[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr jetzt eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de oder wenn ihr später dieses Video anschaut. Auch in dieser Woche, aufgrund der Corona-Situation, nur der Livestream ohne Publikum, aber immer noch weiter Studium im Buch der Offenbarung. Wir sind in Kapitel 21 und wir sind dabei, uns die Stadt Neu-Jerusalem etwas genauer anzuschauen, Vers für Vers und Bauabschnitt für Bauabschnitt, sozusagen, uns genauer anzuschauen, wie diese Stadt ist und was für geistliche Lektionen wir auch aus der Beschreibung dieser himmlischen Stadt, die auf der neuen Erde sein wird, lernen können. Wir möchten auch heute mit einem Gebet starten und möchten euch einladen, wo es möglich ist, dazu auch niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir Vater sagen dürfen und dass du ein so gewaltiges Interesse an uns hast. Danke, dass du für uns eine Stadt konzipiert hast, damit wir einmal auf ewig bei dir sein können. Danke, dass du nicht nur diese Stadt gebaut hast, sondern dass du alles gegeben hast, was du geben konntest, um uns den Weg dorthin zu ermöglichen. Herr, vergib uns, dass wir das nicht wirklich so schätzen, wie wir sollten. Wenn wir jetzt uns ein paar Minuten Gedanken machen über dein Wort, dann möchten wir dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist unsere Herzen erfüllst, dass wir die Wahrheit erkennen, wie sie in dir ist, und dass wir Freude empfinden bei dem Gedanken an Neu-Jerusalem und etwas über dich und deine Beziehung zu uns lernen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. Offenbarung 21 und dort wollen wir heute Vers 19 und 20 betrachten.
[2:35] In der letzten Woche haben wir uns ja mit Vers 17 und 18 beschäftigt mit der Mauer und dem Maß der Mauer, nach dem Maß eines Engels und mit dem Baustoff der Mauer, nämlich Jaspis und auch dem Baustoff der Stadt, das reine Gold. Wir sind seit einigen Wochen dabei zu sehen, wie Johannes diese Stadt beschreibt, die ihm gezeigt worden ist, als er dort auf dem Berg war von einem der Engel, der sieben Engel. Wir haben schon einiges über diese Stadt gelernt und wollen heute uns etwas genauer anschauen, was Vers 19 und 20 zu sagen haben. Wir wissen schon, diese Stadt, das erste, was er sah, war der Lichtglanz, die Herrlichkeit des Herrn wie ein Jaspis. Und dann haben wir die Stadtmauern gesehen und die Tore gesehen und die Grundsteine der Stadtmauer, um die es jetzt gleich wieder gehen wird und die Maße der Mauer.
[3:47] Und so lesen wir jetzt in Offenbarung 21 Vers 19: "Und die Grundsteine der Stadtmauer waren mit allerlei Edelsteinen geschmückt. Der erste war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalcedon, der vierte ein Smaragd, der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sardis, der siebte ein Chrysolit, der achte ein Beryl, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst." Zwölf Edelsteine, um die es heute gehen soll. Wir lernen zunächst einmal, es geht um die Grundsteine der Stadtmauer, und die kennen wir schon aus Vers 12.
[4:39] In Vers 14 hatten wir schon von diesen Grundsteinen gelesen, nämlich dort heißt es: "Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und in ihnen waren die Namen der zwölf Apostel des Namens." Also diese Grundsteine sind das Fundament für die Mauer, und auf ihnen sind die zwölf Apostel verewigt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Namen, die dort eingeschrieben sind, werden niemals vergehen, anders als die meisten Inschriften, die Menschen gemacht haben, die dann irgendwann vergehen, kaputt sind oder nur noch zu lesen sind. Hier werden sie wirklich verewigt. Es handelt sich um die Grundsteine der Mauer von Neu-Jerusalem. Wir haben ja gesehen, die Mauer hat auch zwölf Tore, und dort haben wir die zwölf Stämme Israels gehabt. Das haben wir uns ja alles angeschaut, und das zeigt uns schon einmal, dass wir hier beim Betrachten der Edelsteine, um die es jetzt geht, auch die Apostel, das heißt letztendlich sinnbildlich die ganze Gemeinde Gottes, im Hinterkopf haben müssen.
