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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird die Bedeutung der zwölf Tore und zwölf Grundsteine des Neuen Jerusalems aus Offenbarung 21 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, wie die zwölf Tore die zwölf Stämme Israels repräsentieren und wie die zwölf Grundsteine, geschmückt mit Edelsteinen, das Fundament der apostolischen Gemeinde darstellen, mit Christus als Eckstein. Die Predigt verbindet alttestamentliche Prophezeiungen mit neutestamentlichen Lehren und betont die Bedeutung eines festen Fundaments im Glauben, das allein auf Jesus Christus gebaut ist.

In dieser Predigt über Offenbarung 21:13-14 spricht Christopher Kramp über die Bedeutung der zwölf Tore und zwölf Grundsteine des neuen Jerusalems. Er erklärt, wie diese Symbole auf die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel verweisen und das Fundament der Gemeinde Jesu Christi repräsentieren. Die Ausführungen beleuchten die tiefe Verbindung zwischen dem Alten und Neuen Testament und die Rolle von Jesus Christus als einziges und unerschütterliches Fundament für alle Gläubigen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Und heute studieren wir weiter in der Offenbarung, Offenbarung 21, an der neuen Stadt Jerusalem. Dem neuen Jerusalem wollen wir uns weiter, ja, da weiter studieren und heute zwei Verse anschauen. Bevor wir das tun, wollen wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet.

[1:12] Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und sind dankbar, dass du uns auch an diesem Tag geholfen hast, dass du uns gestärkt hast, dass du zu uns gesprochen hast schon durch dein Wort und dass wir jetzt die Gelegenheit haben, in der Offenbarung zu lesen, nachzudenken und dadurch auch dich und dein Werk und dein Wesen besser kennenzulernen. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass wir, geführt von deinem Geist, Wahrheit erkennen, wie sie dir ist, dass wir verstehen, auf welchem Fundament deine Gemeinde baut und dass wir selbst auf dieses Fundament ganz fest gegründet sind. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:00] Schaut mal mit mir in Offenbarung 21, Offenbarung 21 und dort Vers 13. Den Vers werden wir heute nur kurz streifen, weil zu ihm gar nicht so viel zu sagen ist. Er gehört eigentlich noch zu dem, was wir letzte Woche in Vers 12b besprochen haben. Vielleicht können wir den mal kurz lesen: Offenbarung 21, Vers 13: "Von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore."

[2:48] Genau, da geht es immer noch um diese zwölf Tore. Johannes steht auf dem Berg, er sieht das neue Jerusalem, das herabkommt, er sieht die Herrlichkeit, die dort hervorstrahlt, und er sieht die Mauern und er sieht die zwölf Tore, und die werden aufgeteilt nach den Himmelsrichtungen. Und wir haben letztes Mal, wenn ihr euch erinnern könnt, einen Text gelesen, wo auch die zwölf Tore nach den Himmelsrichtungen jeweils drei aufgeteilt gewesen waren. Wisst ihr noch, welcher Text das war? Es war auch ein Text, wo die Namen der zwölf Stämme Israels an die Tore geschrieben waren, und drei an der Seite und drei an der Seite und drei an der Seite und drei an der Seite. Der Text, von dem wir gesagt haben, auf dem basiert eigentlich Offenbarung: Hesekiel, ganz genau.

[3:41] Schauen wir mal ganz kurz nach: Hesekiel Kapitel 48. Und das gibt uns noch kurz einmal die Wiederholung oder die Möglichkeit zu wiederholen, was wir uns da im Studium gedacht haben, was wir herausgefunden haben. Hesekiel 48 und da lesen wir noch mal die Verse 31 bis 34. Hesekiel 48, Vers 31 bis 34.

[4:57] Genau, und dann kommen die anderen. Und haben wir gesehen, dieser Abschnitt hier, ganz am Ende dieser großen Vision von Hesekiel über Jerusalem, ist die Grundlage für das, was Johannes sieht. Das neue Jerusalem ist die eigentliche Erfüllung von Hesekiel 40 bis 48. Und wir können noch mal kurz wiederholen: Warum stehen an den Toren zu Neu-Jerusalem die Namen der zwölf Stämme? Warum war das so? Die Vollständigkeit, ja. Warum die zwölf Stämme Israels an den Toren? Das haben wir gesagt.

[5:43] Es gibt das Wort Israel. Genau. Wir haben gesehen, Israel bedeutet eigentlich, oder was, wer ist eigentlich Israel? Ja, genau, das kommt von Jakob. Und wir haben studiert, woher der Name Israel eigentlich kommt. Es ist eigentlich der Name des Sohnes Gottes selbst, der später auch als Messias Israel genannt wird und der seinen Namen dem Bekehrten gibt, nämlich dem bekehrten Jakob. Jakob wird zu Israel, weil er jetzt mit Jesus ist und überwunden hat und sich ganz an Jesus geklammert hat, an seinen Segen. Er bekommt seinen Namen nach seinem Namen, nach Gottes Namen wird das Volk genannt. Und Israel wird zu einer Nation mit den zwölf Stämmen. Und wir haben gesehen, sie sind das Licht der Welt, sie sind der erstgeborene Sohn Gottes, sie sind der Weinstock, und all das weist auf den wahren Israel hin, der wahre Immanuel, der kommen wird und der dann gekommen ist in der Person natürlich von Jesus Christus, der zwölf Jünger hatte und der das Licht der Welt ist und der der wahre Weinstock ist. Und wir haben gesehen, das heißt, es gab, es gibt eigentlich nur eine Kirche auf Erden. Es ist die, die sich an den Sohn Gottes hält, mit dem Sohn Gottes lebt. Seit den Tagen von Adam und Abel, über Henoch, über Abraham, Mose, bis in das Neue Testament gibt es nur eine Gemeinde, und das ist das wahre Israel. Dass Israel, sagt Paulus, wird woran erkannt, das wahre Israel? Nicht an der Beschneidung, die äußerlich geschieht, sondern die Beschneidung des Herzens. Das ist das, was Jakob erlebt hat, die Herzensbeschneidung, die Neubekehrung, das Erfülltsein mit dem Heiligen Geist. Und deswegen ist es die Stadt, auf die schon wer gewartet hat als allererstes? Abraham, der Ur verlassen hat und auf Neu-Jerusalem gewartet hat. Das ist die Stadt, auf die ganz Israel eigentlich gewartet hat, und jeder, der dort hineingehen wird, wird ein wahrer Israelit sein. Deswegen sind ja auch die 144.000 aus den zwölf Stämmen Israels.

