In dieser Predigt wird der biblische Text aus Offenbarung 2:14 behandelt, der sich mit der Gemeinde in Pergamon und den Lehren Bileams befasst. Die Sprecherin erklärt, wie Jesus differenziert auf die Probleme der Gemeinde eingeht und warnt vor schleichenden Verführungen, die wie Sauerteig wirken können. Anhand der Geschichte Bileams aus dem Alten Testament wird verdeutlicht, wie wichtig es ist, Gottes klaren Willen zu erkennen und nicht zu versuchen, ihn zu ändern.
Offenbarung 2:14
Mirjam Giebfried · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
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Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:47] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarung Seminar. Schön, dass ihr heute gekommen seid, schön, dass ihr jetzt auch live eingeschaltet habt oder euch das Video später anschaut. Wir studieren weiter in der Offenbarung, in Offenbarung 2 sind wir noch bei der Gemeinde Pergamon. Und heute werden wir uns etwas aus der Bibel anschauen, etwas, was wir im Alten Testament finden, wo wir nicht im Ungewissen darüber gelassen worden sind von Gott. Bevor wir das tun, wollen wir aber Gott einladen, dass er jetzt unser Lehrer ist. Lasst uns gemeinsam niederknien, wo es möglich ist.
[1:33] Unser Vater im Himmel, ich danke Dir sehr, dass wir jetzt zu Dir kommen dürfen, um bildlich gesehen an Deinen Füßen zu sitzen und von Dir zu lernen. Herr, lass es jetzt wirklich Dein Wort sein, das zu uns spricht, nicht menschliche Worte. Vater, wir wissen, dass Dein Wort große Kraft hat. Sophie, Du hast es zur Gemeinde Pergamon gesagt, dass Du derjenige bist, der dieses Schwert in der Hand hält. So wollen wir das Schwert auch heute erleben, nicht unbedingt, dass Dein Wort uns nur ermahnt, sondern dass es uns auch erbaut, denn es dient uns auch zu Heilung. Und dafür sind wir Dir dankbar. Schenke uns jetzt Weisheit und den Heiligen Geist durch Deine Gnade. Beten wir. Amen.
[2:32] Lasst uns mal den Vers aufschlagen in Offenbarung 2, Vers 14, dass wir wissen, worum es sich heute dreht. Offenbarung 2, Vers 14. Wenn du ihn hast, darfst du gerne lesen.
[3:01] Achtung, Offenbarung 2, Vers 14: "Aber einiges habe ich gegen dich, du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verführen, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben." Danke schön. Gibt es da andere Übersetzungen? Wenn es heißt: "Aber einiges habe ich gegen dich." Wie heißt es bei den anderen?
[3:38] "Ich habe ein Weniges gegen dich, dass du dort solche hast und so weiter." Okay, danke schön. Also, was wir aus beiden Texten oder beiden Übersetzungen entnehmen können, ist, dass es mehrere Dinge sind, ja. Es ist nicht nur die eine Sache, bei der Gemeinde Ephesus, das hatten wir gesehen, es geht vor allem um die Liebe, die sie verlassen hatten. Hier ist es jetzt eine Liste. Und trotzdem heißt es: "ein Weniges", also nicht keine überladene Liste. Könnt ihr sagen, das liegt wohl daran, dass Jesus warnt, nicht erst, wenn nichts mehr zu retten ist, sondern dann, wenn noch Rettung nahe ist.
[4:28] Was ich aber auch noch hier anmerken möchte, ist, erst hier sagt Jesus: "Einiges oder Weniges habe ich gegen dich." Wir hatten vorher schon über den Thron Satans gesprochen und gesehen, dass da auch nicht alles in der Gemeinde Pergamon gestimmt hat, aber es war kein Tadel. Es war an sich kein Tadel, den Jesus gebracht hatte, sondern eine Feststellung. Das zeigt uns, es mag Dinge in unserem Leben geben, die zwar nicht gut laufen, aber wir sollten darauf achten, was für Jesus Priorität hat, angegangen zu werden.
[5:15] Ja, ich hier hier sagt jetzt Jesus: "Möchtest du schon mal sagen, okay, hier sagt jetzt Jesus, das hier passt nicht. Hier ist eine Baustelle, an der ihr arbeitet."
[5:33] Wie vor Augen hält er spricht ihr an, eine ganze Gemeinde, und die haben nicht alle das gleiche Problem. Ja, jetzt sehen wir heute auch auch in der Gemeinde sind nicht alle am gleichen Stand. Und wenn er sagt: "Ich habe ein Weniges gegen dich", dann meint er nicht, dass alle in der Gemeinde genau das Problem haben, sondern er sagt: "Ich habe ein Weniges gegen dich, dass du solche hast." Und weil er sagt, es ist ein Weniges, sind die offensichtlich nicht in der Mehrheit. Es gibt allerdings in dieser kirchengeschichtlichen Epoche offensichtlich auch unter den Warengläubigen einige, die zu viele Kompromisse mit dieser falschen Lehre machen. Und deswegen sagte: "Ich habe ein Weniges gegen dich." Und ich finde das so schön, weil wir sehen, bei Gott ist es nicht einfach nur alles gut oder alles schlecht, und es ist sehr differenziert.
[6:15] Ja, und das ist auch in unserem Leben so. Das ist glaube ich, wo der Punkt ist, den du machst, den wir hier noch mal extra vor Augen halten können. Es gab Leute, die hatten echtes theologisches Problem, als Betrachtlich alle und entsprechend behandelt Jesus das auch.
