In dieser Predigt aus der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ mit Mirjam Giebfried wird der biblische Text aus Offenbarung 2, Vers 12 behandelt, der sich auf die Gemeinde in Pergamon bezieht. Die Sprecherin beleuchtet die Bedeutung von Jesus als demjenigen mit dem zweischneidigen Schwert und erklärt, wie das Wort Gottes als scharfe Waffe wirkt, die Gedanken und Gesinnungen durchdringt. Es wird auch auf die Parallelen zu anderen Bibelstellen wie Hebräer 4 und Epheser 6 eingegangen, um die Kraft und Autorität des göttlichen Wortes zu verdeutlichen.
Offenbarung 2:12
Mirjam Giebfried · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier bei Joel Media. Schön, dass ihr heute da seid, schön, dass ihr jetzt auch live eingeschaltet habt. Heute leider wieder mit ein bisschen Verspätung. Wir wollen weiter in Offenbarung 2 studieren und es ist kaum zu fassen, wir sind schon bei der dritten Gemeinde angelangt. Wir hatten bisher Ephesos, dann Smyrna und jetzt steigen wir mit der Gemeinde Pergamon ein. Doch bevor wir das tun, lasst uns wieder um den Heiligen Geist bitten, denn der ist besonders wichtig, wenn es um die sieben Gemeinden geht. Lasst uns beten.
[1:34] Unser Vater im Himmel, wir danken dir, dass du uns gerne den Heiligen Geist gibst. Du sagst es sogar durch Jesus, dass du ihn in uns so gerne gibst, wie Eltern ihren Kindern auch gute Gaben geben. Vater, wir bitten dich, dass du uns jetzt erklärst, was dein Wort in unserem Leben zu bedeuten hat, dass die Kraft, die in deinem Wort steckt, heute in unserem Leben entfaltet wird. Vater, wir bitten dich um deine Gegenwart hier, aber auch bei allen Zuschauern, dass wir deine Gegenwart erleben dürfen und dadurch verändert werden. Durch deine Gnade kann das geschehen und auch dafür danken wir dir. Amen.
[2:30] Schlagt mit mir auf Offenbarung 2 und dort Vers 12. Ich habe schon gesagt, wir hatten bisher die Gemeinden Ephesos und Smyrna. Und ihr kennt das wahrscheinlich, dass es bei den Gemeinden, also das sind erstmal Gemeinden mit verschiedenen Charakteren, könnte man sagen. Es ist, das hatten wir gesagt, die waren so ganz aktiv. Smyrna war eher die Leidtragende, verfolgte Gemeinde. Jetzt kommen wir zu Pergamon.
[3:08] Aber man kann auch, das macht einen Wald ganz deutlich, die Gemeinden auf die verschiedenen Epochen der Christenheit aufteilen. Und da würde mich jetzt mal interessieren, habt ihr da so ein bisschen ein Gefühl, welche Epoche könnte man mit Ephesos vergleichen?
[3:35] Ja, die Christen, also die erste Christen, sag ich mal, die Christengemeinde, die ersten am Anfang. Genau.
[3:47] Woran machst du das fest, vielleicht, weil sie da voller Tatendrang, die Apostel sind da, also die halten doch die reine Lehre und die Apostel haben sie da. Das ist die Christenheit am Anfang. Genau.
[3:59] Da hatten wir auch gesagt, Ephesos war eigentlich die Gemeinde von Johannes, wer war der Gemeindeältester auch gewesen, und da ist diese Verbundenheit, diese Nähe noch sehr stark da. Also wir hatten mal zur Übersicht:
[4:17] Ephesos, so die Urchristenheit, hattest du gesagt.
[4:26] Und das sagt man ungefähr, also ganz genau grenzt man es jetzt nicht ein, bis zu ca. 100 nach Christus, also unsere Zeitrechnung.
[4:42] Jetzt kam danach Smyrna. Und bei Smyrna hatte ich euch zwei Daten gegeben. Kann sich da jemand vielleicht noch daran erinnern?
[4:59] Da gab es eine, oder vielleicht nicht das Datum, aber da gab es etwas in der Geschichte, was wir mit der Gemeinde Smyrna verbinden konnten.
