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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird der Vers aus Offenbarung 19:7 beleuchtet, der die Hochzeit des Lammes ankündigt. Christopher Kramp erklärt die biblische Symbolik der Hochzeit und verbindet sie mit verschiedenen Gleichnissen und Texten, um die tiefe Bedeutung dieses Ereignisses für Gläubige zu verdeutlichen. Es wird untersucht, wie die Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde, sowie die Vorbereitung auf diese ewige Verbindung, im Lichte der Heiligung und der Liebe Gottes zu verstehen ist.

In dieser Predigt über Offenbarung 19, Vers 7, taucht Christopher Kramp tief in das biblische Bild der Hochzeit ein. Er beleuchtet, wie dieses Bild die Freude im Himmel über die Erlösung und die Vereinigung mit Gott darstellt. Anhand verschiedener Bibelstellen, von Gleichnissen Jesu bis hin zu prophetischen Büchern, wird die Bedeutung der Hochzeitsvorbereitung und die tiefe Liebe zwischen Christus und seiner Gemeinde erklärt. Die Predigt ermutigt die Zuhörer, die Liebe Gottes zu verstehen und sich auf die ewige Hochzeit vorzubereiten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen nach langer Sommerpause. Ich möchte euch wieder begrüßen zu unserem Studium Offenbarung Vers zu Vers. Schön, dass ihr da seid, schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf joelmedia.de und wir wollen heute weitermachen. Offenbarung 19. Ein interessanter Vers und wir möchten beginnen, indem wir niederknien für ein Anfangsgebet.

[1:07] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für deine Güte und für deine Liebe und deine Treue, die jeden Tag aufs Neue uns umgibt. Wir danken dir für all das, was du für uns tust, dass du uns segnest und dass wir jetzt die Gelegenheit haben, in der Offenbarung zu lesen und darüber nachzudenken. Wir möchten dich bitten, dass die Worte uns berühren und dass wir etwas über dich erkennen, dass wir in unserer Beziehung zu dir gestärkt werden und dass wir deinen Charakter so erfassen, dass wir ein Leben leben können, das dir wohlgefällig ist. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, uns erfüllst und danken dir dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[1:50] Offenbarung 19, und wir sind heute in Vers 7. In den ersten Versen von Offenbarung 19 könnt ihr euch noch erinnern, was da so die Grundbotschaft war. Was war der Grundtenor der ersten sechs Verse? Jubel und Freude über den Untergang Babylons. Und in Vers 7 geht das direkt so weiter.

[2:38] In Vers 7 heißt es: „Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und seine Frau hat sich bereit gemacht.“ Könnt ihr euch noch an eure Hochzeit erinnern? War es ein schöner Tag? Also für die allermeisten Menschen ist hoffentlich ihr Hochzeitstag, so sie dann nur einen haben und vielleicht auch mehrere, eigentlich ein schöner Tag gewesen. Ein Tag, auf den man sich vorbereitet hat. Und dieses Bild von der Hochzeit wird jetzt hier verwendet, um die Freude im Himmel auszudrücken.

[3:21] Jetzt lasst uns mal ein bisschen überlegen, kennt ihr andere Bibelstellen, die von dem Hochzeitstag oder von Hochzeit sprechen? Und so ein bisschen diese Brücke bilden hier zu Offenbarung 19 Vers 7. Fallen euch da andere Stellen spontan ein über Hochzeitstage? Es gibt zwei Gleichnisse. Welche Gleichnisse von Jesus? Das am Hochzeitsmahl? Genau. Und von den zehn Jungfrauen.

[3:51] Dann fragen wir mal, wo steht das Gleichnis von dem Hochzeitsmahl? Matthäus, genau. Genau, fast, Matthäus 22 ist das Gleichnis von dem Hochzeitsmahl. Vielleicht ohne, dass wir das alles lesen, aber was ist so die Grundidee bei dem Gleichnis von dem Hochzeitsmahl? Welche Lehre will Jesus da ausdrücken? Es war für alle geöffnet, aber die, von denen man gar nicht war, die würden daran teilnehmen, die waren da doch nicht richtig dafür oder vorbereitet. Und dann wurde es für alle geöffnet und jeder konnte daran teilnehmen, weil es war von sonst wo ein Geschenk. Man musste es nur annehmen. Ganz genau. Also die erste Grundidee ist, die, die eingeladen sind, gehen nicht. Ihr erinnert euch, die sagen, ja, ich habe ein Haus gekauft, ich habe einen Ochsen hier, ich muss mein Feld bestellen und so weiter. Die haben Ausflüchte, warum sie nicht zur Hochzeit gehen, die der König für seinen Sohn ausrichtet. Und dann werden alle eingeladen und alle können kommen, wie sie sind.

[4:52] Und dann gibt es aber einen zweiten Hauptgedanken, nämlich als die alle drin sind, kommt es zu einer interessanten Szene. Was passiert nämlich? Genau, es wird inspiziert, wer hat das Hochzeitsgewand an und ihr wisst wahrscheinlich, das Hochzeitsgewand war wie teuer. Wie viel Geld muss man ausgeben für das Hochzeitsgewand? Es war umsonst, das wurde geschenkt. Die Idee ist also, alle bekommen ihren Titel oder ihre Befähigung zur Hochzeit zu gehen geschenkt, aber nicht alle haben es angenommen. Es gibt also Menschen, die zur Hochzeit wollen, aber nicht sich vorbereiten wollen. Das ist also Matthäus 22.