[6:30] Ja, danke schön. Das ist genau dieses Wort: differenziert ist hier, denke ich, Stichpunkt. Jesus sagt genau, wo es brennt. Jesus sagt, was nicht passt. Jesus hat auch schon gesagt, was passt. Und von daher können wir sehen, er beschäftigt sich wirklich mit seinen Gemeinden und analysiert genau.
[7:00] So, jetzt gehen wir mal auf dieses "ein Weniges" oder "einiges" ein bisschen noch genauer ein. Und zwar gibt es eine Stelle in Jakobus 3, Vers 8. Jakobus 3, Vers 5.
[7:28] "So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rührt sich dort große Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welchen großen Wald zündet es an." Dankeschön. Hier redet Jakobus jetzt von der Zunge und das sagt, was sagt er indirekt? Dass sie klein ist und großen Schaden anrichten. Ja, er sagt eigentlich: Passt auf, was ihr redet, oder denn die Zunge ist klein und man unterschätzt sie deswegen so leicht. Aber dann bringt er dieses Bild und sagt: Es ist nur ein kleines Feuer, das einen großen Waldbrand anrichtet.
[8:13] Und auch da merken wir jetzt: Ein Weniges klingt vielleicht so, naja, nicht so bemerkenswert. Aber Jesus sagt, oder jetzt hier Jakobus, achtet auf diese kleinen Dinge, denn sie können große Folgen haben. Ja, deswegen muss man manchmal auch überlegen, was man sagt. Man kann nicht mit kleinen Worten ein Menschenherz zerstören. Ja, hohe Lied gibt es die Stelle, fängt mit "die kleinen Füchse, denn sie verderben den Weinberg." Ja, und es gibt auch noch ein anderes Bild, das Jesus benutzt, als er zu seinen Jüngern spricht und sagt: "Hier gibt es etwas, das sollte eigentlich im Keim ersticken. Davor solltet ihr hüten." Kennt ihr eine Stelle, wo Jesus sagt: "Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer"?
[9:19] Ja, genau. Er drückt das so aus: "Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer." Wir schauen uns das kurz an in Matthäus 16 und dort Vers 6. Und weil wir uns das jetzt komprimiert anschauen, dann auch Vers 12.
[9:44] "Habt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer." Da sahen sie ein, dass er nicht gesagt hatte, sie sollten sich hüten vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor den Lehren der Pharisäer und Sadduzäer. Okay, also, wo geht es hier bei dem Sauerteig? Worum geht es hier?
[10:10] Die Jünger müssen etwas begreifen, und das tun sie dann im Verlauf des Textes, dass Jesus nicht von dem Brot an sich spricht, was wir sonst mit Sauerteig in Verbindung bringen, sondern in dem Fall geht es um die Lehre der Pharisäer und der Sadduzäer. Warum verwendet Jesus dann das Bild des Sauerteigs für eine Lehre?
[10:41] Welche eigens oder ja, was soll damit in Verbindung gebracht werden?
[10:46] Schnell und zwar unmerklich. Oh ja, du hast es sehr gut auf den Punkt gebracht. Der Sauerteig, der wächst und wie du sagst, unmerklich. Und Jesus sagt hier, mit einer Lehre kann es genauso sein, die kann sich verbreiten, ausbreiten, Folgen haben, ohne dass man es merkt.
[11:15] Und das dürfen wir jetzt schon mal im Hinterkopf bewahren, wenn wir jetzt gleich auf die Lehre des Bileam zu sprechen kommen.
[11:27] Okay, Jesus sagt hier, das warnt jetzt hier die Gemeinde Pergamon, bevor es zu einem großen Desaster wird, sage ich euch schon, was Sache ist. Ich sage euch, dass ihr dann diese Lehre habt, oder zumindest unter euch habt. Und ihr sollt euch auch davor hüten.
[11:52] Gut, gehen wir mal weiter. Also, wir hatten jetzt Matthäus 16 und dort Vers 6 und Vers 12. Und jetzt gehen wir weiter, noch einmal zu Offenbarung 2, Vers 14.
[12:16] Denn da heißt es: "Aber ich habe ein Weniges gegen dich, dass du dort in deiner Gemeinde solche hast, die an der Lehre Bileams festhalten." Jetzt ist natürlich die große Frage: Was ist diese Lehre Bileams?
[12:33] Ja, falsche Propheten. Okay, ja, es ist schon mal eine falsche Lehre oder eine verderbliche Lehre.
[12:45] Ja, die schlechtesten. Ja, wahrscheinlich jetzt gleich die Geschichte ein bisschen genauer anschauen. Und da sieht man sozusagen, schon zusammenzufassen, dass Bileam mehrmals versuchte, das Volk zu segnen, etwa fluchen, und das ist einmal gesegnet hat durch Gott, müsste dann auf eine andere Methode verfallen ist und denkt immer auf die bist du solchen sprechen wollen, eine ganz spezifische Plan von ihm gewesen, das Volk zu verführen.
[13:13] Ja, ja. Also, die Lehre Bileams oder Bileams Geschichte hat eigentlich zwei Schwerpunkte. Eben das eine, wie du gesagt hast, was dann nicht erfolgreich war, und dann ist er umgesteckt.
[13:32] Wir gehen mal. Weiß jemand von euch, wo wir die Geschichte von Bileam finden? In welchem?
[13:38] Welchem? Ja, genau. Okay, vierte Mose 22 bis 25. Und dann auch noch mal in Kapitel 31, da kommt er vor.