[5:12] Erinnert ihr euch an diese Christenverfolgung, mehr Zeit von Diokletian, sagt man. Also ich hatte damals gesagt, 302 bis 312 ist, also es sind auf jeden Fall zehn Jahre. In der Bibel war es ja auch, war von zehn Tagen die Rede.
[5:32] Sagen wir so, drei bis 313 nach Christus, dass die zehn Jahre voll sind. Also ab 100 nach Christus ungefähr, so bis nach Christus.
[5:59] Das sind so die zeitlichen Epochen. Wenn ihr auch mal vielleicht geschichtliche Berichte lest, in der so ungefähr schaut, wo das war. So, jetzt lasst uns mal den Vers lesen.
[6:15] Offenbarung 2, Vers 12. Das hat darf gerne. Das sagt der, der das scharfe, zweischneidige Schwert. Danke schön.
[6:38] Jetzt ist die Frage, dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe. Was können wir da schon aufschlüsseln?
[6:48] Das ist ja eine Wendung. Die hatten wir hier nicht zum ersten Mal.
[6:53] Ja, ja, zum dritten Mal. Was, welches Element taucht hier wieder auf?
[6:59] Der Engel der Gemeinden. Ihr könnt jetzt schon mir sicher sagen, wer ist oder was wäre oder was ist mit dem Engel der Gemeinde gemeint?
[7:14] Jesus ist derjenige, der die Engel in seiner rechten Hand hält und zwischen den Leuchtern im wandelt. Aber was hatten wir gesagt, was bedeutet dieser Engel?
[7:28] Genau, ein Bote, jemand, der in der Gemeinde wohl etwas zu sagen hat. Und der hat jetzt diese Sendbriefe zu übermitteln. Damals war das ja nicht ganz so einfach mit Bibeln, dass jeder da freien Zugang hatte. Und man hat vor allem das Wort Gottes in der Gemeinde gehört.
[7:45] Gut, dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe. Blättert mal eine Seite zurück.
[7:49] Ist Offenbarung 1 und sucht mal nach dem Wort Pergamon, wo kam das schon einmal vor?
[8:03] Gleich gefunden. Das ging aber schnell. Lies mal vor, bitte.
[8:15] Und das, oh, der erste und der letzte und was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es den Gemeinden, den Asien, nach Ephesos und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und das sah das und nach Philadelphia und nach Laodizea.
[8:29] Danke schön. Was erfahren wir jetzt in diesem Vers über Pergamon?
[8:44] Genau, das ist in der auch Teil der Provinz Asia.
[8:51] Genau, das hatten wir auch schon gesehen. Ich zeichne es euch noch mal so ungefähr auf. Wir hatten, das war hier so ein Teil der Türkei.
[9:09] Hier Ephesos, dann hatten wir weiter oben Smyrna.
[9:16] Und ja, das ist ein schlecht gemacht. Noch weiter oben war Pergamon. Okay.
[9:29] Ja, ja, genau. Das kann ich eigentlich wegmachen. Hier war dann Pergamon, genau im Norden. Passt ja.
[9:37] Sehr gut. Was war das für eine Stadt? Habt ihr da schon mal ein bisschen was gehört?
[9:52] Kein Problem. Also, ich habe gelesen, dass es wohl eine, ja, Pergamon heißt übersetzt Festung. Also es muss eine befestigte Stadt gewesen sein.
[10:05] Und hat auch immer so ein bisschen konkurriert mit Ephesos, wäre jetzt eigentlich Hauptstadt von der Provinz war. Also es war keine unbedeutsame Stadt.
[10:16] Interessant ist, finde ich trotzdem, dass wir sie doch nur so selten in der Bibel finden. Von Ephes haben wir ganz viel gelesen, da haben wir auch den Epheserbrief. Von Pergamon schweigt die Bibel eigentlich eher. Und auch bei Ellen White finden wir es nicht viel, denn wir finden es außer in diesem Vers eigentlich sonst nicht abgesondert, sondern nur in diesem Kontext mit den anderen Gemeinden.
[10:45] Soweit zu Pergamon. Den Charakter der Gemeinde werden wir aber trotzdem noch genauer kennenlernen in den nächsten Wochen.
[10:58] Es geht es ja weiter in Offenbarung 2 und dort Vers 12, wo es dann schon heißt: "Das sagt der, das scharfe, zweischneidige Schwert."
