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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 21:12b taucht Christopher Kramp tief in die Symbolik der zwölf Tore des Neuen Jerusalems ein. Er erklärt, warum diese Tore nach den zwölf Stämmen Israels benannt sind und was dies für die Identität des Volkes Gottes bedeutet. Die Ausführungen beleuchten die Verbindung zwischen dem Alten und Neuen Testament und zeigen auf, dass das wahre Israel untrennbar mit Jesus Christus verbunden ist.

In dieser Predigt wird die Bedeutung der zwölf Tore des Neuen Jerusalems aus Offenbarung 21 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, dass die Tore, die mit den Namen der zwölf Stämme Israels versehen sind, auf die Erfüllung des Erlösungsplans Gottes hinweisen. Es wird dargelegt, dass das wahre Israel nicht durch Abstammung, sondern durch eine persönliche Begegnung mit Jesus Christus definiert wird, und dass das Wort „Israel“ letztlich ein Name für Jesus selbst ist. Die Predigt betont, dass das Neue Jerusalem das Ziel und der Endpunkt der gesamten Heilsgeschichte ist und dass alle, die an Jesus glauben, Teil dieses wahren Israels sind.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Heute geht es um die Tore. Letztes Mal haben wir über die Mauer von Neu-Jerusalem gesprochen, heute sprechen wir über die Tore. Und bevor wir das tun und wir uns schon ein bisschen vorstellen, wie es sein wird, wenn wir dann hoffentlich bald durch diese Tore einziehen können, wollen wir Gott bitten, dass er unser Denken, unsere Gedanken leitet durch seinen Heiligen Geist und wir wollen dazu niederknien, wo es möglich ist.

[1:22] Lieber Vater im Himmel, wir freuen uns auf die Stadt, die du für uns bereitet hast. Wenn wir ehrlich sind, denken wir zu selten darüber nach und wir danken dir, dass wir jetzt die Gelegenheit haben, uns ganz im Detail Gedanken zu machen über jene Stadt, die auf uns wartet. Herr, wir möchten dich bitten, dass beim Studium deines Wortes du uns mit deinem Geist erfüllst, dass wir Freude empfinden, bei dem Gedanken sehr bald bei dir sein zu können. Wir möchten dich bitten, dass du uns das Geheimnis dieser Tore entschlüsselst, dass wir verstehen, was es bedeutet. Wir möchten dich loben und preisen, dass du jedes Mal, immer wieder, wenn wir zu dir beten, uns neue Wahrheiten offenbarst, uns alte Wahrheiten in ein neues Licht tauchst, dass wir dich immer besser verstehen können. Danke, Herr, für deine Treue und dass du auch jetzt zu uns reden wirst. Im Namen Jesu beten wir. Amen.

[2:24] Schlagt mit mir auf, Offenbarung 21 und dort Vers 12. Letztes Mal haben wir, oder vor zwei Wochen, haben wir ja den ersten Teil des Verses angeschaut, in Offenbarung 21. Wir lesen mal noch den ganzen Vers. Offenbarung 21 und dort Vers 12. Wer mag den lesen? Und sie hatte eine große und hohe Mauer und zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel und Namen angeschrieben, nämlich die der zwölf Stämme der Söhne Israels. Ganz genau. Da geht es um das neue Jerusalem, die Stadt, die Johannes auf dem Berg sieht, die herabkommt vom Himmel wie eine Braut, geschmückt und wie sie ja schon in Vers 2 beschrieben wird. Und wir haben gesehen, dass in Vers 11, das Erste, was er sieht über diese Stadt, war was nochmal gewesen, als sein erster Blick auf diese Stadt fällt? Die Herrlichkeit Gottes, das Leuchten der Stadt. Und als er dann genauer hinschaut, sieht er, diese Stadt hat eine Mauer. Und wir haben das letzte Mal oder in der letzten Folge gesehen, diese Mauer ist weswegen da? Warum gibt es eine Mauer um die Stadt? Ein Schutz, ein Symbol für das Gesetz Gottes. Und jetzt sehen wir, in dieser Mauer gibt es Tore, nämlich zwölf und an den zwölf Toren zwölf Engel und Namen angeschrieben, nämlich der zwölf Stämme. Jetzt wollen wir uns mal über diese zwölf Tore Gedanken machen. Warum gibt es eurer Meinung nach zwölf Tore in der Stadt Neu-Jerusalem?