[6:24] Diese Grundsteine, wird uns gesagt, waren mit allerlei Edelsteinen geschmückt. Und schon diese Formulierung weckt bei uns ja Assoziationen. Vielleicht könnt ihr auch euch kurz überlegen, wo in der Bibel finden wir eine Stelle, wo etwas oder jemand mit allerlei Edelsteinen geschmückt ist. Und ich bin mir sicher, ihr denkt auch an Hesekiel 28. Wir werden später nochmal darauf zurückkommen. Aber schon mal hier am Anfang der Hinweis in Hesekiel 28, und dort Vers 13 heißt es: "In Eden, im Garten Gottes, warst du, mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardes, Topas, Diamant, Chrysolit, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd und mit Gold." Und hier fällt auf, dass einige der Edelsteine, die wir gerade in Offenbarung 21 gelesen haben, auch in Hesekiel 28 vorkommen. Und wenn man das vergleicht, stellt man fest, es sind sechs der hier genannten, die auch in Offenbarung erwähnt werden. Nun, wir alle wissen, hier in Hesekiel 28 geht es um Luzifer. Es geht um den schirmenden Cherub, den gesalbten, schützenden Cherub, der am Thron Gottes stand und vollkommen war, schön, weise, ohne jeglichen Makel, das Siegel der Vollendung, sündlos, als Musiker, als Leiter der Musik dort installiert, auch das macht ja der Rest von Vers 13 deutlich. Und geschmückt mit Edelsteinen.
[8:05] Wenn also diese Grundsteine ebenfalls mit Edelsteinen geschmückt sind, und zwar auch mit zwölf Edelsteinen, dann ist das kein Zufall. Dann soll ein Bezug hergestellt werden zwischen dem ursprünglichen, sündlosen Zustand des Luzifers und der Gemeinde Gottes nach den tausend Jahren, die in Neu-Jerusalem wohnt. Was genau ist dieser Zusammenhang und was überhaupt sollen uns diese zwölf Edelsteine sagen?
[8:46] Zunächst einmal schauen wir noch mal in Offenbarung 21 und stellen etwas Interessantes fest. Wenn man den Text genau liest, was man in der Bibel immer tun sollte, auch insbesondere in der Offenbarung, dann stellt man folgendes fest. Es heißt hier: "Und die Grundsteine der Stadtmauer waren mit allerlei Edelsteinen geschmückt." Wenn man den Vers einfach nur für sich nehmen würde, könnte man den Eindruck gewinnen, da gibt es zwölf Edelsteine, Verzeihung, da gibt es zwölf Grundsteine, gewöhnliche Steine, und sie sind mit Edelsteinen geschmückt. Mit anderen Worten, da hat man vielleicht einen ganz gewöhnlichen, normalen Stein, und an diesem Stein sind so ein paar Edelsteine, um ihn sozusagen schöner zu machen, um ihn zu schmücken. Aber das ist offensichtlich nicht der Fall, denn wenn wir weiterlesen, stellen wir fest, die Grundsteine sind nicht nur mit Edelsteinen geschmückt, sie sind selbst Edelsteine. Das heißt, die Grundsteine der Stadtmauer waren mit allerlei Edelsteinen geschmückt. Der erste Grundstein, ein Jaspis, der zweite, ein Saphir, der dritte, ein Chalcedon, der vierte, ein Smaragd und so weiter. Die Steine sind selbst Edelsteine und mit Edelsteinen geschmückt. Das heißt, es gibt keinen sachlichen Unterschied zwischen dem Stein selbst und seinem Schmuck. Und das ist interessant. Schmuck und Identität sind eins.
[10:23] Nun, Menschen schmücken sich meistens, um sich schöner zu machen, um sich besser zu machen. Sie schmücken sich, weil sie die Idee haben, so wie ich jetzt bin, bin ich noch nicht gut genug, noch nicht schön genug. Ich muss mich irgendwie verbessern. Für Menschen bedeutet Schmücken oft eine Verbesserung. Nicht so bei Gott. Als Gott den Luzifer schmückte, dann nicht, weil der sonst nicht schön genug gewesen wäre, nicht, weil er sein Werk noch etwas aufhübschen wollte, sondern der Schmuck an Luzifer war eine direkte Repräsentation dessen, was er war. Bei Gott beschreibt Schmuck die Identität. Bei Gott beschreibt Schmuck das, was schon vorhanden ist, während Menschen versuchen, etwas durch den Schmuck äußerlich besser zu machen. Bei Gott ist der äußere Schmuck identisch mit dem inneren Wesen. Und das können wir hier aus diesem Vers ganz schön ableiten. Und das hat natürlich ganz weitreichende Konsequenzen, auch für unser praktisches Leben. Das ist eine der Hauptgründe, warum Gott dem sündigen Menschen mit seinem sündigen Herz, der erst durch das Blut Jesu überwinden muss, rät, sich nicht mit äußerlichen Dingen zu schmücken, weil tatsächlich dieses Verständnis von Schmuck noch gar nicht so ist, wie es sein sollte. Wenn wir einmal mit einem neuen Körper für Ewigkeiten in der neuen Erde leben, werden wir auch von Gott unseren Schmuck in Form von goldenen Kronen mit Edelsteinen besetzt erhalten.
