[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.tv.de. Wir wollen heute mit Offenbarung 19 Vers 5 fortfahren in unserem Studium, aber bevor wir das aufschlagen, wollen wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für diesen schönen Tag und für deinen Segen und für deine Führung und Leitung durch den ganzen Tag, für die Tatsache, dass wir wissen, dass du auch jetzt mitten in unserer Mitte bist und dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprechen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass dein Wort seine Kraft entfaltet, unser Herz erreicht, die Veränderung in uns bewirkt, die du dort hineingelegt hast und in uns sehen möchtest und dass wir Freude haben im Studium deines Wortes. Im Namen Jesu, Amen. Offenbarung 19 und wir sind in Vers 5. Letzte Woche haben wir unter anderem über die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen gesprochen, die dort auch im Himmel in diesem allgemeinen Jubel über den Zusammenbruch Babylons sich eingestimmt haben. Wir hatten erst diese Stimme gleich einer großen Volksmenge, dann Vers 4, die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen. Also ein regelrechter Gottesdienst, so wie es schon in Offenbarung 4 und 5 und auch an anderen Stellen der Offenbarung. Jetzt wollen wir mal gemeinsam Offenbarung 19 Vers 5 lesen. Dort heißt es: „Und eine Stimme kam aus dem Thron hervor, die sprach: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte und die ihr ihn fürchtet, sowohl die Kleinen als auch die Großen.“ Also noch eine Stimme. Wir hatten die Stimme gleich einer großen Volksmenge in Vers 1 bis 3, dann in Vers 4 die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen und jetzt diese Stimme aus dem Thron. Wenn ihr das mit eigenen Worten zusammenfassen würdet, was ist so der generelle Inhalt dieser Stimme in Vers 5? Was ist so ihr Anliegen? Anbetung, ja. Was würden die anderen sagen? Anbetung, sehr gut. Loben, ja.
[3:17] Ja, also ist das jetzt so viel unterschiedlich von dem, was die anderen Stimmen vorher sagen? Nee, eigentlich nicht. Ist eigentlich relativ das Gleiche nochmal von einer anderen Stelle. Also hier haben wir verschiedene Stimmen, die alle jetzt miteinander sich vereinen zu diesem Lob Gottes. Interessant ist die Tatsache, woher die Stimme kommt. Diese Stimme kommt nämlich, woher? Von wo? Ja, nicht nur vom Thron Gottes, sondern aus dem Thron Gottes. Das ist also, wir müssen es anders machen. Wir haben den Thron und aus dem Thron kommt diese Stimme. Sie kommt nicht von dem Thron oder wer sitzt auf dem Thron? Gott, Vater, nicht wahr? Und wer sitzt mit ihm auf dem Thron? Der Sohn, ja. Jesus sagte, dass er sich mit seinem Vater auf den Thron gesetzt hat. Es ist nicht die Stimme Gottes, die jetzt sagt, lobt nicht, sondern es ist die Stimme aus dem Thron. Das ist eine interessante Idee.
[4:33] Gibt es noch irgendwo in der Bibel, vor allem eine Offenbarung, eine Stelle, wo eine Stimme aus dem Thron Gottes kommt? Das wäre interessant. Gibt es da noch irgendeine andere Stelle, wo eine Stimme aus dem Thron Gottes kommt? Kann sich da jemand erinnern? Oder wenn nicht aus dem Thron, dann zumindest irgendwie von dem Thron. Also eine Stimme, die mit dem Thron was zu tun hat. Eine Stimme mit einem Thron. Stimme und Thron. Irgendwo haben wir da eine Stimme. Das haben wir öfter, die Stimme der Engel um den Thron. Genau, also irgendwie, wir haben ja die Stimmen der 24 Ältesten, die Stimmen der vier lebendigen Wesen. Wir haben die Stimmen von denen und von solchen, die Stimme einer großen Volksmenge. Und dann haben wir immer, haben wir an einer anderen Stelle noch eine Stimme, die direkt mit dem Thron zusammenhängt. Ja, ein Thron, Thron, Thron, Thron. Eine Stimme, die von der nicht heißt, dass sie von irgendwelchen Lebewesen kommt, sondern direkt vom Thron her.
[6:07] Okay, ich helfe euch. Es ist in Offenbarung 16. In Offenbarung 16 und dort Vers 17. Da haben wir, da heißt es zwar nicht aus dem Thron, aber es heißt da vom Thron her. Und das ist eine sehr interessante Stelle. „Und der siebte Engel goss seine Schale aus in die Luft und es ging eine laute Stimme aus vom Tempel des Himmels, vom Thron her. Die sprach: Es geschehen.“ Okay, jetzt gibt es irgendeine mögliche Verbindung zwischen Offenbarung 16, Vers 17 und Offenbarung 19? Oder ist das allein reiner Zufall, dass hier zweimal die Stimme vom Thron kommt? So nach dem Motto, naja, von irgendwo muss sie kommen. Oder gibt es irgendeinen Zusammenhang zwischen dem, was in Offenbarung 16 passiert und dem, was in Offenbarung 19 passiert? Wir haben Offenbarung 16 vor, schon ein bisschen her, dass wir studiert haben, aber vielleicht habt ihr es noch in Erinnerung. Worum geht es in Offenbarung 16? Also man braucht kein Detailwissen jetzt zu haben. Worum geht es in Offenbarung 16? Offenbarung 16 geht es um die sieben Plagen. Okay, wer wird vor allem am Ende der sieben letzten Plagen gerichtet? Babylon. Okay, also es geht um die Plagen. Und was ist das Gericht über? Babylon. Okay, worum geht es in Offenbarung 19? Soweit wir es bisher studiert haben. Ja, also der Untergang Babylons ist in Offenbarung 18 beschrieben und Offenbarung 19 ist die Freude über diesen Untergang Babylons.
