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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt werden die Verse 21:17-18 aus der Offenbarung behandelt, die sich mit den Maßen und Baumaterialien des Neuen Jerusalems beschäftigen. Christopher Kramp erklärt die Bedeutung der Maße, insbesondere der 144 Ellen, und wie sie auf die göttliche Planung und die Struktur des Volkes Gottes hinweisen. Weiterhin wird auf die Baumaterialien Jaspis und reines Gold eingegangen, die symbolisch für die Herrlichkeit Gottes, seinen schützenden Charakter und seine absolute Transparenz stehen. Die Predigt verbindet diese biblischen Beschreibungen mit praktischen Anwendungen für das Leben der Gläubigen, insbesondere im Hinblick auf Glauben und Liebe.

In dieser Predigt werden die Verse 21:17-18 aus der Offenbarung behandelt, die sich mit der Beschreibung der himmlischen Stadt Neu-Jerusalem befassen. Christopher Kramp erklärt die symbolische Bedeutung der Maße und Materialien der Stadt, insbesondere der 144 Ellen Mauer aus Jaspis und des reinen Goldes, das wie Glas ist. Er beleuchtet, wie diese Elemente auf die Herrlichkeit Gottes, den schützenden Charakter seines Gesetzes und die Bedeutung von reinem Glauben und Liebe hinweisen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar Offenbarung Vers für Vers. Schön, dass ihr eingeschaltet habt und jetzt auf www.joelmedia.de. Alle diejenigen, die sonst normalerweise auch hier sind und heute auch wegen der Corona-Krise jetzt heute im Livestream dabei sein müssen, möchte ich auch ganz herzlich begrüßen. Etwas ungewohnte Umstände, das soll uns aber nicht daran hindern, weiter in der Offenbarung zu studieren und die nächsten Verse uns in Offenbarung 21 anzuschauen. Wir sind ja gerade mitten dabei, die Stadt Neu-Jerusalem uns anzugucken und zu studieren. Wir werden heute zwei weitere Verse dazu uns anschauen und bevor wir das tun, möchten wir gemeinsam Gott einladen, unser Studium zu segnen und wem es möglich ist, auch zu Hause, den möchte ich einladen, mit mir jetzt niederzuknien.

[1:40] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort studieren können, auch in schwierigen Zeiten und auch wenn wir heute keine Gruppe hier vor Ort sein können und ganz allein auf das Digitale angewiesen sind, so bist du doch mitten unter uns. Auch wenn wir getrennt sind räumlich, dürfen wir durch den Geist des Gebetes, durch deinen Heiligen Geist verbunden sein. Und Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns jetzt durch dein Wort segnest, dass wir dein Wort verstehen können und dass wir uns bewusst machen, dass wir in deiner Gegenwart sind. Herr, beeindrucke unsere Herzen und hilf uns dein Wort so zu verstehen, wie du es gemeint hast. Nimm du alles fern und alles fort, das störend sein wird. Das bitten wir im Namen Jesu.

[2:40] Schlagt mit mir auf in Offenbarung 21 und dort ab Vers 17. Wir haben in den vergangenen Wochen begonnen, die Stadt Neu-Jerusalem zu betrachten. Wir haben gesehen, wie Johannes auf einen Berg geführt worden ist und dort, dass Neu-Jerusalem die Braut des Lammes gesehen hat. Wir haben gesehen, das Allererste, was ihm dort auffiel war, erinnert euch vielleicht, es war die Herrlichkeit des Herrn. Bevor er irgendwelche Tore oder Mauern oder Grundsteine gesehen hat, das Erste, was er gesehen hat, war die Herrlichkeit Gottes, die alles andere bestrahlt hat. Die Herrlichkeit Gottes, Ausdruck seines Wesens und seines Charakters, ist das Größte und Schönste und Wunderbarste im Himmel. Und dann sah er die Stadt mit ihren Einzelheiten, die große und hohe Mauer und die zwölf Tore. Erinnert euch vielleicht noch, was an die Tore geschrieben war. Es waren die Namen der zwölf Stämme Israels. Und das hat uns gezeigt, dass das die Stadt ist, auf die schon Abraham gewartet hat und jetzt für das geistliche Israel, für alle wahrhaftigen Israeliten aller Zeiten im Alten und im Neuen Testament gemacht ist. Und dann haben wir gesehen, dass diese zwölf Tore, drei an jeder Himmelsrichtung, nicht das Einzige sind. Es gab auch zwölf Grundsteine dieser Mauern und diese waren beschrieben nicht mit den zwölf Namen der Stämme Israels, sondern mit den zwölf Namen der Apostel, der Apostel Jesu Christi. Und dann haben wir über diese Mauer gesehen, die Stadt vielmehr, dass sie gemessen wurde von diesem Engel, der so ein goldenes Rohr hatte, um sie zu messen. Und wir haben gesehen, die Maße waren immer gleich, nämlich die Länge gleich, der Breite gleich, der Höhe 12.000 Stadien. Das macht umgerechnet etwa 2.220 Kilometer, wir haben gesagt, von Stuttgart bis zu den Vororten von Moskau direkter Fußmarsch. Das sind 2.220 Kilometer ungefähr.

