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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 20, Vers 6, taucht Christopher Kramp tief in das Konzept der ersten Auferstehung und die Rolle derer ein, die daran teilhaben. Er erklärt, was es bedeutet, „glückselig und heilig“ zu sein und wie Heiligung im Leben eines Gläubigen praktisch wird. Der Sprecher beleuchtet die biblische Bedeutung von Priestern und Königen, beginnend mit dem Alten Testament und fortführend bis in die neutestamentliche Zeit, und zeigt auf, wie diese Rollen im Reich Gottes ausgeübt werden. Die Predigt betont die Wichtigkeit des Dienens und der Verkündigung von Gottes Charakter als Grundlage für das königliche Priestertum, sowohl im gegenwärtigen Leben als auch in der zukünftigen Herrschaft mit Christus.

In dieser Predigt wird der biblische Vers Offenbarung 20,6b im Detail beleuchtet, der die Rolle derer beschreibt, die an der ersten Auferstehung teilhaben. Es wird erklärt, wie diese Gläubigen zu Priestern und Königen werden, die mit Christus regieren. Die Ausführungen verbinden alttestamentliche Konzepte wie das „königliche Priestertum“ Israels aus 2. Mose 19 mit neutestamentlichen Lehren aus 1. Petrus und Römer. Der Fokus liegt auf der Bedeutung von Heiligung, Gehorsam und dem Dienst an Gott und den Mitmenschen als Grundlage für diese zukünftige Herrschaft und das königliche Priestertum.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid heute Abend und schön, dass ihr live zugeschaltet habt auf www.joelmedia.de.

[0:57] Wir wollen uns heute noch einmal in den Vers 6 von Offenbarung 20 begeben, weil wir dort letztes Mal nur die erste Hälfte gemacht haben und heute den Schluss uns anschauen wollen über ein ganz interessantes Konzept, das wir vielleicht alle schon mal gehört haben, aber über das es sich lohnt, immer mehr auch nachzudenken.

[1:17] Und bevor wir damit beginnen, wollen wir natürlich ein Gebet sprechen und ich lade euch ein, dass wir gemeinsam niederknien.

[1:31] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken für diesen schönen Tag. Danke für den Sonnenschein, danke für die Wärme, danke für all das Licht, das uns umgibt. Aber danke noch mehr für deine Wärme, die Wärme deiner Liebe und für das Licht deines Wortes und die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, die du uns Tag für Tag anbietest und schenkst. Herr, wir möchten dich bitten, dass wenn wir jetzt dein Wort studieren, dass du gegenwärtig bist, nach deiner Verheißung. Dass du unser Lehrer bist und dass wir Dinge lernen, die uns persönlich so bereichern, dass wir nicht nur mehr zu dir hinwachsen, sondern auch gerne und voller Begeisterung anderen davon erzählen. Wir möchten dich bitten, dass du uns segnest und dass dein Wort nach deiner Verheißung nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.

[2:32] So, ihr Lieben, schlagt mit mir auf, Offenbarung 20 und dort Vers 6. Und wir wollen heute als Neuerung auch für alle, die im Livestream zuschauen, werden wir hier öfter mal auch aus dem Saal lesen lassen, sodass ihr nicht nur meine Stimme hört, sondern auch mal ein paar andere Stimmen. Und ich würde mal jemanden einladen, bitte Offenbarung 20 und dort Vers 6 zu lesen.

[3:03] Offenbarung 20 und dort Vers 6. Wer mag das mal gerne lesen?

[3:08] Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

[3:27] Dankeschön. Wir haben ja letztes Mal schon darüber gesprochen, über diese Seligpreisung, die fünfte Seligpreisung in der Offenbarung. Und wir haben gesagt, es geht hier um die erste Auferstehung. Und die, die an der ersten Auferstehung teilhaben, haben zwei Kennzeichen. Einmal, sie sind glücklich, sie sind selig. Und wir haben uns daran erinnert, dieses Glückselig, das hat zu tun mit einer berühmten Predigt von Jesus, nämlich der Bergpredigt. Und da geht es um das Evangelium. Sie haben das Evangelium angenommen. Aber sie haben nicht nur das Evangelium angenommen, sondern sie haben auch eine Eigenschaft, die hier extra betont wird. Sie sind heilig.

[4:05] Und wir haben darüber gesprochen, dass heilig nicht nur eine nette Sache ist, die die besonders Fromme noch erreichen können, sondern wie wichtig ist die Heiligung? Was haben wir gelernt? Wie entscheidend ist es, dass wir auch Heiligung erleben? Was könnt ihr euch daran erinnern?

[4:24] Ja, Paulus sagte im Hebräerbrief, ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen. Das heißt, jeder, der an der ersten Auferstehung teilnimmt, ist auch geheiligt worden.

[4:37] Es gibt ja manchmal die Idee, dass bei Heiligung denkt man immer an die 144.000, dass die so eine besondere Gruppe sein würden, die irgendwie heiliger sind als alle anderen. Aber das stimmt nicht. Denn wir sehen, dass alle, die mal im Himmel sein werden, auch heilig sein müssen. Und wir haben gesprochen, was das bedeutet. Wir haben gesehen, dass es Gottes Wille ist. Und wir haben gesehen, dass es nicht unsere Kraft ist, die uns heiligt, sondern wie werden wir geheiligt?

[5:03] Wenn wir das mal mit ein, zwei Stichworten zusammenfassen, wie werden wir geheiligt? Genau, wenn wir mit dem Heiligen Geist zusammenarbeiten. Er will uns heiligen. Noch Ideen, wie geschieht Heiligung praktisch? Noch mal kurz als Wiederholung.

[5:27] Ja genau, die Gedanken sollen beschnitten werden. Das haben wir besprochen, nicht wahr? Kannst du dich erinnern, welche Geschichte das war?

[5:34] Genau, Abraham, der hatte schon Glauben, oder? Der hatte Glauben und der hatte schon Gerechtigkeit aus dem Glauben erlebt. Und dann in 1. Mose 17 sagt Gott zu ihm, sei untadelig. Er sagt nicht, wie bei Hiob, er war untadelig, sondern er sagt, sei untadelig. Denn was war zwischen Kapitel 15 und 17 passiert? Ismail war geboren worden und das war keine Frucht der Heiligung, oder? Das war eher die Frucht des Eigenwillens. Und so geschieht die Heiligung jetzt dadurch, dass dem Abraham etwas weggeschnitten wird, nämlich, was wird ihm weggeschnitten?