[7:52] Und hier haben wir jetzt also in Offenbarung 21, Vers 12, die zwölf Tore, die zwölf Engel und Namen angeschrieben, nämlich die der zwölf Stämme der Söhne Israels, und dann werden sie aufgeschrieben: drei Tore, drei Tore, drei Tore und drei Tore. Und jetzt kommt Vers 14, der nächste Aspekt. Schauen wir mal in Vers 14, Offenbarung 21, Vers 14.

[8:20] "Und die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes." Genau, das heißt, wir haben nicht nur zwölf Tore, wir haben auch zwölf Grundsteine. Halten wir mal fest: Wir haben zwölf Tore und zwölf Grundsteine. Da kommt schon wieder dieser Aspekt mit der Zwölf, mit der Vollständigkeit oder mit dieser Idee, überhaupt dieser Zwölf, die irgendwas mit dem Volk Gottes zu tun hat.

[8:59] Grundsteine. Was sind denn das für Grundsteine? Fangen wir mal so an: Welche Steine werden denn verwendet als Grundsteine für Neu-Jerusalem? Vielleicht wisst ihr das schon, kommt etwas später im Kapitel. Also mein Gedanke: Petrus sagt etwas über lebendige Steine oder Grundsteine, könnte man sagen. In Petrusbrief finden wir einen Hinweis, der in diese Richtung gehen könnte. Wir finden im Neuen Testament einige Verse, die von dem Fundament sprechen und von den Steinen, die werden wir uns gleich anschauen. Aber bleiben wir erstmal noch in Offenbarung 21 und bleiben wir erstmal bei der Stadt selbst, der realen Stadt. Die hat ja reale Tore und sie hat ein reales Fundament aus realen Grundsteinen. Zwölf Grundsteine für diese gewaltige Stadt. Das heißt, es müssen auch ziemlich große Steine sein. Wenn das nur zwölf Grundsteine sind, dann sind die wirklich gewaltig groß. Weil ihr wisst ja ungefähr, wie groß Neu-Jerusalem ist: 2220 Kilometer in die Richtung und in die Richtung und in die Richtung. Also die Grundsteine, das sind keine kleinen Steine.

[10:16] Was sind denn das für Steine? Was sagt die Offenbarung? Wenn wir ein bisschen weiter lesen.

[10:37] Ja.

[10:37] In Vers 19 heißt es: "Und die Grundsteine der Stadtmauer waren mit allerlei Edelsteinen geschmückt." Genau. Die Grundsteine der Stadtmauer waren mit allerlei Edelsteinen geschmückt, und dann heißt es: "Der erste Grundstein ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalkedon und so weiter." Das sind, wie viele Grundsteine werden hier bezeichnet? Zwölf. Zwölf Grundsteine. Und was sind das jetzt für Steine, die hier beschrieben werden? Wie kann man die zusammenfassen?

[11:14] Ja, genau. Edelsteine. Wir haben also als Fundament Edelsteine. Zwölf Edelsteine.

[11:25] Frage: Kennt ihr eine Stelle im Alten Testament, wo Edelsteine als Fundament beschrieben werden? Da von einem Fundament steht, von Grundsteinen, wo Edelsteine verwendet werden. Weil, das ist ja interessant. Also Edelsteine als Fundament, auf dem die ganze Stadt aufgebaut ist, die Stadtmauer und alles. Wo Gott sagt: "Ich werde dein Fundament, jetzt mit meinen Worten, mit Edelsteinen legen." Ich helfe euch. Schaut mal mit mir in Jesaja. Jesaja 54.

[12:33] Da können wir eigentlich Vers 11 und 12 lesen. Da hat man ein besseres Gesamtbild. Jesaja 54 und dort Vers 11 und 12. Könnt ihr sehen, wie direkt die Offenbarung auf diesen Vers Bezug nimmt.

[13:07] Gott sagt: "Ich will deine Fundamente, deine Grundfesten mit Saphiren bauen." Und Saphir ist jetzt einer dieser Edelsteine. Gott sagt mit anderen Worten, zu irgendjemandem hier: "Ich will deine Fundamente legen aus Edelsteinen." Und spricht davon auch den Grenzmauern. Steht in der Offenbarung auch, dass die Grundsteine der Mauer geschmückt sind mit Edelsteinen. Das ist ganz ähnlich.

[13:33] An wen richtet sich denn dieses Wort hier, das Jesaja aufschreibt? Zu wem spricht denn Gott hier in Jesaja 54? Zum Volk Israel wiederum. Und was ist denn so der Kontext hier in Jesaja 54? Das fällt ja nicht einfach so vom Himmel, sondern hat ja so einen größeren Gesamtrahmen. Jesaja 54, was ist denn da so los? Wenn euch jemand fragt, ich lese hier gerade ein Vers in Jesaja 54, was würdet ihr sagen, was ist so der große Rahmen?

