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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt analysiert Christopher Kramp die ernsten Worte Jesu an die Städte Chorazin, Bethsaida und Kapernaum. Er beleuchtet, warum diese Städte, trotz der vielen Wunder, die Jesus dort wirkte, keine Buße taten und welche Konsequenzen dies hatte. Die Botschaft betont die Wichtigkeit echter Umkehr und die Verantwortung, die mit dem Empfang von Gottes Licht einhergeht.

In dieser Predigt wird die ernste Botschaft Jesu an die Städte Chorazin, Bethsaida und Kapernaum beleuchtet, die trotz zahlreicher Wunder und Lehren keine Buße taten. Christopher Kramp vergleicht ihre Situation mit der von Tyrus, Sidon und Sodom und betont die Bedeutung der Erkenntnis und der Reaktion auf Gottes Botschaft. Die Predigt fordert dazu auf, die eigene Herzenshaltung zu prüfen und Buße zu tun, um nicht ein schlimmeres Schicksal als diese antiken Städte zu erleiden.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar, der Ersehnte. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt, jetzt auf joelmedia.de. Wir wollen heute eine der vielleicht etwas herausfordernden oder zumindest ernsteren Aussagen von Jesus uns anschauen. Es sind nur vier Verse oder fünf, wird nicht so lange dauern, aber sie haben es in sich und ich glaube, sie werden uns auch ein bisschen herausfordern innerlich. Und bevor wir damit anfangen, wollen wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und dass wir die Evangelien haben, die uns auf eine so wunderbare Art und Weise den Charakter Jesu präsentieren, wie er mit Menschen umgegangen ist und wie er Menschen auch ermahnt hat. Wir möchten dich bitten, dass wir auch in dieser Sache von ihm lernen, dass wir Dinge für unser persönliches Leben mitnehmen dürfen und dass wir uns selbst fragen, ob die Dinge, die Jesus hier sagt, auch auf uns zutreffen. Bitte sprich du mit deinem Heiligen Geist zu uns und zeige uns, was du über uns denkst und wie wir dir näher kommen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:51] Lasst uns aufschlagen, Matthäus 11 und dort ab Vers 20. Der Abschnitt, den wir heute studieren wollen, den studieren wir heute nur hier in Matthäus 11. Es gibt ihn fast ähnlich lautend nochmal in Lukas, allerdings chronologisch zu einem späteren Zeitpunkt. Jesus hat ja manchmal manche Dinge auch mehrmals gesagt, also wenn wir dann zu einem gegebenen Zeitpunkt dann nochmal anschauen, dann im anderen Kontext. Wir bleiben heute hier in Matthäus 11, ab Vers 20, ein paar Verse und es geht jetzt eigentlich recht überraschend los, wenn man im Hinterkopf hat, was gerade gewesen ist. Vielleicht können wir noch ganz kurz in ein, zwei Sätzen zusammenfassen, was war in den Versen vorher in Matthäus 11 passiert? Worum ging es da? Es ging um Johannes den Täufer, der im Gefängnis Zweifel bekam, ob Jesus wirklich der Messias ist. Die Jünger des Johannes hatten das so ein bisschen in ihn hinein geflüstert und er hat sich gefragt, warum Jesus ihn nicht befreit und er sandte dann zwei seiner Jünger zu Jesus. Die haben die Frage gestellt und Jesus hat wie geantwortet? Erst einmal gar nicht mit Worten, sondern nur durch Heilungen und hat am Ende des Tages gesagt, erinnert euch, geht und sagt dem Johannes, was ihr gesehen habt. Und durch sein Handeln hat er gezeigt, er ist der Messias, hat die Jesaja 61, die anderen Stellen erfüllt.

[3:28] Und dann hat Jesus allerdings es für notwendig erachtet und für richtig, über Johannes zu sprechen. Was hat er über Johannes nochmal gesagt? So mit ein, zwei Worten zusammengefasst, was war seine Botschaft an die Menge über diesen Johannes den Täufer? Johannes war ein mächtiger Prophet, er war mehr als ein Prophet, er war der Bote, der den Boden des Bundes angekündigt hat. Maleachi, die Erfüllung von Jesaja 40, die Erfüllung von Maleachi, der Elia, der kommen soll und damit hat er immer quasi zwischen den Zeilen ausgedrückt: Ich bin der Messias. Was er dem Johannes deutlich gemacht hat, hat er jetzt der Volksmenge deutlich gemacht. Und dann haben wir das letzte Mal gesehen, vor allem auch in Lukas, dann sagt er, dass viele Menschen auf die Taufe oder auf die Predigt des Johannes sich haben taufen lassen und indem sie sich taufen lassen, haben sie was gegenüber Gott getan? Sie haben Gott recht gegeben, sie haben Gott gerechtfertigt, dass die Sünde falsch ist und Gottes Gerechtigkeit richtig. Aber eine andere Gruppe hat das nicht getan. Welche Gruppe war das? Die Pharisäer. Und dann hat Jesus den Zustand der Pharisäer verglichen mit diesem interessanten Gleichnis von den Kindern auf dem Marktplatz, da wo egal was gespielt wird, ob traurige oder fröhliche Musik, die anderen Kinder reagieren gar nicht. Egal was man macht, die machen nicht mit. Und damit hat er illustriert, dass egal wie Gott zu den Pharisäern sprach, ob durch den strengen Johannes den Täufer in der Wüste oder durch Jesus, der mit den Sündern aß, egal was, auf welche Art und Weise Gott mit ihnen kommuniziert hat, sie wollten nicht. Sie haben Johannes für extrem befunden, Jesus für zu liberal, haben alles eingeordnet, sie selbst waren richtig und waren doch am allerfalschesten. Und in diesem Kontext, also das Ende mit diesem Satz: Die Weisheit ist gerechtfertigt worden von ihren Kindern, das heißt die Kinder, die Kinder der Weisheit, die wirklich Weisen, die Jesus angenommen haben, die haben Gott recht gegeben, indem sie auf die Botschaft der Buße reagiert haben und sich haben taufen lassen.