[4:22] Du sagst also Vollständigkeit. Woher nimmst du die Idee, dass die zwölf? Okay, okay, ja, da kommen wir noch darauf zu. Was sagt der andere? Ja, wir haben die zwölf Stämme, genau deswegen, es wird ja explizit gesagt, die zwölf Tore, da stehen die Namen der zwölf Stämme drauf. Also fangen wir mal einfach an. Wozu braucht man ein Tor? Ein Eingang. Interessanterweise hat es nicht einen Eingang, sondern es hat zwölf Eingänge. Ein Tor. Jetzt, wenn man so ein Tor durchschreitet und wenn man jetzt auf das Tor von Neu-Jerusalem zugeht, dann fallen einem ja zwei Dinge auf. Was sind die beiden Dinge, die einem auffallen? Stellt euch vor, ihr versetzt euch jetzt in die Lage, dass ihr dort nach Neu-Jerusalem hineingeht und ihr schreitet auf das Tor zu. Das sind zwei Dinge, die der Text sagt, die besonders sind. Nämlich, da steht ein Engel am Tor. Was macht wohl der Engel da? Der bewacht. Das heißt, diese Eingänge sind nicht einfach für jeden. Da wird darauf geachtet, wer hineinkommt und wer nicht hineinkommt. Und die Bedingungen haben wir schon angeschaut, nämlich in den Versen, wenn ihr euch erinnert, in Vers 6 und 7 und 8, als wir gesehen haben, wer hineinkommt, wer nicht hineinkommt, da werden die Bedingungen beschrieben. Es gibt einen Engel. Der Eingang ist nicht frei für jeden, sozusagen, sondern die Bedingung ist das Überwinden der Glaube an Jesus, das Reingemachtwerden durch das Blut des Lammes. Und dann stehen da Namen drauf. Stellt euch vor, ihr geht da durch so ein Tor und da steht Isachar drauf, oder Sebulon, oder Gad, oder Juda. Was soll denn das ausdrücken, wenn man da so ein Tor aufmacht und auf ein Tor zugeht und da steht so ein Name drauf?

[6:38] Ja, ein Charakter. Wobei man natürlich sagen muss, dass einige von den Stammesvätern Israels nicht den besten Charakter hatten, oder? Schauen wir mal in Hesekiel 48. Wir haben ja schon gelernt, dass Neu-Jerusalem in mancherlei Hinsicht große Parallelen hat zu der großen Vision von Hesekiel am Ende. Neu-Jerusalem in Hesekiel 40 bis 48. Und da lesen wir in Hesekiel 48 und dort Vers 31 bis 34. Wer mag das mal lesen? Drei Tore, das erste Tor Ruben, das zweite Juda, das dritte Levi, denn die Tore der Stadt sollen nach dem Namen der Stämme Israel genannt werden. So auch an der Ostseite mit ihren 4.500 Ellen drei Toren, nämlich das erste Tor Josef, das zweite Benjamin, das dritte Dan. An der Südseite mit ihren 4.500 Ellen auch drei Toren. Das erste Tor Simeon, das zweite Issachar, das dritte Sebulon. 34 auch? 34 auch, ja. So auch an der Westseite mit ihren 4.500 Ellen drei Toren. Das erste Tor Gad, das zweite Ascher, das dritte Naphtali. Dankeschön. Also wenn wir das jetzt lesen, was ist offensichtlich die Schlussfolgerung? Also offensichtlich kennt, oder anders ausgedrückt, die Offenbarung basiert auf Hesekiel wieder an der Stelle. Es ist eindeutig dieselbe Idee, drei Tore, das werden wir nächstes Mal sehen, an jeder Seite und auf den Toren die Namen der Stämme. Ist dieser Tempel von Hesekiel 48 jemals gebaut worden? Nein. Das nicht, aber die Prophezeiung ist nicht umsonst, denn Neu-Jerusalem erfüllt diese Prophezeiung. Das ist eigentlich dann der Tempel, der hier auf Erden nie gebaut worden ist. Ihr erinnert euch, Hesekiel hat auf einen Berg steigen müssen, um die Stadt zu sehen, diesen Tempel. Interessant ist dann Vers 35, wo es heißt, der ganze Umfang beträgt 18.000 Routen und der Name der Stadt soll künftig lauten, der Herr ist hier. Das ist also die Gegenwart Gottes, der Wohnort Gottes. Also halten wir fest, das Ganze basiert wieder auf Hesekiel, Hesekiel 48, diese Vision eines neuen Tempels, der hier auf der Erde nie gebaut worden ist. Und du hast richtig gesagt, als wenn die Israeliten das gelesen haben, dann haben sie natürlich zunächst einmal an das Volk Israel gedacht, weil es war ja eigentlich gedacht als Tempel für das Volk Israel und deswegen auch die zwölf Stämme Israel.

[10:16] Ja, warte, warte, wir bleiben jetzt im Alten Testament oder wir bleiben jetzt noch bei den zwölf Stämmen. Du hast schon gesagt, in der Offenbarung gibt es auch eine Stelle, die deutlich macht, dass die Idee von den zwölf Stämmen auch für die Endzeit wichtig ist. Welche berühmte Stelle ist das? Genau, wo ist das? Die 144.000 sind in Offenbarung? Offenbarung? Wenn ihr es nicht gut wisst, solltet euch anmelden fürs Joshua Camp. Da werden wir es nämlich ausführlich studieren. Offenbarung 7, da haben wir Vers 4, und ich hörte die Zahl der Versiegelten, 144.000 Versiegelten aus allen Stämmen der Kinder Israels. Und es ist jetzt sehr interessant, die Erlösten am Ende kommen nach Offenbarung 7 alle aus Israel, denn sie sind alle nach den Stämmen Israels hier aufgezählt. Und zwar Ruben, Gad, Asser und so weiter. Was ist denn die Schlussfolgerung? Wenn Offenbarung 21 sagt, das neue Jerusalem ist eigentlich die Stadt, die Hesekiel gesehen hat für das Volk Israel. Und wenn Johannes sagt in Offenbarung 7, alle diejenigen, die am Ende gerettet werden, in der letzten Zeit gehören alle zu Israel. Was ist die Schlussfolgerung? Das ist die Frage, was ist Israel?

