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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser ersten Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ taucht Christopher Kramp tief in die biblische Bedeutung von Gog und Magog ein, wie sie in Offenbarung 20:8b erwähnt werden. Er erklärt die Ursprünge dieses Begriffs im Alten Testament, insbesondere in den Büchern Hesekiel und 1. Mose, und beleuchtet die historischen und geografischen Bezüge zu antiken Völkern wie den Skythen. Die Lektion widmet sich der Interpretation dieser Prophezeiungen im Kontext von Gottes Plänen für Israel und der Endzeit.

In dieser ersten Folge von „Offenbarung Vers für Vers“ taucht Christopher Kramp tief in das biblische Konzept von Gog und Magog ein. Er erklärt die Herkunft und Bedeutung dieser Begriffe, die in Offenbarung 20:8 erwähnt werden, und beleuchtet ihre Wurzeln im Alten Testament, insbesondere in den Prophezeiungen Hesekiels. Das Video analysiert die geografische und historische Einordnung von Magog und diskutiert die möglichen Identitäten dieser Völker in der Antike. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Kontext von Hesekiels Prophezeiungen, die die Wiederherstellung Israels und die Ankunft des guten Hirten thematisieren, bevor die Schlacht von Gog und Magog stattfindet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid, schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir bitten um Verzeihung für die Verzögerung heute, hatten noch ein technisches Problem am letzten Sabbat, mussten noch etwas nachaufnehmen. Aber jetzt geht es los mit einem Thema, das wirklich interessant ist. Wir wollen nämlich heute und wahrscheinlich auch noch nächste Woche uns mit einer kleinen Phrase beschäftigen, die dort in Offenbarung 20 Vers 8 versteckt ist und die man oft liest, die selten erklärt wird und noch seltener studiert wird, nämlich Gog und Magog. Ich bin mir sicher, ihr habt schon häufig das gelesen. Ich war immer, wenn man Offenbarung 20 studiert, da stolpert man drüber und man denkt sich jedes Mal, das wird was Wichtiges bedeuten, aber wir haben jetzt gerade keine Zeit, weil Offenbarung 20 hat ja viele Themen und man kommt irgendwie nie dazu, das zu studieren. Und heute ist die Zeit und wahrscheinlich nächste Woche auch noch, da mal ein bisschen eine Tiefenbohrung vorzunehmen, zu verstehen, was ist eigentlich da mit diesem Ausdruck Gog und Magog gemeint. Und da freue ich mich schon sehr drauf und ich hoffe ihr auch.

[1:56] Bevor wir beginnen, wollen wir mit einem Gebet starten und ich lade euch ein, dazu niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir als Lernende, als Schüler, als Kinder, denen du versprochen hast, dass wenn wir uns zu dir wenden, dass du uns zu dir ziehst, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass du uns in alle Wahrheit führen und leiten möchtest durch den Heiligen Geist. Wir möchten dich bitten, dass wir verstehen, was wir verstehen müssen und können und dass du uns zeigst, was wirklich wichtig ist und dass wir Freude haben beim Bibelstudium, so wie du es verheißen hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:49] Okay, schlagen wir mal auf. Offenbarung 20 und dort Vers 8. Offenbarung 20 und dort Vers 8. Und er wird ausgehen, das ist natürlich der Satan, haben wir letztes Mal ja besprochen, er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist. Nun, eigentlich das Wichtigste ist ganz einfach, nämlich wenn man die Frage stellen würde, wer ist das hier, also um welche Menschen handelt es sich hinter Gog und Magog, was würde die antworten? Welche Menschen verbergen sich hinter Gog und Magog hier in Offenbarung 20? Was würdet ihr sagen? Nimm das Mikrofon, damit die euch verstehen. Ich nehme an, das sind die gottlosen Menschen. Ja, ganz genau, es sind Menschen, die nach den tausend Jahren auferstehen, das sind all die gottlosen. Also wir müssen uns eigentlich gar nicht viel Gedanken erst mal machen, was Offenbarung 20 betrifft. Wir wissen, dass all die gottlosen nach den tausend Jahren auferstehen werden, haben wir gesehen und die werden jetzt verführt. Aus irgendeinem Grund wird jetzt diese Gruppe der Ungläubigen Gog und Magog genannt und das ist ja erst mal ein bisschen merkwürdig, weil das kommt sonst in der Offenbarung nicht vor. Gog und Magog, wir kennen den Antichristen, wir kennen das Tier, wir kennen das Bild des Tieres, Malzeichen, solche Dinge, Drachen, aber Gog und Magog kommt sonst nicht vor. Aber all die Ungläubigen nach der zweiten Auferstehung werden jetzt Gog und Magog genannt und die Frage ist erst einmal, woher kommt diese Phrase Gog und Magog? Weiß jemand von euch, woher der Johannes diese Formulierung hat? Tipp, das kommt irgendwo aus dem Alten Testament. Weiß jemand von euch, von welchen Propheten das kommt? Erstmal, welcher Prophet verwendet auch Gog und Magog? Nein, Moses ist es nicht. Hesekiel, genau. Johannes, du wolltest sagen, auch weißt du wo? Hesekiel 38 und 39. Genau, Hesekiel 38 und 39 und diese beiden Kapitel wollen wir uns diese Woche, nächste Woche dann etwas genauer unter die Lupe nehmen.

[6:22] Schaut mal mit mir in Hesekiel 38 und 39. Wir fangen mal ganz einfach an in Hesekiel 38 Vers 1 und 2. Hesekiel 38 Vers 1 und 2 und da heißt es und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen, Menschensohn, wende dein Angesicht gegen Gog und wo ist Gog? Er ist wo eben? Im Land Magog. Also Gog ist der Name von wem? Von einer Person, oder? Aber Magog ist der Name von, auch von einer Person hier? Von einem Land. Magog ist der Name eines Landes und das ist jetzt merkwürdig. Also wenn man Offenbarung gelesen hätte, hätte man ja gedacht Gog und Magog sind vielleicht zwei Personen, oder? Oder zwei ähnliche Dinge. Aber nach Hesekiel ist Gog eine Person und Magog, Gog ist eine Person, Magog ist das Land, in dem er regiert. Man könnte sagen, Gog ist der König von Magog. Das müssen wir erstmal als allererstes verstehen und deswegen ist es ein bisschen, wenn wir nochmal zurückgehen zur Offenbarung 20, ein bisschen merkwürdig, dass dort steht in Offenbarung 20 Vers 8, er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die in den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog. Könnte das sein? Die meisten Übersetzungen sagen auch den Gog und den Magog, aber es gibt auch Übersetzungen, die sagen nur Gog und Magog, ohne den. Also nur Gog und Magog. Zum Beispiel die Luther 2017, die sagt nur Gog und Magog. Oder einige griechische Ausgaben sagen den Gog und Magog. Also das hängt ein bisschen von den Manuskripten ab. Einige griechische Manuskripte sagen den Gog und den Magog, aber andere sagen nur den Gog und Magog. Also so ein bisschen, als wenn man sagen würde den Nebukadnezar und Babylon oder den Kyros und Persien oder den Alexander und Griechenland. Sozusagen eine Person und das Land, das er regiert. Der Gog und Magog. Das Land, das er regiert.