[6:11] Als Zeichen, aber was wird ihm eigentlich weggeschnitten in Kapitel 17? Das haben wir angeschaut, was wird ihm weggeschnitten? Als Gott ihm sagt, du wirst einen Sohn haben und dann sagt er, ich habe schon einen. Ach, würde doch Ismail vor dir leben, ich habe schon einen Plan. Geht der nicht auch? Und Gott sagt, nein, nein. Und dieses Wegschneiden der eigenen Idee, das ist eigentlich das, worum es bei Heiligung geht. Und als äußeres Vorzeichen, hast du vollkommen recht, als äußeres Zeichen, wurde dann die Vorhaut beschnitten, vielleicht auch deswegen, weil das etwas ist, was eigentlich sehr mit Charme und sehr persönlich, sehr privat ist. Die Idee ist, dass Gott sozusagen in unsere privatesten und persönlichsten Bereiche vordringen möchte und dort auch unsere Gedanken beschneiden möchte. In den Dingen, wo wir sonst denken, das betrifft nur mich und niemand sonst. Ja, da kann ich alleine entscheiden. Und das war Gottes Mitte, um zu zeigen, wie Heiligung funktioniert.

[7:22] Heiligung funktioniert dadurch, dass wir nicht nur Gott glauben, sondern dass wir auch bereit sind, dann unsere Gedanken beschneiden zu lassen.

[7:29] Es heißt über sie, über diesen hat der zweite Tod keine Macht. Den zweiten Tod werden wir noch ausführlich studieren in den nächsten Wochen und Monaten. Und dann heißt es über sie, die an der ersten Auferstehung teilhaben, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

[7:50] Also es wird jetzt gesagt, von denen, die an der Auferstehung teilnehmen, an der ersten, sie sind Priester und Könige und sie werden mit ihm regieren, mit Christus. Und zwar tausend Jahre. Wir haben ja gelernt, in jedem dieser Verse kommen die tausend Jahre vor. Es geht ja jetzt immer noch um das Millennium und die Aufgabe der Gläubigen während des Millenniums. Aber ich wollte heute gerne ein bisschen mehr über diese Idee hier sprechen. Priester und Könige, die ist uns ja nicht völlig fremd, oder? Woher kennen wir diese Idee von Priestern und Königen?

[8:33] 1. Petrus 2, Vers 9, ganz genau. Hat denn der Petrus diese Idee erfunden, als er sagt, ihr seid ein königliches Priestertum?

[8:44] Genau, der bezieht sich eigentlich auf 2. Mose 19. Da fangen wir mal an und kommen später zu 1. Petrus. Wer mag mal von euch lesen? 2. Mose 19, Vers 5 und 6.

[9:03] Wer mag das mal lesen?

[9:07] Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst.

[9:33] Okay, hier haben wir diese Idee, ihr sollt mir ein Königreich von Priestern sein. Ein Königreich von Priestern. Jetzt schauen wir uns mal die Stelle ein bisschen genauer an. Er spricht ja zu den Israeliten. Wer nennt Vers 6, sagt ihr aber. Warum sagt er ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern sein und ein heiliges Volk sein? Das ist ja irgendwie ein Kontrast, oder? Wenn er sagt ihr aber, dann hat er offensichtlich über jemand anderen vorher gesprochen. Was ist so die Idee, die er hier ausdrücken möchte, hier in Vers 6, in Bezug auf das, was vorher stand? Sie waren es offensichtlich noch nicht, sonst würde er nicht sagen, ihr sollt das sein. Sie hatten noch nicht dieses Bild von sich selbst, dass sie ein Königreich von Priestern waren.

[10:27] Okay, warum sonst sagt er hier, ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern, ein heiliges Volk sein? Er sagte vorhin, die ganze Erde gehört mir und auch anderen Völkern, spricht er ja vorher davon. Aber jetzt besucht er sich mit den Israeliten als besonders.

[10:44] Okay, also was das nicht heißt ist, dass wir Gott gehören. Denn er sagt, alle gehören mir. Ihr seid nicht besonders, weil ihr mir gehört. Deshalb die Idee, dass man sagt, das ist Gottes Volk. Wir sagen ja oft, das Volk Israel wird hierzu Gottes Volk, oder? Das Volk Gottes. Und manchmal sagt man das fast so, als hätte Gott sein eigenes Volk, das ihm gehört. Aber Gott sagt an dieser Stelle, es ist nicht so, dass ihr die einzigen werdet, die mir gehören. Alle gehören mir, die Ägypter gehören mir, die Babylonier gehören mir, die Hittiter gehören mir, die Assyrer gehören mir, alle gehören mir.

[11:27] Ja, was ist jetzt das Besondere am Volk Israel, dass sie jetzt so ein besonderes Königreich sind?

[11:35] Er hat sie auserwählt. Er hat sie auserwählt, ja okay, das stimmt. Auserwählt wozu? Wenn ich etwas wähle, dann habe ich ja mehrere Optionen und dann wähle ich etwas aus zu einem bestimmten Zweck.

[11:54] Ah, okay, ja. Ich meine, das steht hier erstmal noch nicht explizit, aber wir werden es gleich nachher sehen. Der Petrus macht das sehr deutlich. Also schreibt es mal in Klammern, ein Licht zu sein, okay. Was würden die anderen noch sagen? Wozu hat er sie hier auserwählt?

[12:16] Ein Segen zu sein, das käme schon aus der Idee von Abraham, nicht wahr? Abraham, wo wird das deutlich, dass, kennt ihr eine Stelle, wo deutlich wird, dass die Nachkommen Abrahams ein Segen sein sollen für die gesamte Welt?

[12:32] Soll es ein Segen sein? Ja genau, wo steht die Stelle, soll es ein Segen sein? Wo ist die Stelle?

[12:43] Erste Mose 12 und dort Vers 2 und dann der nächste Vers, das ist eigentlich dann der, der das so richtig auf den Punkt bringt. Erste Mose 12 und dort Vers 2 und 3. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen und verfluchen, die dich verfluchen und in dir sollen gesegnet werden, wie viel?

[13:12] Alle Geschlechter der Erde. Das heißt, diejenigen, die jetzt von Abraham kommen, nicht wahr, sein Same, sollen ein Segen sein, nicht nur für sich selbst, sondern für alle. Das steckt ein bisschen, werden wir noch sehen, hinter der Idee hier mit den Priestern, aber da kommen wir noch dazu.