[12:13] Schauen wir uns aber jetzt genauer die zwölf Edelsteine an, um die es hier geht. Wir haben zwölf an der Zahl, nämlich wir schreiben sie mal kurz auf, um das dann besser verfolgen zu können. Wir haben den als erstes, und sie werden hier in der Reihenfolge auch genannt: Jaspis, dann Saphir, dann Chalcedon, benannt nach der Stadt Chalcedon, dann den Smaragd, dann den Sardonyx, Sardes, Chrysolith, dann den Beryl, den Topas, den Chrysopras und den Hyazinth und schlussendlich noch, wenn ich das richtig gesehen habe, genau, den Amethyst.
[13:21] Nun, einige dieser Edelsteine kommen ja tatsächlich in der Bibel an verschiedenen Stellen vor. Andere von ihnen kommen nur an dieser Stelle vor. Schauen wir uns mal einige derer an, die auch sonst an anderen Stellen erwähnt werden. Da ist zum Beispiel gleich der Jaspis zu erwähnen, vor allem deswegen, weil wir in dem Kapitel schon mehrfach gesehen haben. In Offenbarung 21, in Dortfest 11 haben wir gelesen, dort heißt es über die Herrlichkeit von Neu-Jerusalem, über die Stadt: "Welche die Herrlichkeit Gottes hat und ihr Lichtglanz gleich dem köstlichsten Edelstein, wie ein kristallheller Jaspis." Da ist also eine gewisse Vorrangstellung fast mit impliziert. Kein Wunder also, dass der Jaspis hier auch an erster Stelle genannt ist. Der Jaspis wird hier als als Illustration genommen für die Herrlichkeit Gottes, die so strahlend ist. Ähnlich dann auch in Vers 18, wo die Mauer, wird uns gesagt, aus Jaspis gebaut wird: "Und der Baustoff ihrer Mauer war Jaspis und die Stadt aus reinem Gold wie reines Glas." Und es gibt noch eine Stelle in der Offenbarung, wo dieser Edelstein vorkommt, was ganz gut zu diesen Stellen hier passt, und das ist Offenbarung 4, Vers 3.
[14:43] In Offenbarung 4, Vers 3 lesen wir, dass Johannes gerade durch den Geist in das himmlische Heiligtum versetzt worden ist. Das heißt in Vers 2: "Und sogleich war ich im Geist, und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer." Und dann heißt es: "Und der darauf saß, war in seinem Aussehen einem Jaspis und einem Sardesstein gleich, und ein Regenbogen war rings um den Thron, der gleich in seinem Aussehen einem Smaragd." Wir haben also den Jaspis als Vergleichsmaterial, sozusagen, dass bei allen Abstrichen, die man natürlich machen muss, der Johannes wählt und sagt, okay, die Herrlichkeit Gottes selbst, als der Gott, den Vater auf dem Thron sitzt, sagt er, sein Aussehen war fast so wie ein Jaspis. Wahrscheinlich nicht ohne Grund wird er also hier an erster Stelle genannt, als einer der köstlichsten Edelsteine, der sozusagen durch seine Existenz uns einen schwachen Abglanz davon gibt, wie Gott der Vater selbst auf seinem Thron strahlt.
[16:12] Vielleicht mal darüber nachgedacht, dass die Edelsteine, die es gibt und die man finden kann, von Gott auch dafür geschaffen worden sind, dass wir beim Betrachten eine kleine Idee bekommen, ein Abglanz sozusagen von der Herrlichkeit Gottes im Himmel. Dass Edelsteine, und sie sind ja von ihrer Natur so, dass jeder Mensch, der sie betrachtet, sich zu ihnen hingezogen fühlt, sie attraktiv findet, dass diese Edelsteine in der Natur Hinweise sind auf die Herrlichkeit Gottes. Der Jaspis wird ganz besonders hier erwähnt.