[14:12] Im Kapitel 54 schon am Anfang steht: "Mache weit den Raum deines Zeltes." Das heißt, es geht nicht nur um Israel, fleischlich, aber auch geistlich. Also hier sehe ich hier diese Vollständigkeit, diese Zwölf, was wir schon gesprochen haben. Ah, das ist also die Idee, dass Israel erweitert wird. Ja, das ist eine Idee. Okay.

[14:28] Was gibt es noch in Jesaja 54? Warum heißt das hier: "Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete, ich will deine Steine in Bleiglanz legen, ich will deine Grundmauern mit oder Grundfesten mit Saphiren bauen." Wenn ihr mal so das Kapitel so ein bisschen scannt, so drüber fliegt, warum nennt Gott sie eine Elende, Sturmbewegte? Was ist denn so die Hauptbotschaft von dem Kapitel?

[15:09] Ja gut, ein Gedanke ist, dass wir wissen, dass das Volk Israel war oft in Gefangenschaft oder hat gelitten, also gebeugt. Das heißt, es ging nicht alles Honig und Milch, sondern es war schon viele Schwierigkeiten und Probleme. Also die Hauptbotschaft hier ist, schaut mal in Vers 4 und 5 zum Beispiel: "Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden, schäme dich nicht, denn du sollst nicht zu Schande werden, denn du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und an die Schmacht deiner Witwenschaft wirst du nicht mehr gedenken." Oder Vers 6: "Denn wie eine verlassene und im Geist bekümmerte Frau wird der Herr dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstoßen ist, spricht dein Gott. Einen kleinen Augenblick habe ich dich, was? Verlassen? Aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. In überfallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser." Also die Idee ist, Israel geht es schlecht, weil sie gesündigt haben, Gott musste zornig sein, aber er sagt: "Ich war kurz zornig, ich musste kurz sozusagen mich von dir abwenden, aber mit umso viel größerer Liebe und Gnade will ich dich wieder zu mir sammeln, ich will das wieder gut machen." Es geht eigentlich in Jesaja 54 darum, dass Gott sein Volk begnadigen möchte und deswegen sagt er: "Du bist so elend, du bist verlassen, du bist ungetröstet, vom Sturm hin und her bewegt." Er sagt: "Ich will dein Fundament legen." Warum Fundament, wenn jemand vom Sturm hin und her bewegt ist?

[16:54] Also genau, Sturm ist vom Sturm hin und her bewegt, da fehlt quasi der Boden unter den Füßen und Gott sagt: "Du bist vom Sturm hin und her bewegt, du bist ungetröstet, ich will dir ein neues Fundament geben, ein Fundament aus Edelsteinen." Das ist eigentlich Gott, der schon zum Altestament in Israel sagt: "Ich habe eine Lösung für dein Problem, ich möchte gerne, dass du einmal auf Edelsteinen läufst, in einer Stadt, die ich bereitet habe."

[17:29] Wie löst denn Gott das Problem hier in diesem Abschnitt in Jesaja? Wie kann er denn ihnen allen vergeben, wie kann er denn ein festes Fundament bauen? Ja genau. Und gibt es da irgendwas in der Nähe von Jesaja 54, was davon sprechen könnte?

[17:47] In der Nähe von Jesaja 54 gibt es Jesaja 53. Und Jesaja 53 ist eine der Prophezeiungen über den kommenden Messias, der für die Sünden des Volkes sterben wird, wo es heißt: "Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, nicht jeder war auf seinem Weg, aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn, und er hat unsere Krankheiten getragen, unsere Schmerzen auf sich genommen, er war durchbohrt um unsere Übertretung willen." Und dann kommt Jesaja 54. Wir lesen oft Jesaja 53, aber Jesaja 54 wendet das jetzt an auf das Volk. Jesus hat alle Sünden getragen, deswegen sagt er jetzt: "Obwohl ich zornig gewesen bin, werde ich dich umso mehr begnadigen, ich werde umso mehr dir wieder ein festes Fundament geben." Und weil Jesus sterben wird, also aus der Perspektive von Jesaja, weil er dann am Kreuz gestorben ist, gibt es dieses feste Fundament. Das heißt, wir haben noch gar nicht im Neuen Testament irgendwie gelesen von Petrus, und da kommen wir noch zu Matthäus mit dem Fels, auf dem die Gemeinde baut. Wir sehen schon aus Jesaja die Idee, dass es der kommende Messias ist, der durch seinen Tod die Möglichkeit gibt, dass die sturmbewegten, verlassenen Israeliten wieder ein festes Fundament haben.

[19:13] Und dann heißt es, du hast richtig gesagt, Vers 13: "Und alle werden den Herrn kennen." Oder: "Alle, die Kinder, werden vom Herrn gelehrt werden, sie werden Frieden haben." Ja, das ist, was Paulus sagt: "Durch Christus haben wir Frieden mit Gott, ja, keine Verdammnis ist mehr." Und dann spricht es von Gerechtigkeit, oder Vers 14: "Durch Gerechtigkeit wirst du fest gegründet werden." Grundsteine, Gerechtigkeit, fest gegründet. Und dann wird diese Gerechtigkeit beschrieben, ja, in Vers 17, wo es heißt: "Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen, und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen." Mit anderen Worten: Du bist freigesprochen im Gericht, gerechtfertigt. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteil wird, spricht der Herr. Und dann kommt Kapitel 55. Und worum geht es in Kapitel 55? Also 53, der Messias stirbt. 54, Gott sagt: "Weil das geschieht, sozusagen, mache dein Raum, mache dein Zelt weit, ja, du kannst zurückkommen." 55 ist die Einladung: "Wenn du das möchtest, komm, kommt, kauft ohne Geld und kauft Milch und Wein und solange der Herr noch da ist, sucht ihn, verlasst eure bösen Gedanken, kommt zu dem Herrn." Also eigentlich sieht man, dass hier Jesaja 53, 54 und 55 eine Einheit bildet, ja, ganz, ganz großartiger Abschnitt. Und mittendrin die Verheißung, dass Gott sagt: "Ich will dein Fundament bauen." Das ist natürlich vielleicht auch hier zum Teil auch symbolisch gemeint, ja, ein festes Fundament, aber nicht nur, weil Gott weiß ja, was er tut und er weiß auch, dass alle, die das hier annehmen, die dieses Opfer annehmen werden, schon zur Zeit von Jesaja, die werden einmal in dieser Stadt sein.