[13:52] Und vielleicht so als kleiner Einstieg, da in vierter Mose 22 kann man lesen, dass das Volk Israel, das war ja aus Ägypten ausgezogen und nicht gerade als kleines Volk, sondern als großes Volk, und das ist dann durch das Land gezogen. Sie hatten jetzt das Rote Meer hinter sich, sie hatten den Krieg gegen die Könige der Amoriter hinter sich. Und sie waren wirklich von beträchtlicher Größe.
[14:37] So, jetzt hört der König der Moabiter davon, dass Israel hier durch das Land zieht, und es hat ihm nicht gefallen. Der König der Moabiter, Balak, was sein Name, bekommt das mit der Angst zu tun. Er denkt sich: Jetzt kommen die und fressen sozusagen mein Land auf. Also, sie werden alles an Nahrungsmitteln aufbrauchen, sie werden über das Land hereinfallen.
[15:15] Und was macht Balak daraufhin? Lässt zu einem Ja, Gottes Mann, also Bileam war dafür bekannt, dass er übernatürliche Kräfte hatte und lässt zu ihm hinsenden und sagt: "Du sollst mir dieses Volk Israel, das jetzt so gefährlich für mich aussieht, verfluchen, denn ich allein mit meiner menschlichen Kraft, mit meiner militärischen Kraft, kann ich gegen sie ankommen."
[15:46] Und jetzt lesen wir vierte Mose 22 und dort mal die Verse 5 bis 8. Und das ganze boten auszubilieren, dem Sohn nach Peor, das am Fluss Euphrat im Land der Kinder seines Volkes liegt, um ihn zu rufen. Und er ließ ihm sagen: "Siehe, es ist ein Volk aus Ägypten gezogen. Siehe, es bedeckt das ganze Land und lagert sich gegen mich. Sogar komm nun und verfluche mir dieses Volk, denn es ist mir zu mächtig. Vielleicht kann ich es dann schlagen und aus dem Land treiben, denn ich weiß, wenn du segnest, der ist gesegnet, und wenn du verfluchst, ist verflucht." Und der älteste der Moabiter ging hin mit den ältesten der Midianiter und hatte den Wahrsagerlohn in ihren Händen. Und sie kamen zu Bileam und sagten ihm die Worte Balaks. Und er sprach zu ihnen: "Bleibt hier über Nacht, und ich will euch antworten, so wie der Herr zu mir reden wird." So blieb der Fürst der Moabiter bei Bileam.
[16:56] Danke schön. Also, was wir hier sehen können, ist, sie wollen Bileam kaufen. Sie bringen ganz viel Geschenke mit, was der Lohn steht hier, und sagen: "Tu das, was wir dir gesagt haben, und du wirst reich belohnt."
[17:20] Jetzt sagt Bileam erst einmal: "Okay, ihr seid jetzt zu mir gekommen. Bleibt bei mir eine Nacht, ich will Gott befragen, was Gott dazu zu sagen hat."
[17:30] Und jetzt darf noch jemand Vers 12 lesen, was Gottes Antwort dann ist.
[17:44] "Mit ihnen verfluche das Volk auch nicht, denn es ist gesegnet."
[17:52] Also, Gottes Antwort auf Bileams Frage, wohl ist unmissverständlich. Gott sagt: "Verfluche sie nicht. Geh nicht mal mit den Männern mit."
[18:09] Was macht Bileam daraufhin? Bileam weiß jetzt, was der Wille Gottes ist. Und was macht er?
[18:16] Ja, Gott, ich weiß, was seine Fülle ist. Deswegen bete ich jetzt noch mal. Vielleicht änderst du deinen Willen. Könnte ja sein, dass du dich noch mal um entscheidest. Und das ist etwas, was wir, glaube ich, auch alle kennen. Ja, manchmal bitten wir um Gottes Willen, und dann ist er anders, als wir wollen. Und dann sagen wir: "Herr, jetzt beten wir doch mal." Aber das ist tatsächlich das Problem hier.
[18:37] Ganz genau, das ist das Problem. Wusste denn Bileam, dass Gott seine Meinung nicht ändern würde?
[18:48] Er wusste es. Schaut mal mit mir in 2. Mose 23 und dort Vers 19. Ein Kapitel weiter.
[19:02] Das sagt Bileam selber: "Gott ist nicht ein Mensch, dass er lügt, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereuen würde. Was er gesagt hat, sollte er es nicht tun? Was er geredet hat, sollte er es nicht ausführen?" Das sagt der Gott tut, was er sagt. Gott ändert seine Meinung nicht, denn seine Meinung war schon immer die beste Meinung. Gott weiß, wozu er steht.
[19:31] Und ja, ach so, in vierte Mose 23, Vers 19, Gott bleibt bei dem, was er sagt. Ja, aber das ist ja interessant, weil das ist ja nachher die Vision gehabt von Gott durch entspricht. Das ist durchaus möglich auch, dass Gott ihn selbst damit korrigiert hat.
[19:49] Hat. Was ich meine, also er hat es dann auf jeden Fall verstanden. Das ist durchaus wirklich auch, dass er es am Anfang nicht verstanden hat und Gott durch die Visionen auch ihn korrigiert hat. Aber vielleicht hat er es auch verstanden.
[20:00] Ja, genau. Okay, aber der Einwand ist berechtigt. Also, spätestens zu dem Zeitpunkt weiß er es.
[20:11] Und trotzdem ist es so, du hast es vorhin selbst gesagt, dass Bileam genau den Willen Gottes erkannt hatte. Bileam hatte Gottes Stimme gehört. Und der Grund, also ihr könnt es auch gerne zu Hause noch mal nachlesen, das ganze Kapitel. Der Grund, warum ich hingeht und Gott noch mal befragt, ist nicht, dass er die Stimme Gottes nicht deutlich vernommen hätte. Er wusste, was zu tun war. Er wusste es, aber er wollte es nicht tun.
