[0:30] Hallo und herzlich Willkommen zum Offenbarungsseminar hier aus der Gemeinde Stuttgart-Wangen und herzlich Willkommen allen, die hier seid und jedem Einzelnen, der uns jetzt im Livestream zuschaut und zugeschaltet hat. Wir wollen heute ein neues Kapitel anfangen, Offenbarung 20 und uns erwartet ein sehr spannendes Studium. Und bevor wir einsteigen, möchte ich euch einladen, gemeinsam mit mir niederzuknien und dass wir den Heiligen Geist einladen.
[1:11] Lieber guter Vater im Himmel, ich danke dir von ganzem Herzen, dass du uns dein Wort gegeben hast und dass du uns so viel offenbart hast, was uns hilft, Dinge einzuordnen, Dinge zu verstehen und was uns auch näher zu dir bringt. Ich möchte dich jetzt bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist hier anwesend bist, in unseren Herzen und dass du uns diese Botschaft verdeutlicht, was sie bedeutet, was es für die Sünde bedeutet, was es für uns persönlich bedeutet und dass wir noch mehr verstehen, wie gut dein Erlösungsplan ist. Habt du Dank dafür, im Namen Jesu, Amen.
[1:52] Offenbarung 20 ist ein sehr spannendes Kapitel und wahrscheinlich haben viele von uns das schon in Bibelstunden behandelt. Und da ist es natürlich sehr interessant, wenn man Vers für Vers auch dieses Kapitel studiert. Wir haben letzte Woche, vorletzte Woche, wir haben beim letzten Mal vorletzte Woche betrachtet, was mit dem Tier passiert, was mit dem Propheten passiert, dass eine Gerichtsankündigung stattfindet und wir sind jetzt nach oder wir befinden uns jetzt nach der Wiederkunft Jesu. Und wir lesen den Vers einfach mal. Offenbarung 20, Vers 1. Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand.
[2:46] Jetzt, dieser Vers hat ein, zwei Schlüsselworte, die es wahrscheinlich interessant wäre, zu verstehen. Welche sind das? Der Schlüssel, genau. Und was noch? Also es gibt zwei, die Kette, ja, Hand in Hand mit dem Schlüssel. Der Abgrund, genau. Und noch ein, was wäre noch wichtig, um den Vers zu verstehen oder interessant? Wer ist der Engel, oder? Das wäre auch eine spannende Frage, wer ist dieser Engel? Auf die Frage werden wir auch eingehen.
[3:24] Wir wollen anfangen mit dem Abgrund. Wir wollen uns anschauen, was ist dieser Abgrund und was beschreibt dieser Abgrund. Und ich möchte direkt mit euch einsteigen in Lukas 8, Vers 31. Lukas 8, Vers 31. Lukas 8, Vers 31. Und er bat ihn, er möge ihnen nicht befehlen, in den Abgrund zu fahren.
[3:58] Weiß jemand, worum es sich hier handelt? Wer spricht? Was ist passiert? Genau, also da ist erstmal ein Besessener, eigentlich wissen wir, dass es zwei Besessene sind aus dem Parallelbericht und die sind von Dämonen besessen. Und Jesus kommt und möchte sie austreiben, sozusagen, und die Dämonen sagen, bitte schick uns nicht in den Abgrund. Lasst uns mal die Parallelstelle anschauen und das ist übrigens genauso das Wort Abyssos wie auch in Offenbarung 20. In der Parallelstelle ist es Markus 5 und dort Vers 10. Markus 5, Vers 10. Markus 5, Vers 10 lesen wir und er bat ihn sehr, sie nicht aus dem Land zu verweisen. Das ist auch sehr interessant.