[5:18] Und an der Stelle wollen wir jetzt einhaken in Vers 17. Dort heißt es, und er maß ihre Mauer 144 Ellen nach dem Maß eines Menschen, das der Engel hat. Nun, das ist auch ein ganz bemerkenswerter Vers. Zunächst einmal stellen wir fest, dass Engel die menschlichen Maße verwenden. Es ist eine Elle, so wie sie auch auf der Erde eine Elle war. Man hätte ja auf die Idee kommen können, dass es alles irgendwie symbolisch, allegorisch, ganz rein ideell zu verstehen sei und keinesfalls irgendwie mit realen Dimensionen zu tun hat. Aber offensichtlich hat der Geist Gottes, selbstverständlich hat der Geist Gottes das vorausgesehen, dass Menschen mal mit solchen Ideen kommen werden. Und noch einmal deutlich gemacht, dass 144 Ellen, wie sie hier gemessen werden, genau 144 Ellen entsprechen, wie man sie auch in menschlicher Konstruktion verwendet. Diese Stadt ist nicht ein Hirngespinst und auch nicht eine Utopie. Es ist eine reale Stadt für reale Menschen, die deswegen auch mit realen Maßen gemessen werden kann. Das zeigt uns, auch wenn hier manches, wie wir gleich sehen werden, auch einen symbolischen Gehalt hat und nicht nur Materialbeschreibung ist, sondern die Materialien und die Zahlen ja auch Dinge ausdrücken, sind es doch reale Materialien und reale Dinge. Das sind reale Straßen, reale Mauern, reale Tore, reale Baustoffe, reale Maße, so wie man sie auf der Welt auch nachvollziehen kann. Und das macht natürlich, wenn man sich noch mal bewusst macht, wie groß die Stadt ist, natürlich gewaltigen Eindruck. Eine so große Stadt ist weit über all das, was man sich so menschlich vielleicht vorstellen kann.

[7:16] Nun, er maß ihre Mauer 144 Ellen nach dem Maß eines Menschen. Eine Elle ist im Wesentlichen dieser Abschnitt und wird normalerweise ungefähr mit 50 Zentimetern wiedergegeben. Es gibt unterschiedliche Detailmaße, da gibt es die gewöhnliche Elle und die königliche Elle und das weicht so ein paar Zentimeter dann ab, hat weniger Zentimeter als 50 oder auch vielleicht ein, zwei mehr. Aber für unsere Zwecke können wir einfach mal verallgemeinern von etwa 50 Zentimeter, einem halben Meter rechnen. Da kommen wir also bei 144 Ellen auf 72 Meter. Nun ist die nächste Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist, diejenige, was genau ist denn hier gemessen worden. Denn es heißt ja nur, der Engel maß die ihre Mauer. Auf den ersten Blick könnte man natürlich denken, es geht hier um die Höhe der Mauer. So habe ich das auch immer verstanden und deswegen auf einem letzten Mal diese Theorie aufgestellt, dass möglicherweise die Höhe der Stadt sich eben nur auf einen höchsten Punkt bezieht. Das wäre eine Deutung. Das wäre dann nämlich der Fall, wenn die Mauer hier tatsächlich 72 Meter hoch ist, dann kann ja die Gesamtstadt nicht auf allen Ebenen überall 2220 Kilometer groß sein, denn sie ist nämlich auf der Ebene der Mauern nur 72 Meter groß. Es ist aber auch möglich, dass damit die Dicke der Mauer gemeint ist. Und dann wäre entgegen dem, was ich letzte Woche angedeutet, es durchaus denkbar, dass die gesamte Stadt tatsächlich auf allen Ebenen 2220 Kilometer lang, breit und hoch ist und dass diese 72 Meter nicht die Höhe der Mauer bedeuten, sondern ihre Dicke. Eine 72 Meter dicke Mauer. Da kann man also jetzt sich überlegen, was man für wahrscheinlich hält. Das geht aus dem Text letztlich nicht eindeutig hervor, ist vielleicht auch jetzt nicht das Entscheidendste überhaupt vor der Wiederkunft noch zu klären. Wir werden es ja dann, wenn wir mit Jesus verbunden bleiben, ohnehin sehen und uns noch genau anschauen können, wie die Stadt aussieht. Auf jeden Fall sind es auch, egal wie man es nimmt, gigantische Ausmaße. Eine 72 Meter dicke Mauer wäre natürlich auch ziemlich dick.

