[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr jetzt eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr heute da seid. Nach der langen Sommerpause soll es jetzt weitergehen und wir wollen wieder uns Vers zu Vers durch die Offenbarung weiter durcharbeiten und wollen heute weiter in Offenbarung 20 studieren. Wir waren bis Vers 12 gekommen vor der Sommerpause. Wir werden gleich nochmal so ein bisschen kurz rekapitulieren, was wir damals so gelernt haben und dann heute mit Vers 13 weitermachen. Bevor wir damit beginnen, wollen wir natürlich mit einem Gebet starten und ich lade euch ein dazu nieder zu knien.
[1:27] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir zu dir kommen können und dass du zu uns sprichst und dass die Offenbarung in unser Leben hinein reden möchte und dass du durch deinen heiligen Geist unsere Herzen anrühren möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du alle störende von außen und von innen wegnimmst, dass wir unsere Herzen dir öffnen können und dass dein guter Geist zu uns sprichst und das danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
[2:06] Offenbarung 20 und dort Vers 13. Vielleicht können wir zu Beginn noch einmal ein bisschen uns in Erinnerung rufen, was in Offenbarung 20 bisher so los gewesen ist. Wir haben ja gelernt, dass Offenbarung 20 nicht chronologisch ist. Wir haben gelernt, dass es nicht von Vers 1 immer nur ein Vers nach dem anderen kommt, sondern dass es da so gewisse Linien gibt. Vielleicht könnt ihr euch daran erinnern und da hatten wir zum Beispiel, welche Verse gehören alle so zur ersten Linie? Von Vers 1 an bis Vers 3. In dieser ersten Linie geht es um die 1000 Jahre. Das geht los mit der Wiederkunft. Das geht damit los, dass der Satan gebunden wird, dass er auf die Erde geworfen wird nach der Wiederkunft. Das ist hier am Anfang der 1000 Jahre. Dann ist der Schwerpunkt dieser ersten Perspektive der Satan und dass er da gebunden ist und dass er die Völker nicht verführen kann und was alles auf der Erde passiert. Die Erde ist wüst und leer und finster und chaotisch und dann in Vers 3 heißt es, dass nach den 1000 Jahren wird er wieder losgelassen werden und das ist natürlich ein Hinweis auf die zweite Auferstehung. Mehr wird erstmal nicht berichtet.
[3:59] Ab Vers 4 springt es quasi wieder zurück, denn in Vers 4 haben wir jetzt die 1000 Jahre nicht beschrieben auf der Erde, sondern im Himmel. Ab Vers 4 haben wir die 1000 Jahre, wie sie sich im Himmel darstellen, mit den Gläubigen und wie sie regieren, nämlich mit Jesus Christus. Sie regieren dort mit ihm und das geht dann so bis Vers 6 und dann in Vers 7 haben wir wieder die Auferstehung. Da heißt es dann, Satan muss losgelassen werden, wenn die 1000 Jahre vollendet sind. Also hier haben wir 1000 Jahre auf der Erde, 1000 Jahre im Himmel und in Vers 7 wird er jetzt losgelassen und dann wird jetzt hier noch mehr berichtet, was jetzt nach den 1000 Jahren passiert. Nämlich was wird berichtet, was passiert nach den 1000 Jahren, wenn die Gottlosen auferstehen? In Vers 8, was passiert? Was passiert mit den Gottlosen? Die versammeln sich, genau sie wollen kämpfen. Sie versammeln sich zum Kampf gegen die Stadt Jerusalem, die offensichtlich, das ist hier noch gar nicht richtig beschrieben worden, aber offensichtlich vom Himmel herabgekommen ist. Denn ansonsten könnten sie sich nicht gegen Jerusalem versammeln, wenn es noch im Himmel ist. Also die Stadt muss schon herabgekommen sein zu diesem Zeitpunkt und die versammeln sich und da wird ein alttestamentliches Prophetenwort vom Hesekiel wieder aufgegriffen. Nämlich da ist es die Schlacht von Gok und Magok. Haben wir schon vor der Wiederkunft, die sind ganz ähnlich, die haben ganz viel zusammen, aber es ist Gok und Magok, haben wir uns damals angeschaut. Schlacht von Gok und Magok und die versammeln sich hier, wollen dagegen kämpfen und wir haben das studiert, wie Gott ihnen dann den Plan der Erlösung zeigt. Christus gekrönt wird auf der Spitze von Neu-Jerusalem und alle Knie sich beugen werden. Alle Engel, alle Menschen, alle Gläubigen, alle Rebellen, jeder. Und dann ist der große Kampf endgültig entschieden und das Feuer fällt vom Himmel und verzerrt die Ungläubigen, die Sünder, den Satan und die Sünde selbst. Und das ging so bis Vers 10.