[21:06] "Ich werde deine Fundamente mit Saphir legen." Ganz interessant. Jetzt, ja, ganz genau, Vers 12, sowohl Vers 11 und 12 sprechen beide von diesen Edelsteinen, die wir dann in Offenbarung auch wieder finden, auch mit den Mauern, ja, den Zinnen. Das ist diese, das ist zwar symbolisch, ja, wie wir gesehen haben, die Mauer hat einen symbolischen Wert, aber es ist auch eine reale Mauer in Neu-Jerusalem.

[21:35] Gut, schauen wir mal weiter in Hebräer 11. Da haben wir letztes Mal schon darüber gesprochen, von der Stadt, auf die Abram gewartet hat. Hebräer 11 und dort Vers 10. Und da heißt es hier: "Wer mag das lesen?"

[21:54] "Denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist." Genau. Und hier heißt es also so schön: eine Stadt, welche die Grundfesten hat. Ja, also das Besondere an der Stadt, was hier betont wird, sind nicht die Tore, sondern das Fundament. Darauf hat er gewartet, auf eine Stadt gewartet, die so fest ist, dass sie nicht besiegt werden kann, nicht umgestürzt werden kann. Ihr wisst, im alten Orient, die Städte, die waren groß und berühmt, und irgendwann kamen die Feinde, und die Städte waren zerstört, und heute sieht man meistens nur noch die Hügel, ja, diese Tells, wo sich all die antiken Städte drunter verbergen. Auch Ur ist ja irgendwann dann zerstört worden, ja, da kamen die Elamiter und haben die letzten Sumerer vertrieben. Ur ist wieder aufgebaut worden, aber heute auch zerstört. Abraham wartete auf eine Stadt, die ein Fundament hat.

[22:51] Der Glaube braucht ein echtes Fundament. Ich weiß nicht, ob ihr es mal erlebt habt in eurem Leben, dass man das Gefühl hat, der Boden wird einem unter den Füßen weggezogen. Das Gefühl hat, alles das, was man so bisher so sich darauf verlassen hat, da ist nichts mehr so, wie es war. Und dann braucht man ein echtes Fundament, und die Bibel spricht von diesem echten Fundament. Schauen wir mal gemeinsam in Matthäus 16. Wer oder was ist dieses Fundament?

[23:18] Matthäus 16 und dort ab Vers 13. Ihr kennt vielleicht die Geschichte. Jesus und seine Jünger sind in einem abgelegenen Gebiet in Cäsarea Philippi. Da gab es jetzt nicht so viele Juden. Und er fragt sie: "Sagt mal, ganz ehrlich, für wen haltet mich die Leute?" Und was sagen die Jünger? Was haben sie alles so gehört? Johannes der Täufer, Elia, einer der Propheten, ja, eine ganze Reihe von Optionen. Und dann guckt Jesus noch mal an und sagt: "Okay, was sagt ihr?" Und ohne lange, also der Erste, der sofort antwortet, ist Petrus. Und der sagt in Vers 16: "Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes."

[24:28] Genau. Als er gesagt hat: "Du bist der Christus", hat er mit anderen Worten was gesagt? Du bist der Messias, du bist der kommende König, du bist der, auf den wir gewartet haben, du bist der Sohn des lebendigen Gottes. Und dann sagt natürlich Jesus zu ihm: "Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona, denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch, jetzt kommen die berühmten Worte: Ich sage dir auch, du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen."

[25:06] Ihr wisst, dieser Vers ist, warum ist der Vers so berühmt? Ja, irgendwann, als die Päpste anfingen, oder die Bischöfe in Rom, erstmal die Bischöfe in Rom anfingen, sich wichtig zu nehmen, da haben sie immer gesagt: "Moment mal, hat nicht Petrus hier eine besondere Rolle bekommen?" Und Petrus war ja in Rom gestorben, und dann hat man tatsächlich durch Fälschungen behauptet, dass Petrus seine Erbschaft dem Nachfolger, dem Clemens, weitergegeben hat, und dann ist die ganze Idee von dieser Petruslehre entstanden. Wenn er heute im Vatikan steht, da steht im großen Petersdom auf Lateinisch: "Tu es Petrus", du bist Petrus. Das ist die Stelle schlechthin, auf die sich das gesamte Papsttum stürzt.