[5:00] Jetzt, was bittet der Dämon danach? Also er bittet ihn zuerst, schicke uns nicht in den Abgrund, was der Markus übersetzt mit, verweise uns nicht aus dem Land. Und was sagt er dann? Der Dämon bittet ihn, etwas anderes zu tun. Wohin möchte der Dämon? Nicht aus dem Land, genau, sondern wohin? Was passiert dann, dass die Leute dort so sauer waren? Wegen den Schweinen. Er sagt, schicke uns nicht aus dem Land, sondern in irgendetwas, dass sie irgendjemanden quälen können, Schweine hier in diesem Fall. Und sie gehen in die Schweineherde und die Schweineherde stürzt sich in so ein tiefes Loch sozusagen oder ein Abgrund, aber ein anderer Abgrund als hier. Jetzt ist das sehr interessant. Das heißt, wir haben diesen Gegensatz oder Kontrast zwischen Abgrund oder aus dem Land verweisen und wo sein, wo auch andere Lebende gewesen sind. Das ist auf jeden Fall eine Parallele, die wir uns im Hinterkopf behalten sollten.
[6:14] Der nächste Vers, in dem das Wort vorkommt, ist Römer 10. Den würde ich auch gerne anschauen mit euch. Römer 10 und dort Vers 7. Oder wer wird in den Abgrund hinuntersteigen, nämlich um Christus von den Toten zu holen? Die Stelle, aus der das jetzt aus dem Kontext kommt, ist wirklich sehr interessant. Und wenn man das mit dem Parallelbericht oder woher es zitiert ist aus Fünfter Mosel vergleicht, ist es eine sehr interessante Stelle übers Gesetz. Also das kann ich sehr ans Herz legen, einmal für sich selbst zu lesen. Aber hier wird der Abgrund benutzt, um etwas, eine Ferne auszudrücken. Und hier wird er für das Totenreich benutzt.
[7:07] Jetzt, wie viel ist im Totenreich los? Wie viel passiert im Totenreich? Nichts. Die Toten machen nichts, oder? Was lesen wir von den Toten? Da ist kein Denken, die schlafen, da ist überhaupt nichts los. Das heißt, es ist ein Aspekt der Ferne, ist weit weg und da passiert absolut nichts.
[7:31] Ein weiterer Vers, der das Wort benutzt, den wir jetzt aber nicht anschauen werden, ist in Offenbarung 9. Das werden wir allerdings übernächste Woche beim Posaunensymposium anschauen, das ich jedem sehr ans Herz legen kann. Das wird sehr, sehr spannend werden und da werden wir auch diesen Vers näher betrachten. Und der letzte Vers, den wir anschauen wollen, zu dem Thema, ist 1. Mose. 1. Mose 1 und dort Vers 2.
[8:10] Und in 1. Mose 1, Vers 2 lesen wir, die Erde aber war Wüst und leer und es lag Finsternis auf der Tiefe. Jetzt wird dieses Wüst und leer, wie heißt das im Hebräischen? Tovabu. Genau, im Hebräischen heißt das Tovabu, aber in der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des Hebräischen, heißt es Abyssos. Genau, also die Idee ist sozusagen, das ist ein Ort, die Erde, auf der nichts los ist. Das ist nicht die Erde, auf der der wunderschöne Garten Eden schon ist, sondern die Erde, bevor Gott sie erschaffen hat. Das ist ein Zustand, in dem kein Leben ist in dem Sinne, keine lebendigen Wesen und nichts, was der Satan quälen könnte sozusagen.
[8:51] Jetzt wird dieser Abgrund auch oft mit Wüste beschrieben, weil nämlich im Heiligtum ja die Schuld auf den Sündenbock gelegt wurde, nach dem Erlösungstag und nach dem Versöhnungstag und der Sündenbock wurde in die Wüste gebracht. Das ist auch eine sehr interessante Parallele, wenn man sich anschaut, was die Bibel über die Wüste sagt. Was passiert so in der Wüste, wofür ist die Wüste bekannt? Da ist kein Wasser, kein Leben. Genau, lasst uns mal schauen, was die Bibel dazu sagt. In Hiob 38, in Hiob 38 und dort Vers 26, in Hiob 38 Vers 26 lesen wir oder mit 25, wer hat der Regenflut ein Bett gewiesen und dem Donnerstrahl einen Weg, damit es regne auf ein menschenleeres Land, auf die Wüste, wo kein, ja, kein Mensch ist. Da ist kein Mensch, kein Leben.