[16:46] Schauen wir uns den Saphir an, der an zweiter Stelle erwähnt wird. Der Saphir, den finden wir in Hiob 28 und dort Vers 16. Hiob 28 und dort Vers 16. Da heißt es im Kontext, geht es dort um die Weisheit, die so kostbar ist. Dort heißt es um Gold in Vers 16: "Um Gold von Ophir ist sie nicht zu haben, auch nicht um köstlichen Onyxstein und Saphir." Die Idee hier ist, dass man die Weisheit nicht einfach so kaufen kann, selbst nicht mit den wertvollsten Kaufgegenständen, den wertvollsten Währungen, die es gibt, nämlich besonders wertvolles Gold oder Edelsteine, wie hier der Saphir. Die Implikation für uns ist, dass auch der Saphir ein sehr wertvoller Gegenstand ist und interessanterweise wird er auch in den Klageliedern erwähnt, um besondere Vollkommenheit und Schönheit auszudrücken.
[17:55] In Klagelieder, Kapitel 4, Vers 7. Klagelieder, Kapitel 4, Vers 7. Dort geht es um die Naziräer in Jerusalem, bevor dann Jerusalem fiel durch die Babylonier und dem ganzen Abfall des Volkes zuvor natürlich. In Klagelieder 4 und dort Vers 7 heißt es: "Ihre Gewänder waren glänzender als Schnee, weißer als Milch, ihr Leib war röter als Korallen, ihre Gestalt wie ein Saphir." Diejenigen, die sich Gott geweiht hatten und die ein besonders exemplarisches Leben lebten, werden hier mit dem Saphir, diesem Edelstein, verglichen. Auch das ist interessant, wenn man darüber nachdenkt, dass dann hier die Namen der zwölf Apostel auf diese Edelsteine geschrieben werden als Illustration dafür, dass die Apostel das Fundament der ganzen Gemeinde sind.
[19:05] Dann haben wir den Chalcedon, und der findet sich nur hier an dieser Stelle, kommt sonst in der gesamten Bibel nicht vor. Anders der Smaragd, den haben wir schon gelesen, in Offenbarung 4 Vers 3. Können auch mal kurz dahin gehen, in Offenbarung 4 Vers 3 und dort sehen wir: "Und der darauf saß, war in seinem Aussehen einem Jaspis und einem Sardesstein gleich, und ein Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd." Hier haben wir also den Regenbogen, also wir haben Gott und seine Herrlichkeit, wir haben hier auch Naziräer, das heißt Gott geweihte, und hier haben wir jetzt den Regenbogen, Zeichen des Bundes, der den gesamten Thron Gottes umgibt, des Smaragds, als Zeichen hier sozusagen oder auch als mit seinem Aussehen verweist er biblisch gesehen auf diesen besonderen Regenbogen des Bundes Gottes. Das alles sind Themen, die eng zusammenhängen: die Herrlichkeit Gottes und sein Bund und auch die Menschen, die sich dann dem Herrn weihen, diesen Bund mit ihm schließen.
[20:40] Den Sardonyx kennen wir nur hier von dieser Stelle. Der Sardes kommt dann wieder auch biblisch vor, aber an einer Stelle, die wir gleich ausführlich anschauen werden, genauso wie auch der Chrysolith. Es gibt nämlich zwei Stellen, in denen nämlich eine ganze Reihe dieser vorkommen. Die eine ist Hesekiel 28, die andere wird dann 2. Mose 28 sein. Der Beryl kommt ebenfalls nur an dieser Stelle vor.
[21:07] Den Topas, den können wir uns noch anschauen, der Topas in Hiob 28 und dort Vers 19. Hiob 28 und dort Vers 19. "Der Topas aus Kusch ist ihr nicht zu vergleichen." Das geht, wie auch in Vers 16, immer noch um die Weisheit. "Der Topas aus Kusch ist ihr nicht zu vergleichen, mit reinem Gold wird sie nicht aufgewogen." Hier lernen wir über den Topas, dass er aus einer Gegend südlich von Ägypten kommt, aus dem heutigen Äthiopien, zumindest diese Art hier, und dass er ebenfalls sehr, sehr wertvoll ist. Und eine Stelle, die für unsere Zwecke noch sehr bedeutsam ist, ist Daniel Kapitel 10.