[25:52] Warum darf sie das nicht? Warum ist das falsch? Ja, also Petrus in seinen Briefen selbst weist nicht auf sich als die Quelle der Autorität, sondern auf Jesus. Übrigens, die katholische Kirche hat das sehr geschickt gemacht. Sie hat nämlich behauptet, dass Petrus ein Erbe hat und dass jeder Papst das Erbe von Petrus antwortet und dann hat man gesagt: "Naja, wenn ich erbe, ist es egal, ob ich würdig bin oder unwürdig." Also, wenn man als Mensch erbt, dann wird man nicht gefragt, ob man dafür qualifiziert ist. Man erbt sozusagen, und deswegen konnten sie sagen: "Egal, dass wir schlechte Päpste sind, wir böse Menschen sind, wir sind die Erben. Das ist uns weiter vererbt." Das ist natürlich Unsinn, weil von welchem Felsen spricht er denn hier? Er spricht von sich selbst.

[26:48] Ja, ihr wisst, es gibt im Griechischen zwei verschiedene Worte, nämlich Petrus heißt Petros, ein kleiner Stein, so einen, den man werfen kann, und Petra, der Felsen. Jesus sagt also, das ist ein Wortspiel. Er sagt: "Du bist Petrus, so ein kleiner Stein." Denn was ist mit Petrus passiert, noch nachdem er das gesagt hat? Er wäre beinahe verloren gegangen, oder? Er hat Jesus dreimal verleugnet. Auf ihn konnte man sie nie verlassen. Aber Jesus war der Felsen. Paulus sagt, er ist der geistliche Felsen, aus dem sie tranken, nicht wahr? Und auf diesem Felsen, sagt Jesus, will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen. Das heißt, hier ist ein Fundament, das ist unüberwindlich.

[27:43] Ja, genau. Also gerade das Argument mit in Galater 2, das ist das, was Luther gesagt hat. Wenn der Petrus von Paulus getadelt wird, dann kann ich auch den Papst tadeln. Da sieht man ganz deutlich, dass diese ganze Idee natürlich biblisch völlig unhaltbar ist. Aber interessant ist hier: Jesus sagt, es gibt ein unüberwindliches Fundament, ein Fundament, das so stark ist, dass der Satan diese Gemeinde, die darauf gegründet ist, nicht überwinden kann. Das ist die Idee hier, die sich in den Edelsteinen letztendlich ausdrückt, die wir gesehen haben in Jesaja 53 und 54, wo ja gesagt wird: "Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, wird es gelingen, wenn du auf diesem Fundament stehst." Christus ist das eigentliche Fundament, aber Christus, und das ist jetzt ganz entscheidend, wird ja von Petrus als Christus erkannt. Die Gemeinde gibt es deswegen, weil es Menschen gibt, die Jesus auch als Christus anerkennen. Die Gemeinde baut auf dem Felsen.

[29:06] Und übrigens, was baut hier auf dem Fundament? Was wird hier auf dem Fundament gebaut? In Offenbarung 21? Eine Stadt. Nämlich welche Stadt? Jerusalem. Und wer wird hier auf dem Fundament gebaut? In Matthäus 16? Die Gemeinde. Und da sieht man wiederum, wie sehr Stadt Neu-Jerusalem und Gemeinde eigentlich dasselbe sind, haben wir schon lange breit diskutiert. Schauen wir noch einen Text an.

[29:39] In 1. Korinther 3, Vers 11, da sagt Paulus was.

[30:03] Genau, und dann wird darauf gebaut. Verschiedene Dinge: Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh, je nachdem. Das wird dann durch das Feuer geprüft. Aber Paulus sagt ganz deutlich: Man kann keinen anderen Grund legen. Und das bedeutet auch für unser persönliches Leben: Ist mein Glaubensleben auf Christus gegründet? Oder habe ich eine Glaubensüberzeugung mit vielen richtigen Wahrheiten, wo Jesus irgendwie so mit drangehängt ist? Ist mein Glaube wirklich auf dem Felsen gegründet? Stehe ich mit beiden Beinen sozusagen auf Christus? Das ist die Frage. Denn nur dann sind wir unüberwindlich.

[30:57] Die Tatsache, dass Petrus beinahe überwunden worden ist, zeigt, man kann sogar die richtige Erkenntnis haben und Jesus als den Messias anerkennen. Und Jesus kann sogar sagen: "Glückselig für diese Erkenntnis." Und trotzdem kann man diesen Felsen wieder verlassen oder gar nicht draufstehen. Wir müssen uns also die Frage stellen: Woher weiß ich, ob meine Füße wirklich auf dem Felsen stehen?

[31:29] Also wer sich für Jesus interessiert, sein Wort liest, hört und auch umsetzt, weil Jesus es in ihm bewirkt. Wer wirklich mit Jesus lebt, so wie Henoch, der steht auf dem Felsen.

[31:58] Nun schauen wir mal gemeinsam in Epheser 2, noch ein Text dazu, und das bringt uns jetzt zu diesen zwölf Steinen hier. Epheser 2 und dort Vers 19 und 20. Epheser 2, Vers 19 und 20.

[32:17] "So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Beisassen, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, aufgebaut auf dem Grund der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus sein Eckstein ist." Genau. Jetzt wird also gesagt, das Fundament ist natürlich Christus, er ist der Eckstein, aber da kommt noch was dazu, nämlich was? Die Apostel und? Jetzt bin ich gespannt, das ist interessant. Also Apostel, klar, wir werden ja gleich über die zwölf Apostel noch kurz sprechen, aber warum Apostel und Propheten? Welche Propheten sind gemeint? Seid ihr sicher?

[33:02] Hätte ich auch gedacht, aber schaut mal mit mir im gleichen Epheserbrief, ein Kapitel weiter, Kapitel 3, Vers 5. Wer mag das mal lesen?

[33:07] "Das in früheren Generationen den Menschenkindern nicht bekannt gemacht wurde, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist geoffenbart worden ist." Okay, in Vers 5, wer sind die Propheten? Wer sind die Propheten? Es steht ganz deutlich, wie es jetzt, während Paulus spricht, gibt es Apostel und es gibt Propheten. Agabus, die Töchter des Philippus, Paulus selbst war einer.