[11:15] An wen, noch mal, an wen richtet sich hier derjenige, der das zweischneidige Schwert hat?
[11:19] Hat. Ich, genau, sag's laut. Das ist Jesus.
[11:28] Wer ist das? Wer ist derjenige, der das scharfe, zweischneidige Schwert hat? Das ist Jesus. Und er richtet sich an die Gemeinde Pergamon.
[11:36] Das hat eine besondere Bedeutung. Und zwar, kennt ihr vielleicht die Begebenheit? Also es hat mich zumindest jetzt daran erinnert. Vielleicht kennt ihr die Begebenheit, wo Ellen White einmal bei ihrem Sohn zu Hause war und für jeden seine Botschaft hatte, auch für die Enkeltochter.
[12:03] Das ist ja jetzt so, am Anfang hatten wir erstmal die Beschreibung von Jesus gelesen und jetzt kommen wir zur Gemeinde Pergamon. Und auch da hat Jesus etwas Besonderes ihr zu sagen.
[12:14] In dieser Geschichte von Ellen White war es so, sie hat öfters mal ihrem Sohn und seiner Familie einen Besuch abgestattet und normalerweise sind dann die Kinder zusammen weggegangen, wenn die Oma etwas ernsteres oder ja, ist sein, wenn so ein Erwachsenengespräch, sage ich jetzt mal, stattfinden sollte zwischen der Oma und den Eltern.
[12:43] Aber die Enkeltochter, Ella hieß sie, die hat es seit einiger Zeit, bevor die Oma wieder mal zu Besuch kam, hatte sie gebetet und ihr Gebetsanliegen war: Herr, bitte überzeuge meine Stiefmutter davon, dass ich in Zukunft nicht mehr so viel im Haushalt mithelfen muss. Alles war ihr einfach zu viel und das war ihr Gebetsanliegen. Aber naja, wenn man seine besondere Oma hat, dann können auch besondere Ereignisse auftreten.
[13:21] Und so war es an dem einen Tag so, dass die Oma wieder kam und sich hingesetzt hat mit ihnen geredet hat. Sie merkten schon, jetzt kommt zu dieser Zeitpunkt, wo sie wieder etwas Ernstes zu besprechen haben.
[13:36] Er sagt die Oma: Ella, bleib mal da, geht's noch nicht mit hoch. Ich habe heute für euch alle etwas zu sagen.
[13:43] Die Oma fing an und hat gesagt, sie hat Anweisungen von Gott bekommen für ihren Sohn, also den Papa. Der Papa sollte in Zukunft das und das anders machen. Und er das, das stand ja, ja, das könnte der Papa mal wirklich anders machen und war ganz eins verstanden.
[14:06] Es ging weiter. Die Stiefmutter hat zu der, hatte die Oma auch was zu sagen und dann noch zu anderen, die im Raum waren, bis die Oma etwas zu Ella zu sagen hatte.
[14:24] Und was die Oma zu sagen hatte, hat Ella sehr verwundert, denn die Oma hat gesagt: Ich habe von Gott Anweisungen bekommen, dir zu sagen, dass du deine Mutter mehr helfen sollst. Du hast bisher im Haushalt zu wenig gemacht.
[14:41] Als sie war ganz dein Vater gesagt ist, dann in ihr Zimmer gerannt und hat geweint und hat gesagt: Herr, ich habe was anderes gebetet.
[14:51] Aber das war eine Botschaft direkt an Ella persönlich. Und so hat auch Jesus für diese Gemeinde in Pergamon direkt eine Nachricht.
[15:03] Vielleicht, und das erfahren wir ja jetzt auch aus dem Offenbarung 1, Vers 11, die mir gelesen haben. Sie haben ja alles sein Schreiben wohl oder übel bekommen und vielleicht haben sie bisher gelesen und gedacht: Na ja, für Ephesos, ja, das sollten sie mal beachten. Ist Smyrna interessant? Jetzt geht das an die Gemeinde Pergamon.
[15:26] Und auch da hat Gott eine direkte Botschaft an sie.
[15:35] So, warum stellt sich jetzt Jesus ihnen direkt Ihnen als derjenige mit dem zweischneidigen Schwert vor? Was hat das zu bedeuten?