[6:51] Da haben wir sozusagen jetzt nochmal die gleiche Geschichte aus anderer Perspektive. Und dann haben wir gesagt, im Grunde genommen beginnt ab Vers 11 die Geschichte noch einmal. Also das ist ein bisschen wie in Daniel, 2, 7, 8, 11, Linie auf Linie sozusagen. Und dort sehen wir ab Vers 11 jetzt, und das können wir nochmal kurz wiederholen, da wird dieser weiße große Thron beschrieben. Und die Erde und der Himmel fliehen, wir haben gesagt, das erfüllt sich bei der Wiederkunft. Da haben wir wieder die Wiederkunft, obwohl wir natürlich auch wissen, dass dieser große weiße Thron auch nach den tausend Jahren dann eine entscheidende Rolle spielt, wenn alle sich vor ihm versammeln werden. Aber wir haben auch gesehen, bei der Wiederkunft werden die Menschen, nicht nur Jesus, sondern auch Gott den Vater sehen, wie er auf dem Thron sitzt. Und Himmel und Erde werden entfliehen bei der Wiederkunft. Der Himmel wird weggerollt, werden wie ein Buch zusammengerollt und die Berge und die Inseln werden weggerückt werden und so weiter. Das heißt, wir haben die Wiederkunft erneut und jetzt haben wir in Vers 12, das ist jetzt die Überleitung zu Vers 13, was hatten wir in Vers 12? Genau, wir hatten das Gericht und das muss jetzt aufgrund der Parallele sozusagen während der tausend Jahre stattfinden. Also nicht das Gericht, das vor der Wiederkunft ist, das Vorwiederkunftsgericht seit 1844, das sind die Gläubigen. Auch nicht das Gericht, das nach den tausend Jahren stattfindet, wo das Feuer fällt und eine Vernichtung ausführt, sondern wir haben jetzt das Gericht während der tausend Jahre im Himmel und dort werden alle Gerichte, die noch tot sind, also die gerade tot sind und das sind nicht die Gläubigen, sondern die Ungläubigen. Das Gericht über die Ungläubigen, das nicht nur Gott selbst durchgeführt hat, sondern an dem jetzt auch wer beteiligt ist, die Gläubigen. Die sind daran beteiligt und die haben jetzt die Gelegenheit, auch Fragen zu stellen, die haben Gelegenheit, das nachzuvollziehen, denn die Frage muss ja geklärt werden, warum ist Person A dabei und Person B nicht. Und dieses Gericht findet statt an den Toten. Wir haben darüber gesprochen, wie können denn Tote gerichtet werden? Durch ihre Taten, durch die Bücher werden aufgetan. Das heißt, die Toten sind immer noch tot, sind immer noch im Grab, wie wir gleich sehen werden, aber die Bücher werden aufgetan und durch die Bücher sprechen sozusagen die Toten, denn ihr ganzes Leben ist vor Gott offenbar. Und an der Stelle haben wir aufgehört, es heißt nämlich, die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand.
[9:41] Und jetzt kommt Vers 13 und den wollen wir erst mal lesen und dann ein bisschen besser verstehen. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet ein jeder nach seinen Werken. Nun, was wird hier, wenn wir den grundsätzlichen Inhalt des Verses anschauen, was wird hier eigentlich beschrieben? Wenn das Meer die Toten herausgibt, das Totenreich die Toten herausgibt, was wird beschrieben? Die zweite Auferstehung, oder? Das heißt, wir haben nochmal hier genau dieses Element, das wir schon in Vers 3 hatten, wo es heißt, der Satan muss nochmal losgelassen werden, wo es in Vers 7 nochmal heißt, er wird losgelassen werden. Das ist die zweite Auferstehung.