[33:58] Und warum können wir zumindest in diesem Vers deutlich sagen, dass es nicht die ältesten männlichen Propheten sind? In dem Vers 5. Er vergleicht quasi die früheren Generationen, wo es natürlich auch Propheten gab, jetzt mit seiner Zeit, wo die Apostel und Propheten ein Geheimnis Gottes in Fülle verkünden, was die anderen Propheten quasi nur angedeutet haben, hingewiesen haben. Er sagt jetzt: "Durch die Apostel und Propheten, die wir jetzt haben, wird das Evangelium in einer Klarheit verkündet, die vorher immer nur angedeutet worden ist im Alten Testament." Und das wird noch mal deutlich in Epheser 4, Vers 11, wo es heißt: "Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten." Das heißt, wenn der Paulus hier im Epheserbrief von den Propheten spricht, meint er nicht Altes Testament, Neues Testament, er meint jetzt die Zeit der Apostel, die apostolische Gemeinde.

[34:59] Ganz wichtig, weil nämlich die Tore an Neu-Jerusalem, die sind die zwölf Stämme Israels. Aber die zwölf Grundsteine sind die Apostel. Das Fundament von Neu-Jerusalem wird dargestellt durch die apostolische Gemeinde, denn das war die Gemeinde, die Jesus selbst gesehen hat, mit ihm gelebt hat und dann vom Heiligen Geist erfüllt worden ist. Das ist die, auf die das ganze Alte Testament quasi hingezielt hat und von der wir jetzt sozusagen zehren. Der Gedanke, dass die Bedeutung ist auch im Joel deutlich zu lesen, dass die Joel-Prophezeiungen in Zukunft auch darauf hingehen, dass man hier auch die Propheten in Zukunft haben wird.

[35:44] Also halten wir fest: Das Fundament ist die apostolische Gemeinde, die zwölf Apostel, weil die ja tatsächlich nicht wie die Stämme Israels nur in dem Volk Gottes waren, sondern die haben mit Jesus, dem fleischgewordenen Jesus, selbst gelebt, von ihm gelernt, wurden von ihm ausgebildet, waren seine offiziellen Gesandten. Das ist das Fundament.

[36:10] Jetzt Frage an euch: Einfache Frage, wie viele Steine gibt es in Neu-Jerusalem? Also hier, wie viele Grundsteine? Zwölf. Und was ist auf ihnen geschrieben? Was ist auf ihnen geschrieben? Namen. Welche Namen? Was haben wir gelesen auf dem Mark 21? Die Stämme stehen an den zwölf Toren. Ja, das ist ein Torgatt und ein Toruben und eine Torjude, sondern das stehen welche Namen drauf?

[36:37] Schauen wir mal auf den Mark 21, steht ganz deutlich, auf dem Mark 21 und dort Vers 14: "Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und in ihnen waren die Namen der zwölf Apostel des Lammes." Da sind also zwölf Edelsteine, die diese ganze Mauer tragen, und diese Edelsteine, da ist einer ein Jaspis, einer ein Saphir, einer ein Chalkedon, ein Smaragd, ein Sardonyx, ein Sardes, Chrysolith, Beryll, Topas und so weiter. Und auf jedem steht ein Name drauf. Welche Namen denn? Auf einem steht Petrus, auf dem nächsten steht Johannes, auf dem nächsten steht Andreas, Jakobus, Matthäus. Ja, also wenn wir dann in Neu-Jerusalem gehen, dann weiß ich gar nicht, man muss die offensichtlich sehen, weil Johannes konnte sie auch sehen, dann werden wir sehen so gigantische Fundamente, gigantische Edelsteine. Da steht dann so drauf: Thomas. Thomas.

[37:46] Wo finden wir die zwölf Namen der Apostel? In der Bibel, in den Evangelien. Schauen wir mal einen nach: Matthäus 10. Und dort haben wir die in welchen Versen? Matthäus 10 und dort ab Vers 2.

[38:20] "Die Namen der zwölf Apostel aber sind diese: Der erste Simon, genannt Petrus, sein Bruder Andreas, Jakobus, der Sohn des Zebedeus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alpheus, und Lebbäus mit dem Beinamen Thaddäus." Da sind wir gespannt, welcher Name dann draufsteht. Simon der Kananiter und Judas Iskariot, der Verräter.

[38:44] Werden alle diese zwölf Namen da stehen? Welchen Namen werden wir wahrscheinlich wohl nicht finden? Den von Judas.

[38:54] Da sind aber wirklich reale zwölf Edelsteine, weil es sind ja auch wirklich drei Tore auf allen vier Seiten und die Mauern sind überall gleich lang. Das heißt, überall braucht es auch diese drei Grundsteine pro Mauer sozusagen. Es sind nicht elf Grundsteine, sondern zwölf, und es sind explizit die zwölf Apostel des Lammes. Wenn also Judas da nicht steht, wer steht denn dann dort?

[39:28] Jetzt bin ich gespannt. Wenn Judas da nicht steht, weil das wäre schon sehr merkwürdig, wenn Judas da stehen würde, wer steht denn dann dort? Oder ist einer ohne Namen? Die Offenbarung sagt, auf den zwölf stehen die zwölf, die Namen der zwölf Apostel des Lammes.

[40:00] Paulus nennt sich auch Apostel, ja, das stimmt, aber er sagt, ich bin eigentlich der geringste von denen. Also wir sind bei der Frage: Wer ist der zwölfte Apostel? Wie hieß er? Matthias, oder? Da wird einer nachgewählt, und wo wird er nachgewählt? In der Apostelgeschichte 1. Warum wird er dann nachgewählt? Weil die einfach nicht wussten, was sie die zehn Tage zu tun hatten? Warum werden die nachgewählt? Warum wird einer nachgewählt?