[20:42] Das Kapitel von Ellen White, "Patriarchen und Propheten", Kapitel 40, ist sehr, sehr aufschlussreich. Vielleicht, ja, das am Rande, weil Ellen White beleuchtet, was Bileam auch einfach nur als Vorwand gesagt hat oder als Vorwand gemacht hat, was wir dem biblischen Text nicht immer so ganz entnehmen können. Trotzdem ist es schlüssig.
[21:13] Okay, Bileam weiß Gottes Willen. Das lesen wir in Vers 13 und 18 auch. Und trotzdem fragte Gott noch mal.
[21:27] In Kapitel 22, Vers 19, sagt jetzt Bileam: "Kapitel 22, Vers 19: Damit ich erfahre, was der Herr weiter mit mir reden wird."
[21:47] Ja, danke. Das sehen wir, das ist jetzt schon das zweite Mal, dass Bileam sagt: "Okay, ich werde zu Gott gehen, ich werde ihn fragen." Und das sehen wir, er sagt auch den Männern: "Bleibt da."
[22:08] Was tut er denn in dem Moment, als er den Männern, die jetzt gesandt worden sind, um ihn abzuholen, dass er das Volk Israel verfluchen soll? Was tut er denn, wenn ihr ihn sagt: "Bleibt da"?
[22:19] Da. Wie können wir das interpretieren? Ja.
[22:31] Oder Gottes dem klaren Befehl, lass die gehen. Bleib du da.
[22:37] Und ja, im Prinzip Gott, so wie auch die heiligen Götter behandelt haben. Bei den Göttern war es so, man fragt die, dann geben sie ein Orakel, und gefällt ihm das Orakel nicht, und dann tut man noch ein bisschen mehr bezahlen, bisschen mehr machen und versucht das zu ändern. Und er, der ursprünglich mal auch ein wahrer Prophet gewesen ist, gibt jetzt auch vor den Heiden den Eindruck, mit Gott ist es genauso. Man kann einfach halt, ich rede halt. Also er sagt: "Ich kann momentan nicht, aber rede mal weiter. Ja, vielleicht kann ich etwas ausschlagen." Und damit verändert er auch oder er trübt das Bild Gottes vor diesen Menschen, die endlich Gott kennenlernen sollten.
[23:11] Ja, ja. Und vielleicht sind sollten wir da noch mal kurz die Geschichte ein bisschen ordnen. Also, wie kommen das erste Mal zu Bileam? Und das erste Mal ist das in den biblischen Bericht so, dass Bileam sie fortschickt, denn er weiß, es ist nicht Gottes Wille. Und er sagt schon fast, bisschen mürrisch: "Nein, ich kann das Volk Israel nicht verfluchen, weil Gottes Wille anders ist." Und er schickt sie fort. Sie gehen dann wieder zu Balak zurück.
[23:47] Und was dann passiert ist, sie haben wohl gemerkt, dass Bileam dann doch so ein bisschen offen war für ihren Vorschlag. Und sie gehen zu Balak, aber kommen wieder zu Bileam zurück und sagen: "Also, du bist dir wirklich so sicher? Guck mal, jetzt haben wir noch mehr Geschenke mit. Überlegst du es dir nicht noch mal?" Und jetzt kommt dieser Vers 19, wo Bileam sagt: "Bleibt hier eine Nacht, und ich werde wieder Gott befragen." Das heißt, aus meiner Sicht hält er sich noch seine eine Tür offen, anstatt zu sagen: "Das ist der Wille Gottes, ihr könnt gleich wieder gehen, weil ich werde eh nicht auf euch eingehen." Sagt der: "Bleibt da, vielleicht kann ich Gott noch irgendwie umstellen."
[24:44] Und das ist, was wir nicht tun sollten. Das ist schon mal eines, was wir von Bileam lernen dürfen und nicht nachmachen sollten. Wenn Gott etwas Klares gesagt hat. Ja, es gibt Momente, wo wir nachforschen müssen, aber wenn Gott etwas klar schwarz auf weiß gesagt hat, unmissverständlich, dann sollten wir nicht versuchen, daran zu drehen. Da gibt es keine Stellschrauben.
[25:16] Also, jetzt, wie oft, wie oft habe ich gesagt, kommen die ältesten der Moabiter zu Bileam? Zweimal. Zweimal kommen die ältesten der Moabiter. Zweimal kann es sich als entscheidend, ob er darauf eingeht oder ob es ablehnt. Zweimal war er unentschlossen und hat gesagt: "Ich muss gerade noch mal fragen."
[25:47] Jetzt kommt die berühmte Geschichte, die wir auch aus den Kinderbibeln kennen, wo Bileam sich dann auf den Weg macht und auf diesem Esel reitet und erkennt, dass vielleicht dann sieht der Esel den Engel Gottes auf dem Weg, und er verlässt den Weg, er weicht aus.
[26:10] Wisst ihr, wie oft der Esel dem Engel ausweicht? Dreimal. Dreimal hat Bileam drei Hinweise bekommen. Erst auf dem Holzweg, und trotzdem macht Bileam weiter. Und dann geht es noch weiter, und der kommt dort an. Also erstmal spricht dann der Esel, und Bileam erkennt klar von dem Engel des Herrn, dass das eigentlich nicht hätte tun sollen.
[26:46] Und jetzt kommt Bileam bei Balak an. Und Balak sagt hier, das Volk, ja.