[15:54] Okay, ja. Wir haben in Offenbarung 1 gelesen, dass das zweischneidige Schwert aus seinem Mund hervorgeht. Und das ist ein Hinweis darauf, dass ein Symbol des für das Wort Gottes. Das passt dann gut zum anderen Vers in der Bibel, nämlich zu Hebräer 4, Vers 12, muss mich heißen.
[16:08] "Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und es dringt durch, bis es schneidet, sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens."
[16:48] Genau, du hast schon selbst gesagt, es kommt aus dem Mund Jesu. Das ist schon guter Hinweis darauf, dass es sich wohl um das Wort handelt. Jetzt hier in Hebräer 4, Vers 12 heißt es: "Das Wort Gottes, das ist lebendig, wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert." Wohlgemerkt, noch schärfer. Eigentlich ist der Vergleich schon zu schwach, könnte man sagen.
[17:16] Warum steht denn hier? Ich weiß nicht, wie es bei euch in der Übersetzung ist. Warum steht hier am Anfang des Verses ein "denn"?
[17:29] Wir müssen mal wieder ein bisschen auffrischen, was man hier so an Handwerkszeug im Seminar bekommt. Wenn da steht "denn", dann ist es eine Erklärung, Begründung. Ja, und dann müssten wir immer schauen, was davor steht. Lies mal bitte Vers...
[17:57] "So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt."
[18:08] "So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt, denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und es dringt durch, bis es scheidet, sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens."
[18:32] Was ist so jetzt diese Aussage, wenn wir beide Verse zusammen nehmen, die Paulus hier machen möchte?
[18:44] Also, der Paulus, der entwickelt ja in Kapitel 3 und 4 so einen Gedanken. Geht er aus von dem Psalm 95, wo der Heilige Geist sagt: "Verstockt eure Herzen nicht." Und er macht dann deutlich, diese Aussage ist nicht an Heiden gegeben, sondern das Volk Gottes, die auch das Evangelium gehört haben. Und dann will er quasi die ganze Zeit zeigen, dass die neutestamentliche Gemeinde, das also das neue Israel ist. Und so wie das Altes Testament Israel das Evangelium gehört hat und trotzdem viele verloren gegangen sind, ist es möglich, dass heute auch viele das Evangelium hören in der Gemeinde sind und am Ende trotzdem verloren gehen.
[19:25] Er will deutlich machen, die sind alle in der Wüste gestorben. Warum? Weil sie nicht wirklich geglaubt haben. Und ich glaube, sein ist einer seiner Hauptgedanken ist: Wenn ihr denkt, ihr seid einfach eine Gemeinde und habt die Bibel quasi dabei und seid sicher, täuscht euch nicht. Das Wort Gottes schneidet hindurch. Es zeigt eure wahrsten Gedanken und Gesinnung. Ihr könnt vor Gott nicht quasi euch verstecken oder fast vorspielen, denn der nächste Vers sagt der in Vers 13: "Kein Geschäft ist verborgen, sondern alles ist enthüllt." Ja, ihr könnt Menschen etwas vormachen, aber nicht Gott.
[19:59] Und deswegen sagt er nicht darauf, dass wir, dass sie nicht einfach nur mitlaufen, sondern dass ihr wirklich auch die Ruhe erreicht, den Frieden in Christus.
[20:07] Die Lösung. Genau. Also er sagt ja auch, dass das Wort letztendlich, werden auch an dem Wort alles gemessen. Ja, es ist das ist schärfer als man denkt. Dass es ja, das es hat in sich, sage ich jetzt mal. Aber er sagt auch, wir sollen deswegen bestrebt sein, in diese Ruhe einzugehen.
[20:33] Und das zeigt eigentlich, wir sollen, Gott möchte, dass wir von unseren eigenen Werken loskommen. Dass sein Wort Gottes in uns wirken kann. Das ist das Gotteswerk in uns und durch uns getan wird und nicht mehr unser eigenes.
[20:54] Jetzt finden wir dieses Wort als ein Schwert noch an anderer Stelle.
[21:01] Und zwar in Epheser 6 und auch dort, das wollen wir uns auch anschauen.
[21:15] Und dort Vers 17, da wird es auch noch mal genauso beim Namen genannt. Er wird das jetzt nicht nur als Schwert oder als zweischneidiges Schwert.