[10:06] Nun, interessant ist natürlich, dass es hier 144 Ellen sind. Das sieht auf den ersten Blick vielleicht einfach wie eine normale gemessene Zahl. Auf dem Zweiten wird deutlich, dass derjenige, der die Stadt konzipiert hat, sich was dabei gedacht hat. Kein Architekt zeichnet einfach, wie ihm das gerade so kommt. Jeder Architekt macht sich Gedanken und wenn es ein besonderes Haus werden soll oder vielleicht sogar eine besondere Stadt, wenn man eine ganze Städtearchitektur macht, wenn man da ein besonderes Projekt hat, dann verbringt man auch viel Zeit damit, sich Gedanken zu machen, was vielleicht das Endprodukt auch aussagen soll, welche Message sozusagen dabei rüberkommen soll. Und Gott wird sich etwas dabei gedacht haben, als er diese Stadt mit den Maßen plante, wie er sie geplant hat. Halten wir nochmal fest, es gibt dort als Grundmaße 12.000 Stadien. Dann haben wir zwölf Tore und wir haben zwölf Grundsteine und wir haben jetzt 144 Ellen, entweder Höhe oder Dicke der Mauer. Und das ist natürlich sehr spektakulär, weil, wie die meisten von uns sich noch erinnern können, in der Schule gelernt 144 12 x 12 ergibt und damit wieder die 12 eigentlich das entscheidende Strukturelement hier in der Konstruktion von Neu-Jerusalem ist. Was bedeutet das? Wir haben schon gesehen, dass die zwölf ja eindeutig mit der Idee des Volkes Gottes verbunden sind, nämlich zwölf Stämme Israels und zwölf Apostel. Altes Testament, Neues Testament, die Idee der Gemeinde Gottes durch alle Zeitalter, die alle jetzt hier in dieser Stadt eine Heimat finden. Und das wird auch durch die 12.000 Stadien deutlich. Da sieht man, dass es ein Mittel Gottes ist, diese zwölf nicht nur als 12 zusammen, sondern auch einfach mal 1000 zu multiplizieren. Und wir sehen die 144 ebenfalls als eine Variante von zwölf mal zwölf hier als Konstruktion. Und das ist deswegen alles so interessant, weil wir noch eine andere Zahl in der Offenbarung haben, die quasi aus zwei dieser verschiedenen Konstruktionen zusammengesetzt ist, nämlich aus einmal zwölf mal zwölf und dann der Idee, etwas mal 1000 zu nehmen. Das sind nämlich dann die 144.000. Und wenn man jetzt Offenbarung 21 studiert und feststellt, dass Gott eine Stadt hat, die er so konzipiert hat und so geplant hat, dass immer sozusagen zwölf das Maß aller Dinge ist und die ganze Stadt in ihrer Struktur immer auf der zwölf aufbaut, dann versteht man vielleicht besser, warum die Gläubigen der Endzeit als die 144.000 beschrieben werden. Es sind diejenigen, die nämlich dann in der Endzeit genau für diese Stadt oder die auf diese Stadt warten. Und dabei ist also vielleicht aus Gottes Sicht weniger entscheidend, jetzt für uns zu verstehen, ob es sich dabei um buchstäbliche oder symbolische 144.000 handelt, sondern vielmehr, dass wir verstehen, die 144.000 werden deswegen so bezeichnet, weil sie hier mit Neu-Jerusalem gedanklich verbunden sind. Sie sind diejenigen, die ein Bürgerrecht in Neu-Jerusalem haben und deswegen auch von Jesus in dieser Trübsalszeit bewahrt werden und von der Erde genommen werden, damit sie in diese Stadt im Himmel und später auf der neuen Erde kommen können. Also halten wir fest, dass dieses Spiel mit der Zahl zwölf nicht zufällig ist. Wir sehen ja auch in der Offenbarung vorher schon, in Offenbarung vier, können wir ganz kurz aufschlagen, nur zur Ergänzung, da sehen wir auch die 24 Ältesten in Vers 4 und rings um den Thron waren 24 Throne. Auf dem Thron sah ich 24 Älteste sitzen, die mit weißen Kleidern bekleidet waren und auf ihren Häuptern goldene Kronen hatten. Die Zahl zwölf spielt eine entscheidende Rolle und das können wir hier also in der Struktur, in der Architektur von Neu-Jerusalem sehen. Die Stadt ist bis in ihre Maße so gebaut, dass sie eine Heimat für das Volk Gottes sein soll und deswegen können wir schon jetzt auf diese Stadt warten und sollten uns bewusst machen, dass unser Leben und unser Charakter eine Verbindung hat zu eben dieser Stadt.