[10:46] Und jetzt ist interessant, wie der Vers aufgebaut ist. Woher kommen die Toten? Die kommen erst mal aus dem Meer, da kommen Tote her. Wo kommen sie noch her? Sie kommen aus dem Tod und sie kommen aus dem Totenreich. Die beiden werden jetzt ein bisschen zusammengenommen, Tod und Totenreich. Auch die bringen Tote hervor. Also Tote kommen aus dem Meer und Tote kommen aus dem, was die Bibel der Tod und das Totenreich nennt. Das ist ein bisschen merkwürdig, oder? Wie können Tote aus dem Tod kommen? Wie kann der Tod Tote freigeben? Wenn man darüber nachdenkt, wird klar, dass offensichtlich hier die beiden Worte, Tod und Tod, eine bisschen andere Bedeutung haben müssen. Fangen wir mal mit dem Meer an. Was ist denn mit dem Meer gemeint? Völker? Aber welche Völker können denn Tote hergeben? Weil die Völker sind ja alle entweder wo? Die Völker sind entweder wo? Entweder im Himmel, ja, zum Zeitpunkt. Nämlich die Gläubigen und die Ungläubigen sind alle tot. Okay, also was könnte denn noch mit dem Meer gemeint sein? Das richtige Meer. Das tatsächliche, buchstäbliche Meer. Sind einige Menschen auf dem Wasser gestorben und dem Meer versunken? Viele, ja. Das heißt, da werden sehr viele Menschen aus dem Meer aufsteigen. Wir haben die Idee, dass bei der Auferstehung da irgendwie Gräber sich öffnen und der Sarg aufgeht und Menschen aufsteigen. Aber die Idee ist ein bisschen komplexer. Gott wird dafür sorgen, dass auch aus dem Meer, überall wo Menschen tot sind, einfach die Menschen wieder auferstehen werden und dann auch dort wieder auf festem Boden gehen können. Also aus dem Meer kommen Tote heraus.
[13:00] Wenn jetzt das Meer eine natürliche Sache ist, also etwas, was man sehen kann, was man anfassen kann, was irgendwie, also ein Begräbnisort. Was können wir dann schlussfolgern über das Totenreich? Weil Totenreich, viele Christen verstehen ja unter Totenreich eher so der Ort, wo die verstorbenen Seelen irgendwie rumgeistern oder so. Ja, das war ja auch so eine antike Vorstellung. Aber das Meer, ist das Meer ein Ort, wo, natürlich nicht, weil wir wissen, was der Zustand der Toten ist, aber niemand stellt sich eigentlich vor, dass im Ozean irgendwo irgendwelche verstorbenen Seelen rumgeistern, oder? Niemand würde, selbst die überzeugtesten Vertreter der Höllentheorie und der unsterblichen Seelentheorie, die überzeugtesten Vertreter. Niemand würde glauben, dass wenn man jetzt über den Ozean fährt, über die Nordsee oder die Ostsee, dass irgendwo dort im Meer jetzt die verstorbenen Seelen sind. Und doch sagt die Bibel, dass die Toten aus dem Meer hervorkommen. Und jeder versteht, dass da unten im Meer vielleicht irgendwo noch ein paar restliche, die allerletzten Überreste vielleicht von toten Menschen irgendwie durchs Meer schwimmen oder so. Aber die sind tot. Und genauso wie aus dem Meer die Toten hervorkommen, so kommen sie auch aus dem Totenreich. Und das ist genau der Punkt jetzt, das Totenreich oder der Tod muss etwas mit der Erde zusammen. Das ist die Erde selbst. Und da gibt es ein paar interessante Bibelstellen, die das zeigen. Schaut mal mit mir in 1. Korinther 15. 1. Korinther 15 und dort in Vers 55, da haben wir auch diese Kombination.
[14:53] Und dort heißt es in 1. Korinther 15 und dort Vers 55, das kennt ihr vielleicht. Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? Wie nennt man das, was hier so literarisch, wie nennt man das diesen Ausspruch oder diese Form? Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? Vielleicht mal gehört. Die Allogorie vielleicht, ja, wegen Stachel. Aber sozusagen die Art und Weise, wie diese Linien angeordnet sind. Diese beiden Sätze. Das ist der ein Satz, Tod, wo ist dein Stachel? Der andere Satz, Totenreich, wo ist dein Sieg? Und die beiden Sätze sind inhaltlich fast identisch, genau. Und wenn da, ja? Ah, okay, ja genau, da steht das Wort Hölle, genau, kommen wir gleich dazu, ganz genau. Also, wenn da zwei Sätze wiederholt werden, die eigentlich inhaltlich fast identisch sind, dann ist, nennt man das auch Parallelismus. Ein Parallelismus, das heißt, das ist eigentlich dieselbe Idee. Das heißt, mit dem Tod, wenn hier von Tod die Rede ist, ist eigentlich das Totenreich gemeint. Also, was ich damit sagen will, ist, in der Bibel kann das Wort Tod auch für den Ort der Toten stehen. Nicht nur für den Tod selbst, sondern auch dort, wo die Toten sind. Und deswegen kann der Johannes sagen, dass der Tod die Toten hervorgebracht hat. Also, Tod steht nicht nur für den eigentlichen Tod in der Bibel, sondern auch für den Ort, wo die Toten sind. Und für diesen Ort gibt es im Griechischen ein Wort. Und das ist das Wort Hades. Und Hades ist letztendlich die griechische Übersetzung vom hebräischen Sheol und heißt ganz simpel was? Es heißt, das ist der Ort, wo die Toten sind.