[10:10] Und der zweite Vers ist in Jesaja, Jesaja 13 und dort Vers 9, Jesaja 13 Vers 9, siehe der Tag des Herrn kommt, unbarmherzig, mit Grimm und Zornglut, um die Erde zur, was zu machen? Zur Wüste zu machen und die Sünder daraus zu vertilgen. Die Idee ist, Jesus kommt wieder. Was passiert mit den Gläubigen? Mit den Gläubigen, mit den Guten? Die kommen in den Himmel. Was passiert mit den Ungläubigen? Sterben. Wer bleibt auf der Erde übrig? Niemand. Der Satan und seine Engel. Genau. Und wir wissen, dass er nicht mehr in den Himmel darf seit dem Kreuzestod Jesu.
[11:03] Jetzt ist die Frage, warum ist das eine Strafe? Weil wir glauben ja jetzt nicht, dass der Satan hier auf der Erde mit Feuer und Schwefel dann gequält wird die tausend Jahre. Warum ist das eine Strafe für den Satan hier auf der Erde zu bleiben? Allein mit seinen Engeln. Er hat das Gesetz Gottes übertreten. Er kann niemanden verführen. Genau. Schaut mal mit mir in Matthäus 12. Er kann sich ansehen, was er angerichtet hat. Auch ein sehr guter Punkt. Auf den wollen wir gleich noch eingehen.
[11:35] Matthäus 12 Vers 43. Wenn aber der unreine Geist von den Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er wasserlose Städten. Was sind wasserlose Städten eigentlich? Wüste. Genau. So durchzieht er wasserlose Städten. Und was sucht er? Er sucht Ruhe und er findet sie nicht. Wenn der Teufel und seine Dämonen niemanden haben, den sie quälen können, dann sind sie unglücklich. Dann sind sie unruhig, unzufrieden und sie finden keine Ruhe. Bei wem ist nur Ruhe? Nur bei Gott ist Ruhe, oder nicht? Und wenn es da kein Mittel mehr gibt, dieses Loch zu füllen, indem man es anderen schwer macht, dann hat er überhaupt keine Ruhe mehr, weil da ist kein heiliger Geist mehr. Er ist nicht so wie bei Menschen, wo der heilige Geist trotzdem immer weiter wirkt und wirkt. Nichts mehr. Der Geist ist nicht mehr. Der Geist hat sich von der Erde zurückgezogen und der Satan ist ganz allein.
[12:43] Jetzt zu dem Punkt, den du gesagt hast. Was wollte denn der Satan mit der Erde machen? Er wollte sich selbst ernennen zum Fürsten der Erde, zum Herrscher. Er wollte herrschen und da kann er das erste Mal herrschen. Jetzt die Ungläubigen. Warum sind die Ungläubigen tot? Genau. Was heißt das? Was ist die Definition von Ungehorsam gegen Gott? Gegen das Gesetz? Sünde. Jetzt wäre es der Urheber der Sünde. Das heißt, der Satan, also natürlich sind die Menschen auch selbst daran schuld, aber in gewisser Maßen hat der Satan seine eigenen Nachfolger getötet. Er hat sie verführt zur Sünde und weiter verführt und weiter verführt, hat sie von Gott weggezogen und jetzt ist er zum ersten Mal auf der Erde und kann alleine herrschen und all seine Untertanen hat er umgebracht. Also es ist auch ein bisschen, dass Gott zeigt, hier, dann mach mal. Er hat alles komplett verbockt sozusagen. Das ist sehr interessant.
[13:53] Der zweite Punkt ist der Schlüssel. Also wir wissen jetzt, wohin er kommt. Also er kommt auf die Erde, nachdem all die Gottlosen tot sind und all die Gläubigen im Himmel sind und jetzt ist die Frage, wie? Oder ja, wahrscheinlich ist es noch eher eine Beantwortung für durch wen, aber auch wie. Also wir wollen uns den Schlüssel anschauen. Jetzt kommt der Schlüssel ein paar Mal vor und die erste Stelle würde ich gern mit euch in Offenbarung 3, Vers 7 anschauen.