[21:50] Also wir haben hier wiederum Hiob 28, Vers 19, und wir haben Daniel 10, Vers 6. In Daniel 10 heißt es in Vers 6: "Und sein Leib war wie ein Topas, und sein Angesicht strahlte wie der Blitz, und seine Augen wie Feuerfackeln, seine Arme aber und seine Füße sahen aus wie leuchtendes Erz, und der Klang seiner Worte war wie das Tosen einer Volksmenge." Hier geht es um niemand geringeren als Jesus, selbst der Sohn Gottes, der als Michael, als derjenige, der für das Volk Gottes eintritt und kämpft, wenn der Satan versucht, den Fortgang des Werkes aufzuhalten, sich hineinwirft und den Satan besiegt. Jesus erscheint hier dem Daniel zu Beginn dieser letzten großen Prophezeiung des Danielbuches.
[22:48] Es ist also ganz interessant, dass wir hier den Jaspis haben, der oder das Gott der Vater, dem Johannes, gezeigt wird und er sieht aus wie ein Jaspis. Hier haben wir jetzt Jesus, der dem Daniel erscheint und er sieht aus wie ein Topas. Wir haben den Sohn Gottes, und wiederum zeigt es sich also, dass diese Edelsteine ganz offensichtlich durch ihr Aussehen verweisen sollen auf die Herrlichkeit Gottes, auf die Herrlichkeit der göttlichen Personen und auch auf den Bund, den Gott mit seiner Herrlichkeit mit Menschen schließen möchte.
[23:28] Entsprechend haben wir dann den Chrysopras und den Hyazinth und auch den Amethyst. Also den Chrysopras und Hyazinth nur hier. Allerdings den Amethysten gibt es dann auch noch an der Stelle, die wir jetzt anschauen werden. Nämlich diese Idee von zwölf Edelsteinen, mal abgesehen davon, dass einige von ihnen in der Bibel hier und dort vorkommen, basiert natürlich einmal auf, wie wir gesagt haben, auf Hesekiel 28, aber es gibt noch eine andere Stelle, wo noch einmal zwölf Edelsteine vorkommen, ebenfalls quasi als Schmuck, allerdings als ein sehr funktionaler Schmuck, und das ist eben nicht Hiob 28, wo zwei vorkommen noch, sondern 2. Mose 28.
[24:07] Also wenn es um Edelsteine geht, ist die 28 die Zahl in der Bibel. Hesekiel 28, 2. Mose 28 berichten von diesen Edelsteinen. In 2. Mose 28 haben wir die Kleidung des Hohen Priesters. Sie wird dort ausführlich beschrieben in 2. Mose 28 und dann geht es in diesem Abschnitt um das Brustschild. Etwas, was der Hohepriester auf seiner Brust tragen sollte, wenn er in das Heiligtum hineingeht. Und wir lesen dort in Vers 17 bis 20: "Und du sollst es mit eingefassten Steinen besetzen. Vier Reihen von Steinen. Eine Reihe sei ein Rubin, ein Topas oder ein Smaragd, die erste Reihe. Die zweite Reihe ein Granat, ein Saphir und ein Diamant. Die dritte Reihe ein Opal, ein Achat und ein Amethyst. Die vierte Reihe ein Chrysolit, ein Onyx und ein Jaspis."
[25:12] Wir sehen hier also wieder eine ganze Reihe von ähnlichen Steinen, auch einige, die anders sind. In beiden Fällen, sowohl in Hesekiel 28 als auch in 2. Mose 28, haben wir jeweils sechs Edelsteine, die auch in Offenbarung 21 vorkommen und sechs, die anders sind. In 2. Mose 28 sind das der Jaspis, Saphir, Smaragd, Chrysolit, Topas und Amethyst. Während es in Hesekiel 28 der Jaspis, Saphir, Smaragd, Sardes, Chrysolit und Topas sind. Also diejenigen, die eigentlich jedes Mal vorkommen, sind der Jaspis, der Saphir, der Smaragd, der Chrysolit und der Topas, während dann Amethyst und Sardes jeweils einmal vorkommen. Der Punkt hier ist allerdings weniger, diese Edelsteine genau zu differenzieren und jetzt vielleicht zu erklären, warum der eine hier und der andere dort. Das wäre vielleicht interessant noch herauszufinden, das vielleicht auch gar nicht mehr so genau rekonstruierbar wäre, aber interessant, das noch weiter zu studieren.