[17:13] Und jetzt ist die große Frage, die man immer sich dann stellen muss, wenn man diese Worte liest, wo sind die Toten? Also, diese Worte bedeuten eigentlich nichts weiter als der Ort, an dem die Toten sind. Und je nachdem, was ich über den Tod glaube, habe ich eine unterschiedliche Interpretation über Hades und Sheol. Also, wenn ich zum Beispiel glaube, die Toten sind einfach tot und sie sind unter der Grasnarbe oder in einem Felsengrab, ja, hinter einem Stein, die liegen da als Leichnam, dann ist Hades das Grab, der Ort, wo die Toten sind. Denn da sind sie, ja, die sind dort unter die Erde gebracht, die sind in das Felsengrab hineingelegt, da sind die Toten, das ist der Hades, der Sheol. Aber nicht alle Völker haben das geglaubt, sondern was haben andere Völker geglaubt? Was passiert mit den Toten angeblich? Die leben weiter, ja, die kommen entweder in den Himmel oder in eine Unterwelt, ja, in den Zwischenraum, was weiß ich, was, ja. Und dann, weil man dachte, dass da die Toten sind, hat man dann eben diese Unterwelt, diese Hölle oder was auch immer, dann Hades genannt. Aber Hades und Sheol sind eigentlich nichts weiter als der Begriff dort, wo die Toten sind. Das heißt, um das ganze Rätsel aufzulösen, müssen wir eigentlich uns nur überlegen, okay, nach dem, was wir biblisch verstehen vom Zustand der Toten, wo sind die Toten? Dort, wo die Toten sind, das wird Hades genannt, das ist das Totenreich, wo die Toten sind. Und wenn wir einmal das Meer haben und dann den Ort, wo die Toten sind, dann sind die Toten, die allermeisten Toten sind wo? In der Erde, ja, irgendwo sind die gefallen. Und dann könnte man diese ganze Stelle auch ganz simpel zusammenfassen. Die Toten kamen aus dem Meer und aus den Gräbern aus der Erde hervor. Das ist eigentlich die ganze Idee.
[19:13] Nun, schauen wir uns ein bisschen mehr noch an, und zwar in Johannes 5. Johannes Kapitel 5 und dort Vers 28 und 29. Johannes 5, Vers 28 und 29. Jesus sagt hier, verwundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden und sie werden hervorgehen, die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts. Nun, ihr wisst, es gibt zwei Auferstehungen. Die erste ist wann? Bei der Wiederkunft. Die zweite ist nach den tausend Jahren. Und diese beiden Auferstehungen werden in der Bibel klar differenziert durch den Aufmachung 20, durch die tausend Jahre. Sie haben auch zwei verschiedene Namen. Was sind die beiden Namen? Einmal die Auferstehung des, die Auferstehung des, ja genau, was haben wir gerade gelesen, wie heißt die Auferstehung? Die Auferstehung des Lebens. Genau, das ist die Auferstehung des Lebens. Und die zweite Auferstehung ist dann die Auferstehung des? Ja, sie ist die Auferstehung des Todes durch Kontrast, das ist vollkommen richtig, das ist wie mit der, es gibt den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis, aber wenn der eine der Baum des Lebens ist, der andere der Baum des Todes. Das ist vollkommen richtig, also, denn sie werden jetzt sterben. Alle, die hier auferstehen, werden ewig leben, alle, die da auferstehen, werden ewig tot sein. Aber es wird eben nicht Auferstehung des Todes genannt, sondern, wie wird es genannt in Johannes 5? Auferstehung des? Des Gerichts. Und das ist interessant, weil sie nämlich stattfindet direkt nach diesem Gericht von Vers 12. Da heißt es nämlich, dass dieses Gericht stattfindet und im Zuge und im Folge dieses Gerichts an den Toten während der tausend Jahre findet die Auferstehung statt, nämlich um sie dann wieder zu richten. Sie ist quasi eingerahmt von einem Gericht, das festlegt sozusagen, was ihre Strafe sein wird und von dem Gericht, wo die Strafe ausgeführt wird und deswegen ist das die Auferstehung des Gerichts.