[7:54] Ja, also hier haben wir den Untergang Babylons und in Offenbarung 19 haben wir die Freude darüber, das Lob Gottes, dass endlich Babylon gerichtet wird. Und in beiden Fällen, einmal Offenbarung 16, Vers 17, in der siebten Plage, wo es heißt, wenn ihr weiterlesen, in Vers 19, Offenbarung 16, Vers 19, „die große Stadt wurden in drei Teile zerrissen und die Städte der Heidenvölker fielen und Babylon, der Großen, wurde vor Gott gedacht, damit er ihr den Becher des Glutweines seines Zornes gebe.“ Da heißt es hier vom Thron her, es ist geschehen. Und im selben Zusammenhang, eigentlich nur ein halbes Kapitel später, heißt es, wenn Babylon gefallen ist, dass vom Thron her eine Stimme kommt, die sagt: „Lobt Gott alle, die er ihn fürchtet.“ Habt ihr das gesehen, dass es in Offenbarung 19 auch um die Furcht Gottes geht? Lobt Gott alle, schaut mal zurück in Offenbarung 19, ihr Gottesfürchtigen, die er ihn fürchtet, sowohl die Kleinen als auch die Großen. Den Gedanken halten wir für gleich nochmal uns parat.
[9:00] Jetzt ist natürlich die Frage, warum sagt die Bibel, warum betont sich hier zweimal, dass die Stimme vom Thron kommt? Ich meine, es muss ja irgendjemand gesprochen haben. Warum wird weniger der Sprecher identifiziert, als vielmehr der Ort? Was ist irgendwie besonders am Thron? Welche Bedeutung hat der Thron? Gott sitzt auf dem Thron, genau.
[9:25] Genau, also Gott sitzt auf dem Thron. Gibt es noch eine Bedeutung des Thrones? Allgemein, ich bin ganz allgemein. Herrschaft, ja. Gibt es denn einen Grund, warum hier im Zusammenhang von Offenbarung 16 und 17, Offenbarung 16 und 19, die Herrschaft Gottes betont werden müsste? Ja, genau, es geht um die Sünde. Also Babylon hat versucht, eine eigene Herrschaft aufzurichten gegen Gott. Dementsprechend wird der Thron Gottes betont. Irgendwann ist es genug mit der Auflehnung der Rebellion gegen Gottes Herrschaft.
[10:12] Dann was? Sünde? Was ist Sünde? Gesetzlosigkeit. Aha, jetzt haben wir es aber. Thron. Wenn der Johannes in der Offenbarung vom Thron schreibt, hat er eigentlich immer etwas mit im Kopf. Nämlich, ja genau, was ist im Thron? Das Gesetz. Das Gesetz Gottes. Vielleicht eine einfache Sache, aber wichtig zu betonen, warum die beiden jetzt hier zusammenkommen. Im Thron ist das Gesetz. Wenn also die Stimme vom Thron kommt, soll damit gesagt werden, was diese Stimme jetzt sagt, hat zu tun mit dem Gesetz Gottes. In den sieben Plagen wird die Sünde gerichtet. Babylon wird gerichtet wegen der Gesetzlosigkeit, der Mensch der Gesetzlosigkeit. Irgendwann ist genug. Irgendwann ist das Maß erreicht. Der Becher ist voll, die Sünden reichen bis zum Himmel und vom Thron kommt die Stimme dort, wo das Gesetz ist. Es ist geschehen.
[11:19] Wo ist noch mal gesagt worden, es ist geschehen? Am Kreuz. Warum hat Jesus dort gesagt, es ist geschehen? Ist da auch irgendwas voll geworden? Hat da auch irgendwas seinen Höhepunkt erreicht? Was hat da seinen Höhepunkt erreicht? Was ist da quasi voll geworden? Noch nicht am Kreuz. Am Kreuz direkt, als Jesus am Kreuz gesagt hat, es ist geschehen. Ist da auch irgendwie ein besonderer Höhepunkt von irgendwas? Ja, Satan wurde entlarvt. Er hat gesiegt, genau wie er hier auch siegt. Am Kreuz hat er dort äußerlich über seine Feinde gesiegt. Nein, genau. Er hat nicht äußerlich gesiegt.
[12:15] Wann wird er äußerlich siegen über seine Feinde? Bei der Wiederkunft. Also wir haben, es ist geschehen am Kreuz und dann haben wir, es ist geschehen hier am Thron. Am Kreuz sagt er, es ist geschehen, weil er über seine Feinde innerlich siegt. Womit hat er gesiegt? Gegen die Sünden. Aber womit? Womit hat er gesiegt? Was war seine Waffe? Ja, er ist gehorsam, aber damit hat er noch nicht allein gesiegt. Dieser Gehorsam hat noch eine ganze... Glaube, ja. Was offenbart das Kreuz mehr als alles andere? Die Liebe. Am Kreuz, heute bin ich nach den einfachen Antworten aus. Am Kreuz offenbart sich die Liebe wie nirgendwo sonst. Die Idee der Liebe Gottes erreicht quasi ihren Höhepunkt am Kreuz. Es ist geschehen und diese Liebe ist bereit, alle Sünden auf sich zu nehmen. Es ist sozusagen, da bleibt nichts übrig. Das ist das absolute Vollmaß. Es ist geschehen.