[5:30] Und jetzt in Vers 20 geht es weiter. Da fing er an, die Städte zu, wie steht es bei euch, die Städte zu schelten, in denen die meisten seiner Wundertaten geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten. Das liest man nicht so häufig bei Jesus, oder? Dass er jemanden schilt. Was ist denn ein anderes Wort für schelten? Ermahnen. Ja, also bei schelten, da steckt auch schon so ein bisschen, also Vehemenz dahinter. Man kann jemanden so ermahnen, so liebevoll mit dem Augenzwinkern, aber schelten, das ist so ein bisschen intensiver, oder? Und gibt es im Alten Testament so Personen, die das Volk so richtig getadelt und ermahnt haben? Jona hat dann vor allem die Assyrer getadelt, musste auch selbst getadelt werden von Gott, genau. Ja, Elia, Jesaja, das ist eigentlich so eine typische, das verbinden wir mit den Propheten, ja, die auch mit dem Zeigefinger, aber die doch sehr deutlich gesagt haben, was schief läuft im Volk Gottes. Jesus war auch ein Prophet, zumindest handelt er hier so auch wie die Propheten. Interessant ist aber trotzdem auch, dass man jetzt nicht ständig in den Evangelien liest und Jesus tadelte den und Jesus tadelte den und Jesus tadelte den. Also ich habe mir überlegt, also ich weiß gar nicht, wie lange wir jetzt schon dieses Seminar hier machen, aber bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch gar keine richtige Geschichte, wo Jesus jemand anders so richtig getadelt hat. Das kommt vor, aber es kommt dann auch sozusagen einem großen Kontext vor, nämlich Jesus hat hier monatelang geheilt und gepredigt und irgendwann ist auch der Platz für den Tadel.

[7:41] Sehr interessant, wenn man sich das so ein bisschen überlegt, weil wir manchmal lesen bei den Propheten dann irgendeinen Tadel und denken, wir können bei jedem Missstand, den es gibt, einfach sofort wie die Propheten draufhauen, ja, so tadeln. Ja, das haben die Männer Gottes auch gemacht, aber Jesus zeigt uns quasi, wann der Tadel berechtigt ist. Warum hat denn Jesus hier getadelt? Sie haben nicht Buße getan, obwohl große Taten sie gesehen haben. Hinter diesem Wort große Taten verbirgt sich etwas sehr Interessantes, und zwar ein griechisches Wort, das auch ohne Kenntnis des Griechischen wahrscheinlich gut übersetzen könnte, nämlich das Wort Dynamis. Hat jemand irgendeine Idee, was sich hinter dem Wort Dynamis verstecken könnte? Kraft, ja, also das Wort Dynamit ist davon abgeleitet. Das heißt nicht, dass mit dem Wort Dynamis immer so zerstörerische Sprengkraft gemeint ist, es ist einfach nur das Wort für Kraft, aber da zeigt sich Kraft. Im Griechischen werden öfter verschiedene Worte verwendet für die Wunder Jesu und hier wird das Wort Dynamis verwendet, um zu zeigen, wann immer Jesus ein Wunder getan hat, zeigt sich Kraft. Die Kraft Gottes, ich meine ganz offensichtlich, ja, wenn jemand blind ist und er kann plötzlich sehen, wenn jemand lahm ist und er kann plötzlich springen wie ein Hirsch, wenn jemand von Dämonen besessen war und plötzlich ist er ganz normal, da zeigt sich Kraft, oder? Da sieht man, dass sich was verändert. Warum betont die Bibel hier, warum betont Jesus, dass die Wunder eine Kraft illustriert haben? Warum hat Jesus versucht, durch die Wunder den Gedanken der Kraft zu illustrieren?