[5:29] Was ist die Idee in Matthäus 25? Also Matthäus 22, das Hochzeitsmal, das Hochzeitsfest. Matthäus 25? Es gab 10 Jungfrauen. 10 Jungfrauen? Die haben alle geschlafen. Bevor sie geschlafen haben, was haben sie gemacht? Sie haben gewartet. Genau, die haben alle auf den Freitag angewartet. Die sind alle eingeschlafen. Die Hälfte hatte schon davor Öl. Die andere, die hatte sich nicht vorbereitet, hatte kein Öl. Also nicht genügend Öl. Also ein bisschen Öl hatten sie alle, aber nicht so viel. Und danach kam der heutige Abend, da wollten sie von den anderen noch ein bisschen abgeben und dann konnten sie nicht rein. Und danach mussten sie noch ein bisschen abgeben. Ganz genau. Es sind zwei Gruppen, die törichten und die weisen. Die einen haben extra Öl, weil sie damit rechnen, dass es möglicherweise länger dauert. Und die anderen haben nicht extra Öl. Und die einen sind dann vorbereitet und die anderen nicht.

[6:36] Kennt ihr noch andere Stellen, die von Hochzeit sprechen? Andere Stellen, die von Hochzeit sprechen. In der Bibel. Das sind die zwei wahrscheinlich bekanntesten Gleichnisse. Aber es gibt eine ganze Reihe von anderen Stellen. Hochzeit, Hochzeit, Hochzeit.

[6:55] Fangen wir mal mit einem Text an, in Hohelied. Das ist eine passende Stelle, wenn man von Hochzeit redet. Hohelied. Und da steht eine, wie soll ich sagen, nicht ganz überraschende Weisheit, in Hohelied 3 und dort Vers 11. Hohelied 3 und dort Vers 11. Dort heißt es: „Kommt heraus, ihr Töchter Zions, und betrachtet den König Salomo mit dem Kranz, mit dem seine Mutter ihn begrenzt hat an seinem Hochzeitstag, am Tag der Freude seines Herzens.“

[7:43] Also hier wird etwas gesagt über den Hochzeitstag. Und das ist jetzt keine so ganz große Offenbarung, dass man nicht auch darauf gekommen wäre. Aber wie wird dieser Hochzeitstag genannt? Das ist der Tag der Freude seines Herzens.

[8:12] Tag der Freude seines Herzens. Also wenn der Bräutigam den Hochzeitstag betrachtet als den Tag der Freude seines Herzens, dann lässt sich das auf wen beziehen? Also mit Offenbarung 19 im Hinterkopf? Also wenn in Hohelied es von dem Salomo, dem Bräutigam heißt, es ist der Tag der Freude seines Herzens, dann in Offenbarung 19, wer hat dann den Tag der Freude seines Herzens? Es ist Gott, nicht wahr? Es ist Jesus.

[8:47] Okay, jetzt was ist im Herzen? Wir reden ja oft von dem Herzen der Bibel. Was ist im Herzen? Die Gedanken. Das heißt, wenn Jesus über diesen Tag nachdenkt, dann hat er freudige Gedanken. Wenn Jesus über den Fall Babylons nachdenkt und über die Hochzeit und das Hochzeitsmal des Lammes und über die Vermählung, die mit Neu-Jerusalem geschieht, dann hat er frohe Gedanken. Jetzt die Frage ist natürlich, haben wir auch frohe Gedanken dabei?

[9:20] Jetzt überlegen wir mal ein bisschen weiter. Wir suchen noch mehr Verse zum Thema Hochzeit, damit wir diese Idee von dem Hochzeitsmal des Lammes besser verstehen. Kennt ihr noch andere Stellen, wo es in der Bibel von Hochzeit und Hochzeitstag spricht?

[9:43] Es gibt die Hochzeit von Cana. Also ein Beispiel dafür, dass Jesus die Ehe gesegnet hat, bestätigt hat. Sein erstes Wunder bei einer Hochzeit getan. Fallen Ihnen noch andere Stellen ein? Hochzeit, Hochzeitstag.

[10:03] Gibt es irgendwelche Stellen, wo vielleicht die Beziehung zwischen Gott und Mensch verglichen wird mit Ehe?

[10:16] Genau. Schauen wir mal ein paar Stellen an. In Epheser 5. Epheser, Kapitel 5. Und dort Vers 32. Epheser 5, Vers 32. Eigentlich muss man Vers 31 lesen. Epheser 5, Vers 30. „Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.“ Das ist natürlich berühmterweise ein Zitat aus Mose, genau. Erste Mose 2. Zitat aus Erste Mose 2.

[11:11] Und jetzt sagt Paulus: „Dieses Geheimnis ist ein Geheimnis.“ Wenn man das liest, denkt man ja nicht so geheimnisvoll. Mann und Frau werden ein Fleisch, sie heiraten. Aber Paulus sagt, das ist ein Geheimnis. Und dann sagt er sogar, es ist ein großes Geheimnis. Dieses Geheimnis ist groß. Und dann sagt er: „Ich aber deute es auf.“ Und das deutet fast an, als ob es da sogar mehrere Optionen gäbe, aber er sagt, oder Schichten sozusagen, er sagt, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.

[11:41] Heißt also, Mann und Frau entspricht Christus und die Gemeinde.