[13:18] Hier, obwohl Gott immer noch die Liebe ist, geht es jetzt weniger darum, dass Gott jetzt die Sünden auf sich nimmt, sondern vielmehr alle die Menschen, die das Angebot von Golgatha abgelehnt haben, jetzt auch bestraft. Also hier kommt jetzt sozusagen die Gerechtigkeit zur vollen Geltung. Genau, weil das Gesetz ja letztendlich nichts weiter ist, als die Liebe Gottes ausgedrückt in Statuten. Ganz genau. Und das bringt uns jetzt gleich zu der Idee mit der Gottesfurcht. Aber bevor wir die anschauen, lasst uns ganz kurz nochmal Aufmarsch 19.5 anschauen, wie das ausgedrückt ist, dieses Lob. Also die Gerechtigkeit Gottes offenbart sich jetzt, weil die Plagen ausgegossen werden, weil Babylon gerichtet wird, ist klar, dass Gottes Gerechtigkeit siegt. Aufmarsch 16.6 heißt es mit Geschehen und hier heißt es jetzt: Lobt ihn. Schaut mal Vers 5: „Lobt unseren Gott, alle seine Knechte und die ihr ihn fürchtet, sowohl die Kleinen als auch die Großen.“ Das heißt, was sind die beiden, die beiden Charakteristiken von denen, die Gott loben sollen? Was sind diejenigen, die auf der guten Seite stehen? Woran kann man sie erkennen? Sie fürchten Gott und das ist die Aufforderung. Die Knechte. Was bedeutet ein Knecht Gottes sein? Sich unterordnen, Gott dienen. Also alle, die ihm dienen und alle, die ihn fürchten, die sind auf der guten Seite, die loben ihn. Implikation ist, alle die ihm nicht gedient haben und die nicht gefürchtet haben, die sind auf der Seite Babylons und gehen verloren.
[15:10] Wir schauen uns mal ein paar Psalmen an, die als Vorbild für diese Offenbarungsstelle gelten können. Wir gehen mal in die Psalmen und dort Kapitel 103. Psalm 103 und dort Vers 20 bis 22.
[15:40] Psalm 103 Vers 20 bis 22. Da heißt es: „Lobt den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, ihr seinen Befehl ausführt, gehorsam der Stimme seines Wortes.“ Da haben wir den Gehorsam. „Lobt den Herrn alle seine Herrscher und seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Lobt den Herrn alle seine Werke an allen Orten seiner Herrschaft. Lobet den Herrn, meine Seele.“ Das ist ein ganz schöner Abschluss des Verses. Lobt den Herrn, ihr Engel, lobt den Herrn, alle Wesen. Lobet den Herrn, meine Seele. Da beschreibt der, wer den Psalmen geschrieben hat, ist es David? Ja genau, David. Da beschreibt der David quasi, wie er mit seiner eigenen Glaubensstimme Teil ist, dieses universalen Chorus. Alle loben Gott und auch hier können wir wieder sehen, was wird über die Engel gesagt, die ihn loben sollen? Was sind die beiden Charakteristiken? Die sind gehorsam und sind seine Diener. Sie sind gehorsam und sie sind seine Diener. Von Offenbarung 19 heißt es: „Lobt ihn alle, die ihr seine Knechte seid, seine Diener und die ihr Gottesfürchter seid.“ Also da scheint es schon eine Beziehung zwischen Gottesfurcht und Gehorsam zu geben. Übrigens, ganz kurz, schaut mal, was steht im Vers vorher? Genau, Vers 19, da geht es um den Thron. „Der Herr hat seinen Thron im Himmel gegründet und seine Königsherrschaft regiert über alles.“ Also ihr seht die Engel Parallele zu Offenbarung 19. Thron Gottes, lobt ihn, die ihr seine Knechte seid und die ihr gehorsam seid.
[17:20] Schaut mal in 134, also wir sehen eigentlich eine Offenbarung, finden wir eigentlich Psalmen jetzt vor. Psalm 134 und dort Vers 1, Psalm 134 Vers 1, da heißt es: „Wohlan, lobt den Herrn, alle ihr Knechte des Herrn, die ihr im Haus des Herrn steht in den Nächten.“ Meine Frage nebenbei, warum muss man eigentlich den Menschen, den Gläubigen immer wieder sagen, lobt den Herrn? Warum machen die das nicht von alleine? Ja, also wir sind manchmal ein bisschen vergesslich, wenn es darum geht, Gott zu loben, oder? Also man vergisst es eher nicht, Gott um Dinge zu bitten, aber man vergisst es doch relativ schnell zu loben und man liest das immer, naja, lobt den Herrn, lobt den Herrn, wo ist jetzt die theologische Wichtigkeit? Aber die theologische Wichtigkeit besteht darin, wenn ständig, übrigens in dem Psalm, ständig gesagt wird, lobt den Herrn, preist den Herrn. Wie nennt man das grammatisch, wenn man sagt, lobt den Herrn, preist den Herrn? Dank der Imperativ-Aufforderung, wir werden aufgefordert, an allen möglichen Stellen Gott zu loben.