[15:34] 144 Ellen war das Maß der Mauer. Vers 18, Offenbarung 21, Vers 18 und der Baustoff ihrer Mauer war Jaspis und die Stadt war aus reinem Gold wie reines Glas. Ganz interessant, wir haben jetzt also einige Zeit darauf verwendet, die Maße uns anzuschauen und die allgemeine Struktur dieser Stadt. Jetzt beschreibt Johannes die Baumaterialien und das Erste, was er hier beschreibt, ist das Baumaterial für die Mauer. Es handelt sich um Jaspis und Jaspis haben wir schon einmal in diesem Abschnitt gesehen. Wisst ihr noch, welcher Vers das gewesen ist? In welchem Vers haben wir schon mal etwas gesehen, das aussah wie Jaspis? Ja genau, es ist Vers 11. Da spricht es von Neu-Jerusalem, welche die Herrlichkeit Gottes hat und ihr Lichtglanz gleich dem köstlichsten Edelstein wie ein kristallheller Jaspis. Die Herrlichkeit, der Lichtglanz Gottes von Jerusalem ist wie ein Jaspis, also dieser Lichtglanz, die Herrlichkeit Gottes wird wie ein Jaspis bezeichnet und jetzt wird die Mauer ebenfalls aus Jaspis gebaut, bezeichnet. Die Mauer ebenfalls. Das heißt, als Johannes die Stadt sieht, wird er geblendet, weil diese Herrlichkeit, das war wie ein Edelstein, wie dieser Jaspis und dann, als er genau hinschaut und die Maße abgemessen bekommt und dann hinschaut, sieht er, dass die Mauer ebenfalls aus diesem selben Edelstein gemacht ist. Der Edelstein oder das Baumaterial der Mauer erinnert also an die Herrlichkeit Gottes und ich glaube, das ist nicht einfach nur Zufall, sondern hier soll etwas Bestimmtes ausgesagt werden. Die Mauer von Neu-Jerusalem beschreibt, erinnert an die Herrlichkeit Gottes. Mit anderen Worten, wer die Mauer sieht, der muss unweigerlich an das denken, was er an der Herrlichkeit Gottes gesehen hat und wir haben ja schon uns Gedanken gemacht vor einigen Wochen, was diese Mauer bedeutet und da sind wir schon auf die Idee gekommen, dass die Mauer ein Symbol auch für den schützenden Charakter des Gesetzes Gottes ist. Die Mauer, die wieder aufgebaut werden muss, die Mauer, die eingerissen ist, das war ja so ein Motiv, das im Alten Testament immer wieder aufkam. Mauern sind eingerissen worden aufgrund von Sünde, Mauern sollten wieder aufgebaut werden als Werk der Wiederherstellung. Der David hat ja gesagt, in Psalm 51, das war so ein Schlüsselvers in diesem Studium, Psalm 51 und dort Vers 20, tue wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauern Jerusalems. Wir haben festgestellt, als David diesen Psalm 51 singt und aufschreibt, da sind die Mauern, die tatsächlichen, realen Mauern seiner Hauptstadt Jerusalem ganz intakt. Da ist nichts eingebrochen und da muss nichts ausgebessert werden, aber David weiß, die Mauern Jerusalems sind eine Metapher für etwas in seinem geistlichen Leben, das tatsächlich eingerissen ist und das wieder aufgebaut werden muss. Wir haben die Illustration ganz deutlich mit dem Volk Israel einige Jahrhunderte später, dass aufgrund der fortgesetzten Sünde, der Rebellion, dass man nicht auf die Propheten wie Jeremia und andere hören wollte, das Volk hat damals erlebt, dass aufgrund der Sünde die Babylonier kamen und die Stadtmauern am Ende zerstörten. Und dann und Esra, also erstmal der Zerubabel und dann später Esra und Nehemia sind dann, ist dann die Mauer wieder aufgebaut worden. Und diese Idee wird hier in Psalm 51 sehr deutlich, es war die Sünde, die Gesetzlosigkeit, die dazu geführt hat, dass David dieses Gefühl hat, dass seine Mauern zerstört sind, seine Mauern abgerissen sind, diese Mauern, diese geistlichen Mauern wieder aufgebaut werden müssen. Aber diese geistliche Mauer und das wird jetzt sehr interessant hier in Offenbarung 21, diese geistliche Mauer ist nicht irgendwie aus schwarzen dunklen Blöcken, die irgendwie abstoßend aussehen, sondern diese Mauer ist aus Edelstein, hell wie der Jaspis und zwar genauso wie der Lichtglanz der Herrlichkeit Gottes. Und das zeigt auf einer sehr künstlerischen Ebene genau das, was die Bibel immer wieder deutlich machen möchte, dass nämlich das Gesetz, das uns schützt, in Wirklichkeit nichts anderes ist, als der Charakter Gottes, das Wesen Gottes. Wenn Gott sagt, du sollst nicht töten, dann sagt das, weil er selbst das Leben ist. Wenn er sagt, du sollst nicht falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten, dann sagt er das, weil er die Wahrheit ist. Wenn er sagt, dass wir keinen anderen Gott, nie mehr haben sollen, dann sagt er das, weil er die Liebe ist, weil er uns wirklich liebt. Wenn er sagt, dass wir nicht ehebrechen sollen, dann deswegen, weil er die Treue ist. Sein Wesen, seine Charaktereigenschaften zeigen sich im Gesetz Gottes und wer Gott begegnet, wer Jesus begegnet, dieser Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie Johannes in Johannes 1, Vers 14 sagt, wer dieser Herrlichkeit begegnet, der wird sie im Gesetz Gottes sehen. Kein Mensch, der Jesus wirklich kennenlernt, wie er ist, wird gegen das Gesetz sein, sondern es gerne halten, weil das Gesetz ja genau so das beschreibt, was Jesus ist. Und das ist nicht nur eine theoretische, theologische Idee, um verschiedene Konzepte zusammenzubringen. Nein, das ist eine Realität, die sich in der Bauweise von Neu-Jerusalem zeigt. Gott baut seine Mauer, die Mauer von Neu-Jerusalem mit dem Baustein, der an seinen eigenen Charakter, seiner Herrlichkeit erinnert.