[26:56] Sehr interessante Geschichte, dass man darauf hinweist. Bileam sagt zu der Eselin: "Wenn ich ein Schwert hätte, würde ich dich jetzt umbringen." Und die sagt: "Wenn ich ein Schwert hätte, ich umbringen." Und da steht vor ihm ein Engel mit einem Schwert, und der sieht es nicht. Ja, und die Eselin sagt dann: "Hey, Moment mal." Und das zeigt den menschlichen Zorn und den göttlichen Zorn. Denn das heißt, in Vers 22, "Gottes Zorn entbrannte über ihn." Aber Gottes Zorn ist nicht wie der menschliche Zorn, der einfach wild drauf los schlägt, sondern Gottes Zorn ist: Er stellt den Engel den Weg und dann lässt der Engel ihn dran vorbei ziehen und stellt sich an eine Stelle, wo noch weniger Ausweg ist. Und der Engel lässt ihn wieder vorbei, sind bis es irgendwann keinen Ausweg mehr gibt. Und das, glaube ich, ganz interessant, weil wir machen uns Probleme, den Zorn Gottes vorzustellen. Aber da wird es ganz deutlich. Es ist kein so wie Bileam, ja, sondern ja, aber es sollte doch.
[27:50] Das passt ganz gut zu dem, was ich jetzt eigentlich auch sagen möchte. Also, er bekommt zweimal Besuch von den ältesten, dreimal weicht der Esel aus, und es ist ein Hinweis darauf: Du bist auf dem Holzweg. Jetzt, wenn Bileam bei Balak ankommt, zeigt Balak dem Bileam: Okay, das ist das Volk Israel, bzw. ja, sie gehen an verschiedene Stellen, und jedes Mal fordert der Balak Bileam auf: "Jetzt fluch." Was kommt aus Bileams Mund heraus? Nur Segen. Dreimal passiert das, und wieder dreimal bekommt er eigentlich von Gott den Hinweis: Das ist nicht, was du tun solltest.
[28:48] Jetzt mit dem, was du gesagt hattest, im Hinterkopf. Wir sehen doch die Gnade Gottes in Bileams Geschichte. Da ist ein Mensch, der nicht einfach von Gott fern ist. Nein, Gott hat mit ihm...
[29:01] Gott fern ist nein, Gott hat mit ihm geredet. Ein Mensch, der nicht einmal eine falsche Entscheidung trifft, sondern gleich ganz oft in Reihe, jedes Mal wird er von Gott geduldig darauf hingewiesen und dieses Schwert Gottes verzehrt ihn nicht gleich. Das schlägt ihn nicht gleich, sondern Gott hat mit ihm Geduld. Seinen großen Gott haben wir. Ja, er wird dreimal von Bileam aufgefordert, ihn zu verfluchen. Also an Orte, wo dann nur noch weniger sieht, der bei der denkt: "Du hast erst recht Angst!" Und dreimal muss er segnen. Und interessant ist, dann gibt es noch eine vierte Prophezeiung im vierten Spruch, wo Bileam zwar gesagt hat, aber es kommt quasi noch mehr heraus. Und diese vierte Prophezeiung, das ist dann die, wo er explizit den Messias ankündigt. Ja, der der Stern, der sich erhebt aus Jakob, das Zepter aus Israel, wo man also merkt, Gott reagiert nicht nur auf diese ständige Angriffe Satans, oder er geht doch darüber hinaus und er präsentiert ihm Christus auf eine Art und Weise, also ganz, ganz deutlich. Und dass er dann später trotzdem die Gottesvolk vernichten wollte, zeigt, dass er hier sozusagen die Chance seines Lebens verpasst hat. Er hat, er hat Christus vor Augen gesehen, er hat quasi, den, den er sagt: "Ich sehe kommen, noch nicht, aber in der Ferne sich die Messias kommen." Und dass er dann trotzdem gegen Gott sich gewendet hat, das war nachher zu viel.
[30:34] Ja, glaubt man nicht. Also, wenn man einfach nur so, finde ich, so unbedarft diese Geschichte liest, dann denkt man sich: "Ach, der Bileam, der könnte doch ein ganz Gottes wichtiger Mann gewesen sein." Aber er hat sich eigentlich Gott immer wieder gegen Gott aufgelehnt, immer wieder, wieder erneut. Schreibt in Patriarchen und Propheten: "Der Herr ließ es schließlich zu, dass Bileam seinen eigenen Willen bis zu einem gewissen Grade durchsetzte." Das ist also das kommentiert sie an der Stelle, wo dann der Engel kommt und ihm sagt: "Naja, du darfst doch gehen, weil es sich innerlich schon entschieden hatte." Es lag ihm nicht daran, den Willen Gottes zu tun. Er wollte viel mehr eigene Wege gehen, für diese aber die Zustimmung des Herrn erlangen. Was du vorhin gesagt hast, ist.
[31:26] Und jetzt projiziert sie das auf unsere heutige Zeit. Es gibt heute Tausende, deren Leben einen ganz ähnlichen Verlauf nimmt. Sie würden den Wert moralischer Verpflichtungen durchaus einsehen, wenn diese nur mit ihren Neigungen übereinstimmten. Aber weil es eine Diskrepanz gibt zwischen dem, was Gott sagt, und dem, wozu sie geneigt sind, kommen sie wieder zu Gott und beten noch mal und sagen: "Naja, vielleicht hat es Gott doch anders gemeint." Entweder spricht die, spricht die Bibel ganz klar darüber, oder Umstände und Vernunft machen sie ihnen deutlich. Aber wenn diese Erkenntnisse ihren Wünschen und Veranlagungen widersprechen, verdrängen sie sie. Verdrängen sie sie häufig. Wagen dann aber noch Gott nach ihren Pflichten zu fragen. Das ist ganz schön anmaßend eigentlich. Mit scheinbar großer Gewissenhaftigkeit beten sie lange und ernsthaft um Erkenntnis. Aber Gott lässt sich nicht spotten. Oft duldet er das, sich solche Menschen nach ihren Wünschen richten, aber die Folgen müssen sie selbst tragen.