[18:33] Ganz genau, dass man also, dass die Erfahrung, die ich mit Gott gemacht habe, als Grundlage des Lobes. So ist es auch in Offenbarung 19, die loben, weil sie gesehen haben, wie Gott eingegriffen hat in der Plagenzeit, wie Gott sein Volk gerettet hat. Dankeschön. Nehmen wir noch ein Vers in Psalm 148, Vers 11 bis 13. Man könnte noch viel, viel mehr anführen, aber ich möchte eigentlich einfach nur dafür sensibilisieren, dass das, was wir in Offenbarung lesen, eigentlich nichts weiter ist, als ein Psalm, der jetzt hier im Himmel gesungen wird. Psalm 148 und dort Vers 11 bis 13. Psalm 148, Vers 11 bis 13. „Ihr Könige der Erde und alle Völker, ihr Fürsten, alle Richter auf Erden, ihr jungen Männer und auch Jungfrauen, Alte, mitsamt den Jungen, sie sollen loben den Namen des Herrn, denn sein Name allein ist erhaben, sein Glanz überstrahlt Erde und Himmel, alle sind aufgefordert.“ Ja, also wir finden solche Stellen, wo es heißt, lobt ihn im Himmel, alle Engel, alle ungefallenen Welten, lobt ihn auf der Erde, die Alten, die Jungen, die Fernen, die Nahen. Manchmal gibt es Verse, wo es heißt, lobt ihn Sonne, Mond und Sterne, denn die ganze Schöpfung soll Gott loben.
[20:00] Ja, genau, also selbstverständlich basiert alles Lob eigentlich auf Verheißungen. Einmal, weil manche Verheißungen sich noch erfüllen werden, aber auch, dass viele Verheißungen ja auch schon ich erlebt habe. Warum danke ich Gott? Weil er treu ist zu seinen Verheißungen, ganz genau.
[20:26] Jetzt wollte ich mit euch nochmal kurz über diesen Gedanken von der Gottesfurcht sprechen. Die Gottesfurcht. In Offenbarung 19, Vers 5 heißt es explizit, diejenigen, die Gott fürchten und diese Idee ist eine sehr wichtige in der Bibel und eine, die oft auch missverstanden wird. Es gibt eine andere Stelle, wo die Furcht Gottes von ganz zentraler Bedeutung ist und das ist Offenbarung 14, Vers 7, wo das ewige Evangelium beschrieben wird. Können wir kurz nochmal reinschauen.
[21:02] Offenbarung 14, Vers 7. Ab Vers 6 heißt es: „Ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen. Da hat er ein ewiges Evangelium zu verkündigen, den die auf der Erde wohnen und zwar jeder Nation und jedem Volk stammt und jeder Sprache und jedem Volk.“ Der sprach mit lauter Stimme und was sind die ersten beiden Worte? Fürchte Gott. Die ersten beiden Worte des ewigen Evangeliums sind: Fürchtet Gott.
[21:28] Ich habe früher immer gefragt, wenn ihr eine kleine Zeitungsannonce haltet und ihr könntet sozusagen auf ein paar Sätzen das Evangelium zusammenfassen, würdet ihr auch und ihr hättet nur ein paar Sätze, ihr müsstet das zusammen komprimieren, was wären die ersten beiden Worte, die ihr wählen würdet? Ich glaube, wahrscheinlich würde niemand von uns so, wenn er frei die Worte wählen würde, als erstes schreiben: Fürchte Gott, oder? Vielleicht würden wir mal schreiben, wie Gott liebt dich oder irgendwie sowas als Anfang. Aber aus einem ganz bestimmten Grund beginnt das ewige Evangelium mit den Worten: Fürchtet Gott. Diese Gottesfurcht ist total entscheidend und jeder von uns sollte ziemlich genau wissen, was sie bedeutet und vor allem, wie man sie auch erklären kann. Weil wenn das ein zentraler Punkt des Evangeliums ist, dann lohnt es sich, darüber nachzudenken. Also, jemand fragt euch, was ist Gottesfurcht? Wie würdet ihr es erklären?
[22:35] Ganz genau, sehr gut. Wo steht der Text, weißt du das? Das ist ganz am Ende von Prediger. Prediger 12, genau. Gehen wir mal kurz hin. Das ist der Grundlagenvers von Offenbarung 14, genau. Prediger 12 und dort Vers 13. Lasst uns die Summe aller Lehre hören. Mit anderen Worten, was ist die Summe? Was ist eine Summe? Das Ergebnis von allem. Also Salomo sagt, am Ende seines Lebens, wenn man alles zusammenrechnet, wenn man den Schlussstrich zieht und jetzt mal Abrechnung hält, wenn man quasi den gemeinsamen Nenner finden will, wenn man wissen will, worauf es wirklich ankommt für jeden einzelnen Menschen. „Lassen Sie die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus.“ Also was wir aus Prediger lernen können, Gottesfurcht ist entscheidend. Kein Mensch erlebt eigentlich sein richtiges Menschsein, wenn er nicht Gottesfurcht hat. Das ist die Idee. Das macht den Menschen aus. Der Mensch ist erst richtig völlig Mensch, wie Gott ihn gedacht hat, wenn er Gottesfurcht hat.
[24:00] Jetzt ist die Frage, was ist das? Was ist diese Gottesfurcht? Sprüche 8, Vers 13 ist ein entscheidender Vers. Sprüche 8, Vers 13 und den kann man sich wirklich merken. Sprüche 8, Vers 13 sagt: „Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen.“ Das ist eines der wichtigsten Charakteristiken eines gläubigen Menschen, das Böse hassen. Warum ist das so wichtig? Wir kommen gleich zu 2. Mose 20. Aber das sind nur kurz Sprüche 8, Vers 13. Warum ist es so wichtig, das Böse zu hassen? Genau, weil Gott die Liebe ist. Ja, das ist sein Wesen. Und wie ist die Verbindung zu Gott ist die Liebe und das Böse soll ich hassen? Ja, weil Gottes Feind ist böse, genau. Es gibt die Sünde, genau, das Böse hassen. Warum reicht es nicht, das Böse nicht zu tun? Warum reicht es nicht, das Böse nicht zu tun?