[11:52] Jetzt mal direkt an euch gefragt, gibt es da noch andere Ebenen? Oder ist das die einzige allegorische Anwendung? Natürlich, der Vers steht für Mann und Frau, für einen echten Mann und für eine echte Frau. Aber Paulus sagt, das ist ein Geheimnis, und man kann es auch beziehen auf Christus und die Gemeinde.

[12:11] Gibt es da noch mehr Möglichkeiten, dieses Geheimnis von Mann und Frau auf andere Beziehungen zu beziehen? Okay, man könnte es vielleicht beziehen auf die Liebe zwischen den Personen der Gottheit. Ja, möglicherweise. Gott ist die Liebe, nicht wahr? Und Mann und Frau sind geschaffen nach dem Bild Gottes. Muss man natürlich ein bisschen mit Vorsicht genießen, weil Leute dieses Argument dann nehmen und sagen, es gibt nur zwei Personen der Gottheit, weil es nur zwei Personen der Ehe gibt. Aber so prinzipiell die Liebe, die zwischen Mann und Frau ist, ist natürlich die Liebe, die zwischen den Personen der Gottheit ist. Insofern ist es ein Abbild, nicht wahr? Ganz genau, sehr gut.

[12:45] Also die Gottheit selbst, ich schau das mal hier oben drüber, weil das ist die Quelle letztendlich, dieser Liebe und dieser Beziehung. Aber gibt es noch andere Beziehungen, wo dieses Bild von der Ehe gebraucht wird, außer Christus und die Gemeinde?

[13:02] Das ist eigentlich eine relativ wichtige adventistische Erkenntnis, die ich von euch hören möchte. Relativ wichtig aus unserer Geschichte heraus. Fangen wir mal so an. Matthäus 25 spricht von den zehn Jungfern, richtig? Als Miller und seine Kollegen das studiert haben, was haben sie gedacht? Wofür steht die Hochzeit? Für die Wiederkunft Jesu, oder? Und als 1844 dann passierte, kam die Wiederkunft nicht. Haben sie trotzdem geglaubt, dass Matthäus 25 sich erfüllt hatte? Ja, sie haben erkannt, dass Matthäus 25 sich erfüllt hatte. Die Frage ist nur, wie? Denn 1844 hat Christus sich nicht mit der Gemeinde vermählt.

[13:57] Welche andere Ebenen gibt es da noch? Ich gebe euch noch den Tipp. Nach 1844 sind Leute darauf gekommen, dass es in Lukas heißt, als der Bräutigam von der Hochzeit kommt, nimmt er dann die Jungfrauen zu sich. Das heißt, erst ist er bei der Hochzeit und dann holt er die Jungfrauen zu sich. Also erst geht er rein zur Hochzeit und dann, nachdem er seine Braut empfangen hat, holt er die Brautjungfernen zu sich. Aber was heiratet, das können ja nicht die eigentlichen Gläubigen meinen, welche Hochzeit stattfindet im himmlischen Heiligtum jetzt gerade?

[14:41] Gibt es noch eine Braut in Offenbarung, außer die Gemeinde? Jerusalem. Gut, dankeschön. Wo finden wir, dass Jerusalem die Braut ist? In der Offenbarung. Offenbarung 21. Schaut mal, Offenbarung 21. Und dort Vers 2.

[15:12] Und dann, lesen wir weiter in Vers 9. „Ich will dir die Frau, die Braut des Lammes, zeigen.“ Könnt ihr das sehen? Die Frau, die Braut des Lammes. So, und der Engel bringt den Johannes jetzt und zeigt ihm etwas. Was zeigt ihm als nächstes? Zeigt ihm gläubige Menschen? Die heilige Stadt. Vers 10.

[15:48] Das heißt, wir haben nicht nur Christus in der Gemeinde, wir haben auch Christus und Neu-Jerusalem. Das ist die Idee, die die Adventisten dann erkannt haben, nach 1844, dass Jesus im Allerheiligsten, in diesem letzten Werk der Versöhnung, unter anderem dann auch zum König gekrönt wird und sich mit Neu-Jerusalem vermählt. Und das werden wir heute und auch nächste Woche dann ausführlicher studieren.

[16:14] Was bedeutet es, dass Neu-Jerusalem sich bereit macht? Ich meine, dass die Gemeinde sich bereit macht, ist relativ einigermaßen einleuchtend, weil wir müssen uns vorbereiten auf die Wiederkunft. Es gibt Dinge, die wir tun können, sollen, müssen, um uns auf die Wiederkunft vorzubereiten. Aber wie geschieht es mit Neu-Jerusalem? Und da werden wir sehen, das kann ich jetzt schon verraten, dass diese beiden Dinge nicht unabhängig voneinander sind. Die hängen zusammen. Weil natürlich die Stadt und ihre zukünftigen Bewohner nicht getrennt werden können. Wenn ich sage, ganz Stuttgart ist auf den Beinen, meine ich nicht die Häuser. Ich meine die Menschen, die in Stuttgart wohnen. Also da gibt es immer eine Beziehung zwischen der Stadt und denen, die da wohnen.

[16:58] Aber sind wir eigentlich schon Bewohner von Neu-Jerusalem? Als Gläubige? Sind wir schon Bewohner von Neu-Jerusalem? Naja, also ich meine, ihr könnt bei euch zu Hause umsehen, es sei denn, ihr habt goldene Simse, auf denen ihr eure Kronen legt. Also das Reich Gottes fängt in unserem Herzen an. Also wir können schon die Luft des Himmels atmen hier sozusagen.