[9:32] Okay, also um zu zeigen, ich bin der Sohn Gottes. Aber trotzdem wissen wir auch, dass Jesus eigentlich nicht wollte, dass die Menschen ihm wegen der Zeichen folgen, ja, also das stimmt schon, aber es gab viele Menschen, die folgten Jesus aufgrund der Zeichen und sind dann wieder von ihm gegangen. Also das war nicht primär der Grund, dass Jesus einfach nur sagen wollte, ich bin der Sohn Gottes, weil ich hier diese Zeichen tun kann. Was wollte er mit diesen Zeichen also illustrieren? Warum sagt er hier diese Krafttaten, eigentlich, wenn man es wörtlich übersetzen würde, diese Kraftwirkung? Warum sagt Jesus, diese Wunder zeigen euch eine Kraft? Wenn ihr jetzt ein bisschen auch den ganzen Vers anschaut und die Idee dahinter. Welcher Kraft widersetzen sie sich, wenn sie nicht, ah und wie nennt man diese Kraft Gottes, die das Herz verändern soll? Das Evangelium, nicht wahr? Paulus sagt: Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, für den Juden zuerst und dann auch für den Griechen. Die Wunder, haben wir oft gesagt, aber hier kann man es schön sehen, die Wunder illustrieren das Evangelium. Die Wunder sind Kraftwirkungen, weil sie sollen das Evangelium illustrieren. Und ich meine, das sagen wir oft, aber ist uns das bewusst, dass genau so mächtig, wie Jesus einen Blinden sehend machen kann und einen Lahmen springend machen kann, Jesus unsere Sündenprobleme lösen kann und zwar so radikal, so kraftvoll. Wir sagen, wo sind die Wunder? Wir würden so gern sehen, dass Leute springen und sehen und aufstehen von den Toten vielleicht, aber das sind alles nur Illustrationen für die eigentliche Kraft, die Gott in unserem Herzen tut und tun möchte. Und das ist sozusagen jetzt die Idee, er hat all diese Wunder getan, er hat quasi illustriert, welche Kraft Gott hat.

[11:48] Kennt ihr eine Geschichte, wo Jesus sogar das miteinander verbindet, die Vergebung der Sünden und die Heilung eines Menschen, wo er sagt, quasi anhand dieser Heilung könnt ihr sehen, dass ich Sünden vergeben kann? Ja, genau, der Lahme, der durchs Dach kam und der liegt dort und Jesus sagt: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. Und da rasten die Pharisäer innerlich aus und dann sagt er: Damit ihr seht, dass der Menschensohn Kraft hat, Sünden zu vergeben, oder Vollmacht hat, sagt ihm: Steh auf! Die Heilung, die Kraftwirkung illustriert die Kraft, die Jesus hat im Evangelium. Und jetzt stellt er Folgendes fest: Ich habe so viel Illustrationen gegeben, die Leute haben so viele Kraftwirkungen gesehen, wo bleibt die Kraft in ihrem Leben? Sie haben so viel gesehen, so viele Wunder, so viele Fügungen, so viele erstaunliches Eingreifen Gottes und trotzdem sind sie charakterlich, geistlich mehr oder weniger immer noch dieselben und deswegen tadelt er sie. Und ihr wisst vielleicht, Ellen White beschreibt, wenn Jesus getadelt hat, wie muss man sich den Tonfall vorstellen, weil wenn wir an Schelten denken, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber beim Wort Schelten denke ich so, ist meine erste Assoziation irgendjemand, der so mit hochrotem Kopf, ja, vielleicht mit der Hand, mit einem Kochlöffel in der Hand vielleicht irgendwie so jemanden schilt, aber das ist nicht, wie Jesus das Wort Schelten interpretiert, sondern wie hat Jesus getadelt? Mit Tränen in den Augen. Das sind ernste Worte hier. Leider kann man die Tränen nicht sehen im Text, aber das muss man im Hinterkopf haben, Jesus hat mit Tränen in den Augen diese Menschen getadelt.

[13:42] Keine Buße. Warum ist ihm, das ist jetzt interessant, warum erwähnt denn jetzt Matthäus direkt hier in diesem Kapitel, dass diese Städte, in denen Jesus gewirkt hat, keine Buße getan haben? Warum kommt das ausgerechnet jetzt hier, wenn ihr mal an das ganze Kapitel noch mal denkt? Um was ging es im Kapitel bisher? Es ging um Johannes den Täufer und warum war Johannes der Täufer da? Er hatte eine Botschaft der Buße und er war der Vorläufer von Jesus, der hat eine Botschaft der Buße. Und jetzt, also Jesus sagt quasi, also es ist die Verbindung. Er sagt, Johannes der Täufer hatte eine Botschaft der Buße und alle, die die Buße angenommen haben, haben Gott gerechtfertigt und die Pharisäer haben sie nicht angenommen, ja. Und das ist in unserem Kopf ganz klar, natürlich, die Pharisäer sind ja sowieso die arroganten Theologen von damals, die haben sich Johannes nicht gebeugt, Jesus nicht gebeugt, klar. Aber jetzt sagt Jesus, die Städte, wo er am meisten gewirkt hat, haben es auch nicht angenommen, sie haben auch nicht Buße getan, obwohl sie nicht nur Johannes hatten, sondern sogar Jesus.

[15:00] Ist es möglich, ganz viel mit Gott zu erleben und nicht Buße zu tun? Die haben hier Dinge mit Gott erlebt, nach denen anderen sich die Finger geleckt hätten. Die haben Wunder über Wunder erlebt. Ellen White sagt, es gab Dörfer, da gab es keinen einzigen Kranken, da mussten die Arztpraxen schließen, niemand mehr da, der krank ist und sie haben trotzdem nicht Buße getan. Jetzt die Leute waren nicht begeistert von Jesus. Die haben wahrscheinlich in der Synagoge erzählt, Jesus hat das getan, Jesus hat das getan, wunderbar, nach Erfahrung, nach Erfahrung und doch war da keine echte Buße. Schaut mal mit mir in Jeremia 8, Vers 6. Auch dieser Gedanke, diese Trauer, dass da keine Buße ist, kommt wie so ziemlich alles im Leben Jesu und von seinen Worten aus dem Alten Testament. Jeremia, Kapitel 8 und dort Vers 6. Jeremia 8, Vers 6.