[25:28] Ja, genau, genau, ganz genau. Hebräer sagt das: „Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst.“ Das ist also Gottes Charakter. Die Idee ist, das Christentum besteht nicht darin, das Verhalten zu ändern. Ein Christ ist nicht ein Christ deswegen, weil er aufhört Dinge zu tun. Das kann man auch in anderen Religionen hinkriegen. Ich weiß, ich habe selbst mit Moslems gesprochen, die mir gesagt haben, ich habe früher Party gemacht und jetzt mache ich das nicht mehr. Ich habe mein Leben geändert. Die Tatsache, dass ich sozusagen äußere Dinge nicht mehr tue, Dinge, von denen ich erkannt habe, dass sie böse sind und sie nicht mehr tue, ist noch nicht das Markzeichen eines Christen. Ein Mensch kann sich mit einiger Überwindung zumindest teilweise dazu zwingen, Dinge nicht zu tun. Aber hier geht es um etwas Tieferes. Hier geht es um die Herzenseinstellung, hier geht es darum, wie auf der Ebene meiner Gedanken, Empfindungen, meiner Motive ich zum Bösen stehe, wie weit ich mich vom Bösen eigentlich entfernt habe. Und jemand, der das Böse hasst, der wird nicht leicht zu verführen sein. Gott wünscht sich Menschen, die das Böse hassen.
[27:09] Ganz genau. Gehen wir da mal hin. Welcher Vers ist das? Ganz genau, 1. Mose 3 Vers 15. Ihr kennt ja die Geschichte. Adam und Eva haben von der Frucht des Baumes gegessen. Sie haben gesündigt und sie sind eigentlich hilflos verloren. Aus eigener Kraft können sie sich nicht mehr verändern. Hätten Adam und Eva die Entscheidung fällen können, nicht mehr von der Frucht des verbotenen Baumes zu essen? Klar hätten sie fällen können, aber dann hätte das ihr Problem gelöst. Nein, sie hätten zwar sagen können, ab heute essen wir nicht mehr von der Frucht des verbotenen Baumes. Sie hätten also ihr Verhalten ändern können, aber das hätte ihr Herz nicht geändert. Und Gott weiß, der Einzige, der unser Denken verändern kann, ist er selbst. Deswegen sagt er in Vers 15 zu der Schlange: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, du wirst ihm die Ferse stechen.“ Gott sagt, dass er etwas tun kann in unserem Herzen, dass wir das, was wir früher geliebt haben, jetzt hassen. Denn wenn ich das hasse, das Böse, werde ich es auch viel weniger oder irgendwann auch gar nicht mehr tun. Denn wenn ich es hasse, kennt jemand in der Bibel, der das Böse wirklich gehasst hat, wo man sieht an der Geschichte, hier hat er das Böse gehasst. Woran erkennst du das, dass er es gehasst hat?
[28:37] Ja, ganz genau. Ja, sogar Satan muss es anerkennen. Genau. Noch eine Geschichte, wo deutlich wird, dass jemand schon die Idee der Sünde eigentlich abstoßend fand. Ja, also wo David die Gelegenheit hat, den Saul umzubringen und andere fordern ihn noch auf, das zu tun und er sagt: „Wie könnte ich?“ Gibt es noch jemand, der gesagt hat: „Wie könnte ich?“ Josef, der nicht gesagt hat: „Ich würde gerne, darf aber nicht.“ Josef hat gesagt: „Wie könnte ich?“ Und das macht den Unterschied. Es macht einen echten Unterschied, ob wir sagen: „Das darf ich nicht, das verbietet mir meine Religion, Gott will nicht, dass ich das tue, sonst komme ich ja nicht in den Himmel.“ Oder ob ich sage: „Das will ich nicht, weil ich hasse das Böse.“ Und die Menschen, die das Böse hassen, die kann Gott in den Himmel nehmen, weil sie im Herzen verändert sind und das zeigt, wie sehr wir an dieser Sache von Gott abhängig sind. Das kann kein Mensch alleine machen, kein Mensch kann sein Herz verändern. Wir können unsere Taten ändern, wir können unsere Worte, wir können es auf die Zunge beißen, wir können unser Herz nicht ändern, das kann nur Gott. Deswegen sagt Jesus, ein Mensch, der in den Himmel möchte, muss wiedergeboren werden, er muss neu geboren werden. Es ist Gottes Werk in uns. Das ist ein ganz entscheidender Punkt, das Böse hassen.
[30:09] Habt ihr noch andere Verse, die darüber sprechen, was es bedeutet, Gott zu fürchten? Dankeschön, 1. Mose 22, Vers 12. Das ist auch eine ganz entscheidende Stelle. 1. Mose 22, Vers 12. Ihr kennt ja die Geschichte, oder? Abraham in 1. Mose 22 wird aufgefordert, was zu tun? Er soll Isaak opfern. Warum soll er Isaak opfern? Was hat Gott sich dabei gedacht? Er wollte ihn prüfen, das steht sogar explizit da. In Vers 1, er prüfte den Abraham. Also versuchen wir es mal zu verstehen, was bedeutet das, er prüfte ihn. War das so, dass Gott gesagt hat: „Jetzt bin ich mal gespannt, ob er das schafft. Schauen wir mal, teste ich ihn.“ War das so die Idee? Nee, eher nicht, oder? Also Gott wollte in der Geschichte von Abraham dem Abraham zeigen, wie sehr Gott ihn liebt. Woran sollte das Abraham erkennen, dass Gott ihn liebt?