[9:02] Für beide Namen, für Gog und Magog, weiß kein Mensch genau, aus welcher Sprache das kommt und was es bedeutet. Das ist ja meistens interessant, was so Namen bedeuten können, aber hier ist es relativ unklar. Man weiß nicht mal genau, von welcher Sprache das kommt und das macht die Sache nicht einfacher. Nun, wo kommen denn diese Begriffe zum allerersten Mal vor? Wer schreibt zum allermeisten... Nimmst du das Mikro? Genau, magst du mal gleich vorlesen? Erste Mose 10 und dort Vers 2. Magst du mal lesen? Die Söhne Japheth, Gomer und Magog, und Mardai und Jabal und Ubal und Meschid und Iraz. Genau, also hier haben wir Magog. Ursprünglich muss der auch mal eine Person gewesen sein. Wenn der ein Sohn von Japheth war, dann war er, wann ist er dann geboren? Kurz nach der Sintflut. Und er gehört zu einem, zu diesem Kreis von Menschen, von dem alle Völker abstammen. Und die Frage ist also, das hat man ja auch mit anderen Personen zum Beispiel, da gibt es dann einen Kusch und von dem kommen dann die Kuschiter zum Beispiel oder ein Asur, von dem kommen die Assyrer. So kommt also das Volk Magog von der Person Magog. Aber als Hesekiel die Prophezeiung gibt, da ist Magog schon ein Volk. Und die Frage ist, welches Volk ist das? Und Gog ist irgend so ein König von diesem Volk. Übrigens, ganz nebenbei gesagt, das ist jetzt aber nicht so wichtig, gibt es den Namen Gog noch einmal in der Bibel, in Chroniken, in einem Geschlechtsregister, da heißt auch in Israel Gog. Aber das hat hier mit unserem Thema nichts zu tun.

[11:05] Jetzt ist die allererste und wichtigste Frage, welches Volk stellt denn Magog dar hier in Hesekiel? Wir können mal zurückgehen zu Hesekiel 38. Wir wollen erst mal Hesekiel 38 verstehen, um dann später Offenbarung 20 zu verstehen. Weil gerade Hesekiel ist nicht so oft studiert und auch nicht so selbstverständlich zu verstehen. Also wir setzen uns ein bisschen mal in die Lage von Hesekiel, der lebt ja, wann lebt Hesekiel ungefähr? So Pi mal Daumen. Wann hat Hesekiel gelebt? Zu welcher Zeit? Man weiß nicht genau, Jahreszahl, aber so ungefähr. So 600 vor Christus. Ja genau, 600 vor Christus und die Jahrzehnte danach im 6. Jahrhundert vor Christus. Also er ist ein Zeitgenosse von welchem anderen berühmten Propheten? Von Jeremia. Von Jeremia, genau. Jeremia ist ein bisschen älter als er. Und welcher andere berühmte Prophet? Daniel. Daniel, genau. Also der ist zeitgleich mit Daniel. Also ihr müsst euch ein bisschen in die Zeit von Daniel versetzen. Babylonisches Weltreich und so weiter. Und jetzt spricht er hier aber nicht von Babylon oder Assyrien oder Ägypten, sondern er spricht von Magog. Schauen wir mal die Verse an. Wer mag mal lesen, Vers 2 und 3 erstmal. In Hesekiel 38, Vers 2 und 3, wer mag das mal lesen? Menschen, so richte dein Gesicht gegen Gog, zum Land Magog, gegen den Fürsten von Rosh, Meschech und Tubal und weissage über ihn und sprich, so spricht der Herr, Herr, siehe, ich will an dich, Gog, Fürsten von Rosh, Meschech und Tubal.

[12:55] Genau, danke. Also es wird noch verrückter, nicht wahr? Der ist nicht nur König von Magog, der ist auch König von Rosh und von Meschech und von Tubal. Und vermutlich habt ihr auch noch nie was gehört von diesen Ländern, oder? Das sind nicht Länder, die so ganz in der Nähe von Israel sind, also nicht Moab und Edom und Ägypten und so, sondern irgendwie weiter weg. Das ist irgendwie so ferner. Schauen wir mal in Vers 15. Da haben wir den ersten Hinweis in Vers 15. Wer mag den mal lesen? Hesekiel 38, Vers 15. Du und viele Völker mit dir, alles um Rosh, ein großer Herrshof und eine gewaltige Macht. Genau, also hier gibt uns Hesekiel einen Hinweis, wo wir das Land Magog zu suchen haben. Wo muss das ungefähr auf der Weltkarte zu finden sein? Im äußersten Norden. Also wenn man sich jetzt so Israel vorstellt und Mesopotamien, dann muss das nördlich sein und zwar ziemlich weit nördlich. Und das gibt uns schon eine gewisse Idee, wenn man jetzt auf einer modernen Landkarte so vom Nahen Osten Richtung Norden geht, in welche Gegend kommt man denn da? Wir sind Geografiekenntnisse am Dienstagabend. Vom Nahen Osten Richtung Norden, da kommt man nicht nach Australien, sondern? Nach Russland eher in die Gegend. Ja, so Richtung Russland. Da kommt dann irgendwann der Kaukasus, dann kommt das Schwarze Meer, Kaspische Meer und dann, wenn man weiter geht, kommt man so in die weite russische Ebene. Ja, so ganz breit gesprochen. Und es gibt sogar Leute, das ist aber ein bisschen fragwürdig, aber es gibt Leute, wenn es heißt der Fürst von Rosh, da gibt es Leute, die verbinden dieses Wort Rosh mit Russ. Ja, das ist möglicherweise schon die Vorfahren der Russen hier gewesen sind. So, aber das ist ein bisschen spekulativ, aber das muss irgendwo da in der Steppengegend gewesen sein.