[14:22] Und dem Engel der Gemeinde Philadelphia schreibe, das sagt der Heilige, der Wahrhaftige. Wer spricht hier? Wer sagt das? Jesus. Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, sodass niemand zuschließt und zuschließt, sodass niemand öffnet. Jetzt Jesus hat diesen Schlüssel. Die Stelle hier ist tatsächlich zitiert aus dem Alten Testament. Weiß vielleicht jemand, woher? Der Schlüssel Davids oder der Schlüssel des Hauses Davids. Das ist tatsächlich auch nur an einer Stelle in Jesaja, genau in Jesaja 22. In Jesaja 22, ja genau, sehr gut.
[15:09] In Jesaja 22 und dort lesen wir mal die Verse 20 bis 22. Jesaja 22, 20 bis 22. Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich meinen Knecht Eliakim, den Sohn Hikias, berufen und ich werde ihn mit deinem Gewand bekleiden und mit deinem Gürtel fest umgürten und deine Vollmacht in seine Hand legen. Er wird den Bürgern von Jerusalem und dem Haus Judah ein Vater sein. Ich will ihm auch den Schlüssel des Hauses Davids auf seine Schulter legen, sodass, wenn er öffnet, niemand zuschließen kann und wenn er zuschließt, niemand öffnen kann.
[16:06] Also wir sehen die Parallele recht deutlich. Jetzt ist das sehr interessant. Hier spricht Gott zu Schepner. Schepner war eigentlich der Verwalter des Palastes und des Königshauses und Gott durch den Propheten erklärt Schepner, dass er in seinem Amt ersetzt wird, weil er sein Amt nicht richtig ausgeführt hat. Und in seinem Amt hatte er Vollmacht, haben wir gelesen. Er bekommt die Vollmacht. Was haben wir noch gelesen? Er wird dem Haus Judah ein Vater sein und er wird eben diesen Schlüssel Davids auf seiner Schulter tragen.
[16:50] Schaut mal mit mir in Jesaja 9, Vers 5. Da lesen wir, denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Man nennt seinen Namen wunderbarer Ratgeber, starker Gott, ewig Vater und Friedefürst. Also wir sehen die Parallele mit der Vollmacht, mit der Herrschaftsmacht, mit dieser königlichen Macht sozusagen.
[17:16] Und es gibt noch eine Parallele zu dem Schlüssel, die ist in Offenbarung 1, Vers 18. Da spricht es wieder von Jesus und der Lebende, also mit dem Vers davor, ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende. Und ich war tot und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes.
[17:39] Warum hat Jesus die Schlüssel des Totenreiches und des Todes? Genau, warum darf er das? Er ist selbst als Mensch gestorben und selbst wieder auferstanden. Er konnte nur auferstehen, weil er ganz Gott war. Das ist der einzige Weg. Kein Mensch hätte von sich aus selbst wieder auferstehen können. Jesus konnte nur auferstehen, weil er wieder ganz Gott war. Und hier haben wir wieder das mit dem Totenreich. Das heißt, er hat die Vollmacht über das Herrschaftsgebiet, was bei ihm die Erde ist. Nicht nur der Palast des Königs sozusagen, nicht nur der irdische Palast. Und er hat auch Vollmacht über den Tod, das Leben, das Totenreich.
[18:33] Und ein letzter Vers dazu in Hiob 12 und Vers 14. In Hiob 12 und Vers 14, das ist eine Rede über die Macht Gottes oder diese Allmacht Gottes. Und Hiob sagt hier, siehe, wenn er niederreißt, wird nicht wieder aufgebaut. Wenn er über den Menschen zuschließt, wird nicht wieder geöffnet.
[19:00] Also hier geht es nicht direkt um den Satan und seine Dämonen, sondern das Zuschließen hat etwas mit dem Heiligen Geist und seinem Wirken zu tun in dem Fall. Aber wir sehen hier die Entgültigkeit daraus. Wir sehen, dass wenn Gott zuschließt, dann ist tatsächlich zu.
[19:16] Und das führt uns eigentlich zu der Frage, wer dieser Engel ist. Weil alles, was mit dem Schlüssel zu tun hatte, hatte schlussendlich mit der Macht Jesu zu tun. Jetzt ist es aber nicht ganz so einfach zu beantworten, wer der Engel ist. Es gibt maßgeblich zwei Auslegungen im Adventismus. Was denkt ihr, welche Auslegungen gibt es, wer der Engel sein könnte?
