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten. Und wisst ihr, was die erste Reaktion von Gott ist, als er merkt, die ganzen Könige rotten sich zusammen gegen seinen Gesalbten, gegen Jesus? Was ist die erste Reaktion von Gott? In Psalm 2, wisst ihr das? Schaut mal nach, was die erste Reaktion von Gott ist, als er das merkt, die ganzen Könige verbinden sich. Was ist die erste Reaktion? In Psalm 2, als Gott merkt, die ganzen Könige rotten sich zusammen und sagen, wir werden gegen Jesus kämpfen. Was ist seine erste Reaktion? Schaut mal in Vers 4. Als sie sagen in Vers 3: Lasst uns ihre Bande zerreißen, ihre Fesseln von uns werfen. Was ist Gottes erste Reaktion, als er das hört? Er lacht. Ihr wollt mich besiegen? Was also nicht ausdrücken soll, dass Gott arrogant ist. Stellt euch mal vor, ihr geht spazieren und aus irgendeinem Grund können Ameisen reden. Ihr geht spazieren und ihr bleibt an so einem Ameisenhügel stehen und ihr hört, wie die Ameisen alle zusammen sich rotten und sagen: Wir haben einen Plan, nächste Woche werden wir Stuttgart erobern. Was würdet ihr machen? Eine Ameisenflagge im Sinne von, wir werden die Menschen ausrotten, wir werden sie besiegen, wir werden sie militärisch niederwerfen. Das ist ja fast schon süß. Das ist ja kurios. Und dann redet er: Ich habe meinen König eingesetzt. Ihr solltet lieber dem König dienen. Wenn er mal loslegt.
[34:28] Aber jetzt noch zum Ende. Warum ist dieser Titel, König der Könige und Herr der Herren, an seiner Hüfte geschrieben? Er ist auf dem Gewand geschrieben. Was hatten wir schon gelernt über das Gewand? Das Gewand von Jesus in Offenbarung 19. Was hatten wir gelernt über das Gewand? Es ist ein weißes, helles Gewand. Warum ist es mit Blut bespritzt? Als Bild dafür, dass er die Feinde besiegt. Sekundär haben wir gesagt, dass er am Kreuz gestorben ist und dort schon gegen sich selbst gekämpft hat, weil er den Preis bezahlt hat. Dieser Titel hängt zusammen mit seinem Gewand. Er besiegt die Feinde, aber warum an der Hüfte? Warum ist der Name an der Hüfte?
[35:23] Was ist das Besondere in der Bibel? Gibt es etwas in der Bibel, wo die Hüfte eine Rolle spielt? Wir kennen vielleicht die Geschichte von Jakob, der Hüfte war verrenkt, aber das passt jetzt. Die Lenden kommen oft vor, die Gesinnung, die Gesinnung. Sammeln wir mal Geschichten. Hüften spielen eine große Rolle. Jakob hat gesagt, die Hüfte ist verrenkt. An der Hüfte trägt man die Schwerter. Bei den Richtern, da heißt es: Und er nahm sein Schwert an die Hüfte. Könnte das hier eine Rolle spielen? Ist das Schwert von Jesus an der Hüfte? Eigentlich ist es im Mund. Das passt nicht ganz so perfekt. Dann gibt es solche Stellen: Alle Männer fassen sich an die Hüften und schreien. Das passt hier auch nicht. Dann gibt es noch so Stellen wie: Deine Hüften sind so wie XY. Aber es gibt eine Geschichte, die etwas zu sagen hat. Und zwar in 1. Mose 24. Weiß jemand von euch, was in 1. Mose 24 für eine Geschichte berichtet wird? Es ist die beliebteste Geschichte für Ehe-Seminare und Jugendstunden. Die Suche nach der Braut für Isaak. Ihr kennt die Geschichte. In den Ehe-Seminaren wird immer genau beschrieben, wonach soll er Ausschau halten, wie man eine gute Ehefrau findet, respektive einen guten Ehemann. Wer sucht die Ehefrau? Meldet sich der Isaak irgendwo in einem Dating-Portal an und sucht? Nein, der Knecht Eliezer sucht für ihn. Wer gibt den Auftrag? Abraham. Könntest du bitte für diesen Sohn Isaak eine Frau suchen? Soll er unbedingt mit einer Frau zurückkommen? Also wird ihm der Kopf abgeschlagen. Er soll eine suchen, aber er soll nur eine mitbringen, wenn sie wirklich geeignet ist. Ich bleibe auf jeden Fall zu Hause. Der soll mal schön zu mir kommen. Lieber kommst du ohne.
[38:00] Jetzt schaut mal in Vers 2. 1. Mose 24. Und Abraham sprach zu dem ältesten Knecht seines Hauses, der Verwalter aller seiner Güter war: Lege doch meine Hand unter meine Hüfte. Warum? Warum soll er seine Hand unter die Hüfte legen? Um dass ich dich schwöre, dass du meinem Sohn keine Tochter nimmst von den Töchtern der Kanaaniter. Abraham sagt zu seinem Knecht: Ich habe eine Mission für dich, und ich möchte, dass du mir schwörst, dass du deine Mission gut ausführst. Und als Beweis dafür legst du deine Hand unter meine Hüfte. Die Hüfte war der Ort des Schwurs. Aus irgendeinem Grund legt er seine Hand an die Hüfte und sagt: Ich schwöre dir genau das zu tun.
