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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 21, Vers 25, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung von Neu-Jerusalem und seinen offenen Toren. Er vergleicht biblische Verheißungen aus Jesaja 60 mit der Beschreibung des himmlischen Jerusalems und erklärt, wie sich diese Verheißungen im geistlichen Israel, der Gemeinde, erfüllen. Die Predigt betont, dass unser wahres Bürgerrecht im Himmel liegt und wie die Gemeinde als Lichtträger in der Welt fungiert. Abschließend wird die Lehre von der ewigen Hölle anhand des Textes widerlegt.

In dieser Predigt über Offenbarung 21, Vers 25, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung der niemals schließenden Tore des himmlischen Jerusalems. Er vergleicht diese Verheißung mit Jesaja 60 und erklärt, wie sich biblische Prophezeiungen oft auf das geistliche Israel und das himmlische Neu-Jerusalem beziehen, wenn sie im irdischen Israel nicht vollständig erfüllt wurden. Die Predigt betont, dass unser wahres Bürgerrecht im Himmel ist und wie die Gemeinde als Lichtträgerin in der Welt fungiert.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr heute da seid und dass ihr jetzt live zugeschaltet seid auf www.joelmedia.de oder später das Video anschaut. Wir sind mitten in den letzten Zügen der Offenbarung. Wir sind dabei, Neu-Jerusalem genau unter die Lupe zu nehmen und wollen uns heute Vers 25 in Offenbarung 21 anschauen. Und bevor wir das im Detail tun, wollen wir, wie es unsere gute Gewohnheit ist, zu einem Gebet, wo es möglich ist, niederknien. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen können und dass du immer für uns da bist. Und danke, dass du uns in deinem Wort Aussichten auf eine wunderschöne Zukunft geschenkt hast. Nicht nur, um uns über das gegenwärtige Leid vielleicht hinweg zu trösten, sondern um uns jetzt schon hier auf dieser Erde zu ermutigen, mit dir zu leben und so viel wie möglich von diesen Lichtstrahlen der Gerechtigkeit unser Herz hineinzulassen. Herr, wir danken dir für diesen wunderschönen Tag, für den Sonnenschein, der uns daran erinnert, dass die Sonne der Gerechtigkeit jeden Tag unser Leben hell und schön machen möchte. Und wenn wir jetzt gleich davon lesen werden, dass es bei dir gar keine Nacht mehr gibt, dann möchten wir dich bitten, dass du in unsere Herzen ein Verlangen nach dir und nach deinem Reich hineinpflanzt, dass wir jeden Tag näher und noch näher zu dir kommen wollen, um mit dir zu leben. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt zu uns sprichst. Durch deine Worte sind deine Worte und dass jeder von uns angesprochen wird durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. Offenbarung 21 und dort Vers 25.

[2:56] Vielleicht kennt ihr auch dieses bekannte Lied "No More Night". Das kommt hier aus diesem berühmten Vers. Keine Nacht mehr. Wer mag mal Offenbarung 21, Vers 25 lesen?

[3:18] Genau. Ihre Tore sollen niemals geschlossen werden den ganzen Tag, denn es wird keine Nacht mehr sein. Wir haben ja jetzt einiges über die Stadt Jerusalem gelernt, auch über die Menschen, die dort leben und da werden wir auch in den nächsten Wochen noch mehr über sie lernen. Aber hier gibt es einen interessanten Aspekt. Wir haben schon gesehen, dass es Tore gibt. Wir haben gesehen, wie viele Tore es gibt. Nämlich wie viele Tore sind es? Zwölf Tore und auf den zwölf Toren steht was geschrieben? Die Namen der Stämme Israels. Genau. Die Apostel sind auch geschrieben, aber wo stehen die Apostel nochmal? Auf den Grundsteinen der Mauer. Genau. Diesen Edelsteinen. Die zwölf Stämme Israels. Wir haben ja ausführlich darüber gesprochen, was das bedeutet, dass eigentlich das geistliche Israel diese Stadt bewohnt. Dass es die Stadt ist, die Abraham schon erwartet hat und jetzt wird uns gesagt, dass diese Stadt zwar Tore hat, dass die aber niemals geschlossen werden. Was soll denn das eurer Meinung ausdrücken, wenn eine Stadt ständig die Tore offen hat? Was ist denn das für ein Bild, was sich da einem so einträgt?

[4:41] Genau. Wenn man nichts zu befürchten hat, wenn es keinen Feind gibt, wenn keine Diebe umherrennt, dann braucht man auch nicht abzuschließen. Ja, ganz genau. Was habt die anderen so für Eindrücke, wenn ihr an eine Stadt denkt, wo die Tore buchstäblich sperrangelweit offen sind? Das eine ist, dass jeder willkommen ist. Wir sagen ja heute auch, dir stehen bei mir die Türen offen. In meinem Haus stehen dir die Türen offen oder bei mir rennst du offene Türen ein. Das ist so ein Ausdruck für du bist willkommen. Du bist willkommen. Bei Gott stehen die Türen offen. Weiß jemand von euch, wann die Tore Jerusalems geschlossen werden? Gibt es da irgendwann irgendwie mal einen Zeitpunkt, wo die Tore geschlossen werden?