[31:19] Ja, aber Abraham erkannte von Gott und sah, wie Abraham ihn liebt. Durch das fände man es sehr schwer, seinen eigenen Sohn zu töten. Aber er hat es gemacht. Da kann man sich vorstellen, wie er Gott gehorcht hat. Das ist das, was wir wissen. Ja, genau, danke schön.
[32:03] Welches Versprechen?
[32:10] Ganz genau, also es geht um die Verheißung, es geht um das, was Gott mit ihm, den Bund, mit dem er gemacht hat. Also die Kernidee ist die, Gott hat sich entschieden, seit den Tagen von Adam und Eva, hat er sich entschieden, seinen Sohn zu geben, oder? Gott hat sich entschieden, das größte denkbare Opfer zu bringen. Die meisten Menschen haben das gar nicht richtig verstanden. Die haben gar nicht, da kommt man zum Messias nach dem Motto, ja. Jetzt hat Gott anhand der Geschichte von Abraham und Isaak gezeigt, wie er das tun wird. Und dazu war etwas notwendig, nämlich, dass Abraham versteht, was bedeutet es, alles zu geben, was ich liebe. Und in Vers 12 heißt es ja dann: „Er aber sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm gar nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest.“ Jetzt kommt die Begründung: „Weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast, um meinetwillen.“ Das heißt, worin besteht die Gottesfurcht von Abraham? Worin bestand die praktisch? Ja, ja, einfach Gehorsam. Gott hätte auch sagen können: „Lauf fünfmal nach links.“ Das hätte er auch machen können, wäre Gehorsam gewesen, aber das wäre nicht die Gottesfurcht gewesen. Worin bestand die Gottesfurcht? Ja, ja, ja, hier steht explizit, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast. Die Gottesfurcht Abrahams bestand darin, dass er Gott, also warum war er bereit, seinen, ich meine, das ist ja der ganze Punkt an der Geschichte, seinen eigenen Sohn, den Sohn der Verheißung, den er geliebt hat, für den er so lange gebetet hat, so lange darauf gehofft hat, diesen Sohn notfalls zu töten. Warum war er dazu bereit? Warum war er dazu bereit? Warum hat er Gott höher gestellt? Warum?
[34:30] Schau, ich frage deswegen, ich frage deswegen, das ist ein ganz entscheidender Punkt, ich frage deswegen, weil auch im Heidentum haben Menschen Menschenopfer gebracht und das war wohl keine Gottesfurcht, oder? Warum war das Gottesfurcht? Also aus welchem Grund war er bereit, Gott höher zu achten als seinen eigenen Sohn? Ja, ja, ja, ja, umdrehen, umdrehen, warum, warum hat er Gott, war bereit, dieses Opfer für Gott zu bringen? Das ist ein ganz entscheidender Punkt, weil er Gott liebte. Wenn er Gott nicht geliebt hätte, über, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt, wenn er nur, es gibt auch Leute, die wollen gehorsam sein ohne Liebe, die wollen einfach nur aus sturem, blinden Gehorsam, weil es da steht, mache ich das, mir egal, wie andere denken, und weil er Gott liebte, weil er Gott für so treu erachtete, dass er zwar seinen Sohn geben könnte, aber trotzdem er einen Nachkommen haben würde und Enkel, dass Gott in seiner Liebe den Sohn wieder auferwecken würde, davon ist ausgegangen. Weil er Gott liebte, war er bereit, alles zu geben.
[35:46] Jetzt diese Idee, seinen eigenen Sohn nicht verschont zu haben, kommt nochmal vor in der Bibel, und zwar in Hebräer, äh in Römer. In Römer Kapitel 8. In Römer 8 und dort Vers 32. Römer 8 und dort Vers 32. Da heißt es von Gott: „Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahin gegeben hat, wir sollten mit ihm auch nicht alle schenken.“ Jetzt haben wir eine interessante Idee, nämlich es heißt von Abraham, es heißt von Abraham, dass er Gottesfurcht hatte. Worin bestand die Gottesfurcht? Worin bestand die Gottesfurcht? Nochmal, Wiederholung. Ja, aus Liebe war er bereit. Ja, ja, aber da warst du gerade noch nicht da. Bestand darin, dass er seinen Sohn gegeben hat, oder? Gegeben aus Liebe. Und das wird Gottesfurcht genannt. Er war bereit, alles zu geben aus Liebe.
[37:04] Aus Liebe war er bereit, aus Vertrauen und aus diesem Gehorsam, der aus der Liebe entspringt, aus dem Glaubensgehorsam, war er bereit, alles zu geben, was er hatte. Aber jetzt heißt es, dass Gott genau das Gleiche getan hat, nur viel größer. Oder? Könnt ihr das sehen? Er hat genau das Gleiche gemacht. Er hat nämlich seinen Sohn gegeben, und zwar nicht nur theoretisch, sondern sogar praktisch, denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er einen gewonnenen Sohn gab. Jetzt das Ding ist, das wird zwar nicht Gottesfurcht genannt, aber Gottesfurcht ist eigentlich nur der Spiegel, der menschliche, schwache Spiegel von dem, was Gott getan hat. Könnt ihr das sehen? Hier haben wir Gottes, ich sage einfach das Evangelium, oder? Gott gibt seinen Sohn aus Liebe. Er gibt alles, und der Mensch, der das versteht, der reagiert darauf spiegelbildlich sozusagen und gibt, was er hat, aus Liebe. Das ist Gottesfurcht. Gottesfurcht ist also, wenn ich verstanden habe, was Gott für mich getan hat, wenn ich verstanden habe, wie sehr er mich liebt und wenn ich bereit bin, weil er mich so sehr liebt, ihn zu lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und deswegen zu tun, was immer er mir sagt. Das ist sehr verschieden von: „Hier steht es in der Bibel, deswegen mache ich das, stelle keine Fragen.“ Das wird auch Gehorsam genannt, aber das ist nicht Gottesfurcht. Ich sage das deswegen, weil wir dürfen nicht vergessen, zu der gleichen Zeit gab es heidnische Religionen, die haben alle ihre Kinder geopfert und die haben das auch für die Götter gemacht und die dachten, die Götter haben das vorgeschrieben, wir müssen den Göttern gehorsam sein. Das Heidentum bestand aus blindem Gehorsam ohne Liebe, aber Gottes Evangelium besteht darin, dass er zwar dem Abram das mal gesagt hat, aber er sollte es ja gar nicht tun, er sollte nur verstehen, wie sehr Gott ihn liebt und deswegen ihm vertrauen.