[13:27] Zurück zu Zweite Mose 19. Schaut nochmal in Zweite Mose 19 und woran macht sich jetzt dieser Unterschied fest? Es gibt eine Bedingung und nur unter einer Bedingung kann Israel wirklich dieses Königreich von Priestern sein.

[13:47] Es gab ja schon eine ganze Reihe von anderen Königreichen, es gab das Königreich Babylon und Assyrien und Ägypten und die Hittiter und die Kanadier, alle Königreiche, aber sie sollten ein besonderes Königreich sein, ein Königreich von Priestern. Man könnte fast sagen, es wäre ein geistliches Königreich, oder? Könnt ihr das unterschreiben? Ein Königreich von Priestern wäre ein geistliches Königreich, oder?

[14:16] Frage, kennt ihr sonst noch in der Bibel irgendein geistliches Königreich, das irgendwann irgendwo erwähnt wird? Wer spricht sonst noch von einem geistlichen Königreich?

[14:31] Jesus, und wie nennt er das? Ja, er nennt das das Reich der Himmel, das Reich Gottes, oder? Das heißt, Jesus sagt eigentlich nichts weiter, als ich verkündige euch das, was Gott euch am Sinai verkündigen wollte. Oder andersherum, den Israeliten wird dasselbe Evangelium angeboten, wie auch den Christen später. Das ist ja der Punkt, warum Petrus dann, wenn wir noch sehen, genau die gleiche Formulierung nimmt und sagt, das gilt jetzt für euch.

[15:04] Also es geht um das Reich Gottes. Waren die Israeliten alle tatsächliche Priester? Nein. Wer durfte nur Priester sein? Nach Komm Aarons. Nach Komm Aarons, das heißt, das waren alles, also erstmal waren es alles Leviten, und aus den Leviten nur die Aaroniten. Und von denen? Wer durfte nur Priester sein? Nur die Männer. Also das tatsächliche Priesteramt, das tatsächlich ausgeführt wurde, war beschränkt auf die männlichen Nachkommen von Aaron. Aber auch die weiblichen Nachkommen von Aaron und auch die nicht-aronitischen Leviten und auch die nicht-levitischen Israeliten sollten alle geistliche Priester sein. Sie sollten alle das Reich Gottes erleben.

[15:54] Das ist ein wichtiger Punkt, weil das wird manchmal falsch verstanden, weil später dann in Erste Petrus darauf Bezug genommen wird, dass wir alle Priester und Könige sind. Dann wird so getan, als ob alles das, was im Alten Testament an Besonderheiten der Priesterschaft aufgelöst wäre. Aber das ist natürlich Unsinn, weil die waren alle Priester und Könige und trotzdem gab es nur männliche Aaroniten als dienende Priester, die dem Volk vorstanden. Wir wollen jetzt nicht über Frauenordination sprechen, aber das ist letztendlich der Punkt, um den es hier geht.

[16:25] Aber schaut jetzt mal in die Bedingungen. Was ist die Bedingung, damit dieses Reich Gottes dem Volk Gottes jetzt möglich wird? Wie die quasi dieses Reich Gottes erleben können. Was ist die Bedingung im Text? In Vers 5 und 6 immer noch, in 2. Mose 19.

[16:44] Genau, also was müssen sie zuerst tun? Schaut mal in Vers 5. Gehorchen, also wenn ihr nun wirklich meiner Stimme, wie geht es weiter? Gehör schenken und gehorchen werdet, oder?

[17:01] Also schauen wir uns die Bedingungen an. Da haben wir erstmal hören. Könnt ihr das sehen? Sie sollen hinhören. Was hat Gott gleich gemacht im nächsten Kapitel? Er hat die 10 Gebote gesprochen, nicht geschrieben, gesprochen. Sie sollten hören, oder? Was haben die Israeliten aber gemacht, als er gesprochen hat? Die wollten nicht hören. Die wollten zwar das aufgeschrieben haben, aber nicht hören. Deswegen steht in 5. Mose später immer wieder, kommen wir heute nachher nochmal wieder drauf, höre Israel, höre Israel, höre Israel. Der Herr, da ist unser Gott nicht mehr der Herr allein. Sie sollen hören und aus dem Hören entwickelt sich der Gehorsam. Sie sollen gehorsam sein und sie sollen den Bund halten. Das heißt, diese Verbindung mit Gott soll dauerhaft sein.

[17:55] Und wenn sie das tun, wenn sie hören, gehorsam sind und den Bund halten, dann sind sie im Reich Gottes. Aber warum können sie das überhaupt? Warum können sie hören? Warum können sie gehorsam sein und warum können sie den Bund halten? Schaut mir den Vers davor an. Was ist die Grundlage, die es überhaupt dazu befähigt, dass das hier eine Möglichkeit ist?

[18:16] Mag mir jemand Vers 4 lesen? Ganz genau, dankeschön.

[18:31] Das heißt, worum geht es hier? Wenn er sagt, ihr habt gesehen, was ich an den Glypten getan habe, wie ich euch auf Atlasflügel getragen und euch zu mir gebracht habe, worum geht es? Was für eine Vergangenheit, ganz genau. Was war das Besondere an dieser Vergangenheit hier? Das war die Erlösung, oder? Die Erlösung, hatten die die Erlösung verdient? Nein, es war das Blut des Lammes, es war die Kraft Gottes, es war der Finger Gottes, der sie rausgebracht hat, der ausgestreckte Arm. Die Erlösung, die unverdiente Erlösung durch das Blut des Lammes ist die Grundlage, auf der alles basiert. Und diese Grundlage führt dazu, dass jetzt die Israeliten, wenn sie hören, dann gehorsam sind und den Bund halten und das alles ist das Reich Gottes.

[19:20] Und wenn ihr dann mal die Bergpredigt lest, werdet ihr feststellen, dass Jesus genau das sagen möchte. Wir werden auch heute im zweiten Seminar sehen, in der See-Predigt, das ist genau das, was er sagen möchte. Hört hin, denn aufgrund der Erlösung könnt ihr Gottes Volk sein, das Reich Gottes haben, wenn ihr diesen Bund bewahrt.

[19:38] Also, das ist diese Idee von Priestern und Königen. Jetzt schauen wir mal an den ersten Petrus, den ihr erwähnt habt. Wer mag mal den ersten Petrus lesen, Kapitel 2 und dort Vers 5.