[21:38] So, oben und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.
[21:46] Aha, jetzt ist es hier, was für ein Schwert? Geistes, Geistes, ein Schwert des Geistes. Das ist das Wort Gottes. Schließlich auch Paulus hier wieder auf.
[22:01] Das zeigt ja auch, das Wort Gottes, das ist so vom Heiligen Geist durchdrängt. Das ist, es ist ja Gottes Wort, es ist inspiriert. Dass man es auch eben Schwert des Geistes nennen kann. An der Stelle ist ja auch interessant, vielleicht kommst du noch drauf. Das ist ja Teil der Waffenrüstung Gottes gegen die Angriffe des Satans.
[22:19] Und die einzige offensiv Waffe. Alle anderen Teile der Waffenrüstung sind defensiv, nicht? Ja, man verteidigt Kopf und Brust und die Füße, aber das ist zum Angriff. Und das ist genau die Waffe, die Jesus verwendet hat, als er Satan versucht hat. Steht geschrieben.
[22:41] Ja, ja. Und jetzt finden wir, das ist sehr gut, was du gesagt hast, weil wir können daran anknüpfen. Wir finden das jetzt auch noch mal in Jesaja 49, Vers 2.
[22:51] Da sehen wir nämlich, dass es wirklich eine Waffe ist, die Jesus sehr wohl benutzt hat.
[22:57] Und auch wieder benutzen wird. Aber eine Waffe, die auch in unserer Hand genauso scharf sein kann. Jesaja 49, Vers 2.
[23:12] "Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert, er hat mich im Schatten seiner Hand geborgen und mich zu einem geschärften Pfeil gemacht. Er hat mich in seiner Köcher versteckt."
[23:27] Das heißt nicht nur, wenn Jesus spricht, also Jesus jetzt zum Beispiel, wie in der Offenbarung, oder Jesus, als er auf der Erde war, dann ist das wie ein scharfes, zweischneidiges Schwert, sondern auch, wenn wir Gottes Wort sprechen, wenn das aus unserem Mund kommt, dann kann es auch sein wie so ein Schwert.
[23:51] Ja, und das ist eigentlich, denke ich, einerseits eine hohe Berufung, weil was für eine Autorität ist das, wenn unsere Worte die gleiche Wirkung haben können wie Jesu Worte, einfach deswegen, weil sie hier so Worte sind.
[24:12] Andererseits ist es aber auch eine Waffe, von der wir öfter Gebrauch machen sollten.
[24:18] Ja, sehr interessant, dass hier nicht auf einem Schwert spricht, so von Pfeilen. Und da denke ich dann immer, also klar, also im Schwert schlägt man, mit dem Pfeil zielt man. Und vielleicht erinnert euch, was es heißt in der Apostelgeschichte 2, zu Pfingsten, als die gesprochen haben, der Heilige Geist sie erfüllt hat, sie gepredigt haben, da ist es bei den Zuhörern, es drang ihnen ins Herz, also wie so ein Pfeil. Ja, sowohl und bei Pfingsten, als auch dann bei Stephanus. Ja, das ist auch so. Das ist jetzt unter den Knirschen sie mit den Zähnen. Das ist dann genau die Gegenteile Richtung. Aber man merkt immer, der Heilige Geist hat gesprochen, ist nicht nur menschliche Worte.
[24:57] Und ich glaube, das ist ganz wichtig, dass wir uns bewusst machen, wir alle, dass wenn wir wirklich für Gott Menschen gewinnen wollen, dann müssen wir Gottes Worte sprechen und nicht unsere eigenen Theorien und Erklärungen.
[25:09] Ja, ja, ich denke auch, das ist eben dieser Punkt. Wir dürfen ja vom Wort Gottes Gebrauch machen. Wir haben das Schwert selbst in unserer Hand. Wir sollten es auch in unserem Kopf haben, dass wenn Menschen kommen und Fragen haben, wenn Menschen kommen und vielleicht Anschuldigungen haben, wir ihnen entgegnen können, was Gott gesagt hat.
[25:32] Und dann ist auch keine Versuchung für uns zu schwer, kein Leiden für uns zu groß, keine Situation zu ungewiss, dass wir nicht sagen könnten, was jetzt zu tun wäre.