[39:20] Ganz genau, das ist genau präzise das, es geht nicht einfach nur, was sind die Regeln, zack, zack, zack, zack, zack, ich halte sie alle ein, sondern es geht darum, zu verstehen, wie sehr mich Gott liebt und aus völliger Dankbarkeit und Vertrauen darauf, dass er das Beste tun wird. Selbst wenn ich es gerade nicht verstehe, ich weiß nicht, warum ich den Isaak auf den Altar legen soll, aber er hat verheißen, ich werde Enkel und Urenkel haben und auch wenn ich nicht weiß, wie es gehen soll, weil ich ihn liebe und weil ich glaube, dass er alles kann, deswegen folge ich ihm, was immer er sagt. Diese Art von Gehorsam, die quasi nichts weiter ist, als ein schwacher Abglanz, der es mal Gott getan hat, das ist Gottes Furcht und das ist interessant, wenn wir nochmal in die Psalmen gehen, und zwar Psalm 100, Moment, Psalm 97, genau, Psalm 97, Vers 10 und da schließe ich dann der Kreis. Psalm 97, Vers 10.
[40:22] Psalm 97, Vers 10 sagt: „Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse.“ Was haben wir in Sprüche 8, Vers 13 gelernt? Sprüche 8, Vers 13 sagt, Gott zu fürchten bedeutet, das Böse zu hassen. Hier heißt es, wer den Herrn liebt, der hasst das Böse. Gott zu fürchten bedeutet, ihn zu lieben. Letzter Vers noch an der Stelle, in 2. Mose 20, ganz genau, 2. Mose 20 und dort Vers 20. Jetzt 2. Mose 20 ist natürlich berühmt, vor Vers 20 haben wir was, was kommt da die ganze Zeit? Die zehn Gebote, ganz genau, die zehn Gebote und was war Gottes Absicht mit den zehn Geboten? Ja, ganz genau, eine Richtlinie fürs Leben, was können wir noch sagen, was war die Absicht der zehn Gebote? Seine Herrschaft zu beschreiben, sein Reich, nicht wahr, Thron, ja genau, was sind die zehn Gebote? Seinen Willen zu erkennen, okay, denkt dran, heute sind die einfachen Antworten dran, was sind die zehn Gebote? Gottes Liebe, Gottes Liebe, grundsätzlich immer dieselbe, sein Charakter, sein Wesen, okay.
[41:48] Wie hat das Volk Gottes reagiert, als sie die zehn Gebote gehört hat? Das haben sie später gesagt, aber nicht als sie gehört haben, als sie die zehn Gebote auf schriftlich, auf Steintafeln hatten, haben sie gesagt: „Das tun wir, so auf Buchstaben, das machen wir.“ Aber als sie Gottes Stimme gehört haben, haben sie gesagt, sie hatten Angst. Wer war der erste Mensch, der vor Gott Angst gehabt hat? Wer war der erste Mensch, der vor Gott Angst gehabt hat? Adam, weswegen? Wegen der Sünde. Als Jesus durch den Garten Eden spaziert und Adam sich versteckt, war Jesus die Liebe oder hat er gerade umgeschaltet auf: „Ich bring dich um?“ Er war die Liebe, er kam ja gerade, um das Evangelium zu präsentieren, oder? Trotzdem hat sich Adam versteckt. Jetzt als Jesus auf den Berg Sinai kommt, die zehn Gebote sagt, ist er die Liebe? Er ist die Liebe, aber was macht das Volk? Sieht es nicht. Das heißt, Gott präsentiert seine Liebe, aber das Volk sieht es nicht. Und jetzt schaut mal in Vers 20. „Moses aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht.“ Das heißt, was sollen sie nicht tun? Sie sollen sich nicht fürchten, weil sich zu fürchten bedeutet, nicht zu vertrauen, dass Gott wirklich die Liebe ist, oder? Warum hat sich Adam versteckt? Weil er dachte, Gott wird mir nicht mehr vergeben können, oder? „Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, Abraham, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt.“
[43:21] Ganz kurz, das heißt, was bedeutet Gottesfurcht? Es bedeutet, Gottes Liebe anzunehmen, denn wenn sie sich nicht gefürchtet gehabt hätten, was hätten sie machen können? Also sie hätten ja nicht sagen, also, Entschuldigung, zurück. Was haben sie gesagt, nachdem sie gesagt haben, wir fürchten uns? Sie haben Mose geschickt, oder? Was wäre die andere Option gewesen? Hätten sie Mose schicken müssen? Sie hätten sagen können: „Herr, was du dort sagst, können wir nicht tun, aus eigener Kraft. Wir sind unwürdig, wir sind Sünder, aber hier sind wir. Wir geben uns dir hin, bitte schaff uns neu, schaff uns ein neues Herz, wirk mit deinem Heiligen Geist an uns.“ Wäre das möglich gewesen? Sie hätten an Ort und Stelle den neuen Bund erleben können. Das war das Ziel, wenn er sagt: „Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, euch zu prüfen.“ Gottesfurcht zu haben, würde bedeuten, darauf zu vertrauen, dass Gott mich so sehr liebt, dass durch seine Kraft ich seine Gebote halten kann. Ich muss mich nicht vor ihm fürchten, muss mich nicht verstecken, wie Adam oder das Volk, sondern aus Liebe nicht zu sündigen.