[21:33] Noch eine Selbstverständlichkeit, die man aber hier noch mal betonen sollte, wer ist es, der hier die Menschen zur zweiten Auferstehung ruft? Wer ist es? Wer ruft die Menschen aus den Gräbern hervor? Jesus, denn nur er hat die Kraft, die Macht, Leben zu geben.
[21:59] Jetzt denkt man darüber nach, das ist interessant, weil ganz ehrlich, wir nehmen das mal so hin und dann denken wir nicht ein bisschen weiter. Wir haben ja gerade gelernt, dass dort Tote aus dem Meer hervorkommen. Werden die Toten in der zweiten Auferstehung, wenn sie zum Leben erwachen, werden sie einen verwandelten Körper haben, mit dem sie fliegen können, mit dem sie alles mögliche tun können. Nein, sie werden ihren alten Körper haben, mit ihren alten Krankheiten, mit ihren Verletzungen, sie werden verwestlich sein, gebrechlich, all das. Was ist jetzt das Erstaunliche daran? Wenn ich die Macht hätte, Menschen zum Leben aufzuwecken, nehmen wir das mal rein fakultativ an, also ich hätte die Macht, Menschen zum Leben aufzuwecken oder ich könnte jetzt einen Toten aufwecken und ich würde irgendwo auf die Ostsee fahren. Da sind viele Menschen untergegangen, irgendwie von den Wikingern und den Goten und den Schweden, viele Schiffsunglücke. Und ich würde mich dort auf ein Schiff stellen und würde da an einer Unglücksstelle stehen und würde jetzt jemanden von den Toten zum Leben auferwecken. Der würde an die Wasseroberfläche kommen mit einem unveränderten sterblichen Körper und ich würde mich wieder zurückziehen. Was würde mit dem passieren? Der würde wieder untergehen, der hat keine Flügel, der kann nicht fliegen, der ist unfähig sozusagen davon alleine an Land zu kommen, höchstwahrscheinlich. Und das trifft umso mehr auf Leute zu, die vielleicht irgendwo im Indischen Ozean und im Pazifischen Ozean umgekommen sind. Was will ich damit sagen? Wenn die Ungläubigen einmal nach den tausend Jahren das neue Jerusalem umzingeln werden, das in Palästina herunterkommen wird und alle Ungläubigen auch aus dem Meer dabei sein werden, wird Jesus sie nicht nur zum Leben hervorbringen, er wird auch dafür sorgen, dass sie trockenen Fußes dort hinkommen. Und das ist auch ein Wunder. Denkt mal ein bisschen wenig darüber nach, aber Jesus wird sie nicht einfach nur zum Leben erwecken, sondern er wird sie auch dann an den Ort bringen, wo sie wieder laufen können. Ihr wisst vielleicht, dass Jesus schon einmal demonstriert hat, dass er Menschen auch mitten auf dem Wasser laufen lassen kann. Das war bei Petrus. Und ob er das so macht oder anders, weiß ich nicht, ich will nicht spekulieren. Ich will nur sagen, es ist nicht mal nur die Auferstehung selbst, die ein Wunder ist, sondern die Tatsache, dass all diese Ungläubigen dann auch sich versammeln können. Auch das ist ohne Jesu Mithilfe oder Hilfe oder gar nicht möglich. Das könnte der Satan von alleine gar nicht fabrizieren. Was also heißt, dass diese Menschen, wenn sie auferstehen, also nicht nur erst mal das Wunder erleben, dass sie gerade auferstehen, sondern sie erleben auch das Wunder, dass sie irgendwie dort an den Ort kommen, an dem sie dann laufen können und so weiter.
[25:29] Was ihnen ja eigentlich zum Nachdenken bringen sollte, wer hat das gemacht und wer hat solche Fähigkeit? Und ihr wisst, dass Ellen White uns sagt, dass dann, wenn Jesus sich zurückziehen wird, jemand anderes diese Macht für sich in Anspruch nimmt, oder? Und das ist der Satan und möglicherweise, das ist jetzt nur meine Spekulation, möglicherweise aufgrund der Erfahrung, die sie gerade gemacht haben, werden sie schlussfolgern, jemand, der das kann, muss viel Macht haben. Wie dem auch sei, ich wollte nur darüber nachgedacht haben, weil man liest das so schnell und denkt nicht drüber nach. Mir scheint, als ob hier noch mehr dahinter steckt, als nur die Totenauferstehung, die an sich schon spektakulär genug wäre.