[5:45] Ja, genau, als bei Nehemia, ich wiederhole es für den Livestream, als bei Nehemia die Händler kamen und am Sabbat verkaufen wollten, hat er die Tore geschlossen. Kein Sabbatbrecher sollte in die Tore hineinkommen. Wir werden ja noch sehen später in Vers 27, dass es auch hier Menschen gibt, die nicht hineinkommen können, weil sie vorher dann in Offenbarung 20 dem Gericht verfallen sein werden. Worauf bezieht sich diese Tür in Offenbarung 3, wenn wir das kurz ansprechen? Das Heiligtum, genau, da gibt es eine Tür, die ist geschlossen und eine ist geöffnet. Welche ist geschlossen? Die zum Heiligen ist geschlossen und die zum Allerheiligsten geöffnet, genau, ganz genau.

[6:58] Gibt es denn irgendwann in der Geschichte von Neu-Jerusalem, der himmlischen Stadt, einen Zeitpunkt, wo die Tore geschlossen werden? Also das Tipp, das kann man jetzt in der Bibel jetzt nicht direkt so lesen, aber wenn ihr mal das bei Ellen White gelesen habt, dann gibt es da so eine Fußnote. Wenn die Stadt Jerusalem auf die Erde kommt, nach den tausend Jahren vor der Auslöschung der Sünde, kommt die mit geschlossenen Toren runter. Sie kommen mit offenen Toren und Ellen White beschreibt, wenn dann die ganzen gottlosen Menschen nach den tausend Jahren noch einmal auferstehen werden zu dieser letzten Schlacht, der Schlacht von Gog und Magog und sich dann rüsten werden zum Krieg, dann sagt sie, dann werden die Tore geschlossen und das zeigt letztendlich ganz deutlich, wofür diese Tore eigentlich da sind. Sie sollen was abwehren von der Stadt?

[8:03] Ja, den Angriff, genau, den Feind, die Sünde, genau, denn diese Feinde sind ja quasi die personifizierte Sünde, das sind die ganzen Sünder, die eine Sünde festhalten, jetzt gleich vernichtet werden mit der Sünde. Die Tore sind dazu da, um die Sünde fernzuhalten und warum können jetzt die Tore immer offen bleiben? Weil es keine Sünde mehr gibt, keine Sünde mehr, ja, Tore sind offen und das hat ja was auch mit Vertrauen zu tun, oder? Also wem macht man die Tür gerne auf? Dem, dem man vertraut, der hat man kein Vertrauen, bleibt man vielleicht hinter der Tür so ein bisschen, guckt hinter dem Spalt. Offene Türen bedeutet, dass Gott auch uns zutraut, dass wir durch seine Gnade und durch seinen Heiligen Geist keine Rebellion mehr starten werden, ja. Gott hält uns nicht an der kurzen Leine und sagt, ich überwache euch die ganze Zeit, damit bloß nichts passiert, er hat die Tore offen.

[9:03] Genau, dankeschön, das ist jetzt die perfekte Überleitung, das wollten wir jetzt genau anschauen, sehr gut. Jesaja 60, schlag mal mit mir auf. Jesaja 60 und wir haben das ja schon letztens hier gelesen, weil in Jesaja 60 einiges an Material sich findet, das sich dann in Offenbarung 21 wiederfindet, das da aufgegriffen wird und da lesen wir mal in Jesaja 60 und dort Vers 11, genau Jesaja 60 Vers 11. Genau und da sehen wir, welche beiden Offenbarungsverse speisen sich beide aus diesem Vers hier, also Vers Offenbarung 21, Vers 25 mit den Toren und welche und die Völker, die Völker und die Könige, also in dem Vers davor, ja. Jetzt sieht man also wie Offenbarung 21, Vers 24 und das ist heute unser Thema, wie Vers 24 und 25, beides von Jesaja 60, Vers 11, Herr Rüth. In Offenbarung 21? Ach so, ja, du hast insofern recht, als da wieder die Völker kommen, aber du hast ja wahrscheinlich auch im Vers 25, ihre Tore sollen niemals geschlossen bleiben, oder? Und 24 ist dann, und die Heidenvölker, die gerettet werden, werden in ihrem Licht wandeln und die Könige der Erde werden ihre Herrlichkeit und Ehre in sie bringen. Also man könnte auch Vers 26, hast du recht, noch hinzufügen. Diese ganze Idee, ja, die wir letztens schon ein bisschen hier besprochen haben, die kommt aus Jesaja 60 und, aber was ist ein Unterschied, wenn wir noch mal genau lesen zwischen Offenbarung 21 und Jesaja 60, obwohl das so fast genau dasselbe zu sein scheint, gibt es doch einen ganz signifikanten Unterschied zwischen der Stelle und zwischen der Stelle.

[11:34] Was ist der Unterschied? Von der Herrlichkeit, aber ja, genau, Reichtum, ja. Herrlichkeit haben wir vorher auch schon in Jesaja 60, ja, am Anfang, im Vers 13 auch, die Herrlichkeit des Libanon wird zu dir kommen und so, ja. Aber ja, genau, in Jesaja 60, könnt ihr sehen, in Jesaja 60 steht es Tag und Nacht. Da steht Jesaja 60 Tag und Nacht, werden sie offen sein und hier steht es, gibt ja keine Nacht. Was sagt das? Wenn Jesaja 60 sagt, die Tore werden offen sein Tag und Nacht, aber Offenbarung sagt, die Tore werden offen sein und es gibt keine Nacht.