[44:33] Ganz genau, ganz genau. Das heißt, worauf zielt Gottesfurcht ab? Wenn wir den Vers anschauen, was ist das Ziel der Gottesfurcht? Ja, noch konkreter, nicht sündigen. Das sagt Mose, nach der Zehngebote, er sagt, Gottes Ziel ist, dass ihr nicht sündigt. Sagt noch jemand so was ähnliches, das Ziel ist, womit ich schreibe hier ist? Ja genau, Johannes, er sagt: „Dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt.“ Jetzt ist Johannes dafür berühmt, dass er ein gesetzlicher Legalist ist, der den Leuten nur Regeln einstampft. Nein, wovon schreibt Johannes die ganze Zeit? Gott ist die Liebe, Gott ist die Liebe, wir haben erkannt, er ist die Liebe, nicht wahr, wir sind Bruder. Liebe, Liebe, Liebe, Liebe, Liebe und er schreibt ja alles, damit wir nicht sündigen. Die Zehn Gebote werden beschrieben als Gottes Liebeserklärung an die Menschheit mit dem Ziel, damit wir nicht sündigen. Aus irgendeinem Grund, ich weiß nicht warum, aus irgendeinem Grund hat es die Christenheit in ihren Kopf bekommen, dass die Idee nicht zu sündigen etwas mit trockenem, legalistischem Gehorsam zu tun hat. Ich darf das nicht, ich darf das nicht, ich darf das nicht. Dabei ist die gesamte Idee, fürchtet euch nicht, habt keine Angst vor Gott, vertraut ihm, liebt ihn, weil er euch geliebt hat und seid deswegen bereit, aus Liebe zu geben, was ihr habt. Das ist Gottes Furcht und nach Offenbarung 14 Vers 7 ist das das Erste und das Wichtigste im ganzen Evangelium, zu verstehen, wie sehr Gott mich liebt. Durch Anschauen werden wir verwandelt, genau, das ist diese Idee, nicht wahr, ich sehe, was Gott für mich getan hat und dann bin ich bereit, so wie Abraham auch etwas zu geben.
[46:22] Ich kann Schritt für Schritt, all unser Tun, in der Gottesfurcht wird all unser Tun zu einem Spiegelbild des Tun Gottes. Man kann sich das Leben von Abraham jetzt anschauen, man kann die Geschichte von Abraham sich anschauen und sagen: „Hey, das ist ja wie bei Jesus, oder?“ Warum? Weil er Gottesfurcht hatte. Wenn wir Gottesfurcht haben, dann wird unser Leben immer mehr so, dass andere darin Gottes Wirken erkennen können. Daran erkennt man wahre Gottesfurcht, ja.
[47:07] Ganz guter Punkt, sehr gut beobachtet und das ist auch der Grund, der in Offenbarung immer wieder genommen wird. Gut, ihr Lieben, wollen wir heute vielleicht das bis hier belassen und ich möchte euch einladen, immer wieder über diese Dinge nachzudenken. Es ist nicht umsonst Teil der Dreifachen Engelsbotschaft. Gottesfurcht ist etwas so Praktisches für unser persönliches Leben, nicht umsonst steht das immer wieder in den wichtigsten Kapiteln beschrieben. Lasst uns vornehmen, so sehr über Gottesliebe nachzudenken, dass Gottesfurcht ein Teil unseres Lebens wird, oder? Dann lasst uns doch gemeinsam niederknien und beten.
[47:42] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort studieren konnten, aus deinem Wort so interessante Dinge lernen konnten, die uns zeigen, was du wirklich vorhast in unserem Leben. Bitte schenke uns echte biblische Gottesfurcht, die keine Angst vor dir hat, sondern die versteht, wie sehr du uns liebst, wie viel du für uns getan hast und die bereit ist, aus lauter Dankbarkeit und Liebe alles zu geben, was wir haben, in dem Wissen, dass du ohnehin nur das Beste für uns willst. Wenn du uns bittest, etwas aufzugeben, dann ja niemals um uns zu berauben, sondern nur um uns noch etwas Besseres zu geben und eine größere Erkenntnis zu schenken. So möchten wir dich bitten, dass wir die gleiche Erfahrung machen wie Abraham und wie Mose und all die Menschen, die von dieser Gottesfurcht berichtet haben und dass du in unserem Herzen das tun kannst, dass du eine Feindschaft gegen die Sünde, einen Hass gegen die Sünde in unser Herz hinein pflanzt. Das können wir nicht alleine machen, aber du hast es versprochen. Wir möchten dir heute erneut unser Herz geben und dich bitten, dass du das Tag für Tag erneuerst, dass wir das Böse hassen, die Sünde hassen und dich und das gute Leben im Namen des Jesus. Amen.