[22:43] Und dann heißt es hier, die Mauer ist aus reinem oder aus Jaspis, wie wir gelesen haben, und die Stadt war aus reinem Gold wie reines Glas. Das hat die Fantasie von vielen Menschen schon beflügelt. Gold, das so transparent ist, dass es quasi wie Glas ist. Und das zeigt auch ein Wesen Gottes. Gott ist unfassbar transparent. Er hat keine Geheimnisse, die er niemandem verraten möchte und die er so im Geheimen ausbrütet und wo er irgendwie uns etwas Schlechtes will. Nein, Gott ist völlig transparent. Alles, was sein Wesen, seinen Charakter, seine Regierung betrifft, macht er offen. Nun, es gibt viele Dinge, die wir nicht verstehen können, weil er sehr viel klüger ist, sehr viel weiser, sehr viel mehr weiß, kann, weil wir nichts sind im Vergleich zu ihm. Und deswegen vieles uns geheimnisvoll bleibt. Das liegt aber nicht daran, dass er uns nicht teilhaben möchte, teilhaben lassen möchte, sondern weil wir einfach beschränkt sind. Das ist vielleicht am allerbesten zu illustrieren mit der Geschichte von Jesus, der den Jüngern sehr deutlich sagte, was mit ihm passieren würde. Und für sie war es ein Geheimnis, ein Rätsel. Sie konnten es nicht begreifen. Das lag nicht daran, dass Jesus es ihnen nicht sagen wollte. Es lag daran, dass sie einfach in ihrem menschlichen, zum Teil auch durch die Sünde, verdorbenen Geistes gar nicht begreifen konnten. Es war zu viel für sie in diesem Punkt. Aber Gott führte sie Schritt für Schritt. Wir können also nicht alles verstehen, aber Gott ist dennoch ein Gott, der absolut transparent ist, der alles offen legt. Wir lesen in Amos einen sehr schönen Gedanken über die Transparenz Gottes. In Amos und dort Kapitel 3, Vers 7. Nein, Gott, der Herr, tut nichts, ohne dass es ein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten geoffenbart hat. Gott ist ganz offen mit dem, was er tut und sagt, ja es gibt das Geheimnis Gottes. Aber das offenbart sich ja Schritt für Schritt im ganzen Erlösungsplan. Das ist nicht ein Geheimnis, weil das nicht offenbaren möchte, sondern weil es Schritt für Schritt erst mit den Ereignissen sich erklärt. Und Jesus hat schon immer zu allen Zeiten auch den Menschen, den ersten Generationen, schon Henoch und Noah und all diesen Gläubigen, schon den gesamten Plan der Erlösung offenbart. Mose wusste schon genau, was kommen würde bis zur Wiederkunft. Henoch wusste das schon bis zur Wiederkunft. Das sind nicht Dinge, die Gott geheim gehalten hat vor jedermann, sondern immer wieder offen gesagt hat, aber die immer wieder Vergessenheit geraten sind, weil Menschen das Evangelium eben nicht so ernst nehmen, wie sie es ernst nehmen sollten. Bei Gott gibt es keine Geheimnisse. Gott weiß sowieso alles und er macht auch alles von sich so transparent, wie möglich. Er kam selbst auf diese Welt, damit wir ihn so sehen, wie er ist. So nahe wie eine Möglichkeit.