[32:49] Also, was wir ganz kurz, das müssen wir auch noch klären. Warum wollte denn Bileam eigentlich gerne doch mit den Moabiter mitgehen? Was hat ihn dazu bewegt, diesen Auftrag doch irgendwie nachzuhängen? Ja, ganz genau. Er hat doch gesehen, wie viel sie angebracht haben. Er hatte doch diese Neigung nach dem Geld. Das lesen wir deutlich in Judas 11. Schaut mal in Judas 11. Da gibt es keine Kapitel. Nicht, dass ihr denkt, ich lasse euch jetzt ein ganz langen Pferd Text lesen. Judas 11. Genau.
[33:54] "Denn sie geben den Weg, den sie gehen, den Weg keins gegangen und haben sich um Gewinnens Willen völlig den Betrug Bileams hingegeben und sind durch die Widersetzlichkeit Korans in Verderben geraten." Okay. Okay. Hier heißt es: "Sie haben und haben sich um Gewinnens Willen völlig den Betrug Bileams gegeben." Oder ja, also hier heißt es, um Gewinnens Willen. Es geht eigentlich um die Gier. Und die Gier, die Bileam hatte. Was sind denn das für Menschen, von denen hier die Rede ist?
[34:54] "Sich eingeschlichen haben in die Gemeinde und eine Lehre verkündigen, dass Gottes Gnade so groß ist, dass man auch in der Sünde weiterleben kann." Also, jetzt mal zusammengefasst. Und dann zeigt Judas an ganz vielen Punkten, wie sie mit denen übereinstimmen, die im Alten Testament immer wieder ja gesündigt haben und viele Beispiele sozusagen, ja, das Volk Israel der ersten Generationen. Sollte ja. Genau. Also hier wird eben seine Gewinnsucht dann zu markant herausgezeichnet. Und auch ein Mike sagt: "Es Bileam hoffte, den Dienstjahres zum Sprungbrett für die Erlangung von Reichtum und weltlicher Ehre zu machen." Es ist das eine Frage der Motivation. Es geht darum, was strebe ich an.
[35:46] So, jetzt hatten wir in Offenbarung 2 und das führt uns noch weiter in der Geschichte von Bileam auch die Aussage, "die an der Lehre Bileams festhalten, der den Ball erklärte, ein Anstoß zur Sünde vor die Kinder Israels zu legen, so dass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben." Da müssen wir bald wieder in vierte Muster schauen und dort weiter lesen. Kapitel 25 und da mal die Verse 1 bis 3. 4. Mose 25, 1-3.
[36:33] "Und Israel ließ sich in Sitten nieder und das Volk fing an und suchte zu treiben mit den Töchtern am Moabiter. Und diese luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter ein und das Volk aß mit ihnen und betete ihre Götter an. Und Israel begab sich unter das Joch des Baal-Peor. Entbrannte der Zorn des Herrn über Israel." Danke schön. Da geht die Geschichte weiter und man mag sich fragen: "Ja, aber Bileam ist doch hier gar nicht mehr vorgekommen." Naja, es hat sich aber im Volk Gottes was getan.
[37:10] 4. Mose, dass er genau die Idee hatte. Genau. Ganz genau. Das lebt zu der Zeit, als Bileam das Volk Gottes zuerst ja verfluchen sollte. Da gab es nichts, was man hätte verfluchen können im Volk Israel, denn sie waren mit Gott. Jetzt ändert sich aber diese Lage vom Volk Israel und plötzlich lesen wir davon, dass sie Unzucht treiben, dass sie ja Göttern opfern, also Götzendienst betreiben. Woher kommt das, mag man sich fragen? Hast du schon die Stelle gefunden in 4. Mose?
[37:50] 31, 31. Genau. 31. Genau. Da heißt es im Vers 16: "Siehe, sie haben ja in der Sache des Peor durch den Rat Bileams die Kinder Israels vom Herrn abgewandt, so dass der Gemeinde des Herrn die Plage wiederfuhr." Was der Text sagt, ist, nachdem er dreimal versuchte zu fluchen und Gott gesegnet hat und er dann in der vierten Vision Jesus gesehen hat, sozusagen den Messias, und der solche Sachen gesagt hat: "Meine Seele stimmt den Tod der Gerechten." Ja, und so.
[38:26] [Musik] Dann sagt er am, dann, dann, ich glaube, er wird sagt zu dir: "Erklärt wieder zurück nach in sein Land." Und er sagt: "Eine gute Entscheidung." Das Geld. Und dann geht er zurück zu Balak und sagt: "Pass auf, lass die ganze Sache mit Vision, ich habe ganz einfach einen Plan. Du verführst sie zu sexueller Unzucht und dann haben wir sie in unserem, unserer Hand und dann bringen wir zum Gottesdienst, weil dann kann Gott sie nicht mehr segnen." Und das war der perfide Plan. Erst ein Geld bekommen und ist gestorben. Ja, ja.
[38:58] Hier schreibt er nun weit, der von Bileam vorgeschlagene Plan bestand darin, sie von Gott zu trennen, indem er sie zum Götzendienst verleitete. Wenn es gelänge, sie zur zügellosen Anbetung von Baal und Astarot zu verleiten, würde ihr allmächtiger Beschützer zu ihrem Feind, und sie würden bald den wilden, kriegerischen Völkern um sie herum zum Opfer fallen. Dieser Plan wurde vom König bereitwillig angenommen und Bileam selbst blieb, um bei seiner Durchführung zu helfen.