[15:09] Interessant ist, Gog und Magog gibt es auch im Islam. Da heißt nämlich Jaguk war Maguk. Und es gibt eine interessante Tradition, und zwar, dass Alexander der Große oder auch seine Nachfolger eine Mauer gebaut haben gegen Gog und Magog. Und zwar soll es eine Mauer gegeben haben. Irgendwo beim Kaspischen Meer eine große Mauer und die nannte man die Mauer gegen Gog und Magog. Jetzt, welches Volk oder welche Völker, die euch bekannt sind, gab es denn zur Zeit der Bibel dort, wo wir heute Russland sehen, kennen? Welche Völker haben da gelebt? Nicht die Ägypter, nicht die Babylonier, nicht die Perser. Wie hießen denn diese Völker? Ja, wie heißt das Volk? Ja, genau. Ja, genau. Aber das ist mehr so im Mittelalter dann schon. Die Tataren, die Mongolen, die Tatschigen, so werden die im Mittelalter genannt. Aber 1.000 Jahre vorher oder 1.500 Jahre vorher, zur Zeit der biblischen Propheten, wie werden die da genannt? Da gibt es ein bestimmtes Volk, da habt ihr bestimmt schon mal von gehört. Und zwar von den sogenannten Skythen. Skythen. Schon mal gehört, Skythen? Schon mal gehört, Skythen? Kommen auch in der Bibel mal kurz vor, was heißt das? Weder Barbar noch Skyde. Und die Skythen, das waren so die Vorläufer später von den Mongolen oder von den Tataren. Das war ein Steppenvolk und das war mächtig. Alexander der Große hat auf seinem Eroberungsfeldzug mal gegen die auch gekämpft. Hat sie nicht besiegt, hat dann einfach sie da im Norden sein lassen. Hat dann wohl, oder seine Nachfolger haben angeblich diese Mauer dann gebaut. Weil das war so ein Reitervolk, das keine Hochkultur gehabt hat, also keine großen Gebäude oder so. Die sind immer durch die Steppe so gelaufen, nicht wahr? Geritten. Und dann sind die aber immer mal wieder auch in den Nahen Osten eingefallen. Also wir wissen von assyrischen Quellen, dass da die Skythen immer wieder mal ins Land so rein sind nach Mesopotamien. Und von daher sind die also in der Antike relativ gut bekannt. Man kann also relativ sicher sagen, dass Magog etwas mit diesen Skythen zusammen zu tun hat. Also mit einem sehr fernen Reitervolk.

[18:04] Da gibt es noch sehr viele weitere Belege, auch im Mittelalter. Da gibt es zum Beispiel die Gesta Hungarum. Das ist eine alte mittelalterliche Urkunde über die Geschichte der Ungarn. Wer hätte das gedacht? Und da wird gesagt, dass Magog eigentlich die Skythen waren und sie die Vorväter der heutigen Ungarn sind. Ja, Magog wäre der Stammvater der Ungarn. Das hat vielleicht auch wieder etwas mit den Hunden zu tun. Also es ist ein bisschen durcheinander. Aber da sieht man, es ist ein bisschen so diese Ecke da, so Osteuropa und so weiter. Andere mittelalterliche Quellen sagen, das waren die Türken. Ja, die Türken, weil die Türken damals lebten nicht in der heutigen Türkei, sondern die lebten auch da so in diesen Turkvölkern. Also heutige Kasachstan und diese ganze zentrale asiatische Steppe. Und die Mongolen werden auch manchmal genannt. Also die Idee ist das, was die, also man muss auch dazu sagen, die griechischen und die römischen Geschichtsschreiber, die waren ja jetzt nicht besonders bewandert. Ja, die sind ja nicht da lang, haben ja nicht alles bereist, sondern die hörten nur, da gibt es so seltsame Völker. Und die haben alles, was es gibt, so unter einem Namen zusammengefasst. Wenn heute zum Beispiel jemand sagt, das sind Afrikaner, dann sind da auch ganz viele verschiedene Völker. Es gibt die unterschiedlichsten Rassen und Völker und Kulturen in Afrika. Und manchmal, wenn jemand sich nicht auskennt, dann sagt er einfach die Afrikaner oder die Asiaten. Und so haben das die Griechen drüber auch gemacht. Die haben gesagt, die Skythen, die hatten wahrscheinlich viele verschiedene Sprachen und verschiedene Kulturen und so weiter. Aber allen gleich war, dass sie geritten sind, dass sie Nomaden waren, dass sie ziemlich wild waren und dass sie auch sehr gefährlich waren. Aber sie sich halt mehr in der Steppe aufgehalten haben. Und na ja, genau. Ihr ursprünglicher Name heißt wohl Bogenschütze. Und da gibt es auch so diese Idee davon. Die Chinesen nannten sie Sai, die Perser nannten sie Sagen und so weiter und so fort. Und man kann quasi durch die ganze zentralasiatische Steppe, kann man ihre Spuren archäologisch noch fassen. Und es ist von diesen Reitervölkern, dass der Hesekiel spricht. Der Hesekiel sagt, du König Gog, der du König bist, über all diese zentralasiatischen Königreiche, du wirst irgendwas mit Israel zu tun haben.

[20:35] Das ist doch irgendwie interessant, nicht wahr? Mal was ganz anderes. Und was noch interessanter ist, die Skythen, aber das lassen wir nur ganz kurz andeuten hier. Wenn man die Gräber der Skythen untersucht, stellt man fest, dass einige quasi so einen europäischen Einschlag hatten und andere einen mehr asiatischen Einschlag. Also ihr wisst ja, die Asiaten haben so ganz typische Gesichtszüge mit der sogenannten Mongolenfalte. Und man vermutet, dass von dem Volk Magog aus sich die Fernostasiaten abgespaltet haben. Das also am Ende sozusagen vielleicht sogar die Chinesen und alle, wenn man jetzt erst mal so Zehen zurückverfolgt, alles irgendwo von Magog kommt. Also das ist sehr, sehr, sehr interessant. Könnte man noch mehr mit verbringen. Aber wir wollen zurück zu unserer Stelle in Hesekiel 38.