[19:53] Erster Petrus 2 und dort Vers 5. Wer mag den mal lesen?

[20:02] So lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind, durch Jesus Christus. Und dann noch Vers 9 dazu.

[20:16] Ihr aber seid ein außerwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Fensternis berufen hat, zu seinem wunderbaren Licht.

[20:31] Ganz genau, ihr seht, es ist genau dieselbe Formulierung. Ihr seid ein außerwähltes Volk, nicht wahr? Erwählt. Ein Volk des Eigentums, ihr gehört Gott in einer besonderen Art und Weise. Und er sagt, ihr seid ein königliches Priestertum.

[20:46] Hier war es quasi ein priesterliches Königreich, ein Königreich von Priestern. Jetzt sagt er andersrum, es ist genau dieselbe Idee, ihr seid ein königliches Priestertum. Und hier wird jetzt sehr deutlich, was in 2. Mose nur implizit angedeutet wird. Wozu sind sie dieses Priestertum, dieses königliche Priestertum?

[21:06] Genau, zu verkünden die Wohltat, da hat jemand eine andere Übersetzung außer Wohltaten. Die Tugenden, was sind denn Tugenden? Also einmal sollen wir verkünden, was Gott alles Gutes getan hat. Wir sollen verkünden, was er an mir, an uns Gutes gemacht hat, nicht wahr? Und ich denke, wenn wir ganz ehrlich sind, müssen wir sagen, Gott hat sehr viel Gutes an uns getan, oder? Würdet ihr nicht auch sagen, dass Gott sehr, sehr gut zu euch persönlich gewesen ist? Wenn man das erlebt hat, dann möchte man gerne darüber sprechen. Man möchte es gerne anderen erzählen, wie gut Gott ist, oder?

[21:44] Also wir haben die Wohltaten, aber wir haben auch die Tugenden. Was sind die Tugenden? Was ist eine Tugend oder was sind Tugenden?

[21:50] Geistliche Gaben, ja. Also wenn man erstmal so jetzt unabhängig von der Bibel oder von Gott darüber spricht, dass jemand bestimmte Tugenden hat, was versteht man unter Tugenden?

[22:05] Ja, positive Charaktereigenschaften, ja. Das heißt, die Idee ist hier, wir sollen verkünden, was Gott an uns getan hat, weil er einen bestimmten Charakter hat. Wir sollen Gottes Wesen verkünden und wenn das quasi der Sinn von 2. Mose 19 ist, macht es ja auch Sinn, dass er was Ihnen hier gesagt hat in 2. Mose 19. Was hat er Ihnen verkündigt?

[22:31] Also dann in Kapitel 20. Sein Charakter, nämlich die 10 Gebote, ja. Er sagt, ihr sollt mein Außerwähltes Volk sein, das Reich Gottes sozusagen, damit ihr etwas verkündet. Was sollt ihr verkünden? Ich sag es euch. Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben und so weiter. Die 10 Gebote sind der Charakter. Die Tugenden, die das Volk Gottes, das Reich Gottes verkündigen sollen.

[23:02] Verkündigen also die Wohltaten, das heißt die Erlösung oder anders übersetzt die Tugenden. Das ist der Charakter Gottes. Jetzt ist es hier interessant, dass hier das Volk Israel gemeint ist, aber hier die Christen, oder? Das ist dieselbe Sprache. Das heißt, wenn das Reich Gottes mal auf Israel sich bezog und dann das Reich Gottes sich auf die Christen bezog, was ist mit dem Reich Gottes passiert? Es ist übertragen worden.

[23:37] Kennt ihr irgendeinen Vers, der sagt, dass das Reich Gottes quasi von A nach B übertragen worden ist? Wo Jesus mal sagt, das Reich Gottes wird von euch genommen werden und einem anderen Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt. Weiß jemand von euch, wo das steht? Oder was so der Zusammenhang ist?

[24:01] Das ist ein Gleichnis. Das ist Matthäus. Schaut mal, Matthäus 21. Matthäus 21 und dort das Gleichnis von dem Hausherrn und dem Weingärtner, wenn ich mich daran erinnere, wo dann der Herr seinen Sohn schickt, der dann noch umgebracht wird, nachdem schon die ganzen Knechte umgebracht worden sind. Und da sagt er in Vers 43, darum sage ich euch, das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben, das dessen Früchte bringt.

[24:34] Das heißt, das Reich Gottes war den Israeliten gegeben worden, aber was war das Problem? Keine Frucht, kein Gehorsam, Bund nicht gehalten. Also gibt Gott das Reich Gottes, all das, was er hier sagt, das Evangelium mit den zehn Geboten den Christen, das geht jetzt hier so rüber, und Petrus sagt, alles, was das Volk Israel mal ausgemacht hat, das Reich Gottes zu verkündigen, das ist ja das, was Jesus sagt. Jesus geht ja erst mal zum Volk Israel und sagt, hey, ich predige euch erst mal eure Botschaft. Ja, das Reich Gottes ist gleich, das Reich Gottes ist gleich. Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Jesus versucht den Israeliten ständig deutlich zu machen, was ihre Botschaft ist, was ihre Aufgabe ist. Sie lehnen ihn ab und damit haben sie keine Daseinsberechtigung als Volk Gottes, denn das Volk Gottes ist deswegen das Volk Gottes, weil es das Reich Gottes hat und predigt. Und deswegen sagt Jesus, es wird einem anderen Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt.

[25:36] Das heißt, Jesus erwartet, dass es Gehorsam gibt. Ja, denn das ist der ganze Grund, warum die Christen berufen sind, weil damit es endlich mal den Gehorsam gibt, den das Evangelium erzeugen kann. Das ist die Idee.

[25:57] Interessant ist diese Idee mit den Priestern. Er sagt, ihr seid Priester, ihr seid königliche Priester. Was machen Priester im Heiligtum? Sie bringen Opfer. Und der Petrus sagt hier, wenn ihr mal zurückgeht in 1. Petrus, er sagt, dass wir was für Opfer bringen sollen. Ich meine, die Israeliten haben ja, die Priester dort haben Lämmer und Böcke und Witter und Stiere und Tauben geopfert. Aber was sollen die Christen opfern hier im Neuen Testament?

[26:30] In 1. Petrus 2 Vers 5. Das auch, da kommt man gleich zu. Halt den Gedanken. Was sollen sie in 1. Petrus 2 Vers 5 opfern?