[19:48] Also eine ist ganz offensichtlich jetzt. Also wer könnte der Engel in Offenbarung 20 sein, der den Satan bindet? Jesus, genau. Jetzt, was könnte noch eine Auslegung sein? Engel hört sich an wie... Engel, ein Engel, oder? Ein ganz normaler Engel. Es könnte auch ein ganz normaler Engel sein. Und das ist ganz interessant. Wir haben zwei Möglichkeiten. Wir haben die Möglichkeit, dass es Jesus ist und dass es ein Engel ist. Und beide sind gar nicht ganz so... Also die mit dem Engel ist gar nicht ganz so abwegig.
[20:34] Also lasst uns erstmal schauen. Wir haben gelesen in Offenbarung 20, und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen. Nehmen euch andere Verse ein, wo genau das Gleiche beschrieben wird. Ein Engel, der aus dem Himmel herabsteigt. In der dritten Engelsbotschaft, ja, ein bisschen später in der Geschichte danach. Ja, schauen wir erstmal Offenbarung 10 und dann schauen wir gleich in Offenbarung 14.
[21:03] Offenbarung 10, Vers 1. Und ich sah einen anderen starken Engel aus dem Himmel herabsteigen. Von wem wird hier gesprochen? Jesus. Das heißt, wir haben hier Offenbarung 10. Jetzt schauen wir mal die Stelle an in Offenbarung 14. Das ist sozusagen der zweite Anhang zur drei Engelsbotschaft. Das ist das, was danach passiert, nämlich die Ernte. Und wir lesen in Vers 17. Und ein weiterer Engel kam hervor aus dem Tempel, der im Himmel ist. Und auch er hatte eine scharfe Sichel. Ja, genau. Aber wer ist das? Das ist ein normaler Engel, oder? Das ist einer der Engel, die dann die Ernte durchführen. An den Ungläubigen sozusagen. Also nicht sozusagen, tatsächlich. Also das ist ein normaler Engel.
[22:04] Offenbarung 14, Vers 7. Jetzt kommt nochmal ein Engel vom Himmel herab. In Offenbarung... Ja, genau, da kommt ein weiterer Engel vom Altar her. Also da sehen wir, es kann auch für normale Engel stehen. Und in Kapitel 18 kommt der Begriff nochmal vor. In Offenbarung 18, und dort Vers 1. Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht. Und die Macht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit. Von wem ist hier die Rede? Wer war beim Offenbarung 18-Studium? Das sind die Adventgläubigen, oder? Während, nach dem Spätregen, das ist der laute Ruf. Das heißt, da gibt es so einen dritten Punkt hier oben. Wobei das mit dem Schlüssel sicher nicht die Gläubigen sind, in Offenbarung 20. Wobei ich das tatsächlich auch einmal gelesen habe. Aber das ist sonst überhaupt nicht gestützt.
[23:12] Genau, das heißt, es kommt für drei verschiedene Dinge vor, dieser Begriff. Wir können uns also nicht wirklich sagen, nur weil das genau so steht, muss es die oder die Person sein. Jetzt steht hier in Offenbarung 20, und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand. Es steht ja jetzt nicht dabei, dass er den Schlüssel von Ewigkeit her hat. Es steht einfach nur, er hat den Schlüssel. Genauso wie in Offenbarung 9 zum Beispiel. Auch hier von dem Stern, der auf die Erde gefallen war, gesprochen wird. Und ihm wurde der Schlüssel zum Schlund des Abgrunds gegeben. Gleiches Wort Abyssos. Rein theoretisch kann der Engel den Schlüssel auch einfach erhalten haben. Das heißt, es könnte ein ganz normaler Engel sein.
[24:06] Also sagen wir mal, was dafür spreche ist, es ist möglich. Es ist möglich. Und die Grundidee dafür, dass es ein normaler Engel ist, ist eigentlich das Heiligtum. Denn was ist im Heiligtum passiert? Da gab es zwei Böcke. Der eine wurde geopfert. Der stand für wen? Der getötet wurde für Jesus. Was ist mit dem anderen passiert? Der hohe Priester hat die Sünde auf ihn gelegt. Das war der Sündenbock. Und dann wurde er in die Wüste geschickt. Jetzt von wem wurde er in die Wüste geschickt? Ein Mann. Nicht der hohe Priester. Ein Mann aus dem Volk. Und das wäre ein Grund, warum Leute sagen, es ist ein normaler Engel. Also ich schreibe mal hin, wegen dem Heiligtum.