[12:21] Genau, da werden wir auch gleich zu kommen. Die Frage ist also, wer sind eigentlich diese zwölf Stämme? Halten wir fest, es gibt eine Stadt, die für diese zwölf Stämme gemacht ist. Eine Stadt, die konzipiert ist für die zwölf Stämme Israels. Wer war denn der erste, der auf diese Stadt gewartet hat? Abraham, oder? Und wer war Abraham? Ja, das stimmt, er war nicht der Vater aller Nationen, er war natürlich aus jüdischer Sicht gesehen der Vater von Isaak, der Vater und der Großvater von Jakob, damit der Großvater von Israel. Für Israel ist Abraham der Stammvater, oder? Alles beginnt mit Abraham. Jetzt können wir kurz nachlesen in Hebräer 11, Vers 16.

[13:30] Hebräer 11 und dort Vers 16. Nun aber streben sie nach einem Besseren, das heißt nach einem Himmlischen. Daher schämt sich Gott ihnen nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet. Genau, wer sind sie hier, die sich in der Nacht... Ja, wir sind die Gäste und Fremdlinge auf Erden. Genau, und im Kontext von Hebräer 11, wer konkret ist das? Das sind die überwiegenden Sieger. Geben wir ein paar Namen, die in Hebräer 11 hier an der Stelle bis dahin vorgekommen sind. Von Anfang, von Anfang. Ja, Abraham zum Beispiel, Abraham, Isaak, Jakob. Schaut mal in Vers 9, Vers 10, da geht es um Abraham, denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Warum glaubte, das schließt sich jetzt ein gigantischer Kreis in der Bibel, warum ist Abraham bereit gewesen, die Stadt Ur zu verlassen und in Zelten zu leben, was damals ein gewaltiger Schritt war. Nur nebenbei gesagt, wir haben vor kurzem an der Uni einen Vortrag gehört, über neueste Ausgrabungen in Ur. Letztes Jahr haben Archäologen in Ur gegraben, die haben auch ein Haus ausgegraben, mit 17 Räumen, einen hygienischen Standard, wie es ihn Jahrhunderte später nicht mehr gegeben hat. Sickerschächte, acht Meter tief gegraben im Bad, alles ausgekleidet. Die Knochen deuten darauf hin, dass die Leute in Ur keine Krankheiten hatten, dass sie kerngesund waren, die hatten beste Lebensbedingungen, die haben besser gelebt als Menschen heute in der Region. Ur war höchste Zivilisation. Abraham muss ein reicher Mann gewesen sein, wir lesen das in der Bibel immer wieder, der muss ein gigantisch, ein besseres Haus gehabt haben als alle von uns. Der muss wirklich absolut im Luxus gelebt haben, für damalige Verhältnisse auch und er verlässt die Stadt Ur, einer der Zentren der Zivilisation und lebt in Zelten irgendwo, so als Halbnomade. Warum? Gott hat gesprochen, genau, ja, aber sagt er? Er wartet auf eine bessere Stadt, deswegen ist er überhaupt gegangen und weil er gegangen ist, gab es dann Isaak und dann gab es Israel und das ganze Volk Israel gibt es deswegen, weil ein Mann gesagt hat, ich verlasse diese Stadt und warte auf jene Stadt und deswegen ist diese Stadt auch tatsächlich die Stadt für seine Nachkommen. Es ist die Stadt, auf die ganz Israel gewartet hat. Neu Jerusalem ist die Stadt für Israel, denn der Stammvater Israels ist ausgezogen, weil er sich auf diese Stadt vorbereitet hat. Das war das ganze Ziel von Anfang an, als er Ur verlassen hat und damit quasi die ganze Heilsgeschichte ab Kapitel 12 in 1. Mose losgeht, war sein Ziel diese Stadt und deswegen ist es nicht einfach nur so eine Anwendung des Alten Testamentes, dass man sagt, naja wir nennen jetzt immer noch zwölf Stämme, sondern von Anfang an war alles, was wir in 1. Mose lesen, 2. Mose, 3. und so weiter im Alten Testament lesen, immer auf diese Stadt bezogen und deswegen müssen wir uns natürlich die Frage stellen, wer gehört dann alles zu Israel, denn in einem ganz realen Sinne hat Israel das Ziel von Neu Jerusalem. Dafür gibt es dieses Volk überhaupt und deswegen stehen an den Toren auch die Namen der zwölf Stämme, denn die zwölf Stämme sind gegründet worden für diese Stadt. Das war ihr ganzes Ziel. Und jetzt ist die Frage und das hast du schon angedeutet, wer genau ist dann dieses Israel, das auf diese Stadt wartet?