[26:39] Geistliche Opfer. Jetzt, was sind denn diese geistlichen Opfer? Du hast schon eine Stelle gesagt. Magst du mal die Stelle vorlesen? Du kannst die Stelle vorlesen in Römer Kapitel 12.

[26:55] Römer Kapitel 12. Und dort Vers 1 und 2. Wer mag das lesen? Und wer das liest, gerne das Mikro nehmen, damit es dann auch im Livestream alle hören.

[27:09] Römer 12 Vers 1. Nimmst du kurz das Mikro? Dann hören es alle.

[27:32] Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und gottwohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und Vers 2 noch.

[27:50] Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

[28:06] Ganz genau. Also was sagt der Paulus mit anderen Worten? Was ist das geistliche Opfer, das wir bringen?

[28:18] Ja, unser Gottesdienst. Ja, genau, aber was ist das Opfer? Unser Gottesdienst besteht darin, dass wir dieses Opfer bringen. Unsere Leiber. Also quasi auf Deutsch. Und selbst. Wir geben uns Gott hin. Ein königlicher Priester, der gibt sich Gott hin. Und was passiert in Vers 2 mit ihm?

[28:46] Was passiert mit ihm in Vers 2? Er wird erneuert. Ganz genau. Er wird erneuert, wo? Was wird erneuert? Nicht seine Haut, oder? Seine Haut erneuert sich auch, aber was wird hier erneuert?

[29:02] Sein Sinn, sein Denken. Ein königlicher Priester gibt sich selbst hin, damit er verändert wird sein Denken, damit er anders denkt. Die Gläubigen im Himmel, die wir in der tausend Jahre regieren, die werden anders denken als Sünder auf der Welt, oder? Sie werden ein anderes Denken haben. Und die Idee ist sozusagen, dass wenn sie an der Auferstehung teilhaben, werden sie ja nicht danach in ihrem Denken umprogrammiert, oder? Ihnen wird nicht ein neuer Charakter gegeben auf der Wolke 7, sondern wir... Interessant ist ja, der Paulus schreibt diese... oder Petrus, der schreibt ja diese Dinge, die schreiben diese Dinge ja nicht an Menschen, die schon im Himmel leben, oder? Auch Gott spricht hier in 2. Mose nicht zu Menschen, die im Himmel leben, sondern zu Menschen, die wo leben. Auf der Erde.

[30:00] Das heißt, wenn sie einmal königliche Priester im Himmel sein wollen, müssen sie anfangen, auf der Erde sozusagen das königliche Priestertum zu lernen, das Reich Gottes, wie es bei Gott im Himmel ist. Das ist die ganze Idee bei Jesus, so wie im Himmel, so auf Erden. Sie müssen lernen, quasi den Himmel auf der Erde in ihren Herzen zu haben, damit sie irgendwann auch sozusagen für den Himmel fit sind, sozusagen.

[30:27] Ellenwhite würde das ungefähr so sagen, sie würde sagen, die Erlösung durch das Blut von Jesu am Kreuz von Golgatha ist quasi unser Ticket in den Himmel, aber die Heiligung, die macht uns bereit, dass wir es auch wirklich dann dort genießen können. Auch schön ist, dass wir dort hineinpassen, sozusagen.

[30:42] Schaut mal mit mir noch in Hebräer 13. Hebräer 13 und dort Vers 15 und 16. Hebräer 13, Vers 15 und 16. Mag das jemand noch lesen? Hebräer 13, Vers 15 und 16.

[31:06] Durch ihn lasst uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen. Das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Wohlzutun und mitzuteilen vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott wohl.

[31:25] Dankeschön. Also hier gibt es noch zwei Arten von geistlichen Opfern, die hier angesprochen werden. Was sind das für Opfer, die der königliche Priester darbringt? Er lobt Gott. Er lobt Gott. Das ist die Frucht der Lippen. Werden wir im Himmel Gott loben? Oh, die ganze Zeit. Wir werden ihn loben und preisen für all das, was er getan hat, was er Gutes gemacht hat. Interessanterweise, wenn, das sollen wir im Himmel tun und zwar tausend Jahre lang werden sie als Priester loben und danken, aber Gott möchte, dass wir jetzt schon auf der Erde ihm loben und danken. Das heißt, wer jetzt Gott lobt und dankt, der bringt ein Stück Himmel in die Gemeinde, in sein Leben, in die Familie, denn dort, wo Gott gelobt wird, wird ein Opfer gebracht. Und dort, wo ein Opfer gebracht wird, da ist quasi Reich Gottes, da ist Priestertum, da ist ein königliches Priestertum, da ist das Reich Gottes. Deswegen sagt ja die Bibel, dass wir Gott danken sollen. Und dass die Menschen, als sie aufgehört haben, Gott zu danken, wurde ihr Herz verfinstert, sagt Römer 1, Vers 20. Da sehen wir, wie sehr die Erneuerung des Sinnes mit dem Dank auch zusammenhängt.

[32:45] Und was ist das zweite Opfer, was hier erwähnt wird in Hebräer 13, was ebenfalls als geistliches Opfer unser königliches Priestertum auszeichnen soll? Wohlzutun, das heißt das, Wohlzutun. Auf Deutsch. Zu teilen, gutes Tun, für andere da sein. Ein königlicher Priester ist nicht, ja gerade eben nicht nur zu Gott in einer Beziehung, sondern weil er mit Gott eine Beziehung hat, wird er gerne für andere da sein. Das ist das Priestertum. Und da hilft uns die Idee vom Priester eigentlich sehr gut. Was war das Besondere an den Priestern?

[33:13] Also im Heiligtum, was war das Besondere am Priester? Er war Vermittler, genau, Vermittler zwischen Gott und Mensch. Das heißt, wie war sein Kontakt zu Gott? Und andersrum, wie war der Kontakt der Israeliten im Allgemeinen im alten Bund zu Gott?

[33:35] Der war indirekt, oder? Der war indirekt durch einen menschlichen Mittler, aber der Mittler selbst hatte einen, was für einen Kontakt zu Gott? Einen direkten Kontakt. Ich meine, das war nur im alten Bund so, weil auch Abraham, der ja nicht im alten Bund war, sondern im ewigen Bund, der brauchte keinen menschlichen Mittler. Gott hat es ja so gemacht, zu zeigen, es gibt Menschen, das war die Idee beim Heiligtum, es gibt Menschen, die haben einen direkten Zugang zu Gott. Die Priester in der Illustration und diese Menschen, die einen direkten Zugang zu Gott haben, brauchen aber auch einen direkten Zugang zu wem?