[26:15] Aber gehen wir noch einen Gedanken weiter. Und zwar, es heißt hier in Offenbarung 20, Vers 13, dass jetzt, was mit ihnen geschehen soll, sie werden was? Sie werden, wenn sie jetzt aus dem Totenreich hervor sind, also wenn sie aus dem Totenreich hervorgegangen sind, was sind sie dann? Dann sind sie vor allem nicht mehr tot, weil sie sind nur tot, wenn sie im Totenreich sind. Ja, jetzt sind sie nicht mehr tot, sie sind lebendig und das unterscheidet jetzt, es heißt ja in Vers 13, dass sie gerichtet werden sollen. Sie wurden ja schon mal gerichtet, in welchem Vers wurden sie schon mal gerichtet? Genau, und wie wurden sie da gerichtet, in welcher Form wurden sie da gerichtet, Vers 12? Als Tote, sie wurden als Tote hier gerichtet, jetzt werden sie hier gerichtet, nachdem sie das Totenreich verlassen haben. Das heißt, hier werden sie als Tote gerichtet, hier werden sie als Lebendige gerichtet. Hier wird ihr Urteil festgelegt, hier erfahren sie ihr Urteil, sie sind jetzt lebendig. Und das zeigt uns wiederum einen Aspekt, der in den ganzen Versen bis Vers 10 noch gar nicht vorkam, so richtig. Denn in Vers 7 und 8 und 9 haben wir nur gelesen, dass sie auferstehen werden, dass sie die heilige Stadt umzingeln werden und das Feuer vom Himmel fällt. Aber das stand noch nichts vom Gericht, oder? Wenn ihr mal in Vers Offenbarung 20 schaut, in Vers 8 und Vers 9 und Vers 10, da stand nichts davon, dass ihnen noch mal gezeigt wird, warum sie sterben. Ja, man hätte jetzt, wenn Offenbarung 20 nur bis Vers 10 gehen würde, hätte man nicht mehr genau gewusst, ob die Ungläubigen am Ende noch mal verstehen, um was es geht. Aber Vers 13 sagt, sie werden auferstehen, um noch einmal gerichtet zu werden. Deswegen ja auch die Auferstehung, Auferstehung des Gerichts heißt. Und sie werden jetzt lebendig noch einmal mit ihren Werken in Konfrontation gebracht. Und das führt dann letztendlich, im Zusammenhang mit der Umzingelung von Jerusalem, zu dem Niederfallen des Feuers.
[28:12] Und das erinnert uns natürlich an einige sehr markante Aussagen der Bibel über das Gericht. Kennt ihr so Aussagen in der Bibel, wo davon gesprochen wird, dass Menschen ganz am Ende Rechenschaft ablegen müssen für ihre Werke, für das, was sie getan haben. Denn das ist jetzt endlich der Punkt. Also der römische Soldat oder der chinesische Bauer, der ein gottloses Leben gelebt hat, irgendwann vor vielen Jahrhunderten oder Jahrtausenden, der hat ja von der restlichen Weltgeschichte und von der Wiederkunft und von den tausend Jahren nichts mitbekommen. Der weiß all das nicht. Der kommt jetzt zum Leben empor und wird jetzt, das ist jetzt fast mit das Nächste nach seinem Tod ist, er wird mit seinen Werken konfrontiert. Er hört jetzt natürlich all das, dass es Jesus gab und dass es das Evangelium gab und das und jenes. Aber wird jetzt mit seinen Werken konfrontiert. Und da gibt es einige, einige Aussagen in der Bibel, die davon sprechen, dass jeder Mensch irgendwann am Ende mal so face to face, also so Angesicht zu Angesicht mit seinem eigenen Leben stehen wird. Kennt ihr da so Aussagen, die euch spontan einfallen? Mal unabhängig davon, ob ihr wisst, wo es steht oder nicht, aber wo davon gesprochen wird, dass wir unserem Leben noch mal so entgegenstehen werden.