[39:37] Das Schicksal Bileams war dann, dass er im Krieg Israels ging, die mit Janeta getötet wurde. Und sein eigenes Schicksal eben besiegelt er eigentlich selbst auch. Aber das sehen wir, das ist auch wie, also, was wir unter der Lehre Bileams verstehen können. Ich glaube, hier ist an der Stelle ganz wichtig, diesen Punkt zu machen, dass die, dass die Israeliten so lange sicher waren, solange die Gefahr von außen kam. Der Satan hat versucht, sie fertig zu machen von außen und Gott hat sie beschützt. Und dann hat er gesagt, in seiner Strategie geändert. Er hat angefangen, die Moabiter, die Heiden mit den Israeliten zu vermischen. Die kamen plötzlich in der Lager, haben mit den Freundschaft geschlossen. Das ist doch auch nicht so, so anders, als ihr das ein bisschen zusammen feiern. Ja, und so weiter. Und als sie dann gemeinsame Sachen mit den Hallen gemacht haben, dann sind sie abgefallen. Und genau das ist sozusagen jetzt auch der für die Auslegung von Offenbarung entscheidend.
[40:36] Was passiert in der zweiten Gemeinde? Die zweite Gemeinde versucht der Satan, die Christen mit Gewalt auszurotten und scheidet ja, weil die sterben zwar alle, aber es kommen immer mehr. Ja, einer von ihnen sagte Kirchenvater Tertullian: "Unser Blut ist ein Same." Ja, je mehr ihr von uns umbringt, desto mehr stehen wieder auf. Und dann endete, sagte seine Strategie mit Konstantin. Jetzt werden die Bischöfe plötzlich reich. Jetzt lohnt es sich, die Heiden werden jetzt zum Christentum gebracht. Ich war der Zeitung kommt in die Gemeinde rein und schon verändert sich das Christentum. Und das genau diese Strategie.
[41:13] Genau. Also vorhin hatte ich ja schon angekündigt, es gibt zwei Punkte, auf die sich diese Lehre oder eigentlich auch dann der Fall Bileams stürzt. Und zwar haben wir zum einen gesehen, diese Auflehnung gegen Gott, weil er etwas anderes wollte. Das war in dem, in seinem Fall, die Begierde nach Reichtum. Und jetzt sehen wir diese böse Strategie, dass er das Volk Gottes bringt, noch nicht einmal ganz dazu, Gott abzusagen, sondern erst einmal nur Gott nur noch halbherzig zu dienen, Götzendienst zu machen, sich selbst, zu, also ja, Unzucht hinzugeben. Und wie du schon gesagt hast, er bringt es also von innen.
[42:10] Lasst uns jetzt noch zum Schluss im zweiten Petrus schauen, wo Petrus auch diesen Fall Bileam kommentiert. Und dass der Wortlaut ganz ehrlich, wie war Judas. 2. Petrus 2, wer es hat, das gerne Verse 12 bis 16 lesen.
[42:48] "Diese aber, wie unvernünftige Tiere von Natur zum Fang und Verderben geboren, lästern über das, was sie nicht verstehen, und werden in ihrer Verdorbenheit völlig zugrunde gerichtet werden, indem sie so den Lohn der Ungerechtigkeit empfangen. Sie halten die Schwerereien bei Tag für ihre Vergnügen als Schmutz und Schandflecken. Tun sie groß mit ihren Betrügereien, wenn sie mit euch zusammenschmausen. Dabei haben sie Augen voller Ehebruch, sie hören nie auf zu sündigen und locken die unbefestigten Seelen an sich. Sie haben ein Herz, das geübt ist in Habsucht und sind Kindern des Fluchs, weil sie den richtigen Weg verlassen haben, sind sie in die Irre gegangen und sind weg Bileams des Sohnes Boas gefolgt, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte. Aber er bekam eine Zurechtweisung für seinen Frevel. Das stumme Lasttier redete mit Menschenstimme und werde der Torheit des Propheten. Genau."
[43:59] Also, hier ist es auch wieder am Schluss. Er wurde darauf hingewiesen und hat sich doch nicht bekehren lassen. Was wir den Text wichtiges entnehmen können. Es zum einen, Petrus spricht davon, dass auch in seiner Zeit noch Menschen da sind, die dem Beispiel Bileams folgen. Das bedeutet, das war jetzt kein spezifischer Einzelfall, sondern es zieht sich immer wieder durch die Geschichte. Das ist diese Gruppe von Menschen gibt. Auch eben in der Gemeinde Pergamon gab es solche.
[44:42] Jetzt, was ist das, was zeichnet aber diese Gruppe aus? Was sind das für Menschen? Was muss man sich darunter vorstellen? Bei dem, was wir jetzt auch gelesen haben. Es ist Trend, wie unvernünftige Tiere. Dann heißt es auch, sie haben Augen voller Ehebruch. Sie haben ein Herz, das geübt ist in Habsucht und sind Kinder des Fluchs. Warum? Vers 15 sagte.
[45:21] Ganz genau. Das sind also nicht Menschen, die unbedarft sind von der Wahrheit, keine Ahnung haben, sondern das sind Menschen, die waren auf dem guten Weg und sind zurückgekommen. Und bei Bileam sehen wir, er war hin und hergerissen. Er wusste, was Wahrheit war. Er hat sich dagegen entschieden.