[26:18] Entscheidend ist allerdings, dass wir grundsätzlich diese zwölf Grundsteine uns an diese beiden Kapitel erinnern sollen. Und dazu müssen wir erst einmal verstehen, was ist die Bedeutung dieser zwölf Edelsteine auf der Brust des Hohen Priesters. Das lesen wir in Vers 21 und es sollen zwölf dieser Steine sein, entsprechend den Namen der Söhne Israels. Und jetzt wird es interessant, denn die zwölf Grundsteine, diese Edelsteine tragen ja die Namen der zwölf Apostel in der Offenbarung, aber die zwölf Stämme Israels kommen auch vor. Nämlich wo? Bei den zwölf Toren. Und hier wird jetzt sichtbar, dass das nicht zwei verschiedene Ideen sind, sondern eigentlich zweimal dieselbe Idee.
[27:03] Denn man hätte ja Neu-Jerusalem auch so konzipieren können, und das wäre ja möglicherweise sogar naheliegender gewesen aus menschlicher Sicht, dass man die zwölf Stämme auf die Grundsteine schreibt, quasi als das Fundament, und dann die zwölf Apostel auf die Tore schreibt, weil die sozusagen dann durch die Predigt des Evangeliums den Weg offen gemacht haben. Das hätte auch ganz gut dazu gepasst, weil ja die Edelsteine in 2. Mose 28 die Stämme Israels als Namen haben. Die Tatsache, dass in Neu-Jerusalem genau das getauscht ist, dass die zwölf Stämme eben auf den Toren sind und nicht auf den Grundsteinen, dafür die zwölf Apostel auf den Grundsteinen, zeigt also wie sehr in der Bibel die Apostel und die zwölf Stämme Israel, also das alttestamentliche Israel und die neutestamentliche Gemeinde, eigentlich als ein und dieselbe Sache gedacht werden.
[27:57] Der Hohepriester gedenkt an das Volk, und wir wissen natürlich, der Hohepriester im neuen Bund ist Jesus Christus selbst. Wir lesen in Hebräer Kapitel 4 und dort Vers 14: "Da wir nun einen großen, hohen Priester haben, der die Himmel durchstritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis." Und in Hebräer 7 und dort Vers 25: "Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten." Er hat die Gemeinde auf seinem Herzen, er denkt an sie.
[28:51] Wenn wir noch einmal zu 2. Mose 28, Vers 21 gehen, ist interessant, wie das hier ausgedrückt ist. "Die Namen der Söhne Israels sind auf den Steinen geschrieben, jeder für jeden ihren Namen." Und dann heißt es: "Und das sind geschrieben in Siegelgravur." Und das ist interessant. Dieses Wort Siegelgravur, das kommt in 2. Mose 28 noch einmal vor. Es ist weiter unten in Vers 36: "Du sollst doch ein Stirnblatt aus reinem Gold anfertigen und in Siegelgravur eingravieren: Heilig dem Herrn." Und dieser Vers hier ist nicht ohne Grund bedeutsam für die Lehre von der biblischen Versiegelung. Wir wissen, das Siegel Gottes kommt an die Stirn. Wir wissen, dass durch die Versiegelung wir heilig gemacht werden für den Herrn. Und dass dort auch Gold, das in Feuer geläuterte Gold, das Offenbarung 3 eine Rolle spielt, der Glaube. Das Siegel kommt an die Stirn. Das Siegel kommt in Siegelgravur hier in dieses Stirnblatt im Typus.
[29:55] Interessant ist, dass die Namen ebenfalls in Siegelgravur eingraviert sind. Während Gott sich wünscht, dass wir über ihn nachdenken, dass wir durch die Beschäftigung mit seinem Wort versiegelt werden, hat Jesus selbst, der Hohepriester, unsere Namen auf seinem Herzen eingesiegelt. Es gibt ja diesen berühmten Vers in Hohelied 8 Vers 6, wo der Salomo diese Beziehung zwischen Mann und Frau, in dem ganzen Buch, so beschreibt, dass man ganz offensichtlich sehen kann, dass auch die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk gemeint ist.
[30:48] In Hohelied 8 Vers 6 heißt es: "Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm, denn die Liebe ist stark wie der Tod, und die Eifersucht unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn." Hier wird die Beziehung zwischen Mann und Frau, die eheliche Beziehung, verglichen so oder beschrieben, dass sie sich gegenseitig versiegeln. Einer trägt den anderen wie ein Siegel auf seinem Herz, und wir sollen das Siegel Gottes, seinen Namen auf unserer Stirn tragen. Das heißt, wir sollen eine tiefe, enge, persönliche Beziehung zu ihm haben, und im Gegenzug trägt Jesus unsere Namen auf seinem Herzen. Und wir wissen biblisch gesehen, das Herz und die Stirn, das ist ein und dasselbe. Wir haben die Worte Gottes, sollen wir auf dem Herzen tragen, wir sollen sie auf unsere Stirn schreiben. Jesus denkt an uns, und deswegen sollten wir an ihn denken.