[29:36] Magst du? Also ich weiß nicht, wo das steht. Steht, dass wir alle einmal vor dem Richterstuhl Gottes stehen müssen. Genau, in 2. Korinther 5 ist das, da heißt es in 2. Korinther 5 Vers 10, denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse. Und wir haben gesehen, es ist Christus, der hier gekrönt wird. Es ist Christus, der der Richter sein wird. Und alle werden dort sein, auch die Gläubigen werden dort sein. Es wird offensichtlich sein, was sie empfangen werden, nämlich die neue Erde, das ewige Leben. Aber auch die Ungläubigen, sie werden alle vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden. Ganz genau, sehr gut.
[30:33] Kennt ihr noch Stellen, die davon sprechen, dass wir alle vor dem Gericht stehen werden? Es gibt so ein paar Bekannte, mal ein Beispiel, oder wolltest du? In Römer, ja genau, in Römer. Und wo in Römer? Genau, wir können mal in Römer sogar ein bisschen früher anfangen. Vers 16 ist dann quasi der Abschluss des Gedankens. In Römer 2 und dort Abvers 5, auch ein ziemlich ernster Text, ehrlich gesagt. Römer 2, Abvers 5. Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbußfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, der jedem vergelten wird nach seinen Werken. Es geht jetzt um diejenigen, die gottlos leben, die sich verstocken und die dann aber mit dem gerechten Gericht Gottes konfrontiert werden, Vers 8. Denen aber, die selbstsüchtig und der Wahrheit ungehorsam sind, dagegen der Ungerechtigkeit gehorchen, Grimm und Zorn, Drangsal und Angst über jede Menschenseele, die das Böse vollbringt, zuerst über den Juden, dann auch über den Griechen. Und dann in Vers 16. An dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird, nach meinem Evangelium, da kommt der Tag des Gerichtes. Und der Paulus sagt ganz deutlich, wir haben die Wahl, das ist ja der ganze Gedanke von Römer 2 dort in dem Abschnitt, wir haben die Wahl, wir können jetzt durch unser Leben, unseren Glauben oder Ungehorsam entscheiden oder bestimmen, wie dann dieser Tag für uns ausgehen wird. Entweder häufen wir uns Zorn auf oder aber wir werden, wie es heißt hier, Ehre und Unvergänglichkeit und Herrlichkeit, ewiges Leben erstreben und bekommen. Also Paulus sagt uns, dass es kein Schicksal ist, dem wir da jetzt irgendwie entgegen gehen, sondern wir ernten nur das, was wir sehen und zwar Tag für Tag.
[32:43] Ellen Welt hat diesen schönen Gedanken, dass letztendlich unser Charakter bestimmt wird von der generellen Tendenz unseres Lebens. Und angesichts dieses Textes müssen wir uns die Frage stellen, wohin tendiert unser Leben so generell? Weil es ist eine Sache, theologisch jetzt genau zu verstehen, aha, das ist die zweite Auferstehung, in tausend Jahren ist er noch weithin, aber für alle Menschen ist dieser Tag eigentlich schon bestimmt, wenn sie sterben. Denn wenn sie auferstehen werden, zumindest die Gottlosen, dann werden sie direkt zu diesem Tag gebracht. Die allermeisten Menschen, die auf dieser Welt gelebt haben, die Mehrheit mindestens, wird die Wiederkunft ja gar nicht erleben. Die werden auch die tausend Jahre nicht erleben. Die allermeisten Menschen werden auferstehen und plötzlich vor dem Gericht stehen. Und dann erst all das, was wir jetzt hier vorher gesehen haben, hören, dass das stattgefunden hat.