[17:28] Genau, die Einstellung haben wir schon. Aber haben wir irgendwie eine tatsächliche Beziehung schon zu Neu-Jerusalem? Wir haben das Bürgerrecht. Paulus sagt das in Philipper 3, wie unser Bürgerrecht ist. Wo? Im Himmel. Und Hebräer 12 sagt, dass die Namen der Gläubigen angeschrieben sind in Jerusalem.

[17:46] Schaut mal, das können wir direkt mal lesen, dass mir das glaubt in Hebräer 12. Hebräer 12. Und dort, das ist mir sehr schön, wie der Paulus das formuliert. Hebräer 12 sagt in Vers 22 und 23. „Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem. Und zu zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind und zu Gott, dem Richter über alle und zu den Geistern der vollendeten Gerechten.“

[18:22] Heißt also, alle Gläubigen haben bereits ihren Namen geschrieben in Neu-Jerusalem. Durch die Bücher. Das Buch des Lebens und so weiter. Deswegen sagt der Paulus, unser Bürgerrecht ist im Himmel.

[18:32] Jetzt, wenn mein Bürgerrecht im Himmel ist, ich aber nicht im Himmel wohne, was ist mein Zustand? Mein Bürgerrecht ist im Himmel, aber ich wohne noch nicht im Himmel. Ich wohne noch ganz offensichtlich auf der Erde, ich habe keine Flügel. Es geschieht Sünde um mich herum und in mir. Was ist mein Zustand? Wie könnte man meinen Zustand bezeichnen? Ich bin ein Immigrant. Ja, Immigrant.

[19:00] Ich meine, wenn wir Gott sind, ist es Gott, die Schuld macht für uns Gott. Wenn wir kommen, ist die Schuld da. Ja. Gott bereitet es vor. Aber unser Name ist schon da. Und wenn mein Bürgerrecht, wenn ich also rechtlich ein Bürger von Neu-Jerusalem bin, aber ich gehe durch die Straßen von Altbach oder von Stuttgart oder irgendwo sonst, was ist mein rechtlicher Zustand quasi? Ich bin ein Ausländer. Früher haben die Christen immer gesagt, sie sind Pilger.

[19:32] Kennt ihr jemanden in der Bibel, der sagt, wir sind Pilger? Kennt ihr jemanden in der Bibel, der fremd war sein Leben lang und der auf eine Stadt gewartet hat, deren Grundfesten Gott gemacht hat? Abraham. Also diese Idee von Abraham, als jemand, der in einer Welt lebt, die ihm eigentlich gar nicht gehört, war ein Symbol dafür, dass jeder Gläubige eigentlich versteht, ich bin hier nicht zu Hause. Und das ist sozusagen die Idee, dass wenn wir von Neu-Jerusalem reden, dass wir nicht von Neu-Jerusalem kommen, sondern wir haben dort schon unsere Wohnung. So zumindest theoretisch. Praktisch nicht, weil wir sind noch nicht da. Wir pilgern dahin.

[20:34] Ganz genau. Jetzt schauen wir mal noch einen Text an, die Idee von den verschiedenen Ebenen der Hochzeit. Schaut mal in Jesaja 62, das ist ganz interessant. Jesaja 62, und dort Vers 5. Jesaja 62, Vers 5. Jesaja 62, Vers 5. Bei dem Vers muss man gut mitdenken, ist nicht gleich so einfach ersichtlich. Jesaja 62, Vers 5. „Denn wie ein junger Mann sich mit einer Jungfrau vermählt, so werden deine Söhne sich mit dir vermählen. Und wie sich ein Bräutigam mit seiner Braut freut, so wird dein Gott sich an dir freuen.“

[21:20] Frage, wer bist du? Also wer wird angesprochen? Das heißt, sie werden sich mit dir vermählen und er wird sich an dir freuen. Zu wem redet Jesaja hier? Wenn er sagt, deine Söhne werden sich mit dir vermählen. Das ist ja ein bisschen komisch, nicht wahr? Deine Söhne werden sich mit dir vermählen.

[21:50] Könnt ihr mir das erklären? Deine Söhne werden sich mit dir vermählen. Wer ist dir? Ja, genau. Woher weißt du, dass es Jerusalem ist?

[22:18] Es geht also um Jerusalem und eigentlich auch um das ganze Land. Das Land mit Jerusalem als Zentrum. Da haben wir noch ein Bild dafür, dass das Land, die Stadt, ein Bild für die Braut ist. Achtung, wir haben hier das alte Jerusalem in dem Fall. Das ist ja das tatsächlich verwüstete Jerusalem. Das ist ja die Prophezeiung auf die Gefangenschaft. Jerusalem und das Land Israel. Und wer soll sich im ersten Teil des Verses mit Jerusalem vermählen? Das ist ganz interessant. Wer soll sich mit denen vermählen? Genau. Und wer sind in dem Fall deine Kinder oder deine Söhne? Israeliten selbst. Das heißt, auch die Beziehung zwischen Israeliten und der Stadt Jerusalem ist wie eine Ehe. Also nicht nur zwischen Gott und seiner Gemeinde, sondern auch zwischen den Menschen seines Volkes und der Stadt seines Volkes.

[23:18] Weil wo sind die Israeliten zu dem Zeitpunkt? Oder wenn das aktuell wird, diese Prophezeiung, wo sind die? Bevor sie sich wieder mit Jerusalem vermählen? In aller Herren Länder. Verstreut durch wen? Wer hat sie zerstreut? Erst die Assyrer und dann die Babylonier. Das heißt, sie sind gefangen in Babylon. Sie sind gefangen in Babylon. Sie sind nicht da, wo sie sein sollten.