[34:14] Zu den anderen Menschen, die keinen direkten Zugang zu Gott haben, weil sie irgendwie das Evangelium nicht sehen. Die Israeliten wussten ja, dass es Menschen gibt, die mit Gott reden können. Was sagen sie zu Mose, als sie sagen, wer kann von der Stimme Gottes hören, wer kann das Feuer ertragen und am Leben bleiben? Was sagen sie, Mose? Geh du hin. Die Israeliten wussten, es gibt Menschen, die können in der Nähe, in der Gegenwart Gottes sein. Und Gott benutzt dieses Bild von Priestern, um zu sagen, ein königlicher Priester ist jemand, der direkten Kontakt zu Gott hat und direkten Kontakt zu den Menschen und damit es den Menschen, die nicht Gott richtig kennen, ermöglicht, Gott besser kennenzulernen.

[34:54] Deswegen sollen sie verkünden, die Tugenden, den Charakter dessen, der sie berufen hat. Was werden wir im Himmel tun? Was werden wir verkünden? Was werden wir, ich meine, werden wir im Himmel noch Missionen machen und Menschen bekehren? Das nicht. Aber was werden wir verkünden? Werden wir noch predigen? Werden wir das Evangelium noch predigen im Himmel? Wenn ja, was? Was werden wir predigen?

[35:26] Unsere Erfahrungen mit dem Gott, der uns aus der Sünde gerettet hat. Und glaubt mir, da werden wir keine Flyer erst noch machen müssen und keine Werbung schalten. Da werden sich die Hallen füllen. Ich glaube, dass die jetzt schon ausgebucht sind. Dass die ungefallenen Welten jetzt schon darauf warten, dass sie endlich mal einen von diesen Menschen treffen, die aus der Gefangenschaft der Sünde frei wurden und die Jesus auf eine Art und Weise kennengelernt haben, wie sie ihn selbst gar nicht kennen. Die Engel kennen Gott immer nur als den Guten, der alles gut macht und immer sich für sie sorgt. Aber sie kennen ihn nicht als den, der ihnen ihre Schuld vergeben hat. Sie wissen nur theoretisch, dass es das gibt. Aber sie haben ja keine Schuld gehabt. Sie haben keine Sünden begangen, die Gott ihnen hätte vergeben müssen. Da gibt es etwas, was die Engel und die ungefallenen Welten nur in der Theorie kennen. Und sie warten schon auf unsere Erklärung.

[36:27] Das heißt, so wie wir hier auf der Erde den Charakter Gottes und das Evangelium verkündigen sollen, weil wir hinhören, was er sagt und weil wir gehorsam sind und weil wir den Bund festhalten, so werden wir im Himmel den Menschen erzählen, den ungefallenen Welten und den Engeln erzählen, was Gott Gutes uns getan hat.

[36:50] Schaut mal mit mir in Offenbarung 1, Vers 5 und 6. Wer mag den mal lesen? Offenbarung 1 und dort Vers 5 und 6.

[36:59] Offenbarung 1, Vers 5 und 6.

[37:30] Okay, danke schön. Wer ist es also, der mich zu einem Priester und König macht für den Himmel und schon hier für auf die Erde? Wer ist es? Jesus. Das heißt, wer hat dann das Volk Israel zu einem Königtum von Priestern gemacht? Es war Jesus.

[37:50] Wisst ihr, was Ellenwhite sagt? Wer stand auf dem Berg und hat die zehn Gebote gesprochen? Jesus. Was sagt er übrigens? Ich bin der Herr, dein Gott, sagt Jesus auf dem Sinai. Ich bin der Herr, dein Gott. Übrigens ein sehr interessanter Punkt, wenn Leute immer diskutieren und sagen, ob Jesus nun wirklich ganz Gott ist oder so weiter. Er steht auf dem Berg Sinai und sagt, ich bin der Herr, dein Gott. Es ist Jesus, der hier mit dem Volk Gottes kommuniziert. Denn die Bibel sagt das oder Ellenwhite sagt das vielmehr, dass seit den Tagen Adams Gott der Vater nicht mehr direkt mit der Menschheit kommuniziert hat, sondern wer war der Erste, der wieder die Stimme des Vaters gehört hat? Jesus bei der Taufe. Bis dahin alles, was Gott sagt, ist eigentlich immer Jesus. Er ist das Wort Gottes. Also Jesus ist es, der hier spricht.

[38:41] Jesus ist es, der den Christen den Auftrag gibt, geistliche Opfer darzubringen und als Priester die Tugenden von Jesus zu verkündigen. Und hier sehen wir nochmal sehr schön, auf welcher Grundlage er uns zu Königen und Priestern machen kann. Was ist der Grund, warum es Jesus ist, der uns zu einem königlichen Priestertum macht? Warum?

[39:07] Wenn ihr den Vers 5 nochmal anschaut, was ist die Grundlage dieser Tatsache, dass wir Könige und Priester sind durch ihn? Erlösung, also Reinigung von Schicksal. Genau, die Erlösung. Und zwar, die Erlösung besteht aus mehreren Dingen. Er hat uns geliebt, das ist die Motivation, oder? Er ist für uns gestorben, das ist sein Blut. Er hat uns von unseren Sünden gewaschen, das ist die Anwendung seines Blutes für uns. Er ist von den Toten auferstanden, nicht wahr? Also ihr seht die verschiedenen Aspekte der Erlösung, wie sie alle eine Rolle spielen. Und weil Jesus unser Erlöser ist, weil er alles gemacht hat, können wir Könige und Priester sein.

[39:48] Das heißt, von Anfang an, wie beim Volk Israel, steht das Blut des Lammes als Grundlage, diese Priester und Könige. Wenn wir mal im Himmel sind und tausend Jahre dort mit Jesus regieren, dann deswegen, weil er für uns gestorben ist. Das ist die einzige Grundlage. Und das wissen auch die, die im Himmel sind. Die wissen, wir sind nicht hier, weil hey, wir haben es den anderen gezeigt. Wir waren besser, wir haben uns angestrengt, wir haben fleißig genug studiert. Nein, die wissen, wir sind hier, weil Jesus für mich gestorben ist. Deswegen sind sie da.