[16:11] Denn ich gab acht und horchte, sie reden nicht, was recht ist, da ist keiner, der seine Bosheit bereut, der sagt, was habe ich getan, sondern sie alle wenden sich zu ihrem Lauf wie ein Ross, das sich in den Kampf stürzt. Genau, da spricht Gott durch Jeremia und sagt: Hey, ich habe hingehört, ich habe mal geguckt in meinem Volk, ich habe mal hingehört. Gibt es da jemand, der echt Buße tut, dem es leid tut, was er getan hat? Ich habe hingehört und die machen immer weiter. Es ist ein schönes Bild, was für ein Bild verwendet er? Also ein schönes, also ein eindrückliches Bild. Was für ein Bild verwendet er von diesen unbußfertigen Gläubigen? Ein Pferd und zwar in welcher Situation? Im Krieg, genau. Und wohin galoppiert das Pferd? Quasi in sein Verderben hinein. Das Schlachthaus, das läuft und läuft und läuft und macht sich keine Gedanken, dass es wahrscheinlich gleich umkommen wird, weil irgendein Soldat die Beine abschlagen wird oder so, ja, oder irgendwie töten wird. Macht sich keine Gedanken, wo es hinläuft. Geradeaus, ja, Scheuklappen.

[17:24] Eigentlich ein interessantes Bild für Menschen, die in der Gemeinde denken, immer weiter, weiter, weiter, weiter, weiter, weiter und nicht sich Zeit nehmen zu fragen: Bin vielleicht ich gemeint? Wir bleiben noch in Jeremia, weil jetzt die Frage, die Jesus gleich stellt, oder die Aussage eigentlich auch aus dem Alten Testament kommt, aus Jeremia 13 und dort Vers 27. Da gibt es auch so eine, es gibt so ein paar Stellen der Bibel, wo man den Eindruck hat, dass Gott, also wo man den richtigen Eindruck hat, dass Gott so fast verzweifelt ist, mit Tränen in den Augen sagt: Also, was soll ich tun? Jeremia 13 und dort Vers 27. Wer mag das mal lesen?

[18:01] Denn ich habe gesehen deine Ehebrecherei, deine Geilheit, deine freche Hurerei, ja, deine Gräuel auf den Hügeln und im Felde. Wehe dir, Jerusalem, wann wirst du doch endlich rein werden?

[18:24] Genau, bei mir steht hier am Ende: Willst du denn nicht rein werden? Wie lange geht es noch so? Also könnte Gott vorstellen, er sagt, ich beobachte das und beobachte das und beobachte das und ich frage mich selbst, wie lange soll das noch so gehen? Wollt ihr nicht rein werden? Und mit dieser Frage verbunden ist dieser Ausruf: Wehe Jerusalem. Und das ist das, was Jesus jetzt aufgreift an dieser Stelle und jetzt nicht auf Jerusalem, sondern eben, also Jerusalem könnte man noch denken, das wissen wir, Jerusalem ist viel Abfall, aber gerade auf diese Städte anwendet, wo er am meisten getan hat. Und das können wir jetzt lesen in Matthäus 11, Vers 21. Wer mag den mal lesen?

[19:21] Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche Buße getan.

[19:30] Genau, im altesten Moment sagt Jeremia: Wehe dir, Jerusalem, wie lange soll das noch so gehen? Willst du nicht rein werden? Und jetzt sagt Jesus: Wehe dir, Chorazin, wehe dir, Bethsaida. Ich bin jetzt hier seit Monaten und predige Tag ein, Tag aus. Wollt ihr euch nicht irgendwann mal ändern? Das ist dann der Gedanke. Vielleicht denkt Gott manchmal auch so über uns und sagt: Jetzt habe ich dir tonnenweise Ellen White Bücher, Ratschläge ohne Ende und das liest du und liest du und liest du und erzählst vielleicht noch anderen, aber willst du dich nicht vielleicht auch ändern?

[20:15] Wehe dir, Chorazin. Chorazin kommt eigentlich sonst in der Bibel gar nicht so richtig vor, muss aber offensichtlich eine Stadt gewesen sein, in der Jesus sehr viel gemacht hat. Chorazin liegt eigentlich, wenn man von Kapernaum schaut, eigentlich nur ein paar Kilometer weiter auf dem Hügel. Also Kapernaum ist direkt am See Genezareth und wenn man da den Hügel einfach nach Norden so hoch geht, ein paar Kilometer, kommt man nach Chorazin. Bethsaida ist auch in der Nähe. Woher kennen wir Bethsaida? Bethsaida in der Bibel im Neuen Testament. Ein Wunder hat er in all diesen Städten getan, aber woher kennen wir ihn? Bethsaida heißt übersetzt, weiß es jemand? Bethsaida heißt übersetzt das Haus des Fisches, noch so ein Fischerdorf und aus Bethsaida kommen mindestens drei uns bekannte Personen, die sind aus Britannien. Bethsaida ist der Heimatort von Petrus, Andreas und Philippus. Ja, möglicherweise auch von Johannes und Jakobus, aber das ist nicht ganz klar. Aber von den dreien wissen wir es explizit, die kommen aus Bethsaida. Das ist also da, wo die Jünger gewesen sind. Das ist da, wo ganz viele Wunder und Lehren von Jesus gewesen sind. Er sagt: Wehe dir, Chorazin, wehe dir, Bethsaida.