[21:22] Lass uns einmal zurückgehen zu Hesekiel 38 und jetzt einmal gucken, was hier eigentlich der größte Kontext ist. Warum um alles in der Welt gibt Hesekiel zwei Kapitel lang eine Prophezeiung über einen König, der in der zentralasiatischen Steppe regiert. Fernab von Babylon, fernab von Israel, fernab von allen Ländern, die man sonst in der Bibel so kennt. Und vielleicht ist interessant, wenn wir uns ein bisschen den Gesamtkontext von Hesekiel anschauen. Ich weiß nicht, wie gut ihr Hesekiel kennt. Das ist ja eines der Bücher, die man nicht so oft studiert. Kann mir mal jemand sagen, wir gehen mal zurück zu Hesekiel 33 und wir schauen uns immer ein Kapitel an. Und wir sagen immer nur ganz kurz, was ist so die Hauptidee in dem Kapitel. Das sieht man meistens schon an den Überschriften. Worum geht es in Hesekiel 33? Was ist so die große Idee von Hesekiel 33? Er soll ein Wächter sein und was noch, wenn ihr die zweite Hälfte des Kapitels anschaut, da gibt es noch mehr, was da passiert. Er sagt nicht den Fall Jerusalems voraus, das hat er die ganze Zeit vorher gemacht. Er ist ja schon in Babylon. Ihr wisst, vielleicht ganz kurz zur Erklärung, bevor wir dazu kommen. Wie oft war der Nebukadnezar in Jerusalem? Drei Mal. Beim ersten Mal hat er Daniel und ein paar Freunde mitgenommen, aber ansonsten die Stadt in Ruhe gelassen. Beim zweiten Mal hat er dann schon eine große Menge mitgenommen. Unter anderem auch Hesekiel kommt bei der zweiten Wegführung mit, aber er hat immer noch einen König eingesetzt. Und dann kommt er ein drittes Mal und das ist dann das, worum es hier geht. Wo dann der Tempel zerstört wird und verbrannt wird und dann der ganze Rest mitkommt. Der Hesekiel ist bei der zweiten Wegführung nach Babylon gekommen. Und er sitzt jetzt in Babylon und warnt aus Babylon immer seine Landsleute und sagt, bekehrt euch zu Gott. Bekeht euch zu Gott, denn ansonsten wird Israel völlig vernichtet. Sonst wird Jerusalem völlig verbrannt. Bekeht euch zu Gott. Und das tun die natürlich nicht. 32 Kapitel lang. Ihr wisst, wie er da diese Vision hat, wie er da sieht, wie da die Ritzzeichnungen im Tempel gemacht werden und die Sonne angebetet werden. Und jetzt in Hesekiel 33 empfängt er die Nachricht. Jerusalem ist gefallen. Das ist der Fall Jerusalems. Jerusalem ist gefallen.

[24:17] Okay, was kommt jetzt in Kapitel 34? Das heißt, eigentlich ist es so, alles, was er vorher gesagt hat, ist umsonst, weil es ist doch passiert. Kennt ihr das, wenn man jemanden warnt und warnt und warnt und warnt und er macht trotzdem alles falsch? Da wird man ja denken, okay, jetzt ist es aus, oder? Was kommt in Kapitel 34? So die Hauptidee. Wir müssen nicht alles lesen, aber so die Hauptidee. Anhand der Überschriften. Erst einmal eine Rede gegen die Führer Israels, die schlecht waren. Genau, die Führer Israels, die das hier zu verschulden haben. Und dann als nächstes zum guten Hirten, also dann wahrscheinlich eine Prophezeiung, wo es dann darum geht, dass Gott sein Volk wieder retten möchte. Genau, wer könnte denn der gute Hirte sein? Jesus, hier kommt die Ankündigung des guten Hirten. Der gute Hirte, er sagt, okay, mein Volk ist in die Irre geführt worden. Sie sind jetzt völlig am Boden, das lag an den schlechten Hirten, aber ich sende einen guten Hirten. Okay, jetzt kommt dann Kapitel 35. 35 ist ein kurzes Kapitel, da geht es um Edom, das ist so ein bisschen eingeschoben. Das geht um die Feinde Israels. Und dann kommt 36. Und 36 ist jetzt wieder ein wirklich entscheidendes Kapitel. Worum geht es in 36? Das kennt ihr alle gut. Hesekiel 36 ist relativ gut bekannt, oder? Hesekiel 36? Dass Israel wieder zurückkehren wird. Israel wird wieder zurückkehren, genau. Und dann gibt es diese berühmten Verheißungen in Hesekiel 36. Was sagt er? Er sagt nicht nur, ich werde einen guten Hirten senden, sondern, ist mit dieser Wiederherstellung verbunden? Was will er tun? Ja, ich werde zurückholen aus den Nationen, genau. Und was noch? Was macht er noch? Er holt sie nicht nur aus den Nationen wieder zurück, sondern... Ja, er reinigt sie. Er vergibt ihnen und er erfüllt sie mit seinem Heiligen Geist. Und was werden sie dann tun, wenn sie erfüllt sind mit seinem Heiligen Geist? Sie werden seine Gebote halten, ja. Ihr kennt ja Vers 27. Das ist die Wiederherstellung. Und die Verheißung des Heiligen Geistes.

[26:47] Nun, jetzt kommt 37. Worum geht es in 37? Wir nähern uns Gog und Magog. Worum geht es in 37? Das kennt ihr auch, oder? Das ist ein ganz bekanntes Kapitel. Genau, er sieht Totengebeine. Was ist das Besondere an den Totengebeinen? Die liegen rum und die sind ganz tot. Also, die sind so tot, er sagt, die sind trocken. Da ist nicht mehr Fleisch, nichts dran. Nur noch trockenes Gebein, trockene Knochen. Und was passiert mit den Gebeinen, mit den Knochen? Genau, er weissagt zweimal. Zum ersten Mal bekommen die wieder Fleisch und Muskeln und Sehnen und Haut. Und dann liegen die da. Und dann weissagt er ein zweites Mal. Und der Geist geht hinein. Und die werden lebendig und stehen auf und sind plötzlich eine große Armee. Was soll diese Vision ausdrücken? Was soll die ausdrücken? Was ist so die Kernidee? Denkt immer noch daran. Die haben das gerade Jerusalem gefallen. Jerusalem ist gerade gefallen. Es ist alles Ende aus. Was soll die Vision ausdrücken? Sie waren geistlich tot, nicht? Ja, sie waren geistlich tot. Sie waren mausetot. Es war aus. Die haben gedacht, sie haben die Sünde gegen Heiligengeist begangen. Weil, wo sind sie jetzt? Sie sind jetzt in? Babylon. Von wem stammen sie ab? Von wem stammten die Israeliten ab? Von Abraham. Und wo kam Abraham her? Aus Ur. Aus Ur, genau. Ur und Chaldäa aus Babylon. Das heißt, die sind jetzt da, wo ihr Stammvater mal losgegangen ist. Die sind wieder auf Null zurück. Also quasi, man könnte denken, alles, was Gott mit Abraham, Isaak, Jakob, Joseph, den 12 Stämmen, Mose, all den Jahrhunderten mit Israel gemacht hat, alles wieder auf Null. Alles vorbei. Das ist ganz schön deprimierend, oder? Und deswegen sagen die auch in Hesekiel 37, schaut mal, in Vers 11. Mag jemand Vers 11 lesen? Vers 11. Siehe, sie sprechen. Unsere Gebeine sind verdorrt. Und unsere Hoffnung ist verloren. Es ist aus mit uns. Genau, die denken also, es ist alles vorbei. Aber Gott sagt, nein, nein, es ist nicht aus, sondern schaut mal in Vers 12. Vers 12, wer mag mal Vers 12 lesen? Mikro, Vers 12. Genau, er sagt, ich hole euch aus den Gräbern heraus. Also wir haben wieder Wiederherstellung. Und schaut mal in Vers 14. Was macht Gott in Vers 14? Wer mag Vers 14 noch lesen? Und ich werde meinen Geist in euch legen und ihr sollt leben. Und ich werde euch wieder in euer Land bringen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin. Ich habe es gesagt und ich werde es auch tun. Spricht der Herr. Genau, er sagt wieder, ich werde euch herstellen und ich werde was tun? Ich werde wieder meinen Heiligen Geist in euch geben. Das heißt, in Hesekiel 36 sagt er, ich bringe euch wieder zurück und ich gebe meinen Heiligen Geist. In Hesekiel 37 sagt er, ich werde euch alle wiederherstellen aus allen Völkern. Es wird ein Volk sein in Jerusalem und ich werde meinen Geist ausgießen. Und das Interessante in Hesekiel 37 ist, es wird verglichen mit der Totenauferstehung. Könnt ihr das sehen? Das Symbol hier ist die Auferstehung von den Toten.