[17:40] Zuerst wäre interessant zu sagen, was heißt überhaupt das Wort Israel? Ja. Überwinder oder Jakob hat mit Gott gekämpft und hat gewonnen und Gott sagte, du heißt nicht mehr Jakob, aber Israel, denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft. Fangen wir da kurz an, 1. Mose 32, ihr kennt die Geschichte, oder? Jakob wird ja nicht als Israel geboren, sondern erst durch ein bestimmtes Ereignis wird er zu Israel. Das erste, was wir da zu lernen ist, ein Israelit wird man nicht durch Geburt, sondern durch Begegnung mit Jesus. Wir könnten vielleicht sogar noch hinzufügen, wenn wir das sehen, es ist nicht nur eine Begegnung, sondern hier passiert etwas ganz Entscheidendes. Wenn ihr das mit eigenen Worten zusammenfassen würdet, was passiert denn, was erlebt denn Jakob hier? Das ist seine eigentliche, letztendliche, wirkliche Bekehrung. Er ist schon ziemlich alt, er ist schon seit Jahrzehnten in der Gemeinde, er war immer fromm, war nie auf Party wie Esau, hat immer fromm seine Sabbatschule-Aktionen gemacht, aber hat eigentlich sein eigenes Leben immer leben wollen. Er wollte den Segen selbst haben. Ihr kennt die Geschichte, haben wir wahrscheinlich schon öfter hier besprochen. Er ist nachts alleine, ein Mann greift ihn an der Schulter, Jakob denkt, dass er angegriffen worden ist von wem? Von einem Kanaaniter. Sie kämpfen die ganze Nacht, er kämpft buchstäblich um sein Leben. Die meisten von uns würden wahrscheinlich so lange gar nicht aushalten, oder? Er kämpft um sein Leben und dann wird er an der Hüfte berührt und stellt fest, das war kein Amoriter, war kein Kanaaniter. Ich habe mit wem gekämpft? Ich habe mit Gott gekämpft. Ich weiß nicht, ob ihr das schon mal erlebt habt, dass ihr euch abmüht und abstrampelt und denkt, alles ist so schlimm und alle sind gegen euch und plötzlich merkt ihr, ich selbst kämpfe gegen Gott. Und jetzt fällt er auf die Knie. Ellen White beschreibt das so schön. Er hält ihn fest und was passiert dann? Das sagt Jakob dann, aber vorher passiert noch was anderes. Jesus sagt, lass mich gehen. Und warum sagt Jesus, lass mich gehen? Diesen Satz müssen wir gut verstehen. Dieser Satz ist so ein Lichtstrahl in die Dunkelheit unseres Herzens. Warum sagt Jesus, lass mich gehen? Klingt doch eigentlich etwas entmutigend, oder? Also da ist Jesus und Jakob fest an den Knien und hält ihn fest und Jesus sagt, lass mich gehen. Findet ihr das einen sehr hoffnungsvollen Satz? Im ersten Moment nicht, aber das ist einer der hoffnungsvollsten Sätze der ganzen Bibel. Warum? Wann sagt jemand, lass mich gehen? Habt ihr schon mal zu jemandem gesagt, lass mich gehen in eurem Leben? Lass mich los, lass mich gehen. Wann sagt man das? Wenn der andere so stark ist, dass ich mich alleine nicht fortbewegen kann, oder? Wenn ich mich alleine nicht befreien kann. Und hier ist Jesus, der mit einem, mit einer Berührung sein Handgelenk verrenken könnte. Und er sagt, lass mich, er sagt, ich gehe, er sagt, lass mich gehen. Was sagt er damit? Er sagt, du hast mich in der Hand. Deswegen sagt er ja später, du hast mit Menschen und Gott gekämpft und hast gewonnen, du bist stärker. Womit hat jetzt also, sofort, womit hat der Jakob den Jesus besiegt, in Anführungsstrichen? Nicht mehr seine Standhaftigkeit, nicht mehr sein Glauben. Womit hat ihn besiegt? Hat er ein stärkeres Glauben als Jesus? Nein. War er standhafter als Jesus? Nein. Was hat ihn, was hat dazu geführt, dass Jesus gesagt hat, ich kann nicht gehen, außer wenn du mich lässt. Nein, nicht der Glaube. Was war das, warum Jesus gesagt hat, okay, solange du so bist, kann ich nicht gehen. Ellen White sagt, es war seine Hilflosigkeit. Seine Hilflosigkeit, das Eingeständnis seiner Hilflosigkeit war das stärkste Argument.