[25:52] Genau, weil das heißt, es ist ein zweischneidiges, gefährlich. Ich habe früher nie verstanden, was das ist, bis ich irgendwann das mal rausgefunden habe. Das fand ich sehr interessant. Die Römer hatten ein Schwert, das war nur auf einer Seite scharf und auf der anderen Seite stumpf. Das heißt, die mussten, wenn sie kämpfen, immer genau wissen, welche Seite ist die richtige, weil ansonsten hat nichts gemacht. Aber dann gab es die Tragka, dass man so Reiterstellung, also nicht drüber. Die hatten Schwerter, die waren auf beiden Seiten scharf. Das heißt, egal wie man geschlagen hat, es hat immer getroffen. Und es ist ein interessantes Bild für die Bibel. Ich muss sozusagen nicht erst den richtigen Vers finden. Ich muss nicht erst, also natürlich schon überlegen, was zu sagen, aber es ist nicht so, dass einiges inspiriert ist und anders nicht. Nicht manche scharf und manche stumpf, sondern jeder Vers ist inspiriert.
[26:35] Und das finde ich interessant, dass egal wo wir die Bibel aufschlagen, ist es immer die Möglichkeit gegeben, dass Gott direkt zu uns spricht.
[26:45] Ja, danke schön. Wenn es da jetzt keine weiteren Gedanken mehr gibt, dann lasst uns vielleicht noch etwas anschauen, das ein bisschen schwieriger zu verstehen ist. In Jesaja 11, Vers 4.
[27:04] Wir fahren jetzt schon in Jesaja und wir finden das gleiche Bild auch noch mal in der Offenbarung. In Offenbarung 19, Vers 4. Es hat darf lesen.
[27:19] "Sondern er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden im Land ein unparteiisches Urteil sprechen. Er wird Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten."
[27:36] Da kommt jetzt wieder der Mund. Also wir hatten vorhin schon gesagt, Offenbarung 1, Vers 16 spricht davon, dass das Schwert aus dem Mund herauskommt. Und hier ist es jetzt der Stab seines Mundes. Aber was macht Jesus jetzt damit?
[28:04] Er wird die Armen mit der Gerechtigkeit richten.
[28:10] Ja, und die den Elenden im Land ein unparteiisches Urteil sprechen. Widersprache. Er wird aber auch die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten. Ja, das Bild, das sozusagen geläufig ist, aber dass jeder Mensch im Alten Orient sofort gehabt, da ist das eines Königs. Der König ist ein Hirte, kümmert sich um seine Schäfchen, sein Volk. Und die, die böse sind, werden von ihm bestraft. Und die, die unterdrückt werden, und die kümmert er sich ja. Also die meisten Könige haben das überhaupt nie gemacht. Ja, aber das ist so das Bild eines Königs habt, wie ein Hirte verteidigt er die Schafe vor den bösen Wölfen und und und und so weiter. Und es ist genau das Bild. Jesus ist König. Er kommt direkt, heißt es ja davor, dass Gott.
[28:52] kommt direkt heißt es ja davor, dass Gott ihn gesalbt hat mit dem Geist der Weisheit und des Verstandes. Der König und was macht er als König? Er kümmert sich um die Unterdrückten, er sorgt für Gerechtigkeit. Er bringt mir Gerechtigkeit, nämlich Gerechtigkeit Gottes durch Glauben. Und er bestraft am Ende auch die Gottlosen. Und es ist kein Zufall. Vielleicht kann ich schon den Link kurz machen, das sind Offenbarung 19, wo er als König der Könige wiederkommt, um das Gericht zu halten. Heißt es dann in Vers 15: "Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker damit schlage." Und er wird sie mit eisernem Stab weiden. Ja, Hirte. Und er tritt die Weinkellte des Grimmes und des Zorns des Gottes Allmächtigen. Da wird es genau aufgegriffen und erfüllt sich dann letztendlich.
[29:30] Ja, danke schön. Da hast du jetzt schon vieles zusammengepackt. Vielen Dank. Da merken wir aber auch, wie welche Kraft deinem Wort steckt. Wir merken, dass dieses Wort nicht einfach nur so schön streichelt ist, so schöne Worte. Ja, es dient auch zur Erbauung, wissen wir auch. Aber das Wort Gottes, das ist ja immer die Funktion von einem Schwert, das scheidet auch die Geister. Ja, es heißt, es scheidet Seele und Geist, es scheidet Mark und Bein, hatten wir vorhin gelesen. Und das kann zum Guten angewendet werden, also es kann ja für einen vorteilhaft sein, wenn das Verdeckte ans Licht kommt. Aber das kann auch einem zum Nachteil werden.