[12:23] Ja, also hier gibt es keinen Zyklus mehr, ja genau, absolut, aber hier steht immer noch Tag und Nacht. Also halten wir fest, obwohl die beiden Abschnitte fast identisch klingen, sprechen sie doch erstmals von zwei verschiedenen Zeitabschnitten. Nämlich Jesaja 60 ist eine Verheißung für eine Zeit, wo es noch Tag und Nacht geben wird. Frage an euch, wie lange wird es denn Tag und Nacht geben? Seit wann gibt es denn Tag und Nacht? Seit der Schöpfung, oder? Haben wir jetzt gerade die letzte Woche nochmal in der Lektion gelernt. Es war Abend und es wurde Morgen, der erste Tag und alle anderen waren gleichzeitig, genau so. Wie lange wird es Tag und Nacht geben?

[13:34] Genau, wo wissen wir das? Solange die Erde besteht, so wie wir sie kennen, wird es Tag und Nacht geben. In Erstemose, wo? Ziemlich am Anfang, genau. In welchem Zusammenhang, fangen wir mal so an, in welchem Zusammenhang verspricht denn Gott das Tag und Nacht? Noah, genau und zwar nach der Sintflut, ja jetzt kommen wir langsam hin, nach der Sintflut und die Sintflut, die Verheißung, genau und wo haben wir die Sintflut und das, was nach der Sintflut passiert? Erstemose 8, sehr gut. Vers 22, von nun an soll nicht aufhören, Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht, solange die Erde besteht. Also solange wir Saat und Ernte haben, Sommer und Winter, Frost und Hitze, haben wir auch Tag und Nacht. Aber mit der Wiederkunft kommt ein großer Einschnitt, aber die tausend Jahre finstern es auf der Erde und dann ist sowieso alles anders. Aber das heißt, Jesaja 60 spricht zuerst einmal von der Zeit, wenn noch, also noch vor der Wiederkunft, auf dieser Erde unter diesen Bedingungen, in dieser noch sündigen Welt, hätte ein Zustand erreicht werden können, der dem Paradies schon relativ ähnlich ist, wie ihr sehen könnt. So sehr, dass die Sprache fast identisch ist. Man merkt nur an diesem Detail, es wird keine Nacht mehr sein, dass es hier dann doch noch etwas herrlicher ist.

[15:07] Was können wir denn daraus lernen? Oder frage ich erstmal anders herum. Ich habe ja gerade gesagt, es hätte so sein können. Warum ist es nie dazu gekommen, dass Jerusalem solch eine Stellung hatte, dass sie Tag und Nacht die Tore hätten auflassen können und Könige mit der Herrlichkeit ihres Reiches nach Jerusalem gekommen sind? Warum ist es dazu nie gekommen?

[15:28] Ja, sie haben Jesus nicht als Messias erkannt. Sie haben Gottes Plan eigentlich nie wirklich voll umgesetzt. Selbst als sie aus dem Exil kommen konnten und die Stadt wieder aufbauen konnten, worauf sich Jesaja bezieht, bleiben die meisten in Babylon. Und kein Plan, den Gott eigentlich so macht, wird so vollumfänglich umgesetzt. Immer nur so ein bisschen und mit Kompromissen. Und dann gibt es wieder Erweckung, dann geht es wieder vorwärts, dann gibt es wieder Rückschritte. Das sieht man auch bei Esra nähe mir, das geht so vor und wieder ein bisschen zurück. Und das heißt, das was Gott eigentlich geplant hat, da gibt es ja etliche Verheißungen, etliche Prophezeiungen im Alten Testament, die haben sich nie völlig erfüllt.

[16:28] Jetzt könnte man ja was für einen, was könnte man jetzt denken über die Verheißung Gottes, wenn man jetzt da das liest und das hat sich nicht erfüllt und das hat sich nicht erfüllt und das hat sich nicht erfüllt. Israel ist nie so eine große mächtige Nation geworden, Jerusalem nie wieder diese große Stadt. Ja, das Problem ist, wenn man über die Verheißungen spricht oder liest, man vergisst auch an die Bedingungen. Schon Jeremia sagte, wenn Gott hat das und das Prophezeiung, aber wenn das Volk nicht dann, dass was Gott so verheißen hat, wie sie nicht erfüllt, oder umgekehrt. Wenn Gott möchte eine Pflage, aber wenn das Volk sie bekehrt, dann wird wieder er verzichtet daran. Wie wir sehen, Verheißungsbedingungen sind eng geknüpft.

[17:10] Wir sehen jetzt sehr gut, dass Verheißungen immer an Bedingungen geknüpft sind. Gott verspricht nicht einfach das Blaue vom Himmel, egal wie wir uns behalten, sondern sein Segen oder auch der Fluch als Strafe der Sünde sind abhängig davon, ob wir mit ihm leben oder ohne ihn. Denn nur wenn wir mit ihm leben, können wir auch wirklich von ihm profitieren.