[22:32] Gott beantwortet unsere Gebete nicht, weil wir glauben oder weil wir stark sind oder weil wir ausdauernd sind. Er beantwortet unsere Gebete, weil wir uns eingestehen, dass wir Hilfe brauchen. Wenn wir uns unserer eigenen Unwürdigkeit, unserer eigenen Hilflosigkeit bewusst sind und sagen, ich brauche dich, dann kann er uns nicht einfach wegdrücken. Ellen White sagt, unsere Hilflosigkeit ist das stärkste Argument. Jesus sagt nicht, oh, du bist so stark oder du bist so klug, jetzt kann ich nicht gehen. Er sagt, du bist so hilflos, ich kann dich nicht lassen. Und deswegen sagt er ja, der Jakob sagt, ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich. Ich habe mich immer versucht, den Segen selbst mir zu geben. Ich habe immer versucht, mich selbst zu segnen durch alle möglichen Tricks und Kniffs und so weiter. Es hat nie funktioniert. Ich bin so hilflos, ich brauche dich, ich brauche deinen Segen. Und dann segnet er ihn und dann ändert er seinen Namen von Jakob in Israel. Und dann passiert was ganz Tolles. Schaut mal in Vers 31. Jakob aber sprach, Jakob aber bat und sprach, lass mich doch deinen Namen wissen. Er aber antwortete, warum fragst du nach meinem Namen? Das ist doch merkwürdig, oder? Also Jesus fragt Jakob, wie heißt du? Jakob sagt, und dann sagt Jesus, jetzt heißt du Israel. Und dann sagt Jakob Strich Israel zu Jesus, wie heißt du? Und was sagt Jesus? Was sagt er? Was sagt er? Warum fragst du nach meinem Namen?

[24:20] Klingt doch ein bisschen merkwürdig, oder? Warum sagt Jesus, warum fragst du nach meinem Namen? Schon hat er gewundert. Man muss immer die Stellen lesen, die nicht gleich sofort offensichtlich sind. Das sind die spannendsten Stellen. Warum sagt Jesus, warum fragst du nach meinem Namen? Da ist der ganze Schlüssel für das ganze Problem. Wann ist Jesus unhöflich? Hat Jesus gefragt, warum fragst du nach meinem Namen? Nein, oder? Hier ist es nicht unhöflich. Wann sagt man, warum fragst du das? Ja, genau. Wann fragt man überhaupt im Alltag, wann fragt man, wann sagt man, warum fragst du das? Okay, auch, ja, wenn es wichtig ist. Also stellt euch vor, jemand fragt euch etwas, wann sagt ihr, warum fragst du das? Wenn es eine wichtige Frage ist, dann gibt man doch eine Antwort, oder? Aber Jesus gibt keine Antwort, sondern er stellt die Frage, warum fragst du das? Wann antwortet ihr auf eine Frage mit dem Satz, warum fragst du das? Er ist interessiert, ja genau. Wenn euch jemand eine interessierte Frage stellt, dann gibt er doch eine Antwort, oder? Wann sagt ihr in eurem Leben, warum fragst du das? Oder habt ihr das noch nie gefragt? Ja, wenn die Antwort offensichtlich ist, oder, wenn sie schon bekannt ist. Ja, also, wenn euch jemand etwas fragt, was ihr schon gesagt habt, dann fragt man doch, warum fragst du das? Ich habe es doch schon gesagt, oder? Also, warum sagt Jesus, warum fragst du das? Was war die Frage von Jakob nochmal gewesen? Wie ist dein, wie ist dein Name? Okay, was wäre denn die Antwort gewesen? Was ist denn der Name Jesu? Also, das stimmt. Hieß Jesus damals schon Jesus? Nein, denn wann hat er den Namen Jesus bekommen? Bei der Geburt durch Maria. Was war denn sein Name? Michael wurde er genannt, ja. Immanuel war auch ein Name von ihm, ja. Welchen anderen Namen kennt ihr? Aber Immanuel wurde zum ersten Mal bei Jesaja genannt, oder? Michael zum ersten Mal bei Daniel, ja. Ja, sind Namen im Alten Testament von Jesus. Ja, viele Namen, genau. Welchen Namen hat er denn hier?

[27:18] Ja, also, nochmal. Jakob hängt an den Knien von Jesus und Jesus sagt zu ihm, du heißt, wie heißt du? Jakob sagt, Jakob. Und dann sagt Jesus, ab jetzt sollst du, wie heißen? Israel. Und dann fragt Jakob, wie heißt du denn? Und Jesus sagt, warum fragst du? Wie ist der Name von Jesus? Okay, lasst euren Finger hier. Geht mit mir zu Jesaja. Eine ganz tolle Stelle. Jesaja 49 und dort Vers 6. Jesaja 49, Vers 6.