[21:34] Und dann vergleicht er sie mit zwei anderen Städten, nämlich mit Tyrus und Sidon. Jetzt, was wisst ihr über Tyrus und Sidon? Wo lagen die? Die lagen nicht am See Genezareth, sondern ein bisschen weiter nördlich, ein bisschen nordwestlich, genau. Oder was war das Besondere an diesen Städten? Was sind das für Städte? Das sind phönizische Städte und die Phönizier sind eigentlich, wer? Anderer Name für die Phönizier? Nicht Philister, sondern Kanaaniter. Das sind auch Überreste der Kanaaniter. Ihr kennt vielleicht die Phönizier, also diese Städte liegen wo geografisch? Also so nicht in den Bergen, sondern am Meer, genau. Am Meer, weil die Phönizier waren ein Seefahrervolk, ähnlich wie die Griechen. Die haben sich öfter auch gekabbelt, die Griechen und die Phönizier. Die Griechen haben übrigens von den Phönizier das Alphabet übernommen und die Phönizier haben dann auch, ihr wisst vielleicht, dann berühmte Städte gegründet in Nordafrika. Eine nannten sie Neustadt, Kartascht, das war dann Karthago, da kommt später Hannibal, der heißt dann Baal, wegen Baal und Kanaaniter und so weiter. Wie auch immer, die kommen in der Bibel öfter vor, Tyrus und Sidon als große Handelstädte. Das war so quasi wie New York oder Shanghai oder Amsterdam, also so große Städte, die für den Welthandel damals so zuständig waren. Da war viel Reichtum, da war viel Luxus, da war viel Laster. Entsprechend wisst ihr vielleicht, Tyrus ist mit einer anderen Stadt ganz oft fast austauschbar verwendet, mit einer anderen großen bösen Stadt. Der Satan wird entweder bezeichnet als der König von Tyrus oder der König von Babylon. Tyrus, Babylon, auch in der Offenbarung 18 gibt es ganz viel aus Tyrus, was so dann verwendet wird. Also das ist nicht einfach nur ein kleines nettes Hafenstädtchen, sondern das ist eine der großen Metropolen, der ganz viel Böses war und es gibt auch im Alten Testament immer wieder Gerichte über Tyrus und Sidon und da kann man hier Seckel lesen, bei Amos. Und weiß jemand, wie eigentlich Tyrus, also Tyrus ist zerstört worden durch wen? Ja, am Ende durch Alexander. Erst durch Nebukadnezar, das gab es das Festland Tyrus, das hat Nebukadnezar zerstört und dann kam Alexander ein paar hundert Jahre später, hat die Insel Tyrus auf der Insel erobert, indem er die Ruinen genommen hat und in das Meer gelegt hat, 800 Meter Damm aufgeschüttet, als Erfüllung von Hesekiel.

[24:03] Aber was sagt Jesus jetzt über diese Städte hier? Das ist eigentlich der entscheidende Gedanke. Was ist quasi Jesus, das Argument von Jesus, wenn er diesen Festland anschaut? Wenn man ihn mit eigenen Worten zusammenfasst, was sagt Jesus hier eigentlich?

[24:24] Ja, ganz genau. Er sagt mit anderen Worten, wenn ich statt zu euch ins erste Jahrhundert gekommen wäre, wenn ich stattdessen ins neunte Jahrhundert vor Christus nach Tyrus gekommen wäre und dort die Kranken geheilt hätte und dort gepredigt hätte, was ich euch predige, da hätte es eine Erweckung gegeben, die sehe ich hier nicht. Und das erinnert uns ein bisschen an das, was Jesus auch schon in Kapitel 12 gesagt hat. Schaut mal, Matthäus 12 und dort Vers 41 und 42, da sagt er nämlich: Die Männer von, da findet noch ein anderes Beispiel, noch so eine böse Stadt, die Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und werden es verurteilen, denn sie taten Buße auf die Verkündigung des Jona hin und siehe, hier ist einer, der größer ist als Jona. Also das ist ein Gedanke, den Jesus immer wieder sagt, schaut mal, an anderen, die Heiden, ja, die haben die wenigen Vorräte, die sie gehabt haben, viel besser genutzt, als ihr, die ihr so viel wisst.

[25:30] Und das ist jetzt ein sehr interessanter Gedanke, den wir von vornherein mal wirklich auf uns wirken lassen wollen, denn wir sind als Adventisten in einer Situation, wo dieser Vers sehr relevant für uns ist, denn wir wissen eine ganze Menge, wir haben enorm viele Vorräte und man könnte sich mal die Frage stellen, was würde passieren, wenn manche Heiden oder manche andere Christen mal das erfahren, was wir erfahren. Man kriegt doch mal einen Eindruck davon, wenn so manchmal Leute damit in Kontakt kommen und plötzlich total begeistert sind, ja unglaublich, habe ich noch nie gehört, ja, die kriegen, also es sind ja oft die Leute, die dann da zum ersten Mal sich dadurch bekehren, die plötzlich enorm Eifer und Schwung in die Gemeinde bringen und man stellt sich die Frage, warum hat das bei den Geschwistern das nicht ausgelöst, ja, warum sind die nicht so begeistert von dem, was andere total begeistert finden, wenn sie es denn endlich mal hören können.