[17:41] Da gibt es einen Punkt mit dem Gehorsam. Wenn du gehorsam bist, dann wirst du gesegnet sein in 5.Mose 28, 3.Mose 26 auch. Wenn du ungehorsam bist, wirst du Fluch erleben. Nun, jetzt ist es aber interessant, man könnte ja ein bisschen verzweifeln und denken, oh meine Güte, da gibt es so viele Dinge im Alten Testament, die haben die Juden schlichtweg verpasst. Das wird sich auch nicht mehr erfüllen hier auf dieser Erde. Der Zug ist abgefahren. Sie haben Jesus abgelehnt, sie haben ihn als Messias nicht angenommen. Jetzt gibt es das geistliche Israel. Der Zug ist abgefahren, die Prophezeiungen werden sich nie erfüllen.

[18:22] Vielleicht kennt ihr auch das Gefühl, dass man manchmal ins Leben zurückschaut und denkt, meine Güte, hätte ich doch nur. Gott hätte so viel anders in meinem Leben wirken können, wenn ich nur an der Weichenstellung richtig abgebogen wäre. Und Gott vergibt, Gott rettet, Gott bringt uns wieder zurück auf den Weg. Und trotzdem sieht man, dass das Leben irgendwie ein bisschen verkrüppelt ist. Man hätte ganz anders gesegnet sein können. Man hätte ganz andere Dinge tun können. Und man könnte vielleicht ein bisschen in die Depression verfallen und sagen, was bringt es, oder wie schade, das ist ja unwiederbringlich nicht mehr da.

[18:59] Die gute Nachricht von Offenbarung 21,25 ist, obwohl die Juden es versäumt haben, diese Erfüllung jemals zu erleben, sie haben die Bedingungen nicht erfüllt, heißt das nicht, dass Gott die Verheißung nicht erfüllt. Er erfüllt sie nur später. Aber er erfüllt sie.

[19:26] Es kann zwar sein, dass Gottes Plan sich in meinem Leben nicht erfüllt oder in unserem Leben, aber es kann nie sein, dass der Plan Gottes sich nicht erfüllt. Gottes Plan erfüllt sich immer. Die Frage ist nur mit mir oder ohne mich. Ihr wisst vielleicht, dass Ellen White mal gesagt hat, der Plan, warum Gott die Menschen geschaffen hat, unter anderem war, um auch die Reihen wieder aufzufüllen, nachdem ein Drittel der Engel abgefallen sind. Und das ist ganz schön schief gegangen erstmal, weil die Menschen selbst abgefallen sind und rebelliert haben. Und 6000 Jahre Umweg sind nötig, um irgendwann die Menschen dazu zu bringen, dass am Ende doch noch der Plan Gottes umgesetzt wird. Ja, Gott hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen.

[20:31] Ihr wisst vielleicht, das ist das berühmte Beispiel von Mose, der sich wünscht, das Land noch zu betreten. Und 1500 Jahre später betritt das Land wirklich, als er vom Himmel herabkommt, um Jesus zu stärken. Der Punkt ist, den ich machen möchte, diese Verheißung in Isaiah 60 ist nicht verloren, obwohl sie sich erst einmal für das Volk Israel nie erfüllt hat und in der Form auch nicht mehr erfüllen wird. Und im Detail wird sie sich auch nicht mehr erfüllen, denn es wird nie wieder einen Zeitpunkt geben, wo das irische Jerusalem die Tore Tag und Nacht offen hält. Aber Gott sagt, okay, auch wenn sich das nicht mehr erfüllt, die prinzipielle Idee wird sich erfüllen. Es wird eine Stadt Jerusalem geben, wo die Tore immer offen sind. Aber der Unterschied wird sein, es wird gar keine Nacht mehr geben. Man könnte also ein bisschen denken, als ob sozusagen beim Lesen von dieser Prophezeiung so ein bisschen im Hintergrund schon die eigentliche Prophezeiung so hervorleuchtet. Also wenn ihr solche Sachen lest wie Isaiah 60, stellt euch vor, da geht es um das irische Jerusalem, aber man sieht so an den Rändern schon so ein bisschen den Lichtglanz der Ewigkeit.

[21:50] Das geht noch weiter. Jetzt gehen wir nochmal zurück zu Isaiah 60 und schauen mal. Da gibt es nämlich noch mehr Details, die man jetzt hier mit dem neuen Jerusalem verbinden kann. Isaiah 60 und schauen wir mal Vers 12 an. Isaiah 60 und dort Vers 12.

[22:27] Genau, bei mir steht diese Nation sollen vollständig vertilgt werden. Seht ihr irgendeine Parallele zum Ende der Zeit mit Neu-Jerusalem? Irgendeine Parallele zwischen Isaiah 60 Vers 12 und dem, was wir über Neu-Jerusalem lesen. Gibt es da auch im Kontext von Neu-Jerusalem Völker, die vollständig vertilgt werden?