[23:50] Und jetzt Achtung, und das ist eine Idee, die wir als Adventisten gut kennen. Wenn sie in Jerusalem sind, wo sie Babylon verlassen und nach Jerusalem kommen, dann ist das eine Hochzeit.

[24:04] Gibt es davon auch eine Endzeitanwendung? Also wenn die damaligen Israeliten in Babylon gefangen waren und dann zum sichtbaren Standort des Volkes Gottes hinkommen, das ist eine Vermählung. Das ist auch sowas wie Leute verlassen Babylon. Wer geht aus? Gottes Volk. Mein Volk. Wohin gehen sie jetzt? Zum echten Jerusalem, zum irdischen Jerusalem in der Endzeit. Wohin gehen sie? Ja, das stimmt. Aber hier auf der Erde, wohin gehen sie? Wo sollen sie hin? Die Israeliten damals, warum mussten sie nach Jerusalem? Und nach Israel? Weil Gott hatte die Stadt erwählt als das sichtbare Zeichen, das ist mein Königreich. Gott hatte zwar überall treue Leute, aber in Jerusalem war mit anderen Worten, man konnte zwar per Zufall in Babylon oder in Assyrien oder in Medopersien irgendjemanden finden, der an Gott glaubt, aber wenn man wirklich was über Gott wissen wollte, musste man nach Jerusalem, weil da quasi stand der Name Gottes drüber.

[25:18] Die Kinder Gottes in Babylon in der Endzeit müssen wohin? In seine sichtbare Gemeinde. Die manchmal genauso in Ruinen liegt, wie das alte Israel. Und das wird auch als Ehe bezeichnet. Das heißt, der Ruf, gläubige Menschen aus Babylon herauszurufen in die sichtbare Gemeinde, also dieser Wechsel von ich bin schon Gläubiger in einer anderen Kirche, aber jetzt folge ich der ganzen Wahrheit, das ist eine Ehe sozusagen auch. Und es gibt immer wieder Leute, die sagen, das ist nicht so wichtig, Hauptsache sie glauben an Gott, egal wo sie sind. Aber für Gott ist dieses aus Babylon raus hin zu seinem sichtbaren Volk so entscheidend, dass er das vergleicht mit dieser Mann-Frau-Beziehung. Und dann natürlich haben wir wieder auch hier Christus und die Gemeinde. Das zeigt also erstmal, wie wichtig es Gott ist, dass alle, die an ihn glauben, auch wirklich vereint sind. Diese Idee von Einheit, die in der Ehe drin steckt. Das glaube ich ist eine ganz interessante Idee, auch gibt nochmal eine ganz neue Perspektive auf die ganze Geschichte mit dem Fall aus Babylon. Dem Fall von Babylon und dem Ruf raus aus Babylon.

[26:32] Nun, gehen wir noch ein Stück weiter, Hosea. Hosea ist eine ganz interessante Geschichte, ihr kennt wahrscheinlich die Geschichte, oder? Was hat Hosea erlebt? Hosea ist ein Paradebeispiel für die Aussage, Propheten haben es nicht leicht. Was hat Hosea erlebt?

[27:06] Er hat eine Frau heiraten müssen, von der er im Vorhinein wusste, dass sie Hurei treibt. Es ist nicht ganz klar, ob sie zu dem Zeitpunkt der Hochzeit schon Hure war, oder später wurde, aber er wusste sozusagen, es ist eine Frau, die Hurei treibt. Und dann bekommt er wie viele Kinder? Drei Kinder. Und das Kuriose ist, vom ersten heißt es noch, dass er der Vater ist, beim zweiten, dritten nicht. Und er ist ziemlich wütend. Und Gott nimmt dann diese Gefühle des Hosea und sagt: „Schau mal, genau so geht es mir mit meinem Volk. Ich habe sie erwählt und ich wusste schon vorher, dass ich mich oft enttäuschen würde.“

[27:40] Ich habe darüber nachgedacht, dass Jesus von jedem Einzelnen von uns wusste, bevor er uns erwählt hat, dass wir ihn enttäuschen würden. Der Gedanke ist sehr hilfreich, weil es kann nämlich sein, dass wenn man Gott gerade sehr enttäuscht hat, dass man das Gefühl hat, man hat vielleicht irgendwie versagt für immer, oder man hat jetzt Gott so sehr enttäuscht, dass er einen nicht mehr haben möchte. Aber dann hilft es sich daran zu erinnern, dass Gott, als er mich erwählt hat, immer noch der Meinung war, dass ich gerettet werden kann.

[28:10] Und in diesem Zusammenhang gibt es jetzt diese wunderbare Verheißung. Er sagt in Vers 21 und 22, gehört auch zu den schönsten Verheißungen der Bibel. Hosea 2, 21 und 22: „Und ich will dich mir verloben auf ewig. Ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Erbarmen. Ich will dich mir verloben in Treue und du wirst den Herrn erkennen.“

[28:38] Wenn ihr weiterlest, werdet ihr feststellen, es ist nicht seine Frau, die zu ihm kommt und sagt: „Bitte nimm mich wieder auf“, sondern er geht zu ihr, er kauft sie frei, selbst als sie noch mit ihrem anderen Mann zusammen ist. Das heißt, die Initiative geht von Hosea aus, um zu illustrieren, dass es Gottes Initiative ist. Er hat um uns geworben. Er bietet uns diesen Ehebund an.