[40:22] Schaut mal mit mir in Jesaja 61 und dort Vers 6. Jesaja 61 und dort Vers 6. Das ist eine interessante Formulierung hier. Auch im Kontext einer messianischen Verzeihung heißt es hier in Jesaja 61 und dort Vers 6, ihr aber werdet, wie geht es weiter, ihr werdet Priester des Herrn heißen und man wird euch Diener unseres Gottes nennen. Ihr werdet den Reichtum der Nation genießen und in ihre Herrlichkeit eintreten.

[41:02] Das heißt, hier haben wir jetzt die Idee, dass Priester eigentlich was bedeutet. Priester bedeutet, ist gleich Diener. Genau, ein Priester ist ein Diener. Und ein Priester Gottes ist ein Diener Gottes. Und das ist interessant, weil jetzt plötzlich, wenn man jetzt einfach für Priester Diener einsetzt, hat man, sie werden Diener und Könige sein. Königliche Diener. Und für einen Menschen, der in der Sünde lebt, ist das ein absoluter Widerspruch, oder? Bin ich jetzt König oder bin ich Diener? Kann ich bestimmen oder wird über mich bestimmt? Aber im Evangelium ist das eben kein Widerspruch, sondern es ist ein und dasselbe.

[41:49] Denn was sagt Jesus? Wer unter euch der Höchste sein will, der Erste sein will, der sei aller Diener. Warum wird Jesus erhöht am Ende? Weil die Bibel sagt, er hat sich selbst entäußert und nahm Knechtsgestalt an, Diener, nicht wahr? Und wurde gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Darum hat Gott ihn über alle Maßen erhöht, nicht wahr?

[42:20] Wenn wir Priester und Könige sind, dann heißt das, dass wir Diener Gottes gewesen sind. Weiß jemand von euch, wer versiegelt wird in Offenbarung 7? Wer ist die Gruppe von Menschen, die tatsächlich versiegelt werden? Wer sind die Versiegelten? Auf welche Gruppe von Menschen wird Gott das Siegel des lebendigen Gottes hinauf auf die Stirn tun?

[42:44] In Vers 3, da heißt es in Offenbarung 7, Vers 3, mag das jemand mal lesen? Offenbarung 7, Vers 3, mag das jemand mal lesen?

[42:58] Und er sprach, schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben.

[43:06] Genau, wer wird versiegelt? Knechte Gottes. Und die Versiegelten sind dann die, die auch im Himmel sein werden, nicht wahr? Deswegen können nur Diener versiegelt werden, weil nur Diener im Himmel sind. Denn alle, die mit Jesus regieren, sind Priester, das heißt Diener und Könige.

[43:25] Und diese Idee vom Dienen und vom König, das sieht man sehr schön im Leben von Jesus. Denn er ist ja Mensch geworden, dann ist er Priester im himmlischen Heiligtum und dann wird er zum König gekrönt. Und weiß jemand noch, warum Gott den Menschen überhaupt geschaffen hat? Was war eigentlich so die Daseinsbestimmung des Menschen, als denn erste Mose geschaffen wurde?

[43:55] Als Krone, ja genau. Es heißt, Gott sprach, lasst uns Menschen machen, in unserem Bild, uns ähnlich, die sollen herrschen. Über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht. Die sollten herrschen.

[44:23] Wer sind Herrscher? Könige. Aber wie sollen sie herrschen? Sie sollen herrschen als ein Bild von Gott. Ihre Herrschaft soll repräsentieren, wie Gott regiert. Und da kommen wir jetzt zum eigentlichen Punkt an der ganzen Sache. Denn die Herrschaft Gottes war angegriffen worden. Der Satan hatte gesagt, die Herrschaft Gottes ist nicht gerecht und das hat er im Himmel getan, oder? Das hat er von den Engeln getan, von den ungefallenen Welten. Und Gott schafft die Erde vollkommen, wie sie ist und schafft den Menschen als eine Illustration, dass wenn die Engel und die ungefallenen Welten sehen, wie der Mensch mit den Tieren umgeht, anhand des Charakters des Menschen sie etwas verstehen sollen von dem Charakter Gottes, der über alle Welten herrscht.

[45:17] Satan hat das verstanden, hat sofort gesehen, wohin das führt, dass durch diese Illustration eigentlich möglicherweise vieles von dem, was er behauptet hat, als Lüge entlarvt worden wäre. Also will er diesen Plan kappen. Er verführt die, die das Reich Gottes darstellen sollen und das Bild ist zerstört, aber nicht völlig. Denn Jesus wird Mensch und Jesus zeigt das Reich Gottes. Und alle, die an Jesus glauben, die seine Erlösung annehmen, sind berufen, das Reich Gottes darzustellen in ihrem Herzen.

[45:56] Das heißt, sie sind berufen, Könige zu sein, wie Adam ein König sein sollte. Nämlich als Diener derer, die unter ihm sind. So wie Jesus. Jesus ist ein König. Warum ist Jesus der König? Unter anderem ist er deswegen der König, weil er denen dient, die unter ihm sind. Und in diesem Sinne sind dann auch die Menschen auf der Erde, die Menschen im Himmel, während tausend Jahre, königliche Diener.

[46:23] Sie sind Könige, aber sie dienen Gott und sie erzählen, so wie Adam und Eve das hätten tun sollen oder nur ganz kurz getan haben. Sie erzählen durch ihr Leben und durch ihre Worte, wie Gott im Himmel regiert. Da gibt es auch diese schöne Stelle in Epheser. Schaut mal. In Epheser Kapitel 10, Kapitel 3, Vers 10. Entschuldigung, Epheser 10 gibt es nicht. Epheser 3, Vers 10. Schaut mal, was für ein toller Vers.

[46:58] Damit jetzt den Fürstentümern und Gewalden in den himmlischen Regionen durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde. Was soll bekannt gemacht werden? Die Weisheit Gottes. Wem soll sie bekannt gemacht werden?

[47:20] Wem? Fürstentümern, aber nicht den Fürstentümern, nicht dem Fürstentum Luxemburg, sondern welchen Fürstentümern? Das heißt den Engeln, den ungefallenen Welten, die sollen etwas von dem Charakter Gottes, von der Weisheit Gottes verstehen. Durch wen? Ja, durch die Menschen. Durch welche Menschen? Gott sagt ja, alle Menschen gehören mir, aber es gibt nur eine Gruppe von Menschen, die das tun kann. Nämlich? Das Volk Gottes, nämlich die Gemeinde. Dafür gibt es die Gemeinde.