[45:46] Und ja, zeigt uns, das ist zur Zeit Konstantins und danach. Christen geben haben muss, die wussten, dass es verkehrt, wenn wir jetzt mit den Heiden so viel gemeinsame Sache machen, aber aus weltlichen Motiven trotzdem gemacht haben. Und das erklärt dann, warum es in der Kirchengeschichte so weitergelaufen ist, wie es gelaufen ist. Ja, genau.
[46:08] Ja, genau. Das warnt uns, dass wir das heute nicht machen. Und das zeigt uns auch, was passiert, wenn Christen heute mit weltlichen Elementen gemeinsame Sache machen. Seien sie jetzt vom Staat oder anders. So, wir sollen uns von der, also, wir sollen in der Welt wirken, wir sollen uns von der Welt fernhalten im Sinne, dass wir nicht mit ihnen gemeinsame Sache machen und weltliche Prinzipien unsere Arbeit hineinlassen. Und ich glaube, das ist super aktuell auch eine Zeit, in der wir jetzt leben. Danke schön.
[46:36] Ja, das ist wirklich gut, dass eben noch zu übertragen, weil wir hatten auch schon die letzten Mal gesehen, jetzt gab es plötzlich ein Aufschwung im Christentum. Also, wenn wir diese zeitliche Epoche von Pergamon anschauen, aber sie hatten nicht die richtigen Beweggründe. Da war auch Habsucht in ihrem Herzen. Zumindest, ich kann nicht alle über einen Kamm scheren. Natürlich gab es auch richtige Christen, aber diese, diese Gruppe von Menschen zu der damaligen Zeit, die eben dieser Lehre, dieser Lehre Bileams immer noch ausgelebt haben, die hatten Habsucht in ihrem Herzen. Die haben gedacht, na ja, wir können halb Gott dienen, halb unsere eigene Sache machen. Und das war zum Scheitern verurteilt.
[47:35] Weniger. Es ist nicht immer die Mehrheit. Es ist nur eine kleine Gruppe. Vor allem, wenn man dann weiter die, da kommen wir dann noch zu. Es gibt eine andere Gruppe, die haben die Lehre, denn die Kollegen, die ist auch falsch. Ja, also gibt's mehrere Irren. Und das krasse ist, wenn wir jetzt die Beschreibung von Jesus ansehen, ist es ja weitestgehend positiv. Wer sagt, ich habe nur ein Weniges gegen dich. Du hast das so kleine Gruppen, die halt das machen. Wenn wir jetzt in die Kirchengeschichte zurückschauen, was die Jahrhunderte danach passiert ist, wir haben Mühe, noch die wahren Christen zu finden. So sehr hat sich diese, dieser Sauerteig, ja, der Irrlehre verbreitet. Ja, und das zeigt, wie gesagt, ich habe das geht nicht, dass du die Geduld ist ja, dass sie so machen können, weil über die Jahrhunderte hinweg hat das die Kirche so massiv durchsäuert, dass es richtig massive Reformation brauchte, um da einigermaßen losfahren zu kommen.
[48:21] Ja, und hier schließt sich dann für uns der Kreis. Wir hatten angefangen mit dem Wenigen und wir haben gesehen, dass Wenige ist trotzdem entscheidend. Was bedeutet das für uns persönlich? Es mag sein, ich habe das schon angedeutet, wenn man die Geschichte Bileams so ganz unbedarft liest, dann denkt man vielleicht zunächst einmal: "Naja, der Bileam ist einer, der Gott kannte, der auch immer sagen konnte, das hat Gott gesagt." Und das mag sein, dass der Schein trügt. Es ist nicht immer gleich von außen sichtbar, was, wo sich diese, ja, schlechten Eigenschaften wie Habsucht und Sucht und so etwas verbergen. Aber Jesus warnt uns und sagt: "Lasst das nicht aufkeimen. Lasst es nicht, lass den Wald nicht anbrennen." Sondern ihr, die ihr vielleicht in der Gemeinde das beobachtet, aber nicht dazu gehört, hütet euch vor diesen Lehrern.
[49:30] Und so ist mein Gebet und es darf unser Gebet sein, dass es uns nicht übermannt, dass wir nicht unter diesen, ja, diesen schlechten, bösen Einfluss von der Lehre Bileams fallen. Lasst uns jetzt noch gemeinsam Gott bitten, dass er das wirklich tut, dass sonst die Augen aufmacht, dort, wo wir es brauchen und uns reinbewahrt. Lasst uns beten.
[50:16] Unser Vater im Himmel, ich danke dir, dass du uns weist, dass du Böses in unserem Leben und auch in unseren Gemeinden schon im Keime ersticken möchtest, Vater. Wir kennen uns selbst nicht so gut, wie du uns kennst und du siehst ab in unserem Herzen, vielleicht auch Habsucht ist, vielleicht auch diese Gier, oder es etwas gibt, wo wir deinen Willen genau wissen und ihn doch nicht tun wollen. Bitte, Herr, verändere du uns da.
[50:58] Vater, ich bitte dich auch, dass du uns ja, bewusst machst, dass auch die kleinen Dinge sehr große Auswirkungen haben können, dass wir nicht reden, die gegen dich rebellieren sollen, denn du lässt uns zwar Entscheidungsfreiheit, aber das ist immer dein Anreiz, gute Entscheidungen zu treffen. Bitte bewirke du das in unserem Leben, bewirke, dass unser Wille auch mit deinem Willen übereinstimmt, denn wir können das selbst nicht tun. Ich danke dir, Herr, dass wir das von dir bitten dürfen. Danke, dass du uns bisher schon so weit geführt hast und uns noch von ganz von Sünde frei machen möchtest.
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