[29:06] Ihr wisst ja wahrscheinlich, damals war Verlobung noch ein bisschen fester als heute. Verlobung war eine rechtliche Sache. Wenn nichts Schwerwiegendes dazwischengekommen ist, war das quasi schon das Gleis zur Ehe. Damit eigentlich auch ein ziemlich deutliches Bild dafür, dass wenn Gott etwas in unserem Leben tut, hat er ernste Absichten. Er spielt nicht mit uns. Er spielt nicht mit Segen, aber ob ich dich dann wirklich in den Himmel nehme, dann lasse ich dich noch zappeln. Genauso feste Absichten, wie dieser Bräutigam Hosea hatte, der sagte: „Ich werde dich heiraten, deswegen verlobe ich mich mit dir.“ Genauso fest sind Gottes Absichten mit uns. Wir müssen nur uns endgültig entscheiden, ob wir Ja sagen wollen. Gott möchte sich uns verloben.

[29:56] Schauen wir noch in 2. Korinther 11. 2. Korinther, Kapitel 11. Das ist noch eine recht bekannte Stelle. Das ist die klassische Stelle, die man immer zitiert in den Vortragsreihen, wenn es um die Frau in Offenbarung 12 geht und die Frage, wofür steht eine Frau. Dann rufen alle Adventisten immer für eine Gemeinde. Dann fragt man, woher weiß man das? Dann geht man zu 2. Korinther 11, Vers 2.

[30:24] 2. Korinther 11, Vers 2. Paulus sagt an die Korinther: „Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer, denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen.“

[30:40] Nun, die Idee ist hier also, Paulus sagt, ich habe einen Wunsch. Ich habe den Wunsch, dass ihr Korinther mal Jesus so trefft, wie eine vorbereitete und unbefleckte Jungfrau, die dann für die Ehe bereit ist. Und was sagt er im nächsten Vers? „Ich fürchte aber.“ Im Kontext, man liest die beiden oft nebeneinander, aber im Kontext sagt er dann quasi: „Das ist mein Ziel, aber ich fürchte, dass dieses Ziel scheitern könnte. Es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben werden von der Einfalt gegenüber Christus.“

[31:18] Der Vers klingt erstmal ein bisschen altdeutsch mit der Einfalt. Was heißt Einfalt gegenüber Christus? Ich fürchte, Paulus, dass wir einfältig sind. Im Sinne von das leicht...

[31:30] Also was ist diese Einfalt gegenüber Christus? Einfach, genau.

[31:42] Also im Kontext, was würde das bedeuten, wenn einer Braut die Sinne verdorben werden und sie nicht mehr einfältig gegenüber ihrem zukünftigen Bräutigam ist? Dass sie sich auf jemand anders fokussiert. Dass sie plötzlich an mehrere Männer denkt. Dass sie nicht mehr ihren Blick einzig, das ist die Idee, einfältig, einzig allein, ohne andere komplexe Gedanken drumherum, einzig allein auf Christus gerichtet hat.

[32:12] Paulus sagt, ich fürchte, ich fürchte die Idee, dass in der Gemeinde der Blick sich von Jesus wegwendet. Und wie kann das passieren, dass der Blick sich wegwendet von dem Bräutigam? Genauso wie die Schlange Eva verführt hat. Das heißt, wenn man jetzt, ihr wisst ja, wenn man heiratet, dann sollte man ein bisschen Ehevorbereitung machen. Heute gibt es das ganz groß aufgezogen. So Seminare und Computerprogramme und Prediger werden richtig ausgebildet. Die sind dann so Profis in Ehevorbereitung. Gemäß Paulus, was wäre eine gute Ehevorbereitung für diese Ehe? Was würdet ihr vorschlagen? Welches Kapitel der Bibel würdet ihr vorschlagen als Ehevorbereitung? Unter anderem. Nach den beiden Versen. Was wäre ein gutes Ehevorbereitungskapitel für die ewige Ehe mit Gott?

[32:56] 1. Mose 3, vielleicht auch 1. Mose 2, also Gottes Plan, 1, 2, also 2 und 3 vor allem, weil dort wird beschrieben, was Gott vorhat eigentlich und dort wird beschrieben, wie der Satan arbeitet, um diese Ehe zu zerstören. Denn Satan hat ja nicht nur die Sünde in die Welt gemacht, er hat unter anderem auch versucht, die Ehe zu zerstören. Und wenn Gott nicht eingegriffen hätte, wäre die Ehe zwischen Adam und Eva zerstört gewesen. Er ist zwar aus Liebe für sie, vermeintlicher Liebe wollte er für sie sterben, aber als es dann an sterben ging, hat er gesagt: „Sie, nicht ich.“ Vertrauen kaputt.

[33:30] Schauen wir uns noch einen Text an. In Johannes 3, Vers 29. Johannes 3, Vers 29. Das ist jetzt hier Johannes der Täufer. Ihr kennt vielleicht die Geschichte. Kann jemand von euch kurz sagen, was ist hier so der Hintergrund? Warum spricht hier Johannes? Wer hat ihn angesprochen? Worum geht es?