[30:53] Jetzt kommt 38, 39. Das überspringen wir kurz. Und was kommt danach? Also jetzt an der Stelle kommt jetzt Gog und Magog. Aber das überspringen wir kurz. Was kommt danach? Was kommt ab Vers 40, ab Kapitel 40? Also da müsst ihr jetzt nicht jedes Kapitel sehen, sondern Kapitel 40, 41, 42, bis Kapitel 48. 40 bis 48. Eine ganz großartige Vision. Worum geht es da? Ja, sagt es ins Mikrofon, dann hören es die Leute auch im Livestream. Genau, da kommt jetzt der Tempel. Was ist denn das für ein Tempel? Wisst ihr ein bisschen was über den Tempel? Was ist das für ein Tempel, den Hesekiel hier beschreibt? Was ist das für ein Tempel? Schon mal was von diesem Tempel gehört, diesem Hesekiel-Tempel? Ist ganz großartig. Noch nie gelesen? Der ist nie gebaut worden. Genau, das ist nicht so großartig. Der ist nie gebaut worden. Der wäre viel größer gewesen als der Tempel, der später gebaut worden ist. Was waren denn so Besonderheiten an diesem Tempel? Gab es irgendwelche Dinge, die ihr in Erinnerung habt, die besonders waren? Da spricht es z.B. von einem Fluss, der aus dem Thron hervorgeht und der aus der Stadt herausgeht. Und je länger dieser Fluss geht, desto tiefer und tiefer wird er. Könnt ihr euch daran erinnern? Und dann stehen neben dem Fluss, stehen dort Bäume, die bringen jeden Monat Früchte. Und die Blätter sind zur Heilung der Nationen. Hey, woher kennen wir das? Das war hier eigentlich gemeint für das tatsächliche Israel auf dem Berg Zion. Das heißt, die Vision ist, also wenn man jetzt das große, ganze Bild von 33 bis 48, Jerusalem fällt, es ist alles aus. Und jetzt sagt Gott durch Hesekiel, keine Angst, es kommt ein guter Hirte, der wird dazu führen, dass wieder Israel hergestellt wird. Das wird am Ende dazu führen, dass quasi Gott bei seinem Volk wohnt. Und mittendrin in diese Vision kommt jetzt Gog und Magog. Man muss noch gar nicht gelesen haben, worum es hier geht in 38, 39. Könnt ihr allein ahnen, dass das hier eine wichtige Sache ist? Vorher geht es um die endgültige Wiederherstellung des Volkes Gottes. Und hinterher geht es um den Tempel, der für immer stehen soll. Und mittendrin kommt jetzt dieser Gog und Magog. Und den wollen wir uns ein bisschen genauer anschauen.

[33:50] Schaut mal mit mir in Hesekiel 38 und wir lesen nochmal Vers 2 und 3. Und dann gehen wir ein bisschen weiter. Wir gehen jetzt ein bisschen Vers zu Vers durch und versuchen zu verstehen. Versetzt euch jetzt erstmal in die Lage von Hesekiel. Noch nicht die Offenbarung, sondern Hesekiel. Damit wir verstehen, was das eigentlich genau bedeutet. Wer mag mal Vers 2 und 3 nochmal lesen? Hesekiel 38 Vers 2 und 3. Ich habe mich gefragt, ob es wirklich einen echten Gog gegeben hat. Und ich hatte jetzt das Erlebnis schlechthin. Ich saß heute Nachmittag auf meinem Sessel. Und ich hatte plötzlich so überventiliert. Und meine Frau sagt, was ist denn los mit dir? Hast du ein Auto gewonnen oder so? Und ich sage, nein, es gibt eine Inschrift. Da hat meine Frau angefangen zu lachen. Es gibt eine Inschrift von einem assyrischen König namens Assurbanipal. Im ausgehenden 7. Jahrhundert. Und der erwähnt einen König des Güten. Bei ihm heißt er fast ähnlich. Der heißt Gagi. Einige unserer Pioniere, das habe ich vorher noch nie gelesen. Aber die sagen, das könnte möglicherweise tatsächlich ein echter König Gog gewesen sein. Den es wirklich gegeben hat. Der ein Herrscher des Güten war. Und der dort zu der Zeit gelebt hat. Also das ist wahrscheinlich nicht nur ein Fantasiename. Sondern möglicherweise eine echte Person, von der wir noch nie etwas gehört haben. Weil wir uns noch nie damit beschäftigt haben. Also ein echter Herrscher, der dort irgendwo in der zentralasiatischen Steppe mit seinen Nomaden durch die Gegend verbracht ist. Und jetzt sagt Hesekiel im babylonischen Exil, sprich den an und sag, du bist jetzt derjenige, den ich als Bild nehme für eine große Schlacht.

[36:08] Schaut mal in Vers 4. Was sagt Gott jetzt in Vers 4? Oder lesen wir Vers 4 bis 6 mal. Wer mag Vers 4 bis 6 lesen? Und ich will dich herumlenken und will dir Haken in deine Kinnbacken legen. Ich will dich und deine ganze Kriegsmacht herausführen. Rosse und Reiter, alle prächtig gekleidet, eine große Menge, die alle Ganzschilde, Kleinschilde und Schwert ertragen. Perser, Kushiten und Put, mit ihnen, alle mit Kleinschild und Helm. Gomer samt allen seinen Truppen, das Haus Togarma vom äußersten Norden, auch mit seinen Truppen, viele Völker mit dir.