[31:52] Versiegelung ist nicht ein Prozess, in dem wir irgendwie versuchen, jetzt gut genug für Gott zu werden, sondern Versiegelung ist die Reaktion darauf, dass Gott unseren Namen auf die Brust Jesu gesiegelt hat, dass in Siegelgravur die Namen Israels, die Namen der zwölf Apostel dort auf dem Herzen aufgeschrieben sind. Das heißt, wenn Neu-Jerusalem tatsächlich zwölf Grundsteine hat, die so wie die Steine auf dem Brustschild des Hohen Priesters die Namen des Volkes Gottes enthalten, dann ist diese Stadt Jerusalem nur zu begreifen durch den Heiligtumsdienst Jesu. Dann führt auch nur der Dienst Jesu im himmlischen Heiligtum in diese Stadt hinein. Dann ist das wahre Fundament nicht einmal dieser Stein, sondern Jesus selbst und die Steine auf ihm.
[32:57] In 2. Mose 28 und dort Vers 30 heißt es: "Und du sollst das Brustschild des Rechtsspruchs, in das Brustschild des Rechtsspruchs die Urim und Tumim legen, damit sie auf dem Herzen Aarons sind, wenn er hineingeht vor dem Herrn. Und so soll Aaron den Rechtsspruch der Kinder Israels beständig auf seinem Herzen tragen vor dem Herrn." Vers 29: "Und Aaron soll die Namen der Söhne Israels an dem Brustschild des Rechtsspruchs auf seinem Herzen tragen, wenn er in das Heiligtum hineingeht, zum beständigen Gedenken vor dem Herrn."
[33:44] Was sollte damit ausgedrückt werden? Dass Gott beständig an sein Volk denkt, immer und immer wieder durch den Hohen Priester. Aber warum diese zwölf Edelsteine? Warum zwölf Edelsteine als Ausdruck dafür, dass Gott beständig für sein Volk da ist und an sie denkt und dass sie auf dem Herzen Gottes eingeschrieben sind? Das Ganze geht zurück auf Hesekiel 28.
[34:09] Die zwölf Edelsteine kommen zum ersten Mal vor, nicht als Grundsteine von Neu-Jerusalem und nicht als Brustschild auf der auf der Brust des Hohen Priesters, sondern als das, was Gott für Luzifer geschaffen hatte. Und interessanterweise geht es auch dort ja um ein Siegel. In Hesekiel 28 lesen wir in Vers 12: "Menschensohn, stimme ein Klagelied an über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht Gott der Herr: Du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit. In Eden, im Garten Gottes, warst du, mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardes, Topas, Diamant, Chrysolit, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd und mit Gold."
[35:15] Interessanterweise ist es so, dass selbst nachdem jetzt Luzifer zu Satan wurde und Satan von Gott aus dem Himmel vertrieben werden musste, wegen der ganzen Rebellion und Satan jetzt die Welt gegen Gott in Rebellion verführt hat, dass Gott noch immer daran denkt, wie es einmal ohne die Sünde gewesen ist. Er denkt noch immer an Luzifer in seiner Vollkommenheit. Alle Sünde kann diese Eindrücke nicht verwischen. Er war das Siegel der Vollendung.
[35:51] Und wenn der Hohepriester in dem symbolischen Akt, dass er zwölf Edelsteine auf seiner Brust trägt, anzeigt, wie Jesus als der wahre Hohepriester einmal für das ganze Volk Gottes eintreten wird, dann zeigt sich, dass der hohe priesterliche Dienst Jesu das wieder rückgängig machen soll, sozusagen, was durch die Rebellion des Satans alles verloren gegangen ist. Dass, während Satan, der diese zwölf Edelsteine hatte, von Gott abgefallen ist, Jesus durch diese zwölf Edelsteine, die er auf der Brust trägt, anzeigt, dass er Menschen, die in Sünde gefallen sind, wieder zurückführen kann, sodass sie wieder einmal an dem Thron Gottes stehen können, wie Luzifer, der direkt am Thron Gottes war.