[34:06] Es geht um den Glauben, genau, aber was war passiert hier in Johannes 3 vorher? Er spricht mit seinen eigenen Jüngern. Seine eigenen Jünger waren zu ihm gekommen. Warum waren seine eigenen Jünger zu ihm gekommen? Die hatten eine Beschwerde. Die hatten einen Missstand anzuprangern. Was war der Missstand? Ein schlimmer Missstand. Jesus macht mehr Jünger als wir. Seine Taufzahlen sind größer. Er zieht uns die Leute ab. Und dann sagt Johannes: „Es geht nicht um mich. Es geht nicht um Jürgen. Es geht nicht um uns, sondern es geht um Jesus. Er ist alles. In der Bibel weist du auf ihn hin.“

[34:54] Er sagt in Vers 29: „Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams, der da steht und ihn hört, ist hocherfreut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt.“ Er sagt also, wenn ich nicht der Bräutigam bin und ich sehe den Bräutigam und ich habe vielleicht die Braut vorbereitet auf den Bräutigam. Ich habe ihr erklärt, wie sie sich anziehen sollen und was sie tun sollen. Ich bin der Freund des Bräutigams, aber ich bereite die Braut vor auf die Hochzeit und jetzt kommt der Bräutigam. Dann wäre es ja relativ schlecht, wenn ich jetzt traurig bin, oder? Was würde das offenbaren, wenn ich das mit traurigen oder bösen Augen blicke, dass der Bräutigam kommt? Was würde das offenbaren? Wenn ich vielleicht einen Anspruch auf die Braut habe, den nur der Bräutigam hat?

[35:40] Übrigens, wenn Menschen, die das Evangelium verkündigen, wenn Menschen, die in Gottes Werk arbeiten, darauf bestehen, dass sie Unterstützung von Menschen haben, dass die Menschen ihnen folgen, dass sie angesehen sind, dann, ich weiß nicht, ob ich das so sagen kann, aber es klingt fast so, als würden sie versuchen, Jesus zu betrügen. Sie versuchen, Jesus, die Braut, abspenstig sich zu machen. Jeder Mensch, der versucht, ein Guru zu sein für andere Gläubige, der wendet den Blick ab von Jesus. Die einzige sichere Position ist die von Johannes, der sagt: „Nein, nein, nein, ich bin nur der Wegbereiter und ich freue mich, wenn die Menschen endlich Jesus kennenlernen. Ich kann ihnen zwar Predigten halten, ich kann sie auf die Taufe vorbereiten, aber erlöst werden sie durch ihn.“

[36:38] Übrigens, wenn im Himmel Hochzeit stattfindet, die findet ja schon zum Teil vor der Wiederkunft statt. Wir haben ja gelernt, die Hochzeit ist schon vor der Wiederkunft. Wer freut sich denn da als Freund des Bräutigams im Himmel, wenn da Christus und Neu-Jerusalem vermählt werden, damit später dann die Gemeinde nach Neu-Jerusalem kommen kann? Wer freut sich da als Freund des Bräutigams im Himmel?

[37:18] Ja, vielleicht ist das eine interessante Idee. Man könnte natürlich argumentieren, dass der Heilige Geist schon eine sehr enge Beziehung zu den Gläubigen hat, weil er sie sogar erfüllt. Ja, aber könnte vielleicht auch noch jemand denken, der dort als Freund des Bräutigams immer die Aufgabe hatte, Menschen zu Jesus zu bringen, aber selbst sich nie in den Vordergrund. Die Engel. Johannes war ein Bote, oder? Die Engel sind Boten. Und die Engel haben sich noch niemals, also die guten Engel, noch niemals darum geschert, irgendwie bekannt zu werden, oder? Von allen Engeln bis auf einen wissen wir nicht einmal den Namen. Und es wäre so einfach für einen Engel zu erscheinen und sagen: „Übrigens, ich bin wie auch immer.“ Keine Ahnung. Ich kenne ja keinen weiteren Engelnamen außer Gabriel, aber die könnten einfach mal erscheinen und sagen: „Übrigens, ich heiße so und so. Ich bin dein Engel.“ Ist ihnen vollkommen egal. Und da kann man eine ganze Menge von lernen.

[38:10] Übrigens, was machen die falschen Engel? Und die bösen Engel? Die haben die ganze Zeit versucht, seit Jahrtausenden haben die versucht, Menschen zu sich zu ziehen. Größtenteils sind es die Dämonen, sagt Paulus, die hinter dem ganzen Götterglauben stehen. Hinter jedem Gott, jedem Jupiter, jedem Marduk, jeder Ischtar stehen eigentlich Dämonen, die sich offenbart haben, irgendwann irgendwem. Also, während die einen Engel sich ganz im Hintergrund halten und einfach Menschen zu Jesus führen, haben die anderen versucht, selbst zu Gottheiten zu werden. Und letztendlich kann sich jeder entscheiden, welche der beiden Richtungen er gehen will.

[38:44] Und das Freude im Himmel über diese Hochzeit bei den Engeln, ich meine, bei allen, bei den Bewohnern der gefallenen Welten, aber ich denke, die Engel, die passen mir ganz besonders gut, weil sie wirklich wie Johannes der Täufer die Braut vorbereiten. Die machen alles Mögliche. Und die freuen sich. Das ist dieser Ausdruck dieser Freude. Jubelt und freut euch. Das findet ja in Offenbarung 19 noch vor der Wiederkunft statt. Die jubeln und die freuen sich, weil jetzt ist es soweit. Endlich können die Gläubigen, die sie so lange mit so viel Mühe immer wieder zu Jesus geführt haben, also manche Engel haben bestimmt graue Haare, so viel Stress, wie wir ihn gemacht haben und so viel Trauer, wie wir ihn gemacht haben, aber endlich sehen sie, dass ihre Bemühungen zumindest in einigen Fällen Frucht getragen haben.