[23:03] Ah, wenn Neu-Jerusalem vom Himmel kommt, es erfüllt sich genau. Und das wird übrigens dann, kommen wir noch auf den Punkt zurück, das wird sich sehr deutlich zeigen, wenn die Stadt herunterkommt und die Tore offen sind, was nicht heißt, dass die Menschen jetzt einfach sich bekehren könnten, weil, wie wir wissen, sie die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen haben, aber Gott macht damit deutlich, prinzipiell, so ganz im Prinzip stehen meine Tore immer noch offen, aber niemand kommt auch nur auf die Idee sozusagen, in die Stadt hineinzugehen. Alle wollen einfach nur dagegen kämpfen. Sie wollen nicht dienen, sie wollen kämpfen, deswegen werden sie alle vernichtet und vertilgt. Wie du richtig sagst, das erfüllt sich eigentlich dann auch quasi buchstäblich, obwohl es, sag mal, im Kontext von Jesaja 60 zunächst einmal auf Jerusalem hier auf Erden gemünzt war.

[24:03] Wir springen mal noch ein bisschen weiter und gehen mal zu Vers 15 bis 18. Vers 15 bis 18. Den Dank für, dass du die Verlassene und Ungeliebte gewesen bist, zu der ich mein Krieg ging, will ich dich zur Kraft ewig machen und zu Freude führen. Du sollst Milch von den Völkern zaubern und der König im Brust soll dich heulen, auf das du erfährst, dass ich der Herr, dein Heiliger bin und ich der mächtige Jakobs, dein Erlöser. Ich will Gold anstatt des Erstes und Silber anstatt des Eisens bringen und Herz anstatt des Holzes und Eisen anstatt der Steine. Und ich will zu deiner Unglichkeit den Frieden machen und zu deinem Frieden die Gerechtigkeit. Man soll nicht mehr von Frieden hören in deinem Lande, noch von Schaden oder Verserben in deinen Grenzen, sondern deine Mauer soll dein Heim und dein Tod in Lohn heißen.

[25:29] Verlassen, ungeliebt, gehasst, niemand hat dich besucht. Auf welche Zeit spielt das an? Als Jerusalem zerstört war, als die Babylonier gekommen waren und nach und nach dann immer wieder kamen und am Ende den Tempel und die Stadt, alles zerstört haben. Da war Jerusalem ein Trümmerhaufen. Und Gott sagt, dieser Trümmerhaufen, der zerstört war, den werde ich wieder so herrlich machen, dass alle Völker da hinkommen werden. Und seine Idee war ja, dass tatsächlich die Stadt wieder so aufgebaut wird, dass es zum Zentrum der gesamten Weltmission wird, dass die Könige, nicht nur der Edomiter und der Moabiter und der Ägypter und der Babylonier, sondern am Ende die Japaner und die Indianer und die Südafrikaner von überall gekommen wären, um in Jerusalem anzubeten, um Gott kennenzulernen. Das war die Idee.

[26:30] Jetzt. Das hat sich so nicht erfüllt, oder? Warum? Weil die Juden letztendlich den nicht angenommen haben, an dem alle Verheißungen hängen. Denn die Bibel sagt uns, wer ist der Schlüssel für alle Verheißungen? Jesus. Lasst euren Finger mal hier in Jesaja 60. Wir kommen gleich zurück. Geht mit mir zu 2. Korinther 1. 2. Korinther 1 und dort Vers 20. 2. Korinther. 2. Korinther Kapitel 1 Vers 20.

[27:03] Da heißt es, denn so viele Verheißungen Gottes es gibt. In ihm ist das. Ja, und in ihm auch das Amen. Gott zum Lob durch uns. Mit anderen Worten, er ist die eigentliche Bedingung. Ohne Jesus kann man keine Bedingungen oder keine Bedingungen erfüllen. Ohne Jesus kann man keine Verheißungen in Anspruch nehmen. Ich kann nicht also sagen, weil die Bibel sagt, bittet und es wird euch gegeben, dass ich das ohne Jesus bekommen kann. Jede Verheißung erfüllt sich durch Jesus und mit Jesus. Und weil sie Jesus abgelehnt haben, konnte sich diese Verheißung hier, Jesaja 60, für die Juden nicht erfüllen.

[27:43] Aber jetzt kommt es. Gab es sofort, gab es denn Menschen, die Jesus angenommen haben? Wer war das? Wer hat Jesus angenommen, als Jesus kam? Die Apostel, genau. Und wie wurden diese... Die Gemeinde. Die Gemeinde, die Menschen, die wir dann die Christen nennen, oder? Die Jesus angenommen haben, sie werden die Gemeinde und sie werden jetzt das geistliche Israel. Und jetzt, jetzt denkt mal scharf nach. Wo erfüllt sich dann diese Verheißung über Jerusalem?

[28:23] Denn wir haben ja hier eine Verheißung über eine Stadt Jerusalem, für das irdische Volk Israel, die sich nie erfüllt hat. Aber wir sehen jetzt, es gibt Menschen, die Jesus angenommen haben. Es gibt Menschen, die die Bedingungen erfüllt haben. Das heißt, auch diese Verheißung muss sich ja irgendwo erfüllen, für diese Menschen. Neu Jerusalem. Okay, sehr gut. Neu Jerusalem. Erfüllt sie sich? Wie erfüllt sich für Neu Jerusalem? War Neu Jerusalem irgendwann mal verlassen und verhasst? War Neu Jerusalem irgendwann mal ungeliebt, leer? Und dann irgendwie kommen plötzlich wieder Leute dazu.