[28:24] Er spricht. Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stimme Jakobs auszurichten, um die zerstreuten Israels wieder zu bringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Ende der Erde. Genau, kurze Frage, von wem ist hier die Rede? Nicht schwer. Von wem ist hier die Rede in dieser Prophezeiung? Wer ist es, der nicht nur für das Volk Israel, sondern für alle Völker zum Heil werden soll? Der Messias, oder? Der Messias. Okay, jetzt schaut mal im gleichen Kapitel Vers 3, wie er genannt wird. Vers 3, wer mag Vers 3 lesen? Ja, 49 Vers 3. Und er sprach zu mir, du bist mein Knecht Israel, durch den ich mich verherrlichen will. Auch Knecht, wie wird er noch genannt? Du bist Israel. Der Messias selbst heißt Israel. Das ist sein Name. Warum? Weil Israel heißt was? Der Kämpfer Gottes. Und wer war der allererste, der im Himmel gekämpft hat für Gott? Das war der Sohn Gottes, Michael, der Erzengel. Israel ist zuallererst ein Name für den Sohn Gottes. Und deswegen sagt Jesus zu Jakobus, warum fragst du nach meinem Namen? Ich habe dir gerade meinen Namen gegeben. Sag nicht Daniel, wir sind nach deinem Namen genannt. Die Stadt und das Volk ist nach deinem Namen genannt. Was in 1. Mose 32 passiert, was die meisten bisher noch nie entdeckt haben, richtig ist, dass Jesus als Israel seinen Namen, seine Identität dem Jakob gibt. Warum? Was passiert, wenn man sich bekehrt? Man wird doch eins mit Jesus. Wir werden Christen. Wir werden, wir identifizieren uns mit Jesus. Er gibt ihm den Namen Israel, weil er selbst Israel ist. Und jetzt versteht ihr, warum Jesus sagen kann, also von Israel heißt es, Israel ist der erstgeborene Sohn. Jesus sagt, ich bin der eingeborene Sohn. Von Israel heißt es, mache dich auf, werde Licht für alle Völker. Jesus sagt, ich bin das Licht der Welt. Von Israel heißt es, dass Gott einen Weinstock aus Ägypten gebracht hat. Jesus sagt, ich bin der wahre Weinstock. Israel hat zwölf Stämme. Jesus sagt, ich nehme mir zwölf Apostel. Israel ist eigentlich der Name von Jesus. Wer wird Israel? Jeder, der mit Jesus lebt. Gab es genauso, wie jeder ein Christ wird, der mit Christus lebt. Und dann entsteht aus diesen Menschen, die mit Jesus leben, ein Volk Israel. Sind jetzt alle im Volk Israel auch tatsächlich mit Jesus verbunden gewesen? Nein, auch nicht alle, die in der christlichen Kirche sind, sind mit Christus verbunden. Das ist ein äußeres System. Aber die Idee kommt tatsächlich vom Erlöser selbst. Wer ist Israel? Es sind die, die mit Jesus verbunden sind. Und deswegen, wann hört Israel auf, das Volk Gottes zu sein? Als sie Götzen anbeten? Als sie Ritzzeichnungen im Tempel machen? Nein. Als sie die Sonne anbeten? Wann hören sie auf, das Volk Gottes zu sein? Als sie sich von Jesus trennen. Dann können sie nicht mehr das Volk Gottes sein, weil dann sind sie nicht mehr Israel, weil sie nicht mehr mit Israel verbunden sind. Das heißt, das muss man einmal richtig verstanden haben. Dann hat man den Schlüssel quasi für die gesamte Typologie des Alten Testamentes, die auf Jesus hinweist. Alles das, was Israel betrifft, weist nicht nur so sekundär auf Jesus hin, sondern weil es Israel ist, weist es auf Jesus. Es ist tatsächlich sein Name. Er heißt Israel. Er ist der Kämpfer Gottes, der Fürst Gottes. Und dann sind die zwölf Stämme logischerweise immer verbunden mit Jesus. Die zwölf Stämme Israel. Und dann seht ihr auch, das werden wir später sehen, warum die zwölf Stämme und zwölf Apostel so parallel zueinander sind.

[33:17] Jetzt schauen wir uns mal Bibeltexte an. Und zwar in Apostelgeschichte 26. Und dort Vers 7. Wer mag mal lesen? 26 Vers 7. Auf ihre Erfüllung hoffen die zwölf Stämme unseres Volkes, wenn sie Gott bei Tag und Nacht beharrlich dienen. Wegen dieser Hoffnung werde ich, o König, von den Juden beschuldigt. Genau. Also Paulus spricht hier von den zwölf Stämmen. Das ist jetzt im Neuen Testament. Gab es da die zwölf Stämme eigentlich noch? Gab es zur Zeit von Paulus die zwölf Stämme noch? Nee. Die meisten waren für immer verloren. Und trotzdem spricht Paulus noch von zwölf Stämmen. Er spricht nicht von zwei oder zweieinhalb, er spricht von zwölf Stämmen. Das heißt, diese Idee von den zwölf Stämmen war schon in ihrem buchstäblichen Sinne eigentlich abgelöst von den realen zwölf Stämmen. Er sprach von dem auch von dem Volk der Juden als den zwölf Stämmen, obwohl es eigentlich nur noch ein oder zwei davon gab. Es geht nicht um die Beschneidung des Fleisches, es geht um die Beschneidung des Herzens. Genau. Das ist das, was Jakob erlebt hat. Ja, der war zwar beschnitten äußerlich, aber erst hier am Jabbok wird er wirklich im Herzen beschnitten. Matthäus 19, das was du von angesprochen hattest, Matthäus 19, Vers 28. Das ist eine dieser großartigen Verheißungen von Jesus. Matthäus 19, Vers 28.