[25:04] Jetzt könnte man sagen, der hohe Priester hätte ihn ja rein theoretisch auch selbst in die Wüste bringen können. Das heißt, wenn Gott gewollt hätte, dass das jetzt alles der hohe Priester macht, dann hätte er es rein theoretisch machen können. Weil man muss immer aufpassen, ob man die Heiligtumslehre, also den Typus, überstrapaziert. Zum Beispiel ist der Sündenbock ja auch weg vom Volk gegangen. Aber hier geht das Volk weg von dem Satan. Das Volk geht in den Himmel. Der Satan bleibt auf der Erde zurück. Im Heiligtumsdienst ist der Sündenbock weggegangen. An einen anderen Ort, die Wüste. Das Volk ist geblieben. Logistisch wäre es sehr schwer gewesen, für das Volk Israel jedes Jahr komplett umzuziehen. Macht das Sinn? Das heißt, das hat irgendwo ein Ende, wie man diesen Typus anwenden kann. Und auch hier.
[26:01] Weiß jemand von euch, was der hohe Priester danach machen sollte? Nachdem der Mann aus dem Volk ist gekommen, holt den Bock und bringt den Bock in die Wüste. Und während er das macht, was sollte der hohe Priester machen? Hatte der hohe Priester irgendeine Aufgabe? Schaut mal in 3. Mose 16. In 3. Mose 16, und dort lesen wir mal die Verse 23-26. Übrigens, dass ein anderer Mann den Bock wegbringen sollte, steht in den Versen 20-22. Aber das lesen wir jetzt nicht.
[26:44] Genau, die Verse 23-26. Und Aaron soll in die Stiftshütte gehen und die leinenden Kleider ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum ging, und soll sie dort lassen. Und er soll sein Fleisch im Wasser baden an heiliger Stätte und seine eigenen Kleider anziehen und hinausgehen und sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes opfern und Sühnung erwirken für sich und das Volk. Und das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen. Der aber, welcher den Bock als Sündenbock fortgesandt hat, soll seine Kleider waschen und seinen Leib im Wasser baden und danach kann er in das Lager kommen.
[27:22] Okay, das heißt, der hohe Priester sollte was machen, bevor er aus dem Heiligtum geht? Sich waschen. Sollte die Kleider ablegen, er sollte sich waschen, erst dann sollte er rausgehen und nochmal opfern. Und das alles sollte gleichzeitig passieren, wie die andere Person den Sündenbock wegbringt. Jetzt, wenn Jesus wiederkommt und uns zurückholt, ist er noch hoher Priester im Heiligtum? Also verrichtet er noch seinen hohen priesterlichen Dienst im Heiligtum? Nein. Wenn der große Fürst Michael sich erhebt, das ist vorbei. Er muss kein Fürsprecher mehr sein, weil die Sünde besiegt ist.
[28:09] Das heißt, die Parallele, dass dann ein neues Opfer gebracht wird, ist im irdischen Heiligtum notwendig, weil das irdische Israel noch immer sündhaft war, weil das irdische Israel noch immer Vergebung gebraucht hatte. Im himmlischen Heiligtum allerdings ist nach dem Versöhnungstag kein weiterer Heiligtumsdienst mehr nötig. Das heißt, dieses Problem der Logistik war im irdischen Heiligtum auch an dem Punkt vorhanden. Das ist ein bisschen, muss man um ein paar Ecken denken jetzt. Aber es war auch an dem Punkt im irdischen Heiligtum vorhanden. Im himmlischen Heiligtum ist es nicht vorhanden, weil Jesus nicht wieder zurück ins Heiligtum muss. Das heißt, Jesus kann, darum habe ich ein Fragezeichen hinter das Heiligtum gemacht, weil es könnte hierfür sprechen, muss aber nicht. Es ist keine zwingende Parallele, weil Jesus kann den Sündenbock selbst wegführen.