[29:14] Neu Jerusalem ist zunächst einmal leer. Also mal abgesehen von, von Henoch und Elia und so zwei, drei. Genau. Übrigens auch das irische Jerusalem war ja nie ganz leer. Es gab immer so ganz wenig Leute, die da noch gelebt haben. Also so ein paar Weinbauern oder so, die noch ein bisschen Weinbergbau betrieben haben. Es war ja fast leer. Okay, ist denn Neu Jerusalem ungeliebt? Muss es ja sein, sonst würden ja alle danach trachten, hinzukommen. Von wem? Ja, ist das nicht interessant? Wie viele Menschen, du hast einen richtigen Punkt gesagt, wie viele Menschen haben ihre größte Liebe auf den Himmel gelegt? Wie viele Menschen trachten nach dem Reich Gottes, als wäre es wirklich ihr Schatz? Für viele Menschen ist das ewige Leben tatsächlich etwas, was sie eigentlich gar nicht wollen. Weil die Bibel sagt uns, dass das fleischliche Denken dem Gesetz Gottes nicht untertan ist.

[30:35] Jetzt gibt es aber noch einen anderen Punkt, den ich kurz ansprechen möchte. Dann wird das gleich noch etwas deutlicher. Gibt es denn noch eine Erfüllung, außer von Neu Jerusalem im Himmel? Weil wir haben ja gesehen, okay, alle Verheißungen, dass die Könige der Erde nach Jerusalem kommen werden, das erfüllt sich dann nach den tausend Jahren und die Nationen werden ihre Ehre hineinbringen nach Jerusalem und so weiter. Gibt es denn noch eine Erfüllung dieser Verheißungen? Und hier schließen sich vielleicht ein paar Kreise, die wir jetzt seit Wochen und Monaten immer wieder neu durchdenken.

[31:12] Wie wird denn Neu Jerusalem genannt in Offenbarung 21? Fangen wir mal so an. Wie wird sie genannt, die Stadt hier? Ja, sie wird genannt die Frau von wem? Von Jesus. Die Braut des Lammes, oder? Die Frau von Jesus. Das ist ein Symbol für die Tatsache, dass Jesus hier König von Jerusalem sein wird. Gibt es denn noch eine Braut von Jesus? Eine echte Braut, eine reine Braut.

[31:50] Die Gemeinde, und zwar die Gemeinde hier auf der Erde. Was für eine Beziehung besteht denn zwischen der Gemeinde hier auf der Erde und dem himmlischen Neu Jerusalem? Gibt es da irgendeine Verbindung? Was verbindet die Gemeinde, was verbindet uns mit dem himmlischen Neu Jerusalem?

[32:21] Wir sind verlobt mit Jesus, sie ist verlobt mit Jesus. Verbindet uns noch etwas? Außer, dass wir denselben Bräutigam haben. Ihr Lieben, ihr solltet gut wissen, was euch mit Neu Jerusalem verbindet. Was verbindet dich mit Neu Jerusalem?

[32:45] Die Erlösung, ja. Jesus Christus. Ihr Lieben, es ist eure Heimat. Und zwar nicht in der Zukunft, sondern jetzt. Es macht doch einen Unterschied, ob ich denke, ich lebe hier auf der Erde und habe so diese vage Hoffnung, dass irgendwann, wenn ich mal sterbe und dann auferstehe, ich irgendwann eine andere Heimat habe, nämlich da in Neu Jerusalem. Oder ob ich denke, ich bin ein Bürger von Neu Jerusalem, mein Bürgerrecht ist im Himmel, jetzt kann ich nur leider momentan noch nicht daran leben, wegen der Umstände. Ich bin ein Fremdling, ein Wanderer hier auf dieser Erde. Das ist eine völlig andere Einstellung zum Leben, oder? Und welche von den beiden ist biblisch? Die Idee, ich wohne hier und später vielleicht mal in Neu Jerusalem, oder jetzt schon ist der Himmel eigentlich meine Heimat?

[33:40] Die letzte. Das hat Gott von Anfang an durch den Abram deutlich machen wollen. Du bist auf dieser Erde ein Wanderer. Wo steht in der Bibel, dass wir eigentlich Bürger von Neu Jerusalem sind? In Hebräer 11. Ja, Hebräer 11 deutet das auch an. Es gibt eine Stelle, schaut mal in Philippa 3, Vers 20. Da sagt es der Paulus so unmissverständlich.

[34:06] Philippa, Kapitel 3 und dort Vers 20, da sagt er, unser Bürgerrecht ist im Himmel. Und Paulus wusste, was er schreibt. Paulus hat hier nicht einfach nur irgendwelche vagen Ideen. Wenn der Paulus von dem Bürgerrecht schreibt, ihr wisst ja, welches Bürgerrecht er noch hatte, oder? Was war Paulus von seiner, also ethnisch war er was? So was, also seine, zu welchem Volk hat er gehört? Er war ein Hebräer. Ethnisch war er ein Hebräer, aber er hatte das römische Bürgerrecht. Das war nicht irgendeine Traumtänzerei. Das war etwas ganz Reales. Als Römer mit römischem Bürgerrecht, ihr wisst, es gibt die Geschichte, wo ein Anderer sagt, ja, ich habe viel Geld dafür bezahlt. Und dann sagt er, ich bin sogar daran geboren. Ein römisches Bürgerrecht hatte was für Vorteile. Man hatte ganz andere Rechte. Zum Beispiel, man konnte nicht gekreuzigt werden. Deswegen wird Paulus dann später geköpft. Man kann auch nicht ohne weiteres, ohne Verhör so gefoltert werden. Man hatte das Recht, immer sich auf den Kaiser zu berufen. Das hat er dann später auch gemacht. Es gab eine ganze Reihe von Rechten. Man konnte mit einem römischen Vollbürger nicht einfach so umspringen wie mit anderen Menschen. Das hatte ganz konkrete Auswirkungen auf sein Leben. Die Tatsache, dass er römischer Bürger war.