[33:38] Ein noch sehr eindrücklicher Vers, der ist im Buch Prediger. Der Salomo hat nach einem sehr bewegten Leben, das wirklich mit großem Segen und Erfüllung mit dem Heiligen Geist begann und dann ziemlich abgedriftet ist, am Ende durch Gottes Gnade noch die Kurve gekriegt. Und er sagt am Ende sozusagen, wenn man alles zusammenfasst, wenn er auf sein ganzes Leben, das auch so verdreht am Ende gewesen ist, für lange Zeit, wenn er zurückblickt, sagt, das ist das, worum es am Ende wirklich geht im Leben. Vers 13 und 14, er sagt, lasst uns die Summe aller Lehre hören. Mit anderen Worten, nachdem ich alle Weisheit erforscht habe, die göttliche Weisheit bekommen habe und dann die menschliche erforscht habe, das, was unterm Strich drunten übrig bleibt, fürchte Gott, halte seine Gebote. Denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen. Samt allem Verborgenen ist er gut oder böse. Und das übrigens ist die Dreiverengelsbotschaft. Die Dreiverengelsbotschaft ist eigentlich das, von dem Salomo sagt, also nachdem ich alles angeschaut habe, das Göttliche und die Welt ist das, worum es geht. Das ist eigentlich unsere Botschaft. Die Dreiverengelsbotschaft ist nicht einfach nur, naja, wir haben jetzt mal Vers 14 ausgesucht, sondern das ist die Botschaft, von der Salomo sagt, das ist die Botschaft, die mich auf diesen Tag vorbereitet. Wenn wir also die Dreiverengelsbotschaft predigen, wollen wir eigentlich Menschen vorbereiten auf den Tag, wo sie ihrem eigenen Leben gegenüberstehen. Und das ist je nachdem, wie man mit dem eigenen Leben umgeht, eine gute oder eine schlechte Nachricht. Wenn man sein eigenes Leben versucht zu leben, ist es eine sehr schlechte Nachricht, denn wir alle wissen, unser eigenes Leben kann eigentlich eine genaue Untersuchung nicht vertragen. Oder? Aber wenn wir unser Leben Jesus übergeben, der es reinwischt, der für uns gestorben ist, der uns die Sünden vergibt, der uns mit dem Kleid seiner Gerechtigkeit bekleidet, der für uns eintritt, dann ist dieser Tag ein fröhlicher Tag, denn an diesem Tag wird sichtbar werden, dass wir das ewige Leben geschenkt bekommen haben.
[35:50] Und deswegen ist Vers 13 mit seiner Botschaft von einem letzten Gericht, das sozusagen noch einmal offenbart, was jeder Mensch getan hat. Jesus sagt, dass wir von jedem Wort, das wir gesagt haben, Rechenschaft abgeben müssen, dass all unsere Gedanken, unsere Motive, das, was wir vielleicht auch geplant haben, nie ausgeführt haben, all das kommt zum Tragen und konzentriert sich am Ende hier nach den tausend Jahren der Tag des Gerichts. Und wie wir dort stehen, hängt ganz entscheidend davon ab, ob wir Tag für Tag mit Jesus leben. Denn wenn wir mit ihm leben, dann kann er uns hier in den Himmel nehmen und uns teilhaben lassen an diesem Gericht. Und dann brauchen wir hier nichts zu befürchten. Wenn wir das nicht tun, müssen wir ohne Jesus nach den tausend Jahren auferstehen und ohne Fürsprecher und ohne Hilfe und ohne Vergebung unserem eigenen Leben ins Auge schauen. Und das wird dann eine ziemliche Katastrophe. Heißt also, die beste Vorbereitung auf das letzte große finale Gericht ist wann? Heute. Deswegen sagt Paulus, heute ist der Tag des Heils. Das ist ja seine Idee in Römer 2, wenn er sagt, weißt du nicht, merkst du nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet, zur Umkehr, damit du eben genau nicht dann das erlebst, was hier Vers 13 andeutet. Wer von euch möchte sagen, ich möchte heute mit Jesus leben, damit ich nicht meinen Werken gegenüberstehen muss, sondern damit deutlich wird, dass ich Gottes Werke getan habe, die er zuvor bereitet hat, wie sagt Epheser 2,10, damit wir in ihnen wandeln sollen. Amen.
[37:50] Dann lasst uns doch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen für die Offenbarung und dass jeder einzelne Vers eine Botschaft für uns hat, dass jeder einzelne Vers zu uns spricht und dass wir auch heute sehen konnten, dass es wichtig ist, Tag für Tag sich vorzubereiten und mit dir zu leben. Du hast uns sehr deutlich sagen lassen, dass alles, was wir tun, irgendwann einmal vor ein Gericht kommt. Aber du hast auch versprochen, dass diejenigen, die dir glauben, jetzt schon vor der Wiederkunft in einem Untersuchungsgericht freigesprochen werden können, sodass dann, wenn vor dem großen weißen Thron das letzte Gericht stattfindet, keine Sünde mehr in unseren Büchern zu finden ist. Und deswegen ist die Botschaft von dem Vorwiederkunftsgericht so eine wunderbare Botschaft, weil das Vorwiederkunftsgericht uns vorbereitet und all das wegnimmt, was irgendwann einmal nach den tausend Jahren gegen uns zeugen könnte. Und so möchten wir heute an diesem Tag unser Leben dir neu weihen, Herr Jesus. Und ich bitte, dass du für uns eintrittst, dass dein Blut, das du auf Golgotha vergossen hast, uns von allen Sünden reinwischt, sodass wir einmal bei dir sein können. Das bitten wir in deinem Namen. Amen.