[37:05] Sagt uns nicht die Bibel, dass das hohe Ziel, das uns erwartet, nicht nur irgendein Platz im Reich Gottes ist, sondern sagt nicht die Bibel in Offenbarung 3 und dort Vers 21: "Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe." Das höchste nur denkbare Ziel ist jedem Gläubigen angeboten worden, mit Jesus auf dem Thron zu sitzen. Wir werden als Erlöste mindestens so eng mit Gott verbunden sein können, wie Luzifer es vor seinem Fall gewesen ist. Man könnte beim Lesen fast den Eindruck bekommen, Ellen White drückt sich ja diesbezüglich so aus, dass unsere Beziehung zu Gott sogar noch enger sein wird, weil wir die Gnade kennengelernt haben, auf eine Art und Weise, wie es kein Engel jemals erlebt hat.
[38:06] Könnte es sein, dass der Satan auch deswegen versucht, uns zu Fall zu bringen und uns von Jesus wegzubringen, weil Jesus einen Prozess durchführt im himmlischen Heiligtum, in unseren Herzen, durch den wir zurückgebracht werden zu der Herrlichkeit, die der Mensch einmal ursprünglich haben sollte. Ja, noch zu einer tieferen Herrlichkeit. Gott möchte, dass wir so gute Freunde von ihm werden, wie es der Luzifer einmal gewesen ist.
[38:37] Man könnte also den ganzen Erlösungsplan mit diesen drei Kapiteln über die zwölf Edelsteine beschreiben. Das sind einmal die zwölf Edelsteine, wie sie Luzifer hatte in Hesekiel 28, als der beste Freund Gottes. Und doch hat er all das verleugnet und hat gegen Gott rebelliert. Dann die zwölf Edelsteine im Brustschild des Hohen Priesters, Symbol dafür, dass Jesus durch sein Opfer, seine Auferstehung, seinen himmlischen Heiligtumsdienst, das Volk Gottes wieder mit Gott versöhnt. Und dann die zwölf Edelsteine als Grundsteine der Mauer von Neu-Jerusalem, Ausdruck dafür, dass die Erlösten für alle Ewigkeiten versiegelt sein werden und dass sie nicht mehr von Gott abfallen werden, für alle Ewigkeiten bei ihm wohnen werden.
[39:34] Diese zwölf Edelsteine haben eine besondere Botschaft. Ist dir bewusst, lieber Freund, liebe Freundin, dass Jesus jetzt im himmlischen Heiligtum an dich denkt, dass er auch deinen Namen dort trägt, dass auch dein Name in seine Hände eingezeichnet ist durch die Wundmale, die er dort trägt. Und dass so, wie er an dich denkt, er sich wünscht, dass du und ich auch an ihn denken, dass so, wie unser Name auf seiner Brust ist und einmal in den Grundsteinen von Neu-Jerusalem eingeschrieben sein soll, dass auch so sein Name auf unserer Stirn sein soll. Wenn wir Gott bitten, dass er uns diese tiefe Liebe jeden Tag offenbart, damit wir ihn zurücklieben können, wenigstens ansatzweise, so wie er uns geliebt hat.
[40:31] Lass uns doch gemeinsam niederknien und beten. Lieber Vater im Himmel, es ist nur eine Aufzählung von Edelsteinen und doch ist sie so voller Bedeutung. Wir haben gesehen, dass die ganze biblische Geschichte sich zusammenfassen lässt in diesem Bericht über die Edelsteine. Und Herr, niemand von uns kann ermessen, wie traurig darüber bist, dass Luzifer seine Stellung verloren hat und verlassen hat. Und Herr, du bist traurig über jeden, bei jedem Einzelnen von uns, der sich von dir abwendet. Und Herr, vergib uns, dass wir so oft uns von dir haben abwenden lassen, dass wir so oft weggegangen sind von dir. Wir möchten dich bitten, dass du uns bewusst machst, wie sehr du an uns denkst, dass es keinen Tag, keine Stunde, keinen Moment gibt, in dem du nicht ständig das Beste für uns möchtest. Gib, dass wir das wirklich begreifen und dass wir anfangen, über dich so nachzudenken, so wie du über uns denkst, dass unsere Beziehung eine echte Beziehung der Liebe wird und dass das Ganze zu einem festen Fundament wird, dass wir versiegelt werden für die Ewigkeit, was ausgedrückt wird durch diese wunderbaren Edelsteine, die die Grundmauern oder die Grundfeste der Mauer von Jerusalem sind. Herr, wir möchten dich bitten, von ganzem Herzen, dass du in unserem Herzen dieses Fundament legst, durch dein Wort. Danke, dass du an uns denkst. Wir bitten dich im Namen Jesu, der für uns jetzt gerade eintritt und der allein unsere Hoffnung ist und unser Erlöser. Amen.
[42:35] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!