[37:02] Okay, aber was ist die Idee? Also mit eigenen Worten zusammengefasst, was sagt Gott hier? Erstmal. Was ist so die Kernidee von diesen Versen bis Vers 6? Offenbar ziehen sie ja zum Krieg, oder? Hm? Zum Krieg. Wer zieht zum Krieg? Viele Völker. Viele Völker, es sind nicht nur die Skythen, wer kommt noch dazu? Außer den Skythen hier, also außer dem Magog. Welche Völker kennt ihr noch, die hier stehen? Perser. Perser, wer noch? Kushiten. Kushiten, noch? Put. Put, habt ihr vielleicht eine Anmerkung, wo kommen die Put, also das Volk Put her? Libyen. Libyen, also wenn ihr euch jetzt mal geografisch das vorstellt, Persien, Skythen, wo die Kush, was ist heutige Kush? Äthiopien. Äthiopien und Libyen ist wo? Westen. Afrika, ja so genau, also im Westen. Also von Israel aus gesehen, was kann man über diese Völker sagen? So die Skythen, Persien, Äthiopien, Libyen. Ja, sie sind alle relativ weit weg, oder? Das ist immer sozusagen so im äußersten Gesichtskreis der Israeliten sozusagen. Das ist so das nördlichste Volk, das man kennt und das südlichste Volk, das man kennt und das westlichste Volk, was man kennt und das östlichste Volk, was man so kennen kann. Also quasi weit weg, okay. Was sollen diese Völker, wer bringt die Völker alle da zum Krieg? Wer verursacht, dass die Krieg führen? Genau, wer ist ich? Gott, also Gott sagt hier, ich werde alle diese Völker zu einer Schlacht führen.

[38:48] Denkt mal scharf nach, nicht wahr? Wie die Herstellung Israels, dann der Tempel und dann vor eine Schlacht, wo Gott sagt, ich werde alle Völker zu einer Schlacht zusammenbringen. Jetzt schauen wir mal in Vers 7. Wer mag Vers 7 lesen? Genau, und weiter noch? Achso, stehen wir zur Verfügung, okay. Hat jemand eine andere Übersetzung, außer stehen wir zur Verfügung? Wie soll das sein? Mein Aufseher, genau. Das heißt, der Gog ist quasi der Führer eines Vielvölkerheeres. Er sagt, die ganzen Völker, die Perser und die Äthiopier und die Lybier und die Skythen und alle kommen zusammen und du Gog, du sollst ihr Führer sein.

[39:59] Vers 8. Wann soll das geschehen? Wer mag Vers 8 lesen? Okay, wann soll das geschehen? Zur letzten Zeit, am Ende der Tage. Das heißt, Hesekiel sagt, da wird es ganz am Ende eine Schlacht geben, in der Endzeit. Und in dieser Endzeit werden alle Völker zusammenkommen unter Führung von Gog. Eine Endzeitschlacht sozusagen. Das ist eigentlich die Endzeitschlacht schlechthin. Denn eine andere Schlacht gibt es hier in Hesekiel nicht. Danach kommt die Stadt Jerusalem mit dem Wasser des Lebens und den heilenden Bäumen. Die Endzeitschlacht. Okay, gegen wen sollen sie kämpfen? Habt ihr das gesehen? Gegen wen sollen sie kämpfen? In Vers 8? Gegen wen kämpfen sie? Gegen wen? Nein, viele Völker kämpfen gegen Israel. Und was ist das Besondere an Israel hier in Vers 8? Ja, die Berg Israels, genau. Die wohnen in Sicherheit. Genau, warum wohnen sie in Sicherheit? Sie sind gerade wieder alle gesammelt worden, oder? Das heißt, die Geschichte ist, Gott sagt, durch den guten Hirten Schaut mal, das ist so interessant, das ist so wichtig für das Verständnis von Hesekiel. Er sagt, durch den guten Hirten wird Israel wiederhergestellt werden und dieses wiederhergestellte Israel durch den guten Hirten und durch den Heiligen Geist wird attackiert werden von Gog. Könnt ihr das sehen? Jetzt, worauf warten die Juden bis heute? Sie warten auf die Wiederherstellung, sie warten, dass sie wieder ein großes Volk werden. Aber was Hesekiel sagt, diese Wiederherstellung von Israel geschieht durch den guten Hirten. Von Israel geschieht durch den guten Hirten und durch den Heiligen Geist. Und als Christen würden wir natürlich sagen, der gute Hirte ist Jesus und der Heilige Geist ist der Heilige Geist. Womit begann diese Sammlung Israels dann? Was ist diese Sammlung Israels? Das ist ein ganz toller Punkt jetzt, auch wenn man mit Evangelikalen darüber redet. Wodurch begann diese Sammlung, die Wiederherstellung? Durch das Kommen von Jesus und? Wie kam der Heilige Geist auf diese Welt besonders? Pfingsten! Und Jesus und Pfingsten sind die Gründungsereignisse der Christenheit. Diese Christenheit. Die christliche Bewegung sozusagen ist eigentlich diese Wiederherstellung, von der es hier spricht. Und gegen diese Wiederherstellung soll der Gog aus Magog mit allen Völkern Krieg führen.

[43:09] Okay, gehen wir weiter. Wer mag mal Vers 9 lesen? Genau, also wie wirkt dieser Kriegszug auf die Israeliten? Das ist ein Bild, ja? Sehr bedrohlich erst einmal. Es gibt auch so Stellen in der Bibel, wo es immer heißt, das ist irgendwie Wolkendunkel und Finsternis und Unwetter. Wo werden solche Begriffe normalerweise verwendet? Bei welchem Thema? Im Alten Testament? Wenn er sagt, dieser Tag wird sein wie ein Wolkendunkel. Joel. Ja, bei der Wiederkunft, beim Tag des Kriegs, bei Joel zum Beispiel. Das ist also genau die Schlacht, von der die Bibel sagt, das ist der Tag des Herrn. Pass mal auf, das ist noch interessanter. Wer mag mal Vers 10-12 lesen? So spricht Gott, der Herr. Ja, es wird geschehen zu jener Zeit, da wird dir allerlei in den Sinn kommen, und du wirst böse Pläne schmieden. Du wirst sagen, ich will hinaufziehen in das offene Land. Ich will über die kommen, die ruhig und sicher wohnen. Sie wohnen ja alle ohne Mauern. Sie haben weder Riegel noch Tore. Um Beute zu machen und Raub zu raffen, wirst du deine Hand an die wieder bewohnten Ruinen zu legen suchen, und an das Volk, das aus den Heidenvölkern gesammelt worden ist, das Vieh und Güter bekommen hat, und das den Mittelpunkt der Erde bewohnt.