[29:04] Genau, er kann den Schlüssel erhalten. Jetzt, was spricht dafür, dass es Jesus ist? Schauen wir nochmal in Markus 5. Das war das mit den Besessenen. In Markus 5, und dort Vers 7. Ah, nein, Vers 7, Entschuldigung.
[29:30] Und er schrie mit lauter Stimme und sprach, das ist jetzt der Dämon, der aus den Besessenen spricht, Jesus, du Sohn Gottes des Höchsten, was habe ich mit dir zu tun? Ich beschwöre dich bei Gott, dass du mich nicht quälst. Und schauen wir mal in Lukas 8, und dort Vers 28. In Lukas 8, und dort Vers 28, ist nämlich noch ein interessanter Zusatz. In Lukas 8, Vers 28, als er aber Jesus sah, schrie er, warf sich vor ihm nieder und sprach mit lauter Stimme, was habe ich mit dir zu tun, Jesus, du Sohn Gottes des Höchsten? Ich bitte dich, quäle mich nicht. Doch, kein Zusatz, der Zusatz steht aber irgendwo, dann habe ich den falschen Vers aufgeschrieben.
[30:26] Also es gibt eine Stelle, an der steht, dass er ihn nicht vor der Zeit quälen soll. Wir können noch ganz kurz in Matthäus schauen, vielleicht ist das die Stelle. Hier, ja, sehr gut, Matthäus 8, 29, ich habe den falschen Vers aufgeschrieben, Entschuldigung.
[30:50] Matthäus 8, Vers 29, und sie, sie schrien und sprachen, was haben wir mit dir zu tun? Jesus, du Sohn Gottes, bist du hierher gekommen, um uns vor der Zeit zu quälen? Und dann sagen sie, bitte schick uns nicht in den Abgrund. Das heißt, es gibt hier einen Zusammenhang zwischen der Idee vom Gericht, was sie hier meinen mit vor der Zeit quälen, und mit dem Abgrund. Und zu wem sagen sie das? Zu Jesus, sie sagen das nicht zu irgendeinem Engel, sie sagen zu Jesus, bist du gekommen, uns vor der Zeit zu quälen, was implizieren würde, dass Jesus die ausführende Person ist, die den Satan und seine Dämonen bindet im Abgrund. Das heißt, das würde für Jesus sprechen.
[31:47] Genau, schaut mal mit mir in Matthäus 12 zu genau dieser Geschichte, und dann wiederhole ich das nochmal, damit auch die, die im Livestream hören können, Matthäus 12, Vers 29, Oder wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Erst dann kann er sein Haus berauben. Das heißt, jemand kann jemanden binden, wenn er stärker ist, nicht wahr? Das ist genau das.
[32:32] In Daniel lesen wir von einem Streit zwischen dem Gabriel, und das ist eigentlich mit dem König der Perser, aber der Satan muss da dahinter gewesen sein, weil für den Gabriel wäre der König der Perser nicht wirklich ein Gegenspieler. Und der Satan und der Gabriel kämpfen, und der Gabriel ist völlig erschöpft, der kann nicht mal mehr mit dem Daniel reden, dann kommt der Fürst Michael und hilft, und wir wissen, der Fürst Michael ist Jesus, und er hilft dem Gabriel, den Satan zu bezwingen. Das heißt, das zeigt auch sehr deutlich, dass eigentlich Jesus schlussendlich der ist, der wirklich stark genug ist, den Satan zu binden.
[33:14] Was auch dafür spricht. Er ist stärker.
[33:23] Und ein Punkt, den ich jetzt sehr interessant finde, ist... Schaut mal mit mir in Offenbarung 14, Vers 18.
[33:39] Offenbarung 14, Vers 18. Und ein weiterer Engel kam vom Altar her, der hatte Vollmacht über das Feuer, und er warnte sich mit lautem Ruf an den, der die scharfe Sichel hatte, und sprach, sende deine scharfe Sichel aus, und schneide die Trauben des Weinstocks der Erde ab, denn seine Beeren sind reif geworden.