[26:23] Schaut mal mit mir in Vers 42 noch, genau, also 42 ist genau das gleiche. Schaut mal in Hesekiel 3, das ist interessant, ja, Hesekiel 3 und dort Vers 6 und 7. Hesekiel 3, Vers 6 und 7, das ist eigentlich auch ziemlich traurig, was Gott hier dem Hesekiel sagen muss. Schaut mal in Hesekiel 3, Vers 6 und 7.

[26:57] Wer mag das lesen? Hesekiel 3, Vers 6 und 7. Nicht zu großen Nationen, die eine unverständliche Sprache und schwere Zunge haben, deren Worte du nicht verstehen könntest. Wahrlich, wenn ich dich zu solchen Leuten senden würde, so würden sie auf dich hören. Aber das Haus Israel wird nicht auf dich hören wollen, sie wollen ja auch auf mich nicht hören, denn das ganze Haus Israel hat eine harte Stirn und ein verstocktes Herz.

[27:20] Also Gott sagt mit anderen Worten: Hey, Hesekiel, wenn ich dich nach China senden würde, dann hättest du Erfolg, aber in deinem eigenen Volk, da wirst du auf taube Ohren geschlossen. Und das ist ein ziemlich ernster Gedanke, weil das jetzt nicht nur Hesekiel so geht, sondern das geht sogar Jesus selbst. Und wenn man dann noch ein bisschen darüber nachdenkt, dass auch der Geist der Weissagung das Zeugnis Jesu genannt wird, das also im Geist der Weissagung Jesus zu uns spricht, dann kann man eigentlich ziemlich sicher sagen, dass es noch niemals eine Zeit gegeben hat, in der es quantitativ so viele Aussagen von Jesus gegeben hat. Also wenn man all das, was im Geist der Weissagung steht, noch zunimmt zu der Bibel, ist das einfach noch ein Quantensprung an Information. Also das ist quasi nicht nur ein bisschen Licht, das scheint mit enormer Stärke auf uns und die Frage ist, tun wir Buße in den Dingen, wo Jesus deutlich zu uns spricht und sagt: Schau mal, das wünsche ich mir eigentlich anders.

[28:33] Warum haben die Israeliten gar nicht Buße getan? Warum haben Leute wie in Chorazin, in Bethsaida, warum haben selbst aufgeregte Leute oft nicht Buße getan? Warum haben die das nicht gemacht? Was denkt ihr?

[29:11] Es scheint so zu sein, dass in Israel größtenteils gar nicht mehr bewusst war, was eigentlich Buße ist. Schaut euch mal den Nikodemus an, als Jesus ihm sagt: Wer von neuem geboren wird. Und Nikodemus sagt: Wovon redest du? Soll ich nochmal in den Mutterschoß hinein? Und Jesus stellt ihm dann die Frage: Du bist der Lehrer Israels und du weißt nicht, was Buße und Umkehr, was Wiedergeburt ist. Also wenn da gar kein Verständnis, was überhaupt Buße ist, dann sieht man die Wunder. Man bedankt sich dafür, dass man wieder laufen kann und sehen kann und dass der Nachbar laufen kann und sehen kann und das irgendwie ganz toll, nicht wahr? Aber das Verständnis ist gar nicht mehr so richtig da gewesen bei vielen. Also natürlich gab es Leute, die haben Buße getan, aber das ist vielleicht auch eine Frage für uns, ob uns bewusst ist, eigentlich, was wirklich echte Buße ist. Man kann mal so viel über Buße reden, dass man gar nicht weiß, was es ist. Wirklich umzukehren in seinen Gedanken, anders zu denken, anders zu handeln, Dinge tatsächlich nicht mehr zu tun durch Gotteskraft, die man bisher getan hat.

[30:22] Und jetzt schauen wir mal, was Jesus sagt in Vers 22. Schauen wir mal in Matthäus 11, Vers 22.

[30:36] Wer mag den lesen? Matthäus 11, Vers 22.

[30:44] Doch ich sage euch, Tyrus und Sidon wird es erträglicher ergehen am Tag des Gerichts als euch.

[30:53] Okay, also mit anderen Worten, welche Idee versucht Jesus hier durch zu erklären? Es gibt Gericht und das Gericht ist differenziert. Das Gericht urteilt, differenziert basierend auf was? Worauf basiert diese Differenzierung des Urteils?

[31:12] Auf der Erkenntnis und den Gelegenheiten, die man gehabt hat. Ganz wichtig. Ich kann nichts sagen, naja, ich will mich gar nicht so sehr mit der Bibel beschäftigen, weil wenn ich dann mehr weiß, bin ich ja verantwortlich, oder? Die Tatsache, dass Jesus in ihrer Stadt war, war ausreichend, um zu sagen, es wird Tyrus und Sidon erträglicher gehen. Das heißt, die Tatsache, dass ich einen Computer habe, auf dem es einen Bibelserver gibt und eine Bibel in meinem Schrank und die Tatsache, dass es einen weiten, also einen bedeutenden Teil ihrer Schriften auf Deutsch übersetzt ist, ist ausreichend genug, dass Gott von mir erwarten kann, dass ich mich damit auch beschäftige.