[35:33] Aber er sagt, er selbst, der römische Bürger war und sich auf den Kaiser berufen konnte, er sagt, wir haben eigentlich ein noch viel besseres Bürgerrecht. Und zwar ganz real, ganz juristisch. Unser Bürgerrecht ist im Himmel. Weil Paulus wusste dann irgendwann, musste selbst feststellen, man kann zwar das römische Bürgerrecht haben und sich darauf berufen und sich auf den Kaiser berufen. Aber wenn der Kaiser Nero heißt, hat man trotzdem verloren. Aber der König, auf den wir uns berufen können, ist nicht Nero oder Domitian, sondern Jesus Christus. Das ist der König.

[36:06] Und ist doch interessant, oder? Dass es hier eine direkte Verbindung gibt zwischen diesen beiden.

[36:24] Schaut mal, wenn wenig Menschen in der Gemeinde sind, haben auch wenig Menschen ihr Bürgerrecht in Neu-Jerusalem. Wenn die Gemeinde verwüstet ist, dann stehen auch viele Wohnungen potenziell leer. Weiß jemand von euch, wir sind gleich am Ende, aber weiß jemand von euch, welches Bild die Offenbarung verwendet, um zu beschreiben, dass im Mittelalter durch das Papsttum die Gemeinde angegriffen wird und so halb zerstört wird.

[37:02] Schaut mal mit mir in Offenbarung 11, und dort Vers 42, Vers 2. Offenbarung 11, Vers 2. 42 Monate kennt ihr, oder? 42 Monate sind 3,5 Jahre, 1260 Jahre von 538 bis 1798. Aber was soll hier zertreten werden in dieser prophetischen Bildsprache? Das wissen wir aus Daniel 7, das Volk Gottes wird zertreten, aus Daniel 11. Die heilige Stadt. Und welche Stadt ist das? Jerusalem.

[38:00] Die Bibel sagt mit anderen Worten, als das Papsttum die Gemeinde verwüstet und Gläubige zum Abfall bringt, als die zur Zeit des Mittelalters die wahre Gemeinde wirklich eine Ruine war, da gab es noch ein paar wenige versprengt, ein paar in Iona, ein paar bei den Waldensern, in der Finsternis überall, in Höhlen und so weiter, da sah die Gemeinde wie eine Ruine aus. Dann war das quasi so wie als Jerusalem von den Babyloniern zerstört war. Denn die Babylonier zerstören Jerusalem, das geistliche Babylon, Papsttum, zerstört die Gemeinde. Und was ist dann entsprechend die Botschaft an Jerusalem? Raus aus Babylon und wenn die wahren Gläubigen oder das Volk Israel aus Babylon rauszieht, kann die Stadt Jerusalem wieder aufgebaut werden, oder? Das ist ja das, was damals passiert ist nach dem babylonischen Exil. Die Israeliten sollten Babylon verlassen, um das zerstörte Jerusalem wieder aufzubauen. Und jetzt heißt es, nach den 1260 Jahren des Papsttums, nachdem die wahre Gemeinde so zerstört ist, in der zweiten Engelsbotschaft, Babylon ist gefallen und dann in Offenbarung 18 heißt es, kommt aus ihr heraus, um was zu tun. Um die Gemeinde aufzubauen.

[39:28] Die Gemeinde, die dann der ganzen Welt sagen soll, das ist, deswegen sagt Ellen White, Jesaja 60, wo es heißt, ich mache dich auf, werde Licht. Die Könige werden zu deinem Lichtglanz kommen. Sie sagt, das spricht von der Adventgemeinde. Und zwar nicht ohne Grund, weil Gott diese Gemeinde ins Leben gerufen hat, damit sie ein Lichtträger ist in einer Welt, in der immer mehr Dunkelheit um sich greift, damit die Gemeinde Gottes möglichst klar und deutlich wiederhergestellt ist. Und was wir lernen aus der Geschichte ist, vieles von dem hat sich nie erfüllt in Jerusalem. Könnte es sein, dass Gott auch größere Pläne mit der Gemeinde hatte und hat, als sie sich momentan erfüllen, weil wiederum wir die Bedingung nicht erfüllen, an die er seine Verheißung geknüpft hat.

[40:18] Da kann man eine ganze Menge weiter hier studieren. Wir haben die Zeit jetzt nicht, aber es ist sehr interessant zu sehen, wie sehr sozusagen Jerusalem, diese Verheißung in Jesaja 60, mache dich auf, werde Licht. Wir sehen, manches davon erfüllt sich direkt in Neu-Jerusalem. Wenn die Tore nicht mehr geschlossen werden usw. Übrigens auch ein schönes Bild für die Gemeinde. Auch die Gemeinde sollte offene Tore haben für Menschen aus allen Nationen, Völker, Stämmen und Sprachen. Alle, die kommen wollen, dürfen kommen. Und wir sehen, wie sehr die Gemeinde mit Neu-Jerusalem verbunden ist.