[39:30] Und ja, in diesem Sinne werden wir uns nächstes Mal anschauen, vielleicht noch diesen einen letzten Gedanken. Als ihr geheiratet habt, also ich spreche jetzt zu den Frauen, und ihr darüber nachgedacht habt, was ihr anzieht, habt ihr euch Gedanken gemacht, was ihr anziehen werdet? Oder habt ihr gedacht: „Also, es kommt auf die inneren Werte an. Äußerlichkeiten sind meinem Bräutigam eh total unwichtig, also ich werde einfach kommen, wie ich denke. Er liebt mich ja so, wie ich bin, oder?“ Habt ihr so gedacht? Nee, okay. Wer von euch hat gedacht: „Oh, ich muss wirklich das beste Kleid haben, es muss makellos sein, damit ich ihn irgendwie überzeugen kann, dass er ja sagt?“ Das wäre eine äußerst ungünstige Basis für die Ehe, nicht wahr? Wenn ich also die Idee habe, das Kleid muss fleckenlos sein, damit er vielleicht hoffentlich doch ja sagt, ja?

[40:30] Aber das stellt genau die meisten Christen in der Welt dar. Entweder sagen sie: „Pff, ist doch egal, wie ich lebe, Jesus liebt mich ohnehin, ich werde einfach so sein, wie ich bin, und dann nimmt er mich zu, oder?“ Aber das drückt einen Mangel an Liebe aus. Und dann gibt es andere, die sagen: „Ich muss perfekt werden, ich muss vollkommen sein, ich muss das alles machen, damit er dann hoffentlich ja sagt.“ Aber das drückt einen... Ja, es drückt einen Mangel an Verständnis von der Liebe Gottes. Also, das eine ist ein Mangel an Liebe für Gott, das andere ist ein, man weiß nicht mal, ob Gott ihn überhaupt liebt. Ja, und das ist übrigens eine der ganz schlimmsten Dinge, wenn ich nicht mal davon ausgehe, dass Gott mich liebt, weil, da bin ich so wie die erste Generation, die gesagt hat, weil Gott uns hasst. Wenn ich also denke, durch meine guten Taten kann ich irgendjemanden überzeugen, dann bin ich wie eine Frau, die denkt, naja, ich sehe hoffentlich schön genug aus, dass er vielleicht doch ja sagt am Altar. Aber die allermeisten Frauen wissen eigentlich, sie sind relativ überzeugt davon, dass ihr Mann sie liebt, und weil er sie liebt, und weil sie sowieso wissen, dass er ja sagt, wollen sie jetzt besonders schön sein.

[41:32] Und das eigentlich ist sogar, also nicht nur, ich denke sogar für die Männer irgendwie nachvollziehbar, und von Johannes als ein Bild verwendet, um uns zu erklären, wie es mit der Heiligung gemeint ist. Heiligung ist nicht nutzlos, sondern Heiligung ist eigentlich das Hochzeitskleid eines jeden Gläubigen. Heiligung ist der Ausdruck, weil Jesus mich liebt, und weil er mich heiratet, und weil ich in Neu-Jerusalem sein darf, weil ich ja durch die Wiedergeburt, durch die Taufe, durch die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, durch die Rechtfertigung schon einen Titel auf Neu-Jerusalem habe. Er hat es ja schon versprochen. Deswegen möchte ich so schön wie möglich sein. Das ist die Heiligung.

[42:22] Er weiß es ganz genau. Ganz genau. Und deswegen benutzt ja Gott auch dieses Bild von Mann und Frau, weil da für uns Menschen dieses Prinzip von Liebe besonders greifbar wird, und wir es besonders gut verstehen. Nächstes Mal werden wir uns im nächsten Vers anschauen, wie diese Vorbereitung praktisch aussieht. Denn die Bibel beschreibt sogar das Hochzeitskleid, welche Marke es trägt, sozusagen, wie es aussieht, und das wird uns dann helfen zu verstehen, wie wir uns vorbereiten können, und wie auch Neu-Jerusalem vorbereitet wird. Das ist ganz interessant. Das werden wir uns anschauen. Für heute wollen wir uns vornehmen, über die Liebe Jesu so sehr nachzudenken, dass wir überzeugt sind, dass wir das Hochzeitskleid nicht anziehen, um ihn zu überzeugen, sondern um ihm Freude zu machen. Ich wärme unserem Herzen, sodass es wirklich gesagt werden kann: „Die Braut hat sich bereit gemacht.“

[43:23] Wollen wir noch gemeinsam beten? Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für die Offenbarung, dass sie direkt zu unserem Herzen spricht. Und wir sehen, dass genau das oft so unser Problem ist, dass wir deine Liebe zu uns nicht wirklich verstehen, oder verdrängen, oder vergessen, oder durch Sünde irgendwie nicht mehr richtig im Hinterkopf haben. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir immer wieder über diese einfachen, doch so tiefgründigen Wahrheiten nachdenken. Dass wir verstehen, dass du dir sehnlichst wünschst, dass wir einmal bei dir auf der neuen Erde sind, und dass du alles getan hast, was notwendig ist, um uns einen Platz Neu-Jerusalem zu sichern. Und dass der ganze Himmel aktiv ist, seit Jahrhunderten, seit Jahrtausenden, um möglichst


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