[31:55] Ja, ganz genau. Und es ist ja nicht so, dass die Leute, die jetzt die Buße getan haben, plötzlich und eine große Last hatten, oh, ich darf jetzt das nicht mehr, ich darf das nicht mehr, sondern den ging es ja gut. Aber was Jesus hier deutlich macht, ist, selbst er mit all seinen Wundern und mit seiner vollkommenen Sündlosigkeit und seinem unfassbaren Taktgefühl hat manche Menschen nicht erreicht. Und das nicht, weil er nur ein oder zwei Mal, er hat Monate in sie investiert und er hat sie nicht erreicht. Und das sollte uns etwas sagen über die Gefährlichkeit von Sünde und die Gefährlichkeit, sein Herz zu verschließen. Er hat sie nicht erreicht und er sagt: Was soll ich tun? Wehe euch.

[32:48] Jetzt schauen wir mal weiter in Vers 23. Wer mag Vers 23 lesen?

[32:56] Fast gleiche Idee. Und du Kapernaum, die du bist, die du bist zum Himmel erhöht worden bist. Du wirst zum Totenreich hinabgeworfen werden. Denn wenn in Sodom die Wundertaten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, es würde noch heutzutage stehen.

[33:10] Okay, also erst Chorazin und Bethsaida, aber jetzt Kapernaum kommt nochmal extra. Weil was war das Besondere an Kapernaum? Das war quasi sein Zentralort. Von Kapernaum aus hat er seine Missionsreisen gemacht. In Kapernaum war er immer wieder. Wahrscheinlich die meisten seiner Wunder sind in Kapernaum geschehen. Ja, erinnert euch an den Hauptmann, den römischen Hauptmann, der war in Kapernaum, der Synagogenvorsteher, Jairus, das war in Kapernaum. Kapernaum, da hat man mal den Eindruck, also da gab es kaum einen Kranken noch. Und deswegen wird Kapernaum nochmal extra betont und noch ein bisschen intensiver beschrieben. Oder er sagt: Kapernaum, du bist bis wohin erhöht worden? Bis zum Himmel. Und interessant ist, Kapernaum hat sich nicht selbst zum Himmel erhöht, sondern Kapernaum ist zum Himmel erhöht worden. Sonst gibt es immer die Idee von Satan, der sich selbst erhöhen wollte zum Himmel. Aber hier wird eine Stadt bis zum Himmel erhöht. Gibt es noch eine Stadt, die bis zum Himmel wollte? Babel. Und er sagt: Du bist bis zum Himmel erhöht worden, passiv durch jemand anderes. Nämlich durch wen? Jesus. Die Idee ist ja natürlich, zum Himmel erhöht werden, Kontakt zu bekommen mit dem Himmel. Ich will in den Himmel hinein. Und wodurch ist Kapernaum in den Himmel erhöht worden? Ganz praktisch, der Himmel kam herab. Der Himmel ging durch ihre Straßen. Der Himmel stand an der Bäckerei. Der Himmel stand an dem Hafen. Der Himmel war in der Synagoge. Der Himmel, als Gott Jesus gab, hat er den gesamten Himmel ein Geschenk verpackt. Der Himmel war in ihren Straßen.

[35:00] Und das ist interessant, weil die Stadt war jetzt auch nicht viel größer als andere Städte. Manchmal fragt man sich, wie kann es sein, dass die ganze Wahrheit so in einer kleinen Gemeinde konzentriert ist, oder? Es gibt so viele andere. Warum soll ausgerechnet die Wahrheit jetzt hier so konkret? Aber der ganze Himmel war in Kapernaum. Und doch haben Menschen in Kapernaum Jesus nicht angenommen, haben nicht Buße getan, sind nicht umgekehrt. Sie waren dankbar für die Heilung, dankbar für die Predigt, sind nicht umgekehrt von ihrem Weg. Was wird mit ihnen passieren? Er sagt: Du wirst bis zum Totenreich hinabgestürzt werden. Totenreich meint natürlich nicht irgendeine Unterwelt, sondern Totenreich meint, was ist griechisch Hades, hier das ist auf Deutsch das Grab. Vom Himmel ins Grab hinabgestürzt, da wo die Toten sind. Das ist eigentlich so der größtmögliche Kontrast biblisch gesehen. Der Himmel, das Totenreich, das ist das nach den tausend Jahren. Die einen sind im Himmel, die anderen sind im Totenreich, die sind tot. Das ist so der größte Kontrast, den es gibt. Sie waren im direkten Kontakt mit dem, der das Leben ist und werden doch ins Totenreich gestürzt.