[40:53] Zum Abschluss möchte ich euch noch eine andere Sache kurz zeigen, die mir heute beim Studium gekommen ist, bei der ich mich sehr gefreut habe. Das ist ein bisschen jetzt ein anderes Thema, ganz kurz. Und zwar schaut mal mit mir in Offenbarung 20. Der Vers Offenbarung 21, Vers 25 kann uns nämlich helfen, eine Stelle zu erklären, die sonst immer so ein bisschen, also wir haben zwar gute Erklärungen dafür, aber trotzdem immer und immer wieder so gegen die biblische Wahrheit verwendet wird. Schaut mal in Offenbarung 20, Vers 10. Wer mag mal Offenbarung 20, Vers 10 lesen?

[41:45] Habt ihr schon mal gehört, dass Leute sagen, dieser Vers belegt eine ewig brennende Hölle? Ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und wir zeigen dann aus der Bibel, dass Ewigkeit nicht immer endlos bedeutet. Ja, wir sprechen vom ewigen Feuer. Also ihr kennt die ganzen Bibeltexte, ist alles gut. Aber heute ist mir was aufgefallen. Wie könnte uns Offenbarung 21, Vers 25 helfen, diesen Text noch besser zu erklären?

[42:14] Ja, die Menschen, sie werden gequält, nämlich Tag und Nacht. Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es wird eine Ewigkeit für sie anfühlen. Es wird ein langer Zeitraum sein, aber Tag und Nacht. Aber es wird einen Zeitpunkt geben, wo es keine Nacht mehr gibt. In Offenbarung 21, wenn dann das Feuer gefallen ist, wenn die Menschen verbrannt sind, gibt es keine Nacht mehr. Aber die Menschen werden nur gequält Tag und Nacht. Das heißt, man braucht gar nicht Griechisch hören, was Ewigkeit bedeutet. Allein die Tatsache, dass es keine Nacht mehr gibt, ist ein Beweis, dass das nicht in alle Ewigkeit ist, im Sinne von endlos. Ist doch toll, oder?

[42:48] Ich habe eine Frage. Nach tausend Jahren, wie gesagt, hat es sehr lange. Oh ja, das, oh ja. Nicht einige Tage, also ich gebe vor, es stehen da so selbst vier Jahre. Wie lange, wissen wir nicht. Aber es ist sicherlich lange. Aber schaut mal, ist das nicht schön? Man kann sozusagen innerhalb der Offenbarung schon zeigen, dass diese Höllentheorie völlig gegen die Bibel spricht. Es wird keine Nacht mehr sein. Kein Schmerz, keine Tränen, kein Leid, kein Tod, deswegen auch keine Qual und keine Pein.

[43:18] Und es ist nicht schön, damit schließen wir, es wird zwar keine Nacht mehr geben, aber wir werden nicht übermüdet sein. Wenn wir jetzt einfach die Nacht ignorieren, dann, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich die Nacht ignoriere, dann bin ich danach nicht zu gebrauchen. Wenn man so eine Nacht durcharbeitet oder so, ist nicht zu empfehlen. Aber dann werden wir keine Nacht brauchen, weil wir uns nie überarbeiten, weil wir keinen Zeitdruck haben, Dinge irgendwie unter Stress schnell fertig zu bekommen. Es wird keine Müdigkeit mehr geben, keine Erschöpfung, keine Deadlines mehr, die eingehalten werden müssen. Es ist einfach, wie Ellen White sagt, das sonnenlose Licht eines ewigen Tages. Ist doch herrlich, oder? Ich freue mich schon sehr darauf. Und wer von euch möchte ebenfalls dabei sein und seinen Platz hier in Neu-Jerusalem sicher und fest haben, weil wir wissen, dass unser Name eingeschrieben ist im Buch des Lebens und heute schon hier seinen Beitrag dazu leistet, dass diese Stadt wieder ganz herrlich wird. Das ist euer Wunsch. Dann lasst uns doch gemeinsam niederknien und beten.

[44:42] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass diese Stadt Neu-Jerusalem so herrlich ist. Und Herr, wenn wir ehrlich sind, verbringen wir zu wenig Zeit, sie uns ganz praktisch vorzustellen. Und dabei ist es doch unsere Heimat jetzt schon. Denn wir sind eigentlich hier nur Fremde. Herr, manchmal leben wir gar nicht so und es ist uns nicht so wirklich bewusst. Lass uns neu darüber nachdenken, dass unser Bürgerrecht im Himmel ist und dass wir von dir geführt und geleitet werden können, jeden Tag. Herr, wir möchten dich um Vergebung bitten, wenn in unserem persönlichen Leben, in unseren Familien, in unseren Gemeinden deine Pläne sich nicht voll entfalten konnten, weil wir die Bedingungen vernachlässigt haben. Vor allem die größte Bedingung, nämlich mit dir zu leben, Herr Jesus, denn du bist die Erfüllung aller Verheißungen. Und so bitten wir dich, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und danken dir, dass du zu uns gesprochen hast. Im Namen Jesu, Amen.

[45:59] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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