[30:23] Und ich habe mir überlegt, welches Bild würde denn da passen? Ihr kennt das vielleicht im Tierreich. Im Tierreich gibt es Tiere, die gehören zwar der gleichen Familie an, aber es sind doch sehr unterschiedlichen ihren Eigenschaften. Ihr kennt vielleicht den Polarfuchs und den Fennek. Es sind beides Füchse. Der eine lebt ja in den Polarregionen, da wo es eisig ist, da wo es kalt ist und dementsprechend hat er ein schönes weißes Fell, ganz wuschelig, kleine Ohren. Und der Fennek, wo wohnt der Fennek? Der Fennek lebt in der Wüste. Genau, er heißt, wenn man sagt auch Wüstenfuchs. Sieh, das ist der mit den großen Ohren, vielleicht so ein ganz schmales Fixlein. Vielleicht habt ihr da schon Fotos gesehen. Und sie gehören der gleichen Familie an. Aber stellt euch mal vor, man bringt zu einem Polarfuchs in die Wüste. Keine gute Idee. Der würde ja zergehen vor Hitze. Wohin ging sein Fennek in den Polarkreisen, wo er erfrieren würde?
[31:44] Liegt das jetzt daran, dass die Wüste oder die Polarkreise besonders, ja, wie soll ich sagen, lebensfeindlich sind? Nicht unbedingt. Es liegt daran, welcher Fuchs da ist. Und ich glaube, mit Gottes Wort ist es ähnlich. Das ist, das hilft uns, das schenkt uns Leben. Das bringt uns näher zu Gott, wenn wir es auch dementsprechend wirken lassen. Aber für manch einen kann das Wort Gottes auch wie verurteilend sein. Denn in dem Wort Gottes, wir sehen das zum Beispiel auch bei Adam und Eva letztendlich. Sie wurden, kamen sie deswegen zu Fall, weil sie dem Wort Gottes, wie es Gott gesagt hätte, nicht vertraut haben.
[32:45] Und so müssen auch wir uns Gedanken machen, wie gehe ich mit dem Wort Gottes um, mit diesem zweischneidigen Schwert? Hilft es mir, weil ich danach lebe, oder wird es mir wohl einmal zum Gericht, weil Gott sagt: "Du hast es doch gewusst durch mein Wort und du hast doch nicht danach gelebt."
[33:12] Okay, soweit zu Offenbarung 2, Vers 12. Nächste Woche werden wir weitermachen. Ich bin schon gespannt. Da wird es noch ein bisschen gehaltvolleren Vers geben. Aber für heute wollen wir damit enden, dass wir sehen, dass wir gesehen haben, Gottes Wort hat eine Kraft. Hier ist es, benutzt dieses Wort auch. Wir dürfen es benutzen und durch Gottes Gnade ist es für uns dieses heilsame Wort, wo es dann an einer Stelle heißt, dass euch zur Erlösung dient.
[33:52] Lasst uns jetzt noch gemeinsam beten. Unser Vater im Himmel, wir danken dir für dein Wort, dass wir es heute noch haben, dass es heute noch in uns wirksam ist. Vater, wenn wir auf unser Leben zurückblicken und sehen, wie du oft schon unsere Gedanken mit deinem Wort beschnitten hast, wie du uns verändert hast, wie du Wunder gewirkt hast dadurch, dass dein Wort wirksam geworden ist, dann müssen wir dir wirklich Danke sagen. Herr, du bist derjenige, dessen Eigenschaften so wunderbar sind, dass sie mit solchen Bildern verglichen werden müssen. Und ich bitte dich, dass du uns dich noch mehr erleben lässt, wie du wirklich bist, als derjenige, der auch dieses zweischneidige Schwert als Wort hat, derjenige, der zwischen den Leuchten wandelt, der auch die Sterne in seiner Hand hält. Vater, lass das noch erlebbarer in unserem Alltag sein. Darum bitte ich dich im Namen Jesu. Amen.
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