[36:27] Und was ist mit Sodom? Er sagt, denn wenn in Sodom die Wundertaten geschehen. Wir kennen die Geschichte von Sodom, oder? Was sagt die Bibel über Sodom? Also wir wissen, Tyrus und Sidon waren böse, aber Sodom? Was sagt die Bibel über Sodom? Wenn ihr das mal kurz zusammenfassen wolltet, was sagt die Bibel über Sodom? Sodom war so böse, dass Gott gesagt hat, diese Stadt nehme ich mal als Beispiel, wie ich mit bösen Menschen umgehen werde. Ja, das ist quasi exemplarisch, das Beispiel für Boshaftigkeit. Er sagt, als Beispiel hat es die Strafe ewigen Feuers erlitten in Judas Theme. Als Beispiel, so wie es Sodom und Gomorra ergeht, wird es allen ergehen. Aber er sagt, Kapernaum wird es schlimmer ergehen. Er sagt sogar, wenn Jesus in Sodom das getan hätte, was dann Kapernaum getan hätte, Sodom würde heute noch stehen. Das ist ziemlich interessant, es würde heute noch stehen. Nun, hatte Sodom seine Gelegenheiten? Oh ja, der Lot war da, Abram war in der Nähe. Das abzulehnen war schon ausreichend genug. Sodom hat ein gerechtes Gericht erfahren. Das heißt, nur die Tatsache, dass Kapernaum sehr viel mehr Licht bekommen hat, heißt nicht, dass jeder das Recht hat auf so viel Licht. Das ist auch ein interessanter Gedanke. Ja, wir denken immer, naja, da gibt es bestimmt noch mehr Licht und noch mehr Licht und dann wird es irgendwie. Ja, nein, nicht jeder hat gleich viel Licht und trotzdem erhält Gott ein gerechtes Gericht. Das ist was? Ja, ja, ja, kommt, genau.

[38:43] Vielleicht kann ich das hier vorlesen. Es heißt bei Ellen White im fünften Band der Zeugnisse: Es ist Zeit, dass wir uns sehr genau unsere Herzen durchforschen, um zu sehen, ob wir im Glauben sind und in der Liebe Gottes oder nicht. Wenn es bei uns keine Erweckung gibt, kein Erwachen, die wir so großes Licht und so viele Vorrechte haben, werden wir in den Ruinen sinken und jetzt Achtung, unser Schicksal wird schlimmer sein als das von Chorazin und Bethsaida. Das ist ziemlich krass. Sie sagt, wir wissen noch mehr, sozusagen, als die Bewohner von Chorazin und Bethsaida und Kapernaum gewusst haben, obwohl sie Jesus vor, weil Jesus natürlich auch in den paar Monaten nicht all das sagen konnte, was wir heute über die Jahrhunderte hinweg biblisch zusammengesammelt haben. Und das sollte uns deutlich machen, wenn Jesus seiner Gemeinde Laodicea, was sagt Jesus seiner Gemeinde Laodicea? Tu Buße. Das ist das, was fehlt. Tu Buße. Kehr um.

[39:51] Und in diesem Sinne ist es interessant, wie er dann sagt in Vers 24: Doch ich sage euch, es wird dem Land Sodom erträglicher gehen am Tag des Gerichts als dir. Am Ende zählt nicht, welche Wunder wir erlebt haben. Am Ende zählt nicht, wie viele Bücher wir gelesen haben. Es zählt auch nicht, wie viele Heilungen wir miterlebt haben oder selbst durchgeführt haben. Ihr wisst vielleicht, Jesus sagt, ich war am Ende werden viele sagen: Herr, haben wir dich in deinem Namen und dann kommen die ganzen Wunder. Und wir sagen dann zurecht auch, natürlich, das sind oft falsche Wunder, ja, aber selbst wenn es richtige Wunder wären, selbst wenn man richtige Wunder miterlebt und in einer Gemeinde ist, wo ohne Buße kein ewiges Leben. Und Jesus kommt hier im Laufe seines Dienstes an den Punkt, wo er ausdrückt: Ihr müsst euch entscheiden. Ihr könnt nicht immer nur die Vorteile des Evangeliums nutzen, aber nicht eine Entscheidung in eurem Leben treffen. Und deswegen müssen wir uns bewusst machen, wenn Jesus uns all diese Dinge gibt in der gegenwärtigen Wahrheit, in Geisterweissagung, dann gibt er sie, weil wir sie brauchen und weil wir entsprechend Entscheidungen treffen müssen. Und wenn wir das tun, werden wir sehr gesegnet sein. Wenn wir das nicht tun, dann wehe uns. Denn Wehe ist letztendlich immer die Folge der Übertretung der Gesetze Gottes.

[41:21] Wollen wir gemeinsam Gott bitten, dass er uns Kraft schenkt, auf den Ruf der Buße wirklich zu antworten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort auch heute zu uns sprichst. Und Herr, wir haben gesehen, dass man enorm viel erleben kann an Wundern und an Predigten und doch keine Buße getan haben kann. Und Herr, wir möchten nicht so sein. Wahrscheinlich ist das genau das Problem von Laodicea, dass so viel weiß und doch nicht Buße getan hat und deswegen nackt und blind und bloß und erbärmlich ist. Herr, hilf uns, dass wir kennen in unserem persönlichen Leben, wo wir umkehren müssen, wo wir anders denken müssen, anders handeln müssen, anders sprechen müssen. Und dass du das nicht einfach von uns verlangst, sondern dass du die Kraft hast, uns zu vergeben und uns andere Gedanken, andere Worte und ein anderes Handeln zu schenken. Lass die Kraft, die sich in deinem Wort zeigt, nicht ungenutzt in unserem Herz vorüberziehen, sondern erfülle uns mit deinem Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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