[40:57] Ja, es fehlt einer, genau. Und warum können die nicht mit elf einfach weitermachen? Warum brauchen die einen Zwölften? Es sind zwölf Stämme. Jesus hatte gesagt: "Ich übergebe euch ein Königreich, ihr werdet über die zwölf Stämme herrschen." Es sind zwölf Stämme, es braucht zwölf Apostel, ansonsten ist die Gemeinde gar nicht das Volk Gottes.

[41:17] Wie viele Steine hat der Hohepriester auf seiner Brust? Zwölf. Was ist auf den Steinen drauf? Die Namen der zwölf Stämme. Jetzt in Apostelgeschichte 1 sind wir in welcher Zeit? Vor Pfingsten und zwar kurz bevor. Was passiert denn zu Pfingsten? Die Ausgießung des Heiligen Geistes. Über wen? Auf wen wird der Heilige Geist ausgegossen zu Pfingsten?

[41:53] Das ist nur das Nebenereignis. Das stimmt auch, aber es ist nur das Nebenereignis. Auf wen wird der Heilige Geist gegossen? Das ist nur das Nebenereignis. Das ist das Nebenereignis. Jesus wird im himmlischen Heiligtum als Hohepriester gesalbt. Das ist dieses Bild, ihr kennt es vielleicht von Psalm 133, wo es heißt: "Wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig zusammen sind, wie das Öl, das herabfließt vom Haupt in den Bart Aharons, das herabtropft dann sozusagen auf seine Gewänder und dann auf die Erde fließt und wo es dann heißt: "Wie der Tau vom Berg Hermon, der fließt auf die Berge Zions, denn dort hat der Herr den Segen verheißen. Leben bis in Ewigkeit." Das ewige Leben hatte Jesus. Jesus hatte gesagt: "Bleibt in Jerusalem, bleibt auf den Bergen Zions. Hier wird der Segen kommen." Der Heilige Geist kommt, weil Jesus im himmlischen Heiligtum als Hohepriester gesalbt wird. Der Aharon ist ja der Typus auf den Hohen Priester. Und dieses Bild, das Öl fließt an ihm entlang, er wird gesalbt und dann tropft auf die Erde. Jesus wird im himmlischen Heiligtum mit dem Heiligen Geist gesalbt, zum Priester eingesetzt, und als quasi Nebenprodukt fällt der Heilige Geist auf die Erde. Das Hauptereignis findet im Himmel statt. Jesus wird zum Priester gesalbt, und auf der Erde wird seine Gemeinde gegründet. Er wird zum Priesterkönig gemacht, und sein Volk ist bereitet, wird gegründet. Deswegen auch zwölf Fundamente. Deswegen hat der Heilige Geist ihnen gezeigt: Ihr braucht noch einen. Damit Jesus als Hohepriester zwölf Steine tragen kann, braucht es einen zwölften Apostel.

[43:41] Heutzutage wird das oft, also ich habe es schon oft gehört, dass Leute sagen: "Ach, der Matthias, ob der wirklich Apostel gewesen ist, da kommt er gar nicht mehr vor." Aber die meisten Apostel kommen in der Apostelgeschichte gar nicht mehr vor. Man liest auch nichts von Bartholomäus. Das ist kein Argument. Die haben alle ihre Arbeit gemacht, sind alle irgendwo im Ausland gewesen. Der Matthias wird gewählt, und ich denke, es wird der Matthias sein, der dort auf einem der zwölf Steine steht. Den hat man meistens gar nicht so hier im Blick. Wir haben viele andere Glaubenshelden, aber nicht Mose und nicht Henoch oder Elia oder Daniel, sondern Matthias wird einer der zwölf Namen sein. Ihr wisst ja, was war die Qualifikation, dass man gewählt werden konnte hier? Was war die Bedingung? Er musste die ganzen dreieinhalb Jahre mit Jesus miterlebt haben. Er war also einer von den engsten Jüngern, die nicht zu den Aposteln zählten. Und aus denen wurde er ausgewählt. Und sein Name, ich meine, das ist interessant, oder? Der hat quasi die ganze Zeit miterlebt, wie Jesus zwölf Jünger hatte, war immer quasi in der Nähe Jesu, gehörte ihm nicht dazu. Und dann, als Jesus weg war, war er plötzlich Apostel. Und sein Name wird wohl dort stehen. Das sind die zwölf Apostel des Namens.

[45:02] Da muss man sich doch jetzt fragen, was für eine Vorrechnung hatten diese vor den anderen? Denn okay, die waren dreieinhalb Jahre mit Jesus, die anderen waren nicht mit ihm, aber waren doch mit Jesus, mit dem Geist erfüllt. Macht das jetzt so ausschlaggebend, dass man dreieinhalb Jahre mit Jesus ist, dass sie sogar für die ganze Ewigkeit zwölf Namen werden dort?

[45:26] Also der Punkt ist, das ist ein wichtiger Punkt. Die Erwähnung dort ist ja keine Medaille, sozusagen gesagt: Ihr wart besser als die anderen. Das ist ohne Frage. Um einer der zwölf Apostel zu sein, sagt Apostelgeschichte ganz deutlich, musste man die ganze Zeit mit Jesus gewesen sein. Was will also damit gesagt werden, dass diese zwölf hier erwähnt sind? Es soll deutlich machen: Diese zwölf bildeten den Grundstock der ganzen Gemeinde. Denn von diesen zwölf hat sich die ganze christliche Gemeinde ausgebreitet. Da kam Paulus dazu, Paulus ist einer von den Steinen, die später drauf gebaut werden, und Luther ist später ein Stein, der drauf gebaut wird, und Mildas sind Steine, die drauf gebaut werden. Aber diese zwölf sind das Fundament, und deswegen werden sie dort erwähnt als das Fundament.