[26:01] Die Stadt ist aus reinem Gold wie reines Glas. Ein Gott der Transparenz. Nun warum wird hier reines Gold erwähnt? Das ist sehr interessant. Nun Gold selbst ist natürlich ein sehr wertvolles Metall. Uns wird gesagt, dass das Gold in Offenbarung 3 in der Gemeinde Laodicea der Gegenstand ist, der als allererstes gekauft werden soll. Jesus klopfte an die Tür von Laodicea und sagte, ich rate dir, dass du von mir Gold kaufst, das dem Feuer geläutert ist. Wir werden da gleich noch darauf zu sprechen kommen. Gold ist ein Gegenstand, der im Heiligtum von großer Bedeutung war. Nämlich auch dort finden wir reines Gold. Schauen wir mal in 2. Mose und dort Vers 25. 2. Mose Kapitel 25 und dort einige Verse. Dort lesen wir in Vers 11 über die Lade aus Akazienholz, die sollst du mit reinem Gold überziehen. Inwendig und auswendig sollst du sie überziehen und machen ringsum einen goldenen Kranz daran. Das war die Lade, die vorher gemessen worden ist, auch mit einem menschlichen Maß mit Ellen und jetzt mit reinem Gold überzogen werden sollte. Wir lesen weiter in Vers 17. Du sollst auch einen Sühnedeckel aus reinem Gold anfertigen. Zweieinhalb Ellen soll seine Länge und anderthalb Ellen seine Breite sein. Und dann in Vers 24 und du sollst ihn, den Schaubrottisch, überziehen mit reinem Gold und ihn ringsum mit einem goldenen Kranz versehen. Wir sehen hier also die Gegenstände des Heiligtums mit reinem Gold. Zunächst die Bundeslade, in der die zehn Gebote, das Wesen seines Charakters, hineingegeben worden sind auf den Steintafeln. Die Bundeslade sollte ja quasi auch den Thron Gottes repräsentieren, mit reinem Gold überzogen. Und dann der Sühnedeckel, auf dem einmal im Jahr der Hohepriester das Blut des Opfers im Allerheiligsten am Jom Kippur, am großen Versöhnungstag, hinaufspritzte, applizierte, so dass eine vollständige Versöhnung zwischen Gott und seinem Volk und eine Reinigung des Heiligtums stattfinden konnte. Dieser Sühnedeckel war aus reinem Gold. Jetzt kann man das quasi von zwei Seiten betrachten. Man könnte also sagen, auf der einen Seite, das sind nur zwei Seiten einer Medaille, man könnte also sagen, die Stadt Neu-Jerusalem, durch ihre Architektur, erinnert für alle Zeiten an diesen Sühnedeckel. Und das ist eine Wahrheit, die wir in der Bibel finden, dass nämlich für alle Zeiten der Tod Jesu den Bewohnern der neuen Erde klar bewusst sein wird und dass seine Wunden auch als einziges Zeugnis davon übrig bleiben. Man kann aber auch andersrum die Perspektive machen und sehen, dass der Sühnedeckel auf der Bundeslade letztendlich so ein Stück auch Himmel auf Erden war, dass der Sühnedeckel selbst zeigen sollte, wie der Himmel ist, wie Gott ist, wie er in Neu-Jerusalem, wie er in der Schallzentrale des Universums, wie er dort regiert. Denn auf diesem Sühnedeckel, oberhalb dieser Bundeslade, war ja die Schechina Herrlichkeit, war die Gegenwart Gottes. Er, der für alle Zeiten in Ewigkeit in einer Stadt aus reinem Gold mit seinem Volk leben wird, der lebte mit seinem Volk in der Wüste, in einem Zelt und hatte zumindest auf seinem Thron einen Sühnedeckel aus reinem Gold. Auch wenn sonst nicht allzu viel dort in diesem Wüstencamp an Neu-Jerusalem erinnerte, doch der Thron Gottes hatte etwas, was an die himmlische Stadt erinnerte, etwas, was schon das Denken auf jene Stadt richten konnte, in der die Straßen aus reinem Gold sind. Und so war auch der Schaubrottisch, wie wir gesehen haben, mit reinem Gold überzogen.

[30:50] Wir lesen weiter in Vers 29, du sollst auch seine Schüsseln machen, seine Schalen, seine Kannen und seine Opfergefäße, mit denen man die Trankopfer ausgießt, aus reinem Gold sollst du sie machen. Also auch die ganzen Geräte, die mit dem Schaubrottisch zusammen hingen. Und dann in Vers 31, du sollst auch einen Leuchter aus reinem Gold anfertigen. In getriebener Arbeit soll dieser Leuchter gemacht werden. Sein Fuß und seine Schaft, seine Kelche, Knäufe und Blüten sollen aus einem Stück mit ihm sein. Und dann Vers 36, denn ihre Knäufe und Arme sollen aus einem Stück mit ihm sein. Das Ganze soll eine getriebene Arbeit sein, aus reinem Gold. Und dann Vers 38, und ihre Lichtscheren und Löschnäpfe sollen aus reinem Gold sein. Vers 39, aus einem Talent reinen Goldes soll man ihn machen, mit allen diesen Geräten. Nicht nur der Sühnedeckel, sondern eine ganze Reihe von Gegenständen dort im Heiligtum, in der Wohnung Gottes. Waren aus reinem Gold oder mit reinem Gold überzogen, um eine Verbindung, eine gedankliche, eine materielle Verbindung sozusagen herzustellen, zwischen dem Zelt Gottes in der Wüste, dem Heiligtum und der ewigen Stadt Neu-Jerusalem. Als Jesus unter seinem Volk Israel in der Wüste wohnte, da brachte er sozusagen, auch wenn alles sehr reduziert war, wenn es nur ein Abbild dessen war, was auch Mose auf dem Berg gesehen hatte vom himmlischen Heiligtum. Alles nur reduziert und kleinskaliert, praktikabel, damit man es durch die Wüste tragen konnte, weil Gott so pragmatisch und praktisch ist und sich so sehr auf Menschen einlassen kann. Viel mehr als Menschen sich auf Menschen einlassen können, kann Gott sich auf Menschen einlassen und sich so sehr reduzieren, dass es für den Menschen tragbar ist. Und sag, im wahrsten Sinne des Wortes und doch selbst in dieser Kleinheit im Vergleich zum himmlischen Jerusalem, dieser Kleinheit und diese Überschaubarkeit, dieser pragmatischen Lösung des Heiligtums, zeigt sich bis in die Details etwas von der Herrlichkeit der himmlischen Stadt, die auf den ersten Blick dem Johannes die Herrlichkeit Gottes zeigte, den Charakter Gottes und so auch das himmlische Heiligtum, das irdische Heiligtum. Kein Wunder, dass als es sich, als es gebaut wurde und eingeweiht wurde, die Herrlichkeit Gottes sich in diesem Heiligtum zeigte.