[39:01] Könnte diese Geschichte hier noch etwas mehr uns zu sagen haben, außer wie finde ich meinen Ehepartner? Gibt es möglicherweise auch eine Mission, die wir alle haben? Nicht nur eine Ehefrau zu finden, sondern eine Mission, die Gott uns allen gibt. Wir sind die Diener Gottes, und wir sollen die Braut für Jesus finden. Wir sollen Menschen finden, die bereit sind, alles aufzugeben, um mit Jesus zu leben. Das werden Menschen sein, die bereit sind auch zu dienen. Dürfen wir Gott schwören? Wir haben ja in 5. Mose gerade gelesen: Und ihr bei meinem Namen schwört. Bei meinem. Und er trug einen Namen geschrieben. Wenn ihr bei meinem Namen schwört. Haben wir in 5. Mose gelesen, in Matthäus, das haben wir hier studiert, vor einigen Wochen, Monaten. Und er trug einen Namen geschrieben. Aber wir dürfen schwören. Wir können also Gott sagen: Ja, ich möchte diese Mission ausführen. Aber wo soll ich schwören? Ich soll schwören auf seinen Namen, auf seinen Titel. Und wo ist sein Titel? Sein Titel ist an der Hüfte. Da ist sein Titel.
[40:40] Also, wenn ihr euch das bildlich vorstellt, ist das so, als wenn wir zu Gott und Jesus kommen und sagen: Ich möchte den Auftrag ausführen, den du mir gegeben hast. Und ich schwöre bei deiner Kraft, bei deiner Allmacht, bei deiner Unsterblichkeit, bei all dem, was du hast. Ich berufe mich quasi auf. Also Menschen zu dir führen. Das heißt also, wenn Jesus wiederkommt, ist das nicht nur, ich bin der Größte, sondern er zeigt damit auch an der Hüfte, jeder hätte quasi zu mir kommen können. Jeder hätte auf mich schwören können, so wie der Eliezer dem Abram geschworen hat. Das heißt, wenn wir für Gott arbeiten, können wir uns eigentlich auf die absolute Allmacht des Universums berufen.
[41:38] Stellt euch vor, wer ist der mächtigste Mann der Welt heutzutage? Wen würdet ihr als den mächtigsten Mann bezeichnen, der die Welt am meisten kontrolliert? Ich meine, auch damals war ja nie einer Herrscher über die ganze Welt. Aber es gab immer jemanden, der quasi der König der Könige. Der wäre heute quasi so ein König der Könige. Er sagt schon Donald Trump, oder? Der leitet und führt die Größten. Der ist vielleicht nicht mehr ganz so klug wie die alten. Nebuchadnezzar war ein richtig kluger Mann. Also, wenn man jetzt so jemanden hätte, wie den Donald Trump, aber jemand in höchster Position, oder wie den Wladimir Putin, oder wie heißt der hier, der chinesische? Wenn man den jetzt persönlich kennt, und der sagt: Hier ist meine private Kreditkarte, mein privates Bankkonto, der Zugriff auf sämtliche Geheimdienstinformationen, hier hast du Zugriff auf sämtliche Waffensysteme meines Landes, du kannst alles benutzen für deine Mission, was immer du vorhast. Da würden wir uns relativ sicher fühlen, oder? Da hätten wir den Eindruck, wir können einiges erreichen. Wir sind die Kinder Gottes, und wir haben die Mission, die Welt zu erreichen. Und schon, wenn es darum geht, Stuttgart zu erreichen. Aber Gott sagt, schwöre bei meinem Namen. Wenn ihr mich liebt, dann beruft euch und basiert euer Tun und Handeln auf der Tatsache, dass ich König der Könige und Herr der Herren bin.
[43:21] Und wenn Jesus, weil er König der Könige ist, jeden Feind besiegt und zwar in der Kombination, am Ende kämpfen ja alle Könige und alle Nationen und alle Dämonen und der Satan selbst miteinander und er besiegt sie alle, dann besiegt er jetzt auch jeden Feind in meinem Leben, oder? Wenn Jesus als König der Könige die Gesamtheit des Bösen besiegen kann, dann auch das Böse in meinem Leben jetzt. Und deswegen ist das nicht nur eine Szene der Wiederkunft, wo wir sagen, ach, wie schön, wunderbar, hoffentlich kommt es bald. Wo wir heute quasi auf den Namen Gottes schwören und sagen: Du bist König der Könige, du bist Herr der Herren, du hast alle Macht, du bist der Alleinglückselige, der Gewaltige. Ich möchte in deinem Namen vorgehen und ich möchte in deiner Kraft und in deinem Geist handeln. Ist das euer Wunsch?
[44:15] Wollen wir gemeinsam uns auf den Titel, wenn wir durch den Alltag gehen, wollen wir noch gemeinsam beten? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken, dass wir heute sehen konnten, was es bedeutet, dass du König der Könige und Herr der Herren bist und Gott der Götter. Es ist unvorstellbar groß, dass während wir jetzt beten, der Heilige Geist ganz eifrig unsere Gebete noch umformuliert, damit sie überhaupt passend sind für so einen gewaltigen Gott, wie du es bist. Aber wir danken dir, dass wir deswegen nicht fern von dir sein müssen, dass wir nicht auf Distanz gehen müssen, sondern dass wir so kommen können, wie wir sind, und schwören können bei deinem Namen, bei deinem Titel, bei deiner Identität, bei deiner Kraft. Herr, wir möchten uns noch viel mehr in unserem Leben auf das berufen, was du bist, auf deine Kraft, die in unserem Leben noch so viel mehr reichen kann. Und wir danken dir, dass du uns schon gezeigt hast, wie viel du tun kannst für uns. Wir möchten dich bitten, dass jeden Tag aufs Neue wir erleben, was deine Kraft in unserem Leben tun kann. Wir danken dir.