[35:10] Jesus aber sprach zu ihnen wahrlich, ich sage euch, ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet ihr in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf dem Throne seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen, um die zwölf Stämme Israels zu richten. Genau. Das heißt, die zwölf Stämme bleiben bestehen, zwar nicht genetisch, aber die Idee der zwölf Stämme bleibt und die zwölf Apostel wurden ausgewählt als die Könige der zwölf Stämme. Und das ist auch der Grund, da haben wir ja letztens in der Predigtur gesprochen, warum vor Pfingsten etwas geschehen musste. Nämlich was musste geschehen vor Pfingsten? Es musste ein Zwölfter nachgewählt werden. Das war nicht einfach nur so pro forma, Formalität. Damit die Gemeinde offiziell mit dem Heiligen Geist erfüllt werden konnte, mussten es zwölf Stämme sein, dargestellt durch zwölf Apostel. Das war entscheidend, um deutlich zu machen, das ist das Volk Gottes. Noch ein Vers dazu, schaut mal in Lukas 22. Lukas 22, Vers 29 und 30.

[36:48] Und so übergebe ich euch ein Königtum, wie es mir mein Vater übergeben hat, so dass ihr an meinem Tisch in meinem Reich essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten. Genau, dieselbe Idee wie in Matthäus 19, oder? Jesus sagt, ihr werdet das tatsächliche Königreich bekommen, das Königreich Gottes, das Matthäus in Daniel 2 beschrieben wird, das hier sozusagen in dieser Stadt sich zeigt, in dieser Stadt mit zwölf Toren, die Stadt auf die Abraham gewartet hat, das Königreich Gottes und das ganz buchstäblich, ja das buchstäbliche Königreich Gottes ist für Israel. Nur man muss halt verstehen, dass Israel eigentlich nichts anderes ist als Christentum, weil Israel ist der Name von Jesus und Christus ist ein Titel von Jesus. Habt ihr mal bei Ellen White gelesen, wo sie sagt, dass so die großen Patriarchen, dass das alles Christen waren? Da habe ich mich früher gewundert, da sagt sie irgendwie so Abraham und ja, sie nennt da einige und sagt dann, das waren tatsächliche Christen. Und das ist genau diese Idee, dass ein Israelit ein Israelit ist, weil er mit Jesus verbunden ist und ein Christ ein Christ, weil er mit Christus verbunden ist. Nicht nur sind wir das geistliche Israel, eigentlich waren alle echten Israeliten auch echte Christen und das Wort Israel bedeutet eigentlich nichts anderes sozusagen als Christ, als jemand der mit dem Messias verbunden ist. Und deswegen ist das nicht einfach nur eine theologische Spielerei, sondern die totale Realität, wenn Jakobus sagt in Jakobus Kapitel 1 und dort Vers 1. Jakobus 1 und dort Vers 1.

[38:36] Jakobus, ein Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, den zwölf Stämmen in der Zerstreuung Freude zuvor. Genau, dankeschön. Also Jakobus, der Bruder von Jesus, schreibt einen Brief. An wen schreibt er den? An den zwölf Stämmen, genau. Allerdings schreibt er nicht an tatsächlich genetische Nachfahren von Ruben und von Gad, weil die findet man vielleicht gar nicht mehr, die sind irgendwo seit Jahrhunderten verschwunden. Er schreibt an wen? Ja genau, also an wen schreibt Jakobus seinen Brief? An Christen. Er schreibt an Christen und schaut ihr, was ich euch, was ich damit deutlich machen möchte. Die meisten verstehen ja, okay, zwölf Stämme ist hier irgendwie übertragen vom Alten Testament auf Christen oder so, als ob das quasi, früher war es Israel und das, nimmt man den Begriff und überträgt es auf die Christen. Das stimmt schon, aber eigentlich ist es tiefergehend, es ist dieselbe Sache, weil schon im Alten Testament geht es eigentlich nur um Christus bei Israel und deswegen gibt es auch keine Veränderung eigentlich wirklich. Deswegen kann Offenbarung 12 sagen, wie viele Frauen gibt es in Offenbarung 12? In Offenbarung 2, aber in Offenbarung 12 gibt es eine und die geht von den Tagen Adams bis zur Wiederkunft, das ist eine Frau und diese Frau heißt Israel kann man sehr schön sehen an der Bedeckung, Sonne, Mond und Sterne. Das ist die Frau, das ist die Familie Jakob, das ist Israel. Das eine wahre Israel, das durch alle Zeiten durchgeht, das auf diese Stadt wartet. Man kann eigentlich jedes Mal, wo Israel steht, könnte man auch neuestes Testamentlich Christen einsetzen. Das wäre eigentlich von der eigentlichen Idee genau das selbe.