[33:33] Aber nicht nur das. In wenigen Kapiteln weiter, in 2. Mose 28, finden wir die Kleidung des Hohen Priesters und dort heißt es in Vers 14, und zwei Ketten aus reinem Gold als Schnüre sollte sie anfertigen, wie man Schnüre pflicht. Und sollst die goldenen Ketten an der Einfassung befestigen. Das waren die Ketten für das Ephod. Und dann in Vers 22, und du sollst für das Brustschild schnurförmige Ketten anfertigen, in Flechtwerk aus reinem Gold. Hier geht es um das Brustschild und dort waren ja die zwölf Edelsteine für die zwölf Stämme Israels, die der Priester auf seiner Brust tragen sollte, um Fürsprache zu halten für das Volk. Und auch hier finden wieder wir reines Gold, aber am deutlichsten vielleicht und dann interessant oder besonders interessant in Vers 36. Du sollst auch ein Stirnblatt aus reinem Gold anfertigen und eine Siegelgravur eingravieren, heilig dem Herrn. Was für ein interessanter Text. Der Hohepriester sollte nicht nur in einem Heiligtum dienen, wo der Schaubrottisch und der Leuchter und die Bundeslade aus reinem Gold waren und wo an seiner Kleidung auch reines Gold war. Ja, er sollte nicht nur dort dienen, er sollte an seiner Kleidung etwas davon reflektieren, aber am meisten war dieses reine Gold für seine Stirn gedacht. Und das war kein Zufall, sondern war natürlich voller Bedeutung. Die Herrlichkeit Gottes, das Wesen Gottes, wie es sich in Neu-Jerusalem zeigt, sollte nicht nur hier und dort in den Materialien des Heiligtums eine Verbindung zwischen Himmel und Erde symbolisieren. Nein, es sollte symbolisch direkt das Denken des Priesters selbst beeinflussen. Nicht nur an der Bundeslade, nicht nur an den Geräten des Heiligtums, sondern im Denken des Gläubigen selbst sollte es schon eine Verbindung zu Neu-Jerusalem geben. Reines Gold, geläutetes Gold, so wie in der himmlischen Stadt. Heilig dem Herrn, in Siegelgravur eingraviert und die Zeit reicht uns nicht aus, all das auszugestalten, was jetzt hier sich an Implikationen ergibt, nämlich für die Versiegelungsbotschaft. Denn das hier ist ein Typus auf das Siegel Gottes, das in Offenbarung 7, den 144.000 gegeben wird in der Endzeit, die ihr Denken auf die himmlische Stadt gerichtet haben, die in ihrem Denken schon an das reine Gold denken.