[34:01] Jetzt, wer sind hier die Trauben? Die Gottlosen. Hier ist der Weinstock kein Bild für die Gläubigen, sondern hier geht es um eine Ernte an Gottlosen, und Jesus tritt dann die Weinkälter. Und er macht das hier durch Engel. Es sind die Engel, die mit der Sichel kommen, sind auch übrigens in Matthäus 13, im Gleichnis von dem Unkraut und dem Weizen, sind es schlussendlich die Engel, die das Unkraut binden sollen und verbrennen sollen. Das heißt, Jesus gibt den Befehl, aber die ausführende Exekutive sind die Engel.
[34:43] Ein Punkt von der Erde, die zum Abgrund wird, ist, dass die Gottlosen vernichtet sind. Und hier gibt Jesus einen Befehl, und die Engel führen diesen Befehl aus. Was ist der andere Punkt, damit die Erde zum Abgrund wird? Die Gottlosen sind tot, und die Heiligen gehen in den Himmel, Matthäus 24, Vers 31.
[35:14] Und er wird seine Engel aussenden, mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln, von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen. Das heißt, wer holt die Gläubigen und bringt sie zu Jesus? Die Engel. Weil wir wissen von Ellenweit, dass Jesus die Erde gar nicht berühren wird, nicht wahr? Die Engel holen die Gläubigen. Das heißt, auch hier kommt der Posaunenschall, die Stimme des Erzengels ergeht, Jesus gibt den Befehl, und er sendet die Engel aus, und die Engel holen die Gläubigen und bringen sie zu Jesus.
[35:47] Das heißt, in diesen zwei Punkten, die dafür verantwortlich sind, dass die Erde zum Abgrund wird, ist Jesus die ausschlaggebende Befehlsmacht, aber schlussendlich sind die Engel die Ausführenden. Weshalb ich persönlich dazu tendiere, dass ich sage, Jesus ist an erster Stelle die Person, die die Vollmacht hat, die genug Macht hat, den Satan zu binden, die den Befehl gibt, aber dass er es dann delegiert an die Engel, die dann diese beiden Aktionen durchführen.
[36:28] Und ich denke, das ist sehr interessant, dass Gott sein Gericht so transparent gemacht hat im Untersuchungsgericht, dass das ganze Universum auch verstehen konnte, warum die Entscheidungen so getroffen wurden, dass die Engel mitwirken können am Gericht, dass die Engel beitragen können dazu, weil sie es so gut verstehen, dass sie sagen können, das ist gerecht, du bist gerecht, Gott, und sie können mitarbeiten in diesem Gericht. Ich denke, das sollte uns ermutigen, zu Gott zu kommen, das sollte uns ermutigen, bei den Gläubigen zu sein, bei denen im Himmel zu sein, und es sollte uns ermutigen, diesen Schlüssel, von dem wir gelesen haben, mit dem Gott zu- und aufschließen kann, dass wir die Zeit nutzen, die wir haben, dass nicht irgendwann über uns zugeschlossen wird, dass wir die Zeit nutzen, die wir haben, damit Gott uns aufschließen kann und damit wir bei Gott bleiben können, und zwar bis in die Ewigkeit.
[37:32] Wollen wir das gemeinsam tun? Dann lasst uns noch gemeinsam beten und dazu niederknien, wer kann?
[37:45] Lieber guter Vater im Himmel, wir danken dir für dein Wort und wir danken dir, dass dein Gericht so transparent ist. Wir danken dir, dass du uns offenbart hast, wie du richtest, dass du uns offenbart hast, was geschehen wird, was auch mit uns geschehen wird und auch mit anderen Menschen. Und ich möchte dich von Herzen bitten, dass du uns jeden Tag zu dir ziehst, dass wir jeden Tag ein bisschen näher zu dir rücken, ein bisschen mehr von dir lernen, so dass wir für unsere Erlösung alles tun können, was in unserer Macht steht und dass wir auch für die Erlösung anderer wirken können. Ich danke dir, dass du alles möglich gemacht hast, dass du keine Versuchung zu groß machst und dass du uns jeden Tag von Neuem zu dir ziehst und dass wir in dir alle Sicherheit haben, die wir brauchen. Im Namen Jesu. Amen.
[38:47] Amen.