[40:33] Ja, ganz genau, von Abraham ist ja gesagt worden, Indien sollen gesegnet werden, alle Völker der Erde. Das war ja immer sozusagen international, das war immer nicht die Genetik, sondern der Glaube, nicht die Beschneidung des Fleisches, sondern die Beschneidung des Herzens. Das zieht sich ja von den ersten Seiten der Bibel an. Ja, immer und immer wieder und die Tatsache, dass die Israeliten daraus eine ethnisch-nationale Sache gemacht haben, ist halt genauso verkehrt, wie dann später in der Christenheit, wann das Evangelium verfälscht hat. Das ist halt eine Verfälschung gewesen, aber das wahre Evangelium war zu allen Zeiten immer dasselbe. Und das ist sehr wichtig, was wir jetzt studieren, weil fast die ganze christliche Welt, die meisten Christen blicken nach Jerusalem und Ellen White schreibt ganz klar, dass Satan möchte auf diese Weise sich verführen. Und es gibt sogar leider auch hier und da einzelne Adventisten, die sich davon haben anstecken lassen, die die Idee haben, oder eine Christenheit, die sich entwickelt, dass Israel auch getrennt von Jesus eine besondere Rolle haben könnte. Aber ihr Lieben, Israel gibt es gar nicht getrennt von Jesus. Das wahre Israel ist immer da, wo Jesus ist. Und getrennt von Jesus gibt es keine Sonderrolle, keine besondere Heilsrolle, denn alle Heilsrollen, alles Heil, alle Verheißungen, alles, was Gott im Erlösungsplan tut, tut er durch Jesus. Da gibt es keine Nebenschiene. Und deswegen ist jeder Blick jetzt in den Nahen Osten oder so eigentlich eine Ablenkung. Also mir hat immer gehoffen, Römer Kapitel 2, wer ist wahre Jude? Und Paulus schreibt hier, der nicht, der ist der Jude, der ist äußerlich und nicht, dass es die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht, sondern der ist ein Jude, der ist innerlich und das ist Beschneidung, die am Herzen geschieht, im Geiste und nicht im Buchstabe. Das hat mich immer gehofft, wer ist heute im Neuen Testament wahre Israelit oder Jude? Nicht nur heute, das ist der Punkt. Nicht nur heute, sondern immer schon, immer schon. Das ist der Punkt, schon immer, schon immer. Schaut, nur Jakob war Israel, oder? Aber Esau war genauso genetisch von Abraham und Isaak wie Jakob. Wenn man nach der Genetik gehen müsste, müsste Esau auch ein Kind Gottes sein, zum Volk Gottes gehören. Aber Esau gehörte nicht zum Volk Gottes, sondern Jakob gehört zum Volk Gottes, weil er sich bekehrt hat, weil er Israel wurde. Und das ist diese Idee. Das heißt, wenn an dem neuen Jerusalem, an den zwölf Toren die Namen der zwölf Stämme stehen, dann soll damit ausgedrückt werden, dass der gesamte Erlösungsplan seit den Tagen von Abraham, seit Abraham seine Stadt und Ur verlassen hat, im Glauben auf den Herrn, gesagt hat, okay, ich lebe in Zelten, weil ich warte auf diese große Stadt, dass alles das sich jetzt in Neu-Jerusalem erfüllt. Neu-Jerusalem ist quasi sozusagen das Ziel, der Endpunkt der gesamten Erlösungsplan-Reise, wenn man so möchte. Und deswegen stehen die zwölf Stämme da. Und deswegen werden alle, die am Ende versiegelt sind, Teil der zwölf Stämme sein. Das ist die Idee. Wollen wir Gott bitten, dass wir durch seine Gnade, durch die Beschneidung unserer Gedanken, unseres Herzens, dass wir auch versiegelt werden und dass wir Teil der zwölf Stämme sind. Amen. Gemeinsam beten.

[44:14] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir wirklich von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und uns zeigst, dass es kein anderes Heil gibt, außer durch Jesus. Und dass, wenn wir einmal durch diese Tore durchgehen werden, in die Stadt, auf die schon Abraham gewartet hat, dass es da keinen Unterschied geben wird zwischen Abraham und David und Mose und Daniel und Paulus und Petrus und den Reformern und uns, weil wir alle durch dasselbe Opfer gelöst worden sind, durch denselben Glauben dich kennengelernt haben, durch denselben Geist geheiligt worden sind, dasselbe Gesetz gehalten haben und nach demselben Namen genannt worden sind, nämlich nach deinem Namen. Und Herr, hab Dank, dass du eine Gemeinde hast, die durch alle Jahrtausende hindurch deine Wahrheit aufrechterhalten hat und dass wir zu ihr gehören dürfen. Erfülle du uns mit deinem Heiligen Geist und beschneide du persönlich mein und unser aller Herzen im Namen Jesu. Amen.

[45:35] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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