[46:13] Genauso kann man sich ja fragen, warum ist da Issachar und Levi? Es gab sehr viel, also warum nicht Elisa und Jesaja auf den Toren? Es ist Issachar und Ruben, die zum Teil katastrophale Leben geführt haben, aber durch die Gnade Gottes verändert worden sind. Es ist gerade das Schöne, dass nicht die größten Glaubenshelden dort erwähnt werden, sondern Männer, die eigentlich mehr oder weniger normale Männer waren, die aber durch Gottes Gnade verwandelt worden sind und deswegen repräsentativ für alle Gläubigen stehen.

[46:45] Der Gedanke, Jesus sagte von Johannes dem Täufer, dass kein Mann höher war als Johannes der Täufer. Da frage ich mich, wieso ist Johannes der Täufer nicht dort? Weil offensichtlich wir das Denken des Himmels noch nicht so gut kennen. All das ist ja keine Belobigung im Sinne von: Ihr habt noch ein bisschen mehr gute Werke getan als die anderen, sondern damit soll ausgedrückt werden: Die Gemeinde Gottes basierte auf zwölf einfachen Menschen, Fischern, Zöllnern, Attentätern, die Jesus kennengelernt haben und mit Jesus verwandelt werden. Und jeder, der im Himmel ist, selbst Johannes der Täufer und Mose und Henoch, basieren alle auf derselben Erfahrung. Sie alle waren genauso Sünder, die einfach im Himmel sind, weil sie denselben Jesus kannten wie diese zwölf. Und das zeigt, dass alles Leistungsdenken, das wir manchmal auch im christlichen Glauben leicht entwickeln, in Neu-Jerusalem ad acta gelegt ist. Da gibt es keine Tabelle mit denen, die mehr gemacht haben oder anderen, sondern das Fundament sind diese zwölf.

[47:53] Das ist das Fundament, und der Eckstein ist Christus, die zwölf Apostel des Lammes, denn er ist für sie gestorben. Sie stehen stellvertretend für alle Sünder, die durch die Begegnung mit Jesus verändert worden sind.

[48:09] Eine Frage: Und spielt da nicht auch der Charakter von dem Apostel eine Rolle? Ihr habt irgendwo gelesen, dass jeder war anders und glaube ich in diesen Aufwärmungen... Ellen White sagt, dass tatsächlich sie alle sehr unterschiedlich waren und bei einigen können wir es ein bisschen, also deutlich nachvollziehen, bei anderen ein wenig. Manche sind sehr blass, also wir können nicht unbedingt sagen, was war jetzt der Charakter von Lebbäus zum Beispiel. Aber was deutlich wird hier, dass Gott unterschiedliche Persönlichkeiten alle vereinen kann. Auch das ist ja ein Bild. In der Gemeinde habt ihr vielleicht auch schon mitbekommen, sind wir sehr unterschiedlich. Manche sind sehr aufbrausend, manche sind sehr introvertiert. Wir haben unterschiedlichste Charaktere, und durch den Geist werden wir alle zusammengebracht. Das ist Gottes Ziel. Auch das ist ein Bild hier. Die zwölf Apostel repräsentieren eigentlich die gesamte Menge aller Erlösten. Unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen, die alle Jesus kennengelernt haben und auf Jesus vertraut haben und mit Jesus gelebt haben und durch Jesus erlöst worden sind. Das ist das Fundament der Gemeinde.

[49:15] Ein anderes Fundament kann niemand legen. Und von daher können wir froh sein, dass wir Jesus haben. Und wenn wir jeden Tag mit Jesus gehen, unser Leben ihm geben, dann werden wir mal dort stehen und sagen: Ich bin so froh, dass er mit solchen Menschen die Gemeinde gegründet hat, weil es mir Hoffnung gegeben hat, dass auch ich mit seiner Hilfe einen Beitrag leisten kann zu seinem Werk. Denn diese Stadt besteht ja nicht nur aus Grundsteinen, da sind noch viele andere Steine, oder? Und so wächst dann der ganze Tempel zusammen, sagt der Paulus.

[49:51] Wollen wir Gott gemeinsam danken für sein Werk? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dieses Bibelstudium, dass wir sehen können, dass unser ganzes Glaubensleben allein auf Jesus basiert und dass durch die Begegnung mit ihm, durch die Veränderung durch ihn, durch das, was er für uns im Kreuz von Golgatha getan hat und jetzt im Himmel für uns tut, wir, die wir so unterschiedlich sind und so sündig, erlöst und verändert werden können und zu einer großen Familie werden können. Herr, wenn wir über diese Mauern und die Tore und die Grundsteine nachdenken, dann sehen wir darin Bilder für die Erlösung. Und Herr, du hast verheißen, auch wenn wir sturmbewegt sind und ungetröstet, dass du uns ein festes Fundament schenken möchtest, nämlich deine Gerechtigkeit. Und Herr, lass uns erkennen, dass egal, wie viel wir getan haben, für dich und dein Werk nichts uns helfen kann, wenn wir nicht auf dem Felsen Jesus Christus mit beiden Beinen feststehen. Jetzt möchten wir unser Leben ihm erneut geben und danken, dass er uns trägt durch alle Schwierigkeiten des Lebens und uns. Im Namen Jesu Christi. Amen.

[51:31] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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