[36:40] Und jetzt verstehen wir vielleicht besser, warum Jesus in seiner Ansprache, in seinem Brief an die Gemeinde Laodicea ihn als Allererstes das Gold anbietet, das im Feuer geläutert ist. In Offenbarung 3 und dort Vers 18 heißt es ja, ich rate dir von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst. Was ist dieses Gold, das im Feuer geläutert ist? Wir lesen in 1. Petrus und dort Vers 1, Kapitel 1, Vers 7, damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird. Ob Ehr und Herrlichkeit zur Folge haben wir bei der Offenbarung Jesu Christi. Hier wird wahrer Glaube verglichen mit dem Gold. Das Gold steht für wahren Glauben, aber wofür steht das Feuer? Und das ist etwas, was wir immer und immer wieder hier auch schon studiert haben. Das Feuer nach Hohelied 8, Vers 6 steht für die Liebe Gottes. In Hohelied, Kapitel 8, Vers 6 heißt es, setze mich wie ein Siegel, da ist auch wieder die Versiegelung, setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Armen, denn die Liebe ist stark wie der Tod und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn. Das Feuer ist ein Symbol für die Liebe. Gold, das im Feuer geläutert wird, das rein gemacht wird im Feuer, ist ein Glaube, der durch die Liebe veredelt wird. Was wir brauchen in unserem Leben als Laodizäer ist nicht nur ein Glaube, der alles das, was in der Bibel steht, für wahr hält und sich darauf bezieht und nicht nur für sich genommen ein liebevolles Herz zu anderen, sondern wir brauchen echten Glauben, der aus dem Wort Gottes lebt und dadurch rein wird, dass wir alles in Liebe tun, die Wahrheit in Liebe sagen und Liebe zur Wahrheit haben, indem die Wahrheit und die Liebe eine Einheit eingehen. Keine lieblose Verkündigung von Wahrheit und keine Liebesbotschaft mit Kompromissen, sondern die ganze Wahrheit des Evangeliums mit der ganzen Liebe Gottes. Das ist Jesu Wunsch. Paulus spricht davon im Galaterbrief, in Galater Kapitel 5, wo er sagt in Vers 6, denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist. Denn erst wenn wir Liebe haben, wirklich von ganzem Herzen Gott lieben und unser Nächsten wie uns selbst, wird all unser Glaube, unser Wissen und unser Überzeugung, unser aus dem Wort Gottes Leben wirksam und andere Menschen überzeugen, dass das Evangelium funktioniert. Und so bietet uns Jesus Glaube und Liebe, ein Glaube, der durch die Liebe wirksam ist, an. Es ist offensichtlich das, was Laodicea fehlt, aber was an unserer Stirn sein muss, damit dort auf Siegelgravur, in Siegelgravur eingraviert werden kann, heilig dem Herrn. Ohne Glaube und ohne Liebe können wir nicht versiegelt werden. Wenn wir glauben, wir kennen die Wahrheit, wir kennen die Fakten und wir brauchen nicht so viel über die Liebe nachdenken, dann können wir nicht versiegelt werden. Wenn wir denken, Hauptsache wir lieben unseren Nächsten, für die Wahrheit in der Bibel brauchen wir uns nicht zu interessieren, können wir nicht versiegelt werden. Diejenigen werden versiegelt, die Glaube und Liebe gemeinsam haben, denn das ist das reine Gold, das geläuterte Gold, denn das ist das Wesen des Himmels. Im Himmel gibt es Wahrheit und Liebe und das ist kein Widerspruch, nicht etwas, was man künstlich zusammenbringen muss, sondern im Himmel ist die Wahrheit mit der Liebe untrennbar verbunden. Und Menschen, die Bürger von Neu-Jerusalem sein wollen, wo alles, was sie sehen, aus reinem Gold ist, sollten sie nicht auch in ihrem Denken reines Gold haben? Wenn der Priester, der in einem Heiligtum, wo überall reines Gold war, an seiner Stirn reines Gold haben musste, sollten nicht vielmehr diejenigen, die einmal auf Straßen aus reinem Gold gehen, nicht nur an der Stirn, sondern in der Stirn reines Gold haben. Glaube, der durch die Liebe wirksam wird. Solche Menschen werden immer offen und ehrlich, aufrichtig und transparent sein, so wie Gott.

[42:02] Nächste Woche werden wir weiter studieren, wie Johannes diese Stadt Jerusalem sah. Wir werden sehen, dass es viele interessante Dinge gibt, die man lernen kann. Wollen wir Gott noch gemeinsam bitten, dass er uns diesen Glauben schenkt, der durch die Liebe wirksam wird? Wollen wir gemeinsam niederknien und beten dafür?

[42:27] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Herr, es sind eigentlich nur Baumaterialien einer Stadt, aber in Wirklichkeit enthalten sie so viel, eine Fülle von Wahrheit des Evangeliums. Denn was du tust, ist nie ohne Grund. Alles, was du sagst und machst, hat einen tieferen Sinn. Wenn wir darüber nachdenken, erkennen wir etwas von dir und deinem Wesen. Herr, wir brauchen dieses Gold, das im Feuer geläutert ist. Wir möchten einmal auf goldenen Straßen gehen, aber nicht einfach nur, weil sie golden sind, sondern wir möchten gern, dass du durch deinen Geist unser Herz so veränderst, dass unser Herz mit dieser goldenen Stadt in Verbindung steht. Und dass, wenn wir dort auf diesen Straßen gehen, wir kein Schandfleck sind, sondern dass wir aufgrund unseres Wesens in die Atmosphäre des Himmels passen. Und Herr, das können wir niemals aus uns selbst heraus, weil wir noch nie im Himmel gewesen sind. Wir wissen gar nicht, wie es dort ist, aber du weißt es. Du warst im Himmel, du bist im Himmel, du bist auf die Erde gekommen, bist jetzt wieder im Himmel. Herr, du kennst den Himmel, du kannst den Himmel und das Wesen des Himmels und den Geist des Himmels in unser Herzen bringen. Herr, das brauchen wir von ganzem Herzen. Das brauche ich und jeder Einzelne, der das jetzt sieht. Und darum bitte ich unseren ganzen tiefen Herzen. In deinem Namen beten wir euch Jesus. Amen.


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