[45:31] Und das passiert jetzt auch mit dieser Endzeitschlacht. Alle Völker kommen jetzt nach Palästina, aber halb zum Krieg. Was haben die im Sinn? Was sagt Gott über ihre Motivation? Wie beschreibt Gott ihre Motivation? Was haben die im Sinn? Die beschreibt ihre Motivation. Was haben die vor? Warum kommen die? Sie haben böse Pläne, es ist also nicht gut, was sie vorhaben. Und was wollen sie da in Israel? Sie wollen Plünder, sie wollen rauben. Sie haben ein materielles Interesse. Sie wollen Gold und Silber und Beute und Tiere rauben. Aber Moment mal, hat Gott sie nicht dahin geführt? Wie verstehen wir das jetzt? Gott hat sie dahin geführt, aber sie haben böse Pläne? Wie würdet ihr das jemandem erklären? Wie kann das sein, dass die hier böse Pläne haben? Die werden sogar später von Gott besiegt. Und trotzdem hat Gott sie dahin geführt. Wichtig für die Offenbarung, wenn wir das nächste Woche auf die Offenbarung übertragen. Warum führt Gott die Völker zur Schlacht, obwohl die selbst Böses vorhaben? Oder ist das ein Widerspruch in der Bibel? Nein, natürlich nicht. Also erklärt es mir. Warum heißt es, dass Gott sie dahin führt, obwohl sie Böses gegen sein Volk im Sinn haben? Oder kennt ihr vielleicht... Mikro, Mikro, Mikro... Vielleicht jemand, der hier mit dem Mikrofon ist. Vielleicht jemand, der in ihre Gedanken geht. Gott hat nicht ihnen böse Gedanken eingegeben. So viel ist klar. Es waren ihre eigenen Gedanken. Kennt ihr andere Stellen, wo es irgendwie heißt, dass Gott die Völker in eine Schlacht bringt, um dann an ihnen Gericht zu halten? Also erstmal im Alten Testament. Also als die Ägypter... Ja, Gott hat sich an den Ägyptern verherrlicht. Andere Stellen, wo Gott sagt, ich benutze dieses Volk, aber eigentlich nur, um mich dann an ihnen zu rächen, um sie zu strafen. Oder wo er sagt, ich führe sie dorthin, um Gericht zu halten an ihnen. Wo Gott sagt, ich nehme diese Armee und ich führe sie jetzt in eine Schlacht, mit dem ausdrücklichen Ziel, dass ich an dieser Armee Gericht halte.

[48:21] Ja, also er hatte Gericht gehalten an den Karneidern, das stimmt, vollkommen. Schaut mal in Joel. Joel? Joel Kapitel 4. Schon so lange her nicht. In Joel Kapitel 4 und dort Vers 1 und 2. Wer mag das mal lesen? Joel 4 Vers 1 und 2. Wer mag das lesen? Denn siehe in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Geschick Judas und Jerusalems wende, da werde ich alle Heidenvölker versammeln und sie ins Tal Josaphat hinabführen. Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen, wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heidenvölker zerstreut und mein Land verteilt haben.

[49:27] Könnt ihr sehen, das ist dieselbe Idee. Was sagt Gott über die Heidenvölker? Was macht er mit ihnen? Zuerst macht er was? Er sammelt sie. Dann macht er was? Er bringt sie wohin? Ins Tal Josaphat. Also er bringt sie nach Israel, um dann was an ihnen zu tun. Um dann was zu tun. Um Gericht an ihnen zu halten. Könnt ihr das sehen? Also diese Idee, er sammelt die Völker, bringt sie nach Israel, um dort Gericht an ihnen zu halten, die finden wir in der Bibel mehrmals. So auch in Hesekiel 38. In dieser Endzeitschlacht. Wir sind gleich am Ende. Lasst uns noch ein paar Verse lesen. Vers 15 haben wir schon gelesen. Der kommt aus dem äußersten Norden. Vers 16. Hesekiel 38, Vers 16.

[50:35] Was ist also der Sinn dieser ganzen Endzeitschlacht? Warum lässt Gott das zu? Er hat doch keine Freude am Gemetzel. Warum lässt Gott diese Endzeitschlacht zu? Das hatten wir ja schon vor ein paar Wochen. Wir sollen alle erkennen, wie gut und heilig und gerecht Gott ist. Ah, und er bringt sie an den Ort, wo sein Volk ist, er bringt sie mit seinem Volk in Kontakt. Und durch die Schlacht sollen alle sehen, was Gottes Charakter ist. Das ist der Sinn der Endzeit eigentlich. Das ist sehr interessant. Wenn ihr zur Zeit von Hesekiel einen Juden gefragt hättet, wie geht die Endzeit aus? Dann hätten die folgendes gesagt. Wir werden alle aus Babylon und Assyrien gesammelt werden. Die werden in Israel wohnen. Und wenn wir ganz friedlich leben, wenn wir vom Heiligen Geist erfüllt sind, wenn wir sozusagen die 144.000 sind, dann wird es eine Verschwörung geben aller Völker. Dann werden unter Führung von einem König der Skythen, wenn die alle kommen, die Perser und die Libyen und aus Afrika und aus Kusch und überall werden die kommen. Die werden alle hier uns bedrohen. Die haben noch nicht vom Sonntagsgesetz gesprochen. Aber die haben gesagt, es wird dann so eine Bedrohung kommen, eine große Schlacht. Die werden uns alle einkesseln in Jerusalem und dann wird Gott eingreifen. Und alle werden sehen, Gott ist gut. Das war so die Idee, die sie gehabt haben aus Hesekiel 38. Und wie wir gesehen haben, der Tempel ist nie gebaut worden und diese Schlacht hat es so auch nie gegeben. Weiß jemand von euch, warum? Warum hat es diese Schlacht auf den Bergen Israels nie gegeben? Warum ist niemals in der Geschichte ein Heer von Skythen gemeinsam mit Persern und vielen anderen Völkern nach Jerusalem einmarschiert oder um Jerusalem herum nach Palästina einmarschiert? Warum ist das nie passiert? Also wenn ihr gut aufgepasst habt, kennt ihr schon die Antwort. Warum ist das nie passiert hier? Wann wäre es passiert? Schaut mal auf die Reihenfolge der Kapitel. Wann wäre es passiert? Ja? Nein. Pfingsten war ja dann ein gutes Ereignis, nicht wahr? Aber warum ist Pfingsten überhaupt so passiert, wie es passiert ist? Also war das Gottes Plan, dass Pfingsten so passiert, wie es passiert? Für wen? Für die Israeliten. War das Gottes Plan, dass die Gnadenzeit für die Israeliten jemals abläuft? Was war denn Gottes Plan? Das Problem ist, wenn wir die alten Propheten lesen, ist es merkwürdig, weil das ist oft nie eingetreten, was dort steht. Die Propheten im Alten Testament zeigen den Plan A und was war der Plan A? Die Israeliten werden wiederhergestellt durch wen? Durch den Guten Hirten. Was war Gottes Plan? Wenn Jesus kommt, was macht Israel? Nehmen ihn auf. Das war sein Plan. Hesekiel beschreibt uns eigentlich, was passiert wäre, wenn die Israeliten Jesus angenommen hätten. Habt ihr euch das mal gefragt, was wäre passiert, wenn alle Pharisäer und Sadduzäer Jesus nachgefolgt wären? Wenn Gamaliel ein Jünger von Jesus geworden wäre? Wenn Kaiphas ein Jünger von Jesus geworden wäre? Was wäre passiert? Was wäre passiert? Israel wäre erfüllt worden vom Heiligen Geist und statt dass Gott jetzt die Christen, die verfolgt sind, benutzen muss, um das Evangelium zu verbreiten, wären die Völker alle nach Israel gekommen. Das sagen die Propheten, Joel und Jesaja sagt das und Micha. Die Völker wären nach Israel gekommen und hätten dort vom Heiligen Geist erfüllten Juden das Wort Gottes kennengelernt. Sie werden alle dann den Sabbat angenommen usw. Und wenn dann das Volk so wunderbar erfüllt gewesen wäre, hätte der Satan natürlich auch nicht geschlafen. Der hätte aber nie eine Kirche gegründet, wie wir sie jetzt kennen aus Daniel 7, sondern er hätte diese Völker verwendet, um eine große Endzeitschlacht gegen das Heilige Volk Israel zu führen. So wäre die Endzeit ausgegangen. Wenn Jesus, was wir hier sehen, ist nicht einfach nur, naja, Hesekiel schreibt was, was wir hier sehen, ist der Endzeitplan, wie er gewesen wäre, wenn Jesus von den Juden angenommen worden wäre. Dann hätte es ein großes Heer unter Führung der Skythen gegeben, mit allen anderen Völkern, die hätten irgendwann, das wäre die Endzeit gewesen. Dann hätte es keine Offenbarung 13 gegeben, so wie wir es kennen. Und das ist, glaube ich, sehr interessant, weil wir denken immer so, wie es am Ende jetzt kommen wird, das ist dann immer Gottes Plan gewesen, aber das ist schon, wir sind schon in Plan, nicht Plan C und D und E, wir sind eher so bei Plan X und Y und Z. Aufgrund der Menschen muss Gott immer wieder umdisponieren. Aber das war gedacht. Und wenn ihr das einmal verstanden habt, dann seht ihr ganz viele alttestamentliche Prophezeiungen in einem ganz neuen Licht.