[47:54] Jetzt natürlich die Frage, die wir uns stellen müssen. Hey, wenn die Engel und die ungefallenen Wesen auf mein Leben schauen und wenn sie auf unsere Gemeinde schauen hier vor Ort und unsere Gemeinde weltweit, sehen sie dann Dinge, die sie im Himmel nicht sehen können? Das ist genau die Frage. Sehen sie, denn die sehen im Himmel das Angesicht Gottes. Die sind am Thron Gottes. Das heißt, wenn wir einfach nur in die Gemeinde kommen und sagen, ich glaube an Gott und wir lesen dreimal in der Bibel, dann ist das jetzt nicht so beeindruckend für die. Was wirklich das Einzige, was sie dort im Himmel nicht sehen können, ist, wenn ein Mensch wirklich aus der Gefangenschaft der Sünde befreit wird und durch die Kraft Gottes ein neues Leben lebt. Das ist die Weisheit, die sie im Himmel nicht durch Anschauung sehen können. Dafür hat Gott mich und dich und dich, der du zuschaust, uns als Gemeinde berufen.

[48:56] Und die Idee ist, wenn wir das auf der Erde sind, dann werden wir es auch nach der Wiederkunft im Himmel sein. Gott sagt nicht, naja, kommt einfach zur Gemeinde und betet dreimal am Tag und dann, wenn ich wiederkomme, dann werde ich euch mal richtig fit machen für den Himmel. Das ist nirgendwo in der Bibel oder bei Ellenweider Fall, sondern die Idee ist immer, er kommt ja auf die Erde, er bringt den Himmel ja quasi mit. Er bringt die Botschaften des Himmels, er bringt durch Illustrationen die Prinzipien des Himmels, er bringt mit dem Heiligen Geist die ganze Fülle des Himmels, damit wir hier auf der Erde anfangen, die Atmosphäre des Himmels zu atmen und so verwandelt werden, damit wenn Jesus wiederkommt und wir von dieser Welt in jene Welt übertreten, wir uns schon heimisch fühlen.

[49:47] Das ist die Idee. Wer werden die Priester und Könige sein, die während der tausend Jahre regieren? Es werden diejenigen sein, die schon hier Priester und Könige geworden sind durch das Blut Jesu.

[50:01] Ein letzter Vers in 2. Timotheus 2 und dort Vers 12, 2. Timotheus 2 und dort Vers 12.

[50:19] Dort heißt es, wenn wir standhaft ausharren, vielleicht sollten wir Vers 11 noch mitlesen, glaubwürdig ist das Wort, wenn wir mitgestorben sind, so werden wir auch mitleben. Wenn wir standhaft ausharren, so werden wir mitherrschen. Wenn wir verleugnen, so wird er uns auch verleugnen.

[50:48] Die Idee ist, wer wird mit Jesus herrschen? Derjenige, der mitgestorben ist. Nun, wir müssen nicht für die Sünden anderer sterben, oder? Aber so wie Jesus uns gedient hat und sein Leben geopfert hat für uns, so dürfen wir quasi auf einer kleineren Skala, wie ein Appelt, nicht eine 3D-Kopie, sondern wie ein Appelt, eine Skizze davon, dürfen wir in unserem Leben auch für andere da sein. Wenn wir mitsterben, sozusagen, wie Paulus sagt, ich sterbe täglich, wenn wir für andere sterben, in Anführungsstrichen, oder dann irgendwann auch mal tatsächlich, in gewissen Fällen, dann werden wir auch mit ihm herrschen.

[51:35] Diejenigen, die jetzt Gott dienen, werden Könige sein. Aber das Interessante ist ja, sie sind nicht erst nur Priester und dann nur Könige, sondern durch den Dienst beweisen sie, dass man sie zu Königen machen kann. Das ist nicht nur die Vorbereitung, die dann aufgegeben wird, sondern das ist die Grundlage für den Dienst, für das Königtum. Bei Gott kann nur der Verantwortung ausüben, der auch wirklich dient. Denn Gott weiß, wenn jemand nicht ein dienendes Herz hat, würde er die Verantwortung, die man ihm gibt, falsch nutzen. Und deswegen zeigt der König der Könige, dass er der größte Diener ist, dass es berechtigt ist, dass man ihn anbietet.

[52:26] In diesem Sinne wollen wir uns vornehmen, Gott jeden Tag zu bitten, dass wir uns an seine Erlösung erinnern, die er uns geschenkt hat. Dass wir hinhören, dass wir gehorsam sind und dass wir uns bewusst machen, was Gott uns anvertraut hat. Und dass wir uns vornehmen, schon hier auf der Erde königliche Diener zu sein, damit wir einmal, wenn wir in den Himmel kommen, uns nicht fremd fühlen. Das würden wir sowieso nicht, nicht wahr? Dass wir hier auf der Erde uns vorbereiten, dass wir auf der Erde das Reich Gottes schon erleben, damit wir dann einmal in dem von Sünde nicht mehr tangierten Reich Gottes dann unsere Freude haben können, wie in der Tausendjahre.

[53:10] Wollen wir uns das vornehmen? Noch gemeinsam beten, lasst uns in der Knie dazu.

[53:16] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir wirklich danken. Danken, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Und dass wir verstehen, dass jeder von uns schon auf dieser Welt, in diesem Leben vor der Wiederkunft ganz viel vom Himmel aufsaugen darf. Dass wir hier schon inmitten eines dunklen, einer dunklen Welt, eines verkehrten Geschlechtes ein Licht sein können, Könige und Priester sein können. Nicht, weil wir uns angestrengt haben, sondern weil du, Herr Jesus, für uns gestorben bist. Weil du uns freigemacht hast und uns Kraft schenken möchtest. Und Herr, wir möchten auf dich hören, wir möchten dein Wort wirklich verstehen und wir möchten gerne dienen. Bitte erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und wir danken dir, dass auf eine Art und Weise, die wir kaum richtig verstehen können, diese Erfahrung für viele Engel und für viele ungefallene Wesen solch eine Attraktion ist, dass sie unbedingt mehr davon wissen wollen. Und Herr, wir freuen uns schon auf die Zeit, wenn wir ihnen erzählen können, was wir mit dir hier erlebt haben. Darum bitten wir nicht, dass wir jeden Tag mit dir leben dürfen, damit wir dann einmal schöne und erbauende und wirklich tiefgehende Erfahrungen haben können. Das alles bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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