[55:33] Wir müssen jetzt zum Schluss kommen, aber nur, dass wir den Punkt noch gemacht haben, in Vers 17, letzter Vers für heute, nächste Woche machen wir weiter hier, in Vers 17. Wer mag den noch lehnen? Da wird jetzt nicht ganz deutlich, was ich gerade gesagt habe, Vers 17. Hesekiel 38, Vers 17. Ja, genau, was sagt er mit anderen Worten auf Deutsch gesagt? Was sagt er mit seinen eigenen Worten? Wie würdet ihr das zusammenfassen? Diese Idee? Ja, aber was ist die Idee hier in diesem Vers, in Vers 17? Das ist noch eine andere Idee. Er sagt, schau mir den Vers genau an, was ist die Idee in dem Vers? Über wen haben sie Geweiß gesagt? Nicht über die Völker. Das ist zu interessant. Über wen? Über den Gog. Was Hesekiel sagt, Hesekiel ist der Einzige, der von Gog spricht, oder? Ihr habt nie sonst in der Bibel etwas von Gog gelesen, aber Hesekiel sagt, du Gog, du bist genau der, von dem alle anderen Propheten auch Geweiß sagen. Er sagt, diese Schlacht, die ich hier gerade beschreibe, von Gog und Magog, ist die Schlacht, von der Jesaja spricht, von der Micha spricht, von der Joel spricht, von der Zephanja spricht, von der Propheten, auch wenn die nicht Gog sagen und nicht Skythen sagen oder Magog, er sagt, das ist die Schlacht, von der alle sprechen. Das heißt, das, was sie hier studieren, ist eigentlich der Gegenstand von allen alttestamentlichen Prophezeiungen. Man könnte sogar in gewisser Weise davon ausgehen, dass selbst in Daniel 11 noch manches von dem zumindest theoretisch eine Rolle spielt, obwohl es sich dann natürlich schon auf das Christentum bezieht. Diese Schlacht, wenn der König des Nordens nach Jerusalem kommt. Das ist immer noch dieselbe Bildsprache. Nächste Woche werden wir dann schauen, wie die Schlacht ausgeht und vor allem werden wir dann schauen, wie das, was wir hier gespielt haben, jetzt auf die Offenbarung zu übertragen ist, denn offensichtlich wird am Ende der Zeit kein Gog mit Skythen das neue Jerusalem umlagen, obwohl die Skythen auch dabei sein werden. Wer weiß, vielleicht wird er wirklich Gog heißen. Aber die Idee ist sozusagen, da muss ja manches von dem sich in der Offenbarung erfüllen und manches eben auch nicht, weil nämlich die Bedingungen anders sind. Das Volk Israel hat den guten Hirten abgelehnt, dafür haben andere den guten Hirten angenommen. Das Volk Israel ist nicht vom Heiligen Geist erfüllt worden, dafür sind andere vom Heiligen Geist erfüllt worden und deswegen ist auch die Endzeitschlacht nicht mehr um das Volk Israel, um Jerusalem herum, sondern um das geistliche Jerusalem. Und dann, werden wir sehen, auch wieder um das buchstäbliche Jerusalem nach den tausend Jahren. Aber das zu der nächsten Woche. Bis hierhin, soweit wollen wir noch gemeinsam hinlegen und beten und dann werden wir unsere Pause haben.

[58:37] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir aus deinem Wort lernen konnten und dass wir das studieren konnten. Wir möchten dich bitten, dass du uns weiterhilfst zu verstehen, was die Prophetie uns zu sagen hat. Herr, wir sehen, dass du viele Pläne gehabt hast, die niemals Realität geworden sind. Wahrscheinlich gibt es auch in unserem Leben viele Pläne, die du hast mit uns, die niemals Realität werden, weil wir die Bedingungen nicht erfüllen, weil wir sie nicht sehen, weil wir nicht das annehmen, was du uns schenken möchtest. Herr, bewahre uns davor, die besten Pläne, die du hast, zu verwerfen. Und lass uns lernen von der Geschichte Israels und hab Dank, dass wir wissen dürfen, dass du uns, wie wir es heute gelesen haben, mit deinem Heiligen Geist erfüllen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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